[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Behälterbefestigungssystem zum Bereitstellen
eines mit Reinigungs- oder Desinfektionsmittel gefüllten und insbesondere mit einer
Dosierpumpe versehenen Behälters.
[0002] Die professionelle Händehygiene ist unumstritten ein Weg zur Verhinderung von Übertragungen
mikrobieller Pathogene im Gesundheitswesen, insbesondere in Kranken- oder Pflegeinstitutionen.
[0003] Hierbei spielt die Wirksamkeit der genutzten Reinigungs- und Desinfektionsmittel
eine große Rolle. Auch die Art der Ausführung des Reinigungs- oder Desinfektionsvorgangs
hat einen entscheidenden Einfluss auf die Effektivität der Reinigung oder Desinfektion.
[0004] Daneben kommt aber der Compliance in Bezug auf das Händedesinfektions- oder Händereinigungsverhalten
eine ebenso herausragende Bedeutung zu, mithin das Verhältnis von einer tatsächlich
erfolgten Desinfektion im Vergleich zu der Anzahl an Gelegenheiten, bei denen eine
Reinigung oder Desinfektion erfolgen sollte.
[0005] Die Gelegenheiten, bei denen eine Reinigung oder Desinfektion erfolgen soll, stehen
häufig in Zusammenhang mit der Behandlung oder Pflege von Patienten durch das pflegende
oder behandelnde Personal.
[0006] Es hat sich gezeigt, dass die Compliance verbessert werden kann, wenn die Verfügbarkeit
des Reinigungs- oder Desinfektionsmittels in der Nähe oder besser unmittelbar am sogenannten
"Point-of-Care", mithin unmittelbar dort, wo die Behandlung oder Pflege also der Patientenkontakt
erfolgen soll, gegeben ist.
[0007] Es sind daher bereits Behälterbefestigungssysteme bekannt, die die Bereitstellung
von Reinigungs- oder Desinfektionsmittelbehältern, am oder in der Nähe des Point of
Care durch entsprechende Befestigungsmittel ermöglichen.
[0008] EP-2758950-A1 beschreibt einen Drahtgitterkorb, dessen Drahtgestell derart gestaltet ist, dass
es an waagerechten Einrichtungen, wie z.B. Bettkanten, angebracht werden kann, dadurch
dass ein hakenförmig ausgebildeter Abschnitt des Gestells über einen im Wesentlichen
waagerecht orientierten Gegenstand, wie eine Krankenbettkante gehängt werden kann.
[0009] DE-198624093-U1 beschreibt Aufnahmekörbe für Flüssigkeitsbehälter, wobei diese eine integrierte Wandhalterung
aufweisen, so dass der Behälter an einer (senkrechten) Wand zum Beispiel eines Krankenzimmers
montierbar ist.
[0010] Das Dokument
US-4535923-A, offenbart eine Vorrichtung zum Halten eines mit Kaffee gefüllten Bechers in einem
Automobil,
US-5839632-A offenbart einen Wasserflaschenhalter für ein Fahrrad und Dokument
US-3489385-A offenbart einen Korb, der an einem gewünschten Träger befestigt werden kann.
[0011] Auch sind Drahtgitterkörbe zur Darreichung von Desinfektionsmittelbehältern bekannt,
an deren den Boden eines Drahtgitterkorbes bildenden Rundstäben eine Tischklemme zur
Fixierung des Drahtgitterkorbes an Tischkanten montierbar ist.
[0012] Die bekannten Lösungen haben sich aber hinsichtlich ihrer Positionierbarkeit als
unzureichend erwiesen.
[0013] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, die Positionierbarkeit bekannter
Behälterbefestigungssysteme zu verbessern.
[0014] Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Behälterbefestigungssystem zum Bereitstellen
eines insbesondere mit Reinigungs- oder Desinfektionsmittel versehenen Behälters nach
Anspruch 1.
[0015] Das Reinigungs- oder Desinfektionsmittel kann ein insbesondere flüssiges, gelartiges,
pastöses oder schaumförmiges oder schäumbares Mittel sein, insbesondere handelt es
sich um alkoholische und nichtalkoholische Desinfektionsmittel und flüssige Seifen.
[0016] Die Form des Behälters kann im Wesentlichen quader- oder säulen- oder kegel- oder
pyramidenförmig ausgebildet sein. Mischformen verschiedener geometrischer Grundformen
sind denkbar. Vorzugsweise weist das Vorratsbehältnis eine Höhe H auf, deren Erstreckung
größer, insbesondere mindestens um den Faktor 1,5 größer ist als die Erstreckung der
Breite B und/oder der Tiefe T des Vorratsbehältnisses. Vorzugsweise weist der Behälter
an einem oberen Endbereich eine Öffnung auf, durch welche in an sich bekannter Weise
eine einfache Pumpvorrichtung, insbesondere eine Dosierpumpe einführbar ist, mit deren
Fixierung an dem Behälter, vorzugsweise mittels eines Schraubdeckels, die Öffnung
vorzugsweise auch verschließbar ist. Weiter insbesondere ist der Behälter flaschenförmig
ausgebildet. Denkbar und vorteilhaft ist weiterhin, den Behälter beutelartig auszubilden.
Weiter vorzugsweise kann der Behälter als Bag-in Box - Verbundbehälter ausgebildet
sein. Hierbei ist ein innerer Beutel innerhalb einer im Vergleich zum Beutel aus steiferem
Material gebildeten äußeren Box aus beispielsweise Kunststoff oder Karton aufgenommen.
[0017] Hinsichtlich der Haltepositionen wird das Verständnis unterstellt, dass der Aufnahmebereich
des Halters derart ausrichtbar ist, dass der Behälter in einer Anwendungssituation
im Wesentlichen aufrecht stehend in dem Aufnahmebereich aufgenommen ist, um die Funktionalität
insbesondere eines mit manuell betätigbarer Dosierpumpe versehenen Behälters in einer
Anwendungssituation zu gewährleisten.
[0018] Die mindestens erste, zweite und dritte Halteposition ermöglichen dem Anwender, das
Befestigungsmittel unterschiedlich auszurichten, um den Halter wahlweise an unterschiedlich
sich im Raum erstreckenden und angeordneten Gegenständen, wie vertikal oder horizontal
oder schräg verlaufenden Platten, Stangen oder Regalen, oder Bauteilen von Tischen,
Stühlen, Bettkanten oder Bettstangen sowie Infusionsständern, Stationswagen, Servierwagen
oder Ähnlichem zu befestigen.
[0019] Hierfür kann der Anwender je nach Vorhandensein geeigneter Gegenstände das Befestigungsmittel
an dem ersten oder zweiten oder dritten Befestigungsbereich fixieren.
[0020] Es ist vorgesehen, dass die erste Halteposition die Befestigung des Halters an einem
horizontal orientierten Gegenstand ermöglicht und die zweite Halteposition die Befestigung
des Halters an einem vertikal orientierten Gegenstand ermöglicht und die dritte Halteposition
die Befestigung des Halters an einem schräg orientierten Gegenstand ermöglicht.
Dabei bedeutet "horizontal" parallel zu einer Ebene, welche parallel zum Horizont
verläuft, das heißt senkrecht zur Lotrichtung. "Vertikal" bedeutet parallel zu einer
Ebene, die parallel zur Lotrichtung verläuft. "Schräg" bedeutet parallel zu einer
Ebene, welche sowohl eine horizontale als auch eine vertikale Ebene schneidet.
[0021] Nach einer weiteren Ausführungsform umfasst der Halter einen vierten Befestigungsbereich,
an den das Befestigungsmittel fixierbar ist, wodurch das Befestigungsmittel zumindest
eine weitere, vierte Halteposition einnehmen kann.
[0022] Die dritte Halteposition oder die weitere vierte Halteposition ermöglichen vorzugsweise
die Befestigung des Halters an einem zwischen 10° und 80°, insbesondere zwischen 20°
und 60°, weiter insbesondere zwischen 30 und 50° zur Horizontalen geneigten Gegenstand.
[0023] Das Befestigungsmittel kann in an sich beliebiger Weise, insbesondere aber formschlüssig
und/oder kraftschlüssig an dem ersten als auch an dem zweiten, als auch an dem dritten
Befestigungsbereich und gegebenenfalls an dem vierten Befestigungsbereich fixierbar
sein.
[0024] Vorteilhafterweise bilden die Drähte oder Stäbe oder plattenförmigen Bauteile des
ersten, zweiten oder dritten Befestigungsbereichs gleichzeitig Abschnitte des Aufnahmebereichs
des Halters.
[0025] Hierbei hat es sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Drähte oder Stäbe
oder plattenförmigen Bauteile des ersten Befestigungsbereichs mindestens einen Abschnitt
eines Bodens des Aufnahmebereichs bilden.
[0026] Vorzugsweise bilden die die Drähte oder Stäbe oder plattenförmigen Bauteile des zweiten
Befestigungsbereichs mindestens einen Abschnitt eines Rückteils des Aufnahmebereichs.
Wenn vorstehend oder im Folgenden die Pluralform "Drähte oder Stäbe oder plattenförmigen
Bauteile" benutzt wird, so soll die Singularform "der Draht oder der Stab oder das
plattenförmige Bauteil" hiermit ebenfalls erfasst sein.
[0027] Der dritte Befestigungsbereich ist vorzugsweise zwischen dem ersten und zweiten Befestigungsbereich
angeordnet.
[0028] Der Aufnahmebereich weist vorzugsweise vordere Stützelemente auf, die vorzugsweise
durch Drähte oder Stäbe oder plattenförmigen Bauteile gebildet sind und welche weiter
bevorzugt einen Abschnitt eines Vorderteils des Aufnahmebereichs bilden. Die vorderen
Stützelemente sind allerdings vorzugsweise nicht dafür eingerichtet, das Befestigungsmittel
daran fixieren zu können.
[0029] Der Aufnahmebereich ist vorzugsweise als ein nach oben offenes Gestell ausgebildet,
so dass ein Behälter ohne Werkzeug und ohne, dass Schließ- oder Feststellvorrichtungen
zu betätigen sind, von oben in das Gestell platziert und wieder entnommen werden kann.
[0030] Der erste Befestigungsbereich weist erfindungsgemäß Drähte oder Stäbe oder plattenförmige
Bauteile auf oder ist vorzugsweise daraus gebildet, das heißt er besteht vorzugsweise
daraus. Insbesondere verlaufen diese Drähte oder Stäbe oder plattenförmigen Bauteile
in einer Anwendungssituation parallel zur Horizontalen, also parallel zu einer Ebene,
welche parallel zum Horizont verläuft. Als eine Anwendungssituation wird im Rahmen
der vorliegenden Erfindung eine Situation verstanden, bei der ein Behälter im Wesentlichen
aufrecht stehend zur Darreichung für den Anwender in den Aufnahmebereich des Halters
aufnehmbar ist.
[0031] Der zweite Befestigungsbereich weist erfindungsgemäß Drähte oder Stäbe oder plattenförmige
Bauteile auf oder ist vorzugsweise daraus gebildet. Insbesondere verlaufen diese Drähte
oder Stäbe oder plattenförmigen Bauteile senkrecht zu den Drähten oder Stäben oder
plattenförmigen Bauteilen des ersten Befestigungsbereichs.
[0032] Der dritte Befestigungsbereich und ggf., also falls vorhanden, der vierte Befestigungsbereich
weist ebenfalls Drähte oder Stäbe oder plattenförmige Bauteile auf oder ist daraus
gebildet. Diese Drähte oder Stäbe oder plattenförmigen Bauteilen des dritten oder
vierten Befestigungsbereichs verlaufen schräg, insbesondere in einem Winkel von 10°
und 80°, weiter insbesondere von 20° und 60°, weiter insbesondere von 30 und 50° zu
den Drähten oder Stäben oder plattenförmigen Bauteilen des ersten Befestigungsbereichs.
[0033] Die Drähte oder Stäbe oder plattenförmigen Bauteile sind insbesondere aus an sich
bekannten Materialien wie Kunststoffen oder Metallen, insbesondere Aluminium oder
Stahl gebildet. Vorzugsweise handelt es sich um gegenüber alkoholischen Lösungen unempfindliche
Materialien, um den Halter regelmäßig reinigen und desinfizieren zu können. Weiter
vorzugsweise handelt es sich um Materialien, die sterilisierbar, insbesondere dampfsterilisierbar
sind.
[0034] Die Drähte oder Stäbe können massiv oder hohl, das heißt röhrenförmig ausgebildet
sein und sie weisen vorzugsweise einen runden, insbesondere kreisförmigen Querschnitt
auf. Solchen Falls werden die Stäbe nachfolgend auch als Rundstäbe bezeichnet. Der
Durchmesser der Stäbe beträgt insbesondere 1-10 mm, weiter insbesondere 3-6 mm. Andere,
insbesondere drei- vier-, oder mehreckige Querschnittsformen sind ebenfalls denkbar.
[0035] Nach weiteren bevorzugten Ausführungsformen umfasst der erste oder der zweite oder
der dritte Befestigungsbereich oder gegebenenfalls der vierte Befestigungsbereich
jeweils ein Paar parallel verlaufender Drähte oder Stäbe oder ist daraus gebildet.
[0036] Vorzugsweise verläuft ein Paar parallel verlaufender Drähte oder Stäbe oder ein plattenförmiges
Bauteil des ersten Befestigungsbereichs in einer ersten Ebene und ein Paar parallel
verlaufender Drähte oder Stäbe oder ein plattenförmiges Bauteil des zweiten Befestigungsbereichs
verläuft in einer zweiten Ebene und ein Paar parallel verlaufender Drähte oder Stäbe
oder ein plattenförmiges Bauteil des dritten Befestigungsbereichs verläuft in einer
dritten Ebene und gegebenenfalls, also falls vorhanden, verläuft ein Paar parallel
verlaufender Drähte oder Stäbe oder ein plattenförmiges Bauteil des vierten Befestigungsbereichs
in einer vierten Ebene, wobei keine der ersten bis dritten und gegebenenfalls vierten
Ebenen zu einer anderen der ersten bis dritten und gegebenenfalls vierten Ebenen parallel
verläuft.
[0037] Ein jeweiliges Paar parallel verlaufender Drähte oder Stäbe ist vorzugsweise jeweils
äquidistant angeordnet. Das bedeutet, dass die Abstände zwischen zwei ein jeweiliges
Paar bildenden Drähten oder Stäben des ersten Befestigungsbereichs und des zweiten
Befestigungsbereichs und des dritten Befestigungsbereichs und ggf. des vierten Befestigungsbereichs
identisch sind. Diese Ausführungsform ermöglicht, wie weiter unten näher erläutert
wird, einfache und benutzerfreundliche Varianten zur flexiblen Fixierung des Befestigungsmittels
an dem Halter.
[0038] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfassen auch die vorderen Stützelemente
jeweils ein Paar parallel verlaufender Drähte oder Stäbe oder sind daraus gebildet.
[0039] Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Halter inklusive seines
Aufnahmebereichs und seiner Befestigungsbereiche durch einen durchgehenden Draht oder
Stab gebildet. Hierbei kann der durchgehende Draht oder Stab aus zwei oder mehreren
aneinandergefügten Abschnitten gebildet sein. Hierbei kommen an sich bekannte Fügeverfahren,
je nach dem verwendeten Material in Frage, wie beispielsweise stoffschlüssige Fügeverfahren
wie Kleben, Schweißen oder Löten. Denkbar sind des Weiteren Steckverbindungen oder
andere form- und/oder kraftschlüssige Verbindungstechniken.
[0040] Ganz besonders bevorzugt ist der Draht oder Stab jedoch aus einem einzigen, insbesondere
abschnittsweise gebogenen oder gekrümmt geformten Draht oder Stab gebildet.
[0041] Das Befestigungsmittel weist vorzugsweise eine lösbare Klemmvorrichtung auf, vermittels
derer die Befestigung des Halters an den Gegenständen herstellbar ist. Andere an sich
bekannte Befestigungsmittel, wie aus dem Zweiradbereich bekannte, insbesondere manuell
und weiter insbesondere ohne weiteres Werkzeug bedienbare Schnellverschlüsse sind
denkbar und vom Erfindungsgedanken umfasst.
[0042] Die Klemmvorrichtung umfasst vorzugsweise eine erste Klemmbacke und eine zweite Klemmbacke,
wobei der Abstand der ersten Klemmbacke von der zweiten Klemmbacke veränderbar ist.
Vorzugsweise sind die wirksamen Klemmbereiche der Klemmbacken, insbesondere hinsichtlich
ihrer Form unterschiedlich ausgebildet. So kann der wirksame Klemmbereich der ersten
Klemmbacke an die Form eines flachen, ebenen Gegenstandes, wie eine Tisch- oder Bettkante
angepasst sein. Vorzugsweise ist der wirksame Klemmbereich der zweiten Klemmbacke
mit einer V- oder U-förmigen Ausbuchtung versehen und damit angenähert oder angepasst
an die Form eines Rohres oder einer Stange oder eines Stabes eines Bettgestells oder
eines Stativs oder eines anderen stangen- oder stabartigen Gegenstandes.
[0043] Des Weiteren ist es vorteilhaft, die wirksamen Klemmbereiche der ersten oder zweiten
Klemmbacke mit einer rutschhemmenden und/oder die Oberfläche der Gegenstände schonenden
Beschichtung, insbesondere aus PVC, Latex, Silikon oder vulkanisiertem Gummi zu versehen.
[0044] Die Klemmbacken sind vorzugsweise durch eine, insbesondere manuell betätigbare Vorrichtung,
insbesondere eine Schraubvorrichtung aufeinander zu und voneinander wegbewegbar.
[0045] Insbesondere kann es vorteilhaft sein, dass die Klemmbacken gegen eine Federkraft
aufeinander zu bewegbar sind.
[0046] Nach einer bevorzugten Ausführungsform weist das Befestigungsmittel eine Bediensperre
auf. Die Bediensperre ist insbesondere geeignet, das Befestigungsmittel gegen unbefugten
Gebrauch oder das Behälterbefestigungssystem in Gänze vor Entwendung zu schützen.
Vorzugsweise weist das Befestigungsmittel hierzu eine Schließvorrichtung auf, die
in verschlossenem Zustand verhindert, dass das Befestigungsmittel bedienbar ist. Vorzugsweise
handelt es sich hierbei um an sich, beispielsweise aus dem Bereich der für die Montage
an ein Kraftfahrzeug geeigneten Fahrradträger bekannte, mittels eines Schlüssels oder
Eingabe einer Zahlen- oder Ziffern- oder Zeichenkombination öffen- und schließbare
Schließvorrichtungen. Die Bediensperre kann nach einer alternativen Ausführungsform
auch dadurch gebildet sein, dass das Befestigungsmittel lediglich durch ein Spezialwerkzeug,
wie beispielsweise einen speziell ausgestalteten Innenkantschlüssel, wie einen Innenfünfkantschlüssel
bedienbar ist.
[0047] Die Bedienung des Befestigungsmittels hat sich als besonders komfortabel erwiesen,
wenn vermittels des Befestigungsmittels, insbesondere der Betätigung der Schraubvorrichtung,
sowohl eine Befestigung des Halters an den Gegenständen, als auch gleichzeitig eine
insbesondere kraftschlüssige Fixierung des Befestigungsmittels an den ersten oder
an den zweiten oder an den dritten Befestigungsbereichen oder gegebenenfalls an den
vierten Befestigungsbereichen herstellbar ist.
[0048] Das Befestigungsmittel weist vorzugsweise ein Anschlussmittel auf, vermittels dessen
das Befestigungsmittel an dem Halter insbesondere anschließbar, oder weiter insbesondere
gehalten und fixierbar ist. Des Weiteren ist das Anschlussmittel vorzugsweise dafür
eingerichtet, das Befestigungsmittel insbesondere manuell zwischen jeder der ersten
bis dritten Haltepositionen und gegebenenfalls vierten Halteposition bewegen, insbesondere
verschieben zu können.
[0049] Nach einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist das Befestigungsmittel
unverlierbar an dem Halter, insbesondere formschlüssig unverlierbar gehalten. Das
kann vorzugsweise bereits herstellerseitig vorgesehen sein.
[0050] Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn der Halter relativ zu dem Befestigungsmittel,
das heißt zumindest zu einem der Bauteile des Befestigungsmittels, um eine Achse um
vorzugsweise bis zu 360° drehbar, insbesondere stufenlos drehbar gelagert ist. Hierdurch
kann der Halter in einer der Haltepositionen durch Rotation in für die Darreichung
geeignete Endposition gebracht werden.
[0051] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Behälterbefestigungssystems ist
eine Befestigungsbereichsebene, also die Ebene, in welcher das Paar die jeweiligen
Befestigungsbereiche des Halters bildenden Rundstäbe in einer der Haltepositionen
verlaufen, parallel zu einer Gegenstandsebene orientiert, also zu derjenigen Ebene
parallel orientiert, in der die Gegenstände verlaufen, an welche in einer jeweiligen
Halteposition die Klemmvorrichtung befestigbar ist.
[0052] Wie vorstehend bereits erläutert ist ein Behälter in einer Halteposition im Wesentlichen
aufrecht stehend in dem Aufnahmebereich des Halters aufgenommen. Dies hat sich für
die Anwendungssituation als eine besonders geeignete Position erwiesen. Hierdurch
ist sichergestellt, dass im Falle eines mit einfacher manuell betätigbarer Dosierpumpe
versehenen Behälters, die Dosierpumpe durch einen üblicherweise senkrecht von oben
manuell aufgebrachten Pumpstoß zur Ausgabe des insbesondere flüssigen, jedenfalls
pumpfähigen Reinigungs- oder Desinfektionsmittels betätigbar ist. Auch ist die Gefahr
des Auslaufens eventuell unkorrekt verschlossener Behälter reduziert.
[0053] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist ein Behälter in dem Aufnahmebereich von
einer ersten Gebrauchsposition in eine zweite Gebrauchsposition bringbar. Das heißt,
dass ein Behälter in dem Aufnahmebereich mindestens zwei geeignete Positionen einnehmen
kann. Solchen Falls entspricht die erste Gebrauchsposition der im vorstehenden Absatz
beschriebenen besonders geeigneten Position, bei der der Behälter im Wesentlichen
aufrecht stehend in dem Aufnahmebereich des Halters aufgenommen ist.
[0054] Besonders bevorzugt unterscheidet sich die erste Gebrauchsposition von der zweiten
Gebrauchsposition durch den Grad der Neigung des Behälters relativ zu der Längsrichtung
des Aufnahmebereichs des Halters. Vorzugsweise beträgt der Grad der Neigung 3-45 °,
insbesondere 5-35°, weiter insbesondere 8-25°. Mithin entspricht die zweite Gebrauchsposition
solchen Falls einer weiteren geeigneten Position, bei der der Behälter schräg stehend,
insbesondere nach vorn geneigt in dem Aufnahmebereich des Halters aufgenommen ist.
Eine zweite Gebrauchsposition ermöglicht damit, dass im Falle eines mit einfacher
manuell betätigbarer Dosierpumpe versehenen Behälters, die Dosierpumpe auch durch
einen schräg von oben manuell aufgebrachten Pumpstoß zur Ausgabe des insbesondere
flüssigen, jedenfalls pumpfähigen Reinigungs- oder Desinfektionsmittels betätigbar
ist. Das hat sich insbesondere dann als vorteilhaft erwiesen, wenn die Befestigung
des Halters an vergleichsweise hoch gelegenen Gegenständen erfolgt, und für den Anwender
somit ein senkrecht nach unten aufgebrachter Pumpstoß unmöglich wird.
[0055] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform betrifft ein System umfassend
- ein Behälterbefestigungssystem nach einer oder mehrerer der vor- oder nachstehend
beschriebenen Varianten und
- einen Behälter für Reinings- oder Desinfektionsmittel,
wobei der Behälter in den Aufnahmebereich einbringbar ist.
[0056] Vorzugsweise ist der Behälter zur einmaligen Verwendung vorgesehen, während das Behälterbefestigungssystem
zur Wiederverwendung geeignet ist. Weiter bevorzugt umfasst das System eine insbesondere
manuell betätigbare Pumpvorrichtung. Die Pumpvorrichtung ist dafür eingerichtet, ein
Reinigungs- oder Desinfektionsmittel aus dem Behälter herauszufördern. Die Pumpvorrichtung
ist vorteilhaft ebenfalls zur einmaligen Verwendung vorgesehen, um sie nach Entleeren
des Behälters gemeinsam mit dem Behälter entsorgen zu können und so der Verschleppung
von Keimen entgegenwirken zu können. Möglich und denkbar ist gleichwohl, die Pumpvorrichtung
zur Wiederverwendung vorzusehen.
[0057] Die Pumpvorrichtung kann lösbar an dem Behälter befestigbar sein, beispielsweise
über eine Schraubverbindung, vorzugsweise an einem sich flaschenhalsartig verjüngenden,
in eine Öffnung am oberen Bereich des Behälters übergehenden Bereich. Solchen Falls
dient die Schraubvorrichtung gleichzeitig als Verschluss dieser Behälteröffnung.
[0058] In besonders geeigneter Weise ist der Behälter aus einem insbesondere flexiblen Kunststoff
gebildet. Vorteilhaft lassen sich die Seitenwände des Behälters durch leichten Druck,
beispielsweise manuell eindrücken, wobei die Seitenwände nach dem Eindrücken unmittelbar
in ihre ursprüngliche Form zurückfedern. Hierdurch kann der Behälter in besonders
vorteilhafter Weise kraft- und formschlüssig in den Aufnahmebereich des Halters aufnehmbar
sein.
[0059] Weiter bevorzugt weist der Aufnahmebereich des Halters eine Tiefe FT auf, welche
größer ist, insbesondere um 0,5-5,0 cm, weiter insbesondere um 1,0-3,0 cm größer ist
als die Tiefe T des Behälters.
[0060] In besonders vorteilhafter Weise ist der Halter so ausgebildet, dass die senkrecht
orientierten Seitenflächen eines in den Aufnahmebereich aufgenommenen Behälters weitestgehend
sichtbar sind, so dass die Seitenfläche mit für den Anwender wichtigen Informationen
versehen werden können, ohne dass diese durch den Halter verdeckt würden.
[0061] Im Falle eines im Wesentlichen quaderförmig ausgebildeten Behälters mit entsprechend
vier senkrecht orientierten Seitenflächen sind vorzugsweise mindestens drei, insbesondere
alle vier Seitenflächen zu mindestens 90%, insbesondere zu mindestens 95%, weiter
insbesondere zu mindestens 97% der jeweiligen Fläche durch den Anwender frei betracht-
und einsehbar.
[0062] Eine weitere Ausführungsform betrifft eine Anordnung umfassend mindestens zwei Behälterbefestigungssysteme
nach einer oder mehrerer der vor- oder nachstehend beschriebenen Varianten und mindestens
erste und zweite Behälter der vor- oder nachstehend beschriebenen Varianten, wobei
ein erstes Behälterbefestigungssystem einen ersten Halter mit einem ersten Aufnahmebereich
aufweist und wobei ein zweites Behälterbefestigungssystem einen zweiten Halter mit
einem zweiten Aufnahmebereich aufweist und wobei der erste Aufnahmebereich sich von
dem zweiten Aufnahmebereich unterscheidet. Vorzugsweise unterscheidet sich der erste
Aufnahmebereich von dem zweiten Aufnahmebereich derart, dass der erste Aufnahmebereich
einen im Vergleich zum zweiten Aufnahmebereich insbesondere hinsichtlich der äußeren
Form und/oder der Abmessungen und/oder des maximal möglichen Inhalts, gemessen in
Millilitern, unterschiedlichen Behälter aufnehmen kann.
[0063] Vorzugsweise weist der erste Aufnahmebereich eine Tiefe FT, eine Höhe FH und eine
Breite FB auf, und der zweite Aufnahmebereich weist eine Tiefe FT, eine Höhe FH und
eine Breite FB auf, wobei sich der erste Aufnahmebereich von dem zweiten Aufnahmebereich
durch mindestens eine Abmessung ausgewählt aus der Größe Höhe FH, Tiefe FT, Breite
FB unterscheidet.
[0064] Im Falle, dass der erste oder der zweite oder der dritte Befestigungsbereich oder
gegebenenfalls der vierte Befestigungsbereich des ersten und zweiten Behälterbefestigungssystem
jeweils ein Paar parallel verlaufender Drähte oder Stäbe aufweisen oder daraus gebildet
sind, sind ein jeweiliges Paar parallel verlaufender Drähte oder Stäbe vorzugsweise
äquidistant angeordnet. Das bedeutet, dass diese jeweils ein Paar bildende Drähte
oder Stäbe des ersten Behälterbefestigungssystems denselben Abstand voneinander aufweisen
wie die ein Paar bildenden Drähte oder Stäbe des zweiten Behälterbefestigungssystems.
Diese Ausführungsform ermöglicht das erste und zweite Behälterbefestigungssysteme
mit einem zumindest hinsichtlich seines Anschlussmittels identischen Befestigungsmittel
auszustatten.
[0065] In besonders vorteilhafter Weise umfasst das erste Behälterbefestigungssystem mithin
ein erstes Befestigungsmittel und das zweite Behälterbefestigungssystem umfasst ein
zweites Befestigungsmittel, wobei die Anschlussmittel des ersten und zweiten Befestigungsmittels
identisch ausgebildet sind. Insbesondere sind die ersten und zweiten Befestigungsmittel
gänzlich identisch ausgebildet.
[0066] Nach einer weiteren Variante der Erfindung weist der erste Behälter eine Tiefe T,
eine Höhe H und eine Breite B auf und der zweite Behälter weist eine Tiefe T, eine
Höhe H und eine Breite B auf , wobei der erste Behälter sich von dem zweiten Behälter
durch mindestens eine Abmessung ausgewählt aus der Größe Höhe H, Tiefe T, Breite B
unterscheidet.
[0067] Nach einer weiteren Ausführungsform umfasst die Anordnung weiterhin mindestens eine
erste und eine zweite Pumpvorrichtung, wobei die erste Pumpvorrichtung sich von der
zweiten Pumpvorrichtung durch die Länge PL der Pumpvorrichtungen unterscheidet.
[0068] In den Figuren zeigen
Figur 1 ein erfindungsgemäßes Behälterbefestigungssystem
Figur 2 den Halter der Figur 1 in einer weiteren Ansicht
Figuren 3a-3d Ansichten eines erfindungsgemäßen Behälterbefestigungssystems in erster,
zweiter, dritter und vierter Halteposition
Figur 4a eine Teilansicht einer Schnittebene durch ein erfindungsgemäßes Behälterbefestigungssystem
Figur 4b eine der Figur 4a entsprechende Ansicht, jedoch mit von der Federkraft einer
Spiralfeder befreitem Anschlussmittel
Figuren 5a und 5b schematische Ansichten eines an einem Gegenstand befestigten Behälterbefestigungssystems
Figuren 6a eine Ansicht einer ersten Gebrauchsposition mit in das
Behälterbefestigungssystem aufgenommenem Behälter
Figur 6b eine Ansicht einer zweiten Gebrauchsposition mit in das
Behälterbefestigungssystem aufgenommenem Behälter
Figur 7 eine schematische Ansicht eines in ein Behälterbefestigungssystem aufgenommenen
Behälters
Figur 8 einen weiteren Halter
[0069] Figur 1 zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Behälterbefestigungssystems
1. In Figur 2 ist der Halter in einer weiteren Ansicht (um 180° gedreht) jedoch ohne
herstellerseitig versehenes Befestigungsmittel dargestellt. Die nachfolgende Beschreibung
erfolgt zunächst unter Bezugnahme auf Figuren 1 und 2. Das Behälterbefestigungssystem
1 weist einen Halter 4 und ein Befestigungsmittel 7 auf. Der Halter 4 besitzt einen
Aufnahmebereich 5, welcher dafür eingerichtet ist, einen nicht dargestellten Behälter
aufzunehmen. Hierfür ist der Halter 4 aus mehreren Abschnitten eines einzigen durchgehenden,
abschnittsweise gebogenen und den Aufnahmebereich 5 bildenden Rundstabs 6 gebildet.
Der Rundstab 6 besteht aus Edelstahl und weist einen Durchmesser von 4,0 mm auf. Wenn
im Folgenden der Begriff "Rundstäbe" oder "Rundstab" benutzt wird sind hiermit auch
Abschnitte des durchgehenden Rundstabes 6 gemeint.
[0070] Der Aufnahmebereich 5 umfasst einen Boden 8, ein Rückteil 9 und ein Vorderteil 10.
Das Vorderteil 10 weist ein Paar parallel in Längsrichtung LR des Halters 4 verlaufender
Rundstäbe 19 zur Bildung von vorderen Stützelementen 55 einer Länge von 80 mm auf,
welche einen Abstand voneinander von 80 mm oder nach einer zweiten Ausführungsform
des Halters 4 von 65 mm aufweisen.
[0071] In einem oberen Bereich des Vorderteils 10 sind diese Rundstäbe 19 über eine im Wesentlichen
quer zur Längsrichtung LR orientierte Abbiegung verbunden. Die Abbiegung wird ebenfalls
durch einen Rundstab 11 gebildet.
[0072] Der Boden 8 weist in einem ersten Abschnitt ein Paar quer (90°) zu der Längsrichtung
LR und parallel zueinander verlaufender Rundstäbe 20 einer Länge von 20 mm auf, die
in einer ersten Ebene verlaufen. Der Abstand dieser Rundstäbe 20 in diesem ersten
Abschnitt des Bodens 8 voneinander beträgt a=20 mm. Wie weiter unten näher erläutert
bilden diese Rundstäbe einen ersten Befestigungsbereich 51.
[0073] In einem zweiten Abschnitt des Bodens 8 gehen die Rundstäbe 20 des ersten Abschnitts
des Bodens 8 in zwei um 45° nach außen abknickende Rundstäbe 21 einer Länge von 25
mm oder nach einer zweiten Ausführungsform des Halters 4 einer Länge von 40 mm über,
deren Abstand voneinander sich mit Entfernung von dem ersten Abschnitt des Bodens
8 stetig vergrößert, wobei die Rundstäbe 21 des zweiten Abschnitts des Bodens 8 ebenfalls
in der ersten Ebene verlaufen, um schließlich in einem kurzen Bogen in die im Wesentlichen
in Längsrichtung LR des Halters 4 verlaufenden Rundstäbe 19 des Vorderteils 10 überzugehen.
[0074] Das Rückteil 9 weist in einem ersten Abschnitt ein Paar parallel in Längsrichtung
LR des Halters und damit senkrecht zu den Rundstäben 20 des ersten Abschnitts des
Bodens und in einer zweiten Ebene verlaufender Rundstäbe 22 einer Länge von 40 mm
auf, welche einen Abstand voneinander von b=20 mm aufweisen. Wie weiter unten näher
erläutert bilden diese Rundstäbe 22 einen zweiten Befestigungsbereich 52.
[0075] Zwischen diesen Rundstäben 22 des ersten Abschnitts des Rückteils 9 und den Rundstäben
20 des ersten Abschnitts des Bodens 8 ist in einem Zwischenteil des Halters 4 ein
weiteres Paar parallel verlaufender Rundstäbe 23 schräg und zwar in einem Winkel von
45° zu den Rundstäben 20 des ersten Abschnitts des Bodens 8 und in einer dritten Ebene
verlaufend angeordnet, derart dass dieses weitere Paar parallel verlaufender Rundstäbe
23, welche eine Länge von 28 mm aufweisen, die Rundstäbe 20 des ersten Abschnitts
des Bodens 8 mit denen des ersten Abschnitts des Rückteils verbindet, die jeweiligen
Rundstäbe gehen also jeweils in einem kurzen Bogen ineinander über. Auch der Abstand
der Rundstäbe 23 in dem Zwischenteil beträgt c= 20 mm. Wie weiter unten näher erläutert
bilden diese Rundstäbe einen dritten Befestigungsbereich 53.
[0076] Oberhalb der Rundstäbe 22 des ersten Abschnitts des Rückteils 9 gehen die Rundstäbe
über eine kurze Biegung in ein Paar parallel verlaufender Rundstäbe 54 des zweiten
Abschnitts des Rückteils 8 über. Die Rundstäbe 54 des zweiten Abschnitts des Rückteils
9 sind schräg und zwar im vorliegenden Fall in einem Winkel von 45° zu den Rundstäben
22 des ersten Abschnitts des Rückenteils 9 verlaufend und zwar nach innen gerichtet
angeordnet und damit in einer vierten Ebene verlaufend angeordnet. Auch der Abstand
dieser Rundstäbe 54, die eine Länge von 18 mm aufweisen, beträgt d = 20 mm. Wie weiter
unten näher erläutert bilden diese Rundstäbe 54 einen vierten Befestigungsbereich
54. Über eine kurze Biegung gehen diese Rundstäbe des zweiten Abschnitts des Rückteils
9 in Rundstäbe 25 des Endabschnitts des Rückteils 9 über. Die Rundstäbe 25 des Endabschnitts
des Rückteils 9 sind senkrecht, das heißt in einem Winkel von 90° nach außen zu den
Rundstäben 24 des zweiten Abschnitts des Rückenteils verlaufend angeordnet. Durch
die kurze nach innen gerichtete Biegung zwischen den Rundstäben 25 des Endabschnitts
des Rückteils 9 und den Rundstäben 24 des zweiten Abschnitts des Rückteils 9 ist eine
Verengung des Aufnahmebereichs 5 gebildet.
[0077] Der Halter (Figur 2) weist vorliegend vier durch jeweils ein Paar parallel verlaufender
Rundstäbe 20, 22, 23, 24 gebildeter Befestigungsbereiche 51, 52, 53, 54 auf, an denen
das Befestigungsmittel 7 fixiert werden kann. In Figur 1 ist das Befestigungsmittel
an dem ersten Befestigungsbereich fixiert, so dass das weiter unten noch näher beschriebene
Anschlussmittel 60 die Sicht auf die den ersten Befestigungsbereich bildenden Rundstäbe
in Figur 1 verdeckt.
[0078] Das in Figur 1 dargestellte Befestigungsmittel 7 weist eine Klemmvorrichtung 12 auf,
vermittels derer die Befestigung des Halters 4 an den Gegenständen erfolgen kann.
Die Klemmvorrichtung 12 weist eine erste Klemmbacke 13 und eine zweite Klemmbacke
14 auf, wobei der Abstand der ersten Klemmbacke 13 von der zweiten Klemmbacke 14 durch
eine insbesondere manuell betätigbare Schraubvorrichtung 15 veränderbar ist, derart,
dass die Klemmbacken aufeinander zu und voneinander wegbewegbar sind ist. In der dargestellten
Ausführungsform ist die zweite Klemmbacke 14 plattenförmig ausgebildet, wobei der
wirksame Klemmbereich 140 der zweiten Klemmbacke 14 eine Ausbuchtung aufweist, welche
an die Form eines stangen- oder stabförmigen Gegenstandes angepasst ist. Die erste
Klemmbacke 13 besteht aus parallel verlaufenden Rundstäben. An einem distalen Ende
der Klemmbacke 13 sind die beiden Rundstäbe über eine enge Biegung zur Bildung des
wirksamen Klemmbereichs 130 der ersten Klemmbacke 13 miteinander verbunden. Der wirksame
Klemmbereich 130 der ersten Klemmbacke 13 ist damit an die Form eines plattenförmigen,
ebenen sich flächenhaft erstreckenden Gegenstandes angepasst. Die Klemmvorrichtung
12 ist dazu eingerichtet, an stab- oder plattenförmigen Gegenstanden einer Dicke oder
Stärke von 10-50 mm, insbesondere 15-45 mm befestigbar zu sein. An dem proximalen
Ende sind die beiden Rundstäbe an dem proximalen Ende der zweiten Klemmbacke 14 angelenkt.
[0079] Die hinsichtlich der Klemmwirkung an einem Gegenstand wirksamen Bereiche 130, 140
der Klemmbacken weisen jeweils einen Kunststoffüberzug auf, um die Oberfläche des
Gegenstandes zu schonen.
[0080] Die zweite Klemmbacke 14 weist eine Bohrung auf, durch die ein unterer Abschnitt
eines unten näher beschriebenen Bolzenstifts 63 hindurchgeführt ist. Zuvor ist der
Bolzenstift 63 zwischen den Rundstäben der ersten Klemmbacke 13 hindurchgeführt.
[0081] Die zweite Klemmbacke 14 ist zugleich Anschlag für das weiter unten noch näher beschriebene
Anschlussmittel 60 des Befestigungsmittels 7.
[0082] Figuren 3a-3d zeigen den Halter 4 mit dem an den vier verschiedenen Befestigungsbereichen
51, 52, 53, 54 fixierten Befestigungsmittel 7 wie folgt, wobei die Bezugsziffern sich
auf die Darstellung der Figuren 1 und 2 beziehen: Figur 3a entspricht der Darstellung
der Figur 1. Das Befestigungsmittel 7 ist an dem ersten Befestigungsbereich 51 fixiert,
so dass das Befestigungsmittel 7 eine erste Halteposition einnehmen kann. Der Aufnahmebereich
5 des Halters 4 ist in dieser erste Halteposition derart ausgerichtet ist, dass der
Behälter in der erste Halteposition im Wesentlichen aufrecht stehend aufnehmbar ist.
Die erste Halteposition ermöglicht es dem Anwender vorliegend, das Befestigungsmittel
7 an einem sich parallel zu einer horizontalen Ebene im Raum erstreckenden Gegenstand,
wie beispielsweise einer Stange oder einer Tischkante zu befestigen. Die Gegenstandsebene
verläuft also horizontal.
[0083] In Figur 3b ist das Befestigungsmittel 7 ist an dem zweiten Befestigungsbereich 52
fixiert, so dass das Befestigungsmittel 7 eine zweite Halteposition einnehmen kann.
Der Aufnahmebereich 5 des Halters 4 ist auch in dieser zweiten Halteposition derart
ausgerichtet, dass der Behälter in der zweiten Halteposition im Wesentlichen aufrecht
stehend aufnehmbar ist. Die zweite Halteposition ermöglicht es, dem Anwender vorliegend,
das Befestigungsmittel 7 an einem sich vertikal im Raum erstreckenden Gegenstand zu
befestigen. Die Gegenstandsebene verläuft also vertikal.
[0084] In Figuren 3c und 3d ist das Befestigungsmittel 7 ist an dem dritten Befestigungsbereich
53 (Figur 3c) bzw. vierten Befestigungsbereich 54 (Figur 3c) fixiert, so dass das
Befestigungsmittel 7 eine dritte Halteposition (Figur 3c) bzw. eine vierte Halteposition
(Figur 3d) einnehmen kann. Der Aufnahmebereich 5 des Halters 4 ist mithin auch in
diesen Haltepositionen derart ausrichtbar, dass der Behälter im Wesentlichen aufrecht
stehend aufnehmbar ist. Die dritte und vierte Halteposition ermöglichen es dem Anwender
vorliegend, das Befestigungsmittel 7 an einem sich schräg im Raum erstreckenden Gegenstand
zu befestigen. Die Gegenstandsebene verläuft also in diesen Fällen schräg.
[0085] Das Anschlussmittel 60 ist in der nachfolgend mit Bezug zu Figur 4a beschriebenen
Weise dafür eingerichtet, die Klemmvorrichtung 12 manuell zwischen jeder der ersten
bis vierten Haltepositionen zu bewegen, insbesondere verschieben zu können.
[0086] Das Anschlussmittel 60 umfasst einen Bolzen 61 mit einem plattenförmigen Bolzenkopf
62 und einem oben bereits erwähnten Bolzenstift 63. Außerdem eine Anschlagplatte 64,
wobei die Anschlagplatte 64 und der Bolzenkopf 62 dafür eingerichtet sind, ein Paar
parallel verlaufender Rundstäbe des ersten oder zweiten oder dritten oder vierten
Befestigungsbereichs des Halters zwischen der Anschlagplatte 64 und dem Bolzenkopf
62 unverlierbar aufzunehmen. Hierzu weist der Bolzenkopf 62 zwei entsprechend geformte
parallel verlaufende Ausbuchtungen oder Wellen 65 auf. Im dargestellten Fall der Figur
4a sind die einen ersten Befestigungsbereich bildenden Rundstäbe 20 aufgenommen. Die
Anschlagplatte 64 besitzt eine Bohrung, durch welche ein oberer, Bolzenkopf - naher,
verengter Bolzenstiftabschnitt 66 hindurchgeführt ist. Hierzu weist der Bolzenstift
63 in diesem oberen Abschnitt eine Verringerung seines Durchmessers D auf D1 auf.
Die Längserstreckung der Verengung, also deren Erstreckung in Längsrichtung L, ist
größer als die Dicke der Anschlagplatte 64. Die Bohrung der Anschlagplatte ist groß
genug um den verengten Bolzenstiftabschnitt 66 aufzunehmen. Sie ist aber klein genug,
um gegen den nicht verengten Abschnitt des Bolzenstifts anzuschlagen, so dass die
Anschlagplatte 64 mit Spiel in einer Längsrichtung L zwischen dem Bolzenkopf 62 und
dem Ende des verengten Bolzenstiftabschnitts 66 unverlierbar gehalten ist. Unterhalb
der Anschlagplatte 64 ist der Bolzenstift 63 wie oben beschrieben zwischen den Rundstäben
der ersten Klemmbacke 13 und weiter durch eine Bohrung der zweiten Klemmbacke 14 hindurch
geführt (in der Teilansicht der Figur 4a nicht dargestellt). Zwischen den Klemmbacken
13, 14 ist über den Bolzenstift 63 eine Spiralfeder 67 gezogen.
[0087] Der Bolzenstift 63 ist auch Teil der Schraubvorrichtung 15 (Figur 1). Hierzu weist
der Bolzenstift 63 an einem Fußteil ein Außengewinde auf. Die Schraubvorrichtung 15
umfasst außerdem eine Schraubmutter mit Innengewinde, welche auf den Fußteil des Bolzenstifts
63 aufgeschraubt ist. Die Schaubmutter ist im dargestellten Fall als eine manuell
betätigbare Flügelmutter 68 ausgebildet. Nach einer alternativen Ausführungsform kann
anstelle der Flügelmutter 68 eine mittels separatem Schlüssel abschließbare mit einem
Schloss versehene Griffschraube insbesondere eine Sterngriffschraube vorgesehen sein.
[0088] Die in Längsrichtung L des Bolzenzstifts 63 wirkende Kraft der über den Bolzenstift
63, in einem Abschnitt zwischen den Klemmbacken 13, 14 gezogenen Spiralfeder 67 drückt
die erste Klemmbacke 13 gegen die Anschlagplatte 64. In der dargestellten Ausführung
ist eine Unterlegscheibe 68 zwischen der Spiralfeder und der ersten Klemmbacke 13
angeordnet, um den Druck der Spiralfeder 67 vergleichmäßigt auf die erste Klemmbacke
13 übertragen zu können. Durch den über die Spiralfeder 67 auf die Anschlagplatte
64 ausgeübten Druck (in Pfeilrichtung, Figur 4a) liegt die Anschlagplatte 64 unmittelbar
an dem Bolzenkopf 62 an, so dass die einen Befestigungsbereich bildenden Rundstäbe
- im Falle der Figur 4a die den ersten Befestigungsbereich bildenden Rundstäbe 20
- kraft- und formschlüssig zwischen Anschlagplatte 64 und Bolzen-Kopfteil 62 gehalten
sind. Dieser Zustand ist in Figur 4a schematisch skizziert.
[0089] Im Falle der Befestigung der Klemmvorrichtung 12 an einem Gegenstand wird der Gegenstand
zwischen die hinsichtlich der Klemmwirkung wirksamen Bereiche 130, 140 der Klemmbacken
13, 14 geführt. Anschließend erfolgt das Festschrauben vermittels der Betätigung der
Flügelmutter 68, so dass die Klemmbacken 13, 14 zunächst gegen den Widerstand der
Spiralfeder und anschließend gegen den Widerstand des eingeklemmten Gegenstandes aufeinander
zu bewegt werden. Dabei drückt mit zunehmender Klemmwirkung die erste Klemmbacke 13
mit zunehmender Kraft gegen die Anschlagplatte 64, so dass die den ersten Befestigungsbereich
51 bildenden Rundstäbe zunehmend fester zwischen Anschlagplatte 64 und Bolzen-Kopfteil
62 gehalten sind und fixiert sind. Mithin ist durch die Schraubvorrichtung 15 sowohl
eine Befestigung des Halters 4 an den Gegenständen als auch gleichzeitig eine kraftschlüssige
Fixierung der Klemmvorrichtung an dem ersten oder an dem zweiten, oder an dem dritten
Befestigungsbereich oder an dem vierten Befestigungsbereichen herstellbar.
[0090] Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, dass der Halter 4 gemeinsam mit dem
Anschlussmittel 60 relativ zu den Klemmbacken 13, 14 drehbar, insbesondere wie dargestellt
um 360° um eine Längsachse des Bolzenstifts drehbar ist.
[0091] Weiterhin hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, dass das Anschlussmittel 64
dafür eingerichtet ist, das Befestigungsmittel 7 manuell zwischen jeder der ersten
bis vierten Haltepositionen verschieben zu können. Solange die Klemmvorrichtung 12
nicht an einem Gegenstand befestigt ist, lassen sich die Klemmbacken 13, 14 manuell
- z. Bsp. zwischen Daumen und Zeigefinger eines Anwenders und gegen die leichte Federkraft
der Spiralfeder aufeinander zu bewegen. Hierdurch wird die Anschlagplatte 64 von dem
Druck der Spiralfeder befreit, wodurch die Andruckplatte 64 von dem Bolzenkopf 62
um ein Maß M, im dargestellten Fall um 5,0 mm in Längsrichtung L des Bolzenstifts
61, entlang des verengten Bolzenstiftabschnitts 66 wegbewegbar ist. Dieser Zustand
ist in Figur 4b schematisch skizziert. Das Maß M und die Formgebung der Anschlagplatte
64 und des Bolzen-Kopfteils 62 sind so aufeinander abgestimmt und dafür eingerichtet,
dass die den ersten, zweiten, dritten und/oder vierten Befestigungsbereich bildenden
Rundstäbe auch in diesem Zustand maximal möglichen Abstandes zwischen Anschlagplatte
64 und Bolzen-Kopfteils 62 unverlierbar gehalten sind. Hingegen lässt sich in diesem
Zustand die Klemmvorrichtung 12 mühelos von einer Halteposition in eine andere verschieben.
Hierzu sind das Maß M und die Formgebung und Abmessung der Anschlagplatte 64 und des
Bolzen-Kopfteils 62 so aufeinander abgestimmt und dafür eingerichtet, dass das Anschlussmittel
60 auch über die kurzen Bögen, welche die Befestigungsbereiche voneinander trennen,
hinwegbewegbar ist, so dass die in Figuren 3a-3d dargestellten ersten bis vierten
Haltepositionen einnehmbar sind. Da die Rundstäbe 25 des Endabschnitts des Rückteils
9 senkrecht, das heißt in einem Winkel von 90° nach außen zu den Rundstäben 24 des
zweiten Abschnitts des Rückenteils verlaufend angeordnet sind, reicht das Maß M hingegen
nicht aus, um das Anschlussmittel 60 auch über den kurzen Bogen, welcher die Rundstäbe
25 des Endabschnitts mit den Rundstäben 24 des zweiten Abschnitts des Rückenteils
verbindet, hinwegzubewegen. Das Befestigungsmittel kann daher in der bevorzugten Ausführungsform
nicht vollständig von dem Halter getrennt werden.
[0092] Hierdurch ist dem Anwender in besonders komfortabler Weise somit möglich, verschiedene
Haltepositionen der Klemmvorrichtung vorzusehen, um die am Point-of-Care konkret sich
darbietenden Gegenstände flexibel zur Befestigung des Halters nutzen zu können.
[0093] In der dargestellten Ausführungsform des Behälterbefestigungssystems 1 ist die Befestigungsbereichsebene,
also die Ebene, in welcher das Paar die jeweiligen Befestigungsbereiche des Halters
bildenden Rundstäbe in einer Halteposition verläuft, parallel zu einer Gegenstandsebene
orientiert, also zu einer Ebene orientiert, in der die Gegenstände verlaufen, an welche
in einer jeweiligen Halteposition die Klemmvorrichtung befestigbar ist. Beispielhaft
zeigen dies Figuren 5a und 5b. Hier ist die das Befestigungsmittel 7 bildende Klemmvorrichtung
12 in der ersten Halteposition an dem ersten Befestigungsbereich 51 fixiert. In der
Anwendungssituation verlaufen die den ersten Befestigungsbereich bildenden Rundstäbe
(in der Ansicht der Figuren 5a und 5b durch das Anschlussmittel 60 verdeckt, also
nicht sichtbar) in einer horizontal verlaufenden Ebene, um ein Behälter aufrecht stehend
in den Aufnahmebereich des Halters aufnehmen zu können. Die hinsichtlich der Klemmwirkung
wirksamen Bereiche der Klemmbacken sind dabei so ausgerichtet, dass sie an Gegenständen
fixierbar sind, welche ebenfalls parallel zu einer horizontal verlaufenden Ebene verlaufen.
Im Falle der Figur 5a ist dieser Gegenstand schematisch als ein plattenförmiger Abschnitt
einer Tischkante 100 dargestellt. In Figur 5b ist der Gegenstand schematisch als ein
Abschnitt einer Bettstange 101 dargestellt. In den Figuren 5a und 5b ist eine horizontal
verlaufende Ebene durch die sich kreuzenden Pfeile X und Y angedeutet. In beiden Fällen
verläuft die Gegenstandsebene parallel zur Befestigungsebene.
[0094] Die Parallelität von Befestigungsebene und jeweiliger Gegenstandsebene hat den Vorteil,
dass der Anwender, welcher beabsichtigt, das Behälterbefestigungssystem am Point-of-Care
an einem Gegenstand zu befestigen, sehr schnell die Entscheidung für eine geeignete
Halteposition, mithin den für die Fixierung des Befestigungsmittels 7 am Halter am
besten geeigneten Befestigungsbereich treffen zu können.
[0095] Figuren 6a und 6b veranschaulichen schematisch einen weiteren Vorteil der beschriebenen
besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung. Ein insbesondere hinsichtlich
seiner Abmessung zur Aufnahme in den Aufnahmebereich des Halters 4 geeigneter Behälter
2 mit Dosierpumpe 31 ist nach Figur 6a in eine erste Gebrauchsposition gebracht.
[0096] Diese erste Gebrauchsposition entspricht einer besonders geeigneten Position, bei
der der Behälter 2 im Wesentlichen aufrecht stehend in dem Aufnahmebereich des Halters
4 aufgenommen ist. Hierbei ist eine gedachte Längsrichtung LRF des Behälters 2 parallel
zu einer Längsrichtung LR des Aufnahmebereichs des Halters 4 ausgerichtet.
[0097] Abbildung 6b zeigt den Behälter 2, nachdem er von der ersten Gebrauchsposition in
eine zweite Gebrauchsposition überführt wurde.
[0098] Die erste Gebrauchsposition unterscheidet sich von der zweiten Gebrauchsposition
zumindest durch den Grad der Neigung des Behälters relativ zu der Längsrichtung LR
des Aufnahmebereichs. Die zweite Gebrauchsposition wird im dargestellten Fall dadurch
ermöglicht, dass die Tiefe des Aufnahmebereichs 5 des Halters 4 ausgehend von dem
Boden 8 des Halters 4 nach oben hin zunächst zunimmt, indem die Rundstäbe 23 in dem
dritten Befestigungsbereich 53 nach außen abbiegen, ehe sie als die Rundstäbe 22 in
dem zweiten Befestigungsbereich 52 im Wesentlichen senkrecht zu den den Boden 8 des
Aufnahmebereichs 5 bildenden Rundstäben 20, 21 verlaufen, um dann nach innen abbiegend
als Rundstäbe 24 den vierten Befestigungsbereich 54 zu bilden (siehe Figur 2). Hierdurch
ist gleichsam Raum geschaffen für die zweite Gebrauchsposition.
[0099] Im dargestellten Fall beträgt der Grad der Neigung des Behälters, das heißt der Winkel
einer Längsrichtung des Behälters LRF zu einer Längsrichtung LR des Aufnahmebereichs
10°. Mithin entspricht die zweite Gebrauchsposition einer weiteren geeigneten Position,
bei der der Behälter schräg stehend, nach vorne geneigt in dem Aufnahmebereich des
Halters aufgenommen ist. Die zweite Gebrauchsposition ermöglicht damit, dass im Falle
eines mit einfacher manuell betätigbarer Dosierpumpe versehenen Behälters, die Dosierpumpe
auch durch einen schräg von oben manuell aufgebrachten Pumpstoß zur Ausgabe des insbesondere
flüssigen, jedenfalls pumpfähigen Reinigungs- oder Desinfektionsmittels betätigbar
ist.
[0100] Figur 7 zeigt schematisch als punktierte Linie skizziert einen Behälter 2, welcher
in den Aufnahmebereich eines erfindungsgemäßen Behälterbefestigungssystems aufgenommen
ist. Der Behälter 2 besitzt beispielhaft die Form eines Quaders der Höhe H, der Tiefe
T und der Breite B. Die Höhe H beträgt 16,0 cm. Die Tiefe T beträgt 8,0 cm. Die Breite
B beträgt 8,0 cm. Der Behälter 2 weist einen schematisch angedeuteten Flansch 3 auf,
an dem eine nicht dargestellte Dosierpumpe anflaschbar ist.
Skizziert sind außerdem die Höhe FH, die Breite FB und die Tiefe FT des Aufnahmebereichs
des Halters. Die Tiefe FT beträgt 9,5 cm. Hierbei wird das Verständnis unterstellt,
dass die Tiefe FT des Aufnahmebereichs durch den Abstand der die Tiefe des Aufnahmebereichs
begrenzenden Bauteile des Halters in x-Richtung definiert ist. Im dargestellten Fall
ist dies der Abstand der die Abbiegung des Vorderteils des Halters bildenden Rundstabs
11 von den den zweiten Befestigungsbereich bildenden Rundstäben 22. Die Höhe FH des
Aufnahmebereichs beträgt 9,5 cm und entspricht der maximalen Erstreckung der den Aufnahmebereich
bildenden Bauteile des Halters in z-Richtung. Die Breite FB des Aufnahmebereichs ist
durch den Abstand der die Breite des Aufnahmebereichs begrenzenden Bauteile des Halters
in y-Richtung definiert. Im dargestellten Fall ist dies der Abstand der beiden Stützelemente
des Vorderteils des Halters voneinander, welcher im dargestellten Fall FB= 8,0 cm
beträgt.
[0101] Erkennbar ist außerdem, dass nur ein äußerst geringer Flächenanteil der vier senkrecht
orientierten Sichtseiten des Behälters 2 durch den Halter verdeckt ist. Hierdurch
hat der Anwender die Gelegenheit, eventuelle auf den Sichtflächen vorhandene Informationen
wie bedruckte Etiketten, welche auf die Sichtseiten aufgebracht sind, wahrnehmen zu
können. Im dargestellten Fall sind etwa lediglich 5% einer jeweiligen Fläche durch
die Rundstäbe des Halters abgedeckt, so dass etwa 95% der jeweiligen Fläche durch
den Anwender frei betracht- und einsehbar ist.
[0102] Figur 8 zeigt einen weiteren Halter 41 eines erfindungsgemäßen Behälterbefestigungssystems,
bei dem ein erster Abschnitt des Bodens 8 des Halters 41 durch einen einzelnen Rundstab
20 zur Bildung des ersten Befestigungsbereichs 51 ausgebildet ist. Auch der erste
Abschnitt des Rückteils 9 ist durch einen einzelnen Rundstab 22 zur Bildung des zweiten
Befestigungsbereichs 52 ausgebildet. Auch der zweite Abschnitt des Rückteils 9 ist
durch einen einzelnen Rundstab 24 zur Bildung des vierten Befestigungsbereichs 54
ausgebildet. Schließlich ist der dritte Befestigungsbereich 53 durch einen einzelnen
Rundstab 23 des Zwischenteils des Halters ausgebildet. Der zweite Abschnitts des Bodens
8 hingegen ist durch ein Paar Rundstäbe 21 gebildet, welche sich ausgehend von dem
Ende des Rundstabs 20 des ersten Abschnitts des Bodens 8 V-artig mit größer werdendem
Abstand erstrecken, um über einen kurzen Bogen in Rundstäbe 19 überzugehen, welche
die vorderen Stützelemente 55 des Halters 41 bilden.
[0103] Ein nicht dargestelltes Befestigungsmittel kann beispielsweise eine wie mit Bezug
zu Figur 1 beschriebene Klemmvorrichtung aufweisen. Ein Anschlussmittel zum Anschließen
der Klemmvorrichtung an den Halter 41 kann solchen Falls an die Form eines einzelnen
Rundstabes angepasst sein, so dass das Befestigungsmittel vermittels des Anschlussmittels
sowohl an dem ersten Befestigungsbereich, als auch an dem zweiten Befestigungsbereich
als auch an dem dritten Befestigungsbereich als auch an dem vierten Befestigungsbereich
anschließbar ist und über die Befestigungsbereiche hinwegbewegbar ist.
[0104] Nach einer weiteren nicht dargestellten Ausführungsform sind die in Figur 8 dargestellten
Befestigungsbereiche 51, 52, 53, 54 nicht durch einzelne Rundstäbe sondern durch einzelne
plattenförmige Bauteile, insbesondere flache Bleche gebildet. Ein Anschlussmittel
zum Anschließen der Klemmvorrichtung an den Halter 41 kann solchen Falls an die Form
eines jeweiligen Bleches angepasst sein, so dass das Befestigungsmittel vermittels
des Anschlussmittels sowohl an dem ersten Befestigungsbereich, als auch an dem zweiten
Befestigungsbereich als auch an dem dritten Befestigungsbereich als auch an dem vierten
Befestigungsbereich anschließbar ist und über die Befestigungsbereiche hinwegbewegbar
ist.
1. Behälterbefestigungssystem (1) zum Bereitstellen eines insbesondere mit Reinigungs-
oder Desinfektionsmittel versehenen Behälters (2) umfassend:
einen Halter (4, 41) mit einem Aufnahmebereich (5) für den Behälter (2), wobei der
Halter (4, 41) einen ersten Befestigungsbereich (51), einen zweiten Befestigungsbereich
(52) und einen dritten Befestigungsbereich (53) aufweist, wobei der erste (51), zweite
(52) und dritte Befestigungsbereich (53) Drähte oder Stäbe oder plattenförmige Bauteile
umfassen,
und ein Befestigungsmittel (7) zur lösbaren Befestigung des Halters (4, 41) an Gegenständen,
wobei das Befestigungsmittel (7) an dem ersten Befestigungsbereich (51) fixierbar
ist, und das Befestigungsmittel (7) dadurch eine erste Halteposition einnehmen kann,
und das Befestigungsmittel (7) an dem zweiten Befestigungsbereich (52) fixierbar ist,
und das Befestigungsmittel (7) dadurch eine zweite Halteposition einnehmen kann, und
das Befestigungsmittel (7) an dem dritten Befestigungsbereich (53) fixierbar ist,
und das Befestigungsmittel (7) dadurch eine dritte Halteposition einnehmen kann, wobei
die Drähte oder Stäbe oder plattenförmigen Bauteile des dritten Befestigungsbereichs
(53) schräg zu den Drähten oder Stäben oder plattenförmigen Bauteilen des ersten Befestigungsbereichs
(51) verlaufen, insbesondere in einem Winkel von 10° und 80°, weiter insbesondere
von 20° und 60°, weiter insbesondere von 30 und 50°,
wobei die erste Halteposition die Befestigung des Halters (4, 41) an einem horizontal
orientierten Gegenstand ermöglicht und die zweite Halteposition die Befestigung des
Halters (4, 41) an einem senkrecht orientierten Gegenstand ermöglicht und die dritte
Halteposition die Befestigung des Halters (4, 41) an einem schräg orientierten Gegenstand
ermöglicht.
2. Behälterbefestigungssystem (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (4, 41) einen vierten Befestigungsbereich (54) umfasst, an dem das Befestigungsmittel
(7) fixierbar ist, wodurch das Befestigungsmittel (7) zumindest eine vierte Halteposition
einnehmen kann, und wobei der vierte Befestigungsbereich (54) Drähte oder Stäbe oder
plattenförmige Bauteile umfasst, und wobei die Drähte oder Stäbe oder plattenförmigen
Bauteile des vierten Befestigungsbereichs (54) schräg zu den Drähten oder Stäben oder
plattenförmigen Bauteilen des ersten Befestigungsbereichs (51) verlaufen, insbesondere
in einem Winkel von 10° und 80°, weiter insbesondere von 20° und 60°, weiter insbesondere
von 30 und 50°.
3. Behälterbefestigungssystem (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (7) an dem ersten (51) als auch an dem zweiten (52), als auch
an dem dritten Befestigungsbereich (53) und gegebenenfalls an dem vierten Befestigungsbereich
(54) kraftschlüssig lösbar fixierbar ist.
4. Behälterbefestigungssystem (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drähte oder Stäbe oder plattenförmige Bauteile des ersten (51), zweiten (52)
oder dritten Befestigungsbereichs (53) oder gegebenenfalls des vierten Befestigungsbereichs
(54) Abschnitte des Aufnahmebereichs des Halters (4, 41) bilden.
5. Behälterbefestigungssystem (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Drähte oder Stäbe oder plattenförmigen Bauteile des ersten Befestigungsbereichs
(51) mindestens einen Abschnitt eines Bodens (8) des Halters (4, 41) bilden und/oder
dass die Drähte oder Stäbe oder plattenförmigen Bauteile des zweiten Befestigungsbereichs
(52) mindestens einen Abschnitt eines Rückteils (9) des Halters (4, 41) bilden.
6. Behälterbefestigungssystem (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Drähte oder Stäbe oder plattenförmigen Bauteile des dritten Befestigungsbereichs
(53) zwischen dem ersten (51) und zweiten (52) Befestigungsbereich angeordnet sind.
7. Behälterbefestigungssystem (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (4, 41) vordere Stützelemente (55) aufweist, welche einen Abschnitt eines
Vorderteils (10) des Halters (4, 41) bilden.
8. Behälterbefestigungssystem (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste (51) oder der zweite (52) oder der dritte Befestigungsbereich (53) oder
gegebenenfalls der vierte Befestigungsbereich (54) jeweils ein Paar parallel verlaufender
Drähte oder Stäbe umfasst oder daraus gebildet ist, wobei ein jeweiliges Paar parallel
verlaufender Drähte oder Stäbe vorzugsweise äquidistant angeordnet ist, so dass die
Abstände zwischen zwei ein jeweiliges Paar bildenden Drähten oder Stäben des ersten
Befestigungsbereichs und des zweiten Befestigungsbereichs und des dritten Befestigungsbereichs
und gegebenenfalls des vierten Befestigungsbereichs identisch sind.
9. Behälterbefestigungssystem (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Paar parallel verlaufender Drähte oder Stäbe des ersten Befestigungsbereichs
(51) in einer ersten Ebene verläuft und das Paar parallel verlaufender Drähte oder
Stäbe des zweiten Befestigungsbereichs (52) in einer zweiten Ebene verläuft und das
Paar parallel verlaufender Drähte oder Stäbe des dritten Befestigungsbereichs (53)
in einer dritten Ebene verläuft und gegebenenfalls das Paar parallel verlaufender
Drähte oder Stäbe des vierten Befestigungsbereichs (54) in einer vierten Ebene verläuft,
wobei keine der ersten bis dritten und gegebenenfalls vierten Ebene zu einer anderen
der ersten bis dritten und gegebenenfalls vierten Ebene parallel verläuft.
10. Behälterbefestigungssystem (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (4, 41) durch einen durchgehenden, insbesondere abschnittsweise gebogenen
Draht oder Stab gebildet ist.
11. Behälterbefestigungssystem (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (7) unverlierbar an dem Halter (4, 41), insbesondere formschlüssig
gehalten werden kann.
12. Behälterbefestigungssystem (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (7) eine Klemmvorrichtung (12) aufweist, vermittels derer
die Befestigung des Halters (4, 41) an den Gegenständen herstellbar ist.
13. Behälterbefestigungssystem (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (7) ein Anschlussmittel (60) aufweist und das Anschlussmittel
(60) dafür eingerichtet ist, das Befestigungsmittel insbesondere manuell zwischen
jeder der ersten bis dritten Haltepositionen und gegebenenfalls der vierten Halteposition
verschieben zu können.
14. Behälterbefestigungssystem (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (4, 41) relativ zu dem Befestigungsmittel (7) um eine Achse um vorzugsweise
360° drehbar, insbesondere stufenlos drehbar gelagert ist.
15. System umfassend ein Behälterbefestigungssystem (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche
1-14 und einen Behälter (2) für Reinigungs- oder Desinfektionsmittel, wobei der Behälter
(2) in den Aufnahmebereich (5) einbringbar ist.
1. Container fastening system (1) for providing a container (2) which is in particular
provided with a cleaning or disinfecting agent, comprising:
a holder (4, 41) having a receptacle region (5) for the container (2), wherein the
holder (4, 41) has a first fastening region (51), a second fastening region (52),
and a third fastening region (53), wherein the first (51), the second (52), and the
third (53) fastening regions comprise wires or bars or plate-shaped components,
and a fastening means (7) for releasably fastening the holder (4, 41) to objects,
wherein the fastening means (7) is capable of being fixed to the first fastening region
(51) and the fastening means (7) on account thereof is able to assume a first holding
position, and the fastening means (7) is capable of being fixed to the second fastening
region (52) and the fastening means (7) on account thereof is able to assume a second
holding position, and the fastening means (7) is capable of being fixed to the third
fastening region (53) and the fastening means (7) on account thereof is able to assume
a third holding position,
wherein the wires or bars or plate-shaped components of the third fastening region
(53) run obliquely, particularly at an angle of 10° to 80°, more particularly of 20°
to 60°, most particularly of 30° to 50°, in relation to the wires or bars or plate-shaped
components of the first fastening region (51),
wherein the first holding position enables the holder (4, 41) to be fastened to a
horizontally oriented object, and the second holding position enables the holder (4,
41) to be fastened to a vertically oriented object, and the third holding position
enables the holder (4, 41) to be fastened to an obliquely positioned object.
2. Container fastening system (1) according to Claim 1, characterized in that the holder (4, 41) comprises a fourth fastening region (54) to which the fastening
means (7) is capable of being fixed and on account of which the fastening means is
able to assume at least a fourth holding position, and wherein the fourth fastening
region (54) comprises wires or bars or plate-shaped components, and wherein the wires
or bars or plate-shaped components of the fourth fastening region (54) run obliquely,
particularly at an angle of 10° to 80°, more particularly of 20° to 60°, most particularly
of 30° to 50°, in relation to the wires or bars or plate-shaped components of the
first fastening region (51) .
3. Container fastening system (1) according to one of Claims 1 or 2, characterized in that the fastening means (7) is capable of being releasably fastened in a force-fitting
manner to the first (51) as well as to the second (52) as well as to the third fastening
region (53), and optionally to the fourth fastening region (54).
4. Container fastening system (1) according to one or a plurality of Claims 1 to 3, characterized in that the wires or bars or plate-shaped components of the first (51), of the second (52),
or of the third fastening region (53), or optionally of the fourth fastening region
(54), form portions of the receptacle region of the holder (4, 41).
5. Container fastening system (1) according to one or a plurality of Claims 1 to 4, characterized in that the wires or bars or plate-shaped components of the first fastening region (51) form
at least a portion of a base (8) of the holder (4, 41), and/or in that the wires or bars or plate-shaped components of the second fastening region (52)
form at least a portion of a rear part (9) of the holder (4, 41).
6. Container fastening system (1) according to one or a plurality of Claims 1 to 5, characterized in that the wires or bars or plate-shaped components of the third fastening region (53) are
disposed between the first (51) and the second (52) fastening regions.
7. Container fastening system (1) according to one or a plurality of Claims 1 to 6, characterized in that the holder (4, 41) has front support elements (55) which form a portion of a front
part (10) of the holder (4, 41).
8. Container fastening system (1) according to one or a plurality of Claims 1 to 7, characterized in that the first (51) or the second (52) or the third fastening region (53), or optionally
the fourth fastening region (54), comprises in each case one pair of wires or bars
running in parallel or is formed therefrom, wherein a respective pair of wires or
bars running in parallel is preferably disposed to be equidistant such that the spacings
between two wires or bars forming in each case a respective pair of the first fastening
region and of the second fastening region and of the third fastening region, and optionally
of the fourth fastening region, are identical.
9. Container fastening system (1) according to Claim 8, characterized in that the pair of wires or bars running in parallel of the first fastening region (51)
runs in a first plane, and the pair of wires or bars running in parallel of the second
fastening region (52) runs in a second plane, and the pair of wires or bars running
in parallel of the third fastening region (53) runs in a third plane, and optionally
the pair of wires or bars running in parallel of the fourth fastening region (54)
runs in a fourth plane, wherein neither of the first to third planes, nor optionally
the fourth plane, runs so as to be parallel to either of the first to third planes,
and optionally the fourth plane.
10. Container fastening system (1) according to one or a plurality of Claims 1 to 9, characterized in that the holder (4, 41) is formed by a continuous wire or bar which is in particular curved
in portions.
11. Container fastening system (1) according to one or a plurality of Claims 1 to 10,
characterized in that the fastening means (7) is able to be held in a captive, in particular form-fitting,
manner on the holder (4, 41).
12. Container fastening system (1) according to one or a plurality of Claims 1 to 11,
characterized in that the fastening means (7) has a clamping means (12) by means of which the fastening
of the holder (4, 41) to objects is able to be established.
13. Container fastening system (1) according to one or a plurality of Claims 1 to 12,
characterized in that the fastening means (7) has a connecting means (60) and the connecting means (60)
is specified for being able to displace, in particular in a manual manner, the fastening
means between each of the first to the third holding positions, and optionally the
fourth holding position.
14. Container fastening system (1) according to one or a plurality of Claims 1 to 13,
characterized in that the holder (4, 41) is mounted so as to be rotatable, about an axis, particularly
infinitely rotatable, by preferably 360° relative to the fastening means (7) .
15. System comprising a container fastening system (1) according to one or a plurality
of Claims 1 to 14 and a container (2) for a cleaning or disinfecting agent, wherein
the container (2) is capable of being incorporated in the receptacle region (5).
1. Système de fixation de récipient (1) pour la fourniture d'un récipient (2) pourvu
en particulier d'un agent de nettoyage ou de désinfection, comportant :
un dispositif de retenue (4, 41) doté d'une zone de réception (5) pour le récipient
(2), dans lequel le dispositif de retenue (4, 41) comprend une première zone de fixation
(51), une deuxième zone de fixation (52) et une troisième zone de fixation (53), dans
lequel la première (51), la deuxième (52) et la troisième zone de fixation (53) comportent
des fils ou des barres ou des composants en forme de plaques,
et un moyen de fixation (7) pour la fixation amovible du dispositif de retenue (4,
41) à des objets, dans lequel le moyen de fixation (7) peut être fixé à la première
zone de fixation (51), et le moyen de fixation (7) peut ainsi adopter une première
position de retenue, et le moyen de fixation (7) peut être fixé à la deuxième zone
de fixation (52), et le moyen de fixation (7) peut ainsi adopter une deuxième position
de retenue, et le moyen de fixation (7) peut être fixé à la troisième zone de fixation
(53), et le moyen de fixation (7) peut ainsi adopter une troisième position de retenue,
dans lequel les fils ou barres ou composants en forme de plaques de la troisième zone
de fixation (53) s'étendent de manière inclinée par rapport aux fils ou barres ou
composants en forme de plaques de la première zone de fixation (51), en particulier
suivant un angle de 10° et 80°, plus particulièrement de 20° et 60°, plus particulièrement
de 30 et 50°,
dans lequel la première position de retenue permet la fixation du dispositif de retenue
(4, 41) à un objet orienté horizontalement et la deuxième position de retenue permet
la fixation du dispositif de retenue (4, 41) à un objet orienté verticalement et la
troisième position de retenue permet la fixation du dispositif de retenue (4, 41)
à un objet orienté de manière inclinée.
2. Système de fixation de récipient (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de retenue (4, 41) comporte une quatrième zone de fixation (54) à laquelle
le moyen de fixation (7) peut être fixé, de sorte que le moyen de fixation (7) puisse
adopter au moins une quatrième position de retenue, et la quatrième zone de fixation
(54) comportant des fils ou des barres ou des composants en forme de plaques, et les
fils ou barres ou composants en forme de plaques de la quatrième zone de fixation
(54) s'étendant de manière inclinée par rapport aux fils ou barres ou composants en
forme de plaques de la première zone de fixation (51), en particulier suivant un angle
de 10° et 80°, plus particulièrement de 20° et 60°, plus particulièrement de 30 et
50°.
3. Système de fixation de récipient (1) selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que le moyen de fixation (7) peut être fixé de manière amovible à force à la première
(51) tout comme à la deuxième (52), tout comme à la troisième zone de fixation (53)
et éventuellement à la quatrième zone de fixation (54).
4. Système de fixation de récipient (1) selon l'une ou plusieurs des revendications 1
à 3, caractérisé en ce que les fils ou barres ou composants en forme de plaques de la première (51), de la deuxième
(52) ou de la troisième zone de fixation (53) ou éventuellement de la quatrième zone
de fixation (54) forment des régions de la zone de réception du dispositif de retenue
(4, 41).
5. Système de fixation de récipient (1) selon l'une ou plusieurs des revendications 1
à 4, caractérisé en ce que les fils ou barres ou composants en forme de plaques de la première zone de fixation
(51) forment au moins une région d'un fond (8) du dispositif de retenue (4, 41) et/ou
en ce que les fils ou barres ou composants en forme de plaques de la deuxième zone de fixation
(52) forment au moins une région d'une partie arrière (9) du dispositif de retenue
(4, 41).
6. Système de fixation de récipient (1) selon l'une ou plusieurs des revendications 1
à 5, caractérisé en ce que les fils ou barres ou composants en forme de plaques de la troisième zone de fixation
(53) sont disposés entre la première (51) et la deuxième (52) zone de fixation.
7. Système de fixation de récipient (1) selon l'une ou plusieurs des revendications 1
à 6, caractérisé en ce que le dispositif de retenue (4, 41) comprend des composants d'appui avant (55), lesquels
forment une région d'une partie avant (10) du dispositif de retenue (4, 41).
8. Système de fixation de récipient (1) selon l'une ou plusieurs des revendications 1
à 7, caractérisé en ce que la première (51) ou la deuxième (52) ou la troisième zone de fixation (53) ou éventuellement
la quatrième zone de fixation (54) comporte respectivement une paire de fils ou barres
s'étendant parallèlement ou est formée à partir de ceux-ci, une paire respective de
fils ou barres s'étendant parallèlement étant disposée de préférence de manière équidistante,
de telle sorte que les distances entre deux fils ou barres formant une paire respective
de la première zone de fixation et de la deuxième zone de fixation et de la troisième
zone de fixation et éventuellement de la quatrième zone de fixation soient identiques.
9. Système de fixation de récipient (1) selon la revendication 8, caractérisé en ce que la paire de fils ou barres s'étendant parallèlement de la première zone de fixation
(51) s'étend dans un premier plan et la paire de fils ou barres s'étendant parallèlement
de la deuxième zone de fixation (52) s'étend dans un deuxième plan et la paire de
fils ou barres s'étendant parallèlement de la troisième zone de fixation (53) s'étend
dans un troisième plan et éventuellement la paire de fils ou barres s'étendant parallèlement
de la quatrième zone de fixation (54) s'étend dans un quatrième plan, aucun des premier
à troisième et éventuellement quatrième plans ne s'étendant parallèlement à un autre
des premier à troisième et éventuellement quatrième plans.
10. Système de fixation de récipient (1) selon l'une ou plusieurs des revendications 1
à 9, caractérisé en ce que le dispositif de retenue (4, 41) est formé par un fil ou une barre continu(e) courbé(e)
en particulier dans certaines régions.
11. Système de fixation de récipient (1) selon l'une ou plusieurs des revendications 1
à 10, caractérisé en ce que le moyen de fixation (7) peut être retenu de manière imperdable sur le dispositif
de retenue (4, 41), en particulier par complémentarité de forme.
12. Système de fixation de récipient (1) selon l'une ou plusieurs des revendications 1
à 11, caractérisé en ce que le moyen de fixation (7) comprend un dispositif de serrage (12) au moyen duquel la
fixation du dispositif de retenue (4, 41) aux objets peut être réalisée.
13. Système de fixation de récipient (1) selon l'une ou plusieurs des revendications 1
à 12, caractérisé en ce que le moyen de fixation (7) comprend un moyen de raccordement (60) et le moyen de raccordement
(60) est conçu pour déplacer le moyen de fixation en particulier manuellement entre
chacune des première à troisième positions de retenue et éventuellement la quatrième
position de retenue.
14. Système de fixation de récipient (1) selon l'une ou plusieurs des revendications 1
à 13, caractérisé en ce que le dispositif de retenue (4, 41) est monté de manière à pouvoir tourner par rapport
au moyen de fixation (7) autour d'un axe sur 360° de préférence, en particulier de
manière à pouvoir tourner de manière continue.
15. Système comportant un système de fixation de récipient (1) selon l'une ou plusieurs
des revendications 1 à 14 et un récipient (2) pour un agent de nettoyage ou de désinfection,
dans lequel le récipient (2) peut être introduit dans la zone de réception (5).