Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein die Verarbeitung einer Mehrzahl von
Fläschchen (Vials) zur Aufbewahrung von Substanzen für pharmazeutische, medizinische
oder kosmetische Zwecke und betrifft insbesondere ein Transportgebilde ohne Sterilbarriere
zur vorübergehenden Aufbewahrung und zum Transport solcher Fläschchen unter nicht-sterilen
Bedingungen, das eine einfache Zuführung von Fläschchen zu einer Verarbeitungsstation
ermöglicht. Weitere Gesichtspunkte der vorliegenden Erfindung betreffen eine sterile
Verpackungsstruktur mit zumindest einem solchen Transportgebilde sowie ein Verfahren
zur Verarbeitung von Fläschchen.
Hintergrund der Erfindung
[0002] Als Behälter zur Aufbewahrung und Lagerung von medizinischen, pharmazeutischen oder
kosmetischen Präparaten mit Verabreichung in flüssiger Form, insbesondere in vordosierten
Mengen, werden in großem Umfang Fläschchen (Vials) eingesetzt. Diese weisen generell
eine zylindrische Form auf, können aus Kunststoffen oder aus Glas hergestellt werden
und sind kostengünstig in großen Mengen erhältlich.
[0003] Zur Aufbewahrung und zum Transport der Fläschchen dienen häufig kastenförmige Transport-
und Verpackungsbehälter, wie beispielsweise in
US 8360238 B2 offenbart, die mittels einer sterilen Schutzfolie steril gegen die Umgebung verpackt
sind und weiter in einem sterilen Umverpackungsbeutel steril aufgenommen sein können.
In dem kastenförmigen Transport- und Verpackungsbehälter ist eine Haltestruktur für
die Fläschchen aufgenommen, die eine Mehrzahl von Fläschchen hält und gemeinsam mit
diesen dem Transport- und Verpackungsbehälter zur Weiterverarbeitung entnommen werden
kann. Die Entnahme der Haltestruktur aus dem kastenförmigen Transport- und Verpackungsbehälter
erfordert jedoch spezielle Greifarme, was den Aufwand erhöht.
[0004] Bei weiteren Transport- und Verpackungskonzepten müssen die Fläschchen zur Zuführung
zu einer Verarbeitungsstation zunächst stets gewendet werden, was aufwändig ist.
[0005] Im Bestreben, einen vereinfachten Transport- und Verpackungsbehälter bereitzustellen,
offenbart
EP 2659922 A2, dass die Fläschchen mit ihren Böden auf einem flachen Träger, der auch als gasdurchlässige
Schutzfolie ausgebildet sein kann, aufrecht abgestellt sind. Auf den flachen Träger
ist ein kastenförmiger Transport- und Verpackungsbehälter kopfüber aufgesetzt und
mit dem flachen Träger verbunden, sodass die Fläschchen ohne Wenden einer Verarbeitungsstation
zugeführt werden können. Zumeist verhindert jedoch eine umlaufende Seitenwand auf
dem flachen Träger, dass die Fläschchen nach Abheben des kastenförmigen Transport-
und Verpackungsbehälters einfach von dem flachen Träger herunter geschoben werden
können. Bei Ausführungsformen, bei denen eine solche umlaufende Seitenwand nicht auf
dem flachen Träger vorgesehen ist, ist jedoch eine Klebeverbindung zwischen dem kastenförmigen
Transport- und Verpackungsbehälter und dem flachen Träger erforderlich, was den Aufwand
erhöht. Insbesondere können die Fläschchen von dem flachen Träger nach Lösen der Klebeverbindung
nicht herunter geschoben werden. Vielmehr müssen diese abgehoben werden.
[0006] WO 2013181552 A2 offenbart ein Transportgebilde gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, das ein Oberteil
und ein damit lösbar verbundenes Unterteil aufweist. Das Oberteil weist eine Mehrzahl
von Aufnahmen in einer regelmäßigen Anordnung auf, deren Höhe kleiner ist als die
Länge der Fläschchen, sodass, die Fläschchen unter Verhinderung eines unmittelbaren
Kontakts mit benachbarten Fläschchen in den Aufnahmen des Oberteils aufgenommen werden
können, diese jedoch aus den oberen Enden der Aufnahmen des Oberteils vorstehen. Das
Oberteil und das Unterteil sind mittels Verrastungsgebilden lösbar miteinander verrastet.
[0007] Auf der Oberseite des Unterteils ist eine Mehrzahl von wannenförmigen Vertiefungen
ausgebildet, auf denen die Böden der Fläschchen unmittelbar aufliegen, wenn Oberteil
und Unterteil miteinander verbunden sind. Auf die Rückseite des Unterteils ist eine
sterile Schutzfolie aufgeklebt. Zum Zuführen der Fläschchen zu einer Verarbeitungsstation
wird zunächst in einer Stellung kopfüber, also mit dem Oberteil nach unten weisend,
die Schutzfolie von der Rückseite des Unterteils abgezogen. Anschließend muss das
verbliebene Transportgebilde aus Oberteil und damit verbundenem Unterteil zunächst
gewendet werden, bevor durch Relativverschiebung von Oberteil und Unterteil die Fläschchen
auf eine Unterlage der Verarbeitungsstation geschoben werden können. Dieser Wendevorgang
ist in der Praxis nicht immer einfach zu realisieren. Bei der Relativverschiebung
von Oberteil und Unterteil kommt es aufgrund der Formgestaltung der Verrastungsgebilde
zu einem Höhenversatz des Oberteils, was nachteilig sein kann.
[0008] Die Vertiefungen des Unterteils müssen sich jedenfalls an einem Ende bis zum Rand
des Unterteils hin erstrecken, damit die Fläschchen überhaupt aus den Vertiefungen
herausgeschoben werden können. Dies mindert die Stabilität des Unterteils, insbesondere
wenn dieses möglichst materialsparend aus dünnen Kunststoffen ausgebildet werden soll.
[0009] US 2015/114871 A1 offenbart ein Transportgebilde gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Allerdings
sind ein Aufnahmeteil und zwei getrennte Auflageteile vorgesehen, nämlich ein nur
zum Transport bestimmtes Auflageteil und ein zur späteren Bearbeitung der Behälter
bestimmtes Auflageteil. Beide diese Auflageteile werden innerhalb des Außenrahmens
des Aufnahmeteils beherbergt und, im Falle des zum Transport bestimmten Auflageteils
durch Einschnappen in hierzu vorgesehene Gegenelemente festgehalten. Das zur späteren
Bearbeitung der Behälter bestimmte Auflageteil wird dagegen von einer angebrachten
Folie festgehalten. Auf jeden Fall sind die Verrastungsgebilde nicht von der Seite
des Aufnahmeteils zugänglich.
Zusammenfassung der Erfindung
[0010] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein kostengünstiges und einfacher handhabbares
Transportgebilde bereitzustellen, womit Fläschchen (Vials) insbesondere in einfacherer
und kostengünstigerer Weise Verarbeitungsstationen zugeführt werden können. Weiter
sollen eine sterile Verpackungsstruktur sowie ein Verfahren zur Verarbeitung von Fläschchen
bereitgestellt werden, bei dem die Fläschchen in einfacher und kostengünstiger Weise
einer Verarbeitungsstation zugeführt werden können.
[0011] Diese Aufgaben werden gemäß der vorliegenden Erfindung durch ein Transportgebilde
mit den Merkmalen nach Anspruch 1, durch eine sterile Verpackungsstruktur nach Anspruch
13 sowie durch ein Verfahren zum Verarbeiten einer Mehrzahl von Fläschchen für pharmazeutische,
medizinische oder kosmetische Zwecke in einer Verarbeitungsstation nach Anspruch 14
gelöst. Weitere vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der rückbezogenen Unteransprüche.
[0012] Erfindungsgemäß ist das Auflageteil von einer flach ausgebildeten Grundplatte ausgebildet,
mit einer ebenen Auflagefläche ausgebildet ist, die den Aufnahmen zugewandt ist, sodass
die Fläschchen nach Lösen der Verrastung auf der Auflagefläche der Grundplatte frei
verschoben und durch Verschiebung des Aufnahmeteils relativ zu dem Auflageteil von
dem Auflageteil geschoben werden können, wobei die Verrastungsgebilde zum Lösen ihrer
Verrastung von der Seite des Aufnahmeteils her zugänglich sind.
[0013] Dabei sind die Aufnahmen so auf die Höhe der Fläschchen abgestimmt sind, das die
Fläschchen darin vollständig aufgenommen werden, also nicht von den Aufnahmen vorstehen.
[0014] Weil die Grundplatte des Auflageteils flach ausgebildet ist, können die Fläschchen
ohne Höhenversatz und somit ungehindert von der Grundplatte herunter geschoben werden.
Die Verschiebung der Fläschchen kann dabei grundsätzlich in beliebiger Richtung erfolgen,
weil diese nicht seitlich in Aufnahmen auf der Oberseite der Grundplatte des Auflageteils
geführt sind. Erfindungsgemäß kann die Grundplatte des Auflageteils auch in einfacher
Weise verwindungssteif ausgebildet werden, zu welchem Zweck die von der Grundplatte
ausgebildete Auflagefläche durch vergleichsweise schmale Rillen in eine Mehrzahl von
rechteckförmigen Auflageflächen unterteilt sein kann. Dies ermöglicht insbesondere
die Verwendung von dünnen Wandstärken, was den Materialeinsatz verringern hilft und
insbesondere eine Herstellung des Auflageteils durch einfaches und kostengünstiges
Thermoformen, insbesondere Tiefziehen, aus dünnen Kunststofffolien oder -folienplatten
ermöglicht. Insbesondere bei der Herstellung durch Tiefziehen sind die Kanten dieser
Rillen bzw. Auflageflächen automatisch gerundet ausgebildet, sodass die Fläschchen
zuverlässig und erschütterungsfrei über die von diesen Auflageflächen aufgespannte
Ebene geschoben werden können.
[0015] Ein solches Transportgebilde ist insbesondere für den Transport und die Aufnahme
von Fläschchen (vials) unter nicht sterilen Bedingungen vorgesehen, was im Sinne der
vorliegenden Anmeldung insbesondere bedeuten soll, dass ohne weitere Abdichtungsmaßnahmen,
wie beispielsweise Verpackung des Transportgebildes in einen sterilen Umverpackungsbeutel
aus einem Kunststoff, in einen sterilen Schlauch aus Kunststoff oder dergleichen oder
in einen zusätzlichen sterilen Verpackungsbehälter oder dergleichen, die Fläschchen
in dem Transportgebilde nicht luftdicht abgedichtet verpackt aufgenommen sind, sodass
Keime und Partikel theoretisch über nicht luftdicht abgedichtete Spalte seitlich in
den Innenraum des Transportgebildes einströmen könnten. Gleichwohl ist ein Eindringen
von Keimen, Partikeln oder dergleichen von oberhalb, direkt in die Befüllöffnungen
der Fläschchen zuverlässig verhindert, weil die Befüllöffnungen durch das Aufnahmeteil
vollständig abgedeckt sind.
[0016] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann ein besonders rüttelarmer Transport realisiert
werden, weil die Aufnahmen so auf die Höhe der Fläschchen abgestimmt sind, dass die
Böden der in den Aufnahmen aufgenommenen Fläschchen unmittelbar an der Auflagefläche
des Auflageteils anliegen, die Fläschchen also axial gesichert aufgenommen sind.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das Aufnahmeteil ohne zusätzlichen Reibschluss,
insbesondere ohne zusätzliche Klemmung an dem Auflageteil oder ohne zusätzliche Klemmung
durch das Auflageteil, lösbar mit dem Auflageteil verbunden. Dadurch lässt sich eine
vorteilhaft einfache Handhabung realisieren.
[0018] Die erfindungsgemäß von der Seite des Aufnahmeteils her zugänglichen Verrastungsgebilde
ermöglichen Vorteile bei der Handhabung des Transportgebildes, insbesondere unter
beengten oder sterilen Bedingungen.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausführungsform können die Fläschchen nach Lösen der Verrastung
von Aufnahmeteil und Auflageteil ohne Anheben oder Höhenverssatz des Aufnahmeteils
von dem Auflageteil geschoben werden. Dies kann Vorteile bei der Zuführung der Fläschchen
zu einer Verarbeitungsstation insbesondere unter beengten oder sterilen Bedingungen
ermöglichen.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Verrastung der Verrastungsgebilde durch
Verstellung von beweglichen Teilen an dem Auflageteil oder dem Aufnahmeteil ohne Anheben
bzw. Höhenversatz des Aufnahmeteils ausgebildet und wieder gelöst werden. Dies kann
weitere Vorteile bei der Zuführung der Fläschchen zu einer Verarbeitungsstation insbesondere
unter beengten oder sterilen Bedingungen ermöglichen. Gerade für die automatisierte
Handhabung des Transportgebildes kann es dabei vorteilhaft sein, wenn die Verrastungsgebilde
zum Lösen ihrer Verrastung von der Seite des Aufnahmeteils her zugänglich sind, weil
dann das Auflageteil auf einer Ablagefläche, beispielsweise einem Maschinenrahmen
einer Verarbeitungsstation, aufliegen kann.
[0021] Weiter kann durch diese Maßnahmen eine besonders vorteilhaft einfache und zweckmäßige
Verstellung realisiert werden, weil durch einfaches seitliches Annähern eines Schiebers
oder dergleichen an das Auflageteil die Seitenflügel geeignet umgeklappt werden können,
um das Transportgebilde auszubilden und ggf. hierzu auch die Verrastung zu bewirken.
[0022] Besonders einfach und zweckmäßig ist die Verrastung insbesondere dann, wenn die Verrastungsgebilde
des Auflageteils zur Ausbildung der Verrastung einfach auf die Verrastungsgebilde
des Aufnahmeteils aufgedrückt werden können. Hierzu können die Verrastungsgebilde
ähnlich wie Druckknöpfe im Profil pilzkopfförmig ausgebildet sein, mit einem verengten
Abschnitt und einem sich diesem anschließenden verbreiterten Abschnitt, die formschlüssig
miteinander zusammenwirken, um die Verrastung durch Formschluss zu bewirken.
[0023] Weil beim Umfalzen der Seitenflügel und beim Verrasten der Verrastungsgebilde eine
vorübergehende Dehnung der Seitenflügel erforderlich sein kann, können gemäß einer
weiteren Ausführungsform Ausgleichs- oder Versteifungsabschnitte vorgesehen sein,
die einem Ausgleich von solchen vorübergehenden Dehnungen aber auch einer weiteren
Versteifung der Seitenflügel dienen können. Diese können sich insbesondere entlang
des Rands des Auflageteils erstrecken. Dabei können auf den Seitenflügeln weitere
Ausgleichs- oder Versteifungsabschnitte ausgebildet sein, insbesondere um eine Dehnung
des Materials der Seitenflügel bei Verrastung der Verrastungsgebilde vorübergehend
auszugleichen.
[0024] Die Ausgleichs- oder Versteifungsabschnitte können nach gemäß einer weiteren Ausführungsform
insbesondere als vertiefte Abschnitte ausgebildet sein, was Vorteile bei der Herstellung
ermöglicht, insbesondere bei der Herstellung durch Thermoformen des Materials des
Auflageteils, insbesondere durch Tiefziehen dieses Materials, wobei dieses Material
insbesondere eines plattenförmigen Kunststoffmaterial ist.
[0025] Besonders zweckmäßig können die Fläschchen von der Grundplatte des Auflageteils gemäß
einer weiteren Ausführungsform dann herunter geschoben werden, wenn das Auflageteil
nur zwei umklappbare Seitenflügel an zwei einander gegenüberliegenden Seiten des Auflageteils
aufweist, weil dann kein Seitenflügel das Herunterschieben der Fläschchen behindern
kann.
[0026] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Verschiebung des Aufnahmeteils relativ
zu dem Auflageteil seitlich geführt, sodass die Fläschchen kontrolliert nur entlang
einer Richtung von dem Auflageteil herunter geschoben werden können, was eine Zuführung
der Fläschchen zu einer Verarbeitungsstation unter noch kontrollierten Bedingungen
ermöglicht.
[0027] Eine weitere Versteifung des Auflageteils lässt sich nach durch Ausbildung von vergleichsweise
schmalen Rillen zwischen mehreren auf der Grundplatte des Auflageteils ausgebildeten
Auflageflächen realisieren, was insbesondere Vorteile bei der Herstellung des Auflageteils
durch Thermoformen, insbesondere Tiefziehen, aus einer dünnen Kunststofffolie oder
Kunststofffolienplatte ermöglicht. Hierzu werden die Rillen bevorzugt vergleichsweise
schmal ausgebildet, beispielsweise mit Breiten von weniger als 3 mm, bevorzugt von
etwa 1 mm. In jedem Fall wird es bevorzugt, wenn die Breite der Rillen zwischen den
Auflageflächen deutlich kleiner ist als der Außendurchmesser der Fläschchen im Bereich
ihrer geschlossenen unteren Enden (Böden), da die Fläschchen dann ruckelfrei über
die Mehrzahl von Auflageflächen der Grundplatte des Auflageteils geschoben werden
können.
[0028] Hierzu kann die den Aufnahmen zugewandte Auflagefläche der Grundplatte von einer
Mehrzahl von Auflageflächen ausgebildet sein, die gemeinsam eine Ebene aufspannen
und so relativ zu den zugeordneten Aufnahmen angeordnet sind, dass die Böden der Fläschchen
jeweils auf diesen Auflageflächen unmittelbar aufliegen können, wobei zwischen den
Auflageflächen die vorgenannten Rillen ausgebildet sind, deren Breite im Vergleich
zum Durchmesser der Fläschchen sehr klein ist.
[0029] Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind auf einer dem Aufnahmeteil abgewandten
Unterseite der Grundplatte eine Mehrzahl von Vertiefungen ausgebildet, die voneinander
durch Trennstege getrennt sind, wobei die Breite der Vertiefungen bevorzugt einem
Außendurchmesser der Aufnahmen im Bereich der Böden der Aufnahmen des Aufnahmeteils
entspricht. Somit können mehrere Transportgebilde in einer gestapelten Anordnung übereinandergestapelt
angeordnet werden, in der die vorderen Enden der Aufnahmen des Aufnahmeteils eines
ersten Transportgebildes unmittelbar in den Vertiefungen des Auflageteils eines zweiten
Transportgebildes und gegen ein seitliches Verrutschen gesichert aufgenommen sind.
[0030] Die Grundplatte kann insbesondere dann vorteilhaft einfach und kostengünstig hergestellt
werden, wenn die Trennstege zwischen den Vertiefungen auf der Unterseite den Rillen
zwischen den Auflageflächen auf der Oberseite der Grundplatte des Auflageteils entsprechen
und die Vertiefungen auf der Unterseite der Grundplatte den Auflageflächen auf der
Oberseite der Grundplatte des Auflageteils entsprechen. Insbesondere können so mehrere
Auflageteile platzsparend gestapelt übereinander aufbewahrt werden.
[0031] Mehrere Aufnahmeteile können insbesondere dann platzsparend übereinandergestapelt
aufbewahrt werden, wenn die Aufnahmen kegelstumpfartig ausgebildet sind.
[0032] Das Transportgebilde gemäß der vorliegenden Erfindung dient bevorzugt dem Transport
von noch nicht steril verpackten Fläschchen, beispielsweise zu einem Pharmaabfüller,
wo eine Befüllung nach einer Reinigung und Sterilisierung der Fläschchen erfolgt.
Hierzu weist ist an dem Transportgebilde zweckmäßig keine weitere Sterilitätsbarriere
vorgesehen. Insbesondere sind seitliche Spalte zwischen dem Aufnahmeteil und dem Auflageteil
nicht durch weitere Maßnahmen, wie beispielsweise Dichtungen oder dergleichen, steril
und gasdicht abgedichtet, sodass grundsätzlich Luft oder ein Gas seitlich in den Innenraum
des Transportgebildes einströmen kann, was den zumindest theoretischen Eintritt von
Partikeln und Keimen in den Innenraum des Transportgebildes bedingen kann.
[0033] Wenn ein Transport in dem erfindungsgemäßen Transportgebilde dennoch unter sterilen
Bedingungen gewünscht sein sollte, beispielsweise der Transport von gereinigten und
sterilisierten Fläschchen zu einem Pharmaabfüller in einem Zustand "ready to use"
(RTU), so wird das Transportgebilde mit den darin aufgenommenen Fläschchen gereinigt
und sterilisiert in zumindest einen sterilen Umverpackungsbeutel, beispielsweise in
einen Beutel oder Schlauch aus einem Kunststoff, oder in eine zusätzlichen Transportbehälter
eingebracht, der dann steril versiegelt wird.
[0034] Ein weiterer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Transportgebilde,
wie hierin offenbart, in dessen Aufnahmen eine Mehrzahl von Fläschchen aufgenommen
ist.
[0035] Ein weiterer Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zum
Verarbeiten einer Mehrzahl von Fläschchen für pharmazeutische, medizinische oder kosmetische
Zwecke in einer Verarbeitungsstation, mit den Schritten: mit den Schritten: Zuführen
eines Transportgebildes mit den darin aufgenommenen Fläschchen, wie hierin offenbart,
zu der Verarbeitungsstation, wobei bei dem Transportgebilde das Aufnahmeteil mit dem
Auflageteil durch Verrastung verbunden ist, die Fläschchen aufrecht und unter Verhinderung
eines unmittelbaren Kontakts von benachbarten Fläschchen vollständig in den Aufnahmen
des Aufnahmeteils aufgenommen sind; Lösen der Verrastung der Verrastungsgebilde, insbesondere
von der Seite des Aufnahmeteils des Transportgebildes her und ohne Höhenversatz des
Aufnahmeteils relativ zu dem Auflageteil; Verschieben des Aufnahmeteils relativ zu
dem Auflageteil und insbesondere ohne Höhenversatz des Aufnahmeteils relativ zu dem
Auflageteil, um die Fläschchen frei von der Grundpatte des Auflageteils zu schieben
und der Verarbeitungsstation zuzuführen; und Verarbeiten der Fläschchen in der Verarbeitungsstation.
Nach Lösen der Verrastung der Verrastungsgebilde wird das Aufnahmeteil relativ zu
dem Auflageteil verschoben, um die Fläschchen von der flachen Grundpatte zu schieben
und der Verarbeitungsstation zuzuführen. Hierzu ist erfindungsgemäß kein Wenden des
Transportgebildes mit den darin aufgenommenen Fläschchen erforderlich.
Figurenübersicht
[0036] Nachfolgend wird die Erfindung in beispielhafter Weise und unter Bezugnahme auf die
beigefügten Zeichnungen beschrieben werden, woraus sich weitere Merkmale, Vorteile
und zu lösende Aufgaben ergeben werden. Es zeigen:
- Fig. la
- ein Transportgebilde gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
in einer perspektivischen Draufsicht;
- Fig. 1b
- zwei Transportgebilde gemäß der Fig. la in einem geschlossenen Zustand und übereinandergestapelt;
- Fig. 2a
- das Aufnahmeteil des Transportgebildes gemäß der Fig. la in einer Draufsicht von unten;
- Fig. 2b
- das Aufnahmeteil gemäß der Fig. 2a in einer Seitenansicht;
- Fig. 2c
- das Aufnahmeteil gemäß der Fig. 2a in einer Schnittansicht entlang B-B gemäß der Fig.
2a;
- Fig. 2d
- das Aufnahmeteil gemäß der Fig. 2a in einer Schnittansicht entlang A-A gemäß der Fig.
2a mit zwei Fläschchen in unterschiedlichen Stellungen;
- Fig. 3a
- das Auflageteil des Transportgebildes gemäß der Fig. la in einer Draufsicht;
- Fig. 3b
- das Auflageteil gemäß der Fig. 3a in einer Schnittansicht entlang A-A gemäß der Fig.
3a;
- Fig. 3c
- das Auflageteil gemäß der Fig. 3a in einer Schnittansicht entlang B-B gemäß der Fig.
3a;
- Fig. 3d
- in einer perspektivischen Darstellung von oben und im Teilschnitt ein Transportgebilde
gemäß der Fig. la in einem geöffneten Zustand während des Herunterschiebens der Fläschchen
von dem Auflageteil;
- Fig. 3e
- das Transportgebilde gemäß der Fig. la mit auf dem Auflageteil ruhenden Fläschchen,
wobei das Aufnahmeteil nicht dargestellt ist; und
- Fig. 4
- in einem schematischen Teilschnitt beispielhaft den formschlüssigen Eingriff von Verrastungsgebilden
des Auflageteils und des Aufnahmeteils miteinander.
[0037] In den Figuren bezeichnen identische Bezugszeichen identische oder im Wesentlichen
gleichwirkende Elemente oder Elementgruppen.
Ausführliche Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen
[0038] Ein Transportgebilde dient gemäß der vorliegenden Erfindung, wie nachfolgend beschrieben,
zur vorübergehenden, nicht sterilen Aufbewahrung und zum Transport einer Mehrzahl
von Fläschchen (nachfolgend auch Behälter genannt) zur Aufbewahrung von Substanzen
für medizinische, pharmazeutische oder kosmetische Anwendungen in einer regelmäßigen
Anordnung, beispielsweise in einer Matrixanordnung unter regelmäßigen Abständen der
Behälter zueinander entlang von zwei unterschiedlichen Raumrichtungen, bevorzugt entlang
von zwei zueinander orthogonalen Raumrichtungen. Hierzu weist das Transportgebilde
keine Sterilitätsbarriere auf, insbesondere keine umlaufende, sterile Versiegelung
zwischen Auflageteil und Aufnahmeteil und keine sterile Schutzfolie zur sterilen Versiegelung
des Transportgebildes. Vielmehr werden die Fläschchen in dem Transportgebilde unter
nicht-sterilen Bedingungen aufbewahrt bzw. transportiert. Wenn sterile Bedingungen
zur Aufbewahrung bzw. zum Transport der Behälter gewünscht sind, wird dies vielmehr
mittels zumindest eines sterilen Umverpackungsbeutels bewerkstelligt, der zumindest
ein Transportgebilde aufnimmt, beispielsweise durch einen Kunststoffschlauch, in dem
durchaus abschnittsweise eine gasdurchlässige, sterile Schutzfolie vorgesehen sein
kann, die beispielsweise durch ein Geflecht aus Kunststofffasern, wie beispielsweise
Polypropylen-Fasern (PP), oder eine Tyvek®-Schutzfolie ausgebildet sein kann, um eine
Sterilisation des Innenvolumens des Umverpackungsbeutels und der Außenseite des Transportgebildes
durch Einströmen eines entkeimenden Gases in den Umverpackungsbeutel zu ermöglichen.
[0039] Gemäß der Fig. 1a umfasst das Transportgebilde 1 ein Aufnahmeteil mit einer Mehrzahl
von kegelstumpfförmigen Aufnahmen, in welchen die Fläschchen aufgenommen sind, und
ein im Wesentlichen plattenförmig ausgebildetes Auflageteil, die mit Hilfe von Verrastungsgebilden
38, 42 lösbar miteinander verbunden sind und die nachfolgend ausführlicher beschrieben
werden.
[0040] Gemäß den Figuren 2a bis 3c ist das Aufnahmeteil 10 von einer flachen Grundplatte
11 ausgebildet, von der eine Mehrzahl von kegelstumpfartigen Aufnahmen 14 abragt,
die von umlaufenden Seitenwänden 15 ausgebildet sind und am oberen Ende durch geschlossene
Böden 16 abgeschlossen sind, auf deren Unterseite jeweils vier Vorsprünge 19 vorgesehen
sind, sodass die oberen Enden der aufzunehmenden Fläschchen beabstandet zu den Böden
16 der Aufnahmen 14 in diesen aufgenommen werden. Der Innendurchmesser der Aufnahmen
14 nimmt von deren offenen Enden zu den Böden 16 hin ab, bevorzugt nimmt dieser kontinuierlich
ab, in Entsprechung zu den aufzunehmenden Fläschchen. Der Außendurchmesser im Bereich
der Böden und zylindrischen Seitenwände ist größer als in dem vergleichsweise kurzen
Halsabschnitt mit der Einfüllöffnung.
[0041] Zur Versteifung des Aufnahmeteils 10 sind die Seitenwände 15 über Versteifungsrippen
18 miteinander verbunden, die ihrerseits mit der Grundplatte 11 verbunden sind, insbesondere
einstückig mit dieser ausgebildet sind. Zur weiteren Versteifung der Seitenwände 15
weisen diese mehrere sich in Längsrichtung der Aufnahmen 14 erstreckende Rippen auf.
Die Aufnahmen 14 sind in einer zweidimensionalen regelmäßigen Anordnung angeordnet,
nämlich entlang von Reihen, die sich in der y-Richtung erstrecken, wobei jeweils benachbarte
Reihen um einen halben Abstand zwischen den Aufnahmen 14 zueinander versetzt sind.
Möglich sind auch andere Anordnungen der Aufnahmen 14, beispielsweise in einer zweidimensionalen
Matrixanordnung entlang von Reihen und Spalten in der y- bzw. x-Richtung unter gleichmäßigen
Abständen zueinander.
[0042] Das Aufnahmeteil 10 ist durch Thermoformen eines Kunststoffs einstückig ausgebildet,
insbesondere durch Tiefziehen einer Dünnfolie oder einer Dünnfolienplatte aus einem
Kunststoff mit einer Materialstärke von bis zu 1,0 mm, bevorzugter mit einer Materialstärke
von bis zu 1,25 mm und noch bevorzugter mit einer Materialstärke von bis zu 2,0 mm.
Bevorzugt wird als Kunststoff PET, PS oder PP verwendet, wobei auch mehrschichtige
Folien verwendet werden können (z.B. PSEVOHPE / PPEVOHPE...). Zweckmäßig ist dieser
Kunststoff durchsichtig, um eine visuelle Begutachtung der in den Aufnahmen aufgenommenen
Fläschchen zu ermöglichen.
[0043] Wie der Fig. 2b entnommen werden kann, erstreckt sich ein hochgezogener Rand 12 im
Wesentlichen senkrecht von der Grundplatte 11. Der untere Rand 13 des Aufnahmeteils
10 spannt eine gemeinsame Ebene parallel zur Ebene der Grundplatte 11 auf. In der
Ebene der Grundplatte 11 ragen seitlich mehrere inselartige Vorsprünge 20 ab, auf
denen jeweils Verrastungsgebilde 21, 23 ausgebildet sind, nämlich äußere Verrastungsgebilde
23 und innere Verrastungsgebilde 21, die bevorzugt identisch ausgebildet sind. Diese
Verrastungsgebilde 21, 23 sind jeweils von zwei seitlichen gerundeten Abschnitten
ausgebildet, die im Profil insbesondere pilzkopfartig ausgebildet sind, wie in der
Fig. 4 dargestellt, und die über einen schmäleren Verbindungssteg 22, 24 miteinander
verbunden sind. Diese Verrastungsgebilde 21, 23 ragen von der Oberseite der Grundplatte
11 nach oben ab, ebenso wie die Aufnahmen 14. Wie man der Fig. 2a entnehmen kann,
sind die Verrastungsgebilde 21, 23 aufgrund der Herstellung des Aufnahmeteils 10 auf
ihrer Rückseite hohl ausgebildet.
[0044] Die Seitenwände 15 der Aufnahmen 14 sind einwärts ein wenig geneigt (vgl. Fig. 2b),
was dem Umstand Rechnung trägt, dass die aufzunehmenden Fläschchen im Bereich ihrer
Böden und zylindrischen Seitenwände einen größeren Außendurchmesser haben als in dem
vergleichsweise kurzen Bereich der oberen Halsabschnitte. Bevorzugt ist der Innendurchmesser
der Aufnahmen 14 im Bereich der Böden kleiner als der Außendurchmesser der aufzunehmenden
Fläschchen im Bereich ihrer Böden und zylindrischen Seitenwände, sodass die Fläschchen
in den Aufnahmen 14 nur in einer durch die Geometrie der Aufnahmen 14 vorgegebenen
Orientierung aufgenommen werden können, nämlich aufrechtstehend, d.h. mit ihren oberen
Halsabschnitten zu den Böden der Aufnahmen 14 hin weisend. Aufgrund der Neigung der
Seitenwände der Aufnahmen 14 können mehrere Aufnahmeteile 10 platzsparend übereinandergestapelt
werden, was die Kosten für die Entsorgung reduzieren hilft. Beim Stapeln der Aufnahmeteile
10 übereinander liegen die Oberseiten der Versteifungsrippen 18 eines ersten Aufnahmeteils
10 auf der Rückseite der Grundplatte 11 eines darüber gestapelt angeordneten zweiten
Aufnahmeteils 10 an, sodass auch die einwärts geneigten Seitenränder 12 ineinandergeschoben
sind.
[0045] Die Fig. 2d zeigt schematisch die Aufnahme von Fläschchen 60 (Vials) in den Aufnahmen
14 des Aufnahmeteils. Die Länge der Aufnahmen 14 ist größer oder gleich der axialen
Länge der Fläschchen 60, sodass diese im Wesentlichen vollständig in den Aufnahmen
14 aufgenommen werden können, ohne vom unteren Ende der Aufnahmen 14 vorzustehen.
Dabei dienen die Rippen 19 auf der Innenseite der Böden 16 als Abstandselemente, sodass
zwischen den Böden 16 der Aufnahmen 14 und den oberen Rändern 63 der Fläschchen 60
ein kleiner Spalt verbleibt, sodass das Innenvolumen der Fläschchen 60 über die Einfüllöffnung
65 und diesen Spalt mit dem Innenvolumen der Aufnahme 14 kommunizieren kann. Dies
ermöglicht grundsätzlich ein Sterilisieren auch des Innenvolumens der Fläschchen 60,
während diese in dem Transportgebilde aufgenommen sind, nämlich durch Einströmen eines
entkeimenden Gases über den vorgenannten Spalt in das Innenvolumen der Fläschchen
60.
[0046] Die Fig. 2d zeigt die bestimmungsgemäße Orientierung der Fläschchen 60 bei Ihrer
Aufbewahrung in dem erfindungsgemäßen Transportgebilde, nämlich aufrecht in den Aufnahmen
14, wobei die oberen Enden 63 der Fläschchen den Böden 16 der Aufnahmen zugewandt
sind. Die Böden 64 der Fläschchen sind im Wesentlichen bündig zu dem unteren Rand
13 des Aufnahmeteils, können jedoch grundsätzlich auch vollständig innerhalb des von
dem seitlichen Rand 12 gebildeten Volumens angeordnet sein, was von der jeweiligen
Geometrie des zugehörigen Auflageteils abhängt, wie nachfolgend beschrieben.
[0047] Gemäß der Draufsicht nach der Fig. 3a weist das Auflageteil 30 eine im Wesentlichen
flache, rechteckförmige Grundplatte 31 auf, deren Außenabmessungen denen der Grundplatte
11 des Aufnahmeteils 10 entsprechen. Wie man den Figuren 3a und 3d entnehmen kann,
ist die Oberseite der Grundplatte 31, d.h. die dem Aufnahmeteil zugewandte Seite des
Auflageteils 30, flach (eben) ausgebildet. Genauer gesagt sind auf der Oberseite der
Grundplatte 31 eine Mehrzahl von Auflageflächen 31a ausgebildet, deren Breite im Wesentlichen
der Breite der Fläschchen entspricht und zwischen denen vergleichsweise schmale Rillen
31b ausgebildet sind. Die Auflageflächen 31a sind, wenn das Auflageteil mit dem Aufnahmeteil
lösbar verrastet ist, so relativ zu den Aufnahmen angeordnet, dass die Böden der in
dem Aufnahmeteil reihenweise aufgenommenen Fläschchen exakt reihenweise auf diesen
Auflageflächen 31a aufliegen.
[0048] Die Auflageflächen 31a spannen gemeinsam eine Ebene auf, auf der die Böden der Fläschchen
ruhen, wenn diese in dem Transportgebilde aufgenommen sind. Die Rillen 31b sind jedenfalls
so schmal ausgebildet, dass die Fläschchen ohne größeres "Ruckeln" in beliebiger Richtung
über die von den Auflageflächen 31a aufgespannte Ebene geschoben werden können. Die
Rillen 31b dienen einer weiteren Versteifung der Grundplatte 31, was insbesondere
dann von Vorteil ist, wenn das Auflageteil 30 durch Thermoformen, insbesondere Tiefziehen,
aus einer Dünnfolie oder einer Dünnfolienplatte aus Kunststoff ausgebildet ist. Zweckmäßig
werden die Fläschchen zu ihrer weiteren Verarbeitung in Längsrichtung der Auflageflächen
31a von der Grundplatte 31 geschoben. Grundsätzlich können diese jedoch auch in einer
beliebigen anderen Richtung von der Grundplatte 31 geschoben werden, insbesondere
quer zu den Rillen 31b, wie in der Fig. 3d gezeigt.
[0049] Selbstverständlich kann die Oberseite der Grundplatte 31 gemäß weiteren Ausführungsformen
auch vollständig flach ausgebildet sein, insbesondere ohne die vorstehend beschriebenen
Auflageflächen 31a und Rillen 31b.
[0050] Die Fig. 4 zeigt in einem schematischen Teilschnitt beispielhaft den formschlüssigen
Eingriff von Verrastungsgebilden des Auflageteils und des Aufnahmeteils miteinander.
Die Verrastungsgebilde 21, 42 sind jeweils im Profil pilzkopfförmig ausgebildet, jeweils
mit einem Übergangsabschnitt 21a bzw. 42a, der in der Fig. 4 abgeschrägt ausgebildet
ist, jedoch auch gekrümmt ausgebildet sein kann oder im Wesentlichen rechtwinklig
von der jeweiligen Grundplatte 20 bzw. 39 abragen kann, einem sich diesem anschließenden
verengten Abschnitt 21b bzw. 42b und einem sich diesem anschließenden verbreitert
bzw. pilzkopfförmig ausgebildeten Verrastungskopf 21c bzw. 42c. Die Verrastungsgebilde
21, 42 sind jeweils hohl ausgebildet, wobei die Außenabmessungen des Verrastungsgebildes
21 auf dem Vorsprung 20 des Aufnahmeteils den Innenabmessungen des Verrastungsgebildes
42 auf einem der Seitenflügel des Auflageteils entsprechen, sodass das Verrastungsgebilde
42 auf das Verrastungsgebilde 21 aufgedrückt werden kann, um den formschlüssigen Eingriff
zu bewirken.
[0051] Mehrere Transportgebilde gemäß der Fig. 1a können gestapelt übereinander angeordnet
werden, wie in der Fig. 1b gezeigt. Wie in der Fig. 1b dargestellt, sind zu diesem
Zweck auf der Unterseite der Grundplatte 31, d.h. auf der dem Aufnahmeteil eines darüber
angeordneten Transportgebildes zugewandten Seite der Grundplatte 31, eine Mehrzahl
von Vertiefungen 32 ausgebildet, die sich parallel zueinander in der y-Richtung erstrecken,
jeweils die gleiche Breite in x-Richtung und die gleiche Länge in y-Richtung haben
und voneinander durch Trennstege 33 getrennt sind. Die jeweiligen Enden der Vertiefungen
32 sind abgerundet ausgebildet, erstrecken sich jedoch gemäß der Fig. 3a nicht ganz
bis zu den Rändern der Grundplatte 31. Jede der Vertiefungen 32 ist somit wannenförmig
ausgebildet. Die Breite der Vertiefungen 32 entspricht dem Außendurchmesser der zylindrischen
Seitenwände 15 der Aufnahmen des Aufnahmeteils, sodass die geschlossenen oberen Enden
der Aufnahmen in den Vertiefungen 32 aufgenommen und seitlich geführt sind, wenn zwei
Transportgebilde 1 übereinandergestapelt angeordnet sind, wie in der Fig. 1b gezeigt.
Der umlaufende Randsteg und die abgerundeten Enden 34 der Vertiefungen 32 auf der
Unterseite der Grundplatte 31 verhindern dabei ein seitliches Verrutschen des oberen
Transportgebildes 1 relativ zu dem unteren Transportgebilde 1. Die Vertiefungen 32
und Trennstege 33 verhindern auch ein seitliches Verrutschen des oberen Transportgebildes
in einer Richtung senkrecht zur Längsrichtung der Vertiefungen 32 und Trennstege 33.
Die Vertiefungen 32 und Trennstege 33 dienen dabei gleichzeitig einer weiteren Versteifung
des Auflageteils 30, sodass dieses auch aus vergleichsweise dünnen Kunststoffplatten
ausgebildet werden kann, insbesondere durch Tiefziehen, wie nachfolgend ausgeführt.
[0052] Gemäß einer alternativen Ausführungsform wird auf die jeweilige Unterseite der Grundplatte
eines Auflageteils eine Zwischenplatte 5 aufgesetzt, wie in der Fig. 1b gezeigt, auf
deren Oberseite eine Mehrzahl von Vertiefungen 6 mit dazwischen ausgebildeten Trennstegen
7 in der Art der Vertiefungen 32 bzw. Trennstege 33 ausgebildet sind, wie vorstehend
im Zusammenhang mit der Ausgestaltung der Unterseite der Grundplatte 31 eines Auflageteils
beschrieben. Gemäß dieser alternativen Ausführungsform ist die Zwischenplatte 5 so
auf die Unterseite der Grundplatte eines Auflageteils abgestimmt, dass die Zwischenplatte
5 relativ zu dem Auflageteil nicht verschiebbar ist, wenn diese auf das Auflageteil
aufgesetzt ist. Ferner sind die Längen der Reihen von Aufnahmen des Aufnahmeteils
so auf die Längen der Vertiefungen 6 auf der Oberseite einer Zwischenplatte 5 abgestimmt,
dass die beiden Transportgebilde 1b sowohl in Längsrichtung der Vertiefungen 6 als
auch quer zu dieser Längsrichtung nicht verschiebbar sind.
[0053] Mehrere Transportgebilde 1 können so zuverlässig und platzsparend übereinandergestapelt
angeordnet werden. In der gestapelten Anordnung, beispielsweise wie in der Fig. 1b
gezeigt, sind die Fläschchen kopfüber in den Aufnahmen des jeweiligen Aufnahmeteils
angeordnet, zeigen also in der Darstellung gemäß der Fig. 1b mit ihren oberen Enden
bzw. Halsabschnitten nach unten. Selbstverständlich können mehrere Transportgebilde
auch so übereinandergestapelt angeordnet werden, dass die Aufnahmen des jeweiligen
Aufnahmeteils nach oben gerichtet sind und somit die Böden der Fläschchen auf der
jeweiligen Oberseite der Grundplatte eines jeweiligen Auflageteils ruhen.
[0054] Auf der, in der Fig. 3a, linken und rechten Seite der Grundplatte 31 sind Seitenflügel
35 ausgebildet, die entlang den Falzlinien 35a, 35b umgeklappt bzw. gefalzt werden
können. Genauer gesagt sind die Seitenflügel 35 jeweils im Wesentlichen C-förmig ausgebildet,
wobei im mittleren Abschnitt ein vertiefter Abschnitt 36 ausgebildet ist. Am oberen
und unteren Ende der Seitenflügel 35 sind Verrastungsgebilde 38 korrespondierend zu
den äußeren Verrastungsgebilden 23 des Aufnahmeteils (vgl. Fig. 2a) ausgebildet. Zwischen
der Grundplatte 31 und den Seitenflügeln 35 ist ein rechteckiger Abschnitt mit einem
weiteren vertieften Abschnitt 37 ausgebildet, wobei die Breite dieses rechteckigen
Abschnitts der Höhe des seitlichen Rands 12 des Aufnahmeteils 10 (vgl. Fig. 2b) entspricht.
[0055] Am, in der Fig. 3a, oberen und unteren Rand der Grundplatte 31 sind Seitenflügel
39 ausgebildet, die entlang den Falzlinien 39a, 39b umgeklappt bzw. gefalzt werden
können. Genauer gesagt sind die Seitenflügel 39 im Wesentlichen C-förmig ausgebildet,
wobei im mittleren Abschnitt jeweils ein vertiefter Abschnitt 40 ausgebildet ist.
Am linken und rechten Ende der Seitenflügel 39 sind Verrastungsgebilde 42 korrespondierend
zu den inneren Verrastungsgebilden 21 des Aufnahmeteils (vgl. Fig. 2a) ausgebildet.
Zwischen der Grundplatte 31 und den Seitenflügeln 39 ist ein rechteckiger Abschnitt
mit einem weiteren vertieften Abschnitt 41 ausgebildet, wobei die Breite dieses rechteckigen
Abschnitts der Höhe des seitlichen Rands 12 des Aufnahmeteils 10 (vgl. Fig. 2b) entspricht.
[0056] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform (nicht gezeigt) fehlt der in der
Fig. 3a dargestellte obere Seitenflügel 39 vollständig, sodass die Fläschchen dann
noch ungehinderter von der Grundplatte 31 herunter geschoben werden können, wie nachfolgend
ausgeführt.
[0057] Das Auflageteil 30 ist durch Thermoformen eines Kunststoffs einstückig ausgebildet,
insbesondere durch Tiefziehen einer Dünnfolie oder einer Dünnfolienplatte aus einem
Kunststoff mit einer Materialstärke von bis zu 1,0 mm, bevorzugter mit einer Materialstärke
von bis zu 1,25 mm und noch bevorzugter mit einer Materialstärke von bis zu 2,0 mm.
Bevorzugt wird als Kunststoff PET, PS oder PP verwendet, wobei auch mehrschichtige
Folien verwendet werden können (z.B. PSEVOHPE / PPEVOHPE...). Zweckmäßig ist dieser
Kunststoff durchsichtig, um eine visuelle Begutachtung der in den Aufnahmen aufgenommenen
Fläschchen zu ermöglichen.
[0058] Bezugnehmend auf die Figuren 2a bis 3e, wird zur Ausbildung des in der Fig. la gezeigten
Transportgebildes 1 zunächst ein Aufnahmeteil 10 mit den Aufnahmen 14 nach unten zeigend
angeordnet und werden die Fläschchen 60 anschließend kopfüber in die Aufnahmen 14
eingeführt, bis die oberen Ränder 63 der Fläschchen 60 auf den Vorsprüngen 19 auf
den geschlossenen Enden 16 der Aufnahmen 14 aufliegen. Anschließend wird ein Auflageteil
30 mit der Oberseite der Grundplatte 11 nach oben zeigend auf das Aufnahmeteil 10
aufgesetzt, sodass die Böden 64 der Fläschchen 60 an den Auflageflächen 31a der Grundplatte
11 des Auflageteils 30 anliegen oder unter geringem Abstand zu diesen angeordnet sind.
Anschließend werden die Seitenflügel 35, 39 des Auflageteils 30 entlang den Falzlinien
35a, 35b bzw. 39a, 39b zweimalig hin zu der Oberseite der Grundplatte 11 des Aufnahmeteils
10 gefalzt, sodass dann die Verrastungsgebilde 42 auf den Seitenflügeln 39 auf die
inneren Verrastungsgebilde 21 des Aufnahmeteils 10 aufgedrückt werden, die Verrastungsgebilde
38 auf den Seitenflügeln 35 des Auflageteils 10 auf die äußeren Verrastungsgebilde
23 des Aufnahmeteils 10 aufgedrückt werden und die Verrastungsgebilde 21/42 bzw. 23/38
miteinander verrastet werden, wodurch Auflageteil 30 und Aufnahmeteil 10 lösbar miteinander
verbunden werden.
[0059] Alternativ kann zur Ausbildung des in der Fig. la gezeigten Transportgebildes 1 zunächst
ein Auflageteil 30 mit der Oberseite der Grundplatte 11 nach oben zeigend angeordnet
werden. Anschließend werden die Fläschchen 60 aufrecht auf den Auflageflächen 31a
korrespondierend zur Anordnung der Aufnahmen 14 des Aufnahmeteils 10 angeordnet. Anschließend
wird das Aufnahmeteil 10 mit den Aufnahmen nach oben zeigend auf das Auflageteil 10
abgesenkt, sodass die Fläschchen 60 in die Aufnahmen 14 des Aufnahmeteils 10 eingeführt
werden. Anschließend erfolgt das zweimalige Umfalzen der Seitenflügel 35, 39 des Auflageteils
und die Verrastung des Auflageteils 30 mit dem Aufnahmeteil 10, wie vorstehend beschrieben.
[0060] Oder die Fläschchen 60 werden aufrecht auf einer Arbeitsfläche (nicht gezeigt) korrespondierend
zur Anordnung der Aufnahmen 14 des Aufnahmeteils 10 angeordnet. Anschließend wird
das Aufnahmeteil 10 mit den Aufnahmen nach oben zeigend auf das Auflageteil 10 abgesenkt,
sodass die Fläschchen 60 in die Aufnahmen 14 des Aufnahmeteils 10 eingeführt werden.
Anschließend wird das Aufnahmeteil 10 mit den darin aufgenommenen Fläschchen 60 auf
die Oberseite der Grundplatte 11 des Auflageteils 10 aufgeschoben. Anschließend erfolgt
das Umfalzen der Seitenflügel 35, 39 des Auflageteils und die Verrastung des Auflageteils
30 mit dem Aufnahmeteil 10, wie vorstehend beschrieben.
[0061] Oder die Fläschchen 60 werden kopfüber in die vertikal nach unten orientierten Aufnahmen
14 des Aufnahmeteils 10 eingeführt. Anschließend wird das Auflageteil 30 mit der Oberseite
der Grundplatte 11 nach unten zeigend auf das Aufnahmeteil 10 mit den darin aufgenommenen
Fläschchen 60 aufgeschoben. Anschließend erfolgt das Umfalzen der Seitenflügel 35,
39 des Auflageteils und die Verrastung des Auflageteils 30 mit dem Aufnahmeteil 10,
wie vorstehend beschrieben.
[0062] Die Fig. la zeigt das so ausgebildete Transportgebilde 1. Weil die Fläschchen in
den Aufnahmen des Aufnahmeteils aufgenommen sind und die oberen Ränder der Fläschchen
von den geschlossenen Enden der Aufnahmen abgedeckt sind, ist ein Eindringen von Verunreinigungen,
insbesondere von Materialabrieb, in die Fläschchen zuverlässig ausgeschlossen. Durch
die Seitenwände der Aufnahmen wird dabei auch ein Kontakt von unmittelbar benachbarten
Fläschchen in dem Transportgebilde und während der Handhabung desselben ausgeschlossen,
sodass mechanische Beschädigungen der Fläschchen, insbesondere Kratzer, zuverlässig
ausgeschlossen sind.
[0063] Aufnahmeteil und Auflageteil sind über die Verrastungsgebilde lösbar miteinander
verbunden. Auch wenn für die Verrastung die Seitenflügel des Auflageteils zweimalig
umgeklappt werden und die Verrastungsgebilde miteinander verrastet werden, wird durch
die Seitenflügel bevorzugt kein zusätzlicher Reibschluss ausgeübt. Die Lage des Aufnahmeteils
relativ zu dem Auflageteil wird vielmehr bevorzugt ausschließlich durch den durch
die Verrastungsgebilde ausgebildeten Formschluss bewirkt.
[0064] Mehrere solche Transportgebilde können gestapelt übereinander angeordnet werden.
Dabei werden bevorzugt Zwischenplatten zwischen den Transportgebilden angeordnet,
wie in der Fig. 1b gezeigt.
[0065] In der Konfiguration gemäß der Fig. la kann das Transportgebilde mit den darin unter
nicht-sterilen Bedingungen aufgenommenen Fläschchen transportiert werden. Oder in
der Konfiguration gemäß der Fig. 1b können mehrere Transportgebilde mit den darin
unter nicht-sterilen Bedingungen aufgenommenen Fläschchen gestapelt übereinander angeordnet
transportiert werden. Das Transportgebilde gemäß der vorliegenden Erfindung soll dabei
bevorzugt dem Transport von noch nicht steril verpackten Fläschchen dienen, beispielsweise
zu einem Pharmaabfüller, wo die Fläschchen nach einer Reinigung und Sterilisierung
gefüllt werden.
[0066] Wenn ein Transport in dem erfindungsgemäßen Transportgebilde dennoch unter sterilen
Bedingungen gewünscht sein sollte, beispielsweise der Transport von gereinigten und
sterilisierten Fläschchen zu einem Pharmaabfüller in einem Zustand "ready to use"
(RTU), so wird das Transportgebilde mit den darin aufgenommenen Fläschchen gereinigt
und sterilisiert in zumindest einen sterilen Umverpackungsbeutel eingebracht, beispielsweise
in einen Kunststoffschlauch, der dann steril versiegelt wird. Diese(r) sterile Umverpackungsbeutel
wird dann erst zur weiteren Verarbeitung, beispielsweise bei einem Pharmaabfüller,
unter geeignet sterilen Prozessbedingungen wieder geöffnet.
[0067] Zum Öffnen des Transportgebildes gemäß der Fig. la und der Übergabe der darin aufgenommenen
Fläschchen zu einer Verarbeitungsstation, beispielsweise einer Füllstation bei einem
Pharmaabfüller, wird wie folgt vorgegangen:
Zunächst wird das Transportgebilde mit dem Auflageteil nach unten zeigend auf einer
Arbeitsfläche abgelegt. Anschließend wird die Verrastung der Verrastungsgebilde 38,
42 des Auflageteils 30 mit den Verrastungsgebilden 21, 23 des Aufnahmeteils 10 von
oberhalb des Transportgebildes 1 her, d.h. von der Seite des Aufnahmeteils her, ohne
Anheben des Aufnahmeteils 10 gelöst. Bei einer manuellen Handhabung stehen hierfür
die Spalte zwischen den Seitenflügeln 39 und den Verrastungsgebilden 38 bzw. seitlich
der Seitenflügel 35 zur Verfügung, wie in der Fig. la gezeigt. Im Falle einer automatischen
oder halbautomatischen Handhabung greifen in diese Zwischenräume Greifer oder dergleichen
ein. Anschließend werden die Seitenflügel 35, 39 zurückgeklappt. Während die Seitenflügel
35 nicht vollständig herunter geklappt zu werden brauchen, muss jedenfalls der Seitenflügel
39 an einem der Enden der Auflageflächen 31a auf der Oberseite der Grundplatte 31
vollständig heruntergeklappt werden, damit die Fläschchen von den Auflageflächen 31a
und von der Grundplatte 31 herunter geschoben werden können.
[0068] Durch Relativverschiebung von Aufnahmeteil 10 und Auflageteil 30 werden anschließend
die Fläschchen von den Auflageflächen 31a und der Grundplatte 31 herunter geschoben.
Die Relativverschiebung von Aufnahmeteil 10 und Auflageteil 30 kann dabei seitlich
geführt sein und nur in einer Richtung möglich sein, nämlich in y-Richtung, wozu beispielsweise
die beiden Seitenflügel 35 in einer halb hockgeklappten Stellung dienen können. Zur
Relativverschiebung wird bevorzugt das Auflageteil 30 vorübergehend fixiert, beispielsweise
auf der Ablagefläche, und nur das Aufnahmeteil 10 in y-Richtung verschoben.
[0069] Auf diese Weise werden die Fläschchen 60 von der Grundplatte 31 des Auflageteils
30 herunter geschoben und so der nachgeordneten Verarbeitungsstation zugeführt. Zur
Zuführung ist dabei erfindungsgemäß kein Wenden des Transportgebildes 1 erforderlich.
[0070] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist das Auflageteil nur zwei umklappbare
Seitenflügel entlang von zwei einander gegenüberliegenden Seiten auf. Dies bietet
gerade bei manuell oder auch halbautomatisch zu beschickenden Verarbeitungsstationen
mit vorheriger Vereinzelung der Fläschchen, beispielsweise mittels eines Isolators
mit Drehkarussel, weitere Vorteile. Hierzu sind Aufnahmeteil und Auflageteil in Draufsicht
rechteckig ausgebildet, mit längeren Seiten, an den beispielsweise an dem Auflageteil
die beiden Seitenflügel vorgesehen sein können, und zwei kürzeren Seiten. Zunächst
wird das Transportgebilde auf einer Auflagefläche abgelegt, die in eine Förderbahn
zu der Verarbeitungsstation übergeht, wobei die Breite der Förderbahn der Länge der
kürzeren Seiten entspricht. Beim Ablegen auf der Auflagefläche sind die längeren Seiten
quer zur Förderbahn ausgerichtet. Zunächst erfolgt dann das Lösen der Verrastungsgebilde.
Anschließend wird das Transportgebilde um 90 Grad gedreht, sodass die längeren Seiten
dann parallel zu der Förderbahn verlaufen. Anschließend werden die beiden Seitenflügel
heruntergeklappt. Anschließend wird das Aufnahmeteil in Richtung der Förderbahn verschoben.
Dabei werden die in dem Aufnahmeteil aufgenommenen Fläschchen von dem Auflageteil
über eine der beiden kürzeren Seiten auf die Förderbahn geschoben, von wo dann der
weitere Transport in die Verarbeitungsstation erfolgt, beispielsweise über ein Förderband
oder ein Drehkarussel eines Isolators zur Vereinzelung der Fläschchen.
Bezugszeichenliste
[0071]
- 1
- Transportgebilde
- 5
- Zwischenplatte
- 6
- Vertiefung auf Zwischenplatte 5
- 7
- umlaufender Randsteg auf Zwischenplatte 5
- 8
- Trennsteg
- 10
- Aufnahmeteil
- 11
- Grundplatte
- 12
- seitlicher Rand
- 13
- unterer Rand
- 14
- Aufnahme
- 15
- zylindrische Seitenwand einer Aufnahme 14
- 16
- geschlossenes oberes Ende einer Aufnahme 14
- 17
- Basis der zylindrischen Seitenwand 15 einer Aufnahme 14
- 18
- Verbindungsrippe
- 19
- Vorsprung auf geschlossenem oberen Ende 16 einer Aufnahme 14
- 20
- Vorsprung
- 21
- inneres Verrastungsgebilde
- 21a
- Übergangsabschnitt
- 21b
- verengter Abschnitt
- 21c
- Verrastungskopf
- 21d
- Hohlraum
- 22
- Verbindungssteg
- 23
- äußeres Verrastungsgebilde
- 24
- Verbindungssteg
- 30
- Auflageteil
- 31
- Grundplatte
- 31a
- Auflageflächen
- 31b
- Rille
- 32
- Vertiefung
- 32a
- Boden der Vertiefung 32
- 33
- Trennsteg
- 34
- abgerundetes Ende von Vertiefung 32
- 35
- erster Seitenflügel
- 35a
- innere Falzlinie
- 35b
- äußere Falzlinie
- 36
- vertiefter Abschnitt
- 37
- vertiefter Abschnitt
- 38
- erstes Verrastungsgebilde
- 39
- zweiter Seitenflügel
- 39a
- innere Falzlinie
- 39b
- äußere Falzlinie
- 40
- vertiefter Abschnitt
- 41
- vertiefter Abschnitt
- 42
- zweites Verrastungsgebilde
- 42a
- Übergangsabschnitt
- 42b
- verengter Abschnitt
- 42c
- Verrastungskopf
- 60
- Fläschchen (Vial)
- 61
- zylindrische Seitenwand von Fläschchen (Vial) 60
- 62
- verengter Halsabschnitt von Fläschchen (Vial) 60
- 63
- verbreiterter oberer Rand von Fläschchen (Vial) 60
- 64
- Boden von Fläschchen (Vial) 60
- 65
- Einfüllöffnung von Fläschchen (Vial) 60
1. Transportgebilde (1) zur Aufnahme einer Mehrzahl von Fläschchen (60) für pharmazeutische,
medizinische oder kosmetische Zwecke, ausgebildet aus einem Aufnahmeteil (10) und
einem damit lösbar verbundenen Auflageteil (30), wobei
das Aufnahmeteil (10) eine Mehrzahl von kegelstumpfförmigen Aufnahmen (14) in einer
regelmäßigen Anordnung aufweist, sodass die Fläschchen (60) mit ihren oberen Enden
zu den Böden der Aufnahmen (14) hin gerichtet und unter Verhinderung eines unmittelbaren
Kontakts von benachbarten Fläschchen in den Aufnahmen des Aufnahmeteils aufnehmbar
sind,
das Auflageteil (30) die Böden der Fläschchen (60) abdeckt, wenn diese in dem Aufnahmeteil
(10) aufgenommen sind,
die Aufnahmen (14) so auf die Höhen der Fläschchen abgestimmt sind, um die Fläschchen
darin vollständig aufzunehmen, und
Verrastungsgebilde (21, 23) zur lösbaren Verrastung des Aufnahmeteils mit dem Auflageteil
vorgesehen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass das Auflageteil (30) von einer Grundplatte (31) mit einer ebenen Auflagefläche ausgebildet
ist, die den Aufnahmen zugewandt ist, sodass die Fläschchen (60) nach Lösen der Verrastung
und durch Verschiebung des Aufnahmeteils (10) relativ zu dem Auflageteil (30) von
dem Auflageteil geschoben werden können, wobei die Verrastungsgebilde (21, 23) zum
Lösen ihrer Verrastung von der Seite des Aufnahmeteils (10) her zugänglich sind.
2. Transportgebilde nach Anspruch 1, wobei
das Transportgebilde so ausgelegt ist, dass das Aufnahmeteil (10) nach Lösen der Verrastung
des Aufnahmeteils mit dem Auflageteil ohne Wenden des Transportgebildes (1) von dem
Auflageteil (30) geschoben werden kann, und/oder wobei
die Fläschchen (60) nach Lösen der Verrastung des Aufnahmeteils mit dem Auflageteil
auf der Auflagefläche der Grundplatte (31) frei und in beliebiger Richtung verschoben
und durch Verschiebung des Aufnahmeteils (10) relativ zu dem Auflageteil (30) ungehindert
und ohne Höhenversatz von der Auflagefläche der Grundplatte des Auflageteils geschoben
werden können
3. Transportgebilde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Aufnahmen (14)
so auf die Höhe der Fläschchen abgestimmt sind, dass die Böden (64) der Fläschchen
unmittelbar an der Auflagefläche des Auflageteils (30) anliegen, wenn diese in den
Aufnahmen aufgenommen sind.
4. Transportgebilde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Aufnahmeteil (10)
ohne zusätzlichen Reibschluss, insbesondere ohne zusätzliche Klemmung an dem Auflageteil
oder ohne zusätzliche Klemmung durch das Auflageteil, lösbar mit dem Auflageteil (30)
verbunden ist.
5. Transportgebilde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verrastung der
Verrastungsgebilde (21, 23) durch Verstellung von beweglichen Teilen (35, 39) an dem
Auflageteil oder dem Aufnahmeteil ohne Höhenversatz des Aufnahmeteils (10) relativ
zu dem Auflageteil (30) ausbildbar und lösbar ist, wobei
die Verrastungsgebilde (21, 23) bevorzugt Verrastungsgebilde (38, 42), die auf umklappbaren
Seitenflügeln (35, 39) der Grundplatte (31) des Auflageteils (30) vorgesehen sind,
und Verrastungsgebilde (21, 23) umfassen, die am Rand des Aufnahmeteils (10) vorgesehen
sind, wobei
die Seitenflügel (35, 39) ausgehend von einer Verrastungsstellung (Fig. 1), in welcher
die Seitenflügel (35, 39) einen Rand des Aufnahmeteils (10) umgreifen, in eine Freigabestellung
auffaltbar (Fig. 3b, 3c) sind, in der sich die Seitenflügel (35, 39) in Verlängerung
der Grundplatte (31) des Auflageteils erstrecken, und
die Verrastungsgebilde (38, 42) des Auflageteils in der Verrastungsstellung mit den
Verrastungsgebilden (21, 23) des Aufnahmeteils verrastet sind.
6. Transportgebilde nach Anspruch 5, wobei die Verrastungsgebilde (38, 42) des Auflageteils
zur Ausbildung der Verrastung auf die Verrastungsgebilde (21, 23) des Aufnahmeteils
aufdrückbar sind, oder die Verrastungsgebilde bevorzugt korrespondierend zueinander
und im Profil insbesondere pilzkopfförmig ausgebildet sind.
7. Transportgebilde nach Anspruch 5 oder 6, wobei
das Aufnahmeteil (10) eine Grundplatte (11) aufweist, an der die Aufnahmen ausgebildet
sind, wobei die Grundplatte einen hochgezogenen Rand (12) aufweist,
die Seitenflügel (35, 39) des Auflageteils jeweils entlang von zwei zueinander beabstandeten
und parallel zueinander verlaufenden Falzlinien (35a, 35b; 39a, 39b) umklappbar sind,
mit
einem umklappbaren mittleren Abschnitt, der zwischen den beiden Falzlinien ausgebildet
ist und dessen Breite der Höhe des hochgezogenen Rands (12) entspricht, und
zumindest einem umklappbaren Rastabschnitt, an dem die Verrastungsgebilde (38, 42)
des Auflageteils ausgebildet sind; wobei
an dem Auflageteil (30) zwischen den Seitenflügeln (35, 39) und der Grundplatte (31)
Ausgleichs- oder Versteifungsabschnitte (37, 41) ausgebildet sind, die sich entlang
des Rands des Auflageteils erstrecken, und wobei auf den Seitenflügeln (35, 39) weitere
Ausgleichs- oder Versteifungsabschnitte (36, 40) ausgebildet sind, insbesondere um
eine Dehnung des Materials der Seitenflügel bei Verrastung der Verrastungsgebilde
(21, 23) vorübergehend auszugleichen; und wobei
die Ausgleichs- oder Versteifungsabschnitte als vertiefte Abschnitte ausgebildet sind,
vorzugsweise durch Thermoformen des Materials des Auflageteils, insbesondere durch
Tiefziehen dieses Materials; und/oder wobei
das Auflageteil nur zwei umklappbare Seitenflügel (35, 39) an zwei einander gegenüberliegenden
Seiten des Auflageteils aufweist.
8. Transportgebilde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
die den Aufnahmen zugewandte Auflagefläche der Grundplatte (31) von einer Mehrzahl
von Auflageflächen (31a) ausgebildet ist, die gemeinsam eine Ebene aufspannen und
so relativ zu den zugeordneten Aufnahmen angeordnet sind, dass die Böden der Fläschchen
(60) jeweils auf diesen Auflageflächen (31a) unmittelbar aufliegen können, wobei zwischen
den Auflageflächen (31a) Rillen ausgebildet sind, deren Breite im Vergleich zum Durchmesser
der Fläschchen sehr klein ist; oder wobei
auf einer dem Aufnahmeteil abgewandten Unterseite der Grundplatte (31) eine Mehrzahl
von Vertiefungen (32) ausgebildet sind, die voneinander durch Trennstege (33) getrennt
sind, wobei die Breite der Vertiefungen einem Außendurchmesser der Aufnahmen (14)
im Bereich der Böden der Aufnahmen des Aufnahmeteils entspricht, sodass mehrere Transportgebilde
in einer gestapelten Anordnung übereinander gestapelt angeordnet werden können, in
der die vorderen Enden der Aufnahmen (14) des Aufnahmeteils eines ersten Transportgebildes
unmittelbar in den Vertiefungen (32) des Auflageteils eines zweiten Transportgebildes
und gegen ein seitliches Verrutschen gesichert aufgenommen sind.
9. Transportgebilde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Seitenwände (15)
der Aufnahmen (14) mittels Versteifungsrippen (18) miteinander verbunden sind, die
mit einer Grundplatte (11) des Aufnahmeteils (10) verbunden sind, insbesondere einstückig
mit dieser ausgebildet sind.
10. Transportgebilde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem keine Sterilitätsbarriere
vorgesehen ist.
11. Transportgebilde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Aufnahmeteil und
das Auflageteil so ausgebildet sind, dass das Aufnahmeteil mit weiteren identisch
ausgebildeten Aufnahmeteilen stapelbar ist und dass das Auflageteil mit weiteren identisch
ausgebildeten Auflageteilen stapelbar ist.
12. Transportgebilde nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Aufnahmeteil (10)
und/oder das Auflageteil (30) durch Thermoformen eines Kunststoffs einstückig ausgebildet
ist bzw. sind, insbesondere durch Tiefziehen aus einem plattenförmigen Kunststoffmaterial,
wobei
das Aufnahmeteil und/oder das Auflageteil bevorzugt durch Tiefziehen einer Dünnfolie
oder einer Dünnfolienplatte mit einer Materialstärke von bis zu 1,0 mm, bevorzugter
von bis zu 1,25 mm und noch bevorzugter von bis zu 2,0 mm ausgebildet ist.
13. Sterile Verpackungsstruktur zum sterilen Transport einer Mehrzahl von Fläschchen (60)
für pharmazeutische, medizinische oder kosmetische Zwecke, mit zumindest einem Transportgebilde
(1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit den darin aufgenommenen Fläschchen,
wobei das oder die Transportgebilde (1) in zumindest einem sterilen Umverpackungsbeutel
aufgenommen und steril gegen die Umgebung verpackt ist bzw. sind, wobei
der zumindest eine Umverpackungsbeutel bevorzugt einen gasdurchlässigen Abschnitt
aufweist, der insbesondere durch ein Geflecht aus Kunststofffasern, wie beispielsweise
Polypropylen-Fasern (PP), ausgebildet ist.
14. Verfahren zum Verarbeiten einer Mehrzahl von Fläschchen für pharmazeutische, medizinische
oder kosmetische Zwecke in einer Verarbeitungsstation, mit den Schritten:
Zuführen eines Transportgebildes (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 mit den darin
aufgenommenen Fläschchen (60), bei dem das Aufnahmeteil mit dem Auflageteil durch
Verrastung verbunden ist, die Fläschchen aufrecht und unter Verhinderung eines unmittelbaren
Kontakts von benachbarten Fläschchen vollständig in den Aufnahmen des Aufnahmeteils
aufgenommen sind, zu der Verarbeitungsstation;
Lösen der Verrastung der Verrastungsgebilde (21, 23) durch Zugriff von der Seite des
Aufnahmeteils des Transportgebildes (1) her und ohne Höhenversatz des Aufnahmeteils
(10) relativ zu dem Auflageteil;
Verschieben des Aufnahmeteils (10) relativ zu dem Auflageteil (30), um die Fläschchen
(60) von der Grundpatte (31) des Auflageteils zu schieben und der Verarbeitungsstation
zuzuführen; und
Verarbeiten der Fläschchen (60) in der Verarbeitungsstation.
15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei das Aufnahmeteil (10) nach Lösen der Verrastung
des Aufnahmeteils mit dem Auflageteil ohne Wenden des Transportgebildes (1) von dem
Auflageteil (30) geschoben wird, und/oder wobei
das Transportgebilde (1) zum Zuführen der Fläschchen zu der Verarbeitungsstation nicht
gewendet wird
16. Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, wobei beim Verschieben des Aufnahmeteils (10)
relativ zu dem Auflageteil (30) das Aufnahmeteil (10) relativ zu dem Auflageteil (30)
ohne Höhenversatz des Aufnahmeteils verschoben wird, wodurch die Fläschchen (60) ungehindert
und ohne Höhenversatz von der Auflagefläche der Grundpatte (31) des Auflageteils geschoben
und der Verarbeitungsstation zugeführt werden.
1. A transport structure (1) for accommodating a plurality of vials (60) for pharmaceutical,
medical or cosmetic use, formed by an accommodation member (10) and by a bearing member
(30) releasably connected thereto, wherein
the accommodation member (10) comprises a plurality of frustro-conical receptacles
(14) in a regular arrangement so that the upper ends of the vials (60) are directed
towards the bottoms of the receptacles (14) and can be accommodated in the receptacles
of the accommodation member while preventing a direct contact between adjacent vials,
the bearing member (30) covers the bottoms of the vials (60) when these are accommodated
in the accommodation member (10),
the receptacles (14) are matched such to the height of the vials as to completely
accommodate the vials (60) therein, and
latching structures (21, 23) are provided for releasably latching the accommodation
member with the bearing member,
characterized in that the bearing member (30) is formed by a base plate (31) having a flat supporting surface
facing the receptacles so that the vials (60) can be pushed from the bearing member
after releasing the latching and by displacement of the accommodation member (10)
relative to the bearing member (30), wherein the latching structures (21, 23) are
accessible from the side of the accommodation member (10) for releasing their latching.
2. The transport structure as claimed in claim 1, wherein
the transport structure is configured such that the accommodation member (10) can
be pushed from the bearing member (30) without turning over the transport structure
(1) after releasing the latching between the accommodation member and the bearing
member, and/or
the vials (60) are displaced freely and in any direction on the supporting surface
of the base plate (31) after releasing the latching between the accommodation member
and the bearing member and can be pushed from the base plate of the bearing member
unhindered and without a height offset.
3. The transport structure as claimed in any of the preceding claims, wherein the receptacles
(14) are matched such to the height of the vials that the bottoms (64) of the vials
are in direct contact with the supporting surface of the bearing member (30) when
these are accommodated in the receptacles.
4. The transport structure as claimed in any of the preceding claims, wherein the accommodation
member (10) is releasably connected to the bearing member (30) without additional
frictional coupling, in particular without additional clamping on the bearing member
or without additional clamping by the bearing member.
5. The transport structure as claimed in any of the preceding claims, wherein the latching
of the latching structures (21, 23) can be formed and released by adjusting movable
members (35, 39) on the bearing member or on the accommodation member without height
offset of the accommodation member (10) relative to the bearing member (30), wherein
the latching structures (21, 23) preferably comprise latching structures (38, 42)
provided on hinged side wings (35, 39) of the base plate (31) of the bearing member
(30) and latching structures (21, 23) provided at the edge of the accommodation member
(10), wherein
the side wings (35, 39) can be folded (Fig. 3b, 3c) from a latching position (Fig.
1), in which the side wings (35, 39) embrace an edge of the accommodation member (10),
into a release position, in which the side wings (35, 39) extend in extension of the
base plate (31) of the bearing member, and
the latching structures (38, 42) of the bearing member are latched with the latching
structures (21, 23) of the accommodation member in the latching position.
6. The transport structure as claimed in claim 5, wherein the latching structures (38,
42) of the bearing member can be pressed onto the latching structures (21, 23) of
the accommodation member to form the latching or wherein the latching structures are
preferably corresponding to one another and are formed in particular in the shape
of a mushroom head, if viewed in profile.
7. The transport structure as claimed in claim 5 or 6, wherein
the accommodation member (10) comprises a base plate (11) on which the receptacles
are formed, the base plate having a raised edge (12),
the side wings (35, 39) of the bearing member are each foldable along two folding
lines (35a, 35b; 39a, 39b) spaced apart to each other and extending in parallel with
each other, comprising
a foldable central portion formed between the two folding lines, the width of which
corresponds to the height of the raised edge (12), and
at least one foldable latching portion on which the latching structures (38, 42) of
the bearing member are formed; wherein
compensating or stiffening portions (37, 41) extending along the edge of the bearing
member are formed on the bearing member (30) between the side wings (35, 39) and the
base plate (31), and wherein additional compensating or stiffening portions (36, 40)
are formed on the side wings (35, 39), in particular to temporarily compensate for
an expansion of the material of the side wings when the latching structures (21, 23)
are latched; and wherein
the compensating or stiffening portions are formed as recessed portions, preferably
by thermoforming the material of the bearing member, in particular by deep-drawing
said material; and/or wherein
the bearing member comprises only two foldable side wings (35, 39) on two opposite
sides of the bearing member.
8. The transport structure as claimed in any of the preceding claims, wherein
the supporting surface of the base plate (31) facing the receptacles is formed by
a plurality of supporting surfaces (31a) which together span a plane and are arranged
relative to the associated receptacles such that the bottoms of the vials (60) can
each rest directly on these supporting surfaces (31a), grooves being formed between
the supporting surfaces (31a), the width of which grooves is very small in comparison
with the diameter of the vials; or wherein
wherein a plurality of troughs (32) are formed on an underside of the base plate (31)
facing away from the accommodation member, which are separated from one another by
partitioning webs (33), wherein the width of the troughs corresponds to an outer diameter
of the receptacles (14) in the region of the bottoms of the receptacles of the accommodation
member, so that a plurality of transport structures can be stacked one above the other
in a stacked arrangement in which the front ends of the receptacles (14) of the accommodation
member of a first transport structure are accommodated directly in the troughs (32)
of the bearing member of a second transport structure and secured against lateral
slipping.
9. The transport structure as claimed in any of the preceding claims, wherein the side-walls
(15) of the receptacles (14) are connected to one another by means of stiffening ribs
(18) which are connected to a base plate (11) of the accommodation member (10) and
which are in particular formed integrally therewith.
10. The transport structure as claimed in any of the preceding claims, wherein no sterility
barrier is provided.
11. The transport structure as claimed in any of the preceding requirements, wherein the
accommodation member and the bearing member are formed such that the accommodation
member can be stacked with additional accommodation members of identical configuration
and that the bearing member can be stacked with additional bearing members of identical
configuration.
12. The transport structure as claimed in any of the preceding claims, wherein the accommodation
member (10) and/or the bearing member (30) is or are integrally formed by thermoforming
a plastic, in particular by deep-drawing from a plate-like plastic material, wherein
the accommodation member and/or the bearing member is or are formed by deep-drawing
a thin film or a thin film plate having a material thickness of up to 1.0 mm, more
preferably of up to 1.25 mm and even more preferably of up to 2.0 mm.
13. A sterile packaging structure for sterile transport of a plurality of vials (60) for
pharmaceutical, medical or cosmetic use, comprising at least one transport structure
(1) as claimed in any of the preceding claims with the vials accommodated therein,
wherein the transport structure or transport structures (1) is or are accommodated
in at least one sterile outer packaging bag and packaged sterile against the environment,
wherein
the at least one outer packaging bag preferably comprises a gas-permeable portion
formed in particular by a braid of plastic fibers, such as polypropylene fibers (PP).
14. A process for processing a plurality of vials for pharmaceutical, medical or cosmetic
use in a processing station, comprising the steps of:
feeding a transport structure (1) as claimed in any of claims 1 to 12 with the vials
(60) accommodated therein to the processing station, wherein the accommodation member
is connected to the bearing member by latching, the vials are completely accommodated
in the receptacles of the accommodation member in an upright position while a direct
contact between adjacent vials is prevented;
releasing the latching of the latching structures (21, 23) by means of an access from
the side of the accommodation member of the transport structure (1) and without height
offset of the accommodation member (10) relative to the bearing member;
displacing the accommodation member (10) relative to the bearing member (30) for pushing
the vials (60) freely from the base plate (31) of the bearing member and feeding them
to the processing station; and
processing the vials (60) in the processing station.
15. The process as claimed in claim 14, wherein the accommodation member (10) is pushed
from the bearing member (30) without turning over the transport structure (1) after
releasing the latching between the accommodation member and the bearing member, and/or
wherein
the transport structure (1) is not turned over for feeding the vials to the processing
station.
16. The process as claimed in claim 14 or 15, wherein in the displacing the accommodation
member (10) relative to the bearing member (30) the accommodation member (10) is displaced
relative to the bearing member (30) without a height offset of the accommodation member,
whereby the vials (60) are pushed from the supporting surface of the base plate (31)
of the bearing member unhindered and without a height offset and fed to the processing
station.
1. Une structure de transport (1) destinée à loger une pluralité de flacons (60) à usage
pharmaceutique, médical ou cosmétique, formée à partir d'une partie de logement (10)
et d'une partie support (30) reliée de manière détachable à celle-ci, dans laquelle
:
la partie de logement (10) comportant plusieurs réceptacles tronconiques (14)suivant
une disposition régulière de manière à ce que les extrémités supérieures des flacons
(60) soient dirigés vers les fonds des réceptacles (14) et peuvent être logés dans
les réceptacles de la partie de logement tout en empêchant un contact direct entre
des flacons adjacents,
l'élément de support (30) recouvre le fond des flacons (60) lorsqu'ils sont logés
dans la partie de logement (10),
les réceptacles (14) sont adaptés à la hauteur des flacons pour permettre le logement
complet des flacons (60) en leur sein, et
des structures de verrouillage (21, 23) sont disposées pour verrouiller de manière
amovible la partie de logement sur la partie support,
caractérisé en ce que la partie support (30) est formée d'une plaque de base (31) ayant une surface de
support plate faisant face aux réceptacles de manière à ce que les flacons (60) peuvent
être poussés depuis la partie support à la suite de la libération du verrouillage
et par déplacement de la partie de logement (10) par rapport à la partie support (30),
dans laquelle les structures de verrouillage (21, 23) sont accessible depuis le côté
de la partie de logement (10) pour libérer leur verrouillage.
2. La structure de transport telle que revendiquée dans la revendication 1, dans laquelle
la structure de transport est configurée de manière à ce que la partie de logement
(10) peut être poussée depuis la partie support (30) sans tourner au-delà de la structure
de transport (1) à la suite de la libération du verrouillage entre la partie de logement
et la partie support, et/ou
les flacons (60) sont déplacés librement et suivant toute direction sur la surface
de support de la plaque de base (31) à la suite de la libération du verrouillage entre
la partie de logement et la partie support et peuvent être poussée depuis la plaque
de base de la partie support non cachée et sans décalage de hauteur.
3. La structure de transport telle que revendiquée dans l'une quelconque des revendications
précédentes, dans laquelle les réceptacles (14) sont adaptés à la hauteur des flacons
de manière à ce que les fonds (64) des flacons sont en contact direct avec la surface
de support de la partie support (30) lorsqu'ils sont logés dans les réceptacles.
4. La structure de transport telle que revendiquée dans l'une des revendications précédentes,
dans laquelle la partie de logement (10) est reliée de manière amovible à la partie
support (30) sans couplage frictionnel additionnel, en particulier sans serrage additionnel
sur la partie support ou sans serrage additionnel par la partie support.
5. La structure de transport telle que revendiquée dans l'une quelconques des revendications
précédentes, dans laquelle le verrouillage des structures de verrouillage (21, 23)
peut être formé et libéré en réglant des éléments mobiles (35, 39) sur la partie support
ou la partie de logement sans décalage en hauteur de la partie de logement (10) par
rapport à la partie support (30), dans laquelle
les structures de verrouillage (21, 23) comprennent de préférences des structures
de verrouillage (38, 42) prévues sur des ailes latérales pliables (35, 39) de ladite
plaque de base (31) de ladite partie support (30) et des structures de verrouillage
(21, 23), qui sont prévues sur le bord de la partie de logement (10), dans laquelle
les ailes latérales (35, 39) peuvent être pliées (Fig. 3b, 3c) depuis une position
de verrouillage (Fig.1), dans laquelle les ailes latérales (35, 39) s'engagent autour
d'un bord de la partie de logement (10), dans une position de libération, dans laquelle
les ailes latérales (35, 39) s'étendent dans le prolongement de la plaque de base
(31) de la partie support, et
les structures de verrouillage (38, 42) de la partie support sont, dans la position
de verrouillage, verrouillées avec les structures de verrouillage (21, 23) de la partie
de logement.
6. La structure de transport telle que revendiquée dans la revendication 5, dans laquelle
les structures de verrouillage (38, 42) de la partie support peuvent être pressées
sur les structures de verrouillage (21, 23) de la partie de logement pour former le
verrouillage ou dans laquelle les structures de verrouillage correspondent de préférence
les unes aux autres et sont formées en particulier d'une forme de tête de champillon,
lorsque considéré en profil.
7. La structure de transport telle que revendiquée dans la revendication 5 ou 6, dans
laquelle
la partie de logement (10) comporte une plaque de base (11) sur laquelle sont formées
les réceptacles, la plaque de base ayant un bord en relief (12),
les ailes latérales (35, 39) de la partie support sont toutes pliables le long de
deux lignes de pliage (35a, 35b ; 39a, 39b) parallèles et espacées, comprenant
une partie centrale pliable formée entre les deux lignes de pliage et dont la largeur
correspond à la hauteur du bord relevé (12) et
au moins une partie de verrouillage pliable sur laquelle sont formées les structures
de verrouillage (38, 42) de la partie support ; dans laquelle
des parties de compensation et de raidissement (37, 41), s'étendant le long du bord
de la partie support, sont formées sur la partie de support (30) entre les ailes latérales
(35, 39) et la plaque de base (31), et dans laquelle des parties de compensation et
de raidissement supplémentaires (36, 40) sont formées sur les ailes latérales (35,
39), en particulier pour compenser provisoirement une expansion du matériau des ailes
latérales lors du verrouillage des structures de verrouillage (21, 23) ; et dans laquelle
les parties de compensation et de raidissement sont formées en creux, de préférence
par thermoformage du matériau de la partie support, en particulier par
emboutissage en profondeur de ce matériau ; et/ou dans laquelle
la partie de support comporte seulement deux ailes latérales pliables (35, 439) sur
deux côtés opposés de la partie de support.
8. La structure de transport telle que revendiquée dans l'une quelconque des revendications
précédentes, dans laquelle
la surface de support de la plaque de base (31) faisant face aux réceptacles de la
plaque de base (31) est formée par une pluralité de surfaces d'appui (31a), qui forment
ensemble un plan et sont disposées par rapport aux réceptacles associés de telle manière
que les fonds des flacons (60) peuvent reposer chacun directement sur ces surfaces
d'appui (31a), des rainures étant formées entre les surfaces d'appui (31a) dont la
largeur est très petite par rapport au diamètre du flacon ; ou dans laquelle
une pluralité d'évidements (32) sont formés sur un côté de la plaque de base (31),
faisant face à la partie de logement, qui sont séparés les uns des autres par des
bandes de séparation (33), dans laquelle la largeur des évidements correspond à un
diamètre extérieur des réceptacles (14).) dans la région des fonds des réceptacles
de la partie de logement, de sorte qu'une pluralité de structures de transport puissent
être empilées les unes sur les autres suivant une disposition d'empilement dans laquelle
les extrémités avant des réceptacles (14) de la partie de logement d'une première
structure de transport sont directement logées dans les évidements (32) de la partie
de support d'une seconde structure de transport et fixé contre tout glissement latéral.
9. La structure de transport telle que revendiquée dans l'une des revendications précédentes,
dans laquelle les parois latérales (15) des réceptacles (14) sont reliées entre elles
par des nervures de renfort (18), qui sont reliées à une plaque de base (11) de la
partie de logement (10), formée de manière intégrée avec celle-ci.
10. La structure de transport telle que revendiquée dans l'une des revendications précédentes,
dans laquelle aucune barrière de stérilité n'est disposée.
11. La structure de transport telle que revendiquée dans l'une des revendications précédentes,
dans laquelle la partie de logement et la partie de support sont formées de telle
sorte que la partie de logement peut être empilée avec d'autres parties de logement
de forme identique et en ce que la partie de support puisse être empilé avec d'autres
parties de support de forme identique.
12. La structure de transport telle que revendiquée dans l'une des revendications précédentes,
dans laquelle la partie de logement (10) et/ou la partie de support (30) est ou sont
intégralement formés par thermoformage d'une matière plastique, en particulier, par
emboutissage profond d'une matière plastique en forme de plaque, dans laquelle
la partie de logement et/ou la partie de support est ou sont formées par emboutissage
profond d'un film mince ou d'une plaque de film mince ayant une épaisseur de matériau
allant jusqu'à 1,0 mm, et de préférence jusqu'à 1,25 mm et de manière encore préférentielle
jusqu'à 2,0 mm.
13. Une structure d'emballage stérile pour un transport stérile d'une pluralité de flacons
(60) destinés à un usage pharmaceutique, médical ou cosmétique, comprenant au moins
une structure de transport (1) telle que revendiquée dans l'une quelconque des revendications
précédentes, avec les flacons y logés, dans laquelle la structure de transport ou
les structures de transport (1) est ou sont logée(s) dans au moins un sac de transport
extérieur stérile et emballée de manière stérile par rapport à l'environnement, dans
laquelle
la ou les sac(s) de transport extérieur comporte(nt) de préférence un partie perméable
aux gaz, qui est notamment formée par un maillage de fibres de plastique, telles que
des fibres de polypropylène (PP).
14. Un procédé de traitement d'une pluralité de flacons destinés à un usage pharmaceutique,
médical ou cosmétique au sein d'une station de traitement, comprenant les étapes consistant
à :
alimenter la station de traitement avec une structure de transport (1) telle que revendiquée
dans l'une quelconque des revendications 1 à 12 avec des flacons (60) y logés, dans
lequel la partie de logement est reliée à la partie de support au moyen d'un verrouillage,
les flacons étant complètement logés dans les réceptacles de la partie de logement
suivant une position verticale sans contact direct entre les flacons adjacents ;
libérer le verrouillage des structures de verrouillage (21, 23) au moyen d'un accès
depuis le côté de la partie de logement de la structure de transport (1) et sans décalage
en hauteur de la partie de logement (10) par rapport à la partie de support ;
déplacer la partie de logement (10) par rapport à la partie de support (30) pour pousser
librement les flacons (60) depuis la plaque de base (31) de la partie de support et
alimenter la station de traitement ; et
traiter les flacons (60) dans la station de traitement.
15. Le procédé tel que revendiqué dans la revendication 14, dans lequel la partie de logement
(10) est poussée depuis la partie de support (30) sans rotation au-delà de la structure
de transport (1) après libération du verrouillage entre la partie de logement et la
partie de support, et/ou dans lequel
la structure de transport (1) n'est pas tournée pour l'alimentation de la station
de traitement en flacons.
16. Le procédé tel que revendiqué dans la revendication 14 ou 15, dans lequel, lors du
déplacement de la partie de logement (10) par rapport à la partie de support (30),
la partie de logement (10) est déplacée par rapport à la partie de support (30) sans
décalage en hauteur de la partie de logement, en sorte que les flacons (60) sont poussés
depuis la surface de support de la plaque de base (31) de la partie de support vers
la station de traitement, sans être occultés et sans décalage de hauteur.