[0001] Die vorliegende Erfindung befasst sich mit leicht transportablen Kisten, deren Seitenwände
zum Transport abgeklappt werden können, und hierzu einen in einen Rand integrierten
Verriegelungsmechanismus aufweisen. Bevorzugte Ausführungsbeispiele beziehen sich
auf eine Kiste z.B. mit einem Verlattungsdesign, bei welchem der Verriegelungsmechanismus
als separates Riegelelement ausgeführt ist, das gleichzeitig den Rand der entsprechenden
Seitenwand bildet.
[0002] Auf dem Markt ist eine Vielzahl von faltbaren Kisten bzw. faltbaren Steigen erhältlich,
die aus einem Boden und bezüglich des Bodens faltbaren Seitenwänden besteht, so dass
die Kiste nach Gebrauch durch Abklappen ihrer Seitenwände zusammengefaltet werden
können, um platzsparend und kostengünstig zum Ort ihrer erneuten Verwendung transportiert
werden zu können.
[0003] Da solche faltbaren Kisten industriell im großen Maßstab und für viele unterschiedliche
Zwecke eingesetzt werden, z. B. um Obst oder Gemüse von den Erntefeldern zu den Abnehmern
zu transportieren, muss eine solche faltbare Kiste vielen unterschiedlichen Anforderungen
gerecht werden, die sich teilweise gegenseitig beeinflussen. Einige Anforderungen
ergeben sich dabei aus dem Aspekt der Transportierbarkeit. So ist es besonders wünschenswert,
wenn die Kiste im zusammengeklappten Zustand nur eine geringe Stapelhöhe aufweist,
so dass auf einer Palette beim Transport eine möglichst große Anzahl von zusammengefalteten
Kisten transportiert werden kann. Ferner sollte die Kiste möglichst leicht sein, das
heißt, es soll möglichst wenig Material verwendet werden, um beim Transport das Verhältnis
der Nutzlast zum Gewicht der Kiste möglichst gering zu halten. Da darüber hinaus solche
Kisten häufig auch zum Transport von Lebensmitteln verwendet werden, ist es erforderlich,
dass die Innenseiten der Kiste möglichst glatt sind, so dass sich keine Lebensmittelreste
im Innern der Kiste verfangen können. Gleichzeitig soll die Kiste jedoch stabil sein,
was den Einsatz von großen, glatten Ebenen erschwert.
[0004] Eine weitere Anforderung, insbesondere hinsichtlich der Handhabbarkeit bei dem Einladen
der Güter, bei der Reinigung der Kiste und vor allem bei der Präsentation der Güter,
wenn die Kiste direkt im Supermarkt aufgestellt ist, ist, dass die klappbaren Außenwände
sicher und zuverlässig in einem verriegelten Zustand (Verriegelungszustand) verbleiben.
Hierzu werden im Stand der Technik sogenannte Verriegelungsmechanismen verwendet.
Diese Verriegelungsmechanismen sind beispielsweise auf der kurzen Außenwand (querseitige
Außenwand) vorgesehen. Ein Verriegelungsmechanismus aus dem Stand der Technik weist
beispielsweise drei Einzelelemente, welche auf der Außenseite der Außenwand angeordnet
sind, auf. Von diesen drei Außenelementen sind zwei Außenelemente im Wesentlichen
gleich und ermöglichen das Eingreifen in Rasthaken bzw. Rastnasen von den länglichen
Seitenwänden (längsseitigen Außenwänden). Diese zwei gleichen Elemente können beispielsweise
rotorisch gelagert sein und werden mit dem dritten Element des Verriegelungsmechanismus,
einem sogenannten Betätigungshebel ver- und entriegelt. Insbesondere, wenn die Kiste
gleich zur Präsentation der Waren im Einzelhandel dienen soll, stören solche Mechanismen
das Design.
[0006] Die
WO 2009 / 050689 zeigt eine faltbare Kiste mit zwei Paaren von Klappseiten. Als Verriegelungsmechanismus
ist an zwei Klappseiten ein Paar von verschiebbaren Rastelementen vorgesehen, die
in die anderen Klappseiten eingreifen. Die verschiebbaren Rastelemente befinden sich
auf der Außenseite bzw. Außenfläche der Klappseiten. Die
US 6,293,418 offenbart ebenfalls eine Klappkiste mit vergleichbarem Verriegelungsmechanismus.
Die
DE 20 2011 102591 zeigt einen Klappbehälter mit einem Boden und vier daran schwenkbeweglich angelenkten
Seitenwänden. Zu Verriegelungszwecken ist im Bereich des Griffs auf der Fläche von
zwei gegenüberliegenden Seitenwänden je eine Riegeleinrichtung vorgesehen.
[0007] Ein weiterer Riegelmechanismus ist in der
EP 2 112 080 offenbart. Hier ist der Riegel als U-Profil beschrieben, der über die Wände hinausgeht.
Aufrund seiner Form und Bewegungsbahn schränkt der hier beschriebene Riegel jedoch
die Designfreiheit der Kiste bzw. der Seitenwände ein.
[0008] Bei den im Stand der Technik häufig anzutreffenden Präsentationskisten ist der Verriegelungsmechanismus
zumindest partiell auf die Innenseite der Außenwand - im Sinne der Innenfläche - verlagert,
was allerdings den Nachteil mit sich bringt, dass gegebenenfalls durch die Ware eine
Fehlbetätigung des Verriegelungsmechanismus möglich ist. Deshalb besteht der Bedarf
nach einem verbesserten Ansatz.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine faltbare Kiste zu schaffen, die einen
verbesserten Kompromiss aus Designfreiheit, Funktionalität und mechanischer Komplexität
bietet.
[0010] Die Aufgabe wird durch den unabhängigen Patentanspruch gelöst.
[0011] Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung schaffen eine faltbare Kiste mit
einem Boden und je zwei bezüglich dem Boden klappbare, jeweils paarweise gegenüberliegende
längsseitige und querseitige Außenwände. Die vier längsseitigen und querseitigen Außenwände
können beispielsweise mittels Scharnieren mit dem Boden verbunden sein. Die Scharniere
erstrecken sich hierbei jeweils entlang einer Längskante der längsseitigen und querseitigen
Außenwände, die nachfolgend als Scharnierseite bezeichnet ist. Die zweite Seite/Ende
der längsseitigen und querseitigen Außenwände ist frei und wird deswegen als freies
Ende bezeichnet. Entlang des jeweiligen freien Endes der zwei längsseitigen Außenwände
wird ein Randbereich ausgebildet. Bei den querseitigen Außenwänden wird der Randbereich
nicht durch die Außenwände selbst gebildet, sondern es sind an den querseitigen Außenwänden,
nämlich an den freien Enden derselben zwei sogenannte "Riegelelemente mit integriertem
Randbereich" vorgesehen. Diese Randbereiche der zwei Riegelelemente bilden zusammen
mit den zwei Randbereichen der längsseitigen Außenwände im aufgeklappten Zustand der
faltbaren Kiste den Rand der faltbaren Kiste. Hierbei sei auch angemerkt, dass diese
Riegelelemente deshalb von den querseitigen Außenwänden separiert sind, weil sie als
Verriegelungsmechanismus dienen. Dazu sind die zwei Riegelelemente gegenüber den querseitigen
Außenwänden beweglich gelagert, um mit den benachbarten Seitenwänden in Eingriff gebracht
zu werden. Entsprechend bevorzugten Ausführungsbeispielen ist die bewegliche Lagerung
derart ausgeführt sein, dass die zwei Riegelelemente im aufgeklappten Zustand in einer
bezüglich der Oberfläche des Bodens vertikalen Richtung vom Boden weg (z. B. nach
oben) bewegt werden können, um so (beispielsweise bei der Nach-Oben-Bewegung) die
Riegelelemente von einem Verriegelungszustand in einen Freigabezustand zu überführen.
Diese Ausführung mit der Nach-Oben-Bewegung hat zwei Vorteile, nämlich, dass - im
Falle der Stapelung mehrerer Kisten - die unten stehende Kiste im Verriegelungsszustand
gehalten wird und dass so die Seitenwand mit einer geschlossenen Optik herstellbar
ist, da keine Zwischenräume für die Entriegelungsbewegungen benötigt werden.
[0012] Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass
durch das Vorsehen der oben als Riegelelemente mit integriertem Randbereich bezeichneten
Teile der querseitigen Außenwände die Möglichkeit geschaffen wird, den Verriegelungsmechanismus
direkt in einen Bereich der Außenwand zu integrieren, der sich in das Design derselben
einreiht. Das Vorsehen der Mechanik des Verriegelungsmechanismus am oberen Rand bietet
weiter den Vorteil, dass die Mechanik nicht durch die in der Kiste transportierten
Güter beeinträchtigt wird und sich auch wesentlich einfacher realisieren lässt, was
die Produktkomplexität und die damit verbundenen Herstellungskosten reduziert. Entsprechend
einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist dieses Riegelelement (auch als Randelement
bezeichnet) einteilig ausgeführt und erstreckt sich beispielsweise über die gesamte
Breite der querseitigen Außenwand.
[0013] Von einer anderen Seite betrachtet, heißt das, dass das Riegelelement, welches bevorzugt
eine Profilform, wie ein (sich partiell über die Seite erstreckendes) L-Profil oder
U-Profil, hat, nicht auf der Fläche der Seitenwand (wie im Stand der Technik) angeordnet
ist, sondern in den Rand bzw. Randbereich der Kiste integriert ist.
[0014] Entsprechend weiteren Ausführungsbeispielen sind die zwei Riegelelemente mittels
jeweiligen Federmechanismen, die bevorzugt bzw. beispielsweise in die entsprechende
Seitenwände integriert sein können, gegenüber der querseitigen Außenwand federnd gelagert,
so dass der Federmechanismus das Riegelelement mittels seiner Federkraft in den Verriegelungszustand
bewegt oder diesen hält. Hierbei kann entsprechend weiteren Ausführungsbeispielen
auch das Riegelelement entgegen der Federkraft geöffnet werden (Freigabezustand),
so dass das Riegelelement zurück in den Verriegelungszustand schnappt, sobald keine
Kraft von außen auf dasselbe wirkt, und hierbei einrastet. Entsprechend einem Ausführungsbeispiel
kann dieser Verriegelungsmechanismus Rastnasen umfassen, die an den längsseitigen
Außenwänden vorgesehen sind und sich (im aufgeklappten Zustand) in Richtung der querseitigen
Außenwände erstrecken. Diese Rastnasen sind an den querseitigen Enden der längsseitigen
Außenwänden vorgesehen und dazu ausgebildet, mit Rastelementen, die zu den Riegelelementen
gehören bzw. in diese integriert sind in Eingriff gebracht zu werden, um so die Seitenwand
zu verriegeln. Die Rastelemente erstrecken sich (im aufgeklappten Zustand) in Richtung
der längsseitigen Außenwände und sind an den Enden der Riegelelemente vorgesehen.
Durch die Hakenform der Rasthaken kann das Riegelelement und folglich auch die zu
dem Riegelelement gehörenden Rastelemente mittels des Freigabezustands über den Haken
gehoben werden, um die Außenwand einzuklappen. Entsprechend einem weiteren Ausführungsbeispiel
weisen die Rasthaken eine nach innen gerichtete Kontaktfläche auf, die derart angewinkelt
ist, dass die Rastelemente der Riegelelemente bei Bewegung der querseitigen Außenwand
nach außen (d. h. gegen die Kontaktfläche) von einem Verriegelungszustand des Riegelelements
in einen Freigabezustand überführt wird, um dann in den Rasthaken einzurasten. Hierbei
kann diese durch die angeschrägte Kontaktfläche aufgebrachte Kraft entgegen der Federkraft
des Federmechanismus wirken. Eine derartige Realisierung bietet den Vorteil, dass
ein einfaches Einrasten der Außenwände in die Verriegelungsposition möglich ist, während
der Federmechanismus das Riegelelement federnd lagert bzw. vorspannt, so dass dasselbe
im Verriegelungszustand gehalten wird.
[0015] Bezüglich der Lagerung der Riegelelemente sei darauf hingewiesen, dass diese beispielsweise
durch Nuten realisiert sein kann, die sich quer zu den querseitigen Außenwänden (d.
h. im aufgeklappten Zustand vertikal entlang der querseitigen Außenwand) erstrecken.
Diese Nuten führen das Riegelelement bei der Bewegung vom Verriegelungszustand in
den Freigabezustand und umgekehrt. Entsprechend weiteren Ausführungsbeispielen können
die Nuten bzw. zumindest eine der Nuten sogenannte "Endanschläge" in Richtung des
Bodens sowie in die entgegengesetzte Richtung aufweisen, so dass die vertikale Bewegung
des Riegelelements begrenzt wird.
[0016] Entsprechend weiteren Ausführungsbeispielen bilden die querseitigen Außenwände und/oder
die längsseitigen Außenwände eine Verlattung mit einer oder mehreren Latten, wie z.
B. eine Holzverlattung nach. Derartige Ausgestaltungen bieten sich insbesondere für
sogenannte "Präsentationskisten" an, mittels welchen die Waren direkt im Einzelhandel
präsentiert werden können. Hierbei können beispielsweise die Latten der Verlattung
sich längs entlang der längsseitigen und querseitigen Außenwände erstrecken. Eine
der Latten wird entsprechend einem weiteren Ausführungsbeispiel durch das Riegelelement
nachgebildet, so dass sich dieses Riegelelement vollständig in das Außendesign eingliedert.
Hierbei ist es vorteilhaft, wenn diese Latte des Riegelelements eine im Wesentlichen
gleiche Höhe wie die Latte des Randbereichs zu der querseitigen Außenwand hat, so
dass sich das Design auch an den Kanten (/entlang des Randes) der faltbaren Kiste
weiter fortsetzt. Hierbei heißt "im Wesentlichen" beispielsweise mit einer Toleranz
von ± 1 mm oder ± 5 mm bzw. allgemein in einem Bereich von 0 mm bis ± 5 mm.
[0017] An dieser Stelle sein angemerkt, dass entsprechend Ausführungsbeispielen die querseitigen
Außenwände im Vergleich zu den längsseitigen Außenwänden niedriger ausgeführt sind
(reduzierte Höhe), da die Gesamthöhe der querseitigen Außenwände durch die Kombination
von Riegelelement und querseitiger Außenwand definiert wird. Das Riegelelement sitzt
entsprechend einem bevorzugten Ausführungsbeispiel nämlich umgreifend auf dem freien
Ende (auf der Seitenkante) der querseitigen Außenwand. In anderen Worten ausgedrückt
heißt dass, dass die Riegelelemente im Querschnitt ein gewinkeltes Profil (L oder
U) ausbilden, so dass die Riegelelemente mit integriertem Randbereich auf dem freien
Ende der querseitigen Außenwände aufliegen können, um dann im Resultat eben mit den
Randbereichen der längsseitigen Außenwände abzuschließen. Hierbei liegt das Riegelelemente
mit integriertem Randbereich entsprechend einer bevorzugten Variante innerhalb der
Wandstärke, d.h. es steht nicht über und bildet so ein Teil des Seitenwandelements.
[0018] Entsprechend einem weiteren Ausführungsbeispiel können die Enden der längsseitigen
Außenwände einen Vorsprung aufweisen, der die Klappbarkeit der querseitigen Außenwände
nach außen begrenzt.
[0019] Entsprechend einem weiteren Ausführungsbeispiel kann jedes der Riegelelemente einen
manuell betätigbaren Griffbereich aufweisen, der bevorzugt innenliegend angeordnet
ist, um das Außendesign nicht zu beeinflussen, über welchen der Verriegelungsmechanismus
betätigbar ist. Dieser Griffbereich kann beispielsweise eine Aussparung oder ein Vorsprung
sein, mittels welchem das Riegelelement so nach oben gezogen werden kann, um dasselbe
in den Freigabezustand zu überführen. Die Bewegungsrichtung "nach oben" bietet den
Vorteil, dass eine weitere Kiste, die auf die eigentliche Kiste gestapelt ist, den
Verriegelungsmechanismus im Verriegelungszustand hält.
[0020] Entsprechend einem weiteren Ausführungsbeispiel weist die Außenwand, z. B. unterhalb
von dem Riegelelement, einen Haltegriff, wie z. B. eine Aussparung auf, über welche
die faltbare Kiste im aufgeklappten Zustand getragen werden kann. Um eine Fehlbedienung
des Verriegelungsmechanismus bzw. des Riegelelements zu verhindern, ist der Haltegriff
mit einem Vorsprung versehen, der sich entlang dem zugehörigen Riegelelement erstreckt
und dieses sozusagen abschirmt.
[0021] Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen definiert. Ausführungsbeispiele der vorliegenden
Erfindung werden nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer faltbaren Kiste gemäß einem Ausführungsbeispiel;
- Fig. 2a
- eine schematische Darstellung einer querseitigen Außenwand mit Riegelelement und in
selbiges integrierten Randbereich der Kiste aus Fig. 1 in einer Ansicht von außen;
- Fig. 2b
- eine Expositionsdarstellung der Außenwand aus Fig. 2a;
- Fig. 2c
- eine schematische Darstellung der Außenwand aus Fig. 2a;
- Fig. 2d
- eine schematische Darstellung der Außenwand in Kombination mit dem Riegelelement von
der Innenseite; und
- Fig. 3a-3d
- schematische Detailansichten zur Illustration von Variationsmerkmalen gemäß zusätzlichen
Ausführungsbeispielen der klappbaren Kiste.
[0022] Bevor nachfolgend Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung anhand der Figuren
im Detail erläutert werden, sei darauf hingewiesen, dass gleichwirkende Elemente und
Strukturen mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, so dass die Beschreibung derer
aufeinander anwendbar bzw. austauschbar ist.
[0023] Fig. 1 zeigt eine faltbare Kiste 10 mit einem Boden 12, zwei längsseitigen Außenwänden
14a und 14b sowie zwei querseitigen Außenwänden 16a und 16b. Die längsseitigen Außenwände
14a und 14b sowie die querseitigen Außenwände 16a und 16b sind mit dem Boden 12 über
Scharniere gekennzeichnet, welche hier mit dem Bezugszeichen 15a / 15b für die Scharniere
der längsseitigen Außenwände 14a/ 14b sowie die Bezugszeichen 17a / 17b für die der
der querseitigen Außenwände 16a/ 16b kenntlich gemacht sind.
[0024] Bei nachfolgender Diskussion der klappbaren Kiste 10 wird davon ausgegangen, dass
diese paarweise angeordneten querseitigen Außenwände (vgl. Bezugszeichen 16a und 16b)
sowie die paarweise angeordneten längsseitigen Außenwände (vgl. Bezugszeichen 14a
und 14b) aufweist. Paarweise Vorkommen der Bezugszeichen ist durch den Zusatz "a"
bzw. "b" kenntlich gemacht. Dieser Zusatz im Bezugszeichen wird auch bei den weiteren
Bezugszeichen für die weiteren Elemente, die den jeweiligen Außenwänden 14a, 14b,
16a bzw. 16b zugeordnet werden können, benutzt.
[0025] Die längsseitigen Außenwände 14a /14b weisen einen sogenannten Randbereich 14ar bzw.
14br auf. Der Randbereich 14ar bzw. 14br erstreckt sich entlang der Längskante der
längsseitigen Außenwände 14a / 14b, d. h. entlang dem freien Ende auf der gegenüberliegenden
Seite zu den Scharnieren 15ab. Bei den querseitigen Außenwänden 16a / 16b ist der
Rand durch sogenannte "Riegelelemente" 18ab gebildet, die einen integrierten Randbereich
aufweisen. Die Riegelelemente 18a und 18b erstrecken sich entlang des freien Endes
der querseitigen Außenwände 16a und 16b (gegenüber den Scharnieren 17a und 17b). Die
Riegelelemente 18a und 18b sind so auf die Außenwand 16a und 16b aufgesetzt, dass
die Randbereiche der Riegelelemente 18a und 18b zusammen mit den Randbereichen 14ar
und 14br den Rand der Kiste 10 bilden. Hierzu kann das jeweilige Riegelelement 18a
und 18b eine Profilform (L- oder U-Profil) aufweisen, so dass es um das freie Ende
der entsprechenden querseitigen Außenwand 16a/16b herumgreift. Hierbei ist bevorzugt,
aber nicht zwingend, der längere Schenkel des Profils entlang der Außenseite angeordnet.
[0026] Das Riegelelement 18a und 18b der jeweiligen querseitigen Außenseite 16a und 16b
ist von der Außenseite separiert und gegenüber selbiger nach oben (d.h. vom Boden
12 weg) verschiebbar gelagert. Vorzugsweise erfolgt die Verschiebung der Riegelelemente
18a und 18b wie mittels der Pfeile F illustriert. Hierbei ist die Verschiebungsrichtung
F beispielsweise so gewählt, dass die Riegelelemente 18a und 18b in Bezug auf den
aufgeklappten Zustand der Kiste 10 ausgehend von dem Boden 12 vertikal nach oben gerichtet
ist. Diese Relativverschiebung der Riegelelemente 18a und 18b in Richtung F ermöglicht
die Realisierung eines Verriegelungsmechanismus, der im Wesentlichen zwei Zustände,
nämlich einen Verriegelungszustand (hier dargestellt) sowie einen Freigabezustand
(bei Verschiebung in Richtung F) ausbilden kann. Der Verriegelungsmechanismus dient
dazu, die Seitenwände 16a und 16b gegenüber den Seitenwänden 14a und 14b zu verriegeln.
[0027] In diesem Ausführungsbeispiel ist dieser Verriegelungsmechanismus dadurch realisiert,
dass das Riegelelement 18a und 18b mit jeweiligen Rastelementen, die hier mit dem
Bezugszeichen 19a bzw. 19b gekennzeichnet sind, in sogenannte "Rastnasen" 14n und
14bn, welche zu den längsseitigen Außenwänden 14a und 14b gehören, eingreifen.
[0028] Wenn also die Riegelelemente 18a und 18b entlang der Richtung F nach oben bewegt
werden, werden diese außerhalb des Eingriffs mit den Rastnasen 14an und 14bn gebracht
(Freigabezustand), so dass die Seitenwände 16a und 16b (unter Zuhilfenahme der Scharniere
17a und 17b) in Richtung der Pfeile K auf den Boden 12 geklappt werden können. An
dieser Stelle sei auch angemerkt, dass durch das Einklappen der querseitigen Außenwände
16a und 16b auch die längsseitigen Außenwände 14a und 14b nicht mehr verriegelt sind,
so dass diese dann auch noch (unter Zuhilfenahme der Scharniere 15a und 15b) auf den
Boden 12 geklappt werden können. Durch diesen Mechanismus ist die Faltbarkeit der
Kiste realisiert. Entsprechend einem Ausführungsbeispiel kann die Kiste 10, wie auch
hier dargestellt, eine Art Verlattung nachbilden, die je Außenseite 14a, 14b, 16a
und 16b je drei sich längs erstreckende, übereinander angeordnete Latten aufweist.
Diese Latten können, auch wenn sie beispielsweise aus Kunststoff gefertigt sind, eine
Holzstruktur nachbilden, so dass mit der hier dargestellten Kiste 10 eine Holzdesignkiste
realisierbar ist. Bei den querseitigen Außenwänden 16a und 16b ist die oberste Latte,
d. h. die Latte an dem freien Ende der querseitigen Außenwand 16a und 16b durch das
jeweilige Riegelelement 18a und 18b gebildet. Das heißt also, dass das Riegelelement
18a und 18b sich über die Gesamtbreite der querseitigen Außenwand 16a und 16b erstreckt
und sich hierbei in das Verlattungsdesign einreiht. Entsprechend einem Ausführungsbeispiel
sind hierbei auch die Höhen der Latten sowohl auf der querseitigen als auch der längsseitigen
Außenwand im Wesentlichen gleich, wobei "im Wesentlichen" mit einem gewissen Toleranzbereich
von bis zu 3 mm, 5 mm oder 8 mm meint. Es ist nicht zwingend erforderlich, dass alle
Latten die gleiche Höhe aufweisen, sondern bevorzugt, dass zumindest die Latten am
Rand oder in der Mitte oder unten (Scharnierseite) die gleiche Höhe aufweisen, so
dass sich das Verlattungsdesign entsprechend fortsetzt.
[0029] Nachdem nun Bezug nehmend auf Fig. 1 das grundlegende Konzept der faltbaren Kiste
10 mit obligatorischen und optionalen Merkmalen erläutert wurde, werden nachfolgend
Bezug nehmend auf die Fig. 2a bis 2d und 3a bis 3d Details und optionale Merkmale
diskutiert.
[0030] Fig. 2a zeigt die querseitige Außenwand 16b in Kombination mit dem zugehörigen Rie-gelelement
18b in einer zusammengebauten Darstellung, während Fig. 2b dieselbe Außenwand in einer
Expositionsdarstellung darstellt. Fig. 2c stellt die Außenwand 16b allein dar. In
Fig. 2a ist die Außenwand 16b und das Riegelelement 18b von der Außenseite dargestellt,
während die Fig. 2b und 2c eine Ansicht von innen illustrieren. In Fig. 2d ist ebenfalls
eine Innenansicht der vollständigen Außenwand 16b zusammen mit einem Riegelelement
18b gezeigt.
[0031] Wie anhand von Fig. 2b und 2c zu erkennen ist, erstreckt sich das Riegelelement 18a
und 18b, was den wesentlichen Bestandteil des Verriegelungsmechanismus bildet, über
die gesamte Breite der querseitigen Außenwand 16b. An den Enden weist das Riegelelement
18b Eingriffnahmebereiche bzw. Rastelemente 19b auf. Diese können beispielsweise durch
einen Vorsprung bzw. eine Verlängerung des Riegelelements 18b gebildet sein. Bei diesem
Ausführungsbeispiel haben die zwei Rastelemente 19b eine Aussparung, damit dieselben
über diese Aussparung in die zugehörigen Rasthaken (nicht dargestellt) der längsseitigen
Außenwand einrasten können. An dieser Stelle sei auch angemerkt, dass hier bzw. bei
allen nachfolgenden Erläuterungen davon ausgegangen wird, dass zwei Rastelemente und
folglich auch zwei Rastnasen je Außenwand vorgesehen sind, wobei dies allerdings nicht
zwingend ist, da die Funktionalität "Sichern des aufgeklappten Zustands" auch alleine
durch die Einrastelemente in Kombination mit der entsprechenden Rastnase pro Außenwand
realisiert sein kann.
[0032] Um den Verriegelungszustand (der Zustand, in welchem die Elemente 19b in Eingriff
mit den Rasthaken / Rastnasen der längsseitigen Außenwände sind) zu lösen und den
Freigabezustand auszubilden, ist, wie bereits eingangs erläutert, das Riegelelement
18b verschiebbar ausgeführt. Diese Verschiebbarkeit wird durch die Nuten 16bn (vgl.
Fig. 2b, 2c und 2d) geführt. Diese Nuten erstrecken sich entlang der Richtung F, d.
h. also, wenn man von einer aufgeklappten Kiste ausgeht, in vertikaler Richtung vom
Boden weg. Hierdurch wird dann die Relativbewegung zwischen dem Element 18b und dem
Element 16b geführt.
[0033] Wie insbesondere Bezug nehmend auf Fig. 2d zu erkennen ist, weist das Riegelelement
18b einen Eingriffnahmebereich 18be auf der Innenseite auf, über welchen das Riegelelement
betätigbar ist. Dieser Eingriffnahmebereich 18be ist beispielsweise als Vertiefung
ausgeführt, so dass man mit Fingern in denselben eingreifen kann, um das Rie-gelelement
18b in der Richtung F zu ziehen und so dasselbe von dem Verriegelungszustand in den
Freigabezustand zu überführen.
[0034] Entsprechend einem weiteren Ausführungsbeispiel weist die Außenwand 16b einen Griff
16bg auf, der es ermöglicht, die Kiste 10 im aufgeklappten Zustand zu greifen. Dieser
Griff 16ge ist, wie aus Fig. 2c hervorgeht, direkt in dem Element 16b geformt und
mittels eines Vorsprungs 16bv versehen, so dass dieser Vorsprung 16bv (vgl. Fig. 2a)
sich entlang des Riegelelements 18b erstreckt und dieses überragt bzw. zumindest gleich
dick ausgeführt ist, so dass beim Greifen nicht eine versehentliche Verschiebung des
Riegelelements 18b (beispielsweise in Richtung F) und damit eine versehentliche Betätigung
des Verriegelungsmechanismus erfolgt. Hierzu kann beispielsweise das Riegelelement
18b eine Aussparung 18ba für den Griff 16bg aufweisen.
[0035] Der Vollständigkeit halber sei auch noch darauf hingewiesen, dass die querseitige
Außenwand 16b auf der Scharnierseite (vgl. Bezugszeichen 17b) Scharnierbolzen 16bb
umfasst, die in Kombination mit Nuten (nicht dargestellt) der Bodenplatte (nicht dargestellt)
das Scharnier 17b ausbilden. An dieser Stelle sei auch darauf hingewiesen, dass auch
anders realisiert sein kann. Entsprechend einem weiteren Ausführungsbeispiel weist
die querseitige Außenwand einen sogenannten "Überlappungsbereich" 16bu auf, in welchem
die querseitige Außenwand 16b im aufgeklappten Zustand an der jeweiligen längsseitigen
Außenwand 14b anliegt, so dass die querseitige Außenwand 16b daran gehindert wird,
weiter nach außen (entgegen der Richtung K) hinauszuklappen. Hierzu kann, wie beispielsweise
in Fig. 1 dargestellt, die längsseitige Außenwand 14a bzw. 14b einen Vorsprung 14bv
bzw. 14av haben, der sich am Ende der längsseitigen Außenwand 14a bzw. 14b in Richtung
der querseitigen Außenwand erstreckt. Um die Stabilität der Kante der Kiste 10 hier
weiter zu verbessern, kann zusätzlich noch eine Verzapfung (vgl. 16bv) an der querseitigen
Außenwand 16b mit zugehörigen Nuten in dem Vorsprung 16bv bzw. 14bv vorgesehen sein.
Der Vorsprung 16bv bzw. 14bv in Kombination mit dem Überlappungsbereich ermöglicht
die Begrenzung der Bewegung der Seitenwand 16b in Blickrichtung des Scharniers, während
die Verzapfung 16bv zusammen mit den Nuten die Bewegung der längsseitigen Außenwände
14a, 14b einschränkt.
[0036] Entsprechend einem Ausführungsbeispiel kann ein derartiges Verzapfungselement auch
in das Riegelelement 18b integriert sein. Dieses Verzapfungselement ist mit dem Bezugszeichen
18bv gekennzeichnet und erfüllt in erster Linie eine vergleichbare Funktion wie das
Verzapfungselement 16bv. Optional kann das Hakenelement 18bv, wie hier dargestellt,
auch eine Hakenform aufweisen, so dass dieses neben dem Rastbereich 19b in die längsseitige
Seitenwand 14a und 14b, oder um genau zu sein, in die Vorsprünge derselben 14av und
14bv eingreift. Hierbei ist der Haken so geformt, dass er im Verriegelungszustand
eine Eingriffnahme ermöglicht und im Freigabezustand zumindest die Bewegung der Seitenwand
16b in Richtung K zulässt.
[0037] Auch wenn die zusätzlichen Ausführungsbeispiele, welche anhand der Fig. 2a bis 2d
erläutert wurden, alle nur in Kombination mit der querseitigen Außenwand 16b in Kombination
mit dem Riegelelement 18b illustriert bzw. beschrieben sind, versteht es sich von
selbst, dass diese optionalen Merkmale ebenso in der weiteren querseitigen Außenwand
16a bzw. dem weiteren Riegelelement 18b implementiert sein können.
[0038] Auch wenn im obigen Ausführungsbeispiel immer vom Verriegelungszustand und Freigabezustand
die Rede ist, sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass der Verriegelungszustand
sowohl der Zustand des Riegelelements 18a/18b gegenüber der querseitigen Außenwand
16a und 16b sein kann, der den eingerasteten Zustand der vier Außenwände 14a, 14b,
16a und 16b im aufgeklappten Zustand der Kiste 10 darstellt als auch im Regelfall
dann ausgebildet wird, wenn die klappbare Kiste 10 zusammengefaltet ist. Im Gegensatz
dazu ist der Freigabezustand eigentlich immer der Zustand, den das Riegelelement 18a
bzw. 18b gegenüber der querseitigen Außenwand 16a und 16b beim Einrasten bzw. zum
Einrasten und beim Lösen bzw. zum Lösen einnimmt. In diesem Freigabezustand sind die
Rastelemente 19a und 19b nicht mit den zugehörigen Rastnasen 14an und 14bn in Eingriff.
[0039] Bezug nehmend auf Fig. 3a bis 3b wird noch einmal detailliert auf zusätzliche Varianten
zur Verbesserung des Einrastens bzw. Lösens eingegangen, während Bezug nehmend auf
Fig. 3c das Profil des Riegelelements 18a und 18b erläutert wird. Fig. 3d zeigt eine
längsseitige Außenwand zusammen mit einer querseitigen Außenwand, die nicht in Eingriff
sind.
[0040] Fig. 3a zeigt den Rasthaken bzw. die Rastnase 14bn, welche mit dem Rastelement 19b
(hinter der Rastnase bzw. siehe Fig. 2a und 2d oder 3b) in Eingriff ist. Die Rastnase
14bn ist in diesem Ausführungsbeispiel auf der Innenseite des Vorsprungs 14bv der
längsseitigen Außenwand 14b angeordnet und erstreckt sich also am Ende der Seitenwand
14b in Richtung der querseitigen Außenwand 16b. Dies wird auch noch einmal im Hinblick
auf Fig. 3d deutlich, die die Rastnase 14an des Vorsprungs 14av zugehörig zu der längsseitigen
Seitenwand 14a zeigt. Wie hier zu erkennen ist, ist die Rastnase 14an (auch die Rastnase
14bn) so geformt, dass diese eine Hinterschneidung 14anh hat, in welche das Rastelement
19b im Verriegelungszustand einrasten kann. Das Rastelement 19b gehört zu dem Riegelelement
18b, wie auch aus Fig. 3b hervorgeht.
[0041] Entsprechend einem Ausführungsbeispiel ist die Rastnase 14an bzw. die Rastnase 14bn
mit einer angeschrägten Fläche 14anf bzw. 14bnf ausgestattet, so dass mittels des
Rastelements 19b das Riegelelement 18b bei der Bewegung nach außen (vgl. Pfeil -K)
in Fig. 3b) von dem Verriegelungszustand in den Freigabezustand bewegt wird, um dann
in die Hinterschneidung 14anh einzurasten. Entsprechend einem Ausführungsbeispiel
wird dieses Einrasten durch einen Federmechanismus 16bf, der beispielsweise Teil der
Seitenwand 16b sein kann, unterstützt. In diesem Zusammenhang sei auf die Fig. 3b
sowie 2c hingewiesen, die diesen Federmechanismus 16bf darstellt. Der Federmechanismus
ist hier als elastisch verformender Biegebalken implementiert. Bevorzugt ist das Federelement
in die Seitenwand integriert, was Vorteile bzgl. Herstellung und Montage bietet. Alternativ
kann das Federelement aber auch genauso durch eine separate Feder gebildet sein oder
auch als Teil des Riegelelements 18b. Unabhängig von der genauen Implementierung ist
der Federmechanismus 16bf dazu ausgebildet, das Riegelelement in die Verriegelungsposition
zu bewegen bzw. dieses in der Verriegelungsposition zu halten. Insofern kann optional
der Federmechanismus derart ausgelegt sein, dass eine ständige Vorspannung sowohl
in der Freigabeposition als auch in der Verriegelungsposition vorherrscht.
[0042] Um die Bewegung des Riegelelements 16b entlang der Richtung F zu begrenzen, kann
die Nut 16bn einen oder mehrere Anschläge 16bna aufweisen, die bei Erreichen der Endlage
des Riegelelements 18b gegenüber der querseitigen Außenwand 16b eine Weiterbewegung
in Richtung F verhindern. Analog kann auch eine Endlage in entgegengesetzter Richtung
innerhalb dieser Nuten 16bn geformt sein. Alternativ hierzu wäre es auch denkbar,
dass das Riegelelement 18b auf dem freien Ende 16be der Außenwand 16b aufliegt. Diese
Version ist in Fig. 3c dargestellt.
[0043] Fig. 3c zeigt das Riegelelement 18b in einer Schnittdarstellung, wobei anhand des
Profils des Riegelelements 18b zu erkennen ist, dass das Profil eben gewinkelt ausgeführt
ist, so dass sich das Riegelelement 18b einerseits parallel zu der querseitigen Außenwand
16b, nämlich auf der Außenseite erstreckt und auch einen Vorsprung aufweist, der sich
über das freie Ende 16b hinaus erstreckt. Dieser Vorsprung ist mit dem Bezugszeichen
18bp1 gekennzeichnet, während der sich auf der Außenseite der Außenwand 16b erstreckende
Bereich mit dem Bezugszeichen 18bp2 gekennzeichnet ist. Durch den Vorsprung 18bp1
kann im Verriegelungszustand das Riegelelement 18b auf der Außenwand 16b und insbesondere
auf dem freien Ende der Außenwand 16be aufliegen. Hierzu ist entsprechend einer bevorzugten
Variante, die Außenwand 16b dann kürzer ausgeführt, wenn man selbige mit der Außenwand
14a oder 14b vergleicht, so dass das Riegelelement 18b und insbesondere der Bereich
18bp1 zusammen mit dem Rand 14ar bzw. 14br abschließt.
[0044] An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass die Merkmale, die hier
im Zusammenhang mit den Elementen 16b und 18b erläutert wurden, natürlich auch auf
die Elemente 16a und 18a übertragbar sind.
[0045] Bezug nehmend auf Fig. 1 sei angemerkt, dass die Freiräume zwischen den einzelnen
Latten auch in etwa gleich breit sein können, um so ein einheitliches Bild einer Verlattung
nachzubilden. Bei dem Freiraum zwischen dem Riegelelement 18a bzw. 18b und der zugehörigen
Seitenwand 16a und 16b bezieht sich diese Aussage vor allem auf den Verriegelungszustand.
[0046] Auch wenn bei obigen Ausführungsbeispielen die verbesserte Designfreiheit nur anhand
einer Kiste, die eine Holzverlattung nachbildet erläutert wurde, sei drauf hingewiesen,
dass natürlich auch andere Designs, z.B. ein komplett geschlossenes Design realisierbar
ist.
[0047] Bezug nehmend auf Fig. 1 sei weiter angemerkt, dass die Kiste 10 nicht nur die Griffe
16bg bzw. 16ag auf den querseitigen Außenwänden 16b und 16a, sondern auch Griffe auf
den längsseitigen Außenwänden aufweisen kann.
[0048] Des Weiteren sei angemerkt, dass die Kiste 10, z. B. durch einen erhöhten Scharnierbereich
15a und 15b im Boden 12 so ausgeführt sein kann, dass die längsseitigen Außenwände
14a und 14b auf die querseitigen Außenwände 16a und 16b klappbar sind. Dies hat Einfluss
auf die Höhe der Einzelteile.
[0049] Wie oben erläutert, ist es eine bevorzugte Variante, dass das Riegelelement 18a/18b
einteilig ausgeführt ist, d.h. eine Querstrebe mit integrierten Rastelementen 19a/19b.
Alternativ kann das das Riegelelement 18a/18b auch mehrteilig ausgeführt sein, z.B.
als mittels Sandwichkonstruktion hergestelltes Profil (L- oder U- Form).
[0050] An dieser Stelle sein angemerkt, dass obige Ausführungsbeispiele nur zur Illustration
der technischen Lehre dienen und nicht den Schutzbereich einschränken. Dieser wird
durch die nachfolgend eingefügten Patentansprüche definiert.
1. Faltbare Kiste (10) mit einem Rand mit folgenden Merkmalen:
einen Boden (12); und
je zwei bezüglich dem Boden (12) klappbare, sich jeweils paarweise gegenüberliegende
längsseitige und querseitige Außenwände (14a, 14b; 16a, 16b), und
zwei Riegelelemente (18a, 18b) mit integriertem Randbereich;
wobei die längsseitigen und die querseitigen Außenwände (14a, 14b; 16a, 16b) jeweils
ein Scharnier (15a, 15b; 17a, 17b) und ein dem Scharnier (15a, 15b; 17a, 17b) gegenüberliegendes
freies Ende aufweisen, wobei die zwei längsseitigen Außenwände (14a, 14bb) entlang
des freien Endes je einen Randbereich (14ar, 14br) ausbilden;
wobei die zwei Riegelelemente (18a, 18b) an den freien Enden der querseitigen Außenwände
(16a, 16b) derart angeordnet sind, so dass die integrierten Randbereiche der zwei
Riegelelemente (18a, 18b) und die zwei Randbereiche (14ar, 14br) der längsseitigen
Außenwände (14a, 14b) im aufgeklappten Zustand der faltbaren Kiste den Rand bilden;
wobei die zwei Riegelelemente (18a, 18b) gegenüber den querseitigen Außenwänden (16a,
16b) beweglich gelagert sind, um einen Verriegelungsmechanismus auszubilden, wobei
die zwei Riegelelemente (18a, 18b) durch eine Bewegung in eine Richtung (F) vom Boden
weg von einem jeweiligen Verriegelungszustand in einen Freigabezustand überführbar
sind.
2. Faltbare Kiste (10) gemäß Anspruch 1, wobei die zwei Riegelelemente (18a, 18b) über
das jeweilige freie Enden der querseitigen Außenwand (16a, 16b) übergreifen.
3. Faltbare Kiste (10) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei die zwei Riegelelemente
(18a, 18b) zumindest bereichsweise im Querschnitt gewinkelt ausgeführt sind und auf
dem jeweiligen freien Ende der querseitigen Außenwände (16a, 16b) aufliegen.
4. Faltbare Kiste (10) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei die zwei Riegelelemente
(18a, 18b) zumindest bereichsweise ein L-Profil aufweisen.
5. Faltbare Kiste (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die zwei Riegelelemente
(18a, 18b) zumindest bereichsweise ein U-Profil aufweisen.
6. Faltbare Kiste (10) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei sich die Bewegung
der zwei Riegelelemente (18a, 18b) beim Überführen von dem jeweiligen Verriegelungszustand
in den Freigabezustand im aufgeklappten Zustand in eine bezüglich der Oberfläche des
Bodens (12) vertikale Richtung (F) erstreckt.
7. Faltbare Kiste (10) gemäß Anspruch 6, wobei die zwei Riegelelemente (18a, 18b) mittels
einem jeweiligen Federmechanismus (16bf) gegenüber den querseitigen Außenwänden (16a,
16b) gelagert sind, wobei der Federmechanismus (16bf) ausgebildet ist, das Riegelelement
mittels der Federkraft des Federmechanismus (16bf) in den Verriegelungszustand zu
bewegen und/oder zu halten.
8. Faltbare Kiste (10) gemäß Anspruch 7, wobei der jeweilige Federmechanismus (16bf)
als eine in die querseitige Außenwand (16a, 16b) integrierte Feder ausgeführt ist.
9. Faltbare Kiste (10) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei die zwei Riegelelemente
(18a, 18b) einteilig ausgebildet sind und sich über die gesamte Breite der querseitigen
Außenwand erstrecken.
10. Faltbare Kiste (10) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei die gegenüberliegenden
längsseitigen und querseitigen Außenwände (16a, 16b) eine Verlattung und/oder eine
Holzverlattung, welche sich entlang des freien Endes erstreckt, nachbilden; und/oder
wobei die zwei Riegelelemente (18a, 18b) der querseitigen Außenwände (16a, 16b) je
eine Latte der Verlattung oder Holzverlattung nachbildet; und/oder wobei die zwei
Randbereiche (14ar, 14br) der längsseitigen Außenwände (14a, 14b) je eine Latte der
Verlattung oder Holzverlattung nachbildet; und/oder
wobei die Latten, welche durch die zwei Riegelelemente (18a, 18b) gebildet sind, sowie
die zwei Latten, welche durch die zwei Randbereiche (14ar, 14br) gebildet sind, eine
im Wesentlichen gleiche Höhe aufweisen.
11. Faltbare Kiste (10) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei jede der längsseitigen
Außenwände (14a, 14b) an zumindest einem querseitigen Ende einen sich im aufgeklappten
Zustand in Richtung der querseitigen Außenwände (16a, 16b) erstreckenden Vorsprung
(14av, 14bv) aufweist, welcher die Klappbarkeit der querseitigen Außenwände nach außen
begrenzt.
12. Faltbare Kiste (10) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei jede der längsseitigen
Außenwände (14a, 14b) an zumindest einem querseitigen Ende eine sich in Richtung der
querseitigen Außenwände (16a, 16b) erstreckende Rasthaken (14bn, 14an) aufweist; und/oder
wobei die zwei Riegelelemente (18a, 18b) jeweils zumindest ein sich im aufgeklappten
Zustand in Richtung der längsseitigen Außenwände (14a, 14b) erstreckendes Rastelement
(19a, 19b) aufweist; und/oder
wobei das zumindest ein Rastelement (19a, 19b) ausgebildet ist, um mit dem zumindest
einen Rasthaken (14bn, 14an) in Eingriff gebracht zu werden, um den Verriegelungszustand
auszubilden.
13. Faltbare Kiste (10) gemäß Anspruch 12, wobei der Rasthaken (14bn, 14an) eine nach
innen gerichtete erste Kontaktfläche (14bnf) aufweist, die angewinkelt ist, so dass
das Rastelement (19a, 19b) bei Bewegung der querseitigen Außenwand nach außen das
Riegelelement von einem Verriegelungszustand in einen Freigabezustand überführt, um
in den Rasthaken (14bn, 14an) einzurasten.
14. Faltbare Kiste (10) gemäß Anspruch 12 oder 13, wobei die zwei Riegelelemente (18a,
18b) gegenüber den querseitigen Außenwänden (16a, 16b) mittels eines jeweiligen Federmechanismus
(16bf) federnd gelagert und/oder vorgespannt sind, so dass die Bewegung von dem Verriegelungszustand
in den Freigabezustand gegen die Federkraft erfolgt.
15. Faltbare Kiste (10) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei jede querseitige Außenwand
eine oder mehrere sich im aufgeklappten Zustand vertikal entlang der querseitigen
Außenwand erstreckende Führungsnuten (16bn) aufweist, in welcher das jeweilige Riegelelement
bei seiner Bewegung gegenüber der querseitigen Außenwand geführt ist; und/oder
wobei in zumindest einer der Führungsnuten (16bn) ein oder mehrere Endanschläge (16bna)
vorgesehen sind, der die Bewegung der Riegelelemente (18a, 18b) entlang der vertikalen
Richtung an ein oder mehreren Endlagen begrenzt.
16. Faltbare Kiste (10) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei die längsseitigen
Außenwände (14a, 14b) sich in einer bezüglich der Oberfläche des Bodens (12) vertikale
Richtung (F) höher erstrecken als die querseitigen Außenwände (16a, 16b).
17. Faltbare Kiste (10) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei jedes der Riegelelemente
(18a, 18b) einen manuell betätigbaren Griffbereich (18be) aufweist, über welchen der
Verriegelungsmechanismus betätigbar ist, wobei der manuell betätigbare Griffbereich
(18be) als innenliegende Aussparung oder innenliegender Vorsprung (14av, 14bv) gebildet
ist.
18. Faltbare Kiste (10) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei das jewilige Riegelelement
(18a, 18b) einteilig ausgeführt ist.
19. Faltbare Kiste (10) gemäß einem der vorherigen Ansprüche, wobei jede der querseitigen
Außenwände (16a, 16b) einen Haltegriff (16bg, 16ag) aufweist, der einen Vorsprung
(14av, 14bv) umfasst, der sich entlang des zugehörigen Riegelelements (18a, 18b) erstreckt.