[0001] Die Erfindung betrifft einen Transport- und/oder Lagerbehälter, mit einem Boden,
ferner mit an den Boden drehbar angeschlossenen Stirnwänden und Längswänden, die in
zusammengelegtem Zustand bodenparallel, und in aufgerichtetem Zustand größtenteils
vertikal zum Boden ausgerichtet sind und mit einer Riegeleinheit mit einer Handhabe,
einem angeschlossenen Riegelelement sowie wenigstens einer das Riegelelement beaufschlagenden
Feder, wobei die Riegeleinheit in aufgerichtetem Zustand wenigstens eine Stirnwand
und eine Längswand lösbar miteinander koppelt, und wobei zur Einnahme des zusammengelegten
Zustandes die Handhabe gegen die Kraft der Feder das Riegelelement beaufschlagt, um
die Stirnwand und die Längswand voneinander zu lösen.
[0002] Solche Transport- und/oder Lagerbehälter werden in der Praxis auch als Falt- oder
Klappboxen bzw. Klappkisten bezeichnet. Sie kommen in großer Zahl sowohl im Haushalt
als auch im Groß- und Einzelhandel als Mehrwegbehälter zum Einsatz. In letztgenanntem
Fall dienen die fraglichen Transport- und/oder Lagerbehälter auch zur Präsentation
von Waren, beispielsweise von Obst und Gemüse. Verschiedene Logistikdienstleister
setzen die fraglichen Transport- und/oder Lagerbehälter in einem geschlossenen Kreislauf
für die Warenanlieferung und anschließende Reinigung und Rückführung sowie Wiederbefüllung
ein. In diesem Zusammenhang ist es von besonderem Vorteil, dass die betreffenden Transport-
und/oder Lagerbehälter in aufgerichtetem Zustand für den Transport und die Warenpräsentation
genutzt und nach der Entnahme der Waren in den zusammengelegten Zustand überführt
werden können. Im zusammengelegten Zustand sind die drehbar an den Boden angeschlossenen
Stirnwände und Längswände bodenparallel angeordnet und liegen auf dem Boden auf. Dadurch
können die fraglichen Transport- und/oder Lagerbehälter bzw. Faltboxen einfach und
kompakt transportiert werden.
[0003] Bei der gegenseitigen Verriegelung der Stirnwände und Längswände zur Realisierung
des aufgerichteten Zustandes mit Hilfe der Riegeleinheit werden im Stand der Technik
verschiedene Philosophien verfolgt. So arbeitet die gattungsbildende
EP 2 256 049 A1 der Anmelderin mit einer Drehriegeleinheit. Bei der Drehriegeleinheit sorgt die Handhabe
als Bestandteil der Riegeleinheit dafür, dass das Riegelelement die Stirnwand und
die Längswand lösbar miteinander koppelt. Die das Riegelelement beaufschlagende Feder
stellt sicher, dass eine an dieser Stelle beispielhaft realisierte Rastverbindung
zwischen dem Riegelelement und einem Gegenriegelelement nicht unbeabsichtigt aufgehoben
wird. Vielmehr ist es für die Einnahme des zusammengelegten Zustandes erforderlich,
dass die Handhabe drehend beaufschlagt wird. Dabei arbeitet die Handhabe gegen die
Kraft der Feder auf das Riegelelement und sorgt dafür, dass das Riegelelement von
dem Gegenriegelelement gelöst wird und folglich die Stirnwand und die Längswand voneinander
freikommen. Im Anschluss daran können beide Wände bodenparallel auf den Boden abgelegt
werden. Hierzu korrespondiert der zusammengelegte Zustand.
[0004] Neben einer solchen als Drehriegeleinheit ausgelegten Riegeleinheit werden in der
Praxis und im Stand der Technik auch als Schieberiegeleinheit ausgeführte Riegeleinheiten
genutzt und beschrieben. Ein Beispiel für eine solche Schieberiegeleinheit schlägt
der ebenfalls gattungsbildende Stand der Technik nach der
WO 00/68099 A1 vor. Hier sorgt die Handhabe im Gegensatz zu der Drehriegeleinheit nicht für eine
drehende Beaufschlagung des Riegelelementes. Vielmehr wird das Riegelelement mit Hilfe
der Handhabe schiebend beaufschlagt. Dabei sorgt erneut die das Riegelelement beaufschlagende
Feder dafür, dass die Stirnwand und die Längswand lösbar miteinander in aufgerichtetem
Zustand gekoppelt werden. Um den zusammengelegten Zustand zu erreichen, muss die Handhabe
gegen die Kraft der Feder das Riegelelement schiebend beaufschlagen. Erst dann wird
die Stirnwand von der Längswand gelöst und können beide Wände bodenparallel auf den
Boden im zusammengelegten Zustand abgelegt werden.
[0005] Eine vergleichbare Lösung mit einer Schieberiegeleinheit ist Gegenstand der
EP 1 480 887 B1. In diesem Fall ist ein Rasthaken vorgesehen, der in aufgerichteter Stellung der
Seitenwände einen Rasthaken einer Rastnase an der über Eck benachbarten Seitenwand
zur Verrastung der Seitenwände übergreift. Die Rastnase ist in der Seitenwand derart
elastisch federnd gelagert oder ausgebildet und steht mit einem Rastvorsprung nach
innen über die innere Seitenwandfläche vor, dass die Rastnase mit Verschwenken eines
Druckhebels unter Aufbau einer federnden Rückstellkraft nach außen gedrückt wird.
Die Rastnase sitzt zu diesem Zweck in der Art einer federnden Zunge in einer Öffnung
der Seitenwand. Außerdem wird die Rastnase in ihrer federelastischen Eigenschaft durch
die Länge der fraglichen Zunge, die Dicke der Zunge, die Breite der Zunge und/oder
die Dicke eines Anlenkpunktes der Zunge an der Seitenwand bestimmt.
[0006] Der Stand der Technik hat sich grundsätzlich bewährt, wenn es darum geht, eine einfache
und praktikable Bedienung der Riegeleinheit mit Hilfe der Handhabe zu realisieren.
Im rauen Alltagsbetrieb hat sich jedoch herausgestellt, dass die das Riegelelement
beaufschlagende Feder bei den in der Praxis eingesetzten Transport- und/oder Lagerbehältern
einen Schwachpunkt darstellt. Tatsächlich sind die Federn oftmals an das Riegelelement
einstückig angeschlossen und zumindest teilweise mit dem Riegelelement als Kunststoffspritzgussteil
ausgebildet. Zwar verfügen aus Kunststoff ausgebildete und überwiegend zungenförmige
Federn über hervorragende federelastische Eigenschaften.
[0007] Es hat sich jedoch nach vielfachem und möglicherweise unsachgemäßem Gebrauch gezeigt,
dass ein Abknicken der fraglichen Feder in ihrem Anschlussbereich an das Riegelelement
oder auch ein Bruch in einem Anlagebereich an einem Steg oder allgemein einem Widerlager
nicht ausgeschlossen werden kann. Sofern die fraglichen Transport- und Lagerbehälter
dann noch in einem Kreislaufsystem geführt und dabei turnusgemäß gereinigt werden,
steigt die Wahrscheinlichkeit für solche Ermüdungsbrüche. Als Folge hiervon muss der
fragliche Transport- und/oder Lagerbehälter ausgesondert oder aufwendig repariert
werden, was in jedem Fall erhöhte Kosten nach sich zieht. An dieser grundsätzlichen
Problematik ändert auch die Tatsache nichts, dass aus anderem Zusammenhang Tellerfedern
mit progressiver Federkennlinie (vgl.
DE 29 04 608 A1) oder Blattfedern mit progressiver Federkennlinie (
EP 0 232 478 A2) bekannt geworden sind.
[0008] Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, einen derartigen Transport-
und/oder Lagerbehälter so weiter zu entwickeln, dass seine Lebensdauer und insbesondere
diejenige der Riegeleinheit bzw. der das Riegelelement beaufschlagenden Feder gegenüber
bisherigen Ausführungsformen signifikant verlängert wird.
[0009] Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist ein gattungsgemäßer Transport-
und/oder Lagerbehälter im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Feder
mit einer progressiven Federkennlinie ausgerüstet ist, und dass die Feder eine im
Wesentlichen senkrecht zur Kraftrichtung ihrer Beaufschlagung verlaufende Ausdehnung
aufweist sowie entlang ihrer Längsausdehnung eine unterschiedliche Materialstärke
und/oder Querausdehnung besitzt.
[0010] Im Rahmen der Erfindung wird folglich die das Riegelelement beaufschlagende Feder
insgesamt mit der progressiven Federkennlinie ausgerüstet. Das bedeutet, dass sich
die fragliche Feder mit zunehmender Verformung verhärtet, also eine größere Kraft
bei anwachsender Verformung für ihre Verformung aufgebracht werden muss. Im Gegensatz
dazu, arbeitet der Stand der Technik nach der
WO 00/68099 A1 mit einer linearen Federkennlinie, folglich einer gleichbleibenden Federkonstante.
In diesem Fall führt die an der Feder angreifende Kraft nicht zu einer Verhärtung
der Feder, wird vielmehr eine gleichbleibende Verformung beobachtet.
[0011] Demgegenüber setzt die erfindungsgemäß ausgelegte Feder mit ihrer bei einer zunehmenden
Verformung anwachsenden Federkonstante der Kraft eines Bedieners eine mit zunehmender
Verformung anwachsende Gegenkraft entgegen. D. h., der die Handhabe der Riegeleinheit
beaufschlagende Bediener benötigt eine anwachsende Kraft, um über die Handhabe das
angeschlossene Riegelelement von einem Gegenriegelelement zu lösen, um die Stirnwand
und die Längswand voneinander zu trennen und den zusammengelegten Zustand einnehmen
zu können.
[0012] Um die beschriebene progressive Federkennlinie der erfindungsgemäßen Feder im Detail
zu realisieren, verfügt die Feder erfindungsgemäß über die im Wesentlichen senkrecht
zur Kraftrichtung ihrer Beaufschlagung verlaufende Ausdehnung. Meistens ist die Feder
steg- oder zungenartig ausgebildet und liegt mit ihrem freien Ende gegenüber dem Anschlussbereich
an einem Widerlager an. Die Beaufschlagung der Handhabe zur Trennung der Stirnwand
und der Längswand voneinander hat zur Folge, dass die zungenartige Feder mehr oder
minder gegen das Widerlager gedrückt und hierbei verformt wird. Da die steg- oder
zungenartig ausgelegte Feder bei diesem Vorgang mehr oder minder plan an dem Widerlager
anliegt und sich hieran (geringfügig) entlang bewegt, wird deutlich, dass die Ausdehnung
der Feder im Wesentlichen senkrecht zur Kraftrichtung ihrer Beaufschlagung verläuft.
[0013] Denn die die Feder beaufschlagende Kraft arbeitet meistens senkrecht zur von der
steg- oder zungenartig ausgelegten Feder aufgespannten Ebene, so dass die Feder durch
die angreifende Kraft senkrecht zu dieser Ebene verformt wird. Aufgrund der erfindungsgemäß
eingestellten progressiven Federkennlinie ist hierzu eine mit zunehmender Verformung
anwachsende Kraft erforderlich.
[0014] Um die progressive Federkennlinie der im Regelfall steg- oder zungenartig ausgelegten
Feder im Detail einzustellen, verfügt die Feder erfindungsgemäß entlang ihrer Längsausdehnung
über die unterschiedliche Materialstärke und/oder Querausdehnung. Dabei ist die Auslegung
meistens so getroffen, dass die Feder ausgehend von dem Anschlussbereich an das Riegelelement
mit einer abnehmenden Materialstärke ausgerüstet ist. Alternativ oder zusätzlich hierzu
kann die Feder aber auch ausgehend von dem besagten Anschlussbereich an das Riegelelement
eine abnehmende Querausdehnung aufweisen.
[0015] Hierbei geht die Erfindung insgesamt von der Erkenntnis aus, dass sich die steg-
oder zungenartig ausgelegte Feder bei einer Kraftbeaufschlagung senkrecht zur von
der Zunge aufgespannten Ebene (und überwiegend am freien Ende) zunächst an ihrem dem
Anschlussbereich entgegengesetzten freien Ende verformt. Dieses freie Ende der Feder
liegt im Regelfall an dem Widerlager an. Mit zunehmender Verformung werden anschlussbereichsnahe
Zonen der Feder in die Auslenkung bzw. Verformung mit einbezogen, die erfindungsgemäß
über eine wachsende Materialstärke verfügen. Denn die Feder weist, ausgehend von dem
Anschlussbereich an das Riegelelement, eine abnehmende Materialstärke in Richtung
auf das freie Ende auf.
[0016] Die fragliche Feder gleicht dabei einem aus dem Maschinenbau bekannten "einseitig
eingespannten Balken", bei dem es durch eine entsprechende Kraftbeaufschlagung seines
freien Endes zu einem maximalen Biegemoment im Bereich des Anschlussbereiches kommt
und ein solches beobachtet wird. Folglich werden im Stand der Technik Ermüdungsbrüche
oder Abscherungen in dem Anschlussbereich beobachtet. Dem trägt die Erfindung dadurch
Rechnung, dass die Feder in dem fraglichen Anschlussbereich ihre maximale Materialstärke
aufweist, welche ausgehend von dem Anschlussbereich an das Riegelelement in Richtung
auf das freie Ende abnimmt.
[0017] Eine vergleichbare Auslegung sieht vor, dass die Feder ausgehend von dem Anschlussbereich
an das Riegelelement mit einer abnehmenden Querausdehnung ausgerüstet ist. Auch in
diesem Fall ist die Querausdehnung im Anschlussbereich der Feder am größten und nimmt
in Richtung auf das freie Ende der Feder ab. Die maximale Querausdehnung der Feder
in ihrem Anschlussbereich trägt erneut dem Umstand Rechnung, dass hier ein maximales
Biegemoment der Feder beobachtet wird.
[0018] Jedenfalls trägt die Erfindung durch die spezielle Auslegung der Feder mit ihrer
maximalen Materialstärke oder auch ihrer maximalen Querausdehnung im Anschlussbereich
und jeweils abnehmender Materialstärke respektive abnehmender Querausdehnung in Richtung
auf ihr freies Ende den bei einer Verformung auftretenden Biegemomenten Rechnung.
Zugleich sorgt diese Auslegung dafür, dass die Feder durch die dadurch realisierte
progressive Federkennlinie deutlich weniger zu Ermüdungsbrüchen als eine vergleichbare
Feder im Stand der Technik neigt. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.
[0019] Im Allgemeinen sind die Feder und das Riegelelement zumindest teilweise einstückig
ausgebildet. D.h., das Riegelelement kann mehrteilig ausgelegt sein, wobei dann der
die Feder tragende Bestandteil des Riegelelementes mit diesem Teil einstückig ausgelegt
ist. In diesem Zusammenhang hat es sich als besonders günstig erwiesen, wenn die Feder
und das Riegelelement zumindest teilweise als einstückiges Kunststoffspritzgussteil
ausgebildet sind. Dadurch gelingt die Herstellung und Montage der Feder und des Riegelelementes
besonders einfach und kostengünstig.
[0020] In diesem Zusammenhang haben sich für die Feder und zumindest ein Teil des Riegelelementes
thermoplastische Kunststoffe und insbesondere hochmolekulare thermoplastische Kunststoffe
als besonders günstig erwiesen. Ganz besonders bevorzugt ist in diesem Zusammenhang
Polyoxymethylen (POM).
[0021] Tatsächlich zeichnet sich POM durch hohe Festigkeit, Härte und Steifigkeit und einen
großen anwendbaren Temperaturbereich von -40°C bis ca. 130°C aus. Hinzu kommt, dass
POM einen niedrigen Reibungskoeffizienten aufweist, so dass es für die Herstellung
der gegen das Widerlager anliegenden Feder prädestiniert ist. Für den Einsatz im Rahmen
eines Kreislaufsystems spreche darüber hinaus die geringe Wasseraufnahme von POM und
auch gute Gleiteigenschaften sowie die elektrischen Eigenschaften.
[0022] Im Rahmen der Erfindung kann der fragliche Kunststoff bzw. hochmolekulare Thermoplast
und insbesondere Polyoxymethylen (POM) lediglich zur Realisierung der Feder und zumindest
des zugehörigen Teils des Riegelelementes eingesetzt werden. Selbstverständlich besteht
auch die Möglichkeit, den gesamten Transport- und/oder Lagerbehälter oder weitere
Bestandteile aus POM zu produzieren. Daneben können hier natürlich auch andere thermoplastische
Kunststoffe wie beispielsweise Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) zum Einsatz kommen,
um nur einige beispielhaft zu nennen.
[0023] Darüber hinaus können die Längswände die Stirnwände mit Hilfe von Stützstegen gegen
ein Wegklappen nach außen abstützen. Das ist besonders vorteilhaft in dem Fall, dass
die Stirnwände ausgehend von ihrer bodenparallelen Anordnung in den aufgerichteten
Zustand überführt werden sollen. Ferner kommen im Allgemeinen zwei Längswände und
zwei Stirnwände bei der Realisierung des fraglichen Transport- und/oder Lagerbehälters
zum Einsatz. Dabei bilden jeweils die beiden sich gegenüberliegenden Stirnwände und
die beiden sich gegenüberliegenden Längswände ein Seitenwandpaar.
[0024] Die Riegeleinheit kann im Rahmen einer ersten grundsätzlichen Variante als Drehriegeleinheit
ausgebildet sein. In diesem Fall ist die fragliche und erfindungsgemäße Feder an eine
Riegelachse des Riegelelementes angeschlossen. D.h., das Riegelelement wird mit Hilfe
der Handhabe drehbar um seine Riegelachse gegen die Kraft der Feder beaufschlagt.
Zu diesem Zweck ist die Feder meistens größtenteils radial an die fragliche Riegelachse
angeschlossen.
[0025] Im Rahmen einer anderen Alternative kann die Riegeleinheit als Schieberiegeleinheit
ausgeführt sein. In diesem Fall ist die Feder meistens an eine Schubverlängerung des
Riegelelementes angeschlossen. Die Handhabe arbeitet auf die Schubverlängerung derart,
dass diese axial beaufschlagt wird und hierbei das Riegelelement erneut gegen die
Kraft der Feder mitnimmt. In diesem Fall ist die Feder meistens seitlich und größtenteils
ebenengleich an die fragliche Schubverlängerung angeschlossen.
[0026] Im Ergebnis wird ein Transport- und/oder Lagerbehälter zur Verfügung gestellt, der
über eine im Vergleich zum Stand der Technik deutlich erhöhte Lebensdauer verfügt.
Tatsächlich wird eine im Vergleich zu bisherigen Transport- und/oder Lagerbehältern
nahezu doppelte Lebensdauer beobachtet, die bisher durch typischerweise Ermüdungsbrüche
der Feder im Anschlussbereich begrenzt worden ist. Diesem Phänomen trägt die Erfindung
durch die spezielle Auslegung der Feder Rechnung. Hierin sind die wesentlichen Vorteile
zu sehen.
[0027] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert; es zeigen:
- Fig. 1
- den erfindungsgemäßen Transport- und/oder Lagerbehälter in aufgerichtetem Zustand,
- Fig. 2
- den fraglichen Transport- und/oder Lagerbehälter nach der Fig. 2 in zusammengelegtem
Zustand,
- Fig. 3
- den Transport- und/oder Lagerbehälter in aufgerichtetem Zustand nach Fig. 1 mit Blick
von innen auf die lösbar miteinander gekoppelte Stirnwand und Längswand in Verbindung
mit einer Drehriegeleinheit,
- Fig. 4
- einen vergleichbaren Gegenstand wie die Fig. 3 beim Blick von innen auf den aufgerichteten
Transport- und Lagerbehälter mit einer alternativ realisierten Schieberiegeleinheit,
- Fig. 5
- eine weitere Variante einer Schieberiegeleinheit nach der Fig. 4,
- Fig. 6A
- ein Detail der Drehriegeleinheit nach der Fig. 3 in einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 6B
- die Drehriegeleinheit nach der Fig. 6A in einer Variante und
- Fig. 7
- ein exemplarisches Kraft-/ Weg-Diagramm der erfindungsgemäßen Feder.
[0028] In den Figuren ist ein Transport- und/oder Lagerbehälter dargestellt, der umgangssprachlich
auch als Faltbox oder Faltbehälter bezeichnet wird, wie man insbesondere bei einem
Vergleich des in der Fig. 1 dargestellten aufgerichteten Zustands mit dem zusammengelegten
Zustand nach der Fig. 2 erkennt und nachvollziehen kann.
[0029] Tatsächlich verfügt der Transport- und/oder Lagerbehälter zunächst einmal über einen
Boden 1 und an den Boden 1 drehbar angeschlossene Stirnwände 2 und Längswände 3. Die
Stirnwände 2 und Längswände 3 werden nachfolgend und zusammenfassend auch als Seitenwände
2, 3 des fraglichen Behälters bezeichnet. In aufgerichtetem Zustand entsprechend der
Darstellung in der Fig. 1 sind die fraglichen Seitenwände 2, 3 größtenteils vertikal
zum Boden 1 ausgerichtet. Demgegenüber korrespondiert der in der Fig. 2 dargestellte
zusammengelegte Zustand der Seitenwände 2, 3 dazu, dass diese bodenparallel auf dem
Boden 1 aufliegen.
[0030] Damit die Stirnwände 2 und Längswände 3 im in der Fig. 1 dargestellten aufgerichteten
Zustand diese Position beibehalten, ist eine Riegeleinheit 4, 5, 6, 7, 8, 9 realisiert.
Die Riegeleinheit 4 bis 9 sorgt dafür, dass die jeweilige Stirnwand 2 und die benachbarte
Längswand 3 bzw. beide benachbarten Längswände 3 in aufgerichtetem Zustand entsprechend
der Darstellung in der Fig. 1 lösbar miteinander gekoppelt sind. Um den zusammengelegten
Zustand nach der Fig. 2 einzunehmen, muss die Riegeleinheit 4 bis 9 entsprechend beaufschlagt
werden.
[0031] Im Detail setzt sich die Riegeleinheit 4 bis 9 aus einer Tragachse 4 bzw. einer Schubverlängerung
4', mit jeweils endseitigem Riegelelement 5 zusammen. Das Riegelelement 5 ist zusammen
mit der Tragachse 4 bzw. der Schubverlängerung 4' im Ausführungsbeispiel nach den
Figuren 3 und 4 sowie 5 jeweils an einer Stirnwand 2 bzw. an beiden sich gegenüberliegenden
Stirnwänden 2 vorgesehen und realisiert, was nur beispielhaft gilt und nicht zwingend
ist. Zur Beaufschlagung der Tragachse 4 bzw. der Schubverlängerung 4', ist jeweils
eine Handhabe 7 vorgesehen.
[0032] Zum weiteren Aufbau der Riegeleinheit 4 bis 9 gehören schließlich und wesentlich
noch eine das Riegelelement 5 beaufschlagende Feder 8 und ein mit der Feder 8 wechselwirkendes
Widerlager 9. Sobald mit Hilfe der Handhabe 7 die Tragachse 4 respektive die Schubverlängerung
4', beaufschlagt wird, resultiert hieraus eine Verformung der Feder 8. Denn die Feder
8 folgt der Bewegung der Tragachse 4 bzw. der Schubverlängerung 4', weil sie am Widerlager
9 anliegt und hierbei ausgelenkt und verformt wird.
[0033] In der Fig. 3 ist eine als Drehverriegelungseinheit 4 bis 9 ausgebildete Riegeleinheit
4 bis 9 dargestellt. In diesem Fall ist die Feder 8 an die Tragachse 4 bzw. eine Riegelachse
4 des Riegelelementes 5 angeschlossen. Eine drehende Beaufschlagung der zugehörigen
Handhabe 7 in der Darstellung nach der Fig. 3 sorgt folglich dafür, dass die Handhabe
7 die Riegelachse bzw.
[0034] Tragachse 4 und folglich das endseitig an die Tragachse 4 angeschlossene Riegelelement
5 in Rotationen versetzt. Dadurch kann das Riegelelement 5 an der Stirnwand 2 von
seinem Eingriff mit einem Gegenriegelelement 6 an der benachbarten Längswand 3 gelöst
werden. Das ist erforderlich, um den zusammengelegten Zustand nach der Fig. 2 zu erreichen.
In aufgerichtetem Zustand entsprechend der Darstellung in den Figuren 1 und 3 hintergreift
jedoch das Riegelelement 5 an der Stirnwand 2 das Gegenriegelelement 6 an der Längswand
3 bzw. jeweils an beiden Längswänden 3, so dass die Stirnwand 2 und die jeweilige
Längswand 3 auf diese Weise lösbar miteinander gekoppelt sind. Zur Einnahme des zusammengelegten
Zustandes muss die Handhabe 7 verschwenkt werden, so dass der Schwenkbewegung das
angeschlossene Riegelelement 5 folgt, und zwar gegen die Kraft der das Riegelelement
5 beaufschlagenden Feder 8, um das Riegelelement 5 vom Gegenriegelelement 6 zu lösen.
[0035] In den Figuren 6A und 6B sind weitere Details dieser Drehriegeleinheit 4 bis 9 dargestellt.
Man erkennt, dass die Tragachse bzw. Riegelachse 4 mit zwei jeweils beidseitig der
Handhabe 7 angeordneten Federn 8 ausgerüstet ist. Die beiden Federn 8 finden sich
im Ausführungsbeispiel spiegelsymmetrisch im Vergleich zur mittigen Handhabe 7. Die
Handhabe 7 und die beiden Federn 8 sind im Beispielfall an die Tragachse bzw. Riegelachse
4 angeschlossen. Tatsächlich sind die Feder 8 und das Riegelelement 5 zumindest teilweise
als einstückiges Kunststoffspritzgussteil ausgelegt. Denn bei der Darstellung nach
den Fig. 6A und 6B formt die Feder 8 zusammen mit der Handhabe 7 und der Riegelachse
bzw. Tragachse 4 das fragliche einstückige Kunststoffspritzgussteil, welches drehfest
über jeweils seitliche Drehverlängerungen 10 mit dem Riegelelement 5 verbunden ist.
[0036] Die jeweiligen Drehverlängerungen 10 weisen im Ausführungsbeispiel endseitig das
zugehörige Riegelelement 5 auf, welches - wie beschrieben - mit dem Gegenriegelelement
6 wechselwirkt.
[0037] Man erkennt, dass die Feder bzw. die beiden Federn 8 bei der Drehriegeleinheit 4
bis 9 größtenteils radial an die Riegelachse bzw. Tragachse 4 angeschlossen sind.
Vergleichbares gilt für die Handhabe 7. Folglich führt eine Schwenkbewegung der Handhabe
7 unmittelbar dazu, dass die Riegelachse 4 rotiert. Da die beiden Drehverlängerungen
10 drehfest an die Riegelachse 4 angeschlossen sind, resultieren hieraus gleichgerichtete
Rotationen der endseitigen Riegelelemente 5. Diese kommen auf diese Weise von ihrem
Eingriff oder rastenden Eingriff mit dem jeweiligen Gegenriegelelement 6 frei, und
zwar gegen die Kraft der Feder bzw. der beiden Federn 8.
[0038] Im Ausführungsbeispiel nach den Figuren 4 und 5 ist die dortige Riegeleinheit 4 bis
9 dagegen als Schieberiegeleinheit 4 bis 9 an der zugehörigen Stirnwand 2 ausgebildet.
In diesem Fall findet sich erneut die Handhabe 7, welche über jeweils beidseitige
Schubverlängerungen 4' auf das endseitig der Schubverlängerungen 4' vorgesehene Riegelelement
5 arbeitet. Das Riegelelement 5 wird bei der Schieberiegeleinheit 4 bis 9 in Axialrichtung
beaufschlagt und wechselwirkt erneut mit einem entsprechenden Gegenriegelelement 6
an der zugehörigen Längswand 3.
[0039] Um folglich die Stirnwand 2 und die beiden Längswände 3 bei dem Ausführungsbeispiel
nach den Figuren 4 und 5 voneinander zu trennen, muss die Handhabe 7 die beiden Schubverlängerungen
4' axial so beaufschlagen bzw. zurückziehen, dass diese außer Eingriff mit den Gegenriegelelementen
6 an den Längswänden 3 kommen. Das geschieht erneut gegen die Kraft der Feder 8.
[0040] Zu diesem Zweck ist die Feder 8 bei der Schieberiegeleinheit 4 bis 9 an die jeweilige
Schubverlängerung 4' des Riegelelementes 5 angeschlossen. Bei einer Betrachtung der
Ausführungsbeispiele nach den Figuren 4 und 5 erkennt man, dass die Feder 8 seitlich
und größtenteils ebenengleich an die zugehörige Schubverlängerung 4' angeschlossen
ist. Außerdem wechselwirkt die Feder 8 erneut mit einem Widerlager 9. Eine axiale
Beaufschlagung der Handhabe 7 zur Trennung der Stirnwand 2 von den beiden Längswänden
3 sorgt wie bei dem zuerst beschriebenen Beispiel der Drehverriegelungseinheit 4 bis
9 bei der Schiebeverriegelungseinheit 4 bis 9 erneut dafür, dass die Feder 8 durch
ihre Anlage am Widerlager 9 verformt wird.
[0041] In beiden Fällen, d. h. sowohl bei der Drehverriegelungseinheit 4 bis 9 nach dem
Ausführungsbeispiel in der Fig. 3 als auch bei der Schiebeverriegelungseinheit 4 bis
9 im Rahmen der Variante nach den Figuren 4 bis 5, beaufschlagt die Handhabe 7 zur
Einnahme des zusammengelegten Zustandes nach der Fig. 2 das zugehörige Riegelelement
5 jeweils gegen die Kraft der Feder 8. Dadurch wird die betreffende Stirnwand 2 von
der Längswand 3 bzw. den beiden Längswänden 3 gelöst. Damit bei diesem Vorgang die
Feder 8 auch bei einer wiederholten Beaufschlagung keine Beschädigung aufweist, ist
die Feder 8 erfindungsgemäß mit einer bei zunehmender Verformung anwachsenden Federkonstante
ausgerüstet.
[0042] Die Feder 8 verfügt also über eine progressive Federkennlinie, wie sie schematisch
in der Fig. 7 dargestellt ist. Hier erkennt man ein Kraft-/ Weg-Diagramm mit einer
strichpunktiert dargestellten gleichbleibenden Federkonstante, die zu einer linearen
Federkennlinie korrespondiert, wie sie im Stand der Technik realisiert ist. Demgegenüber
zeigt die durchgezogene Kurve die erfindungsgemäß bei der dortigen Feder 8 eingestellte
progressive Federkennlinie und demzufolge auch die bei zunehmender Verformung bzw.
zunehmendem Weg anwachsende Federkonstante. Als Folge hiervon steigt auch die zur
Verformung der Feder 8 notwendige Kraft überproportional an. Die Feder 8 wird also
mit wachsender Verformung "steifer" oder "härter".
[0043] Um dies im Detail zu realisieren, verfügt die Feder 8 über eine im Wesentlichen senkrecht
zur Kraftrichtung ihrer Beaufschlagung verlaufende Ausdehnung. Die Feder 8 selbst
ist überwiegend steg- oder zungenartig ausgelegt, wie man insbesondere in den Figuren
6A und 6B erkennt. Die an der Feder 8 angreifende Kraft ist jeweils durch einen Kraftpfeil
F in der Seitenansicht entsprechend der Darstellung in der Fig. 6A bzw. 6B dargestellt.
[0044] Tatsächlich ergibt sich diese Kraftrichtung der Drehriegeleinheit 4 bis 9 dadurch,
dass die dortige Riegelachse bzw. Tragachse 4 im Ausführungsbeispiel und wie angedeutet
im Uhrzeigersinn mit Hilfe der Handhabe 7 verschwenkt wird. Dadurch wird die am angedeuteten
Widerlager 9 anliegende Feder 8 zunehmend verformt. Die Schwenkbewegung der Tragachse
bzw. Riegelachse 4 korrespondiert zu einer entsprechenden Kraftbeaufschlagung in Richtung
des in den Figuren 6A und 6B angedeuteten Kraftpfeiles, d. h. zu einer Kraft, die
am freien Ende der Feder 8 angreift und senkrecht zu ihrer Ausdehnung verläuft.
[0045] Tatsächlich ist die fragliche Feder 8 über einen Anschlussbereich 11 an die Tragachse
bzw. Riegelachse 4 im Beispielfall nach den Figuren 6A und 6B angeschlossen. In diesem
Anschlussbereich 11 werden die höchsten Biegemomente bei der dargestellten Schwenkbewegung
der Riegelachse 4 in Folge einer Beaufschlagung der Handhabe 7 beobachtet.
[0046] Vergleichbare Beanspruchungen bzw. Biegemomente erkennt man auch bei der Schieberiegeleinheit
4 bis 9 entsprechend dem Ausführungsbeispiel in den Figuren 4 und 5. Auch in diesem
Fall sorgt die Beaufschlagung der dortigen Schubverlängerung 4' in axialer Richtung
dafür, dass die seitlich und größtenteils ebenengleich an die Schubverlängerung 4'
angeschlossene Feder 8 im dortigen Anschlussbereich 11 maximal beansprucht wird.
[0047] Um nun diese maximale Beanspruchung im Anschlussbereich 11 der Feder 8 möglichst
beschädigungsfrei aufnehmen zu können, verfügt die Feder 8 nach dem Ausführungsbeispiel
in der Fig. 6A entlang ihrer Längsausdehnung über eine unterschiedliche Materialstärke.
Das kommt in der Seitenansicht nach der Fig. 6A zum Ausdruck. Hier erkennt man, dass
die Feder 8 im Anschlussbereich 11 ihre maximale Materialstärke d aufweist, welche
in Richtung auf ihr freies Ende abnimmt. Das freie Ende der Feder 8 liegt am Widerlager
9 an.
[0048] Bei der Variante nach der Fig. 6B verfügt die Feder 8 dagegen ausgehend von dem Anschlussbereich
11 über eine abnehmende Querausdehnung Q. D. h., die Feder 8 besitzt im Anschlussbereich
11 ihre maximale Querausdehnung Q, welche in Richtung auf das freie Ende der Feder
8 abnimmt. Auf diese Weise trägt die geometrische Auslegung der Feder 8 dem bei der
Verformung der Feder 8 jeweils anliegenden Biegemoment Rechnung, welches im Anschlussbereich
11 am größten ist und in Richtung auf das freie Ende der Feder 8 abnimmt. Hierdurch
wird die Feder 8 zugleich mit der progressiven Federkennlinie nach der Fig. 7 ausgerüstet.
Diese sorgt dafür, dass ein Bediener bei Beaufschlagung der Handhabe 7 das Riegelelement
5 zunächst einfach bzw. ohne große Kraft beaufschlagen kann und mit zunehmender Verformung
der Feder 8 und folglich wachsendem Weg der Handhabe 7 der Widerstand wächst, weil
die Feder 8 insgesamt steifer wird. Das ist ausdrücklich gewünscht und sorgt dafür,
dass die Handhabe 7 seitens des Bedieners nicht übermäßig beaufschlagt wird und im
Übrigen die Feder 8 im besonders neuralgischen Anschlussbereich 11 ausdrücklich verstärkt
ist.
[0049] In der Darstellung nach der Fig. 1 erkennt man noch, dass die Längswände 3 mit Stützstegen
12 ausgerüstet sind. Dadurch wird ein Wegklappen der Stirnwände 2 nach außen beim
Übergang von der bodenparallelen Stellung nach der Fig. 1 hin zum aufgerichteten Zustand
entsprechend der Fig. 2 verhindert. Außerdem erkennt man noch, dass jeweils zwei sich
gegenüberliegende Stirnwände 2 und zwei sich jeweils gegenüberliegende Längswände
3 realisiert sind und ein zugehöriges Seitenwandpaar 2 bzw. 3 definieren.
[0050] Als Material zur Herstellung der Feder 8 und zumindest eines Teils des Riegelelementes
5 bzw. der Riegelachse bzw. Tragachse 4 respektive der Schubverlängerung 4' hat sich
ein thermoplastischer und hochmolekularer Kunststoff als besonders günstig erwiesen.
Hier empfiehlt die Erfindung den Rückgriff auf Polyoxymethylen (POM), welches die
in der Einleitung bereits beschriebenen Vorteile aufweist. Grundsätzlich kann auch
der gesamte Transport- und/oder Lagerbehälter aus dem besagten oder einem anderen
Kunststoff hergestellt werden.
1. Transport- und/oder Lagerbehälter, mit einem Boden (1), ferner mit an den Boden (1)
drehbar angeschlossenen Stirnwänden (2) und Längswänden (3), die in zusammengelegtem
Zustand bodenparallel und in aufgerichtetem Zustand größtenteils vertikal zum Boden
(1) ausgerichtet sind, und mit einer Riegeleinheit (4 bis 9) mit einer Handhabe (7),
einem angeschlossenen Riegelelement (5) sowie wenigstens einer das Riegelelement (5)
beaufschlagenden Feder (8), wobei die Riegeleinheit (4 bis 9) in aufgerichtetem Zustand
wenigstens eine Stirnwand (2) und eine Längswand (3) lösbar miteinander koppelt, und
wobei zur Einnahme des zusammengelegten Zustandes die Handhabe (7) gegen die Kraft
der Feder (8) das Riegelelement (5) beaufschlagt, um die Stirnwand (2) und die Längswand
(3) voneinander zu lösen,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Feder (8) mit einer progressiven Federkennlinie ausgerüstet ist, und eine im
Wesentlichen senkrecht zur Kraftrichtung (F) ihrer Beaufschlagung verlaufende Ausdehnung
aufweist, wobei
- die Feder (8) entlang ihrer Längsausdehnung eine unterschiedliche Materialstärke
(d) und/oder Querausdehnung (Q) besitzt.
2. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (8) ausgehend von einem Anschlussbereich (11) an das Riegelelement (5)
mit einer abnehmenden Materialstärke (d) ausgerüstet ist.
3. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (8) ausgehend von dem Anschlussbereich (11) an das Riegelelement (5) eine
abnehmende Querausdehnung (Q) aufweist.
4. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (8) und das Riegelelement (5) zumindest teilweise einstückig ausgebildet
sind.
5. Behälter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (8) und das Riegelelement (5) zumindest teilweise als einstückiges Kunststoffspritzgussteil
ausgelegt sind.
6. Behälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (8) und das Riegelelement (5) aus einem thermoplastischen hochmolekularen
Kunststoff, insbesondere Polyoxymethylen (POM), hergestellt sind.
7. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegeleinheit (4 bis 9) als Drehriegeleinheit (4 bis 9) ausgebildet und die Feder
(8) an eine Riegelachse (4) des Riegelelements (5) angeschlossen ist.
8. Behälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (8) größtenteils radial an die Riegelachse (4) angeschlossen ist.
9. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Riegeleinheit (4 bis 9) als Schieberiegeleinheit (4 bis 9) ausgebildet und die
Feder (8) an eine Schubverlängerung (4') des Riegelelementes (5) angeschlossen ist.
10. Behälter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (8) seitlich und größtenteils ebenengleich an die Schubverlängerung (4')
angeschlossen ist.
11. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Längswände (3) die Stirnwände (2) mittels Stützstegen (12) gegen ein Wegklappen
nach außen abstützen.
12. Behälter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei sich gegenüberliegende Stirnwände (2) und jeweils zwei sich gegenüberliegende
Längswände (3) ein Seitenwandpaar (2; 3) bilden.