[0001] Die Erfindung betrifft eine Kettenwirkmaschine mit einem Wirkbereich, einer Steuereinrichtung,
die den Wirkbereich steuert, und einer Bedienungseinrichtung, die leitungslos mit
der Steuereinrichtung verbunden ist.
[0002] Eine derartige Kettenwirkmaschine ist aus
CN 104131410 B bekannt.
[0003] Eine Kettenwirkmaschine benötigt üblicherweise eine Bedienungseinrichtung, mit der
u.a. Einstellarbeiten vorgenommen werden können. Dies wird vielfach dadurch realisiert,
dass die Bedienungseinrichtung ein Anzeige- und Eingabegerät umfasst, das innerhalb
eines zur Maschine zugehörigen Schaltschranks angeordnet ist.
[0004] Wenn ein Bediener beim Einrichten der Kettenwirkmaschine bestimmte Teile der Kettenwirkmaschine
beobachten muss, ist eine derartige Anordnung umständlich. Hier ist eine mobile Bedienungseinrichtung,
die leitungslos mit der Steuereinrichtung verbunden ist, von Vorteil. Die Bedienungsperson
kann dann die Bedienungseinrichtung mit an eine geeignete Position nehmen und dort
die gewünschten oder notwendigen Einstellarbeiten vornehmen.
[0005] Wenn die Bedienungseinrichtung leitungslos mit der Steuereinrichtung verbunden ist,
ist es vielfach erforderlich, eine derartige Verbindung zunächst aufzubauen. Dies
gilt insbesondere dann, wenn in einer Fabrikhalle beispielsweise mehrere Kettenwirkmaschinen
vorhanden sind. In diesem Fall muss die Verbindung so aufgebaut werden, dass die Bedienungseinrichtung
eine bestimmte Kettenwirkmaschine ansprechen kann. Wenn die Einstellarbeiten beendet
sind, muss die Verbindung wieder abgebaut werden, um zu vermeiden, dass die Bedienungsperson,
die später an einer benachbarten Maschine tätig ist, immer noch eine zuvor eingestellte
Maschine mit Einstelldaten beaufschlagt.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Einstellarbeiten an einer Kettenwirkmaschine
einfach und sicher zu gestalten.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einer Kettenwirkmaschine der eingangs genannten Art dadurch
gelöst, dass mindestens eine Sicherheitseinrichtung vorgesehen ist, die ein Sicherheitssignal
sendet, wobei eine Verbindung zwischen der Bedienungseinrichtung und der Steuereinrichtung
nur möglich ist, solange die Bedienungseinrichtung das Sicherheitssignal empfängt.
[0008] Die Sicherheitseinrichtung kann damit gewährleisten, dass eine Bedienungsperson tatsächlich
nur mit einer bestimmten Kettenwirkmaschine kommunizieren kann, um sie beispielsweise
einzustellen. Eine Kommunikation mit einer anderen Kettenwirkmaschine ist nicht möglich,
wenn die Bedienungseinrichtung das entsprechende Sicherheitssignal nicht mehr empfängt.
[0009] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Sicherheitseinrichtung
das Sicherheitssignal im betriebsbereiten Zustand permanent sendet. Damit entstehen
keine Sicherheitslücken. Man muss nicht mehr darauf achten, dass die Sicherheitseinrichtung
zunächst in einen Sicherheitsmodus versetzt wird.
[0010] In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Sicherheitseinrichtung eine begrenzte
Reichweite auf. Dies ist eine relativ einfache Maßnahme, um sicherzustellen, dass
die Bedienungseinrichtung das entsprechende Sicherheitssignal nur dann empfangen kann,
wenn die entsprechende Bedienungsperson tatsächlich an der entsprechenden Kettenwirkmaschine
tätig ist. Sobald sich die Bedienungsperson mit der Bedienungseinrichtung von der
entsprechenden Kettenwirkmaschine entfernt und die Reichweite verlässt, kann die Bedienungseinrichtung
das Sicherheitssignal nicht mehr empfangen und die Kommunikation zwischen der Bedienungseinrichtung
und der Steuereinrichtung der Kettenwirkmaschine wird unterbrochen oder sie wird nach
einer Unterbrechung nicht mehr wieder hergestellt.
[0011] Vorzugsweise ist die Reichweite einstellbar. Man kann dann die Reichweite an die
Gegebenheiten in einer Fabrikhalle anpassen, in der mehrere Kettenwirkmaschinen angeordnet
sind.
[0012] Vorteilhafterweise ist die Sicherheitseinrichtung mit der Kettenwirkmaschine verbunden.
Dies hält das Risiko von Fehlern klein, weil man die Sicherheitseinrichtung nicht
von der Kettenwirkmaschine entfernen kann. Unter "verbunden" soll auch verstanden
werden, dass die Sicherheitseinrichtung auf der Kettenwirkmaschine aufliegt oder auf
andere Weise an der Kettenwirkmaschine positioniert wird.
[0013] In einer vorteilhaften Ausgestaltung sind mehrere Sicherheitseinrichtungen vorgesehen,
die an verschiedenen Positionen an der Kettenwirkmaschine angeordnet sind. Dies ist
insbesondere dann von Vorteil, wenn die Reichweite kleiner ist als die Abmessung der
Kettenwirkmaschine. Man kann dann alle Bereiche der Kettenwirkmaschine mit der Bedienungseinrichtung
erreichen, ohne dass es notwendig ist, die Reichweite einer einzelnen Steuereinrichtung
zu vergrößern.
[0014] Hierbei ist bevorzugt, dass mindestens eine Sicherheitseinrichtung zusätzlich zum
Sicherheitssignal Informationen sendet, die ihrer Position an der Kettenwirkmaschine
zugeordnet sind. Wenn die Kettenwirkmaschine beispielsweise als Multiaxialmaschine
ausgebildet ist, die mehrere Leger aufweist, dann sind an den Legern andere Einstellarbeiten
vorzunehmen, als im Wirkbereich. Die positionsbezogenen Informationen können dann
verwendet werden, um an den Legern nur solche Einrichtungsmöglichkeiten anzuzeigen,
die den Leger betreffen, und am Wirkbereich nur solche Einrichtungsmöglichkeiten,
die den Wirkbereich betreffen. In einem solchen Fall kann es von Vorteil sein, wenn
sich die Reichweiten der unterschiedlichen Sicherheitseinrichtungen nicht überlappen.
[0015] Vorteilhafterweise sendet mindestens eine Sicherheitseinrichtung zusätzlich zum Sicherheitssignal
Informationen, die einem aktuellen Betriebszustand der Kettenwirkmaschine zugeordnet
sind. Wenn sich beispielsweise die Kettenwirkmaschine im "Einrichtbetrieb" befindet,
können passende Einrichtdialoge angezeigt werden.
[0016] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Sicherheitseinrichtung
als Kommunikationsvermittlungseinrichtung ausgebildet ist und das Sicherheitssignal
Kommunikationsaufbaudaten enthält. Das Sicherheitssignal wird in diesem Fall zwar
etwas komplizierter, weil es mehr Informationen enthält. Die Bedienungsperson kann
aber entlastet werden, weil sie die Kommunikationsaufbaudaten nicht mehr in die Bedienungseinrichtung
eingeben muss.
[0017] Vorzugsweise ist die leitungslose Verbindung eine WLAN-Verbindung und die Kommunikationsaufbaudaten
enthalten Zugangsdaten für einen der Kettenwirkmaschine zugeordneten Anschluss. Eine
WLAN-Verbindung, also eine "Wireless Local Area Network-Verbindung" ist ein eingeführter
Standard. Man benötigt hier für einen Verbindungsaufbau in der Regel Zugangsdaten
in Form eines Benutzernamens und eines Passworts. Der Anschlusspunkt ist einer speziellen
Kettenwirkmaschine zugeordnet, so dass man über den Benutzernamen und das Passwort
eine bestimmte Kettenwirkmaschine eindeutig identifizieren kann. Ein Anschlusspunkt
einer normalen WLAN-Verbindung hat aber üblicherweise eine relativ große Reichweite,
die mehrere zehn Meter oder sogar hundert Meter umfasst, so dass dann, wenn die Bedienungsperson
es versäumt, die WLAN-Verbindung nach erfolgten Einstellarbeiten zu trennen, immer
das Risiko besteht, dass die Bedienungsperson beim Einstellen einer weiteren Maschine
immer noch die zuvor eingestellte Maschine beeinflusst. Mit dem Sicherheitssignal
ist dieses Risiko ganz erheblich vermindert. Die WLAN-Verbindung wird automatisch
eingerichtet und, wenn die Bedienungseinrichtung aus der Reichweite der Sicherheitseinrichtung
heraus bewegt wird, auch automatisch wieder getrennt.
[0018] Vorzugsweise ist die Bedienungseinrichtung ein mobiles Endgerät, insbesondere in
Form eines Mobiltelefons oder eines Tablet-PCs. Derartige mobile Endgeräte weisen
eine Anzeigemöglichkeit in Form eines Displays auf. Ferner ist eine Eingabemöglichkeit
gegeben, beispielsweise in Form einer Tastatur oder in Form eines berührungsempfindlichen
Bildschirms.
[0019] Hierbei ist bevorzugt, dass das mobile Endgerät eine Anwendung aufweist, die eine
Verbindung zu der Steuereinrichtung nur dann herstellt und aufrechterhält, solange
sie das Sicherheitssignal erhält. Eine derartige Anwendung, die oft auch als "App"
bezeichnet wird, arbeitet dann als Sicherheitsfunktion, um sicherzustellen, dass Einstellarbeiten
an der Kettenwirkmaschine nur dann vorgenommen werden können, wenn die Bedienungseinrichtung
innerhalb der Reichweite der Sicherheitseinrichtung positioniert ist.
[0020] Auch ist von Vorteil, wenn die Steuereinrichtung vorbestimmte Funktionen der Kettenwirkmaschine
sperrt, wenn sich eine Bedienungseinrichtung in der Reichweite und/oder außerhalb
der Reichweite der Sicherheitseinrichtung befindet. Damit ergibt sich ein Schutz von
Bedien- oder Servicepersonen, die sich in einem Gefahrenbereich der Kettenwirkmaschine
aufhalten. So kann beispielsweise ein unbeabsichtigter Maschinenstart verhindert oder
blockiert werden. Die Information, ob sich eine Bedienungseinrichtung in der Reichweite
der Sicherheitseinrichtung befindet, kann auf unterschiedliche Weise gewonnen werden.
Eine Möglichkeit besteht darin, dass die Bedienungseinrichtung dann, wenn sie in die
Reichweite gelangt und somit das Sicherheitssignal empfängt, eine entsprechende Information
an die Bedienungseinrichtung übermittelt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass
die Sicherheitseinrichtung selbst feststellt, dass ihr Signal von einer Bedienungseinrichtung
empfangen wird. Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Eine Einstellfunktion kann
beispielsweise gesperrt werden, wenn sich die Bedienungseinrichtung außerhalb der
Reichweite befindet.
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen in Verbindung
mit der Zeichnung beschrieben. Hierin zeigen:
- Fig. 1
- eine stark schematisierte Darstellung einer Kettenwirkmaschine,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Kettenwirkmaschine nach Fig. 1,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Kettenwirkmaschine einer abgewandelten Ausführungsform und
- Fig.4
- eine Draufsicht auf eine Kettenwirkmaschine in Form einer Multiaxialmaschine.
[0022] Fig. 1 und 2 zeigen rein schematisch eine Kettenwirkmaschine 1 mit einem Wirkbereich
2 und einer Steuereinrichtung 3. Die Steuereinrichtung 3 steuert den Wirkbereich 2.
Die Steuereinrichtung 3 ist mit einem Display 4 und Bedienelementen 5 versehen, so
dass eine Bedienungsperson gewisse Einstellarbeiten an der Kettenwirkmaschine 1 vornehmen
kann.
[0023] Um Einstell- oder Bedienungstätigkeiten an anderer Position vornehmen zu können,
ist eine Bedienungseinrichtung 6 vorhanden (Fig. 2), die leitungslos mit der Steuereinrichtung
3 verbunden ist. Die leitungslose Verbindung erfolgt im vorliegenden Fall über eine
WLAN Verbindung, also ein "Wireless Local Area Network"-Verbindung. Hierzu weist die
Kettenwirkmaschine 1 an ihrem Maschinengestell 7 eine Antenne 8 auf und die Bedienungseinrichtung
weist eine entsprechende Antenne 9 auf. Die Antennen 8, 9 sind hier als Elemente dargestellt,
die außen an den Maschinenrahmen 7 bzw. an die Bedienungseinrichtung 6 angesetzt sind.
Die Antennen 8, 9 können aber auch in den Maschinenrahmen 7 bzw. die Bedienungseinrichtung
6 integriert sein.
[0024] Zusätzlich weist die Kettenwirkmaschine 1 eine Sicherheitseinrichtung 10 auf, die
ebenfalls mit einer Antenne 11 versehen ist. Die Sicherheitseinrichtung 10 sendet
im betriebsbereiten Zustand, also wenn sie eingeschaltet ist bzw. wenn die Kettenwirkmaschine
1 eingeschaltet ist und damit auch die Sicherheitseinrichtung 10 mit elektrischer
Energie versorgt wird, ein Sicherheitssignal aus. Dieses Sicherheitssignal wird permanent
ausgesendet.
[0025] Mit einem gestrichelt dargestellten Kreis 12 ist die Reichweite der Sicherheitseinrichtung
10 begrenzt. Sie ist einstellbar, so dass man die Reichweite an verschiedene Gegebenheiten
anpassen kann. Die Sicherheitseinrichtung ist in den Ausführungsbeispielen der Fig.
1 bis 3 mit der Kettenwirkmaschine 1, genauer gesagt mit dem Maschinengestell 7 der
Kettenwirkmaschine 1 verbunden.
[0026] Die Bedienungseinrichtung 6 weist eine Antenne 11a zum Empfang des Sicherheitssignals
auf. Die Antenne 11 a ist hier als getrenntes Element dargestellt. Üblicherweise wird
aber die Funktion der Antenne 11a auch von der Antenne 11 übernommen.
[0027] Die Bedienungseinrichtung 6 kann nun eine Verbindung zur Steuereinrichtung 3 nur
dann herstellen, wenn sie das Sicherheitssignal von der Sicherheitseinrichtung 10
empfängt. Die Bedienungseinrichtung 6 muss sich also innerhalb der durch den Kreis
12 dargestellten Reichweite befinden, damit eine Bedienungsperson Einstellarbeiten
an der Kettenwirkmaschine 1 vornehmen kann. Sobald die Bedienungsperson sich mit der
Bedienungseinrichtung 6 aus dem Kreis 12 herausbewegt, wird die Verbindung zwischen
der Bedienungseinrichtung 6 und der Steuereinrichtung 3 unterbrochen, so dass sichergestellt
ist, dass die Bedienungsperson nicht versehentlich weitere Einstellarbeiten vornehmen
kann, was beispielsweise dann passieren kann, wenn die Bedienungsperson zu einer anderen
Kettenwirkmaschine geht und dort weitere Einstellarbeiten vornehmen möchte. Man kann
vorsehen, dass die Kettenwirkmaschine 1 stoppt, wenn die Verbindung unterbrochen wird
und sich die Kettenwirkmaschine 1 im Einstellbetrieb befindet. Die Kettenwirkmaschine
1 wird beispielsweise nicht gestoppt, wenn die Verbindung unterbrochen wird und die
Kettenwirkmaschine im Produktionsbetrieb arbeitet.
[0028] Man kann die Sicherheitseinrichtung auch für eine Kontrolle in umgekehrter Richtung
nutzen. Wenn die Bedienungseinrichtung 6 in die Reichweite der Sicherheitseinrichtung
10 gelangt, dann kann die Steuereinrichtung 3 bestimmte Funktionen der Kettenwirkmaschine
sperren. Beispielsweise kann die Steuereinrichtung 3 einen Betrieb oberhalb einer
gewissen Drehzahl sperren und nur eine Funktion im Kriechgang zulassen. Damit wird
das Risiko einer Gefährdung der Bedienungsperson klein gehalten.
[0029] Man kann auch bestimmte Funktionen sperren, wenn sich die Bedienungseinrichtung 6
außerhalb der Reichweite der Sicherheitseinrichtung 10 befindet. So kann man beispielsweise
Einstellfunktionen sperren, wenn sich die Bedienungseinrichtung 6 nicht mehr in der
Reichweite der Sicherheitseinrichtung 10 befindet, um versehentliche Einstellungen
zu verhindern.
[0030] In Fig. 2 ist eine Ausgestaltung dargestellt, bei der eine einzelne Sicherheitseinrichtung
10 die gesamte Länge des Wirkbereichs 2 abdeckt, also den gesamten Raum, in dem sich
eine Bedienungsperson aufhalten kann, um Einstellarbeiten vorzunehmen. Dies hat zur
Folge, dass der Bereich, innerhalb dessen die Bedienungseinrichtung 6 eine Verbindung
zur Steuereinrichtung 3 aufbauen kann, in eine Richtung quer zum Maschinengestell
7 relativ groß wird.
[0031] Um dies zu verhindern, kann man auch, wie in Fig. 3 dargestellt, mehrere Sicherheitseinrichtungen
10a, 10b, 10c am Maschinengestell 7 anordnen. Jede Sicherheitseinrichtung 10a, 10b,
10c hat dann eine entsprechend kleinere Reichweite, die durch die Kreise 12a, 12b,
12c dargestellt ist. Die Reichweiten überlappen sich geringfügig. Die Überlappung
kann auch größer sein als dargestellt. Der Bereich, in dem sich die Bedienungseinrichtung
6 befinden muss, um eine Verbindung mit der Steuereinrichtung 3 aufbauen zu können,
und der außerhalb des Maschinenrahmens liegt, wird dadurch erheblich kleiner.
[0032] Wie oben erwähnt, wird im vorliegenden Ausführungsbeispiel die Verbindung zwischen
der Bedienungseinrichtung 6 und der Steuereinrichtung 3 durch eine WLAN-Verbindung
hergestellt. In diesem Fall kann die Sicherheitseinrichtung 10 als Kommunikationsvermittlungseinrichtung
ausgebildet sein, die mit dem Sicherheitssignal auch Kommunikationsaufbaudaten übermittelt.
Diese Kommunikationsaufbaudaten sind beispielsweise eine Benutzerkennung, die jeder
Kettenwirkmaschine 1 einzeln zugeordnet ist, und ein entsprechendes Passwort. Die
entsprechenden Kommunikationsaufbaudaten können an die Bedienungseinrichtung 6 übermittelt
werden, so dass eine WLAN-Verbindung hergestellt werden kann, ohne dass die Bedienungsperson
die entsprechenden Zugangsdaten getrennt eingeben muss. Das Sicherheitssignal kann
auch nur aus den Kommunikationsaufbaudaten bestehen.
[0033] Dadurch, dass die Kommunikationsaufbaudaten nur mit einer begrenzten Reichweite gesendet
werden, kann, wie oben erläutert, eine Verbindung zwischen der Bedienungseinrichtung
6 und der Steuereinrichtung 3 nur dann zustande kommen, wenn die Bedienungseinrichtung
6 dicht genug an der Kettenwirkmaschine 1 angeordnet wird. Damit wird sichergestellt,
dass eine Bedienungsperson, die Einstellarbeiten an einer bestimmten Kettenwirkmaschine
vornehmen möchte, tatsächlich nur Einstellarbeiten an dieser Kettenwirkmaschine vornehmen
kann und nicht an einer anderen Kettenwirkmaschine, auch wenn die andere Kettenwirkmaschine
relativ eng benachbart angeordnet ist.
[0034] Die Verwendung von mehreren Sicherheitseinrichtungen kann insbesondere bei größeren
Maschinen ausgenutzt werden, was anhand von Fig. 4 erläutert werden soll.
[0035] Fig. 4 zeigt eine Kettenwirkmaschine 1' in Form einer Multiaxialmaschine. Die Kettenwirkmaschine
1' weist einen Verfestigungsabschnitt 13 und mehrere Leger 14a, 14b und 14c auf.
[0036] Die Sicherheitseinrichtungen 10a, 10b, 10c, 10d sind nun so angeordnet, das sich
die durch Kreise 12a, 12b, 12c, 12d dargestellten Reichweiten nicht überlappen. Allerdings
ist jede Sicherheitseinrichtung 10a, 10b, 10c, 10d einem bestimmten Bereich der Kettenwirkmaschine
1' zugeordnet.
[0037] Dies kann man ausnutzen, indem mindestens eine der Sicherheitseinrichtungen 10a,
10b, 10c, 10d zusätzlich zum Sicherheitssignal Informationen sendet, die der Position
der entsprechenden Sicherheitseinrichtung 10a, 10b, 10c, 10d an der Kettenwirkmaschine
1 zugeordnet sind. Wenn beispielsweise die Bedienungseinrichtung 6 in die Reichweite
der Sicherheitseinrichtung 10b gelangt, die dem Leger 14a zugeordnet ist, dann werden
auf der Bedienungseinrichtung 6 nur Einstellmöglichkeiten angezeigt, die sich auf
den Leger 14a beziehen. In einer Position in der Reichweite der Sicherheitseinrichtung
10b kann die Bedienungsperson ohnehin nur Einstellarbeiten am Leger 14a vornehmen.
[0038] Die Bedienungseinrichtung 6 ist, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist, als mobiles
Endgerät ausgebildet sein, beispielsweise in Form eines Mobiltelefons oder eines Tablet-PC.
Die Bedienungseinrichtung weist eine Anzeige 15 und Bedienungselemente 16 auf. Die
Anzeige kann dem Display 4 der Steuereinrichtung 3 entsprechen. Sie kann aber auch
anders ausgebildet sein. Die Bedienungselemente 16 können den Bedienungselementen
5 der Steuereinrichtung 3 entsprechen. Es können aber auch andere Bedienungselemente
16 vorgesehen sein. Man kann zusätzlich oder anstelle der Bedienungselemente 16 auch
einen berührungsempfindlichen Bildschirm verwenden, um Einstellinformationen eingeben
zu können.
[0039] Das Bediengerät 6 weist eine Anwendung auf, eine so genannte "APP", die permanent
überprüft, ob sich die Bedienungseinrichtung 6 in der Reichweite der Sicherheitseinrichtung
10 bzw. der Sicherheitseinrichtungen 10a, 10b, 10c, 10d befindet. Nur in diesem Fall
baut die Anwendung die Verbindung zur Steuereinrichtung 3 auf. Wenn das Sicherheitssignal
nicht mehr empfangen wird, wird die Verbindung zur Steuereinrichtung 3 unterbrochen.
In manchen Fällen wird die Verbindung zwischen der Bedienungseinrichtung 6 und der
Steuereinrichtung 3 auch auf andere Weise, beispielsweise externe Einflüsse, unterbrochen.
In diesem Fall verhindert die Anwendung in der Bedienungseinrichtung 6, dass die Verbindung
wieder aufgebaut wird, wenn das Sicherheitssignal vom Bediengerät 6 nicht mehr empfangen
wird.
[0040] Die Anwendung kann auch entsprechende Anzeigeseiten an die Anzeigeeinrichtung 15
der Bedienungseinrichtung 6 übertragen. Wie oben erwähnt, können diese Anzeigeseiten
dann positionsabhängig aufgebaut werden oder auch situationsabhängig. Befindet sich
beispielsweise die Kettenwirkmaschine im "Einrichtbetrieb", so könnten passende Einrichtdialoge
angezeigt werden, sobald sich eine Bedienungsperson der Kettenwirkmaschine 1, 1' nähert.
1. Kettenwirkmaschine (1, 1') mit einem Wirkbereich (2), einer Steuereinrichtung (3),
die den Wirkbereich (2) steuert, und einer Bedienungseinrichtung (6), die leitungslos
mit der Steuereinrichtung (3) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Sicherheitseinrichtung (10, 10a, 10b, 10c, 10d) vorgesehen ist, die
ein Sicherheitssignal sendet, wobei eine Verbindung zwischen der Bedienungseinrichtung
(6) und der Steuereinrichtung (3) nur möglich ist, solange die Bedienungseinrichtung
(6) das Sicherheitssignal empfängt.
2. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitseinrichtung (10, 10a, 10b, 10c, 10d) das Sicherheitssignal im betriebsbereiten
Zustand permanent sendet.
3. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitseinrichtung (10, 10a, 10b, 10c, 10d) eine begrenzte Reichweite aufweist.
4. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Reichweite einstellbar ist.
5. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitseinrichtung (10, 10a, 10b, 10c, 10d) mit der Kettenwirkmaschine (1,
1') verbunden ist.
6. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Sicherheitseinrichtungen (10, 10a, 10b, 10c, 10d) vorgesehen sind, die an
verschiedenen Positionen an der Kettenwirkmaschine (1, 1') angeordnet sind.
7. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Sicherheitseinrichtung zusätzlich zum Sicherheitssignal Informationen
sendet, die ihrer Position an der Kettenwirkmaschine (1, 1') zugeordnet sind.
8. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Sicherheitseinrichtung (10, 10a, 10b, 10c, 10d) zusätzlich zum Sicherheitssignal
Informationen sendet, die einem aktuellen Betriebszustand der Kettenwirkmaschine (1,
1') zugeordnet sind.
9. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitseinrichtung (10, 10a, 10b, 10c, 10d) als Kommunikationsvermittlungseinrichtung
ausgebildet ist und das Sicherheitssignal Kommunikationsaufbaudaten enthält.
10. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die leitungslose Verbindung eine WLAN-Verbindung ist und die Kommunikationsaufbaudaten
Zugangsdaten für einen der Kettenwirkmaschine zugeordneten Anschlusspunkt enthalten.
11. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienungseinrichtung (6) ein mobiles Endgerät ist, insbesondere in Form eines
Mobiltelefons oder eines Tablet-PC.
12. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Endgerät (6) eine Anwendung aufweist, die eine Verbindung zu der Steuereinrichtung
(3) nur dann herstellt und aufrecht erhält, solange sie das Sicherheitssignal erhält.
13. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das die Steuereinrichtung (3) bestimmte Funktionen der Kettenwirkmaschine sperrt,
wenn sich eine Bedienungseinrichtung (6) in der Reichweite und/oder außerhalb der
Reichweite der Sicherheitseinrichtung (10, 10a, 10b, 10c, 10d) befindet.