[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schnellkuppler zum Ankuppeln eines Werkzeugs
wie beispielsweise Baggerlöffel, Schalengreifer oder Abbruchzangen an einen Werkzeugführer
wie beispielsweise Baggerstiel oder dergleichen, mit einem Kupplerkorpus, der an gegenüberliegenden
Stirnseiten einerseits eine Ankuppelaufnahme zum Aufnehmen eines ersten Verriegelungsteils
eines anzukuppelnden Kupplerteils und andererseits eine Verriegelungsaufnahme zum
Aufnehmen eines zweiten Verriegelungsteils des anzukuppelnden Kupplerteils aufweist,
wobei zumindest der Verriegelungsaufnahme zumindest ein bewegliches Verriegelungsteil
zum Verriegeln des zweiten Verriegelungsteils zugeordnet ist, wobei das genannte Verriegelungselement
über ein an dem Kupplerkorpus angeordnetes Stellgetriebe manuell betätigbar ist.
[0002] An Baumaschinen wie beispielsweise Hydraulikbaggern oder Gelenkgreifern wie beispielsweise
Holzhandhabungsmaschinen oder Abbruchgeräten oder ähnlichen Materialumschlagmaschinen
werden häufig Schnellkuppler zum Ankuppeln verschiedener Werkzeuge wie beispielsweise
Räumlöffel, Schalengreifer oder Abbruchzangen an einen Baggerstiel oder ähnliche Werkzeugführer
wie Knickarmauslegern verwendet, um verschiedene Werkzeuge ohne lange Umrüstzeiten
verwenden zu können.
[0003] Derartige Schnellkuppler können als Verriegelungselemente insbesondere zwei voneinander
beabstandete Verriegelungsachsen an einem Kupplungsteil aufweisen, während der andere
Kupplungsteil, insbesondere der baggerstielseitige Kupplungsteil eine vorzugsweise
hakenförmige Ankuppelaufnahme zum Einhaken an einer ersten der beiden Verriegelungsachsen
und eine Verriegelungsaufnahme zum Verriegeln an der zweiten Verriegelungsachse aufweisen
kann. Nach Einhaken der ersten Verriegelungsachse in der Ankuppelaufnahme können die
beiden Kupplungsteile zueinander verschwenkt werden, wobei die in der Ankuppelaufnahme
sitzende Verriegelungsachse die Drehachse bildet, so dass die zweite Verriegelungsachse
in die Verriegelungsaufnahme einfährt bzw. hineingeschwenkt wird, wo die genannte
zweite Verriegelungsachse dann durch ein Verriegelungselement wie beispielsweise einen
ausfahrbaren Keil verriegelt werden kann, so dass es gleichzeitig auch nicht mehr
möglich ist, die erste Verriegelungsachse aus der Ankuppelaufnahme herauszubewegen.
Zum Verfahren des genannten Verriegelungselements ist ein fremdenergiebetätigter Stellaktor
vorgesehen, der beispielsweise als Hydraulikzylinder ausgebildet sein kann und üblicherweise
durch Hydraulikdruck vom Gerät her betätigbar ist.
[0004] Die genannten Verriegelungsachsen an dem einen Kupplungsteil können dabei von Verriegelungsbolzen
gebildet werden, die sich am entsprechenden Kupplungsteil insbesondere parallel zueinander
erstrecken können, wobei anstelle solcher Bolzen jedoch ggf. auch andere Strukturteile
des Kupplungsteils wie beispielsweise vorspringende Nasen, Achsschenkel, Eingriffsstumpfe
in Form von Vorsprüngen oder Ausnehmungen beispielsweise in Form von Taschen als Verriegelungsteil
dienen können, die an die Ankuppelaufnahme bzw. die Verriegelungsaufnahme des anderen
Kupplungsteils formangepasst sind.
[0005] Solche Schnellkuppler sind von den Abmessungen und den Verriegelungsteilen her auch
Gegenstand von Normen, um die Kompatibilität einer am Baggerstiel verwendeten Kupplerhälfte
mit diversen Werkzeugen zu gewährleisten, an denen eine Kupplerhälfte montiert ist,
die je nach Werkzeug von verschiedenen Herstellern stammen kann und soweit mit der
stielseitigen Kupplerhälfte kompatibel sein muss, dass die beiden Kupplerhälften zusammenfahren
und verriegeln können. Eine solche Normung ist beispielsweise in Form des sog. S-Kupplers
bzw. des S-Standards erfolgt, der die Abmessungen und Anordnung der Verriegelungselemente
und Aufnahmemäuler festschreibt und vom schwedischen Institut Maskinleverantörerna
festgelegt wurde und zuletzt am 28.05.2010 herausgegeben wurde. Dieser S-Kuppler besitzt
in der oben beschriebenen Weise an der einen Kupplerhälfte zwei parallele, voneinander
beabstandete Querbolzen als Verriegelungsteile, während die andere Kupplerhälfte an
gegenüberliegenden Stirnseiten einerseits eine maulförmige Ankoppelaufnahme und andererseits
eine L-förmige Verriegelungsaufnahme besitzt, die durch ein Paar ausfahrbare Verriegelungsbolzen
verschlossen bzw. zu einer dann ebenfalls U-förmigen bzw. maulförmigen Aufnahme geschlossen
werden kann.
[0006] Weiterhin zeigt die Schrift
WO 2016/198638 A1 einen Schnellkuppler, bei dem die Verriegelungselemente über Drehstellteile von einer
Antriebswelle her ein- und ausfahrbar sind, wobei an die genannte Antriebswelle ein
Handwerkzeug zum manuellen Betätigen des Schnellkupplers anschließbar ist. Zusätzlich
ist an die genannte Antriebswelle ein hydraulischer Drehmotor angeschlossen, um die
Antriebswelle und damit die Verriegelungselement auch motorisch betätigen zu können.
[0008] Moderne Varianten solcher Schnellkuppler sind dabei häufig hydraulisch betätigbar.
Den Verriegelungselementen sind hydraulische Stellaktoren beispielsweise in Form von
Hydraulikzylindern zugeordnet, mittels derer die Verriegelungselemente ein- und ausgefahren
werden können. Sind dabei hydraulisch betätigbare Werkzeuge anzukuppeln, besitzen
die Kupplerhälften darüber hinaus Hydraulikkupplungen, die beim Zusammenschwenken
der beiden Kupplerhälften automatisch zusammenfahren.
[0009] Es werden jedoch immer noch manuell betätigbare Kupplerhälften benötigt, insbesondere
in kleineren Betrieben oder für selten benutzte Maschinen, für die sich vollhydraulische
Schnellwechslersysteme nicht lohnen bzw. zu kostspielig sind.
[0010] Solche manuell betätigbaren Schnellkuppler besitzen dabei üblicherweise ein Stellgetriebe,
das an dem Kupplerkorpus angeordnet ist, an dem die genannten Verriegelungselemente
ein- und ausfahrbar bzw. in anderer Weise zwischen Verriegelungs- und Entriegelungsstellung
bewegbar sind. Mittels solcher Stellgetriebe werden die benötigten Stellkräfte reduziert,
um eine einfache händische Betätigung zu gewährleisten. Beispielsweise kann ein Hebelmechanismus
vorgesehen sein, der durch einen verdrehbaren Drehstellteil betätigt werden kann,
so dass über die Hebelverhältnisse eine günstige manuelle Betätigung erzielt werden
kann. Dabei kann ein Schraubenschlüssel oder ein ähnliches Werkzeug, wie es in vergleichbarer
Form für das Lösen und Anziehen der Radmuttern beim Radwechsel an einem Kraftfahrzeug
bekannt ist, lösbar an den genannten Drehstellteil angesetzt werden, beispielsweise
über eine Mehrkantsteckverbindung, um den Drehstellteil zu betätigen. Ein solches
Stellgetriebe umfasst dabei sinnvollerweise auch eine Feder, die das Verriegelungselement
vorspannt.
[0011] Aufgrund des Stellgetriebes ist es bislang jedoch schwierig, einen solchen manuell
betätigbaren Schnellkuppler an Kupplerhälften anzukuppeln, an denen auch Hydraulik-
und/oder Energiekreiskupplungen angeordnet sind, da das Stellgetriebe und der das
Stellgetriebe umgebende Kupplerkorpus mit solchen Hydraulik- bzw. Energiekreiskupplungen
kollidieren würden. Üblicherweise sind solche Hydraulik- bzw. Energiekreiskupplungen
zentral zwischen den gegenüberliegenden Verriegelungsteilen angeordnet, die in die
Ankuppel- und Verriegelungsaufnahmen einzufahren sind, und liegen somit exakt dort,
wo an der gegenüberliegenden Kupplerhälfte das genannte Stellgetriebe angeordnet ist.
Im Ergebnis können bislang solche manuell betätigbaren Schnellkuppler lediglich mit
Kupplerhälften gekuppelt werden, die keine solchen Hydraulik- bzw. Energiekreiskupplungen
aufweisen.
[0012] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten
Schnellkuppler der genannten Art zu schaffen, der Nachteile des Standes der Technik
vermeidet und Letzteren in vorteilhafter Weise weiterbildet. Insbesondere soll eine
sichere und gleichzeitig einfache manuelle Verriegelung bei kompakter Bauweise ermöglicht
werden, auch wenn die gegenüberliegende Kupplerhälfte Hydraulik- oder andere Energiekreiskupplungen
aufweist.
[0013] Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe durch einen Schnellkuppler gemäß Anspruch
1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
[0014] Es wird also vorgeschlagen, zusätzlich zu den Verriegelungselementen, die der Verriegelungsausnehmung
zugeordnet sind, auch der Aufnahmeausnehmung zumindest ein Sicherungselement zuzuordnen,
um das darin aufgenommene Verriegelungsteil zu sichern, und beide Elemente, das heißt
Verriegelungslement und Sicherungselement an die gemeinsame Antriebswelle anzubinden,
um mit nur einer Drehbewegung der gemeinsamen Antriebswelle sowohl die Verriegelungsals
auch die Sicherungslemente verriegeln und entriegeln zu können. Erfindungsgemäß ist
sowohl das der Verriegelungsaufnahme zugeordnete Verriegelungselement als auch ein
bewegliches, zusätzliches Sicherungslement, das der Ankuppelaufnahme zum Sichern des
darin aufgenommenen ersten Verriegelungsteils zugeordnet ist, durch die gemeinsame
Antriebswelle betätigbar und jeweils über einen Betätigungslenker an einem mit der
gemeinsamen Antriebswelle drehfest verbundenen Drehstellteil angelenkt, sodass das
Verriegelungslement und das Sicherungselement durch Verdrehen der gemeinsamen Antriebswelle
in eine Drehrichtung zueinander gegenläufig verfahren. Insbesondere verfährt das Verriegelungselement
zur einen Seite des Schnellkupplerkorpus hin in die dort vorgesehene Verriegelungsaufnahme,
während das Sicherungselement zur gegenüberliegenden Kupplerkorpusseite hin in die
dort vorgesehene Ankuppelaufnahme fährt, wenn die gemeinsame Antriebswelle in eine
Richtung verdreht wird. Wird die Antriebswelle in die entgegengesetzte Drehrichtung
verdreht, fahren die Verriegelungs- und Sicherungselemente zueinander gegenläufig
in ihre jeweils entriegelnde Stellung.
[0015] Vorteilhafterweise kann sich die genannte Antriebswelle zwischen der Ankuppelaufnahme
und der Verriegelungsaufnahme quer über den Kupplerkorpus hinweg erstrecken, insbesondere
in einer Richtung senkrecht zu den Verstellrichtungen der Verriegelungs- und Sicherungelemente,
wobei vorteilhafterweise in einer Seitenwange des Kupplerkorpus eine Durchgangsausnehmung
vorgesehen sein kann, durch die hindurch sich die Antriebswelle zu einer Außenseite
des Kupplerkorpus hin erstrecken kann, um dort mit einem Handwerkzeug gekuppelt zu
werden. Alternativ kann auch das Handwerkzeug durch die genannte Durchgangsausnehmung
hindurchgesteckt werden, um in der genannten Seitenwange oder auch innerhalb der genannten
Seitenwange mit der Antriebswelle gekuppelt zu werden.
[0016] Das Ankuppeln des Handwerkzeugs kann dabei grundsätzlich in verschiedener Weise erfolgen.
Beispielsweise kann das Handwerkzeug mittels einer Welle-Nabe-Verbindung drehfest
auf die Antriebswelle aufgesteckt werden, sodass sich das Handwerkzeug und die Antriebswelle
näherungsweise koaxial zueinander erstrecken. Alternativ können das Handwerkzeug und
die Antriebswelle aber auch zueinander versetzt angeordnet werden, beispielsweise
indem ein Ritzel drehfest an der Antriebswelle und ein Ritzel drehfest am Handwerkzeug
vorgesehen werden und im Sinne einer Stirnradstufe ineinandergreifen können. Alternativ
oder zusätzlich zu einer solchen Stirnradstufe kann zwischen das Handwerkzeug und
die Antriebswelle am Kupplerkorpus auch eine Kegelradstufe geschaltet sein, um die
Drehachse des Handwerkzeugs gegenüber der Drehachse der Antriebswelle zu verkippen
bzw. abzuknicken. Gleichzeitig kann durch eine solche Ritzel- bzw. Getriebestufe eine
Untersetzung bzw. Übersetzung zwischen Handwerkzeug und Antriebswelle erzeugt werden,
die ein besonders kraftsparendes, leichtgängies Betätigen des Schnellkupplers ermöglicht.
[0017] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann das zusätzliche Sicherungselement
schräg und/oder spitzwinklig in die Ankuppelaufnahme hineingefahren werden, um das
dort befindliche Verriegelungsteil formschlüssig am Herausrutschen aus der Ankuppelaufnahme
zu hindern. Insbesondere kann die genannte Ankuppelaufnahme eine maulförmige Sacknut
mit einer Nutlängsachse bilden, die zu einer Seite des Kupplerkorpus hin, die von
der Verriegelungsaufnahme abgewandt ist, offen ist, wobei sich die Ankuppelaufnahme
mit ihrer genannten Nutlängsachse zu einer Stellachse des Sicherungselements und/oder
zu einer Verbindungsebene, die sowohl durch die Ankuppelaufnahme als auch durch die
Verriegelungsaufnahme geht, spitzwinklig geneigt erstrecken kann. Betrachtet man den
näherungsweise beispielsweise quaderförmigen Kupplungskorpus in einer horizontal ausgerichteten
Stellung, kann sich die genannte Ankuppelaufnahme beispielsweise spitzwinklig schräg
nach oben geneigt und/oder spitzwinklig schräg nach unten geneigt erstrecken, wobei
das Sicherungselement im Wesentlichen horizontal verfahren und teilweise in die Ankuppelaufnahme
hinein verfahren werden kann, um den Ein- und Ausführweg für das zugehörige Verriegelungsteil
zu versperren.
[0018] Vorteilhafterweise kann auch das Verriegelungslement im Wesentlichen horizontal verfahren
werden, wenn der besagte quaderförmige Kupplungskorpus in einer horizontalen Stellung
betrachtet wird. In diesem Fall können das Verriegelungselement und das Sicherungselement
beide horizontal bzw. entlang zueinander im Wesentlichen paralleler Achsen verfahren
werden, was sich günstig für die Betätigung durch die gemeinsame Antriebswelle auswirkt
und gleichzeitig eine kompakte, flache Bauweise des Kupplers ermöglicht.
[0019] Vorteilhafterweise können sich die Drehstellteile, an denen das Verriegelungsteil
einerseits und das Sicherungselement andererseits über die schon genannten Betätigungslenker
angelenkt sind, auf gegenüberliegenden Seiten der Antriebswelle erstrecken und derart
angeordnet sein, dass die Betätigungslenker des Verriegelungselements und des Sicherungselements
beim Verdrehen des der Antriebswelle aus der entriegelnden Stellung in die verriegelnde
Stellung überstreckt werden und jeweils einen Totpunkt überfahren. Durch eine solche
Konfiguration, bei der die Betätigungslenker überstreckt werden und ein Totpunkt überfahren
wird, kann die Antriebswelle durch Anfahren von Drehanschlägen die Verriegelungs-
und Sicherungselemente sicher in der verriegelnden und entriegelnden Stellung gehalten
werden, ohne dass hierfür spezielle, zusätzliche Sicherungsmaßnahmen beispielsweise
in Form von Sperrriegeln erforderlich wären.
[0020] Dabei können das Sicherungselement einerseits und das Verriegelungselement andererseits
in unterschiedlicher Weise an die Drehbewegung der gemeinsamen Antriebswelle angebunden
sein, insbesondere dergestalt, dass das Sicherungselement im Wesentlichen spielfrei,
zwangsgesteuert an die Rotation der Antriebswelle gekoppelt ist, während das Verriegelungselement
einen begrenzten Freigang gegenüber der Rotationsbewegung der Antriebswelle aufweist,
beispielsweise durch Vorsehen einer Längsnut bzw. eines Langlochs, welches einen Anlenkpunkt
des Betätigungslenkers bilden kann. Hierdurch wird es möglich, das Verriegelungselement
formschlüssig auf Stoß gegen das Verriegelungslement bzw. im Sinne eines Anschlags
gegen das Verriegelungselement zu fahren, auch wenn der Betätigungslenker beim Anfahren
der verriegelnden Stellung überstreckt wird und den Totpunkt überfährt. Vorteilhafterweise
kann dem genannten Freigang hierbei eine Vorspanneinrichtung, beispielsweise in Form
einer Federeinrichtung, zugeordnet sein, um das Verriegelungselement in die kontaktierende,
anschlagende Stellung am Verriegelungsteil zu fahren.
[0021] Der genannte Freigang ist hierbei relativ klein und in jedem Falle so begrenzt, dass
das Verriegelungselement auch dann, wenn der Freigang ausgenutzt wird, die Verriegelungsaufnahme
ausreichend versperrt, um ein Herausfallen des Verriegelungselements sicher zu verhindern.
[0022] Andererseits kann das zusätzliche Sicherungselement, das der Ankuppelaufnahme zugeordnet
ist, die rotatorische Antriebswelle der Antriebswelle zwangsgesteuert ohne Freigang
umsetzen. Insbesondere durch die zuvor genannte Schrägstellung der Ankuppelaufnahme
muss das Sicherungselement nicht auf Anschlag gefahren werden, sondern es kann ausreichend
sein, das genannte Sicherungselement ausreichend weit schräg in die Ankuppelaufnahme
zu fahren, um den Weg für das Verriegelungsteil zu verbauen.
[0023] Um eine sichere Funktion des Schnellkupplers automatisiert sicherzustellen, kann
in Weiterbildung der Erfindung eine Überwachungsvorrichtung vorgesehen sein, die zumindest
einen Drehstellungssensor zum Erfassen der Drehstellung der Antriebswelle umfasst.
Insbesonder kann der genannte Drehstellungssensor dazu ausgebildet sein, das Erreichen
der verriegelnden Drehstellung der Antriebswelle zu erfassen, um ein entsprechendes
Signal abgeben zu können, welches das Erreichen der verriegelnden Stellung anzeigt.
Der genannte Drehstellungssensor muss dabei nicht direkt der Antriebswelle zugeordnet
sein, sondern kann beispielsweise auch die Stellung eines der Drehstellteile erfassen,
die drehfest mit der Antriebswelle verbunden sind.
[0024] Vorteilhafterweise umfasst die Überwachungsvorrichtung zusätzlich zu dem genannten
Drehstellungssensor auch noch zwei Aufnahmesensoren, die einerseits der Ankuppelaufnahme
und andererseits der Verriegelungsaufnahme zugeordnet sind und jeweils die Anwesenheit
des ersten Verriegelungsteils und des zweiten Verriegelungsteils in der Ankuppelaufnahme
bzw. der Verriegelungsaufnahme überwachen.
[0025] Durch eine solche Dreipunktüberwachung kann verlässlich und in automatischer Weise
sichergestellt werden, dass der Schnellkuppler tatsächlich das anzukuppelnde Gegenstück
in vorbestimmter Weise aufgenommen und sicher verriegelt hat.
[0026] Weiterhin wird vorgeschlagen, das Stellgetriebe zum manuellen Betätigen des zumindest
einen Verriegelungselements aus dem Kollisionsbereich mit den Hydraulik- bzw. Energiekreiskupplungen
am anzukuppelnden Kuppelteil zu verlegen und den Kupplerkorpus in dem Bereich, der
beim Ankuppeln bestimmungsgemäß an den genannten Hydraulik- bzw. Energiekreiskupplungen
des Gegenstücks zu liegen kommt, auszusparen, so dass die Hydraulik- bzw. Energiekreiskupplungen
in den ausgesparten Bereich einfahren können. Erfindungsgemäß besitzt der Kupplerkorpus
in einem Mittelabschnitt zwischen seinen an gegenüberliegenden Stirnseiten vorgesehenen
Ankuppel- und Verriegelungsaufnahmen eine zu dem anzukuppelnden Kuppelteil hin offene
Ausnehmung zum Aufnehmen und/oder Einfahren von Hydraulikanschlüssen des anzukuppelnden
Kupplerteils, wobei das Stellgetriebe zum händischen Betätigen des zumindest einen
Verriegelungsteils neben der genannten Ausnehmung, die Ausnehmung freilassend angeordnet
ist. Durch eine solche Aussparung in Kombination mit einer Anordnung des Stellgetriebes
am Rand bzw. neben der genannten Aussparung können die Hydraulikanschlüsse in die
genannte Aussparung zwischen randseitig angeordnete Kupplerstrukturteile und/oder
Stellgetriebeabschnitte einfahren und somit der Kupplerkorpus ohne Kollision auf das
anzukuppelnde Kupplerteil gefahren werden. Gleichzeitig kann der Schnellkuppler weiterhin
auch für hydraulikfreie Kupplerlösungen eingesetzt werden, da in diesem Fall die genannte
Aussparung in dem Kupplerkorpus einfach frei bleibt, wenn am Gegenstück keine Hydraulik-
oder Energiekreiskupplungen vorgesehen sind.
[0027] Die genannte Aussparung kann hierbei eine napf- oder wannenförmige Vertiefung in
der Unterseite des Kupplerkorpus, d.h. in der Kupplerkorpusseite, die beim Ankuppeln
auf das anzukuppelnde Kuppelteil gefahren wird, bilden, wobei die genannte napf- oder
wannenförmige Vertiefung ausreichend tief ausgebildet ist, um die Hydraulik- bzw.
Energiekreiskupplungen am anzukuppelnden Kuppelteil aufnehmen zu können. Insbesondere
kann die genannte Aussparung randseitig von versteifenden und/oder festigkeitserhöhenden
Strukturverdickungen und/oder Randwulsten und/oder Stellgetriebeabschnitten des händisch
betätigbaren Stellgetriebes eingefasst bzw. umgeben sein, wobei solche Strukturverdickungen
bzw. Randwulste vorteilhafterweise an zumindest zwei oder drei Randseiten der genannten
Aussparung vorgesehen sein können.
[0028] Insbesondere können sich die genannten Strukturverdickungen bzw. Randverdickungen
entlang den Seitenrändern des Kupplerkorpus erstrecken, während der Zentralbereich
des Kupplerkorpus von solchen Strukturverdickungen ausgespart ist und/oder durch eine
flache, dünne Platte oder ein ähnlich dünnes Strukturblech oder -teil gebildet sein
kann.
[0029] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung können die vorgenannten Stellgetriebeabschnitte
auch zumindest teilweise innerhalb der genannten randseitig einfassenden Strukturverdickungen
und/oder Randwulsten angeordnet sein.
[0030] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann die genannte zentrale Ausnehmung
zumindest teilweise als Durchgangsausnehmung ausgebildet sein, so dass in dem Kupplerkorpus
ein zentrales Durchgangsloch mit freier Blickachse hindurch vorgesehen ist. Die genannte
Durchgangsausnehmung kann zentral durch den Kupplerkorpus gehen und sich von der Unterseite
des Kupplerkorpus, die bestimmungsgemäß auf das anzukuppelnde Gegenstück bzw. Kupplerteil
gefahren wird, bis zu dessen Oberseite erstrecken. Durch ein solches Durchgangsloch
bleiben die am anzukuppelnden Kupplerteil evtl. vorhandenen Hydraulik- bzw. Energiekreiskupplungen
auch bei angekuppeltem Schnellkuppler von oben her bzw. durch die genannte Durchgangsausnehmung
hindurch zugänglich. Zudem kann der Schnellkuppler ungeachtet der Bauhöhe möglicherweise
vorhandener Hydraulikkupplungen besonders flach gebaut werden.
[0031] Die genannte Ausnehmung im Kupplerkorpus kann in ihrer Größe variieren, wobei sie
in jedem Fall ausreichend groß bemessen ist, um die am Gegenstück vorhandenen Hydraulik-
bzw. Energiekreiskupplungen aufzunehmen. Um auch bei verschieden positionierten Hydraulik-
bzw. Energiekreiskupplungen ein kollisionsfreies Zusammenfahren zu gewährleisten,
kann die genannte Ausnehmung vorteilhafterweise in Querrichtung - also quer zur Stellachse
des Verriegelungselements und/oder quer zur Ebene der Kupplungsbewegung und/oder parallel
zu den bolzenförmigen Verriegelungsteilen des anzukuppelnden Kupplerteils - eine lichte
Weite von mehr als 50% oder mehr als 66% der Breite des gesamten Kupplerkorpus besitzen.
In Längsrichtung - also etwa in Richtung der Beabstandung der beiden Ankoppel- und
Verriegelungsaufnahmen zueinander - kann die Ausnehmung vorteilhafterweise eine lichte
Weite bzw. Länge von zumindest mehr als 33% oder mehr als 50% der Beabstandung der
Ankoppel- und Verriegelungsaufnahmen, wobei auch eine Länge von mehr als 66% der genannten
Beabstandung der Aufnahmen möglich ist. Durch eine solchermaßen ausreichend groß bemessene
Ausnehmung wird auch bei unsauberen Kupplungsbewegungen eine Kollision des Kupplerkorpus
mit den Hydraulikanschlüssen am Gegenstück vermieden.
[0032] Das neben die genannte Ausnehmung verlegte Stellgetriebe kann in vorteilhafter Weiterbildung
der Erfindung ein drehbar gelagertes Drehstellteil aufweisen, das durch Verdrehen
über einen Betätigungslenker das Verriegelungselement verschiebt, mit dem die Verriegelungsaufnahme
verschlossen bzw. das darin aufgenommene Verriegelungsteil verriegelt wird. Mit dem
genannten Drehstellteil kann dabei vorteilhafterweise eine Federeinrichtung gekoppelt
sein, und zwar insbesondere derart, dass bei Verdrehen des Drehstellteils ein Totpunkt
überfahren wird und das Drehstellteil von der Federeinrichtung in entgegengesetzte
Endstellungen vorspannbar ist, die den ver- und entriegelten Stellungen des Kupplers
entsprechen können. Die Federeinrichtung ist dabei in beiden Endstellungen des Drehstellteils
entspannter als in der dazwischen liegenden Totpunktstellung, so dass die Federeinrichtung
das Stellgetriebe sowohl in der entriegelten Stellung als auch in der verriegelten
Stellung durch Federkraft halten kann. Um von der entriegelten Stellung in die verriegelte
Stellung oder umgekehrt von der verriegelten in die entriegelte Stellung zu fahren,
muss händisch die genannte Federkraft überwunden werden.
[0033] Vorteilhafterweise kann die genannte Federeinrichtung einerseits und der Betätigungslenker
andererseits, der die Drehbewegung des Drehstellteils in eine Stellbewegung des Verriegelungselements
umsetzt, auf verschiedenen bzw. gegenüberliegenden Seiten des Verriegelungsteils angeordnet
sein. Hierdurch wird eine besonders schlanke Bauweise erzielt, so dass sich die genannte
Baugruppe umfassend das Drehstellteil, den Betätigungslenker und die Federeinrichtung
seitlich entlang dem Kupplerkorpus und/oder entlang der genannte Ausnehmung erstrecken
kann, ohne dass die Baugruppe die Ausnehmung und die Einfahrbarkeit der Hydraulikkupplungen
in dem Bereich der Ausnehmung behindern oder beschränken würde. Trotzdem kann die
genannte Baugruppe relativ lang ausgeführt werden bzw. einen großen Teil der zur Verfügung
stehenden Länge des Kupplerkorpus ausnutzen, wodurch eine günstige Hebelwirkung und
eine einfach bauende Federeinrichtung vorgesehen werden können.
[0034] Die genannte Federeinrichtung kann dabei vorteilhafterweise unmittelbar dem genannten
Drehstellteil angreifen und/oder einen Spannlenker vorspannen, der einerseits gelenkig
an dem genannten Drehstellteil angelenkt ist und andererseits verschieblich am Kupplerkorpus
geführt ist. Insbesondere kann die Federeinrichtung dem genannten Vorspannlenker so
zugeordnet sein, dass der genannte Vorspannlenker entlang seiner Längsrichtung vorgespannt
ist und gegenüber dem Kupplerkorpus von der Federkraft versucht wird, verschoben zu
werden. Diese federkraftbeaufschlagte Verschiebebewegung des Spannlenkers versucht
den Drehstellteil in eine seiner Endstellungen zu verdrehen.
[0035] Vorteilhafterweise kann der Schnellkuppler zwei Verriegelungselemente aufweisen,
die der genannten Verriegelungsaufnahme zugeordnet sind und einen darin aufgenommenen
Verriegelungsteil verriegeln können. Vorteilhafterweise ist dabei jedem der genannten
Verriegelungselemente eine eigene Stellgetriebebaugruppe umfassend jeweils ein Drehstellteil,
einen daran angelenkten Betätigungslenker und eine Federeinrichtung zugeordnet, wobei
sich die genannten Stellgetriebebaugruppen vorteilhafterweise seitlich an gegenüberliegenden
Rändern des Kupplerkorpus und/oder auf gegenüberliegenden Seiten der zuvor genannten
Ausnehmung erstrecken können.
[0036] Die beiden Stellgetriebebaugruppen können dabei durch eine Synchronisationswelle
synchronisiert sein, die die beiden Drehstellteile miteinander verbindet und hinsichtlich
ihrer Rotation synchronisiert. Eine solche Drehsynchronisation der beiden Drehstellteile
und damit der Verriegelungsbewegung der Verriegelungselemente kann jedoch auch durch
das anzusetzende Betätigungswerkzeug erzielt werden, das beispielsweise die genannte
Synchronisationswelle ersetzen bzw. aufweisen kann. Beispielsweise kann das Handwerkzeug
von einer Seite her in beide Drehstellteile eingesteckt werden, beispielsweise über
eine Mehrkantausnehmung und/oder eine Keilwellenausnehmung und/oder eine anderweitig
drehmomentübertragende Ausnehmung in den beiden Drehstellteilen. Die beiden Stellgetriebebaugruppen
können also auch durch das einzusetzende Handwerkzeug synchronisiert werden, so dass
bei entferntem Betätigungswerkzeug noch mehr Bauraum für die Ankuppelbewegung zur
Verfügung steht.
[0037] Alternativ können die genannten beiden Stellgetriebebaugruppen jedoch auch über separate
Betätigungswerkzeuge betätigt werden.
[0038] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann das zumindest eine Drehstellteil
an dem Kupplerkorpus derart positioniert sein, dass die Drehachse des Drehstellteils
mit einer Ausnehmung fluchtet, die in einem Seitenflansch des anzukuppelnden Kupplerteils
vorgesehen ist, so dass die genannte Drehachse des Drehstellteils im zusammengefahrenen
bzw. angekuppelten Zustand in einem Bereich liegt, der von Seitenflanschen des anzukuppelnden
Kupplerteils begrenzt wird. Mit anderen Worten fährt die Drehachse der Drehstellteile
in einen Innenraum zwischen den Seitenflanschen des anzukuppelnden Kupplerteils ein,
wodurch eine besonders flache Bauweise des Schnellkupplers ermöglicht wird.
[0039] Um trotzdem von der Seite her das Betätigungswerkzeug an das genannte Drehstellteil
ansetzen zu können, ist der Drehstellteil so positioniert, dass seine Drehachse -
im angekuppelten Zustand - mit einer Durchgangsausnehmung fluchtet, die in dem besagten
Seitenflansch des anzukuppelnden Kupplerteils vorgesehen ist. Das anzusetzende Betätigungswerkzeug
kann somit durch die genannte Durchgangsausnehmung im Seitenflansch hindurchgesteckt
und mit dem Drehstellteil in Eingriff gebracht werden.
[0040] In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann die genannte Antriebswelle nicht
nur manuell durch Ankuppeln eines Handwerkzeugs betätigt werden, sondern der Schnellkuppler
kann einen Antrieb bzw. einen Fremdenergie betätigbaren Stellaktor umfassen, um die
Antriebswelle mittels Fremdenergie verdrehen und damit die Verriegelungs- und Sicherungselement
ein- und ausfahren zu können.
[0041] Die gemeinsame Antriebswelle kann hierfür einen Stellaktoranschluss zum Anschließen
eines solchen Stellaktors zum Verdrehen der Antriebswelle aufweisen, wobei besagter
Stellaktoranschluss beispielsweise an einem der schon genannten Drehstellteile oder
an einem weiteren Drehstellteil vorgesehen sein kann, das drehfest mit der Antriebswelle
verbunden ist.
[0042] Der genannte Stellaktor kann grundsätzlich verschieden ausgebildet sein. In vorteilhafter
Weiterbildung der Erfindung kann beispielsweise ein Druckmittelzylinder vorgesehen
sein, der hydraulisch oder gegebenenfalls auch pneumatisch betätigbar ist. Vorteilhafterweise
kann sich ein solcher Stellaktor im Wesentlichen parallel zu einer Verbindungsebene
erstrecken, die durch die Verriegelungsausnehmung und die Ankuppelaufnahme geht, wobei
der genannte Stellaktor mit seiner Längs- und/oder Wirkachse vorteilhafterweise im
Wesentlichen senkrecht zur Längsachse der Antriebswelle ausgerichtet sein kann.
[0043] Alternativ oder zusätzlich zu einem solchen Druckmittelzylinder kann der Stellaktor
auch einen Elektromotor und/oder einen elektrischen Stellaktor aufweisen.
[0044] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels und
zugehöriger Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische Seitenansicht eines Schnellkupplers nach einer vorteilhaften Ausführung
der Erfindung, der an einen Auslegerstiel eines Baggers angebaut ist und als Anbauwerkzeug
einen Grablöffel ankuppelt,
- Fig. 2:
- eine perspektivische Darstellung des Schnellkupplers aus Fig. 1 in einer abgekuppelten
Stellung, in der die beiden miteinander kuppelbaren Kupplungsteile kurz vor dem Einhaken
am Hakenabschnitt gezeigt sind,
- Fig. 3:
- eine schematische Darstellung des elektrisch/hydraulischen Antriebsystems des Schnellkupplers
aus den vorhergehenden Figuren nach einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung,
- Fig. 4:
- eine perspektivische Darstellung des Schnellkupplers aus Fig. 3 schräg von unten,
d.h. von der dem anzukuppelnden Kupplerteil zugewandten Seite her, die die ausfahrbaren
Verriegelungselemente an der Verriegelungsaufnahme zeigen,
- Fig. 5:
- eine Draufsicht auf die Unterseite des Schnellkupplers aus den Figuren 3 und 4, d.h.
auf die dem anzukuppelnden Kupplerteil zugewandten Seite, die die Anordnung der beiden
Stellgetriebe rechts und links der Ausnehmung zeigen, und
- Fig. 6:
- eine schematische, teilgeschnittene Darstellung des Schnellkupplers in einer Seitenansicht,
die die gegenläufig verfahrbaren Verriegelungs- und Sicherungselemente und deren Anbindung
an eine gemeinsame Antriebswelle zeigt, wobei die Teilansicht (a) die Antriebswelle
in einer Drehstellung zeigt, in der die Sicherungs- und Verriegelungselemente entriegelt
sind und die Teilansicht (b) die Antriebswelle in einer Drehstellung zeigt, in der
die Sicherungs- und Verriegelungselemente verriegelt sind,
- Fig. 7:
- eine teilgeschnittene, perspektivische Darstellung des Schnellkupplers aus den vorhergehenden
Figuren, die einen mit der Antriebswelle gekoppelten Stellantrieb in Form eines Hydraulikzylinders
zeigt, und
- Fig. 8:
- eine teilgeschnittene, perspektivische Darstellung des Schnellkupplers aus den vorhergehenden
Figuren, die einen an die Antriebswelle angekoppelten Stellantrieb in Form eines Elektromotors
zeigt.
[0045] Wie Fig. 1 zeigt, kann der Schnellkuppler 1 zwischen das freie Ende des Auslegerstiels
5 eines Baggers 30 und das daran anzubauende Werkzeug 4 montiert werden, wobei das
genannte Anbauwerkzeug 4 in Fig. 1 als Grablöffel ausgebildet ist, jedoch in an sich
üblicher Weise natürlich auch andere entsprechende Bau-, Handhabungs- oder Abbruchwerkzeuge
beispielsweise in Form von Schalengreifern, Abbruchzangen, Scheren oder Ähnliches
umfassen kann. Der genannte Schnellkuppler 1 ist hierbei einerseits mittels eines
stielseitigen Kupplerteils 2 schwenkbar um eine liegende, quer zur Längsachse des
Auslegerstiels 5 ausgerichtete Schwenkachse an den genannten Auslegerstiel 5 montierbar,
so dass der Schnellkuppler 1 zusammen mit dem daran angebauten Werkzeug 4 beispielsweise
mittels eines Druckmittelzylinders 36 und eines zwischengeschalteten Schwenkstücks
37 gegenüber dem Auslegerstiel 5 verschwenkt werden kann.
[0046] Mittels eines werkzeugseitigen Kupplerteils 3 - vgl. Fig. 2 - kann der genannte Schnellkuppler
andererseits an dem Anbauwerkzeug 4 und/oder einem zwischengeschalteten Drehantrieb
angebaut werden.
[0047] Wie die Figuren 2 und 3 zeigen, kann eines der beiden Kupplerteile 2 bzw. 3, vorzugsweise
das stielseitige Kupplerteil 2 einerseits eine Ankuppelaufnahme 6 und andererseits
eine Verriegelungsaufnahme 10 umfassen, die mit zwei Verriegelungsteilen beispielsweise
in Form von Verriegelungsachsen 13 und 14 am anderen, vorzugsweise werkzeugseitigen
Kupplerteil 3 eingehakt bzw. in Eingriff gebracht werden können. Entgegen der Darstellung
der Zeichnung wäre es grundsätzlich aber auch denkbar, an einem Kupplerteil eine Verriegelungsachse
und eine Aufnahme und am anderen Kupplerteil wiederum eine Verriegelungsachse und
eine Aufnahme vorzusehen, wobei jedoch die gezeigte Ausführung mit zwei Aufnahmen,
d.h. Verriegelungsaufnahme und Ankuppelaufnahme an dem einen Kupplerteil und zwei
damit korrespondierenden Verriegelungsachsen am anderen Kupplerteil bevorzugt ist,
da die zugehörigen Sicherungs- und Verriegelungselemente und deren Betätigung dann
an einem Kupplerteil zusammengefasst werden können.
[0048] Wie Fig. 2 zeigt, bilden die Ankuppelaufnahme 6 und die Verriegelungsaufnahme 10
jeweils eine maulförmige, zu einer Seite hin offene Aufnahme, in die die Verriegelungsachsen
13 und 14 einfahren können, die von Querbolzen bzw. Verriegelungsbolzen gebildet sein
können, vgl. Fig. 2. Dabei sind die Ankuppelaufnahme 6 und die Verriegelungsaufnahme
10 vorteilhafterweise derart angeordnet und konfiguriert, dass dann, wenn eine erste
Verriegelungsachse 13 des einen Kupplerteils 3 in die vorzugsweise hakenförmige Ankuppelaufnahme
6 des anderen Kupplerteils 2 eingefahren bzw. eingehakt ist, die beiden Kupplerteile
zueinander verschwenkt werden können, und zwar derart, dass die Ankuppelaufnahme 6
bzw. die darin aufgenommene Verriegelungsachse 13 die Drehachse bilden und durch die
entsprechende Schwenkbewegung die zweite Verriegelungsachse 14 in die Verriegelungsaufnahme
10 einfahren kann, so dass die beiden Kupplerteile 2 und 3 in einem zweistufigen Kupplungsprozess
miteinander gekuppelt werden können. Zuerst wird die Ankuppelaufnahme 6 an der ersten
Verriegelungsachse 13 eingehakt, um sodann durch Verschwenken der beiden Kupplerteile
2 und 3 relativ zueinander - was beispielsweise durch Betätigung des vorgenannten
Schwenkzylinders 36 erfolgen kann - die Verriegelungsaufnahme 10 mit der zweiten Verriegelungsachse
14 in Eingriff gebracht werden kann.
[0049] Ist die zweite Verriegelungsachse 14 in die Verriegelungsaufnahme 10 eingefahren,
wird die genannte zweite Verriegelungsachse 14 in der Verriegelungsaufnahme 10 verriegelt
bzw. wird die Verriegelungsaufnahme 10 geschlossen, so dass die zweite Verriegelungsachse
14 nicht mehr heraus kann. Hierzu ist ein Verriegelungselement 11 beispielsweise in
Form eines Verriegelungskeils vorgesehen, der auf der Öffnungsseite der Verriegelungsaufnahme
10 vor die darin aufgenommene Verriegelungsachse 14 gefahren werden kann, vgl. Fig.
3. Zur manuellen Betätigung des genannten Verriegelungselements 11 kann hierbei vorteilhafterweise
ein Werkzeug 15 angesetzt werden.
[0050] Durch Verriegelung des Verriegelungselements 11 ist dabei nicht nur die zweite Verriegelungsachse
14 in der Verriegelungsaufnahme 10 gehalten, sondern auch die beiden Kupplerteile
2 und 3 miteinander verriegelt, da die Ankuppelaufnahme 6 so ausgebildet ist, dass
die darin aufgenommene erste Verriegelungsachse 13 nicht aus der Ankuppelaufnahme
6 heraus kann, wenn die zweite Verriegelungsachse 14 in der Verriegelungsaufnahme
10 gefangen ist.
[0051] Dennoch ist vorteilhafterweise auch der Ankuppelaufnahme 6 ein Sicherungselement
25 zugeordnet, welches die Verriegelungsachse 13 in der Ankuppelaufnahme 6 sichert
bzw. verriegelt und verhindert, dass die Verriegelungsachse 13 aus der Ankuppelaufnahme
6 herausbewegt werden kann. Das genannte Sicherungselement 25 kann ein verfahrbares
Riegelteil umfassen, das im Bereich des offenen Endes der Ankuppelaufnahme 6 in diese
eingefahren werden kann, vgl. Fig. 6 (b).
[0052] Wie die Figuren 3-5 zeigen, sind vorteilhafterweise zwei Verriegelungselemente 11
der Verriegelungsaufnahme 10 zugeordnet, um darin die zweite Verriegelungsachse 14
zu verriegeln, wobei die genannten Verriegelungselemente 11 vorteilhafterweise an
gegenüberliegenden Rand- bzw. Seitenabschnitten des Kupplerkorpus 7 angeordnet sein
können.
[0053] Ebenso können zwei Sicherungselemente 25 der Ankuppelaufnahme 6 zugeordnet sein,
um die erste Verriegelungsachse 14 darin zu verriegeln, wobei die genannten Sicherungselemente
25 vorteilhafterweise an gegenüberliegenden Rand- bzw. Seitenabschnitten des Kupplerkorpus
7 angeordnet sein können.
[0054] Die beiden Verriegelungselemente 11 und die beiden Sicherungselemente 25 können vorteilhafterweise
händisch über ein Stellgetriebe 12 angetrieben werden, wobei jedem Verriegelungselement
11 und Sicherungselement 25 eine eigene Stellgetriebebaugruppe zugeordnet sein kann,
die über das anzusetzende Werkzeug 15 oder eine Synchronisationswelle miteinander
synchronisiert sein können.
[0055] Wie Fig. 5 am besten zeigt, umfasst jede Stellgetriebebaugruppe des Stellgetriebes
12 ein Drehstellteil 16, das um eine Querachse etwa parallel zur Längserstreckung
der Verriegelungsaufnahme 10 bzw. quer zur Längsachse der Verriegelungselement 11
drehbar an dem Kupplerkorpus 11 gelagert ist, wobei vorteilhafterweise die Drehachsen
der beiden Drehstellteile 16 zueinander fluchtend ausgerichtet sein können.
[0056] An dem genannten Drehstellteil 16 ist einerseits ein Betätigungslenker 17 gelenkig
angelenkt, welcher andererseits an dem zugehörigen Verriegelungselement 11 gelenkig
angelenkt ist. Wird das Drehstellteil 16 verdreht, setzt der genannte Betätigungslenker
17 die Drehbewegung in eine Verschiebung des Verriegelungselements 11 um. Das besagte
Verriegelungselement 11 ist hierzu längsverschieblich an dem Kupplerkorpus 7 gelagert.
[0057] Um das Sicherungselement 25 verfahren zu können, kann ein zweites Drehstellteil 26
vorgesehen sein, das separat vom ersten Drehstellteil 16 ausgebildet sein kann, aber
auch mit dem genannten Drehstellteil 16 zusammengefasst sein kann. Ein Betätigungslenker
27 lenkt das Sicherungselement 25 an das genannte Drehstellteil 26 an, um ein Verdrehen
des Drehstellteils 16 in eine translatorische Schiebebewegung des Sicherungselement
25 umzusetzen.
[0058] Vorteilhafterweise erstrecken sich die Drehstellteile 16 und 26 auf gegenüberliegenden
Seiten der Drehachse, so dass die Verriegelungs- und Sicherungselemente 11 bzw. 25
zueinander gegenläufig verfahren werden, wenn die Drehstellteile in einer Drehrichtung
verdreht werden, vgl. im Vergleich zueinander Fig. 6 (a) und Fig. 6 (b).
[0059] Andererseits ist an dem genannten Drehstellteil 16 und/oder dem Drehstellteil 26
ein Spannlenker 18 gelenkig angelenkt, der andererseits an dem Kupplerkorpus 7 verschieblich
geführt ist. Genauer gesagt ist der besagte Spannlenker 18 an einen drehbaren Anschlag
19 verschieblich geführt, so dass der Spannlenker 18 bei Drehbewegungen des Drehstellteils
16 an dem Anschlag 19 verschoben werden kann, wobei sich der Anschlag 19 gleichzeitig
drehen kann, um die Verschwenkung des Spannlenkers 18 zu berücksichtigen.
[0060] Der genannte Spannlenker 18 wird dabei von einer Federeinrichtung 20 vorgespannt,
wobei die genannten Federeinrichtung 20 zwischen dem besagten Anschlag 19 und einer
Schulter des Spannlenkers 18 angeordnet sein kann, beispielsweise in Form einer Schraubenfeder,
die über den Spannlenker 18 geschoben ist.
[0061] Die Spannkraft der Federeinrichtung 20 versucht den Spannlenker 18 in eine Richtung
zu verschieben, was eine rotatorische Vorspannung auf den Drehstellteil 16 und/oder
den Drehstellteil 26 bewirkt.
[0062] Die Federeinrichtung 20 bzw. der Spannlenker 18 sind dabei derart an dem Drehstellteil
16 angeordnet, dass beim Verdrehen des Drehstellteils 16 von der Entriegelungsstellung
in die Verriegelungsstellung und umgekehrt von der Verriegelungsstellung in die Entriegelungsstellung
jeweils eine Totpunktstellung überfahren wird und die Federeinrichtung 20 den Drehstellteil
16 einmal in die eine Richtung und das andere Mal in die andere Richtung vorzuspannen
versucht. Mit anderen Worten spannt die Federeinrichtung 20 den Drehstellteil 16 einerseits
in die entriegelte Endstellung und andererseits in die verriegelte Endstellung vor,
je nachdem, zu welcher Seite hin der genannte Totpunkt überfahren worden ist.
[0063] Vorteilhafterweise erstrecken sich die beiden Stellgetriebebaugruppen des Stellgetriebes
12, jeweils umfassend die Drehstellteile 16 und 26, die Betätigungslenker 17 und 27,
den Spannlenker 18 und die Federeinrichtung 20, entlang eines länglichen Bauraums,
der sich seitlich oder randseitig links bzw. rechts am Kupplerkorpus 7 befindet, so
dass die Stellgetriebebaugruppen in ihrer Erstreckung auf die rechten und linken Randbereiche
des Kupplerkorpus 7 beschränkt sind.
[0064] Vorteilhafterweise sind hierzu die Federeinrichtung 20 und der Spannlenker 18 einerseits
sowie der Betätigungslenker 17 andererseits auf gegenüberliegenden Seiten des Drehstellteils
16 angeordnet, um eine insgesamt sehr schlanke Bauweise der Stellgetriebebaugruppen
zu erzielen.
[0065] Wie Fig. 5 zeigt, können die beiden Stellgetriebebaugruppen durch eine Antriebs-
bzw. Synchronisationswelle 21 miteinander synchronisiert werden, die die beiden Drehstellteile
16 miteinander koppelt, so dass diese synchron zueinander verdreht werden.
[0066] Die genannte Antriebswelle 21 kann dabei fest installiert sein oder alternativ hierzu
durch das anzusetzende Betätigungswerkzeug 15 gebildet sein, das von einer Seite her
in beide Drehstellteile 16 bzw. 26 einsteckbar sein kann. Die Drehstellteile 16 und
26 können hierzu eine drehmomentübertragende Steckausnehmung beispielsweise in Form
eines Mehrkantlochs oder eine Profilwellenausnehmung aufweisen.
[0067] Die Drehstellteile 16 und 26 können dabei vorteilhafterweise derart angeordnet sein,
dass das Betätigungswerkzeug 15 durch eine Durchgangsausnehmung 22, die in einem der
Seitenflansche des anzukuppelnden Kupplerteils 3 eingesteckt werden kann, vgl. Fig.
2.
[0068] Wie die Figuren 3-5 zeigen, besitzt der Kupplerkorpus 7 des Kupplerteils 2 eine zentrale
Ausnehmung 8, die zwischen den Ankuppel- und Verriegelungsaufnahmen 6 und 10 vorgesehen
ist und sich auf der Unterseite des Kupplerkorpus 7 erstreckt, vgl. Figuren 4 und
5.
[0069] Die genannte Ausnehmung 8 wird dabei rahmenartig eingefasst, und zwar einerseits
von den genannten Ankuppel- und Verriegelungsaufnahmen 6 und 10 und den diese ausbildenden
Abschnitten des Kupplerkorpus 7, sowie andererseits von sich in Längsrichtung erstreckenden
Längsstegen, die rechts und links den Kupplerkorpus 7 bilden und die beiden Ankuppel-
und Verriegelungsaufnahmen 6 und 10 miteinander verbinden. Der Zentralbereich des
Kupplerkorpus 7 ist also ausgespart, wobei die genannte Ausnehmung 8 sich über mehr
als zwei Drittel der Breite des Kupplerkorpus 7 und über zumindest die Hälfte der
Länge im Sinne der Beabstandung zwischen den beiden Ankuppel- und Verriegelungsaufnahmen
6 und 10 erstrecken kann.
[0070] Insbesondere kann die genannte Ausnehmung 8 eine zentrale napf- oder wannenförmige
Vertiefung in der Unterseite des Kupplerkorpus 7 bilden, die beim Ankuppeln auf das
zu verbindende Kupplerteil 3 gefahren wird, wobei die genannte Ausnehmung 8 seitlich
rechts und links von festigkeitserhöhenden, versteifenden Strukturverdickungen insbesondere
in Form von Randwulsten 23 eingefasst sein kann. Die genannten Randwulste 23 können
ein längliches Hohlkastenprofil bilden oder auch aus einem massiven Längsträger bzw.
-steg bestehen, so dass sich die Dicke des Kupplerkorpus an den seitlichen Randwulsten
23 gegenüber dem ausgesparten Zentralbereich massiv erhöht und insbesondere ein Vielfaches
der Dicke im Zentralbereich beträgt. Wie Fig. 4 und Fig. 5 zeigen, kann die zentrale
Aussparung 8 entlang drei Seiten von solchen Randwulsten eingefasst sein, wobei links
und rechts angeordnete Randwulste 23l und 23r zumindest teilweise als Hohlkastenprofil
ausgebildet sein und/oder die Stellgetriebeabschnitte des Stellgetriebes 12 aufnehmen
können. Ein quer verlaufender Randwulst 23q kann das Aufnahmemaul 6 bilden und/oder
seitlich angeformte Randmäuler 6 miteinander verbinden und beispielsweise in Form
eines massiven Halbschalenprofils ausgebildet sein.
[0071] Im ausgesparten Zentralbereich zwischen den genannten Randwulsten 23 kann der Kupplerkorpus
7 im Wesentlichen nur aus einer Strukturplatte 24 beispielsweise in Form einer Blechplatte,
insbesondere Stahlblechplatte oder einem dünnen, näherungsweise ebenen Strukturteil,
das auch stabwerk- oder netz- oder maschenartig beschaffen sein kann, bestehen.
[0072] Wie die Figuren 4 und 5 zeigen, kann in dem zentralen, im Vergleich zu den Randwulsten
23 deutlich dünneren Strukturteil 24, das die genannten Randwulste 23 miteinander
verbindet, eine zentrale Durchgangsausnehmung 8a vorgesehen sein, die einen Teil der
genannten Aussparung 8 bilden kann und in deren Bereich sich die genannte Aussparung
8 von der Unterseite bis zur Oberseite des Kupplerkorpus 7 erstreckt. Die genannte
Durchgangsausnehmung 8a kann beispielsweise eine Ausdehnung besitzen, deren lichte
Weite mehr als 50% oder auch mehr als 66% der Breite des gesamten Kupplerkorpus und/oder
deren lichte Länge mehr als 33% oder auch mehr als 50% der Beabstandung der Ankoppel-
und Verriegelungsaufnahmen beträgt.
[0073] Das Stellgetriebe 12 erstreckt sich seitlich rechts und links neben der genannten
Ausnehmung 8 und lässt die genannte Ausnehmung 8 frei, so dass an dem anzukuppelnden
Kupplerteil 3 vorhandene Hydraulikkupplungen 9 kollisionsfrei in die Ausnehmung 8
einfahren bzw. zwischen die beiden Ankuppel- und Verriegelungsaufnahmen 6 und 10 einfahren
können.
[0074] Das genannte Stellgetriebe 12 kann zumindest teilweise im Inneren der genannten randseitigen
Randwulste 23l und 23r erstrecken, wobei alternativ oder zusätzlich die genannten
Randwulste 23 auch Aussparungen besitzen können, im Bereich derer die genannten Stellgetriebe
12 freiliegen.
[0075] Wie aus den Figuren 6 (a) und 6 (b) ersichtlich, zeichnet sich der Schnellkuppler
vorteilhafterweise dadurch aus, dass sowohl das der Verriegelungsaufnahme 10 zugeordnete
Verriegelungselement 11 als auch ein bewegliches Sicherungselement 25, das der Ankuppelaufnahme
6 zum Sichern des darin aufgenommenen ersten Verriegelungsteils 13 zugeordnet ist,
durch die gemeinsame Antriebswelle 21 betätigbar und jeweils über einen Betätigungslenker
17, 27 an einem mit der gemeinsamen Antriebswelle 21 drehfest verbundenen Drehstellteil
16, 26 angelenkt sind, sodass das Verriegelungslement 11 und das Sicherungselement
25 durch Verdrehen der gemeinsamen Antriebswelle 21 in einer Drehrichtung zueinander
gegenläufig verfahren.
[0076] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass die genannte Antriebswelle 21 sich
zwischen der Ankuppelaufnahme 6 und der Verriegelungsaufnahme 10 quer über den Kupplerkorpus
7 erstreckt und eine Seitenwange 7s des Kupplerkorpus 7 eine Durchgangsausnehmung
28 aufweist, durch die hindurch sich die Antriebswelle 21 zu einer Außenseite des
Kupplerkorpus 7 hin erstreckt und/oder das Handwerkzeug mit der Antriebswelle 21 kuppelbar
ist.
[0077] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass die Ankuppelaufnahme 6 eine maulförmige
Sacknut mit einer Nutlängsachse 29 bildet, die zu einer Seite hin, die von der Verriegelungsaufnahme
10 abgewandt ist, offen ist, wobei die Nutlängsachse 29 zu einer Stellachse 25a des
Sicherungselements 25 und/oder zu einer Verbindungsebene 30, die sowohl durch die
Ankuppelaufnahme 6 als auch durch die Verriegelungsaufnahme 10 geht, spitzwinklig
geneigt ist.
[0078] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass die Drehstellteile 16, 26, an denen
das Verriegelungselement 11 einerseits und das Sicherungselement 25 andererseits angelenkt
sind, sich auf gegenüberliegenden Seiten der Antriebswelle 11 erstrecken und derart
angeordnet sind, dass die Betätigungslenker 17, 27 des Verriegelungselements 11 und
des Sicherungselements 25 beim Verdrehen der Antriebswelle 21 aus der entriegelnden
Stellung in die verriegelnde Stellung überstreckt werden und jeweils einen Totpunkt
überfahren.
[0079] In Weiterbildung der Erfindung kann sich der Schnellkuppler dadurch auszeichnen,
dass das Sicherungselement 25 über den Betätigungslenker 27 und das Drehstellteil
26 zumindest im Wesentlichen spielfrei an die Drehbewegung der Antriebswelle 21 angekoppelt
ist und die Drehbewegung der Antriebswelle 21 zwangsgesteuert in eine Stellbewegung
des Sicherungselements 25 umgesetzt wird, während das Verriegelungselement 11 gegenüber
der Antriebswelle 21 einen begrenzten Freigang besitzt, dem vorzugsweise eine Vorspannvorrichtung
zum Vorspannen in eine Endstellung des Freigangs zugeordnet ist.
[0080] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass eine Überwachungssensorik 31 zum Überwachen
der Verriegelung zumindest einen Drehstellungssensor 32 zum Überwachen des Erreichens
einer verriegelnden Drehstellung der Antriebswelle 21 sowie zwei Aufnahmesensoren
33, 34 aufweist, die einerseits der Ankuppelaufnahme 6 und andererseits der Verriegelungsaufnahme
10 zugeordnet sind und die Anwesenheit des ersten und zweiten Verriegelungsteils 13,
14 in der Ankuppelaufnahme 6 und der Verriegelungsaufnahme 10 überwachen.
[0081] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass die gemeinsame Antriebswelle 21 einen
Stellaktoranschluss zum Anschließen eines Fremdenergie betätigten Stellaktors 35 zum
Verdrehen der Antriebswelle 21 aufweist.
[0082] In Weiterbildung der Erfindung kann sich der Schnellkuppler dadurch auszeichnen,
dass der Stellaktor 35 zumindest einen Druckmittelzylinder 36 umfasst, der sich im
wesentlichen parallel zu einer Verbindungsebene erstreckt, die sowohl durch die Ankuppelaufnahme
6 als auch durch die Verriegelungsaufnahme 10 geht.
[0083] In Weiterbildung der Erfindung kann sich der Schnellkuppler dadurch auszeichnen,
dass der Stellaktor 35 einen Elektromotor und/oder einen elektrischen Stellaktor umfasst.
1. Schnellkuppler zum Ankuppeln eines Werkzeugs (4) an einen Baggerstiel (5) oder dergleichen,
mit einem Kupplerkorpus (7), der an gegenüberliegenden Stirnseiten einerseits eine
Ankuppelaufnahme (6) zum Aufnehmen eines ersten Verriegelungsteils (13) eines anzukuppelnden
Kupplerteils (3) und andererseits eine Verriegelungsaufnahme (10) zum Aufnehmen eines
zweiten Verriegelungsteils (14) des anzukuppelnden Kupplerteils (3) aufweist, wobei
zumindest der Verriegelungsaufnahme (10) zumindest ein bewegliches Verriegelungselement
(11) zum Verriegeln des zweiten Verriegelungsteils (14) zugeordnet ist, wobei das
genannte Verriegelungselement (11) über ein an dem Kupplerkorpus (7) angeordnetes
Stellgetriebe (12) manuell betätigbar ist, welches eine drehbar gelagerte, mit einem
Handwerkzeug kuppelbare Antriebswelle (21) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl das der Verriegelungsaufnahme (10) zugeordnete Verriegelungselement (11) als
auch ein bewegliches Sicherungselement (25), das der Ankuppelaufnahme (6) zum Sichern
des darin aufgenommenen ersten Verriegelungsteils (13) zugeordnet ist, durch die gemeinsame
Antriebswelle (21) betätigbar und jeweils über einen Betätigungslenker (17, 27) an
einem mit der gemeinsamen Antriebswelle (21) drehfest verbundenen Drehstellteil (16,
26) angelenkt sind, sodass das Verriegelungslement (11) und das Sicherungselement
(25) durch Verdrehen der gemeinsamen Antriebswelle (21) in einer Drehrichtung zueinander
gegenläufig verfahren.
2. Schnellkuppler nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die genannte Antriebswelle
(21) sich zwischen der Ankuppelaufnahme (6) und der Verriegelungsaufnahme (10) quer
über den Kupplerkorpus (7) erstreckt und eine Seitenwange (7s) des Kupplerkorpus (7)
eine Durchgangsausnehmung (28) aufweist, durch die hindurch sich die Antriebswelle
(21) zu einer Außenseite des Kupplerkorpus (7) hin erstreckt und/oder das Handwerkzeug
mit der Antriebswelle (21) kuppelbar ist.
3. Schnellkuppler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Ankuppelaufnahme
(6) eine maulförmige Sacknut mit einer Nutlängsachse (29) bildet, die zu einer Seite
hin, die von der Verriegelungsaufnahme (10) abgewandt ist, offen ist, wobei die Nutlängsachse
(29) zu einer Stellachse (25a) des Sicherungselements (25) und/oder zu einer Verbindungsebene
(30), die sowohl durch die Ankuppelaufnahme (6) als auch durch die Verriegelungsaufnahme
(10) geht, spitzwinklig geneigt ist.
4. Schnellkuppler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Drehstellteile (16,
26), an denen das Verriegelungselement (11) einerseits und das Sicherungselement (25)
andererseits angelenkt sind, sich auf gegenüberliegenden Seiten der Antriebswelle
(11) erstrecken und derart angeordnet sind, dass die Betätigungslenker (17, 27) des
Verriegelungselements (11) und des Sicherungselements (25) beim Verdrehen der Antriebswelle
(21) aus der entriegelnden Stellung in die verriegelnde Stellung überstreckt werden
und jeweils einen Totpunkt überfahren.
5. Schnellkuppler nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Sicherungselement (25)
über den Betätigungslenker (27) und das Drehstellteil (26) zumindest im Wesentlichen
spielfrei an die Drehbewegung der Antriebswelle (21) angekoppelt ist und die Drehbewegung
der Antriebswelle (21) zwangsgesteuert in eine Stellbewegung des Sicherungselements
(25) umgesetzt wird, während das Verriegelungselement (11) gegenüber der Antriebswelle
(21) einen begrenzten Freigang besitzt, dem vorzugsweise eine Vorspannvorrichtung
zum Vorspannen in eine Endstellung des Freigangs zugeordnet ist.
6. Schnellkuppler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Überwachungssensorik
(31) zum Überwachen der Verriegelung zumindest einen Drehstellungssensor (32) zum
Überwachen des Erreichens einer verriegelnden Drehstellung der Antriebswelle (21)
sowie zwei Aufnahmesensoren (33, 34) aufweist, die einerseits der Ankuppelaufnahme
(6) und andererseits der Verriegelungsaufnahme (10) zugeordnet sind und die Anwesenheit
des ersten und zweiten Verriegelungsteils (13, 14) in der Ankuppelaufnahme (6) und
der Verriegelungsaufnahme (10) überwachen.
7. Schnellkuppler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kupplerkorpus (7)
in einem Mittelabschnitt zwischen seinen Ankuppel- und Verriegelungsaufnahmen (6,
10) eine zum anzukuppelnden Kupplerteil (3) hin offene Ausnehmung (8) zum Aufnehmen
und/oder Einfahren von Hydraulikanschlüssen des anzukuppelnden Kupplerteils aufweist
und das Stellgetriebe (12) neben der Ausnehmung (8), die Ausnehmung (8) freilassend
positioniert ist.
8. Schnellkuppler nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Ausnehmung (8) zumindest
teilweise eine Durchgangsausnehmung (8a) ist, die sowohl zu der dem anzukuppelnden
Kupplerteil (3) zugewandten Seite des Kupplerkorpus (7) als auch zu der gegenüberliegenden
Seite des Kupplerkorpus (7) hin offen ausgebildet ist, wobei die Ausnehmung (8) in
Querrichtung quer zur Ebene der Kupplungsbewegung eine lichte Weite (B) von mehr als
1/2 oder mehr als 2/3 der Breite des gesamten Kupplerkorpus (7) und eine in Längsrichtung,
die die beiden Ankuppel- und Verriegelungsaufnahmen (6, 10) verbindet, eine Länge
(L) von mehr als 1/3 oder mehr als 1/2 der Beabstandung der Ankuppel- und Verriegelungsaufnahmen
(6, 10) voneinander aufweist.
9. Schnellkuppler nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei die Ausnehmung
(8) randseitig von versteifenden und/oder festigkeitserhöhenden Strukturteilen und/oder
Randwulsten (23) des Kupplerkorpus (7) eingefasst ist, wobei im Bereich der genannten
Randwulste (23) die Dicke (D) des Kupplerkorpus (7) ein Vielfaches des Kupplerkorpus
(7) im Bereich der Ausnehmung (8) beträgt, wobei insbesondere die genannte Ausnehmung
(8) eine napf- oder wannenförmige Vertiefung in einer Unterseite des Kupplerkorpus
(7) bildet, die von den genannten Randwulsten (23) auf zumindest zwei oder drei Seiten
eingefasst ist, wobei sich das Stellgetriebe (12) zumindest teilweise im Inneren oder
im Bereich der Randwulste (23) aufgenommen ist.
10. Schnellkuppler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mit dem Drehstellteil
(16) eine Federeinrichtung (20) derart gekoppelt ist, dass bei Verdrehen des Drehstellteils
(16) ein Totpunkt überfahren und das Drehstellteil (16) in gegensätzliche Endstellungen
von der Federeinrichtung (20) spannbar ist, wobei die Federeinrichtung (20) einen
Spannlenker (18) vorspannt, der gelenkig an den Drehstellteil (16) angelenkt und verschieblich
am Kupplerkorpus (7) geführt ist.
11. Schnellkuppler nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei die Federeinrichtung
(20) und der Betätigungslenker (17) des Verriegelungselements (11) auf gegenüberliegenden
Seiten des Drehstellteils (16) angeordnet sind und sich entlang einer gemeinsamen
Ebene, die senkrecht zur Drehachse des Drehstellteils ausgerichtet ist, erstrecken.
12. Schnellkuppler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Stellgetriebe (12)
zwei Stellgetriebebaugruppen umfassend jeweils Drehstellteile (16, 26) und Betätigungslenker
(17, 27) für jeweils einfach gegenläufig verfahrbare Verriegelungs- und Sicherungselement
(11, 25) und eine Federeinrichtung (20) aufweist, die sich in gegenüberliegenden seitlichen
Randbereichen des Kupplerkorpus (7) und/oder entlang gegenüberliegender Seiten der
Ausnehmung (8) erstrecken und zum Vorspannen zweier Verriegelungselemente (11), die
der Verriegelungsaufnahme (10) zugeordnet sind, und zweier Sicherungselement (25),
die der Ankuppelaufnahme (6) zugeordnet sind, vorgesehen sind, wobei die Drehstellteile
(16, 26) der beiden Stellgetriebebaugruppen des Stellgetriebes (12) durch die gemeinsame
Antriebswelle (21) und/oder ein einsteckbares Betätigungswerkzeug (15) miteinander
rotatorisch synchronisiert und gekoppelt sind.
13. Schnellkupplersystem umfassend einen Schnellkuppler (1), der gemäß einem der vorhergehenden
Ansprüche ausgebildet ist, und ein an den Kupplerkorpus (7) ankuppelbares Kupplerteil
(3), das in die Ankuppel- und Verriegelungsaufnahmen (6, 10) des Kupplerkorpus (7)
einfahrbare Verriegelungsteile (13, 14) aufweist und zwischen den beiden Verriegelungsteilen
(13, 14) zum Kupplerkorpus (7) hin vorspringende Hydraulik- und/oder Energiekupplungen
aufweist, die in die Ausnehmung (8) des Kupplerkorpus (7) einfahrbar sind.
14. Schnellkuppler nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die gemeinsame Antriebswelle
(21) einen Stellaktoranschluss zum Anschließen eines Fremdenergie betätigten Stellaktors
(35) zum Verdrehen der Antriebswelle (21) aufweist.
15. Schnellkuppler nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Stellaktor (35) zumindest
einen Druckmittelzylinder (36) umfasst, der sich im wesentlichen parallel zu einer
Verbindungsebene erstreckt, die sowohl durch die Ankuppelaufnahme (6) als auch durch
die Verriegelungsaufnahme (10) geht.
16. Schnellkuppler nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei der Stellaktor
(35) einen Elektromotor und/oder einen elektrischen Stellaktor umfasst.