[0001] Vorliegende Erfindung betrifft ein Gebäude mit einer Wasserschadenminimierungseinrichtung
umfassend ein Geschoss mit einem Raum sowie eine Herstellung eines solchen Gebäudes
und eine Verwendung.
[0002] Wasser hat außer der für die Gesundheit des Menschen in der Raumluft nötigen Menge,
im Inneren von Gebäuden nichts zu suchen. Die Folge eines übermäßigen Wassergehaltes
insbesondere an den Wänden oder im Boden ist fast immer eine Schimmelbildung mit den
entsprechenden gesundheitlichen Folgen und/oder Sanierungskosten. Diese sind insbesondere
bei verdeckt im Unterboden oder in anderen nicht leicht zugänglichen Stellen auftretenden
Schimmelschäden besonders hoch.
[0003] Unter dem Begriff 'Schimmel' sollen hier dem allgemeinen Sprachgebrauch folgend alle
Arten und Artengemeinschaften von Mikroorganismen zusammengefasst werden, deren übermäßiges
Wachstum zu visuellen, olfaktorischen und/oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen
führen kann. Dies umfasst Schimmelpilze aber auch Bakterien.
[0004] Feuchtigkeit in Gebäuden kann verschiedene Ursachen bzw. Quellen haben. Erhebliche
Schäden entstehen durch Wassereinbrüche, welche eine wesentlich hohe Wassermenge ins
Gebäude bzw. ins Bauwerk oder in den Boden einzuleiten im Stande sind. Dies betrifft
zum einen durch von außen eingedrungenes Grund- bzw. Dachwasser, welches durch Risse
oder unsachgemäß ausgeführte und/oder abgedichtete (Rohr-) Durchbrüche in der Wand
in das Innere des Gebäudes eintritt. Zum anderen kann ein Wasserschaden auch intern
durch Bruch oder Undichtigkeit eines Leitungsrohres verursacht werden.
[0005] In jedem Fall breitet sich das Wasser aus, indem von seinem Eintrittspunkt aus der
Schwerkraft folgend nach unten in Boden fließt und sich dort ansammelt. Auch wenn
sich keine von außen sichtbare Ansammlung beispielsweise in Form einer Wasserlache
bildet, breitet sich das Wasser doch von dem unter dem Eintrittspunkt gelegenen Sammelpunkt
am Boden wiederum weiter durch Kapillarkräfte, oder auch als Wasserdampf horizontal
im Boden aus. Dies erfolgt insbesondere bei modernen Bodenkonstruktionen, welche unter
einem, im wesentlichen wasserdichten Estrich eine Dämmung vorsehen. Diese Dämmung
kann in Form von Schaumkunststoffplatten (Polystyrol, Polyurethan) oderFaserplatten
oder -matten (Mineralwolle) vorliegen, welche zur Wasserausbreitung mittels Kapillarkräfte
besonders geeignet sind und darüber hinaus bei Verwendung eines organischen Materials
einen hervorragenden Nährboden für Schimmel darstellt. Unter der Dämmung befindet
sich eine Dampfsperre, welche gegenüber dem Rohbeton der darunterliegenden Bodenplatte
oder Decke abdichtet, so dass hier auch kein Abfluss des Wassers nach unten möglich
ist. In oberen Stockwerken von Gebäuden wird die Dampfsperre in der Baupraxis häufig
weggelassen. In diesen Fällen ist auch die Dichtigkeit des Übergangs von Wand zur
(Beton-)Decke, üblicherweise eine Mörtelfuge, nicht sichergestellt. Somit besteht
die Gefahr, dass Feuchtigkeit von einem Raum durch die Mörtelfuge in angrenzende Räume
übertritt.
[0006] Bei Stand der Technik bekannten Gebäuden ist oft in jedem Stockwerk eine sich über
alle Räume des Stockwerks erstreckende, zusammenhängende Bodenkonstruktion eingebaut.
Dies bedeutet, dass an einer Stelle eines Geschosses eindringendes Wasser sich prinzipiell
im gesamten Unterboden des Geschosses ausbreiten kann. Schlimmstenfalls könnte durch
einen größeren Wassereinbruch an einer Stelle also der gesamte Unterboden von dem
Wasser durchdrungen und in der Folge mit Schimmel befallen werden, sodass eine Komplettsanierung
der gesamten Bodenkonstruktion zumindest dieses Geschosses nötig wird. Besonders bei
großen und/oder gewerblich genutzten Gebäuden können die Sanierungskosten und die
wirtschaftlichen Folgeschäden schnell mehrstellige Millionenbeträge erreichen.
[0007] Das Kellergeschoss ist hierbei besonders problematisch, da hier üblicherweise die
Gebäudetechnik installiert ist, so dass eine Sanierung mit der Demontage dieser Gebäudetechnik
und entsprechenden Verlust der durch diese bereitgestellten Funktionen zur Folge hätte.
Darum kann ein Wasserschaden im Kellergeschoss bzw. seine anschließende Sanierung
das gesamte Gebäude in seiner Nutzbarkeit extrem einschränken die Kosten einer Sanierung
teilweise so weit erhöhen, dass diese finanziell nicht tragbar wird.
[0008] Vor diesem Hintergrund hat sich vorliegende Erfindung die Aufgabe gestellt, ein Gebäude
so einzurichten, dass ohne große Mehrkosten zu verursachen die Ausdehnung und die
Schwere von Wasserschäden möglichst gering bleiben.
[0009] Als Lösung präsentiert vorliegende Erfindung ein Gebäude mit einer Wasserschadenminimierungseinrichtung
nach Anspruch 1, welches nach Anspruch 9 hergestellt bzw. erbaut und nach Anspruch
13 verwendet wird.
[0010] Ein wesentliches Element der erfindungsgemäßen Wasserschadenminimierungseinrichtung
für Gebäude ist die Trennbarriere, welche einen Teil des Unterbodens bildet und hierbei
entweder einen Raum des Gebäudes bis in eine gewisse Höhe in zwei voneinander wasserdicht
getrennte Teilvolumina unterteilt oder in gleicher Art nebeneinanderliegende, durch
einen Durchgang verbundene Räume bis in eine gewisse Höhe über der Decke oder Grundplatte
voneinander abschottet.
Diese Unterteilung betrifft genauso eine in dem Raum oder die Räume eingebaute Bodenkonstruktion.
Es wird vorgeschlagen nur die oberste Schicht, aus ästhetischen Gründen, über die
Trennbarriere hinweg zu verlegen, sodass die Barriere nach Einbau der Bodenkonstruktion
im Allgemeinen nicht mehr sichtbar ist. Tritt nun in einem Teil des Raumes ein Wasserschaden
an der Wand oder auch im Inneren des Raumes auf, so fließt das Wasser der Schwerkraft
folgend nach unten und sammelt sich in der Bodenkonstruktion, wo es sich von der Eintrittsstelle
heraus weiter ausbreitet. Hierbei wird es jedoch in seiner Ausbreitung vom Übergriff
auf den anderen Raumteil oder den angrenzenden Raum durch die erfindungsgemäße Trennbarriere
gehindert.
[0011] Die Höhe der Trennbarriere entspricht erfindungsgemäß also im Wesentlichen der Höhe
einer Bodenkonstruktion des Raumes bzw. des Geschosses, in dem dieser Raum sich befindet
und ist allenfalls leicht geringer. Die Höhe der Trennbarriere ist in jedem Fall größer
oder gleich gewählt als die Stärke einer Dämmschicht der Bodenkonstruktion, so dass
die Dämmung der einzelnen Raumabschnitte bzw. aneinander angrenzender Räume nicht
miteinander zusammenhängen und eine kapillare Wasserausbreitung in der Dämmschicht
durch die erfindungsgemäße Wasserschadensminimierungseinrichtung somit effektiv verhindert
ist.
[0012] Die Trennbarriere würde hierbei idealerweise so eingefügt, sodass mit einem minimalen
Material und Arbeitsaufwand eine größtmögliche Minimierung der Wasserschäden erreicht
wird. Hierzu schlägt vorliegende Erfindung insbesondere vor, die Trennbarriere im
Bereich der Durchgänge zwischen verschiedenen Räumen des Geschosses vorzusehen, insbesondere
als etwa quaderförmiges Teil in bzw. unter der Türschwelle der Zwischenräume einzubauen.
Je nach Aufbau oder Konstruktion der Wände mag es jedoch auch erforderlich sein, die
Wände mit einem Sockel in Form einer Trennbarriere auszustatten, so dass eine Wasserdichtigkeit
der Wände gegen Wasserübertritt zumindest in ihrem unteren Bereich gewährleistet ist.
In Kellergeschossen, in denen die Außenwände üblicherweise aus Beton gegossen sind,
ist dies nicht nötig, unter Umständen aber bei gemauerten Wänden.
[0013] Weiterhin sieht vorliegende Erfindung vor, besonders kritische Punkte, d. h. Stellen,
an denen ein Wassereinbruch mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auftreten kann, mit einer
Trennbarriere zu umgeben. Dies kann Durchbrüche durch eine Decke oder Bodenplatte
betreffen, beispielsweise Durchbrüche, bei denen ein Ab- oder Zuleitungsrohr durch
die Decke oder Bodenplatte geführt ist. Dies kann aber auch Durchdringung einer Wand
betreffen, etwa die Stelle an der eine Hauptwasserleitung in das Gebäude hineingeführt
ist, des Weiteren auch Kellerfenster oder Mauerbereiche an denen außen ein Regenableitungsrohr
verläuft. Indem man diese kritischen Stellen mit einer Trennbarriere umgibt, ist ein
Wasserschaden von vornherein auf eine relativ kleine Fläche eingedämmt.
[0014] Vorliegende Erfindung geht dabei davon aus, dass der Wasserschaden eine relativ geringe
Wassereintragsrate umfasst, was ausreicht das Wasser zurückzuhalten. Ist der Wassereintrag
höher kann es zu Überflutungen kommen. In einem solchen Fall wäre eine Trennbarriere
nicht mehr ausreichend, einen größeren Wasserschaden zu verhindern, jedoch sind diese
Fälle relativ selten und auch offensichtlich leicht mit bloßem Auge zu detektieren.
Die Mehrzahl der problematischen Fälle betrifft verdeckte Wasserschäden, bei denen
der Wassereinbruch zunächst die eindringende Wassermenge relativ gering ist. Für genau
diese Fälle, die ebenfalls ein hohes Schadenspotential in sich bergen, schafft die
Wasserschadenminimierungseinrichtung vorliegende Erfindung erfolgreich Abhilfe.
[0015] Der Vorteil der vorgeschlagenen Lösung ist, dass die Trennbarriere, welche eine effektive
Abschottung der Räume bzw. verschiedene Bereiche von Räumen untereinander entspricht,
dazu führt, dass Wasserschäden auf den Raum oder den Bereich beschränkt sind, in dem
sich die Wasserquelle befindet. Dies erleichtert die Einschätzung des Wasserschadens,
da mit einiger Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass er sich auf den Bereich
bis zur nächsten Trennbarriere beschränkt.
[0016] Damit einher gehen viel geringere Sanierungskosten, da nur ein vergleichsweise kleiner
Teil der Bodenkonstruktion erneuert werden muss und auch üblicherweise weniger festinstallierte
Gerätschaften abzubauen sind. Insbesondere für Keller oder Untergeschosse ist der
Einsatz der erfindungsgemäßen Wasserschadenminimierungseinrichtung besonders sinnvoll,
da hier das größte Schadenspotential besteht.
[0017] Ein ebenfalls sehr wichtiger Vorteil ist der geringe Mehraufwand, den das erfindungsgemäße
Wasserschadenminimierungssystem erfordert. Dies betrifft bei Neubau des Gebäudes nur
eine geringe Menge an Baumaterial, beispielsweise Beton für ein in die (Beton-)Grundplatte
oder Decken des Gebäudes eingearbeiteten Trennbarrieren, welcher zusätzlich an gewissen
Stellen des Bodens eines Geschosses bzw. der Geschosse anzugießen ist. Der zusätzliche
Arbeitsaufwand beschränkt sich auf den Einbau der Trennbarrieren, sowie einen leicht
erhöhten Arbeitsaufwand beim Einbau der Bodenkonstruktionen, welche in mehrere Abschnitte
unterteilt auszuführen ist. Wird der Wasserschaden nicht detektiert, sind zwei Fälle
zu unterschieden. Ist die Rate des Wassereintrags kleiner als die Rate, mit welcher
das Wasser aus dem jeweiligen abgeschotteten Bereich verdunsten kann, so bleiben das
Wasser und damit der Schimmel auf diesen Bereich beschränkt. Da eine Verdunstung jedoch
im Wesentlichen nur über die Randfuge erfolgen kann, ist die dadurch gegebene kritische
Wassereintragsrate sehr gering. Wahrscheinlicher ist, dass nach einer gewissen Zeit
der Unterboden bzw. die Dämmschicht darin mit Wasser gesättigt ist und in den angrenzenden
Bereich übertritt.
[0018] Grundsätzlich sollte dann der Wasserschaden sichtbar werden, was einen weiteren Vorteil
vorliegender Erfindung darstellt. Je nachdem, wo der Schaden auftritt und die Trennbarriere(n)
verlaufen, kann jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass diese leicht zugänglich
oder gut sichtbar sind. Um dennoch eine Warnung zu erhalten, ist es daher von großem
Vorteil, wenn regelmäßig Feuchtemessungen erfolgen. Da nur Feuchtemessungen des Unterbodens
selber, bevorzugt der Dämmschicht, wirklich aussagekräftig sind, empfiehlt vorliegende
Erfindung, die Abschottung durch Trennbarrieren mit einem Netz von in den Boden sowie
in Wände, Decken oder Dachkonstruktionen integrierten Feuchtesensoren zu ergänzen.
Sind diese per Funk auslesbar, so wird eine regelmäßige automatisierte Feuchteüberwachung
des gesamten Unterbodens eines Geschosses oder auch des ganzen Gebäudes möglich.
[0019] An einem Computer kann dann eine Zusammenfassende Darstellung der Messwerte erfolgen,
beispielsweise mittels einer Karte des/der Stockwerke, in dem die Messwerte als Zahlenwerte
an der jeweiligen Sensorposition dargestellt sind. Die Feuchte kann auch als Farbverlauf
dargestellt werden, wobei die Feuchtigkeitswerte zwischen den eigentlichen Messstellen
durch eine Interpolation gewonnen werden.
Dies hat einmal den Vorzug, dass vorsorgliche Sichtinspektionen vor Ort seltener oder
gar nicht nötig sind, bzw. nur bei konkretem Anlass durchgeführt werden müssen. Weiterhin
sind so wesentlich genauere und verlässlichere Daten zur Bodenfeuchtigkeit erhältlich,
als durch andere, externe Feuchtemessungen, beispielsweise durch Neutronenflussmessungen
oder Beprobung und anschließender Feuchtebestimmung nach der Darr-Methode, welche
zudem extrem aufwendig ist und aufgrund ihres materialzerstörenden Charakters auch
für eine regelmäßige Feuchteüberprüfung ungeeignet ist.
[0020] Anhand der Zuordnung der Feuchtesensoren zu einem gewissen mittels Trennbarrieren
abgeschotteten Bereich ist eine Groblokalisierung eines Wasserschadens schnell möglich.
Darüber hinaus kann aber aus den Feuchtigkeitsprofilen und ihrer zeitlichen Änderung
weiterhin recht eindeutig auf die Position des Wasserschadens im jeweiligen Bereich
geschlossen werden, falls eine ausreichende Zahl an Feuchtesensoren im jeweiligen
Bereich vorhanden ist. Insbesondere sind mindestens drei Sensoren pro Bereich nötig
um aus einem relativen Zeitversatz eines Feuchtigkeitsanstieges unter Berücksichtigung
der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Wassers im konkreten Dämmmaterial auf die Quellenposition
schließen zu können. Schon bei zwei Sensoren lässt sich aber unter der Annahme, dass
die Quelle am oder in der Nähe des Randes des abgeschotteten Bereiches liegt und dieser
eine konvexe
[0021] Form hat, die Quellposition auf zwei mögliche Orte einschränken, welche die Schnittpunkte
des Bereichsrandes mit einer Hyperbel sind, deren Fokuspunkte die Sensoren sind und
welche dadurch definiert ist, dass für jeden Kurvenpunkt die Differenz der Abstände
zu den Fokuspunkten gleich ist und der zeitlichen Differenz des Anstieges der gemessenen
Feuchtigkeit multipliziert mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Wassers in der
Dämmschicht entspricht.
[0022] Durch die Kombination von Abschottung und integrierter Feuchtemessung ist daher die
Begrenzung eines Wasserschadens auf einen gewissen Bereich erreicht und darüber hinaus
sichergestellt, dass der Schaden schnell entdeckt und zu seiner Quelle zurückverfolgt
werden kann.
[0023] Somit wirken die durch vorliegende Erfindung vorgeschlagene Abschottung durch Trennbarrieren
und Feuchtemessung durch in Boden, Wände, Decke und Dach integrierte Feuchtesensoren
vorteilhaft in sich in ihrer Effektivität gegenseitig verstärkender Weise zusammen.
[0024] Vorteilhafte Weiterbildungen, welche einzelne oder in Kombination realisierbar sind,
sofern sie sich nicht gegenseitig offensichtlich ausschließen, sollen im Folgenden
vorgestellt werden.
[0025] Bevorzugt wird die erfindungsgemäße Wasserschadenminimierungseinrichtung nicht nur
in einem sondern in mehreren Räumen, insbesondere allen Räumen eines Geschosses des
Gebäudes eingebaut. Hierbei bietet sich an, die Trennbarrieren in den Durchgängen
zu installieren, bzw. vorzusehen, da diese natürliche Engstellen darstellen, durch
welche das Wasser verstärkt im Unterbodenverteilt wird. Falls die Wände im unteren
Bereich nicht wasserdicht ausgeführt sind, ist hier eine Anbringung einer zusätzlichen
Abdichtung nötig. Entweder kann der Sockel der Wände als Trennbarriere ausgeführt
werden, oder im unteren Bereich jeder Raumwand wird eine umlaufende Trennbarriere
eingefügt, die den Wandfuß abdichtet. Dies ist insbesondere dann zu empfehlen, wenn
keine Dampfsperre zur Abdichtung der Decke vorhanden ist oder diese nicht, wie üblich,
im Randbereich überstehend ausgeführt ist, wobei der Überstand zur Abdeckung des Wandfußes
verwendet wird. Ersteres ist beim Neubau eines Gebäudes wohl die bessere Lösung, letzteres
erlaubt immerhin Nachrüstung des erfindungsgemäßen Wasserschadenminimierungssystem
in bereits errichteten Gebäuden.
[0026] Weiterhin empfiehlt vorliegende Erfindung bevorzugt kritische Punkte, insbesondere
Durchbrüche durch Bodenplatten oder Decken oder auch Wanddurchbrüche mit einer Trennbarriere
zu umgeben und so, bis in die Höhe des Oberrandes der Trennbarriere, vom Rest des
Raumes abzuschotten. Wasserschäden in diesen besonders gefährdeten Bereichen bleiben
somit von vornherein auf einen kleinen Bereich beschränkt.
[0027] Die zum Abschotten von Durchgängen verwendeten Trennbarrieren sind insbesondere bevorzugt
quaderförmig ausgeführt. Sie können massiv sein, etwa aus Steinen oder Beton. Bevorzugt
sind sie in Form als Hohlkörper aus einem stabilen Leichtmaterial, etwa Kunststoff
ausgestaltet. Um die Dämmung auch im Bereich der Trennbarriere nicht zu verschlechtern,
kann der Innenraum des Hohlkörpers zumindest teilweise mit Dämmmaterial gefüllt sein.
Dieser weist besonders bevorzugt an mindestens einer Stirnseite einen nach außen überstehenden
Flansch auf, welcher im eingebauten Zustand bündig auf dem Boden anliegt und der vorteilhaft
mit einer Dampfsperre überlappen kann, um eine vollständige Wasserdichtheit zu garantieren.
Eine Befestigung der Trennbarriere auf dem Untergrund durch Verschrauben oder Verkleben
ist im Bereich dieses Flansches ebenfalls vereinfacht.
Weiterhin bevorzugt ist die Dampfsperre ein Winkel aus Blech, Aluminiumblech oder
Kunststoff. Diese besonders platzsparende und leichte Ausführung bietet sich insbesondere
zur oben erwähnten Abdichtung des Wandfußes an.
[0028] Die Höhe der erfindungsgemäßen Trennbarriere ist in jedem Fall größer oder gleich
der Stärke einer Dämmschicht, und ist bevorzugt ungefähr so groß bzw. nur geringfügig
kleiner gewählt als die Stärkeeiner einzubauenden Bodenkonstruktion ohne die Estrichschicht.
[0029] Das erfindungsgemäße Wasserschadenminimierungssystem wird zudem vorteilhaft ergänzt
durch in den Boden integrierte Feuchtesensoren, welche es erlauben ohne aufwändige
explizite Messung kontinuierlich den Boden auf ungewöhnliche feuchte Werte zu überwachen.
Diese sind zumindest an kritischen, besonders durch Wassereinbrüche gefährdeten Stellen
in den Boden und/oder in die Wand integriert. Des Weiteren können aber auch zusätzliche
Feuchtesensoren rasterförmig oder anderweitig die Raum- bzw. Geschossfläche weitgehend
abdeckend im Boden verteilt sein. Diese Feuchtesensoren werden bevorzugt drahtlos
ausgelesen, sodass eine Verkabelung entfällt. Besonders wichtige oder für Funksignale
schwer zugängliche Feuchtesensoren können jedoch auch drahtgebunden ausgelesen werden.
Beispielsweise wenn sie hinter einer großen metallischen Installation, wie beispielsweise
eine Heizung oder einer anderen Maschine eingebaut sind. Die Feuchtesensoren kommunizieren
mit Datensammelstellen, welche die Feuchtemesswerte der Sensoren aufnehmen und an
eine zentrale Sammelstelle weiterleiten. Hierbei kann eine Datensammelstelle die Messwerte
der Feuchtesensoren mehrerer Räume aufnehmen, bevorzugt ist jedoch eine Datensammelstelle
pro Raum vorzusehen, da dadurch geringere Sendeleistungen erreichbar sind.
[0030] Alternativ oder zusätzlich empfiehlt vorliegende Erfindung, die Feuchtesensoren mittels
eines tragbaren Lesegeräts auszulesen. Dabei würden die Gebäudeteile, in denen ein
erfindungsgemäßes Wasserschadensminimierungssystem aus Trennbarrieren zur Abschottung
und Feuchtesensoren installiert ist von einer Person mit dem Lesegerät abgeschritten
und die Messwerte der Feuchtesensoren abgerufen. Die Messwerte können einen aktuellen
Feuchtigkeitswert umfassen. Weiterhin können aber auch seit einem letzten Auslesezeitpunkt
periodisch oder unregelmäßig aufgenommene und gespeicherte Feuchtigkeitsmesswerte
ausgelesen werden. Diese würden dann bevorzugt aus dem Speicher der Feuchtesensoren
gelöscht um diesen für die Aufnahme neuer Messwerte freizuräumen.
Das erfindungsgemäße System eignet sich nicht nur zum Einsatz im Boden der einzelnen
Stockwerke des Gebäudes, sondern genauso auch für das Dach, insbesondere im Falle
eines Flachdaches. Das Dach würde durch Einfügen entsprechender Trennbarrieren mindestens
zwei, bevorzugt mehrere, in etwa gleich große Bereiche aufgeteilt, die durch die Trennbarrieren
effektiv voneinander abgeschottet sind. In einem der Bereiche aufgrund von Undichtigkeiten
eindringendes Wasser kann sich dadurch nicht in die anderen Bereiche ausbreiten. Der
durch eine einzelne Undichtigkeit hervorrufbare Wasserschaden ist somit auf einen
Teil des Daches begrenzt. In jedem der Bereich würde mindestens ein Feuchtesensor,
bevorzugt ein drahtlos auslesbarer Feuchtesensor eingesetzt, um durch regelmäßige
Feuchtemessung über das Auftreten von Undichtigkeiten möglichst zeitnah informiert
zu werden. Trennbarrieren in Form eines Metall- oder Kunststoffwinkels eignen sich
besonders für diesen Zweck, da sie durch den schmalen Querschnitt ihres vertikalen
Arms, die Dämmung kaum unterbrechen und auch keine unerwünschten Wärmebrücken bilden.
[0031] Sowohl bei Integration in einen Boden im Inneren des Gebäudes, als auch im Falle
eines Einbaus im Dach können die Feuchtesensoren hierbei in die Dämmung integriert
eingesetzt werden, etwa in dem ein einfacher Einschnitt in die Dämmplatten eingebracht
wird, in dem als flache Module ausgeführte Feuchtesensoren eingeschoben werden. Alternativ
oder zusätzlich empfiehlt vorliegende Erfindung Feuchtesensoren auch in die Trennbarrieren
selbst zu integrieren, insbesondere in eine oder mehrere ihrer Stirnseiten. Dadurch
ist erreicht, dass die Abschottung und die Überwachungsmöglichkeiten der Unterbodenfeuchte
in einem Arbeitsschritt eingebaut werden können.
[0032] Das erfindungsgemäße Gebäude mit Wasserschadenminimierungssystem wird so erstellt,
dass vor Einbau einer Bodenkonstruktion die Trennbarrieren an den entsprechenden Stellen,
insbesondere an Durchgängen zwischen Räumen oder um kritische, besonders gefährdete
Stellen herum angeformt werden. Dies kann beispielsweise bei einer Decke aus Beton
dadurch geschehen, dass entweder schon beim Gießen der Decke oder auch nachträglich
die Trennbarrieren aus Beton gegossen werden. Dann wird die Bodenkonstruktion im bekannten
Verfahren eingefügt. Hierbei ist zumindest die Dämmschicht bevorzugt jedoch alle Schichten
der Bodenkonstruktion mit Ausnahme einer Dampfsperre und/oder einer oberen Zierschicht
durch die Trennbarriere unterteilt.
[0033] In bereits fertig ausgebaute Häuser kann ein erfindungsgemäßes Wasserschadenminimierungssystem
nachgerüstet werden. Sie werden nach entfernen der vorhandenen Bodenkonstruktion eingesetzt
oder angeformt. Sensoren an kritischen Stellen und/oder rasterförmig im Boden verteilt
integriert.
[0034] Das Wasserschadenminimierungssystem nach vorliegender Erfindung wird bevorzugt so
verwendet, dass ein Feuchteprofils erstellt wird.Dies kann durch externe Messungen
bzw. Prüfungen geschehen, etwa händischer Messung, visueller Überprüfung von Bioindikatoren
(Staubläuse, Silberfischen), Hochzügen an Wänden oder auch Geruchsprüfung. Bevorzugt
wird diese Messung und Profilerstellung jedoch mittels der in den Boden integrierten
Feuchtesensoren durchgeführt. Es erfolgt dann eine Groblokalisierung eines Wasserschadens
mittels der Raumzuordnung der Feuchtesensoren oder bzw. der Messsorte der externen
Feuchtemessung erfolgt und schließlich eine Feinlokalisierung des Wasserschadens anhand
des zeitlichen und/oder räumlichen Feuchtigkeitsverlaufes des Feuchteprofils im Raum
erfolgt. Die zeitliche Komponente wird hierbei durch regelmäßige Messung an den gleichen
Stellen ermittelt. Dies lässt sich im Rahmen externer Feuchtemessungen nur sehr schwer
und kostenaufwendig realisieren, ist aber bei Verwendung integrierter Feuchtesensoren
ohne großen Aufwand möglich.
Die Sanierung des Wasserschadens beschränkt sich dann nur auf den betroffenen Raum
bzw. bei mehreren unabhängigen Wasserquellen die betroffenen Räume.
[0035] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile vorliegender Erfindung ergeben sich aus
den im Folgenden anhand der Figuren näher erläuterten Ausführungsbeispielen. Diese
sollen vorliegende Erfindung nur illustrieren und in keiner Weise in ihrer Allgemeinheit
einschränken.
[0036] Es zeigen:
- Figur 1:
- Schematische Ansicht eines Stockwerks eines Gebäudes mit erfindungsgemäßer Wasserschadenminimierungseinrichtung
- Figur 2:
- In zwei Teilfiguren in perspektivischer Ansicht einen Teils eines mit dem erfindungsgemäßen
Wasserschadenminimierungssystem ausgestatteten Raumes
- Figur 3
- Verschiedene Ausführungsformen der Trennbarriere
[0037] Figur 1 zeigt in schematischer Draufsicht ein Geschoss eines Gebäudes mit einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Wasserschadenminimierungseinrichtung.
Gebäude bzw. Geschoss 1 verfügt über fünf Räume 10 welche durch Durchgänge 12 miteinander
verbunden sind. In jedem der Durchgänge ist eine Trennbarriere 13 eingefügt, welche
den einen Raum vom Nebenraum bis in eine gewisse Höhe abtrennt, sodass sich ersichtlich
im Boden eines Raumes sammelndes Wasser nicht in den nächsten hineinfließen oder -
diffundieren kann, da die Bodenkonstruktion der Räume 10 des Geschosses 1 nicht zusammenhängen.
Zusätzlich zu den raumabtrennenden Trennbarrieren 13 sind auch um gewisse kritische
Punkte Trennbarrieren 13 vorgesehen, so etwa um Durchbrüche 16 durch die Bodenplatte,
eine Wand oder die Decke. An allen kritischen Stellen ist jeweils ein Feuchtesensor
14 in den Unterboden, besonders in die Dämmschicht des Unterbodens integriert. Des
Weiteren sind Feuchtesensoren 14 an besonders gefährdeten Stellen wie beispielsweise
in Kellerfenstern 11 vorhanden. Darüber hinaus ist auch ein Netz aus ungefähr rasterartig
angeordneten Feuchtesensoren 14 vorhanden. Damit ist eine möglichst weitgehende Abdeckung
der Bodenfläche des Raumes gewährleistet. Die Feuchtesensoren 14 kommunizieren über
Funk oder drahtgebunden über Datenleitungen 19 mit Sammelstationen 15, von denen in
vier der Räume 10 eine vorhanden ist. Die Feuchtesensoren 14 in dem Raum 10 mit Heizung
20 und Installation 30 werden von Datensammelstationen 15 in angrenzenden Räumen ausgelesen,
wobei dies bei den beiden Sensoren 14 hinter der Heizung drahtgebunden erfolgt, da
diese Stellen für Funksignale schlecht zugänglich sind.
[0038] Figur 2 zeigt in zwei Teilfiguren einen Raum mit erfindungsgemäßem Wasserschadenminimierungssystem
einmal vor und einmal nach Einbau einer Bodenkonstruktion.
Teilfigur A zeigt den Raum vor Einbau einer Bodenkonstruktion. Zu sehen ist ein Durchgang
12 zu einem Nebenraum. Die Türschwelle ist als Wasserundurchlässige Trennbarriere
13 mit einer Höhe ausgeführt, welche ungefähr der Dicke der später eingebauten Bodenkonstruktion
entspricht. Zusätzlich gibt es noch eine Trennbarriere 13 um die Durchbruchstelle
einer Rohrleitung 16 durch den Boden des Raumes herum. Im Bereich der Durchbruchstelle
sowie der Türschwelle sind Feuchtesensoren 14 zu sehen, des Weiteren ein weiterer
Feuchtesensor 14 in der Mitte des Raumes. Diese dienen der Erstellung eines Feuchteprofils
durch kontinuierliche bzw. regelmäßige Messungen der Bodenfeuchte. Unterhalb eines
Fensters 11 ist ein Feuchtesensor 14 in der Wand angebracht.
[0039] Teilfigur B zeigt den Raum aus Teilfigur A jedoch mit eingebauter Bodenkonstruktion,
welche die Trennbarrieren 13 und die Feuchtesensoren 14 verdeckt. An der Wand ist
in beiden Teilfiguren eine Datensammelstation 15 zu sehen, welche die Daten der Feuchtesensoren
aufnimmt. Hierbei wird einer der Feuchtesensoren drahtlos abgefragt, die beiden anderen,
in der im Bereich des Rohrdurchbruchs sowie der unterhalb des Fensters 11 angebrachte,
drahtgebunden über Datenleitungen 19 abgefragt.
[0040] In
Figur 3 ist in vier Teilfiguren jeweils eine perspektivische Ansicht und eine Querschnitt
verschiedener von vorliegender Erfindung vorgeschlagener Ausführungsformen der Trennbarriere
des Wasserschadensminimierungssystems gezeigt. Teilfigur A illustriert eine Trennbarriere
13, welche als Teil des Untergrundes bzw. der (Beton)decke 2 ausgeführt ist. Dies
kann erreicht werden, in dem die Trennbarriere 13 zusammen mit der Decke 2 gegossen
oder auch, weniger bevorzugt, nachträglich angegossen wird. Eine Dampfsperre ist in
diesem Falle optional, da kein Spalt existiert, durch den Wasser hindurchwandern könnte.
Teilfigur B zeigt hingegen eine Ausführungsform, bei der die Trennbarriere als Quaderförmiger
Block 13 nachträglich auf den Untergrund 2 aufgesetzt wird. Sie kann einfach aufgesetzt
sein, wird bevorzugt jedoch durch ein Verbindungsmittel, wie etwa Mörtel, mit dem
Untergrund 2 verbunden. Hier ist (beiderseitig) Verwendung einer Dampfsperre 3 zur
Gewährleistung der Wasserdichtigkeit angezeigt.
Die Ausführungsform der Trennbarriere 13 in Teilfigur C ist ein Winkelblech, welches
aus Metall, beispielsweise Aluminium, oder aus Kunststoff gefertigt sein kann. Zumindest
der auf dem Boden aufliegende Winkelarm weist an seinem Ende bevorzugt eine Fase auf,
um einen stetigen Übergang und damit einen glatten Verlauf einer darübergelegten Dampfsperre
sicherzustellen. Diese Ausführungsform ist besonders platzsparend und eignet sich
darum zur Unterteilung von Dächern, insbesondere Flachdächern in voneinander abgeschottete
Bereiche, sowie zur wasserdichten Abdeckung von Wandfüßen. Dies ist insbesondere in
Räumen angezeigt, in denen keine mit dem Wandfuß überlappende Dampfsperre vorhanden
ist.
Teilfigur D zeigt schließlich eine Trennbarriere 13 in Form eines Hohlkörpers mit
von den Stirnseiten hervorstehenden, bodenbündig liegenden Flanschstücken 131 die
zur Herstellung eines gewissen Überlappungsbereichs mit einer Dampfsperre 3 dienen.
Diese Flansche 131 sind bevorzugt an ihren Enden gefast, um, wie oben beschrieben
einen glatten Verlauf der Dampfsperre zu erreichen, so dass eine ungewollte Beschädigung
der Dampfsperre, beispielsweise durch lokale Überlastung beim weiteren Einbau einer
Bodenkonstruktion, vermieden wird.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Gebäude
- 2
- Untergrund, Betondecke
- 3
- Dampfsperre
- 10
- Raum
- 11
- Fenster
- 12
- Durchgang
- 13
- Trennbarriere
- 131
- Flansch
- 14
- Feuchtesensor
- 15
- Datensammelstation
- 16
- kritische Stelle
- 19
- Datenleitung
- 20
- Heizung
- 30
- Installation
1. Gebäude mit Wasserschadenminimierungseinrichtung umfassend ein Geschoss mit einem
Raum (10) dadurch gekennzeichnet, dass als Teil des Unterbodens des Raumes (10) eine wasserdichte Trennbarriere (13) vorhanden
ist.
2. Gebäude nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Räume (10) vorhanden sind, welche mittels Durchgängen voneinander getrennt
sind, wobei eine Trennbarriere (13) im Bereich eines Durchgangs, insbesondere eine
Trennbarriere (13) im Bereich jedes Durchgangs, vorhanden ist.
3. Gebäude nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die Trennbarriere (13)
- den Raum (10) bis in eine gewisse Höhe in mindestens zwei getrennte Teilvolumina
unterteilt, und/oder
- im Bereich um oder unter einem kritischen Punkt, an dem eine Wassereinbruchswahrscheinlichkeit
besonders erhöht ist, angeordnet ist, und/oder
- unterhalb einer Dampfsperre angeordnet ist, und/oder
- in eine Bodenplatte oder eine Betondecke integriert ist, und/oder
- einen Fuß einer Wand des Raumes wasserdicht abdeckt, und/oder
- ein massiver Quader aus Mauerwerk oder Beton ist, und/oder
- ein Hohlkörper, insbesondere aus einem Leichtmaterial wie Kunststoff ist, und/oder
- an einer Stirnseite einen überstehenden Flansch aufweist, der im installierten Zustand
mit einer Dampfsperre überlappt, und/oder
- ein Blech, Aluminiumblech oder Kunststoffteil mit einem winkelförmigen Querschnitt
ist.
4. Gebäude nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Höhe der Trennbarriere (13) größer oder gleich der Stärke einer Dämmschicht
einer Bodenkonstruktion des Raumes (10) ist, und insbesondere ungefähr einer Gesamtstärke
der Bodenkonstruktion unterhalb einer Estrichschicht entspricht.
5. Gebäude nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Feuchtesensor (14) vorhanden ist.
6. Gebäude nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass der Feuchtesensor (14)
- im Bereich einer kritischen Stelle mit erhöhter Wassereinbruchsgefahr angebracht
ist, und/oder
- drahtlos oder drahtgebunden auslesbar ist, und/oder
- mit einer fest installierten Datensammelstation (15) in Datenverbindung steht, und/oder
- mittels eines tragbaren Lesegerätes auslesbar ist, und/oder
- in die Trennbarriere (13) integriert ist.
7. Gebäude nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Feuchtesensoren (14) vorhanden sind, welche insbesondere ungefähr rasterförmig
im Boden verteilt sind.
8. Gebäude nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wasserschadenminimierungseinrichtung in Form von Trennbarrieren und/oder Feuchtesensoren
in ein Dach, insbesondere Flachdach des Gebäudes eingebaut ist.
9. Herstellung eines Gebäudes mit Wasserschadenminimierungseinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) vor Einbau einer Bodenkonstruktion in einen Raum (10) eine Trennbarriere (13) eingefügt
wird, insbesondere auf den rohen Boden unterhalb einer Dampfsperre, und
b) dann die Bodenkonstruktion in dem Raum (10) oder den Räumen (10) eingebaut wird.
10. Herstellung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass vor Durchführung der Schritte a) und b) des Herstellungsverfahrens zunächst eine
bereits vorhandene Bodenkonstruktion entfernt wird.
11. Herstellung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei Einbau der Bodenkonstruktion Feuchtesensoren (14) in die Bodenkonstruktion integriert
werden.
12. Herstellung nach einem der Ansprüche 8 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass Feuchtesensoren (14) in eine Wand, eine Decke und/oder eine Dachkonstruktion eingebaut
werden.
13. Verwendung eines Gebäudes mit Wasserschadenminimierungseinrichtung nach einem der
Ansprüche 1 - 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
- anhand einer Feuchtigkeitsmessung ein Profil der Feuchtigkeit des Unterbodens des
Raumes bzw. der Räume (10) eines Geschosses erstellt wird,
- eine Groblokalisierung einer Wasserschadensquelle mittels der Zuordnung der Feuchtigkeitssensoren
oder der Feuchtigkeitsmessung zu den Räumen (10), in denen sie sich jeweils befinden,
erfolgt.
14. Verwendung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin eine Feinlokalisierung der Wasserschadenquelle anhand eines räumlichen
und/oder zeitlichen Verlaufs des Feuchtigkeitsprofils, insbesondere einem Feuchtigkeitsgradienten,
innerhalb des bei der Groblokalisierung identifizierten Raumes bzw. der identifizierten
Räume erfolgt.
15. Verwendung nach einem der Ansprüche 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Sanierung nur in dem betroffenen Raum bzw. den betroffenen Räumen (10) durchgeführt
wird.
16. Verwendung nach einem der Ansprüche 12 - 14 eines Gebäudes mit Wasserschadenminimierungseinrichtung
gemäß einem der Ansprüche 5-7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Feuchtigkeitsmessung
- mittels der Feuchtesensoren (14), und/oder
- mittels händischer Messung, und/oder
- durch visuelle Erfassung und Bewertung von Indikatoren, und/oder
- durch Geruchsprüfung
erfolgt.