[0001] Die Erfindung richtet sich auf eine Verriegelungseinheit umfassend einen an einem
zwischen einer Schließstellung und mindestens einer Öffnungsstellung verschwenkbaren
Fenster- oder Türflügel eines Fensters oder einer Türe anordnenbaren Schließriegel
und ein an einem Fenster- oder Türrahmen des Fenster- oder Türflügels und/oder einem
dazu benachbarten Wand- oder Fensterbankabschnitt anordnenbares Schließlager, das
einen Aufnahmebereich aufweist, in welchen der Schließriegel zur Ausbildung einer
Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit einschwenkbar ist, wenn der Schließriegel
verschwenkbar in seiner Gebrauchsposition an dem Fenster- oder Türflügel und das Schließlager
benachbart dazu ortsfest in seiner Gebrauchsposition an dem Fenster- oder Türrahmen
oder an dem Wand- oder Fensterbankabschnitt festgelegt sind, wobei der Schließriegel
in seiner Gebrauchsposition mittels eines Schließriegellagerelements zumindest auf
einem Kreisbahnabschnitt verschwenkbar, vorzugsweise rotierbar, und seitlich in die
Verriegelungsposition einschwenkbar an dem Fenster- oder Türflügel befestigt ist.
[0002] Weiterhin richtet sich die Erfindung auf ein Fenster oder eine Türe mit mindestens
einer zugeordneten Verriegelungseinheit, die einen an einem zwischen einer Schließstellung
und mindestens einer Öffnungsstellung verschwenkbaren Fenster-oder Türflügel des Fensters
oder der Türe angeordneten Schließriegel und ein an einem Fenster- oder Türrahmen
des Fenster- oder Türflügels und/oder einem dazu benachbarten Wand- oder Fensterbankabschnitt
angeordnetes Schließlager, das einen Aufnahmebereich aufweist, in welchen der Schließriegel
zur Ausbildung einer Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit einschwenkbar
ist, umfasst, wobei der Schließriegel verschwenkbar an dem Fenster-oder Türflügel
und das Schließlager benachbart dazu ortsfest an dem Fenster- oder Türrahmen oder
an dem Wand- oder Fensterbankabschnitt festgelegt sind und der Schließriegel mittels
eines Schließriegellagerelements zumindest auf einem Kreisbahnabschnitt verschwenkbar,
vorzugsweise rotierbar, und seitlich in die Verriegelungsposition einschwenkbar an
dem Fenster- oder Türflügel befestigt ist.
[0003] Die zunehmende Anzahl an Haus- und Wohnungseinbrüchen, die durch Aufhebeln von Fenstern
oder Türen eingeleitet werden, steigern das Bedürfnis nach einer sicherungstechnisch
verbesserten, insbesondere ein Auf- und Aushebeln vermeidenden und einbruchshemmenden
Ausgestaltungen von Fenstern und Türen.
[0004] In neueren Fenster- oder Türflügeln sind daher Dreh-Kipp-Beschläge mit einer sogenannten
Pilzkopfverriegelung eingebaut, welche das Aushebeln von damit ausgestatteten Fenstern
und Türen, insbesondere sogenannten Fenstertüren, erheblich erschwert. Ältere Fenster
oder Fenstertüren mit althergebrachten Beschlägen ohne eine solche Pilzkopfverriegelung
sind demgegenüber relativ einfach mit gängigen Hebelwerkzeugen zu öffnen, indem die
Beschläge aus den Schließblechen gehebelt werden. Es existieren daher im Stand der
Technik bereits nachrüstbare Zusatzverriegelungen, die gebäudeinnenseitig auf einem
Fenster- oder Türflügel und dem zugeordneten Blendrahmen befestigt werden. Diese Verriegelungseinheiten
umfassen einen Schließriegel und ein Schließlager, wobei der Schließriegel in der
Verriegelungsposition in das Schließlager eingreift. Derartige Verriegelungseinheiten
weisen aber den Nachteil auf, dass sie ausschließlich bei geschlossenem Fenster in
die Verriegelungsposition oder Schließstellung bringbar sind. Auch ist es bei diesen
Verriegelungseinheiten nicht möglich, damit ausgestattete Fenster oder Türen in eine
gekippte Öffnungsstellung zu bringen, solange sich die Verriegelungseinheit in ihrer
Verriegelungsposition befindet.
[0005] Aus der
DE 10 2008 047 194 A1 sind eine Verriegelungseinheit und ein damit ausgestatteter Fenster- oder Türflügel
bekannt, wobei ein Schließkasten an einem Fenster- oder Türrahmen und ein Schließriegel
benachbart dazu an einem Fenster-oder Türflügel befestigt sind. Der Schließkasten
weist eine Ausnehmung auf, in welche ein freies Ende des Schließriegels zur Bildung
einer Verriegelungsposition einschiebbar ist. In dieser Verriegelungsposition oder
Schließstellung ist der Schließriegel mittels eines Schließzylinders gesichert. Um
das Fenster oder die Türe öffnen oder auch in eine Kippstellung bewegen zu können,
muss jedoch der Schließriegel mittels einer Schiebebewegung aus seiner in die Ausnehmung
des Schließkastens eingreifenden Stellung bewegt werden. In der Verriegelungsposition
der Verriegelungseinheit ist ein Aufkippen des damit ausgestatteten Fensters nicht
möglich.
[0006] Aus der
DE 91 00 582 U1 ist eine Verriegelungseinheit bekannt, die einen am Fensterrahmen benachbart zu einem
Fensterflügel angeordneten und um eine Drehachse rotierbaren Sperrflügel umfasst.
In der Verriegelungsposition dieser Verriegelungseinheit übergreift der Sperrriegel
den zugeordneten Fensterflügel, so dass dieser dann nicht zu öffnen ist. Zum Öffnen
des Fensters wird der Sperriegel um 90 Grad in eine Position verschwenkt, in welcher
er den Fensterrahmen nicht mehr übergreift, so dass das Fenster dann aufgeschwenkt
werden kann. Auch bei dieser Ausführungsform einer Verriegelungseinheit ist es nicht
möglich, ein damit ausgestattetes Fenster in eine geöffnete Kippstellung zu bewegen,
wenn sich der Sperrflügel in seiner Verriegelungsposition befindet.
Ein einbruchhemmender Fensterbeschlag, der aus einem eine Aufnahme ausbildenden Sicherheitsschließblech
und einem winkelförmigen, darin eingreifenden Verriegelungszapfen oder Schließriegel
besteht, ist aus der
DE 10 2014 003 942 A1 bekannt.
[0007] Eine gattungsgemäße Verriegelungseinheit und ein gattungsgemäßes Fenster sowie eine
gattungsgemäße Türe sind aus der
DE 10 2012 103 277 B4 bekannt. Dieses Dokument offenbart einen drehbar an einem Fensterflügel oder einem
Türflügel befestigten Schließriegel, der zur Ausbildung der Verriegelungseinheit mit
einem benachbart dazu an einem Fenster oder Türrahmen oder einem Wand- oder Fensterbankabschnitt
angeordneten Schließlager zusammenwirkt. Der Schließriegel ist verschwenkbar, insbesondere
rotierbar, an dem Fenster- oder Türflügel befestigt und schwenkt zur Ausbildung der
Verriegelungsposition seitlich in eine Aufnahme des Schließlagers ein. Die Aufnahme
des Schließlagers ist dabei derart ausgebildet, dass ein Aufkippen in eine geöffnete
Kippstellung des Fensters auch dann möglich ist, wenn sich der Schließriegel in seiner
in die Aufnahme des Schließlagers eingeschwenkten Position und damit der Verriegelungsposition
der Verriegelungseinheit befindet. Nachteilig bei dieser bekannten Verriegelungseinheit
ist es, dass das Schließlager dem Schließriegel keinen Widerstand bei einer Bewegung
in vertikaler Richtung nach oben aus der Aufnahme des Schließlagers heraus entgegensetzt.
Damit verhindert die aus diesem Dokument bekannte Verriegelungseinheit zwar eine Bewegung
des mit dem Schließriegel ausgestatteten Fenster- oder Türflügels in horizontaler
Richtung von dem zugeordneten Blendrahmen fort, jedoch nicht in vertikaler Richtung
nach oben. Dadurch ergibt sich bei einer durch ein Aushebeln bewirkten vertikalen
Bewegungskomponente eines Fenster- oder Türflügels ein noch unzureichender Schutz
bezüglich einer einbruchshemmenden Wirkung der Verriegelungseinheit.
[0008] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zu schaffen, die bei
einer Verriegelungseinheit mit einem seitlich in die Aufnahme eines Schließlagers
einschwenkenden Schließriegel in der Verriegelungsposition auch einen in vertikaler
Richtung nach oben wirkenden Bewegungswiderstand bereitstellt.
[0009] Bei einer Verriegelungseinheit der eingangs näher bezeichneten Art wird diese Aufgabe
erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Schließriegel an einem seiner Enden einen
ersten Abkrümmungsbereich aufweist und das Schließlager an einem seiner Enden einen
den Aufnahmebereich ausbildenden zweiten Abkrümmungsbereich aufweist, in welchen der
erste Abkrümmungsbereich zur Ausbildung der Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit
seitlich einschwenkbar ist, wobei der erste Abkrümmungsbereich und der zweiten Abkrümmungsbereich
sich mindestens teilweise überdeckend eine horizontale und eine vertikale Bewegung
des ersten Abkrümmungsbereiches blockierende formschlüssige Verbindung ausbilden,
wenn der erste Abkrümmungsbereich in der Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit
in den zweiten Abkrümmungsbereich eingeschwenkt ist.
[0010] Bei einem Fenster oder einer Türe der eingangs näher bezeichneten Art wird die vorstehende
Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Schließriegel an einem seiner Enden
einen ersten Abkrümmungsbereich aufweist und das Schließlager an einem seiner Enden
einen den Aufnahmebereich ausbildenden zweiten Abkrümmungsbereich aufweist, in welchen
der erste Abkrümmungsbereich zur Ausbildung der Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit
seitlich einschwenkbar ist, wobei der erste Abkrümmungsbereich und der zweiten Abkrümmungsbereich
sich mindestens teilweise überdeckend eine horizontale und eine vertikale Bewegung
des ersten Abkrümmungsbereiches blockierende formschlüssige Verbindung ausbilden,
wenn der erste Abkrümmungsbereich in der Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit
in den zweiten Abkrümmungsbereich eingeschwenkt ist.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen und zweckmäßige Ausgestaltungen sind Gegenstand der
jeweiligen Unteransprüche.
[0012] Dadurch, dass der erste Abkrümmungsbereich des Schließriegels und der zweite Abkrümmungsbereich
des Schließlagers eine formschlüssige Verbindung ausbilden, die eine horizontale und
eine vertikale Bewegung des ersten Abkrümmungsbereiches in dem zweiten Abkrümmungsbereich
verhindert, wenn der erste Abkrümmungsbereich in der Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit
in den zweiten Abkrümmungsbereich eingeschwenkt ist, wird eine verbesserte, einbruchshemmende
Verriegelungseinheit und ein verbesserter aushebeisicherer Einbruchsschutz bereitgestellt.
Die formschlüssige Verbindung fängt sowohl in Richtung vom jeweils mit der Verriegelungseinheit
ausgestatteten Fenster- oder Türflügel fort als auch in Richtung senkrecht, d.h. vertikal,
dazu wirkende Kräfte auf. Ferner ergibt sich durch die Überdeckung von erstem und
zweitem Abkrümmungsbereich auch ein Widerstand gegen Verwindungsbelastungen und daraus
resultierende Verwindungsbewegungen, die durch um eine vertikale Achse sowie um die
vom Fenster fort gerichtete horizontale Achse und um eine längs des Fensters verlaufende
horizontale Achse wirkende Kraftmomente verursacht werden können, wenn versucht wird,
den Fenster- oder Türflügel auszuhebeln, wie dies bei Einbruchsversuchen mit üblichen
Hebelwerkzeugen der Fall ist. Eine derartige erfindungsgemäße Verriegelungseinheit
ist daher ausreichend einbruchshemmend. Vorzugsweise sind sowohl der Schließriegel
als auch das Schließlager aus einem ausreichend zugfesten Werkstoff, wie z.B. Edelstahl,
gegebenenfalls pulverbeschichtet, hergestellt. Dennoch bleibt die erfindungsgemäße
Verriegelungseinheit einfach bedienbar, da zur Ausbildung der Verriegelungsposition
der entsprechend rotierbar rauminnenseitig am Fenster- oder Türflügel gelagerte Schließriegel
auf einfache Art und Weise seitlich in die Aufnahme des Schließlagers einschwenkbar
ist. Aufgrund der Schwerkraftwirkung - das Schließlager und der Schließriegel werden
üblicherweise rauminnenseitig am unteren Blendrahmen oder der zugeordneten Fensterbank
und dem unteren Quersteg eines Fenster- oder Türflügels befestigt - hält sich der
Schließriegel auch selbsttätig in dieser Verriegelungsposition, bis er durch Aufbringung
einer entsprechenden händischen Kraft wieder seitlich mit seinem den ersten Abkrümmungsbereich
aufweisenden Ende aus der Verriegelungsposition herausgeschwenkt wird.
[0013] Von Vorteil ist es für die Ausbildung einer formschlüssigen Verbindung, wenn der
erste oder der zweite Abkrümmungsbereich einen hervorstehenden Winkelschenkel aufweist
und der jeweils andere der beiden Abkrümmungsbereiche als U-Profil ausgebildet ist,
in welches der jeweilige Winkelschenkel zur Ausbildung der Verriegelungsposition der
Verriegelungseinheit seitlich unter Ausbildung der formschlüssigen Verbindung einschwenkbar
ist. Wenn also beispielsweise der zweite Abkrümmungsbereich am Schließlager als "U"
mit Öffnung in Richtung zum Fenster-oder Türflügel ausgebildet ist, in das der erste
Abkrümmungsbereich des Schließriegels eingreift, der als "L", dessen einer Winkelschenkel
in Richtung vom Fenster weg weist, geformt ist, lassen sich sowohl Kräfte in Richtung
vom Fenster weg, als auch in vertikaler Richtung sowie Momente in beliebiger Richtung
in der Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit gut von Schließriegel und Schließlager
aufnehmen.
[0014] Dabei ist es gemäß Weiterbildung der Erfindung auch möglich, dass beide Abkrümmungsbereiche
U-förmig ausgebildet sind, der Winkelschenkel des ersten Abkrümmungsbereiches also
Bestandteil eines U-förmigen Abkrümmungsbereiches ist. Die Erfindung sieht daher auch
vor, dass der erste und der zweite Abkrümmungsbereich jeweils U-förmig ausgebildet
sind und in der Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit jeweils ein Schenkel
des einen U-Profils unter Ausbildung der formschlüssigen Verbindung in das andere
U-Profil eingreift.
[0015] Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Verriegelungseinheit,
bei welcher der ersten Abkrümmungsbereich einen bei Anordnung des Schließriegels in
seiner Gebrauchsposition in Richtung vom Fenster oder der Türe fort hervorstehenden
Endabschnitt aufweist und der zweite Abkrümmungsbereich einen bei Anordnung des Schließlagers
in seiner Gebrauchsposition mit einem Schenkel in Richtung auf das Fenster oder die
Türe zu hervorstehenden Winkelabschnitt aufweist, wobei der Endabschnitt des ersten
Abkrümmungsbereichs und der Winkelabschnitt des zweiten Abkrümmungsbereichs in ihrer
jeweiligen Breiten- und Längserstreckung derart aufeinander abgestimmt ausgebildet
sind, dass der Endabschnitt zur Ausbildung der Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit
seitlich unter den Schenkel des Winkelabschnitts einschwenkbar ist und in der Verriegelungsposition
der Verriegelungseinheit der eingeschwenkte Endabschnitt den Schenkel untergreift
und von dem Winkelabschnitt umgriffen ist, was die Erfindung ebenfalls vorsieht.
[0016] Dabei ist es dann in Weiterbildung der Erfindung zudem zweckmäßig, wenn der erste
Abkrümmungsbereich einen Schließriegelwinkelabschnitt mit einem bei Anordnung des
Schließriegels in seiner Gebrauchsposition in Richtung vom Fenster oder der Türe fort
hervorstehenden Endschenkel und der zweite Abkrümmungsbereich einen den Aufnahmebereich
ausbildenden und bei Anordnung des Schließlagers in seiner Gebrauchsposition in Richtung
auf das Fenster oder die Türe zu geöffneten U-Profilendabschnitt aufweist, wobei der
Endschenkel des Schließriegelwinkelabschnitts und der U-Profilendabschnitt des zweiten
Abkrümmungsbereichs in ihrer jeweiligen Breiten- und Längserstreckung derart aufeinander
abgestimmt sind, dass der hervorstehende Endschenkel bei der zumindest auf einem Kreisbahnabschnitt
verlaufenden Verschwenkbewegung des Schließriegels seitlich in den von dem U-Profilendabschnitt
gebildeten Aufnahmebereich einschwenkbar und in eine die Verriegelungsposition von
Schließriegel und Schließlager ausbildende Relativposition zu dem U-Profilendabschnitt
des Schließlagers bringbar ist, in welcher der eingeschwenkte Endschenkel in den U-Profilendabschnitt
eingreift.
[0017] Um sicherzustellen, dass der Fenster- oder Türflügel auch bei sich in ihrer Verriegelungsposition
befindender Verriegelungseinheit ein Verschwenken des Fenster- oder Türflügels in
seine geöffnete Kippstellung ermöglicht, zeichnet sich die Erfindung in Weiterbildung
dadurch aus, dass der Aufnahmebereich derart dimensioniert ist, dass der in den Aufnahmebereich
eingeschwenkte erste Abkrümmungsbereich dreh-kippbeweglich in eine nach unten gerichtete
Richtung bewegbar ist.
[0018] Eine bevorzugte Ausbildung des Schließlagers besteht gemäß Ausgestaltung der Erfindung
darin, dass das Schließlager eine den zweiten Abkrümmungsbereich mit einer Montageplatte
verbindende und den zweiten Abkrümmungsbereich tragende Verbindungsplatte aufweist.
[0019] Zur verschwenkbeweglichen Lagerung des Schließriegels ist dieser vorteilhafterweise
mit einem ein Lagerloch durchdringenden zweiteiligen Stufenlager ausgebildet, weshalb
die Erfindung weiterhin vorsieht, dass der Schließriegel ein Lagerloch aufweist und
das Schließriegellagerelement zwei Stufenlagerelemente mit zentraler Bohrung umfasst,
die eine im Durchmesser größer als das Lagerloch dimensionierte Deckplatte aufweisen
und mit jeweils einem gestuften Lagerbereich in das Lagerloch eingreifen. In dieser
Ausgestaltung dient ein Verbindungsmittel, vorzugsweise eine Schraube, zur Befestigung
des Verbundes aus Schließriegel und Schließriegellager an dem Fenster- oder Türflügel
und als Drehachse für das Lager. Die Innenfläche des Lagerlochs dient zudem als Lagerbuchse.
[0020] Hierbei ist es weiterhin zweckmäßig, wenn die beiden gestuften Lagerbereiche in der
Lagerungsposition des Schließriegels mit ihren Oberflächenseiten im Bereich des Lagerlochs
aufeinanderliegend in das Lagerloch eingreifen. Hierbei sind die gestuften Lagerbereiche
jeweils von den sich gegenüberliegenden Seiten in das Lagerloch des Schließriegels
eingeführt und weisen beide eine Deckplatte auf. Durch diese Ausgestaltung ist eine
insgesamt gegenüber Verwindungen sehr steife Lagerung gebildet. Dabei können bei dem
aus zwei Hälften bestehenden Schließriegellager diese Hälften genau mittig im Lagerloch
aufeinander stoßen und weisen beide eine Deckplatte auf. In diesem Fall sind die beiden
Schließriegellagerelemente dann symmetrisch ausgebildet und können baugleich gefertigt
werden. Es muss in der Produktion so nur ein Teil gefertigt werden, welches zweifach
verwendet werden kann. Vorzugsweise sind die beiden Stufenlagerelemente und damit
die beiden Schließriegellagerelemente aber unterschiedlich dick ausgebildet, wobei
das in der Gebrauchsposition am Fenster-oder Türflügel anliegende Element deutlich
dünner als das gegenüberliegende Element ausgebildet ist und mit seiner Deckplatte
lediglich die Drehbewegung des Schließriegels vor bzw. an dem Fenster- oder Türflügel
gewährleisten muss. In diesem Fall stoßen die beiden Schließriegellagerelemente mit
ihren Oberflächenseiten nicht mittig, sondern in einem dem Fenster- oder Türflügel
zugewandten letzten Teilbereich der Längserstreckung des Lagerlochs aufeinander. Hierbei
kann die Reibwirkung der beiden aufeinanderstoßenden und aufeinanderliegenden Oberflächen
dergestalt hoch sein, dass ein weiteres Reibelement nicht benötigt wird und entfallen
kann. Bei beiden Ausführungsformen ist eine Positionierung durch den Stoß der beiden
Stirnseiten oder Oberflächenseiten gegeben, womit der Spalt zwischen Deckplatte und
Schließriegel, in dem sich vorzugsweise ein Bremselement befindet, im Rahmen der Fertigungstoleranzen
genau bestimmt ist und die resultierende Bremskraft gut ausgelegt werden kann.
[0021] Damit sich der Schließriegel in seiner aus dem Schließlager ausgeschwenkten Öffnungsstellung
bei geöffneter Verriegelungseinheit gegen die Schwerkraft in seiner Öffnungsposition
halten kann, ist es gemäß weiterer Ausgestaltung der Erfindung von Vorteil, wenn er
mit einem reibhaftungserhöhenden Bremselement ausgestattet ist, weshalb sich die Erfindung
auch dadurch auszeichnet, dass mindestens eine Deckplatte auf ihrer dem Schließriegel
zugewandten Oberfläche ein Reibungskraft erhöhendes Bremselement aufweist. Vorzugsweise
kann auf der Deckplatte auf der Seite zum Schließriegellager hin ein Bremselement
vorgesehen sein. Dieses hält den Schließriegel dann in einer beliebigen Position gegen
ein geringes Moment fest und ist zum Beispiel ein Kunststoffelement, insbesondere
ein Gummielement. Durch diese Vorrichtung ist die Handhabung des Schließriegels durch
den Benutzer vereinfacht. Ist das Verriegelungselement in seiner bevorzugten Gebrauchsposition
am unteren Rand des Fenster- oder Türflügels angebracht, könnte der Schließriegel
ohne ein Bremselement durch die Schwerkraft bedingt in die Verriegelungsposition fallen,
falls die Reibungskraft zwischen den aufeinanderliegenden Oberflächenseiten der Schließriegellagerelemente
nicht ausreicht.
[0022] Vorzugsweise ist das Bremselement als Ringelement ausgebildet, das einen Ringkörper
umfasst, an dessen Innenseite Federelemente und Zungenelemente radial in Richtung
zum Zentrum weisend hervorstehen, was die Erfindung weiterhin vorsieht. Auf diese
Weise kann insbesondere aus Kunststoff im Spritzgussverfahren ein Bremselement kostengünstig
hergestellt werden. Die Federelemente ragen dabei zusätzlich auch nach oben aus der
Ebene des Ringelementes heraus und weisen ebenso wie die Zungenelemente eine radial
einwärtsgerichtete Längserstreckung auf, die es ermöglicht, einen gestuften Lagerbereich
des Schließriegellagerelementes zu umgreifen.
[0023] Um in der Verriegelungsposition von Schließriegel und Schließlager und der sich dabei
ergebenden Relativposition von Schließriegel und Schließlager zu einander zusätzlich
auch ein seitliches Verschwenken des Schließriegels aus dem Aufnahmebereich heraus
zu verhindern, sieht die Erfindung gemäß weiterer Ausgestaltung vor, dass der Schließriegel
mindestens eine, insbesondere als Langloch oder länglicher Schlitz ausgebildete Durchgangsöffnung
und das Schließlager zwei sich koaxial gegenüberliegende Aufnahmelöcher aufweist oder,
dass der Schließriegel zwei Aufnahmelöcher und das Schließlager mindestens eine Durchgangsöffnung
aufweist, wobei die jeweilige mindestens eine Durchgangsöffnung und die jeweiligen
beiden Aufnahmelöcher bei in der Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit in
dem zweiten Abkrümmungsbereich eingeschwenktem erstem Abkrümmungsbereich sich koaxial
gegenüberliegen und in diese ein sich durch die jeweilige mindestens eine Durchgangsöffnung
und die jeweiligen Aufnahmelöcher erstreckender und eine seitliche Schwenkbewegung
des Schließriegels blockierender Arretierstift einführbar ist.
[0024] Für die Handhabung eines solchen Arretierstiftes und der dadurch gebildeten Arretiermöglichkeit
ist es zweckmäßig, wenn die Durchgangsöffnung im Endschenkel des Schließriegels sowie
ein Aufnahmeloch im Schenkel des ersten Abkrümmungsbereichs und das gegenüberliegende
Aufnahmeloch im Bereich des zweiten Abkrümmungsbereichs in einem dem ersten Aufnahmeloch
gegenüberliegenden Bereich der Verbindungsplatte ausgebildet sind, was die Erfindung
ebenfalls vorsieht. Mit dieser Ausgestaltung ist es möglich, den Arretierstift zur
Lösung dieser Arretierposition einfach von Hand zu ergreifen und aus den Öffnungen
und Löchern herauszuziehen.
[0025] Das erfindungsgemäße Fenster und die erfindungsgemäße Türe zeichnen sich in Ausgestaltung
zudem dadurch aus, dass das Schließlager auf seiner dem zweiten Abkrümmungsbereich
gegenüberliegenden Seite mittels einer in den zwischen Blendrahmen und Überschlag
des Fensters oder der Türe ausgebildeten Spalt eingreifenden Montageplatte an dem
Blendrahmen befestigt ist. Hierdurch wird ein weiterer Verankerungspunkt in dem Spalt
geschaffen, der einem Aufhebeln oder Aufbiegen des Schließlagers einen Kraftwiderstand
entgegensetzt.
[0026] Um den Schließriegel um vorzugsweise 360° rotierbar an dem Fenster- oder Türflügel
befestigen zu können, sieht die Erfindung in Ausgestaltung des Fenster und der Türe
zudem vor, dass der Schließriegel ein Lagerloch aufweist und in seiner Gebrauchsposition
von dem Schließriegellagerelement in einem Lagerloch geführt an dem Fenster- oder
Türflügel befestigt ist.
[0027] Schließlich ist in Ausgestaltung des Fensters oder der Türe auch noch vorgesehen,
dass diese durch eine Verriegelungseinheit nach einem oder mehreren der Ansprüche
1 - 13 gekennzeichnet sind.
[0028] Die Erfindung ist nachstehend anhand einer Zeichnung beispielhaft näher erläutert.
Diese zeigt in
- Fig. 1
- in schematischer Schnittdarstellung eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Verriegelungseinheit
in ihrer Gebrauchsposition an einem Fensterflügel und einem Blendrahmen sowie in ihrer
Verriegelungsposition,
- Fig. 2
- in perspektivischer Rückseitenansicht einen Schließriegel der Verriegelungseinheit
nach Fig. 1,
- Fig. 3
- in Seitenansicht den Schließriegel nach Fig. 2,
- Fig. 4
- in Rückseitenansicht den Schließriegel Fig. 2,
- Fig. 5
- in Draufsicht den Schließriegel nach Fig. 2,
- Fig. 6
- in schematischer Schnittdarstellung das Lagerungsende des Schließriegels nach Fig.
2-5 mit zwei zugeordneten Stufenlagerelementen eines Schließriegellagerelements,
- Fig. 7
- in perspektivischer Vorderansicht ein Schließlager der Verriegelungseinheit nach Fig.
1,
- Fig. 8
- das Schließlager nach Fig. 7 in Draufsicht,
- Fig. 9
- das Schließlager nach Fig. 7 in Vorderansicht,
- Fig. 10
- das Schließlager nach Fig. 7 in Seitenansicht,
- Fig. 11
- in Draufsicht ein Bremselement,
- Fig. 12
- einen Schnitt durch das Bremselement nach Fig. 11 entlang der Schnittebene A-A,
- Fig. 13
- einen Schnitt durch das Bremselement nach Fig. 11 entlang der Schnittebene B-B und
in
- Fig. 14
- in schematischer Darstellung eine Seitenansicht eines Arretierstifts.
[0029] Die in Fig. 1 dargestellte und insgesamt mit 1 bezeichnete Verriegelungseinheit umfasst
einen Schließriegel 2 und ein Schließlager 3. In der in Fig. 1 dargestellten Gebrauchsposition
des Schließriegels 2 ist dieser mittels einer Schraube 4 im Bereich des Fensterüberschlags
27 an einem Fensterflügel 5 um 360 Grad rotierbar befestigt. Die Befestigung erfolgt
mittels eines Schließriegellagerelements 6, das von zwei gestuften Lagerbereichen
6.1 und 6.2, die jeweils mit ihrer aus einer jeweiligen Deckplatte 7.1, 7.2 hervorstehenden
Stufe in das in dem Schließriegel 2 ausgebildete Lagerloch 8 eingreifen. Zentral sind
in den zwei Stufenlagerelementen 9.1, 9.2 des Schließriegellagerelementes 6 Bohrungen
11.1, 11.2 ausgebildet, die in der den Schließriegel 2 an dem Fensterflügel 5 eines
Fensters 10 festlegenden Gebrauchsposition von der Schraube 4 zentral durchdrungen
werden. Auf der den gestuften Lagerbereich 6.1 umgebenden lagerinnenseitigen, dem
Schließriegel 2 zugewandten Innenfläche der Deckplatte 7.1 ist ein kreisringförmiges
Bremselement 12 angeordnet. Die jeweilige Stufe der gestuften Lagerbereiche 6.1, 6.2
sowie die jeweils damit fest verbundene Deckplatte 7.1 und 7.2 sind kreisscheibenförmig
ausgebildet, wobei die Stufen passgenau an den Durchmesser des Lagerlochs 8 angepasst
sind und die Deckplatten 7.1, 7.2 demgegenüber einen größeren Durchmesser aufweisen,
so dass die Stufen in die Bohrung eingreifen und mit ihren sich gegenüber liegenden
Kreisscheibenflächen oder Oberflächenseiten 13.1, 13.2 in dem Lagerloch 8 zur Aneinanderlage
kommen, sodass das Lagerloch 8 in seiner Dickenerstreckung als Lagerbuchse für das
mit seinen aufeinanderliegenden Oberflächenseiten 13.1, 13.2 im Bereich des Lagerlochs
positionierte Schließriegellagerelement 6 wirkt. Das auf seiner dem Schließriegel
2 zugewandten Oberfläche reibungskrafterhöhend wirkende Bremselement 12 hält den Schließriegel
2 gegenüber geringen Momenten, wie z.B. dem aus der Schwerkraft und der Masse des
Schließriegels 2 entstehenden Moment, in einer beliebigen Position fest. Das notwendige
Moment, um das durch das Bremselement 12 gegebene Bremsmoment zu überwinden und den
Schließriegel 2 zu drehen, ist jedoch so gering, dass ein Anwender dies händisch aufbringen
kann. In der in der Fig. 1 dargestellten Gebrauchsposition des Schließriegels 2 ist
dieser von dem Schließriegellagerelement 6 in dem Lagerloch 8 geführt und mittels
der Schraube 4 an dem Fensterflügel 5 befestigt. Auf diese Weise ist der Schließriegel
2 in seiner Gebrauchsposition mittels des Schließriegellagerelements 6 um 360 Grad
rotierbar an dem Fensterflügel 5 befestigt, so dass er bei seiner Verschwenkbewegung
auf einem Kreisbahnabschnitt verschwenkbar seitlich in einen vom Schließlager 3 ausgebildeten
Aufnahmebereich 14 in die in der Fig. 1 dargestellte Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit
1 einschwenkbar ist. Hierzu ist das Schließlager 3 in einer entsprechenden Position
benachbart zu dem Schließriegel am Blendrahmen 15 des Fensters 10 befestigt. In der
in Fig. 1 dargestellten Verriegelungsposition ist der Schließriegel 2 mithilfe eines
Arretierstifts 38, der sich durch eine Durchgangsöffnung (26) des Schließriegels 2
und dem Schließkörper 3 ausgebildete Aufnahmelöcher 34.1, 34.2 hindurch erstreckt
gegen ein seitliches Verschwenken gesichert.
[0030] Der Schließriegel 2 ist insgesamt in Form eines Winkels 16 ausgebildet, der an seinem
Ende, das dem das Lagerloch 8 aufweisenden Endbereich gegenüber liegt, einen hervorstehenden
Winkelschenkel 17 aufweist, der einen ersten Abkrümmungsbereich 18 ausbildet. In der
im Ausführungsbeispiel nach der Fig. 1 dargestellten Gebrauchsposition steht der Winkelschenkel
17 und damit der erste Abkrümmungsbereich 18 mit einem von dem Winkelschenkel 17 gebildeten
Endabschnitt 19 in Richtung vom Fensterflügel 5 und vom Blendrahmen 15 fortweisender
Richtung (Richtung H) hervor. Insofern ist der erste Abkrümmungsbereich 18 als Schließriegelwinkelabschnitt
20 mit einem vom Fenster 10 fortweisend hervorstehenden Endschenkel 21 ausgebildet.
In diesem Endschenkel 21 ist die als länglicher Schlitz ausgeformte Durchgangsöffnung
26 ausgebildet, die zum Endabschnitt 19 des Winkelschenkels 17 hin geöffnet ist. Die
Durchgansöffnung 26 ist mittig in Breitenerstreckung B
2 des Winkelschenkels 17 angeordnet. Weiterhin erstreckt sich die Durchgangsöffnung
26 von der dem Endabschnitt 19 zugewandten Kante um etwa die Hälfte der Längserstreckung
L
2 in den Winkelschenkel 17 hinein. Diese spezielle Dimensionierung stellt sicher, dass
eine sichere Verriegelung des Schließriegels 2 durch Arretierung und Blockierung des
Schließriegels 2 in seiner Verriegelungsposition mithilfe des Arretierstifts 38 insbesondere
gegen ein seitliches Verschwenken bei eingesetztem Arretierstift 38 gewährleistet
ist und ein Aushebeln der Verriegelungseinheit wesentlich erschwert wird.
[0031] Das Schließlager 3 weist eine Montageplatte 22 auf, mit welcher es in seiner in Fig.
1 dargestellten Gebrauchsposition an dem Blendrahmen 15 anliegt und mit zwei Schrauben
23, die entsprechende Öffnungen 24.1, 24.2 der Montageplatte 22 durchgreifen, befestigt
ist. In dieser Position greift die in einer entsprechenden Stärke ausgebildete Montageplatte
22 mit einem Klemmbereich 25 in den zwischen dem Flügelüberschlag 27 des Fensterflügels
5 und dem Blendrahmen 15 verbleibenden Spalt 28 ein. Insofern entspricht die Dicke
oder Stärke der Montageplatte 22 in diesem Klemmbereich 25 dem üblichen Spaltmaß zwischen
Fensterflügelüberschlag 27 und Blendrahmen 15. Aus der Oberfläche der Montageplatte
22 steht an deren unteren Rand eine Verbindungsplatte 29 hervor, die an ihrem der
Montageplatte 22 gegenüber liegenden Ende einen zweiten Abkrümmungsbereich 30 trägt.
Dieser zweite Abkrümmungsbereich 30 ist im Ausführungsbeispiel insgesamt U-förmig
ausgebildet und umfasst einen aus der Verbindungsplatte 29 senkrecht hervorstehenden
Winkelabschnitt 31, der einen in Richtung auf die Montageplatte 22 zu (Richtung H')
hervorstehenden Schenkel 32 aufweist. Der dem Schenkel 32 in vertikaler Richtung gegenüberliegende
Bereich der Verbindungsplatte 29 bildet den zweiten Schenkel zur Ausbildung des U-Profils
oder eines U-Profilendabschnitts 33 des zweiten Abkrümmungsbereichs 30 aus. Damit
weist der zweite Abkrümmungsbereich 30 einen den Aufnahmebereich 14 ausbildenden U-Profilendabschnitt
33 auf. In der in der Fig. 1 dargestellten Gebrauchsposition des Schließlagers 3 ist
dieser U-Profilendabschnitt 33 in Richtung auf das Fenster 10, hier den Blendrahmen
15, zu (Richtung H') geöffnet positioniert, d.h. die Öffnung des U-förmigen zweiten
Abkrümmungsbereiches 30 ist von der Seite des Fensters 10 her, aber auch seitlich
zugänglich.
[0032] Ferner sind in dem U-Profilabschnitt 33 des Schließlagers 3, die Aufnahmelöcher 34.1
und 34.2 ausgebildet. Das Aufnahmeloch 34.1 ist in dem Schenkel 32 des Schließlagers
3 ausgebildet und ungefähr mittig der Breitenerstreckung B
3 des Schenkels 32 angeordnet. Ein weiteres Aufnahmeloch 34.2 ist koaxial zum ersten
Aufnahmeloch 34.1 im Bereich des zweiten Abkrümmungsbereichs 30 und des U-Profilabschnittes
33 die Verbindungsplatte 29 durchdringend in der Verbindungsplatte 29 angeordnet.
Das Aufnahmeloch 34.2 ist ungefähr mittig der Breitenerstreckung B
3 der Verbindungsplatte 32 angeordnet, sodass die Positionen der Aufnahmelöcher 34.1
und 34.2 in Breitenerstreckung koaxial übereinander angeordnet sind. Damit ist das
Aufnahmeloch 34.1 derart über dem Aufnahmeloch 34.2 angeordnet, dass die Aufnahmelöcher
34.1 und 34.2 in vertikaler Richtung V miteinander fluchten. Die Aufnahmelöcher 34.1,
34.2 dienen der Aufnahme des Arretierstifts 38.
Der erste Abkrümmungsbereich 18 kann seitlich in den Aufnahmebereich 14 einschwenken
und darin beim Öffnen des Fensters 10 oder der Türe in eine geöffnete Kippstellung
dreh-kippbeweglich verschwenkt werden. Ebenso weist der Winkelschenkel 31 bzw. der
zweite Abkrümmungsbereich 30 eine solche Höhe in vertikaler Richtung V auf, dass in
der am Blendrahmen 15 festgelegten Gebrauchsposition des Schließlagers 3 der Fensterflügel
15 darüber hinweg verschwenklich bewegbar bleibt.
[0033] Der erste Abkrümmungsbereich 18 des Schließriegels 2 und der zweite Abkrümmungsbereich
30 des Schließlagers 3 und damit gemäß Ausführungsbeispiel insbesondere der Endschenkel
21 des Winkelschenkels 17 in seinem Endabschnitt 19 des Schließriegels 2 und der Winkelschenkel
31 mit seinem Schenkel 32 des Schließlagers 3 sind bezüglich ihrer Längserstreckung
in horizontaler Richtung H, H' und ihrer Höhenerstreckung in vertikaler Richtung V
derart dimensioniert und aneinander angepasst ausgebildet, dass der Schließriegel
2, wenn er in seiner in Fig. 1 dargestellten Gebrauchsposition verschwenkbar an dem
Fensterflügel 5 befestigt ist, und das Schließlager 3 in seiner ebenfalls in Fig.
1 dargestellten Gebrauchsposition ortsfest an dem Fenster- oder Blendrahmen 15 angeordnet
ist, bei seiner Bewegung auf einer Kreisbahn im Verlaufe eines Kreisbahnabschnittes
seitlich in den Aufnahmebereich 14 einschwenkbar ist, wodurch dann die in Fig. 1 dargestellte
Verriegelungsposition von Schließriegel 2 und Schließlager 3 ausgebildet wird. Der
erste Abkrümmungsbereich 18 ist somit seitlich in den den Aufnahmebereich 14 ausbildenden
zweiten Abkrümmungsbereich 30 einschwenkbar, wobei der erste und zweite Abkrümmungsbereich
18, 30 weiterhin derart ausgebildet und ausgeformt sind, dass sie sich in dieser Verriegelungsposition
zumindest teilweise überdecken und eine eine horizontale (Richtung H) und eine vertikale
(Richtung V) Bewegung des ersten Abkrümmungsbereiches 18 blockierende formschlüssige
Verbindung ausbilden, wenn der erste Abkrümmungsbereich 18 in der Verriegelungsposition
der Verriegelungseinheit 1 in den zweiten Abkrümmungsbereich 30 eingeschwenkt ist.
Hierbei ist es beim Ausführungsbeispiel so, dass der zweite Abkrümmungsbereich 30
des Schließlagers 3 als U-Profilendabschnitt 33 ausgebildet ist, wobei der Winkelschenkel
17 des Schließriegels 2 unter den Schenkel 32 des Schließlagers 3 seitlich einschwenkt.
Es ist aber auch durchaus möglich, den ersten und zweiten Abkrümmungsbereich 18, 30
derart auszubilden, dass am Schließriegel 2 ein U-Profilendabschnitt ausgebildet ist,
wobei in diese U-förmige Öffnung, die dann von ihrer dem Fenster 10 abgewandten Seite
zugänglich ist, ein auf das Fenster 10 zu gerichtet (Richtung H') hervorstehender
Schenkel des Schließlagers 3 eingreift. Denkbar ist es auch, dass sowohl der erste
Abkrümmungsbereich 18 als auch der zweite Abkrümmungsbereich 30 jeweils als U-Profilendabschnitt
ausgebildet ist, die dann mit den U-förmigen Öffnungen gegenüberliegend zueinander
ausgerichtet sind und in der Verriegelungsposition mit mindestens jeweils einem Schenkel
in die U-förmige Öffnung des jeweils anderen Abkrümmungsbereiches eingreifen.
[0034] In der Verriegelungsposition ist der Schließriegel 2 relativ zum Schließlager 3 mithilfe
des Arretierstifts 38 verschwenksicher arretierbar. Hierzu greift der Arretierstift
38 sowohl in die Durchgangsöffnung 26 des Schließriegels 2 als auch in die Aufnahmelöcher
34.1, 34.2 des Schließlagers 3 ein. Der Schließriegel 2 ist somit, wenn der Arretierstift
38 montiert ist, relativ zu dem Schließlager 3 um eine durch das Lagerloch 8 verlaufende
Achse verschwenksicher in der Verriegelungsposition arretiert. Ein Verschwenken des
Schließriegels 2 um die Achse des Lagerlochs 8 ist bei montiertem Arretierstift 38
nicht möglich.
[0035] Im Ausführungsbeispiel nach der Figur 1 weist der erste Abkrümmungsbereich 18 einen
bei der gezeigten Anordnung des Schließriegels 2 in seiner Gebrauchsposition in Richtung
vom Fenster 10 fort (Richtung H) hervorstehenden Endabschnitt 19 auf und weist der
zweite Abkrümmungsbereich 30 bei dieser gezeigten Anordnung des Schließlagers 3 in
seiner Gebrauchsposition den Winkelabschnitt 31 auf, der mit seinem Schenkel 32 in
Richtung auf das Fenster 10 zu (Richtung H') weist. Hierbei sind der Endabschnitt
19 des ersten Abkrümmungsbereiches 18 und der Winkelabschnitt 31 des zweiten Abkrümmungsbereiches
30 in ihrer jeweiligen Breitenerstreckung B
2, B
3 und Längserstreckung L
2, L
3 derart aufeinander abgestimmt ausgebildet, dass der Endabschnitt 19 zur Ausbildung
der Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit 1 seitlich unter den Schenkel 32
des Winkelabschnitts 31 einschwenkbar ist, so dass in der Verriegelungsposition der
Verriegelungseinheit 1 der eingeschwenkte Endabschnitt 19 den Schenkel 32 untergreift
und von dem Winkelabschnitt 31 umgriffen ist. In dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist es zudem so, dass der erste Abkrümmungsbereich 18 den Schließriegelwinkelabschnitt
20 mit dem bei Anordnung des Schließriegels 2 in der dargestellten Gebrauchsposition
in Richtung vom Fenster 10 fortweisenden Endschenkel 21 und der zweite Abkrümmungsbereich
30 den den Aufnahmebereich 14 ausbildenden und bei Anordnung des Schließlagers 3 in
der dargestellten Gebrauchsposition in Richtung auf das Fenster zuweisend geöffneten
U-Profilendabschnitt 33 aufweist, wobei der Endschenkel 21 des Schließriegelwinkelabschnitts
20 und der U-Profilendabschnitt 33 des zweiten Abkrümmungsbereichs 30 in ihrer jeweiligen
Breiten- und Längserstreckung (B
2, L
2; B
3, L
3) derart aufeinander abgestimmt sind, dass der hervorstehende Endschenkel 21 bei der
zumindest auf einem Kreisbahnabschnitt verlaufenden Verschwenkbewegung des Schließriegels
2 seitlich in den von dem U-Profilendabschnitt 33 gebildeten Aufnahmebereich 14 einschwenkbar
und in die in der Figur 1 dargestellte Verriegelungsposition von Schließriegel 2 und
Schließlager 3 mit der dargestellten Relativposition zu dem U-Profilendabschnitt 33
des Schließlagers 3 bringbar ist, in welcher der eingeschwenkte Endschenkel 21 in
den U-Profilendabschnitt 33 eingreift.
[0036] Weiterhin sind der erste Abkrümmungsbereich 18 und der zweite Abkrümmungsbereich
30 und hier insbesondere der Endabschnitt 19 oder der Endschenkel 21 und die Höhenerstreckung
des Winkelabschnitts 31 derart aufeinander abgestimmt, dass ein Aufnahmebereich 14
ausgebildet ist, der unterhalb des Endabschnitts 19 oder des Endschenkels 21 einen
derartigen Freiraum in der Verriegelungsposition von Schließriegel 2 und Schließlager
3 bereitstellt, dass eine dem Aufschwenken des Fensters 10 in eine geöffnete Kippstellung
folgende Dreh-Kipp-Bewegung des Endabschnitts 19 oder des Endschenkels 21 in Richtung
auf die Oberflächenseite der Verbindungsplatte 29 zu möglich ist. Der Aufnahmebereich
14 ist also derart dimensioniert, dass der in den Aufnahmebereich 14 eingeschwenkte
erste Abkrümmungsbereich 18 dreh-kippbeweglich in eine nach unten gerichtete Richtung
bewegbar bleibt. Ebenso ist die Kombination von Arretierstift 38, jeweiliger Durchgangsöffnung
26 und den jeweiligen Aufnahmelöchern 34.1, 34.2 derart dimensioniert, dass bei montiertem
Arretierstift 38 der in den Aufnahmebereich 14 eingeschwenkte erste Abkrümmungsbereich
18 dreh-kippbeweglich in eine nach unten gerichtete Richtung bewegbar bleibt und somit
das Aufschwenken des Fensters 10 in eine Kippstellung möglich ist. Hierzu ist/sind
die jeweilige Durchgangsöffnung 26 und/oder die jeweiligen Aufnahmelöcher 34.1, 34.2
vorzugsweise in Form eines Langlochs oder eines länglichen Schlitzes ausgebildet.
Im Ausführungsbeispiel ist die Durchgangsöffnung 26 als länglicher Schlitz ausgeführt.
[0037] Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der erste Abkrümmungsbereich 18 derart
ausgebildet ist, dass der Endschenkel 21 hakenartig in einem Winkel von 90° aus der
übrigen Fläche des als Winkel 16 ausgebildeten Schließriegels 2 hervorsteht und der
zweite Abkrümmungsbereich 30 mit seiner U-förmigen Öffnung des U-Profilendabschnitts
33 diesen Endschenkel 21 umgreift, so dass durch das Ineinandergreifen von erstem
und zweitem Abkrümmungsbereich 18, 30 sich die beiden Abkrümmungsbereiche 18, 30 derart
überdecken, dass der Fensterflügel 5 sowohl gegen Bewegung in horizontaler Richtung
(Richtung H, in Figur 1 nach rechts) als auch gegen Bewegung in vertikaler Richtung
(Richtung V, in Figur 1 nach oben) verriegelt ist. Es sind aber auch andere geometrische
Formen von erstem und zweitem Abkrümmungsbereich 18, 30 denkbar, die bei Ineinandergreifen
eine formschlüssige Verbindung ausbilden, die eine horizontale (Richtung H) und vertikale
(Richtung V) Bewegung des ersten Abkrümmungsbereiches 18 unterbinden. Beispielsweise
greifen, wie vorstehend genannt, zwei U-förmig ausgebildete Endabschnitte von erstem
und zweitem Abkrümmungsbereich ineinander oder sind ein U-Profilendabschnitt einendseitig
an dem Schließriegel 2 und ein hervorstehender Endschenkel korrespondierend dazu an
einem Endabschnitt des Schließlagers 3 ausgebildet.
[0038] Der Arretierstift 38 umfasst einen Griffbereich 41.1, einen Kopf 41.2 und einen Schaft
39. Oberhalb des Kopfs 41.2 ist der Greifbereich 41.1 angeordnet, der es einem Benutzer
erlaubt, den geraden und ausreichend lang ausgebildeten Arretierstift 38 sicher zu
greifen und zu montieren/demontieren, d.h. in seine Verriegelungsposition im Schließlager
3 und im Schließriegel 2 einzuführen oder herauszuziehen. Die untere Seite des Kopfs
41.2 ist mit einer Auflagefläche 40 ausgebildet, welche auf der Oberseite des Schenkels
32 des Schließlagers 3 zur Auflage kommt. Unterhalb des Kopfes 41.2 und sich an die
Auflagefläche 40 anschließend ist der Schaft 39 ausgebildet. Der Schaft 39 ist in
einen ersten Schaftbereich 39.1 und einen zweiten Schaftbereich 39.2 unterteilt, wobei
sich der erste Schaftbereich 39.1 an die Auflagefläche 40 anschließt. Der erste Schaftbereich
39.1 weist einen Durchmesser d
1 auf, der geringer ist als ein Durchmesser d
2 des zweiten Schaftbereichs 39.2. Die Länge des ersten Schaftbereichs 39.1 ist größer
als die Materialstärke des Schenkels 32, in welchem das Aufnahmeloch 34.1 ausgebildet
ist, sodass der Schaftabsatz 43 zwischen dem ersten Schaftbereich 39.1 und dem zweiten
Schaftbereich 39.2 mit der Unterseite des Schenkels 32 im montierten Zustand in Eingriff
steht und somit ein ungewolltes Lösen des Arretierstifts 38 verhindert wird.
[0039] Das Bremselement 12 ist in den Figuren 11-13 dargestellt und als Federring ausgebildet.
Das Bremselement 12 kann aus den verschiedensten Werkstoffen hergestellt sein und
besteht in vorteilhafter Weise aus Kunststoff, insbesondere aus Gummi. Das Bremselement
12 ist als Ringelement 35 ausgebildet, wobei an der Innenseite eines Ringkörpers 35a
mehrere radial nach innen und im unbelasteten Zustand radial nach oben ragende Federelemente
36 und mehrere radial nach innen vorstehende Zungenelemente 37 ausgebildet. Die Federelemente
36 sind derart ausgebildet, dass diese gemeinsam einen Innendurchmesser D
A aufweisen. Die Zungenelemente 37 sind derart ausgebildet, das diese gemeinsam einen
Durchmesser D
B aufweisen, wobei der Durchmesser D
B kleiner ist als der Durchmesser D
A. Ferner weist das Bremselement 12 einen Außendurchmesser D
C auf. Der Durchmesser D
B entspricht im Wesentlichen dem Durchmesser des gestuften Lagerbereichs 6.1 und das
Bremselement 12 ist im montierten Zustand an dem Lagerbereich 6.1 angeordnet. Der
Außendurchmesser D
C des Bremselements 12 entspricht in etwa dem Durchmesser der Deckplatte 7.1, sodass
das Bremselement 12 im montieren Zustand in einem Bereich zwischen dem Schließriegel
2 und der Deckplatte 7.1 angeordnet ist. Die Zungenelemente 37 sind in der Ebene des
Ringelements 35 ausgebildet und weisen vorzugsweise dieselbe Materialstärke auf, wie
das Ringelement 35. Die Federelemente 36 stehen, wie aus den Fig. 12 und 13 zu erkennen
ist, von dem Ringkörper 35a ab, sodass diese aus der von dem Ringkörper 35a gebildeten
Ebene hervorstehen. Wird das Bremselement 12 montiert, so werden die Federelemente
36 in die Ebene des Ringkörpers 35a gedrückt, sodass diese die Kontaktfläche zwischen
dem Schließriegel 2 und dem Schließriegellagerelement 6 vergrößern. Durch den flächigen
Kontakt zwischen Schließriegel 2 und Bremselement 12 sowie Schließriegellagerelement
6 und Bremselement 12 entfaltet das Bremselement 12 mittels seiner Federelemente 36
seine gewünschte Bremswirkung, um ein Verschwenken des Schließriegels 2 im montierten
Zustand relativ zu dem Schließriegellagerelement 6 zu verhindern, sofern von einem
Benutzer keine die Reibwirkung der Federelemente 36 überwindende Kraft aufgebracht
wird.
1. Verriegelungseinheit (1) umfassend einen an einem zwischen einer Schließstellung und
mindestens einer Öffnungsstellung verschwenkbaren Fenster- oder Türflügel (5) eines
Fensters (10) oder einer Türe anordnenbaren Schließriegel (2) und ein an einem Fenster-
oder Türrahmen (15) des Fenster-oder Türflügels (5) und/oder einem dazu benachbarten
Wand- oder Fensterbankabschnitt anordnenbares Schließlager (3), das einen Aufnahmebereich
(14) aufweist, in welchen der Schließriegel (2) zur Ausbildung einer Verriegelungsposition
der Verriegelungseinheit (1) einschwenkbar ist, wenn der Schließriegel (2) verschwenkbar
in seiner Gebrauchsposition an dem Fenster- oder Türflügel (5) und das Schließlager
(3) benachbart dazu ortsfest in seiner Gebrauchsposition an dem Fenster-oder Türrahmen
(15) oder an dem Wand- oder Fensterbankabschnitt festgelegt sind, wobei der Schließriegel
(2) in seiner Gebrauchsposition mittels eines Schließriegellagerelements (6) zumindest
auf einem Kreisbahnabschnitt verschwenkbar, vorzugsweise rotierbar, und seitlich in
die Verriegelungsposition einschwenkbar an dem Fenster- oder Türflügel (5) befestigt
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schließriegel (2) an einem seiner Enden einen ersten Abkrümmungsbereich (18)
aufweist und das Schließlager (3) an einem seiner Enden einen den Aufnahmebereich
(14) ausbildenden zweiten Abkrümmungsbereich (30) aufweist, in welchen der erste Abkrümmungsbereich
(18) zur Ausbildung der Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit (1) seitlich
einschwenkbar ist, wobei der erste Abkrümmungsbereich (18) und der zweiten Abkrümmungsbereich
(30) sich mindestens teilweise überdeckend eine horizontale (H) und eine vertikale
(V) Bewegung des ersten Abkrümmungsbereiches (18) blockierende formschlüssige Verbindung
ausbilden, wenn der erste Abkrümmungsbereich (18) in der Verriegelungsposition der
Verriegelungseinheit (1) in den zweiten Abkrümmungsbereich (30) eingeschwenkt ist.
2. Verriegelungseinheit (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der erste oder der zweite Abkrümmungsbereich (18, 30) einen hervorstehenden Winkelschenkel
(17) aufweist und der jeweils andere der beiden Abkrümmungsbereiche (18, 30) als U-Profil
ausgebildet ist, in welches der jeweilige Winkelschenkel (17) zur Ausbildung der Verriegelungsposition
der Verriegelungseinheit (1) seitlich unter Ausbildung der formschlüssigen Verbindung
einschwenkbar ist.
3. Verriegelungseinheit (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der erste und der zweite Abkrümmungsbereich (18, 30) jeweils U-förmig ausgebildet
sind und in der Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit (1) jeweils ein Schenkel
des einen U-Profils unter Ausbildung der formschlüssigen Verbindung in das andere
U-Profil eingreift.
4. Verriegelungseinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der ersten Abkrümmungsbereich (18) einen bei Anordnung des Schließriegels (2) in
seiner Gebrauchsposition in Richtung vom Fenster (10) oder der Türe fort hervorstehenden
Endabschnitt (19) aufweist und der zweite Abkrümmungsbereich (30) einen bei Anordnung
des Schließlagers (3) in seiner Gebrauchsposition mit einem Schenkel (32) in Richtung
auf das Fenster (10) oder die Türe zu hervorstehenden Winkelabschnitt (31) aufweist,
wobei der Endabschnitt (19) des ersten Abkrümmungsbereichs (18) und der Winkelabschnitt
(31) des zweiten Abkrümmungsbereichs (30) in ihrer jeweiligen Breiten- und Längserstreckung
(B2, L2; B3, L3) derart aufeinander abgestimmt ausgebildet sind, dass der Endabschnitt (19) zur Ausbildung
der Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit (1) seitlich unter den Schenkel
(32) des Winkelabschnitts (31) einschwenkbar ist und in der Verriegelungsposition
der Verriegelungseinheit (1) der eingeschwenkte Endabschnitt (19) den Schenkel (32)
untergreift und von dem Winkelabschnitt (31) umgriffen ist.
5. Verriegelungseinheit (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abkrümmungsbereich (18) einen Schließriegelwinkelabschnitt (20) mit einem
bei Anordnung des Schließriegels (2) in seiner Gebrauchsposition in Richtung vom Fenster
(10) oder der Türe fort hervorstehenden Endschenkel (21) und der zweite Abkrümmungsbereich
(30) einen den Aufnahmebereich (14) ausbildenden und bei Anordnung des Schließlagers
(3) in seiner Gebrauchsposition in Richtung auf das Fenster (10) oder die Türe zu
geöffneten U-Profilendabschnitt (33) aufweist, wobei der Endschenkel (21) des Schließriegelwinkelabschnitts
(20) und der U-Profilendabschnitt (33) des zweiten Abkrümmungsbereichs (30) in ihrer
jeweiligen Breiten- und Längserstreckung (B2, L2; B3, L3) derart aufeinander abgestimmt sind, dass der hervorstehende Endschenkel (21) bei
der zumindest auf einem Kreisbahnabschnitt verlaufenden Verschwenkbewegung des Schließriegels
(2) seitlich in den von dem U-Profilendabschnitt (33) gebildeten Aufnahmebereich (14)
einschwenkbar und in eine die Verriegelungsposition von Schließriegel (2) und Schließlager
(3) ausbildende Relativposition zu dem U-Profilendabschnitt (33) des Schließlagers
(3) bringbar ist, in welcher der eingeschwenkte Endschenkel (21) in den U-Profilendabschnitt
(33) eingreift.
6. Verriegelungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmebereich (14) derart dimensioniert ist, dass der in den Aufnahmebereich
(14) eingeschwenkte erste Abkrümmungsbereich (18) dreh-kippbeweglich in eine nach
unten gerichtete Richtung bewegbar ist.
7. Verriegelungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließlager (3) eine den zweiten Abkrümmungsbereich (30) mit einer Montageplatte
(22) verbindende und den zweiten Abkrümmungsbereich (30) tragende Verbindungsplatte
(29) aufweist.
8. Verriegelungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließriegel (2) ein Lagerloch (8) aufweist und das Schließriegellagerelement
(6) zwei Stufenlagerelemente (9.1, 9.2) mit zentraler Bohrung (11.1, 11.2) umfasst,
die eine im Durchmesser größer als das Lagerloch (8) dimensionierte Deckplatte (7.1,
7.2) aufweisen und mit jeweils einem gestuften Lagerbereich (6.1, 6.2) in das Lagerloch
(8) eingreifen.
9. Verriegelungseinheit nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden gestuften Lagerbereiche (6.1, 6.2) in der Lagerungsposition des Schließriegels
(2) mit ihren Oberflächenseiten im Bereich des Lagerlochs (8) aufeinanderliegend in
das Lagerloch (8) eingreifen.
10. Verriegelungseinheit nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Deckplatte (7.1) auf ihrer dem Schließriegel (2) zugewandten Oberfläche
ein Reibungskraft erhöhendes Bremselement (12) aufweist.
11. Verriegelungseinheit nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Bremselement (12) als Ringelement (35) ausgebildet ist, das einen Ringkörper
(35a) umfasst, an dessen Innenseite Federelemente (36) und Zungenelemente (37) radial
in Richtung zum Zentrum weisend hervorstehen.
12. Verriegelungseinheit nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließriegel (2) mindestens eine, insbesondere als Langloch oder länglicher
Schlitz ausgebildete Durchgangsöffnung (26) und das Schließlager (3) zwei sich koaxial
gegenüberliegende Aufnahmelöcher (34.1, 34.2) aufweist oder, dass der Schließriegel
(2) zwei Aufnahmelöcher und das Schließlager (3) mindestens eine Durchgangsöffnung
aufweist, wobei die jeweilige mindestens eine Durchgangsöffnung (26) und die jeweiligen
beiden Aufnahmelöcher (34.1, 34.2) bei in der Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit
(1) in den zweiten Abkrümmungsbereich (30) eingeschwenktem erstem Abkrümmungsbereich
(18) sich koaxial gegenüberliegen und in diese ein sich durch die mindestens eine
Durchgangsöffnung (26) und die Aufnahmelöcher (34.1, 34.2) erstreckender und eine
seitliche Schwenkbewegung des Schließriegels (2) blockierender Arretierstift (38)
einführbar ist.
13. Verriegelungseinheit nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnung (26) im Endschenkel (21) des Schließriegels (2) sowie ein Aufnahmeloch
(34.1) im Schenkel (32) des ersten Abkrümmungsbereichs (18) und das gegenüberliegende
Aufnahmeloch (34.2) im Bereich des zweiten Abkrümmungsbereichs (30) in einem dem ersten
Aufnahmeloch (34.1) gegenüberliegenden Bereich der Verbindungsplatte (29) ausgebildet
sind.
14. Fenster (10) oder Türe mit mindestens einer zugeordneten Verriegelungseinheit (1),
die einen an einem zwischen einer Schließstellung und mindestens einer Öffnungsstellung
verschwenkbaren Fenster- oder Türflügel (5) des Fensters (10) oder der Türe angeordneten
Schließriegel (2) und ein an einem Fenster- oder Türrahmen (15) des Fenster- oder
Türflügels (5) und/oder einem dazu benachbarten Wand- oder Fensterbankabschnitt angeordnetes
Schließlager (3), das einen Aufnahmebereich (14) aufweist, in welchen der Schließriegel
(2) zur Ausbildung einer Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit (1) einschwenkbar
ist, umfasst, wobei der Schließriegel (2) verschwenkbar an dem Fenster-oder Türflügel
(5) und das Schließlager (3) benachbart dazu ortsfest an dem Fenster- oder Türrahmen
(15) oder an dem Wand- oder Fensterbankabschnitt festgelegt sind und der Schließriegel
(2) mittels eines Schließriegellagerelements (6) zumindest auf einem Kreisbahnabschnitt
verschwenkbar, vorzugsweise rotierbar, und seitlich in die Verriegelungsposition einschwenkbar
an dem Fenster- oder Türflügel (5) befestigt ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schließriegel (2) an einem seiner Enden einen ersten Abkrümmungsbereich (18)
aufweist und das Schließlager (3) an einem seiner Enden einen den Aufnahmebereich
(14) ausbildenden zweiten Abkrümmungsbereich (30) aufweist, in welchen der erste Abkrümmungsbereich
(18) zur Ausbildung der Verriegelungsposition der Verriegelungseinheit (1) seitlich
einschwenkbar ist, wobei der erste Abkrümmungsbereich (18) und der zweiten Abkrümmungsbereich
(30) sich mindestens teilweise überdeckend eine horizontale (H) und eine vertikale
(V) Bewegung des ersten Abkrümmungsbereiches (18) blockierende formschlüssige Verbindung
ausbilden, wenn der erste Abkrümmungsbereich (18) in der Verriegelungsposition der
Verriegelungseinheit (1) in den zweiten Abkrümmungsbereich (30) eingeschwenkt ist.
15. Fenster (10) oder Türe nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließlager (2) auf seiner dem zweiten Abkrümmungsbereich (30) gegenüberliegenden
Seite mittels einer in den zwischen Blendrahmen (15) und Überschlag (27) des Fensters
(10) oder der Türe ausgebildeten Spalt (28) eingreifenden Montageplatte (22) an dem
Blendrahmen (15) befestigt ist.
16. Fenster (10) oder Türe nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließriegel (3) ein Lagerloch (8) aufweist und in seiner Gebrauchsposition
von dem Schließriegellagerelement (6) in einem Lagerloch (8) geführt an dem Fenster-
oder Türflügel (5) befestigt ist.
17. Fenster (10) oder Türe nach einem der Ansprüche 14 - 16, gekennzeichnet durch eine Verriegelungseinheit (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 - 13.