(19)
(11) EP 3 382 821 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
03.10.2018  Patentblatt  2018/40

(21) Anmeldenummer: 18000303.0

(22) Anmeldetag:  28.03.2018
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01R 13/58(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME
Benannte Validierungsstaaten:
KH MA MD TN

(30) Priorität: 31.03.2017 DE 102017003160

(71) Anmelder: Yamaichi Electronics Deutschland GmbH
85609 Aschheim-Dornach (DE)

(72) Erfinder:
  • LOH, Bernhard
    80933 München (DE)
  • Quiter, Michael
    57482 Wenden (DE)

(74) Vertreter: Müller-Boré & Partner Patentanwälte PartG mbB 
Friedenheimer Brücke 21
80639 München
80639 München (DE)

   


(54) SCHUTZVORRICHTUNG FÜR STECKVERBINDER, VERWENDUNG UND VERFAHREN


(57) Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung (1) zur Aufnahme eines Steckverbinders (10), umfassend eine Steckeraufnahme (2), welche ausgelegt ist, den Steckverbinder (10) und einen Endabschnitt eines Kabels (11) des Steckverbinders (10) zumindest teilweise aufzunehmen, wobei sich die Steckeraufnahme (2) entlang einer Mittellinie (M) von einer Steckeröffnung (3) zur zumindest teilweisen Aufnahme des Steckverbinders (10) zu einer Kabelöffnung (4) zur zumindest teilweisen Aufnahme des Endabschnitts des Kabels (11) des Steckverbinders (10) durch die Schutzvorrichtung (1) erstreckt und wobei die Steckeraufnahme (2) eine Vielzahl von Kabelhaltehaken (6) aufweist, die in die Steckeraufnahme (2) nach innen vorstehen, wobei jeder der Kabelhaltehaken (6) jeweils einen Abstand zur Mittellinie (M) hat, wobei die Abstände zur Mittellinie (M) von zwei oder mehr Kabelhaltehaken (6) entlang der Mittellinie (M) von der Kabelöffnung (4) in Richtung der Steckeröffnung (3) abnehmen. Zudem betrifft die Erfindung ferner eine Verwendung einer solchen Schutzvorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung eines geschützten Steckverbinders (10).




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung zur Aufnahme eines Steckverbinders, eine Verwendung einer solchen Schutzvorrichtung zum Schutz eines Steckverbinders und ein Verfahren zur Herstellung eines geschützten Steckverbinders.

[0002] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Verbindertechnik, insbesondere auf dem Gebiet der Steckverbindertechnik und dem Gebiet der Schutztechnik für Steckverbinder. Die Schnittstelle zwischen einem Kabel und einem Steckverbinder, welcher mit dem Kabel verbunden werden soll, stellt eine Schwachstelle des Steckverbindersystems dar. Insbesondere kann es an der Schnittstelle aufgrund von physikalischen Einflüssen zu einer Beeinträchtigung der elektrischen Leiter kommen. Daher ist es vorteilhaft, die Schnittstelle durch eine Schutzvorrichtung vor solchen Einflüssen zu schützen. Ferner können Steckverbinder mit Kabeln mit unterschiedlichen Kabeldicken verbunden werden, wobei es vorteilhaft wäre, eine Schutzvorrichtung bereitzustellen, welche in der Lage ist, Kabel mit verschiedenen Kabeldicken sicher aufzunehmen und zu halten.

[0003] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schutzvorrichtung zum Schutz eines Steckverbinders bereitzustellen, welche in der Lage ist, Kabel mit verschiedenen Kabeldicken sicher aufzunehmen und zu halten.

[0004] Diese Aufgabe wird insbesondere durch eine Schutzvorrichtung, eine Verwendung der Schutzvorrichtung und einem Verfahren zur Herstellung eines geschützten Steckverbinders jeweils gemäß der unabhängigen Ansprüche gelöst. Insbesondere ist die Erfindung durch die unabhängigen Ansprüche definiert, während bevorzugte Ausführungsformen den Gegenstand der abhängigen Ansprüche bilden.

[0005] Ein Aspekt betrifft eine Schutzvorrichtung zur Aufnahme eines Steckverbinders, umfassend eine Steckeraufnahme, welche ausgelegt ist, den Steckverbinder und einen Endabschnitt eines Kabels des Steckverbinders zumindest teilweise aufzunehmen, wobei sich die Steckeraufnahme entlang einer Mittellinie von einer Steckeröffnung zur zumindest teilweisen Aufnahme des Steckverbinders zu einer Kabelöffnung zur zumindest teilweisen Aufnahme des Endabschnitts des Kabels des Steckverbinders durch die Schutzvorrichtung erstreckt. Die Steckeraufnahme weist eine Vielzahl von Kabelhaltehaken auf" die in die Steckeraufnahme nach innen vorstehen, wobei jeder der Kabelhaltehaken jeweils einen Abstand zur Mittellinie hat, und wobei jeder Kabelhaltehaken ausgelegt sein kann, mit dem Endabschnitt des Kabels in Eingriff zu gelangen. Die Abstände zur Mittellinie von zwei oder mehr Kabelhaltehaken nehmen entlang der Mittellinie von der Steckeröffnung in Richtung der Kabelöffnung ab.

[0006] Hierbei ist die Steckeraufnahme als eine durchgehende Öffnung durch die Schutzvorrichtung ausgelegt, welche an einem Ende der Schutzvorrichtung die Kabelöffnung aufweist und an dem anderen Ende der Schutzvorrichtung die Steckeröffnung aufweist. Die Steckeröffnung ist hierbei ausgelegt, den Steckverbinder aufzunehmen und die Steckeröffnung kann den Steckverbinder ferner in der Steckeraufnahme halten und/oder mit dem Steckverbinder in Eingriff gelangen. Ein Zustand der Schutzvorrichtung, in welchem der Steckverbinder und der Endabschnitt des Kabels in der Schutzvorrichtung aufgenommen sind, stellt einen Betriebszustand der Schutzvorrichtung dar. Der Steckverbinder kann hierbei insbesondere zumindest teilweise aus der Schutzvorrichtung durch die Steckeröffnung herausragen. Die Steckeröffnung kann insbesondere ein Dichtmittel aufweisen, um in dem Betriebszustand die Schutzvorrichtung und den Steckverbinder nach außen von z.B. Flüssigkeit und/oder Staub abzudichten. Im Betriebszustand ist der Endabschnitt des Kabels ist mit dem Steckverbinder verbunden und erstreckt sich in dem Betriebszustand von dem Steckverbinder durch die Steckeraufnahme zu der Kabelöffnung. Der Endabschnitt des Kabels erstreckt sich insbesondere durch die Kabelöffnung. Die Kabelöffnung kann insbesondere ein Dichtmittel aufweisen, um in dem Betriebszustand die Schutzvorrichtung und den Endabschnitt des Kabels nach außen von z.B. Flüssigkeit und/oder Staub abzudichten.

[0007] Der Steckverbinder kann als männlicher Steckverbinder oder weiblicher Steckverbinder ausgebildet sein. Der Steckverbinder kann als RJ-Steckverbinder und insbesondere als RJ-45 Steckverbinder ausgebildet sein. Alternativ kann der Steckverbinder ein Steckverbinder eines beliebigen anderen Verbindungstyp, z.B. USB, oder einer beliebigen anderen Verbindungsart, z.B. Datenübertragung und/oder Strom, sein.

[0008] Die Mittellinie der Steckeraufnahme erstreckt sich von der Kabelöffnung durch die Steckeraufnahme zu der Steckeröffnung, und kann insbesondere eine Achse der Steckeraufnahme darstellen. Insbesondere kann die Mittellinie in einem Betriebszustand zumindest teilweise im Wesentlichen parallel zu einer Achse des Endabschnitts des Kabels verlaufen. Im Wesentlichen parallel bedeutet im Sinne dieser Beschreibung umfassend kleiner Abweichungen, die z.B. herstellungsbedingt auftreten können. Insbesondere kann die Achse des Endabschnitts des Kabels in dem Betriebszustand zumindest teilweise der Mittellinie entsprechen. Die Mittellinie kann sich von einem geometrischen Mittelpunkt der Kabelöffnung zu einem geometrischen Mittelpunkt der Steckeröffnung erstrecken.

[0009] Die Vielzahl von Kabelhaltehaken steht in der Steckeraufnahme nach innen vor. Die Kabelhaltehaken sind hierbei ausgebildet, um in dem Betriebszustand mit einem Kabelmantel des Endabschnitts des Kabels in Eingriff zu gelangen. Die Kabelhaltehaken können hierbei beispielsweise durch Reibschluss mit dem Kabelmantel und/oder durch Verhaken mit dem Kabelmantel und/oder durch Einschneiden bzw. Eindrücken in den Kabelmantel mit dem Kabelmantel in Eingriff gelangen. Hierfür können die Kabelhaltehaken als vorstehende Blöcke, Keile oder Haken bzw. Widerhaken ausgebildet sein. Hierdurch kann ein sicherer Sitz des Kabels in der Schutzvorrichtung gewährleistet werden.

[0010] Jeder Kabelhaltehaken weist einen Abstand zu der Mittellinie auf. Der Abstand zu der Mittellinie ergibt sich hierbei aus dem Minimum der Distanzen der Menge von Distanzen aller Punkte auf einer Oberfläche des jeweiligen Kabelhaltehakens zu allen Punkten auf der Mittellinie in der Steckeraufnahme. Der Abstand zu der Mittellinie aller Kabelhaltehaken, welche in der Steckeraufnahme ausgebildet sind, nimmt hierbei von der Kabelöffnung in Richtung der Steckeröffnung ab. Dies bedeutet, dass jeder Kabelhaltehaken einen Abstand zur Mittellinie hat, welcher kleiner oder gleich bzw. kleiner als alle Abstände der Kabelhaltehaken zwischen dem jeweiligen Kabelhaltehaken und der Kabelöffnung ist. Hierdurch ist es insbesondere möglich, Endabschnitte von Kabeln mit unterschiedlicher Dicke in die Steckeraufnahme aufzunehmen, so dass mindestens ein Kabelhaltehaken mit dem Endabschnitt des Kabels in Eingriff gelangt und somit denselben in der Steckeraufnahme fixiert. Insbesondere kann die Steckeraufnahme ausgebildet sein, so dass ein Endabschnitt von Kabeln mit unterschiedlicher Dicke in die Steckeraufnahme aufnehmbar ist, wobei mindestens ein, vorzugsweise zwei oder mehr Kabelhaltehaken mit dem Endabschnitt des Kabels in Eingriff gelangt/gelangen und den Endabschnitt hält/halten. In anderen Worten ist die Steckeraufnahme vorzugsweise derart ausgebildet, dass Kabel mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Kabeldurchmessern bzw. Kabelquerschnitten in der Steckeraufnahme verbindbar bzw. aufnehmbar sind, wobei mindestens ein, vorzugsweise zwei oder mehr Kabelhaltehaken mit dem Endabschnitt des Kabels in Eingriff gelangt/gelangen und den Endabschnitt hält/halten. Somit können die Endabschnitte von Kabeln mit unterschiedlicher Dicke jeweils so von den jeweiligen Kabelmänteln befreit werden, so dass mindestens ein, bevorzugt mindestens zwei der Kabelhaltehaken mit dem verbleibenden Kabelmantel des Endabschnitts in Eingriff gelangen. Insbesondere kann eine Klemmrichtung, entlang welcher der Endabschnitt des Kabels in die Steckeraufnahme während der Herstellung des Betriebszustands eingeführt wird, mit einer Haltekante bzw. Haltefläche der Kabelhaltehaken, welche mit dem Endabschnitt in dem Betriebszustand in Eingriff gelangen, einen spitzen Winkel aufweisen. Hierdurch wird die Herstellung des Betriebszustands vereinfacht, indem der hierzu benötigte Kraftaufwand reduziert wird.

[0011] In einer bevorzugten Ausführungsform hat jeder Kabelhaltehaken einen Abstand zur Mittellinie, welcher kleiner als alle Abstände der Kabelhaltehaken zwischen dem jeweiligen Kabelhaltehaken und der Kabelöffnung ist. Hierdurch wird sichergestellt, dass keine zwei Kabelhaltehaken einen gleichen Abstand zur Mittellinie aufweisen, wodurch eine große Auswahl an möglichen Kabeldicken des Endabschnitts gewährleistet wird. Alternativ können zwei oder mehr Kabelhaltehaken einen gleichen Abstand zur Mittellinie aufweisen, wodurch ein besonders sicherer Sitz für bestimmte Kabeldicken des Endabschnitts gewährleistet wird.

[0012] In einer weiteren Ausführungsform ist die Vielzahl von Kabelhaltehaken ausgelegt, eine Bewegung des aufgenommenen Endabschnitts des Kabels relativ zu der Steckeraufnahme zu blockieren. Hierbei können die Kabelhaltehaken eine Zugentlastung bilden, um eine Bewegung des Endabschnitts entlang der Mittellinie bzw. im Wesentlichen parallel bzw. entlang der Achse des Endabschnitts in dem Betriebszustand zu blockieren bzw. zu reduzieren bzw. zu verhindern. In einer bevorzugten Ausführungsform können die Kabelhaltehaken eine Bewegung des Endabschnitts quer zu der Mittellinie bzw. quer zu der Achse des Endabschnitts in dem Betriebszustand blockieren bzw. reduzieren bzw. verhindern. In einer bevorzugten Ausführungsform können die Kabelhaltehaken eine Drehsicherung bilden, um eine Drehbewegung des Endabschnitts um die Mittellinie bzw. um die Achse des Endabschnitts in dem Betriebszustand zu blockieren bzw. zu reduzieren bzw. zu verhindern. Somit kann der Steckverbinder und/oder der Endabschnitt des Kabels vor Beschädigungen durch ungewünschte Bewegungen des Endabschnitts geschützt werden.

[0013] In einer weiteren Ausführungsform sind die Kabelhaltehaken auf zwei gegenüberliegenden Seiten bezüglich der Mittellinie in der Steckeraufnahme ausgebildet. Durch einen Eingriff der Vielzahl von Kabelhaltehaken von zwei gegenüberliegenden Seiten mit dem Endabschnitt des Kabels kann ein sicherer Sitz des Endabschnitts gewährleistet werden. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Kabelhaltehaken derart auf zwei gegenüberliegenden Seiten der Steckeraufnahme angeordnet, so dass eine Linie zwischen einem beliebigen Kabelhaltehaken auf einer Seite der Steckeraufnahme zu einem beliebigen Kabelhaltehaken auf der gegenüberliegenden Seite der Steckeraufnahme die Mittellinie bzw. die Achse des Endabschnitts in einem Betriebszustand schneidet. Alternativ können die Kabelhaltehaken auf nur einer Seite der Steckeraufnahme ausgebildet sein, wodurch ein Klemmen des Endabschnitts in der Steckeraufnahme und eine Herstellungsprozess der Schutzvorrichtung vereinfacht wird. Alternativ können die Kabelhaltehaken auch an drei oder mehr gegenüberliegenden Seiten bezüglich der Mittellinie in der Steckeraufnahme ausgebildet sein. Hierdurch kann ein sicherer und/oder zentrierter Sitz des Endabschnitts des Kabels in der Steckeraufnahme ermöglicht werden.

[0014] In einer weiteren Ausführungsform sind die Kabelhaltehaken ausgebildet, die Mittellinie bzw. die Achse des Endabschnitts in dem Betriebszustand zumindest teilweise zu umlaufen. Hierdurch kann der Endabschnitt gleichmäßig von allen Seiten der Steckeraufnahme durch die Kabelhaltehaken fixiert und/oder zentriert werden. Die zumindest teilweise umlaufenden Kabelhaltehaken können eine Fläche definieren, oder spiralartig entlang der Steckeraufnahme ausgebildet sein. Weiterhin kann jeder Kabelhaltehaken mit einer konstanten Länge von einer Innenfläche der Steckeraufnahme in die Steckeraufnahme vorstehen. Die Kabelhaltehaken können ferner ausgebildet sein, um sich an Kabel mit unterschiedlichen Kabelquerschnitten anzupassen. Somit können die Kabelhaltehaken gerade Haltekanten bzw. Halteflächen aufweisen, welche beispielsweise mit Kabeln mit kreisförmigen oder rechteckigen Kabelquerschnitten in Eingriff gelangen können. Alternative können die Kabelhaltehaken gekrümmte Haltekanten bzw. Halteflächen aufweisen, welche beispielsweise mit Kabeln mit kreisförmigen oder ovalen Kabelquerschnitten in Eingriff gelangen können.

[0015] In einer weiteren Ausführungsform weist jeder der Vielzahl von Kabelhaltehaken einen Lotfußpunkt entlang der Mittellinie auf, und wobei mindestens zwei der Lotfußpunkte der Vielzahl von Kabelhaltehaken unterschiedlich voneinander sind oder mindestens zwei der Lotfußpunkte der Vielzahl von Kabelhaltehaken gleich sind. Der Abstand zwischen einem Kabelhaltehaken und der Mittellinie trennt einen Punkt des jeweiligen Kabelhaltehakens von einem jeweiligen Fußpunkt der Mittellinie, welcher in diesem Sinne den Lotfußpunkt des jeweiligen Kabelhaltehakens bildet. In einer Ausführungsform, in der mindestens zwei oder mehr Lotfußpunkte unterschiedlich voneinander sind, kann sich der Endabschnitt des Kabels den Kabelhaltehaken anpassen, wodurch eine Beschädigung des Kabels durch zu tief eingreifende Kabelhaltehaken reduziert bzw. verhindert werden kann. In einer Ausführungsform, in der mindestens zwei oder mehr Lotfußpunkte identisch sind, kann ein besonders sicherer Sitz des Endabschnitts in der Steckeraufnahme gewährleistet werden.

[0016] In einer weiteren Ausführungsform ist der Endabschnitt des Kabels durch die Kabelhaltehaken in der Steckeraufnahme geklemmt. Hierdurch kann der Endabschnitt des Kabels nachdem der Betriebszustand der Schutzvorrichtung hergestellt wurde, aus der Steckeraufnahme gelöst werden, ohne dass dabei der Endabschnitt und/oder das Kabel beschädigt bzw. zerstört wird. Somit kann die Schutzvorrichtung nach Ermessen ausgetauscht werden.

[0017] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Steckeraufnahme zwei Gehäuseschalen, welche durch eine Verrasteinrichtung miteinander verrastbar sind. Die beiden Gehäuseschalen können hierbei im Wesentlichen gleichteilig ausgebildet sein. Im Wesentlichen bedeutet in diesem Sinne umfassend geringer Abweichungen, welche z.B. herstellungsbedingt auftreten können. Eine gleichteilige Ausbildung der beiden Gehäuseschalen reduziert die Kosten und die Komplexität der Herstellung der Gehäuseschalen. Die Gehäuseschalen können auch unterschiedlich ausgebildet sein. Insbesondere kann eine Gehäuseschale einen oder mehr Rastnasen aufweisen, welche mit komplementären Rastnasen-Aufnahmen auf der anderen Gehäuseschale in dem Betriebszustand in Eingriff gelangen. Alternativ oder zusätzlich zu der Verrasteinrichtung können die zwei Gehäuseschalen auch durch andere Verbindungseinrichtungen verbunden werden, welche die zwei Gehäuseschalen z.B. durch Reibschluss, Verpressen, Verkleben, Verschrauben und/oder Verschmelzen verbinden. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die zwei Gehäuseschalen lösbar miteinander verbunden, so dass ein Lösen einer Gehäuseschale von der anderen Gehäuseschale ohne eine Beschädigung oder Zerstörung einer oder beider Gehäuseschalen möglich ist. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Schutzvorrichtung ferner eine Abdichteinrichtung, welche zwischen den beiden Gehäuseschalen angeordnet ist und wobei die Abdichteinrichtung ausgelegt ist, die beiden verbundenen Gehäuseschalen zumindest teilweise nach außen gegen z.B. Flüssigkeit und/oder Staub abzudichten. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die zwei Gehäuseschalen durch eine Gelenkeinrichtung verbunden. Die Gelenkeinrichtung ist hierbei ausgelegt, eine Gehäuseschale klappbar an der anderen Gehäuseschale zu lagern, wobei die Gelenkeinrichtung beispielsweise als Scharnier oder Drehgelenk ausgebildet ist. Hierdurch wird eine Verlustsicherung der Gehäuseschalen bereitgestellt, sowie ein Verbindungsprozess der beiden Gehäuseschalen vereinfacht.

[0018] In einer weiteren Ausführungsform schirmt die Schutzvorrichtung den Steckverbinder und den Endabschnitt des Kabels zumindest teilweise nach außen von elektromagnetischen Feldern ab. Hierbei kann die Schutzvorrichtung als Faraday'scher Käfig ausgebildet sein, welcher den Steckverbinder und den Endabschnitt des Kabels zumindest teilweise in dem Betriebszustand umgibt. In einer bevorzugten Ausführungsform schließt ein Schirmbereich der Schutzvorrichtung an eine Schirmung des Steckverbinders und des Endabschnitts des Kabels an bzw. überlappt mit diesen. Hierdurch kann eine durchgängige Schirmung des Steckverbinders und des Endabschnitts des Kabels durch die Schutzvorrichtung gewährleistet werden.

[0019] In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Schutzvorrichtung ferner eine Fixiereinrichtung, welche mit dem Steckverbinder verbunden ist. Die Fixiereinrichtung umfasst mindestens ein Positionierungselement, welches mit der Steckeraufnahme in Eingriff gelangt, um eine Bewegung des Steckverbinders innerhalb der Steckeraufnahme zu blockieren. Die Fixiereinrichtung kann hierbei als fester Bestandteil des Steckverbinders oder als mit dem Steckverbinder lösbar verbindbar ausgebildet sein. Insbesondere kann die Fixiereinrichtung ein oder mehr Verrastelemente aufweisen, welche mit dem Steckverbinder in Eingriff gelangen, um die Fixiereinrichtung an dem Steckverbinder zu befestigen. Das mindestens eine Positionierungselement kann als Vorsprung der Fixiereinrichtung ausgebildet sein, welcher in eine komplementäre Aufnahme der Steckeraufnahme in dem Betriebszustand eingreift und somit eine Bewegung des Steckverbinders innerhalb der Steckeraufnahme, insbesondere in einer Richtung entlang der Mittellinie bzw. der Achse des Endabschnitts, verhindert bzw. blockiert.

[0020] In einer weiteren Ausführungsform weist die Fixiereinrichtung ferner Fixierrasthaken auf, welche ausgelegt sind, mit der Steckeraufnahme zu verrasten, um die Schutzvorrichtung an dem Steckverbinder zu fixieren. Insbesondere kann die Fixiereinrichtung mindestens einen, bevorzugt mindestens zwei Fixierrasthaken aufweisen. Wenn die Schutzvorrichtung als zwei oder mehr Gehäuseschalen ausgebildet ist, können die Fixierrassthaken insbesondere ausgelegt sein, jede der zwei oder mehr Gehäuseschalen an dem Steckverbinder zu fixieren, ohne dass die zwei oder mehr Gehäuseschalen miteinander verbunden werden müssen. Hierdurch wird die Montage einzelner Gehäuseschalen an der Schutzvorrichtung ermöglicht, ohne alle Gehäuseschalen gleichzeitig zu montieren. Insbesondere können die Fixiereinrichtung und/oder die Verrastelemente und/oder die Fixierrasthaken aus einem elektrisch leitenden Material, beispielsweise aus einem Metall und/oder einem leitenden Kunststoff und/oder einem leitenden Kompositmaterial, ausgebildet sein. Hierbei können insbesondere die Fixiereinrichtung und/oder die Verrastelemente und/oder die Fixierrasthaken in elektrischem Kontakt mit einer Kabelschirmung und/oder einer Steckverbinderschirmung und/oder den zwei Gehäuseschalen stehen. Die Kabelschirmung ist hierbei eine elektromagnetische Abschirmung, welche an Kabeln vorgesehen werden kann. Die Steckverbinderschirmung ist hierbei eine elektromagnetische Abschirmung, welche an Verbindern vorgesehen werden kann, um den Steckverbinder elektromagnetisch abzuschirmen. Insbesondere können die Fixiereinrichtung und/oder die Fixierrasthaken als Schirmelement(e) ausgebildet sein, um die Steckeraufnahme bzw. den Steckverbinder, insbesondere die Steckeraufnahme bzw. den Steckverbinder in einem Verbindungsbereich zwischen dem Endabschnitt des Kabels und dem Steckverbinder, nach außen von elektromagnetischen Feldern abzuschirmen.

[0021] In einer weiteren Ausführungsform weist die Schutzvorrichtung mindestens einen Vorsprung auf, welcher von der Schutzvorrichtung nach außen vorsteht, um einen Rasthaken des Steckverbinders zu schützen. Der Rasthaken des Steckverbinders kann hierbei ausgebildet sein, um den Steckverbinder in einer komplementären Steckverbinder-Aufnahme zur Herstellung einer Datenverbindung zu fixieren. Durch den mindestens einen Vorsprung der Schutzvorrichtung kann der Rasthaken vor Beschädigungen oder versehentlichem Abbrechen geschützt werden. Die Schutzvorrichtung kann hierbei insbesondere drei Vorsprünge aufweisen, wobei einer der drei Vorsprünge einen im Wesentlichen rechten Winkel mit jedem der weiteren zwei Vorsprünge bildet, wodurch der Rasthaken separat entlang drei Richtungen geschützt wird.

[0022] In einer weiteren Ausführungsform ist die Steckeraufnahme bzw. die ein oder mehr Gehäuseschalen der Steckeraufnahme aus einem Metall und/oder einem leitenden Kunststoff und/oder einem Kompositmaterial ausgebildet. In einer bevorzugten Ausführungsform ist ein Material der Steckeraufnahme bzw. der ein oder mehr Gehäuseschalen der Steckeraufnahme elektrisch leitfähig. Die Steckeraufnahme bzw. die ein oder mehr Gehäuseschalen der Steckeraufnahme kann ferner nach einem geläufigen Herstellungsverfahren hergestellt werden, z.B. durch ein Druckgußverfahren. Vorzugsweise ist die die Steckeraufnahme bzw. die ein oder mehr Gehäuseschalen der Steckeraufnahme als ein Metall-Druckguß ausgebildet. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Steckeraufnahme bzw. die ein oder mehr Gehäuseschalen der Steckeraufnahme als ein Zink-Druckguß ausgebildet.

[0023] Ein Aspekt betrifft eine Verwendung einer Schutzvorrichtung gemäß einer der oben beschriebenen Ausführungsformen zum Schutz eines Steckverbinders. Die Schutzvorrichtung kann hierbei eine beliebige Kombination der oben genannten Merkmale aufweisen.

[0024] Ein Aspekt betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines geschützten Steckverbinders, umfassend ein Verbinden eines Endabschnitts eines Kabels mit einem Steckverbinder, ein Aufnehmen des Steckverbinders in einer Steckeraufnahme einer Schutzvorrichtung und ein Klemmen des Endabschnitts des Kabels in der Steckeraufnahme, wobei die Steckeraufnahme eine Vielzahl von Kabelhaltehaken aufweist, die in die Steckeraufnahme nach innen vorstehen, und wobei ein Kabelmantel des Endabschnitts des Kabels durch die Vielzahl von Kabelhaltehaken geklemmt wird, wobei mindestens zwei der Kabelhaltehaken mit dem Kabelmantel des Endabschnitts, insbesondere für eine Vielzahl von unterschiedlichen Kabeldurchmessern, in Eingriff gelangen.

[0025] Die Schutzvorrichtung des Verfahrens kann hierbei eine beliebige Kombination aller oben genannten Merkmale aufweisen.

[0026] In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Verbinden des Endabschnitts des Kabels mit dem Steckverbinder ein Anpassen bzw. Kürzen bzw. Zurechtschneiden des Kabelmantels des Endabschnitts des Kabels, wobei der Kabelmantel derart von dem Endabschnitt des Kabels entfernt wird, dass mindestens zwei der Kabelhaltehaken mit dem Kabelmantel des Endabschnitts in Eingriff gelangen. Das Anpassen des Kabelmantels kann ferner derart ausgeführt werden, dass maximal vier, bevorzugt maximal drei, weiter bevorzugt maximal zwei der Kabelhaltehaken mit dem Kabelmantel des Endabschnitts in Eingriff gelangen. Somit kann ein Klemmen des Endabschnitts des Kabels in der Steckeraufnahme erleichtert und ein sicherer Sitz ermöglicht werden.

[0027] In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Klemmen des Endabschnitts des Kabels in der Steckeraufnahme ein Verbinden zweier Gehäuseschalen, welche mit einer Verrasteinrichtung miteinander verbindbar sind. Die beiden Gehäuseschalen können hierbei im Wesentlichen gleichteilig ausgebildet sein. Im Wesentlichen bedeutet in diesem Sinne umfassend geringer Abweichungen, welche z.B. herstellungsbedingt auftreten können. Eine gleichteilige Ausbildung der beiden Gehäuseschalen reduziert die Kosten und die Komplexität der Herstellung der Gehäuseschalen. Die Gehäuseschalen können auch unterschiedlich ausgebildet sein. Insbesondere kann eine Gehäuseschale einen oder mehr Rastnasen aufweisen, welche mit komplementären Rastnasen-Aufnahmen auf der anderen Gehäuseschale in dem Betriebszustand in Eingriff gelangen. Alternativ oder zusätzlich zu der Verrasteinrichtung können die zwei Gehäuseschalen auch durch andere Verbindungseinrichtungen verbunden werden, welche die beiden Gehäuseschalen z.B. durch Reibschluss, Verpressen, Verkleben, Verschrauben und/oder Verschmelzen verbinden. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die zwei Gehäuseschalen lösbar miteinander verbunden, so dass ein Lösen einer Gehäuseschale von der anderen Gehäuseschale ohne eine Beschädigung oder Zerstörung einer oder beider Gehäuseschalen möglich ist. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Schutzvorrichtung ferner eine Abdichteinrichtung, welche zwischen den beiden Gehäuseschalen angeordnet ist und wobei die Abdichteinrichtung ausgelegt ist, die beiden verbundenen Gehäuseschalen zumindest teilweise nach außen gegen z.B. Flüssigkeit und/oder Staub abzudichten.

[0028] In einer weiteren Ausführungsform umfasst das Verbinden des Endabschnitts des Kabels mit dem Steckverbinder ein Verbinden des Steckverbinders mit einer Fixiereinrichtung, welche ausgelegt ist, um eine Bewegung des Steckverbinders innerhalb der Steckeraufnahme zu blockieren. Die Fixiereinrichtung kann hierbei bevorzugt mit dem Steckverbinder verbunden werden, bevor der Endabschnitt des Kabels mit dem Steckverbinder verbunden wird. Die Fixiereinrichtung umfasst mindestens ein Positionierungselement, welches mit der Steckeraufnahme in Eingriff gelangt. Die Fixiereinrichtung kann hierbei als mit dem Steckverbinder lösbar verbindbar ausgebildet sein. Insbesondere kann die Fixiereinrichtung ein oder mehr Verrastelemente aufweisen, welche mit dem Steckverbinder in Eingriff gelangen, um die Fixiereinrichtung an dem Steckverbinder zu befestigen. Das mindestens eine Positionierungselement kann als Vorsprung der Fixiereinrichtung ausgebildet sein, welcher in eine komplementäre Aufnahme der Steckeraufnahme in dem Betriebszustand eingreift und somit eine Bewegung des Steckverbinders innerhalb der Steckeraufnahme, insbesondere in einer Richtung entlang der Mittellinie bzw. der Achse des Endabschnitts, verhindert bzw. blockiert.

[0029] In einer weiteren Ausführungsform ist die Steckeraufnahme bzw. die ein oder mehr Gehäuseschalen der Steckeraufnahme aus einem Metall und/oder einem leitenden Kunststoff und/oder einem Kompositmaterial ausgebildet. In einer bevorzugten Ausführungsform ist ein Material der Steckeraufnahme bzw. der ein oder mehr Gehäuseschalen der Steckeraufnahme elektrisch leitfähig. Die Steckeraufnahme bzw. die ein oder mehr Gehäuseschalen der Steckeraufnahme kann ferner nach einem geläufigen Herstellungsverfahren hergestellt werden, z.B. durch ein Druckgußverfahren. Vorzugsweise ist die die Steckeraufnahme bzw. die ein oder mehr Gehäuseschalen der Steckeraufnahme als ein Metall-Druckguß ausgebildet. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Steckeraufnahme bzw. die ein oder mehr Gehäuseschalen der Steckeraufnahme als ein Zink-Druckguß ausgebildet.

[0030] Die Erfindung wird ferner anhand von in Figuren dargestellten exemplarischen Ausführungsformen beschrieben. Es zeigen:
Figur 1A und 1B:
jeweils eine erste Gehäuseschale und eine zweite Gehäuseschale einer Schutzvorrichtung
Figur 2
einen RJ-Steckverbinder mit einer Fixiereinrichtung und einem Endabschnitt eines Kabels
Figur 3
den RJ-Steckverbinder gemäß Figur 2 mit einer montierten ersten Gehäuseschale
Figur 4
den RJ-Steckverbinder gemäß Figur 3 mit einer montierten zweiten Gehäuseschale
Figur 5
eine Querschnittsansicht der ersten Gehäuseschale gemäß Figur 1A
Figur 6
eine Ansicht entlang der Mittellinie der Schutzvorrichtung ohne einen aufgenommenen RJ-Steckverbinder


[0031] Figur 1A zeigt eine erste Gehäuseschale 1A einer Schutzvorrichtung 1. Die Schutzvorrichtung 1 ist in dieser exemplarischen Ausführungsform durch zwei Gehäuseschalen 1A und 1B ausgebildet. Die erste Gehäuseschale 1A weist eine Steckeraufnahme 2 auf, welche die erste Gehäuseschale 1A von einer Steckeröffnung 3 zu einer Kabelöffnung 4 durchläuft. Die Steckeröffnung 3 ist hierbei insbesondere ausgebildet, einen RJ-Steckverbinder 10 (siehe Figur 2 und folgende) in einem Betriebszustand zumindest teilweise zu umgeben. Der Betriebszustand ist hierbei gleichermaßen wie bislang in der Beschreibung definiert. Die Steckeraufnahme 2 ist in einem Bereich, welcher an die Steckeröffnung 3 angrenzt, insbesondere quaderförmig ausgebildet, um einen RJ-Steckverbinder 10 zumindest teilweise aufzunehmen. Der erste Bereich ist jedoch nicht auf eine solche Form beschränkt, und kann daher insbesondere an den jeweilig aufzunehmenden RJ-Steckverbinder 10 angepasst ausgebildet sein.

[0032] Die Kabelöffnung 4 liegt an einem der Steckeröffnung 3 gegenüberliegenden Ende der ersten Gehäuseschale 1A und ist insbesondere ausgelegt, einen Endabschnitt eines aufzunehmenden Kabels 11 (siehe Figur 2 und folgende) aufzunehmen. Die Steckeraufnahme 2 ist in einem zweiten Bereich, welcher an die Kabelöffnung 4 angrenzt, insbesondere quaderförmig ausgebildet, um den Endabschnitt des Kabels 11 zumindest teilweise aufzunehmen. Der zweite Bereich ist jedoch nicht auf eine solche Form beschränkt, und kann daher insbesondere an den jeweilig aufzunehmenden Endabschnitt des Kabels 11 angepasst ausgebildet sein.

[0033] Figur 1A zeigt ferner exemplarisch einen Verlauf einer Mittellinie M durch die erste Gehäuseschale 1A. Die Mittellinie M ist hierbei insbesondere als eine Gerade ausgebildet, welche einen Mittelpunkt der Steckeröffnung 3 mit einem Mittelpunkt der Kabelöffnung 4 verbindet. Hierbei ist anzudeuten, dass Figur 1A und 1B jeweils eine exemplarische Gehäuseschale 1A und 1B zeigen, und somit der Mittelpunkt der Steckeröffnung 3 bzw. der Mittelpunkt der Kabelöffnung 4 bezüglich dem Betriebszustand definiert sind. Insbesondere ist die Mittellinie M nicht auf eine Gerade beschränkt, sondern kann insbesondere eine oder mehr Krümmungen bzw. einen oder mehr Knicke aufweisen. Ferner kann sich die Mittellinie M durch die Steckeraufnahme 2 von einem beliebigen Punkt der Steckeröffnung 3 zu einem beliebigen Punkt der Kabelöffnung 4 erstrecken.

[0034] Die exemplarisch dargestellte Ausführungsform weist ferner mehrere Kabelhaltehaken 6 auf, welche in der Steckeraufnahme 2 nach innen vorstehen, und wobei die Kabelhaltehaken 6 ausgebildet sind, um mit einem Kabelmantel 13 des Endabschnitts des Kabels 11 in Eingriff zu gelangen. Insbesondere sind in der gezeigten Ausführungsform sechs Kabelhaltehaken 6 dargestellt, wobei nur drei dieser Kabelhaltehaken 6 mit dem entsprechenden Bezugszeichen versehen sind, um die Übersichtlichkeit der Figur zu erhalten. Die Kabelhaltehaken 6 sind hierbei insbesondere keilförmig ausgebildet und stehen in die Steckeraufnahme 2 von jeweils einer ersten Seite 5A und einer zweiten, gegenüberliegenden Seite 5B (siehe Figur 1 B) vor. Die Kabelhaltehaken 6 können gleichmäßig oder beliebig auf beiden Seiten 5A und 5B verteilt sein. Die Kabelhaltehaken 6 können hierbei insbesondere ausgebildet sein, eine Bewegung des Endabschnitts des Kabels 11 entlang einer Achse des Kabels zu blockieren bzw. zu verhindern. Hierfür können jeweils ein oder mehr Kabelhaltehaken 6 ausgebildet sein, eine Bewegung in zwei jeweils entgegengesetzte Richtungen zu blockieren bzw. zu verhindern. Kabelhaltehaken 6 auf gegenüberliegenden Seiten 5A und 5B der Steckeraufnahme 2 können insbesondere entlang der Mittellinie M versetzt gegenüber angeordnet sein. Hierbei kann sich der Endabschnitt des Kabels 11 in dem Betriebszustand über die Kabelhaltehaken 6 biegen, wodurch eine ungewünschte Beschädigung des Endabschnitts des Kabels 11 vermieden wird.

[0035] Die Kabelhaltehaken 6 sind insbesondere ausgelegt, unterschiedlich weit in die Steckeraufnahme 2 vorzustehen. Hierbei kann ein Abstand jedes Kabelhaltehakens 6 als der kürzeste Abstand aus der Menge aller Abstände zwischen einem beliebigen Punkt auf der Oberfläche des jeweiligen Kabelhaltehakens 6 und einem beliebigen Punkt auf der Mittellinie M definiert werden. Kabelhaltehaken 6 mit einem kürzeren Abstand stehen demnach weiter in die Steckeraufnahme 2 vor als Kabelhaltehaken 6 mit einem längeren Abstand. In der in Figur 1A dargestellten exemplarischen Ausführungsform ist dies verwirklicht, indem die Kabelhaltehaken 6 unterschiedlich weit von den jeweiligen Seiten 5A und 5B verstehen. Alternativ oder zusätzlich dazu können auch die Seiten 5A und 5B angewinkelt angeordnet werden. Die Kabelhaltehaken 6 sind zusätzlich derart in der Steckeraufnahme 2 angeordnet, so dass ein beliebiger Kabelhaltehaken 6 einen Abstand aufweist, welcher kürzer ist als die jeweiligen Abstände aller Kabelhaltehaken 6 die zwischen dem beliebigen Kabelhaltehaken 6 und der Kabelöffnung 4 in der Steckeraufnahme 2 angeordnet sind. Somit bilden die Kabelhaltehaken 6 eine sich in Richtung der Steckeröffnung 3 entlang der Mittellinie M zumindest teilweise verjüngende innere Steckeraufnahme, wodurch Endabschnitte von Kabeln 11 mit unterschiedlichen Durchmessern aufgenommen und sicher gehalten werden können.

[0036] Rastnasen 7A einer Verrasteinrichtung 7 (siehe Figur 4) der zwei Gehäuseschalen 1A und 1B sind entlang einer Außenfläche der ersten Gehäuseschale 1A ausgebildet. Die Rastnasen 7A der Verrasteinrichtung 7 sind hierbei ausgelegt, mit komplementären Verrasthaken 7B (siehe Figur 1B und folgende) der Verrasteinrichtung 7 an der zweiten Gehäuseschale 1B in dem Betriebszustand in Eingriff zu gelangen und somit die beiden Gehäuseschalen 1A und 1B aneinander zu fixieren. In der gezeigten Ausführungsform sind vier Rastnasen 7A ausgebildet, jedoch kann eine beliebige Anzahl von Rastnasen 7A an den Gehäuseschalen 1A und 1B angeordnet sein. Zudem können Rastnasen 7A und komplementäre Verrasthaken 7B an den Gehäuseschalen 1A und 1B vertauscht werden, so dass die erste Gehäuseschale 1A eine beliebige Anzahl von Rastnasen 7A und Verrasthaken 7B aufweist, welche ausgelegt sind, mit jeweils komplementären Verrasthaken 7B und Rastnasen 7A der zweiten Gehäuseschale 1B in dem Betriebszustand in Eingriff zu gelangen. Ferner können insbesondere anstelle der gezeigten Verrasteinrichtung 7 andere Verbindungseinrichtungen ausgebildet sein, welche die Gehäuseschalen 1A und 1B z.B. durch Kleben, Schweißen, Verpressen, usw. verbinden. Auch eine Kombination verschiedener Verbindungseinrichtungen können an den Gehäuseschalen 1A und 1B verwirklicht werden, z.B. eine Verpressungseinrichtung und eine Verschmelzungseinrichtung.

[0037] Figur 1B zeigt eine zweite Gehäuseschale 1 B, welche ausgelegt ist, mit der ersten Gehäuseschale 1A verbunden zu werden, um die Steckeraufnahme 2 zu bilden. Die zweite Gehäuseschale 1A bildet hierbei ferner in dem Betriebszustand die Steckeröffnung 3 und die Kabelöffnung 4.

[0038] Die zweite Gehäuseschale 1 B weist insbesondere ferner sechs Kabelhaltehaken 6 auf, welche an der ersten Seite 5A und zweiten Seite 5B der Steckeraufnahme 2 ausgebildet sind. Hierbei können die Kabelhaltehaken 6, welche auf der ersten Seite 5A in der ersten Gehäuseschale 1A angeordnet sind, in dem Betriebszustand insbesondere direkt an Kabelhaltehaken 6, welche auf der ersten Seite 5A in der zweiten Gehäuseschale 1B angeordnet sind, angrenzen oder bezüglich dieser entlang einer Richtung parallel zu der Mittellinie M versetzt sein. Ferner können die Kabelhaltehaken 6, welche auf der zweiten Seite 5B in der ersten Gehäuseschale 1A angeordnet sind, in dem Betriebszustand insbesondere direkt an Kabelhaltehaken 6, welche auf der zweiten Seite 5B in der zweiten Gehäuseschale 1B angeordnet sind, angrenzen oder bezüglich dieser entlang einer Richtung parallel zu der Mittellinie M versetzt sein.

[0039] Die zweite Gehäuseschale 1B umfasst ferner Verrasthaken 7B, welche mit den Rastnasen 7A der ersten Gehäuseschale 1A in dem Betriebszustand in Eingriff gelangen. Die zweite Gehäuseschale 1B weist ferner eine Aussparung 9 auf, welche ausgelegt ist, in dem Betriebszustand einen Rasthaken 18 (siehe Figur 2 und folgende) des RJ-Steckverbinders 10 aufzunehmen. Hierdurch kann ein solcher Rasthaken 18 insbesondere vor Beschädigungen geschützt werden, ohne einen notwendigen Bewegungsfreiraum für eine Verwendung des Rasthakens 18 zu reduzieren. Der Rasthaken 18 wird ferner durch Vorsprünge 8 geschützt, welche auf einer Außenseite der zweiten Gehäuseschale 1B bzw. der Schutzvorrichtung 1 vorstehen. Hierbei können mehrere Vorsprünge 8 ausgebildet werden, um den Rasthaken 18 entlang mehreren Richtung zu schützen.

[0040] Die erste Gehäuseschale 1A und die zweite Gehäuseschale 1B weisen ferner jeweils mindestens eine Auflagefläche auf, welche ausgelegt sind, in dem Betriebszustand miteinander in Kontakt zu gelangen. Hierbei kann die erste Gehäuseschale 1A insbesondere mindestens eine Schalenwand aufweisen, welche die mindestens eine Auflagefläche der ersten Gehäuseschale 1A zumindest teilweise umläuft. Die zweite Gehäuseschale 1B kann insbesondere mindestens eine Wandaufnahme aufweisen, welche die mindestens eine Auflagefläche der zweiten Gehäuseschale 1B zumindest teilweise umläuft. Die mindestens eine Schalenwand und die mindestens eine Wandaufnahme sind hierbei ausgelegt, in dem Betriebszustand miteinander in Eingriff zu gelangen, und somit eine Bewegung der ersten Gehäuseschale 1A relativ zur zweiten Gehäuseschale 1B zu blockieren bzw. zu verhindern. Insbesondere kann jede der beiden Gehäuseschalen 1A und 1B eine beliebige Kombination von Schalenwänden und Wandaufnahmen aufweisen.

[0041] Figur 2 zeigt einen RJ-Steckverbinder 10 mit einer Fixiereinrichtung 14 und einem Endabschnitt eines Kabels 11. Der RJ-Steckverbinder 10 ist hierbei als männlicher RJ-45 Steckverbinder 10 ausgebildet, wobei der RJ-Steckverbinder 10 nicht auf RJ-45 Steckverbinder 10 beschränkt ist, sondern als ein beliebiger Steckverbinder ausgebildet sein kann, z.B. USB oder Rundsteckverbinder. Der RJ-Steckverbinder 10 kann ferner als männlicher oder weiblicher Steckverbinder ausgebildet sein. Der RJ-Steckverbinder 10 weist einen Rasthaken 18 auf, welcher an einer Seite des RJ-Steckverbinders 10 ausgebildet ist und ausgelegt ist, den RJ-Steckverbinder 10 an einer komplementären RJ-Steckverbinder bzw. Steckdose zu befestigen. Der RJ-Steckverbinder 10 ist mit Datenleitern in einem Kabelkern 12 des eines Endabschnitts des Kabels 11 verbunden. Der Kabelkern 12 ist durch einen Kabelmantel 13 bzw. einen isolierenden Kabelmantel 13 umgeben. An einer Verbindungsstelle zwischen dem RJ-Steckverbinder 10 und dem Endabschnitt des Kabels 11 ist die Fixiereinrichtung 14 ausgebildet. Die Fixiereinrichtung 14 umfasst hierbei Verrastelemente 16, welche ausgelegt sind, mit komplementären Verrastelementen des RJ-Steckverbinders 10 in Eingriff zu gelangen, um die Fixiereinrichtung 14 an dem RJ-Steckverbinder 10 zu befestigen. Die Verrastelemente 16 der Fixiereinrichtung 14 können auf mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten des RJ-Steckverbinders 10 ausgebildet sein. Die Fixiereinrichtung 14 kann alternativ oder zusätzlich mit dem Kabelkern 12 bzw. dem Endabschnitt des Kabels 11 verbunden sein.

[0042] Die Fixiereinrichtung 14 umfasst ferner mindestens ein, insbesondere vier Positionierungselemente 15. Die Positionierungselemente 15 können hierbei auf mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten der Fixiereinrichtung 14 ausgebildet sein. Die Positionierungselemente 15 sind ausgelegt, um mit der Steckeraufnahme 2 bzw. den Gehäuseschalen 1A und/oder 1B in Eingriff zu gelangen und somit eine Bewegung des RJ-Steckverbinders 10 entlang der Mittellinie M in dem Betriebszustand zu blockieren bzw. zu verhindern. Die Positionierungselemente 15 können ferner ausgebildet sein, um mit der Steckeraufnahme 2 bzw. den Gehäuseschalen 1A und/oder 1B in Eingriff zu gelangen und somit eine Bewegung des RJ-Steckverbinders 10 quer zu der Mittellinie M in dem Betriebszustand zu blockieren bzw. zu verhindern.

[0043] Die Fixiereinrichtung 14 umfasst ferner mindestens einen, insbesondere vier Fixierrasthaken 17. Die Fixierrasthaken 17 sind ausgelegt, um mit der Steckeraufnahme 2 bzw. den Gehäuseschalen 1A und/oder 1B in Eingriff zu gelangen, und somit den RJ-Steckverbinder 10 an der Steckeraufnahme 2 bzw. den Gehäuseschalen 1A und/oder 1B zu halten. Insbesondere sind die vier Fixierrasthaken 17 ausgebildet, um den RJ-Steckverbinder 10 mit der ersten Gehäuseschale 1A und/oder zweiten Gehäuseschale 1B zu verbinden, ohne dass beide Gehäuseschalen 1A und 1B in dem Betriebszustand angeordnet sind. Die Fixiereinrichtung 14 und/oder die Verrastelemente 16 und/oder die Positionierungselemente 15 und/oder die Fixierrasthaken 17 können hierbei insbesondere als Schirmelemente ausgebildet sein, um die Steckeraufnahme 2 bzw. den Steckverbinder 10, insbesondere die Steckeraufnahme 2 bzw. den Steckverbinder 10 in einem Verbindungsbereich zwischen dem Endabschnitt des Kabels 11 und dem Steckverbinder 10, nach außen von elektromagnetischen Feldern abzuschirmen.

[0044] Figur 3 zeigt den RJ-Steckverbinder 10 gemäß Figur 2 mit einer montierten ersten Gehäuseschale 1A. Insbesondere ist hierbei der RJ-Steckverbinder 10 in der Steckeraufnahme 2 und der Steckeröffnung 3 aufgenommen. Der Endabschnitt des Kabels 11 ist in der Steckeraufnahme 2 aufgenommen und erstreckt sich durch die Kabelöffnung 4. Zudem stehen zwei Fixierrasthaken 17 der Fixiereinrichtung 14 mit der ersten Gehäuseschale 1A in Eingriff und halten dieselbe an dem RJ-Steckverbinder 10.

[0045] Drei der Kabelhaltehaken 6 sind auf der zweiten Seite 5B der Steckeraufnahme 2 ausgebildet. Hierbei ist der Kabelmantel 13 des Endabschnitts des Kabels 11 insbesondere derart angepasst bzw. gekürzt, so dass zwei der Kabelhaltehaken 6 mit dem Kabelmantel 13 in Eingriff gelangt sind. Der dritte Kabelhaltehaken 6 auf der zweiten Seite 5B der Steckeraufnahme 2 steht hierbei nicht mit dem Kabelmantel 13 oder dem Kabelkern 12 in Eingriff. Die beiden Kabelhaltehaken 6, welche mit dem Kabelmantel 13 in Eingriff gelangt sind, bilden eine Zugentlastung des Endabschnitts des Kabels 11, und verhindern bzw. blockieren eine Bewegung des Endabschnitts des Kabels 11 entlang einer Achse des Endabschnitts des Kabels 11 bzw. entlang der Mittellinie M.

[0046] Figur 4 zeigt den RJ-Steckverbinder 10 gemäß Figur 3 mit einer montierten zweiten Gehäuseschale 1B. Die erste Gehäuseschale 1A und die zweite Gehäuseschale 1B sind in dem Betriebszustand angeordnet, wobei die Rastnasen 7A und Verrasthaken 7B in Eingriff miteinander gelangt sind. Die Schutzvorrichtung 1 umgibt hierbei den RJ-Steckverbinder 10 und den Endabschnitt des Kabels 11 zumindest teilweise. Die Schutzvorrichtung 1 kann somit insbesondere den RJ-Steckverbinder 10 und den Endabschnitt des Kabels 11 nach außen vor elektromagnetischen Feldern abschirmen.

[0047] Der Rasthaken 18 des RJ-Steckverbinders 10 ist in der Aussparung 9 angeordnet und wird durch diese vor einem versehentlichen Abbrechen des Rasthakens 18 geschützt. Der Rasthaken 18 wird ferner durch drei Vorsprünge 8 geschützt. Vorsprünge 8 können ferner zur Positionierung der Schutzvorrichtung 1 in einem verbundenen Zustand des RJ-Steckverbinders 10 verwendet werden, wobei der verbundenen Zustand des RJ-Steckverbinders 10 einen Zustand darstellt, in dem der RJ-Steckverbinder 10 mit einem komplementären RJ-Steckverbinder bzw. einer komplementären Steckdose verbunden ist.

[0048] Figur 5 zeigt eine Querschnittsansicht der ersten Gehäuseschale 1A. Insbesondere ist hierbei der Verlauf der Mittellinie M durch die Steckeraufnahme 2 dargestellt, wobei sich die Mittellinie M durch einen Mittelpunkt der Steckeröffnung 3 und der Kabelöffnung 4 erstreckt. Auf der ersten Seite 5A sind die drei Kabelhaltehaken 62, 64 und 66 ausgebildet, welche in die Steckeraufnahme 2 vorstehen. Auf der zweiten Seite 5B sind die Kabelhaltehaken 61, 63 und 65 ausgebildet und stehen ebenfalls in die Steckeraufnahme 2 vor. Die Kabelhaltehaken 61 bis 66 sind keilartig ausgebildet. Die Kabelhaltehaken 61 bis 65 sind hierbei derart keilartig ausgebildet, um einer Bewegung des Endabschnitt des Kabels 11 entlang der Mittellinie M in Richtung der Kabelöffnung 4 zu verhindern bzw. zu blockieren. Der Kabelhaltehaken 66 ist derart keilartig ausgebildet, um einer Bewegung des Endabschnitt des Kabels 11 entlang der Mittellinie M in Richtung der Steckeröffnung 3 zu verhindern bzw. zu blockieren. Die Kabelhaltehaken 6 können daher ausgebildet sein, um eine Bewegung des Endabschnitts des Kabels 11 in zwei Richtungen, insbesondere in zwei entgegengesetzten Richtungen, zu blockieren bzw. zu verhindern. Zudem kann der Kabelhaltehaken 66 eine Anschlagsfläche für den Kabelmantel 13 bilden.

[0049] Jeder Kabelhaltehaken 61 bis 66 weist jeweils einen Abstand A1 bis A6 zur Mittellinie M auf. Der jeweilige Abstand A1 bis A6 ergibt sich hierbei aus der kürzesten Distanz zwischen dem jeweiligen Kabelhaltehaken 61 bis 66 zu der Mittellinie M. In der gezeigten exemplarischen Ausführungsform weisen Kabelhaltehaken 61 bis 63 einen gleich großen Abstand A1 bis A3 auf und Kabelhaltehaken 64 bis 66 weisen einen gleich großen Abstand A4 bis A6 auf. Hierdurch können insbesondere Endschnitte eines Kabels 11 mit unterschiedlichen Durchmessern sicher gehalten werden, wobei jeweils entweder die Kabelhaltehaken 61 bis 63 oder 64 bis 66 mit dem Endabschnitt des Kabels 11 in Eingriff gelangen. Zudem bildet jeder Abstand A1 bis A6 von dem jeweiligen Kabelhaltehaken 61 bis 66 einen Fußlotpunkt auf der Mittellinie M, wobei die Fußlotpunkte der Kabelhaltehaken 61 bis 66 in der gezeigten Ausführungsform unterschiedlich voneinander sind. Von diesen können jedoch zwei oder mehr einen gleichen Fußlotpunkt aufweisen.

[0050] Figur 6 zeigt eine Ansicht entlang der Mittellinie M einer exemplarischen Schutzvorrichtung 1. Hierbei sind die erste Gehäuseschale 1A und die zweite Gehäuseschale 1B aneinander fixiert. Durch die Kabelöffnung 4 sind Kabelhaltehaken 6 in der Steckeraufnahme 2 zu sehen. Insbesondere sind die Kabelhaltehaken 61 und 65 zu sehen, da diese einen unterschiedlichen Abstand A1 bzw. A5 zu der Mittellinie M aufweisen. Zudem weisen die Kabelhaltehaken 61 und 65 eine schräge Haltekante bzw. Haltefläche auf, welche mit einer Einführrichtung E des Kabels einen spitzen Winkel bilden. Die Einführrichtung E ist heirbei als die Richtung definiert, entlang welcher das Kabel in die Steckeraufnahme 2 eingeführt und geklemmt wird. Durch eine derartige Ausbildung der Kabelhaltehaken 6 kann ein Kraftaufwand zur Klemmung des Endabschnitts des Kabels 11 in der Steckeraufnahme 2 reduziert werden. Zudem kann hierdurch der Endabschnitt des Kabels 11 schon während des Klemmens in der Steckeraufnahme 2 zentriert werden.

[0051] Die Erfindung ist nicht auf eine oder mehrere der oben genannten und gezeigten Ausführungsformen beschränkt. Vielmehr kann der Fachmann eine Schutzvorrichtung bzw. eine Verwendung einer solchen Schutzvorrichtung bzw. ein Verfahren zur Herstellung eines geschützten RJ-Steckverbinders verwirklichen, welche eine beliebige Kombination der oben und in den Figuren genannten und gezeigten Merkmale aufweist.

Bezugszeichenliste



[0052] 
1
Schutzvorrichtung
1A
erste Gehäuseschale
1B
zweite Gehäuseschale
2
Steckeraufnahme
3
Steckeröffnung
4
Kabelöffnung
5A
erste Seite
5B
zweite Seite
6
Kabelhaltehaken
61 bis 66
Kabelhaltehaken
7
Verrasteinrichtung
7A
Rastnasen
7B
Verrasthaken
8
Vorsprung
9
Aussparung
10
Steckverbinder bzw. RJ-Steckverbinder
11
Endabschnitt des Kabels
12
Kabelkern
13
Kabelmantel
14
Fixiereinrichtung
15
Positionierungselement
16
Verrastelement
17
Fixierrasthaken
18
Rasthaken
A1 bis A6
Abstand
E
Einführrichtung
M
Mittellinie



Ansprüche

1. Schutzvorrichtung (1) zur Aufnahme eines Steckverbinders (10), umfassend:

eine Steckeraufnahme (2), welche ausgelegt ist, den Steckverbinder (10) und einen Endabschnitt eines Kabels (11) des Steckverbinders (10) zumindest teilweise aufzunehmen, wobei sich die Steckeraufnahme (2) entlang einer Mittellinie (M) von einer Steckeröffnung (3) zur zumindest teilweisen Aufnahme des Steckverbinders (10) zu einer Kabelöffnung (4) zur zumindest teilweisen Aufnahme des Endabschnitts des Kabels (11) des Steckverbinders (10) durch die Schutzvorrichtung (1) erstreckt; und

wobei die Steckeraufnahme (2) eine Vielzahl von Kabelhaltehaken (6) aufweist, die in die Steckeraufnahme (2) nach innen vorstehen, wobei jeder der Kabelhaltehaken (6) jeweils einen Abstand zur Mittellinie (M) hat,

wobei die Abstände zur Mittellinie (M) von zwei oder mehr Kabelhaltehaken (6) entlang der Mittellinie (M) von der Kabelöffnung (4) in Richtung der Steckeröffnung (3) abnehmen.


 
2. Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Vielzahl von Kabelhaltehaken (6) ausgelegt sind, eine Bewegung des aufgenommenen Endabschnitts des Kabels (11) relativ zu der Steckeraufnahme (2) zu blockieren; und/oder
wobei die Steckeraufnahme (2) ausgebildet ist, so dass ein Endabschnitt von Kabeln (11) mit unterschiedlicher Dicke in die Steckeraufnahme (2) aufnehmbar ist, wobei mindestens ein Kabelhaltehaken (6) mit dem Endabschnitt des Kabels (11) in Eingriff gelangt.
 
3. Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Kabelhaltehaken (6) auf zwei gegenüberliegenden Seiten (5A, 5B) bezüglich der Mittellinie (M) in der Steckeraufnahme (2) ausgebildet sind.
 
4. Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei jeder der Vielzahl von Kabelhaltehaken (6) einen Lotfußpunkt entlang der Mittellinie (M) aufweist, und
wobei mindestens zwei der Lotfußpunkte der Vielzahl von Kabelhaltehaken (6) unterscheidlich voneinander sind oder mindestens zwei der Lotfußpunkte der Vielzahl von Kabelhaltehaken (6) gleich sind.
 
5. Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Endabschnitt des Kabels (11) durch die Kabelhaltehaken (6) in der Steckeraufnahme (2) klemmbar ist.
 
6. Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Steckeraufnahme (2) als zwei Gehäuseschalen (1A, 1B) ausgebildet ist, welche durch eine Verrasteinrichtung (7) miteinander verrastbar sind.
 
7. Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Schutzvorrichtung (1) den Steckverbinder (10) und den Endabschnitt des Kabels (11) zumindest teilweise nach außen von elektromagnetischen Feldern abschirmt.
 
8. Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Schutzvorrichtung (1) ferner eine Fixiereinrichtung (14) umfasst, welche mit dem Steckverbinder (10) verbindbar ist, und wobei die Fixiereinrichtung (14) mindestens ein Positionierungselement (15) umfasst, welches ausgelegt ist, mit der Steckeraufnahme (2) in Eingriff zu gelangen, um eine Bewegung des Steckverbinders (10) innerhalb der Steckeraufnahme (2) zu blockieren.
 
9. Schutzvorrichtung (1) nach Anspruch 7, wobei die Fixiereinrichtung (14) ferner Fixierrasthaken (17) aufweist, welche ausgelegt sind, mit der Steckeraufnahme (2) zu verrasten, um die Schutzvorrichtung (1) an dem Steckverbinder (10) zu fixieren.
 
10. Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Schutzvorrichtung (1) mindestens einen Vorsprung (8) aufweist, welche von der Schutzvorrichtung (1) nach außen vorstehen, um einen Rasthaken (18) des Steckverbinders (10) zu schützen.
 
11. Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei eine Kabelachse eines in die Schutzvorrichtung (1) aufgenommenen Endabschnitts des Kabels (11) im Wesentlichen parallel zu der Mittellinie (M) verläuft, und, optional, wobei die Kabelachse der Mittellinie (M) entspricht.
 
12. Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Steckeraufnahme (2) aus einem Metall und/oder einem leitenden Kunststoff und/oder einem Kompositmaterial ausgebildet ist; oder
wobei die Steckeraufnahme (2) als ein Metall-Druckguss, bevorzugt ein Zink-Druckguß ausgebildet ist.
 
13. Schutzvorrichtung (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Steckeraufnahme (2) mindestens drei Kabelhaltehaken (6) aufweist, wobei die Abstände zur Mittellinie (M) der mindestens drei Kabelhaltehaken (6) entlang der Mittellinie (M) von der Kabelöffnung (4) in Richtung der Steckeröfnung (3) abnehmen.
 
14. Verwendung einer Schutzvorrichtung (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13 zum Schutz eines Steckverbinders (10).
 
15. Verfahren zur Herstellung eines geschützten Steckverbinders (10), umfassend:

Verbinden eines Endabschnitts eines Kabels (11) mit einem Steckverbinder (10);

Aufnehmen des Steckverbinders (10) in einer Steckeraufnahme (2) einer Schutzvorrichtung (1);

Klemmen des Endabschnitts des Kabels (11) in der Steckeraufnahme (2), wobei die Steckeraufnahme (2) eine Vielzahl von Kabelhaltehaken (6) aufweist, die in die Steckeraufnahme (2) nach innen vorstehen, und wobei ein Kabelmantel (13) des Endabschnitts des Kabels (11) durch die Vielzahl von Kabelhaltehaken (6) geklemmt wird,

wobei mindestens zwei der Kabelhaltehaken (6) mit dem Kabelmantel (13) des Endabschnitts des Kabels (11) in Eingriff gelangen.


 




Zeichnung






















Recherchenbericht









Recherchenbericht