[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung in Form einer Winkelschiene zur
Ableitung von Flüssigkeiten bei Unterdachkonstruktionen mit Dachsparren, mit einem
ersten dachseitigen Montageschenkel, insbesondere der zur Montage auf eine an den
unteren Enden der Dachsparren quer zum Dach verlaufende Traufbohle, auf einer Dachschalung
oder auf Dachsparren ausgebildet ist, und einem mit dem Montageschenkel verbundenen
zweiten stirnseitigen Schenkel, der zur Einleitung der Flüssigkeit in eine an den
Enden der Dachsparren quer zum Dach liegende Ablaufrinne ausgebildet ist, wobei der
Montageschenkel über zumindest eine Hauptkantung, die bei der Montage der Winkelschiene
parallel zur Ablaufrinne angeordnet wird, mit dem zweiten Schenkel verbunden ist,
und wobei der Montagschenkel mit dem zweiten Schenkel einen Winkel einschließt, sowie
ein System, umfassend die erfindungsgemäße Vorrichtung und eine Vorrichtung zur Belüftung
der Unterdachkonstruktion, welche im Querschnitt als ein trapezförmig ausgebildetes
Lochblech gebildet ist.
[0002] Eine gattungsbildende Vorrichtung in Form einer Winkelschiene zur Ableitung von Flüssigkeiten
bei Unterdachkonstruktionen mit Dachsparren ist beispielsweise als Rinnen-Einlaufblech
aus der
DE 20 2015 001 832 U1 bekannt, welches als eine Winkelschiene mit einem stirnseitigen und einem dachseitigen
Schenkel ausgestaltet ist, wobei die beiden Schenkel über eine Kantung miteinander
verbunden sind und einen festen, durch die Kantung vorgegebenen Winkel von 90° einschließen.
[0003] Eine als Trauf- bzw. Nackenblech bezeichnete gattungsbildende Vorrichtung in Form
einer Winkelschiene zur Ableitung von Flüssigkeiten bei Unterdachkonstruktionen mit
Dachsparren ist auch aus der
DE 20 2015 000 318 U1 bekannt, welches indirekt befestigt werden kann und somit Temperatur bedingt seine
Länge ändern kann. Zudem beschreibt die
DE 20 2015 000 318 U1 ein Trauflüfterelement zur Belüftung von Dächern, welches ebenfalls indirekt befestigt
werden kann, wodurch keine Löcher in dem Traufblech entstehen. Das Trauf- bzw. Nackenblech
ist als flächiges Winkelstück mit einem stirnseitigen und einem dachseitigen Schenkel
ausgestaltet, wobei die beiden Schenkel über eine Kantung miteinander verbunden sind
und einen festen, durch die Kantung vorgegebenen Winkel einschließen.
[0004] Eine andere als Tropfblech mit Vogelschutz ausgestaltete Winkelschiene mit Lochung,
welche zwei Kantungen aufweist, ist aus der
DE 20 2008 014 934 U1. Dabei ist die eine Kantung mit < 90° definiert, und die zweite als Gegenkantung
bezeichnete Kantung soll die rechtwinklige Stellung der beiden Schenkel der Winkelschiene
zueinander bewirken.
[0005] Nachteilhaft bei den bekannten, als Traufblech oder Nackenblech bezeichneten Vorrichtungen
in Form von Winkelschienen zur Ableitung von Flüssigkeiten bei Unterdachkonstruktionen
mit Dachsparren ist, dass der Winkel zwischen den beiden Schenkeln fest eingestellt
ist, womit eine Neigungsanpassung an die Dachneigung der bekannten, als Traufblech
oder Nackenblech ausgebildeten Winkelschienen nach oder bei der Montage auf die Traufbohle
nicht oder bei Kraftbeaufschlagung auf den stirnseitigen Schenkel nur unter Verformung
des dachseitigen Montageschenkels und/oder des stirnseitigen Ablaufschenkels erfolgt.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung zur Ableitung
von Flüssigkeiten bei Unterdachkonstruktionen mit Dachsparren zur Verfügung zu stellen,
mit der die im Stand der Technik bekannten Nachteile zumindest teilweise überwunden
werden können. Insbesondere ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Winkelschiene
zur Verwendung als Trauf- oder Nackenblech zur Verfügung zu stellen, welche eine universelle
Neigungsanpassung bei verringertem Kraftaufwand und ohne Deformierung der Kantung
außerhalb der Biegerichtung und ohne Deformierung der Schenkel erlaubt.
[0007] Die voranstehende Aufgabe wird durch eine Vorrichtung zur Ableitung von Flüssigkeiten
bei Unterdachkonstruktionen mit Dachsparren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Weitere Vorteile, Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang
mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschrieben sind, selbstverständlich auch im
Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen System, so dass bezüglich der Offenbarung zu
den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden
kann.
[0008] Die erfindungsgemäße Vorrichtung in Form einer Winkelschiene zur Ableitung von Flüssigkeiten
bei Unterdachkonstruktionen mit Dachsparren, mit einem ersten dachseitigen Montageschenkel,
insbesondere der zur Montage auf eine an den unteren Enden der Dachsparren quer zum
Dach verlaufende Traufbohle, auf einer Dachschalung oder auf Dachsparren ausgebildet
ist, und einem mit dem Montageschenkel verbundenen zweiten stirnseitigen Schenkel,
der zur Einleitung der Flüssigkeit in eine an den Enden der Dachsparren quer zum Dach
liegende Ablaufrinne ausgebildet ist, wobei der Montageschenkel über zumindest eine
Hauptkantung, die bei der Montage der Winkelschiene parallel zur Ablaufrinne angeordnet
wird, mit dem zweiten Schenkel verbunden ist, und wobei der Montageschenkel mit dem
zweiten Schenkel einen Winkel einschließt, schließt die technische Lehre ein, dass
die Hauptkantung zumindest abschnittsweise eine Prägestruktur aufweist, die bei Kraftbeaufschlagung
auf den zweiten stirnseitigen Schenkel eine Verformung der Winkelschiene entlang der
Hauptkantung unter Änderung des Winkels zwischen dem ersten Schenkel und dem zweiten
Schenkel unterstützt.
[0009] Im Sinne der vorliegenden Erfindung soll als Vorrichtung in Form einer Winkelschiene
zur Ableitung von Flüssigkeiten bei Unterdachkonstruktionen mit Dachsparren ein Trauf-
oder Nackenblech verstanden werden, welches im Folgenden als Traufprofil bezeichnet
wird. Der Ausdruck "Blech" soll nicht materialeinschränkend verstanden werden, vielmehr
kann das Traufprofil aus Metall, einer Metalllegierung, Kunststoff oder einer Kunststoffmetalllegierung
ausgestaltet sein.
[0010] Durch die Ausgestaltung einer zumindest abschnittsweisen Prägestruktur in der Hauptkantung,
wobei als Prägestruktur zum einen eine Prägung in der aus dem Stand der Technik bekannten
Hauptkantung, beispielsweise in Form einer Profilierung, einer Zahnung oder Rundung
verstanden werden soll, wobei die Prägung die mechanische Eigenschaft der Hauptkantung
insofern verändert, dass durch die Prägung eine Biegerichtung für die nachträgliche
Neigungsanpassung des Traufprofils vorgibt, d. h. eine Änderung des von dem Montageschenkel
und dem stirnseitigen Schenkel eingeschlossenen Winkel ausschließlich im Bereich der
Hauptkantung unterstützt. Durch die Vorgabe der Biegerichtung kann daher erfindungsgemäß
das Traufprofil durch Änderung des von dem Montageschenkel und dem stirnseitigen Schenkel
eingeschlossenen Winkels entlang der Hauptkantung universell an eine Dachneigung angepasst
werden, ohne dabei außerhalb der Hauptkantung das Traufprofil zu deformieren. Zum
anderen wird vorliegend als Prägestruktur die Änderung der Form der aus dem Stand
der Technik bekannten Hauptkantung verstanden, wobei beispielsweise die gesamte Hauptkantung
in Form eines Profils ausgebildet ist, welches die mechanischen Eigenschaften der
Hauptkantung gegenüber dem aus dem Stand der Technik bekannten Hauptkantungen in Form
eines rechten oder andersartigen Winkels ohne Profil dahingehend verändert, dass durch
die Ausbildung des Profils eine Biegerichtung für die nachträgliche Neigungsanpassung
des Traufprofils vorgegeben ist und die für die individuelle Neigungsanpassung eingesetzte
Kraft, was auch für die Prägestruktur gilt, deutlich verringert. Durch die gezielte
Krafteinleitung durch Ausgestaltung einer Prägestruktur in der Hauptkantung oder zumindest
im Bereich der Hauptkantung in die Hauptkantung bei Kraftbeaufschlagung beispielsweise
auf den stirnseitigen Schenkel, wird gegenüber den bekannten Traufprofilen vorteilhaft
erreicht, dass die Neigungsanpassung des erfindungsgemäßen Traufprofils an die Neigung
eines Daches ohne das eine plastische Verformung oder Dehnung sowohl des dachseitigen
als auch des stirnseitigen Schenkels erfolgt. Da zudem die Neigungsanpassung durch
die erfindungsgemäße Prägestruktur mit einem geringeren Kraftaufwand gegenüber den
bekannten Traufprofilen erfolgen kann, kann das erfindungsgemäße Traufprofil sowohl
in der Montagestellung, d.h. nach Befestigung über den dachseitigen Schenkel auf der
Traufbohle, als auch im nichtmontierten Zustand durch Änderung des von dem Montageschenkel
und dem stirnseitigen Schenkel eingeschlossenen Winkels durch Biegen entlang der Hauptkantung
an die Dachneigung angepasst werden.
[0011] Als Profil der Hauptkantung eignet sich vorzugsweise eine sickenähnliche Kontur und
dabei bevorzugt eine positive Sickenkontur, die in der Profilansicht auf das Traufprofil
in etwa halbrund ausgebildet ist. Als in "etwa halbrund" soll ein Profil verstanden
werden, welches im Bereich der Hauptkantung von dem stirnseitigen Schenkel, der in
der Profilansicht als Gerade verläuft, bis zu einem Scheitelpunkt in einem ersten
Bogen aufsteigt und ab dem Scheitelpunkt in einem zweiten Bogen absteigt und in den
in der Profilansicht als Gerade verlaufenden dachseitigen Schenkel übergeht. Der erste
und der zweite Bogen können bevorzugt einen gleichen Radius aufweisen, noch bevorzugter
sind die Radien des ersten und des zweiten Bogens unterschiedlich und besonders bevorzugt
ist der Radius des ersten Bogens größer, als der Radius des zweiten, dachseitigen
Bogens.
[0012] Gegenüber den bekannten klassischen Traufprofilen, ist durch die erfindungsgemäße
Ausgestaltung des vorliegenden Traufprofils mit einer Prägestruktur im Bereich der
Hauptkantung die für die Anpassung der Neigung, nämlich die Verformung des erfindungsgemäßen
Traufprofils durch Änderung des von dem Montageschenkel und dem stirnseitigen Schenkel
eingeschlossenen Winkels über die Hauptkantung aufzubringende Kraft um 10% bis 30%
geringer, bevorzugt 20% geringer gegenüber den bekannten klassischen Traufprofilen,
mit dem Vorteil, dass die eingesetzte Kraft lediglich auf den Bereich der Hauptkantung
wirkt und diese nicht zu einer plastischen Dehnung oder Verformung von Bereichen außerhalb
der Hauptkantung oder des gesamten Traufprofils führt.
[0013] Vorzugsweise weist der dachseitige Montagschenkel auf der zu dem stirnseitigen Schenkel
gegenüberliegenden dachseitigen Seite der Hauptkantung zumindest eine zu der Hauptkantung
beabstandete und zu der Hauptkantung parallel verlaufende Prägung in Form einer Kantung
auf. In der Profilansicht auf das erfindungsgemäße Traufprofil folgt die zu der Hauptkantung
parallel verlaufende Prägung im Verlauf an die Gerade in die der zweite Bogen der
Hauptkantung dachseitig in den dachseitigen Montageschenkel übergeht. Die zu der Hauptkantung
parallel verlaufende Prägung in Form der Kantung ist vorteilhaft als positive Sicke
ausgebildet, die in verschiedenen Höhen, Breiten und Geometrien ausgestaltet sein
kann, beispielsweise als eine Prägung mit einem gleichschenkligen oder ungleichschenkligen
Dreiecks oder einer symmetrischen oder asymmetrischen Struktur im Profilverlauf. Die
als positive Sicke ausgestaltete Kantung dient zum einen vorteilhaft zur zusätzlichen
Stabilisierung des erfindungsgemäßen Traufprofils und zum anderen kann durch spezielle
Geometrien der Sicke erreicht werden, dass auftreibende Niederschläge, d.h. der Eintrag
von Feuchtigkeit durch in die Dachunterkonstruktion geführte Luft zumindest verringert
werden kann, indem die positive Sicke als Feuchtebarriere gegen die auftreibende Feuchtigkeit
(Niederschläge) wirkt. Bevorzugt weist die als positive Sicke ausgestaltete Kantung
traufseitig, d. h. im Anschluss an die Gerade des dachseitigen Schenkels, die aus
dem zweiten Bogen der Hauptkantung geführt wird, eine steile Neigung bis zu einem
oberen Kantungs- oder Scheitelpunkt auf und fällt dachseitig, d.h. ab dem Kantungs-
oder Scheitelpunkt in einer flachen Neigung ab, so dass die als positive Sicke ausgestaltete
Kantung sowohl in Richtung Dachunterkonstruktion als Feuchtebarriere gegen auftreibende
Feuchtigkeit dient und zudem über die dachseitig ausgebildete flache Neigung die in
Richtung der Traufe aus der Dachfläche geführte Feuchtigkeit barrierefrei ableitet.
[0014] In vorteilhafter Weise weist der dachseitige Montageschenkel zumindest ein Orientierungselement
auf, welches Befestigungspunkte zur Montage des Montageschenkels auf der Traufbohle,
der Dachschalung oder den Dachsparren anzeigt. Als Orientierungselement soll eine
Kennzeichnung auf oder im Material des dachseitigen Schenkel des erfindungsgemäßen
Traufprofils verstanden werden, welches einem Monteur bei der Montage des Traufprofils
einen Befestigungspunkt zum Einschlagen oder Eindrehen von Befestigungsmitteln, wie
Nägel oder Schrauben anzeigt, die in die Traufbohle, die Dachschalung oder den Dachsparren
greifen.
[0015] Vorteilhaft ist das Orientierungselement in Form einer parallel zu der Prägung in
Form der Kantung liegenden und in den Montageschenkel eingeformten Sicke und/oder
in Form von in den Montageschenkel eingeformten Körnerpunkten ausgebildet. Als "eingeformte
Sicke" wird im Gegensatz zu der als positive Sicken ausgebildeten Hauptkantung und
der davon beabstandeten Kantung in Form der Feuchtebarriere, eine negative Sicke oder
eine Einstanzung im dachseitigen Schenkel in Form einer Rinne oder Kantung verstanden.
Neben der Angabe zu den Befestigungspunkten dient die Sicke oder dienen die eingeformten
Körnerpunkte, wobei durchaus die Sicke in Kombination mit den Körnerpunkten ausgeführt
sein kann, dem Monteur zur zielgenauen Anlage und Halterung der Befestigungsmittel
vor dessen Einschlagen oder Eindrehen durch das Traufprofil in die Traufbohle, die
Dachschalung oder den Dachsparren. Darüber hinaus erleichtert das Orientierungselement
in Form einer parallel zu der Prägung in Form der Kantung liegenden und in den Montageschenkel
eingeformten Sicke und/oder in Form von in den Montageschenkel eingeformten Körnerpunkten
ein Fixieren des Traufprofils auf der Traufbohle, der Dachschalung oder dem Dachsparren.
Die Abstände der Körnerpunkte sind vorzugsweise variabel festlegbar.
[0016] Besonders vorteilhaft ist das Orientierungselement in Form von zumindest zwei Sicken
in Form von Rinnen bzw. Rillen oder Kantungen mit oder ohne Körnerpunkte ausgebildet,
die als Orientierung für die Befestigungsmittel und zum Fixieren der Traufprofils
bei dessen Befestigung auf der Traufbohle, der Dachschalung oder den Dachsparren dienen.
Dabei ist sowohl der Abstand der als Sicken ausgebildeten Orientierungselemente untereinander,
als auch der Abstand zu der als Kantung ausgestalteten Feuchtebarriere variabel und
kann kundenspezifisch ausgestaltet werden. Insgesamt stabilisiert das Orientierungselement
in Form einer negativen Sicke zusätzlich zu der Kantung, die als Feuchtebarriere gegen
eintreibende Feuchtigkeit dient, den dachseitigen Montageschenkel. Das hat den Vorteil,
dass das erfindungsgemäße Traufprofil beispielsweise beim Transport oder beim Anreichen
und der Montage auf einer Baustelle gegenüber den bekannten Traufprofilen eine höhere
Stabilität aufweist, und ist gegen plastische Dehnung oder Verformung bei Kraftbeaufschlagung
während des Transports oder bei der Neigungsanpassung durch Änderung des Winkels der
Hauptkantung zusätzlich geschützt.
[0017] In vorteilhafter Weise ist das stirnseitige Ende des zweiten Schenkel als Abtropfkante
in Form einer Rückkantung ausgebildet. Die Rückkantung dient vorteilhaft zur Stabilisierung
des stirnseitigen Schenkels und unterbricht zudem vorteilhaft ein Zurücklaufen der
aus der Dachfläche über den stirnseitigen Schenkel abgeleiteten Feuchtigkeit, die
nämlich über die Abtropfkante in die Ablaufrinne geführt wird. Vorteilhaft weist der
über die Rückkantung zurückgeführte Abschnitt produktionsbedingt eine Länge von 5
mm bis 20 mm auf, besonders bevorzugt ist die Länge des zurückgeführten Abschnitts
10 mm. Der Winkel der Rückkantung beträgt vorteilhaft 35° bis 65°, besonders bevorzugt
45°, der besonders für das Abtropfen der Feuchtigkeit geeignet ist. Die Länge der
Rückkantung und deren Winkelgeometrie ist nicht auf die oben genannten Angaben beschränkt,
vielmehr muss die Ausgestaltung der Rückkantung den Anforderungen entsprechen, dass
zum einen der stirnseitige Schenkel stabilisiert wird und zum anderen ein Zurücklaufen
der aus der Dachfläche über den stirnseitigen Schenkel abgeleiteten Feuchtigkeit durch
die Rückkantung verhindert wird. Darüber hinaus muss die Rückkantung in sinnvoller
Weise so ausgestaltet sein, dass ein Abtropfen der ausgeleiteten Feuchtigkeit in die
Ablaufrinne gewährleistet ist.
[0018] In vorteilhafter Weise ist der zweite stirnseitige Schenkel des als Winkelschiene
ausgestalteten erfindungsgemäßen Traufprofils bei der Montage senkrecht zur Dachneigung
montiert und in die Ablaufrinne geführt. Als "senkrecht zur Dachneigung" wird eine
lotrechte Montage und Ausrichtung des stirnseitigen Schenkels verstanden, um ein Ableiten
der aus der Dachfläche ausgeleiteten Feuchtigkeit und ein Abtropfen der ausgeleiteten
Feuchtigkeit in die Ablaufrinne gravitationsbedingt zu optimieren. Die Länge des stirnseitigen
zweiten Schenkels kann zwischen 25 mm bis 100 mm variieren. Bevorzugt weist der stirnseitige
Schenkel eine Länge standardisiert von 50 mm auf, wobei jedoch je nach Anforderung
und baubedingt auch eine Länge von 65 mm und 80 mm möglich ist. Üblicher Weise weist
der dachseitige Schenkel im Vergleich zu dem stirnseitigen Schenkel eine größere Länge
auf. Wie auch für die Länge des stirnseitigen Schenkel beschrieben, kann die Länge
des dachseitigen Montageschenkels je nach Anforderung oder baubedingt variieren. Besonders
bevorzugt weist der Montageschenkel eine Länge von 135 mm, der stirnseitige Schenkel
eine Länge von 50 mm auf, wobei die beiden Schenkel einen Winkel über die Hauptkantung
von 125° einschließen. Die Rückkantung der Abtropfkante weist bei dieser Ausführungsform
bevorzugt eine Länge von 15 mm auf ist in einem Winkel von 45° von dem stirnseitigen
nach hinten umgekantet.
[0019] Insgesamt bietet sich mit dem erfindungsgemäßen Traufprofil, welches als Vorrichtung
in Form einer Winkelschiene zur Ableitung von Flüssigkeiten bei Unterdachkonstruktionen
mit Dachsparren bezeichnet wird, im Gegensatz zu den bekannten Trauf- oder Nackenblechen,
dass eine Änderung der Winkelgeometrie, die bei der Montage des erfindungsgemäßen
Traufblechs voreingestellt ist, in eine Winkelgeometrie von 90° bis 180°, d. h. der
Winkel, den der Montageschenkel mit dem zweiten Schenkel einschließt, von 90° bis
180° veränderbar ist, wobei eine plastische Dehnung oder Verformung des erfindungsgemäßen
Traufprofils außerhalb der Hauptkantung aufgrund der Prägestruktur ausgeschlossen
werden kann. Besonders bevorzugt ist dabei die Winkelgeometrie im Fertigungszustand
125°.
[0020] Um hier Wiederholungen bezüglich der Vorteile des erfindungsgemäßen Systems zu vermeiden,
wird auf die Beschreibung der vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in Form des flächigen Winkelstücks verwiesen, und es wird vollumfänglich auf diese
zurückgegriffen.
[0021] Die voranstehende Aufgabe wird auch durch ein System, umfassend die erfindungsgemäße
Vorrichtung zur Ableitung von Flüssigkeiten bei Unterdachkonstruktionen mit Dachsparren
mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst.
[0022] Das System löst zudem die Aufgabe, nämlich unter Verwendung einer Vorrichtung zur
Belüftung der Unterdachkonstruktion welche im Querschnitt, d.h. in der Profilansicht,
als ein trapezförmig ausgebildetes Lochblech gebildet ist, welches erfindungsgemäß
vorn und hinten abgewinkelte Flächenteile aufweist, die in abgewinkelte Randflächen
münden, und die zur Auflage auf der flächigen Winkelschiene dienen, dass unterhalb
der Dachziegel im Bereich der Konterlattungsebene des Daches eine Belüftung erfolgt.
Die Profilgeometrie des Lochbleches kann in Form eines gleichschenkligen oder ungleichschenkligen
Dreiecks oder einer symmetrischen oder asymmetrischen Struktur sein. Die Profilhöhe
und die Profilbreite können je nach Anforderung variieren. Zur Auflage auf das erfindungsgemäße
Traufprofil dienen vorteilhaft nach innen oder außen gekantete Randflächen oder Schenkel,
besonders bevorzugt eine vordere und eine hintere Randfläche welche von dem vorderen
Flächenteil und von dem hinteren Flächenteil als Schenkel nach vorn oder hinten abgewinkelt
sind und deren Länge zueinander als auch insgesamt variieren kann.
[0023] In besonders bevorzugter Weise ist zumindest eine Randfläche nach innen gekantet,
wobei sich das Lochblech über die nach innen gekantete Randfläche an der zu der Hauptkantung
parallel verlaufenden Prägung in Form der Kantung, die als Feuchtebarriere dient,
an der Winkelschiene abstützt. Dadurch kann insgesamt die Stabilität des System erhöht
werden, und darüber hinaus wird durch diese Ausgestaltung die Positionierung des Lochblechs
auf dem erfindungsgemäßen Traufprofil festgelegt, wodurch die bestmögliche Funktionalität
einer Belüftung durch das Lochblech und die bestmögliche Funktionalität des erfindungsgemäßen
Traufprofils in Verbindung mit dem Lochblech als System gewährleistet werden kann.
Als Lochblech im Sinne der vorliegenden Erfindung wird auch ein Gitter bzw. ein Blech
mit Lüftungsschlitzen verstanden.
[0024] Entgegen der hier beschriebenen Positionierung des Lochblechs vor, d. h. unterhalb
der Kantung des Traufprofils, die als Feuchtebarriere dient, kann das Lochblech auch
oberhalb der Feuchtebarriere auf dem Traufprofil aufliegen, bzw. sich auf dem Traufprofil
abstützen.
[0025] Um hier Wiederholungen bezüglich der Vorteile des erfindungsgemäßen Systems zu vermeiden,
wird auf die Beschreibung der vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in Form des flächigen Winkelstücks, welches als Trauprofil bezeichnet wird, verwiesen,
und es wird vollumfänglich auf diese zurückgegriffen.
[0026] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen, werden nachstehend mit der Beschreibung
von bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt.
Dabei können die in den Ansprüchen erwähnten Merkmale und die in der Beschreibung
genannten Eigenschaften jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich
sein. Dabei ist zu beachten, dass die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele
nur beschreibenden Charakter haben und nicht dazu gedacht sind, die Erfindung in irgendeiner
Form einzuschränken.
[0027] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Skizze einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
in Form einer als Traufprofil ausgebildeten Winkelschiene zur Ableitung von Flüssigkeiten
bei Unterdachkonstruktionen mit Dachsparren im Fertigungszustand in einer Profilansicht
,
- Fig. 2
- die Vorrichtung aus Figur 1 im Montagezustand auf einer Traufbohle einer Unterdachkonstruktion
in Schnittansicht durch die Unterdachkonstruktion,
und
- Fig. 3
- die Vorrichtung aus der Figur 2 als System in Kombination mit einer Vorrichtung zur
Belüftung der Unterdachkonstruktion, welche als trapezförmiges Lochblech ausgestaltet
ist, in einer Schnittansicht durch die Unterdachkonstruktion.
[0028] In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile stets mit denselben Bezugszeichen
versehen, weshalb diese in der Regel nur einmal beschrieben werden.
[0029] Figur 1 zeigt in einer Profilansicht eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1 in Form
einer Winkelschiene zur Ableitung von Flüssigkeiten bei Unterdachkonstruktionen mit
Dachsparren (wie in den Figuren 2 und 3 dargestellt). Die Vorrichtung 1 umfasst einen
ersten dachseitigen Montageschenkel 2, der zur Montage auf eine an den unteren Enden
der Dachsparren quer zum Dach verlaufende Traufbohle 20 (s. Figur 2 und 3), auf einer
Dachschalung oder auf Dachsparren ausgebildet ist. Mit dem Montageschenkel 2 ist traufseitig
(in der Darstellung der Figur 1 links) ein zweiter stirnseitiger Schenkel 3 der Vorrichtung
1 verbunden, der zur Einleitung der Flüssigkeit in eine an den Enden der Dachsparren
quer zum Dach liegende Ablaufrinne 30 (s. Figur 2 und 3) ausgebildet ist. Der Montageschenkel
2 ist über eine Hauptkantung 4, die bei der Montage der Winkelschiene parallel zur
Ablaufrinne 30 angeordnet wird (s. Figur 2 und 3), mit dem zweiten Schenkel 3 verbunden.
Der Montageschenkel 2 schließt mit dem zweiten Schenkel 3 einen Winkel α ein, der
vorliegend 125° beträgt. Der Montageschenkel 2, der zweite Schenkel 3 und die Hauptkantung
4 sind als Winkelschiene ausgestaltet und bilden ein einteiliges, monolithisches Bauteil.
Der zweite stirnseitige Schenkel 3, der in der Profilansicht als Gerade verläuft,
geht in die Hauptkantung 4 über, die in Form einer als halbrunden Bogen ausgestalteten
Prägestruktur ausgebildet ist, mit einem ersten Bogen 5 und einem zweiten Bogen 6.
Die Bögen 5 und 6 weisen verschiedene Radien auf, wobei der Radius des ersten Bogens
5 größer, als der Radius des zweiten, dachseitigen Bogens 6, wodurch das definierte
Abbiegen des stirnseitigen Schenkels 3 relativ zu dem dachseitigen Schenkel 2 unterstützt
wird. Von dem stirnseitigen Schenkel 3 steigt der erste Bogen 5 bis zu einem Scheitelpunkt
7 auf und ab dem Scheitelpunkt 7 steigt der zweite Bogen 6 ab und geht in den als
Gerade 10 verlaufenden dachseitig (in der Darstellung der Figur 1 rechts) dachseitigen
Montageschenkel 2 über. In einem Abstand zu der Hauptkantung 4 ist dachseitig in dem
Montageschenkel 2 eine parallel zu der Hauptkantung 4 verlaufende Prägung in Form
einer Kantung 8 ausgestaltet, die als Feuchtebarriere 9 gegen auftreibende Feuchtigkeit
dient. Die als positive Sicke ausgestaltete Kantung 8 weist traufseitig, d. h. im
Anschluss an die Gerade 10 des dachseitigen Schenkels 2, die aus dem zweiten Bogen
6 der Hauptkantung 4 geführt wird, eine steile Neigung bis zu einem oberen Kantungs-
oder Scheitelpunkt 11 auf und fällt dachseitig, d.h. ab dem Kantungs- oder Scheitelpunkt
11 in einer flachen Neigung ab, so dass die als positive Sicke ausgestaltete Kantung
8 sowohl in Richtung Dachunterkonstruktion als Feuchtebarriere 9 gegen auftreibende
Feuchtigkeit dient und zudem über die dachseitig ausgebildete flache Neigung die in
Richtung der Ablaufrinne 30 aus der Dachfläche geführte Feuchtigkeit barrierefrei
ableitet. An die flach ausgebildete Neigung schließt sich ein gerader Abschnitt des
dachseitigen Montageschenkels 2 an, in den zwei Orientierungselemente 12 in Form von
parallel zu der Prägung in Form der Kantung 8 liegende und in den Montageschenkel
eingeformte negative Sicken 13 ausgebildet sind, in die Körnerpunkte eingeformt sein
können (hier nicht dargestellt). Die in Gestalt von zwei negativen Sicken 13 in Form
von Rinnen bzw. Rillen oder Kantungen mit oder ohne Körnerpunkte ausgebildeten Orientierungselemente
12, dienen als Orientierungshilfe für das Einschlagen oder Eindrehen von Befestigungsmitteln,
wie Nägel oder Schrauben und zum Fixieren des Traufprofils bei dessen Befestigung
auf der Traufbohle, der Dachschalung oder den Dachsparren. Traufseitig ist am Ende
der des zweiten stirnseitigen Schenkels 3 eine Abtropfkante 14 in Form einer Rückkantung
15 ausgebildet. Die Rückkantung 15 dient zum einen zur Stabilisierung des stirnseitigen
Schenkels 3 und unterbricht zudem ein Zurücklaufen der aus der Dachfläche über den
stirnseitigen Schenkel 3 abgeleiteten Feuchtigkeit, die nämlich über die Abtropfkante
14 in die Traufrinne 30 geführt wird. Der Winkel der Rückkantung 15 beträgt vorliegende
45°, der besonders für das Abtropfen der Feuchtigkeit geeignet ist.
[0030] Figur 2 zeigt die Vorrichtung 1 aus Figur 1 im Montagezustand beispielshaft auf einer
Traufbohle 20 einer Unterdachkonstruktion 100 in Schnittansicht durch die Unterdachkonstruktion
100. Die Vorrichtung ist zwischen den Dachziegeln 40 und der Traufbohle 20 im Bereich
der Konterlattungsebene der Unterdachkonstruktion 100 angeordnet. Der zweite stirnseitige
Schenkel 3 ist in die Ablaufrinne 30 geführt, die an den Enden der Dachsparren (in
der Figur links) quer zur Unterdachkonstruktion 100 liegt, wobei der zweite stirnseitige
Schenkel 3 lotrecht, d.h. senkrecht zur Dachneigung ausgerichtet ist. Die Hauptkantung
4 der Vorrichtung 1 ist parallel zur Ablaufrinne 30, d.h. ebenfalls quer zur Unterdachkonstruktion
100 liegend, angeordnet.
[0031] Schließlich zeigt Fig. 3 die Vorrichtung 1 aus der Figur 2 als System 200 in Kombination
mit einer Vorrichtung 210 zur Belüftung der Unterdachkonstruktion 100, welche als
trapezförmiges Lochblech 220 ausgestaltet ist, in einer Schnittansicht durch die Unterdachkonstruktion
100. In der Figur 3 ist die Vorrichtung 210 traufseitig, d.h. unterhalb der durch
die Kantung 8 der Vorrichtung 1 gebildeten Feuchtebarriere 9 auf der Vorrichtung 1
unterhalb der Dachziegel 40 angeordnet, wodurch eine Belüftung unterhalb der Dachziegel
40 im Bereich der Konterlattungsebene Unterdachkonstruktion 100 erfolgt. Das Lochblech
220 ist wie dargestellt, trapezförmig ausgebildet und vorn und hinten abgewinkelte
Flächenteile 230 und 240 auf, die in abgewinkelte Randflächen 250 und 260 münden.
Die Randflächen 250 und 260 dienen zur Auflage bzw. zum Abstützen des Lochblechs 220
auf der Vorrichtung 1. Die Randfläche 250 ist vorliegend nach innen gekantet, wodurch
sich das Lochblech 220 an der zu der Hauptkantung 4 parallel verlaufenden Prägung
in Form der Kantung 8, die als Feuchtebarriere 9 dient, an der Vorrichtung 1 zusätzlich
abstützt. Dadurch kann insgesamt die Stabilität des Systems 200 erhöht werden, und
zusätzlich kann darüber die Positionierung des Lochblechs 220 auf dem erfindungsgemäßen
Traufprofil 1 festgelegt werden.
1. Vorrichtung (1) in Form einer Winkelschiene zur Ableitung von Flüssigkeit bei Unterdachkonstruktionen
(100) mit Dachsparren, mit einem ersten dachseitigen Montageschenkel (2), insbesondere
der zur Montage auf eine an den unteren Enden der Dachsparren quer zum Dach verlaufende
Traufbohle (20), auf einer Dachschalung oder auf Dachsparren ausgebildet ist, und
einem mit dem Montageschenkel (2) verbundenen zweiten stirnseitigen Schenkel (3),
der zur Einleitung der Flüssigkeit in eine an den Enden der Dachsparren quer zum Dach
liegende Ablaufrinne (30) ausgebildet ist, wobei der Montageschenkel (2) über zumindest
eine Hauptkantung (4), die bei der Montage der Winkelschiene parallel zur Ablaufrinne
(30) angeordnet wird, mit dem zweiten Schenkel (3) verbunden ist, und wobei der Montageschenkel
(2) mit dem zweiten Schenkel (3) einen Winkel (α) einschließt, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptkantung (4) zumindest abschnittsweise eine Prägestruktur aufweist, die bei
Kraftbeaufschlagung auf den stirnseitigen zweiten Schenkel (3) eine Verformung der
Winkelschiene entlang der Hauptkantung (4) unter Änderung des Winkels (α) zwischen
dem ersten Schenkel (3) und dem zweiten Schenkel (2) unterstützt.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägestruktur der Hauptkantung (4) in Form einer Sicke, einer Profilierung, einer
Zahnung und/oder einer Rundung mit einem ersten Bogen (5) und einem zweiten Bogen
(6) ausgestaltet ist.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der dachseitige Montagschenkel (2) auf der zu dem stirnseitigen Schenkel (3) gegenüberliegenden
dachseitigen Seite der Hauptkantung (4) zumindest eine zu der Hauptkantung (4) beabstandete
und zu der Hauptkantung (4) parallel verlaufende Prägung in Form einer Kantung (8)
aufweist.
4. Vorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Prägung in Form der Kantung (8) im Verlauf des Montageschenkel (2) von der Hauptkantung
(4) zu dem zu dem stirnseitigen Ende der Winkelschiene gegenüberliegenden Ende des
Montageschenkels (2) traufseitig zunächst steil ansteigt und dann in einer flachen
Neigung dachseitig ausläuft.
5. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der dachseitige Montageschenkel (2) zumindest ein Orientierungselement (12) aufweist,
welches Befestigungspunkte zur Montage des Montageschenkels (2) auf der Traufbohle
(20), der Dachschalung oder den Dachsparren anzeigt.
6. Vorrichtung (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Orientierungselement (12) in Form einer parallel zu der Prägung in Form der Kantung
(8) liegenden und in den Montageschenkel (2) eingeformten Sicke (13) und/oder in Form
von in den Montageschenkel (2) eingeformten Körnerpunkten ausgebildet ist.
7. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem stirnseitigen Ende des zweiten Schenkel (3) eine Abtropfkante (14) in Form
einer Rückkantung (15) ausgebildet ist.
8. Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Montage der Winkelschiene der zweite stirnseitige Schenkel (3) senkrecht zur
Dachneigung montiert und in die Ablaufrinne (30) geführt wird.
9. System (200), umfassend die Vorrichtung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
und eine Vorrichtung (210) zur Belüftung der Unterdachkonstruktion (100), welche im
Querschnitt als ein trapezförmig ausgebildetes Lochblech (220) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Lochblech (220) vorn und hinten abgewinkelte Flächenteile (230,240) aufweist,
die in abgewinkelte Randflächen (250,260) münden, die zur Auflage auf der Vorrichtung
(1) dienen.
10. System (200) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Randfläche (250) nach innen gekantet ist, wobei sich das Lochblech
(220) über die nach innen gekantete Randfläche (250) an der zu der Hauptkantung (4)
parallel verlaufenden Prägung in Form der Kantung (8) an der Vorrichtung (1) abstützt.