[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fenster oder eine Tür, das einen aus Rahmenprofilen
gebildeten Blendrahmen; einen aus Rahmenprofilen gebildeten Flügelrahmen; und ein
Flächenelement, das in den Flügelrahmen aufgenommen ist und das stirnseitig von den
Flügelrahmenprofilen umlaufen wird; wobei mindestens ein Rahmenprofil eine wetterseitige
Profilaußenwand mit einem Außenüberschlag sowie einen daran angrenzenden Falzbereich
umfasst, und wobei in dem Falzbereich mehrere Komponenten eines Alarmsystems angeordnet
sind.
[0002] Im Stand der Technik ist eine Vielzahl derartiger Fenster oder Türen beschrieben.
Als Beispiel dafür sei die
DE 20 2006 014 916 U1 genannt.
[0003] Nach dem Stand der Technik sind die Komponenten des Alarmsystems meist in den Fensterfalzbereich
zwischen dem Flügel- und dem Blendrahmen montiert oder direkt auf die Innenseite des
Fensters geklebt oder geschraubt. Ebenfalls bekannt ist es, Komponenten des Alarmsystems
in den Fenstergriff zu integrieren. Die Komponenten des Alarmsystems beinhalten stets
Sensoren, bei denen es sich häufig um Fensteröffnungskontakte (Reed-Relais), die mit
einem Magneten geschaltet sind, Hall-Sensoren, Glasbruchsensoren und Erschütterungssensoren,
die auf dem Glas und/oder im Fenstergriff positioniert sind, handelt. Bei einer derartigen
Anordnung der Sensoren im Fenster oder auf der Innenseite des Fensters wird der Einbruch
aber erst erkannt, wenn der Flügel des Fensters aufgebrochen wird. Durch zur Außenseite
des Fensters oder der Tür gerichtete Sensoren, wie beispielsweise einen Bewegungsmelder,
kann es häufig zu Fehlarmen kommen, weshalb diese in Alarmsystemen bislang kaum eingesetzt
werden. Darüber hinaus erfordern solche nach außen gerichtete Sensoren, die in eines
der Rahmenprofile aufgenommen sind, eine aufwendige Bearbeitung der Fensterprofile,
die nur von speziellen Fräsmaschinen und deshalb nicht Vorort auf der Baustelle durchgeführt
werden können.
[0004] An dieser Stelle setzt die vorliegende Erfindung ein, der die Aufgabe zugrunde liegt,
ein Fenster oder eine Tür zur Verfügung zu stellen, das bzw. die die Nachteile des
Stands der Technik überwindet. Insbesondere soll das erfindungsgemäße Fenster bzw.
die erfindungsgemäße Tür eine einfache und auf der Baustelle durchführbare Integration
von Komponenten eines Alarmsystems das erfindungsgemäße Fenster bzw. die erfindungsgemäße
Tür ermöglichen. Darüber hinaus soll es das erfindungsgemäße Fenster bzw. die erfindungsgemäße
Tür ermöglichen, die Gefahr von Fehlalarmen zu reduzieren.
[0005] Diese und andere Aufgaben werden durch ein Fenster bzw. eine Tür mit den Merkmalen
des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.
[0006] Gemäß der vorliegenden Erfindung wurde erkannt, dass durch ein Gehäuse, in das die
in den Falzbereich zu integrierenden Komponenten eines Alarmsystems aufgenommen sind,
die Installation eines Alarmsystems in ein Fenster bzw. in eine Tür derart vereinfacht
wird, dass eine Montage ohne weiteres erst auf der Baustelle vorgenommen werden kann.
Ebenso ist ein Nachrüsten eines bereits eingebauten Fensters oder einer bereits eingebauten
Tür möglich. Das Gehäuse umfasst einen Grundkörper und mindestens einem Kanal, vorzugsweise
mindestens zwei und insbesondere mindestens drei Kanäle. Im Einbauzustand in dem erfindungsgemäßen
Fenster bzw. in der erfindungsgemäßen Tür ist der Kanal bzw. sind die Kanäle durch
Öffnungen in der Außenwand eines der Rahmenprofile geführt. An den Kanalenden können
sich die nach außen gerichteten Sensoren bzw. Bauteile des Alarmsystems befinden,
von denen alarmrelevante Änderungen der Außenwelt detektiert werden können. In dem
Kanal bzw. den Kanälen ist die elektrische Verbindung zu einer Platine des Alarmsystems
geführt, die in dem Grundkörper des Gehäuses aufgenommen ist. Die Sensoren werden
bei der Montage durch die Kanäle sicher nach außen geführt. Durch das Gehäuse werden
die Sensoren und weitere empfindliche Komponenten des Alarmsystems vor Feuchtigkeit
und sonstigen Witterungseinflüssen sowie vor mechanischen Einflüssen geschützt. Zur
Integration des Gehäuses in das Fenster bzw. die Tür werden vorzugsweise mit einer
geeigneten Bohrlehre, die die Position der Kanäle vorgibt, Öffnungen in die Außenwand
eines der Rahmenprofile eingebracht, und die Kanäle des Gehäuses durch die entstanden
Öffnungen geführt. Abschließend kann der Grundkörper des Gehäuses durch eine Schraube
am Rahmenprofil befestigt werden.
[0007] Dementsprechend stellt die vorliegende Erfindung ein Fenster bzw. eine Tür zur Verfügung,
die einen aus Rahmenprofilen gebildeten Blendrahmen; einen aus Rahmenprofilen gebildeten
Flügelrahmen; und ein Flächenelement, das in den Flügelrahmen aufgenommen ist und
das stirnseitig von den Flügelrahmenprofilen umlaufen wird, umfasst; wobei mindestens
ein Rahmenprofil eine wetterseitige Profilaußenwand mit einem Außenüberschlag sowie
einen daran angrenzenden Falzbereich umfasst, und wobei in dem Falzbereich mehrere
Komponenten eines Alarmsystems angeordnet sind; erfindungsgemäß ist das Fenster bzw.
die Tür dadurch gekennzeichnet, dass die in den Falzbereich angeordneten Komponenten
des Alarmsystems in ein Gehäuse aufgenommen sind, wobei das Gehäuse einen Grundkörper
und mindestens einen Kanal umfasst, der durch mindestens eine Öffnung in der wetterseitigen
Profilaußenwand des Rahmenprofils geführt ist.
[0008] Wie hierin verwendet bezieht sich der Begriff "Fenster oder Tür" bevorzugt auf ein
Kunststofffenster oder eine Kunststofftür. Es kommen aber auch Metallfenster oder
Metalltüren, Holzfenster oder Holztüren sowie Verbundfenster und Verbundtüren in Betracht.
Handelt es sich um ein Kunststofffenster oder eine Kunststofftür, so ist als Hauptmaterial
der Rahmenprofile des erfindungsgemäßen Fensters oder der erfindungsgemäßen Tür Polyvinylchlorid
(PVC), insbesondere Hart-PVC (PVC-U) oder glasfaserverstärktes PVC, dem zusätzlich
jeweils Zusatzstoffe wie z. B. Stabilisatoren, Weichmacher, Pigmente und dergleichen
zugesetzt sind, bevorzugt. PVC kann gut eingefärbt bzw. gefärbt werden und nimmt kaum
Wasser auf. Derartige Rahmenprofile werden in an sich bekannter Weise mittels Extrusion
bzw. Coextrusion hergestellt. Faserverstärkte Kunststoffprofile ermöglichen es, die
sonst in die Haupthohlkammer der Rahmenprofile einzuführende Armierung beispielsweise
aus Stahl wegzulassen. Hinsichtlich Details zum Aufbau und zur Herstellung eines derartigen
zumindest teilweise faserverstärktem Kunststoffprofils wird auf die
WO 2009/024264 A1 verwiesen. Aus den extrudierten bzw. coextrudierten Rahmenprofilen können Türen bzw.
Fenster hergestellt werden, indem die Rahmenprofile auf Gehrung geschnitten werden
und die auf Gehrung geschnittenen Kunststoffprofilstücke in den Eckbereichen unter
Bildung der Rahmenbaugruppen entsprechender Fenster bzw. Türen verschweißt werden.
[0009] Es kann sich auch als günstig erweisen, wenn es sich bei dem Gehäuse um ein metallisches
Bauteil oder ein Kunststoff-Bauteil handelt. Derartige metallische Gehäuse oder Kunststoff-
Gehäuse begünstigen dessen Stabilität. Darüber hinaus können sie kostengünstig hergestellt
werden. Dabei haben sich insbesondere Aluminium, Edelstahl, eine Aluminium-Druckgusslegierung,
eine Zink-Druckgusslegierung sowie eine Aluminium-Zink-Druckgusslegierung, Acrylnitril-Styrol-Acrylester
(ASA), Polyamid (PA), Polyoxymethylen (POM) oder faserverstärkte Polymere, insbesondere
glasfaserverstärkte Polymere als besonders geeignete Materialien erwiesen.
[0010] Hinsichtlich des erfindungsgemäßen Fenster bzw. der erfindungsgemäßen Tür kann es
von Vorteil sein, wenn mindestens ein Kanal jeweils durch eine Öffnung im Außenüberschlag
des Rahmenprofils geführt ist. Bevorzugt ist mehr als ein Kanal durch jeweils durch
eine Öffnung im Außenüberschlag des Rahmenprofils geführt. Dadurch ist gewährleistet,
dass die nach außen gerichteten Sensoren bzw. Komponenten des Alarmsystems, von denen
alarmrelevante Änderungen der Außenwelt detektiert werden können, im Außenüberschlag
zur Fensterlaibung positioniert sind. Dadurch ist es möglich, dass das Alarmsystem
den relevanten Bereich unmittelbar vor dem Fenster bzw. der Tür erfasst. Weiterhin
können die relevanten Komponenten nicht durch Vorbauten, wie beispielweise Rollladenschienen,
verdeckt werden.
[0011] Zusätzlich oder alternativ dazu kann es hilfreich sein, wenn mindestens ein Kanal
wenigstens in einem Abschnitt, in dem der Kanal die wetterseitige Profilaußenwand
des Rahmenprofils durchdringt, zumindest annähernd parallel zu einer Ebene des Flächenelements
verläuft. Dadurch wird das Detektieren des Alarmsystems weitestgehend auf den relevanten
Bereich unmittelbar vor dem Fenster bzw. der Tür beschränkt.
[0012] Es ist auch bevorzugt, wenn die Komponenten des Alarmsystems feuchtigkeitsdicht in
dem Gehäuse aufgenommen sind. Insbesondere die Sensoren sollen eingedichtet und ausgerichtet
in das Gehäuse aufgenommen sein. So sind die empfindlichen Komponenten vor Feuchtigkeitseinflüssen
weitestgehend geschützt.
[0013] Ebenso kann es von Nutzen sein, wenn die Komponenten des Alarmsystems eine Kamera,
einen Sensor, eine Lichtquelle, einen akustischen Signalgeber, eine Datenübertragungsvorrichtung,
eine Stromversorgung, eine Platine (und/oder Kombinationen der Genannten beinhalten.
[0014] Es kann auch vorteilhaft sein, wenn das Alarmsystem die Kamera, die Lichtquelle und/oder
den Sensor umfasst, wobei die Kamera, die Lichtquelle und/oder der Sensor zumindest
teilweise in den Kanälen angeordnet sind. Somit ist gewährleistet, dass sich die Sensoren
bzw. Bauteile des Alarmsystems, von denen alarmrelevante Änderungen der Außenwelt
detektiert werden können, in der Nähe des Flächenelements befinden und dort diese
Änderungen detektieren und/oder registrieren und/oder eine Reaktion auf eine solche
Änderungen ausführen können.
[0015] Es kann auch bevorzugt sein, wenn die Komponenten des Alarmsystems und einen Beschleunigungs-
oder Erschütterungssensor und ein weiteres Sensorelement, insbesondere eine Kamera
und/oder einen Bewegungsmelder, Kamera umfassen, wobei ein Alarmsignal durch das Alarmsystem
ausgelöst wird, wenn sowohl der Beschleunigungs- oder Erschütterungssensor als auch
das weitere Sensorelement eine Zustandsänderung ermitteln. Dadurch können Fehlalarme
vermieden, der Stromverbrauch reduziert und somit die Batterielaufzeit verlängert
werden.
[0016] Das erfindungsgemäße Fenster und/oder die erfindungsgemäße Tür sowie einzelne Teile
davon können auch zeilenweise oder schichtweise unter Verwendung eines zeilenaufbauenden
oder schichtaufbauenden Fertigungsverfahrens (z. B. 3D-Druck) hergestellt werden.
[0017] Im Folgenden soll die Erfindung anhand der in den Figuren dargestellten, nicht einschränkenden
Ausführungsbeispielen nicht näher beschrieben werden.
[0018] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Gehäuses zur Verwendung in einem Fenster gemäß
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und
- Fig. 2
- eine perspektivische Darstellung eines Ausschnitts eines Rahmens eines erfindungsgemäßen
Fensters, in dem das in Fig. 1 dargestellte Gehäuse eingesetzt ist.
[0019] In Fig. 1 ist ein Gehäuse 1 zur Aufnahme von Komponenten 2, 3, 4 eines Alarmsystems
und zur Aufnahme in einen Falzbereich 5 eines erfindungsgemäßen Fensters 6 oder einer
erfindungsgemäßen Tür gezeigt. Das Gehäuse 1 umfasst einen Grundkörper 7 und mindestens
einen Kanal 8, 8', 8", wobei das Gehäuse 1 in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform
drei Kanäle 8, 8', 8" umfasst, die einstückig an das Gehäuse 1 angeformt sind. Das
Gehäuse ist vorzugsweise aus einem Polyamid, hier Polyamid-12, hergestellt. Der Grundkörper
7 kann durch einen Deckel verschlossen werden.
[0020] In das Gehäuse 1 sind Komponenten 2, 3, 4 eines Alarmsystems aufgenommen. Dabei sind
in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform in den Kanälen 8, 8', 8" ein Bewegungsmelder
2, eine Kamera 3 und eine als LED ausgebildete Lichtquelle 4 derart angeordnet, dass
die zur Detektion von Ereignissen und/oder Abgabe von Signalen an das Äußere dichtend
am jeweiligen Kanalende angeordnet sind. Der Bewegungsmelder 2, die Kamera 3 und die
LED 4 sind dichtend und ausgerichtet in das Gehäuse 1 aufgenommen, wodurch die empfindlichen
Komponenten 2, 3, 4 des Alarmsystems vor Feuchtigkeitseinflüssen geschützt sind. Der
Bewegungsmelder 2, die Kamera 3 und die LED 4 sind strom- und signalleitend mit einer
Platine (nicht dargestellt), die sich im Grundkörper 7 des Gehäuses 1 befindet. Darüber
hinaus sind in den Grundkörper 7 auch ein Erschütterungssensor (nicht dargestellt),
eine Datenübertragungsvorrichtung (nicht dargestellt), die zum Austausch von Daten
mit dem Steuerelement der Alarmanlage dient, sowie eine ebenfalls nicht dargestellte
Stromversorgung aufgenommen.
[0021] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Ausschnitts eines Blendrahmens
9 eines erfindungsgemäßen Fensters 6, in dem das in Fig. 1 dargestellte Gehäuse 1
eingesetzt ist. Der Blendrahmen ist durch Verschweißen von auf Gehrung geschnittenen
Profilstücken eines Blendrahmenprofils 10 hergestellt. Das Blendrahmenprofil 10 des
erfindungsgemäßen Fensters 6 ist aus einem thermoplastischen Polymermaterial, vorzugsweise
Polyvinylchlorid (PVC), insbesondere Hart-PVC (PVC-U) oder glasfaserverstärktem PVC,
dem zusätzlich Zusatzstoffe wie z. B. Stabilisatoren, Weichmacher, Pigmente und dergleichen
zugesetzt sind, extrudiert ist. Es ist aus einer Vielzahl von Hohlkammern 11, 11',
11 ", 11''' aufgebaut, die jeweils von Stegen des Blendrahmenprofils 10 umgeben sind.
Zentral umfasst das Blendrahmenprofil 10 eine Haupthohlkammer 12 zum Einsetzen eines
Armierungselements. Das Blendrahmenprofil 10 umfasst eine wetterseitige Profilaußenwand
13 mit einem Außenüberschlag 14 und eine der wetterseitigen Profilaußenwand 13 gegenüberliegende
raumseitige Profilaußenwand 15. Im Bereich der raumseitigen Profilaußenwand 15 weist
das Blendrahmenprofil 10 eine Nut 16 auf, in der Schließbleche verankert werden können.
Durch den Außenüberschlag 14, einen oberen Steg 17 der Haupthohlkammer 12 und der
Nut 16 ist ein Falzbereich 5 definiert, in den das Gehäuse 1 aufgenommen ist. Am Außenüberschlag
14 befindet sich eine weitere Nut 18 zur Aufnahme einer nicht dargestellten Anschlagsdichtung,
an der ein an den Blendrahmen 9 drehend angelegter Flügelrahmen mit einem Flächenelement,
insbesondere einer Isolierverglasung, anschlägt.
[0022] Zur Montage des Gehäuses 1 in den Blendrahmen 9 des erfindungsgemäßen Fensters 6
werden vorzugsweise mit einer geeigneten Bohrlehre, die die Position der Kanäle 8,
8', 8" vorgibt, Öffnungen in die wetterseitige Profilaußenwand 13 des Blendrahmenprofils
10 eingebracht, und die Kanäle 8, 8', 8" des Gehäuses 1 durch die entstandenen Öffnungen
geführt. Dadurch sind die nach außen gerichteten Sensoren bzw. Komponenten 2, 3, 4
des Alarmsystems, von denen alarmrelevante Änderungen der Außenwelt detektiert werden
können, im Außenüberschlag 14 zur Fensterlaibung gerichtet positioniert. Auf diese
Weise erfasst das Alarmsystem den relevanten Bereich unmittelbar vor dem Fenster 6.
Abschließend wird der Grundkörper 7 des Gehäuses 1 durch eine Schraube am Blendrahmenprofil
10 befestigt. Die Stromversorgung der Komponenten 2, 3, 4 des Alarmsystems kann über
eine durch die Haupthohlkammer 12 geführte Leitung oder über eine ebenfalls in den
Grundkörper 7 aufgenommene Batterie erfolgen. Die Montage des Gehäuses in den Blendrahmen
9 und damit die Installation eines Alarmsystems in das erfindungsgemäße Fenster 6
ist so vereinfacht, dass die Montage problemlos erst auf der Baustelle erfolgen kann.
Ebenso ist ein Nachrüsten eines bereits eingebauten Fensters mit einem Alramsystem
möglich.
[0023] In dem Bereich, in denen die Kanäle 8, 8', 8" durch die wetterseitige Profilaußenwand
13 des Blendrahmenprofils 10 treten, sind diese im Wesentlichen parallel zur Ebene
des Flächenelements ausgerichtet. Dadurch ist das Detektieren durch das Alarmsystem
weitestgehend auf den relevanten Bereich unmittelbar vor dem Fenster 6 beschränkt,
wodurch Fehlalarme vermieden werden können.
[0024] Die Erfindung wurde vorangehend exemplarisch unter Bezugnahme auf die in den Figuren
dargestellten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung im Detail erläutert. Es
versteht sich jedoch, dass der Fachmann auf dieser Offenbarung weitere Ausführungen
der vorliegenden Erfindung erkennt, ohne den Schutzbereich der beigefügten Ansprüche
zu verlassen.
1. Fenster (6) oder Tür, umfassend
- einen aus Rahmenprofilen (10) gebildeten Blendrahmen (9);
- einen aus Rahmenprofilen gebildeten Flügelrahmen; und
- ein Flächenelement, das in den Flügelrahmen aufgenommen ist und das stirnseitig
von den Flügelrahmenprofilen umlaufen wird; wobei
mindestens ein Rahmenprofil (10) eine wetterseitige Profilaußenwand (13) mit einem
Außenüberschlag (14) sowie einen daran angrenzenden Falzbereich (5) umfasst, und wobei
in dem Falzbereich (5) mehrere Komponenten (2, 3; 4) eines Alarmsystems angeordnet
sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
die in dem Falzbereich (5) angeordneten Komponenten (2, 3; 4) des Alarmsystems in
ein Gehäuse (1) aufgenommen sind, wobei das Gehäuse (1) einen Grundkörper (7) und
mindestens einen Kanal (8, 8'; 8") umfasst, der durch mindestens eine Öffnung in der
wetterseitigen Profilaußenwand (13) des Rahmenprofils (10) geführt ist.
2. Fenster (6) oder Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kanal (8, 8', 8") durch eine Öffnung im Außenüberschlag (14) des Rahmenprofils
(10) geführt ist.
3. Fenster (6) oder Tür nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kanal (8, 8'; 8") wenigstens in einem Abschnitt, in dem der Kanal
(8, 8'; 8") die wetterseitige Profilaußenwand (13) des Rahmenprofils (10) durchdringt,
zumindest annähernd parallel zu einer Ebene des Flächenelements verläuft.
4. Fenster (6) oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten (2, 3, 4) des Alarmsystems feuchtigkeitsdicht in dem Gehäuse (1)
aufgenommen sind.
5. Fenster (6) oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten (2, 3, 4) des Alarmsystems eine Kamera (3), einen Sensor (2), eine
Lichtquelle (4), einen akustischen Signalgeber, eine Datenübertragungsvorrichtung,
eine Stromversorgung, eine Platine und/oder Kombinationen der Genannten beinhalten.
6. Fenster (6) oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Alarmsystem die Kamera (3), die Lichtquelle (4) und/oder den Sensor (3) umfasst,
wobei die Kamera (3), die Lichtquelle (4) und/oder der Sensor (2) zumindest teilweise
in den Kanälen (8, 8', 8") angeordnet sind.
7. Fenster (1) oder Tür nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten (2, 3, 4) des Alarmsystems einen Beschleunigungs- oder Erschütterungssensor
und ein weiteres Sensorelement, insbesondere eine Kamera (3) und/oder einen Bewegungsmelder,
umfassen, wobei ein Alarmsignal durch das Alarmsystem ausgelöst wird, wenn sowohl
der Beschleunigungs- oder Erschütterungssensor als auch das weitere Sensorelement
eine Zustandsänderung ermitteln.