| (19) |
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(11) |
EP 3 386 695 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.07.2019 Patentblatt 2019/31 |
| (22) |
Anmeldetag: 07.12.2016 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2016/080066 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/097830 (15.06.2017 Gazette 2017/24) |
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| (54) |
TRANSPORTVORRICHTUNG FÜR EINE SCHNEIDEMASCHINE
TRANSPORT DEVICE FOR A CUTTING MACHINE
DISPOSITIF DE TRANSPORT D'UNE MACHINE DE COUPE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
09.12.2015 DE 102015121457
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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17.10.2018 Patentblatt 2018/42 |
| (73) |
Patentinhaber: Bizerba SE & Co. KG |
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72336 Balingen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- RICHTER, Hannes
72336 Balingen (DE)
- KOCH, Nikolaus
72351 Geislingen (DE)
- CAPONE, Timo
72336 Balingen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Huber, Meik |
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Bizerba SE & Co. KG
PF 18/1
Wilhelm-Kraut-Straße 65 72336 Balingen 72336 Balingen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 0 456 634
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DE-B4- 10 017 157
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Transportvorrichtung für eine Schneidemaschine, insbesondere
einen Kettenrahmen nach den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
[0002] Aus der
DE 100 17 157 B4 ist ein derartiger Kettenrahmen bekannt. Der Kettenrahmen ist an einer Schneidemaschine
gehaltert und quer zu einem Schneidmesser der Schneidemaschine ausgerichtet. Er nimmt
von dem Schneidmesser abgetrennte Schneidgutscheiben auf um diese quer zu der Schneidebene
zu transportieren. Der Kettenrahmen weist einen stabilen Rahmen auf, an dem einzelne
Komponenten befestigt sind. So ist beispielsweise eine Andrückrolle zur Übernahme
einzelner Schneidgutscheiben an dem Rahmen schwenkbar befestigt. Weiter sind an dem
Rahmen Umlenkrollen befestigt, über die Förderketten umlaufend geführt sind. Der Rahmen
selbst ist aus mehreren Einzelteilen aufgebaut, die miteinander vernietet oder verschraubt
sind.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Transportvorrichtung für eine Schneidemaschine
zu schaffen, die mechanisch stabil aufgebaut und dabei kostengünstig herstellbar ist.
Insbesondere soll die Transportvorrichtung für Lebensmittel geeignet sein.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Transportvorrichtung nach den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0005] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Transportvorrichtung einen Rahmen aufweist,
der als ein einstückiges Teil ausgebildet ist. Der Rahmen bildet ein mechanisch stabiles
Gestell, um einzelne Komponenten der Transportvorrichtung bzw. des Kettenrahmens zu
haltern. Einstückig bedeutet in diesem Sinne, dass der Rahmen aus einem einzigen zusammenhängenden
Werkstück ausgebildet ist. Dadurch werden bei der Herstellung der Transportvorrichtung
zusätzliche Herstellungsschritte vermieden, wie beispielsweise das Fügen oder die
Verbindung mehrerer Einzelteile zu einem mechanisch stabilen Rahmen. Durch die Ausbildung
des Rahmens als ein eintückiges Teil im Sinne eines einzigen zusammenhängenden Werkstücks
wird zudem ein mechanisch stabiler Aufbau erreicht, da Fügestellen, die per se Schwachstellen
darstellen können, von vornherein vermieden werden. Auch werden Herstellungsfehler
vermieden, die beispielsweise durch einen Fügevorgang oder einen Schweißvorgang oder
einen Schraub- oder Nietvorgang hervorgerufen werden können. Vorzugsweise bedeutet
als ein einstückiges Teil ausgebildet in diesem Sinne einteilig oder monolithisch
ausgebildet. Der Rahmen ist vorzugsweise als materialeinheitliches Werkstück ausgebildet.
Mehrere Einzelteile, die zu einem Rahmen gefügt werden sind nicht notwendig. Fremdmaterialeinschlüsse
wie sie beispielsweise durch Schweißen oder Löten entstehen, sind nicht vorhanden.
Der Rahmen ist aus nur einem einzigen Werkstoff aufgebaut und kann daher nach Erreichen
der Lebensdauer auch einfach recycelt oder entsorgt werden.
[0006] Vorzugsweise ist die Transportvorrichtung als Kettenrahmen ausgebildet, um an einer
Schneidemaschine, vorzugsweise einer Lebensmittelschneidemaschine, einzelne vom Schneidgut
abgetrennte Scheiben direkt im Schneidebereich eines Schneidmessers zu übernehmen
und zu einem Ablagebereich zu transportieren. An dem Rahmen ist dazu eine Übernahmeeinrichtung
gelagert, welche die Scheiben von dem Schneidmesser übernimmt und zu mehreren parallel
verlaufenden Transportketten oder Transportriemen des Rahmens übergibt. An dem Rahmen
sind die mehreren parallel zueinander angeordneten Transportketten an einem Ende über
Umlenkrollen geführt und am anderen Ende über eine Antriebsvorrichtung, welche die
Transportketten oder Transportriemen zum Transport der Scheiben antreibt. Über eine
Kupplung kann die Antriebsvorrichtung mit einem Antrieb einer Schneidemaschine verbunden
werden.
[0007] Transportketten sind insbesondere geschlossen umlaufende Ketten. Sie weisen mehrere
miteinander verbundene Kettenglieder auf, wobei an einzelnen Kettengliedern Dorne
zum Aufspießen von Schneidgutscheiben angeordnet sind.
[0008] Transportriemen sind insbesondere geschlossen umlaufende Riemen, die voneinander
beabstandete Dorne zum Aufspießen von Schneidgutscheiben aufweisen.
[0009] Als Schneidgut können insbesondere strangförmige Lebensmittel wie Wurst oder Käse
oder Fleischprodukte eingesetzt werden, von denen einzelne Scheiben abgetrennt und
von der Transportvorrichtung transportiert werden.
[0010] Vorteilhafterweise kann vorgesehen sein, dass der Rahmen aus einer flachen Platte,
vorzugsweise aus einer Metallplatte oder einer Kunststoffplatte einstückig ausgebildet
ist.
[0011] Insbesondere kann der Rahmen mehrere funktionelle Einheiten aufweisen, die miteinander
einstückig zusammenhängend ausgebildet sind. Beispielsweise kann der Rahmen neben
einem Gestell zur Halterung der Umlenkrollen auch einen Handschutz und/oder Eingreifschutz
und/oder einen Abstreifer umfassen. Der Rahmen kann als einstückiges Teil ein Gestell
zur Halterung der Umlenkrollen aufweisen, welches mit einem Handschutz und/oder Eingreifschutz
und/oder einen Abstreifer einstückig ausgebildet ist.
[0012] Bei der Herstellung der Transportvorrichtung wird vorzugsweise so vorgegangen, dass
zur Herstellung des Rahmens zunächst aus einer flachen Platte ein einer zweidimensionalen
Abwicklung des Rahmens entsprechendes Teil ausgeschnitten oder ausgestanzt wird. Anschließend
wird durch Abkanten von zwei gegenüberliegenden Längsseiten ein quaderförmiger Rahmen
geformt. Das Ausschneiden der Abwicklung des Rahmens kann beispielsweise durch Laserschneiden
oder Wasserstrahlschneiden erfolgen. Als Platte kann vorzugsweise eine Metallplatte
oder eine Kunststoffplatte verwendet werden. Insbesondere wird eine Aluminiumplatte
oder eine Edelstahlplatte als Ausgangswerkstoff zur Herstellung des Rahmens verwendet,
um einerseits die notwendige mechanische Stabilität zu erreichen und andererseits
eine hygienisch einwandfreie Oberfläche zu gewährleisten.
[0013] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der Rahmen einen integrierten Griff
aufweist. Eine weitere Kostenreduktion bei der Herstellung kann sich ergeben, indem
mit Ausschneiden oder Ausstanzen der zweidimensionalen Abwicklung des Rahmens auch
eine einen Griff bildende Aussparung und/oder Kontur ausgeschnitten oder ausgestanzt
wird.
[0014] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Griff in einem Zuge während des Abkantens ausgebildet
wird. Der Griff kann durch Abkanten eines Handschutzes und durch Abkanten einer Längsseite
ausgeformt werden. Dadurch wird erreicht, dass der Rahmen bereits einen einstückig
in den Rahmen integrierten Griff aufweist, ohne dass zusätzliche Arbeitsschritte notwendig
werden, wie z. B. das Verschrauben eines separaten Griffteils oder das Aufschweißen
eines separaten Griffstücks.
[0015] In einer Ausgestaltung ist insbesondere vorgesehen, dass der Rahmen im wesentlichen
quaderförmig ausgebildet ist, indem der Rahmen eine flache Basisplatte aufweist und
zwei sich gegenüberliegende Längsseiten so abgekantet sind, dass sie parallel zueinander
und rechtwinklig zu der Basisplatte verlaufen. Längsseiten sind diejenigen Seiten
des Rahmens, die in Gebrauchsstellung an einer Schneidemaschine quer zu der Schneidebene
verlaufen. Die Stirnseite bezeichnet die Seite, die in Gebrauchsstellung der Transportvorrichtung
parallel zu einer Schneidebene verläuft und auf der dem Schneidmesser abgewandten
Seite des Rahmens liegt.
[0016] Bei der Herstellung der Transportvorrichtung bzw. des Kettenrahmens ist insbesondere
vorgesehen, dass nach der Beendigung des Arbeitsschritts Abkanten weitere Komponenten
an dem Rahmen befestigt werden. Es ist beispielsweise vorgesehen, dass die Übernahmeeinrichtung
zur Übernahme von Scheiben und die mehreren mit Abstand zueinander angeordneten Umlenkrollen
und die Antriebsvorrichtung zum Antrieb von mehreren parallel verlaufenden Transportketten
oder Transportriemen an dem Rahmen befestigt, vorzugsweise verschraubt und/oder vernietet
werden. Das bedeutet, dass zuerst durch Ausschneiden und Abkanten der Rahmen aus einem
einzigen Werkstück ausgeformt wird. Danach werden an dem Rahmen weitere Komponenten
der Transportvorrichtung angebracht, um den Kettenrahmen bzw. die Transportvorrichtung
zu vervollständigen.
[0017] Um in einer Ausgestaltung eine ergonomisch günstige Bedienung sowie einen zuverlässigen
Bedienerschutz zu erreichen, kann vorgesehen sein, dass der Griff eine an einer Längsseite
des Rahmens ausgeformte gerundet oder wellenförmig verlaufende Griffkontur und einen
von der Basisplatte ausgehenden, winklig zu einer Transportkette oder einem Transportband
hin geneigt verlaufenden Handschutz aufweist. Über die wellenförmig verlaufende Griffkontur
wird ermöglicht, dass ein Bediener beim Greifen des Rahmens einen sicheren Griff hat
und nicht versehentlich abrutscht. Der Handschutz verhindert, dass ein Bediener aus
Versehen in die Transportkette oder in den Transportriemen greift.
[0018] Zudem kann die Bedienersicherheit erhöht werden, indem in einer Ausgestaltung vorgesehen
sein kann, dass der Rahmen an einer Längsseite eine Verlängerung in Form einer ersten
Eingriffschutzplatte aufweist, die gegenüber einer Längsseite so abgewinkelt ist,
dass sie zu der gegenüberliegenden Längsseite hin geneigt verläuft. Zudem kann vorgesehen
sein, dass der Rahmen eine an seiner Stirnseite angeordnete zweite Eingriffschutzplatte
aufweist, die gegenüber der Basisplatte abgewinkelt, vorzugsweise rechtwinklig abgewinkelt,
verläuft. Über die Eingriffschutzplatten wird im Betrieb der Transportvorrichtung
verhindert, dass ein Bediener aus Versehen in den Transportbereich der Transportketten
oder der Transportriemen eingreift. Dadurch wird die Verletzungsgefahr beim Hantieren
an der Transportvorrichtung deutlich verringert.
[0019] Um einem Bediener einen guten Einblick auf die Transportvorrichtung zu gewähren,
kann vorgesehen sein, dass eine der Eingriffschutzplatten oder beide Eingriffschutzplatten
Aussparungen in Form von Schlitzen aufweisen. Insbesondere ist vorgesehen, dass die
Eingriffschutzplatten eine Vielzahl von parallel zueinander angeordneten schmalen
Schlitzen aufweisen, die so schmal sind, dass ein Bediener nicht mit einem Finger
durch einen Schlitz hindurchgreifen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass durch diese
Aussparungen oder Schlitze das Gewicht des Rahmens reduziert wird. Dies trägt zum
einen zur Materialeinsparung bei und ermöglicht andererseits eine einfachere Handhabung
der Transportvorrichtung.
[0020] Vorteilhafterweise ist vorgesehen, dass die Transportvorrichtung einen an dem Rahmen
angeordneten oberen Eingriffschutz und/oder einen seitlichen Engriffschutz aufweist.
Zur einfachen Handhabung kann der Rahmen auch einen Griff aufweisen. Insbesondere
ist vorgesehen, dass der Rahmen mit dem oberen Eingriffschutz und/oder dem seitlichen
Engriffschutz und/oder dem Griff einstückig ausgebildet ist. Insbesondere aus einem
einheitlichen Material besteht. Dies ermöglicht neben einer einfachen Herstellung
der Transportvorrichtung zudem eine erhöhte Spülmaschinenfestigkeit der Transporteinrichtung,
da bei dem Rahmen auf einen Materialmix mit unterschiedlichen Materialien verzichtet
wird.
[0021] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die erfindungsgemäße Transportvorrichtung an einer
Schneidemaschine zum Abtrennen von Scheiben von insbesondere strangförmigem Schneidgut
eingesetzt wird. Solche Schneidemaschinen werden als Aufschnittschneidemaschinen für
Lebensmittel eingesetzt. Beispielsweise werden solche Schneidemaschinen im Frischeverkauf
von Wurst- oder Käseprodukten verwendet, um auf Kundenwunsch Verkaufsportionen frisch
aufzuschneiden und zusammenzustellen.
[0022] Solche Schneidemaschinen sind in der Praxis als Vertikalschneider, d.h. mit vertikal
verlaufender Schneidebene ausgeführt, und weisen ein Maschinengehäuse auf, an welchem
ein Antriebsmotor und ein von diesem in einer Schneidebene rotierend angetriebenes
Schneidmesser gehalten sind. Weiter ist im Bereich vor dem Schneidmesser ein linear
verschiebbarer Schlitten zur Auflage von Schneidgut angeordnet.
[0023] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das Maschinengehäuse in einem Bereich hinter
dem Schneidmesser die Transportvorrichtung abnehmbar haltert. Indem die Transportvorrichtung
abnehmbar an dem Maschinengehäuse gehaltert ist, kann die Transportvorrichtung zu
Reinigungszwecken einfach abgenommen und als Ganzes in einer Spülmaschine gereinigt
werden. Nach erfolgter Reinigung kann die Transportvorrichtung wieder an der Schneidemaschine
bzw. dem Maschinengehäuse befestigt werden. Auch eine einfache Austauschbarkeit der
Transportvorrichtung zu Wartungs- oder Reparaturzwecken wird somit erreicht.
[0024] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Transportvorrichtung ein Teil
eines Baukastensystems ist, wobei das Baukastensystem neben der Transportvorrichtung
mehrere unterschiedliche Typen von Schneidemaschinen umfasst. Jede der Schneidemaschinen
des Baukastensystems ist dazu ausgebildet, die Transportvorrichtung abnehmbar zu haltern.
[0025] Zum Ablegen der abgetrennten Scheiben ist insbesondere vorgesehen, dass das Maschinengehäuse
einen Abschläger mit einem um eine parallel zu einer Längsseite des Rahmens verlaufenden
Schwenkachse schwenkbaren Ablagerechen aufweist, der zwischen die Transportketten
oder Transportbänder eingreift und bei seinem Schwenken Scheiben aus der Transportvorrichtung
herauslöst und zu einem Ablagebereich verbringt. Um die Bedienersicherheit zu erhöhen,
kann vorgesehen sein, dass die Breite der ersten Eingriffschutzplatte gleich oder
größer bemessen ist als der größte Schwenkweg des Ablagerechens. Dadurch wird verhindert,
dass ein Bediener aus Versehen bei ausgeschwenktem Ablagerechen in den Raum zwischen
Ablagerechen und Transportketten oder Transportriemen eingreift. Ansonsten würde die
Gefahr bestehen, dass beim Zurückschwenken des Ablagerechens eine Hand des Bedieners
zwischen dem Ablagerechen und den Transportketten bzw. Transportriemen eingeklemmt
wird.
[0026] Insbesondere ist auch vorgesehen, dass die Breite der zweiten, stirnseitigen Eingriffschutzplatte
gleich oder größer als der größte Schwenkweg des Ablagerechens ist, oder dass die
zweite Eingriffschutzplatte einen Kreisabschnitt abdeckt, der sich über einen Winkelbereich
erstreckt, der gleich oder größer ist als der maximale Schwenkwinkel des Ablagerechens.
[0027] Weitere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren gezeigt und nachfolgend
beschrieben.
[0028] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- die Darstellung einer erfindungsgemäßen Transportvorrichtung von vorne;
- Fig. 2
- eine Darstellung der Transportvorrichtung von hinten;
- Fig. 3
- eine Darstellung des Rahmens ohne Anbauteile;
- Fig. 4a
- eine Darstellung der ausgeschnittenen Abwicklung des Rahmens;
- Fig. 4b
- eine Darstellung einer Variante der ausgeschnittenen Abwicklung des Rahmens;
- Fig. 5
- eine Darstellung einer Schneidemaschine mit einer erfindungsgemäßen Transportvorrichtung
[0029] In den Figuren 1 bis 5 sind Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt, wobei gleiche
Bauteile jeweils mit gleichen Referenzzeichen versehen sind.
[0030] Die Figuren 1 und 2 zeigen ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Transportvorrichtung
4, die als Kettenrahmen für eine Schneidemaschine 1 ausgebildet ist. Die Transportvorrichtung
4 weist einen aus einem einstückigen Teil ausgebildeten Rahmen 5 auf, der als stabile
mechanische Halterung für einzelne Komponenten der Transportvorrichtung 4 dient. Die
Transportvorrichtung 4 umfasst eine Übernahmeeinrichtung 6 mit Andruckrollen 62 und
einem Zuweiser 61. Die Übernahmeeinrichtung 6 ist an dem Rahmen 5 schwenkbar gelagert.
Abgetrennte Scheiben werden von einem Schneidmesser 2 einer Schneidemaschine 1 (Fig.
5) übernommen und von der Übernahmeeinrichtung 6 mittels der Andruckrollen 62 transportiert.
[0031] An dem Rahmen 5 sind mehrere parallel zueinander verlaufende Transportketten 42 gehaltert.
Die Transportketten 42 bestehen aus einzelnen miteinander verbundenen Kettengliedern,
die ihrerseits Dorne zum Aufspießen des abgetrennten Schneidguts aufweisen. Die Transportketten
42 sind über an dem Rahmen 5 gehalterte Umlenkrollen 41 endlos umlaufend geführt.
Die abgetrennten Scheiben werden von den Andruckrollen 62 übernommen und zu den Transportketten
42 transportiert. Über den Zuweiser 61 werden die Scheiben von den Andruckrollen 62
weg und auf die Transportketten 42 aufgestreift.
[0032] Der Rahmen 5 haltert als weitere Komponente eine Antriebsvorrichtung 43. Die Antriebsvorrichtung
43 weist eine Antriebswalze 431 auf um die Transportketten 42 anzutreiben, und die
Schneidgutscheiben quer zu einer Schneidebene zu transportieren. Die Transportketten
42 sind endlos umlaufend über die Antriebswalze 431 einerseits und Umlenkrollen 41
andererseits geführt.
[0033] Die Umlenkrollen 41 sind parallel und mit Abstand zueinander über einen Haltesteg
412 an dem Kettenrahmen 5 befestigt. Jede Umlenkrolle 41 weist eine Schwinge 411 auf,
welche die Umlenkrolle 41 lagert und mit dem Steg 412 verbindet.
[0034] Wie aus den Figuren 1 und 2 zu entnehmen ist, ist der Rahmen 5 im wesentlich quaderförmig
ausgestaltet. Er weist als Rückseite ein flaches Basisteil 5b auf, das an den beiden
gegenüberliegenden Längsseiten nach vorne hin abgekantet ist und einen im Wesentlichen
quaderförmigen Körper ausbildet. Zur Gewichtsersparnis sind in dem flachen Basisteil
5b des Rahmens 5 Aussparungen 54a, 54b, 54c eingearbeitet.
[0035] An der Oberseite weist der Rahmen 5 einen einstückig mit dem Rahmen 5 ausgebildeten
oberen Eingriffschutz 51o auf. Der Eingriffschutz ist als abgewinkelter Fortsatz der
oberen Längsseite des Rahmens 5 ausgebildet und weist mehrere parallel zueinander
verlaufende Schlitze 51a auf.
[0036] An seiner Stirnseite weist der Rahmen 5 ebenfalls einen einstückig mit diesem ausgebildeten
seitlichen Eingriffschutz 52s auf. Auch in dem seitlichen Eingriffschutz 52s sind
mehrere parallel zueinander verlaufende Ausnehmungen 52a angeordnet.
[0037] Im Bereich der oberen Längsseite weist der Rahmen 5 einen integrierten Griff 55 auf.
Dieser Griff 55 umfasst eine in dem Rahmen 5 ausgeformte Griffkontur 551 sowie einen
Handschutz 552. Von der Rückseite des Rahmens 5 aus kann ein Bediener den Griff greifen,
um die Transportvorrichtung 4 anzuheben bzw. um die Transportvorrichtung 4 zu transportieren
oder mit einer Schneidemaschine 1 zu verbinden.
[0038] Bei der Verbindung der Transportvorrichtung 4 mit der Schneidemaschine erfolgt über
eine Kupplung 432 eine kraftschlüssige Verbindung zwischen einem Antrieb der Schneidemaschine
1 und der Antriebsvorrichtung 43. Die Kupplung 432 ist an der Unterseite des Rahmens
5 angeordnet und mit der Antriebswalze 431 über eine Welle drehfest verbunden. Die
Welle durchgreift eine Aussparung der unteren Längsseite des Rahmens 5 und verbindet
die Kupplung 432 drehfest mit der Antriebswelle 43.
[0039] In der Fig. 5 ist eine Schneidemaschine 1 mit der erfindungsgemäßen Transportvorrichtung
4 gezeigt. Die Schneidemaschine 1 weist ein Maschinengehäuse 11 auf, an dem ein Motorturm
15 nach oben abragt. In dem Motorturm 15 ist ein nicht dargestellter Antriebsmotor
aufgenommen, der mit einem kreisförmigen Schneidmesser 2 verbunden ist und dieses
antreibt. An der Oberseite des Motorturms 15 ist eine Bedien- und/oder Anzeigeeinheit
zur Bedienung der Schneidemaschine 1 angeordnet.
[0040] Das Schneidmesser 2 ist im Bereich seiner Schneide von einem C-förmigen Messerschutzring
22 abgedeckt, um eine unbeabsichtigte Berührung mit der Schneide des Schneidmessers
2 zu verhindern. Die Vorderseite des Schneidmessers 2 ist mit einer Messerabdeckung
21 flächig abgedeckt, um im Schneidebetrieb eine Berührung mit der flachen Seite des
rotierenden Schneidmessers 2 zu verhindern.
[0041] Im Bereich vor dem Schneidmesser 2 ist an dem Maschinengehäuse 11 eine parallel zu
dem Schneidmesser 2 verschiebbare Anschlagplatte 12 gelagert. Über einen Einstellknopf
13 kann die Anschlagplatte 12 verstellt werden, um eine gewünschte Schnittstärke einzustellen.
[0042] Weiter haltert das Maschinengehäuse 11 einen parallel zu der Schneidebene verschiebbaren
Schlitten 3. Der Schlitten 3 weist einen Schlittenfuß 34 auf, über den der Schlitten
3 an dem Maschinengehäuse 11 über eine Linearführung 17 linear verschiebbar gelagert
ist. Der Schlitten 3 umfasst eine Auflageplatte 31 zur Auflage von Schneidgut sowie
einen Handschutz 32 und eine Schneidguthalterung 33. Sowohl die Schneidguthalterung
33 als auch der Handschutz 32 sind teilweise transparent ausgestaltet, um einem Bediener
einen Einblick auf den Schlitten 3 bzw. in den Schneidebereich zu gewähren.
[0043] Zu schneidendes Schneidgut wird auf die Oberfläche der Auflageplatte 31 aufgelegt
und von der Schneidguthaltevorrichtung 33 gehalten. Während des Schneidvorgangs wird
das Schneidgut mittels der Schneidguthaltevorrichtung 33 auf das Schneidmesser 2 zugefördert.
Durch Hin- und Herbewegen des Schlittens 3 werden dabei mit dem Schneidmesser 2 einzelne
Scheiben von dem strangförmigen Schneidgut abgetrennt. Diese abgetrennten Scheiben
werden hinter dem Schneidmesser 2 von der Transportvorrichtung 4 aufgenommen und quer
zu der Schneidebene gefördert. Über einen Abschläger 14 mit einem schwenkbaren Ablagerechen
14a werden die Scheiben von der Transportvorrichtung 4 abgelöst und in einem Ablagebereich
16 abgelegt.
[0044] Die Transportvorrichtung 4 ist an dem Maschinengehäuse 11 lösbar gehaltert und kann
über den Griff 55 auf einfache Art und Weise entfernt oder mit dem Maschinengehäuse
11 verbunden werden.
[0045] In der Figur 3 ist der aus einer einstückigen flachen Platte ausgebildete Rahmen
5 als solches, also ohne weitere Komponenten der Transportvorrichtung 4 dargestellt.
Die Figur 4 zeigt die zweidimensionale Abwicklung 5f des Rahmens 5.
[0046] Bei der Herstellung des Rahmens 5 der Transportvorrichtung 4 wird zunächst aus einer
flachen Platte die in der Figur 4a gezeigte zweidimensionale Abwicklung 5f ausgeschnitten
bzw. ausgestanzt. Die Abwicklung 5f weist bereits alle notwendigen Einzelteile des
Rahmens 5 auf. Die Abwicklung 5f weist eine zentrale Basisplatte 5b mit den Aussparungen
54a, 54b, 54c auf sowie einen Griff mit einer Griffkontur 551 und einem Handschutz
552. Ferner ist im Bereich der oberen Längsseite der obere Eingriffschutz 51o mit
seinen Aussparungen 51a einstückig mit der Basisplatte 5b verbunden. An dem stirnseitigen
Ende der Basisplatte 5b ist der seitliche Eingriffschutz 52s mit seinen Aussparungen
52a angeordnet. Weiter weist das flache Teil 5f des Rahmens 5 bereits die Ausnehmungen
zur Befestigung weiterer Komponenten auf, beispielsweise die Ausnehmungen 53u zur
Befestigung der Umlenkrollen oder die Ausnehmungen 53t zur Befestigung der Übernahmeeinrichtung
oder die Ausnehmungen 53a zur Befestigung der Antriebsvorrichtung.
[0047] Die Herstellung der flachen Abwicklung 5f des Rahmens 5 erfolgt in einem ersten Arbeitsschritt
ausgehend von einer flachen Platte entweder durch Ausstanzen oder durch Ausschneiden,
beispielsweise durch Laserschneiden oder Wasserstrahlschneiden. Anschließend wird
das flache Teil 5f durch Abkanten entlang vorgefertigter Biegelinien zu einem quaderförmigen
Rahmen 5, der in der Fig. 3 dargestellt ist, umgeformt. Das Abkanten erfolgt entlang
vorbestimmter Biegekanten. Es sind zwei an der Längsseite angeordnete Biegekanten
BL vorgesehen, um die beiden gegenüberliegenden Längsseiten des Rahmens 5 auszuformen.
An der oberen Längsseite ist eine weitere Biegekante BE angeordnet, um den oberen
Eingriffschutz 51a auszubilden. Stirnseitig der Basisplatte 5b wird der seitliche
Eingriffschutz 52s durch Abkanten entlang der Biegekante BS ausgeformt. Die Ausbildung
des Griffs 55 erfolgt durch Abkanten entlang der Biegekante des Handschutzes BH. Das
Abkanten erfolgt als Kaltverformung des flachen Werkstücks 5f entlang der Biegekanten,
wobei die Biegekanten vorab gekerbt werden können, um den Biegevorgang zu erleichtern.
[0048] Nach dem Abkanten und Anfertigen des im Wesentlichen quaderförmigen dreidimensionalen
Rahmens 5 wird die Transportvorrichtung 4 vervollständigt, indem an dem Rahmen 5 die
weiteren Komponenten der Transportvorrichtung befestigt werden.
[0049] Der Rahmens 5 ist als einstückiges Teil ausgebildet, welches bereits einen oberen
Eingriffschutz 51o und einen seitlichen Eingriffschutz 52s und auch einen Griff 5
umfasst. Somit wird ein Materialmix vermieden, wie er im Stand der Technik üblich
ist, beispielsweise indem üblicherweise transparente Kunststoffplatten als Eingriffsschutz
oder Kunststoffgriffe verwendet werden. Dadurch wird bei der erfindungsgemäßen Transportvorrichtung
neben dem besseren Recycling auch zugleich die Spülmaschinenfestigkeit verbessert.
[0050] Die Figur 4b zeigt eine Variante des Rahmens 5 als Abwicklung. Der Rahmen 5 entspricht
dem in Figur 4a gezeigten Ausführungsbeispiel und weist als zusätzliche Funktionskomponente
noch einen Abstreifer 56 auf. Der Rahmens 5 ist in diesem Beispiel als ein einstückiges
Teil ausgebildet, welches bereits einen oberen Eingriffschutz 51o und einen seitlichen
Eingriffschutz 52s und einen Abstreifer und auch einen Griff 5 umfasst.
[0051] Der Rahmen 5 weist an seiner der Stirnseite gegenüberliegend angeordneten Seite einen
einstückig mit der Basisplatte 5b verbundenen Abstreifer 56 auf. Der Abstreifer 56
ist über einen Biegebereich BB mit der Basisplatte 5b verbunden. Nach dem Ausschneiden
der Abwicklung wird der Abstreifer nach vorne gebogen, wobei der Biegebereich eine
Krümmung mit einem vorbestimmten Biegeradius erhält.
[0052] Bei an der Schneidemaschine 1 montiertem Rahmen 5 befindet sich der Abstreifer 56
im Bereich hinter dem Schneidmesser 2. Er weist einen nur geringen Abstand zum Schneidmesser
2 auf oder berührt dieses. Die im Abschneiden befindlichen Scheiben werden durch den
Abstreifer 56 bereits während des Schneidevorgangs von dem Schneidmesser 2 gelöst
und zu der Übernahmeeinrichtung 6 geleitet.
Bezugszeichenliste
[0053]
- 1
- Schneidemaschine
- 11
- Maschinengehäuse
- 12
- Anschlagplatte
- 13
- Schnittstärkenverstellung
- 14
- Abschläger
- 14a
- Ablagerechen
- 15
- Motorturm
- 16
- Ablagebereich
- 17
- Linearführung
- 2
- Schneidmesser
- 21
- Messerabdeckung
- 22
- Messerschutzring
- 3
- Schlitten
- 31
- Auflageplatte
- 32
- Handschutz
- 33
- Schneidguthalter
- 34
- Schlittenfuß
- 4
- Transportvorrichtung / Kettenrahmen
- 41
- Umlenkrolle
- 411
- Schwinge
- 412
- Haltesteg
- 42
- Transportkette
- 43
- Antriebsvorrichtung
- 431
- Antriebswalze
- 432
- Kupplung
- 433
- Getriebe
- 5
- Rahmen
- 5f
- flacher Rahmen
- 5b
- Basisplatte
- 51o
- oberer Eingriffschutz
- 51a
- obere Aussparungen
- 52s
- seitlicher Eingriffschutz
- 52a
- seitliche Aussparungen
- 53a
- Aussparung für Antriebsvorrichtung
- 53u
- Aussparung für Umlenkrollen
- 53t
- Aussparung für Übernahmeeinrichtung
- 54a
- Aussparung Basisplatte
- 54b
- Aussparung Basisplatte
- 54c
- Aussparung Basisplatte
- 55
- Griff
- 551
- Griffkontur
- 552
- Handschutz
- 56
- Abstreifer
- 6
- Übernahmeeinrichtung
- 61
- Zuweiser
- 62
- Andruckrollen
- BB
- Biegebereich
- BL
- Biegekante Längsseite
- BS
- Biegekante Stirnseite
- BE
- Biegekante Eingriffschutz
- BH
- Biegekante Handschutz
1. Transportvorrichtung, insbesondere Kettenrahmen, für eine Schneidemaschine, um vom
Schneidgut abgetrennte Scheiben von einem Schneidmesser (2) zu übernehmen und von
dem Schneidmesser (2) zu einem Ablagebereich (16) zu transportieren,
mit einem Rahmen (5), an dem die folgenden Komponenten gehaltert sind,
- eine Übernahmeeinrichtung (6) zur Übernahme abgetrennter Scheiben,
- mehrere mit Abstand zueinander angeordnete Umlenkrollen (41),
- eine Antriebsvorrichtung (43) zum Antrieb von mehreren parallel verlaufenden Transportketten
(42) oder Transportriemen,
- eine Kupplung (432), um die Antriebsvorrichtung (43) mit einem Antrieb zu verbinden,
wobei die Transportketten (42) oder Transportriemen geschlossen umlaufend von der
Antriebsvorrichtung über die Umlenkrollen (41) geführt sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (5) als ein einstückiges Teil ausgebildet ist.
2. Transportvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (5) aus einer flachen Platte (5f), vorzugsweise aus einer Metallplatte
oder einer Kunststoffplatte einstückig ausgebildet ist.
3. Transportvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (5) einen integrierten Griff (55) aufweist, vorzugsweise einstückig mit
dem Griff ausgebildet ist.
4. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (5) quaderförmig ausgebildet ist, indem der Rahmen (5) eine flache Basisplatte
(5b) aufweist und zwei sich gegenüberliegende Längsseiten so abgekantet sind, dass
sie parallel zueinander und rechtwinklig zu der Basisplatte (5b) verlaufen.
5. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Griff (55) eine an einer Längsseite ausgeformte gerundet oder wellenförmig verlaufende
Griffkontur (551) und einen von der Basisplatte (5b) ausgehenden, winklig zu einer
Transportkette (42) oder einem Transportband hin geneigt verlaufenden Handschutz (552)
aufweist.
6. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (5) an einer Längsseite eine Verlängerung in Form einer ersten Eingriffschutzplatte
(51o) aufweist, die gegenüber einer Längsseite so abgewinkelt ist, dass sie zu der
gegenüberliegenden Längsseite hin geneigt verläuft.
7. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 4-6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Rahmen (5) eine an seiner Stirnseite angeordnete zweite Eingriffschutzplatte
(52s) aufweist, die gegenüber der Basisplatte (5b) abgewinkelt, vorzugsweise rechtwinklig
abgewinkelt, verläuft.
8. Transportvorrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine der Eingriffschutzplatten (51o; 52s) oder beide Eingriffschutzplatten (51o,
52s) Aussparungen (51a, 52a) in Form von Schlitzen aufweisen.
9. Schneidemaschine zum Abtrennen von Scheiben von insbesondere strangförmigem Schneidgut,
mit einem Maschinengehäuse (11), welches einen Antriebsmotor und ein von diesem in
einer Schneidebene rotierend angetriebenes Schneidmesser (2) und einen in einem Bereich
vor dem Schneidmesser (2) angeordneten linear verfahrbaren Schlitten (3) haltert,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Maschinengehäuse (11) in einem Bereich hinter dem Schneidmesser (2) eine Transportvorrichtung
(4) nach einem der vorhergehenden Ansprüche abnehmbar haltert.
10. Schneidemaschine nach Anspruch 9,
wobei das Maschinengehäuse (11) einen Abschläger (14) mit einem um eine parallel zu
einer Längsseite des Rahmens verlaufenden Schwenkachse schwenkbaren Ablagerechen (14a)
aufweist, der zwischen die Transportketten (41) oder Transportbänder eingreift und
beim Schwenken Scheiben aus der Transportvorrichtung (4) herauslöst und zu einem Ablagebereich
(16) verbringt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite der ersten Eingriffschutzplatte (51o) gleich oder größer bemessen ist
als der größte Schwenkweg des Ablagerechens (14a).
11. Schneidemaschine nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Breite der zweiten Eingriffschutzplatte (52s) gleich oder größer als der größte
Schwenkweg des Ablagerechens (14a) ist, oder dass die zweite Eingriffschutzplatte
(52s) einen Kreisabschnitt abdeckt, der sich über einen Winkelbereich erstreckt, der
gleich oder größer ist als der maximale Schwenkwinkel des Ablagerechens (14a).
12. Verfahren zur Herstellung einer Transportvorrichtung nach
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Herstellung des Rahmens (5) zunächst aus einer flachen Platte ein einer zweidimensionalen
Abwicklung des Rahmens entsprechendes Teil (5f) ausgeschnitten oder ausgestanzt und
durch Abkanten von zwei gegenüberliegenden Längsseiten ein quaderförmiger Rahmen (5)
geformt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass mit Ausschneiden oder Ausstanzen der zweidimensionalen Abwicklung (5f) des Rahmens
(5) auch eine einen Griff (55) bildende Aussparung ausgeschnitten oder ausgestanzt
wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Griff (55) durch Abkanten eines Handschutzes (552) und durch Abkanten einer Längsseite
ausgeformt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass nach dem Abkanten die Übernahmeeinrichtung (6) zur Übernahme von Scheiben und die
mehreren mit Abstand zueinander angeordneten Umlenkrollen (41) und die Antriebsvorrichtung
(43) zum Antrieb von mehreren parallel verlaufenden Transportketten (41) oder Transportriemen
an dem Rahmen (5) befestigt, vorzugsweise verschraubt und/oder vernietet werden.
1. Transport device, in particular transport chain structure, for a cutting machine,
in order for slices severed from the cutting goods to be acquired by a cutting knife
(2) and to be transported from the cutting knife (2) to a depositing region (16),
having a frame (5) on which the following components are mounted:
- an acquisition installation (6) for acquiring severed slices;
- a plurality of deflection rollers (41) that are disposed at a mutual spacing;
- a drive device (43) for driving a plurality of transport chains (42) or transport
belts running in parallel;
- a coupling (432) for connecting the drive device (43) to a drive;
wherein the transport chains (42) or transport belts are guided in a closed manner
so as to revolve from the drive device by way of the deflection rollers (41),
characterized in that
the frame (5) is configured as an integral part.
2. Transport device according to Claim 1,
characterized in that
the frame (5) is configured so as to be integral from a flat plate (5f), preferably
from a metal plate, or a plastics material plate.
3. Transport device according to Claim 1 or 2,
characterized in that
the frame (5) has an integrated handle (55), preferably is configured so as to be
integral to the handle.
4. Transport device according to one of Claims 1 to 3,
characterized in that
the frame (5) is configured so as to be cuboid in that the frame (5) has a flat base plate (5b) and two mutually opposite longitudinal sides
are edge-bent such that said mutually opposite longitudinal sides run so as to be
mutually parallel and orthogonal to the base plate (5b).
5. Transport device according to one of Claims 3 or 4,
characterized in that
the handle (55) has a handle contour (551) that is moulded on a longitudinal side
and runs so as to be rounded or undulated, and a hand guard (552) that emanates from
the base pate (5b) and runs so as to be inclined at an angle towards a transport chain
(42) or a transport belt.
6. Transport device according to one of Claims 4 or 5,
characterized in that
the frame (5) on a longitudinal side has a length extension in the form of a first
engagement guard plate (51o) which in relation to a longitudinal side is angled such
that said engagement guard plate (51o) runs so as to be inclined towards the opposite
longitudinal side.
7. Transport device according to one of Claims 4 to 6,
characterized in that
the frame (5) has a second engagement guard plate (52s) which is disposed on the end
side of said frame (5) and which runs so as to be angled, preferably angled so as
to be orthogonal, in relation to the base plate (5b).
8. Transport device according to one of Claims 6 or 7,
characterized in that
one of the engagement guard plates (51o; 52s) or both engagement guard plates (51o,
52s) have recesses (51a, 52a) in the form of slots.
9. Cutting machine for severing slices of in particular strand-shaped cutting goods,
having a machine housing (11) which mounts a drive motor, and a cutting knife (2)
that in a cutting plane is rotatingly driven by said drive motor, and a slide (3)
that is disposed so as to be repositionable in a linear manner in a region in front
of the cutting knife (2),
characterized in that
the machine housing (11) in a region behind the cutting knife (2) mounts a transport
device (4) according to one of the preceding claims in a removable manner.
10. Cutting machine according to Claim 9,
wherein the machine housing (11) has a wiper (14) having a depositing rake (14a) which
is pivotable about a pivot axis that runs so as to be parallel to a longitudinal side
of the frame and which engages between the transport chains (41) or transport belts
and when pivoting releases slices from the transport device (4) and moves said slices
to a depositing region (16),
characterized in that
the width of the first engagement guard plate (51o) is dimensioned so as to be equal
to or larger than the largest pivoting path of the depositing rake (14a).
11. Cutting machine according to Claim 10,
characterized in that
the width of the second engagement guard plate (52s) is equal to or larger than the
largest pivoting path of the depositing rake (14a), or in that the second engagement guard plate (52s) covers a circular portion which extends across
an angular range which is equal to or larger than the maximum pivoting angle of the
depositing rake (14a).
12. Method for producing a transport device according to Claim 1,
characterized in that,
for producing the frame (5), a part (5f) that corresponds to a two-dimensional developed
view of the frame is first cut or punched from a flat plate and a cuboid frame (5)
is shaped by edge-bending two opposite longitudinal sides.
13. Method according to Claim 12,
characterized in that
a recess that forms a handle (55) is cut or punched conjointly with cutting or punching
the two-dimensional developed view (5f) of the frame (5).
14. Method according to Claim 13,
characterized in that
the handle (55) in terms of shape is formed by edge-bending a hand guard (552) and
by edge-bending a longitudinal side.
15. Method according to one of Claims 12 to 14,
characterized in that,
after the edge-bending, the acquisition installation (6) for acquiring slices, and
the plurality of deflection rollers (41) that are disposed at a mutual spacing, and
the drive device (43) for driving a plurality of transport chains (41) or transport
belts running in parallel are fastened, preferably screw-fitted and/or riveted, to
the frame (5).
1. Dispositif de transport, en particulier chaîne encadrée, pour une machine de coupe,
pour reprendre d'une lame de coupe (2) des tranches sectionnées à partir d'un produit
à découper et pour les transporter de la lame de coupe (2) à une zone de dépose (16),
comprenant un cadre (5) sur lequel sont fixés les composants suivants :
- un dispositif de reprise (6) pour reprendre des tranches sectionnées,
- plusieurs poulies de renvoi (41) disposées à distance les unes des autres,
- un dispositif d'entraînement (43) pour l'entraînement de plusieurs chaînes de transport
(42) ou courroies de transport s'étendant parallèlement les unes aux autres,
- un embrayage (432) pour relier le dispositif d'entraînement (43) à un entraînement,
les chaînes de transport (42) ou les courroies de transport étant guidées en circuit
fermé depuis le dispositif d'entraînement par le biais des poulies de renvoi (41),
caractérisé en ce que
le cadre (5) est réalisé sous forme de pièce monobloc.
2. Dispositif de transport selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le cadre (5) est réalisé d'une seule pièce à partir d'une plaque plate (5f), de préférence
à partir d'une plaque métallique ou d'une plaque en plastique.
3. Dispositif de transport selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
le cadre (5) présente une poignée intégrée (55), de préférence est réalisé d'une seule
pièce avec la poignée.
4. Dispositif de transport selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
le cadre (5) est réalisé sous forme parallélépipédique, par le fait que le cadre (5)
présente une plaque de base plate (5b) et deux côtés longitudinaux opposés sont coudés
de telle sorte qu'ils s'étendent parallèlement l'un à l'autre et à angle droit par
rapport à la plaque de base (5b).
5. Dispositif de transport selon l'une quelconque des revendications 3 ou 4,
caractérisé en ce que
la poignée (55) présente un contour de poignée (551) formé au niveau d'un côté longitudinal,
s'étendant sous forme arrondie ou ondulée, et une protection pour la main (552) partant
de la plaque de base (5b), s'étendant angulairement vers une chaîne de transport (42)
ou une bande de transport.
6. Dispositif de transport selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5,
caractérisé en ce que
le cadre (5) présente, au niveau d'un côté longitudinal, un prolongement sous la forme
d'une première plaque de protection d'engagement (51o) qui est coudée par rapport
à un côté longitudinal de telle sorte qu'elle s'étende de manière inclinée vers le
côté longitudinal opposé.
7. Dispositif de transport selon l'une quelconque des revendications 4 à 6,
caractérisé en ce que
le cadre (5) présente une deuxième plaque de protection d'engagement (52s) disposée
au niveau de son côté frontal, laquelle s'étend par rapport à la plaque de base (5b)
sous forme coudée, de préférence sous forme coudée à angle droit.
8. Dispositif de transport selon l'une quelconque des revendications 6 ou 7,
caractérisé en ce que
l'une des plaques de protection d'engagement (51o, 52s) ou les deux plaques de protection
d'engagement (51o, 52s) présentent des évidements (51a, 52a) sous forme de fentes.
9. Machine de coupe pour sectionner des tranches de produit à couper, notamment en forme
de boudin, comprenant un boîtier de machine (11) qui supporte un moteur d'entraînement
et une lame de coupe (2) entraînée en rotation par celui-ci dans un plan de coupe
et un chariot (3) déplaçable linéairement, disposé dans une région avant la lame de
coupe (2),
caractérisée en ce que
le boîtier de machine (11), dans une région derrière la lame de coupe (2), supporte
de manière amovible un dispositif de transport (4) selon l'une quelconque des revendications
précédentes.
10. Machine de coupe selon la revendication 9,
dans laquelle le boîtier de machine (11) présente un secoueur (14) avec un râteau
de dépose (14a) pouvant pivoter autour d'un axe de pivotement s'étendant parallèlement
à un côté longitudinal du cadre, qui s'engage entre les chaînes de transport (41)
ou les bandes de transport et qui, lors du pivotement, détache des tranches du dispositif
de transport (4) et les amène à une zone de dépose (16),
caractérisée en ce que
la largeur de la première plaque de protection d'engagement (51o) est dimensionnée
de manière à être supérieure ou égale à la course de pivotement maximale du râteau
de dépose (14a).
11. Machine de coupe selon la revendication 10,
caractérisée en ce que
la largeur de la deuxième plaque de protection d'engagement (52s) est supérieure ou
égale à la course de pivotement maximale du râteau de dépose (14a), ou en ce que la deuxième plaque de protection d'engagement (52s) recouvre une portion de cercle
qui s'étend sur une plage angulaire qui est supérieure ou égale à l'angle de pivotement
maximal du râteau de dépose (14a).
12. Procédé de fabrication d'un dispositif de transport selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
pour la fabrication du cadre (5), tout d'abord une partie (5f) correspondant à un
déroulement bidimensionnel du cadre est découpée ou estampée à partir d'une plaque
plate et par pliage de deux côtés longitudinaux opposés, un cadre parallélépipédique
(5) est formé.
13. Procédé selon la revendication 12,
caractérisé en ce que
conjointement avec le découpage ou l'estampage du déroulement bidimensionnel (5f)
du cadre (5), un évidement formant une poignée (55) est également découpé ou estampé.
14. Procédé selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
la poignée (55) est formée par pliage d'une protection pour la main (552) et par pliage
d'un côté longitudinal.
15. Procédé selon l'une quelconque des revendications 12 à 14,
caractérisé en ce que
après le pliage, le dispositif de reprise (6) pour reprendre des tranches et la pluralité
de poulies de renvoi (41) disposées à distance les unes des autres et le dispositif
d'entraînement (43) pour l'entraînement de plusieurs chaînes de transport (41) ou
courroies de transport s'étendant parallèlement les unes aux autres sont fixés au
cadre (5), de préférence sont vissés et/ou rivetés.
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