Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Halbzeugs oder Bauteils
gemäß Anspruch 1, bei dem ein als Blech oder Platine ausgebildeter Metallträger mit
mindestens einem Prepreg, aufweisend eine thermisch vernetzbare, duroplastische Matrix
mit Endlosfasern, belegt, die duroplastische Matrix des Prepregs durch Erwärmen vorvernetzt
und der mit dem vorvernetzten Prepreg belegte Metallträger zu einem Halbzeug oder
Bauteil durch Tiefziehen oder Strecktiefziehen umgeformt wird.
Stand der Technik
[0002] Um einen Metallträger, nämlich einen Blechzuschnitt bzw. eine Blechplatine, verstärkt
mit Prepregs, die eine duroplastische Matrix mit Endlosfasern aufweisen, möglichst
beschädigungsfrei einem Umformverfahren, insbesondere Tiefziehen, unterwerfen zu können,
ist es aus dem Stand der Technik bekannt (
WO2013/153229A1), die plastischen Verformungen am Metallträger in die beschichtungsfreien Bereiche
des Metallträgers zu verlagern. Demnach bestehen beschichtungsfreie Bereiche am Halbzeug
oder Bauteil, was solche FVK-verstärkten Halbzeuge bzw. Bauteile hinsichtlich ihres
Leichtbaupotentials und damit ihrer Anwendungsmöglichkeiten einschränkt. Hinzu kommt,
dass durch diese Flächenbeschränkung auch die Faserlänge der Prepregs eingeschränkt
wird, was zu reduzierter Steifigkeit und Festigkeit führen kann. Zudem zeigte sich
bei Halbzeugen oder Bauteilen, die aus Blechzuschnitten mit drucklos bis zur Blockfestigkeit
ausgehärteten Prepregs tiefgezogen wurden, die Tendenz zur Delamination und/oder zu
einer erhöhten Porosität im endvernetzten Faserverbundmaterial - was unter anderem
die Reproduzierbarkeit des Verfahrens beeinträchtigt.
Darstellung der Erfindung
[0004] Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein Verfahren der eingangs geschilderten
Art hinsichtlich seiner Einfachheit, Anwendungsmöglichkeiten und auch in seiner Reproduzierbarkeit
zu verbessern. Zudem soll ein Verfahren mit geringer Zykluszeit ermöglicht werden.
[0005] Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass beim Vorvernetzen der duroplastischen
Matrix des Prepregs dessen Matrix in einen ihrem Viskositätsminimum nachfolgenden
Viskositätszustand übergeführt und noch vor Erreichen ihres Gelierpunkts das Prepreg
gemeinsam mit dem Metallträger umgeformt wird.
[0006] Wird beim Vorvernetzen der duroplastischen Matrix des Prepregs dessen Matrix in einen
ihrem Viskositätsminimum nachfolgenden Viskositätszustand übergeführt und noch vor
Erreichen ihres Gelierpunkts das Prepreg gemeinsam mit dem Metallträger umgeformt
wird, kann dadurch nicht nur eine plastische Formänderung am Metallträger in dessen
faserverstärkten Bereichen zugelassen, sondern auch die Reproduzierbarkeit des Verfahrens
deutlich verbessert werden. Das sich in diesem Zustand befindliche Prepreg kann nämlich
den Umformradien entsprechende, relative Bewegungen zwischen seinen Endlosfasen und
dem Metallträger zulassen. Somit kann selbst engen Biegeradien am Blechzuschnitt gefolgt
werden, ohne mit einem Bruch oder einer Delamination rechnen zu müssen. Das erfindungsgemäße
Verfahren ist daher besonders vielseitig anwendbar. Überraschend konnte zudem erreicht
werden, dass durch das gemeinsame Umformen das Kompaktieren des Matrixmaterials mit
der Faserstruktur der Endlosfasern erheblich verbessert werden kann. Die vergleichsweise
kurze Kraftbeaufschlagung, insbesondere Druckbeaufschlagung, beim Umformen kann genutzt
werden, die Porosität im Faserverbund zu verringern - womit die Laminatqualität erhöhbar
und die Gefahr einer Delamination der Faserverstärkung am Blechzuschnitt weiter reduzierbar
ist. Erfindungsgemäß kann daher durch das Überführen der Matrix in einen ihrem Viskositätsminimum
nachfolgenden Viskositätszustand und dem Umformen des Prepregs gemeinsam mit dem Metallträger
noch vor Erreichen des Gelierpunkts der Matrix die Reproduzierbarkeit des Verfahren
erheblich verbessert werden. Zudem ist es möglich, durch das gemeinsame Umformen von
Prepreg und Metallträger einen besonders schnellen Verfahrensablauf mit geringer Zykluszeit
zu Verfügung zu stellen. Außerdem bedarf es das erfindungsgemäße Verfahren im Vergleich
mit anderen bekannten Verfahren zur Herstellung von Faserverbund-Halbzeugen oder -Bauteilen
keiner aufwendigen und/oder komplex handhabbaren Anlagentechnik - was neben einer
Reduzierung der Kosten für das erfindungsgemäße Verfahren auch eine Verbesserung seiner
Reproduzierbarkeit bedeutet.
[0007] Im Allgemeinen wird erwähnt, dass der Metallträger aus Blechen mit einem Eisen-,
Aluminium- oder Magnesiumwerkstoff, aus einem Leichtmetall oder dergleichen bzw. aus
Legierungen aus diesen bestehen kann. Als Metallträger kann sich ein Stahlblech mit
oder ohne Schutzschicht, beispielsweise auf Zinkbasis, auszeichnen. Im Allgemeinen
wird weiter erwähnt, dass die duroplastische Kunststoffmatrix eine Kombination mit
anorganischen oder organischen Verstärkungsfasern, wie z. B. Glas, Basalt, Kohlenstoff
oder Aramid aufweisen kann. Zudem ist das Belegen des Metallträgers mit mehreren Prepregs
nebeneinander als auch eine Stapelung von Prepregs (einlagig oder mehrlagig) auf dem
Metallträger denkbar. Die im Prepreg enthaltenen Fasern können als reine unidirektionale
Schicht vorliegen. Damit kann mit mehrlagigen Prepregs ein unidirektionales oder multidirektionales
Laminat am Metallträger geschaffen werden.
[0008] Außerdem wird im Allgemeinen festgehalten, dass eine duroplastische Kunststoffmatrix
auch modifizierte duroplastische Polymerblends aufweisen kann, welche vorzugsweise
aus nicht zwangsweise miteinander vernetzten Phasen aus Epoxid- und Polyurethanphasen
bestehen. Bekannte prozentuale Zusammensetzungen solch eines PU-Epoxy-Blends sind,
beispielsweise 5 bis 25 Teile primärer Polyurethanphase in umgebender Epoxymatrix.
[0009] Im Allgemeinen wird weiter erwähnt, dass die Viskosität der Matrix mit einem Rheometer,
nämlich Viskosimeter Anton Paar MCR 301 unter Oszillation (z.B.: Platte-Platte-Konfiguration,
Durchmesser 25 mm; Spalt 1000µm; Amplitude 0,5%; Kreisfrequenz 10 rad/s), ausgewertet
nach ASTM D 4473 08/2016 bestimmt wird.
[0010] Um die Gefahr eines unerwünschten Ausquetschens aus dem Prepreg der über dem Viskositätsminium
erwärmten duroplastischen Matrix beim Umformen zu reduzieren, kann vorgesehen sein,
dass vor dem Umformen der Vernetzungsgrad der duroplastischen Matrix auf 4 bis 15
% eingestellt wird (z.B.: durch Temperatur und/oder Zeit).
[0011] Besonders vorteilhaft kann sein, wenn beim Umformen der Vernetzungsgrad der duroplastischen
Matrix auf 20 bis 45 % eingestellt wird (z.B.: durch Temperatur und/oder Zeit). Dadurch
ist nämlich die Gefahr eines unerwünschten Ausquetschens der duroplastischen Matrix
beim Umformen zusätzlich reduzierbar. Auch kann bei solch einem Vernetzungsgrad die
Druckbelastung auf das Prepreg beim Umformen für optimale Bedingungen zur Erreichung
einer erhöhten Laminatqualität des Prepregs sorgen. Zudem kann dies auch der Haftfestigkeit
zwischen den Werkstoffpartnern dienlich sein.
[0012] Besonders vorteilhaft kann sein, wenn beim Umformen der Vernetzungsgrad der duroplastischen
Matrix auf 25 bis 40 % eingestellt wird (z.B.: durch Temperatur und/oder Zeit).
[0013] Wird beim Umformen die duroplastische Matrix auf 120 bis 220°C erwärmt, kann die
Vernetzung beschleunigt werden - womit das Umformen schneller erfolgen kann bzw. die
Zykluszeit des Verfahrens verringert werden.
[0014] Besonders vorteilhaft kann sein, wenn beim Umformen die duroplastische Matrix auf
150 bis 180°C erwärmt wird.
[0015] Ein unerwünschtes Abkühlen des erwärmten Prepregs - und somit eine für das erfindungsgemäße
Verfahren nachteilige Änderung der Temperatur - kann verhindert werden, wenn das Umformwerkzeug
erwärmt und der Metallträger mit dem erwärmten Umformwerkzeug umgeformt wird. Auf
diese Weise ist die Reproduzierbarkeit des Verfahrens weiter erhöhbar. Es wird festgehalten,
dass zu diesem Zweck die Temperatur des Umformwerkzeugs von der Temperatur des Prepregs
bzw. seiner Matrix abweichen kann. Vorstellbar ist weiter, dass die Werkzeuge des
Umformwerkzeugs unterschiedliche Temperaturen aufweisen, um den Metallträger gezielt
bereichsspezifisch zu temperieren oder einen Temperaturgradienten im Laminat einzustellen.
[0016] Die Zykluszeiten zum Umformen können reduziert werden, wenn das Prepreg nach dem
gemeinsamen Umformen mit dem Metallträger drucklos gehärtet wird - und aufgrund dessen
das Umformwerkzeug besonders rasch wieder entfernt werden kann.
[0017] Dadurch, dass vor dem oder beim Belegen des Metallträgers mit dem Prepreg eine Zwischenschicht
auf den Metallträger aufgebracht wird, über die das Prepreg an den Metallträger angebunden
wird, kann einerseits die Haftfestigkeit verbessert, andererseits auch ausgleichend
auf thermische Spannungen eingewirkt werden. Diese Zwischenschicht sollte zumindest
in jenem Bereich des Metallträgers vollflächig aufgebracht werden, der auch mit Prepreg
belegt wird.
[0018] Die Schichtdicke der Zwischenschicht kann bevorzugt von 50 µm bis 1000 µm betragen,
bevorzugt sind Schichtdicken von 80 µm bis 700 µm. Dickere Schichten, bevorzugt Schichtdicken
von 500 µm bis 1000 µm können sich dadurch auszeichnen, dass diese zudem einen Schutz
vor Korrosion bieten (Sperrschicht). Bei Anwendungen mit hohen Steifigkeitsanforderungen
sind dünne Filme bevorzugt (bevorzugt <150 µm). Des Weiteren ist die Verarbeitungszeit,
d. h. die Reaktionszeit relevant - was vor allem bei kürzeren Zykluszeiten zu beachten
ist. Hierbei hat sich gezeigt, dass Zwischenschichten auf Basis von Polyethylen, Polypropylen
und/oder mit Polyamid-Kern oder auch Zwischenschichten auf Co-Polyamid-Basis besonders
gut geeignet sein können. Dies können beispielsweise Systeme der Firma Nolax, nämlich
Produkte Cox 391, Cox 422, Cox 435, Systeme der Firma Evonik, nämlich das Produkt
Vestamelt X1333-P1 oder Systeme der Firma Hexcel, nämlich die Produkte TGA25.01A bzw.
DLS 1857 sein.
[0019] Um eine hohe Laminatqualität zu garantieren, kann vorgesehen sein, dass die Matrix
des Prepregs beim Umformen mit einer Druckkraft belastet wird. Solch eine Druckbelastung
kann beispielsweise erzeugt werden, wenn der mit Prepreg belegte und als Blech ausgebildete
Metallträger durch Tiefziehen oder Strecktiefziehen umgeformt wird. Der Metallträger
kann, beispielsweise durch Querspalten eines Metallbands erzeugt, auch als flaches
Blech oder Platine ausgebildet sein.
[0020] Eine Faltenbildung bzw. ein Faserverzugs am Prepreg kann verhindert werden, wenn
das Prepreg beim Umformen bereichsweise am Metallträger niedergehalten und dadurch
dort am Metallträger fixiert wird. Durch diese lokale Fixierung von begrenzten Bereichen
des mit Prepreg belegten Metallträgers, was beispielsweise mit Hilfe eines Matrizeneinsatzes
erfolgen kann, kann beispielsweise das Prepreg entsprechend der jeweiligen Ausrichtung
dessen Endlosfasern eine Beweglichkeit in anderen Richtungen zugelassen werden. Hierzu
ist auch denkbar, dass das Umformwerkzeug eine Vielzahl an solchen Niederhaltern aufweist.
Ein derartiger Niederhalter kann auch durch eine lokale Werkzeugspaltreduktion beispielsweise
zwischen Matrize und Stempel geschaffen werden.
[0021] Die Gefahr einer Faltenbildung bzw. eines Faserverzug kann weiter reduziert werden,
wenn das Prepreg beim Umformen im umformenden Eingriff mit nacheinander wirkenden
Segmenten oder Gruppen von Segmenten einer Matrize und/oder eines Stempels eines Umformwerkzeugs
steht. Damit kann ein verzögertes Wirken des Umformwerkzeugs auf das Prepreg erreicht
werden - wodurch das Prepreg den plastischen Formänderungen des Metallträgers verbessert
folgen kann.
[0022] Erweitert sich der Eingriffsbereich im Laufe des Umformvorgangs segmentweise oder
gruppensegmentweise zu einem Rand des Metallträgers hin, können auf elegante Weise
eventuelle Falten am Prepreg oder darin enthaltene Lufteinschlüsse in Richtung des
Rands des Metallträgers ausgepresst werden. Mit Hilfe des Umformwerkzeugs kann damit
beispielsweise auf ein nachträgliches Glattstreichens des Prepregs verzichtet werden.
[0023] Um das Tiefziehen oder auch Strecktiefziehen zu erleichtern, kann vorgesehen sein,
dass der Metallträger bereichsweise mit mindestens einem Prepreg belegt wird. Dies
kann die Reproduzierbarkeit des Verfahrens weiter erhöhen.
[0024] Vorstehende Vorteile können sich insbesondere dann einstellten, wenn 20 bis 40% einer
der Flachseiten des Metallträgers mit Prepreg belegt sind.
[0025] Insbesondere kann sich das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung eines Strukturbauteils
eines Fahrzeugs eignen. Im Allgemeinen wird erwähnt, dass ein Strukturbauteil ein
Bauteil einer tragenden Struktur eines Fahrzeugs, insbesondere eines Kraftfahrzeugs,
eines Straßenfahrzeugs, eines Transportfahrzeugs, eines Schienenfahrzeugs, eines Luftfahrzeugs
oder eines Raumfahrzeugs sein kann. Ein Strukturbauteil kann beispielsweise als ein
Seitenschweller, als eine A-Säule, als eine B-Säule, als eine C-Säule, als ein Querträger
oder als ein Längsträger ausgebildet sein.
Kurze Beschreibung der Zeichnung
[0026] In den Figuren wird beispielsweise das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung
eines Halbzeugs oder Bauteils näher dargestellt. Es zeigen
- Fig. 1
- ein Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens, bei welchem ein Tiefziehwerkzeug zum
Umformen eines mit einem Prepreg verbundenen Metallträgers eingesetzt wird,
- Fig. 2
- eine abgerissene und vergrößerte Schnittansicht auf ein gemäß dem Verfahren nach Fig.
1 hergestelltes Halbzeug und
- Fig. 3
- eine von der Zeit abhängige Darstellung zur Viskosität und dem Vernetzungsgrads der
Matrix des im Verfahren nach Fig. 1 und 2 verwendeten Prepregs.
Weg zur Ausführung der Erfindung
[0027] Gemäß dem nach Fig. 1 dargestellten Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens 1 zur
Herstellung eines Bauteils 2, beispielsweise eines Strukturbauteils 2.1 eines Fahrzeugs,
wird im ersten Schritt ein als Blechzuschnitt 30 ausgeführter Metallträger 3, nämlich
eine Platine 30, von einem Metallband 4 eines Coils 5 durch Querspalten erzeugt. Der
Metallträger 3 wird auf eine Flachseite 3.1, der beiden Flachseiten 3.1, 3.2, die
mit Prepreg 6 zu belegen ist, zuvor eventuell noch gereinigt und/oder chemisch vorbehandelt
- was allerdings nicht näher dargestellt ist. Anschließend wird der Metallträger 3
mithilfe eines Roboters 7 mit mehreren Prepregs 6 belegt. Der Metallträger 3 kann
hierzu eventuell vorerwärmt werden.
[0028] Zum Zuschneiden des Prepregs 6 ist beispielsweise ein Roboter 8 mit nicht näher dargestellten
Schneidvorrichtungen, beispielsweise mit einer ultraschallerregten Schneide, vorgesehen,
der dieses von einem, mit Kunststoffmatrix vorimprägnierten, zu einer Rolle 9 aufgewickelten
Gewebe/Gelege/Geflecht/Gestrick/Gewirk etc. 10 (FVK) abtrennt. Das Gewebe/Gelege/Geflecht/Gestrick/Gewirk
etc. 10 aus Endlosfasern ist im Ausführungsbeispiel bereits mit einer thermisch vernetzbaren,
duroplastischen Matrix imprägniert.
[0029] Es ist aber auch im Allgemeinen vorstellbar - jedoch nicht dargestellt -, dass der
Metallträger 3 mit vorkonditionierten Prepregs 6 belegt wird, zum Beispiel automatisiert,
wie in Fig. 1 dargestellt, und/oder von Hand. Diese Prepregs 6 können - beispielsweise
zu einem Stack gestapelt - bereits in ihren Abmessungen, in der Dichte, in der Anzahl
an Lagen und/oder mit einer Zwischenschicht usw. vorkonditioniert sein.
[0030] Nach diesem Belegen wird der damit belegte Metallträger 3 mithilfe einer Wärmequelle
11 bestrahlt - und dadurch die Vernetzung der Matrix gezielt eingestellt. Diese Vernetzung
der Matrix erfolgt drucklos und wird bei Verwendung eines vorimprägnierten Gewebe/Gelege/Geflecht/Gestrick/Gewirk
etc. 10 durch dessen Erwärmen von 80°C bis 200°C, bevorzugt 100°C bis 180°C, mit einer
Aufheizrate von 1 bis 40°C/min, bevorzugt 5 bis 25 °C/min, durchgeführt - um damit
einen Vernetzungsgrad α vor dem Umformen von 4 bis 15 % einzustellen. Anstatt der
als IR oder NIR Strahler dargestellten Wärmequelle 11 ist beispielsweise auch ein
Durchlaufofen vorstellbar, was im Ausführungsbeispiel allerdings nicht näher dargestellt
ist.
[0031] Anschließend wird der belegte Metallträger 3 in ein Umformwerkzeug 12 eingebracht
und umgeformt.
[0032] Erfindungsgemäß erfolgt dieses Umformen in Abstimmung mit der Vorvernetzung der duroplastischen
Matrix des Prepregs 6, wie dies der Fig. 3 zu entnehmen ist. Hierzu wird diese Matrix
in einen ihrem Viskositätsminimum η
min nachfolgenden Viskositätszustand η übergeführt und noch vor Erreichen ihres Gelierpunkts
Pc gemeinsam mit dem Metallträger 3 mithilfe des Umformwerkzeugs 12 umgeformt. Das
Umformwerkzeug 12 wird zu diesem Zweck von einer offenen in eine geschlossene Stellung
übergeführt. Die vorteilhafte Mitumformung der duroplastischen Matrix mit dem Metallträger
3 ist erfindungsgemäß möglich, da das sich im beschriebenen, erfindungsgemäßen Zustand
verwendete Prepreg 6 den plastischen Formänderungen durch das Umformen folgen kann.
Die Endlosfasen des Prepregs 6 sind nämlich noch gegenüber dem Metallträger 3 relativ
im Prepreg 6 beweglich. Die Matrix des Prepreg 6 befindet sich in einem ihrem Viskositätsminimum
η
min nachfolgenden Viskositätszustand η, wodurch ein Bruch der Endlosfasern bzw. eine
Delamination der Faserverstärkung am Metallträger 3 beim Umformen nicht eintritt -
wie dies in Fig. 2 näher zu erkennen ist. Erfindungsgemäß ist damit eine gemeinsame
Umformung mit Biegeradien 13 am Metallträger 3 in dessen von Prepreg 6 freien Bereichen
als auch in seinen mit Prepreg 6 belegten Bereichen 14 möglich.
[0033] Wie in Fig. 1 zu erkennen wird daher der Metallträger 3 nur bereichsweise mit Prepreg
6 belegt, und zwar auf einer Flachseite 3.1 zu 20% bis 40%, was das gemeinsame Umformen
deutlich erleichtert. Der mit Prepreg 6 belegte Bereich 14 der Flachseite 3.1 ist
daher flächenmäßig kleiner als die gesamte Fläche der Flachseite 3.1.
[0034] Die Darstellung nach Fig. 3 bezieht sich auf ein folgendes Faserverbundmaterial:
| Metallträger: |
Stahlblech: Blechdicke 0,81mm |
| Laminat: |
unidirektional, vier Lagen von Prepreg |
| Prepreg: |
Endlosfasern mit einem Faseranteil von 57% in der Matrix Dicke: 0,22 mm |
| Matrix: |
duroplastische Basis (SGL Type E201: modifiziertes Epoxidharzsystem) |
| |
ηmin = 0,9 Pa*s |
| |
Pc = 45% |
| Zwischenschicht: |
100 µm Polypropylen |
[0035] Der Vernetzungsgrad α der Matrix wurde mittels Differential Scanning Calorimetry
(DSC) gemessen nach ISO 11357-5:2013 bestimmt.
[0036] Anstatt des Stahlblechs ist auch ein Blech aus einer Aluminiumlegierung beispielsweise
der 6xxx Reihe denkbar.
[0037] Nach Fig. 1 ist beispielsweise ein Tiefziehwerkzeug 15 als Umformwerkzeug 12 dargestellt,
um damit den belegten Metallträger 3 umzuformen bzw. tiefzuziehen. Es ist aber auch
durchaus vorstellbar, dass der Metallträger 3 mit einem nicht dargestellten Umformwerkzeug
einem kombinierten Streck- und Tiefziehen unterworfen wird.
[0038] Um die Gefahr eines Ausquetschens der duroplastischen Matrix des Prepregs 6 beim
Umformen zu reduzieren, wird diese Matrix wie erwähnt auf 4 bis 15 % vorvernetzt,
bevor das Umformwerkzeug 12 auf das Prepreg 6 Kräfte ausübt - was wie in Fig. 1 dargestellt
eintritt, wenn das Umformwerkzeug 12 von seiner offenen in dessen geschlossenen Stellung
übergeführt wird. Im Allgemeinen wird erwähnt, dass sich zur Messung der Vernetzung
mittels Differential Scanning Calorimetry (DSC) besonders das isotherme Verfahren
nach ISO 11357-5:2013 eignen kann.
[0039] Im beheizten Umformwerkzeug 12 wird der Vernetzungsgrad α der Matrix ausgehend von
4 bis 15 % vor dem Umformen auf 20 bis 45 %, vorzugsweise auf 25 bis 40 %, beim Umformen
eingestellt, welche Grenzen 20 bis 45 % strichliert der Fig. 3 eingezeichnet wurden.
Solche ein Einstellten kann beispielsweise durch Temperatur und/oder Zeit erfolgen.
Danach wird das Bauteil 2 dem Umformwerkzeug 12 entnommen. Vorzugsweise erfolgt die
Entnahme des Bauteils 2 aus dem Umformwerkzeug 12 bei oder nach Erreichen des Gelierpunkts
der jeweiligen Matrix. Dies ermöglicht bei ähnlicher Laminatqualität am Prepreg 6
eine stark verkürzte Zykluszeit gegenüber bekannten Verfahren und stellt die ausreichende
Eigenstabilität des Matrixsystems mit den Fasern sicher.
[0040] Mit einem erwärmten, also gezielt temperierten Umformwerkzeug 12 kann zudem sichergestellt
werden, dass beim Umformen die duroplastische Matrix auf einer Temperatur von 120
bis 220°C gehalten wird, um das Bauteil 2 dem Umformwerkzeug durch schnellere Vernetzung
früher entnehmen und das Verfahren so verkürzen zu können. Vielfach konnte sich eine
Temperatur von 150 bis 180°C auszeichnen. Zum Beheizen des Umformwerkzeugs 12 bzw.
Tiefziehwerkzeugs 15 weist dieses eine elektrische Heizung 16 auf, die Matrize 17
und Stempel 18 des Umformwerkzeugs 12 erwärmt. Eine Heizung für den Niederhalter 19
ist nicht dargestellt, was aber ebenso vorstellbar ist. Beispielsweise kann durch
unterschiedlich temperierte Bereiche ein Temperaturgradient in der Matrix bzw. am
Prepreg 6 eigestellt werden, um physikalische und chemische Parameter - wie beispielswese
Haftfestigkeit, Viskositätszustand η etc. - genau einstellen zu können.
[0041] Nach dem Umformen wird das Bauteil 2 dem Umformwerkzeug 12 entnommen und die Matrix
des Prepregs 6 außerhalb des Umformwerkzeugs 12 drucklos weiter gehärtet - und zwar
mit einer weiteren Wärmequelle 20, die nach Fig. 1 zu erkennen ist. Hierzu ist unter
anderem wiederum ein nicht dargestellter Durchlaufofen vorstellbar. Vorzugsweise wird
diese weitere Aushärtung durch die Wärmequelle 20 mit einer Temperatur von 100 bis
200 Grad Celsius (°C) durchgeführt, um damit beispielsweise Eigenspannungen durch
das anschließende Abkühlen bei Raumtemperatur zu reduzieren. Vielfach konnte sich
eine Temperatur von 120 bis 150 °C
[0042] Der zu belegende Metallträger 3 weist unter anderem auch eine Schutzbeschichtung
21, beispielsweise eine Zink- oder Zinklegierungsschicht, auf - wie diese nach Fig.
2 erkannt werden kann. Auf diese Schutzbeschichtung 21 bzw. auf die Flachseite des
Metallträgers 3 wird im mit Prepreg 6 vollflächig belegten Bereich eine Zwischenschicht
22 aufgebracht. Diese Zwischenschicht 22 wird durch Auftragen eines Polyamid-basierten
Haftvermittlers auf den Metallträger 3 erzeugt. Über diese Zwischenschicht 22 kann
das Prepreg 6 an den Metallträger 3 äußerst fest und spannungsarm angebunden werden.
[0043] Das Prepreg 6 wird beim Umformen bereichsweise am Metallträger 3 niedergehalten und
auf diese Weise dort am Metallträger 3 fixiert - wie dies in der Fig. 2 angedeutet
ist. Das Segment 23 der Matrize 17 drückt das Prepreg 6 an den Metallträger 3 an,
welcher durch einen beispielsweise dargestellten Gegenhalter 24 der Matrize 17 in
diesem Bereich stabilisiert wird. Faltenbildung bzw. Faserverzug am Prepreg wird auf
diese Weise vermieden.
[0044] Auch steht das Prepreg 6 beim Umformen im umformenden Eingriff mit nacheinander wirkenden
Segmenten 25, 26 der Matrize 17 des Umformwerkzeugs 12. Dies kann in Fig. 2 daran
erkannt werden, dass ein Segment 26 der Matrize 17 im Gegensatz zu Segment 25 noch
nicht vollflächig am Prepreg 6 anliegt. Zudem ist an der Abfolge der Segmente 25,
26 zu erkennen, dass sich der Eingriffsbereich 27 im Laufe des Umformvorgangs segmentweise
zum Rand 28 des Metallträgers 3 hin erweitert. Damit kann über das segmentierte Umformwerkzeug
12 eine Art Glattstreichen des Prepregs beim Umformen ermöglicht werden, was die Ausbildung
von Falten und Lufteinschlüssen am Prepreg reproduzierbar ausschließt.
1. Verfahren zur Herstellung eines Halbzeugs oder Bauteils (2), bei dem
ein als Blech oder Platine (30) ausgebildeter Metallträger (3) mit mindestens einem
Prepreg (6), aufweisend eine thermisch vernetzbare, duroplastische Matrix mit Endlosfasern,
belegt,
die duroplastische Matrix des Prepregs (6) durch Erwärmen vorvernetzt und der mit
dem vorvernetzten Prepreg (6) belegte Metallträger (3) zu einem Halbzeug oder Bauteil
(2) durch Tiefziehen oder Strecktiefziehen umgeformt wird, wobei beim Vorvernetzen
der duroplastischen Matrix des Prepregs (6) dessen Matrix in einen ihrem Viskositätsminimum
(ηmin) nachfolgenden Viskositätszustand (η) übergeführt und noch vor Erreichen ihres Gelierpunkts
(Pc) das Prepreg (6) gemeinsam mit dem Metallträger (3) umgeformt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Umformen der Vernetzungsgrad (α) der duroplastischen Matrix auf 4 bis 15
% eingestellt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Umformen der Vernetzungsgrad (α) der duroplastischen Matrix auf 20 bis 45 %
eingestellt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass beim Umformen der Vernetzungsgrad (α) der duroplastischen Matrix auf 25 bis 40 %
eingestellt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass beim Umformen die duroplastische Matrix auf 120 bis 220°C erwärmt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass beim Umformen die duroplastische Matrix auf 150 bis 180°C, erwärmt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Umformwerkzeug (12) erwärmt und der Metallträger (3) mit dem erwärmten Umformwerkzeug
(12) umgeformt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Prepreg (6) nach dem gemeinsamen Umformen mit dem Metallträger (3) drucklos gehärtet
wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem oder beim Belegen des Metallträgers (3) mit dem Prepreg (6) eine Zwischenschicht
(22) auf den Metallträger (3) aufgebracht wird, über die das Prepreg (6) an den Metallträger
(3) angebunden wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Prepreg (6) beim Umformen bereichsweise am Metallträger (3) niedergehalten und
dadurch dort am Metallträger (3) fixiert wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Prepreg (6) beim Umformen im umformenden Eingriff mit nacheinander wirkenden
Segmenten (23, 25, 26) oder Gruppen von Segmenten (24, 25, 26) einer Matrize (17)
und/oder eines Stempels (18) des Umformwerkzeugs (12) steht.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Eingriffsbereich (27) im Laufe des Umformvorgangs segmentweise oder gruppensegmentweise
zu einem Rand des Metallträgers (3) hin erweitert.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Metallträger (3) bereichsweise mit mindestens einem Prepreg (6) belegt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass 20 bis 40% einer der Flachseiten (3.1, 3.2) des Metallträgers (3) mit Prepreg (6)
belegt sind.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14 zur Herstellung eines Strukturbauteils
(2.1) eines Fahrzeugs.
1. A method for manufacturing a semifinished product or part (2), in which
a metal support (3) embodied as a metal sheet or blank (30) is covered with at least
one prepreg (6) containing a thermally cross-linkable thermosetting matrix with endless
fibers,
the thermosetting matrix of the prepreg (6) is pre-cross-linked by heating, and the
metal support (3) covered with the pre-cross-linked prepreg (6) is formed into a semifinished
product or part (2) by means of deep drawing or stretch deep drawing,
wherein
during the pre-cross-linking of the thermosetting matrix of the prepreg (6), its matrix
is transferred into a viscosity state (η) that is higher than its minimum viscosity
(ηmin) and prior to reaching its gel point (Pc), the prepreg (6) is formed together with
the metal support (3).
2. The method according to claim 1, characterized in that before the forming, the degree of cross-linking (α) of the thermosetting matrix is
set to 4 to 15%.
3. The method according to claim 1 or 2, characterized in that during the forming, the degree of cross-linking (α) of the thermosetting matrix is
set to 20 to 45%.
4. The method according to claim 3, characterized in that during the forming, the degree of cross-linking (α) of the thermosetting matrix is
set to 25 to 40%.
5. The method according to one of claims 1 through 4, characterized in that during the forming, the thermosetting matrix is heated to 120 to 220°C.
6. The method according to claim 5, characterized in that during the forming, the thermosetting matrix is heated to 150 to 180°C.
7. The method according to one of claims 1 through 6, characterized in that the forming tool (12) is heated and the metal support (3) is formed by the heated
forming tool (12).
8. The method according to one of claims 1 through 7, characterized in that after the combined forming, the prepreg (6) undergoes unpressurized curing together
with the metal support (3).
9. The method according to one of claims 1 through 8, characterized in that before or during the covering of the metal support (3) with the prepreg (6), an intermediate
layer (22) is applied to the metal support (3), which bonds the prepreg (6) to the
metal support (3).
10. The method according to claim 1 through 9, characterized in that during the forming, the prepreg (6) is held down on the metal support (3) in some
regions and is thus affixed to the metal support (3) there.
11. The method according to claim 10, characterized in that during the forming, the prepreg (6) is engaged in a forming way by segments (23,
25, 26) or groups of segments (24, 25, 26) of a female die (17) and/or a male die
(18) of the forming tool (12).
12. The method according to claim 11, characterized in that in the course of the forming procedure, the engagement region (27) widens out in
segments or groups of segments toward an edge of the metal support (3).
13. The method according to one of claims 1 through 12, characterized in that the metal support (3) is covered in some regions with at least one prepreg (6).
14. The method according to claim 13, characterized in that 20 to 40% of one of the flat sides (3.1, 3.2) of the metal support (3) is covered
with prepreg (6).
15. The method according to one of claims 1 through 14 for manufacturing a structural
component (2.1) of a vehicle.
1. Procédé de fabrication d'un produit semi-fini ou d'un élément structural (2) dans
lequel
un support métallique (3) sous la forme d'une tôle ou d'une platine (30) est revêtu
d'au moins un préimprégné (6) présentant une matrice thermodurcissable réticulable
thermiquement à fibres continues,
la matrice thermodurcissable du préimprégné (6) est préréticulée par chauffage et
le support métallique (3) revêtu du préimprégné préréticulé (6) est formé en un produit
semi-fini ou un élément structural (2) par emboutissage ou emboutissage-étirage,
dans lequel
lors de la préréticulation de la matrice thermodurcissable du préimprégné (6), sa
matrice est mise dans un état de viscosité (η) qui suit sa viscosité minimale (ηmin) et le préimprégné (6) est formé en commun avec le support métallique (3) avant que
son point de gélification (Pc) soit atteint.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le degré de réticulation (α) de la matrice thermodurcissable est réglé à une valeur
de 4 à 15 % avant le formage.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le degré de réticulation (α) de la matrice thermodurcissable est réglé à une valeur
de 20 à 45 % pendant le formage.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que le degré de réticulation (α) de la matrice thermodurcissable est réglé à une valeur
de 25 à 40 % pendant le formage.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la matrice thermodurcissable est chauffée à une température de 120 à 220 °C pendant
le formage.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la matrice thermodurcissable est chauffée à une température de 150 à 180 °C pendant
le formage.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que l'outil de formage (12) est chauffé et le support métallique (3) est formé avec l'outil
de formage chauffé (12).
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le préimprégné (6) est durci sans pression après le formage en commun avec le support
métallique (3).
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce qu'avant ou pendant le revêtement du support métallique (3) avec le préimprégné (6),
une couche intermédiaire (22) est appliquée sur le support métallique (3), par laquelle
le préimprégné (6) est lié au support métallique (3).
10. Procédé selon les revendications 1 à 9, caractérisé en ce que, pendant le formage, le préimprégné (6) est maintenu sur le support métallique (3)
dans certaines zones et y est ainsi fixé sur le support métallique (3).
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que, pendant le formage, le préimprégné (6) est en engagement de formage avec des segments
(23, 25, 26) ou groupes de segments (24, 25, 26) d'une matrice (17) et/ou d'un poinçon
(18) de l'outil de formage (12) agissant successivement.
12. Procédé selon la revendication 11, caractérisé en ce que, au cours du processus de formage, la zone d'engagement (27) s'élargit par segments
ou par groupes de segments vers un bord du support métallique (3).
13. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le support métallique (3) est revêtu dans certaines zones d'au moins un préimprégné
(6).
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que 20 à 40 % de l'un des côtés plats (3.1, 3.2) du support métallique (3) sont revêtus
de préimprégné (6).
15. Procédé selon l'une des revendications 1 à 14, destiné à la fabrication d'un élément
structural (2.1) d'un véhicule.