[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Palette für den Transport und/oder die Lagerung
von Waren, umfassend eine Unterkonstruktion aus Profilabschnitten sowie eine darauf
angeordnete und mit der Unterkonstruktion verbundene Grundplatte.
[0002] Paletten sind vornehmlich aus Holz, aber auch aus Kunststoff oder Blech bekannt und
dienen dem Transport und der Lagerung größerer Mengen häufig gestapelter Waren oder
einzelner besonders schwerer Gegenstände. Sie können mit Flurförderzeugen wie Gabelstaplern
oder Hubwagen bewegt werden, wobei die Zinken der Flurförderzeuge in Aussparungen
im Bereich der Unterkonstruktion der Palette eingefahren werden können, um die Palette
anzuheben. Die zu transportierenden bzw. zu lagernden Waren werden auf der Grundplatte
positioniert, gegebenenfalls gestapelt, und können gegen ein Verrutschen beispielsweise
durch Umwickeln der Waren sowie der Palette mit einer Schrumpffolie oder mittels Spanngurten
gesichert werden.
[0003] Besonders verbreitet sind Paletten, die nach der europäischen Norm DIN EN 13698-1
hergestellt werden und als Europool- oder Europaletten bekannt sind. Sie weisen Standardmaße
von (Länge x Breite x Höhe) = (1200 mm x 800 mm x 144 mm) auf.
[0004] Neben dem Einsatz im Warenverkehr können Paletten beispielsweise auch im militärischen
Bereich oder bei Feldexperimenten Verwendung finden. Zum einen werden sie hier zum
Transport von Materialien an einen Einsatzort eingesetzt, sie können vor Ort aber
auch als stabile Unterlage für die Positionierung von Gerätschaften auf einem ansonsten
weichen und nachgiebigen Untergrund dienen. Insbesondere bei Stapelung mehrerer Komponenten
ist für eine stabile Ausrichtung des Stapels auf einer möglichst horizontal ausgerichteten
Unterlage zu sorgen, um ein Verrutschen oder Abkippen zu verhindern und gleichzeitig
die einwandfreie Funktion der Gerätschaften sicherzustellen.
[0005] Nachteilig an bekannten Paletten ist die Tatsache, dass sie sich dem Untergrund kaum
oder gar nicht anpassen und somit insbesondere in unebenem und unwegsamem Gelände
die Möglichkeit einer horizontalen Ausrichtung der Palette zur Ausbildung einer stabilen
Aufsatzfläche, insbesondere für zum Turm gestapelte Waren und Behälter, nur begrenzt
gegeben ist.
[0006] Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine Palette für den Transport und/oder die
Lagerung von Waren bereitzustellen, welche eine Anpassung an unterschiedliche Untergründe
ermöglicht und gleichzeitig im beladenen Zustand besonders kippsicher ist.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Palette mit den Merkmalen des Patentanspruchs
1.
[0008] Konkrete Ausführungsbeispiele und Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der
abhängigen Ansprüche.
[0009] Gemäß Patentanspruch 1 handelt es sich bei der Erfindung um eine Palette für den
Transport und/oder die Lagerung von Waren, umfassend eine Unterkonstruktion aus Profilabschnitten
sowie eine darauf angeordnete und mit der Unterkonstruktion verbundene Grundplatte,
wobei die Palette mindestens drei, vorzugsweise vier höhenverstellbare Fußelemente
umfasst, wobei jedes Fußelement unabhängig von den anderen Fußelementen höhenverstellbar
ist und zwischen einer eingefahrenen und einer herausgefahrenen Stellung beweglich
ist und in der eingefahrenen Stellung vollständig innerhalb eines Profilabschnitts
aufgenommen wird. Die Fußelemente sind dabei vorzugsweise im Bereich der Ecken der
Palette angeordnet.
[0010] Unter Waren sind dabei im Sinne der Erfindung insbesondere auch Behälter, Mess- und
Anzeigegeräte und beliebige andere palettierbare Güter zu verstehen.
[0011] Mit anderen Worten sieht die Erfindung eine Palette vor, bei der durch höhenverstellbare
Fußelemente eine horizontale Ausrichtung der Palette auch auf unebenem Untergrund
möglich ist. Durch die Möglichkeit der Höhenanpassung der Fußelemente wird zudem die
Kippsicherheit der Palette auf unebenem Untergrund verbessert. Da die höhenverstellbaren
Fußelemente in der eingefahrenen Stellung vollständig innerhalb der Profilabschnitte
der Unterkonstruktion aufgenommen werden, kann die erfindungsgemäße Palette genauso
platzsparend transportiert und gelagert werden wie eine herkömmliche Palette ohne
Fußelemente.
[0012] Erfindungsgemäß ist jedes Fußelement jeweils unabhängig von allen anderen Fußelementen
in der Höhe verstellbar. Hierdurch ist nicht nur eine parallele Höhenverstellung der
Palette als Ganzes bewirkbar, welche durch eine entsprechende gleiche Verstellung
aller mindestens drei Fußelemente erfolgen kann, insbesondere sind die einzelnen Fußelemente
in ihrer Höhe unterschiedlich einstellbar. Hierdurch können Unebenheiten im Untergrund
ausgeglichen werden, so dass die Palette auch auf einem unebenen Boden horizontal
ausgerichtet werden kann. Dabei ist es möglich, dass lediglich ein Fußelement in seiner
Höheneinstellung von der der anderen Fußelemente abweicht, es kann aber auf entsprechend
unebenen Untergründen auch erforderlich sein, dass mehrere oder sogar alle Fußelemente
unterschiedlich einzustellen sind. Diese Flexibilität bietet die erfindungsgemäße,
nivellierbare Palette bei gleichzeitig erhöhter Kippsicherheit. Gegebenenfalls können
bei sehr weichem Boden zusätzlich Unterlegplatten zwischen dem Boden und den Fußelementen
angeordnet werden, durch welche ein Eindringen der Fußelemente in den weichen Boden
verhindert werden kann.
[0013] Jedes Fußelement kann dabei zwischen einer eingefahrenen Stellung, in welcher es
vollständig innerhalb eines Profilabschnitts aufgenommen wird, und einer herausgefahrenen
Stellung nivelliert werden. Unter einer herausgefahrenen Stellung wird eine Stellung
verstanden, bei der das höhenverstellbare Fußelement entweder vollständig oder nur
teilweise aus dem Profilabschnitt herausgefahren ist, wobei das Fußelement in der
vollständig herausgefahrenen Stellung durch einen Haltemechanismus gegen ein versehentliches
Herausrutschen aus dem Profilabschnitt gesichert sein kann. Der Haltemechanismus kann
beispielsweise eine Schraubverbindung umfassen. Es kann vorgesehen sein, dass die
höhenverstellbaren Fußelemente beliebige teilweise herausgefahrene Stellungen zwischen
der eingefahrenen Stellung und der vollständig herausgefahrenen Stellung einnehmen
können, wobei sie in diesen teilweise herausgefahrenen Stellungen durch geeignete
Feststellmittel feststellbar sein können.
[0014] In der eingefahrenen Stellung wird jedes Fußelement vollständig innerhalb eines Profilabschnitts,
vorzugsweise in einem Eckbereich der Palette, aufgenommen. In dieser Stellung reicht
das höhenverstellbare Fußelement somit nicht über die Abmessungen der Unterkonstruktion
hinaus sondern verschwindet vielmehr in einem Profilabschnitt der Unterkonstruktion.
Diese eingefahrene Stellung der Fußelemente kann beispielsweise während des Transports
der Palette gewählt werden, wobei die Fußelemente gegen ein versehentliches Herausrutschen
aus den Profilabschnitten entsprechend zusätzlich gesichert sein können.
[0015] Um einen sicheren Stand der Palette auf einem Untergrund zu gewährleisten, können
die höhenverstellbaren Fußelemente aus der eingefahrenen Stellung in eine herausgefahrene
Stellung bewegt werden, wobei jedes Fußelement unabhängig von den anderen Fußelementen
in eine geeignete Stellung bewegt werden kann, so dass eine horizontale Ausrichtung
der Palette auch auf unebenem Untergrund erreicht werden kann.
[0016] Durch das Herausfahren der höhenverstellbaren Fußelemente kann erreicht werden, dass
auch bei unebenem Untergrund alle Fußelemente einen Auflagepunkt am Untergrund haben,
wodurch eine größere Kippsicherheit der Palette gegeben ist. Die Standfestigkeit des
Verbunds aus Palette und palettierter Ware wird somit, insbesondere auf unebenem Untergrund,
durch die höhenverstellbaren Fußelemente erhöht.
[0017] Die erfindungsgemäße Palette ist somit hervorragend für den Einsatz im freien Feld
oder auf beliebigen anderen, insbesondere unebenen Untergründen geeignet. Durch ihre
erhöhte Kippsicherheit kann sie besonders vorteilhaft für den gestapelten Betrieb,
insbesondere für den Transport und die Lagerung von zum Turm gestapelten Betriebs-
Transport- und Lagerbehältern verwendet werden.
[0018] Erfindungsgemäß sind mindestens drei, vorzugsweise vier höhenverstellbare Fußelemente
vorgesehen, die Anzahl der höhenverstellbaren Fußelemente kann aber auch größer sein,
insbesondere kann die Anzahl gerade oder ungerade sein. Eine symmetrische Anordnung
der höhenverstellbaren Fußelemente ist im Sinne der Stabilität der Palette und der
gleichmäßigen Lastverteilung in der Regel am vorteilhaftesten.
[0019] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung umfasst jedes Fußelement eine Gewindestange,
mittels derer das Fußelement höhenverstellbar ist. Eine Gewindestange bietet aufgrund
des umlaufenden Gewindes den Vorteil einer stetigen, stufenlosen Höhenverstellbarkeit
im Gegensatz zu einer ebenso denkbaren stufenweisen Verstellbarkeit, beispielsweise
anhand einzelner Raststufen. Eine stufenlose Höhenverstellbarkeit ermöglicht in hervorragender
Weise eine horizontale Ausrichtung der Palette, da auf kleinste Unebenheiten im Untergrund
im genau richtigen Maße reagiert werden kann.
[0020] Gemäß einer Ausgestaltung ist die Palette stapelbar ausgebildet. Solchermaßen ausgebildete
Paletten können in unbeladenem Zustand platzsparend transportiert und gelagert werden.
Dabei kann es vorgesehen sein, dass die Grundplatte der Palette Elemente umfasst,
die als Abstandshalter zwischen gestapelten Paletten dienen. Derartige Elemente können
beispielsweise aus Nylon oder einem anderen geeigneten Material ausgebildet sein und
fest mit der Grundplatte verbunden sein.
[0021] Gemäß einem Ausführungsbeispiel sind an den Fußelementen Ansatzpunkte für ein Werkzeug,
beispielsweise für ein Kurbelwerkzeug, ausgebildet, mittels dessen die Fußelemente
in ihrer Höhe verstellt werden können. Bei diesen Ansatzpunkten kann es sich beispielsweise
um Verstellschrauben handeln, die mittels eines integrierten oder separaten Kurbelwerkzeugs
verstellt werden können, oder es kann sich um Ausnehmungen in der Gewindestange oder
einer aufgesetzten Mutter handeln, in welche ein Kurbelwerkzeug nach Art eines Schraubendrehers
einsetzbar ist. Die Fußelemente sind mit Hilfe des Werkzeugs im Betrieb der Palette,
d.h. bei auf dem Untergrund aufstehender und beladener Palette, in ihrer Höhe verstellbar
und damit an den Untergrund anpassbar.
[0022] Gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung sind in der Grundplatte der Palette Öffnungen
ausgebildet, durch welche hindurch ein Werkzeug zur Höhenverstellung an den Ansatzpunkten
der Fußelemente angesetzt werden kann. Auf diese Weise ist eine Nivellierung der Palette
in Einsatzlage und sogar im beladenen Zustand möglich. Vorzugsweise fluchten die Öffnungen
in der Grundplatte mit den Ansatzpunkten für das Werkzeug.
[0023] Die gesamte Palette ist vorzugsweise in Leichtbauweise aus Aluminium gefertigt. Die
Profilabschnitte sind in dieser Ausführung als Aluminiumträger ausgebildet und die
Grundplatte ist eine Aluminiumplatte. Bei Abmessungen entsprechend denen einer Europalette
weist die Palette damit ein Gesamtgewicht von etwa 40 kg auf und kann somit auch von
einer einzelnen Person getragen werden. Die Traglast einer derartigen Palette liegt
bei etwa 500-1000 kg. Für höhere Traglasten kann die Palette teilweise oder vollständig
aus einem anderen, tragfähigeren Material gefertigt sein.
[0024] Zwischen den Profilabschnitten der Unterkonstruktion kann mindestens ein Staufach
angeordnet sein, welches auch als Schublade ausgebildet sein kann. Derartige Staufächer
ermöglichen die Lagerung und/oder Mitführung von Zubehör wie beispielsweise Unterlegplatten,
eines Kurbelwerkzeugs oder anderer Zubehörteile, ohne dass hierfür separate Transport-
und/oder Lagerbehälter vorgehalten werden müssten. Die Staufächer bzw. Schubladen
können dabei entweder von den kürzeren Kopfseiten der Palette aus oder von den längeren
Längsseiten der Palette aus oder sowohl von den Kopfseiten als auch von den längeren
Längsseiten aus zugänglich sein. Bei einer Palette können dabei nur Schubladen, nur
Staufächer oder sowohl Schubladen als auch Staufächer vorgesehen sein. Gegen ein unbeabsichtigtes
eigenständiges Öffnen der Staufächer bzw. Schubladen können entsprechende Verriegelungselemente,
beispielsweise Kugelsperrbolzen, vorgesehen sein.
[0025] Zur Anzeige einer horizontalen und/oder vertikalen Ausrichtung der Palette kann selbige
mindestens eine Libelle aufweisen. Vorzugsweise sind jeweils eine Libelle zur Anzeige
einer horizontalen und einer vertikalen Ausrichtung in der Grundplatte verbaut, wobei
die Libellen so angeordnet sind, dass sie selbst bei beladener Palette problemlos
einsehbar sind.
[0026] An der Grundplatte der Palette sind bei einer Ausgestaltung der Erfindung Verzurrösen
für die Durchführung von Mitteln zur Stapelsicherung befestigt. Durch diese Verzurrösen
sind beispielsweise geeignete Gurte oder Riemen hindurchführbar, mittels derer die
auf der Palette geladene Last fixiert und zusätzlich gegen Verrutschen oder Abkippen
gesichert werden kann. Vorzugsweise sind dabei jeweils Paare von zwei an einander
gegenüberliegenden Seiten der Grundplatte befestigten Verzurrösen vorgesehen.
[0027] Um ein Verrutschen der auf der Palette angeordneten Last zu verhindern, kann die
Grundplatte zusätzlich zumindest abschnittsweise mit einem rutschhemmenden Material
beschichtet sein und/oder es können zusätzliche Platten auf der Grundplatte befestigt
sein, welche Ausfräsungen aufweisen, in die an der Unterseite der zu lagernden Behälter
angeformte korrespondierende Gegenstücke verrutschsicher eingreifen können.
[0028] Es kann vorgesehen sein, dass die Palette in ihren Eckbereichen ausziehbare Arme
aufweist, an deren Enden die höhenverstellbaren Fußelemente lösbar befestigt sind.
Auf diese Weise kann die Standfläche der Palette durch Ausziehen der Arme vergrößert
werden, wodurch die Kippsicherheit weiter verbessert wird. Die ausziehbaren Arme können
dabei innerhalb von Profilabschnitten der Unterkonstruktion geführt sein, so dass
sie im nicht ausgezogenen Zustand nicht über die durch die Unterkonstruktion und die
Grundplatte festgelegten Außenmaße der Palette hinausreichen.
[0029] Die erfindungsgemäße Palette weist vorzugsweise die Standardmaße einer Europalette
auf, wobei sich diese Maße auf die Palette mit eingefahrenen Fußelementen beziehen.
Auf diese Weise ist die erfindungsgemäße Palette im Handling absolut vergleichbar
mit den im Logistikbereich am weitesten verbreiteten Europaletten und kann insbesondere
auch zusammen mit diesen gelagert, gestapelt und transportiert werden.
[0030] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels und unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1:
- ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Palette in perspektivischer Ansicht;
- Figur 2:
- eine Darstellung der Unterkonstruktion der Palette aus Figur 1 ohne Grundplatte;
- Figur 3:
- eine vergrößerte Schnittdarstellung eines höhenverstellbaren Fußelements der Palette
aus Figur 1 in eingefahrener Stellung;
- Figur 4:
- das Fußelement aus Figur 3 in einer teilweise herausgefahrenen Stellung.
[0031] In Figur 1 ist eine im Ganzen mit 1 bezeichnete erfindungsgemäße Palette für den
Transport und/oder die Lagerung von Waren, insbesondere von Betriebs-, Transport-
und Lagerbehältern, dargestellt. Die Palette umfasst eine Unterkonstruktion 2 aus
als Hohlprofile ausgebildeten Profilabschnitten 2a bis 2h sowie eine darauf angeordnete
Grundplatte 3. Die Grundplatte 3 ist mit der Unterkonstruktion 2 verbunden. Sowohl
die Grundplatte 3 als auch die Profilabschnitte 2a bis 2h sind aus Aluminium gefertigt.
Die gesamte Palette ist mit einem witterungsbeständigen Lackanstrich versehen und
somit sehr gut für den dauerhaften Einsatz im Freien geeignet. Die Abmessungen der
gesamten Palette 1 betragen (Länge x Breite x Höhe) = (1200 mm x 800 mm x 180 mm).
[0032] Die Unterkonstruktion 2 umfasst bei dem in den Figuren 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel
siebzehn Profilabschnitte, wobei zuunterst zwei Profilabschnitte 2b sowie ein Profilabschnitt
2a parallel zueinander in Längsrichtung der Palette 1 angeordnet sind. Der Profilabschnitt
2a ist dabei mittig zwischen den beiden Profilabschnitten 2b angeordnet. Oberhalb
der Profilabschnitte 2b und parallel beabstandet von diesen sind ebenfalls in Längsrichtung
der Palette 1 die Profilabschnitte 2f angeordnet. Die Profilabschnitte 2f und 2b sind
über kurze Profilabschnitte 2g miteinander verbunden. Orthogonal zu den Profilabschnitten
2a, 2b und 2f sind in Richtung der kurzen Kopfseite der Palette 1 die Profilabschnitte
2d angeordnet, die über die kurzen Profilabschnitte 2e mit dem Profilabschnitt 2a
verbunden sind. Zwischen den beiden Profilabschnitten 2d sind parallel beabstandet
zu diesen fünf weitere Profilabschnitte 2h angeordnet.
[0033] In den vier Ecken der Palette 1 sind Eck-Profilabschnitte 2c angeordnet, über welche
die Profilabschnitte 2b, 2f und 2g miteinander verbunden sind. Innerhalb jedes Eck-Profilabschnitts
2c ist jeweils ein Fußelement 4 angeordnet, was unten unter Bezugnahme auf die Figuren
3 und 4 noch ausführlicher erläutert werden wird.
[0034] Die Unterkonstruktion 2 überdeckend ist die Grundplatte 3 auf den Profilabschnitten
2c, 2d, 2f, 2h angeordnet und mit diesen verbunden. In ihren Eckbereichen weist die
Grundplatte 3 Öffnungen 10 auf, welche der Durchführung eines Werkzeugs zur Höheneinstellung
der Fußelemente 4 dienen.
[0035] Die Fußelemente 4 sind jeweils unabhängig von den anderen Fußelementen 4 höhenverstellbar
und zwischen einer eingefahrenen und einer herausgefahrenen Stellung beweglich, wobei
sie in der eingefahrenen Stellung vollständig innerhalb der Eck-Profilabschnitte 2c
aufgenommen werden.
[0036] Ein einzelnes Fußelement 4 ist in vergrößerter Schnittdarstellung in den Figuren
3 und 4 dargestellt, wobei die Figur 3 das Fußelement 4 in der eingefahrenen Stellung
und die Figur 4 das Fußelement 4 in einer teilweise herausgefahrenen Stellung zeigt.
In der in Figur 3 dargestellten eingefahrenen Stellung ist das Fußelement 4 vollständig
innerhalb des Eck-Profilabschnitts 2c aufgenommen und steht nicht über diesen hinaus.
Zum Zwecke der Höhenverstellbarkeit weisen die Fußelemente 4 jeweils eine Gewindestange
5 auf, welche in der Darstellung der Figuren 3 und 4 der besseren Übersichtlichkeit
halber ohne Gewinde dargestellt ist. Bei dem Gewinde der Gewindestangen 5 handelt
es sich um ein M12-Gewinde. Die Gesamtlänge der Gewindestangen 5 beträgt ca. 300 mm.
[0037] Jedes Fußelement 4 weist eine Standfläche 6 auf, welche in Einsatzlage des Fußelements
4 auf einem hier nicht dargestellten Untergrund aufsteht. Von der Standfläche 6 aus
erhebt sich die Gewindestange 5 lotrecht nach oben, wobei oberhalb der Standfläche
6 und mit dieser verbunden eine Höheneinstellmutter 7 sowie eine Sicherungsmutter
8 angeordnet sind, in welchen die Gewindestange 5 geführt ist.
[0038] Die Gewindestange 5 tritt durch eine Innengewindehülse 9 hindurch, welche über entsprechende
Verbindungsmittel an der Innenseite des Profilabschnitts 2c befestigt und damit in
ihrer Höhe bezüglich des Profilabschnitts 2c fixiert ist. Die Innengewindehülse 9
wirkt mit dem Gewinde der Gewindestange 5 derart zusammen, dass zumindest ein vorgegebener
Abschnitt der Gewindestange 5 durch die Innengewindehülse 9 nach oben bzw. nach unten
schraubbar ist. An ihrem der Grundplatte 3 zugewandten Ende weist die Gewindestange
5 einen Ansatzpunkt 11 für ein Werkzeug zur Höheneinstellung des Fußelements 4 auf.
Der Ansatzpunkt 11 ist als M5-Sechskant ausgebildet und fluchtet mit der in den Figuren
3 und 4 nicht sichtbaren Öffnung 10 in der Grundplatte 3, vgl. Figur 1, so dass ein
geeignetes Werkzeug, beispielsweise ein Kurbelwerkzeug, durch die Öffnung 10 hindurchgeführt
und an dem Ansatzpunkt 11 angesetzt werden kann. Auf diese Weise können die einzelnen
Fußelemente 4 unabhängig voneinander und bei bereits auf einem Untergrund positionierter
Palette 1 bequem von oben eingestellt werden, d.h. zwischen der eingefahrenen und
einer herausgefahrenen Stellung bewegt werden. Dies ist insbesondere auch dann möglich,
wenn die Palette 1 bereits beladen ist. Auf diese Weise ist es möglich, die Palette
1 auch auf unebenem Untergrund horizontal auszurichten. Jedes Fußelement kann bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel um etwa 65 mm in der Höhe verstellt werden.
[0039] Die Sicherungsmutter 8 fungiert als Anschlag an der Innengewindehülse 9 und begrenzt
die Bewegung der Gewindestange 5 in Richtung auf die Grundplatte 3.
[0040] Auf der Grundplatte 3 sind zwei Libellen 12 verbaut, wobei die Libelle 12 an der
Längsseite der Palette 1 geeignet ist, eine horizontale Ausrichtung der Palette 1
anzuzeigen, während die Libelle 12 an der kürzeren Kopfseite der Palette 1 geeignet
ist, eine vertikale Ausrichtung der Palette 1 anzuzeigen. Bei den Libellen handelt
es sich um mit einer Flüssigkeit und einer Luft- bzw. Gasblase gefüllte kleine Behälter,
wie sie in ähnlicher Weise aus einer Wasserwaage bekannt sind. Durch Einstellung der
vier Fußelemente 4 in ihrer Höhe kann auch auf einem unebenen Untergrund eine horizontale
bzw. vertikale Ausrichtung der Palette 1 erreicht werden.
[0041] Darüber hinaus sind auf der Grundplatte 3 vier Verzurrösen 13 angebracht, welche
der Durchführung von Mitteln zur Stapelsicherung, beispielsweise von Gurten oder Riemen,
dienen. Auf diese Weise kann die auf der Palette 1 geladene Last fixiert werden und
ist so zusätzlich gegen Verrutschen oder Abkippen gesichert. Die vier Verzurrösen
13 sind jeweils im Bereich der Längsseiten der Palette 1 randseitig in die Grundplatte
3 eingelassen, wobei jeweils zwei Verzurrösen 13 einander gegenüberliegend angeordnet
sind.
[0042] Die Palette 1 ist stapelbar ausgebildet, so dass im unbeladenen Zustand mehrere gleichartige
Paletten 1 oder auch Paletten 1 zusammen mit Paletten anderen Typs platzsparend aufeinander
gestapelt werden können. Dabei können auf der Grundplatte 3 ausgebildete Elemente,
beispielsweise Nylonfüße 14, als Abstandshalter zwischen den einzelnen Paletten 1
fungieren.
1. Palette (1) für den Transport und/oder die Lagerung von Waren, umfassend eine Unterkonstruktion
(2) aus Profilabschnitten (2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f, 2g, 2h) sowie eine darauf angeordnete
und mit der Unterkonstruktion (2) verbundene Grundplatte (3), dadurch gekennzeichnet, dass die Palette (1) mindestens drei Fußelemente (4) umfasst, wobei jedes Fußelement (4)
unabhängig von den anderen Fußelementen (4) höhenverstellbar ist und zwischen einer
eingefahrenen und einer herausgefahrenen Stellung beweglich ist und in der eingefahrenen
Stellung vollständig innerhalb eines Profilabschnitts (2c) aufgenommen wird.
2. Palette (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Fußelement (4) eine Gewindestange (5) umfasst, mittels derer das Fußelement
(4) höhenverstellbar ist.
3. Palette (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Palette (1) stapelbar ausgebildet ist.
4. Palette (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (3) Elemente (14) umfasst, die als Abstandshalter zwischen gestapelten
Paletten (1) dienen.
5. Palette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass an den Fußelementen (4) Ansatzpunkte (11) für ein Werkzeug ausgebildet sind, mittels
dessen die Fußelemente (4) in ihrer Höhe verstellt werden können.
6. Palette (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Grundplatte (3) Öffnungen (10) ausgebildet sind, durch welche hindurch ein
Werkzeug zur Höhenverstellung an den Ansatzpunkten (11) der Fußelemente (4) angesetzt
werden kann.
7. Palette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Palette (1) aus Aluminium gefertigt ist.
8. Palette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Profilabschnitten (2a, 2b, 2c, 2d, 2e, 2f, 2g, 2h) der Unterkonstruktion
(2) mindestens ein Staufach angeordnet ist.
9. Palette (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Staufach als Schublade ausgebildet ist.
10. Palette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Palette (1) mindestens eine Libelle (12) zum Anzeigen einer horizontalen und/oder
vertikalen Ausrichtung der Palette (1) aufweist.
11. Palette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der Grundplatte (3) Verzurrösen (13) für die Durchführung von Mitteln zur Stapelsicherung
ausgebildet sind.
12. Palette (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Palette (1) die Breite und Länge einer Europalette aufweist