TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ausrichtung von Lamellen
einer Jalousie gemäss der Präambel von Anspruch 1, eine Jalousie gemäss Anspruch 10
mit einer erfindungsgemässen Vorrichtung, sowie ein Verfahren gemäss Anspruch 15 zur
Ausrichtung von Lamellen einer Jalousie mit einer erfindungsgemässen Vorrichtung.
STAND DER TECHNIK
[0002] Es sind Jalousien oder Lamellenstoren bekannt, bei denen die Lamellen beim Absenken
des Lamellenbehangs eine geschlossene, nahezu vertikale Lage einnehmen und damit das
Rauminnere während dem Absenken zunehmend verdunkeln. Beim Hochfahren des Lamellenbehangs
nehmen die Lamellen eine im Wesentlichen horizontale Lage ein, damit die Endschiene
die Lamellen gut stapeln kann und gleichzeitig möglichst viel Licht in das Rauminnere
gelangt. Zwischen diesen beiden Extremlagen können die Lamellen stufenlos verstellt
werden, so dass je nach Bedarf eine bessere oder geringere Beschattung respektive
Durchsicht erreicht werden kann. Ein solcher Lamellenstoren ist in der
DE 694 02 215 offenbart.
[0003] Dieser Typ von Lamellenstoren hat den Nachteil, dass beim Absenken des Lamellenbehangs
das Rauminnere zunächst abgedunkelt wird, auch wenn bloss eine Beschattung gewünscht
wird. Dies kann insbesondere in Büros störend wirken, weil die Arbeitsplätze kurze
Zeit abgedunkelt werden. Um eine geneigte Beschattungslage zu erreichen, müssen die
Lamellen nach abgeschlossenem Abfahren durch ein kurzes Hochfahren wieder geöffnet
werden. Erst jetzt sind die Arbeitsplätze richtig beschattet. Ein solcher Lamellenstoren
ist in der
DE 600 17 006 offenbart.
[0004] Um diesem Problem entgegenzuwirken, wurden andere Lamellenstoren entwickelt, bei
denen die Lamellen beim Abfahren eine vordefinierte geneigte Lage (z.B. 40°) einnehmen
und damit das Rauminnere während dem ganzen Abfahren beschatten, ohne es zu verdunkeln.
Dies wird dadurch erreicht, dass die Wendelager, welche für das Wenden der Lamellen
verantwortlich sind, nicht nur über zwei Endanschläge für die beiden Extremlagen (horizontal
und vertikal, AUF und ZU) der Lamellen verfügen, sondern noch über einen Zwischenanschlag
für die geneigte Lage beim Abfahren der Lamellen verfügen. Erst nach vollständigem
Abfahren des Lamellenbehangs wird der Zwischenanschlag durch einen Mechanismus, der
auf das vollständige Abwickeln des Aufzugbandes reagiert, weggezogen und die Lamellen
werden in die vertikale Verdunklungsstellung gewendet. Solche Lamellenstoren haben
diverse Nachteile. Werden die Lamellenstoren durch einen Elektromotor angetrieben,
so braucht dieser nicht nur einen Endschalter für die oberste Position des Lamellenpakets
und einen für die unterste Position des verdunkelten Lamellenbehangs, sondern auch
noch einen Endschalter für die Zwischenposition. Solche Elektroantriebe sind teuer
und die Elektroinstallation ist aufwändig. Der Mechanismus für den Zwischenanschlag
braucht in oder neben dem Wendelager viel Platz und ist oft störungsanfällig. Ein
vollständiges Schliessen des Lamellenbehangs ist nur bei vollständig abgesenktem,
nicht bei nur teilweise abgesenktem Storen möglich.
[0005] Es sind weitere Lamellenstoren bekannt, die ebenfalls Wendelager mit einem Zwischenanschlag
aufweisen, dieser aber nicht von einem Mechanismus betätigt wird, der auf das vollständige
Abwickeln des Aufzugbandes reagiert. Das Wegziehen des Zwischenanschlags und damit
das Schliessen des Lamellenbehangs erfolgt auf jeder beliebigen Höhe durch eine kurze
Aufwärtsbewegung, gefolgt von einer Abwärtsbewegung des Lamellenbehangs. Der zusätzliche
Mechanismus braucht aber viel Platz, ist aufwändig und damit teuer, verursacht Schaltgeräusche
und neigt zur Störungs anfälligkeit.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0006] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung zur Ausrichtung
von Lamellen einer Jalousie bereitzustellen, bei welcher die obengenannten Nachteile
vermieden werden.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Weitere Ausführungsformen der Vorrichtung, einer Jalousie, sowie einem Verfahren zur
Ausrichtung von Lamellen einer Jalousie sind durch Merkmale von weiteren Ansprüchen
definiert.
[0008] Eine erfindungsgemässe Vorrichtung zur Ausrichtung von Lamellen einer Jalousie hat
eine Aufspulrolle, wobei die Aufspulrolle drehbar in einem Gehäuse gelagert ist, mit
einer ersten Schnur, welche mit ihrem oberen Ende an der Aufspulrolle in einer Aufnahme
angeordnet ist, auf die Aufspulrolle aufspulbar ist und in einem Austrittsbereich
aus dem Gehäuse austritt. Die Aufspulrolle ist in einer Lage der Aufnahme der ersten
Schnur innerhalb des Austrittsbereichs und über diesen hinaus in beide Richtungen
drehbar, wodurch die erste Schnur in beide Richtungen auf die Aufspulrolle aufspulbar
ist. Dies bewirkt, dass die Lamellen beim Herablassen nicht in einer annähernd senkrechten
geschlossenen Stellung sind, sondern durch das Aufspulen auf die Aufspulrolle in der
anderen Richtung, nach dem vollständigen abspulen von der Aufspulrolle in der einen
Richtung, in einer geneigten Stellung sind. Dies hat den Vorteil, dass die Lamellen
beim Herablassen einen entsprechender Raum nicht vollständig verdunkeln und erst beim
erneuten Betätigen der Aufspulrolle in der Gegenrichtung verdunkeln.
[0009] In einer Ausführungsform ist der Austrittsbereich in der bestimmungsgemässen Gebrauchslage
der Vorrichtung unterhalb der Aufspulrolle oder im unteren Bereich der Aufspulrolle
angeordnet. Dies stellt die einfachste Bauweise dar. Alternativ kann der Austrittsbereich
seitlich der Aufspulrolle angeordnet sein. Eine solche Anordnung bedingt jedoch Umlenkelemente,
welche verhindern, dass die erste Schnur am Gehäuse reibt und dadurch beschädigt wird.
[0010] In einer weiteren Ausführungsform weist die Vorrichtung mindestens einen verstellbaren
Anschlag auf, mit welchem die Drehung der Aufspulrolle in einer ersten Drehrichtung
und/oder in einer zur ersten Drehrichtung entgegengesetzten zweiten Drehrichtung begrenzbar
ist. Durch die Begrenzung kann die Position der Lamellen, bzw. deren Ausrichtung,
beim Herablassen und beim Hochziehen festgelegt werden.
[0011] In einer weiteren Ausführungsform weist die Vorrichtung zwei verstellbare Anschläge
auf, wobei mit einem ersten Anschlag die Drehung der Aufspulrolle in der ersten Drehrichtung
begrenzbar ist, und wobei mit einem zweiten Anschlag die Drehung der Aufspulrolle
in der zweiten Drehrichtung begrenzbar ist. Dies erlaubt die individuelle Festlegung
der Begrenzung der Bewegung der Lamellen, bzw. der Ausrichtung der Lamellen beim Herablassen,
bzw. beim Hochziehen und dadurch die Definition der Offenposition und der Abwärtsposition
der Lamellen.
[0012] In einer Ausführungsform weist die erste Schnur einen ersten unteren Abschnitt und
einen zweiten oberen Abschnitt auf. Der zweite Abschnitt umfasst das obere Ende. Der
erste Abschnitt und der zweite Abschnitt weisen unterschiedliche Strukturen auf, wobei
die Struktur des zweiten Abschnitts derart ausgebildet ist, dass sie sich zum Aufspulen
auf die Aufspulrolle eignet. Der erste Abschnitt ist der Witterung ausgesetzt und
daher aus einem witterungsbeständigen Material gefertigt, beispielsweise aus einem
Polyestergeflecht mit Aramid-Stützfaden. Aramid bzw. Kevlar ist sehr zugfest, aber
nur begrenzt biegbar. Der zweite Abschnitt ist aus einem Polyestergeflecht mit einer
Seele aus Polyester, was sich gut zum Aufwickeln auf die Aufspulrolle eignet.
[0013] In einer weiteren Ausführungsform ist das obere Ende der ersten Schnur gelenkig in
der Aufnahme an der Aufspulrolle angeordnet. Die gelenkige Anordnung verhindert, dass
das Ende der Schnur starken zyklischen Biegebelastungen ausgesetzt ist und erhöht
somit deren Lebensdauer. Die Biegebelastung resultiert aus der Tatsache, dass die
beiden Schnüre bei geschlossenen Lamellen beieinander sind und bei offenen Lamellen
auseinander.
[0014] In einer weiteren Ausführungsform ist zwischen der Aufspulrolle und den Anschlägen
ein Totgang-Mechanismus angeordnet, durch welchen der Drehwinkel der Aufspulrolle
zwischen der Offenstellung und der Abwärtsstellung vergrössert werden kann. D.h. ohne
Totgang-Mechanismus könnte die Aufspulrolle mit einem Anschlag von der Offenstellung
um höchstens knapp 360 Grad in die Abwärtsstellung gedreht werden. Bei zwei nebeneinander
angeordneten Anschlägen für die Offenstellung und die Abwärtsstellung reduziert sich
der Drehwinkel weiter auf ca. 320 Grad. Der grössere Drehwinkel ermöglicht eine grössere
Aufspullänge der ersten Schnur und somit eine grössere Kippbewegung der Lamellen.
Ohne diesen Mechanismus müssten Aufspulrollen mit grösseren Durchmessern verwendet
werden, um eine gleiche Aufspullänge zu erzielen. Der Totgang-Mechanismus erlaubt
also eine geringere Baugrösse.
[0015] In einer weiteren Ausführungsform weist der Totgang-Mechanismus eine erste Scheibe
und eine zweite Scheibe auf, wobei die erste Scheibe mit der Aufspulrolle wirkverbunden
ist, wobei zwischen der ersten Scheibe und der zweiten Scheibe mindestens eine erste
Nut und ein erstes Anschlagselement vorgesehen ist, wobei die erste Nut an ihrem einen
Ende einen ersten Anschlag und an ihrem anderen Ende einen zweiten Anschlag aufweist,
wobei sich das erste Anschlagselement ungehindert und im Wesentlichen ohne Kraftübertragung
zwischen den beiden Scheiben vom ersten Anschlag bis zum zweiten Anschlag in der Nut
bewegen kann und wobei die zweite Scheibe ein zweites Anschlagselement aufweist, welches
an den verstellbaren Anschlägen anschlagen kann. Mit dem Totgang-Mechanismus kann
die Aufspulrolle mehr als 360 Grad aus der Offenstellung gedreht werden, bevor der
Anschlag der Abwärtsstellung erreicht ist. Maximal kann der Drehwinkel etwas weniger
als 720 Grad betragen. Der Drehwinkel zwischen dem ersten und dem zweiten Anschlag
der ersten Nut, sowie die Breite des Anschlagelements definieren den von 720 Grad
abzuziehenden Winkel. Drehwinkel von beispielsweise 450, 540, 630 oder mehr und dazwischenliegende
Winkel lassen sich so realisieren.
[0016] In einer Ausführungsform ist in der Aufspulrolle eine Nut ausgebildet, in welcher
die erste Schnur aufspulbar ist. Die Nut ermöglicht eine bessere seitliche Führung
der Schnur und stellt sicher, dass die seitliche Position der Schnur während dem Auf-
bzw. Abspulen nicht zu stark ändert, d.h. dass sie innerhalb der Nutbreite bleibt.
[0017] Die erwähnten Ausführungsformen der Lamellen-Ausricht-Vorrichtung lassen sich in
beliebiger Kombination einsetzen, sofern sie sich nicht widersprechen.
[0018] Eine erfindungsgemässe Jalousie mit Lamellen weist eine erfindungsgemässe Vorrichtung
zur Ausrichtung der Lamellen und eine zweite Schnur auf. Die zweite Schnur ist mit
ihrem oberen Ende ortsfest bezüglich des Gehäuses angeordnet und die Lamellen sind
gelenkig zwischen den beiden Schnüren derart angeordnet, dass sie zwischen einer Offenstellung,
in welcher sie im Wesentlichen horizontal sind, und einer Geschlossenstellung, in
welcher sie im Wesentlichen vertikal sind, ausrichtbar sind. Durch das Drehen der
Aufspulrolle in einer Drehrichtung ist die erste Schnur von der Aufspulrolle abspulbar
und dadurch sind die Lamellen von der Offenstellung in die Geschlossenstellung ausrichtbar.
In der Geschlossenstellung befindet sich die Aufnahme der ersten Schnur beim Austrittsbereich
des Gehäuses. Durch das Weiterdrehen der Aufspulrolle in der gleichen Drehrichtung
ist die erste Schnur wieder auf die Aufspulrolle aufspulbar, wodurch die Lamellen
von der Geschlossenstellung in eine Abwärtsstellung ausrichtbar sind. Eine solche
Jalousie kann alle zuvor beschriebenen Vorteile der erfindungsgemässen Vorrichtung
zur Ausrichtung der Lamellen für sich nutzen. Da die Position der zweiten Schnur während
dem Drehen der Aufspulrolle nicht ändert, ändern auch die entsprechenden Lagerungen
der Lamellen ihre Position nicht. Beim Auf- bzw. Abspulen der ersten Schnur auf der
Rolle vollführt jede der Lamellen eine Schwenkbewegung um die Lagerstelle auf der
Seite der zweiten Schnur. Da die Bewegung nur auf dieser Seite erfolgt, ist die vertikale
Bewegung der ersten Schnur grösser als bei einer Jalousie, bei welcher beide Schnüre
richtungsversetzt bewegt werden. Bei einer gleichen Drehgeschwindigkeit der Aufspulrolle
wie bei einer Zweiseil-gesteuerten Jalousie erfolgt die Ausrichtung der Lamellen bei
einer Einseil-gesteuerten Jalousie mit der halben Kippgeschwindigkeit. Die Bewegung
ist daher sanfter und die beim vollständigen Schliessen entstehenden Klappgeräusche
sind wesentlich geringer.
[0019] In einer Ausführungsform können die Anschläge derart am Gehäuse angeordnet werden,
dass die Ausrichtung der Lamellen in der Abwärtsstellung derjenigen der Offenstellung
entspricht oder einer Ausrichtung zwischen der Offenstellung und der Geschlossenstellung.
Ein Benutzer hat somit die Möglichkeit die Jalousie auf seine Bedürfnisse einzustellen.
Durch die Wahl der Position des entsprechenden Anschlages, kann die Ausrichtung der
Lamellen in der Offenposition horizontal, annähernd horizontal oder geneigt eingestellt
werden. Wird eine Abwärtsstellung der Lamellen bevorzugt, die den Innenraum beim Herunterlassen
möglichst wenig verdunkelt, so kann der entsprechende Anschlag so am Gehäuse in einer
dafür vorgesehenen Einsteckstelle positioniert werden, dass die Lamellenstellung der
Offenstellung entspricht oder einer dieser nahen Stellung. Dementsprechend kann der
Anschlag umgesetzt werden, wenn eine starke Verdunkelung beim Herunterlassen der Lamellen
bevorzugt wird.
[0020] In einer weiteren Ausführungsform ist das obere Ende der zweiten Schnur am Gehäuse
angeordnet. Dadurch kann ein System zur Verfügung gestellt werden, welches als Modul
vollständig ein und ausbaubar ist.
[0021] In einer Ausführungsform weist die Jalousie weiter ein Profil auf, in welchem das
Gehäuse angeordnet ist und das obere Ende der zweiten Schnur am Profil angeordnet
ist. Da in der Geschlossenstellung im Wesentlichen das gesamte Gewicht der Lamellen
und der beiden Schnüre vom oberen Ende der zweiten Schnur zu tragen ist, muss nicht
nur das obere Ende der Schnur, sondern auch deren Aufnahmestelle dementsprechend stabil
ausgebildet sein. Bei einem in einem Profil angeordneten Gehäuse bietet es sich daher
an, die Aufnahme der zweiten Schnur am Profil anzuordnen. Solche Profile sind meist
aus Stahl oder Aluminium und weisen dementsprechende Festigkeiten auf. Das Profil
kann sich über die gesamte Breite der Jalousie erstrecken und alle Lamellen-Ausricht-Vorrichtungen
können in einem gemeinsamen Profil angeordnet sein. Alternativ können einige der Vorrichtungen
in einem gemeinsamen Profil angeordnet sein oder alle Vorrichtungen können in einem
eigenen Profil angeordnet sein.
[0022] In einer Ausführungsform weist die zweite Schnur einen ersten unteren Abschnitt und
einen zweiten oberen Abschnitt auf, wobei der zweite Abschnitt das obere Ende umfasst.
Die Anordnung des zweiten Abschnitts ist am oberen Ende gelenkig ausgebildet und/oder
die Verbindungsstelle zwischen dem ersten Abschnitt und dem zweiten Abschnitt ist
gelenkig ausgebildet. Die Aufteilung in zwei Abschnitte ermöglicht einen vielseitigen
und flexiblen Einsatz der Jalousie, da der zweite Abschnitt speziell auf die Wünsche
des Endbenutzers abgestimmt werden kann. Die Zweiteilung mit einem einfachen Verbindungssystem
erlaubt ein leichtes und einfaches Auswechseln der unteren Schnurabschnitte zusammen
mit den daran befestigten Lamellen.
[0023] Die erwähnten Ausführungsformen der Jalousie lassen sich in beliebiger Kombination
einsetzen, sofern sie sich nicht widersprechen.
[0024] Ein erfindungsgemässes Verfahren zur Ausrichtung von Lamellen einer Jalousie weist
die Schritte auf:
- Das Drehen der Aufspulrolle in eine Drehrichtung, wodurch die erste Schnur im Austrittsbereich
von der Aufspulrolle abgespult wird, wobei die erste Schur vollständig abgespult ist,
wenn sich die Aufnahme der ersten Schnur beim Austrittsbereich befindet;
- Das Weiterdrehen der Aufspulrolle in der gleichen Drehrichtung nachdem die erste Schnur
im Austrittsbereich vollständig von der Aufspulrolle abgespult wurde, sodass die Aufnahme
der ersten Schnur den Austrittsbereich passiert, wodurch die erste Schnur im Austrittsbereich
wieder auf die Aufspulrolle aufgespult wird.
[0025] Durch das erneute Aufspulen werden die Lamellen auf der Seite der ersten Schnur wieder
angehoben, wodurch sie beim Herunterlassen der Lamellen der Jalousie eine nicht geschlossene
Stellung einnehmen können und somit der Innenraum beim Herunterlassen nicht zu stark
verdunkelt wird.
[0026] Beim Herunterlassen werden die Lamellen durch das Drehen der Aufspulrolle in einer
Richtung von der Offenstellung über die Geschlossenstellung in der Abwärtsstellung
ausgerichtet.
[0027] Durch das Drehen der Aufspulrolle in der Gegenrichtung werden die Lamellen von der
Abwärtsstellung über die Geschlossenstellung in der Offenstellung ausgerichtet.
KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0028] Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung werden nachstehend anhand von Figuren
noch näher erläutert. Diese dienen lediglich zur Erläuterung und sind nicht einschränkend
auszulegen. Es zeigen
Fig. 1 eine seitliche Schnittansicht durch eine erfindungsgemässe Vorrichtung in einer
Offenstellung;
Fig. 2 die seitliche Schnittansicht der Figur 1 in einer Geschlossenstellung;
Fig. 3 die seitliche Schnittansicht der Figur 1 in einer Abwärtsstellung;
Fig. 4 eine perspektivische Explosionsansicht der erfindungsbemässen Vorrichtung aus
einer vorderseitigen Blickrichtung;
Fig. 5 eine perspektivische Explosionsansicht eines Totgang-Mechanismus; und
Fig. 6 eine perspektivisch rückseitige Ansicht der Figur 5.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0029] Die Figur 1 zeigt eine seitliche Schnittansicht durch eine erfindungsgemässe Vorrichtung
in einer Offenstellung. Die Vorrichtung weist ein Gehäuse 1 mit einem nach oben abnehmbaren
Deckel 13 auf, welcher Teil des Gehäuses ist. Dargestellt ist eine Ausführungsform,
bei welcher das Gehäuse 1 in einem Profil 2 angeordnet ist. Das Profil ist ein offenes
Profil mit einer Basiswand 20 und seitlich davon rechtwinklig abstehenden Seitenwänden
21. Die Seitenwände 21 sind an ihren freien Enden nach innen halbkreisförmig umgebogen.
Das Gehäuse 1 ist im Profil 2 in der Längsrichtung verschiebbar, in dieser Ansicht
senkrecht auf die Ansichtsebene. Im Gehäuse 1 ist eine Aufspulrolle 3 drehbar gelagert,
welche durch eine zentrisch bezüglich der Aufspulrolle 3 angeordnete Antriebswelle
4 verdrehbar ist. Eine erste Schnur 5 ist mit ihrem oberen Ende 50 an der Aufspulrolle
3 in einer drehbaren Aufnahme 30 angeordnet und tritt in einem Austrittsbereich 10
aus dem Gehäuse 1 aus. Der Austrittsbereich 10 ist im unteren Bereich der Aufspulrolle
3 angeordnet und erstreckt sich über einen Teil der Breite des Gehäuses 1. Die Aufspulrolle
3 weist eine Nut 31 auf, in welcher die erste Schnur 5 auf der Aufspulrolle 3 führbar
ist. Der Austrittsbereich 10 erstreckt sich mindestens über die Breite der Nut 31.
Die erste Schnur 5 weist einen ersten Abschnitt 51 auf, an welchem die Lamellen 7
auf einer ihrer Seiten gelenkig angeordnet sind und sie weist einen zweiten Abschnitt
52 auf, welcher auf die Aufspulrolle 3 aufwickelbar ist. Der erste Abschnitt 51 ist
aus einem wetterbeständigen Material und der zweite Abschnitt 52 ist aus einem gut
aufwickelbaren Material gefertigt. Der erste und zweite Abschnitt der ersten Schnur
5 sind lösbar miteinander verbunden. Eine zweite Schnur 6 ist mit ihrem oberen Ende
60 gelenkig am umgebogenen freien Ende des Profils 2 angeordnet. Die zweite Schnur
6 weist einen ersten Abschnitt 61 auf, an welchem die Lamellen 7 auf ihrer anderen
Seite gelenkig angeordnet sind und sie weist einen zweiten Abschnitt 62 auf, welcher
gelenkig am Profil 2 angeordnet ist. Der erste Abschnitt 61 ist aus einem wetterbeständigen
Material und der zweite Abschnitt 62 ist aus einem stabilen Material, welches das
Gesamtgewicht aller Lamellen 7 und Schnüre 5, 6 tragen kann. Die zweite Schnur 6 ist
mit einem Metallhaken am Profil 2 eingehängt. Der erste und zweite Abschnitt der zweiten
Schnur 6 sind lösbar miteinander verbunden. Alle herkömmlichen Lamellen 7 mit seitlich
gelenkigen Befestigungen können zusammen mit der erfindungsbemässen Lamellen-Ausricht-Vorrichtung
verwendet werden. Anstelle einer Lamelle ist an der untersten Befestigung der beiden
Schnüre ein Abschlussprofil angeordnet.
[0030] Die Figur 2 zeigt die seitliche Schnittansicht der Figur 1 in einer Geschlossenstellung.
In der Geschlossenstellung ist die erste Schnur 5 im Wesentlichen vollständig durch
den Austrittsbereich 10 des Gehäuses 1 von der Aufspulrolle 3 abgespult. Die erste
Schnur 5 befindet sich in ihrer untersten Lage und die Lamellen 7 sind auf der Seite
der zweiten Schnur 5 vollständig nach unten geklappt. Das gesamte Gewicht der Lamellen
7 und der Schnüre 5, 6 hängt am oberen Ende 60 der zweiten Schnur 6. Die Lamellen
7 überlappen einander, sodass die übereinander angeordneten Lamellen 7 im Wesentlichen
blickdicht sind und kein Licht durchlassen. Die Geschlossenstellung kann unabhängig
von der Position der untersten Lamelle oder dem Abschlussprofil auf jeder Höhe eingestellt
werden.
[0031] Die Figur 3 zeigt die seitliche Schnittansicht der Figur 1 in einer Abwärtsstellung.
In der Abwärtsstellung ist die erste Schnur 5 durch das Weiterdrehen der Aufspulrolle
3 in der gleichen Drehrichtung wieder auf diese aufgewickelt. Passiert die Schnuraufnahme
30 den Austrittsbereich 10 des Gehäuses 1, schwenkt sie auf die gegenüberliegende
Seite. Durch das Umschwenken wird die erste Schnur 5 im Bereich anschliessend an die
Aufnahme 30 nicht geknickt. Dies reduziert die Belastung und resultiert in einer erhöhten
Lebensdauer. Durch das erneute Aufwickeln wird die erste Schnur 5 durch den Austrittsbereich
10 in das Gehäuse 1 gezogen. Dementsprechend werden die an der ersten Schnur 5 gelenkig
angeordneten Enden der Lamellen nach oben gezogen, wodurch sich der Abstand zwischen
den einzelnen Lamellen 7 vergrössert und die Jalousie wieder lichtdurchlässig wird.
[0032] Die Figur 4 zeigt eine perspektivische Explosionsansicht der erfindungsbemässen Vorrichtung
aus einer vorderseitigen Blickrichtung. Zwischen der nicht dargestellten Antriebswelle
und der Aufspulrolle 3 ist eine Antriebsrolle 32 konzentrisch zu den beiden angeordnet
und zwischen der Antriebsrolle 32 und der Aufspulrolle 3 ist ein Bremselement 8 angeordnet,
welches die Reibung zwischen den beiden benachbarten Körpern erhöht. Eine Drehung
der Antriebsrolle 32 wird durch Reibung auf die Aufspulrolle 3 übertragen. Wenn die
Aufspulrolle 3 blockiert wird, kann die Antriebsrolle 32 weitergedreht werden, wenn
die durch das Bremselement 8, d.h. die durch eine Spiralfeder erzeugten Reibungskräfte
überwunden werden. Auf der gegenüberliegenden Seite der Antriebsrolle 32 ist ein Totgang-Mechanismus
9 mit einer ersten Scheibe 91 und einer zweiten Scheibe 92 konzentrisch zur Aufspulrolle
3 angeordnet. Die erste Scheibe 91 weist stabförmige Mitnehmer 914 auf, welche formschlüssig
seitlich in die Aufspulrolle 3 eingreifen. Nach dem Zusammensetzen der Antriebsrolle
32, des Bremselements 8, der Aufspulrolle 3, des Totgang-Mechanismus 9 und der ersten
Schnur 5, können diese Elemente als zusammengesetzte Einheit in das Gehäuse 1 von
oben eingesetzt werden. Anschliessend kann das Gehäuse 1 durch einen Deckel 13 verschlossen
werden. Das Gehäuse 1 weist stirnseitige Öffnungen auf, in welche die Anschläge 11,
12 lösbar eingesetzt werden können. Die Öffnungen sind in der zum Totgang-Mechanismus
9 benachbarten Gehäusewand ausgebildet. Die Öffnungen sind auf einem Durchmesser angeordnet
dessen Zentrum auf der Drehachse der Aufspulrolle 3 liegt.
[0033] Die Figur zeigt 5 eine perspektivische Explosionsansicht eines Totgang-Mechanismus
9 und die Figur 6 zeigt eine perspektivisch rückseitige Ansicht der Figur 5. Der Totgang-Mechanismus
9 weist eine erste Scheibe 91 und eine zweite Scheibe 92 auf, welche auf einer gemeinsamen
Längsachse 90 angeordnet sind. Die erste Scheibe ist im Wesentlichen eine Ringscheibe
mit einem Aussendurchmesser und einem dazu konzentrischen Innendurchmesser deren gemeinsames
Zentrum sich auf der Längsachse 90 befinden. Auf einer Seite der ersten Scheibe 91
sind zwei Mitnehmer 914 benachbart zum inneren Durchmesser angeordnet, welche sich
in der Richtung der Längsachse 90 von der Scheibenoberfläche über ein Vielfaches der
Scheibendicke erstrecken. Die beiden Mitnehmer 914 sind auf einer Seite bezüglich
der Längsachse 90 am Umfang angeordnet. Auf der den Mitnehmern 914 gegenüberliegenden
Seite der ersten Scheibe 91 ist in deren stirnseitigen Oberfläche eine Nut 910 ausgebildet,
welche sich entlang eines Durchmessers erstreckt, dessen Zentrum auf der Längsachse
90 liegt. Die Nut erstreckt sich nicht vollständig entlang des gesamten Umfangs, sondern
nur entlang eines Kreissegments. In der dargestellten Ausführungsform erstreckt sich
die Nut 910 über einen Winkel von etwa 225 Grad. Am ersten Ende der Nut 910 ist ein
erster Anschlag 911 ausgebildet und am zweiten Ende ein zweiter Anschlag 912. Zwischen
den beiden Anschlägen 911, 912 ist eine Erhebung 913 ausgebildet, welche sich in der
Längsrichtung von der Scheibenoberfläche weg erhebt. Die Höhe der Erhebung 913 ist
geringer als die Tiefe der Nut 910. Auf der gleichen Seite wie die Nut 910 erstreckt
sich eine Hülse vom Innendurchmesser in der Längsrichtung von der Scheibenoberfläche
weg. Die Länge der Hülse entspricht der Dicke der zweiten Scheibe 92. Die erste Scheibe
91 ist ein Spritzgussteil aus Kunststoff, beispielsweise aus Polybutylenterephthalat
und die zuvor beschriebenen Scheibenelemente sind gemeinsam einstückig miteinander
ausgebildet. Die zweite Scheibe 92 weist auf einer Stirnseite eine zweite Nut 920
auf, welche sich entlang eines Durchmessers erstreckt, dessen Zentrum auf der Längsachse
90 liegt. Die Tiefe der zweiten Nut 920 entspricht der Höhe der Erhebung 913 der ersten
Scheibe 91. Im Zusammenbau ist die Erhebung 913 in der zweiten Nut 920 um die Längsachse
90 drehbar geführt. Innerhalb der zweiten Nut 920 ist ein erstes Anschlagselement
921 vorgesehen, welches sich in der Längsrichtung erstreckt und welches im zusammengebauten
Zustand in die erste Nut 910 der ersten Scheibe eintauchen kann und durch eine relative
Drehung zwischen den beiden Scheiben 91, 92 am ersten, bzw. am zweiten Anschlag 911,
912 anschlagen kann. Die Höhe des ersten Anschlagelements 921 entspricht der Tiefe
der ersten Nut 910. Auf der gegenüberliegenden Seite der zweiten Nut 920 ist stirnseitig
ein zweites Anschlagselement 922 angeordnet. Das zweite Anschlagselement 922 erstreckt
sich vom Aussendurchmesser gegen das Zentrum der zweiten Scheibe 92. Der Innendurchmesser
der zweiten Scheibe 92 entspricht dem Aussendurchmesser der Hülse der ersten Scheibe
91. Im Zusammenbau ist die zweite Scheibe 92 auf der Hülse der ersten Scheibe 91 um
die Längsachse 90 drehbar gelagert. Der Aussendurchmesser der zweiten Scheibe 92 entspricht
dem Aussendurchmesser der ersten Scheibe 91. Die zweite Scheibe 92 ist ein Spritzgussteil
aus dem gleichen Material wie die erste Scheibe und die zuvor beschriebenen Scheibenelemente
sind gemeinsam einstückig miteinander ausgebildet.
BEZUGSZEICHENLISTE
| 1 |
Gehäuse |
61 |
erster Abschnitt |
| 10 |
Austrittsbereich |
62 |
zweiter Abschnitt |
| 11 |
Anschlag |
7 |
Lamelle |
| 12 |
Anschlag |
8 |
Bremselement |
| 13 |
Deckel |
9 |
Totgang-Mechanismus |
| 2 |
Profil |
90 |
Längsachse |
| 20 |
Basiswand |
91 |
erste Scheibe |
| 21 |
Seitenwand |
910 |
erste Nut |
| 3 |
Aufspulrolle |
911 |
erster Anschlag |
| 30 |
Aufnahme |
912 |
zweiter Anschlag |
| 31 |
Nut |
913 |
Erhebung |
| 32 |
Antriebsrolle |
914 |
Mitnehmer |
| 4 |
Antriebswelle |
92 |
zweite Scheibe |
| 5 |
erste Schnur |
920 |
zweite Nut |
| 50 |
oberes Ende |
921 |
erstes Anschlagselement |
| 51 |
erster Abschnitt |
922 |
zweites Anschlagselement |
| 52 |
zweiter Abschnitt |
|
|
| 6 |
zweite Schnur |
|
|
| 60 |
oberes Ende |
|
|
1. Eine Vorrichtung zur Ausrichtung von Lamellen (7) einer Jalousie mit einer Aufspulrolle
(3), wobei die Aufspulrolle (3) drehbar in einem Gehäuse (1) gelagert ist, mit einer
ersten Schnur (5), welche mit ihrem oberen Ende (50) an der Aufspulrolle (3) in einer
Aufnahme (30) angeordnet ist, auf die Aufspulrolle (3) aufspulbar ist und in einem
Austrittsbereich (10) aus dem Gehäuse (1) austritt, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufspulrolle (3) in einer Lage der Aufnahme (30) der ersten Schnur (5) innerhalb
des Austrittsbereichs (10) und über diesen hinaus in beide Richtungen drehbar ist,
wodurch die erste Schnur (5) in beide Richtungen auf die Aufspulrolle (3) aufspulbar
ist.
2. Die Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Austrittsbereich (10) in der bestimmungsgemässen
Gebrauchslage der Vorrichtung unterhalb der Aufspulrolle (3) angeordnet ist.
3. Die Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Vorrichtung mindestens einen verstellbaren
Anschlag (11, 12) aufweist, mit welchem die Drehung der Aufspulrolle (3) in einer
ersten Drehrichtung und/oder in einer zur ersten Drehrichtung entgegengesetzten zweiten
Drehrichtung begrenzbar ist.
4. Die Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei die Vorrichtung zwei verstellbare Anschläge
(11, 12) aufweist, wobei mit einem ersten Anschlag (11) die Drehung der Aufspulrolle
(3) in der ersten Drehrichtung begrenzbar ist, und wobei mit einem zweiten Anschlag
(12) die Drehung der Aufspulrolle (3) in der zweiten Drehrichtung begrenzbar ist.
5. Die Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die erste Schnur (5) einen
ersten unteren Abschnitt (51) und einen zweiten oberen Abschnitt (52) aufweist, wobei
der zweite Abschnitt (52) das obere Ende (50) umfasst, und wobei der erste Abschnitt
(51) und der zweite Abschnitt (52) unterschiedliche Strukturen aufweisen, wobei die
Struktur des zweiten Abschnitts (52) derart ausgebildet ist, dass sie sich zum Aufspulen
auf der Aufspulrolle (3) eignet.
6. Die Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das obere Ende (50) der ersten
Schnur (5) gelenkig in der Aufnahme (30) an der Aufspulrolle (3) angeordnet ist.
7. Die Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, wobei zwischen der Aufspulrolle
(3) und den Anschlägen (11, 12) ein Totgang-Mechanismus (9) angeordnet ist, durch
welchen der Drehwinkel der Aufspulrolle (3) zwischen der Offenstellung und der Abwärtsstellung
vergrössert werden kann.
8. Die Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei der Totgang-Mechanismus (9) eine erste Scheibe
(91) und eine zweite Scheibe (92) aufweist, wobei die erste Scheibe (91) mit der Aufspulrolle
(3) wirkverbunden ist, wobei zwischen der ersten Scheibe (91) und der zweiten Scheibe
(92) mindestens eine erste Nut (910) und ein erstes Anschlagselement (921) vorgesehen
ist, wobei die erste Nut (910) an ihrem einen Ende einen ersten Anschlag (911) und
an ihrem anderen Ende einen zweiten Anschlag (912) aufweist, wobei sich das erste
Anschlagselement (921) ungehindert und im Wesentlichen ohne Kraftübertragung zwischen
den beiden Scheiben (91, 92) vom ersten Anschlag (911) bis zum zweiten Anschlag (912)
in der Nut (910) bewegen kann und wobei die zweite Scheibe (92) ein zweites Anschlagselement
(922) aufweist, welches an den verstellbaren Anschlägen (11, 12) anschlagen kann.
9. Die Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei in der Aufspulrolle (3) eine
Nut (31) ausgebildet ist, in welcher die erste Schnur (5) aufspulbar ist.
10. Eine Jalousie mit Lamellen (7), einer Vorrichtung gemäss einem der Ansprüche 1 bis
9 zur Ausrichtung der Lamellen (7) und mit einer zweiten Schnur (6), welche mit ihrem
oberen Ende (60) ortsfest bezüglich dem Gehäuse (1) angeordnet ist und wobei die Lamellen
(7) gelenkig zwischen den beiden Schnüren (5, 6) angeordnet sind, derart, dass sie
zwischen einer Offenstellung, in welcher sie im Wesentlichen horizontal sind, und
einer Geschlossenstellung, in welcher sie im Wesentlichen vertikal sind, ausrichtbar
sind, wobei durch das Drehen der Aufspulrolle (3) in einer Drehrichtung die erste
Schnur (5) von der Aufspulrolle (3) abspulbar ist und dadurch die Lamellen (7) von
der Offenstellung in die Geschlossenstellung ausrichtbar sind, in welcher sich die
Aufnahme (30) der ersten Schnur (5) beim Austrittsbereich (10) befindet und wobei
durch das Weiterdrehen der Aufspulrolle (3) in der gleichen Drehrichtung die erste
Schnur (5) wieder auf die Aufspulrolle (3) aufspulbar ist und dadurch die Lamellen
(7) von der Geschlossenstellung in eine Abwärtsstellung ausrichtbar sind.
11. Die Jalousie nach Anspruch 10, wobei die Anschläge (11, 12) derart am Gehäuse (1)
angeordnet werden können, dass die Ausrichtung der Lamellen (7) in der Abwärtsstellung
derjenigen der Offenstellung entspricht oder einer Ausrichtung zwischen der Offenstellung
und der Geschlossenstellung.
12. Die Jalousie nach Anspruch 10 oder 11, wobei das obere Ende (60) der zweiten Schnur
(6) am Gehäuse (1) angeordnet ist.
13. Die Jalousie nach Anspruch 10 oder 11, wobei die Jalousie weiter ein Profil (2) aufweist,
in welchem das Gehäuse (1) angeordnet ist, und wobei das obere Ende (60) der zweiten
Schnur (6) am Profil (2) angeordnet ist.
14. Die Jalousie nach einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei die zweite Schnur (6) einen
ersten unteren Abschnitt (61) und einen zweiten oberen Abschnitt (62) aufweist, wobei
der zweite Abschnitt (62) das obere Ende (60) umfasst, und wobei die Anordnung des
zweiten Abschnitts (62) am oberen Ende (60) gelenkig ausgebildet ist und/oder wobei
die Verbindungsstelle zwischen dem ersten Abschnitt (61) und dem zweiten Abschnitt
(62) gelenkig ausgebildet ist.
15. Verfahren zur Ausrichtung von Lamellen (7) einer Jalousie gemäss einem der Ansprüche
12 bis 14, aufweisend die Schritte:
- Drehen der Aufspulrolle (3) in eine Drehrichtung, wodurch die erste Schnur (5) im
Austrittsbereich (10) von der Aufspulrolle (3) abgespult wird, wobei die erste Schur
(5) vollständig abgespult ist, wenn sich die Aufnahme (30) der ersten Schnur (5) beim
Austrittsbereich (10) befindet;
- Weiterdrehen der Aufspulrolle (3) in der gleichen Drehrichtung nachdem die erste
Schnur (5) im Austrittsbereich (10) vollständig von der Aufspulrolle (3) abgespult
wurde, sodass die Aufnahme (30) der ersten Schnur (5) den Austrittsbereich (10) passiert,
wodurch die erste Schnur (5) im Austrittsbereich (10) wieder auf die Aufspulrolle
(3) aufgespult wird.