[0001] Die Erfindung betrifft eine Kompressoranlage mit einer internen Luft-Wasser-Kühlung.
Speziell betrifft die Erfindung eine Schraubenkompressoranordnung mit interner Luft-Wasser-Kühlung,
wobei durch Anwendung eines veränderten Leerlaufbetriebszustands das neuartige Kühlkonzept
unterstützt wird. Schließlich betrifft die Erfindung eine Kompressoranlage mit interner
Luft-Wasser-Kühlung, welche außerdem einen angepassten Pulsationsdämpfer verwendet,
um vor allem die Geräuschemission zu minimieren.
[0002] Zur Kompression von gasförmigen Medien, insbesondere zur Erzeugung von Druckluft
sind unterschiedlichste Bauformen von Kompressoren bekannt. Beispielsweise zeigt die
DE 601 17 821 T2 einen Mehrstufen-Schraubenverdichter mit zwei oder mehr Verdichterstufen, wobei jede
Verdichterstufe ein Paar von Rotoren zum Verdichten eines Gases umfasst. Weiterhin
sind zwei oder mehr Antriebsmittel mit veränderbarer Geschwindigkeit vorgesehen, wobei
jedes Antriebsmittel eine jeweilige Verdichterstufe antreibt. Eine Steuereinheit steuert
die Geschwindigkeiten der Antriebsmittel, wobei das Drehmoment und die Geschwindigkeit
jedes Antriebsmittels überwacht wird, sodass der Schraubenverdichter Gas bei einer
geforderten Strömungslieferrate und bei einem geforderten Druck bereitstellt und gleichzeitig
der Energieverbrauch des Schraubenverdichters minimiert werden soll.
[0003] Die
EP 2 886 862 A1 beschreibt einen Kompressor mit einem Motor, einer Antriebswelle, einem mit dieser
verbundenen Kurbeltrieb, mindestens einer Drucklufterzeugungseinrichtung, einem Kurbelgehäuse
und einem Druckluftspeicherbehälter. Die Kühlung sämtlicher Komponenten erfolgt mit
Hilfe eines von einem Lüfterrad erzeugten Kühlluftstroms.
[0004] In der
EP 1 703 618 B1 ist eine Kompressoranlage zur Bereitstellung eines komprimierten Gasfluids gezeigt.
Die Kompressoranlage umfasst einen Wärmetauscher zur direkten oder indirekten Kühlung
des Gasfluids, und einen luftgekühlten Elektromotor, welcher eine Motoreinheit mit
einem Motorgehäuse besitzt, aus dem eine Antriebswelle hinausragt. Einen Kompressor
wird der durch die Motoreinheit des angetrieben. Durch die Antriebswelle wird außerdem
ein Lüfter angetrieben, der mindestens radial und/oder axial getrennte erste und zweite
Lüfterabschnitte zur Förderung eines ersten Luftstroms sowie eines weiteren, vom ersten
Luftstrom getrennten zweiten Luftstroms umfasst. Weiterhin ist eine zustromseitige
Kanaltrennung vorgesehen, die einen ersten Einlasskanal für den ersten Luftstrom von
einem zweiten Einlasskanal für den zweiten Luftstrom trennt, wobei der erste Luftstrom
von dem ersten Lüfterabschnitt angesaugt und der zweite Luftstrom mittels des zweiten
Lüfterabschnitts gefördert wird. Die Luftströme treten über räumlich getrennte Querschnitte
in die jeweils zugeordneten Lüfterabschnitte ein und aus diesen auch ohne Vermischung
wieder aus. Der zweite Luftstrom wird über den Wärmetauscher (25) geführt. Der Wärmetauscher
ist bezogen auf den zweiten Luftstrom stromauf des Lüfters angeordnet.
[0005] Die
US 2013/0136643 A1 beschreibt einen Geräusch reduzierten, ölfreien Schraubenkompressor. Die dafür genutzte
Baustruktur umfasst einen Kompressorhauptkörper und einen Kompresorantriebsmotor,
die am Boden einer Baugruppe angeordnet sind. Ein Luftkanal ist an der Oberseite platziert.
Auch in der
US 6,210,132 B1 ist ein Element zur Führung eines Luftstroms über einen Kühler eines ölfreien Schraubenkompressors
beschrieben. Schließlich zeigt die
WO 2016/129366 A1 eine modular aufgebaute Förderanlage.
[0006] Generell ergibt sich bei derartigen Kompressoranlagen immer der Bedarf, mehr oder
weniger große Wärmemengen abzuführen, um eine Überhitzung einzelner Komponenten bzw.
der Gesamtanlage zu vermeiden. Die Gesamtanlage wird bislang durch Kühlluft gekühlt,
wobei erwärmte Abluft abgegeben wird. Einige Anlagen enthalten zusätzlich einen Wärmetauscher,
dessen sekundäres Kühlmedium Wärme aus einem primären Kühlkreislauf des Kompressors
aufnimmt und nach außen transportiert. Die abgeführte Wärme kann dann im Wege der
Wärmerückgewinnung von einem externen Verbraucher genutzt werden. Problematisch ist
bei allen Anlagen, dass für die Kühlluftführung Zu- und Abluftöffnungen erforderlich
sind, die Schall aus der Kompressoranlage austreten lassen, sodass aufwendige Schallschutzmaßnahmen
erforderlich werden. Weiterhin kann die Zufuhr von Kühlluft zu Schädigungen in der
Anlage führen, beispielsweise aufgrund auftretender Verschmutzungen oder bei Kondensation
von Luftfeuchtigkeit, die zu Korrosion führen kann. Diese beiden sich aus der Notwendigkeit
einer Kühlluftzu- und -abfuhr ergebenden Hauptprobleme werden in bestimmten Ausführungen
von Kompressoranlagen durch die dort verwendeten Bauteile und Funktionsweise noch
verstärkt.
[0007] So treten zusätzliche Schallemissionen insbesondere bei nach dem Verdrängungsprinzip
arbeitenden Maschinen auf. Dort besteht das Problem, dass aufgrund des diskontinuierlichen
Ausschubvorgangs auf der Druck- bzw. Ausschubseite des Kompressors, in den nachgeschalteten
Komponenten, wie zum Beispiel Rohrleitungen, Kühler, Druckbehälter etc., unerwünschte
Pulsationen, d. h. Druckwechsel auftreten, die erhebliche Geräuschemissionen hervorrufen,
basierend auf Körperschalleinleitung, Schallweiterleitung und Schallabstrahlung. Da
die Ausschubvorgänge impulsartige Vorgänge sind, sind auch die Harmonischen der Pulsations-Grundfrequenz
stark ausgeprägt, in einigen Fällen sogar stärker als die Grundfrequenz selbst.
[0008] Aus der
DE 699 20 997 T2 ist zur singulären Lösung der durch Pulsationen ausgelösten Probleme ein Pulsationsdämpfer
für eine Pumpe bekannt, der einen Gerätekörper und eine Membran umfasst, wobei die
Membran einen Innenraum des Gerätekörpers in eine Flüssigkeitskammer, die vorübergehend
eine durch eine Kolbenpumpe zu transportierende Flüssigkeit speichern kann, und eine
Gaskammer unterteilt, welche mit einem Gas zur Unterdrückung von Pulsationen gefüllt
wird und sich erweitert und kontrahiert, um eine Kapazität der Flüssigkeitskammer
zu ändern. Hierdurch werden Pulsationen aufgrund eines Ausgangsdrucks der transportierten
Flüssigkeit gedämpft.
[0009] Aus der Praxis sind auch einfache Pulsations-Schalldämpfer bekannt, die im Wesentlichen
in der Art eines lang gestreckten Rohrs mit im Inneren angebrachten Absorbermaterialien
gebildet sind und die Dämpfung sowohl durch Absorption als auch Reflexion des Schalls
anstreben. Diese bekannten Schalldämpfer zeigen aber mehrere Nachteile. Zunächst ist
zum Erreichen einer ausreichenden Dämpfung eine große Länge des Absorberteils entscheidend.
Da die eingesetzten Absorbermaterialien über die Länge eine konstante Dämpfung zeigen,
erfolgt die Schalldämpfung graduell vom Eintritt in den Dämpfer zum Austritt, was
zur Folge hat, das im Eintrittsbereich des Schalldämpfers noch verhältnismäßig viel
Schall über das Gehäuse nach Außen abgestrahlt wird. Außerdem kommt es besonders bei
hohen Frequenzen zum Durchstrahlen des Schalls durch das lang gestreckte Dämpferrohr,
sodass bestimmte Frequenzen der Pulsationen nahezu ungedämpft den Absorber passieren
können.
[0010] Eine nicht zu vernachlässigende Wärmeentwicklung tritt in einer Kompressoranlage
auch im Leerlauf auf, sodass diese Wärme bei der Dimensionierung der Kühlung berücksichtigt
werden muss. Im praktischen Einsatz insbesondere von mehrstufigen Schraubenverdichtern
muss im Leerlauf, also wenn von dem nachgeordneten System keine Druckluft abgenommen
wird, zur Vermeidung einer Drucküberhöhung das Fördern weiteren Mediums eingestellt
werden. Dennoch soll der Kompressor im Leerlauf nicht vollständig abgeschaltet werden,
wenn mit einem kurzfristig wieder erforderlichen Nachliefern von Druckluft gerechnet
werden muss. Um diesen Leerlaufbetrieb zu ermöglichen, wird gewöhnlich eine Drosselklappe
in der Saugleitung geschlossen und über einen Bypass nur noch ein Teilstrom der ersten
Verdichterstufe zugeführt. Diese Funktionen übernimmt zumeist ein sogenannter Ansaugregler,
der am Einlass der ersten Verdichterstufe angeordnet ist. Gleichzeitig öffnet auf
der Ausgangsseite, also am Ausgang der zweiten Verdichterstufe ein Abblasventil zur
Atmosphäre, sodass die zweite Verdichterstufe gegen Atmosphärendruck fördert. Die
Druckverhältnisse in beiden Verdichterstufen bleiben gleich, wodurch auch die Austrittstemperaturen
beider Stufen nahezu gleich bleiben. Nachteilig sind an dieser Leerlaufregelung der
hohe Energieverbrauch des Verdichters und die auftretende Abwärme.
[0011] Eine erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, eine Kompressoranlage
mit einer verbesserten Kühlung bereitzustellen, welche die Nachteile der Zufuhr großer
Mengen an Umgebungsluft als Kühlluft vermeidet. Dabei wird auch angestrebt, die Rückgewinnung
der Abwärme der Kompressoranlage zu erleichtern. Ebenso ist es ein Ziel der Erfindung,
die Schallemission und den Energieverbrauch der Kompressoranlage zu reduzieren.
[0012] Die genannte Aufgabe wird durch eine Kompressoranlage gemäß dem beigefügten Anspruch
1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen genannt.
[0013] Die erfindungsgemäße Kompressoranlage besitzt ein Anlagen-Gehäuse, in welchem mehrere
Wärme erzeugende Anlagenkomponenten angeordnet sind. Diese umfassen mindestens eine
Verdichterstufe, beispielsweise einen Doppel-Schraubenverdichter mit zwei Verdichterstufen,
die der Verdichtung eines gasförmigen Mediums dienen, insbesondere der Erzeugung von
Druckluft. Das Anlagen-Gehäuse enthält weiterhin einen Luft-Wasser-Kühler, ein Gebläse,
welches einen Kühlluftstrom erzeugt, sowie Luftleitelemente, welche die von den Anlagenkomponenten
erwärmte Luft zu dem Luft-Wasser-Kühler führen. Im Anlagen-Gehäuse ist mindestens
ein Kühlluftkanal ausgebildet, der eine Einlassöffnung im oberen Abschnitt des Anlagen-Gehäuses
und eine Auslassöffnung im unteren Abschnitt des Anlagen-Gehäuses aufweist. Im Anlagen-Gehäuse
sind obere Luftleitelemente positioniert, um den Kühlluftstrom nach Durchströmen des
Luft-Wasser-Kühlers zur Einlassöffnung des Kühlluftkanals zu führen. Weiterhin sind
untere Luftleitelemente positioniert, um den Kühlluftstrom von der Auslassöffnung
des Kühlluftkanals zu den Wärme erzeugenden Anlagenkomponenten zu führen.
[0014] Im Anlagen-Gehäuse befinden sich zumeist zahlreiche Anlagenkomponenten die sich im
Betrieb erwärmen. Dazu zählen je nach Bauart der Kompressoranlage beispielsweise ein
luftgekühlter Antriebsmotor, Rohre und Leitungen, ein Pulsationsdämpfer, eine Ölwanne,
der eigentliche Verdichter mit ggf. mehreren Verdichterstufen, Getriebestufen usw.
Wärme entsteht auch durch elektronische Bauteile, die meistens in einem Schaltschrank
zusammengefasst sind, der bei einer bevorzugten Ausführungsform ebenfalls in das Anlagen-Gehäuse
integriert sein kann.
[0015] Zur Kühlung des Innenraumes im Anlagen-Gehäuse wird dort ein Kühlluftstrom geführt,
der die Wärme von den Anlagenkomponenten abführt. Anders als im Stand der Technik,
wird dieser Kühlluftstrom aber nicht durch Gehäuseöffnungen nach außen abgeführt sondern
innerhalb des Gehäuses gezielt zu dem Luft-Wasser-Kühler geführt.
[0016] Im Luft-Wasser-Kühler sorgt ein Wasserkreislauf für die Abkühlung der Luft. Die so
gekühlte Luft wird durch den Kühlluftkanal geführt und von dort verteilt und gezielt
den zu kühlenden Anlagenkomponenten zugeführt.
[0017] Aus der vorgeschlagenen Bauweise der erfindungsgemäßen Kompressoranlage ergeben sich
zahlreiche Vorteile. So sind keine Öffnungen im Anlagen-Gehäuse notwendig, um große
Mengen Kühlluft anzusaugen und in die Umgebung abzugeben. Diese führt zu einem geringen
Schallpegel, den die Kompressoranlage emittiert, wodurch sich auch die bauseits zu
erfüllenden Anforderungen an den Aufstellraum vereinfachen. Weiterhin können durch
die nahezu vollständige Einspeisung der Abwärme in den Luft-Wasser-Kühler ca. 97%
der anfallenden Kompressorabwärme in das Kühlwasser überführt und einer Wärmerückgewinnung
zugeführt werden. Aufgrund der weitgehend fehlenden Aufnahme von Kühlluft von außen
wirken sich die Umgebungsbedingungen weniger auf die Kompressoranlage aus, sodass
eine Aufstellung der Kompressoranlage im Außenbereich oder in besonders anspruchsvollen
Umgebungen weniger schwierig ist. Der thermische Zustand der Kompressoranlage wird
nahezu ausschließlich von den Bedingungen des von Außen dem Luft-Wasser-Kühler zugeführten
Kühlwassers bestimmt. Es ist auf diese Weise sogar eine Aufheizung der Kompressoranlage
bei Stillstand möglich (Frostschutz), indem der externe Wasserkreislauf Wärme über
das Kühlwasser in den internen Luft-Wasser-Kühler überträgt und so warme Luft durch
die Kompressoranlage gefördert wird. Vermieden werden weiterhin Probleme, die sich
aus verschmutzter oder zu feuchter Umgebungsluft für die Anlagenkomponenten ergeben
können.
[0018] Der vorgeschlagene Aufbau der Kompressoranlage und das damit realisierte integrierte
Lüftungskonzept kann bei allen Arten von Kompressoranlage (öleingespritzt, wassereingespritzt)
verwendet werden, bei denen eine Wasserkühlung für die Kühlung der an den Verdichterstufen
entstehenden Wärme genutzt wird. Dieser Wasserkühlung wird die Wärme im Anlageinnenraum
zugeführt.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird der Luft-Wasser-Kühler von demselben
externen Kühlkreislauf versorgt, der für die Wasserkühlung der Verdichterstufe der
Kompressoranlage genutzt wird. Der Luft-Wasser-Kühler kann dabei in Reihe oder parallel
mit dem Kühlkreislauf der Verdichterstufe geschaltet sein.
[0020] Eine bevorzugte Ausführungsform der Kompressoranlage zeichnet sich dadurch aus, dass
der Luft-Wasser-Kühler oberhalb der Wärme erzeugenden Anlagenkomponenten positioniert
ist, und dass das Gebläse oberhalb des Luft-Wasser-Kühlers positioniert ist, um den
Kühlluftstrom durch den Kühler zu saugen und der Einlassöffnung des Kühlluftkanals
zuzuführen. Die im Betrieb entstehend Abwärme steigt selbsttätig nach oben, sodass
die Luftleitelemente auf wenige Leitbleche beschränkt sein können. Vorzugsweise werden
die Luftleitelemente durch Abschnitt der Innenwandung des Anlagen-Gehäuses und/oder
Rahmenteile gebildet, die auch tragende Funktionen übernehmen können.
[0021] Besonders zweckmäßig ist eine Ausführungsform, bei welcher der Kühlluftkanal mindestens
abschnittsweise in oder an einer das Gehäuse verschließenden Tür verläuft. Beim Öffnen
der Tür wird dieser Abschnitt dann automatisch weggeschwenkt, sodass der den Zugang
zu den anderen Anlagenkomponenten nicht behindert. Auf diese Weise sind Wartungsarbeiten
einfach möglich.
[0022] Bei einer Ausführungsform verläuft der Kühlluftkanal abschnittsweise in einem Boden
des Gehäuses und besitzt dort mehrere Auslassöffnungen, welche die Kühlluft nach oben
in das Gehäuse entlassen. Ebenso können in dem vertikal in der Tür verlaufenden Abschnitt
des Kühlluftkanals seitliche Auslassöffnungen vorgesehen sein, wenn bestimmte Anlagenkomponenten
seitlich mit Kühlluft angeströmt werden sollen.
[0023] Bei einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Anlagen-Gehäuse gegenüber der Umgebung
weitgehend luftdicht abgedichtet. Der Kühlluftstrom zirkuliert dann nahezu ausschließlich
innerhalb des Anlagen-Gehäuses. Die Verdichterstufe ist dabei natürlich an einen zur
Umgebung geöffneten Ansaugstutzen angeschlossen, um die zu komprimierende Luft anzusaugen.
[0024] Bei einer weitergebildete Ausführungsform umfassen die Wärme erzeugenden Anlagenkomponenten
eine elektronische Schaltungsbaugruppe. In diesem Fall wird die Schaltungsbaugruppe
ebenfalls durch den innerhalb des Anlagen-Gehäuses zirkulierenden Kühlluftstrom gekühlt.
Alternativ können die Schaltungsbaugruppen in einem eigenständigen Schaltschrank untergebracht
sein, der eine eigene Kühlung aufweist.
[0025] Eine weitergebildete Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass sie zusätzlich
einen Pulsations-Schalldämpfer als eine Anlagenkomponente umfasst. Der Pulsations-Schalldämpfer
eignet sich für die Dämpfung von Pulsationen und daraus resultierendem Schall in dem
gasförmigen Medienstrom, der von einem Verdichter geliefert wird. Der Pulsations-Schalldämpfer
besitzt zunächst ein sich entlang einer Zentralachse erstreckendes Schalldämpfer Gehäuse
mit einem Medienstromeinlass und einem Medienstromauslass. Weiterhin sind mehrere
hülsenförmige Absorberelemente vorgesehen, die aus schallabsorbierendem Material bestehen
und konzentrisch zueinander im Gehäuse angeordnet sind. Insoweit weicht der Pulsations-Schalldämpfer
von bekannten Schalldämpfern in markanter Weise ab, denn im Stand der Technik wird
entweder nur ein einziges Absorberelement genutzt oder mehrere Absorberelemente sind
axial hintereinander angeordnet. Jedes hülsenförmige Absorberelement besitzt einen
Einlassbereich und einen Auslassbereich, die axial voneinander beabstandet positioniert
sind, vorzugsweise an den gegenüberliegenden Stirnseiten des Absorberelements angeordnet
sind. Der Einlassbereich des strömungstechnisch vordersten Absorberelements ist mit
dem Medienstromeinlass des Schalldämpfer-Gehäuses verbunden, der Auslassbereich des
strömungstechnisch vordersten Absorberelements ist mit dem Einlassbereich des strömungstechnisch
nachfolgenden Absorberelements verbunden und so fort, und der Auslassbereich des strömungstechnisch
hintersten Absorberelements ist mit dem Medienauslass des Schalldämpfer-Gehäuses verbunden.
Zwischen jeweils radial benachbarten Wandabschnitten verschiedener Absorberelemente
verbleibt jeweils ein Strömungsraum, durch welchen der Medienstrom geführt ist. Durch
diese Bauweise bilden die mehreren Absorberelemente somit mehrere Stufen, die verschachtelt
ineinander angeordnet sind. Jede dieser Stufen funktioniert quasi als separater Absorber.
Der Medienstrom ändert im Schalldämpfer mehrfach seine Richtung, vorzugsweise mäandriert
er entlang der einzelnen Absorberelemente.
[0026] Ein wesentlicher Vorteil des Pulsations-Schalldämpfers besteht darin, dass durch
die verschachtelte Anordnung der Absorberelemente und die sich daraus ergebende mäanderartige
Führung des Medienstroms die Gesamtbaulänge erheblich reduziert wird. Bei vergleichbarer
Dämpfung des Gesamtsystems ist der erfindungsgemäße Schalldämpfer um mehr als die
Hälfte kürzer als ein herkömmlicher Schalldämpfer mit einer geradlinigen Führung des
Medienstroms. Dieser Schalldämpfer kann daher besonders einfach in das Anlagen-Gehäuse
integriert und dort zur Wärmeabfuhr mit dem Kühlluftstrom versorgt werden.
[0027] Gemäß einer Ausführungsform bestehen die Absorberelemente aus demselben schallabsorbierenden
Material, sodass sie alle auf den gleichen Frequenzbereich wirken. Bei einer abgewandelten
Ausführungsform sind die einzelnen Absorberelemente auf die Dämpfung unterschiedlicher
Frequenzbereiche abgestimmt, insbesondere durch Verwendung unterschiedlicher schallabsorbierender
Materialien. Vorzugsweise bestehen die Absorberelemente aus mineralischem Material,
Metall- oder Kunststoffgewebe, Metall- oder Keramikschäumen, wobei kammerartige Strukturen
vorteilhaft sind. Ebenso können mehrlagige Absorbermaterialschichten verwendet werden.
[0028] Eine bevorzugte Ausführungsform des Pulsations-Schalldämpfers verwendet rotationssymmetrische
Absorberelemente, die teleskopartig ineinander greifen und axial feststehend im Schalldämpfer-Gehäuse
angeordnet sind. In abgewandelten Ausführungen können die Absorberelemente aber auch
einen rechteckigen oder polygonalen Querschnitt aufweisen. Besonders vorteilhaft ist
es, wenn mindestens drei oder mehr Absorberelemente ringförmig zueinander angeordnet
sind, wobei zwischen dem Innendurchmesser eines jeweils außenliegenden Absorberelements
und dem Außendurchmesser eines demgegenüber innenliegenden Absorberelements jeweils
eine Differenz verbleibt, um dort den Strömungsraum auszubilden, beispielsweise mit
einer Breite von 5 - 10 mm. Die Absorberelemente erstrecken sich bevorzugt über nahezu
dieselbe axiale Länge, sodass sich mindestens 80%, vorzugsweise mindestens 90% der
Längserstreckung der Absorberelemente axial überlappen.
[0029] Gemäß einer Ausführungsform sind der Einlassbereich und der Auslassbereich des Pulsations-Schalldämpfers
jeweils an den Stirnseiten der Absorberelemente angeordnet, wobei die Strömungsrichtung
des Medienstroms jeweils beim Übergang von einem Absorberelement zum nächsten Absorberelement
eine Richtungsumkehr von 180° erfährt. Da aufgrund der ineinander geschachtelten Anordnung
der hülsenförmigen Absorberelemente jeweils am Übergang zwischen den benachbarten
Absorberelementen auch ein Querschnittszuwachs für den Medienstrom bereitsteht (auch
bei gleichbleibender Spaltbreite im Strömungsraum), kommt es zu einer Reduktion der
Strömungsgeschwindigkeit, wodurch eine zusätzliche Dämpfung erreicht wird. Je nach
Ausführung kann leicht das Doppelte an durchströmter Querschnittsfläche und damit
auch eine deutliche Geschwindigkeitsreduzierung von einer Stufe zur nächsten erreicht
werden. Ebenfalls kann die Richtungsumkehr beim Übertritt des Medienstroms von einem
Absorberelement zum nächsten positiv für die Verbesserung der Dämpfungseigenschaften
ausgenutzt werden, denn durch die Umlenkungen besteht keine direkte "Sichtverbindung"
zwischen dem Medienstromeinlass und dem Medienstromauslass, was ein direktes "Durchstrahlen"
von Pulsationen höherer Frequenzen auf nachgeschaltete Bauteile verhindert.
[0030] Durch die Verwendung hülsenartiger Absorberelemente mit dazwischen verbleibenden
ringförmigen Strömungsräumen können großzügige Querschnitte zur Strömungsführung des
Medienstroms erreicht werden, was geringste Druckverluste zur Folge hat.
[0031] Eine vorteilhafte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass das strömungstechnisch
vorderste Absorberelement des Pulsations-Schalldämpfers radial innenliegend und das
strömungstechnisch hinterste Absorberelement radial außen liegend angeordnet ist.
Vorzugsweise besitzt das Schalldämpfer-Gehäuse einen Absorberelementeaufnahmebereich
mit einem kreisförmigen Querschnitt; eine Stirnplatte, an welcher der Medieneinlass
als zentral liegende Einlassöffnung ausgebildet ist, die in einen zentralen Einlassbereich
des strömungstechnisch vordersten Absorberelements mündet; und einen Flansch, welcher
der Stirnplatte gegenüberliegt, den Medienauslass bildet und in den ein ringförmiger
Auslassbereich des strömungstechnisch hintersten Absorberelements mündet. Da bei dieser
Bauweise sich der Medieneintritt in den Schalldämpfer im inneren Bereich befindet,
ist dort der Ort mit der größten Schallenergie, d. h. weit entfernt von der äußeren
Schalldämpfer-Gehäusewand. Bei einem mit drei Absorberelementen ausgerüsteten Schalldämpfer
befindet sich auch die in Strömungsrichtung nächste Stufe noch im inneren des Dämpfers.
In der letzten Stufe, welche durch das an das Schalldämpfer-Gehäuse angrenzende Absorberelement
gebildet wird, ist die Schallenergie dann schon derart abgebaut, dass die vom Schalldämpfer-Gehäuse
noch in den Innenraum des Anlagen-Gehäuses abgestrahlte Schallenergie minimal ist.
Aufgrund der nicht mehr nötigen Lüftungsöffnungen im Anlagen-Gehäuse ist die von der
gesamten Kompressoranlage erzeugte Schallemission damit minimiert.
[0032] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Pulsations-Schalldämpfers ist das Verhältnis
von axialer Länge zu maximaler Querschnittserstreckung (z. B. Durchmesser) jedes Absorberelements
kleiner als 5, vorzugsweise kleiner als 2,5. Besonders bevorzugt ist dieses Verhältnis
beim radial äußersten Absorberelement kleiner als 1, vorzugsweise kleiner als 0,75.
Ebenso ist es vorteilhaft, wenn das Verhältnis von axialer äußerer Gesamtlänge des
Pulsations-Schalldämpfers zur Länge des vom Medienstrom durch die Absorberelemente
zurückgelegten Weges kleiner als 1, vorzugsweise kleiner als 0,5 ist.
[0033] Eine weitergebildete Ausführungsform des Pulsations-Schalldämpfers zeichnet sich
dadurch aus, dass eines oder mehrere der Absorberelemente zusätzliche Hohlräume aufweisen,
die als Resonatorkammern wirken. Die Resonatorkammern erstrecken sich bevorzugt winklig
zu den Strömungsräumen und dienen einer zusätzlichen Pulsations- und Schalldämpfung
unter Ausnutzung von Reflexions- und Resonanzeffekten.
[0034] Es ist ersichtlich, dass die in der Kompressoranlage realisierte Kühlung in Bezug
auf die Größe des Luft-Wasser-Kühlers und die Leistungsfähigkeit des Gebläses weniger
leistungsstark dimensioniert werden muss, wenn an den Anlagenkomponenten möglichst
wenig Abwäre anfällt. Dazu trägt bei, wenn im Leerlaufbetrieb des Kompressors möglichst
wenig Abwärme entsteht. Dies gelingt im Fall des Aufbaus eines mehrstufigen Schraubenverdichters
durch eine veränderte Ansteuerung der Verdichterstufen, die nachfolgend näher erläutert
wird. Anwendbar ist das Verfahren somit bei eine erfindungsgemäßen Kompressoranlage,
die mit einem Schraubenverdichter mit mindestens einer ersten und einer zweiten Verdichterstufe
arbeitet, wobei die erste Verdichterstufe das gasförmiges Medium komprimiert und an
die zweite Verdichterstufe führt, welche das Medium weiter komprimiert. Die erste
Verdichterstufe liegt also in Strömungsrichtung des Mediums gesehen vor der zweiten
Verdichterstufe. In den meisten Fällen besitzen solche Schraubenverdichter genau zwei
Verdichterstufen, jedoch sind auch Bauformen mit mehr als zwei Stufen möglich. Weiterhin
ist es für die Ausführung des Verfahrens erforderlich, dass beide Verdichterstufen
getrennt voneinander und drehzahlregelbar angetrieben sind, d. h. jede Verdichterstufe
wird von einem drehzahlregelbaren Antrieb angetrieben, insbesondere von einem Direktantrieb,
sodass auf ein Verteilergetriebe verzichtet werden kann.
[0035] In einem ersten Schritt wird ein Volumenstrom des komprimierten gasförmigen Mediums,
welches am Ausgang der zweiten Verdichterstufe abgenommenen bzw. an nachfolgende Einheiten
abgegeben wird, mit einem geeigneten Geber erfasst. Dabei kann eine direkte Volumenstrommessung
zum Einsatz kommen oder der abgenommene Volumenstrom wird indirekt z. B. aus den am
Ausgang der zweiten Verdichterstufe herrschenden Druckverhältnissen oder aus dem am
Antrieb der zweiten Verdichterstufe auftretenden Drehmoment / Antriebsstrom ermittelt.
[0036] Im normalen Lastbetrieb wird ein Volumenstrom abgenommen, der zwischen einem Maximalwert,
für welchen der Schraubenverdichter ausgelegt ist, und einem vorbestimmten Minimalwert
schwanken kann. In diesem Lastbetrieb wird der Schraubenverdichter in an sich bekannter
Weise geregelt, wozu auch gehört, dass die Drehzahl der Antriebe der beiden Verdichterstufen
in einem vorgegebenen Bereich variiert werden kann. Wenn im Lastbetrieb der abgenommene
Volumenstrom in einem Bereich zwischen einem Maximalwert und einem vorbestimmten Minimalwert
sinkt, reduziert die Steuerung der Kompressoranlage die Drehzahl beider Verdichterstufen,
und wenn der Volumenstrom in diesem Bereich wieder ansteigt, erhöht die Steuerung
die Drehzahl der Verdichterstufen wieder, sodass im normalen Lastbetrieb ein vorbestimmter
Ausgangsdruck beibehalten wird.
[0037] Wenn hingegen der Volumenstrom den vorbestimmten Minimalwert unterschreitet, d. h.
es wird kein oder nur ein sehr geringer Volumenstrom abgenommen, wechselt der Betriebszustand
der Kompressoranlage vom Lastbetrieb in den Leerlaufbetrieb. Dazu wird im nächsten
Schritt ein Abblasventil geöffnet, um den von der zweiten Verdichterstufe zunächst
weiterhin gelieferten Volumenstrom über das Abblasventil zumindest teilweise austreten
zu lassen. Damit wird verhindert, dass der Druck am Ausgang des Schraubenverdichters
eine maximal zulässige Größe überschreitet. Das Abblasventil kann beispielsweise ein
gesteuertes Magnetventil sein.
[0038] In einem weiteren Schritt, der vorzugsweise mit nur geringer Verzögerung oder im
Wesentlichen gleichzeitig mit dem Öffnen des Abblasventils ausgeführt wird, wird die
Drehzahl mindestens der ersten Verdichterstufe auf eine vorbestimmte Leerlaufdrehzahl
V1
L reduziert, um den von der ersten an die zweite Verdichterstufe gelieferten Volumenstrom
zu reduzieren. Abweichend zum Stand der Technik wird dafür gerade nicht eine Drosselklappe
bzw. ein Ansaugregler geschlossen. Vielmehr bleibt der Einlass der ersten Verdichterstufe
vollständig geöffnet. Eine Drosselklappe bzw. ein Ansaugregler und deren Ansteuerung
können vollständig entfallen. Die Reduzierung des von der ersten Verdichterstufe geförderten
Volumenstroms erfolgt bevorzugt ausschließlich über die Reduktion der Drehzahl der
ersten Verdichterstufe auf die Leerlaufdrehzahl V1
L.
[0039] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird in einem nächsten Schritt auch die Drehzahl
der zweiten Verdichterstufe auf eine Leerlaufdrehzahl V2
L reduziert. Vorzugsweise werden die Drehzahlen beider Verdichterstufen im Wesentlichen
parallel laufend jeweils bis auf die Leerlaufdrehzahl V1
L bzw. V2
L reduziert.
[0040] Die Leerlaufdrehzahl V1
L der ersten Verdichterstufe (Low Pressure - LP) wird in Abstimmung mit der Leerlaufdrehzahl
V2
L der zweiten Verdichterstufe (High Pressure - HP) so gewählt, dass die Austrittstemperatur
des Mediums an der zweiten Stufe nicht kleiner als die Eintrittstemperatur an dieser
Stufe wird. Eine solche ungewollte Betriebsbedingung kann eintreten, wenn das Druckverhältnis
an der zweiten Verdichterstufe kleiner als 0,6 wird. Durch die Wahl der Leerlaufdrehzahlen
ist daher sicherzustellen, dass die zweite Stufe nicht als "Expander" arbeitet und
die Medientemperatur dadurch sinkt. Andernfalls kann es zu einer unerwünschten Kondensation
im Verdichter kommen. Weiterhin ist bei der Wahl der Leerlaufdrehzahlen sicherzustellen,
dass die zweite Verdichterstufe nicht über das transportierte Medium von der ersten
Verdichterstufe angetrieben wird, da andernfalls der Antrieb der zweiten Stufe in
den Generatorbetrieb wechseln würde, was zu einer Schädigung des diesen ansteuernden
Frequenzumrichters führen könnte.
[0041] Die minimalen Leerlaufdrehzahlen werden auch dadurch bestimmt, welche Verzögerung
beim Wiedereintritt in den Lastzustand hinnehmbar ist. Um so kürzer diese Rückkehrzeit
sein muss, desto höher wird die Leerlaufdrehzahl zu wählen sein.
[0042] Vorzugsweise liegt das Drehzahlverhältnis im Leerlauf zwischen zweiter und erster
Stufe im Bereich 2 bis 3, besonders bevorzugt etwa 2,5. Das Druckverhältnis der ersten
Stufe liegt dabei bei etwa 1,5 und das Druckverhältnis der zweiten Stufe liegt etwa
im Bereich von 0,6 bis 0,75. Bevorzugt beträgt die Leerlaufdrehzahl V2
L der zweiten Verdichterstufe etwa 1/2 bis 1/4 der Lastdrehzahl dieser Stufe. Bevorzugt
beträgt die Leerlaufdrehzahl V1
L der ersten Verdichterstufe etwa 1/5 bis 1/8 der Lastdrehzahl dieser Stufe.
[0043] Ein Vorteil dieses Steuerverfahrens besteht somit darin, dass beide Verdichterstufen
im Leerlaufbetrieb mit deutlich niedrigeren Drehzahlen betrieben werden können. Dies
reduziert den Energieverbrauch und den Verschleiß. Außerdem sinken die Temperaturen
des komprimierten Mediums am Auslass der jeweiligen Verdichterstufe, was sich vorteilhaft
auf die Gesamtmenge der in der Kompressoranlage anfallenden Abwärme auswirkt. Dennoch
kann der Schraubenverdichter bei erneuter Anforderung von Volumenstrom sehr schnell
zurück in den Lastbetrieb gebracht werden, indem die Drehzahlen der Verdichterstufen
wieder hochgefahren werden.
[0044] Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es
zeigen:
- Fig. 1
- eine teilweise geöffnete Ansicht einer erfindungsgemäßen Kompressoranlage;
- Fig. 2
- eine teilweise geschnittene Ansicht der Kompressoranlage mit eingezeichnetem Kühlluftstrom;
- Fig. 3
- einen Längsschnitt eines Pulsations-Schalldämpfers, der eine Anlagenkomponente bildet;
- Fig. 4
- einen Querschnitt des Pulsations-Schalldämpfers gemäß Fig. 3;
- Fig. 5
- eine vereinfachte Darstellung der Betriebsparameter in einem Schraubenverdichter mit
zwei Verdichterstufen während des Lastbetriebs;
- Fig. 6
- eine vereinfachte Darstellung der Betriebsparameter in dem Schraubenverdichter während
des Leerlaufbetriebs.
[0045] Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Kompressoranlage 01 in einer teilweise geöffneten,
perspektivischen Ansicht. Die Kompressoranlage 01 besitzt ein verschließbares Anlagen-Gehäuse
02, dessen Seitenwände 03 nur teilweise dargestellt sind. Das Anlagen-Gehäuse 02 umfasst
einen Boden 04 und eine Tür 05, die den Zugang zu innen liegenden Anlagenkomponenten
06 gestattet. Die Anlagenkomponenten 06 erzeugen im Berieb der Kompressoranlage Wärme
und umfassen mindestens eine Verdichterstufe zur Verdichtung eines gasförmigen Mediums.
Die Tür 05 besitzt einen ersten Abschnitt eines Kühlluftkanals 07, der oben eine Einlassöffnung
08 und unten eine Auslassöffnung 09 aufweist. Im Boden 04 ist ein Durchlass 11 angeordnet,
der bei geschlossener Tür 05 mit der Auslassöffnung 09 gekoppelt ist, um Kühlluft
in den Boden 04 einströmen zu lassen. Der Kühlluftkanal setzt sich somit aus dem in
der Tür verlaufenden Abschnitt, aus Abschnitten im Boden sowie aus Abschnitten innerhalb
des Anlagen-Gehäuses zusammen, welche z. B. durch die Luftleitelemente gebildet sind.
[0046] Fig. 2 zeigt die Kompressoranlage 01 in einer geöffneten Ansicht, wobei mehrere der
Anlagenkomponenten nicht dargestellt sind. Dadurch wird ersichtlich, dass im oberen
Drittel des Anlagen-Gehäuses ein Luft-Wasser-Kühler 12 angeordnet ist, der sich damit
über den die Wärme erzeugenden Anlagenkomponenten 06 befindet. Im Anlagen-Gehäuse
sind mehrere obere Luftleitelemente 13 angeordnet, welche die aufsteigende, erwärmte
Luft - symbolisiert durch Warmluftpfeile 14 - zum Luft-Wasser-Kühler 12 leiten.
[0047] Zur Erzeugung eines umgewälzten Kühlluftstroms ist oberhalb des Luft-Wasser-Kühlers
12 ein Gebläse 15 angeordnet. Dieses saugt die Warmluft durch den Luft-Wasser-Kühler
12 und bläst die dort abgekühlte Luft als Kühlluftstrom 16 zur Einlassöffnung 08 des
Kühlluftkanals 07. Der Kühlluftstrom 16 wird im Kühlluftkanal 07 nach unten geführt
und tritt aus der Auslassöffnung 09 aus, um über den Durchlass 11 in den Boden 04
zu gelangen. Im Boden 04 und ggf. auch im unteren Abschnitt des Anlagengehäuses sind
untere Luftleitelemente 17 angeordnet, um den Kühlluftstrom zu den zu kühlenden Anlagenkomponenten
06 zu führen.
[0048] Fig. 3 zeigt eine vereinfachte Längsschnittansicht eines Pulsations-Schalldämpfers
100, der eine Anlagenkomponente der zuvor beschriebenen Kompressoranlage ist. Fig.
4 zeigt den Querschnitt dieses Pulsations-Schalldämpfers. Der Schalldämpfer 100 besitzt
in diesem Beispiel ein im Wesentlichen zylindrisches Schalldämpfer-Gehäuse 101 mit
einem Absorberelementeaufnahmebereich 102, einer das Schalldämpfer-Gehäuse stirnseitig
verschließenden Stirnplatte 103 und einem der Stirnplatte axial gegenüberliegenden
Flansch 104. Die Stirnplatte 103 weist einen zentral angeordneten Medienstromeinlass
106 auf, über welchen ein von einem Verdichter komprimierter gasförmiger Medienstrom
107, insbesondere Druckluft, zugeführt wird.
[0049] Im Absorberelementeaufnahmebereich 102 sind mehrere hülsenartige Absorberelemente
108 angeordnet, im dargestellten Beispiel ein strömungstechnisch vorderes Absorberelement
108a, ein strömungstechnisch mittleres Absorberelement 108b und ein strömungstechnisch
hinteres Absorberelement 108c. Die drei Absorberelemente sind teleskopartig ineinander
gesteckt und besitzen in Achsrichtung im Wesentlichen dieselbe Länge. Alle Absorberelemente
bestehen aus schallabsorbierendem Material, wobei die spezifischen Eigenschaften des
Materials zwischen den einzelnen Absorberelementen differenziert gewählt sein können.
[0050] Der Medienstromeinlass 106 mündet im zentral liegenden Einlassbereich des vorderen
Absorberelements 108a, sodass der Medienstrom zunächst im Inneren des vorderen Absorberelements
108a strömt und durch dessen Material eine Dämpfung erfährt. Der Innenraum des vorderen
Absorberelements 108a kann hohl oder mit gasdurchlässigem Material gefüllt sein, wobei
der Strömungswiderstand gering zu halten ist. An dem der Stirnplatte 103 abgewandten
Ende des vorderen Absorberelements 108a ist ein Auslassbereich vorgesehen, damit der
Medienstrom aus dem vorderen Absorberelement 108a austreten kann. Dort strömt der
Medienstrom in einem ersten ringförmigen Wechselbereich 110 in den Einlassbereich
des mittleren Absorberelements 108b ein, wobei es zu einer Richtungsumkehr im Medienstrom
107 kommt. Das mittlere Absorberelement 108b umgreift das strömungstechnisch vordere
Absorberelement 108a ringförmig, wobei ein am mittleren Absorberelement 108b vorgesehener
Zentrierdorn 111 der Halterung des vorderen Absorberelements 108a dient. Der Medienstrom
107 strömt nun durch einen ersten zylindrischen Strömungsraum 112, der sich zwischen
dem vorderen Absorberelement 108a und dem mittleren Absorberelement 108b in axialer
Richtung erstreckt.
[0051] An dem zur Stirnplatte 103 gerichteten Ende des mittleren Absorberelements 108b verlässt
der Medienstrom den ersten zylindrischen Strömungsraum 112 über einen Auslassbereich
und strömt in einem zweiten ringförmigen Wechselbereich 113 in den Einlassbereich
des hinteren Absorberelements 108c ein. Nun strömt der Medienstrom 107 durch einen
zweiten zylindrischen Strömungsraum 114, der sich zwischen dem mittleren Absorberelement
108b und dem hinteren Absorberelement 108c in axialer Richtung erstreckt. Die Strömungsrichtung
ist im zweiten Strömungsraum 114 axial entgegengesetzt zur Strömungsrichtung im ersten
Strömungsraum 112.
[0052] An dem von der Stirnplatte 103 abgewandten Ende des strömungstechnisch hinteren Absorberelements
108c verlässt der Medienstrom 107 über einen Auslassbereich des strömungstechnisch
hinteren Absorberelements 108c den Absorberelementeaufnahmebereich 102 und strömt
dann durch einen Medienstromauslass 116 im Flansch 104 zu den nachgeordneten Einheiten
des Kompressors. Es ist aus den Figuren ersichtlich, dass der für den Medienstrom
zur Verfügung stehende Querschnitt jeweils in den Wechselbereichen deutlich zunimmt
und letztlich am Medienstromauslass 116 wesentlich größer als am Medienstromeinlass
106 ist.
[0053] Aus den Figuren ist auch ersichtlich, dass alle drei Absorberelemente 108 in ihrer
Wandung jeweils mehrere Resonatorkammern 117a, 117b bzw. 117c besitzen.
[0054] Fig. 5 zeigt den prinzipiellen Aufbau einer Kompressoranlage, die als eine Anlagenkomponente
einen Doppelschraubenverdichter 200 verwendet. Neben den einzelnen Elementen des Doppelschraubenverdichters
sind außerdem typische Parameter angegeben, wie sie im Lastbetrieb auftreten, wenn
Druckluft mit einem Volumenstrom oberhalb eines vorbestimmten Minimalwertes und nicht
größer als ein anlagenspezifischer Maximalwert abgefordert wird.
[0055] Eine erste Verdichterstufe 201 besitzt einen ersten Direktantrieb 202, der drehzahlgeregelt
ist. Der Einlass der ersten Verdichterstufe 201, über welchen Umgebungsluft angesaugt
wird, ist ohne Zwischenschaltung eines Ansaugreglers direkt an einen Ansaugstutzen
203 gekoppelt, an welchem Umgebungsatmosphäre mit einem Druck von 1,0 bar bei einer
Temperatur von z. B. 20°C anliegt. Am Einlass der ersten Verdichterstufe 201 liegt
somit ein Druck von 1,0 bar an.
[0056] Die erste Verdichterstufe 201 wird z. B. mit einer Drehzahl von 15.500 min
-1 betrieben, um die Luft zu komprimieren. Am Auslass der ersten Verdichterstufe 201
herrscht dann ein Druck von 3,2 bar, sodass die erste Verdichterstufe im Lastbetrieb
ein Verdichtungsverhältnis von 3,2 aufweist. Durch die Kompression erhöht sich die
Temperatur des Mediums (Druckluft) auf 170°C. Die Druckluft wird vom Auslass der ersten
Verdichterstufe 201 über einen Zwischenkühler 204 zum Einlass einer zweiten Verdichterstufe
206 geführt, welche einen zweiten, drehzahlgeregelten Direktantrieb 207 besitzt. Die
am Zwischenkühler 204 entstehende Abwärme muss aus der Kompressoranlage abgeführt
werden. Die im Anlagen-Gehäuse 02 zirkulierenden Luft wird vom Luft-Wasser-Kühler
12 gekühlt. Das im Luft-Wasser-Kühler strömende Kühlwasser kann in einem Parallelzweig
oder in Reihenschaltung durch den Zwischenkühler 204 geführt werden, wenn diese eine
Wasserkühlung besitzt. Nach dem Zwischenkühler 204, am Einlass der zweiten Verdichterstufe
206, besitzt die Druckluft eine Temperatur von beispielsweise 30°C und weiterhin einen
Druck von 3,2 bar. Im Lastbetrieb wird die zweite Verdichterstufe 206 mit einer Drehzahl
von z. B. 22.000 min
-1 betrieben, sodass es zu einer weiteren Kompression kommt. Die Druckluft besitzt demzufolge
am Auslass der zweiten Verdichterstufe 206 einen Druck von 10,2 bar und eine Temperatur
von 180°C. Die zweite Verdichterstufe weist somit ein Kompressionsverhältnis ebenfalls
von etwa 3,2 auf. Die Druckluft wird vom Auslass der zweiten Verdichterstufe 206 durch
einen Nachkühler 208 geführt und dort auf etwa 35°C abgekühlt. Auch der Nachkühler
208 kann in den Kühlwasserkreislauf eingebunden sein, der den Luft-Wasser-Kühler 12
und/oder den Zwischenkühler 204 versorgt. Schließlich ist am Ausgang des Doppelschraubenverdichters
200 ein Abblasventil 209 angeordnet, welches von einer Steuereinheit (nicht dargestellt)
angesteuert wird.
[0057] Der beispielhaft beschriebene Doppelschraubenverdichter 200 zeigt bei maximaler Drehzahl
der Direktantriebe 202, 207 eine Leistungsaufnahme von 150 kW und liefert Druckluft
mit einem maximalen Druck von 12 bar und minimalem Druck von 6 bar. Das Drehzahlverhältnis
zwischen den Verdichterstufen beträgt im Lastbetrieb etwa 1,4.
[0058] Fig. 6 zeigt den Doppelschraubenverdichter 200 im Leerlaufbetrieb, d. h. wenn im
Wesentlichen keine Druckluft abgenommen wird. Neben den Elementen des Doppelschraubenverdichters
sind wiederum typische Parameter angegeben, wie sie im Leerlaufbetrieb auftreten.
Um in den Leerlaufbetrieb einzutreten, wird das Abblasventil geöffnet und die Drehzahl
beider Verdichterstufen wird reduziert. Der Einlass der ersten Verdichterstufe 201,
über welchen weiterhin Umgebungsluft angesaugt wird, wenn auch in reduzierter Menge,
ist weiterhin ohne Zwischenschaltung eines Ansaugreglers direkt an den Ansaugstutzen
203 gekoppelt, an welchem Umgebungsatmosphäre mit einem Druck von 1,0 bar bei einer
Temperatur von 20°C anliegt. Am Einlass der ersten Verdichterstufe 201 liegt somit
unverändert ein Druck von 1,0 bar an.
[0059] Die erste Verdichterstufe 201 wird nun mit einer Leerlaufdrehzahl V1
L = 2.500 min
-1 betrieben, um die Luft zu komprimieren. Am Auslass der ersten Verdichterstufe 201
herrscht dann ein Druck von 1,5 bar, sodass die erste Verdichterstufe im Leerlaufbetrieb
ein Verdichtungsverhältnis von 1,5 aufweist. Durch die verringerte Kompression erhöht
sich die Temperatur des Mediums (Druckluft) nur noch auf 90°C. Die Druckluft wird
vom Auslass der ersten Verdichterstufe 201 über den Zwischenkühler 204 zum Einlass
der zweiten Verdichterstufe 206 geführt. Nach dem Zwischenkühler 204, am Einlass der
zweiten Verdichterstufe 206, besitzt die Druckluft im Leerlauf eine Temperatur von
beispielsweise 30°C und weiterhin einen Druck von 1,5 bar (Zwischendruck). Die nötige
Kühlleistung für die Zwischenkühlung ist somit im Leerlaufbetrieb verringert. Im Leerlaufbetrieb
wird die zweite Verdichterstufe 206 mit einer Leerlaufdrehzahl V2
L von 7.500 min
-1 betrieben. Die Druckluft besitzt am Auslass der zweiten Verdichterstufe 206 einen
gegenüber dem Zwischendruck verringerten Druck von etwa 1,2 bar und eine Temperatur
von 70°C. Die zweite Verdichterstufe weist somit ein Kompressionsverhältnis von etwa
0,8 auf (Expansion). Die Druckluft wird vom Auslass der zweiten Verdichterstufe 206
durch den Nachkühler 208 geführt und dort auf etwa 30°C abgekühlt.
[0060] Der beispielhaft beschriebene Doppelschraubenverdichter 200 zeigt im Leerlaufbetrieb
eine Leistungsaufnahme von 7 kW und liefert einen maximalen Druck von 1,2 bar. Das
Drehzahlverhältnis zwischen den Verdichterstufen beträgt etwa 3.
Bezugszeichenliste
[0061]
- 01
- Kompressoranlage
- 02
- Anlagen-Gehäuse
- 03
- Seitenwände
- 04
- Boden
- 05
- Tür
- 06
- Anlagenkomponenten
- 07
- Kühlluftkanal
- 08
- Einlassöffnung
- 09
- Auslassöffnung
- 10
- -
- 11
- Durchlass
- 12
- Luft-Wasser-Kühler
- 13
- obere Luftleitelemente
- 14
- Warmluft
- 15
- Gebläse
- 16
- Kühlluftstrom
- 17
- untere Luftleitelemente
- 100
- Pulsations-Schalldämpfer
- 101
- Schalldämpfer-Gehäuse
- 102
- Absorberelementeaufnahmebereich
- 103
- Stirnplatte
- 104
- Flansch
- 105
- -
- 106
- Medienstromeinlass
- 107
- Medienstrom
- 108
- Absorberelemente
- 109
- -
- 110
- erster Wechselbereich
- 111
- Zentrierdorn
- 112
- erster Strömungsraum
- 113
- zweiter Wechselbereich
- 114
- zweiter Strömungsraum
- 115
- -
- 116
- Medienstromauslass
- 117
- Resonatorkammer
- 200
- Doppelschraubenverdichter
- 201
- erste Verdichterstufe
- 202
- erster Direktantrieb
- 203
- Ansaugstutzen
- 204
- Zwischenkühler
- 205
- -
- 206
- zweite Verdichterstufe
- 207
- zweiter Direktantrieb
- 208
- Nachkühler
- 209
- Abblasventil
1. Kompressoranlage (01) mit einem Anlagen-Gehäuse (02), in welchem angeordnet sind:
- Wärme erzeugende Anlagenkomponenten (06), die mindestens eine Verdichterstufe (201)
zur Verdichtung eines gasförmigen Mediums umfassen;
- ein Luft-Wasser-Kühler (12);
- ein Gebläse (15), welches einen Kühlluftstrom (16) erzeugt;
- Luftleitelemente, welche die von den Anlagenkomponenten (06) erwärmte Luft zu dem
Luft-Wasser-Kühler (12) führen;
dadurch gekennzeichnet, dass ein Kühlluftkanal (07) ausgebildet ist, der eine Einlassöffnung (08) im oberen Abschnitt
des Anlagen-Gehäuses (02) und eine Auslassöffnung (09) im unteren Abschnitt des Anlagen-Gehäuses
(02) aufweist, dass obere Luftleitelemente (13) positioniert sind, um den Kühlluftstrom
(16) nach Durchströmen des Luft-Wasser-Kühlers (12) zur Einlassöffnung (08) zu führen,
und dass untere Luftleitelemente (17) positioniert sind, um den Kühlluftstrom (16)
von der Auslassöffnung (09) zu den Anlagenkomponenten (06) zu führen.
2. Kompressoranlage (01) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Luft-Wasser-Kühler (12) oberhalb der Wärme erzeugenden Anlagenkomponenten (06)
positioniert ist, und dass das Gebläse (15) oberhalb des Luft-Wasser-Kühlers (12)
positioniert ist, um den Kühlluftstrom (16) durch den Luft-Wasser-Kühler (12) zu saugen
und der Einlassöffnung (08) des Kühlluftkanals (07) zuzuführen.
3. Kompressoranlage (01) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlluftkanal (07) mindestens abschnittsweise in einer das Anlagen-Gehäuse (02)
verschließenden Tür (05) verläuft.
4. Kompressoranlage (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlluftkanal (07) abschnittsweise in einem Boden (04) des Anlagen-Gehäuses (02)
verläuft und dort mehrere Auslassöffnungen aufweist, welche die Kühlluft nach oben
in das Anlagen-Gehäuse (02) entlassen.
5. Kompressoranlage (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Anlagen-Gehäuse (02) gegenüber der Umgebung luftdicht abgedichtet ist, wobei
die Verdichterstufe (201) an einen zur Umgebung geöffneten Ansaugstutzen (203) angeschlossen
ist.
6. Kompressoranlage (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärme erzeugenden Anlagenkomponenten (06) eine elektronische Schaltungsbaugruppe
umfassen.
7. Kompressoranlage (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Luft-Wasser-Kühler (12) an einen externen Kühlkreislauf anschließbar ist, welcher
eine Wärmerückgewinnungseinheit aufweist.
8. Kompressoranlage (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass:
- die Wärme erzeugenden Anlagenkomponenten (06) einen Schraubenverdichter mit einer
ersten und einer zweiten Verdichterstufe (201, 206) umfassen, wobei die erste Verdichterstufe
(201) das gasförmige Medium komprimiert und an die zweite Verdichterstufe (206) führt,
welche das Medium weiter komprimiert,
- beide Verdichterstufen (201, 206) getrennt voneinander und drehzahlregelbar angetrieben
sind;
- ein Abblasventil (209) vorhanden ist, welches geöffnet wird, wenn der von der zweiten
Verdichterstufe (206) abgenommene Volumenstrom einen vorbestimmten Minimalwert unterschreitet,
wobei die Drehzahl mindestens der ersten Verdichterstufe (201) auf eine vorbestimmte
Leerlaufdrehzahl (V1L) reduziert wird, um den von der ersten an die zweite Verdichterstufe gelieferten
Volumenstrom zu reduzieren.
9. Kompressoranlage (01) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wärme erzeugenden Anlagenkomponenten (06) einen im Anlagen-Gehäuse (02) angeordneten
Pulsations-Schalldämpfer (100) umfassen, der strömungstechnisch hinter der letzten
Verdichterstufe (206) angeordnet ist und seinerseits umfasst:
- ein sich entlang einer Zentralachse erstreckendes Schalldämpfer-Gehäuse (101) mit
einem Medienstromeinlass (106) und einem Medienstromauslass (116) ;
- mehrere hülsenförmige Absorberelemente (108), die aus schallabsorbierenden Material
bestehen und konzentrisch zueinander im Schalldämpfer-Gehäuse (101) angeordnet sind,
wobei
∘ jedes hülsenförmige Absorberelement (108) einen Einlassbereich und einen Auslassbereich
besitzt, die axial voneinander beabstandet positioniert sind,
∘ der Einlassbereich des strömungstechnisch vordersten Absorberelements (108a) mit
dem Medienstromeinlass (106) des Schalldämpfer-Gehäuses (101) verbunden ist, der Auslassbereich
des strömungstechnisch vordersten Absorberelements (108a) mit dem Einlassbereich des
strömungstechnisch nachfolgenden Absorberelements (108b) verbunden ist und so fort,
und der Auslassbereich des strömungstechnisch hintersten Absorberelements (108c) mit
dem Medienstromauslass (116) des Schalldämpfer-Gehäuses (101) verbunden ist,
∘ zwischen jeweils radial benachbarten Wandabschnitten verschiedener Absorberelemente
(108) jeweils ein Strömungsraum (112, 114) für den Medienstrom (107) verbleibt.
10. Kompressoranlage (01) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Absorberelemente (108) des Pulsations-Schalldämpfers (100) rotationssymmetrisch
ausgebildet sind und teleskopartig aber axial feststehend ineinander greifen.