| (19) |
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(11) |
EP 3 389 876 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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04.09.2019 Patentblatt 2019/36 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.12.2016 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2016/080720 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/102680 (22.06.2017 Gazette 2017/25) |
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BAUGRUPPE AUS EINEM FOLIENGEBINDE UND EINER AUSPRESSVORRICHTUNG SOWIE FOLIENGEBINDE
ASSEMBLY CONSISTING OF A FILM PACKAGE AND A PRESSING DEVICE AND FILM PACKAGE
COMPOSANT COMPRENANT UN EMBALLAGE DE FEUILLES ET UN DISPOSITIF DE COMPRESSION ET EMBALLAGE
DE FEUILLES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
18.12.2015 EP 15201024
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.10.2018 Patentblatt 2018/43 |
| (73) |
Patentinhaber: Hilti Aktiengesellschaft |
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9494 Schaan (LI) |
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Erfinder: |
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- WOLF, Matthias
82205 Gilching (DE)
- LUDWIG, Wolfgang
86874 Zaisertshofen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hilti Aktiengesellschaft
Corporate Intellectual Property |
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Feldkircherstrasse 100
Postfach 333 9494 Schaan 9494 Schaan (LI) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 2 045 196 WO-A1-2015/164817
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WO-A1-2012/136935 DE-U1- 29 615 877
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Baugruppe aus einem Foliengebinde zur Aufbewahrung einer
ein- oder mehrkomponentigen Masse und einer Auspressvorrichtung für das Foliengebinde,
wobei das Foliengebinde wenigstens einen nicht eigensteif ausgebildeten länglichen
Folienbeutel sowie ein eigensteifes Kopfteil mit zumindest einem Befestigungsabschnitt
für ein Ende des Folienbeutels und einer Austrittsöffnung für den Austritt der Masse
aufweist und wobei die Auspressvorrichtung wenigstens eine Aufnahme zum Einschieben
des wenigstens einen Folienbeutels aufweist.
[0002] Derartige Foliengebinde haben sich in der Vergangenheit als Verpackung für chemische
Massen wie beispielsweise Mörtel-, Schaum-, Dübel- oder Dichtmassen bewährt, die aus
einer oder mehreren Komponenten bestehen. Insbesondere gegenüber Kartuschen zeichnen
sie sich durch eine kostengünstigere und einfachere Herstellung sowie einen geringeren
nach der Nutzung zu entsorgenden Materialanteil aus.
[0003] Zum Ausbringen der Masse wird das Foliengebinde üblicherweise in eine Aufnahme einer
Auspressvorrichtung, beispielsweise eines Dispensers, eingeschoben. Über einen Auspressmechanismus
wird die ein- oder mehrkomponentige Masse durch eine Austrittsöffnung im Kopfteil
ausgepresst und anschließend (zumindest im Fall einer mehrkomponentigen Masse) zur
besseren Vermischung durch einen Mischeraufsatz mit einem Mischerelement hindurchgeführt.
[0004] Aus der
DE 10 2008 040 738 A1 ist ein Foliengebinde der eingangs genannten Art mit zwei seitlich nebeneinander
angeordneten Folienbeuteln bekannt, das zwei- und mehrkomponentige Massen aufnehmen
kann und zum Einschieben in eine Auspressvorrichtung mit zwei nebeneinander angeordneten
Aufnahmen geeignet ist.
[0005] Aus der
WO 2012/136935 A1 und der
WO 2015/164817 A1 ist jeweils ein Foliengebinde mit einem Folienbeutel sowie einem Kopfteil mit einem
Befestigungsabschnitt für ein Ende des Folienbeutels bekannt. Der Folienbeutel hat
jeweils die Form eines Kegelstumpfes, wobei der Durchmesser des Folienbeutels sich
von dem Befestigungsabschnitt ausgehend in Richtung der Längsachse verringert.
[0006] Weiterhin ist aus der
EP2 045 196 A2 ein Foliengebinde mit zwei nebeneinander angeordnete Folienbeutelkammern für voneinander
getrennt gelagerte Komponenten einer mehrkomponentigen Masse. Weiterhin ist ein eine
Grundplatte aufweisende Kopfteil vorgesehen, wobei die Grundplatte mit einer Anlageseite
ausgeführt ist, an der zwei Aufnahmeabschnitte für jeweils eines der Enden der Folienbeutelkammern
vorgesehen sind. Zudem ist ein Mischeranschluss mit Austrittsöffnungen für die Komponenten
der mehrkomponentigen Masse vorgesehen.
[0007] Um ein problemloses axiales Einschieben des Foliengebindes in die Aufnahme zu ermöglichen,
wird zwischen der Folienaußenwand und der Innenwand der Aufnahme ein Spalt benötigt.
Bei der Entleerung des Foliengebindes, etwa mittels eines in der Aufnahme verschieblichen
Kolbens, wird die Folie des bzw. der Folienbeutel gedehnt, wodurch es zur Anlage der
Folie an die Innenwand der Aufnahme kommt. Dabei wird die Folie aufgeweitet, und die
gegebenenfalls verschiedenen Folien der einzelnen Beutel erfahren unterschiedliche
Spannungen, welche bei Druckentlastung zu einem ungleichmäßigen Nachdrücken der verschiedenen
Komponenten führen. Dieses Ausdehnen und Zurückstellen der Folienbeutel wird auch
als Pumpen bezeichnet und führt insbesondere beim Anlaufverhalten zu Fehlern im Mischungsverhältnis.
[0008] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Baugruppe aus Foliengebinde und Auspressvorrichtung
zur Verfügung zu stellen, bei dem bzw. der das unerwünschte Ausdehnen und Zurückstellen
der Folien wirkungsvoll verhindert wird.
[0009] Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung ist dazu bei einer Baugruppe der eingangs
genannten Art vorgesehen, dass der wenigstens eine Folienbeutel im gefüllten Zustand
die Form eines Kegelstumpfs hat, dessen Durchmesser sich vom Befestigungsabschnitt
ausgehend in Richtung seiner Längsachse verringert, und dass die wenigstens eine Aufnahme
eine komplementär zum Folienbeutel ausgebildete, kegelstumpfförmige Innenumfangswand
aufweist, wobei der wenigstens eine Folienbeutel im vollständig eingeschobenen Zustand
flächig an der Innenumfangswand der Aufnahme anliegt.
[0010] Bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung weisen also sowohl der wenigstens eine Folienbeutel
als auch die dazugehörige Aufnahme leicht geneigte Umfangswände auf, was das Einschieben
des Folienbeutels in die zugehörige Aufnahme auch ohne Vorsehen eines Fügespalts ermöglicht.
Nach dem vollständigen Einschieben des Folienbeutels liegt die Folienaußenwand flächig
an der Innenwand der Aufnahme an, wodurch ein Ausdehnen und Zurückstellen des Folienbeutels
beim Entleeren zuverlässig verhindert wird. Die Innenumfangswand der Aufnahme bietet
im vollständig eingeschobenen Zustand eine vollständige Unterstützung des Folienbeutels,
sodass dieser auch unter Druck keine Ausdehnung erfahren kann und somit auch keine
Rückstellung auftritt. Auf diese Weise wird das unerwünschte Pumpen vermieden. Außerdem
ist, verglichen mit einem kreiszylindrisch ausgeführten Folienbeutel, aufgrund der
Schrägen ein deutlich einfacheres Einschieben möglich.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform liegt der Kegelwinkel bzw. Öffnungswinkel
des Kegelstumpfs im Bereich von 0,1° bis 10°, insbesondere von 2° bis 6°. Der bzw.
die Folienbeutel sowie die Aufnahme(n) sind somit nur mit einer leichten Anschrägung
versehen, wodurch das Einführen erleichtert wird und auf einen Fügespalt verzichtet
werden kann. Gleichzeitig ermöglicht eine nur geringfügige Neigung der Umfangswände
ein zuverlässiges Auspressen der enthaltenen Masse(n) mit Hilfe (je) eines in der
Aufnahme geführten Kolbens. Da sich der Durchmesser des Folienbeutels von dem Ende,
an dem der Kolben angreift, bis zu dem am Befestigungsabschnitt des Folienbeutels
festgelegten anderen Ende nur geringfügig vergrößert, wird auch bei Verwendung eines
herkömmlichen Kolbens der Folienbeutel vollständig entleert.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform weist das Foliengebinde einen ersten Folienbeutel
und einen neben dem ersten Folienbeutel angeordneten zweiten Folienbeutel für getrennt
voneinander gelagerte Komponenten einer mehrkomponentigen Masse auf, wobei beide Folienbeutel
kegelstumpfförmig ausgebildet sind. Damit eignet sich das Foliengebinde zur Aufbewahrung
einer zweikomponentigen Masse, die erst beim Auspressen miteinander vermischt wird.
Natürlich ist es zur Lagerung von mehr als zwei Komponenten möglich, mehrere Beutel
vorzusehen, oder alternativ einen oder mehrere Folienbeutel mit mehreren Kammern auszubilden,
in denen mehrere unterschiedliche Komponenten getrennt voneinander gelagert werden
können.
[0013] Bevorzugt weist dann das Kopfteil einen ersten Befestigungsabschnitt für ein Ende
des ersten Folienbeutels und einen seitlich daneben angeordneten zweiten Befestigungsabschnitt
für ein Ende des zweiten Folienbeutels auf, insbesondere wobei von jedem Folienbeutel
ein Durchtrittskanal im Kopfteil vorgesehen ist und die Durchtrittskanäle im Kopfteil
in eine gemeinsame Austrittsöffnung münden. Auf die Austrittsöffnung wird üblicherweise
ein Mischeraufsatz aufgeschraubt, was ein einfaches Vermischen der zwei oder mehr
in den beiden Folienbeuteln gelagerten Komponenten unmittelbar beim Auspressen gewährleistet.
[0014] Die Auspressvorrichtung hat dabei vorzugsweise eine erste Aufnahme für den ersten
Folienbeutel und eine seitlich daneben angeordnete zweite Aufnahme für den zweiten
Folienbeutel, wobei beide Aufnahmen in Richtung ihrer Längsachse konisch zulaufende
Innenumfangswände haben. So ist für eine zuverlässige flächige Unterstützung der Außenwände
beider Folienbeutel gesorgt.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform weisen die beiden Folienbeutel denselben Kegelwinkel
und damit dieselbe Neigung gegenüber der Längsachse auf, was insbesondere in Bezug
auf die zugeordneten Aufnahmen fertigungstechnisch günstiger ist.
[0016] Alternativ können die beiden kegelstumpfförmigen Folienbeutel verschiedene Kegelwinkel
haben. Entscheidend ist, dass die jeweils zugeordnete Aufnahme einen auf den Kegelwinkel
des Folienbeutels abgestimmten Kegelwinkel aufweist. Insbesondere sind die beiden
Folienbeutel aus Folien mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften gefertigt.
Aufgrund der vollflächigen Unterstützung der Folienbeutel in der jeweiligen Aufnahme
ist ja ein Aufdehnen und Rückstellen der Folienbeutel zuverlässig verhindert, sodass
bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung keine Abstimmung der mechanischen Eigenschaften
der verschiedenen Folienbeutel mehr vonnöten ist.
[0017] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist der erste Folienbeutel entlang
seiner gesamten Länge einen größeren Durchmesser auf als der zweite Folienbeutel.
Der erste Folienbeutel hat somit bei gleicher Länge ein größeres Fassungsvermögen,
was ein vom Verhältnis 1:1 abweichendes Mischungsverhältnis der beiden Komponenten
ermöglicht. Im Prinzip ist über den Durchmesser der Beutel ein beliebiges Mischungsverhältnis
der Komponenten realisierbar.
[0018] Bei dem Foliengebinde, das als solches kein eigenständiger Bestandteil der Erfindung
ist, kann der wenigstens eine Folienbeutel im gefüllten Zustand die Form eines Kegelstumpfs
haben, dessen Durchmesser sich vom Befestigungsabschnitt ausgehend in Richtung seiner
Längsachse verringert, wobei das Foliengebinde einen ersten Folienbeutel und einen
neben dem ersten Folienbeutel angeordneten zweiten Folienbeutel für getrennt voneinander
gelagerte Komponenten einer mehrkomponentigen Masse aufweist, wobei beide Folienbeutel
kegelstumpfförmig ausgebildet sind. Ein solches Foliengebinde ermöglicht die Aufbewahrung
und Bereitstellung von Mehrkomponentenmassen und lässt sich auch ohne Vorsehen eines
Fügespalts problemlos in die Aufnahme einer Auspressvorrichtung einschieben. Weiterhin
ermöglicht es, dass der Folienbeutel im vollständig eingeschobenen Zustand flächig
an einer Innenumfangswand der Aufnahme anliegt, wodurch das unerwünschte Ausdehnen
und Zurückstellen des Folienbeutels beim Auspressen der Masse aus dem Folienbeutel
zuverlässig verhindert wird.
[0019] Vorzugsweise hat das Kopfteil einen ersten Befestigungsabschnitt für ein Ende des
ersten Folienbeutels und einen seitlich daneben angeordneten zweiten Befestigungsabschnitt
für ein Ende des zweiten Folienbeutels, insbesondere wobei von jedem Folienbeutel
ein Durchtrittskanal im Kopfteil vorgesehen ist und die Durchtrittskanäle im Kopfteil
in eine gemeinsame Austrittsöffnung münden. Dadurch wird eine platzsparende Aufbewahrung
und einfache Vermischung einer zweikomponentigen Masse erzielt.
[0020] Darüber hinaus gelten sämtliche mit Bezug auf die erfindungsgemäße Baugruppe genannten
Weiterbildungen und Vorteile auch für das erfindungsgemäße Foliengebinde und umgekehrt.
[0021] Weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einer
bevorzugten Ausführungsform anhand der beigefügten Zeichnungen. In diesen zeigt:
- Figur 1
- eine Schnittansicht einer erfindungsgemäßen Baugruppe vor dem Einschieben des Foliengebindes
in die Auspressvorrichtung;
- Figur 2
- eine Schnittansicht der Baugruppe aus Figur 1, wobei das Foliengebinde teilweise in
die Auspressvorrichtung eingeschoben ist, und
- Figur 3
- eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Baugruppe in einer Endstellung, in der das
Foliengebinde vollständig in die Auspressvorrichtung eingeschoben ist.
[0022] Die Figuren 1 bis 3 zeigen eine erfindungsgemäße Baugruppe 10, die ein Foliengebinde
12 zur Aufbewahrung einer hier zweikomponentigen Masse und eine Auspressvorrichtung
14 für das Foliengebinde 12 aufweist.
[0023] Das Foliengebinde 12 umfasst einen ersten, gefüllten Folienbeutel 16 sowie einen
seitlich neben dem ersten Folienbeutel 16 angeordneten zweiten, gefüllten Folienbeutel
18, die zur Aufbewahrung der beiden getrennt voneinander gelagerten Komponenten der
zweikomponentigen Masse dienen. Die Folienbeutel 16, 18 selbst sind länglich und (ohne
Inhalt) nicht eigensteif ausgebildet.
[0024] Ferner weist das Foliengebinde 12 ein eigensteifes Kopfteil 20 auf, das einen ersten
Befestigungsabschnitt 22 hat, an dem ein Ende 24 des ersten Folienbeutels 16 festgelegt
ist. Seitlich neben dem ersten Befestigungsabschnitt 22 ist ein zweiter Befestigungsabschnitt
26 für ein Ende 28 des zweiten Folienbeutels 18 vorgesehen. Beide Folienbeutel 16,
18 sind am Kopfteil 20 unlösbar festgelegt. Darüber hinaus sind im Kopfteil 20 zwei
Durchtrittskanäle 30, 32 ausgebildet, die je einen der Folienbeutel 16, 18 mit einer
gemeinsamen Austrittsöffnung 34 verbinden. Auf diese wird üblicherweise ein Mischeraufsatz
(nicht gezeigt) aufgeschraubt.
[0025] Beide Folienbeutel 16, 18 haben die Form eines Kegelstumpfs, dessen Durchmesser sich
vom jeweiligen Befestigungsabschnitt 22 bzw. 26 ausgehend in Richtung einer Längsachse
L der Folienbeutel 16, 18 verringert. Dabei liegen sowohl der Kegelwinkel α
1 des ersten Folienbeutels 16 wie auch der Kegelwinkel α
2 des zweiten Folienbeutels 18 im Bereich von 0,1° bis 10°, insbesondere von 2° bis
6°. Bei der gezeigten Ausführungsform betragen beide Kegelwinkel α
1 und α
2 etwa 4°, wie aus Figur 1 ersichtlich ist, in der aus Platzgründen anstelle der eigentlichen
Kegelwinkel α
1 und α
2 die Neigungswinkel α
1/2 und α
2/2 eingezeichnet sind, die ja gerade jeweils dem halben Kegelwinkel entsprechen.
[0026] Der erste Folienbeutel 16 weist entlang seiner gesamten Länge einen größeren Durchmesser
als der zweite Folienbeutel 18 auf, wie den Figuren zu entnehmen ist. Folglich enthält
der erste Folienbeutel 16 ein größeres Volumen der zweikomponentigen Masse, wodurch
diese Komponente bei der fertig gemischten Masse überwiegt. Grundsätzlich ist über
das Volumen- bzw. Durchmesserverhältnis der Folienbeutel 16, 18 das Mischungsverhältnis
der zweikomponentigen Masse einstellbar.
[0027] Die Auspressvorrichtung 14, die in den Figuren nur teilweise gezeigt ist (auf die
Darstellung des eigentlichen Auspressmechanismus, etwa in Form eines oder mehrerer
Kolben, wurde verzichtet), weist eine erste Aufnahme 36 für den ersten Folienbeutel
16 sowie eine seitlich daneben angeordnete zweite Aufnahme 38 für den zweiten Folienbeutel
18 auf. Beide Aufnahmen 36, 38 haben eine komplementär zum zugeordneten Folienbeutel
16, 18 ausgebildete, kegelstumpfförmige Innenumfangswand 40 bzw. 42, die in Richtung
der Längsachse L jeweils konisch zulaufen. Dabei entsprechen die Kegelwinkel α
1, α
2 der Innenumfangswände 40, 42 dem des jeweils zugeordneten Folienbeutels 16, 18.
[0028] Figur 2 zeigt eine Mittelstellung, in der das Foliengebinde 12 etwa zur Hälfte in
die Auspressvorrichtung 14 eingeschoben ist. Aufgrund der kegelstumpfförmigen Ausbildung
sowohl der Folienbeutel 16, 18 als auch der Aufnahmen 36, 38 ist das Vorsehen eines
Fügespalts, wie er von herkömmlichen kreiszylindrischen Folienbeuteln bekannt ist,
hier nicht nötig. Durch die Neigung der beteiligten Wände ist zudem ein einfacheres
Einschieben möglich.
[0029] Figur 3 schließlich illustriert die Endstellung, in der beide Folienbeutel 16, 18
vollständig in die jeweils zugehörige Aufnahme 36, 38 eingeschoben sind. In diesem
vollständig eingeschobenen Zustand liegen beide Folienbeutel 16, 18 flächig an der
jeweiligen Innenumfangswand 40 bzw. 42 der zugeordneten Aufnahme 36, 38 an.
[0030] Aufgrund dieser vollständigen Unterstützung bzw. vollflächigen Anlage in der Endstellung
ist bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung keine Abstimmung der mechanischen Eigenschaften
notwendig, weshalb die beiden Folienbeutel 16, 18 aus Folien mit unterschiedlichen
mechanischen Eigenschaften gefertigt sein können.
1. Baugruppe aus einem Foliengebinde (12) zur Aufbewahrung einer ein- oder mehrkomponentigen
Masse und einer Auspressvorrichtung (14) für das Foliengebinde (12),
wobei das Foliengebinde (12) wenigstens einen nicht eigensteif ausgebildeten länglichen
Folienbeutel (16, 18) sowie ein eigensteifes Kopfteil (20) mit zumindest einem Befestigungsabschnitt
(22, 26) für ein Ende (24, 28) des Folienbeutels (16, 18) und einer Austrittsöffnung
(34) für den Austritt der Masse aufweist, und
wobei die Auspressvorrichtung (14) wenigstens eine Aufnahme (36, 38) zum Einschieben
des wenigstens einen Folienbeutels (16, 18) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Folienbeutel (16, 18) im gefüllten Zustand die Form eines Kegelstumpfs
hat, dessen Durchmesser sich vom Befestigungsabschnitt (22, 26) ausgehend in Richtung
seiner Längsachse (L) verringert,
und dass die wenigstens eine Aufnahme (36, 38) eine komplementär zum Folienbeutel (16, 18)
ausgebildete, kegelstumpfförmige Innenumfangswand (40, 42) aufweist, wobei der Folienbeutel
(16, 18) im vollständig eingeschobenen Zustand flächig an der Innenumfangswand (40,
42) der Aufnahme (36, 38) anliegt.
2. Baugruppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kegelstumpf einen Kegelwinkel (α1, α2) im Bereich von 0,1° bis 10°, insbesondere von 2° bis 6°, hat.
3. Baugruppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Foliengebinde (12) einen ersten Folienbeutel (16) und einen neben dem ersten
Folienbeutel (16) angeordneten zweiten Folienbeutel (18) für getrennt voneinander
gelagerte Komponenten einer mehrkomponentigen Masse aufweist, wobei beide Folienbeutel
(16, 18) kegelstumpfförmig ausgebildet sind.
4. Baugruppe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kopfteil (20) einen ersten Befestigungsabschnitt (22) für ein Ende (24) des ersten
Folienbeutels (16) und einen seitlich daneben angeordneten zweiten Befestigungsabschnitt
(26) für ein Ende (28) des zweiten Folienbeutels (18) aufweist, insbesondere wobei
von jedem Folienbeutel (16, 18) ein Durchtrittskanal (30, 32) im Kopfteil (20) vorgesehen
ist und die Durchtrittskanäle (30, 32) im Kopfteil (20) in eine gemeinsame Austrittsöffnung
(34) münden.
5. Baugruppe nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Auspressvorrichtung (14) eine erste Aufnahme (36) für den ersten Folienbeutel
(16) und eine seitlich daneben angeordnete zweite Aufnahme (38) für den zweiten Folienbeutel
(18) aufweist, wobei beide Aufnahmen (36, 38) in Richtung ihrer Längsachse (L) konisch
zulaufende Innenumfangswände (40, 42) haben.
6. Baugruppe nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Folienbeutel (16, 18) denselben Kegelwinkel (α1, α2) aufweisen.
7. Baugruppe nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Folienbeutel (16, 18) aus Folien mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften
gefertigt sind.
8. Baugruppe nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Folienbeutel (16) entlang seiner gesamten Länge einen größeren Durchmesser
aufweist als der zweite Folienbeutel (18).
1. Assembly made of a foil pack (12) for storing a single or multi-component mass and
a dispensing device (14) for the foil pack (12),
in which the foil pack (12) has at least one oblong foil bag (16, 18) that is not
made inherently rigid as well as an inherently rigid head part (20) with at least
one fastening section (22, 26) for an end (24, 28) of the foil bag (16, 18) and an
outlet opening (34) for the mass to come out, and
in which the dispensing device (14) has at least one holder (36, 38) for inserting
at least one foil bag (16, 18),
characterised in that in the full state the at least one foil bag (16, 18) has the form of a truncated
cone, the diameter of which decreases in the direction of its longitudinal axis (L),
starting from the fastening section (22, 26),
and that the at least one holder (36, 38) has an inner circumferential wall (40, 42) in the
form of a truncated cone that is made complementary to the foil bag (16, 18), in which
the foil bag lies flat on the inner circumferential wall (40, 42) of the holder (36,
38) in the completely inserted state.
2. Assembly according to claim 1, characterised in that the truncated cone has a cone angle (α1, α2) in the range from 0.1° to 10°, particularly from 2° to 6°.
3. Assembly according to one of the previous claims, characterised in that the foil pack (12) has a first foil bag (16) and a second foil bag (18) arranged
next to the first foil bag (16) for components of a multi-component mass stored separately
from each other, in which both foil bags (16, 18) are made in the form of a truncated
cone.
4. Assembly according to claim 3, characterised in that the head part (20) has a first fastening section (22) for an end (24) of the first
foil bag (16) and a second fastening section (26) for an end (28) of the second foil
bag (18) arranged beside it, particularly in which a through channel (30, 32) from
each foil bag (16, 18) is provided in the head part (20) and the through channels
(30, 32) in the head part (20) come out in a common outlet opening (34).
5. Assembly according to claim 3 or 4, characterised in that the dispensing device (14) has a first holder (36) for the first foil bag (16) and
a second holder (38) for the second foil bag (18) arranged beside it, in which both
holders (36, 38) have inner circumferential walls (40, 42) running conically in the
direction of their longitudinal axis (L).
6. Assembly according to one of claims 3 to 5, characterised in that both foil bags (16, 18) have the same cone angle (α1, α2).
7. Assembly according to one of claims 3 to 6, characterised in that both foil bags (16, 18) are made of foil with different mechanical properties.
8. Assembly according to one of claims 3 to 7, characterised in that the first foil bag (16) has a greater diameter along its whole length than the second
foil bag (18).
1. Ensemble constitué d'un emballage à film (12) destiné à conserver une composition
à un ou plusieurs composants et d'un dispositif d'extraction par pression (14) pour
l'emballage à film (12),
dans lequel l'emballage à film (12) comporte au moins un sachet en film allongé (16,
18) conçu pour ne pas être rigide ainsi qu'une partie de tête rigide (20) avec au
moins une partie de fixation (22, 26) pour une extrémité (24, 28) du sachet en film
(16, 18) et un orifice de sortie (34) pour la sortie de la composition, et
dans lequel le dispositif d'extraction par pression (14) comporte au moins un logement
(36, 38) pour insérer le au moins un sachet en film (16, 18),
caractérisé en ce que lorsqu'il est rempli, le au moins un sachet en film (16, 18) a la forme d'un cône
tronqué dont le diamètre diminue à partir de la partie de fixation (22, 26) en direction
de son axe longitudinal (L),
et en ce que le au moins un logement (36, 38) comporte une paroi circonférentielle intérieure
tronconique (40, 42), formée de manière complémentaire au sachet en film (16, 18),
dans lequel lorsqu'il est entièrement inséré, le sachet en film (16, 18) s'applique
à plat contre la paroi circonférentielle intérieure (40, 42) du logement (36, 38).
2. Ensemble selon la revendication 1, caractérisé en ce que le cône tronqué a un angle de cône (α1, α2) dans la plage de 0,1° à 10°, en particulier de 2° à 6°.
3. Ensemble selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'emballage à film (12) comporte un premier sachet en film (16) et un second sachet
en film (18) agencé à côté du premier sachet en film (16) pour des composants d'une
composition à plusieurs composants stockés séparément l'un de l'autre, dans lequel
les deux sacs de film (16, 18) ont une forme tronconique.
4. Ensemble selon la revendication 3, caractérisé en ce que la partie de tête (20) comporte une première partie de fixation (22) pour une extrémité
(24) du premier sachet en film (16) et une seconde partie de fixation (26) agencée
latéralement à côté de celui-ci pour une extrémité (28) du second sachet en film (18),
en particulier dans lequel à partir de chaque sachet en film (16, 18) est prévu un
conduit de passage (30, 32) dans la partie de tête (20), et les conduits de passage
(30, 32) dans la partie de tête (20) débouchent dans un orifice de sortie (34) commun.
5. Ensemble selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le dispositif d'extraction par pression (14) comporte un premier logement (36) pour
le premier sachet en film (16) et un second logement (38) agencé latéralement à côté
de celui-ci pour le second sachet en film (18), dans lequel les deux logements (36,
38) ont des parois circonférentielles intérieures (40, 42) s'amincissant de manière
conique en direction de leur axe longitudinal (L).
6. Ensemble selon l'une des revendications 3 à 5, caractérisé en ce que les deux sacs de film (16, 18) ont le même angle de cône (α1, α2).
7. Ensemble selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que les deux sacs de film (16, 18) sont fabriqués à partir de films ayant différentes
propriétés mécaniques.
8. Ensemble selon l'une des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que le premier sachet en film (16) a, sur toute sa longueur, un diamètre plus grand que
celui du second sachet en film (18).


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