Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Handwerkzeugmaschine mit einer Antriebseinheit
zum Antrieb eines Einsatzwerkzeugs in mindestens einem nicht-schlagenden Betriebsmodus,
wobei die Antriebseinheit ein Schlagwerk zum schlagenden Antrieb des Einsatzwerkzeugs
in einem zugeordneten Schlagmodus aufweist, und wobei der Antriebseinheit ein betätigbarer
Schaltring zum Umschalten der Antriebseinheit zwischen dem mindestens einen nicht-schlagenden
Betriebsmodus und dem zugeordneten Schlagmodus zugeordnet ist.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Bohr- und Schlagbohrschrauber bekannt, die eine Antriebseinheit
mit einem Schlagwerk zum schlagenden Antrieb eines zugeordneten Einsatzwerkzeugs in
einem entsprechenden Schlagmodus aufweisen, wobei der Antriebseinheit ein betätigbarer
Schaltring zum Umschalten der Antriebseinheit zwischen mindestens einem nicht-schlagenden
Betriebsmodus und dem entsprechenden Schlagmodus zugeordnet ist. Darüber hinaus ist
aus der
EP 2 848 371 A1 ein Bohrschrauber bekannt, bei dem eine automatische Gangumschaltung eines einer
Antriebseinheit zugeordneten Planetengetriebes mittels eines elektrischen Stellmotors
erfolgt. Dieser Bohrschrauber weist jedoch kein Schlagwerk auf.
[0003] Eine Handwerkzeugmaschine mit einem Schlagmodus und einem nicht-schlagenden Betriebsmodus
ist in
DE 10 2012 208 913 A1 offenbart.
Offenbarung der Erfindung
[0004] Die vorliegende Erfindung betrifft eine neue Handwerkzeugmaschine mit einer Antriebseinheit
zum Antrieb eines Einsatzwerkzeugs in mindestens einem nicht-schlagenden Betriebsmodus,
wobei die Antriebseinheit ein Schlagwerk zum schlagenden Antrieb des Einsatzwerkzeugs
in einem zugeordneten Schlagmodus aufweist, und wobei der Antriebseinheit ein betätigbarer
Schaltring zum Umschalten der Antriebseinheit zwischen dem mindestens einen nicht-schlagenden
Betriebsmodus und dem zugeordneten Schlagmodus zugeordnet ist. Ein Stellmotor ist
vorgesehen, der dazu ausgebildet ist, bei einer Aktivierung den betätigbaren Schaltring
zum Umschalten der Antriebseinheit zwischen dem mindestens einen nicht-schlagenden
Betriebsmodus und dem zugeordneten Schlagmodus zu betätigen.
[0005] Die Erfindung ermöglicht somit die Bereitstellung einer Handwerkzeugmaschine, bei
der sich zumindest das Schlagwerk für einen Benutzer komfortabel motorisch aktivieren
oder deaktivieren lässt, wobei zur weiteren Erleichterung der Bedienbarkeit ggfls.
auch eine vollautomatische Aktivierung oder Deaktivierung in Abhängigkeit von einem
Einsatzszenario der Handwerkzeugmaschine realisierbar ist.
[0006] Gemäß einer Ausführungsform ist dem betätigbaren Schaltring eine Positionsdetektionseinheit
zugeordnet, die dazu ausgebildet ist, eine jeweils aktuelle Schaltstellung des betätigbaren
Schaltrings zu detektieren.
[0007] Hierdurch kann die jeweils aktuelle Schaltstellung des Schaltrings z.B. von einer
komplexen Elektronik erfasst und ausgewertet oder zumindest einem Benutzer zur Anzeige
gebracht werden.
[0008] Vorzugsweise ist der betätigbare Schaltring zumindest zwischen einer ersten und einer
zweiten Schaltstellung verdrehbar, wobei die erste Schaltstellung dem mindestens einen
nicht-schlagenden Betriebsmodus und die zweite Schaltstellung dem zugeordneten Schlagmodus
zugeordnet ist, und wobei die Positionsdetektionseinheit zumindest zwischen einer
ersten und einer zweiten Detektionsposition axial verschiebbar ist, wobei die erste
Detektionsposition zur Detektion der ersten Schaltstellung und die zweite Detektionsposition
zur Detektion der zweiten Schaltstellung ausgebildet ist.
[0009] Hierdurch ist mittels einer einfachen Rotationsbewegung des Schaltrings ein verlässlicher
Umschaltvorgang zwischen dem nicht-schlagenden Betriebsmodus und dem Schlagmodus möglich.
[0010] Bevorzugt weist der betätigbare Schaltring eine mit der Positionsdetektionseinheit
verbundene Kulissenbahn auf, die zur axialen Verschiebung der Positionsdetektionseinheit
bei einer Betätigung des betätigbaren Schaltrings ausgebildet ist.
[0011] Infolgedessen ist eine konstruktiv einfach aufgebaute, rein mechanische Kopplung
zwischen dem Schaltring und der Positionsdetektionseinheit gegeben, die eine verlässliche
Positionsdetektion des Schaltrings ermöglicht.
[0012] Bevorzugt weist die Positionsdetektionseinheit ein Führungselement und ein Anzeigeelement
auf, wobei das Führungselement zumindest abschnittsweise in die Kulissenbahn eingreift
und das Anzeigeelement dazu ausgebildet ist, eine jeweils detektierte Schaltstellung
des betätigbaren Schaltrings anzuzeigen.
[0013] Aufgrund des Anzeigeelements kann die jeweils von der Positionsdetektionseinheit
erfasste aktuelle Schaltstellung des Schaltrings auf einfache Art und Weise visuell
an einen Benutzer ausgegeben werden.
[0014] Vorzugsweise ist der Positionsdetektionseinheit ein Linearsensor zugeordnet, der
dazu ausgebildet ist, eine jeweils aktuelle Detektionsposition der Positionsdetektionseinheit
zu detektieren.
[0015] Infolgedessen kann die jeweilige Detektionsposition der Positionsdetektionseinheit
neben der visuellen Ausgabe an den Benutzer auch elektronisch weiterverarbeitet werden.
Die Weiterverarbeitung kann hierbei digital und/oder analog erfolgen.
[0016] Bevorzugt ist der Positionsdetektionseinheit zur Detektion einer jeweils aktuellen
Schaltstellung des betätigbaren Schaltrings ein Winkelsensor zugeordnet.
[0017] Hierdurch kann eine aktuelle Dreh- bzw. Winkelstellung des Schaltrings direkt erfasst
werden.
[0018] Vorzugsweise weist der betätigbare Schaltring Deaktivierungselemente zur Deaktivierung
des Schlagwerks in dem mindestens einen nicht-schlagenden Betriebsmodus auf.
[0019] Hierdurch ist eine konstruktiv einfach aufgebaute, mechanisch zuverlässige Umschaltung
zwischen dem mindestens einen nicht-schlagenden Betriebsmodus und dem Schlagmodus
gegeben.
[0020] Gemäß einer Ausführungsform ist ein Blockierglied vorgesehen, das in mindestens einer
vorgegebenen Blockierposition blockierbar ist, wobei eine Blockierung des Blockierglieds
in der mindestens einen vorgegebenen Blockierposition einer Deaktivierung des zugeordneten
Schlagmodus entspricht.
[0021] Infolgedessen ist die Umschaltbarkeit zwischen den verschiedenen Betriebsmodi der
Handwerkzeugmaschine mit einem vergleichsweise konstruktiv geringen Aufwand erreichbar.
[0022] Bevorzugt sind die Deaktivierungselemente dazu ausgebildet, das Blockierglied in
dem mindestens einen nicht-schlagenden Betriebsmodus in die mindestens eine vorgegebene
Blockierposition zu beaufschlagen, um in dem mindestens einen nicht-schlagenden Betriebsmodus
eine Blockierung des Blockierglieds in der mindestens einen vorgegebenen Blockierposition
zur Deaktivierung des zugeordneten Schlagmodus zu ermöglichen.
[0023] Hierdurch ist eine zuverlässige Arretierung der Handwerkzeugmaschine in dem mindestens
einen nicht-schlagenden Betriebsmodus gewährleistet und damit das unkontrollierte
Aktivieren des Schlagmodus ausgeschlossen.
[0024] Gemäß einer Ausführungsform ist das Blockierglied im zugeordneten Schlagmodus zwischen
der vorgegebenen Blockierposition und mindestens einer Begrenzungsposition beweglich,
sodass eine Freigabe des in der vorgegebenen Blockierposition blockierten Blockierglieds
einer Aktivierung des zugeordneten Schlagmodus entspricht.
[0025] Hierdurch ist eine verlässliche Aktivierung und Aufrechterhaltung des Schlagmodus
bis zu einem Wechsel des Betriebsmodus der Handwerkzeugmaschine gegeben.
[0026] Bevorzugt ist das Schlagwerk nach Art eines Rastenschlagwerks ausgebildet.
[0027] Hierdurch ist ein kompakter, robuster Aufbau des Schlagwerks gegeben.
[0028] Gemäß einer Ausführungsform ist eine Bedieneinheit zum Umschalten zwischen dem mindestens
einen nicht-schlagenden Betriebsmodus und dem zugeordneten Schlagmodus vorgesehen.
[0029] Hierdurch ist zumindest ein manuelles Umschalten zwischen dem nicht-schlagenden Betriebsmodus
und dem Schlagmodus realisierbar.
[0030] Bevorzugt weist die Bedieneinheit einen Schalter, eine Taste und/oder einen berührungsempfindlichen
Bildschirm zum Umschalten zwischen dem mindestens einen nicht-schlagenden Betriebsmodus
und dem zugeordneten Schlagmodus auf.
[0031] Hierdurch sind vielfältige mögliche Arten der Interaktion eines Benutzers mit der
Handwerkzeugmaschine gegeben.
[0032] Vorzugsweise weist die Bedieneinheit zur Anzeige eines jeweils eingestellten Betriebsmodus
zumindest ein Anzeigeelement auf.
[0033] Infolgedessen ist eine Rückmeldung eines aktuellen Betriebszustands an den Benutzer
möglich.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0034] Die Erfindung ist anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. In den Zeichnungen weisen dieselben
konstruktiven Elemente mit identischen Funktionalitäten jeweils die gleichen Bezugsziffern
auf und werden in der Regel nur einmal beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Handwerkzeugmaschine,
- Fig. 2
- einen Teillängsschnitt der Handwerkzeugmaschine von Fig. 1 gemäß der Schnittlinie
II-II von Fig. 1,
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines Schaltrings der Handwerkzeugmaschine von Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Draufsicht auf einen vergrößerten Längsschnitt der Handwerkzeugmaschine von Fig.
1 gemäß der Schnittlinie IV-IV von Fig. 1,
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht eines Werkzeugsystems bestehend aus der Handwerkzeugmaschine
von Fig. 1 und einer Bedieneinheit gemäß einer ersten Ausführungsform,
- Fig. 6
- eine perspektivische Detailansicht der Bedieneinheit von Fig. 5 und der Stelleinheit
von Fig. 2,
- Fig. 7
- eine perspektivische Teilansicht der Handwerkzeugmaschine von Fig. 1 mit einer Bedieneinheit
gemäß einer zweiten Ausführungsform,
- Fig. 8
- ein Blockdiagramm des Werkzeugsystems von Fig. 5 mit der Handwerkzeugmaschine und
dem mobilen Computer von Fig. 5,
- Fig. 9
- eine Teilseitenansicht der Handwerkzeugmaschine von Fig. 1 mit einer Bedieneinheit
gemäß einer dritten Ausführungsform, und
- Fig. 10
- eine vergrößerte Ansicht des mobilen Computers des Werkzeugsystems von Fig. 5.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0035] Fig. 1 zeigt eine Handwerkzeugmaschine 10 mit einem Werkzeuggehäuse 12 und einem
Schlagwerk 30, die exemplarisch als ein Akku-Schlagbohrschrauber ausgebildet ist,
der bevorzugt zur netzunabhängigen Stromversorgung mechanisch und elektrisch mit einem
Akkupack 80 verbindbar ist. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass die vorliegende
Erfindung nicht auf Akku-Schlagbohrschrauber beschränkt zu sehen ist, sondern vielmehr
bei unterschiedlichen Handwerkzeugmaschinen, bei denen das Schlagwerk 30 Anwendung
finden kann, wie z.B. einem Schlagschrauber oder einer Schlagbohrmaschine, verwendet
werden kann. Dies ist zudem unabhängig davon, ob die Handwerkzeugmaschine 10 nicht-elektrisch
oder elektrisch betreibbar ist, d.h. netzabhängig oder netzunabhängig bzw. akkugespeist.
[0036] In dem Werkzeuggehäuse 12 ist vorzugsweise zumindest abschnittsweise eine Antriebseinheit
20 zum Antrieb eines Einsatzwerkzeugs 42 in mindestens einem nicht-schlagenden Betriebsmodus
angeordnet. Die Antriebseinheit 20 weist exemplarisch einen elektrischen Antriebsmotor
22, ein hier nicht dargestelltes, vorzugsweise schaltbares Getriebe (90 in Fig. 2),
ein hier lediglich angedeutetes Schlagwerk 30 zum schlagenden Antrieb des beispielhaft
in einer Werkzeugaufnahme 40 aufgenommenen Einsatzwerkzeugs 42 in einem Schlagmodus
der Handwerkzeugmaschine 10 und eine optionale Drehmomentkupplung (72 in Fig. 2) auf.
Der Antriebsmotor 22, das schaltbare Getriebe (90 in Fig. 2), die optionale Drehmomentkupplung
(72 in Fig. 2), das Schlagwerk 30 sowie die Werkzeugaufnahme 40 sind illustrativ rotationssymmetrisch
zu einer Längsmittelachse 50 der Antriebseinheit 20 angeordnet. Das Schlagwerk 30
ist bevorzugt als ein s.g. Rastenschlagwerk 32 aufgebaut. Mittels eines bevorzugt
rastend um die Längsmittelachse 50 verdrehbaren Einstellrings 70 ist vorzugsweise
die optionale Drehmomentkupplung (72 in Fig. 2) in Stufen einstellbar, sodass ein
an der Werkzeugaufnahme 40 maximal verfügbares Drehmoment auf einen Maximalwert begrenzbar
ist. Die Werkzeugaufnahme 40 ist hier lediglich exemplarisch als eine Schnellspanneinrichtung
44 mit einem drehbaren Spannring 46 zum radialen Festspannen des Einsatzwerkzeugs
42 mit Hilfe von exemplarisch drei Spannbacken 48 ausgebildet. Bei dem bevorzugt auswechselbaren
Einsatzwerkzeug 42 kann es sich zum Beispiel um einen Bohrer oder einen Bithalter
mit einem Schrauberbit handeln.
[0037] Das Werkzeuggehäuse 12 verfügt weiterhin über einen ergonomisch geformten Handgriff
14 mit einem Handschalter 16 zum Ein-/Ausschalten sowie zur bevorzugt stufenlosen
Drehzahlregelung des elektrischen Antriebsmotors 22. Weiterhin ist an dem Handgriff
14 eine optionale, bevorzugt in Richtung der Werkzeugaufnahme 40 abstrahlende, ein-
und ausschaltbare Beleuchtungseinrichtung 18 zur Ausleuchtung eines im Bereich der
Werkzeugaufnahme 40 der Handwerkzeugmaschine 10 liegenden Arbeitsfeldes vorgesehen.
Ferner befindet sich an dem Handgriff 14 vorzugsweise ein Drehrichtungsumschalter
24 zum Wechsel der Drehrichtung des Antriebmotors 22, um einen Reversierbetrieb der
Handwerkzeugmaschine 10 zu erlauben. Der Drehrichtungsumschalter 24 ist bevorzugt
zur Betätigung quer verschiebbar zur Längsmittelachse 50 in dem Werkzeuggehäuse 12
aufgenommen.
[0038] Das schaltbare Getriebe (90 in Fig. 2) der Handwerkzeugmaschine 10 ist mindestens
zwischen einer ersten und zweiten Gangstufe umschaltbar. Vorzugsweise ist die erste,
bevorzugt langsame Gangstufe dem nicht-schlagenden Betriebsmodus, z.B. einem Schraubmodus,
zugeordnet und die zweite, bevorzugt schnellere Gangstufe einem Bohrmodus und/oder
dem Schlagmodus. Es können jedoch auch weitere Gangstufen realisiert werden, sodass
z.B. der Bohrmodus der zweiten Gangstufe und der Schlagmodus einer dritten Gangstufe
zugeordnet ist, usw.
[0039] Gemäß einer Ausführungsform ist zumindest eine Benutzerführungseinheit 60 vorgesehen,
die zumindest zum Umschalten zwischen dem nicht-schlagenden Betriebsmodus und dem
Schlagmodus dient. Die Benutzerführungseinheit 60 kann hierbei zur aktiven und/oder
passiven Benutzerführung ausgebildet sein. Bei einer aktiven Benutzerführung wird
ein Benutzer der Handwerkzeugmaschine 10 bevorzugt durch visuelle, auditive und/oder
haptische Anweisungen, Hinweise bzw. Umschaltanweisungen zum Umschalten zwischen dem
nicht-schlagenden Betriebsmodus und dem Schlagmodus angeleitet, während bei einer
passiven Benutzerführung ein entsprechender Umschaltvorgang selbsttätig von der Handwerkzeugmaschine
10 durchgeführt wird und dieser dem Benutzer vorzugsweise lediglich angezeigt wird.
Beispielhafte Realisierungen von aktiven und passiven Benutzerführungen werden weiter
unten näher beschrieben. Beispielsweise kann zur Erzielung einer für den Benutzer
auch haptisch wahrnehmbaren Rückmeldung darüber, ob sich die Handwerkzeugmaschine
10 im nicht-schlagenden Betriebsmodus oder im Schlagmodus befindet, ein Vibrationselement,
wie zum Beispiel ein Elektromotor mit einem Exzenter oder dergleichen, vorgesehen
sein.
[0040] Bevorzugt weist die Benutzerführungseinheit 60 mindestens eine manuell betätigbare
Bedieneinheit 62 mit zumindest einem, hier illustrativ jedoch einem ersten und zweiten,
manuell betätigbaren Bedienelement 64, 66 auf, wobei die Bedienelemente 64, 66 zur
Initiierung eines Umschaltvorgangs zum Umschalten zwischen dem nicht-schlagenden Betriebsmodus
und dem Schlagmodus ausgebildet sind. Die zwei Bedienelemente 64, 66 können z.B. als
elektrische Schalter, Taster, Rastschalter, Tasten, Drucktasten, zur Gestensteuerung
und/oder mit einem berührungsempfindlichen Display, wie z.B. einem berührungssensitiven
Bildschirm bzw. einem Touchscreen, realisiert sein, die der besseren zeichnerischen
Übersicht hier nicht dargestellt sind. Weiterhin können den beiden Bedienelementen
64, 66 optische Anzeigeelemente bzw. Beleuchtungselemente (vgl. insb. 520, 521, 522
in Fig. 6) zur Anzeige des jeweils eingestellten Betriebsmodus der Handwerkzeugmaschine
10 zugeordnet sein, wobei die Anzeigeelemente bevorzugt mit farbigen oder weißen LED's
aufgebaut sind. Bevorzugt weist die Benutzerführungseinheit 60 ferner einen mobilen
Computer auf, z.B. ein Smartphone und/oder einen Tablet-Computer und/oder die Bedienelemente
64, 66 sind selbst als Display ausgebildet. Alternativ hierzu können auch andere,
sogenannte "smart devices" wie z. B. eine Uhr, Brille usw. als mobiler Computer verwendet
werden.
[0041] Gemäß einer Ausführungsform ist die Benutzerführungseinheit 60 zumindest teilweise
in die Handwerkzeugmaschine 10 integriert und/oder zumindest teilweise als eine externe,
separate Komponente (300 in Fig. 5) ausgestaltet. Dabei kann das Display in die Handwerkzeugmaschine
10 integriert und/oder extern angeordnet sein. Bevorzugt können Umschaltanweisungen
auf dem Display angezeigt werden, um einem Benutzer der Handwerkzeugmaschine 10 zur
Erzielung optimaler Arbeitsergebnisse die Bedienung und/oder eine Einstellung z.B.
eines anwendungsspezifischen Betriebsmodus der Handwerkzeugmaschine 10 zu erleichtern.
[0042] Des Weiteren weist die Handwerkzeugmaschine 10 vorzugsweise eine bidirektionale Kommunikationsschnittstelle
400 auf, die bevorzugt zur Kommunikation mit der vorzugsweise von dem Benutzer interaktiv
bedienbaren Benutzerführungseinheit 60 vorgesehen ist, alternativ hierzu aber auch
ein Bestandteil der Benutzerführungseinheit 60 sein kann. Die Kommunikationsschnittstelle
400 ist bevorzugt dazu ausgebildet, zumindest von der Benutzerführungseinheit 60 bzw.
der Bedieneinheit 62 Umschaltanweisungen zum anwendungsspezifischen Umschalten der
Handwerkzeugmaschine 10 zwischen dem nicht-schlagenden Betriebsmodus und dem Schlagmodus
zu empfangen. Dabei ist die Kommunikationsschnittstelle 400 zumindest dazu ausgebildet,
mindestens ein Steuersignal an zumindest eines der Bedienelemente 64, 66 zu senden
oder selbsttätig einen Umschaltvorgang auszulösen. Darüber hinaus kann es vorgesehen
sein, dass die Bedienelemente 64, 66 umgekehrt ein Betätigungssignal an die Kommunikationsschnittstelle
400 oder eine hier nicht gezeigte (Steuer-)Elektronik übermitteln, zur Mitteilung,
dass der Benutzer die entsprechende anwendungsspezifische Umschaltung auch tatsächlich
vorgenommen hat. Bevorzugt wird dabei das Erzeugen einer Umschaltanweisung zur Initiierung
eines Umschaltvorgangs zwischen dem Schlagmodus und dem nicht-schlagenden Betriebsmodus
z.B. durch zumindest eines der beiden Bedienelemente 64, 66 ermöglicht.
[0043] Gemäß einer Ausführungsform ist die Kommunikationsschnittstelle 400 nach Art eines
drahtlosen Übertragungsmoduls 401 ausgebildet, insbesondere als ein Funkmodul 405
zur drahtlosen Kommunikation mittels des Bluetooth-Standards. Jedoch kann das Übertragungsmodul
401 auch für eine beliebige andere, drahtlose und/oder drahtbehaftete Kommunikation,
z.B. über WLAN, WiFi und/oder LAN, ausgebildet sein.
[0044] Fig. 2 zeigt die Handwerkzeugmaschine 10 von Fig. 1 mit dem Werkzeuggehäuse 12, in
dem der Antriebsmotor 22 als ein Teil der Antriebseinheit 20 in einem, von der Werkzeugaufnahme
40 mit den drei Spannbacken 48 abgewandten, hinteren Abschnitt 28 des Werkzeuggehäuses
12 angeordnet ist. Die Spannbacken 48 sind mittels des um die Längsmittelachse 50
verdrehbaren Spannrings 46 der Schnellspanneinrichtung 44 radial verfahrbar. In dem
Handgriff 14 des Werkzeuggehäuses 12 befindet sich der Handschalter 16 zur Betätigung
eines elektrischen Ein-/Aus-Schalters 17. Eine Antriebswelle 34 des Antriebsmotors
22 treibt illustrativ drehend ein schaltbares Getriebe 90 zur Drehmoment- und Drehzahlanpassung
an, das bevorzugt als Planetengetriebe 92 ausgeführt ist und das beispielhaft ein
zumindest annähernd zylindrisches Getriebegehäuse 94 aufweist. Mit Hilfe des Einstellrings
70 lässt sich das von einer optionalen Drehmomentkupplung 72 maximal übertragbare
und an der Werkzeugaufnahme 40 abrufbare Drehmoment einstellen. Der Antriebsmotor
22, das Getriebe 90, die optionale Drehmomentkupplung 72 sowie das hier verdeckte
Schlagwerk (30 in Fig. 1 und Fig. 4) sind exemplarisch rotationssymmetrisch zu der
Längsmittelachse 50 sowie axial zueinander versetzt innerhalb des Werkzeuggehäuses
12 der Handwerkzeugmaschine 10 angeordnet.
[0045] Bevorzugt ist koaxial zur Längsmittelachse 50 im Bereich der Drehmomentkupplung 70
ein mittels einer Stelleinheit 102 verdrehbar im Werkzeuggehäuse 12 angeordneter Schaltring
100 vorgesehen. Dieser ist bevorzugt ringförmig, d.h. zumindest näherungsweise hohlzylindrisch,
ausgebildet, kann alternativ hierzu aber auch z.B. kreissegment- bzw. bogenförmig
ausgebildet sein.
[0046] Die Stelleinheit 102 umfasst bevorzugt einen elektrischen Stellmotor 104 und ein
von diesem drehend angetriebenes Stellgetriebe 106 mit einem Ritzel 108 bzw. einem
kleinen Zahnrad mit einer geringen Anzahl von Zähnen. Das Stellgetriebe 106 weist
zur Erhöhung des vom Stellmotor 104 abgegebenen Drehmoments bei gleichzeitiger Absenkung
der Drehzahl des Ritzels 108 vorzugsweise eine hohe Untersetzung auf.
[0047] Der Schaltring 100 verfügt vorzugsweise an einer dem Handgriff 14 zugewandten Unterseite
110 über eine radial auswärts gerichtete Verzahnung 114, die bevorzugt im ständigen
Eingriff mit dem Ritzel 108 der Stelleinheit 102 steht. Die unterseitige Verzahnung
114 des Schaltrings 100 erstreckt sich hierbei bevorzugt lediglich in einem Kreisbogenabschnitt
115 des Schaltrings 100 mit einem Öffnungswinkel von vorzugsweise bis zu 90°. Der
Schaltring 100 ist somit mit Hilfe der Stelleinheit 102 bzw. des Stellmotors 104 gemäß
einer Ausführungsform in einem Winkelbereich von bis zu 90°, bzw. ± 45° um die Längsmittelachse
50, motorisch verschwenkbar bzw. verdrehbar. Alternativ hierzu ist auch z.B. ein größerer
Winkelbereich mit der entsprechend angepassten Verzahnung 114 realisierbar. Beispielsweise
kann die Verzahnung 114 vollständig den Schaltring 100 umfassen, d.h. nach Art einer
360°-Verzahnung, und somit einen unbegrenzten Winkelbereich ermöglichen.
[0048] Der Schaltring 100 verfügt bevorzugt umfangsseitig über eine erste Kulissenbahn 116,
die illustrativ rampenförmig ausgebildet ist und in der eine Schaltstange 118 geführt
ist. Vorzugsweise ist an die Schaltstange 118 ein Schaltbügel 120 aus einem gebogenen
Draht angelenkt, der bevorzugt mit einem hier verdeckten Schalthohlrad des Getriebes
90 gekoppelt ist. Daher lässt sich durch das Bestromen des Stellmotors 104 mit einer
bestimmten Drehrichtung eine motorische Gangumschaltung des schaltbaren Getriebes
90 bewirken. Weiterhin sind an dem Schaltring 100 mindestens ein und hier exemplarisch
drei, umfangsseitig bevorzugt gleichmäßig zueinander beabstandete Deaktivierungselemente
122 ausgebildet, von denen hier lediglich zwei Deaktivierungselemente sichtbar sind.
Die Deaktivierungselemente 122 sind exemplarisch als integral zum Schaltring 100 ausgeformte
Nocken 124 ausgeführt, die axial in Richtung der Werkzeugaufnahme 40 gerichtet sind
und die zum Aktivieren oder Deaktivieren des Schlagmodus bzw. dem Ein- oder Ausschalten
des hier nicht sichtbaren Schlagwerks 30 mittels eines hier verdeckten Blockierglieds
(200, in Fig. 4) dienen.
[0049] Der Schaltring 100 ist gemäß einer Ausführungsform zumindest in eine erste und zweite
Schaltstellung um die Längsmittelachse 50 verdrehbar, wobei die erste Schaltstellung
bzw. Drehwinkelstellung z.B. dem nicht-schlagenden Betriebsmodus und die zweite Schaltstellung
dem Schlagmodus der Handwerkzeugmaschine 10 zugeordnet ist. Die hier exemplarisch
gezeigte Schaltstellung des Schaltrings 100 ist die erste Schaltstellung, in der das
Schlagwerk 30 ausgeschaltet bzw. der Schlagmodus deaktiviert ist.
[0050] Gemäß einer Ausführungsform wirkt der Schaltring 100 ferner mit einer Positionsdetektionseinheit
130 zusammen, die unter anderem dazu ausgebildet ist, die jeweils aktuelle Schaltstellung
des Schaltrings 100 präzise zu erfassen und für den Benutzer zu visualisieren. In
den Schaltring 100 ist zu diesem Zweck bevorzugt umfangsseitig eine zweite Kulissenbahn
132 eingebracht, die illustrativ zumindest annähernd geradlinig und quer zu einem
Querschnitt des Schaltrings 100 verläuft. In die Kulissenbahn 132 des Schaltrings
100 greift ein unterseitig an einem plattenförmigen Grundkörper 133 der Positionsdetektionseinheit
130 ausgebildetes, zapfenartiges und lediglich strichliniert angedeutetes Führungselement
134 ein. Hierdurch wird jede Änderung des aktuellen Drehwinkels bzw. der Schaltstellung
des Schaltrings 100 in eine proportionale axiale Verschiebung eines von dem Führungselement
134 weggerichteten, zeigerartigen Anzeigeelements 136 der Positionsdetektionseinheit
130 transformiert. Das zeigerartige Anzeigeelement 136 erlaubt z.B. in Verbindung
mit einem in der Nähe des Anzeigeelements 136 im Bereich des Werkzeuggehäuses 12 angebrachten,
der besseren zeichnerischen Übersicht nicht dargestellten Skalenelements, dann zumindest
eine rein mechanische Anzeige für den Benutzer, ob sich die Handwerkzeugmaschine 10
in dem nicht-schlagenden Betriebsmodus oder in dem Schlagmodus befindet.
[0051] In der mit einer durchgezogenen, schwarzen Linie symbolisierten axialen Stellung
der Positionsdetektionseinheit 130 befindet sich diese in einer ersten axialen Detektionsposition,
während sich die Positionsdetektionseinheit 130 in der mit einer gestrichelten Linie
angedeuteten Stellung in einer zweiten axialen Detektionsposition befindet. Die erste
Detektionsposition korrespondiert mit der hier dargestellten ersten Schaltstellung
des Schaltrings 100 und dem nicht-schlagenden Betriebsmodus, während die zweite Detektionsposition
der zweiten Schaltstellung des Schaltrings 100 entspricht, in der der Schlagmodus
aktiv ist.
[0052] Weiterhin ist ein elektronischer Linearsensor 138 bevorzugt im Bereich einer Platine
139 einer der Positionsdetektionseinheit 130 zugeordneten, komplexen Elektronik 140
angeordnet und zur Detektion der jeweils aktuellen axialen Detektionsposition der
Positionsdetektionseinheit 130 ausgebildet. Hierbei erfasst der Linearsensor 138 vorzugsweise
die lineare Verfahrbewegung des zeigerartigen, senkrecht zur Längsmittelachse 50 orientierten
Anzeigeelements 136 der Positionsdetektionseinheit 130 und somit indirekt die jeweilige
Schalt- bzw. Drehstellung des betätigbaren Schaltrings 100. Durch die mit der zweiten
Kulissenbahn 132 mechanisch gekoppelte Positionsdetektionseinheit 130 ist hierbei
eine exakte mechanische Transformation der Drehbewegung des Schaltrings 100 in eine
proportionale Linearposition des Anzeigeelements 136 gewährleistet.
[0053] Vorzugsweise ist dem Linearsensor 138 zu diesem Zweck zumindest ein Sensorelement
beigeordnet. Illustrativ weist der Linearsensor 138 hier jedoch drei Sensorelemente
142, 143, 144 zur besseren Wegauflösung auf. Alternativ kann auch ein Winkelsensor
145 zur Detektion einer jeweiligen Drehwinkelposition des Schaltrings 100 verwendet
werden, der eine direkte Abtastung der jeweiligen Schalt- bzw. Drehstellung des Schaltrings
100 erlaubt, wodurch eine spielfreie Erfassung der Schalt- bzw. der Drehstellung des
Schaltrings 100 mit einer höheren Messgenauigkeit ermöglicht wird.
[0054] Durch den bevorzugt berührungslosen, elektronischen Linearsensor 138 und/oder den
Winkelsensor 145 ist es möglich, die Schaltstellung des Schaltrings 100 elektronisch
mit hoher Genauigkeit zu erfassen, z.B. mittels der Elektronik 140 weiter zu verarbeiten
und somit komplexe, automatisch ablaufende Steuer- und/oder Regelungsprozesse mit
Hilfe der Stelleinheit 102 zu realisieren. Die Elektronik 140 steuert hierbei bevorzugt
zugleich den Antriebsmotor 22 und/oder die Beleuchtungseinrichtung 18 von Fig. 1,
wobei der Antriebsmotor 22 vorzugsweise in Abhängigkeit eines, von dem hier nicht
dargestellten Drehrichtungsumschalter (24, in Fig. 1) übermittelten Drehrichtungssignals
angesteuert wird. Bevorzugt weist der Handschalter 16 eine Verriegelung auf, die vorzugsweise
als mechanische und/oder elektrische Verriegelung ausgebildet ist. Des Weiteren werden
der Ein-/Aus-Schalter 17 und/oder die Elektronik 140 von dem Akkupack (80, in Fig.
1) mit Strom versorgt.
[0055] Fig. 3 zeigt den Schaltring 100 der Handwerkzeugmaschine 10 von Fig. 2, der im Bereich
seiner in Fig. 2 dem Ritzel 108 der Stelleinheit 102 von Fig. 2 zugewandten Unterseite
110 die radial auswärts gerichtete Verzahnung 114 aufweist, die bevorzugt einstückig
mit Schaltring 100 ausgebildet ist und sich hier lediglich exemplarisch umfangsseitig
über einen Winkel α von etwa 60° erstreckt, um somit eine Verschwenkung des Schaltrings
um ± 30° ausgehend von der hier illustrierten Position zu erlauben. Im Bereich einer
der Werkzeugaufnahme 40 von Fig. 2 zugewandten Stirnseite 125 des Schaltrings 100
sind die drei exemplarisch als Nocken 124 ausgeführten Deaktivierungselemente 122
ausgebildet, vorzugsweise einstückig mit dem Schaltring 100, und bevorzugt jeweils
um 120° umfangsseitig gleichmäßig zueinander versetzt angeordnet. Die Nocken 124 weisen
illustrativ jeweils eine vorzugsweise parallel zur Stirnseite 125 liegende, beispielhaft
kreisringsektorförmige Grundfläche auf.
[0056] Bevorzugt ist zumindest annähernd diametral zur Verzahnung 114 an einem Umfangsabschnitt
einer Rückseite 126 des Schaltrings 100 ein laschenartiger Fortsatz 127 ausgebildet.
Dessen Krümmung korrespondiert vorzugsweise mit der des Schaltrings 100 und dessen
Formgebung entspricht exemplarisch näherungsweise der eines rechteckigen Ausschnitts
aus einem Hohlzylinder. In den Fortsatz 127 sind die beiden, bevorzugt diesen radial
vollständig durchsetzenden und in etwa quer zur Längsmittelachse 50 verlaufenden Kulissenbahnen
116, 132 von Fig. 2 eingebracht.
[0057] Illustrativ sind im Bereich einer beispielhaft in etwa zylindrischen Innenfläche
128 des Schaltrings 100 ferner drei Einstellnocken 129 ausgebildet, die zur Einstellung
eines von der optionalen Drehmomentkupplung (72 von Fig. 2) maximal übertragbaren
Drehmoments bzw. eines Ansprechmoments der Drehmomentkupplung dienen. Von den insgesamt
drei Einstellnocken 129 ist hier lediglich ein einzelner Einstellnocken sichtbar.
Die Einstellnocken 129 schließen axial an die Nocken 124 zum Aktiveren bzw. zum Deaktivieren
des Schlagmodus an, sind jedoch vorzugsweise umfangsseitig zu diesen versetzt positioniert
und weisen in Richtung der Rückseite 126 des Schaltrings 100. Ferner schließen die
Einstellnocken 129 in radialer Richtung bündig an die Nocken 124 an.
[0058] Fig. 4 zeigt das bevorzugt schaltbare Getriebe 90 von Fig. 2, das vorzugsweise nach
Art eines Untersetzungsgetriebes mit mindestens zwei schaltbaren Getriebestufen ausgebildet
ist. Illustrativ ist das schaltbare Getriebe 90 hier als Planetengetriebe 92 mit drei
in dem Getriebegehäuse 94 angeordneten Planetenstufen ausgebildet: einer vorderen,
antriebsmotorseitigen Planetenstufe 160, einer mittleren Planetenstufe 162 und einer
der Werkzeugaufnahme 40 von Fig. 2 am nächsten liegenden hinteren Planetenstufe 164.
[0059] Die vordere Planetenstufe 160 verfügt beispielhaft über ein Sonnenrad 166, mindestens
zwei der besseren zeichnerischen Übersicht halber nicht bezeichnete Planetenräder,
einen Planetenträger 168, sowie ein axial unbeweglich und drehfest im Getriebegehäuse
94 angeordnetes Hohlrad 170. Zum rotierenden Antrieb des Planetengetriebes 92 ist
das Sonnenrad 166 der vorderen Planetenstufe 160 zumindest drehfest, z.B. durch eine
Formschlussverbindung oder dergleichen, mit der Ankerwelle 34 des Antriebsmotors 22
verbunden, bzw. als ein Abtriebsritzel 171 der Ankerwelle 34 ausgeführt. Die mittlere
Planetenstufe 162 verfügt beispielhaft entsprechend über ein Sonnenrad 172 - das einstückig
am Planetenträger 168 der vorderen Planetenstufe 160 ausgebildet ist - mindestens
zwei nicht bezeichnete Planetenräder, einen Planetenträger 174 sowie das periphere
axial verschiebbare Schalthohlrad 176. Die hintere Planetenstufe 164 verfügt beispielhaft
über ein zentrales Sonnenrad 178 - das integral am Planetenträger 174 der vorgelagerten
mittleren Planetenstufe 162 ausgebildet ist -, zwei nicht bezeichnete Planetenräder
sowie einen Planetenträger 180. Darüber hinaus ist im Bereich der hinteren Planetenstufe
164 ein axial unbeweglich und drehfest im Getriebegehäuse 94 aufgenommenes Hohlrad
182 gezeigt, das einer nicht weiter beschriebenen Rutschkupplung zugeordnet ist. In
das Schalthohlrad 176 greift bevorzugt der Schaltbügel 120 von Fig. 2 ein, sodass
durch den mittels der Stelleinheit 102 von Fig. 2 verdrehbaren Schaltring 100 (vgl.
insb. Fig. 2) eine motorische Gangumschaltung, zum Beispiel zwischen mindestens einer
schnellen und einer langsamen Gangstufe des schaltbaren Getriebes 90, durch axiales
Verschieben des Schalthohlrads 176 der mittleren Planetenstufe 162 bewirkt werden
kann.
[0060] Eine bevorzugt drehbar in einer ersten und einer zweiten Lagerstelle 52, 54 im Werkzeuggehäuse
12 von Fig. 2 gelagerte Abtriebsspindel 150 ist mittels des schaltbaren Planetengetriebes
92 und der diesem nachfolgenden, optionalen Drehmomentkupplung 72 von Fig. 2 drehend
antreibbar. Die beiden Lagerstellen 52, 54 sind bevorzugt mit Radialkugellagern aufgebaut.
Die Werkzeugaufnahme 40 von Fig. 2 mit den beiden hier sichtbaren Spannbacken 48 ist
bevorzugt auf einem Gewindeabschnitt 152 der Abtriebsspindel 150 drehfest angeordnet.
Das radial einwärts gerichtete Spannen der Spannbacken 48 erfolgt mithilfe des Spannrings
46 der Schnellspanneinrichtung 44 von Fig. 2. Ein vom Gewindeabschnitt 152 weggerichteter
Endabschnitt 154 der Abtriebsspindel 150 greift in den Planetenträger 180 der hinteren
Planetenstufe 164 ein und ist mit diesem drehfest verbunden.
[0061] Die Höhe eines von der optionalen Drehmomentkupplung 72 maximal übertragbaren Drehmoments
ist mittels des Einstellrings 70 von Fig. 1 vom Benutzer einstellbar. Der detaillierte
konstruktive Aufbau einer derartigen Drehmomentkupplung ist dem auf dem Gebiet der
Handwerkzeugmaschinen tätigen Fachmann aus dem Stand der Technik hinreichend geläufig,
sodass an dieser Stelle auf eine eingehendere Beschreibung verzichtet werden kann.
[0062] Gemäß einer Ausführungsform ist ein Blockierglied 200 vorgesehen. Dieses ist hier
exemplarisch als eine im Querschnitt ungefähr S-förmig geformte Lagerbrücke 202 mit
einem ersten und einem zweiten Schenkel 204, 206 ausgestaltet. Die Schenkel 204, 206
verlaufen bevorzugt parallel zueinander und jeweils quer zu der Längsmittelachse 50
und zwischen den Schenkeln 204, 206 besteht vorzugsweise ein, der besseren zeichnerischen
Übersicht halber nicht bezeichneter, parallel zur Längsmittelachse 50 verlaufender
gerader Mittelabschnitt.
[0063] In der hier illustrierten Drehstellung bzw. Drehwinkelstellung des Schaltrings 100
befindet sich die Handwerkzeugmaschine 10 von Fig. 1 in dem nicht-schlagenden Betriebsmodus.
In diesem liegt der erste Schenkel 204 der Lagerbrücke 202 bevorzugt axial an dem
Nocken 124 bzw. an dem Deaktivierungselement des Schaltrings 100 an, während die zweite
Lagerstelle 54 zwischen dem zweiten Schenkel 206 der Lagerbrücke 202 und einer Schulter
156 der Abtriebsspindel 150 beidseitig axial festgelegt ist. Damit befindet sich das
Blockierglied 200 bzw. die Lagerbrücke 202 in seiner dargestellten Lage in einer Blockierposition
208 und der Schlagmodus ist deaktiviert bzw. der nicht-schlagende Betriebsmodus der
Handwerkzeugmaschine 10 ist aktiv.
[0064] Wird der Schaltring 100 mittels der Stelleinheit 102 von Fig. 2 bzw. dem Stellmotor
104 von Fig. 2 verdreht, so kann sich die Lagerbrücke 202, wie mit einem Pfeil 210
angedeutet, axial bis in eine Begrenzungsposition 212 verschieben, sodass die zweite
Lagerstelle 54 und mit ihr die Abtriebsspindel 150 entgegen der Kraftwirkung einer
Feder 214 axial periodisch oszillierend um einen axialen Weg 216 bzw. eine Wegstrecke
zwischen der Blockierposition 208 und der antriebsmotorseitigen Begrenzungsposition
212 ein- und ausfedern kann und damit der Schlagmodus der Handwerkzeugmaschine 10
bzw. das vorzugsweise als Rastenschlagwerk 32 ausgebildete Schlagwerk 30 aktiviert
ist. Der detaillierte Aufbau eines derartigen Schlag- bzw. Rastenschlagwerks 30, 32
ist dem Fachmann gleichfalls aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt, sodass
an dieser Stelle auf eine weitergehende Beschreibung desselben verzichtet werden kann.
[0065] Fig. 5 zeigt ein Werkzeugsystem 1000, das die Handwerkzeugmaschine 10 von Fig. 1
aufweist. Die Handwerkzeugmaschine 10 ist mit der Benutzerführungseinheit 60 von Fig.
1 versehen, die hier bevorzugt eine Bedieneinheit 500 zum manuellen Einstellen des
nicht-schlagenden Betriebsmodus und des Schlagmodus aufweist. In dem Werkzeuggehäuse
12 der Handwerkzeugmaschine 10 befinden sich unter anderem der elektrische Antriebsmotor
22 sowie das schaltbare Getriebe 90 zum drehenden Antrieb der Werkzeugaufnahme 40.
[0066] Bevorzugt ist die Bedieneinheit 500 mit zumindest einem, hier jedoch illustrativ
drei Bedienelementen 502, 504, 506 zum Umschalten zwischen dem nicht-schlagenden Betriebsmodus
und dem Schlagmodus der Handwerkzeugmaschine 10 ausgerüstet. Beispielhaft ist das
Bedienelement 502 zum Aktivieren des Schraubmodus vorgesehen, das Bedienelement 504
zum Einstellen eines Bohrmodus und das Bedienelement 506 zum Wählen des Schlagmodus,
wobei die Bedienelemente 502, 504, 506 beispielhaft den Betriebsmodi entsprechende
grafische Symbole bzw. Piktogramme aufweisen. Bevorzugt sind die Bedienelemente 502,
504, 506 auf einer Platine 508 bzw. Leiterplatte angeordnet. Die Bedieneinheit 500
ist dabei vorzugsweise zumindest teilweise in die Handwerkzeugmaschine 100 integriert.
Weiterhin kann die Bedieneinheit 500 mit einem hier lediglich strichliniert angedeuteten
(LC-)Display 530 ausgerüstet sein, wobei das weiter oben beschriebene Steuersignal
z.B. dazu ausgebildet ist, auf dem Display 530 eine Anzeige zur Visualisierung einer
Umschaltanweisung bzw. einer Aufforderung zur Initiierung eines Umschaltvorgangs zum
Umschalten der Antriebseinheit 22 von dem nicht-schlagenden Betriebsmodus in den Schlagmodus
zu erzeugen.
[0067] Gemäß einer Ausführungsform ist die Benutzerführungseinheit 60 wie oben beschrieben
zumindest teilweise als externe, separate Komponente 300 ausgebildet sein. In diesem
Fall weist die externe Komponente 300 wie hier gezeigt, bevorzugt einen mobilen Computer
600 als weitere Benutzerführungseinheit auf, der insbesondere nach Art eines Smartphones
und/oder Tablet-Computers ausgebildet ist. Alternativ hierzu können auch andere, sogenannte
"smart devices" wie z. B. eine Uhr, Brille usw. als mobiler Computer verwendet werden.
Unter Umständen kann, wie oben dargelegt, auf die Bereitstellung der Bedieneinheit
500 verzichtet werden, insbesondere falls diese von dem mobilen Computer 600 realisiert
werden kann. Zur Anzeige eines eingestellten Betriebsmodus weist die Handwerkzeugmaschine
10 vorzugsweise zusätzlich das Display 530 auf, wobei die Benutzerführungseinheit
60 zusammen mit der Handwerkzeugmaschine 100 das Werkzeugsystem 1000 ausbildet.
[0068] Bevorzugt weist der mobile Computer 600 mindestens ein elektronisches Display 601
auf, das bevorzugt nach Art eines berührungsempfindlichen Bildschirms bzw. eines Touchscreens
ausgebildet ist. Das Display 601 weist vorzugsweise zur Eingabe zumindest eines Betriebsmodus
der Handwerkzeugmaschine 10 mindestens ein, hier jedoch illustrativ drei Bedienelemente
602, 604, 606 auf. Bespielhaft sind in Fig. 5 die Bedienelemente 602, 604, 606 auf
dem Display 601 als Bedienfelder bzw. Icons oder Piktogramme dargestellt, könnten
jedoch auch als Schalter und/oder Tasten ausgeführt sein.
[0069] Für den Fall, dass die Benutzerführungseinheit 60 sowohl die Bedieneinheit 500, als
auch den mobilen Computer 600 umfasst, ist vorzugsweise das Steuersignal dazu ausgebildet,
auf dem Display 601 eine Umschaltanweisung bzw. eine Aufforderung zur Initiierung
eines Umschaltvorgangs zum Umschalten zwischen dem nicht-schlagenden Betriebsmodus
und dem Schlagmodus zu generieren bzw. zur Anzeige zu bringen. Hierbei werden bevorzugt
konkrete (Handlungs-)Anweisungen über das Display 601 angezeigt, z.B. eine Anweisung,
welcher Betriebsmodus für einen vorgegebenen Arbeitsgang eingestellt werden soll,
die ein Benutzer der Handwerkzeugmaschine 10 dann nachfolgend z.B. über die Bedieneinheit
500 an der Handwerkzeugmaschine 10 einstellen kann. Hierbei können die Bedienelemente
502, 504, 506 an der Handwerkzeugmaschine 10 mit lichtemittierenden Beleuchtungsmitteln
510, 512, 514 versehen sein, wobei das Steuersignal in dieser Konstellation dazu ausgebildet
ist, jeweils das entsprechende Beleuchtungsmittel 510, 512, 514 einzuschalten. Die
Beleuchtungsmittel 510, 512, 514 sind vorzugsweise mit räumlich-kompakten Beleuchtungselementen
520, 521, 522, wie zum Beispiel farbigen oder weißen LED's, realisiert.
[0070] Daneben kann der mobile Computer 600 auch zumindest teilweise in die Handwerkzeugmaschine
10 integriert sein, wobei eine Einstellung des jeweiligen Betriebsmodus in einer solchen
Konstellation dann vorzugsweise jeweils automatisch, bevorzugt über die elektromotorische
Stelleinheit 102 bzw. den Stellmotor 104 von Fig. 2, vorgenommen wird. Es sei ferner
darauf hingewiesen, dass die in Fig. 5 beschriebenen, beispielhaften Realisierungen
der Benutzerführungseinheit 60 beliebig miteinander kombinierbar sind und das z.B.
auch die Kommunikationsschnittstelle 400 die Funktionalität der Benutzerführungseinheit
60 mit übernehmen kann.
[0071] Fig. 6 zeigt die Bedieneinheit 500 von Fig. 5 mit den Bedienelementen 502, 504, 506,
sowie die Stelleinheit 102 von Fig. 2. Die Bedieneinheit 500 weist bevorzugt zumindest
ein, hier jedoch exemplarisch drei elektrische Schaltelemente 535, 536, 537 auf. Zur
Anzeige eines jeweils eingestellten Betriebsmodus sind vorzugsweise drei Beleuchtungselemente
520, 521, 522 vorgesehen (vgl. Fig. 5). Hierbei ist jeweils eines der elektrischen
Schaltelemente 535, 536, 537 einem der Beleuchtungselemente 520, 521, 522 und einem
der Bedienelemente 502, 504, 506 eindeutig zugeordnet. Illustrativ sind das Schaltelement
535 und das Beleuchtungselement 520 dem Bedienelement 502 (Schraubmodus) zugeordnet,
das Schaltelement 536 und das Beleuchtungselement 521 sind dem Bedienelement 504 (Bohrmodus)
zugeordnet und das Schaltelement 537 und das Beleuchtungselement 522 sind dem Bedienelement
506 (Schlagmodus) zugeordnet.
[0072] Bevorzugt sind die drei Beleuchtungselemente 520, 521, 522 zumindest zur automatischen
Anzeige der Umschaltanweisung zur Initiierung eines Umschaltvorgangs zum Umschalten
des Schlagwerks (30, 32 in Fig. 2) zwischen dem nicht-schlagenden Betriebsmodus und
dem Schlagmodus aktivierbar. Bevorzugt sind die elektrischen Schaltelemente 535, 536,
537 als Schalter oder Taster ausgebildet und/oder die Beleuchtungselemente 520, 521,
522 sind mit farbigen oder weißen LED's realisiert. Alternativ kann die Bedieneinheit
500 auch nach Art eines (LC-)Displays, bevorzugt mit Touchscreen-Funktionalität, und/oder
nach Art eines mobilen Computers ausgebildet sein, wobei ein jeweils vom Benutzer
zu betätigendes Symbol auf dem Display bzw. Icon jeweils aufleuchten und/oder blinken
kann.
[0073] Die Bedieneinheit 500 wirkt vorzugsweise mit der aus dem Stellmotor 104 und dem Stellmotorgetriebe
106 aufgebauten Stelleinheit 102 zusammen, die ihrerseits mit dem verdrehbaren bzw.
dem verschwenkbaren Schaltring 100 (vgl. Fig. 2 bis 4) mechanisch verbunden ist, sodass
der Benutzer mittels eines Fingers 1200 auf komfortable Art und Weise einen Betriebsmodus
der Handwerkzeugmaschine 10 von Fig. 1 einstellen kann. Die aktuelle Position des
Schaltrings 100 wird hierbei jeweils von der Positionsdetektionseinheit (vgl. insb.
Fig. 2) erfasst, die sich proportional zum aktuellen (Dreh-)Winkel des Schaltrings
100 entlang eines Doppelpfeils 1201 axial verschiebt.
[0074] Die elektrische Platine 508 der Bedieneinheit 500 weist bevorzugt zum Schutz vor
Verunreinigungen eine elastische Folienabdeckung 540 nach Art einer Folientastatur
auf, die zumindest im Bereich der Beleuchtungselemente 520, 521, 522 lichtdurchlässig
ist und ein leichtgängiges Betätigen der darunter liegenden Schaltelemente 535, 566,
537 ermöglicht. Die Beleuchtungselemente 520, 521, 522 können auch direkt unterhalb
der Bedienelemente 502, 504, 506 und den diesen jeweils zugeordneten Symbolen bzw.
Piktogrammen für den Schraubmodus, den Bohrmodus und den Schlagmodus platziert sein.
Hierdurch kann ein von dem Benutzer aktiv einzustellender oder ein automatisch von
der Handwerkzeugmaschine gewählter Betriebsmodus zur Erzielung optimaler Arbeitsergebnisse
in einem bestimmten Anwendungsszenario durch das Aufleuchten des entsprechenden Symbols
visualisiert werden.
[0075] Fig. 7 zeigt die Bedieneinheit 500 von Fig. 5, die gemäß einer Ausführungsform ein
Einstellelement 700 zur manuellen Wahl des jeweiligen Betriebsmodus aufweist. Das
Werkzeuggehäuse 12 von Fig. 2 umfasst unter anderem den Antriebsmotor 22, den Handschalter
16, dass schaltbare Getriebe 90, den drehbaren Schaltring 100, die Werkzeugaufnahme
40 sowie die im Bereich des Handgriffs 14 in das Werkzeuggehäuse 12 integrierte Kommunikationsschnittstelle
400.
[0076] Ein hebelartiges Einstellelement 700 ist bevorzugt integral zum betätigbaren Schaltring
100 von Fig. 2 bis Fig. 4 ausgebildet und ragt in Relation zu der Längsmittelachse
50 radial aus einer Ausnehmung 702 in der Bedieneinheit 500 heraus. Durch ein Verschwenken
des Einstellelements 700 in Richtung eines Doppelpfeils 704 wird der Schaltring 100
bevorzugt verdreht, wodurch der jeweilige Betriebsmodus direkt eingestellt werden
kann. Analog zu Fig. 5 und Fig. 6 weisen die Bedienelemente 502, 504, 506, die hier
vorzugsweise keine Schaltfunktionalität innehaben, den jeweiligen Betriebsmodi (Schraubmodus,
Bohrmodus, Schlagmodus) entsprechende grafische Symbole bzw. Piktogramme auf. In der
in Fig. 7 dargestellten Schwenkstellung des Einstellelements 700 ist beispielhaft
ein nicht-schlagender Betriebsmodus der Handwerkzeugmaschine 10 von Fig. 1, insbesondere
der Schraubmodus, ausgewählt.
[0077] Fig. 8 zeigt ein Blockschaltbild des Werkzeugsystems 1000 von Fig. 5 mit der Handwerkzeugmaschine
10 und dem mobilen Computer 600. Dementsprechend umfasst die Handwerkzeugmaschine
10 wiederum unter anderem die Antriebseinheit 20, die den Antriebsmotor 22, das Getriebe
90, das Schlagwerk 30 sowie die optionale Drehmomentkupplung 72 aufweist.
[0078] Die Elektronik 140 von Fig. 2 steuert bevorzugt mindestens einen Aktor 801, 802,
803 an. Exemplarisch sind in Fig. 8 drei Aktoren 801, 802, 803 vorgesehen, wobei der
Aktor 801 beispielhaft zur Gangumschaltung des Getriebes 90 ausgebildet ist, der Aktor
802 zur Aktivierung/Deaktivierung des Schlagwerks 30 und der Aktor 803 zur Einstellung
eines von der optionalen Drehmomentkupplung 72 maximal übertragbaren Drehmoments M.
Vorzugsweise gibt die Elektronik 140 bei Aktivierung eines der drei Aktoren 801, 802,
803 ein Aktivierungssignal an ein zugeordnetes Beleuchtungsmittel 510, 512, 514 bzw.
mindestens eines der Beleuchtungselemente 520, 521, 522 (vgl. insb. Fig. 5 und Fig.
6) weiter. Alternativ oder zusätzlich kann das Aktivierungssignal auch als Signalton
oder haptisch wahrnehmbares (Vibrations-)Signal ausgebildet sein.
[0079] Gemäß einer Ausführungsform weist der mobile Computer 600 zur Kommunikation mit der
Kommunikationsschnittstelle 400 der Handwerkzeugmaschine 10 ein interaktives erstes
und zweites Programm 806, 808, insbesondere eine Smartphone-App auf. Dabei ist bevorzugt
das erste Programm 806 zur Einstellung von speziellen Anwendungsfällen ausgebildet,
z.B. um eine Schraube in ein Weich- oder Hartholz einzuschrauben. Hierbei bestimmt
das Programm 806 vorzugsweise für den jeweiligen Anwendungsfall die zur Erzielung
optimaler Arbeitsergebnisse am besten geeigneten Betriebsparameter, z.B. eine Drehzahl,
eine Drehrichtung, ein Drehmoment, eine Gangstufe und/oder ein Schlagbetriebserfordernis,
und gibt diese an die Kommunikationsschnittstelle 400 der Handwerkzeugmaschine 10
weiter.
[0080] Vorzugsweise ist die Kommunikationsschnittstelle 400 hierbei dazu ausgebildet, ein
Steuersignal an die Aktoren 801, 802, 803 der Handwerkzeugmaschine 10 zu übermitteln,
wobei mindestens ein Aktor 801 dazu ausgebildet ist, bei einer Aktivierung durch die
Kommunikationsschnittstelle 400 das schaltbare Getriebe 90 zwischen mindestens zwei
Gangstufen umzuschalten. Weiterhin ist zum Beispiel der Aktor 802 dazu ausgebildet,
bei einer Aktivierung durch die Kommunikationsschnittstelle 400 zwischen dem nicht-schlagenden
Betriebsmodus und dem Schlagmodus des Schlagwerks 30 der Handwerkzeugmaschine 10 umzuschalten.
Entsprechend dient beispielsweise der dritte Aktor 803 zur Veränderung des von der
optionalen Drehmomentkupplung 72 maximal übertragbaren Drehmoments M. Bevorzugt leitet
die Kommunikationsschnittstelle 400 dabei das Steuersignal an die Elektronik 140 weiter,
die dann die jeweiligen zugeordneten Aktoren 801, 802, 803 aktiviert bzw. ansteuert.
[0081] Alternativ oder zusätzlich ist das zweite Programm 808 vorgesehen, das zur Einstellung
von zumindest einem bestimmten Betriebsparameter, z.B. einer Drehzahl, einer Drehrichtung,
eines Drehmoments, einer Gangstufe und/oder eines Schlagbetriebserfordernisses, ausgebildet
ist. In dieser Konstellation gibt ein Benutzer der Handwerkzeugmaschine 10 die gewünschten
Betriebsparameter direkt über das Programm 808 vor. Diese werden dann an die Kommunikationsschnittstelle
400 der Handwerkzeugmaschine 10 übermittelt, wobei die Kommunikationsschnittstelle
400 wie oben beschrieben ein entsprechendes Steuersignal weiterleitet.
[0082] Alternativ oder zusätzlich kann die Handwerkzeugmaschine 10 zur manuellen Einstellung
einer Gangstufe und/oder eines Betriebsmodus bzw. zur manuellen Einstellung von Betriebsparametern
zumindest einen Signalgeber 814, 815, 816 bzw. mindestens eines der Bedienelemente
502, 504, 506 (vgl. insb. Fig. 5 und Fig. 6) aufweisen. Hierbei kann vorgesehen sein,
dass mindestens ein Signalgeber 814, 815, 816 ein Betätigungssignal an die Kommunikationsschnittstelle
400 und/oder die Elektronik 140 sendet. Beispielhaft sind in der Fig. 8 drei Signalgeber
814, 815, 816 gezeigt. Dabei ist der Signalgeber 814 beispielhaft zur Gangumschaltung
ausgebildet, der Signalgeber 815 dient der Aktivierung und/oder Deaktivierung des
Schlagwerks 30 und der Signalgeber 816 hat die Funktion der Drehmomenteinstellung
der optionalen Drehmomentkupplung 72.
[0083] Der jeweilige Signalgeber 814, 815, 816 ist vorzugsweise dazu ausgebildet, anwendungsspezifisch
bzw. eingabeabhängig ein Steuersignal an die Elektronik 140 zu senden, sodass die
Elektronik 140 die jeweiligen Aktoren 801, 802, 803 entsprechend aktivieren und/oder
steuern kann. Vorzugsweise sind die Signalgeber 814, 815, 816 dabei als elektrische
Signalgeber, insbesondere als Schalter oder als Taster, ausgebildet, können jedoch
auch als beliebig andere Signalgeber, z.B. als mechanisch verschiebbarer Hebelarm
oder dergleichen, ausgebildet sein.
[0084] Darüber hinaus kann der die Bedieneinheit 62 umfassenden Benutzerführungseinheit
60 (vgl. insb. Fig. 1, Fig. 5 und Fig. 6) ein Display und/oder der mobile Computer
600 zugeordnet sein, der - wie oben beschrieben - Umschaltanweisungen bzw. Aufforderungen
zum anwendungsspezifischen Umschalten zwischen dem nicht-schlagenden Betriebsmodus
und dem Schlagmodus der Handwerkzeugmaschine 10 anzeigt. Dabei können die Umschaltanweisungen
auf dem Display und/oder dem mobilen Computer 600 mit symbolischen und/oder textbasierten
Schritt-für-Schritt-Anweisungen, mit Piktogrammen oder dergleichen visualisiert sein.
Hierbei weist das zumindest eine Bedienelement 64, 66 (vgl. insb. Fig. 1) zur Initiierung
eines Umschaltvorgangs zum Umschalten zwischen dem nicht-schlagenden Betriebsmodus
und dem Schlagmodus bevorzugt einen Sensor 820 auf, der dazu ausgebildet ist, der
Kommunikationsschnittstelle 400 und/oder dem mobilen Computer 600 (vgl. insb. Fig.
6) bei einer Betätigung des zumindest einen Bedienelements 64, 66 durch den Benutzer
ein Betätigungssignal als eine Rückmeldung bzw. als ein Feedback an die Elektronik
140 zu übermitteln, sodass ein jeweils nächster Schritt der Umschaltanweisung angezeigt
werden kann.
[0085] Des Weiteren kann der Sensor 820 auch als interner und/oder externer Sensor zur Überwachung
und/oder Optimierung der Arbeitsabläufe der Handwerkzeugmaschine 10 ausgebildet sein.
Beispielsweise kann der Sensor 820 als Temperatursensor, Beschleunigungssensor, Magnetfeldsensor,
3D-Lagesensor usw. ausgestaltet sein. Dabei kann ein weiteres Programm bzw. eine Software
oder Smartphone-App hinterlegt sein, die dazu ausgebildet ist, die Einstellungen der
Elektronik 140 bzw. der Handwerkzeugmaschine 10 zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.
Zum Beispiel kann im Fall einer thermischen Überhitzung des Antriebsmotors 22 ein
Warnsignal ausgegeben und/oder der Schlagmodus deaktiviert werden. Weiterhin kann
im Fall einer thermischen Überlastung des Antriebsmotors 22 aufgrund eines zu hohen
an der Werkzeugaufnahme anstehenden Drehmoments eine automatische Gangumschaltung
ausgelöst werden.
[0086] Ferner kann eine Adapterschnittstelle 826 zur Verbindung mit zumindest einem Adapter
830 vorgesehen sein. Dabei kann die Adapterschnittstelle 826 nach Art einer mechanischen
Schnittstelle, einer elektrischen Schnittstelle und/oder einer elektronischen Datenschnittstelle
ausgebildet sein, wobei der Adapter 830 zur Übermittlung von Informationen und/oder
Steuersignalen, wie z.B. eines Drehmoments, einer Drehzahl, einer elektrischen Spannung,
eines elektrischen Stroms und/oder weiterer Daten an die Handwerkzeugmaschine 10 ausgebildet
ist. Vorzugsweise weist der Adapter 830 bei einer als Datenschnittstelle ausgebildeten
Adapterschnittstelle 826 eine nicht dargestellte Übertragungseinheit auf. Bevorzugt
kann der Adapter 830 z.B. als Entfernungsmesser ausgebildet sein und ermittelte Messwerte
bzw. Parameter über die Adapterschnittstelle 826 an die Elektronik 140 der Handwerkzeugmaschine
10 übermitteln. Hierbei kann der Adapter 830 mit und/oder ohne Antriebseinheit 22
verwendet werden. Bevorzugt ist der Adapter 830 über den mobilen Computer 600 aktivierbar,
wobei dieser oder das Display eine Aktivierung des Adapters 830 visualisieren kann.
Des Weiteren steuert die Elektronik 140 bevorzugt den Antriebsmotor 22 und/oder die
Beleuchtungseinrichtung 18 der Handwerkzeugmaschine 10 an, wobei der Antriebsmotor
22 vorzugsweise in Abhängigkeit eines vom Drehrichtungsumschalter 24 übermittelten
Drehrichtungssignals gesteuert wird. Bevorzugt weist der Handschalter 16 eine (Sicherheits-)Verriegelung
832 auf, die vorzugsweise als mechanische und/oder elektrische Verriegelung ausgebildet
ist. Des Weiteren wird der elektrische Ein-/Aus-Schalter 17 und/oder die Elektronik
140 von dem Akkupack 80 mit Strom gespeist.
[0087] Fig. 9 zeigt die Handwerkzeugmaschine 10 von Fig. 1 mit dem Werkzeuggehäuse 12 und
dem unterseitig integral daran angeformten Handgriff 14 sowie der darin positionierten,
optionalen Kommunikationsschnittstelle 400, dem Handschalter 16, dem Drehrichtungsumschalter
24 sowie der Werkzeugaufnahme 40. Die Handwerkzeugmaschine 10 verfügt hier beispielhaft
über eine Bedieneinheit 900, die zumindest zum Umschalten zwischen dem nicht-schlagenden
Betriebsmodus und dem Schlagmodus abweichend von allen vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
einen knebelartigen Drehschalter 902 aufweist.
[0088] Dem Drehschalter 902 ist bevorzugt für den nicht-schlagenden Betriebsmodus sowie
den Schlagmodus jeweils ein Beleuchtungsmittel 904, 906, 908 bzw. ein Beleuchtungselement
zugeordnet. Beispielsweise sind die Beleuchtungsmittel 904, 906 bevorzugt zwei nicht-schlagenden
Betriebsmodi, z.B. einem Schraubmodus und einem Bohrmodus, zugewiesen, während das
Beleuchtungsmittel 908 z.B. dem Schlagmodus zugeordnet ist. Die zirkulär positionierten
Beleuchtungsmittel 904, 906, 908 sind bevorzugt mit farbigen LED's oder weißen LED's
realisiert.
[0089] Durch das Verdrehen des Drehschalters 902 in Richtung eines Doppelpfeils 910 kann
der Benutzer auf einfache Art und Weise zwischen den genannten Betriebsmodi der Handwerkzeugmaschine
10 umschalten. Hierbei kann der Drehschalter 902 einen maximalen Drehwinkel von z.B.
180° vollziehen. Die Beleuchtungsmittel 904, 906, 908 können ggfls. dazu dienen, zumindest
bereichsweise lichtdurchlässige grafische Symbole für den Schraubmodus, Bohrmodus
und den Schlagmodus direkt aufleuchten zu lassen, um den Bedienungskomfort der Handwerkzeugmaschine
10 weiter zu optimieren.
[0090] Wie bereits im Rahmen der Beschreibung von Fig. 8 erläutert, kann z.B. mittels der
Elektronik 140 und/oder der Kommunikationsschnittstelle 400 dasjenige Beleuchtungsmittel
904, 906, 908 aktiviert werden, das den vom aktuellen Betriebsmodus abweichenden,
maschinenseitig aktuell vorgegebenen und daher einzustellenden Betriebsmodus anzeigt,
in den der Benutzer die Handwerkzeugmaschine 10 zur Erzielung möglichst optimaler
Arbeitsergebnisse in einem konkreten Anwendungsfall durch das Verdrehen des Drehschalters
902 in eine der beiden Richtungen des Doppelpfeils 910 umschalten soll. Darüber hinaus
kann in den zumindest teilweise transparent ausgestalteten Drehrichtungsumschalter
24 ein weiteres Beleuchtungsmittel 912 integriert sein, um dem Benutzer beispielsweise
das Erfordernis einer Drehrichtungsumkehr der Werkzeugaufnahme 40 und damit des Einsatzwerkzeugs
zu signalisieren. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die Elektronik 140
einen schnellen Drehmomentanstieg feststellt, was zum Beispiel auf einen im Werkstück
festsitzenden bzw. festgefressenen Bohrer hindeutet, der vorzugsweise durch eine zumindest
kurzzeitige Änderung der Drehrichtung der Werkzeugaufnahme 40 behebbar ist.
[0091] Damit dienen die vier Beleuchtungsmittel 904, 906, 908, 912 der Handwerkzeugmaschine
10 zur Initiierung einer komplexen Benutzungshandlung seitens des Benutzers im Rahmen
der passiven Benutzerführung, wobei zugleich die Art der notwendigen Betätigung und/oder
das zu betätigende Bedienelement selbst, hier exemplarisch das Drehen des Drehschalters
902 oder das in Bezug zur Längsmittelachse 50 queraxiale Verschieben des Drehrichtungsumschalters
24, dem Benutzer auf eine einfache, intuitiv wahrnehmbare Art und Weise vermittelt
wird.
[0092] Fig. 10 zeigt den mobilen Computer 600 des Werkzeugsystems 1000 von Fig. 5. Auf dem
Display 601 des mobilen Computers 600 wird hier exemplarisch eine erste und eine zweite
Umschaltanweisung 608, 610 bzw. eine Aufforderung zur Initiierung eines Eingriffs
seitens des Benutzers bildlich und textlich mittels eines der Programme (806, 808
in Fig. 8) bzw. einer Smartphone-App oder einer Tablet-App angezeigt.
[0093] Die erste Umschaltanweisung 608 bzw. Aufforderung soll den Benutzer zum Beispiel
dazu veranlassen, den Schlagmodus zu deaktivieren bzw. in den mindestens einen nicht-schlagenden
Betriebsmodus der Handwerkzeugmaschine 10, beispielsweise durch das Betätigen eines
der beiden Bedienelemente 64, 66 der Bedieneinheit 62 zu wechseln. Zu diesem Zweck
erfolgt eine grafische Verdeutlichung durch ein Symbol 612 bzw. ein Piktogramm und/oder
einen Pfeil 614, der dem Benutzer einen eindeutigen Hinweis auf das im konkreten Anwendungsfall
zu betätigende Bedienelement 64, 66 an der Handwerkzeugmaschine 10 gibt.
[0094] Die zweite Umschaltanweisung 610 bzw. Aufforderung ergeht an den Benutzer, um diesen
z.B. dazu zu veranlassen, ein bestimmtes, für den aktuell anstehenden Anwendungsprozess
jeweils optimal geeignetes Einsatzwerkzeug 42, wie zum Beispiel einen Holzbohrer,
einen Metallbohrer oder einen Steinbohrer oder dergleichen, in die Werkzeugaufnahme
40 der Handwerkzeugmaschine 10 von Fig. 1 einzusetzen und festzuspannen. Um dies zu
ermöglichen, kann der Benutzer mittels eines weiteren, auf dem mobilen Computer 600
ablaufenden interaktiven Programms bzw. Programmmoduls hinsichtlich der Details des
von ihm zu bearbeitenden Anwendungsfalls bzw. der Arbeitsaufgabe abgefragt werden,
sodass im Anschluss eine geeignete Umschaltanweisung 610 bzw. Aufforderung an ihn
ergehen kann, die zum Beispiel die Art eines in die Werkzeugaufnahme einzusetzenden
Einsatzwerkzeugs spezifiziert.
1. Handwerkzeugmaschine (10) mit einer Antriebseinheit (20) zum Antrieb eines Einsatzwerkzeugs
(42) in mindestens einem nicht-schlagenden Betriebsmodus, wobei die Antriebseinheit
(20) ein Schlagwerk (30) zum schlagenden Antrieb des Einsatzwerkzeugs (42) in einem
zugeordneten Schlagmodus aufweist, und wobei der Antriebseinheit (20) ein betätigbarer
Schaltring (100) zum Umschalten der Antriebseinheit (20) zwischen dem mindestens einen
nicht-schlagenden Betriebsmodus und dem zugeordneten Schlagmodus zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stellmotor (104) vorgesehen ist, der dazu ausgebildet ist, bei einer Aktivierung
den betätigbaren Schaltring (100) zum Umschalten der Antriebseinheit (20) zwischen
dem mindestens einen nicht-schlagenden Betriebsmodus und dem zugeordneten Schlagmodus
zu betätigen.
2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem betätigbaren Schaltring eine Positionsdetektionseinheit (130) zugeordnet ist,
die dazu ausgebildet ist, eine jeweils aktuelle Schaltstellung des betätigbaren Schaltrings
(100) zu detektieren.
3. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der betätigbare Schaltring (100) zumindest zwischen einer ersten und einer zweiten
Schaltstellung verdrehbar ist, wobei die erste Schaltstellung dem mindestens einen
nicht-schlagenden Betriebsmodus und die zweite Schaltstellung dem zugeordneten Schlagmodus
zugeordnet ist, und wobei die Positionsdetektionseinheit (130) zumindest zwischen
einer ersten und einer zweiten Detektionsposition axial verschiebbar ist, wobei die
erste Detektionsposition zur Detektion der ersten Schaltstellung und die zweite Detektionsposition
zur Detektion der zweiten Schaltstellung ausgebildet ist.
4. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der betätigbare Schaltring (100) eine mit der Positionsdetektionseinheit (130) verbundene
Kulissenbahn (132) aufweist, die zur axialen Verschiebung der Positionsdetektionseinheit
(130) bei einer Betätigung des betätigbaren Schaltrings (100) ausgebildet ist.
5. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsdetektionseinheit (130) ein Führungselement (134) und ein Anzeigeelement
(136) aufweist, wobei das Führungselement (134) zumindest abschnittsweise in die Kulissenbahn
(132) eingreift und das Anzeigeelement (136) dazu ausgebildet ist, eine jeweils detektierte
Schaltstellung des betätigbaren Schaltrings (100) anzuzeigen.
6. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionsdetektionseinheit (130) ein Linearsensor (138) zugeordnet ist, der dazu
ausgebildet ist, eine jeweils aktuelle Detektionsposition der Positionsdetektionseinheit
(130) zu detektieren.
7. Handwerkzeugmaschine nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionsdetektionseinheit (130) zur Detektion einer jeweils aktuellen Schaltstellung
des betätigbaren Schaltrings (100) ein Winkelsensor (145) zugeordnet ist.
8. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der betätigbare Schaltring (100) Deaktivierungselemente (122) zur Deaktivierung des
Schlagwerks (30) in dem mindestens einen nicht-schlagenden Betriebsmodus aufweist.
9. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Blockierglied (200) vorgesehen ist, das in mindestens einer vorgegebenen Blockierposition
(208) blockierbar ist, wobei eine Blockierung des Blockierglieds (200) in der mindestens
einen vorgegebenen Blockierposition (208) einer Deaktivierung des zugeordneten Schlagmodus
entspricht.
10. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Deaktivierungselemente (122) dazu ausgebildet sind, das Blockierglied (200) in
dem mindestens einen nicht-schlagenden Betriebsmodus in die mindestens eine vorgegebene
Blockierposition (208) zu beaufschlagen, um in dem mindestens einen nicht-schlagenden
Betriebsmodus eine Blockierung des Blockierglieds (200) in der mindestens einen vorgegebenen
Blockierposition (208) zur Deaktivierung des zugeordneten Schlagmodus zu ermöglichen.
11. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierglied (200) im zugeordneten Schlagmodus zwischen der vorgegebenen Blockierposition
(208) und mindestens einer Begrenzungsposition (212) beweglich ist, sodass eine Freigabe
des in der vorgegebenen Blockierposition (208) blockierten Blockierglieds (200) einer
Aktivierung des zugeordneten Schlagmodus entspricht.
12. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schlagwerk (30) nach Art eines Rastenschlagwerks (32) ausgebildet ist.
13. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Bedieneinheit (62) zum Umschalten zwischen dem mindestens einen nicht-schlagenden
Betriebsmodus und dem zugeordneten Schlagmodus vorgesehen ist.
14. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinheit (62) einen Schalter, eine Taste und/oder einen berührungsempfindlichen
Bildschirm zum Umschalten zwischen dem mindestens einen nicht-schlagenden Betriebsmodus
und dem zugeordneten Schlagmodus aufweist.
15. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedieneinheit (62) zur Anzeige eines jeweils eingestellten Betriebsmodus zumindest
ein Anzeigeelement aufweist.
1. Handheld power tool (10) comprising a drive unit (20) for driving an insert tool (42)
in at least one non-percussive operating mode, wherein the drive unit (20) has a percussion
mechanism (30) for percussively driving the insert tool (42) in an associated percussion
mode, and wherein the drive unit (20) has an associated operable switching ring (100)
for switching over the drive unit (20) between the at least one non-percussive operating
mode and the associated percussion mode, characterized in that an actuating motor (104) is provided, which is designed to operate the operable switching
ring (100) for switching over the drive unit (20) between the at least one non-percussive
operating mode and the associated percussion mode in the event of activation.
2. Handheld power tool according to Claim 1, characterized in that the operable switching ring has an associated position detection unit (130) which
is designed to detect a respectively current switching position of the operable switching
ring (100).
3. Handheld power tool according to Claim 2, characterized in that the operable switching ring (100) can be rotated at least between a first and a second
switching position, wherein the first switching position is associated with the at
least one non-percussive operating mode and the second switching position is associated
with the associated percussion mode, and wherein the position detection unit (130)
is axially displaceable at least between a first and a second detection position,
wherein the first detection position is designed for detecting the first switching
position and the second detection position is designed for detecting the second switching
position.
4. Handheld power tool according to Claim 2 or 3, characterized in that the operable switching ring (100) has a slotted link path (132) which is connected
to the position detection unit (130) and is designed for axially displacing the position
detection unit (130) when the operable switching ring (100) is operated.
5. Handheld power tool according to Claim 4, characterized in that the position detection unit (130) has a guide element (134) and a display element
(136), wherein the guide element (134) engages into the slotted link path (132) at
least in sections, and the display element (136) is designed to display a respectively
detected switching position of the operable switching ring (100).
6. Handheld power tool according to one of Claims 2 to 5, characterized in that the position detection unit (130) has an associated linear sensor (138) which is
designed to detect a respectively current detection position of the position detection
unit (130).
7. Handheld power tool according to one of Claims 2 to 5, characterized in that the position detection unit (130) for detecting a respectively current switching
position of the operable switching ring (100) has an associated angle sensor (145).
8. Handheld power tool according to one of the preceding claims, characterized in that the operable switching ring (100) has deactivation elements (122) for deactivating
the percussion mechanism (30) in the at least one non-percussive operating mode.
9. Handheld power tool according to one of the preceding claims, characterized in that a blocking element (200) which can be blocked in at least one prespecified blocking
position (208) is provided, wherein blocking of the blocking element (200) in the
at least one prespecified blocking position (208) corresponds to deactivation of the
associated percussion mode.
10. Handheld power tool according to Claim 8 and 9, characterized in that the deactivation elements (122) are designed to act on the blocking element (200)
in the at least one non-percussive operating mode in the at least one prespecified
blocking position (208) in order to allow blocking of the blocking element (200) in
the at least one prespecified blocking position (208) for deactivating the associated
percussion mode in the at least one non-percussive operating mode.
11. Handheld power tool according to Claim 9 or 10, characterized in that the blocking element (200) can be moved between the prespecified blocking position
(208) and at least one limiting position (212) in the associated percussion mode,
so that releasing of the blocking element (200) which is blocked in the prespecified
blocking position (208) corresponds to activation of the associated percussion mode.
12. Handheld power tool according to one of the preceding claims, characterized in that the percussion mechanism (30) is designed in the manner of a latching percussion
mechanism (32).
13. Handheld power tool according to one of the preceding claims, characterized in that an operator control unit (62) for switching over between the at least one non-percussive
operating mode and the associated percussion mode is provided.
14. Handheld power tool according to one of the preceding claims, characterized in that the operator control unit (62) has a switch, a pushbutton and/or a touch-sensitive
screen for switching over between the at least one non-percussive operating mode and
the associated percussion mode.
15. Handheld power tool according to Claim 13 or 14, characterized in that the operator control unit (62) has at least one display element for displaying a
respectively set operating mode.
1. Machine-outil portative (10) comprenant une unité d'entraînement (20) destinée à entraîner
un outil à insert (42) dans au moins un mode de fonctionnement sans percussion, l'unité
d'entraînement (20) comprenant un mécanisme de percussion (30) destiné à entraîner
en percussion l'outil à insert (42) dans un mode de percussion associé, et une bague
de commutation (100) pouvant être actionnée et permettant de commuter l'unité d'entraînement
(20) entre l'au moins un mode de fonctionnement sans percussion et le mode de percussion
associé étant associée à l'unité d'entraînement (20), caractérisée en ce qu'un servomoteur (104) est prévu, lequel est conçu pour, lors d'une activation, actionner
la bague de commutation (100) pouvant être actionnée pour commuter l'unité d'entraînement
(20) entre l'au moins un mode de fonctionnement sans percussion et le mode de percussion
associé.
2. Machine-outil portative selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'une unité de détection de position (130) est associée à la bague de commutation pouvant
être actionnée, laquelle unité est conçue pour détecter une position de commutation
actuelle respective de la bague de commutation (100) pouvant être actionnée.
3. Machine-outil portative selon la revendication 2, caractérisée en ce que la bague de commutation (100) pouvant être actionnée peut être entraînée en rotation
au moins entre une première et une deuxième position de commutation, la première position
de commutation étant associée à l'au moins un mode de fonctionnement sans percussion
et la deuxième position de commutation étant associée au mode de percussion associé,
et l'unité de détection de position (130) étant déplaçable axialement au moins entre
une première et une deuxième position de détection, la première position de détection
étant conçue pour la détection de la première position de commutation et la deuxième
position de détection étant conçue pour la détection de la deuxième position de commutation.
4. Machine-outil portative selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que la bague de commutation (100) pouvant être actionnée comprend une glissière (132)
reliée à l'unité de détection de position (130), laquelle glissière est conçue pour
le déplacement axial de l'unité de détection de position (130) lors d'un actionnement
de la bague de commutation (100) pouvant être actionnée.
5. Machine-outil portative selon la revendication 4, caractérisée en ce que l'unité de détection de position (130) comprend un élément de guidage (134) et un
élément d'affichage (136), l'élément de guidage (134) venant en prise au moins dans
certaines zones dans la glissière (132) et l'élément d'affichage (136) étant conçu
pour afficher une position de commutation détectée respectivement de la bague de commutation
(100) pouvant être actionnée.
6. Machine-outil portative selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisée en ce qu'un capteur linéaire (138) est associé à l'unité de détection de position (130), lequel
est conçu pour détecter une position de détection actuelle respective de l'unité de
détection de position (130).
7. Machine-outil portative selon l'une des revendications 2 à 5, caractérisée en ce qu'un capteur d'angle (145) est associé à l'unité de détection de position (130) pour
la détection d'une position de commutation actuelle respective de la bague de commutation
(100) pouvant être actionnée.
8. Machine-outil portative selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la bague de commutation (100) pouvant être actionnée comprend des éléments de désactivation
(122) pour la désactivation du mécanisme de percussion (30) dans l'au moins un mode
de fonctionnement sans percussion.
9. Machine-outil portative selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un organe de blocage (200) est prévu, lequel peut être bloqué dans au moins une position
de blocage prédéfinie (208), un blocage de l'organe de blocage (200) dans l'au moins
une position de blocage prédéfinie (208) correspondant à une désactivation du mode
de percussion associé.
10. Machine-outil portative selon les revendications 8 et 9, caractérisée en ce que les éléments de désactivation (122) sont conçus pour solliciter l'organe de blocage
(200) dans l'au moins un mode de fonctionnement sans percussion dans l'au moins une
position de blocage prédéfinie (208), afin de permettre, dans l'au moins un mode de
fonctionnement sans percussion, un blocage de l'organe de blocage (200) dans l'au
moins une position de blocage prédéfinie (208) pour la désactivation du mode de percussion
associé.
11. Machine-outil portative selon la revendication 9 ou 10, caractérisée en ce que l'organe de blocage (200) est mobile entre la position de blocage prédéfinie (208)
et au moins une position de limitation (212) dans le mode de percussion associé, de
sorte qu'une libération de l'organe de blocage (200) bloqué dans la position de blocage
prédéfinie (208) corresponde à une activation du mode de percussion associé.
12. Machine-outil portative selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le mécanisme de percussion (30) est réalisé à la manière d'un mécanisme de percussion
à encliquetage (32).
13. Machine-outil portative selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une unité de commande (62) est prévue pour la commutation entre l'au moins un mode
de fonctionnement sans percussion et le mode de percussion associé.
14. Machine-outil portative selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'unité de commande (62) comprend un commutateur, une touche et/ou un écran tactile
pour la commutation entre l'au moins un mode de fonctionnement sans percussion et
le mode de percussion associé.
15. Machine-outil portative selon la revendication 13 ou 14, caractérisée en ce que l'unité de commande (62) comprend au moins un élément d'affichage pour l'affichage
d'un mode de fonctionnement respectivement réglé.