[0001] Die Erfindung betrifft ein Gargerät mit einer Tür zum Verschließen eines Garraums
des Gargeräts. Die Tür ist in einen Verstauraum in einem Gehäuse des Gargeräts versenkbar.
Das Gargerät umfasst darüber hinaus eine Türöffnungsvorrichtung zum zumindest bereichsweise
über einen gesamten, zwischen einer geschlossenen Stellung und einer geöffneten Stellung
der Tür bemessenen Bewegungsweg automatischen Bewegen der Tür. Des Weiteren betrifft
die Erfindung auch ein Verfahren zum Öffnen einer derartigen Tür eines Gargeräts.
[0002] Bei Gargeräten ist es bekannt, dass das Betätigen der Tür und somit eine Stellungsveränderung
manuell durch einen Nutzer selbst vorgesehen werden kann, indem der Nutzer die Tür
insbesondere an einem Griff direkt greift und durch eine Zugkraft das Öffnen der Tür
bewirkt. Es ist bei diesen Ausführungen vorgesehen, dass die Tür über ihren gesamten
Bewegungsweg quasi durch den Nutzer selbst in die jeweiligen Stellungen verbracht
wird.
[0003] In dem Zusammenhang ist es auch bekannt, dass eine derartige Tür nicht nur um eine
feststehende Achse gegenüber dem Gehäuse verschwenkt werden kann, sondern dass in
dem Gehäuse des Gargeräts auch dieser Verstauraum ausgebildet ist, in den dann die
Tür eingeschoben werden kann.
[0004] Bei derartigen Ausführungen mit einem Verstauraum, ist der Bewegungsweg der Tür relativ
komplex. Auch die dazu erforderlichen Scharniere und die entsprechende Bewegungsführung
der Tür in den Verstauraum hinein sind aufwändiger. Da eine derartige Tür eines Gargeräts
aufgrund thermischer Anforderungen und Stabilitätsanforderungen auch ein relativ großes
Gewicht aufweist, ist hier die Bewegungsführung so zu gestalten, dass kein unerwünscht
harter Einschlag auftritt.
[0005] Um die Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen, ist es auch bekannt, dass eine derartige
Tür über einen elektrischen Antrieb unabhängig von der Nutzerführung und somit dem
manuellen direkten Bewegen der Tür durch einen Nutzer bewegt werden kann. Eine derartige
Ausgestaltung ist beispielsweise aus der
DE 199 06 913 A1 bekannt. Dort wird der gesamte Bewegungsweg über einen elektrischen Antrieb durchgeführt,
bis die Tür in dem Verstauraum vollständig versenkt ist. Bei dieser Ausgestaltung
ist der elektrische Antrieb jedoch entsprechend groß und bezüglich seiner elektrischen
Leistung hoch auszulegen. Denn gerade bei einer relativ schweren Tür treten bei dem
Bewegungsweg Kräfte auf, die durch den elektrischen Antrieb dann auch praktisch aufgenommen
werden müssen, um die Bewegung über diesen gesamten Weg über diesen Antrieb führen
zu können. Derartige groß dimensionierte elektrische Antriebe benötigen viel Platz,
viel Energie und sind daher auch sehr kostenintensiv.
[0006] Die
EP 2 574 712 A1 offenbart ein Haushaltsgerät mit einem Aufnahmeraum und mit einer Tür, wobei die
Tür im geöffneten Zustand in das Haushaltsgerät versenkt ist. Die ist Tür ist mittels
eines als Feder ausgebildeten Auswerfelements aus einer Schließstellung in eine Zwischenstellung
verbringbar.
[0007] Die
EP 2 597 378 offenbart ebenfalls ein Haushaltsgerät mit einem Aufnahmeraum und mit einer Tür,
wobei die Tür im geöffneten Zustand in das Haushaltsgerät versenkt ist. Die ist Tür
ist mittels eines als Feder ausgebildeten Auswerfelements aus einer Schließstellung
in eine Zwischenstellung verbringbar.
[0008] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Gargerät sowie ein Verfahren zum Öffnen
einer Tür eines derartigen Gargeräts zu schaffen, bei welchem das Verbringen der Tür
in den Verstauraum mit zumindest bereichsweiser automatischer Bewegungsführung der
Tür verbessert ist.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Gargerät und ein Verfahren gemäß den unabhängigen Ansprüchen
gelöst.
[0010] Ein erfindungsgemäßes Gargerät umfasst eine Tür zum Verschließen eines Garraums des
Gargeräts. Das Gargerät umfasst darüber hinaus ein Gehäuse, in dem ein Verstauraum
ausgebildet ist, in welchen die Tür beim Öffnen versenkbar ist. Das Gargerät umfasst
darüber hinaus eine Türöffnungsvorrichtung zum automatischen Bewegen der Tür und somit
einem nutzerunabhängigen Bewegungsführen der Tür. Die Türöffnungsvorrichtung ist zum
zumindest bereichsweise über einen gesamten, zwischen einer geschlossenen Stellung
und einer geöffneten Stellung der Tür bemessenen Bewegungsweg zu diesem automatischen
Bewegen der Tür ausgebildet. Ein wesentlicher Gedanke der Erfindung ist darin zu sehen,
dass diese Türöffnungsvorrichtung eine Betätigungseinheit aufweist, mit welcher die
Tür ausgehend von der geschlossenen Stellung automatisch nur bis in eine Zwischenstellung
kippbar ist. Die Zwischenstellung ist dadurch charakterisiert, dass die weitere Bewegung
der Tür von der Zwischenstellung in die in den Verstauraum eingefahrene geöffnete
Stellung auch automatisch, jedoch ohne Unterstützung der Betätigungseinheit und somit
nur durch die Schwerkraft der Tür selbst erfolgt. Bei dieser Ausführung ist somit
die Bewegung der Tür von der geschlossenen Stellung in die geöffnete Stellung insbesondere
vollständig automatisch. Dies bedeutet, dass ohne direktes Angreifen der Tür und somit
ohne Erzeugen einer Zugkraft eines Nutzers auf die Tür diese Bewegung der Tür erfolgt.
Ein nutzerunabhängiges Bewegen der Tür ist daher gegeben. Bei der Erfindung wird jedoch
nur über einen ganz spezifischen Teilweg des gesamten Bewegungswegs zwischen der geschlossenen
Stellung und der geöffneten Stellung über einen Antriebsmotor der Betätigungseinheit
die Bewegungsführung initiiert. Dies erfolgt diesbezüglich in dem konkreten Bewegungswegabschnitt
zwischen der geschlossenen Stellung und der Zwischenstellung. Durch diesen relativ
kurzen Weg wird dann die Tür durch die Betätigungseinheit ganz gezielt gekippt. Ab
der Zwischenstellung ist dann die Betätigungseinheit bezüglich eines weiteren motorisch
angetriebenen Bewegens der Tür nicht mehr wirksam beziehungsweise ist diesbezüglich
deaktiviert. Da ganz konkret bis zu dieser charakterisierten Zwischenstellung eine
motorische Bewegungsunterstützung über die Betätigungseinheit erfolgt, lässt sich
dieser Bewegungsweg kontinuierlich durchlaufen, sodass diesbezüglich das Öffnen der
Tür bis zu dieser Zwischenstellung auch ruckfrei und klemmfrei erfolgen kann. Besonders
vorteilhaft ist dann durch diese Zwischenstellung eine Lage erreicht, bei welcher
dann durch die Gewichtskraft der Tür ein schwerkraftbedingtes weiteres Bewegen der
Tür von der Zwischenstellung in die geöffnete Stellung auftritt.
[0011] Durch eine derartige Ausgestaltung kann die Betätigungseinheit insbesondere mit ihrem
motorischen Antrieb klein ausgelegt werden. Dadurch kann Bauraum gespart werden und
die Betätigungseinheit muss im Hinblick auf ihre motorische Wirkung nicht so stark
ausgelegt werden, um gerade dann bei größeren Kippstellungen der Tür die auftretenden
Kräfte abfangen zu können. Dadurch sind auch geringere Anforderungen an die Betätigungseinheit
gegeben, sodass auch ein energieeffizienterer Betrieb dieses motorischen Antriebkonzepts
erreicht wird.
[0012] In vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass der gesamte Bewegungsablauf der Tür insbesondere
von der geschlossenen Stellung in die geöffnete Stellung gestartet wird, indem ein
Nutzer ein Bedienelement des Gargeräts betätigt, wobei abhängig von dieser Betätigung
dann dieser automatische Öffnungsvorgang erfolgt. Das Bedienelement kann in vielfältiger
Ausgestaltung realisiert sein. Es kann ein berührungssensitives Bedienelement sein.
Es kann jedoch auch eine Drücktaste oder ein Kippschalter oder dergleichen sein. Ebenso
kann beispielsweise das Bedienelement auch zur Erkennung einer Geste ausgelegt sein
und somit berührungslos betätigbar sein. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Bedienelement
zur Spracherkennung ausgebildet ist und durch einen Nutzer ein entsprechender Sprachbefehl
erteilt wird, um diesen automatischen Öffnungsvorgang einzuleiten.
[0013] Es ist vorgesehen, dass die Betätigungseinheit eine elektromechanische Vorrichtung
aufweist, die mit zumindest einem Seilzug mit einem Schlepphebel verbunden ist. Dieser
Schlepphebel ist insbesondere mit einem Scharnierarm eines Scharniers verbunden. Mit
dem Scharnier ist das Schwenken und Einfahren der Tür in den Verstauraum ermöglicht.
Der Schlepphebel ist mit diesem Scharnierarm mechanisch gekoppelt, wobei durch eine
auf den Schlepphebel über den Seilzug wirkende Zugkraft der Schlepphebel um eine Schwenkachse
schwenkbar ist und abhängig von dieser Schwenkbewegung der Scharnierarm derart schwenkbar
ist, dass die Tür automatisch von der geschlossenen Stellung in die Zwischenstellung
kippbar ist. Eine derartige spezifische Ausgestaltung der Betätigungseinheit ermöglicht
einerseits eine robuste Ausgestaltung, sodass auch entsprechende Bewegungsabläufe
und Kraftübertragungen zuverlässig und dauerhaft ermöglicht werden können. Darüber
hinaus sind hier die Bewegungsführung und die Bewegungsinitiierung sehr präzise ermöglicht.
Unerwünschte Toleranzen bei der Bewegung der Tür sind dadurch vermieden. Auch ist
es durch diese Ausgestaltung vermieden, dass an den jeweiligen Koppelstellen unerwünschte
Toleranzen auftreten können, die sich dann auch noch summieren könnten. Die Betätigungseinheit
umfasst im Rahmen der elektromechanischen Vorrichtung auch einen motorischen Antrieb
beziehungsweise einen Motor, mit welcher die Bewegung des Seilzugs erreicht wird.
Diese Ausgestaltung ermöglicht dann auch, dass insbesondere der Motor fern zu dem
Scharnierarm und auch dem Schlepphebel angeordnet werden kann. Dadurch können bauraumspezifische
Verbesserungen erreicht werden. Gerade an den Stellen, an denen dann auch das Scharnier
angeordnet ist, ist die Ausgestaltung frei von großen Komponenten der Betätigungseinheit.
Dadurch kann die gesamte Führungseinrichtung der Tür unverändert aufrechterhalten
werden und unterliegt keinerlei baulichen Einschränkungen. Darüber hinaus ist es dann
auch möglich, dass der Motor der elektromechanischen Vorrichtung an einem Ort angeordnet
werden kann, der auch bezüglich thermischer Belastungen des Gargeräts im Betrieb keine
negativen Einflüsse auf die Funktion dieses Motors hat.
[0014] Es ist vorgesehen, dass das Scharnier ein Scharniergehäuse aufweist, mit welchem
der Scharnierarm drehbar verbunden ist und der Schlepphebel schwenkbar an dem Scharniergehäuse
angeordnet ist. Insbesondere ist die Tür direkt mit dem Scharnierarm verbunden. Indem
dann der Schlepphebel mit dem Scharniergehäuse direkt gekoppelt ist, können auch hier
entsprechend auftretende Kräfte verbessert übertragen werden, da das Scharniergehäuse
auch ein robusteres und größeres Bauteil als der Scharnierarm ist. Darüber hinaus
wird durch diese spezifische Koppelstelle auch wiederum das Verbindungskonzept zwischen
dem Scharnierarm und der Tür nicht beeinträchtigt und die entsprechenden Relativbewegungen
beim Bewegen der Tür zwischen der Tür und dem Scharnierarm werden nicht beeinträchtigt.
Insbesondere ist der Schlepphebel auch schwenkbar zum Scharnierarm angeordnet.
[0015] Insbesondere ist vorgesehen, dass die Zwischenstellung bei einem Kippwinkel zwischen
15° und 30°, insbesondere zwischen 18° und 22°, insbesondere bei 20°, zur geschlossenen
Stellung der Tür erreicht ist. Insbesondere ist die geschlossene Stellung der Tür
diejenige, bei welcher die Tür senkrecht orientiert ist. Durch das relativ kleine
Winkelintervall ausgehend von der geschlossenen Stellung ist die motorische Antriebsleistung
über die Betätigungseinheit deutlich reduziert. Dennoch wird eine Stellung erreicht,
bei welcher die Gewichtskraft der Tür die weitere Bewegung ausgehend von der Zwischenstellung
hin in die geöffnete Stellung wirkt beziehungsweise das weitere selbstständige Fortbewegen
initiiert.
[0016] Insbesondere ist vorgesehen, dass der Scharnierarm ein einstückiger Bügel ist, der
vorzugsweise eine U-Form aufweist. An dem Scharnierarm, insbesondere an einem Schenkel
dieser U-Form sind zwei beabstandet zueinander angeordnete Rollen angeordnet, die
drehbar sind. Mit diesen Rollen greift der Scharnierarm in Führungsbahnen ein, die
an den schmalen vertikalen Seitenrändern der Tür ausgebildet sind. Dadurch ist eine
mechanisch stabile Führung, bei dennoch ruckfreier Relativbewegungsmöglichkeit zwischen
dem Scharnierarm und der Tür gegeben. Dies hat insbesondere Vorteile beim Verbringen
der Tür in den Verstauraum und die dabei auftretenden Bewegungsbahnen zwischen der
Tür und dem Scharnierarm.
[0017] In vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass an dem Gehäuse an seitlichen Wänden,
die den Verstauraum begrenzen, Führungsbahnen ausgebildet sind, in denen jeweils ein
Führungsschlitten geführt ist. Die an gegenüberliegenden Seiten ausgebildeten Führungsschlitten
sind vorzugsweise mit einer Verbindungsstange verbunden, sodass die Position zueinander
aufrechterhalten werden kann und bezüglich der Bewegung kein Verkippen oder Verdrehen
zueinander auftritt. Durch diese Positionskopplung zwischen den Führungsschlitten
wird ein ruckfreies und gleichmäßiges Bewegen entlang der Führungsbahnen in den Verstauraum
an gegenüberliegenden Seiten begrenzenden Wänden ermöglicht. Die Tür ist in vorteilhafter
Weise an ihrem unteren Ende mit diesen Führungsschlitten verbunden, insbesondere drehbar
damit verbunden. Die Führungsschlitten sind zu den Scharnierarmen separate Bauteile.
Die Führungsschlitten sind ortsfest und somit nicht verschiebbar an der Tür angebunden,
wobei an der Anbindungsstelle eine Drehachse ausgebildet ist, um welche sich dann
die Tür relativ zu einem Führungsschlitten verdrehen kann. Demgegenüber ist durch
die Scharnierarme mit den bereits oben erläuterten Rollen nicht nur eine Relativbewegung
bezüglich einer Rotation zueinander ermöglicht, sondern durch die ebenfalls an den
Seitenrändern ausgebildeten und bereits erwähnten Führungsnute beziehungsweise Führungsbahnen
in der Tür auch eine Verschiebebewegung relativ zwischen der Tür und einem Scharnierarm
gegeben.
[0018] Insbesondere ist vorgesehen, dass die elektromechanische Vorrichtung wie bereits
angesprochen einen motorischen Antrieb aufweist. Die elektromechanische Vorrichtung
umfasst darüber hinaus ein durch den motorischen Antrieb rotierbares Hubrad und eine
mit dem Hubrad verbundene Hubstange. Die Hubstange ist durch eine Drehung des Hubrads
linear bewegbar, insbesondere in vertikaler Richtung nach oben und nach unten verschiebbar.
Abhängig von dieser Bewegung der Hubstange ist der mit der Hubstange gekoppelte Seilzug
betätigbar. Diese spezifischen Komponenten der elektromechanischen Vorrichtung als
auch deren Wirkverbindung lassen auch wiederum eine feinjustierte und präzise Bewegungsübertragung
auf den Seilzug und von diesem wiederum auf den Schlepphebel zu. Dadurch kann sehr
dosiert und feinjustiert die Bewegung des Schlepphebels erfolgen, was wiederum entsprechende
Auswirkung auf eine entsprechend dosierte Bewegung der Tür hat. Ein sprunghaftes Öffnen
der Tür beziehungsweise ein diesbezügliches Nachfedern oder hin und her Wackeln der
Tür ist dadurch vermieden.
[0019] Gerade durch das Hubrad und die Hubstange wird dann auch die von dem motorischen
Antrieb erzeugte Kraft kontinuierlich und ruckfrei übertragen.
[0020] Insbesondere ist mit der Hubstange ein Seilhebel verbunden, an dem der zumindest
eine Seilzug befestigt ist. Durch die Bewegung der Hubstange wird der damit bewegbare
Seilhebel betätigt und somit eine entsprechende Zugkraft auf den Seilzug ausgeübt.
[0021] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass durch eine gesamte Umdrehung des Hubrads um 360°
durch die Wirkkette zwischen dem Hubrad und dem Scharnierarm die Tür von der geschlossenen
Stellung in die Zwischenstellung gebracht ist. Insbesondere ist durch diese eine einzige
vollständige Umdrehung des Hubrads der Schlepphebel automatisch in seine Ausgangsstellung
zurückgebracht. Gerade durch diese spezifische Drehbewegung um eine einzige vollständige
Umdrehung des Hubrads ist einerseits der erforderlicher maximale Weg des Schlepphebels
ausgehend von seiner Ausgangsstellung bzw. Grundstellung in eine Drehstellung, bei
welcher dann der Scharnierarm so bewegt ist, dass die Tür in der Zwischenstellung
sich befindet, erreicht, andererseits wird dann auch erreicht, dass der Schlepphebel
von seiner diesbezüglich verschwenkten Maximalstellung dann wieder in diese Grundstellung
automatisch zurückgeführt wird. Durch die diesbezüglich gleichmäßige Umdrehung des
Hubrads werden hier auch dann sehr gleichmäßige Bewegungen auf den Schlepphebel übertragen,
der sich dann auch wiederum sehr gleichmäßig von der Grundstellung weg in die maximale
Auslenkstellung und von dieser maximalen Auslenkstellung wieder zurück in die Grundstellung
bewegen kann. Es wird somit auch dann bei dem Hubrad bei einer einzigen Betätigungsbewegung
immer wieder automatisch die Ausgangsstellung durch eine derartige vollständige Umdrehung
erreicht.
[0022] Insbesondere ist vorgesehen, dass das Scharniergehäuse eine Hauptfeder mit einer
ersten Federhärte aufweist, wobei die Hauptfeder mit einer Zusatzfeder mit einer zur
ersten Federhärte kleineren zweiten Federhärte gekoppelt ist. Das Scharniergehäuse
dieses Scharniers ist auf dem Bewegungsweg zwischen der geschlossenen Stellung der
Tür und der Zwischenstellung der Tür relativ zu einer ortsfesten Anbindungsstelle
der Zusatzfeder bewegbar. Das Scharnier ist zum Schwenken und Einfahren der Tür in
den Verstauraum ausgebildet. Durch diese Ausgestaltung der Zusatzfeder und der Hauptfeder
lassen sich ganz bestimmte Federkräfte zu unterschiedlichen Abschnitten des Bewegungswegs
der Tür erzeugen. Dadurch wird einerseits der Bewegungswegabschnitt zwischen der geschlossenen
Stellung und der Zwischenstellung, andererseits der Bewegungswegabschnitt zwischen
der Zwischenstellung und der geöffneten Stellung individuell und vorteilhaft unterstützt.
In besonders vorteilhafter Weise wird nämlich durch diese Ausgestaltung dann auch
erreicht, dass insbesondere auf dem ersten Bewegungswegabschnitt zwischen der geschlossenen
Stellung und der Zwischenstellung die Hauptfeder inaktiv ist und somit mit einer Federkraft
noch nicht wirkt, andererseits in vorteilhafter Weise die Hauptfeder im besonderen
Maße auf dem zweiten Bewegungswegabschnitt zwischen der Zwischenstellung und der geöffneten
Stellung der Tür wirkt. Dadurch wird in vorteilhafter Weise gerade auf dem zweiten
Bewegungswegabschnitt, bei welchem das weitere Nachuntenkippen der Tür durch die Schwerkraft
der Tür selbst bedingt erfolgt, so durchgeführt, dass die Tür nicht ungebremst nach
unten kippt und somit ein unerwünscht harter Einschlag auftritt, sondern dass durch
diese entgegenwirkende Federkraft der Hauptfeder auch diese lediglich schwerkraftinitiierte
Kippbewegung der Tür nach unten dosiert und abgefedert erfolgt. Durch diese Ausgestaltung
ist somit eine besonders vorteilhafte Ausführung der gesamten Bewegungsführung erreicht.
Insbesondere ist dann, wenn die Hauptfeder mit ihrer Federkraft auf dem ersten Bewegungswegabschnitt
nicht wirkt, auch kein unerwünschtes Erschweren dieses motorischen Antriebs der Tür
von der geschlossenen Stellung in die Zwischenstellung erreicht. Dem motorischen Antrieb
wirkt somit keine Federkraft der Hauptfeder entgegen.
[0023] In vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass die Hauptfeder mit der Zusatzfeder über
eine Koppelstange verbunden ist. Durch diese direkte Verbindung ist auch eine direkte
Wechselwirkung zwischen den beiden Federn gegeben. Kraftübertragungen können dadurch
sehr direkt und unverfälscht erfolgen. Insbesondere ist die Koppelstange in sich starr
ausgebildet, wodurch diese oben genannten Vorteile noch verbessert erreicht werden.
[0024] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Hauptfeder und die Zusatzfeder, insbesondere
über eine Koppelstange, so verbunden sind, dass auf dem Bewegungswegabschnitt zwischen
der geschlossenen Stellung der Tür und der Zwischenstellung der Tür die Zusatzfeder
komprimierbar ist und die Hauptfeder unkomprimiert ist. Die diesbezüglich bereits
oben genannten Vorteile können hier in besonderem Maße erreicht werden. Es ist dadurch
ermöglicht, dass Bewegungen des Scharniergehäuses durch die Zusatzfeder in gewissem
Maße gefedert und gedämpft werden, sodass auch dann hier in begünstigender Weise die
Bewegung von der geschlossenen Stellung der Tür in die Zwischenstellung in gewissem
Maße gedämpft ist. Durch die diesbezüglich relativ kleine Federhärte der Zusatzfeder
wirkt jedoch keine unerwünscht hohe Kraft gegen den motorischen Antrieb der elektromechanischen
Vorrichtung.
[0025] Da die beiden Federhärten der Hauptfeder und der Zusatzfeder ganz individuell gewählt
werden und die erste Feder der Hauptfeder eben größer als die zweite Federhärte der
Zusatzfeder ist, bleibt die Hauptfeder bei diesem Bewegungsweg zwischen der geschlossenen
Stellung und der Zwischenstellung der Tür quasi unverändert und komprimiert oder expandiert
dabei nicht.
[0026] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass eine Längsachse der Hauptfeder parallel oder in
geradliniger Verlängerung zu einer Längsachse der Zusatzfeder angeordnet ist. Das
oben erläuterte Wechselspiel zwischen der Zusatzfeder und der Hauptfeder im Hinblick
auf deren jeweilige Längenänderung in ganz spezifischen Bewegungswegabschnitten ist
dadurch nochmals verbessert und präzisiert. Durch diese Anordnung wird auch ein Verbiegen
einer Feder aus der jeweiligen geradlinigen Ausrichtung heraus vermieden und damit
eine unerwünschte Verfälschung des gesamten Bewegungsablaufs vermieden. Ein Ausweichen
einer Feder zur Seite hin ist dadurch ebenso unterbunden.
[0027] Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Zusatzfeder in einem Federtopf angeordnet ist,
der ortsfest positioniert ist. Dadurch ist die Zusatzfeder auch in gewissem Maße geschützt
angeordnet und das sich zur Seite hin Verbiegen ist noch besser verhindert. Darüber
hinaus wird die Zusatzfeder im Hinblick auf ihre Kompression und Expansion geführt
durch den Federtopf. Darüber hinaus bildet dieser Federtopf dann auch einen robusten
mechanischen Anschlag für die Hauptfeder, wenn sich diese dann bei Erreichen der Zwischenstellung
an den Federtopf mit dem Scharniergehäuse anlegt und bei weiterer Bewegung auf dem
zweiten Bewegungswegabschnitt der Tür dann die Expansion der Hauptfeder erfolgt.
[0028] Insbesondere ist vorgesehen, dass das Scharniergehäuse in der geschlossenen Stellung
der Tür beabstandet zu dem Federtopf angeordnet ist und mit dem Erreichen der Zwischenstellung
das Scharniergehäuse an dem Federtopf anliegend angeordnet ist. Bei dem Bewegen der
Tür zwischen der geschlossenen Stellung und der Zwischenstellung wird somit dann auch
das Scharniergehäuse relativ zur Zusatzfeder und somit zu dessen Federtopf bewegt
und somit auf den Federtopf hin zubewegt, insbesondere geradlinig diesbezüglich hinbewegt.
Mit dem Erreichen der Zwischenstellung bildet der Federtopf somit einen Anschlag für
das Scharniergehäuse und die darin angeordnete Hauptfeder. Damit ist das Scharniergehäuse
dann auch für die weitere Bewegung der Tür hin zur geöffneten Stellung positionssicher
gehalten, sodass die grundsätzliche Lage der Hauptfeder als solcher sich dann auf
diesen weiteren Bewegungsweg der Tür hin zur geöffneten Stellung als gesamte Feder
nicht verändert, sondern nur noch die Hauptfeder in sich expandiert wird, wodurch
die gewünschte Federkraft zur Rückhaltung der Tür vor einem unerwünscht harten Anschlag
beim Verfahren in den Verstauraum aufgebracht wird. Das Scharniergehäuse ist somit
ab der Zwischenstellung auf Block zum Federtopf.
[0029] Insbesondere ist die Hauptfeder auf dem Bewegungsweg zwischen der geschlossenen Stellung
und der Zwischenstellung der Tür und somit auf diesem ersten Bewegungswegabschnitt
bezüglich einer durch eine Längenveränderung bewirkenden Federkraft inaktiv.
[0030] In vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass die Hauptfeder auf dem Bewegungsweg der
Tür zwischen der Zwischenstellung und der geöffneten Stellung und somit auch den oben
genannten zweiten Bewegungswegabschnitt expandierbar ist und eine durch die Expansion
auftretende Federkraft der Schwerkraftbewegung der Tür entgegenwirkend ist. Die daraus
erreichbaren Vorteile wurden bereits oben erläutert.
[0031] Es kann in einer weiteren Ausführung auch vorgesehen sein, dass anstatt der elektromechanischen
Vorrichtung zumindest ein Hubmagnet bei der Betätigungseinheit ausgebildet ist, welcher
ebenfalls dann die automatische Bewegung der Tür zwischen der geschlossenen Stellung
und der Zwischenstellung ermöglicht. Bei einer weiteren Ausführung kann auch vorgesehen
sein, dass anstatt zweier separater Federn, nämlich einer Hauptfeder und einer Zusatzfeder,
die miteinander gekoppelt sind, nur eine progressive Hauptfeder ausgebildet ist.
[0032] Des Weiteren betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zum Öffnen einer Tür eines
Gargeräts, bei welchem die Tür in einem Verstauraum in einem Gehäuse des Gargeräts
versenkt wird. Die Tür wird mit einer Türöffnungsvorrichtung des Gargeräts automatisch
zumindest bereichsweise über einen gesamten, zwischen einer geschlossenen Stellung
und einer geöffneten Stellung der Tür bemessenen Bewegungsweg bewegt. Ein wesentlicher
Gedanke des erfindungsgemäßen Verfahrens ist darin zu sehen, dass die Tür ausgehend
von der geschlossenen Stellung automatisch nur bis in eine Zwischenstellung mit einer
Betätigungseinheit der Türöffnungsvorrichtung automatisch gekippt wird. Die Zwischenstellung
wird dadurch charakterisiert, dass die weitere Bewegung der Tür von der Zwischenstellung
in die in den Verstauraum eingefahrenen geöffneten Stellung automatisch und ohne Unterstützung
der Betätigungseinheit und somit auch ohne motorisches Antreiben nur durch die Schwerkraft
der Tür selbst und somit durch deren Gewichtskraft durchgeführt wird. Die daraus resultierenden
Vorteile wurden bereits oben beim Gargerät genannt.
[0033] Das automatische Bewegen der Tür von der geschlossenen Stellung in die Zwischenstellung
erfolgt insbesondere motorisch angetrieben oder über eine Hubmagnetvorrichtung.
[0034] Dieses automatische Bewegen über den gesamten Bewegungsweg zwischen der geschlossenen
und der geöffneten Stellung der Tür ist jedoch in unterschiedliche, den Automatismus
bewirkende Konzepte - insbesondere abschnittsweise motorisch angetrieben und abschnittsweise
nur schwerkraftbedingt oder abschnittsweise durch eine Hubmagnetovorrichtung und abschnittsweise
schwerkraftbedingt - aufgeteilt und diese wirken dann in unterschiedlichen Bewegungswegabschnitten
jeweils individuell.
[0035] Vorteilhafte Ausführungen des Gargeräts sind als vorteilhafte Ausführungen des erfindungsgemäßen
Verfahrens anzusehen, wobei dazu die beim Gargerät genannten jeweiligen gegenständlichen
Komponenten alleine oder in Wechselwirkung zueinander jeweils dann die daraus resultierenden
Verfahrensschritte ermöglichen.
[0036] Mit Angaben "oben", "unten", "vorne", "hinten, "horizontal", "vertikal", "Tiefenrichtung",
"Breitenrichtung", "Höhenrichtung" etc. sind die bei bestimmungsgemäßen Gebrauch und
bestimmungsgemäßem Anordnen des Geräts und bei einem dann vor dem Gerät stehenden
und in Richtung des Geräts blickenden Beobachter gegebenen Positionen und Orientierungen
angegeben.
[0037] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen
Gargeräts;
- Fig. 2
- eine schematische Seitenansicht von Teilbereichen des Gargeräts gemäß Fig. 1 mit einer
teilweise geöffneten Tür;
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung von Teilkomponenten einer Betätigungseinheit des
Gargeräts;
- Fig. 4
- eine Darstellung der Komponenten gemäß Fig. 3 in einer dazu unterschiedlichen perspektivischen
Ansicht;
- Fig. 5
- eine Seitenansicht der Komponenten gemäß Fig. 3 und Fig. 4 mit zusätzlicher Darstellung
der Tür in der geschlossenen Stellung;
- Fig. 6
- eine Darstellung von Komponenten einer elektromechanischen Vorrichtung einer Betätigungseinheit
in einer ersten Betriebsstellung;
- Fig. 7
- die Darstellung der Komponenten gemäß Fig. 5 mit einer im Unterschied dazu in einer
Zwischenstellung angeordneten Tür; und
- Fig. 8
- die Komponenten der elektromechanischen Vorrichtung gemäß Fig. 6 in einem Betriebszustand,
wie er zur Anordnung der Tür in der Zwischenstellung gemäß Fig. 7 gehörig ist.
[0038] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0039] In Fig. 1 ist in einer schematischen perspektivischen Darstellung ein als Backofen
ausgebildetes Gargerät 1 gezeigt. Das Gargerät 1 umfasst ein Gehäuse 2, in welchem
ein durch eine nicht dargestellte Muffel begrenzter Garraum ausgebildet ist. In dem
Garraum können Lebensmittel zur Zubereitung eingebracht werden. Der Garraum ist frontseitig
durch eine Tür 3 verschließbar, die in Fig. 1 in der geschlossenen Stellung gezeigt
ist. An der Frontseite der Tür 3 ist ein Griff 4 ausgebildet.
[0040] Darüber hinaus umfasst der Backofen eine Bedienvorrichtung 5, die in der Position
und Anzeige lediglich beispielhaft eine Anzeigeeinheit 6 und Bedienelemente 7 und
8 aufweist.
[0041] Darüber hinaus sind ebenfalls im Hinblick auf Position und Anzahl lediglich beispielhaft
dargestellte Kochzonen 9, 10, 11 und 12 gezeigt.
[0042] Die Tür 3 kann in ihrem unteren Bereich 13 in das Gehäuse 2 eingeschoben beziehungsweise
versenkt werden, was bei dem Überführen der Tür 3 von der in Fig. 1 gezeigten geschlossenen
Stellung in die vollständig geöffnete Stellung der Fall ist. Die Tür 3 ist dann in
einem Freiraum des Gehäuses 2 versenkt eingeschoben angeordnet, wobei dazu durch diesen
Freiraum ein unter dem Garraum angeordneter und von diesem durch eine entsprechende
Trennwand separierter Verstauraum 14 ausgebildet ist.
[0043] Die Tür 3 ist mit beispielhaft gezeigten und gekennzeichneten Türscharnieren 15 und
16 verbunden und über diese verschwenkbar sowie in den genannten Verstauraum 14 einfahrbar
und ausfahrbar.
[0044] In Fig. 2 ist in einer schematischen und bezüglich vorhandener Komponenten nur teilweisen
Seitenansicht das Gargerät 1 im unteren Bereich mit teilweise geöffneter Tür 3 gezeigt.
Eine Lagereinheit 17 eines Scharniers 15 bzw. 16 ist gezeigt. Die Scharniere 15 und
16 sind insbesondere baugleich und funktionsgleich ausgebildet, so dass die nachfolgende
Erläuterung zu einem der beiden Scharniere 15 und 16 jeweils auch für das andere gilt.
[0045] Die Scharniere 15 und 16 weisen neben einer jeweils vorgesehenen Lagereinheit 17
auch ein jeweiliges Scharniergehäuse 25 auf. Diese Scharniere 15 und 16 sind insbesondere
auch jeweils einer Führungsvorrichtung 18 bezüglich der Komponenten und der Funktionen
zugeordnet. Die Tür 3 ist mittels dieser Führungsvorrichtungen 18, die ebenfalls insbesondere
baugleich ausgebildet sind, bewegungsgeführt und dadurch entsprechend gekoppelt, so
dass sie in den Verstauraum 14 hinein- und aus dem Verstauraum 14 herausgeführt ist.
Die Lagereinheit 17 umfasst einen, insbesondere U-förmigen, Lagerbügel bzw. Scharnierarm
17a. Der Scharnierarm 17a ist vorzugsweise um einen Drehpunkt drehbar, der auf einer
Drehachse A, die sich in Fig. 2 senkrecht zur Figurenebene erstreckt, angeordnet ist.
Die Lagereinheit 17 ist auch mit dem Scharniergehäuse 25 verbunden und relativ zum
Scharniergehäuse 25 schwenkbar. Die Lagereinheit 17 umfasst zwei Führungselemente
19 und 20, die als Rollen ausgebildet sind und drehbar gelagert an dem Scharnierarm
17a angeordnet sind.
[0046] In Fig. 2 ist eine vertikale Höhe h eingezeichnet, die die Ausdehnung eines Technikteils
21, welches der Führungsvorrichtung 18 zugehörig ist, darstellt. Das Technikteil 21
beschreibt insbesondere eine Komponente, die auch dann eine Nut beziehungsweise eine
Führungsbahn 22 aufweist, in welcher ein jeweiliger Führungsschlitten 23 beim Eingleiten
der Tür 3 in den Verstauraum 14 geführt ist. Der Führungsschlitten 23 ist der Führungsvorrichtung
18 zugehörig. Die Tür 3 ist an ihrem unteren Ende drehbar mit dem Führungsschlitten
23 verbunden. Der Drehpunkt ist dabei ortsfest an der Tür 3 und somit nicht lageverschiebbar.
[0047] Demgegenüber ist der Scharnierarm 17a sowohl drehbar gegenüber der Tür 3 mit dieser
gekoppelt als auch verschiebbar und somit in seiner Lage als gesamtes Bauteil an der
Tür 3 dazu veränderbar. Dazu ist an jeweils einem Seitenrand der Tür 3 eine geradlinige
Führungsbahn 24 bzw. eine Nut ausgebildet, in welche die Führungselemente 19 und 20
aufgenommen sind und abhängig von der Bewegung der Tür 3 entlang gleiten. Beide gegenüberliegenden
schmalen vertikalen Seitenränder der Tür 3 weisen jeweils eine derartige Führungsbahn
24 auf.
[0048] Wie in der Darstellung in Fig. 2 auch zu erkennen ist, umfasst das dortige Scharnier
15 auch ein Scharniergehäuse 25, welches hier nur skizzenhaft dargestellt ist. Das
Scharniergehäuse 25 ist mit dem Scharnierarm 17a drehbar verbunden.
[0049] In Fig. 3 ist in einer perspektivischen Darstellung im Ausführungsbeispiel eine Türöffnungsvorrichtung
26 gezeigt, mit welcher die Tür 3 automatisch von ihrer geschlossenen Stellung in
eine geöffnete Stellung verbracht werden kann. Dieses automatische Bewegen ist jedoch
in unterschiedliche, den Automatismus bewirkende Konzepte aufgeteilt und diese wirken
dann in unterschiedlichen Bewegungswegabschnitten jeweils individuell. Diese Türöffnungsvorrichtung
26 kann über ein Bedienelement 27 (Fig. 1) gestartet werden. Die Position und Ausgestaltung
des Bedienelements 27 in Fig. 1 ist lediglich beispielhaft zu verstehen. Das Bedienelement
27 kann beispielsweise ein Druckknopf sein, der durch einen Nutzer gedrückt wird.
[0050] In Fig. 3 ist hier auch noch gezeigt, dass durch Wände 28 und 29 des Technikteils
21 der Verstauraum 14 seitlich begrenzt ist. Die bereits angesprochenen Führungsbahnen
22 sind an den dem Verstauraum zugewandten Innenseiten dieser Wände 28 und 29 jeweils
ausgebildet.
[0051] Wie darüber hinaus in Fig. 3 zu erkennen ist, sind die an den gegenüberliegenden
Führungsbahnen 22 eingekoppelten Führungsschlitten 23 mit einer in sich starren Verbindungsstange
30 verbunden.
[0052] Das Scharniergehäuse 25 ist in Fig. 3 im aufgeschnittenen beziehungsweise aufgebrochenen
Zustand gezeigt, sodass in das Innere geblickt werden kann.
[0053] In Fig. 3 ist zu erkennen, dass die Türöffnungsvorrichtung 26 in der gezeigten Ausführung
eine Betätigungseinheit 31 aufweist, mit welcher die automatische Bewegung der Tür
3 erfolgen kann. Diese automatische Bewegung bedeutet somit, dass ohne spezifisches
Angreifen eines Nutzers der Tür 3 und somit ohne irgendwie erzeugte Kraft, insbesondere
Zugkraft an die Tür 3 durch einen Nutzer die Tür 3 dennoch motorisch angetrieben geöffnet
werden kann.
[0054] Diese Betätigungseinheit 31 ist dazu ausgebildet, die Tür 3 ausgehend von der geschlossenen
Stellung insbesondere motorisch angetrieben automatisch nur bis in eine Zwischenstellung
zu kippen. Diese Zwischenstellung ist dadurch charakterisiert, dass an dieser Stelle
die weitere Bewegung der Tür 3 von der Zwischenstellung in die in den Verstauraum
14 vollständig eingefahrene geöffnete Stellung automatisch und ohne weitere Unterstützung
und somit ohne motorisches Antreiben durch die Betätigungseinheit 31 nur durch die
Gewichtskraft der Tür 3 selbst erfolgt.
[0055] Die Betätigungseinheit 31 umfasst eine elektromechanische Vorrichtung 32. Die elektromechanische
Vorrichtung 32 weist im Ausführungsbeispiel einen motorischen Antrieb beziehungsweise
einen Motor 33 auf. Darüber hinaus umfasst diese elektromechanische Vorrichtung 32
ein Hubrad 34, welches durch den Motor 33 angetrieben, insbesondere gedreht wird.
Darüber hinaus umfasst die elektromechanische Vorrichtung 32 eine insbesondere geradlinige
Hubstange 35, die mit dem Hubrad 34 verbunden ist. An einem dem Hubrad 34 abgewandten
unteren Ende der Hubstange 35 ist ein Seilhebel 36 angeordnet. Der Seilhebel 36 ist
drehbar mit diesem unteren Ende der Hubstange 35 verbunden. An diesem Seilhebel 36
sind zwei separate Seilzüge 37 und 38 angebunden. Die Seilzüge 37 und 38 verlaufen
jeweils zu Schlepphebeln der elektromechanischen Vorrichtung 32. Es ist ein Schlepphebel
39 an dem Scharnier 15 angeordnet. Insbesondere ist hier vorgesehen, dass der Schlepphebel
39 drehbar an dem Scharniergehäuse 25 befestigt ist, insbesondere mit einem Koppelelement
40, welches ein Koppelstift sein kann, des Scharnierarms 17a gekoppelt. Dieses Koppelelement
40 ist ortsfest an dem Scharnierarm 17a befestigt, wohingegen der Schlepphebel 39
drehbar auch zu dem Scharnierarm 17a befestigt ist. In einer entsprechenden Ausgestaltung
ist auch ein Schlepphebel an dem Scharnier 16 angeordnet und mit dem Seilzug 37 verbunden.
Wie in der Darstellung gemäß Fig. 3 zu erkennen ist, ist der Seilzug 38 mit dem Schlepphebel
39 verbunden.
[0056] Darüber hinaus ist auch vorgesehen, dass die Betätigungseinheit 31 im Scharniergehäuse
25 eine Hauptfeder 41 aufweist. Die Hauptfeder 41 ist über eine Verbindung 42 mit
dem Scharnierarm 17a verbunden. Darüber hinaus ist insbesondere außerhalb des Scharniergehäuses
25 und separat dazu ein Federtopf 43 angeordnet, der insbesondere im Gehäuse 2 angeordnet
ist. In dem Federtopf 43 ist eine Zusatzfeder 44 (Fig. 5) angeordnet. Die Zusatzfeder
44 weist eine zweite Federhärte auf, die kleiner ist, als eine erste Federhärte der
Hauptfeder 41.
[0057] Die Hauptfeder 41 in Form ihrer insbesondere Spiralfeder ist bezüglich ihrer Längsachse
parallel beziehungsweise koaxial in Reihe der Längsachse der ebenfalls als insbesondere
Spiralfeder ausgebildeten Zusatzfeder 44 angeordnet. Die Hauptfeder 41 ist über eine
in sich starre Koppelstange 45 mit der Zusatzfeder 44 verbunden. Die Zusatzfeder 44
ist mit einem hinteren Ende ortsfest an einer Anbindungsstelle 46 befestigt, die insbesondere
im Federtopf 43 ist.
[0058] In einer entsprechenden Ausgestaltung, jedoch ohne weitere Bezugszeichen versehen,
ist Entsprechendes beim Scharnier 16 vorgesehen.
[0059] In Fig. 4 ist die Komponentenanordnung gemäß Fig. 3 in einer dazu unterschiedlichen
Perspektive gezeigt. Zur weiteren Erläuterung wird nachfolgend auf Fig. 5 verwiesen.
In dieser Darstellung ist die Tür 3 im geschlossenen Zustand gezeigt. Sie ist hier
insbesondere somit vertikal orientiert angeordnet. In diesem geschlossenen Zustand
ist ein hinteres Ende 25a des Scharniergehäuses 25 beabstandet zu einem dem Scharniergehäuse
25 zugewandten vorderen Ende 43a des Federtopfes 43.
[0060] In Fig. 6 ist die diesbezügliche Betriebsstellung des Hubrads 34, der Hubstange 35
und des Seilhebels 36 gezeigt.
[0061] Wird nun eine Öffnung der Tür 3 gewünscht, so kann ein Nutzer das Bedienelement 27
betätigen. Dadurch wird das Starten des automatischen Öffnens der Tür 3 bewirkt. Über
eine Steuereinheit wird dann der Antrieb 33 gestartet. Es wird dann das Hubrad 34
ausgehend von der in Fig. 6 gezeigten Grundstellung gedreht. Dadurch wird die Hubstange
35 angehoben und der Seilhebel 36 in eine diesbezüglich noch waagerechtere Stellung
verbracht. Durch die Bewegung und die damit einhergehende Positionsänderung des Seilhebels
36 wird an den Seilzügen 37 und 38 gezogen. Dies bewirkt wiederum ein entsprechendes
Anziehen an den in Fig. 5 in der Grundstellung gezeigten Schlepphebeln 39. Durch dieses
dann aus der Grundstellung nach hinten Verschwenken der Schlepphebel 39 wird eine
Zugkraft und somit ein Verschwenken des Scharnierarms 17a des Scharniers 15 sowie
des entsprechenden Scharnierarms des Scharniers 16 bewirkt. Dadurch wird die Tür 3
von der in Fig. 5 gezeigten geschlossenen Stellung in eine in Fig. 7 gezeigte Zwischenstellung
verbracht. Die Zwischenstellung der Tür 3 ist in einem Winkel α zwischen insbesondere
18° und 22°, vorzugsweise 20°, gegenüber der vertikalen und somit insbesondere der
in Fig. 5 gezeigten geschlossenen Stellung der Tür 3.
[0062] Es ist vorgesehen, dass diese motorisch angetriebene, automatisch erzeugte Bewegung
der Tür 3 nur bis zu dieser Zwischenstellung erfolgt. Die motorische Bewegung wird
dann im Nachfolgenden von der Zwischenstellung in die in dem Verstauraum 14 eingefahrene
und vollständig geöffnete Stellung der Tür 3 nicht mehr vollzogen. Ausgehend von der
Zwischenstellung der Tür 3 hat diese nämlich eine Kippposition erreicht, ab welcher
sie durch ihre eigene Gewichtskraft selbst und somit auch wiederum gewichtskraftautomatisch
weiter nach unten kippt und dann in den Verstauraum 14 einfährt. Es wird also eine
motorische automatische Bewegung der Tür 3 nur auf dem kurzen Kippweg zwischen der
geschlossenen Stellung gemäß Fig. 5 und der Zwischenstellung gemäß Fig. 7 durchgeführt.
Auf dem weiteren Kippweg von der Zwischenstellung in die geöffnete Stellung der Tür
3 ist der Motor 33 inaktiv beziehungsweise deaktiviert.
[0063] Insbesondere ist auch vorgesehen, dass auf diesem ersten Bewegungswegabschnitt zwischen
der geschlossenen Stellung der Tür 3 und der Zwischenstellung der Tür 3 die Hauptfeder
41 im Wesentlichen, insbesondere vollständig längenunveränderlich bleibt und somit
weder komprimiert noch expandiert wird. Durch das Einwirken des Schlepphebels 39 wird
das Scharniergehäuse 25 in Richtung des Federtopfs 43 verschoben, bis es in der Zwischenstellung
der Tür 3 gemäß Fig. 7 mit dem hinteren Ende 25a an dem vorderen Ende 43a des Federtopfs
43 anschlägt. Dies ist auch in Fig. 7 gezeigt. Es wird also auf dem ersten Bewegungswegabschnitt
zwischen der geschlossenen Stellung und der Zwischenstellung der Tür 3 lediglich die
Zusatzfeder 44 komprimiert, wobei hier aufgrund der unterschiedlichen Federhärten
die Verschiebung der Hauptfeder 41 in Richtung der Zusatzfeder 44 erfolgt und die
durch diese Verschiebung erzeugte Kompressionskraft über die Koppelstange 45 auf die
Zusatzfeder 44 übertragen wird.
[0064] Ist dann diese Zwischenstellung erreicht und das damit einhergehend direkte Aneinanderanliegen
des Scharniergehäuses 25 und dem Federtopf 43, wird bei weiterer Öffnungsbewegung
der Tür 3 die Hauptfeder 41 expandiert, wobei das Scharniergehäuse 25 an dem Federtopf
43 anliegend verbleibt. Durch die Expansion der Hauptfeder 41 wird eine Federkraft
erzeugt, die entgegen der Schwerkraft der Tür 3 wirkt, sodass kein ungebremstes weiteres
Nachuntenkippen der Tür 3 von der Zwischenstellung in die geöffnete Stellung erfolgt.
Durch diese Expansion der Hauptfeder 41 und der daraus resultierenden erzeugten Federkraft
wird somit ein gewisses Abfedern beziehungsweise Dämpfen des zweiten Bewegungswegabschnitts
der Tür 3 von der Zwischenstellung in die geöffnete Stellung erreicht.
[0065] In Fig. 8 ist das Hubrad 34, die Hubstange 35 und der Seilhebel 36 in dem Betriebszustand
und somit der Position gezeigt, bei welcher die Tür 3 in der Zwischenstellung ist.
[0066] Insbesondere ist vorgesehen, dass bei weiterer Betätigung des Hubrads 34 die Schlepphebel
39 wieder automatisch in ihre Grundstellung zurückgeführt werden. Damit wird erreicht,
dass durch eine einzige vollständige Umdrehung des Hubrads 34 und somit eine Umdrehung
um 360° die Schlepphebel 39 von ihrer in Fig. 5 gezeigten Grundstellung in die in
Fig. 7 gezeigte maximale Auslenkungsstellung und wieder zurück in die Grundstellung
bewegt werden.
Bezugszeichenliste
[0067]
- 1
- Gargerät
- 2
- Gehäuse
- 3
- Tür
- 4
- Griff
- 5
- Bedienvorrichtung
- 6
- Anzeigeeinheit
- 7
- Bedienelement
- 8
- Bedienelement
- 9
- Kochzone
- 10
- Kochzone
- 11
- Kochzone
- 12
- Kochzone
- 13
- Bereich
- 14
- Verstauraum
- 15
- Scharnier
- 16
- Scharnier
- 17
- Lagereinheit
- 17a
- Scharnierarm
- 18
- Führungsvorrichtung
- 19
- Führungselement
- 20
- Führungselement
- 21
- Technikteil
- 22
- Führungsbahn
- 23
- Führungsschlitten
- 24
- Führungsbahn
- 25
- Scharniergehäuse
- 25a
- hinteres Ende
- 26
- Türöffnungsvorrichtung
- 27
- Bedienelement
- 28
- Wand
- 29
- Wand
- 30
- Verbindungsstange
- 31
- Betätigungseinheit
- 32
- Vorrichtung
- 33
- Motor
- 34
- Hubrad
- 35
- Hubstange
- 36
- Seilhebel
- 37
- Seilzug
- 38
- Seilzug
- 39
- Schlepphebel
- 40
- Koppelelement
- 41
- Hauptfeder
- 42
- Verbindung
- 43
- Federtopf
- 43a
- vorderes Ende
- 44
- Zusatzfeder
- 45
- Koppelstange
- 46
- Anbindungsstelle
1. Gargerät (1) mit einer Tür (3) zum Verschließen eines Garraums, welche in einen Verstauraum
(14) in einem Gehäuse (2) des Gargeräts (1) versenkbar ist, und mit einer Türöffnungsvorrichtung
(26) zum zumindest bereichsweise über einen gesamten, zwischen einer geschlossenen
und einer geöffneten Stellung der Tür (3) bemessenen Bewegungsweg automatischen Bewegen
der Tür (3), wobei die Türöffnungsvorrichtung (26) eine Betätigungseinheit (31) aufweist,
mit welcher die Tür (3) ausgehend von der geschlossenen Stellung automatisch bis in
eine Zwischenstellung kippbar ist, wobei die Zwischenstellung dadurch charakterisiert
ist, dass die weitere Bewegung der Tür (3) von der Zwischenstellung in die in den
Verstauraum (14) eingefahrene geöffnete Stellung automatisch durch die Schwerkraft
der Tür (3) erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinheit (31) eine elektromechanische Vorrichtung (32) aufweist, die
mit zumindest einem Seilzug (37, 38) mit einem Schlepphebel (39) verbunden ist, welcher
mit einem Scharnierarm (17a) eines Scharniers (15, 16), welches zum Schwenken und
Einfahren der Tür (3) in den Verstauraum (14) ausgebildet ist, gekoppelt ist, wobei
durch eine auf den Schlepphebel (39) über den Seilzug (37, 38) wirkenden Zugkraft
der Schlepphebel (39) um eine Schwenkachse schwenkbar ist und abhängig davon der Scharnierarm
(17a) derart schwenkbar ist, dass die Tür (3) automatisch von der geschlossenen Stellung
in die Zwischenstellung kippbar ist, wobei das Scharnier (15, 16) ein Scharniergehäuse
(25) aufweist, mit welchem der Scharnierarm (17a) drehbar verbunden ist und der Schlepphebel
(17a) schwenkbar an dem Scharniergehäuse (25) angeordnet ist..
2. Gargerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenstellung bei einem Kippwinkel (α) zwischen 15° und 30°, insbesondere
zwischen 18° und 22°, zur geschlossenen Stellung erreicht ist.
3. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die elektromechanische Vorrichtung (32) einen motorischen Antrieb (33), ein durch
den motorischen Antrieb (33) rotierbares Hubrad (34) und eine mit dem Hubrad (34)
verbundene Hubstange (35) aufweist, wobei die Hubstange (35) durch eine Drehung des
Hubrads (34) linear bewegbar ist, und abhängig davon der mit der Hubstange (35) gekoppelte
Seilzug (37, 38) betätigbar ist.
4. Gargerät (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch eine gesamte Umdrehung des Hubrads (34) um 360° durch die Wirkkette zwischen
dem Hubrad (34) und dem Scharnierarm (17a) die Tür (3) von der geschlossenen Stellung
in die Zwischenstellung gebracht ist, insbesondere der Schlepphebel (39) automatisch
in seine Grundstellung zurückgebracht ist.
5. Gargerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Scharniergehäuse (25) des Scharniers (15, 16) eine Hauptfeder (41) mit einer
ersten Federhärte aufweist, wobei die Hauptfeder (41) mit einer Zusatzfeder (44),
die eine zur ersten Federhärte kleinere zweite Federhärte aufweist, verbunden ist,
wobei das Scharniergehäuse (25) eines Scharniers (15, 16), welches zum Schwenken und
Einfahren der Tür (3) in den Verstauraum (14) ausgebildet ist, auf dem Bewegungsweg
zwischen der geschlossenen Stellung und der Zwischenstellung der Tür (3) relativ zu
einer ortsfesten Anbindungsstelle (46) der Zusatzfeder (44) bewegbar ist.
6. Gargerät (1) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptfeder (41) mit der Zusatzfeder (44) über eine, insbesondere in sich starre,
Koppelstange (45) verbunden ist.
7. Gargerät (1) nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptfeder (41) und die Zusatzfeder (44), insbesondere über eine Koppelstange
(45), so verbunden sind, dass auf dem Bewegungsweg zwischen der geschlossenen Stellung
und der Zwischenstellung der Tür (3) die Zusatzfeder (44) komprimierbar ist und die
Hauptfeder (41) längenveränderlich bleibt.
8. Gargerät (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Längsachse der Hauptfeder (41) parallel oder in geradliniger Verlängerung zu
einer Längsachse der Zusatzfeder (44) angeordnet ist.
9. Gargerät (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzfeder (44) in einem Federtopf (43) angeordnet ist, der ortsfest angeordnet
ist.
10. Gargerät (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharniergehäuse (25) in der geschlossenen Stellung der Tür (3) beabstandet zu
dem Federtopf (43) angeordnet ist und mit dem Erreichen der Zwischenstellung das Scharniergehäuse
(25) an dem Federtopf (43) anliegend angeordnet ist.
11. Gargerät (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptfeder (41) auf dem Bewegungsweg zwischen der geschlossenen Stellung und
der Zwischenstellung der Tür (3) bezüglich einer durch eine Längenveränderung zu bewirkenden
Federkraft inaktiv ist.
12. Gargerät (1) nach einem der Ansprüche 5 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptfeder (41) auf dem Bewegungsweg der Tür (3) zwischen der Zwischenstellung
und der geöffneten Stellung expandierbar ist und eine durch die Expansion auftretende
Federkraft der Schwerkraft der Tür (3) entgegenwirkend ist.
13. Verfahren zum Öffnen einer Tür (3) eines Gargeräts (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, bei welchem die Tür (3) in einen Verstauraum (14) in einem Gehäuse (2)
des Gargeräts (1) versenkt wird, wobei die Tür (3) mit einer Türöffnungsvorrichtung
(26) des Gargeräts (1) automatisch zumindest bereichsweise über einen gesamten, zwischen
einer geschlossenen und einer geöffneten Stellung der Tür (3) bemessenen Bewegungsweg
bewegt wird, wobei die Tür (3) ausgehend von der geschlossenen Stellung automatisch
bis in eine Zwischenstellung mit einer Betätigungseinheit (31) der Türöffnungsvorrichtung
(26) gekippt wird, wobei die Zwischenstellung dadurch charakterisiert wird, dass die
weitere Bewegung der Tür (3) von der Zwischenstellung in die in den Verstauraum (14)
eingefahrene geöffnete Stellung automatisch durch die Schwerkraft der Tür (3) durchgeführt
wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinheit (31) eine elektromechanische Vorrichtung (32) aufweist, die
mit zumindest einem Seilzug (37, 38) mit einem Schlepphebel (39) verbunden ist, welcher
mit einem Scharnierarm (17a) eines Scharniers (15, 16), mittels welchem ein Schwenken
und Einfahren der Tür (3) in den Verstauraum (14) durchgeführt wird, gekoppelt ist,
wobei durch eine auf den Schlepphebel (39) über den Seilzug (37, 38) wirkenden Zugkraft
der Schlepphebel (39) um eine Schwenkachse geschwenkt wird und abhängig davon der
Scharnierarm (17a) derart geschwenkt wird, dass die Tür (3) automatisch von der geschlossenen
Stellung in die Zwischenstellung gekippt wird.
1. Cooking appliance (1) comprising a door (3) for closing a cooking chamber, said door
(3) being lowerable into a stowage compartment (14) in a housing (2) of the cooking
appliance (1) that further comprises a door opening mechanism (26) for automatically
moving the door (3) at least in some sections of an entire movement path extending
between a closed position and an open position of the door (3), wherein the door opening
mechanism (26) includes an actuation unit (31) by means of which the door (3) can
be automatically tilted from the closed position into an intermediate position, wherein
the intermediate position is characterised in that the further movement of the door (3) from the intermediate position into the open
position, in which the door (3) is retracted in the stowage compartment (14), is performed
automatically under the force of gravity of the door (3), characterised in that the actuating unit (31) comprises an electromechanical device (32) which is connected
by at least one Bowden cable (37, 38) to a cam follower (39), which is coupled to
a hinge arm (17a) of a hinge (15, 16) which is configured for pivoting and retracting
the door (3) into the stowage compartment (14), wherein by a pulling force acting
on the cam follower (39) via the Bowden cable (37, 38) the cam follower (39) is pivotable
about a pivot axis and as a function thereof the hinge arm (17a) is pivotable such
that the door (3) is automatically tiltable from the closed position into the intermediate
position, wherein the hinge (15, 16) has a hinge housing (25), the hinge arm (17a)
being rotatably connected thereto, and the cam follower (17a) is pivotably arranged
on the hinge housing (25).
2. Cooking appliance (1) according to claim 1, characterised in that the intermediate position is reached with a tilt angle (α) of between 15° and 30°,
in particular between 18° and 22°, relative to the closed position.
3. Cooking appliance (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the electromechanical device (32) comprises a motorised drive (33), a lifting wheel
(34) which is rotatable by the motorised drive (33) and a lifting rod (35) which is
connected to the lifting wheel (34), wherein the lifting rod (35) is movable in a
linear manner by a rotation of the lifting wheel (34) and as a function thereof the
Bowden cable (37, 38) which is coupled to the lifting rod (35) is able to be actuated.
4. Cooking appliance (1) according to claim 3, characterised in that by a complete revolution of the lifting wheel (34) by 360°, by the chain reaction
between the lifting wheel (34) and the hinge arm (17a), the door (3) is moved from
the closed position into the intermediate position, in particular the cam follower
(39) is automatically returned to its basic position.
5. Cooking appliance (1) according to one of the preceding claims, characterised in that a hinge housing (25) of the hinge (15, 16) has a main spring (41) with a first spring
hardness, wherein the main spring (41) is connected to an auxiliary spring (44) which
has a second spring hardness which is lower relative to the first spring hardness,
wherein the hinge housing (25) of a hinge (15, 16), which is configured for pivoting
and retracting the door (3) into the stowage compartment (14), is movable on the movement
path between the closed position and the intermediate position of the door (3) relative
to a fixed attachment point (46) of the auxiliary spring (44).
6. Cooking appliance (1) according to claim 5, characterised in that the main spring (41) is connected to the auxiliary spring (44) via a coupling rod
(45) which is, in particular, rigid per se.
7. Cooking appliance (1) according to claim 5 or 6, characterised in that the main spring (41) and the auxiliary spring (44) are connected, in particular,
via a coupling rod (45) such that on the movement path between the closed position
and the intermediate position of the door (3) the auxiliary spring (44) is able to
be compressed and the main spring (41) remains alterable in terms of length.
8. Cooking appliance (1) according to one of claims 5 to 7, characterised in that a longitudinal axis of the main spring (41) is arranged in parallel or in a linear
extension relative to a longitudinal axis of the auxiliary spring (44).
9. Cooking appliance (1) according to one of claims 5 to 8, characterised in that the auxiliary spring (44) is arranged in a spring cup (43) which is arranged in a
fixed manner.
10. Cooking appliance (1) according to claim 9, characterised in that in the closed position of the door (3) the hinge housing (25) is arranged spaced
apart from the spring cup (43) and when the intermediate position is reached the hinge
housing (25) is arranged so as to bear against the spring cup (43).
11. Cooking appliance (1) according to one of claims 5 to 10, characterised in that on the movement path between the closed position and the intermediate position of
the door (3) the main spring (41) is inactive relative to a spring force to be effected
by an alteration in length.
12. Cooking appliance (1) according to one of claims 5 to 11, characterised in that on the movement path of the door (3) between the intermediate position and the open
position the main spring (41) is able to be expanded and a spring force which is present
due to the expansion counteracts the force of gravity of the door (3).
13. Method for opening a door (3) of a cooking appliance (1) according to one of the preceding
claims, in which the door (3) is lowered into a stowage compartment (14) in a housing
(2) of the cooking appliance (1), wherein the door (3) is automatically moved by a
door opening mechanism (26) of the cooking appliance (1) at least in some sections
of an entire movement path extending between a closed position and an open position
of the door (3), wherein starting from the closed position the door (3) is automatically
tilted into an intermediate position by an actuating unit (31) of the door opening
mechanism (26), wherein the intermediate position is characterised in that the further movement of the door (3) from the intermediate position into the open
position, in which the door is retracted into the stowage compartment (14), is performed
automatically by the force of gravity of the door (3), characterised in that the actuating unit (31) comprises an electromechanical device (32) which is connected
by at least one Bowden cable (37, 38) to a cam follower (39), which is coupled to
a hinge arm (17a) of a hinge (15, 16), by means of which pivoting and retraction of
the door (3) into the stowage compartment (14) is performed, wherein by a pulling
force acting on the cam follower (39) via the Bowden cable (37, 38) the cam follower
(39) is pivoted about a pivot axis and as a function thereof the hinge arm (17a) is
pivoted such that the door (3) is automatically tilted from the closed position into
the intermediate position.
1. Appareil de cuisson (1) comprenant une porte (3) destinée à fermer un espace de cuisson,
laquelle est escamotable dans un espace de rangement (14) situé dans un boîtier (2)
de l'appareil de cuisson (1), et comprenant un dispositif d'ouverture de porte (26)
pour le déplacement automatique de la porte (3) au moins en partie par l'intermédiaire
d'un trajet de déplacement total mesuré entre une position fermée et une position
ouverte de la porte (3), dans lequel le dispositif d'ouverture de porte (26) comprend
une unité d'actionnement (31) à l'aide de laquelle la porte (3), en partant de la
position fermée, peut être basculée automatiquement jusque dans une position intermédiaire,
dans lequel la position intermédiaire est caractérisée en ce que la continuation du mouvement de la porte (3) de la position intermédiaire en la position
ouverte rentrée dans l'espace de rangement (14) est réalisée automatiquement en raison
de la gravité de la porte (3), caractérisé en ce que l'unité d'actionnement (31) présente un dispositif électromécanique (32) qui est
relié à un levier d'entraînement (39) à l'aide d'au moins un câble de commande (37,
38), lequel est couplé à un bras de charnière (17a) d'une charnière (15, 16) qui est
réalisée dans le but de pivoter et rentrer la porte (3) dans l'espace de rangement
(14), dans lequel le levier d'entraînement (39) peut être pivoté autour d'un axe de
pivotement en raison d'une force de traction agissant sur le levier d'entraînement
(39) par l'intermédiaire du câble de commande (37, 38), et en dépendant de cela le
bras de charnière (17a) est pivotable de telle sorte que la porte (3) peut être automatiquement
basculée de la position fermée en la position intermédiaire, dans lequel la charnière
(15, 16) présente un boîtier de charnière (25) auquel le bras de charnière (17a) est
relié de manière rotative et dans lequel le levier d'entraînement (39) est disposé
de manière pivotante sur le boîtier de charnière (25).
2. Appareil de cuisson (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que la position intermédiaire est atteinte avec un angle de bascule (α) compris entre
15° et 30°, notamment entre 18° et 22° par rapport à la position fermée.
3. Appareil de cuisson (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif électromécanique (32) comprend un entraînement motorisé (33), une roue
élévatrice (34) pouvant être tournée par l'entraînement motorisé (33) et une barre
de levage (35) reliée à la roue élévatrice (34), dans lequel la barre de levage (35)
est déplaçable linéairement par une rotation de la roue élévatrice (34), et dans lequel,
en fonction de cela, le câble de commande (37, 38) couplé à la barre de levage est
actionnable.
4. Appareil de cuisson (1) selon la revendication 3, caractérisé en ce qu'en raison d'une rotation totale de la roue élévatrice (34) de 360°, la porte (3),
en raison de la chaîne d'action entre la roue élévatrice (34) et le bras de charnière
(17a), est mise de la position fermée en la position intermédiaire, notamment le levier
d'entraînement (39) est automatiquement remis dans sa position de base.
5. Appareil de cuisson (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'un boîtier de charnière (25) de la charnière (15, 16) présente un ressort principal
(41) ayant une première dureté de ressort, dans lequel le ressort principal (41) est
relié à un ressort supplémentaire (44) qui présente une deuxième dureté de ressort
inférieure à la première dureté de ressort, dans lequel le boîtier de charnière (25)
d'une charnière (15, 16), laquelle est réalisée pour pivoter et rentrer la porte (3)
dans l'espace de rangement (41), est déplaçable, sur le trajet de déplacement entre
la position fermée et la position intermédiaire de la porte (3), par rapport à un
point de liaison (46) fixe du ressort supplémentaire (44).
6. Appareil de cuisson (1) selon la revendication 5, caractérisé en ce que le ressort principal (41) est relié au ressort supplémentaire (44) par l'intermédiaire
d'une tige de couplage (45) notamment rigide en soi.
7. Appareil de cuisson (1) selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le ressort principal (41) et le ressort supplémentaire (44) sont reliés, notamment
par l'intermédiaire d'une tige de couplage (45), de manière à ce que sur le trajet
de déplacement entre la position fermée et la position intermédiaire de la porte (3),
le ressort supplémentaire (44) soit comprimable et que le ressort principal (41) reste
modifiable en longueur.
8. Appareil de cuisson (1) selon l'une quelconque des revendications 5 à 7, caractérisé en ce qu'un axe longitudinal du ressort principal (41) est disposé parallèlement ou en prolongement
rectiligne par rapport à un axe longitudinal du ressort supplémentaire (44).
9. Appareil de cuisson (1) selon l'une quelconque des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que le ressort supplémentaire (44) est disposé dans un pot de ressort (43) qui est disposé
de manière fixe.
10. Appareil de cuisson (1) selon la revendication 9, caractérisé en ce que le boîtier de charnière (25), dans la position fermée de la porte (3), est disposé
à distance du pot de ressort (43) et en ce que, lorsque la position intermédiaire est atteinte, le boîtier de charnière (25) est
disposé de manière adjacente au pot de ressort (43).
11. Appareil de cuisson (1) selon l'une quelconque des revendications 5 à 10, caractérisé en ce que le ressort principal (41), sur le trajet de déplacement entre la position fermée
et la position intermédiaire de la porte (3), est inactif par rapport à une force
de ressort devant agir en raison d'une modification en longueur.
12. Appareil de cuisson (1) selon l'une quelconque des revendications 5 à 11, caractérisé en ce que le ressort principal (41), sur le trajet de déplacement de la porte (3) entre la
position intermédiaire et la position ouverte, est expansible et en ce qu'une force de ressort se produisant en raison de l'expansion agit contrairement à la
gravité de la porte (3).
13. Procédé d'ouverture d'une porte (3) d'un appareil de cuisson (1) selon l'une quelconque
des revendications précédentes, dans lequel la porte (3) est escamotée dans un espace
de rangement (14) situé dans un boîtier (2) de l'appareil de cuisson (1), dans lequel
la porte (3), à l'aide d'un dispositif d'ouverture de porte (26) de l'appareil de
cuisson (1), est déplacée automatiquement au moins en partie sur un trajet de déplacement
total mesuré entre une position fermée et une position ouverte de la porte (3), dans
lequel la porte (3), en partant de la position fermée, est basculée automatiquement
jusque dans une position intermédiaire à l'aide d'une unité d'actionnement (31) du
dispositif d'ouverture de porte (26), dans lequel la position intermédiaire est caractérisée en ce que la continuation du mouvement de la porte (3) de la position intermédiaire en la position
ouverte rentrée dans l'espace de rangement (14) est réalisée automatiquement en raison
de la gravité de la porte (3), caractérisé en ce que l'unité d'actionnement (31) présente un dispositif électromécanique (32) qui est
relié à un levier d'entraînement (39) à l'aide d'au moins un câble de commande (37,
38), lequel est couplé à un bras de charnière (17a) d'une charnière (15, 16) au moyen
duquel un pivotement et une rentrée de la porte (3) dans l'espace de rangement (14)
sont réalisés, dans lequel le levier d'entraînement (39) est pivoté autour d'un axe
de pivotement en raison d'une force de traction agissant sur le levier d'entraînement
(39) par l'intermédiaire du câble de commande (37, 38), et dans lequel, en fonction
de cela, le bras de charnière (17a) est pivoté de manière à ce que la porte (3) soit
automatiquement basculée de la position fermée en la position intermédiaire.