[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Überwachungsverfahren zur Überwachung eines
Abwickelprozesses, eine Abwickelvorrichtung zur Durchführung eines Abwickelprozesses
eines Bahnmaterials sowie ein Abwickelsystem.
[0002] Um ein Endlosmaterial, wie beispielsweise eine hergestellte Folie, in den Vertrieb
oder zum Einsatzort zu bringen, werden diese häufig portioniert in Form von Wickeln,
bereitgestellt. Derartige Wickel werden zunächst auf einer Aufwickelvorrichtung aufgewickelt,
um am Einsatzort entsprechend von einer Abwickelvorrichtung abgewickelt zu werden.
Nach dem Abwickeln folgen häufig weitere Verarbeitungsprozesse, wie z. B. das Erstellen
von Kunststoffsäcken, das Umwickeln von gestapeltem Packgut zur Ladungssicherung oder
dergleichen. Beim Abwickelprozess der Wickel können jedoch Fehler auftreten, welche
ihre Ursache im Herstellprozess der Wickel, d. h. bei der Herstellung der Folie und/oder
bei dem Aufwickeln haben oder welche ihre Ursache in einer fehlerhaften Abwicklung
haben. Daher ist es wünschenswert, derartige Fehler zu erkennen und im besten Fall
einen Rückschluss auf die Fehlerursache ziehen zu können.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist es ferner bekannt, relevante Daten eines Abwickelprozesses
mit einem Zeitstempel abzuspeichern, um Rückschlüsse auf den Verlauf einer Produktion
zu ziehen. Nachteilhaft dabei ist jedoch, dass die Zeitangabe alleine häufig nur ungenaue
Rückschlüsse ergibt, da die genauen Wickelparameter dabei unbekannt sind. So werden
derartige Wickel häufig mit einer Gewichtsangabe versehen, ohne jedoch einen exakten
Rückschluss darauf zu erlauben, welche Dicke des Folienmaterials tatsächlich für die
Wickel vorgesehen ist. Aufgrund einer schwankenden Dicke des Folienmaterials kann
eine Berechnung des Foliendurchmessers ebenfalls Ungenauigkeiten aufweisen. Ferner
können Lufteinschlüsse im Wickel hier weitere Ungenauigkeiten verursachen, sodass
ein zuverlässiger Rückschluss auf die Position zu den relevanten Daten im Wickel nicht
möglich ist.
[0004] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, voranstehende, aus dem Stand der
Technik bekannte Nachteile zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es eine
Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Rückschluss aus einem Abwickelprozesss auf
einen Herstellprozess eines Wickels hinsichtlich einer Zuverlässigkeit und/oder einer
Genauigkeit zu verbessern.
[0005] Die voranstehende Aufgabe wird gelöst durch ein Überwachungsverfahren mit den Merkmalen
des Anspruches 1 und einer Abwickelvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 12
sowie ein Abwickelsystem mit den Merkmalen des Anspruches 17.
[0006] Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang
mit dem erfindungsgemäßen Überwachungsverfahren beschrieben worden sind, selbstverständlich
auch im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Abwickelvorrichtung und/oder dem erfindungsgemäßen
Abwickelsystem und jeweils umgekehrt, sodass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen
Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann.
[0007] Erfindungsgemäß umfasst das Überwachungsverfahren zur Überwachung eines Abwickelprozesses
einer Abwickelvorrichtung zumindest die nachfolgenden Schritte:
- Zumindest teilweises Abwickeln eines Bahnmaterials von einem Wickel,
- Erfassen zumindest einer Unregelmäßigkeit des Bahnmaterials und/oder des Abwickelprozesses,
- Bestimmen einer Korrelation der Unregelmäßigkeit zu zumindest einem Laufparameter
des Wickels.
[0008] Der Wickel kann vorzugsweise während des Abwickelns auf einer Wickelhalterung gelagert
sein. Dabei weist der Wickel insbesondere eine Wickelhülse und zumindest einen Teil
des Bahnmaterials auf. Während des Abwickelns wird das Bahnmaterial dabei auf dem
Wickel reduziert und vorzugsweise einer weiteren Verarbeitungsstation zugeführt. Vorzugsweise
kann das Bahnmaterial eine Kunststofffolie umfassen. So weisen Kunststofffolien einen
komplexen Herstellprozess auf, bei welchem ggf. viele Parameter zu berücksichtigen
sind, so dass ein Informationsaustausch zwischen Einzelprozessen bei Kunststofffolien
besonders vorteilhaft ist. Zusätzlich oder alternativ sind jedoch weitere Materialien
des Bahnmaterials denkbar. Das Erfassen der zumindest einen Unregelmäßigkeit des Bahnmaterials
und/oder des Abwickelprozesses kann insbesondere sensorisch oder rechnerisch durchgeführt
werden. So kann beispielsweise eine Erfassungseinheit vorgesehen sein, durch welche
eine Unregelmäßigkeit erfasst wird. Vorzugsweise kann die Unregelmäßigkeit optisch
und/oder akustisch erfasst werden. So kann die Erfassungseinheit beispielsweise zur
Erfassung der Unregelmäßigkeit mittels Ultraschall ausgebildet sein und/oder eine
Kamera aufweisen. Weiterhin ist denkbar, dass die Unregelmäßigkeit elektronisch und/oder
rechnerisch erfasst wird, indem z.B. ein benötigter Strom eines Antriebsmittels oder
dergleichen gemessen wird, um auf eine Antriebsleistung zu schließen. Unter einer
Unregelmäßigkeit kann insbesondere eine kritische oder unkritische Besonderheit im
Verarbeitungsprozess während des Abwickelns verstanden werden. So kann die Unregelmäßigkeit
vorzugsweise einen Fehler umfassen, den das Bahnmaterial aufweist. Die Unregelmäßigkeit
kann beispielsweise zumindest eine der folgenden Besonderheiten umfassen:
- Erfolgloses Öffnen eines Schlauches des Bahnmaterials,
- Aufbrechen eines aus dem Bahnmaterial hergestellten Produktes,
- Reißen des Bahnmaterials,
- Fehlen zumindest eines Teils eines Druckbildes auf dem Bahnmaterial,
- Erhöhter Schlupf an einem Antriebsmittel beim Abwickeln des Bahnmaterials,
- Veränderte Drehmomente und/oder Kräfte während der Verarbeitung des Bahnmaterials.
[0009] Somit kann die Unregelmäßigkeit direkt oder indirekt das Bahnmaterial und/oder den
Abwickelprozess betreffen. So kann beispielsweise vorgesehen sein, dass das Bahnmaterial
als Schlauch aufgewickelt ist, welcher beim Abwickeln oder nach dem Abwickeln geöffnet
wird, sodass aus einem zuvor zusammengelegten Schlauch eine dreidimensionale Form
entsteht. Ferner kann auch festgestellt werden, dass das Bahnmaterial beispielsweise
bei der Verarbeitung des Bahnmaterials zu Säcken dieser Verarbeitung nicht standhält
und ein entsprechender Sack aufreißt. Ein derartiges Aufreißen kann ferner auch bereits
beim Abwickeln oder kurz nach dem Abwickeln stattfinden, sodass dies eine mögliche
Unregelmäßigkeit darstellen kann. Ferner kann das Bahnmaterial ein Druckbild aufweisen.
So kann beispielsweise zur Herstellung von Kunststoffsäcken das Bahnmaterial zunächst
bedruckt werden, bevor es aufgewickelt wird. Fehlt ein Teil dieses Druckbildes, z.B.
aufgrund fehlender Farbe in einer Druckereinheit, kann dies als Unregelmäßigkeit beim
Abwickeln erfasst werden. Weiterhin kann unter einem veränderten Schlupf beim Abwickeln
des Bahnmaterials verstanden werden, dass ein Antriebsmittel, welches für einen Vortrieb
des Bahnmaterials sorgt zumindest teilweise durchrutscht. Dabei unterscheiden sich
dann entsprechend die Geschwindigkeit des Antriebs und die Geschwindigkeit des Bahnmaterials.
Weiterhin können an unterschiedlichen Stellen während des Abwickelprozesses Kräfte
und/oder Momente gemessen werden, welche einen Indikator für das Auftreten einer Unregelmäßigkeit
darstellen können.
[0010] Der Laufparameter kann vorzugsweise auch als Laufmeter bezeichnet werden. So kann
der Laufparameter insbesondere die tatsächlich abgewickelte Länge des Bahnmaterials
von dem Wickel bis zum Auftreten der Unregelmäßigkeit umfassen. Dabei kann die Länge
auf unterschiedliche Art und Weise zur Unregelmäßigkeit in Beziehung gesetzt werden,
d. h. korreliert werden. So kann der Laufparameter eine Länge umfassen, die vom Startpunkt
des Bahnmaterials, d. h. beispielsweise von dem zuerst abgewickelten Ende des Bahnmaterials,
bis zum Beginn der Unregelmäßigkeit, bis zum Ende der Unregelmäßigkeit oder bis zu
einem Mittelwert zwischen Beginn und Ende der Unregelmäßigkeit, reicht. Insbesondere
kann unter der Korrelation der Unregelmäßigkeit zu dem Laufparameter somit eine Zuordnung
eines bestimmten Wertes des Laufparameters zu einer Position der Unregelmäßigkeit
bezogen auf den Wickel und/oder umgekehrt verstanden werden. Insbesondere steht somit
entsprechend auch der Laufparameter zur Unregelmäßigkeit in Korrelation bzw. Wechselbeziehung.
Umfasst die Unregelmäßigkeit beispielsweise das Fehlen eines Druckbildes, kann der
Laufparameter die Länge vom Beginn des Abwickelns des Bahnmaterials bis zum Beginn
des Fehlens des Druckbildes umfassen und/oder bis zum Ende des Fehlens des Druckbildes.
Ferner kann der Laufparameter die Länge des abgewickelten Materials umfassen, bis
die Unregelmäßigkeit in Form eines bestimmten Ereignisses, z.B. einer Veränderung
von Kräften und/oder Momenten, auftritt. Unter der Korrelation zwischen der Unregelmäßigkeit
und dem Laufparameter kann somit verstanden werden, dass die Unregelmäßigkeit, insbesondere
ein Auftreten der Unregelmäßigkeit, und der Laufparameter in Beziehung gesetzt werden.
Dies kann beispielsweise dadurch ausgeführt werden, dass eine Tabelle vorgesehen ist,
welche zumindest zwei Spalten aufweist, wobei die Unregelmäßigkeit in die erste Spalte
geschrieben wird und der Laufparameter oder ein Wert des Laufparameters in die zweite
Spalte der Tabelle, sodass zurückverfolgbar ist, an welcher Position im Wickel die
Unregelmäßigkeit aufgetreten ist. Insbesondere kann auch eine Feldvariable eines Computerprogramms
anstelle der Tabelle vorgesehen sein oder die Tabelle bereitstellen. Insbesondere
wird dadurch deutlich, dass die Unregelmäßigkeit einem Wert des Laufparameters zugeordnet
wird, also an einer Position des Laufparameters auftritt. Auch eine Häufung von Unregelmäßigkeit
in einem bestimmten Bereich des Laufparameters kann dadurch bestimmbar sein.
[0011] Durch das erfindungsgemäße Überwachungsverfahren ist es damit möglich, auf die Position
der Unregelmäßigkeit im Wickel zu schließen. Dadurch können Rückschlüsse auf Fehler
beim Herstellen des Wickels und/oder beim Abwickeln des Wickels gezogen werden. So
kann beispielsweise ein gehäuftes Auftreten einer Unregelmäßigkeit im Kern des Wickels
darauf schließen lassen, dass dieser beim Aufwickeln mit einer zu großen Wickelhärte
aufgewickelt wurde. Dadurch kann der Herstellprozess des Wickels verbessert werden.
Ferner kann eine Abschätzung erfolgen, ob die Unregelmäßigkeit aufgrund eines Fehlers
im Abwicklungsprozess aufgetreten ist. Dies kann beispielsweise bei Gewährleistungsfragen
relevant sein, wenn sich die Frage stellt, ob der Wickel einen Mangel aufgewiesen
hat, als dieser an einen Kunden geliefert worden ist oder ob der Mangel erst aufgrund
einer fehlerhaften Handhabe des Wickels entstanden ist. Durch das erfindungsgemäße
Überwachungsverfahren kann hier ein weiterer Indikator in der Beweisfrage geliefert
werden. Somit kann beim Überwachungsverfahren ferner nachfolgende Schritt vorgesehen
sein:
- Bewerten der Korrelation zwischen der Unregelmäßigkeit und dem Laufparameter.
[0012] Auch die Bewertung kann beispielweise anhand vorgegebener Kriterien automatisch durchgeführt
werden, insbesondere durch eine Recheneinheit. Dadurch kann somit auch ein entsprechender
Rückschluss auf eine Ursache der Unregelmäßigkeit automatisch im Rahmen des Verfahrens
durchgeführt werden und der Rückschluss somit eine reproduzierbare Genauigkeit aufweisen.
Insbesondere ist durch die Verwendung des Laufparameters des Wickels der Laufparameter
auf ebendiesen Wickel bezogen, so dass die Rückschlüsse einem bestimmten Wickel auch
bezogen auf dessen Herstellung zuordbar sein können.
[0013] Im Rahmen der Erfindung ist ferner denkbar, dass der Laufparameter während des Abwickelns
des Bahnmaterials vom Wickel bestimmt wird. Vorzugsweise kann der Laufparameter dabei
kontinuierlich während des Abwickelns des Bahnmaterials vom Wickel bestimmt werden.
Die Bestimmung des Laufparameters kann ein direktes Messen des Laufparameters umfassen.
Der Laufparameter kann somit beispielsweise während des Abwickelns ständig erfasst
und mitgeschrieben werden, sodass unmittelbar ein Wert beim Erfassen der Unregelmäßigkeit
korrespondierend zur Unregelmäßigkeit zur Verfügung steht. Alternativ kann der Laufparameter
auch nicht kontinuierlich während des Abwickelns bestimmt werden, indem z. B. der
Laufparameter erst dann gemessen wird, wenn eine Unregelmäßigkeit erfasst wird. Eine
kontinuierliche Erfassung des Laufparameters kann dabei eine analoge und/oder eine
digitale Messung des Laufparameters umfassen. So kann ein Erfassungsmittel zum Erfassen
des Laufparameters inkrementell arbeiten und z. B. nach einer bestimmten Länge oder
Umdrehung ein Signal ausgeben, durch welches auf den Laufparameter geschlossen werden
kann. Durch die Erfassung des Laufparameters während des Abwickelns ist es z. B. nicht
notwendig, diesen manuell zu messen, sodass das Überwachungsverfahren weiter automatisiert
sein kann und damit Kosten eingespart werden können und gleichzeitig eine reproduzierbare,
hohe Genauigkeit vorgesehen sein kann.
[0014] Vorzugsweise kann der Laufparameter durch Erfassung eines Vorzugparameters am Bahnmaterial
bestimmt werden. Vorzugsweise kann dabei zusätzlich eine Messung einer Umdrehungszahl
des Wickels durchgeführt werden. Unter dem Vorzug kann ein Teil eines Antriebsmittels
verstanden werden, welcher am Bahnmaterial wirkt, um diesem einen Vortrieb zu ermöglichen.
Ein Vorzugparameter kann eine Geschwindigkeit, insbesondere eine Umdrehungsgeschwindigkeit
und/oder Tangentialgeschwindigkeit einer Antriebsrolle, am Vorzug umfassen. Die Messung
des Vorzugparameters ist dabei direkt in Beziehung zur tatsächlich abgewickelten Länge
setzbar und damit ein hochwertiger Indikator für den Laufparameter. Am Vorzug läuft
das Bahnmaterial dabei bereits in einer flachen Erstreckung, sodass entsprechend wechselnde
Durchmesser des Wickels am Vorzug keine oder nur eine geringe Rolle spielen. Besonders
bevorzugt kann der Laufparameter jedoch durch Messung des Vorzugparameters und durch
Messung der Umdrehungszahl des Wickels bestimmt werden. Die Messung der Umdrehungszahl
des Wickels lässt eine Korrektur des Vorzugparameters zu, wobei hier vorzugsweise
noch eine Abschätzung des Durchmessers des Wickels gegeben sein kann. So kann die
eigentliche Messung des Laufparameters am Vorzug stattfinden, diese jedoch auf Grundlage
der Messung der Umdrehungszahl des Wickels korrigiert werden, um einen Schlupf am
Vorzug zumindest teilweise herauszurechnen. Dadurch ergibt sich eine hohe Genauigkeit
der Bestimmung des Laufparameters, sodass insbesondere auch ein Rückschluss auf die
Ursache der Unregelmäßigkeit in seiner Genauigkeit verbessert werden kann.
[0015] Es ist ferner bei einem erfindungsgemäßen Überwachungsverfahren denkbar, dass das
Überwachungsverfahren ferner folgenden Schritt umfasst:
- Eintragen der Korrelation der Unregelmäßigkeit zu dem Laufparameter in eine Datenbank
[0016] Unter einer Datenbank kann vorzugsweise eine elektronische Tabelle verstanden werden.
So kann beispielweise auf einem Speichermedium ein SQL-Server vorgehalten werden,
welcher eine entsprechende Datenbank bereitstellt. Insbesondere kann die Korrelation
der Unregelmäßigkeit zu dem Laufparameter dadurch bestimmt werden, dass die Unregelmäßigkeit
und der Laufparameter derart in Zusammenhang gebracht werden, dass diese beim Eintragen
in die Datenbank einander zuordbar sind. Darüber hinaus kann beispielsweise nach dem
Abwickelprozess oder zu einem anderen Zeitpunkt die Datenbank eingesehen werden und
die Korrelation zwischen Unregelmäßigkeit und Laufparameter nachvollzogen werden.
So können beispielsweise mehrere Unregelmäßigkeiten nach dem Ablauf eines Abwickelprozesses
gemeinsam bewertet werden oder mehrere Unregelmäßigkeiten aus mehreren unterschiedlichen
Abwickelprozessen gemeinsam bewertet werden. So kann sich beispielsweise ein Rückschluss
erst daraus ergeben, dass mehrere Wickel einer Charge gemeinsam auf Unregelmäßigkeiten
über die Datenbank untersucht werden, sodass sich erst bei der Untersuchung der mehreren
Wickel ein Muster abzeichnet. Somit ist auch durch das Eintragen der Unregelmäßigkeit
und des Laufparameters in eine Datenbank eine Verbesserung der Möglichkeit gegeben,
aus den gewonnenen Daten Rückschlüsse auf die damit zusammenhängenden Verarbeitungsprozesse
bzw. Herstellprozesse zu ziehen.
[0017] Es ist ferner bei einem erfindungsgemäßen Überwachungsverfahren denkbar, dass die
Unregelmäßigkeit beim Eintragen der Korrelation in die Datenbank zu einer Zeitangabe
in eine weitere Korrelation gebracht wird. Somit kann beispielweise eine erste Korrelation
mit dem Laufparameter bestimmt werden und eine zweite Korrelation mit der Zeit erzeugt
bzw. bestimmt werden. Die Zeitangabe kann eine Zeit, insbesondere eine Uhrzeit, des
Zeitpunktes des Auftretens der Unregelmäßigkeit umfassen. So kann die Zeitangabe beispielsweise
als dritte Spalte in einer Tabelle der Datenbank vorgesehen sein. Durch die Erfassung
der Zeit bzw. des Zeitpunktes des Auftretens der Unregelmäßigkeit können auch dabei
die Rückschlüsse weiter verbessert werden, die daraus gezogen werden können. So kann
beispielsweise abgeschätzt werden, ob in der Arbeitsschicht eines bestimmten Bedieners
häufiger Unregelmäßigkeiten auftreten, als in einer anderen Arbeitsschicht, sodass
hier Fehlbedienungen während des Abwickelprozesses identifizierbar sind. Ferner kann
die Zeitangabe einen Rückschluss auf einen Zusammenhang eines Auftretens der Unregelmäßigkeit
mit einem weiteren Ereignis während des Abwickelprozesses, wie z.B. einen Stromausfall,
zulassen. Dadurch ergeben sich somit mehrere Zusammenhänge zwischen der Unregelmäßigkeit,
der Zeitangabe und dem Laufparameter, sodass weitere Informationen über die Handhabung
eines bestimmten Wickels während des Verarbeitungsprozesses zusammenlaufen. Insbesondere
kann ferner eine Querposition der Unregelmäßigkeit in Korrelation mit dem Laufparameter
bestimmt werden, um auch diesbezüglich weitere Informationen für einen Rückschluss
auf eine Ursache der Unregelmäßigkeit gewinnen zu können.
[0018] In Rahmen der Erfindung kann die Datenbank vorteilhafterweise auf einem Server und/oder
einer internen Speichereinheit der Abwickelvorrichtung vorgesehen sein. Unter einem
externen Server kann dabei eine Recheneinheit verstanden werden, welche über eine
Speicherkapazität für die Datenbank verfügt und außerhalb der Abwickelvorrichtung
vorgesehen ist. So kann der externe Server z. B. Teil eines Palettiersystems sein
oder extern bei einem Dienstleistungsunternehmen sich befinden. So kann die Speicherung
der Daten ausgelagert sein, um z. B. die Kapazitäten eines Anbieters von Rechenleistung
und/oder Speicherung zur nutzen, sodass Kosten der Abwickelvorrichtung eingespart
werden können. Diese kann z. B. lediglich über eine Kommunikationsschnittstelle verfügen,
sodass die Abwickelvorrichtung mit der Datenbank auf dem externen Server kommunizieren
kann. Ferner kann der externe Server beispielsweise auch mit einer Aufwickelvorrichtung
verbunden sein oder Teil einer Aufwickelvorrichtung sein, sodass Daten über die zu
verarbeitenden Wickel direkt zum Herstellprozess der Wickel zurückfließen. Zusätzlich
oder alternativ kann vorgesehen sein, dass die Datenbank auf einer internen Speichereinheit
und/oder einer mobilen Speichereinheit vorgesehen ist. So kann beispielsweise die
Abwickelvorrichtung selbst eine entsprechende Speichereinheit umfassen, die z. B.
als interne HDD- oder SSD-Festplatte in die Abwickelvorrichtung eingebaut ist und
somit die erzeugten Daten direkt an der Abwickelvorrichtung zur Verfügung stehen.
Eine mobile Speichereinheit bietet den Vorteil, dass diese beispielsweise per USB-Schnittstelle
an die Abwickelvorrichtung angeschlossen sein kann, während die Daten übertragen werden
und anschließend beliebig transportierbar ist, um die Daten z. B. einer Entwicklungsabteilung
zur Verfügung zu stellen.
[0019] Im Rahmen der Erfindung ist ferner denkbar, dass das Überwachungsverfahren weiterhin
folgenden Schritt umfasst:
- Visuelles und/oder akustisches Ausgeben einer Warnmeldung, wenn die Unregelmäßigkeit
erfasst wird oder die Unregelmäßigkeit von einer vordefinierten Unregelmäßigkeitsart
ist.
[0020] Durch die Warnmeldung kann beispielsweise ein Bediener der Abwickelvorrichtung über
das Auftreten der Unregelmäßigkeit informiert werden, sodass dieser entsprechende
Gegenmaßnahmen oder Reaktionsmaßnahmen einleiten kann. Dabei kann die Warnmeldung
z. B. über eine Warnleuchte ausgegeben werden, oder ein Display die Warnmeldung anzeigen.
Zusätzlich oder alternativ ist es denkbar, dass ein akustisches Signal ausgeben wird,
wie beispielsweise ein Warnton über einen Lautsprecher. Unter einer vordefinierten
Unregelmäßigkeitsart kann verstanden werden, dass z. B. eine bestimmte Art von Fehlern
des Bahnmaterials besonders kritisch ist und dementsprechend die Warnmeldung erfordert,
während andere Arten von Fehlern des Bahnmaterials lediglich aufgezeichnet werden
und entsprechend mit dem Laufparameter in Korrelation gebracht werden. So kann beispielsweise
ein veränderter Schlupf am Vorzug unkritisch sein und daher keine Warnmeldungen erfordern,
ein Fehlen des Druckbildes kann jedoch erfordern, dass entsprechend gefertigte Nachfolgeprodukte
aussortiert werden oder der Abwickelprozess unterbrochen wird.
[0021] Ferner kann bei einem erfindungsgemäßen Überwachungsverfahren vorgesehen sein, dass
das Überwachungsverfahren folgenden Schritt umfasst:
- Visualisieren der Korrelation der Unregelmäßigkeit zu dem Laufparameter.
[0022] Das Visualisieren kann beispielsweise auf einem Display erfolgen, wobei z. B. ein
Diagramm angezeigt werden kann, welches das Vorkommen von Unregelmäßigkeiten gegenüber
Laufparametern aufträgt. Dadurch kann einem Bediener der Abwickelvorrichtung beispielsweise
eine Häufung der Unregelmäßigkeit in einem bestimmten Laufparameterbereich angezeigt
werden, sodass dieser bereits an der Abwickelvorrichtung Rückschlüsse aus der vorhandenen
Korrelation ziehen kann. Somit kann das Display vorzugsweise an der Abwickelvorrichtung
angeordnet sein. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass das Visualisieren
der Korrelation zwischen der Unregelmäßigkeit und dem Laufparameter auf einem Display
außerhalb der Abwickelvorrichtung durchgeführt wird. So kann beispielsweise vorgesehen
sein, dass die Abwickelvorrichtung mit einem Netzwerk in Kommunikationsverbindung
steht, sodass die Daten an einen Überwachungsstand und/oder direkt an eine Entwicklungsabteilung
übertragen werden können, um eine Bewertung direkt einer auswertenden Stelle zukommen
zu lassen. Somit kann durch eine Visualisierung das Überwachungsverfahren vereinfacht
werden und insbesondere für beteiligte Personen einen Komfort erhöhen, sodass letztlich
Zeit bei der Auswertung eingespart werden kann.
[0023] Weiterhin ist bei einem erfindungsgemäßen Überwachungsverfahren denkbar, dass das
Überwachungsverfahren ferner folgenden Schritt umfasst:
- Ermitteln einer Wahrscheinlichkeit für eine Ursache der Unregelmäßigkeit in einem
Herstellprozess des Bahnmaterials und/oder in dem Abwickelprozesses.
[0024] Somit kann beispielsweise aus einer Häufung von Unregelmäßigkeiten im Bereich eines
bestimmten Laufparameters oder aus der Korrelation einer einzelnen Unregelmäßigkeit
mit dem Laufparameter bereits eine Wahrscheinlichkeitsermittlung automatisch durchgeführt
werden. Dadurch kann es nicht notwendig sein, eine Bewertung manuell durchzuführen.
Dabei kann durch eine Recheneinheit der Abwickelvorrichtung, die Wahrscheinlichkeit
ermittelbar sein und daher ein reproduzierbares Ergebnis ausgegeben werden. Ferner
ist das Überwachungsverfahren dadurch weiter automatisierbar, wobei eine einheitliche
Grundlage geschaffen werden kann, um den Zusammenhang bzw. die Wahrscheinlichkeit
zu ermitteln.
[0025] Im Rahmen der Erfindung kann ferner vorgesehen sein, dass die Unregelmäßigkeit einen
Prozessparameter umfasst, welcher außerhalb eines Parameterbereiches liegt. So kann
der Parameterbereich beispielsweise zumindest eine Parametergrenze aufweisen, ab welcher
die Unregelmäßigkeit definiert ist, Über oder unterschreitet der Prozessparameter
daher diese Parametergrenze, wird von einer Unregelmäßigkeit ausgegangen. So kann
die Parametergrenze eine absolute oder eine relative Grenze sein. Vorzugsweise sind
zwei Parametergrenzen vorgesehen, welche einen abgeschlossenen Parameterbereich nach
unten und nach oben definieren. Beispielhafte Parametergrenzen können die Deckkraft
eines Druckbildes sein, die Transparenz eines Folienmaterials oder ein tolerierbarer
Schlupf am Vorzug. Diese Parametergrenzen können dabei, wie bereits beschrieben, absolut
ausgestaltet sein, d. h. zu Beginn des Überwachungsverfahrens bereits vordefiniert
sein oder vordefiniert werden. Zusätzlich oder alternativ können relative Parametergrenzen
vorgesehen sein, welche beispielsweise eine Unregelmäßigkeit derart definieren, das
der Prozessparameter z. B. über eine bestimmte Länge dynamisch während des Abwickelprozesses
gewickelt wird und eine bestimmte Prozentzahl über und/oder unterhalb als Unregelmäßigkeit
betrachtet wird.
[0026] Bei einem erfindungsgemäßen Überwachungsverfahren ist ferner denkbar, dass auf Basis
des Laufparameters eine Anzahl von aus dem Bahnmaterial produzierten Produkten bestimmt
wird. Vorzugsweise können die Produkte aus Kunststofffolie hergestellte Säcke sein.
Somit ist es durch den Laufparameter und insbesondere durch die Berücksichtigung eventuell
nicht verarbeiteter Unregelmäßigkeiten des Bahnmaterials möglich, eine Berechnung
der Gesamtlänge und/oder Gesamtfläche des Bahnmaterials durchzuführen. Dadurch kann
wiederum die Anzahl der aus dem Bahnmaterial produzierten Produkte aus einem bestimmten
Wickel berechenbar sein. Im Vergleich zu einer Abschätzung über das Gewicht des Wickels
ergibt sich ferner der Vorteil, dass die Bestimmung auf Basis des Laufparameters im
Wesentlichen oder vollständig um eine ggf. schwankende Dicke des Bahnmaterials bereinigt
ist.
[0027] Die Reihenfolge der einzelnen Verfahrensschritte eines erfindungsgemäßen Überwachungsverfahrens
kann in der beschriebenen Reihenfolge erfolgen. Weiterhin ist jedoch auch eine andere,
als die jeweils beschriebene Reihenfolge der Verfahrensschritte denkbar. Insbesondere
können auch einzelne Verfahrensschritte oder alle Verfahrensschritte wiederholt und/oder
parallel ausgeführt werden.
[0028] Insbesondere wird die Aufgabe ferner gelöst durch ein Quantifizierungsverfahren zur
Bestimmung einer Anzahl aus einem Bahnmaterial produzierter Produkte bei einem Abwickelprozess
einer Abwickelvorrichtung, umfassend die folgenden Schritte:
- Zumindest teilweises Abwickeln des Bahnmaterials von einem Wickel,
- Erfassen zumindest eines Laufparameters des Wickels,
- Berechnen der Anzahl von aus dem Bahnmaterial produzierten Produkten, insbesondere
Säcken, auf Basis des Laufparameters des Wickels, insbesondere wobei zumindest eine
Unregelmäßigkeit des Bahnmaterials und/oder des Abwickelprozesses berücksichtigt wird.
Somit könnte in dem Quantifizierungsverfahren ein weiterer Aspekt der vorliegenden
Erfindung liegen. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass die Bestimmung auf Basis des
Laufparameters im Wesentlichen oder vollständig um eine ggf. schwankende Dicke des
Bahnmaterials bereinigt sein kann. Insbesondere gelten Merkmale und Details, die im
Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Überwachungsverfahren und/oder der erfindungsgemäßen
Abwickelvorrichtung und/oder dem erfindungsgemäßen Abwickelsystem beschrieben worden
sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Quantifizierungsverfahren
und jeweils umgekehrt, sodass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten
stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann. Insbesondere können die
Merkmale des jeweils kennzeichnenden Teils der vorliegenden Unteransprüche des erfindungsgemäßen
Überwachungsverfahrens auch Weiterbildungen des Quantifizierverfahrens darstellen.
[0029] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist eine Abwickelvorrichtung zur Durchführung
eines Abwickelprozesses eines Bahnmaterials von einem Wickel beansprucht. Vorzugsweise
ist der Abwickelprozess dabei durch ein erfindungsgemäßes Überwachungsverfahren überwachbar.
Die Abwickelvorrichtung weist eine Wickelhalterung auf, auf welcher der Wickel während
des Abwickelprozesses lagerbar ist. Ferner weist die Abwickelvorrichtung ein Antriebsmittel
auf, durch welches ein Vortrieb des Bahnmaterials erzeugbar ist, und eine Erfassungseinheit,
durch welche zumindest eine Unregelmäßigkeit des Bahnmaterials und/oder des Abwickelprozesses
erfassbar ist. Die Erfassungseinheit steht mit einer Recheneinheit in Kommunikationsverbindung,
wobei durch die Recheneinheit eine Korrelation der Unregelmäßigkeit zu zumindest einem
Laufparameter des Wickels bestimmbar ist.
[0030] Die Erfassungseinheit kann dabei zur optischen und/oder akustischen Erfassung der
Unregelmäßigkeit ausgebildet sein. So kann die Erfassungseinheit beispielsweise eine
Kamera umfassen und/oder einen Ultraschallsensor. Ferner kann die Erfassungseinheit
Mittel zur Messung von Kraft und/oder Drehmomenten aufweisen. Je nach zu erfassender
Art der Unregelmäßigkeit kann die Erfassungseinheit dabei am Antriebsmittel, an der
Wickelhalterung und/oder an einem Rahmen der Abwickelvorrichtung angeordnet sein.
Je nach Anwendungsfall sind jedoch auch weitere Anordnungen denkbar. Ferner kann die
Recheneinheit Teil eines Computers oder einer Steuerung sein. So kann beispielsweise
ein Steuergerät der Abwickelvorrichtung die Recheneinheit umfassen. Das Antriebsmittel
kann vorzugsweise zwei angetriebene Rollen umfassen, welche mit dem Bahnmaterial in
Kontakt sind, sodass das Bahnmaterial beim Antrieb der Antriebsmittel den Vortrieb
erfährt. Dabei kann das Antriebsmittel eine insbesondere strukturierte Oberfläche
aufweisen, durch welche der Vorzug des Bahnmaterials über Reibung realisierbar ist.
Die Wickelhalterung kann vorzugsweise einen Wickeldorn umfassen, auf welchen der Wickel
zur Durchführung des Abwickelprozesses aufgeschoben wird, sodass dieser drehbar an
der Abwickelvorrichtung gelagert ist. Vorzugsweise kann an der Wickelhalterung die
Erfassungseinheit und/oder zumindest ein Messmittel zum Erfassen des Laufparameters
angeordnet sein.
[0031] Damit bringt eine erfindungsgemäße Abwickelvorrichtung die gleichen Vorteile mit
sich, wie sie bereits ausführlich mit Bezug auf ein erfindungsgemäßes Überwachungsverfahren
beschrieben worden sind. So kann durch die Erfassungseinheit die Unregelmäßigkeit
erfasst werden und durch die Recheneinheit eine Korrelation hergestellt werden, insbesondere
durch welche ein Rückschluss auf eine Entstehung der Unregelmäßigkeit durch den Zusammenhang
mit dem Laufparameter verbessert ist. Der Laufparameter kann vorzugsweise durch ein
Messmittel und/oder die Erfassungseinheit und/oder die Recheneinheit erfasst werden.
Dabei kann die Korrelation durch die Recheneinheit beispielsweise dadurch hergestellt
werden, dass die Recheneinheit die Unregelmäßigkeit dem Laufparameter zuordnet, z.
B. indem jeweils ein Messwert isoliert wird und entsprechend dem anderen Messwert
zuordbar in eine Tabelle geschrieben wird. Vorzugsweise kann durch die Recheneinheit
ein Computerprogramm ausführbar sein, welches die Korrelation herstellt. Ferner kann
die Abwickelvorrichtung, insbesondere die Recheneinheit der Abwickelvorrichtung, zur
Ausführung eines Quantifizierungsverfahrens zur Bestimmung einer Anzahl aus dem Bahnmaterial
produzierter Produkte ausgebildet sein.
[0032] Es ist bei einer erfindungsgemäßen Abwickelvorrichtung insbesondere ferner denkbar,
dass die Abwickelvorrichtung zur Herstellung von Säcken aus dem Bahnmaterial, insbesondere
aus schlauchförmigem und/oder flachem Bahnmaterial, ausgebildet ist. Dazu kann die
Abwickelvorrichtung zumindest ein Faltungsmittel zum Falten der Säcke und/oder zumindest
ein Verschlussmittel zum Verschließen der Säcke aufweisen. So kann das Verschlussmittel
dazu ausgebildet sein, eine Falz zu bilden und/oder das Bahnmaterial zu verschweißen,
um die Säcke zu verschließen. Das Faltungsmittel kann ein Führungsmittel umfassen,
durch welches das Bahnmaterial insbesondere beim Vortrieb derart leitbar ist, dass
eine Sackform zumindest teilweise aus dem Bahnmaterial entsteht. Weiterhin kann die
Abwickelvorrichtung zumindest ein Einfüllmittel, durch welches aus dem Bahnmaterial
hergestellte Säcke befüllbar sind, aufweisen. Somit kann die Abwickelvorrichtung dazu
geeignet sein, aus dem Bahnmaterial und/oder Füllprodukten auslieferfertige Säcke
herzustellen, insbesondere so dass der gesamte Herstellprozess der Säcke ab der Anlieferung
des Rohmaterials (z.B. Bahnmaterial und Füllprodukte) durch die Abwickelvorrichtung
abbildbar ist. Durch die Erfassung von einer oder mehrerer Unregelmäßigkeiten kann
gleichzeitig ein Ausschuss reduziert und/oder eine Auslieferung fehlerhafter Säcke
vermieden werden. Vorzugsweise umfasst die Abwickelvorrichtung somit eine sog. FFS-Maschine,
wobei unter der Abkürzung FFS "Form, Fill and Seal" zu verstehen ist.
[0033] Im Rahmen der Erfindung ist ferner denkbar, dass die Recheneinheit mit einer Messeinheit
zum Erfassen eines Vorzugparameters am Bahnmaterial in Kommunikationsverbindung steht.
Insbesondere kann die Messeinheit zusätzlich zum Messen einer Umdrehungszahl des Wickels
ausgebildet sein. Dabei kann die Messeinheit Teil der Erfassungseinheit sein oder
eine eigenständige Baueinheit innerhalb der Abwickelvorrichtung bilden. So kann beispielsweise
ein Messmittel zur Messung der Umdrehungszahl eines Antriebsmittels vorgesehen sein.
Die Umdrehungszahl kann insbesondere einen Umdrehungswinkel umfassen. Ferner kann
das Antriebsmittel zumindest eine Antriebsrolle aufweisen, welche durch Drehung das
Bahnmaterial mittels Reibung vorantreibt und einen festen Durchmesser aufweist. Über
die Umdrehungszahl und den Durchmesser kann daraufhin durch die Messeinheit und/oder
die Recheneinheit der tatsächliche Vortrieb des Bahnmaterials bestimmbar sein. Dies
kann vorzugsweise durch die Messung einer Umdrehungszahl korrigiert werden, um eine
erhöhte Genauigkeit zu erzielen. Dadurch kann eine einfache Möglichkeit gegeben sein,
den tatsächlichen Vortrieb des Bahnmaterials und damit den Laufparameter zu bestimmen,
wobei ein Durchmesser des Wickels keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielt.
[0034] Vorzugsweise ist durch die Recheneinheit eine Berechnung des Laufparameters durchführbar.
So kann die Berechnung beispielsweise auf Basis einer Messung eines Vorzugs des Bahnmaterials
und insbesondere einer Messung einer Umdrehungszahl des Wickels durchgeführt werden.
So kann die Umdrehungszahl des Wickels beispielsweise dazu dienen, einen Schlupf am
Vorzug in der Berechnung zu berücksichtigen, und somit die Genauigkeit des Rechenergebnisses
bzw. des Messergebnis am Vorzug verbessern.
[0035] Bei einer erfindungsgemäßen Abwickelvorrichtung kann vorteilhafterweise die Recheneinheit
eine Kommunikationsschnittstelle zur Datenkommunikation mit einer Datenbank aufweisen,
so dass die Korrelation der Unregelmäßigkeit zu dem Laufparameter in die Datenbank
über die Kommunikationsschnittstelle eintragbar ist. Die Kommunikationsschnittstelle
kann dazu einen Netzwerkanschluss oder dergleichen zur kabelgebundenen Übertragung
von der Recheneinheit zur Datenbank umfassen. Zusätzlich oder alternativ kann die
Kommunikationsschnittstelle eine drahtlose Kommunikation ermöglichen und beispielsweise
eine WLAN-Einheit umfassen. Die Datenbank kann weiterhin auf einem Speichermedium
vorgesehen sein, welches z. B. Teil der Abwickelvorrichtung sein kann. Dadurch kann
die Recheneinheit beispielsweise mit der Speichereinheit direkt über eine interne
kabelgebundene Verbindung in Kommunikationsverbindung stehen. So kann die Speichereinheit
ein Computerprogramm zur Durchführung eines Überwachungsverfahrens und/oder zur Herstellung
der Korrelation zwischen Laufparameter und Unregelmäßigkeit aufweisen. Somit kann
die Datenbank insbesondere auf einem externen Server und/oder auf einer internen Speichereinheit
der Wickelvorrichtung vorgesehen sein. Zusätzlich oder alternativ kann die Datenbank
auf einer mobilen Speichereinheit vorgesehen sein. So kann die Kommunikationsschnittstelle
beispielsweise eine USB-Schnittstelle sein, durch welche z. B. eine externe Festplatte
mit der Recheneinheit in Verbindung bringbar ist, so dass die Datenbank transportabel
ist. Durch die Datenbank können mehrere Unregelmäßigkeiten und Laufparameter jeweils
in Korrelation gebracht werden und gleichzeitig zu einem späteren Zeitpunkt abrufbar
sein, um bestimmte Muster zu erkennen.
[0036] Es ist ferner denkbar, dass bei einer erfindungsgemäßen Abwickelvorrichtung die Recheneinheit
mit einer Ausgabeeinheit in Kommunikationsverbindung steht und dazu ausgebildet ist,
eine visuelle und/oder akustische Warnmeldung über die Ausgabeeinheit auszugeben,
wenn die Unregelmäßigkeit erfasst wird oder die Unregelmäßigkeit von einer vordefinierten
Unregelmäßigkeitsart ist. Die Ausgabeeinheit kann beispielsweise ein Display umfassen,
eine Leuchte und/oder einen Lautsprecher, um die Warnmeldung anzuzeigen oder abzugeben.
Durch eine Warnmeldung ist dabei ein Bediener der Abwickelvorrichtung informierbar,
so dass es nicht notwendig ist, dass dieser ständig die Abwickelvorrichtung im Blick
hat, aber über die Ausgabeeinheit dennoch bei Auftreten eines Problems oder eines
prozessrelevanten Ereignisses informiert wird.
[0037] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Abwickelsystem zur Durchführung
eines Abwickelprozesses eines Bahnmaterials von einem Wickel beansprucht. Vorzugsweise
ist der Abwickelprozess durch ein erfindungsgemäßes Überwachungsverfahren überwachbar.
Das Abwickelsystem umfasst ferner eine Abwickelvorrichtung, die vorzugweise eine erfindungsgemäße
Abwickelvorrichtung ist. Dabei weist die Abwickelvorrichtung eine Wickelhalterung
auf, auf welcher der Wickel während des Abwickelprozesses lagerbar ist, und ein Antriebsmittel,
durch welches ein Vortrieb des Bahnmaterials erzeugbar ist, sowie eine Erfassungseinheit
durch welche zumindest eine Unregelmäßigkeit des Bahnmaterials und/oder des Abwickelprozesses
erfassbar ist. Die Erfassungseinheit steht mit einer Rechnereinheit in Kommunikationsverbindung,
wobei durch die Recheneinheit eine Korrelation der Unregelmäßigkeit zu zumindest einem
Laufparameter des Wickels und bestimmbar ist.
[0038] Damit bringt ein erfindungsgemäßes Abwickelsystem die gleichen Vorteile mit sich,
wie sie ausführlich mit Bezug auf eine erfindungsgemäße Abwickelvorrichtung und/oder
ein erfindungsgemäßes Überwachungsverfahren beschrieben worden sind.
[0039] Vorzugsweise kann bei einem erfindungsgemäßen Abwickelsystem ein externer Server
mit einer Datenbank vorgesehen sein, der mit der Recheneinheit in Kommunikationsverbindung
steht, so dass die Korrelation der Unregelmäßigkeit zu dem Laufparameter über die
Kommunikationsschnittstelle in die Datenbank eintragbar ist. Dadurch kann das Abwickelsystem
beispielsweise über mehrere Standorte verteilt sein und somit den Server von der Abwickelvorrichtung
strukturell zumindest teilweise entkoppeln. So kann sich der Server bei einem externen
Dienstleister befinden, so dass beispielsweise mehrere Abwickelvorrichtungen mit dem
gleichen Server in Kommunikationsverbindung stehen können. Dadurch können zum einen
Kosten eingespart werden, wenn der Server nicht Teil der Abwickelvorrichtung ist,
und zum anderen können mehrere Abwickelvorrichtungen die gleiche Datenbank nutzen,
um Rückschlüsse auf Ursachen von z. B. wiederkehrenden Unregelmäßigkeiten, mit einer
verbesserten Genauigkeit herstellen zu können. So können die Unregelmäßigkeiten und
Laufparameter bzw. deren Korrelation ebenfalls extern bewertet werden, um daraus einen
Rückschluss ziehen zu können. Auf Basis dieser Erkenntnisse können dann ein Herstellverfahren
von Bahnmaterial und/oder Aufwickelprozesse verbessert werden.
[0040] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung zu einigen Ausführungsbeispielen der Erfindung, welche in den Figuren
schematisch dargestellt sind. Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder
den Zeichnungen hervorgehenden Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktiver
Einzelheiten, räumlicher Anordnungen und Verfahrensschritte, können sowohl für sich,
als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein. Dabei ist
zu beachten, dass die Figuren nur beschreibenden Charakter haben und nicht dazu gedacht
sind, die Erfindung in irgendeiner Form einzuschränken. Es zeigen:
- Fig. 1:
- ein erfindungsgemäßes Abwickelsystem mit einer erfindungsgemäßen Abwickelvorrichtung
in schematischer Draufsicht in einem ersten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 2:
- ein erfindungsgemäßes Abwickelsystem mit einer erfindungsgemäßen Abwickelvorrichtung
in einem zweiten Ausführungsbeispiel in schematischer Draufsicht;
- Fig. 3:
- ein erfindungsgemäßes Überwachungsverfahren in schematischer Darstellung der Verfahrensschritte
in einem dritten Ausführungsbeispiel;
- Fig. 4 a-e:
- eine weitere, schematische Darstellung von Verfahrensschritten des Überwachungsverfahrens
des dritten Ausführungsbeispiels,
- Fig. 5 a-c:
- Beispiele von Unregelmäßigkeiten innerhalb eines Abwickelprozesses.
[0041] In den nachfolgenden Figuren werden für die gleichen technischen Merkmale auch von
unterschiedlichen Ausführungsbeispielen die identischen Bezugszeichen verwendet.
[0042] Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Abwickelsystem 5 zur Durchführung eines Abwickelprozesses
eines Bahnmaterials 11 mittels einer Abwickelvorrichtung 2. Dabei umfasst die Abwickelvorrichtung
2 eine Wickelhalterung 70, auf welcher ein Wickel 10 lagerbar ist, bzw. während des
Abwickelprozesses gelagert wird. Der Wickel 10 umfasst dabei eine Wickelhülse 10.1
sowie zumindest teilweise ein Bahnmaterial 11. Während des Abwickelprozesses wird
das Bahnmaterial 11 im Wesentlichen flächig vom Wickel 10 abgezogen. Dabei ist die
Wickelhalterung 70 dazu ausgebildet, den Wickel 10 drehbar zu lagern, so dass sich
der Wickel 10 während der Abwicklung des Bahnmaterials 11 entsprechend dreht. Um einen
Vortrieb 11.1 des Bahnmaterials 11 zu realisieren, ist ferner ein Antriebsmittel 50
vorgesehen. Das Antriebsmittel 50 kann dabei beispielsweise zur Drehung des Wickels
10 ausgebildet sein und/oder eine Antriebsrolle 51 umfassen, welche mit dem Bahnmaterial
11 abwälzt, um das Bahnmaterial 11 dadurch vom Wickel 10 zu ziehen. Dadurch kann beispielsweise
auch vorgesehen sein, dass der Wickel 10 lediglich rotatorisch auf der Wickelhalterung
70 gelagert ist, so dass die Drehung aus einem Vorzug durch die Antriebsrollen 51
realisiert werden kann. Ferner ist eine Erfassungseinheit 20 vorgesehen, durch welche
zumindest eine Unregelmäßigkeit 12 des Bahnmaterials 11 und/oder des Abwickelprozesses
erfassbar ist. Die Unregelmäßigkeit 12 ist in Figur 1 als Fehlen eines Druckbildes
dargestellt. Die Erfassungseinheit 20 umfasst daher eine Kamera zur optischen Erfassung
des Bahnmaterials 11 und der Unregelmäßigkeit 12. Ferner ist eine Messeinheit 21 vorgesehen,
durch welche der Vortrieb 11.1 des Bahnmaterials 11 erfassbar ist und eine Messung
einer Umdrehungszahl 11.2 des Wickels 10 möglich ist. Die Erfassungseinheit 20 und
die Messeinheit 21 stehen mit einer Recheneinheit 30 in Kommunikationsverbindung,
so dass zwischen der Unregelmäßigkeit 12 und einem Laufparameter 13 eine Korrelation
durch die Recheneinheit 30 bestimmbar ist. So kann der Laufparameter 13 beispielsweise
eine Länge des abgewickelten Bahnmaterials 11 bis zur Unregelmäßigkeit 12 und/oder
eine Länge des Bahnmaterials 11 bis zum Ende der Unregelmäßigkeit 12 umfassen. Dadurch
ist eine Position der Unregelmäßigkeit 12 auf dem Bahnmaterial 11 in Bezug auf den
Wickel 10 bestimmbar. Die Recheneinheit 30 weist ferner eine Kommunikationsschnittstelle
31 auf, um die Unregelmäßigkeit 12 in Korrelation mit dem Laufparameter 13 in eine
Datenbank 40 eintragen zu können. Dabei ist die Datenbank 40 als Teil einer internen
Speichereinheit 41 der Abwickelvorrichtung 2 vorgesehen und steht vorzugsweise direkt
kabelgebunden mit der Recheneinheit 30 über die Kommunikationsschnittstelle 31 in
Verbindung. Durch die Recheneinheit 30 kann vorzugsweise ein Computerprogramm ausführbar
sein, durch welches die Korrelation zwischen der Unregelmäßigkeit 12 und dem Laufparameter
13 herstellbar ist. Vorzugsweise kann die Korrelation dadurch entstehen, dass der
Laufparameter 13 mit der Unregelmäßigkeit 12 zueinander zuordbar in die Datenbank
40 durch die Recheneinheit 30 eingetragen wird. Die Korrelation erlaubt einen Rückschluss
auf einen Herstellprozess des Wickels 10 und/oder auf den Abwickelprozess. So kann
insbesondere im Wickel 10 die Unregelmäßigkeit 12 lokalisiert werden. Dabei kann ein
Auftreten einer bestimmten Unregelmäßigkeit 12 im Kern z.B. darauf schließen lassen,
dass der Wickel 10 zu hart gewickelt worden ist. Darüber hinaus steht die Recheneinheit
30 mit einer Ausgabeeinheit 60 in Kommunikationsverbindung, so dass eine visuelle
und/oder akustische Warnmeldung über die Ausgabeeinheit 60 ausgebbar ist, wenn die
Unregelmäßigkeit 12 erfasst wird oder die Unregelmäßigkeit 12 von einer vordefinierten
Unregelmäßigkeitsart ist. So kann beispielsweise die Unregelmäßigkeit 12 derart definiert
sein, dass ein Druckbild über eine bestimmte Länge des Bahnmaterials 11 fehlt und
in diesem Fall eine Warnmeldung an die Ausgabeeinheit 60 ausgegeben wird. Zum Ausgeben
der Warnmeldung kann die Ausgabeeinheit 60 unterschiedlichste Ausgabemittel umfassen.
So kann zum Ausgeben der Warnmeldung ein Leuchtmittel 62 und/oder ein Lautsprecher
63 vorgesehen sein. Vorzugsweise umfasst die Ausgabeeinheit 60 ferner ein Display
61, auf welchem zum einen unterschiedliche Parameter des Abwickelprozesses anzeigbar
sein können und zum anderen die Warnmeldung ausgebbar sein kann. Anstelle des Fehlens
des Druckbildes kommen weitere Unregelmäßigkeitsarten in Betracht. So können auch
unterschiedliche Unregelmäßigkeitsarten durch die Erfassungseinheit 20 erfassbar sein.
Ferner kann die Erfassungseinheit 20 beispielsweise zusätzlich oder alternativ Messmittel
zum Messen einer Kraft oder eines Drehmomentes des Wickels 10 und/oder des Bahnmaterials
11 umfassen. Weitere, beispielhafte Unregelmäßigkeitsarten sind ferner in den Figuren
5a bis 5c dargestellt. Vorzugsweise kann durch die Recheneinheit 30 ferner eine Bestimmung
einer Anzahl von aus dem Bahnmaterial 11 produzierten Produkte durchgeführt werden,
so dass diese anstelle einer Zählung auf Grundlage des Laufparameters 13 bestimmt
werden und damit die Anzahl dem Wickel 10 zuordbar ist. Insbesondere kann somit durch
die Abwickelvorrichtung 2 des Abwickelsystems 5 ein Quantifizierungsverfahren zur
Bestimmung der Anzahl aus dem Bahnmaterial 11 produzierter Produkte durchführbar sein.
[0043] Figur 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Abwickelsystem 5 zur Durchführung eines Abwickelprozesses
eines Bahnmaterials 11 von einem Wickel 10. Dabei entspricht das Abwickelsystem 5
der Figur 2 des zweiten Ausführungsbeispiels im Wesentlichen dem Abwickelsystem 5
des ersten Ausführungsbeispiels. An Stelle einer internen Speichereinheit einer Abwickelvorrichtung
2 des Abwickelsystems 5 ist jedoch ein externer Server 42 vorgesehen, welcher eine
Datenbank 40 aufweist. Der Server 42 steht mit einer Recheneinheit 30 in Kommunikationsverbindung,
so dass eine Korrelation einer Unregelmäßigkeit 12 zu einem Laufparameter 13 über
eine Kommunikationsschnittstelle 31 in die Datenbank 40 eintragbar ist. Die Kommunikationsschnittstelle
31 kann dabei beispielsweise einen Internetzugang umfassen, welcher kabelgebunden
und/oder drahtlos ausgestaltet sein kann. So kann die Abwickelvorrichtung 2 beispielsweise
eine SIM-Karte umfassen, um eine Kommunikationsverbindung mit dem externen Server
42 herstellen zu können. Dadurch dass der externe Server 42 ausgelagert ist, können
mehrere Abwickelvorrichtungen 2 mit dem Server 42 in Kommunikationsverbindung stehen,
um die gesammelten Daten konzentrieren zu können und ggf. in Zusammenhang bringen
zu können. Dadurch können weitere Erkenntnisse über das Auftreten der Unregelmäßigkeiten
gewonnen werden und/oder die Genauigkeit dadurch getätigter Aussagen kann verbessert
sein. Ferner kann der externe Server 42 kostengünstig für die Abwickelvorrichtung
2 sein, da diese die Datenbank 40 z. B. selbst nicht aufweist und somit auch eine
zusätzliche interne Speichereinheit nicht notwendig ist oder zur Redundanz eingesetzt
werden kann, um eine Datensicherheit zu verbessern. Insbesondere kann auch durch das
Abwickelsystem 5 gemäß Figur 2 ein Quantifizierungsverfahren zur Bestimmung einer
Anzahl aus dem Bahnmaterial 11 produzierter Produkte durchführbar sein.
[0044] Figur 3 zeigt ein erfindungsgemäßes Überwachungsverfahren 100 zur Überwachung eines
Abwickelprozesses einer Abwickelvorrichtung 2 in einem weiteren Ausführungsbeispiel
in schematischer Darstellung der Verfahrensschritte. Dabei umfasst das Überwachungsverfahren
100 ein zumindest teilweises Abwickeln 101 eines Bahnmaterials 11 von einem Wickel
10, wie dies auch in Figur 4a dargestellt ist. Dabei kann der Vortrieb 11.1 beispielsweise
durch ein Antriebsmittel 50 einer Abwickelvorrichtung 2 realisiert werden. Darüber
hinaus umfasst das Überwachungsverfahren 100 ein Erfassen 102 zumindest einer Unregelmäßigkeit
12 des Bahnmaterials 11 und/oder des Abwickelprozesses. So kann beim Abwickeln des
Bahnmaterials 11 vom Wickel 10 durch eine Erfassungseinheit 20 festgestellt werden,
dass ein bestimmter Prozessparameter abweicht. Dies kann beispielsweise das Verblassen
eines Druckbildes sein, so dass insbesondere der Bereich der Unregelmäßigkeit 12 als
solche erfasst wird. Weiterhin ist ein Bestimmen 103 einer Korrelation zwischen der
Unregelmäßigkeit 12 und zumindest einem Laufparameter 13 des Wickels 10 vorgesehen.
Der Laufparameter 13 kann z. B. eine Länge 13 bis zum Beginn der Unregelmäßigkeit
12 vom abgewickelten Ende des Bahnmaterials 11 umfassen und/oder eine Länge bis zum
Ende der Unregelmäßigkeit 12. Insbesondere kann auch ein Mittelwert aus den Längen
gebildet werden und/oder beide Längen in Korrelation mit der Unregelmäßigkeit 12 gebracht
werden. Eine derartige Korrelation ist beispielsweise auch in Figur 4b dargestellt,
wobei die Korrelation eine Zuordbarkeit der Unregelmäßigkeit 12 und des Laufparameters
13 umfasst. Vorzugsweise kann ferner vorgesehen sein, dass die Unregelmäßigkeit 12
mit einer Zeitangabe 14 in Korrelation gebracht wird, so dass auch der Zeitpunkt des
Auftretens der Unregelmäßigkeit 12 im Abwickelprozess noch nachträglich bestimmbar
ist. So kann ein Eintragen 104 der Korrelation erfolgen und/oder die Korrelation durch
das Eintragen der Unregelmäßigkeit 12 und des Laufparameters, 13 in eine Datenbank
40 hergestellt werden oder bereits zuvor hergestellt sein und entsprechend in die
Datenbank 40 eingetragen werden. Dabei ist beispielsweise in Figur 4c dargestellt,
dass die Erfassungseinheit 20 Signale an eine Recheneinheit 30 liefert, die über eine
Kommunikationsschnittelle 31 die Unregelmäßigkeit 12 und den Laufparameter 13 in die
Datenbank 40 einträgt. Vorzugsweise ist die Datenbank 40 damit Teil eines Abwickelsystems
5 und kann Teil einer internen Speichereinheit 41 einer Abwickelvorrichtung 2 sein
oder, wie in Figur 4c dargestellt, auf einem externen Server 42 vorgesehen sein. Vorzugsweise
umfasst das Überwachungsverfahren 100 ferner ein visuelles und/oder akustisches Ausgeben
105 einer Warnmeldung, wenn die Unregelmäßigkeit 12 erfasst wird oder die Unregelmäßigkeit
12 von einer vordefinierten Unregelmäßigkeitsart ist. Das visuelle und/oder akustische
Ausgeben 105 ist ferner in Figur 4d dargestellt, wobei ein Leuchtmittel 62 einer Anzeigeeinheit
60 vorgesehen ist, um die Warnmeldung visuell auszugeben und ein Lautsprecher 63 vorgesehen
ist, um die Warnmeldung akustisch auszugeben. Weitere Vorteile ergeben sich, wenn
das Verfahren 100 ein Visualisieren 106 der Korrelation zwischen der Unregelmäßigkeit
12 und dem Laufparameter 13 umfasst. Ein derartiges Visualisieren 106 ist in der Figur
4e dargestellt, wobei beispielsweise ein Graph auf einem Display 61 der Ausgabeeinheit
60 darstellbar ist, welcher einen Prozessparameter gegenüber einem Laufparameter 13
aufträgt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich vorzugsweise bei dem
Prozessparameter um eine Transparenz eines Druckbildes, wobei hier jedoch diverse
weitere Prozessparameterarten denkbar sind. Wie dargestellt, kann ein Parameterbereich
16 vorgesehen sein, welcher durch zumindest eine Parametergrenze 16.1, vorzugsweise
durch zwei Parametergrenzen 16.1, 16.2 definiert ist. Übersteigt der Prozessparameter
dabei eine der Parametergrenzen 16.1 bzw. unterschreitet eine der Parametergrenzen
16.2, wird eine Unregelmäßigkeit 12 angenommen. Dabei können auch mehrere Unregelmäßigkeiten
12, 12.1 im Rahmen des Visualisierens 106 mit mehreren Werten 13.1, 13.2 des Laufparameters
13 jeweils in Korrelation gebracht sein und im Graphen dargestellt sein. Somit kann
ferner ein Ermitteln 107 einer Wahrscheinlichkeit für einen Zusammenhang der Unregelmäßigkeit
12 mit einem Herstellprozess des Bahnmaterials 11 und/oder mit dem Abwickelprozess
durchgeführt werden. So kann beispielsweise ein weiterer Bereich definiert sein, in
welchem ein Vorkommen der Unregelmäßigkeiten 12, 12.1 für eine Ursache im Herstellprozess
des Bahnmaterials 11 spricht und ein Auftreten einer Unregelmäßigkeit 12 außerhalb
dieses Bereiches für eine Ursache im Abwickelprozess. Vorzugsweise kann das Ermitteln
107 der Wahrscheinlichkeit dabei automatisch durchgeführt werden, so dass ein Automatisierungsgrad
des Verfahrens weiter erhöht ist und damit Kosten eingespart werden können und eine
Reproduzierbarkeit verbessert wird. Insbesondere kann mit dem Überwachungsverfahren
100 und/oder einzelnen Verfahrensschritten des Überwachungsverfahrens 100 ein Quantifizierungsverfahren
zur Bestimmung einer Anzahl aus dem Bahnmaterial 11 produzierter Produkte durchführbar
sein.
[0045] Die Figuren 5a bis 5c zeigen weitere Arten von Unregelmäßigkeiten. So zeigt Figur
5a beispielsweise das Entstehen eines Risses im Bahnmaterial 11, der durch eine Erfassungseinheit
20 optisch erfassbar ist. So kann beispielsweise eine bestimmte Länge eines Risses
tolerierbar sein und ab einer bestimmten Länge des Risses dieser als Unregelmäßigkeit
12 klassifiziert werden. Figur 5b zeigt ferner eine weitere mögliche Unregelmäßigkeit
12, wobei ein Antriebsmittel 50 Antriebsrollen 51 umfasst, welche für einen Vortrieb
11.1 des Bahnmaterials 11 sorgen. Wird durch eine Erfassungseinheit 20 beispielsweise
festgestellt, dass ein Vorzugparameter 51.1 von einem Sollwert abweicht, kann ein
erhöhter Schlupf an den Antriebsrollen 51 festgestellt werden und damit eine Unregelmäßigkeit
12 definieren. Der Schlupf kann dabei z.B. eine Differenz aus einem tatsächlichen
Vortrieb des Bahnmaterials 11 und dem Vorzugparameter 51.1 umfassen. Figur 5c zeigt
ferner ein Öffnen eines Folienschlauches, wobei das Bahnmaterial 11 zumindest in einem
mittleren Bereich in zwei Schichten vorgesehen ist, welche an den Außenseiten des
Bahnmaterials 11 zusammenhängen. Um das Bahnmaterial 11 in Schlauchform zu bringen,
kann dabei vorgesehen sein, dass Ansaugmittel 52 eine Oberfläche des Bahnmaterials
11 jeweils ansaugen und auseinanderziehen, so dass der Schlauch aus dem zuvor flachen
Bahnmaterial 11 entsteht. Durch bestimmte Ereignisse innerhalb des Prozesses kann
es vorkommen, dass eine Ansaugkraft nicht ausreicht und das Bahnmaterial 11 beispielsweise
Verblockungen aufweist. Dadurch kann es durch die Ansaugmittel 52 nicht möglich sein,
das Bahnmaterial 11 an einer bestimmten Stelle zu öffnen, wobei hier mehrere Ansaugversuche
vorgesehen sein können. Auch mehrere Ansaugversuche können dabei als Unregelmäßigkeit
12 klassifiziert sein und an eine Recheneinheit 30 gemeldet werden. So kann durch
die Erfassungseinheit 20 beispielsweise eine Kraftmessung der Ansaugmittel 52 vorgesehen
sein, wobei bei einer erhöhten Kraft oder bei einem plötzlichen Kraftabfall dies durch
die Recheneinheit 30 als Unregelmäßigkeit 12 erfasst werden kann.
[0046] Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsform beschreibt die vorliegende Erfindung
ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelnen Merkmale
der Ausführungsform, sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden,
ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen. Insbesondere kann ein Quantifizierungsverfahren
zur Bestimmung einer Anzahl aus einem Bahnmaterial produzierter Produkte mit einzelnen
oder sämtlichen Merkmalen der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll, kombiniert
werden.
Bezugszeichenliste
[0047]
- 2
- Abwickelvorrichtung
- 5
- Abwickelsystem
- 10
- Wickel
- 10.1
- Wickelhülse
- 11
- Bahnmaterial
- 12
- Unregelmäßigkeit
- 13
- Laufparameter
- 14
- Zeitangabe
- 16
- Parameterbereich
- 16.1
- erste Parametergrenze
- 16.2
- zweite Parametergrenze
- 20
- Erfassungseinheit
- 21
- Messeinheit
- 30
- Recheneinheit
- 31
- Kommunikationsschnittstelle
- 40
- Datenbank
- 41
- interne Speichereinheit
- 42
- externer Server
- 50
- Antriebsmittel
- 51
- Antriebsrolle
- 52
- Ansaugmittel
- 60
- Ausgabeeinheit
- 61
- Display
- 62
- Leuchtmittel
- 63
- Lautsprecher
- 70
- Wickelhalterung
- 100
- Überwachungsverfahren
- 101
- Zumindest teilweises Abwickeln
- 102
- Erfassen von 12
- 103
- Bestimmen einer Korrelation
- 104
- Eintragen in 40
- 105
- Ausgeben einer Warnmeldung
- 106
- Visualisieren der Korrelation
- 107
- Ermitteln einer Wahrscheinlichkeit
1. Überwachungsverfahren (100) zur Überwachung eines Abwickelprozesses einer Abwickelvorrichtung
(2), umfassend die folgenden Schritte:
- Zumindest teilweises Abwickeln (101) eines Bahnmaterials (11) von einem Wickel (10),
- Erfassen (102) zumindest einer Unregelmäßigkeit (12) des Bahnmaterials (11) und/oder
des Abwickelprozesses,
- Bestimmen (103) einer Korrelation der Unregelmäßigkeit (12) zu zumindest einem Laufparameter
(13) des Wickels (10).
2. Überwachungsverfahren (100) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Laufparameter (13) insbesondere kontinuierlich während des Abwickelns (101) des
Bahnmaterials (11) vom Wickel (10) bestimmt wird.
3. Überwachungsverfahren (100) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Laufparameter (13) durch Erfassung eines Vorzugparameters (51.1) am Bahnmaterial
(11) bestimmt wird, insbesondere wobei zusätzlich eine Messung einer Umdrehungszahl
(11.2) des Wickels (10) durchgeführt wird.
4. Überwachungsverfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Überwachungsverfahren (100) ferner folgenden Schritt umfasst:
- Eintragen (104) der Korrelation der Unregelmäßigkeit (12) zu dem Laufparameter (13)
in eine Datenbank (40) und/oder
dass die Unregelmäßigkeit (12) beim Eintragen der Korrelation in die Datenbank (40) mit
einer Zeitangabe (14) in eine weitere Korrelation gebracht wird.
5. Überwachungsverfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Datenbank (40) auf einem externen Server (42) und/oder einer internen Speichereinheit
(41) der Abwickelvorrichtung (2) vorgesehen ist.
6. Überwachungsverfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Überwachungsverfahren (100) ferner folgenden Schritt umfasst:
- Visuelles und/oder akustisches Ausgeben (105) einer Warnmeldung, wenn die Unregelmäßigkeit
(12) erfasst wird oder die Unregelmäßigkeit (12) von einer vordefinierten Unregelmäßigkeitsart
ist.
7. Überwachungsverfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Überwachungsverfahren (100) ferner folgenden Schritt umfasst:
- Visualisieren (106) der Korrelation der Unregelmäßigkeit (12) zu dem Laufparameter
(13)
und/oder dass das Überwachungsverfahren (100) ferner folgenden Schritt umfasst:
- Ermitteln (107) einer Wahrscheinlichkeit für eine Ursache der Unregelmäßigkeit (12)
in einem Herstellprozess des Bahnmaterials (11) und/oder in dem Abwickelprozess.
8. Überwachungsverfahren (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Unregelmäßigkeit (12) einen Prozessparameter umfasst, welcher außerhalb eines
Parameterbereiches (16) liegt und/oder
dass auf Basis des Laufparameters (13) eine Anzahl von aus dem Bahnmaterial (11) produzierten
Produkten bestimmt wird.
9. Abwickelvorrichtung (2) zur Durchführung eines Abwickelprozesses eines Bahnmaterials
(11) von einem Wickel (10), insbesondere wobei der Abwickelprozess durch ein Überwachungsverfahren
(100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche überwachbar ist, aufweisend
eine Wickelhalterung (70), auf welcher der Wickel (10) während des Abwickelprozesses
lagerbar ist,
ein Antriebsmittel (50), durch welches ein Vortrieb (11.1) des Bahnmaterials (11)
erzeugbar ist,
und eine Erfassungseinheit (20), durch welche zumindest eine Unregelmäßigkeit (12)
des Bahnmaterials (11) und/oder des Abwickelprozesses erfassbar ist,
wobei die Erfassungseinheit (20) mit einer Recheneinheit (30) in Kommunikationsverbindung
steht, wobei durch die Recheneinheit (30) eine Korrelation der Unregelmäßigkeit (12)
zu zumindest einem Laufparameter (13) des Wickels (10) bestimmbar ist.
10. Abwickelvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Recheneinheit (30) mit einer Messeinheit (21) zum Erfassen eines Vorzugparameters
(51.1) am Bahnmaterial (11) in Kommunikationsverbindung steht, insbesondere wobei
die Messeinheit (21) zusätzlich zum Messen einer Umdrehungszahl (11.2) des Wickels
(10) ausgebildet ist.
11. Abwickelvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass durch die Recheneinheit (30) eine Berechnung des Laufparameters (13) durchführbar
ist.
12. Abwickelvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Recheneinheit (30) eine Kommunikationsschnittstelle (31) zur Datenkommunikation
mit einer Datenbank (40) aufweist, so dass die Korrelation der Unregelmäßigkeit (12)
zu dem Laufparameter (13) in die Datenbank (40) über die Kommunikationsschnittstelle
(31) eintragbar ist.
13. Abwickelvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Recheneinheit (30) mit einer Ausgabeeinheit (60) in Kommunikationsverbindung
steht und dazu ausgebildet ist, eine visuelle und/oder akustische Warnmeldung über
die Ausgabeeinheit (60) auszugeben, wenn die Unregelmäßigkeit (12) erfasst wird oder
die Unregelmäßigkeit (12) von einer vordefinierten Unregelmäßigkeitsart ist.
14. Abwickelsystem (5) zur Durchführung eines Abwickelprozesses eines Bahnmaterials (11)
von einem Wickel (10), insbesondere wobei der Abwickelprozess durch ein Überwachungsverfahren
(100) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 überwachbar ist, aufweisend
eine Abwickelvorrichtung (2), insbesondere nach einem der Ansprüche 9 bis 13, mit
einer Wickelhalterung (70), auf welcher der Wickel (10) während des Abwickelprozesses
lagerbar ist,
einem Antriebsmittel (50), durch welches ein Vortrieb (11.1) des Bahnmaterials (11)
erzeugbar ist,
und einer Erfassungseinheit (20), durch welche zumindest eine Unregelmäßigkeit (12)
des Bahnmaterials (11) und/oder des Abwickelprozesses erfassbar ist,
wobei die Erfassungseinheit (20) mit einer Recheneinheit (30) in Kommunikationsverbindung
steht, wobei durch die Recheneinheit (30) eine Korrelation der Unregelmäßigkeit (12)
zu zumindest einem Laufparameter (13) des Wickels (10) bestimmbar ist.
15. Abwickelsystem (5) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein externer Server (42) mit einer Datenbank (40) vorgesehen ist, der mit der Recheneinheit
(30) über eine Kommunikationsschnittstelle (31) in Kommunikationsverbindung steht,
so dass die Korrelation der Unregelmäßigkeit (12) zu dem Laufparameter (13) in die
Datenbank (40) eintragbar ist.