[0001] Die Erfindungen betreffen eine Vorrichtungen eines Fugenkammer-Injektions-Systems
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein entsprechendes Verfahren zur nachträglichen
Stabilisierung von wasserdurchlässigen Fugenkammerrissen in Brücken, Tunneln und Gebäuden
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 14.
[0002] Unterqueren von WIB-Brücken und Tunneln mit Montagedecken sind im höchsten Maße bei
Temperaturen ab 0° C und kleiner bei Betonrissen quer zur Fugenkammer, durch Eiszapfen-
und Glatteisbildung gefährdet sowie langfristig die Bausubstanz auch einsturzgefährdet.
Denn die Montagedecken bestehen im Prinzip aus lose zueinander angeordneten Längsträgern,
welche in einem bestimmten Abstand zueinander parallel verlegt sind und die auf den
raumabgrenzenden Gebäudestirnwänden aufliegen, wobei die Längsträger-Zwischenräume
durch eingefügte, meist hohle Deckensteine ausgefüllt werden, so dass eine geschlossene
Deckenfläche entsteht. Durch Ausgießen mit Mörtel werden dann konstruktionsbedingte
Unebenheiten ebenflächig ausgeglichen. Hierbei entstehen zwischen den einzelnen Montageelementen
wie den Längsträgern, den Deckensteinen, dem Ausgleichsmörtel und der unterstützenden
Wand nur eine durch Auflagekräfte bedingte Reibungsverbindung und bei manchen Ausführungsformen
auch zwischen bestimmten Montageelementen eine mechanische Verklammerung und durch
den Mörtel kommt es noch zu einer gewissen adhäsiven Verbindung. Solche Verbindungen
genügen aber nur den normal anfallenden Angriffslasten und Kräften, d. h. rein statischen
Kräften und sehr geringfügigen Schwingungen, wie diese bei den sog. Verkehrslasten
auftreten, für die die Decke ausgelegt ist.
[0003] Die Erfindung der betreffenden Vorrichtungen bezieht sich auf ein Fugenkammer-Injektions-System
welches mit einem Mikrokabelrohr (Fugenkammer-Mikrokabelrohr-System) oder einem entsprechenden
Schlauch (Fugenkammer-Injektionsschlauch-System) ausgebildet sein kann. Zur Stabilisierung
von Rissen in und an Betonbauwerken bestehend aus einem langgestreckten modifizierten
Grundkörper mit mindestens einer inneren, längsverlaufenden, bohrungsartigen Ausnehmung
und die Außenwandung des Grundkörpers, die mindestens eine längsverlaufende, nutenartige
Vertiefung zur Aufnahme einer hinsichtlich ihres Volumens veränderbaren Einlage aufweist.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Ausführungsform des Fugenkammer-Mikrokabelrohr-Systems
erläutert, wobei die Ausführungen entsprechend auch für die Ausführungsform eines
Fugenkammer-Injektionsschlauch-Systems gelten.
[0004] Eine Dichtung dieser Art ist aus dem DE-GM 84 25 518 bekannt. Sie ist als Injektionsschlauch
ausgebildet. Der aus Gummi oder Kunststoff gefertigte Schlauch besitzt eine flüssigkeitsdurchlässige
Wandung. Diese Wandung weist einen sich über ihre Länge erstreckenden Schlitz für
den Auftritt einer Injektionsflüssigkeit auf. In der Wandung ist im Bereich des Schlitzes
eine sich ebenfalls über ihre Länge erstreckende Vertiefung für die Aufnahme eines
den Schlitz überdeckenden Streifens vorgesehen, der aus einem unter dem Druck der
Injektionsflüssigkeit volumenverändernden Material besteht. Die Wandung mit den Streifen
ist von einem Schlauch aus flüssigkeitsdurchlässigem Material umschlossen. Dieser
Injektionsschlauch besteht somit aus drei zusammengefügten Teilen, die ein langgestrecktes
flexibles Gebilde darstellen. Der erwähnte Streifen aus kompressiblem Material ist
aus Moosgummi gefertigt.
[0005] Vergleichbare Konstruktionen zeigen und beschreiben folgende Druckschriften:
DE-GM 91 11 114,
DE-GM 83 00 766,
DE-OS 33 20 875,
DE-OS 34 00 654,
DE-OS 35 12 470,
DE-OS 41 23 067,
DE-OS 41 24 628, EU-PS 199 108,
DE 41 04 402 A1,
CH 462 420 A,
DE 34 27 110 A1,
DE 43 40 845 A1 und EU-OS 501 004. Soll beispielsweise auf einer Betondecke eine Betonmauer errichtet
werden, so wird ein Schlauch der vorstehend erwähnten Art auf die Betonplatte gelegt
und hier fixiert, und zwar innerhalb jenes Bereiches, der von der Schalung für die
zu errichtende Mauer begrenzt ist. Die beiden Enden des Schlauches werden nach außen
geführt. Ist der Beton für die Mauer in die Schalung eingebracht und ist er in der
Folge ausgehärtet, so wird in den Schlauch eine Injektionsflüssigkeit eingepresst,
die die zwischen Platte und Mauer befindlichen Fugen dichtend füllt. Alle diese Dichtungen
sind relativ aufwendig gebaut.
[0006] Bekannt sind ferner Dichtungsmaterialien aus Kunststoffmassen (
DE-OS 42 26 198 und
DE-OS 42 26 385), die beim Kontakt mit Wasser aufquellen und die zur Fugenabdichtung oder auch zum
Ausgleich von Dimensionsänderungen im Hoch-, Tief-und Ingenieurbau oder in anderen
technischen Bereichen eingesetzt werden.
[0007] Aus diesem Material werden Streifen mit beispielsweise rechteckigem Querschnitt gefertigt.
Bei der Errichtung eines Mauerwerkes, wie vorstehend beschrieben, werden solche Streifen
auf die Betonplatte aufgelegt und fixiert, und zwar innerhalb der Schalung, die für
die zu errichtende Mauer dient. Wird ein solcher Dichtstreifen eventuell bei regennassem
Wetter verlegt, so quillt er auf, bevor der Beton für die Mauer in die Schalung eingebracht
werden kann. Erreicht er dabei sein maximales Volumen, so ist seine Dichtfähigkeit
in der Folge in Frage gestellt. Diese Dichtung ist nach Fertigstellung der Mauer nicht
mehr zugänglich.
[0008] Der Vollständigkeit halber sei auch noch die Dichtung zum Abdichten von gegeneinander
gepressten Stirnwänden von Betonfertigteilen nach der
DE-OS 35 09 845 erwähnt. Das hier verwendete Gummiprofil hat einen dreieck- oder kreissegmentförmigen
Querschnitt. Damit sollen Spalten zwischen Betonfertigteilen abgedichtet werden, die
30 bis 90 % der Höhe des Gummiprofiles aufweisen. Die
CH-PS 542 965 beschreibt ein Dichtungsprofil aus einem elastischen Profilteil und einem den elastischen
Profilteil zeitweise vorgespannt haltenden starren Profilteil, der mit der Schalung
zu verbinden ist. Nach dem Einbringen und nach dem Aushärten des Betons wird die Schalung
mit dem daran befestigten starren Profilteil entfernt, wodurch sich der elastische
Profilteil entspannen kann. Dichtungen dieser Art sind für den Einsatz bei Arbeitsfugen
nicht zweckmäßig und auch nicht geeignet.
[0009] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin eine wiederverwendbare quellvliesbeschichtete
Schutzvorrichtung gegen Wasserfortleitung mit einem wirtschaftlichen Fugenkammer-/Beton-Riss-Injektions-System
gemäß der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen.
[0010] Die abdichtende Wirkung wird durch mindestens drei Funktionen erreicht:
Die erste abdichtende Funktion hat das Abdichtkissen mit Ventil, welches unter Druck
das Quellvliesdichtband und/oder Abdichtsterne in die Zwischenräume presst.
[0011] Die zweite abdichtende Funktion kommt erst zum Tragen, wenn Wasser oder Chemikaliengemische
pH
2, pH
12 und/oder ca. 80 % Benzin, Diesel, Kerosin oder Paraffinölgemisch das Quellvlies aktiviert.
Bei Wassereintritt quillt das im PP-Vlies eingebettete Polymer an den nicht verpressten
Abdichtstellen auf und schafft durch seine extrem dichte, gelförmige, in das PP-Vlies
eingebettete Dichtschicht den Schutz gegen Wasserfortleitung während des Wassereintrittes.
Nach Trocknung der Gelschicht kann ein Überdruck bei Wärme von ≥ 0,3 bar durch das
Quelivlies entweichen, bei neuem Wassereintritt quillt das Polymer wieder zuverlässig
auf.
[0012] Die dritte abdichtende Funktion kommt dann zum Tragen, wenn der/das im Oberbegriff
des Anspruches 1 genannte Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr und Zubehör installiert
und die Fugenkammer-/Betonrisse mit Injektionsmittel zuverlässig abgedichtet sind.
[0013] Die Vorrichtung zum nachträglichen Stabilisieren von wasserdurchlässigen Fugen mit
Betonabdeckungen mit Wechselwirkung in Gewerken soll universell für ein breites Anwendungsspektrum
geeignet sein und mittels hoher Kerbzäh-, Berstdruck-, Chemikalien- und Wasserdruckbeständigkeit
mit einem geringen Eigengewicht ab 850 g/m
2 Anforderung erfüllen, mechanisch einen wirksamen, elastischen Flächenanpress- und/oder
Wassersperrdruck aufbringen.
[0014] Des Weiteren soll in der ersten Funktion mit der aufblasbaren von außen quellvliesbeschichteten
bis 50 m langen Vorrichtung Dehnfugen in Breiten von 2 cm bis 40 cm in einer Rekordzeit
von etwa 10 min/m und in der zweiten Funktion mit der Vergelung von einer gut zugänglichen
Stelle aus ohne Injektionsbohrungen (Bauwerkschädigungen) ohne besondere langzeitige
Verkehrswegesperrung und ohne Verunreinigung zuverlässig und wirtschaftlich abgedichtet
werden.
[0015] In der dritten Funktion sollen temporär Personen und Sachschäden durch Wasserdurchdringung
und Fortleitung mit Folgen von Eiszapfenbildung, Glättebildung und die Bausubstanz
zuverlässig vermieden werden.
[0016] Die bekanntesten Dehnfugenabdichtsysteme, nämlich
- Fugenbänder aus Gummi oder Bitumen,
- Fugenbleche,
- quellfähige Fugeneinlagen aus Gummi,
- Injektionsschlauch,
- Injektionsverpressungen,
- PUR-Gel Injektionsverpressungen
haben die bekannten Nachteile, dass die Abdichtungen unter Betriebs-bedingungen Setzungen,
Scherungen und Dehnungen im Temperaturbereich -30° C bis +60° C unbeständig sind.
[0017] Ein weiterer Nachteil bei den Injektionsverpressungen ist ein sehr hoher Arbeitsaufwand
für Injektionsbohrungen, die vor der Injektionsverpressung angebracht werden müssen,
wodurch die Wirtschaftlichkeit des Systems sehr beeinträchtigt wird.
[0018] Die vorteilhaften, endgültigen, dem jeweiligen Anwendungsbereich entsprechenden Modifikationen
des vorgenannten Grundbauteils zeigen die nachfolgenden Beschreibungen.
[0019] Bei Verwendung als Wassersperrschutzvorrichtung zum wasserdichten Verschließen von
Dehnfugen und/oder Bewegungsfugen ist das mit Luft befüllbare Abdichtsystem (Ventil),
vorzugsweise vollflächig, mit einem wasserquellenden Quellvlies-Dichtband umschlossen,
um eine völlige Wassersperre zu den Fugenflanken zu erzielen.
[0020] Das Flachschlauchkissen wird für eine gleichmäßige und/oder wechselnde Fugenbreite
je nach Typ, zum Beispiel 2 cm bis 8 cm, 2 cm bis 17 cm oder 2 cm bis 300 cm, längsförmig
über Fugenversatzstellen, Bögen und/oder Ecken gelegt und bis zur Druckfüllung mit
PE- (oder gleichwertigen) Rundschnurabschnitten gesichert.
[0021] Die Befüllung des Flachschlauchkissens erfolgt über ein metallenes Ventil, welches
mit einer in das Flachschlauchkissen eingeschweißten Verlängerung verbunden ist. Beim
Aufpumpen des Flachschlauchkissens mit Luft werden die Quellvliesdichtbänder in die
Zwischenräume von Fugenkammern gepresst.
[0022] Die Demontage der wiederverwendbaren Vorrichtungen ist durch Evakuierung mittels
Vakuumpumpe oder Ausbauen des Ventileinsatzes einfach möglich.
[0023] Zum Abdichten von Fugen in Längen > 23 m wird ein zweites und weitere Abdichtkissen
etwa 0,25 m bis 1 m deckungsgleich mit dem ersten Abdichtkissen in die Fuge eingelegt,
so dass Dichtigkeit an der Überlappung erzielt wird.
[0024] Die Füllung der Flachschlauchkissen ist möglich, indem zuerst das längste Abdichtkissen
und anschließend das kürzeste Abdichtkissen bis zum Soll-Fülldruck befüllt wird.
[0025] Zum Abdichten von Fugen in Bogenbrücken werden Abdichtkissen in Längen des Bogenradius
eingesetzt. Alle Abdichtkissen werden jeweils an den Enden deckungsgleich und etwa
0,25 m in die Fugen eingelegt und mit einer PE-Rundschnur bis zur Druckfüllung gesichert.
[0026] Die Aufgaben der Erfindung eines Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr-Systems sind in
einer Neuentwicklung eines Fugen-Injektions-Mikrokabelrohrs mit geringen Injektionsmittel-Reibungskoeffizienten
die Mikrokabelrohr-Austrittsstelle so zu verschließen, dass eine Einleitung und Fortleitung
des Injektions-mittels kontrolliert von einer oder beiden Seiten bis über 26 m in
Fugen-kammern sichergestellt werden kann;
- dass das neuentwickelte Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr-System mit einem Glasfaserverbundstab
verbunden, nachträglich von einer gut zugänglichen Seite ohne Verkehrswegesperrungen
in Fugenkammern bis 26 m eingeschoben werden kann;
- dass das neuentwickelte Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr-System bauseitig oder werkseitig
fest mit dem Flachschlauchkissen Ventil EP 15 154 700 7, PCT/EP 2016 052784, verbunden werden kann;
- dass durch eine Weiterentwicklung der Patentanmeldung DPMA Nr. 10 2016 112 083.9,
EPA Nr. 16 177 469.0 "Abdichtung gegen Wasserfortleitung" mit aufblasbarem Injektionsmittel-Sperrstopfen
eine kontrollierte Fugenkammer-Injektionsmittel-Verpressung erfolgen kann und in einer
Weiterentwicklung des Verpressschlauch-Systems DE 10 20 12 110 0226 A1 oder gleichwertigen, die Schlauchaustrittsstelle so zu verschließen, dass eine Einleitung
und Fortleitung des Injektionsmittels kontrolliert bis 26 m in Fugenkammern sichergestellt
werden kann;
- dass mit einem Quellvlies-Injektionsfächer-System Injektionsmittel in mit Flachschlauchkissen
Ventil belegte Fugenkammern eingepresst, nachinjiziert, entlüftet oder als Füllstandsanzeige
ausgerüstet sein kann.
[0027] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr-Systems mit teilgeöffneten
Injektionsmittel-Austrittsstellen nach der Mikrokabelrohr-Produktion durch Bohrungen;
- Fig. 2
- einen Querschnitt/perspektivische Ansicht eines Einschiebe-Fugen-Injektions-Mittelkabelrohrs
mit teilgeöffneten Injektionsmittel-Austrittsstellen der Fig. 1 durch Bohrungen;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines Fugenkammer-Abdichtkissens (Ventil), beidseitig
mit Quellvlies-Dichtband beschichtet, der Patentanmeldung EP 15 154 7007 und PCT/EP 2016 052784.
- Fig. 4
- eine perspektivische Ansicht der Fig. 1 und 3 mit bauseitiger Befestigung des teilgeschlossenen
Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr-Systems der Fig. 1 mittels Haken-Quellvlies-Dichtband
an der Abdichtkissen Ventil-Quellvlies-Beschichtung der Fig. 3;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht eines 1-Kammer-Injektionsmittel-Sperrstopfens, mit Quellvlies-Dichtband
beschichtet;
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht eines Quellvlies-Injektionsfächers;
- Fig. 7
- eine perspektivische Anwendungsansicht der Fig. 1, 2, 3, 5 und 6 einer Vorrichtung
zum nachträglichen Einbau eines Einschiebe-Fugen-Injektions-Mikrokabelrohrs der Fig.
2 in mit Abdichtkissen Ventil belegte Fig. 3 mit durch Betonrisse wasserdurchlässige
Fugenkammern und Betonabdeckung;
- Fig. 8
- eine perspektivische Anwendungsansicht der Fig. 1, 4, 5, 6 und 7 mit Einbauvorrichtung
eines Abdichtkissens Ventil mit integriertem Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr der Fig.
4
[0028] Die Fig. 1 zeigt die Vorrichtung eines Fugen-Injektions-Mikrokabelrohrs (1) bestehend
aus einem PE-MD-Mikrokabelrohr 10 x 1,0 mm (1a) mit Bohrungen, dessen Injektionsmittel-Austrittsstellen
(1c) nach der Mikrokabelrohr-Produktion mindestens alle 50 - 100 cm geschlossen (1c)
und etwa alle 10 - 20 cm geöffnet (1d) sind.
[0029] Die Fig. 2 zeigt ein der Fig. 1 ähnliches Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr (1a) verbunden
mit einem Glasfaserverbundstab (2b) zur Verwendung zum nachträglichen Einschieben
in mit Abdichtkissen Ventil (3) belegte Fugenkammer (7).
[0030] Die Fig. 3 zeigt die Patentanmeldung DPMA Nr. 10 2016 112 083.9, EPA Nr. 16 177 469.0
"Abdichtung gegen Wasserfortleitung", bestehend aus einem beidseitig außen mit Quellvlies-Dichtband
(3a) beschichteten Flachschlauchkissen (3) mit einem Druckluftventil (3b), welches
mit einer metallenen, kunststoffbeschichteten Ventilverlängerung (3b) verbunden ist,
die sich an einer der 150 mm bis 23 m langen Längsseite oder an den 10 cm - 60 cm
großen Stirn- bzw. Breitseiten des Flachschlauchkissens befindet und die bei einlagiger
Anwendung zur optimalen Druckverteilung dient.
[0031] Bei längsförmigen oder bogenförmigen Fugenkammern sind Anwendungen bis über 100 m
mit der Ausbildung, dass das Flachschlauchkissen (3) oder mehrere Flachschlauchkissen
(3) vorteilhaft versetzt bzw. übereinander eingebracht sein können, möglich.
[0032] Durch Befüllen der Flachschlauchkissen (3) mit gasförmigen Füllmedien über das Druckluftventil
(3b) werden die Hohlräume (7) ausgefüllt.
[0033] Nach Evakuierung der Befüllung über das Reifenventil (3b) aus dem Flachschlauchkissen
(3) sind eine Demontage für Inspektionsarbeiten und das Wiederverwenden des Flachschlauchkissens
(3) möglich.
[0034] Die Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht der Fig. 1 und 3 mit bauseitiger Befestigung
des teilgeschlossenen Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr-Systems der Fig. 1 (1a) mittels
eines Haken-Quellvlies-Dichtbandes (4c) an der Abdichtkissen Ventil (3)-Quellvlies-Beschichtung
(3a).
[0035] Die Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines 1-Kammer-Sperrstopfens (5), bestehend
aus einem modifizierten Abdichtkissen Ventil (3) mit mindestens einer Längsseite (3d),
die nicht aufblasbar ist, und einer Reifenventilverlängerung (3b), die beidseitig
(3b, 5) mit 480 g/m
2 Quellvlies-Dichtband (3a) ausgerüstet sind.
[0036] Die Fig. 6 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Fugen-Injektionsfächers (6) mit
mindestens einem Druckschlauch (6a), Außen-0 8-10 mm, im Zentrum, der/die in mindestens
zwei Lagen selbstklebender 480 g/m
2 Quellvlies-Dichtbänder (3a) eingebettet und die Einfüllungsstelle (6b) für das Injektionsmittel
durch Kegelkopfnippel (6c) oder Ventil ausgerüstet sein kann/können.
[0037] Die Fig. 7 zeigt eine perspektivische Anwendungsansicht der Fig. 1, 2, 3, 5 und 6
eines Fugenkammer-Riss-Injektionsabdichtungs-Systems zur nachträglichen Riss-Injektion
mittels eines Einschiebe-Fugen-Injektions-Mikrokabelrohrs (2), bestehend aus einem
werksseitig vormontierten, beidseitig mit 480 g/m
2 Quellvlies-Dichtband (3a) beschichteten Fugenkammer-Abdichtkissen Ventil (3) mit
mindestens einem Abdichtkissenende (3d) um 180° umgebogen, wobei ohne Verkehrswegesperrung
über dem Abdichtkissen Ventil (3) ein von der Seite aus eingeschobenes Einschiebe-Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr
(2), ein im Zwischenraum (3d) eingelegter 1-Kammer-Sperrstopfen (5) und zwischen Abdichtkissen
Ventil (3) und Fugenkammerflanke (7) mindestens ein Fugen-Injektionsfächer (6) bündig
mit der Abdichtkissen-Unterseite (3) eingebaut werden kann.
[0038] Die Fig. 8 zeigt eine ähnliche perspektivische Anwendungsansicht einer Fugenkammer-Riss-Injektionsabdichtung
der Fig. 1, 3, 4, 5, 6 und 7 mit einem am Abdichtkissen Ventil (3) integrierten (4)
Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr (1, 1a, 1b, 2, 4).
[0039] Vorzugsweise ist ein Fugenkammer-Injektions-Mikrokabelrohr-Systems FIJ-MKR zum nachträglichen
Stabilisieren von wasserdurchlässigen Fugenkammern (7, 7a) und Betonübergängen vorgesehen,
wobei ein Fugenkammer-Abdichtkissen Ventil (3) mit bauseitig angebrachtem modifiziertem
Mikrokabelrohr FIJ-MKR (1a, 4), Einschiebe-Fugen-Injektions-Mittelkabelrohr E-FIJ-MKR
(2) fest verbunden werden kann und mit einem Glasfaserverbundstab (2b) nachträglich
über eine mit Abdicht-kissen Ventil (3), Schutzvorrichtung belegte Fugenkammer (7,
7a) eingeschoben werden kann, wobei mindestens ein Injektionsmittel-Sperrstopfen (5)
und/oder mindestens ein Quellvlies-Injektionsfächer QV-FIJS (6) in der Fugenkammer
(7, 7a) vorgesehen werden können.
[0040] Besonders bevorzugt kann das Fugenkammer-Injektions-Mikrokabelrohr FIJ-MKR (1a) bauseitig
an der nicht aufgeblasenen Abdichtkissen Ventil-Flachseite (3c) an der Quellvlies-Abdichtung
mittels Haken-Quellvlies-Dichtband H-QV-DB befestigt sein, wobei die Verpressmittel-Austrittsstellen
(1 b, 1 c) (Injektionsmittel) im Abstand von mindestens 50 - 100 cm druckwasserdicht
verschlossen (1b), alle 10 - 30 cm geöffnet (1c) und am Mikrokabelrohrende verschlossen
(6c) sein können.
[0041] Nach einer weiteren Variante des erfindungsgemäßen Fugen-Injektions-Mikrokabelrohrs
FIJ-MKR (1a) kann parallel längslaufend ein Glasfaserverbundstab (2b) angeordnet werden
und am Einschiebe-Mikrokabelrohr (2) fortlaufend alle Verpressmittel-Austrittstellen
(1b, 1c) im Abstand von mindestens 50 - 100 cm druckwasserdicht verschlossen sein,
alle 10 - 30 cm durch anwendungsspezifische Bohrungen geöffnet (1c) sein und am Mikrokabelrohrende
(6c) geschlossen sein.
[0042] Besonders bevorzugt weist das Fugen-Injektions-Mikrokabelrohrs FIJ-MKR (1a) Mikrokabelrohr-Austrittsstellen
(1a) auf, welche mittels Durchbohrungen (1c) des Mikrokabelrohres (1a) verschlossen
hergestellt werden.
[0043] Weiterhin können am Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr FIJ-MKR (1a) die Mikrokabelrohr-Austrittsstellen
(1 a) fortlaufend im Abstand von mindestens 50 - 100 cm druckwasserdicht verschlossen
(1c), alle 10 - 30 cm geöffnet (1c) und/oder am Mikrokabelrohrende (6c) verschlossen
sein.
[0044] Nach einer Variante der Erfindung kann das Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr FIJ-MKR
(1a) als Rauspeed ausgebildet sein und längslaufende Innenriefung zur Verbesserung
der Wasserfortleitung mit sehr geringen Reibungswerten Strömungswiderstand aufweisen,
wobei anwendungsspezifisch Injektionsmittel-Austrittsstellen (1c) in Abständen, Bohrungsgröße
und -menge werksseitig ausgestattet werden können.
[0045] Der erfindungsgemäße Einschiebe-Glasfaserverbundstab (GFK/FRP) (2b) (stabförmiges
Führungselement) kann ohne Schnittstelle einen Mindestdurchmesser von 3 mm aufweisen
und mit einer mindestens 0,5 mm dicken Kunststoffumhüllung versehen sein.
[0046] Der erfindungsgemäße Injektionsmittel-Sperrstopfen (1KS-QADK/V) (5) kann ein 1-Kammer-Abdichtsystem
(Ventil) (3, 5) aufweisen, welches beidseitig Quellvlies-Dichtband 480 g/m
2 (3a), aufweist. Weiterhin ist das Reifendruckventilende und/oder Ventilverlängerung
(3b) am Injektionsmittel-Sperrstopfen beidseitig mit Quellvlies-Dichtband 480 g/m
2 (3a) beschichtet.
[0047] Der erfindungsgemäße Quellvlies-Injektionsfächer kann mehreren Lagen von bis zu 50
cm breiten und 50 cm langen und mindestens 480 g/m
2 schweren Quellvlies-Dichtbändern (3a) mit einer Gesamtdicke bis etwa 15 cm aufweisen,
wobei mit mindestens ein Druckschlauch (6a) im Zentrum angeordnet ist.
Bezugszeichenliste
| |
Nr. |
Nummernliste |
| Fig. 1 |
1 |
Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr Typ FIJ-MKR/ |
| |
1a |
nach der Mikrokabelrohr (MKR)-Produktion modifiziert |
| |
1b |
Austrittsstellen geschlossen |
| |
1c |
MKR-Austrittsstellen geöffnet durch Bohrung |
| |
|
|
| Fig. 2 |
2 |
Einschiebe-Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr Typ E-FIJ-MKR |
| |
1 |
Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr FIJ-MKR |
| |
1c |
MKR-Austrittsstellen geöffnet durch Bohrung |
| |
2a |
werksseitig mit PE umhüllt |
| |
2b |
GFK-Einschiebestab |
| |
|
|
| Fig. 3 |
3 |
Fugenkammer Abdichtkissen Ventil Typ QADK/V |
| |
3a |
beidseitig beschichtet mit 480 g/m2 Quellvlies-Dichtband |
| |
3b |
Reifenventilverlängerung |
| |
3c |
Abdichtkissen Ventil - Flachseite |
| |
|
|
| Fig. 4 |
4 |
Fugenkammer-Abdichtkissen Ventil mit bauseitig integriertem Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr
Typ FIJ-MKR |
| |
1 |
Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr FIJ-MKR |
| |
1c |
MKR-Austrittsstellen geöffnet durch Bohrung |
| |
3 |
Fugenkammer Abdichtkissen Ventil Typ QADKN |
| |
3c |
Abdichtkissen Ventil - Flachseite |
| |
4a |
Haken-Quellvlies-Dichtband H-QV-DB |
| Fig. 5 |
5 |
1-Kammer-Sperrstopfen Typ 1KS-QADK/V |
| |
3 |
1-Kammer Abdichtkissen Ventil |
| |
3a |
beidseitig beschichtet mit 480 g/m2 Quellvlies-Dichtband |
| |
3b |
Reifenventilverlängerung |
| |
3d |
mindestens eine Längsseite nicht aufblasbar |
| |
|
|
| Fig. 6 |
6 |
Fugen-Injektionsfächer Typ QV-FIJS |
| |
3a |
selbstklebende 480 g/m2 Quellvlies-Dichtbänder |
| |
6a |
Druckschlauch Ø ≤ 8 mm |
| |
6b |
Einfüllstelle |
| |
6c |
Kegelkopfnippel |
| |
|
|
| Fig. 7 |
|
Anwendungsansicht Fugenkammer: Riss-Injektion mittels Einschiebe-Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr
Typ E-FIJ-MKR |
| |
2 |
Einschiebe-Fugen-Injektions-Mikrokabelrohr E-FIJ-MKR |
| |
3 |
Fugenkammer-Abdichtkissen Ventil QADK/V |
| |
3a |
beidseitig beschichtet mit 480 g/m2 Quellvlies-Dichtband |
| |
3b |
Reifenventilverlängerung |
| |
3d |
Abdichtkissen Ventil um 180° umgebogen |
| |
5 |
1KS-QADK/V- 1-Kammer-Sperrstopfen |
| |
6 |
QV-FIJS - Fugen-Injektionsfächer |
| |
7 |
Fugenkammer |
| |
7a |
Betonrisse |
| |
|
|
| Fig. 8 |
|
Anwendungsansicht Fugenkammer: Riss-Injektionsabdichtung mit bauseitig integriertem
FIJ-MKR |
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3a |
beidseitig beschichtet mit 480 g/m2 Quellvlies-Dichtband |
| |
3b |
Reifenventilverlängerung |
| |
4 |
FIJ-MKR bauseits am Abdichtkissen QADK/V mit H-QV-DB befestigt |
| |
4a |
Haken-Quellvlies-Dichtband H-QV-DB |
| |
5 |
1KS-QADK/V - 1-Kammer-Sperrstopfen |
| |
6 |
QV-FIJS - Fugen-Injektionsfächer |
| |
7 |
Fugenkammer |
| |
7a |
Betonrisse |
1. Fugenkammer-Injektions-System zum nachträglichen Stabilisieren eines Grenzbereichs
zwischen Bauelementen, insbesondere einer wasserdurchlässigen Fugenkammer oder eines
wasserdurchlässigen Betonübergangs, mit mindestens einem Fugenkammer-Abdichtkissen
Ventil (4), welches mit einem veränderbaren Volumen gebildet ist, wobei das Fugenkammer-Abdichtkissen
Ventil (4) zumindest teilweise entlang des zu stabilisierenden Grenzbereichs vorsehbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Injektionsmittel-Zuführeinrichtung vorgesehen ist, welche ausgebildet ist Injektionsmittel
in den Grenzbereich einzuleiten, wobei die Injektionsmittel-Zuführeinrichtung (1a)
mit dem Fugenkammer-Abdichtkissen Ventil (4) verbindbar ausgebildet ist,
dass sich die Injektionsmittel-Zuführeinrichtung (1a) zumindest teilweise entlang mindestens
einer Längsseite des Fugenkammer-Abdichtkissen Ventils (4) erstreckt und Austrittsöffnungen
(1c) aufweist, welche in etwa quer zu einer Längsrichtung des Injektionsmittel-Zuführeinrichtung
(1a), für einen Austritt von Injektionsmittel aus einem innenliegenden Bereich innerhalb
der Injektionsmittel-Zuführeinrichtung (1a) nach außen, ausgebildet sind, und
dass zumindest teilweise entlang der Längsrichtung des Fugenkammer-Abdichtkissen Ventils
(4) ein stabförmiges Führungselement (2b) vorgesehen ist, welches der Injektionsmittel-Zuführeinrichtung
(1 a) und/oder dem Fugenkammer-Abdichtkissen Ventil (4) zum Einführen desselbigen
in den Grenzbereich zustellbar ist.
2. Fugenkammer-Injektions-System nach Anspruch 1
dadurch gekennzeichnet,
dass die Injektionsmittel-Zuführeinrichtung (1a) als zylindrischer Hohlkörper ausgebildet
ist.
3. Fugenkammer-Injektions-System nach Anspruch 1 oder 2
dadurch gekennzeichnet,
dass die Injektionsmittel-Zuführeinrichtung (1a) rohrförmig, insbesondere als Mikrokabelrohr
FIJ-MKR ausgebildet ist.
4. Fugenkammer-Injektions-System nach Anspruch 1oder 2
dadurch gekennzeichnet,
dass die Injektionsmittel-Zuführeinrichtung (1a) als Schlauch ausgebildet ist.
5. Fugenkammer-Injektions-Mikrokabelrohr-System nach einem der Ansprüche 1 bis 4 ,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Injektionsmittel-Zuführeinrichtung (1a) bauseitig an dem Fugenkammer-Abdichtkissen
Ventil (4) angeordnet ist.
6. Fugenkammer-Injektions-System nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Austrittsöffnungen (1c) in etwa gleichmäßig zumindest über den Teil der Injektionsmittel-Zuführeinrichtung
(1a) verteilt sind.
7. Fugenkammer-Injektions-System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Injektionsmittel-Zuführeinrichtung (1a) modifiziert ist, wobei die Austrittsöffnungen
im Abstand von mindestens 50 - 100 cm druckwasserdicht verschlossen (1b), alle 10
- 30 cm geöffnet (1c) und endseitig verschlossen ist.
8. Fugenkammer-Injektions-System nach einem der Ansprüche 1 bis 3 und 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Injektionsmittel-Zuführeinrichtung (1a) Innenriefungen zur Verbesserung der Wasserfortleitung
mit sehr geringen Reibungswerten Strömungswiderstand aufweist.
9. Fugenkammer-Injektions-System nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass in zumindest einem Endseitenbereich des Fugenkammer-Abdichtkissen Ventils (4) zumindest
ein Begrenzungselement (5) angeordnet ist, welches insbesondere in Form mindestens
eines Injektionsmittel-Sperrstopfens (6) und/oder mindestens eines Quellvlies-Injektions-Fächers
(7) ausgebildet ist, wobei das Begrenzungselement (5) ausgebildet ist, einem Austritt
an Injektionsmittel aus dem Grenzbereich entgegenzuwirken.
10. Fugenkammer-Injektions-System nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Injektionsmittel-Sperrstopfen (6) ein 1-Kammer-Abdichtsystem, ein Reifendruckventilende
und eine Ventilverlängerung (3b) aufweist und dass auf dem 1-Kammer-Abdichtsystem,
dem Reifendruckventilende und/oder der Ventilverlängerung (3b) beidseitig Quellvlies-Dicht-band
480 g/m2 (3a) vorgesehen ist.
11. Fugenkammer-Injektions-System nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Quellvlies-Injektionsfächer (6) mehreren Lagen Quellvlies-Dichtbänder (3a) aufweist,
welche insbesondere mit bis zu 50 cm Breite und bis zu 50 cm Länge, vorzugsweise als
mindestens 480 g/m2 schweren und/oder besonders bevorzugt mit einer Gesamtdicke bis etwa 15 cm ausgebildet
sind und
dass der Quellvlies-Injektionsfächer (6) mindestens einem Druckschlauch (6a) im Zentrum
aufweist.
12. Fugenkammer-Injektions-System nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Injektionsmittel-Zuführeinrichtung (1 a) an dem Fugenkammer-Abdichtkissen Ventil
(4) mittels mindestens eines adhäsiven Elements, insbesondere eines Kunststoffgitters
(5a) mit mindestens einer Klebefläche, und/oder mittels eines Haken-Quellvlies-Dichtbands
angeordnet ist.
13. Fugenkammer-Injektions-System nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass das stabförmiges Führungselement (2b) als Glasfaserverbundstab, insbesondere mit
einem Mindestdurchmesser von 3 mm und/oder mit einer mindestens 0,5 mm dicken Kunststoffumhüllung
ausgebildet ist.
14. Verfahren zum nachträglichen Stabilisieren eines Grenzbereichs zwischen Bauelementen,
insbesondere einer wasserdurchlässigen oder eines wasserdurchlässigen Betonübergangs,
vorzugsweise unter Verwendung eines Fugenkammer-Injektions-Systems nach einem der
Ansprüche 1 bis 13, bei welchem
- eine Injektionsmittel-Zuführeinrichtung (1a) entlang einer Längsrichtung eines Fugenkammer-Abdichtkissen
Ventils (4) angeordnet wird,
- dass zumindest teilweise entlang der Längsrichtung des Fugenkammer-Abdichtkissen
Ventils (4) ein stabförmiges Führungselement (2b) vorgesehen wird, welches der Injektionsmittel-Zuführeinrichtung
(1a) und/oder dem Fugenkammer-Abdichtkissen Ventil (4) zum Einführen desselbigen in
den Grenzbereich zugestellt wird, und
- das zur Stabilisierung des Grenzbereichs Injektionsmittel durch die Injektionsmittel-Zuführeinrichtung
(1a) in den Grenzbereich eingeleitet wird.