[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Beeinflussung der Raumakustik,
insbesondere zur Reduzierung der Nachhallzeit und Verbesserung der Sprachverständlichkeit.
Laut Wikipedia ist die Raumakustik ein Gebiet der Akustik, das sich mit der Auswirkung
der baulichen Gegebenheiten eines Raumes auf die in ihm stattfindenden Schallereignisse
beschäftigt. Ziel der Raumakustik ist es, einen Raum möglichst gut auf seinen Bestimmungszweck
und das bestehende Kommunikationsszenarium hin abzustimmen. Dazu kommen unter anderem
passive Einrichtungen, wie Schallabsorber, zum Einsatz. Es gibt diverse Arten von
Schallabsorbern, wie z.B. Plattenabsorber, poröse Absorber und Verbund-Platten-Absorber,
die zur Kategorie der Flachabsorber gehören, und z. B. Keilabsorber und Kantenabsorber.
[0002] Tieffrequenter Schall erzeugt in Räumen ein Dröhnen bei den Eigenfrequenzen der Räume.
Dieses Dröhnen kann mit großvolumigen bekannten Bauteilen, z.B. abgehängten Decken,
großen Helmholz-Resonatoren oder sogenannten Bassfallen, baukonstruktiv unterbunden
werden, indem die dröhnenden Frequenzbereiche des Schalls absorbiert werden. In vielen
Räumen sind diese konstruktiven Lösungen jedoch nicht mehr gewünscht.
[0003] Die tieffrequenten, stimmhaften Vokale der menschlichen Stimme sind z. B. in Büros
der größte Störfaktor. Daher wurden Schallabsorber entwickelt, welche die mittleren
und hohen Frequenzen bei geringer Bautiefe (Elemente mit nur ca. 8 cm Stärke) ausreichend
akustisch absorbieren. Die tiefen Frequenzen werden mit den meisten schlanken Absorberlementen
aber gar nicht oder nur verhältnismäßig geringfügig absorbiert.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zur passiven
Beeinflussung der Raumakustik mit einer stärkeren tieffrequenten Wirkung sowie einem
im Wesentlichen gleichmäßigen Absorptionsverlauf auch über die mittleren und hohen
Frequenzen (Terzen) bereitzustellen.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Einrichtung zur passiven Beeinflussung
der Raumakustik, umfassend eine äußere Hülle oder Abdeckung aus vernadelten und thermisch
verfestigten Kunststofffasern, insbesondere Polyesterfasern, mit einem Strömungswiderstand
LD (50Pa)>300l/m
2s und mindestens ein dahinterliegendes Vlies aus vernadelten und thermisch verfestigten
Kunststofffasern, insbesondere Polyesterfasern, mit einem Strömungswiderstand LD (50Pa)<200l/m
2s. Beispielsweise der letztgenannte Wert für den Strömungswiderstand bedeutet, dass
bei einem Druck von 50 Pa weniger als 200 l/m
2s fließen/strömen. Vorzugsweise bestehen die äußere Hülle bzw. Abdeckung und das dahinterliegende
Vlies aus demselben Material, aber mit unterschiedlichen Flächengewichten und Strömungswiderständen.
[0006] Vorteilhafterweise weist die äußere Hülle bzw. Abdeckung ein Flächengewicht im Bereich
von circa 1700g/m2 bis circa 4000g/m
2 und bevorzugter im Bereich von circa 1700g/m
2 bis circa 3000g/m
2 auf.
[0007] Ebenfalls vorteilhafterweise weist das dahinterliegende Vlies ein Flächengewicht
im Bereich von circa 1000g/m
2 bis circa 2500g/m
2 auf.
[0008] Gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die Einrichtung
die äußere Abdeckung und eine seitliche, vorzugsweise umlaufende, Berandung ebenfalls
aus vernadelten und thermisch verfestigten Kunststofffasern, insbesondere Polyesterfasern,
mit einem Strömungswiderstand LD (50Pa)>300l/m
2s.
[0009] Vorzugsweise besteht die seitliche Berandung aus demselben Material wie die äußere
Abdeckung.
[0010] Alternativ kann die Einrichtung die äußere Abdeckung und einen seitlichen, vorzugsweise
umlaufenden, Abdeckrahmen aus Blechstreifen, insbesondere perforiert oder unperforiert,
aufweisen.
[0011] Zweckmäßigerweise weist die Einrichtung zusätzlich Flächen und/oder Ecken aussteifende
Bleche auf.
[0012] Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass sie eine Rückwand aufweist und das
Blech mit der Rückwand mechanisch, z. B. mittels Schrauben, verbunden und/oder verklebt
ist. Die Rückwand kann als schwingende bzw. schwingfähige Platte dienen.
[0013] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass sie durch eine Verklebung oder Befestigungswinkel
oder Seilabhänger an einer Wand oder Decke befestigbar ist. Die Befestigung an einer
Wand oder Decke kann z. B. punktförmig, streifenförmig oder ganzflächig sein. Zudem
kann die Einrichtung als, insbesondere mobile, Trennwand fungieren, z.B. wenn in der
Mittelmasse eine schalldämmende Platte aus z.B. Glas, Stahl eingefügt ist. Die Absorberkassetten
können bodenstehend, wand- oder deckenhängend ausgebildet sein.
[0014] Vorteilhafterweise liegt die Dicke der äußeren Abdeckung und/oder der seitlichen
Berandung im Bereich von circa 8mm bis circa 25mm.
[0015] Zweckmäßigerweise liegt die Dicke des Vlieses im Bereich von circa 20mm bis circa
100mm.
[0016] Gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung weist die äußere
Hülle oder Abdeckung eine, insbesondere schlitzförmige oder kreisförmige, Perforierung,
vorzugsweise mit einem Lochanteil zwischen 12% und 30%, auf.
[0017] Gemäß einer weiteren besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind im
Vlies Hohlkörper als Helmholtz-Resonatoren definiert angeordnet.
[0018] In einer weiteren besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist hinter
dem Vlies eine schwingfähige Platte oder Folie vorhanden, welche auf ihrer Rückseite
mit einem schalldämpfenden Vlies hinterlegt ist.
[0019] Schließlich ist bei einer weiteren besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
zusätzlich mindestens eine Schicht hinter der äußeren Hülle oder Abdeckung vorhanden,
deren Strömungswiderstand um einen Faktor, der größer als 5 ist, größer als der Strömungswiderstand
eines angrenzenden Materials ist.
[0020] Der vorliegenden Erfindung liegt die überraschende Erkenntnis zugrunde, dass durch
das Vorsehen einer schwingfähigen, porösen Hülle oder Abdeckung, insbesondere in Plattenform
(= Plattenschwinger), aus Polyesterfasern in Kombination mit einem hinterlegten die
Schwingung bedämpfenden Material aus Polyesterfaservlies mit deutlich verschiedenen
Strömungswiderständen (Hülle/Abdeckung (Platte), Füllung) ein gleichmäßig hoher Absorptionsverlauf
über die Frequenzen erzielt werden kann. Poröse Absorber allein brechen in ihrer Wirksamkeit
bei üblichen Baudicken bei ca. 500 Herz ein.
[0021] Hiermit werden insbesondere in kleinen und mittleren Räumen die stehenden Moden aus
den tieffrequenten Anteilen der menschlichen Vokale absorbiert. Hierdurch wird ein
angenehmes akustisches Raumldima hergestellt und werden die wenig stimmhaften Konsonanten
der Stimme besser verstanden.
[0022] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den beigefügten Ansprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung, in der mehrere Ausführungsbeispiele anhand der
schematischen Zeichnungen im Einzelnen erläutert werden. Dabei zeigt:
- Figur 1
- eine Einrichtung zur passiven Beeinflussung der Raumakustik gemäß einer besonderen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in Schnittansicht;
- Figur 2
- eine Einrichtung zur passiven Beeinflussung der Raumakustik gemäß einer weiteren besonderen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in Schnittansicht;
- Figur 3
- eine Einrichtung zur passiven Beeinflussung der Raumakustik gemäß einer weiteren besonderen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in Schnittansicht;
- Figur 4
- eine Einrichtung zur passiven Beeinflussung der Raumakustik gemäß einer weiteren besonderen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung in Schnittansicht;
- Figur 5
- eine gemessene Absorptionskurve für die Einrichtung zur passiven Beeinflussung der
Raumakustik gemäß Figur 4;
- Figur 6
- eine Möglichkeit der Wandbefestigung einer Einrichtung zur passiven Beeinflussung
der Raumakustik gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Figur 7
- eine Möglichkeit der Deckenbefestigung einer Einrichtung zur passiven Beeinflussung
der Raumakustik gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- Figur 8
- eine weitere Möglichkeit der Deckenbefestigung einer Einrichtung zur passiven Beeinflussung
der Raumakustik gemäß einer besonderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
und
- Figur 9
- eine isometrische Ansicht sowie einen Vertikalschnitt und einen Horizontalschnitt
einer Einrichtung zur passiven Beeinflussung der Raumakustik gemäß einer besonderen
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
[0023] Die in der Figur 1 gezeigte Einrichtung 10 ist als eine Kassette ausgebildet und
ist in einem an einer Wand 12 befestigten Zustand in Horizontal- oder Vertikalschnitt
gezeigt. Statt an einer Wand könnte sie auch an einer Decke befestigt sein. Einzelheiten
der Befestigung sind in der Figur 1 weggelassen.
[0024] Besagte Einrichtung 10 umfasst eine äußere Abdeckung 14 mit einer integralen seitlichen,
vorzugsweise vollumlaufenden, Berandung 16 und darin bzw. dahinter liegenden Vlies
18.
[0025] Die Abdeckung 14 und die Berandung 16 weisen eine Dicke im Bereich von ca. 8 mm bis
ca. 25 mm auf und bestehen aus vernadelten und thermisch verfestigten Polyesterfasern
mit einem Flächengewicht im Bereich von ca. 1700 g/m
2 bis ca. 3000 g/m
2. Die Dicke des Vlieses 18 liegt im Bereich von ca. 60 mm bis ca. 100 mm. Das Vlies
18 besteht aus vernadelten und thermisch verfestigten Polyesterfasern mit einem Flächengewicht
im Bereich von ca. 1000 g/m
2 bis ca. 500 g/m
2.
[0026] Bei der Abdeckung 14 handelt sich um eine schwingfähige, poröse Platte. Diese ist
mit dem die Schwingung bedämpfend wirkenden Vlies 18 hinterlegt.
[0027] Die Berandung 16 kann auch separat von der Abdeckung ausgebildet sein. Beispielsweise
kann sie ebenfalls aus Platten bzw. Streifen/Leisten gebildet sein.
[0028] Der Strömungswiderstand LD (50Pa) der Abdeckung 14 beträgt mehr als 300 l/m
2s, während der Strömungswiderstand LD (50Pa) des Vlieses weniger als 200 l/m
2s beträgt.
[0029] Die in der Figur 2 gezeigte Ausführungsform einer Einrichtung 100 zur passiven Beeinflussung
der Raumakustik unterscheidet sich von der in der Figur 1 gezeigten Einrichtung 10
im Wesentlichen darin, dass sie anstelle einer Berandung 16 aus vernadelten und thermisch
verfestigten Polyesterfasern einen Abdeckrahmen 120 aus perforierten oder unperforierten
Blechstreifen aufweist.
[0030] Für die Wandmontage können in der Einrichtung 10 bzw. 100 innenseitig noch Flächen
und Ecken ausstreifende Bleche 20 (siehe Figuren 6 und 7) mit z. B. der Abdeckung
14 und/oder Berandung 16 mechanisch, z. B. mittels Schrauben, verbunden und/oder verklebt
sein. Wie sich anhand der in den Figuren 6 und 7 schematisch gezeigten Beispiele ergibt,
kann eine Wand/Deckenmontage mittels Befestigungswinkel 22 aus Blech erfolgen, die
beispielsweise an einer Wandschiene 24 bzw. einer Deckenschiene 26 befestigbar sind.
Die Anzahl und Abmessungen der Blechwinkel können je nach statischer Anforderung bemessen
werden. Alternativ oder zusätzlich können die Einrichtungen auch mittels einer Klebeverbindung
z. B. an einer Wand oder Decke befestigt werden.
[0031] Figur 8 zeigt schematisch auch eine Möglichkeit der Befestigung der Einrichtung (z.
B. 10) an einer Decke 28 mittels Seilabhänger 30.
[0032] Die in der Figur 3 gezeigte Ausführungsform einer Einrichtung 200 zur Beeinflussung
der Raumakustik unterscheidet sich von der in der Figur 1 gezeigten Einrichtung 10
im Wesentlichen darin, dass in der Abdeckung 214 eine Perforierung in Form von kreisförmigen
Löchern 215, wobei beispielsweise stattdessen Schlitze vorgesehen sein könnten, vorgesehen
ist, in der Füllung aus Vlies 218 eine zur Abdeckung 214 parallel verlaufende schwingfähige
Platte 232, die in diesem Beispiel perforiert ist, vorhanden ist und darüber hinaus
in der Schicht mit dem Vlies 218 mindestens ein definierter Hohlkörper 234 als Helmholtz
-Resonator vorgesehen ist. Durch diese Maßnahmen, die einzelnen und beliebigen Kombinationen
vorgesehen sein können, lässt sich die akustische Wirksamkeit der Einrichtung zur
Beeinflussung der Raumakustik noch weiter steigern. Beispielsweise könnte alternativ
oder zusätzlich mindestens eine Schicht eingefügt sein, die einen deutlich höheren
Strömungswiderstand, wie z. B. > Faktor 5, als der Strömungswiderstand des sie umgebenden
oder angrenzenden Materials besitzt.
[0033] Die in der Figur 4 gezeigte Einrichtung 300 zur Beeinflussung der Raumakustik weist
eine Abdeckung 314 auf der Sichtseite mit einer Dicke von 8 mm auf und besteht aus
vernadelten und thermisch verfestigten Polyesterfasern und einem dahinter lose hinterlegten
Vlies 318 aus vernadelten und thermisch verfestigten Polyesterfasern mit einer Dicke
von 70 mm. Die Abdeckung 314 weist ein Flächengewicht von 1900 g/m
2 und das Vlies 318 weist ein Flächengewicht von 1120 g/m
2 auf. Eine seitliche Berandung 316 aus beispielsweise Blechwinkeln oder beispielsweise
in Form einer Rahmenkonstruktion ist ebenfalls vorgesehen.
[0034] Bei der in der Figur 4 gezeigten Ausführungsform kann es sich z. B. um flächige Wand-
oder Deckenverkleidung handeln. Für eine flächige Anwendung im Raum kann eine Unterkonstruktion
(nicht gezeigt) aus beispielsweise kreuzweise oder parallel verlegten Montageschienen
(nicht gezeigt) aus Blech vorgesehen sein. Die Abdeckung(en) ist/sind an dem Montageschienen
beispielsweise mechanisch befestigt und kann/können unter Umständen eine sichtbare
Schattenfuge (mit einer Fugenbreite im Bereich von 0 bis ca. 5 mm) besitzen.
[0035] Figur 5 zeigt für die Einrichtung 300 das gemessene Absorptionsvermögen in Abhängigkeit
von der Schallfrequenz. Es ist erkennbar, dass die Einrichtung schon im tiefen Frequenzbereich
erheblich absorbiert und das Absorptionsvermögen über einen großen Frequenzbereich
relativ gleichmäßig ist.
[0036] Figur 9 zeigt links eine isometrische Ansicht, in der Mitte einen Vertikalschnitt
und rechts einen Horizontalschnitt, von einer weiteren Einrichtung 400 zur Beeinflussung
der Raumakustik in Form eines Kantenabsorbers. Die Einrichtung 400 weist eine äußere
Hülle 415 mit einer Dicke im Bereich von 8 bis 25 mm auf. Die Hülle 415 besteht aus
vernadelten und thermisch verfestigten Polyesterfasern mit einem Flächengewicht im
Bereich von 1700 bis 3000 g/m
2. Im Inneren befindet sich eine Füllung 420 aus vernadelten und thermisch verfestigten
Polyesterfasern mit einem Flächengewicht von ca. 1000 bis ca. 2500 g/m
2.
[0037] Ein Kantenabsorber ist ganz allgemein eine akustisch hochwirksame Konstruktion eines
säulenartigen Baukörpers, z.B. mit Abmessungen von ca. 400 x 400 x 1000 - 2200mm,
welcher in den Raumkanten die stehenden Moden des Schalls und hier insbesondere die
mittleren bis tieffrequenten Bereiche absorbieren kann. Die Schallwellen dringen in
den Baukörper ein und werden durch das poröse Material der Füllung aus thermisch verfestigten,
vernadelten Polyesterfasern in Wärme umgewandelt. Zudem schwingen die den Baukörper
umhüllenden Platten und besitzen einen höheren Strömungswiderstand und sind auf den
Polyesterfasern bedämpfend aufgelagert. Somit wirken verschiedene akustisch absorbierende
Wirkprinzipien in einem Aufbau, welcher zudem in den Raumkanten die Luftschallwellen,
über die Wände reflektierend gesammelt absorbieren kann.
[0038] Die Einrichtungen können ganz allgemein beispielsweise als flächige Absorber-Verkleidung
in Raumecken, Absorberwandflächen an den Stirnseiten eines Raumes, flächige Akustikdecken-Verkleidung,
einzelne Absorber an einer Wand, abgehängte Absorber-Deckensegel oder in raumhohen
Glaswänden mit Absorberelementen als Schallschirme, als akustisch wirksame Sideboards,
in Schallschirmen aus raumhohen Glaselementen aus Einscheibenglas mit Absorbern, T-Schallschirmen
aus raumhohen Glaselementen aus Einscheibenglas mit Absorbern und in Schallschirmen
aus raumhohen Glaselementen aus Einscheibenglas verwendet werden.
[0039] Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in den beliebigen
Kombinationen für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen
wesentlich sein.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 10
- Einrichtung
- 12
- Wand
- 14
- Abdeckung
- 16
- Berandung
- 18
- Vlies
- 20
- Bleche
- 22
- Befestigungswinkel
- 24
- Wandschiene
- 26
- Deckenschiene
- 28
- Decke
- 30
- Seilabhänger
- 100
- Einrichtung
- 112
- Wand
- 114
- Abdeckung
- 118
- Vlies
- 120
- Abdeckrahmen
- 200
- Einrichtung
- 212
- Wand
- 214
- Abdeckung
- 215
- Löcher
- 216
- Berandung
- 218
- Vlies
- 232
- Platte
- 234
- Hohlkörper
- 300
- Einrichtung
- 312
- Wand
- 314
- Abdeckung
- 316
- Berandung
- 318
- Vlies
- 400
- Einrichtung
- 415
- Hülle
- 420
- Füllung
1. Einrichtung (10; 100; 200; 300; 400) zur Beeinflussung der Raumakustik, umfassend
eine äußere Hülle (415) oder Abdeckung (14; 114; 214; 314) aus vernadelten und thermisch
verfestigten Kunststofffasern, insbesondere Polyesterfasern, mit einem Strömungswiderstand
LD (50Pa)>300l/m2s und
mindestens ein dahinterliegendes Vlies (18; 118; 218; 318) aus vernadelten und thermisch
verfestigten Kunststofffasern, insbesondere Polyesterfasern, mit einem Strömungswiderstand
LD (50Pa)<200l/m2s.
2. Einrichtung (10; 100; 200; 300; 400) nach Anspruch 1, wobei die äußere Hülle bzw.
Abdeckung ein Flächengewicht im Bereich von circa 1700g/m2 bis circa 4000g/m2 und bevorzugter im Bereich von circa 1700g/m2 bis circa 3000g/m2 aufweist.
3. Einrichtung (10; 100; 200; 300; 400) nach Anspruch 1 oder 2, wobei das dahinterliegende
Vlies ein Flächengewicht im Bereich circa 1000g/m2 bis circa 2500g/m2 aufweist.
4. Einrichtung (10; 200; 300) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Einrichtung
die äußere Abdeckung und eine seitliche, vorzugsweise umlaufende, Berandung (16; 216;
316) ebenfalls aus vernadelten und thermisch verfestigten Kunststofffasern, insbesondere
Polyesterfasern, mit einem Strömungswiderstand LD (50Pa)>300l/m2s aufweist.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Einrichtung die äußere Abdeckung
und einen seitlichen, vorzugsweise umlaufenden, Abdeckrahmen (120) aus Blechstreifen,
insbesondere perforiert oder unperforiert, aufweist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, wobei sie zusätzlich Flächen und/oder
Ecken aussteifende Bleche (20) aufweist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, wobei sie eine Rückwand aufweist und das Blech (20) mit
der Rückwand mechanisch, z.B. mittels Schrauben, verbunden und/oder verklebt ist.
8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, wobei sie durch eine Verklebung oder
Befestigungswinkel (22) oder Seilabhänger (30) an einer Wand oder Decke befestigbar
ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, wobei die Dicke der äußeren Abdeckung
(14; 214; 314) und/oder der seitlichen Berandung (16; 216; 316) im Bereich von circa
8mm bis circa 25mm liegt.
10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 9, wobei die Dicke des Vlieses (18; 218;
318) im Bereich von circa 20mm bis circa 100mm liegt.
11. Einrichtung (10; 100; 200; 300; 400) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei
die äußere Hülle (415) oder Abdeckung (14; 114; 214; 314) eine, insbesondere schlitzförmige
oder kreisförmige, Perforierung, vorzugsweise mit einem Lochanteil zwischen 12% und
30%, aufweist.
12. Einrichtung (10; 100; 200; 300; 400) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei
im Vlies (218) Hohlkörper (234) als Helmholtz-Resonatoren definiert angeordnet sind.
13. Einrichtung (10; 100; 200; 300; 400) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei
hinter dem Vlies (218) eine schwingfähige Platte (232) oder Folie vorhanden ist, welche
auf ihrer Rückseite mit einem schalldämpfenden Vlies hinterlegt ist.
14. Einrichtung (10; 100; 200; 300; 400) nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei
zusätzlich mindestens eine Schicht hinter der äußeren Hülle (415) oder Abdeckung (14;
114; 214; 314) vorhanden ist, deren Strömungswiderstand um einen Faktor, der größer
als 5 ist, größer als der Strömungswiderstand eines angrenzenden Materials ist.