I. Anwendungsgebiet
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kombination eines schwenkbaren Tür- oder
Fensterflügels mit einem Tür- oder Fensterstock, eine Kombination wenigstens einer
Schiebetür oder wenigstens eines Schiebefensters mit einem Tür- oder Fensterstock,
ein Fixfensterteil sowie ein System umfassend wenigstens zwei unterschiedliche Systemelemente,
die aus den vorgenannten Kombinationen und dem Fixfensterteil ausgewählt sind. Die
erfindungsgemäßen Kombinationen bzw. das erfindungsgemäße Fixfensterteil finden insbesondere
im Mehr- und Einfamilienhausbau sowie im Wohnungsbau Anwendung. Die Kombinationen
bzw. das Fixfensterteil können in Wandöffnungen verbaut werden, die sich entweder
in Außenwänden oder in Innenwänden von Gebäuden befinden.
II. Technischer Hintergrund
[0002] Tür- und Fenstersysteme mit schwenkbaren oder schiebbaren Tür- oder Fensterflügeln
sowie Fixfensterteile sind in verschiedenen Ausführungsformen bekannt. Trotzdem besteht
weiterhin das Bedürfnis, Fenster, Türen und Fixfensterteile zu schaffen, die äußerlich
möglichst einheitlich aussehen, einen verbesserten Wärmeeintrag in das Gebäude ermöglichen
und noch besser die Bildung von Kondenswasser in demjenigen Bereich der Glasscheibe
vermeiden, welcher dem Flügelrahmen bzw. dem Fensterstock des Fixfensterteils unmittelbar
benachbart ist.
[0003] Im Übrigen besteht im Stand der Technik außerdem das Bedürfnis, eine Vielzahl von
Gestaltungsmöglichkeiten für das äußere Erscheinungsbild von Fenstern, Türen und Fixfensterteilen
zu schaffen und es gleichzeitig zu ermöglichen, einen umfangreichen Lagerbestand von
individuell gestalteten Fenstern, Türen und Fixfensterteilen zu vermeiden sowie trotzdem
kundenindividuelle Variationen innerhalb kurzer Lieferzeit zur Verfügung stellen zu
können.
III. Darstellung der Erfindung
a) Technische Aufgabe
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Kombination eines schwenkbaren
Tür- oder Fensterflügels mit einem Tür- oder Fensterstock, eine Kombination wenigstens
einer Schiebetür oder wenigstens eines Schiebefensters mit einem Tür- oder Fensterstock
sowie ein Fixfensterteil mit einem Fensterstock zu schaffen, welche äußerlich möglichst
einheitlich aussehen, bei gleich großer Rohbaulichte (Größe der Wandöffnung im Rohbau)
einen verbesserten Wärmeeintrag in das Gebäude ermöglichen sowie gleichzeitig gewährleisten,
dass in dem Randbereich der Glasscheibe, der an den Fensterflügel oder den Fensterstock
des Fixfensterteils angrenzt, weniger Kondenswasser als bei den im Stand der Technik
bekannten Türen, Fenstern oder Fixfensterteilen entsteht.
[0005] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 11 und 20 gelöst. Weitere Ausgestaltungen
der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0006] Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Kombination eines
schwenkbaren Tür- oder Fensterflügels mit einem Tür- oder Fensterstock, eine Kombination
wenigstens einer Schiebetür oder wenigstens eines Schiebefensters mit einem Tür- oder
Fensterstock sowie ein Fixfensterteil mit einem Fensterstock zu schaffen, die dem
Fenster- und Türenhersteller eine Vielfalt von Gestaltungsmöglichkeiten für das äußere
Erscheinungsbild der Türen, Fenster und Fixfensterteile ermöglichen und es gleichzeitig
erlauben, trotzdem einen großen Lagerbestand von individuell gestalteten Fenstern,
Türen und Fixfensterteilen zu vermeiden sowie kundenindividuelle Variationen innerhalb
kurzer Lieferzeit zur Verfügung stellen zu können.
[0007] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der Ansprüche 7, 16 und 25 gelöst. Weitere Ausgestaltungen
der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen .
b) Lösung der Aufgabe
b1) Schwenkvariante
[0008] Erfindungsgemäß wird eine Kombination eines schwenkbaren Tür- oder Fensterflügels
mit einem Tür- oder Fensterstock vorgeschlagen, wobei der Tür- oder Fensterflügel
einen Flügelrahmen aufweist, der wenigstens eine Glasscheibe mit einer Glasebene,
einer Glasaußenfläche und einer Glasinnenfläche trägt. Schwenkbare Tür- oder Fensterflügel
im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Tür- oder Fensterflügel, die sich in seit
langem bekannter Weise um eine vertikale Schwenk- bzw. Drehachse schwenken bzw. drehen
lassen. Bekannte Beispiele hierfür sind sogenannte Drehtüren oder Drehfenster mit
vertikaler Drehachse sowie sogenannte Drehkipptüren oder Drehkippfenster, bei denen
meist durch Betätigen eines einzigen Tür- oder Fenstergriffs zwischen einer Drehfunktion
um eine vertikale Drehachse und einer Kippfunktion um eine unten liegende, horizontale
Drehachse gewählt werden kann.
[0009] Die erfindungsgemäße Kombination wird in Mauer- bzw. Wandöffnungen eines Gebäudes
eingebaut. Der Flügelrahmen weist eine einem Innenraum des Gebäudes zugewandte und
vorzugsweise ebene Innenseite mit einer Innensichtbreite auf, die an ihrem der Glasscheibe
zugewandten Ende von einer ersten innenseitigen Rahmenkante und an ihrem von der Glasscheibe
abgewandten Ende von einer zweiten innenseitigen Rahmenkante begrenzt wird. Der Tür-
oder Fensterstock weist eine einer Außenumgebung des Gebäudes zugewandte, vorzugsweise
ebene und/oder vorzugsweise im Wesentlichen parallel zu der Innenseite verlaufende
Außenseite mit einer von einem Betrachter sichtbaren, abgrenzbaren Außensichtbreite
auf, die an ihrem der Glasscheibe zugewandten Ende von einer ersten außenseitigen
Stockkante und an ihrem von der Glasscheibe abgewandten Ende von einer zweiten außenseitigen
Stockkante begrenzt wird. Wird die Kombination in eine Innenwand des Gebäudes eingebaut,
so handelt es sich bei der vorgenannten Außenumgebung um einen dem vorgenannten Innenraum
benachbarten weiteren Innenraum des Gebäudes.
[0010] Die erste innenseitige Rahmenkante und die erste außenseitige Stockkante fluchten
in einer senkrecht auf der Glasebene stehenden Blickrichtung mit einer Toleranz von
± 10 mm miteinander. Dies bedeutet, dass die erste innenseitige Rahmenkante oder die
erste außenseitige Stockkante mit einem relativen Versatz von bis zu 10 mm näher an
dem Zentrum der Glasscheibe liegen kann als die jeweils andere Kante. Die Toleranz
beträgt vorzugsweise ± 5 mm, weiter bevorzugt ± 3 mm, noch bevorzugter ± 2 mm und
noch weiter bevorzugt ± 1 mm.
[0011] Der Flügelrahmen weist auf seiner Innenseite einen von einem Betrachter sichtbaren
Abstand zu dem Tür- oder Fensterstock auf, der einen Sichtspalt mit einer Flügelspaltsichtbreite
bildet. Die Flügelspaltsichtbreite wird an ihrem der Glasscheibe zugewandten Ende
von der zweiten innenseitigen Rahmenkante und an ihrem von der Glasscheibe abgewandten
Ende von einer ersten innenseitigen Stockkante begrenzt.
[0012] Der Tür- oder Fensterstock weist auf seiner Außenseite eine von einem Betrachter
sichtbare Sichtnut mit einer Nutsichtbreite auf. Die Nutsichtbreite wird an ihrem
der Glasscheibe zugewandten Ende von der zweiten außenseitigen Stockkante und an ihrem
von der Glasscheibe abgewandten Ende von einer dritten außenseitigen Stockkante begrenzt.
[0013] In geschlossenem Zustand des Tür- oder Fensterflügels steht der Tür- oder Fensterstock
auf seiner Außenseite mit einem Außenüberstand über die Glasaußenfläche hervor. Der
Flügelrahmen steht auf seiner Innenseite mit einem Innenüberstand über die Glasinnenfläche
hervor.
[0014] Erfindungsgemäß fluchtet in einer senkrecht auf der Glasebene stehenden Blickrichtung
die zweite innenseitige Rahmenkante mit einer Toleranz von ± 10 mm mit der zweiten
außenseitigen Stockkante. Des Weiteren fluchtet in der senkrecht auf der Glasebene
stehenden Blickrichtung die innenseitige Stockkante mit einer Toleranz von ± 10 mm
mit der dritten außenseitigen Stockkante. Die zweite innenseitige Rahmenkante oder
die zweite außenseitige Stockkante kann somit mit einem relativen Versatz von bis
zu 10 mm näher an dem Zentrum der Glasscheibe liegen als die jeweils andere Kante.
Auch die innenseitige Stockkante oder die dritte außenseitige Stockkante kann mit
einem relativen Versatz von bis zu 10 mm näher an dem Zentrum der Glasscheibe liegen
als die jeweils andere Kante. Die vorgenannte Toleranz beträgt vorzugsweise ± 5 mm,
weiter bevorzugt ± 3 mm, noch bevorzugter ± 2 mm und noch weiter bevorzugt ± 1 mm.
[0015] Erfindungsgemäß gilt für das Verhältnis VH des Außenüberstandes zu dem Innenüberstand
0,6 ≤ VH ≤ 1,4. Bevorzugt beträgt dieses Verhältnis 0,8 ≤ VH ≤ 1,3. Dabei beläuft
sich die absolute Abmessung des Außenüberstandes und des Innenüberstandes jeweils
auf 15 mm oder weniger. Der Außenüberstand bzw. der Innenüberstand messen somit jeweils
höchstens 15 mm, bevorzugt höchstens 10 mm.
[0016] Die Kombination aus Flügelrahmen und Tür- oder Fensterstock weist somit im Hinblick
auf die Innenseite und die Außenseite einen zu der Glasebene im Wesentlichen symmetrischen
Querschnitt auf, der im Vergleich zu entsprechenden Querschnitten aus dem Stand der
Technik verhältnismäßig schlank ist. Dies führt einerseits zu einem gefälligen äußeren
Erscheinungsbild der erfindungsgemäßen Kombination. Andererseits bringt die Schlankheit
den Vorteil mit sich, dass die Sonneneinstrahllichte und somit die Wärmeenergie, die
in das Gebäude einfallen kann, bei gleich großer Gebäudeöffnung (Rohbaulichte) verhältnismäßig
groß ist. Der erzielbare Wärmeenergiegewinn für das Gebäude kann mit der vorliegenden
Erfindung daher in vorteilhafter Weise gesteigert werden.
[0017] Zusätzlich bildet insbesondere der Innenüberstand des Flügelrahmens über die Glasinnenfläche
hinaus im Vergleich zu im Stand der Technik bekannten gattungsgemäßen Fenstern nur
einen verhältnismäßig kleinen Absatz. Dieser geringe Innenüberstand bzw. kleine Absatz
bewirkt in vorteilhafter Weise, dass der sogenannte Wärmestrahlungsschatten auf der
wärmegebenden Seite, meist der Innenseite, des Flügelrahmens verkleinert wird. Dies
bedeutet, dass ein größerer Teil des Randbereichs der Glasinnenfläche, der unmittelbar
an den Flügelrahmen angrenzt, mit aus dem Innenraum des Gebäudes stammender Wärme
bzw. Wärmestrahlung beaufschlagt wird. Als Folge davon weist der Randbereich der Glasinnenfläche
eine im Vergleich zum Stand der Technik höhere Temperatur auf, so dass die Neigung
zur Bildung von Kondenswasser in dem Randbereich in vorteilhafter Weise verringert
werden kann.
[0018] Vorzugsweise ist die Flügelspaltsichtbreite mit einer Toleranz von ± 10 mm gleich
der Nutsichtbreite. Die Toleranz beträgt bevorzugt ± 5 mm, weiter bevorzugt ± 3 mm,
noch bevorzugter ± 2 mm und noch weiter bevorzugt ± 1 mm. Die Innensichtbreite entspricht
vorzugsweise möglichst exakt gleich der Außensichtbreite und der Außenüberstand entspricht
vorzugsweise möglichst exakt gleich dem Innenüberstand.
[0019] Der Flügelrahmen weist in geschlossenem Zustand eine dem Tür- oder Fensterstock zugewandte
Stockseite auf. In dieser Stockseite befindet sich in bevorzugter Weise ein um den
gesamten Flügelrahmen umlaufender Beschlagkanal zur Aufnahme eines geeigneten Beschlages.
Die Glasaußenfläche bildet eine auch außerhalb der Glasscheibe verlaufende Glasaußenebene,
während die Glasinnenfläche eine auch außerhalb der Glasscheibe verlaufende Glasinnenebene
bildet. Der Beschlagkanal ist vollständig zwischen der Glasaußenebene und der Glasinnenebene
angeordnet. Insbesondere der Innenüberstand kann daher im Sinne der vorliegenden Erfindung
verhältnismäßig klein ausgebildet werden.
[0020] Unabhängig von den und alternativ auch zusätzlich zu den voranstehend beschriebenen
Merkmalen schlägt die vorliegende Erfindung eine weitere Kombination eines schwenkbaren
Tür- oder Fensterflügels mit einem Tür- oder Fensterstock vor. Auch bei dieser Kombination
weist der Tür- oder Fensterflügel einen Flügelrahmen auf, der wenigstens eine Glasscheibe
trägt und eine einem Innenraum eines Gebäudes zugewandte Innenseite mit einer Innensichtbreite
aufweist. Der Tür- oder Fensterstock ist des Weiteren mit einer einer Außenumgebung
des Gebäudes zugewandten Außenseite versehen, die eine von einem Betrachter sichtbare,
abgrenzbare Außensichtbreite aufweist.
[0021] Erfindungsgemäß ist auf der Innenseite des Flügelrahmens und/oder auf der Außenseite
des Tür- oder Fensterstocks eine Applikationsaufnahme zur umlaufenden Aufnahme von
Applikationen derart vorhanden, dass die Innensichtbreite und/oder die Außensichtbreite
im Wesentlichen vollständig von den Applikationen bedeckt ist.
[0022] Dabei dienen die Applikationen der kundenspezifischen Gestaltung des äußeren Erscheinungsbildes
der Innenseite des Flügelrahmens und/oder der Außenseite des Tür- oder Fensterstocks.
Die Applikationen können insbesondere aus Materialien hergestellt sein, die sich von
dem Material des Flügelrahmens bzw. des Tür- oder Fensterstocks unterscheiden. So
ist beispielsweise denkbar, die Applikationen aus behandeltem oder unbehandeltem Metall,
Stein, Beton, Glas, Holz oder Keramik herzustellen. Auf diese Weise kann beim Tür-
oder Fensterhersteller eine große Menge an Tür- oder Fensterflügeln sowie Tür- oder
Fensterstöcken auf Lager vermieden werden und trotzdem sowohl bei Erstlieferung als
auch zu einem späteren Zeitpunkt ohne lange Lieferzeiten auf individuelle, das äußere
Erscheinungsbild betreffende Gestaltungswünsche der Kunden eingegangen werden.
[0023] Vorteilhaft ist des Weiteren, dass hochwertige Oberflächen des Flügelrahmens erst
nach der feuchten Bauzeit, d.h. erst nach weitgehender Entfeuchtung eines Neubaus,
durch Anbringen der Applikationen gestaltet werden können. Auf diese Weise werden
nachteilhafte Feuchtebelastungen der Applikationen vermieden. Außerdem wird bei Bestandsbauten
der Vorteil erreicht, dass einem Bedürfnis, die Oberflächen des Flügelrahmens zu wechseln,
ohne aufwändigen Fenstertausch nachgekommen werden kann. Im Übrigen kann die Art und
Weise der Befestigung der Applikationen an dem Flügelrahmen bei Bedarf derart gestaltet
werden, dass der Endkunde die Applikationen selber ohne die Hilfe von Fachpersonal
austauschen kann.
[0024] Ein zusätzlicher Vorteil der Möglichkeit, mit Hilfe unterschiedlicher Applikationen
an dem Flügelrahmen und/oder dem Tür- oder Fensterstock unterschiedliche Oberflächengestaltungen
zu verwirklichen, besteht darin, dass der Flügelrahmen und/oder der Tür- oder Fensterstock
an sich unabhängig von seiner Oberflächengestaltung stets aus demselben Material oder
denselben Materialien bestehen kann. Dies hat zur Folge, dass der Konstruktion trotz
unterschiedlicher Oberflächenmaterialien immer die gleiche Bemessungsberechnung für
die Statik, Luftdurchlässigkeit und Durchbiegung zu Grunde gelegt werden kann.
[0025] Die Applikationsaufnahme wird erfindungsgemäß von der Innenseite und/oder der Außenseite
gebildet, sofern letztere dazu geeignet sind, eine Applikation lösbar oder unlösbar
aufzunehmen. Beispielsweise ist denkbar, eine Applikation lösbar auf die Innenseite
oder die Außenseite aufzuclipsen oder mittels eines Klettbandes an der Innenseite
oder der Außenseite zu befestigen. Die lösbare Befestigung der Applikation erfolgt
vorzugsweise derart, dass der Flügelrahmen bei Entfernung der Applikation nicht beschädigt
wird bzw. werden muss. Des Weiteren ist denkbar, die Applikation auf die Innenseite
oder die Außenseite aufzukleben. Bevorzugt ist eine Befestigung der Applikation an
der Innenseite oder der Außenseite in einer dauerhaft spannungsfreien Weise, gemäß
welcher die Applikation sowie die Applikationsaufnahme nicht dauerhaft mit einer mechanischen
Spannung beaufschlagt wird. Kurzfristige Beaufschlagungen der Applikation sowie der
Applikationsaufnahme während des Montagevorgangs, beispielsweise im Rahmen eines Aufclipsens,
können in diesem Zusammenhang geduldet werden.
[0026] Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Applikationsaufnahme wenigstens zwei Fortsätze
aufweist, die auf der Innenseite des Flügelrahmens und/oder auf der Außenseite des
Tür- oder Fensterstocks im Wesentlichen im Abstand der Innensichtbreite und/oder der
Außensichtbreite angeordnet sind und zusammen mit der Innenseite und/oder der Außenseite
wenigstens eine Applikationsaufnahme mit C-förmigem Querschnitt bilden. Die Applikation
kann in diesem Fall von einer Leiste gebildet werden, die in den C-förmigen Querschnitt
eingesetzt und dort beispielsweise verklebt oder eingerastet wird.
[0027] Es ist des Weiteren vorteilhaft, die Fortsätze wenigstens so lang zu gestalten wie
die als Applikation dienende Leiste dick ist. In diesem Fall muss bei Bedarf lediglich
eine einzige Seite der Leiste, nämlich die für den Betrachter sichtbare Seite der
Leiste, einer Endbearbeitung der Oberfläche unterzogen werden. Dies spart in vorteilhafter
Weise Produktionskosten.
[0028] Die Applikationsaufnahme kann auch mehr als zwei Fortsätze aufweisen, die zusammen
mit der Innenseite des Flügelrahmens und/oder der Außenseite des Tür- oder Fensterstocks
eine Applikationsaufnahme mit mehreren C-förmigen Querschnitten bilden. Bei beispielsweise
drei Fortsätzen sind zwei C-förmige Querschnitte vorhanden, die sich zusammen über
die gesamte Innensichtbreite und/oder Außensichtbreite erstrecken. Bei Bedarf besteht
dann die Möglichkeit, in den einen C-förmigen Querschnitt eine andersartige Applikationsleiste
einzusetzen als in den anderen C-förmigen Querschnitt. Die Vielfalt der individuellen
Gestaltungsmöglichkeiten des äußeren Erscheinungsbildes des Flügelrahmens bzw. des
Tür- oder Fensterstocks kann dadurch gesteigert werden.
[0029] Vorzugsweise können die Applikationen zumindest bereichsweise lichtdurchlässig ausgestaltet
sein. Auf der Innenseite des Flügelrahmens und/oder auf der Außenseite des Tür- oder
Fensterstocks kann dann innerhalb des Flügelrahmens oder innerhalb des Tür- oder Fensterstocks
wenigstens eine Lichtquelle zur Beleuchtung der Applikationen angeordnet werden. Bei
der Lichtquelle kann es sich beispielsweise um eine oder mehrere verbrauchsarme Leuchtdioden
handeln. Die Lichtquelle kann bei Bedarf derart ausgelegt werden, dass sie als Nachtbeleuchtung
mit geringer Leuchtkraft fungieren kann.
b2) Schiebevariante
[0030] Erfindungsgemäß wird auch eine Kombination wenigstens einer Schiebetür oder wenigstens
eines Schiebefensters mit einem Tür- oder Fensterstock vorgeschlagen, bei der die
Schiebetür oder das Schiebefenster einen Flügelrahmen aufweist, der wenigstens eine
Glasscheibe mit einer Glasebene, einer Glasaußenfläche und einer Glasinnenfläche trägt.
[0031] Die erfindungsgemäße Kombination ist für den Einbau in eine Mauer- bzw. Wandaussparung
eines Gebäudes vorgesehen. Der Flügelrahmen weist eine einem Innenraum des Gebäudes
zugewandte und vorzugsweise ebenen Innenseite mit einer Innensichtbreite auf, die
an ihrem der Glasscheibe zugewandten Ende von einer ersten innenseitigen Rahmenkante
und an ihrem von der Glasscheibe abgewandten Ende von einer zweiten innenseitigen
Rahmenkante begrenzt wird.
[0032] Der Flügelrahmen ist außerdem mit einer einer Außenumgebung des Gebäudes zugewandten,
vorzugsweise ebenen und/oder vorzugsweise im Wesentlichen parallel zu der Innenseite
verlaufenden Außenseite mit einer Außensichtbreite versehen, die an ihrem der Glasscheibe
zugewandten Ende von einer ersten außenseitigen Rahmenkante und an ihrem von der Glasscheibe
abgewandten Ende von einer zweiten außenseitigen Rahmenkante begrenzt wird.
[0033] Die erste innenseitige Rahmenkante und die erste außenseitige Rahmenkante fluchten
in einer senkrecht auf der Glasebene stehenden Blickrichtung mit einer Toleranz von
± 10 mm miteinander. Dies bedeutet, dass die erste innenseitige Rahmenkante oder die
erste außenseitige Rahmenkante mit einem relativen Versatz von bis zum 10 mm näher
an dem Zentrum der Glasscheibe liegen kann als die jeweils andere Kante. Die Toleranz
beträgt vorzugsweise ± 5 mm, weiter bevorzugt ± 3 mm, noch bevorzugter ± 2 mm und
noch weiter bevorzugt ± 1 mm.
[0034] Der Flügelrahmen weist auf seiner Innenseite einen von einem Betrachter sichtbaren
Abstand zu dem Tür- oder Fensterstock auf, der einen ersten Sichtspalt mit einer ersten
Spaltsichtbreite bildet. Die erste Spaltsichtbreite wird an ihrem der Glasscheibe
zugewandten Ende von der zweiten innenseitigen Rahmenkante und an ihrem von der Glasscheibe
abgewandten Ende von einer innenseitigen Stockkante begrenzt.
[0035] Des Weiteren weist der Flügelrahmen auf seiner Außenseite einen von einem Betrachter
sichtbaren Abstand zu dem Tür- oder Fensterstock auf, der einen zweiten Sichtspalt
mit einer zweiten Spaltsichtbreite bildet. Die zweite Spaltsichtbreite wird an ihrem
der Glasscheibe zugewandten Ende von der zweiten außenseitigen Rahmenkante und an
ihrem von der Glasscheibe abgewandten Ende von einer außenseitigen Stockkante begrenzt.
[0036] Auf seiner Außenseite steht der Flügelrahmen mit einem Außenüberstand über die Glasaußenfläche
hervor. Auf seiner Innenseite weist der Flügelrahmen einen Innenüberstand auf, mit
welchem er über die Glasinnenfläche hervorsteht.
[0037] Erfindungsgemäß fluchtet in einer senkrecht auf der Glasebene stehenden Blickrichtung
die zweite innenseitige Rahmenkante mit einer Toleranz von ± 10 mm mit der zweiten
außenseitigen Rahmenkante. Des Weiteren fluchtet in einer senkrecht auf der Glasebene
stehenden Blickrichtung die innenseitige Stockkante mit einer Toleranz von ± 10 mm
mit der außenseitigen Stockkante. Die zweite innenseitige Rahmenkante oder die zweite
außenseitige Rahmenkante kann somit mit einem relativen Versatz von bis zu 10 mm näher
an dem Zentrum der Glasscheibe liegen als die jeweils andere Kante. Auch die innenseitige
Stockkante oder die außenseitige Stockkante kann mit einem relativen Versatz von bis
zu 10 mm näher an dem Zentrum der Glasscheibe liegen als die jeweils andere Kante.
Die Toleranz beträgt vorzugsweise ± 5 mm, weiter bevorzugt ± 3 mm, noch bevorzugter
± 2 mm und noch weiter bevorzugt ± 1 mm.
[0038] Für das Verhältnis VH des Außenüberstandes zu dem Innenüberstand gilt 0,6 ≤ V ≤ 1,4.
Bevorzugt beträgt dieses Verhältnis 0,8 ≤ VH ≤ 1,3 . Dabei ist die absolute Abmessung
des Außenüberstandes und des Innenüberstandes jeweils kleiner oder gleich 15 mm. Der
Außenüberstand und der Innenüberstand betragen somit höchstens 15 mm, bevorzugt höchstens
10 mm.
[0039] Die in Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Kombination einer Schiebetür oder eines
Schiebefensters mit einem Tür- oder Fensterstock stehenden Vorteile, Wirkungen und
Alternativvarianten sind dieselben wie diejenigen Vorteile, Wirkungen und Alternativvarianten,
die voranstehend in Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Kombination eines schwenkbaren
Tür- oder Fensterflügels mit einem Tür- oder Fensterstock beschrieben wurden. Auf
diese voranstehend beschriebenen Vorteile, Wirkungen und Alternativvarianten wird
daher im Zusammenhang mit der Schiebetür bzw. dem Schiebefenster ausdrücklich Bezug
genommen.
[0040] Vorzugsweise entspricht die erste Spaltsichtbreite mit einer Toleranz von ± 10 mm
gleich der zweiten Spaltsichtbreite. Die Toleranz beträgt vorzugsweise ± 5 mm, weiter
bevorzugt ± 3 mm, noch bevorzugter ± 2 mm und noch weiter bevorzugt ± 1 mm.
[0041] Die Innensichtbreite des Flügelrahmens entspricht vorzugsweise möglichst exakt gleich
der Außensichtbreite des Flügelrahmens. Der Außenüberstand ist vorzugsweise möglichst
exakt gleich dem Innenüberstand.
[0042] Unabhängig von den und alternativ auch zusätzlich zu den voranstehend beschriebenen
Merkmalen der Kombination einer Schiebetür oder eines Schiebefensters mit einem Tür-
oder Fensterstock wird erfindungsgemäß des Weiteren eine Kombination wenigstens einer
Schiebetür oder wenigstens eines Schiebefensters mit einem Tür- oder Fensterstock
vorgeschlagen, bei der die Schiebetür oder das Schiebefenster einen Flügelrahmen aufweist,
der wenigstens eine Glasscheibe trägt. Der Flügelrahmen weist eine einem Innenraum
eines Gebäudes zugewandte Innenseite mit einer Innensichtbreite und eine einer Außenumgebung
des Gebäudes zugewandte Außenseite mit einer Außensichtbreite auf. Erfindungsgemäß
ist auf der Innenseite und/oder auf der Außenseite des Flügelrahmens eine Applikationsaufnahme
zur umlaufenden Aufnahme von Applikationen derart vorhanden, dass die Innensichtbreite
und/oder die Außensichtbreite im Wesentlichen vollständig von den Applikationen bedeckt
ist.
[0043] Alle voranstehend im Zusammenhang mit der Kombination eines schwenkbaren Tür- oder
Fensterflügels mit einem Tür- oder Fensterstock beschriebenen Merkmale, Vorteile und
Alternativvarianten betreffend die Applikationsaufnahme bzw. die Applikationen sind
auch im Hinblick auf die erfindungsgemäße Kombination einer Schiebetür oder eines
Schiebefensters mit einem Tür- oder Fensterstock relevant. Zur Vermeidung von Wiederholungen
wird daher hier ausdrücklich auf die voranstehend beschriebenen Merkmale, Vorteile
und Alternativvarianten der Applikationsaufnahme und der Applikationen selbst Bezug
genommen.
b3) Fixfenstervariante
[0044] Erfindungsgemäß wird des Weiteren ein Fixfensterteil mit einem Fensterstock vorgeschlagen,
der wenigstens eine Glasscheibe mit einer Glasebene, einer Glasaußenfläche und einer
Glasinnenfläche trägt.
[0045] Das Fixfensterteil ist für den Einbau in einer Mauer- oder Wandöffnung eines Gebäudes
vorgesehen. Der Fensterstock weist eine einem Innenraum des Gebäudes zugewandte und
vorzugsweise ebene Innenseite mit einer abgrenzbaren, von einem Betrachter sichtbaren
Innensichtbreite auf, die an ihrem der Glasscheibe zugewandten Ende von einer ersten
innenseitigen Stockkante und an ihrem von der Glasscheibe abgewandten Ende von einer
zweiten innenseitigen Stockkante begrenzt wird. Der Fensterstock weist des Weiteren
eine einer Außenumgebung des Gebäudes zugewandte, vorzugsweise ebene und/oder vorzugsweise
im Wesentlichen parallel zu der Innenseite verlaufende Außenseite mit einer abgrenzbaren,
von einem Betrachter sichtbaren Außensichtbreite auf, die an ihrem der Glasscheibe
zugewandten Ende von einer ersten außenseitigen Stockkante und an ihrem von der Glasscheibe
abgewandten Ende von einer zweiten außenseitigen Stockkante begrenzt wird.
[0046] Die erste innenseitige Stockkante fluchtet in einer senkrecht auf der Glasebene stehenden
Blickrichtung mit einer Toleranz von ± 10 mm mit der ersten außenseitigen Stockkante.
Dies bedeutet, dass die erste innenseitige Stockkante oder die erste außenseitige
Stockkante mit einem Versatz von bis zu 10 mm näher an dem Zentrum der Glasscheibe
liegen kann als die jeweils andere Stockkante. Die Toleranz beträgt vorzugsweise ±
5 mm, weiter bevorzugt ± 3 mm, noch bevorzugter ± 2 mm und noch weiter bevorzugt ±
1 mm.
[0047] Der Fensterstock ist auf seiner Innenseite mit einer inneren Sichtnut versehen, welche
eine innere Nutsichtbreite aufweist, die an ihrem der Glasscheibe zugewandten Ende
von der zweiten innenseitigen Stockkante und an ihrem von der Glasscheibe abgewandten
Ende von einer dritten innenseitigen Stockkante begrenzt wird. Außerdem weist der
Fensterstock auf seiner Außenseite eine äußere Sichtnut mit einer äußeren Nutsichtbreite
auf, die an ihrem der Glasscheibe zugewandten Ende von der zweiten außenseitigen Stockkante
und an ihrem von der Glasscheibe angewandten Ende von einer dritten außenseitigen
Stockkante begrenzt wird.
[0048] Darüber hinaus steht der Fensterstock auf seiner Außenseite mit einem Außenüberstand
über die Glasaußenflächen hervor. Auf seiner Innenseite weist der Fensterstock einen
Innenüberstand auf, mit welchem er über die Glasinnenfläche hervorsteht.
[0049] Erfindungsgemäß fluchtet die zweite innenseitige Stockkante in einer senkrecht auf
der Glasebene stehenden Blickrichtung mit einer Toleranz von ± 10 mm mit der zweiten
außenseitigen Stockkante. Des Weiteren fluchtet die dritte innenseitige Stockkante
in einer senkrecht auf der Glasebene stehenden Blickrichtung mit einer Toleranz von
± 10 mm mit der dritten außenseitigen Stockkante. Dies bedeutet, dass die zweite innenseitige
Stockkante oder die zweite außenseitige Stockkante und die dritte innenseitige Stockkante
oder die dritte außenseitige Stockkante mit einem Versatz von bis zu 10 mm näher an
dem Zentrum der Glasscheibe liegen kann als die jeweils andere Stockkante. Die Toleranz
beträgt vorzugsweise ± 5 mm, weiter bevorzugt ± 3 mm, noch bevorzugter ± 2 mm und
noch weiter bevorzugt ± 1 mm.
[0050] Für das Verhältnis VH des Außenüberstandes zu dem Innenüberstand gilt 0,6 ≤ V ≤ 1,4.
Bevorzugt beträgt dieses Verhältnis 0,8 ≤ VH ≤ 1,3. Dabei ist der Außenüberstand und
der Innenüberstand jeweils kleiner oder gleich 15 mm. Der Außenüberstand und der Innenüberstand
betragen somit höchstens 15 mm, bevorzugt höchstens 10 mm.
[0051] Die voranstehend in Zusammenhang mit der Kombination eines schwenkbaren Tür- oder
Fensterflügels mit einem Tür- oder Fensterstock beschriebenen Vorteile, Wirkungen
und Alternativvarianten sind auch bei dem erfindungsgemäßen Fixfensterteil mit einem
Fensterstock gegeben. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird hier in Zusammenhang
mit dem Fixfensterteil daher der Einfachheit halber auf die voranstehend beschriebenen
Vorteile, Wirkungen und Alternativvarianten der Kombination eines schwenkbaren Tür-
oder Fensterflügels mit einem Tür- oder Fensterstock ausdrücklich Bezug genommen.
[0052] Die innere Nutsichtbreite des Fensterstocks entspricht mit einer Toleranz von ± 10
mm gleich der äußeren Nutsichtbreite des Fensterstocks. Die Toleranz beträgt vorzugsweise
± 5 mm, weiter bevorzugt ± 3 mm, noch bevorzugter ± 2 mm und weiter bevorzugt ± 1
mm.
[0053] Die Innensichtbreite des Fensterstocks ist vorzugsweise möglichst exakt gleich der
Außensichtbreite des Fensterstocks. Der Außenüberstand des Fensterstocks ist vorzugsweise
möglichst exakt gleich dem Innenüberstand des Fensterstocks.
[0054] Unabhängig von den und alternativ auch zusätzlich zu den voranstehend beschriebenen
Merkmalen des Fixfensterteils wird erfindungsgemäß außerdem ein Fixfensterteil mit
einem Fensterstock vorgeschlagen, der wenigstens eine Glasscheibe trägt. Der Fensterstock
weist eine einem Innenraum eines Gebäudes zugewandte Innenseite mit einer abgrenzbaren,
von einem Betrachter sichtbaren Innensichtbreite und eine einer Außenumgebung des
Gebäudes zugewandte Außenseite mit einer abgrenzbaren, von einem Betrachter sichtbaren
Außensichtbreite auf. Erfindungsgemäß ist auf der Innenseite und/oder auf der Außenseite
des Fensterstocks eine Applikationsaufnahme zur Aufnahme von um den Fensterstock umlaufenden
Applikationen derart vorhanden, dass die Innensichtbreite und/oder die Außensichtbreite
im Wesentlichen vollständig von den Applikationen bedeckt ist.
[0055] Alle voranstehend im Zusammenhang mit der Kombination eines schwenkbaren Tür- oder
Fensterflügels mit einem Tür- oder Fensterstock beschriebenen Merkmale, Vorteile und
Alternativvarianten sind auch im Hinblick auf das erfindungsgemäße Fixfensterteil
relevant. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird daher hier betreffend das Fixfensterteil
auf die voranstehend in Zusammenhang mit der Kombination eines schwenkbaren Tür- oder
Fensterflügels mit einem Tür- oder Fensterstock beschriebenen Merkmale, Vorteile und
Alternativvarianten betreffend die Applikationsaufnahme und die Applikationen ausdrücklich
Bezug genommen.
b4) System
[0056] Erfindungsgemäß ist es besonders vorteilhaft, ein System aus wenigstens zwei unterschiedlichen
Systemelementen zu bilden. Die wenigstens zwei unterschiedlichen Systemelemente werden
dabei aus einer erfindungsgemäßen Kombination eines schwenkbaren Tür- oder Fensterflügels
mit einem Tür- oder Fensterstock, einer erfindungsgemäßen Kombination wenigstens einer
Schiebetür oder wenigstens eines Schiebefensters mit einem Tür- oder Fensterstock
und einem erfindungsgemäßen Fixfensterteil ausgewählt. Natürlich kann ein erfindungsgemäßes
System auch drei unterschiedliche Systemelemente aufweisen, nämlich einen schwenkbaren
Tür- oder Fensterflügel, eine Schiebetür oder ein Schiebefenster und ein Fixfensterteil.
Denkbar sind auch erfindungsgemäße Systeme mit wenigstens zwei unterschiedlichen Systemelementen
und im Übrigen weiteren Systemelementen, die mit einem oder beiden der wenigstens
zwei unterschiedlichen Systemelemente ihrer erfindungsgemäßen Art nach identisch sein
können. Ein Beispiel hierfür wäre ein System mit einem schwenkbaren Türflügel, einem
schwenkbaren Fensterflügel und zwei Fixfensterteilen.
[0057] Die Gruppe, aus welcher die unterschiedlichen Systemelemente des erfindungsgemäßen
Systems ausgewählt werden, umfasst eine erfindungsgemäße Kombination eines schwenkbaren
Tür- oder Fensterflügels mit einem Tür- oder Fensterstock, eine erfindungsgemäße Kombination
wenigstens einer Schiebetür oder wenigstens eines Schiebefensters mit einem Tür- oder
Fensterstock und einen erfindungsgemäßen Fixfensterteil mit einem Fensterstock, die
entsprechend folgender Merkmale miteinander verknüpft sind:
Die Nutsichtbreite, die zweite Spaltsichtbreite und die äußere Nutsichtbreite sind
mit einer Toleranz von ± 10 mm jeweils gleich groß.
[0058] Die Flügelspaltsichtbreite, die erste Spaltsichtbreite und die innere Nutsichtbreite
sind mit einer Toleranz von ± 10 mm jeweils gleich groß.
[0059] Die Außensichtbreite des Tür- oder Fensterstocks für den schwenkbaren Tür- oder Fensterflügel,
die Außensichtbreite des Flügelrahmens der Schiebetür oder des Schiebefensters und
die Außensichtbreite des Fensterstocks des Fixfensterteils sind mit einer Toleranz
von ± 10 mm jeweils gleich groß.
[0060] Die Innensichtbreite des Flügelrahmens des schwenkbaren Tür- oder Fensterflügels,
die Innensichtbreite des Flügelrahmens der Schiebetür oder des Schiebefensters und
die Innensichtbreite des Fensterstocks des Fixfensterteils sind mit einer Toleranz
von ± 10 mm jeweils gleich groß.
[0061] Die Toleranz im Rahmen dieser verknüpfenden Merkmale beträgt vorzugsweise ± 5 mm,
weiter bevorzugt ± 3 mm, noch bevorzugter ± 2 mm und noch weiter bevorzugt ± 1 mm.
[0062] Das erfindungsgemäße System hat den Vorteil, dass auch ihrer Art nach unterschiedliche
Systemelemente für den Betrachter im Wesentlichen dieselbe Innenansicht und/oder Außenansicht
haben. Es ergibt sich daraus ein System mit unterschiedlichen Systemelementen, die
dennoch das gleiche geometrische Erscheinungsbild vermitteln. Es wird ein optisch
einheitlich erscheinendes System ohne unruhige Geometrie- bzw. Kantenverläufe gewährleistet.
Der Bauherr kann ein Gebäude mit einem Glasbereich errichten, der funktional unterschiedliche
Systemelemente aufweist und trotz dieser unterschiedlichen Funktionalitäten der Systemelemente
ein optisch einheitliches und harmonisches Erscheinungsbild des Glasbereichs gewährleistet.
[0063] Vorzugsweise sind der Außenüberstand des Tür- oder Fensterstocks für den schwenkbaren
Tür- oder Fensterflügel, der Außenüberstand des Flügelrahmens der Schiebetür oder
des Schiebefensters und der Außenüberstand des Fensterstocks des Fixfensterteils mit
einer Toleranz von ± 10 mm gleich groß. Die Toleranz beträgt vorzugsweise ± 5 mm,
weiter bevorzugt ± 3 mm, noch bevorzugter ± 2 mm und noch weiter bevorzugt ± 1 mm.
[0064] Vorzugsweise sind außerdem der Innenüberstand des Flügelrahmens des schwenkbaren
Tür- oder Fensterflügels, der Innenüberstand des Flügelrahmens der Schiebetür oder
des Schiebefensters und der Innenüberstand des Fensterstocks des Fixfensterteils mit
einer Toleranz von ± 10 mm gleich groß. Die Toleranz beträgt vorzugsweise ± 5 mm,
weiter bevorzugt ± 3 mm, noch bevorzugter ± 2 mm und noch weiter bevorzugt ± 1 mm.
c) Ausführungsbeispiele
[0065] Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden beispielhaft
anhand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Innenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels in Form zweier erfindungsgemäßer
Kombinationen jeweils mit innen- und außenseitigen Applikationen in nicht eingeputztem
Zustand, nämlich links die Kombination eines schwenkbaren Fensterflügels mit einem
Fensterstock und rechts die Kombination eines schwenkbaren Türflügels mit einem Türstock;
- Fig. 2
- eine Außenansicht der in Fig. 1 gezeigten Kombinationen in nicht eingeputztem Zustand;
- Fig. 3
- die Innenansicht gemäß Fig. 1 in eingeputztem Zustand;
- Fig. 4
- die Außenansicht gemäß Fig. 2 in eingeputztem Zustand;
- Fig. 5
- eine Schnittansicht gemäß der Schnitte A-A und B-B in den Fig. 1, 2, 8 und 9, wobei
die in den Innen- und Außenansichten der Fig. 1, 2, 8 und 9 zu sehenden Applikationen
im Sinne einer Variation der gezeigten Ausführungsbeispiele weggelassen wurden;
- Fig. 6
- eine der Fig. 5 entsprechende Schnittdarstellung mit einer im Sinne einer weiteren
Variation nur auf der Innenseite des Flügelrahmens angebrachten Applikation;
- Fig. 7
- eine Schnittdarstellung gemäß der Schnitte A-A und B-B in den Fig. 1, 2, 8 und 9;
- Fig. 8
- eine Innenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels in Form eines Systems aus unterschiedlichen
Systemkomponenten jeweils mit innen- und außenseitigen Applikationen in nicht eingeputztem
Zustand, nämlich eine Schiebetür, ein nicht erfindungsgemäßes Fixfensterteil, eine
schwenkbare Tür und ein erfindungsgemäßes Fixfensterteil;
- Fig. 9
- eine Außenansicht des in Fig. 8 gezeigten Systems in nicht eingeputztem Zustand;
- Fig. 10
- die Innenansicht gemäß Fig. 8 in eingeputztem Zustand;
- Fig. 11
- die Außenansicht gemäß Fig. 9 in eingeputztem Zustand;
- Fig. 12
- eine Innenansicht eines dritten Ausführungsbeispiels in Form eines Systems aus unterschiedlichen
Systemkomponenten jeweils mit innen- und außenseitigen Applikationen in nicht eingeputztem
Zustand, nämlich eine Schiebetür, ein nicht erfindungsgemäßes Fixfensterteil und ein
erfindungsgemäßes Fixfensterteil;
- Fig. 13
- eine Außenansicht des in Fig. 12 gezeigten Systems in nicht eingeputztem Zustand;
- Fig. 14
- die Innenansicht gemäß Fig. 12 in eingeputztem Zustand;
- Fig. 15
- die Außenansicht gemäß Fig. 13 in eingeputztem Zustand;
- Fig. 16
- eine Schnittansicht gemäß dem Schnitt C-C in den Fig. 8, 9, 12 und 13, wobei die in
den Innen- und Außenansichten der Fig. 8, 9, 12 und 13 zu sehenden Applikationen im
Sinne einer Variation der gezeigten Ausführungsbeispiele weggelassen wurden;
- Fig. 17
- eine der Fig. 16 entsprechende Schnittansicht mit einer im Sinne einer weiteren Variation
nur auf der Innenseite des Flügelrahmens angebrachten Applikation;
- Fig. 18
- eine Schnittansicht gemäß dem Schnitt C-C in den Fig. 8, 9, 12 und 13;
- Fig. 19
- eine Schnittansicht gemäß Schnitt D-D in den Fig. 8, 9, 12 und 13, wobei die in den
Innen- und Außenansichten der Fig. 8, 9, 12 und 13 zu sehenden Applikationen im Sinne
einer Variation der gezeigten Ausführungsbeispiele weggelassen wurden;
- Fig. 20
- eine der Fig. 19 entsprechende Schnittansicht mit einer im Sinne einer weiteren Variation
nur auf der Innenseite des Fensterstocks angeordneten Applikation; und
- Fig. 21
- eine Schnittansicht gemäß Schnitt D-D in den Fig. 8, 9, 12 und 13.
[0066] In der folgenden Beschreibung kennzeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder einander
entsprechende Teile, Elemente oder Merkmale.
[0067] Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel, bei dem links die Innenansicht eines
schwenkbaren Fensterflügels 1 (vgl. Fig.7) in Kombination mit einem Fensterstock 2
sowie rechts ein schwenkbarer Türflügel 1 in Kombination mit einem Türstock 2 vorhanden
ist. Der Tür- bzw. Fensterstock 2 ist nicht eingeputzt und dementsprechend gut sichtbar.
Der Tür- bzw. Fensterflügel 1 weist jeweils einen umlaufenden, schwenkbaren Flügelrahmen
3 auf, der jeweils eine Glasscheibe 7 trägt. Der Flügelrahmen 3 (vgl. Fig. 7) sowohl
des Fensterflügels 1 als auch des Türflügels 1 ist mit einer in Fig. 1 zu sehenden,
vollständig umlaufenden Applikation 16 versehen, die bei dem Fensterflügel 1 und dem
Türflügel 1 jeweils aus vier Applikationsleisten besteht. In der in Fig. 1 gezeigten
Innenansicht schaut der Betrachter auf eine Glasinnenfläche 9 der Glasscheibe 7. Die
Glasscheibe 7 im Sinne der vorliegenden Erfindung muss nicht zwingend aus echtem Glas
sein. Sie kann alternativ aus einem durchsichtigen Kunststoffmaterial oder aus anderen
durchsichtigen Materialien bestehen.
[0068] Fig. 2 zeigt den Tür- und Fensterflügel 1 mit dem Tür- und Fensterstock 2 in der
Außenansicht, d.h. in einer der Blickrichtung der Fig. 1 entgegengesetzten Blickrichtung.
Der Betrachter schaut hier auf eine Glasaußenfläche 8 der Glasscheibe 7. In der Außenansicht
gemäß Fig. 2 ist keiner der beiden Flügelrahmen 3 sichtbar (vgl. Fig. 7). Neben der
Glasscheibe 7 sieht der Betrachter ausschließlich den Tür- und Fensterstock 2 sowie
die Applikation 19, die auch auf der Außenseite des Tür- und Fensterstocks 2 jeweils
aus vier Applikationsleisten besteht.
[0069] Fig. 3 zeigt die der Fig. 1 entsprechende Innenansicht in eingeputztem Zustand. Eine
umlaufende innenseitige Stockkante SK (vgl. Fig. 7) des Tür- bzw. Fensterstocks 2
bildet die sogenannte Putzkante, bis an welche heran der Putz geführt wird. Der Tür-
bzw. Fensterstock 2 ist in Fig. 3 nur noch zwischen der Stockkante SK und einer umlaufenden
Rahmenkante RK2 (vgl. Fig. 5) sichtbar.
[0070] Fig. 4 zeigt die der Fig. 2 entsprechende Außenansicht in eingeputztem Zustand. Hier
bildet eine außenseitige Stockkante SK3 (vgl. Fig. 5) die sogenannte Putzkante, bis
zu welcher der Putz herangeführt wird. Wie in Fig. 2 ist auch in Fig. 4 der schwenkbare
Flügelrahmen 3 für den Betrachter nicht sichtbar.
[0071] Die als Putzkanten fungierenden Stockkanten SK und SK3 haben den Vorteil, dass sie
eine eindeutige geometrische Putzgrenze definieren. Der Einputzer, der die Aufgabe
hat, den Tür- und Fensterstock 2 einzuputzen, kann sich bei seiner Arbeit daher auf
einfache Art und Weise an dieser geometrisch vorgegebenen Putzgrenze orientieren.
Dadurch wird ein geometrisch sauberes Putzbild gewährleistet.
[0072] Fig. 5 zeigt eine schematische Schnittdarstellung gemäß der Schnitte A-A und B-B
in den Figuren 1, 2, 8 und 9, wobei die in den Innen- und Außenansichten der Fig.
1, 2, 8 und 9 zu sehenden Applikationen 16 und 19 im Sinne einer Variation der gezeigten
Ausführungsbeispiele weggelassen wurden. Es ist der nicht einputzte Zustand gezeigt.
Der Tür- bzw. Fensterstock 2 sowie der Flügelrahmen 3 sind lediglich schematisch dargestellt.
Je nach Materialwahl, beispielsweise Holz oder Kunststoff sowie Kombinationen von
Holz oder Kunststoff mit Metall, können der Tür- bzw. Fensterstock 2 und der Flügelrahmen
3 ihrem inneren Aufbau nach unterschiedlich gestaltet werden.
[0073] Der schwenkbare Flügelrahmen 3 trägt eine Glasscheibe 7 mit einer in ihr mittig verlaufenden
Glasebene GE. Die Glasscheibe 7 kann grundsätzlich als Einfach- oder als Mehrfachglasscheibe
ausgeführt sein. Die Glasscheibe 7 weist eine Glasaußenfläche 8 und eine Glasinnenfläche
9 auf und wird in an sich üblicher Weise von dem Flügelrahmen 3 gehalten.
[0074] Auf seiner in Fig. 5 unteren Seite weist der Flügelrahmen 3 eine dem Tür- bzw. Fensterstock
2 zugewandte Stockseite 6 auf, in welcher sich ein um den gesamten Flügelrahmen 3
umlaufender Beschlagkanal 4 zur Aufnahme der Beschläge 5 befindet. Die Beschläge 5
sowie die Beschlaggegenstücke 54, die an dem Tür- bzw. Fensterstock 2 befestigt sind,
sind in Fig. 5 zu erkennen. Die Beschläge 5 und die Beschlaggegenstücke 54 sind in
dem Raum zwischen der von der Glasaußenfläche 8 aufgespannten Glasaußenebene und der
von der Glasinnenfläche 9 aufgespannten Glasinnenebene angeordnet.
[0075] Der in den Fig. 1 bis 4 gezeigte Tür- bzw. Fensterflügel 1 trennt einen in Fig. 5
rechts gekennzeichneten Innenraum 10 eines Gebäudes von einer in Fig. 5 links gekennzeichneten
Außenumgebung 12 des Gebäudes. Die Innenansicht gemäß Fig. 1 entspricht der Ansicht,
die ein Betrachter aus dem Innenraum 10 sieht. Die Außenansicht gemäß Fig. 2 entspricht
der Ansicht, die ein Betrachter aus der Außenumgebung 12 sieht. Wird der Tür- bzw.
Fensterflügel 1 in eine Innenwand des Gebäudes eingebaut, die zwischen dem Innenraum
10 und einem dem Innenraum 10 benachbarten Innenraum steht, so handelt es sich bei
der Außenumgebung 12 um den benachbarten Innenraum.
[0076] Auf seiner dem Innenraum 10 zugewandten Innenseite 11 weist der Flügelrahmen 3 eine
für den Betrachter wahrnehmbare Innensichtbreite G des Flügelrahmens 3 auf, die bei
dem gezeigten Ausführungsbeispiel G = 52,5 mm beträgt. Die Innensichtbreite G wird
an ihrem in Fig. 5 oberen Ende von der ersten Rahmenkante RK1 und an ihrem in Fig.
5 unteren Ende von der zweiten Rahmenkante RK2 begrenzt. Dabei stellt die erste Rahmenkante
RK1 in Fig. 5 den obersten Punkt und die zweite Rahmenkante RK2 in Fig. 5 den untersten
Punkt des Flügelrahmens 3 dar.
[0077] Wie in Fig. 5 zu erkennen ist, hält die zweite Rahmenkante RK2 nach unten einen Abstand
zu der innenseitigen Stockkante SK ein, der einen von dem Betrachter sichtbaren Sichtspalt
14 bildet. Die diesem Abstand entsprechende Flügelspaltsichtbreite H beträgt bei dem
gezeigten Ausführungsbeispiel H = 8,5 mm.
[0078] Die von dem Innenraum 10 aus sichtbare Innensichtbreite G sowie die aus dem Innenraum
10 sichtbare Flügelspaltsichtbreite H ist in den Fig. 1 und 3 zu erkennen. In dem
eingeputzten Zustand gemäß Fig. 3 ist die Flügelspaltsichtbreite H am besten zu sehen.
[0079] In Fig. 5 ist auf der Außenseite 13 des Tür- bzw. Fensterstocks 2 eine für den Betrachter
optisch abgrenzbare Außensichtbreite E zu erkennen, die an ihrem in Fig. 5 oberen
Ende von der ersten außenseitigen Stockkante SK1 und an ihrem in Fig. 5 unteren Ende
von der zweiten außenseitigen Stockkante SK2 begrenzt wird. Die Außensichtbreite E
beträgt bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel E = 52,5 mm und entspricht damit exakt
der Innensichtbreite G. Der die Außensichtbreite E sehende Betrachter sieht in der
Außenansicht ausschließlich den Tür- bzw. Fensterstock 2, da der Flügelrahmen 3 in
der Außenansicht vollständig hinter der Außenseite 13 des Tür- bzw. Fensterstocks
2 verborgen ist.
[0080] In Fig. 5 schließt sich nach unten an die Außensichtbreite E eine für den Betrachter
sichtbare Sichtnut 15 an, die an ihrem in Fig. 5 oberen Ende von der zweiten außenseitigen
Stockkante SK2 und an ihrem in Fig. 5 unteren Ende von der dritten außenseitigen Stockkante
SK3 begrenzt wird. Die Sichtnut 15 weist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel eine
Nutsichtbreite F = 7 mm auf und ist damit nur 1,5 mm kleiner als die Flügelspaltsichtbreite
H.
[0081] In Fig. 5 ist ersichtlich, dass die Stockkante SK1 und die Rahmenkante RK1, die Stockkante
SK2 und die Rahmenkante RK2 sowie die Stockkante SK3 und die Stockkante SK in einer
senkrecht auf der Glasebene GE stehenden und in Fig. 5 damit horizontal verlaufenden
Blickrichtung im Wesentlichen miteinander fluchten, d.h. in Fig. 5 jeweils im Wesentlichen
auf der gleichen horizontalen Höhe liegen. Daraus ergibt sich sowohl in der Innenansicht
als auch in der Außenansicht dasselbe äußere Erscheinungsbild im Hinblick auf die
Linien- und Kantenverläufe des Flügelrahmens 3 bzw. des Tür- und Fensterstocks 2.
Dies ist auch durch einen Vergleich der Ansichten gemäß der Fig. 1 und 2 oder der
Ansichten gemäß der Fig. 3 und 4 gut erkennbar.
[0082] Bei dem in Fig. 5 gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Glasscheibe 7 eine Dicke
B = 48 mm auf. Die ebene und parallel zu der Innenseite 11 verlaufende Außenseite
13 des Tür- bzw. Fensterstocks 2 steht bei geschlossenem Fensterflügel 1 um einen
Außenüberstand von A = 13 mm über die Glasaußenfläche 8 hervor. Die ebene und parallel
zu der Außenseite 13 verlaufende Innenseite 11 des Flügelrahmens 3 steht bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel mit einem Innenüberstand von C = 9,8 mm über die Glasinnenfläche
9 hervor. Insgesamt weist die Kombination aus Flügelrahmen 3 und Tür- bzw. Fensterstock
2 bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel eine Gesamtdicke von D = 70,8 mm auf.
[0083] Das Verhältnis VH von Außenüberstand A zu Innenüberstand C liegt bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel dementsprechend bei VH = A/C = 1,3.
[0084] Wie in Fig. 5 zu erkennen ist, weist der Querschnitt der Kombination aus dem Fensterflügel
3 und dem Tür- bzw. Fensterstock 2 im Hinblick auf die Geometrie seiner Außenkontur
eine Symmetrie zu der Glasebene GE auf. Diese Symmetrie führt nicht nur zu einem einheitlichen
Erscheinungsbild in der Innen- sowie der Außenansicht, sondern führt wegen der erfindungsgemäßen
Schlankheit des Querschnitts auch zu dem technischen Vorteil, dass Rohstoffe eingespart
werden, der Wärmestrahlungsschatten verkleinert und damit die Neigung zur Bildung
von Kondenswasser verringert wird sowie die Sonneneinstrahllichte und somit die Wärmeenergie,
die in das Gebäude einfallen kann, vergrößert wird.
[0085] Besonders vorteilhaft ist der im Vergleich zu der Gesamtdicke D und zu der Dicke
B der Glasscheibe 7 verhältnismäßig geringe Innenüberstand C des Flügelrahmens 3 auf
seiner Innenseite 11. Dieser verhältnismäßig geringe Innenüberstand C führt in demjenigen
Bereich der Glasscheibe 7, in welchem in Fig. 5 die Bezugszeichenlinie des Bezugszeichens
"9" endet, zu einer in vorteilhafter Weise verringerten Neigung zur Bildung von Kondenswasser.
Diese verringerte Neigung zur Kondenswasserbildung ergibt sich daraus, dass der geringe
Innenüberstand C keinen nennenswerten Wärmestrahlungsschatten für Strahlungswärme
aus dem Innenraum 10 bildet. Dadurch nimmt der vorgenannte Bereich der Glasscheibe
7 eine höhere Temperatur an als dies bei aus dem Stand der Technik bekannten Fenstern
der Fall ist.
[0086] Fig. 6 zeigt eine der Fig. 5 entsprechende Schnittdarstellung, bei der im Sinne einer
weiteren Variation nur auf der Innenseite 11 des Flügelrahmens 3 eine Applikation
16 in Form einer länglichen Leiste mit flachem Rechteckquerschnitt angeordnet ist.
Die Applikation 16 für den gesamten Flügelrahmen 3 kann beispielsweise aus vier entsprechenden
Leisten bestehen, um den Flügelrahmen 3 vollständig umlaufend verkleiden zu können.
Die Applikationsaufnahme zur Aufnahme der Applikation 16 wird in Fig. 6 von zwei Fortsätzen
17 und 18 begrenzt, die vollständig um den Flügelrahmen 3 umlaufen. Das freie Ende
des Fortsatzes 17 bildet dieRahmenkante RK1 und das freie Ende des Fortsatzes 18 bildet
die Rahmenkante RK2.
[0087] Mit Ausnahme der verhältnismäßig geringfügigen Dicke der Fortsätze 17 und 18 weist
die Applikation 16 eine Höhe auf, die nahezu der Innensichtbreite G entspricht. Die
Applikation 16 soll die Innensichtbreite G im Wesentlichen vollständig bedecken. Alternativ
ist denkbar, zwischen den Fortsätzen 17 und 18 einen oder mehrere weitere Fortsätze
anzuordnen. Es können dann in Fig. 6 übereinander zwei oder mehr verschiedenartige
Leisten als Applikation angebracht werden. Beispielsweise sind verschiedenfarbige
Leisten aus demselben Material oder verschiedene Leisten aus unterschiedlichen Materialien
denkbar.
[0088] Als Material für die Applikation 16 kommen vorzugsweise solche Materialien in Frage,
die nicht dem Material des Flügelrahmens 3 bzw. des Tür- oder Fensterstocks 2 entsprechen.
Beispielsweise können Metalle, zum Beispiel Aluminium oder Stahl, Stein, betonartige
Materialien, Glas, Keramik oder Holz verwendet werden.
[0089] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 wird die erfindungsgemäße Applikationsaufnahme
von der Innenseite 11 des Flügelrahmens 3 sowie den beiden Fortsätzen 17 und 18 gebildet.
Der in dem Innenraum 10 befindliche Betrachter sieht lediglich die in Fig. 6 rechte
Seite der Applikation 16. Dementsprechend braucht bei Bedarf nur diese sichtbare rechte
Seite der Applikation 16 derart oberflächenbehandelt zu werden, dass ein optisch ansprechendes
Erscheinungsbild der Oberfläche entsteht. Die anderen drei Oberflächen der Applikation
16, d.h. deren in Fig. 6 obere, linke und untere Seite, sind von dem Fortsatz 17,
der Innenseite 11 und dem Fortsatz 18 bedeckt und damit nicht sichtbar. Sie erfordern
keine weitergehende Oberflächenbearbeitung, sodass eine ansprechende Applikation 16
zu verhältnismäßig geringen Produktionskosten zur Verfügung gestellt werden kann.
[0090] Die in Fig. 6 auf der Innenseite 11 befindliche Applikation 16 führt zu einem im
Vergleich zu dem Innenüberstand gemäß Fig. 5 etwas größeren Innenüberstand C, der
bei dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel C = 14,8 mm beträgt. Das Verhältnis
VH von Außenüberstand A zu Innenüberstand C beträgt bei diesem Ausführungsbeispiel
dementsprechend VH = A/C = 0,9. Der voranstehend in Zusammenhang mit Fig. 5 beschriebene
Wärmestrahlungsschatten wird durch den vergrößerten Innenüberstand C geringfügig vergrößert.
Insgesamt weist die in Fig. 6 gezeigte Kombination aus Flügelrahmen 3 und Tür- bzw.
Fensterstock 2 eine Gesamtdicke von D = 75,8 mm auf.
[0091] Fig. 7 zeigt eine schematische Schnittansicht gemäß der Schnitte A-A und B-B in den
Figuren 1, 2, 8 und 9.Im Vergleich zu Fig. 6 befindet sich zusätzlich auch auf der
Außenseite 13 des Tür- bzw. Fensterstocks 2 eine Applikation 19. Die Applikationsaufnahme
wird auf der Außenseite von einem Fortsatz 20, der Außenseite 13 und einem Fortsatz
21 gebildet. Wie in Fig. 7 zu erkennen ist, bildet das freie Ende des Fortsatzes 20
auf die Stockkante SK1 und das freie Ende des Fortsatzes 21 dieStockkante SK2.
[0092] Im Hinblick auf die Merkmale, Vorteile und Alternativvarianten der Applikation 19
wird auf die in Zusammenhang mit der Applikation 16 beschriebenen Merkmale, Vorteile
und Alternativvarianten Bezug genommen. Je nach Bedarf können die Applikationen 16
und 19 aus demselben Material oder aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Das
Material der Applikation 19 ist vorzugsweise ein anderes Material als dasjenige des
Tür- oder Fensterstocks 2.
[0093] Der Außenüberstand A des in Fig. 7 gezeigten Ausführungsbeispiels ist im Vergleich
zu dem Außenüberstand gemäß der Fig. 5 und 6 etwas größer und beträgt A = 18 mm. Das
Verhältnis VH von Außenüberstand A zu Innenüberstand C ergibt sich bei dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 7 zu VH = A/C = 1,2. Die Gesamtdicke D der in Fig. 7 gezeigten Kombination
aus Flügelrahmen 3 und Tür- bzw. Fensterstock 2 beträgt D = 80,8 mm.
[0094] Fig. 8 zeigt die Innenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels in Form eines erfindungsgemäßen
Systems mit vier unterschiedlichen Systemkomponenten in nicht verputztem Zustand.
Von links nach rechts weist das System eine Schiebetür 38 mit zugehörigem Türstock
32, ein nicht erfindungsgemäßes Fixfensterteil 55, das hier nicht weiter interessiert,
einen schwenkbaren Türflügel 1 mit zugehörigem Türstock 2 und ein erfindungsgemäßes
Fixfensterteil 40 auf. Der nicht erfindungsgemäße Fixfensterteil 55 bildet naturgemäß
keine erfindungsgemäße Systemkomponente, so dass das in Fig. 8 gezeigte System drei
erfindungsgemäße Systemkomponenten 38, 1 und 40 aufweist.
[0095] Der in den Fig. 8 gezeigte schwenkbare Türflügel 1 mit zugehörigem Türstock 2 weist
dieselben voranstehend beschriebenen Merkmale auf wie der in Fig. 1 rechts gezeigte
schwenkbare Türflügel 1 mit zugehörigem Türstock 2. Insbesondere entspricht der Schnitt
B-B in Fig. 8 der in Fig. 7 gezeigten Schnittdarstellung, die voranstehend im Einzelnen
beschrieben wurde.
[0096] Die Schiebetür 38 weist einen Flügelrahmen 22 auf, der eine Glasscheibe 29 mit einer
Glasaußenfläche 30 und einer Glasinnenfläche 31 trägt. Wie in Fig. 8 gezeigt, ist
die Schiebetür 38 mit einem Türstock 32 kombiniert, der in geschlossenem Zustand der
Schiebetür 38 um drei Seiten des Flügelrahmens 22 umläuft. In Fig. 8 ist die innenseitige
Applikation 35 (vgl. Fig. 18) zu erkennen, die vollständig um den Flügelrahmen 22
umläuft und bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel aus vier Applikationsleisten besteht.
[0097] Der schwenkbare Türflügel 1 trägt in dem Flügelrahmen 3 eine Glasscheibe 7 mit einer
Glasaußenfläche 8 und einer Glasinnenfläche 9. In der Innenansicht gemäß Fig. 8 sind
auch der Türstock 2 und die innenseitige Applikation 16 (vgl. Fig. 1 und 7) an dem
Flügelrahmen 3 zu erkennen.
[0098] Das Fixfensterteil 40 trägt eine Glasscheibe 42 mit einer Glasaußenfläche 43 und
einer Glasinnenfläche 44. In Fig. 8 sind auch der Fensterstock 41 des Fixfensterteils
40 sowie die innenseitige Applikation 51 (vg. Fig. 21) zu erkennen, die aus vier an
dem Fensterstock 41 umlaufend angebrachten Applikationsleisten besteht. Oberhalb und
unterhalb des Fensterstocks 2 sowie des Fensterstocks 41 befindet sich jeweils ein
Ausgleichsprofil 56 zum Ausgleich der unterschiedlichen Einbautiefen der Schiebetür
38 einerseits und des schwenkbaren Türflügels 1 sowie des Fixfensterteils 40 andererseits.
[0099] Fig. 9 zeigt eine Außenansicht des in Fig. 8 gezeigten Systems in nicht eingeputztem
Zustand. Der Betrachter schaut in einer der Blickrichtung der Fig. 8 entgegengesetzten
Blickrichtung auf das System, so dass er auf die Glasaußenflächen 43, 8 und 30 blickt.
Es sind außerdem die außenseitige Applikation 51 (vgl. Fig. 21) des Fixfensterteils
40, die außenseitige Applikation 19 (vgl. Fig. 7) des schwenkbaren Türflügels 1 und
die außenseitige Applikation 35 (vgl. Fig. 18) der Schiebetür 38 zu erkennen. Diese
Applikationen bestehen wie die zugehörigen innenseitigen Applikationen jeweils aus
vier Applikationsleisten, wobei die außenseitigen Applikationen bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel dasselbe äußere Erscheinungsbild wie die innenseitigen Applikationen
vermitteln. Denkbar ist jedoch auch, dass die außenseitigen Applikationen aus einem
anderen Material bestehen wie die innenseitigen Applikationen.
[0100] Fig. 10 zeigt eine der Fig. 8 entsprechende Innenansicht in eingeputztem Zustand.
Es ist eine innenseitige Stockkante SKi des Türstocks 32 der Schiebetür 38 zu erkennen,
die als sogenannte Putzkante fungiert, bis zu welcher der Putz herangeführt wird.
Des Weiteren ist bei dem schwenkbaren Türflügel 1 die innenseitige Stockkante SK und
bei dem Fixfensterteil 40 eine innenseitige Stockkante SK3i zu erkennen, die ebenso
als Putzkanten fungieren, bis zu denen der Putz herangeführt wird.
[0101] Fig. 11 zeigte eine der Fig. 9 entsprechende Außenansicht des Systems in eingeputztem
Zustand. Es sind eine außenseitige Stockkante SK3a des Fensterstocks 41 des Fixfensterteils
40, die dritte außenseitige Stockkante SK3 des Türstocks 2 des schwenkbaren Türflügels
1 sowie die außenseitige Stockkante SKa des Türstocks 32 der Schiebetür 38 zu erkennen.
Die drei vorgenannten Kanten SK3a, SK3 und SKa bilden auf der Außenseite des Systems
die Putzkante, bis zu welcher der Putz herangeführt wird.
[0102] Fig. 12 zeigt die Innenansicht eines dritten Ausführungsbeispiels in Form eines erfindungsgemäßen
Systems in nicht eingeputztem Zustand, das drei unterschiedliche Systemkomponenten
aufweist, nämlich von links nach rechts eine Schiebetür 38 mit zugehörigem Türstock
32, ein nicht erfindungsgemäßes Fixfensterteil 55, das hier nicht weiter interessiert,
und ein erfindungsgemäßes Fixfensterteil 40. Das System weist somit zwei unterschiedliche
erfindungsgemäße Systemkomponenten 38 und 40 auf. Es sind außerdem die innenseitige
Applikation 35 (vgl. Fig. 18) der Schiebetür 38 sowie die innenseitige Applikation
51 (vgl. Fig. 21) des Fixfensterteils 40 zu erkennen. Diese Applikationen bestehen
wiederum jeweils aus vier Applikationsleisten.
[0103] Fig. 13 zeigt eine Außenansicht des Systems gemäß Fig. 12 in nicht eingeputztem Zustand.
Die außenseitige Applikation 51 (vgl. Fig. 21) des Fixfensterteils 40 und die außenseitige
Applikation 35 (vgl. Fig. 18) der Schiebetür 38 bestehen jeweils aus vier Applikationsleisten.
[0104] Fig. 14 zeigt eine Fig. 12 entsprechende Innenansicht des Systems in eingeputztem
Zustand.
[0105] Fig. 15 zeigt eine der Fig. 13 entsprechende Außenansicht des Systems in eingeputztem
Zustand.
[0106] Die in den Fig. 12 bis 15 verwendeten Bezugszeichen kommen zum Teil in identischer
Weise auch in den Fig. 8 bis 11 vor. Dieselben Bezugszeichen in den Fig. 12 bis 15
kennzeichnen daher dieselben funktionalen Teile wie in den Fig. 8 bis 11. Dies gilt
insbesondere für die in den Systemen gemäß der Fig. 8 bis 11 sowie gemäß der Fig.
12 bis 15 identisch vorkommenden Systemkomponenten, nämlich die Schiebetür 38 mit
zugehörigem Türstock 32 und das Fixfensterteil 40. Zur Vermeidung von Wiederholungen
wird daher für die Schiebetür 38 und den zugehörigen Türstock 32 sowie das Fixfensterteil
40 in den Fig. 12 bis 15 auf die Merkmale Bezug genommen, die voranstehend betreffend
die Schiebetür 38, den zugehörigen Türstock 32 und das Fixfensterteil 40 in den Fig.
8 bis 11 beschrieben wurden. Diese Merkmale sind gleichermaßen bei dem in den Fig.
12 bis 15 gezeigten dritten Ausführungsbeispiel vorhanden.
[0107] Fig. 16 zeigt eine schematische Schnittdarstellung gemäß Schnitt C-C in den Fig.
8, 9, 12 und 13, wobei die in den Innen- und Außenansichten der Fig. 8, 9, 12 und
13 zu sehenden Applikationen 35 im Sinne einer Variation der gezeigten Ausführungsbeispiele
weggelassen wurden. Der Flügelrahmen 22 des Schiebefensters 38 trägt eine Glasscheibe
29 mit einer mittig in dieser verlaufenden Glasebene GE sowie einer Glasaußenfläche
30 und einer Glasinnenfläche 31. Auch hier kann es sich bei der Glasscheibe 29 um
eine Einfach- oder Mehrfachverglasung handeln.
[0108] Auf seiner dem Türstock 32 zugewandten und in Fig. 16 unteren Seite weist der Flügelrahmen
22 eine Stockseite 27 auf, in welcher sich ein Beschlagkanal 28 zur Aufnahme an sich
bekannter Beschläge befindet.
[0109] Die Schiebetür 38 trennt den in Fig. 16 rechtsseitigen Innenraum 23 von der in Fig.
16 linksseitigen Außenumgebung 25. Auf der Innenseite 24 des Flügelrahmens 22 ist
eine Innensichtbreite P zu erkennen, die an ihrem in Fig. 16 oberen Ende von einer
ersten innenseitigen Rahmenkante RK1i und an ihrem in Fig. 16 unteren Ende von einer
zweiten innenseitigen Rahmenkante RK2i begrenzt wird. Die Innensichtbreite P beträgt
bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel P = 52,5 mm und ist für einen Betrachter sichtbar,
wenn er von dem Innenraum 23 aus auf den Flügelrahmen 22 schaut.
[0110] Die zweite innenseitige Rahmenkante RK2i des Flügelrahmens 22 weist einen Abstand
zu dem Türstock 32 auf, der einen für den Betrachter sichtbaren Sichtspalt 33 mit
einer Spaltsichtbreite Q bildet. Die Spaltsichtbreite Q wird an ihrem in Fig. 16 oberen
Ende von der zweiten innenseitigen Rahmenkante RK2i und an ihrem in Fig. 16 unteren
Ende von einer innenseitigen Stockkante SKi des Türstocks 32 begrenzt. Sie beträgt
bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel Q = 7 mm.
[0111] Auf der der Außenumgebung 25 zugewandten Außenseite 26 weist der Flügelrahmen 22
eine für den Betrachter sichtbare Außensichtbreite O auf, die an ihrem in Fig. 16
oberen Ende von einer ersten außenseitigen Rahmenkante RK1a und an ihrem in Fig. 16
unteren Ende von einer zweiten außenseitigen Rahmenkante RK2a begrenzt wird. Die Außensichtbreite
O beträgt bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel O = 52,5 mm.
[0112] In Fig. 16 schließt sich nach unten an die Außensichtbreite O ein für den Betrachter
sichtbarer, zweiter Sichtspalt 34 an, der eine zweite Spaltsichtbreite N aufweist,
die an ihrem in Fig. 16 oberen Ende von der zweiten außenseitigen Rahmenkante RK2a
und an ihrem in Fig. 16 unteren Ende von einer außenseitigen Stockkante SKa begrenzt
wird. Die zweite Spaltsichtbreite N beträgt bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
N = 7 mm.
[0113] Die Glasscheibe 29 weist bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel eine Dicke L = 56
mm auf. Die Gesamtdicke R des Flügelrahmens 22 beträgt R = 73,6 mm. Die Ebene der
Innenseite 24 des Flügelrahmens 22 steht um einen Innenüberstand M über die Glasinnenfläche
31 hervor. Die Ebene der Außenseite 26 des Flügelrahmens 22 steht um einen Außenüberstand
K über die Glasaußenfläche 30 hervor. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind der
Innenüberstand M und der Außenüberstand K gleich groß und betragen K = M = 8,8 mm.
Das Verhältnis VH von Außenüberstand K zu Innenüberstand M ergibt sich bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel somit zu VH = K/M = 1.
[0114] Somit weist der in Fig. 16 gezeigte Querschnitt durch die aus dem Flügelrahmen 22
und dem Türstock 32 bestehende Kombination ebenso eine Symmetrie zu der Glasebene
GE auf, wie es bereits bei dem in Fig. 5 gezeigten Querschnitt betreffend die Kombination
des schwenkbaren Flügelrahmens 3 mit dem Tür- bzw. Fensterstock 2 der Fall war. Die
Symmetrie des in Fig. 16 gezeigten Querschnitts bringt für die Schiebetür 38 dieselben
Vorteile mit sich wie sie voranstehend bereits in Zusammenhang mit Fig. 5 beschrieben
wurden.
[0115] Fig. 17 zeigt eine der Fig. 16 entsprechende Schnittdarstellung, wobei im Sinne einer
weiteren Variation nur auf der Innenseite 24 des Flügelrahmens 22 eine Applikation
35 angebracht wurde. Die Applikationsaufnahme zur Aufnahme der Applikation 35 wird
von zwei in Fig. 17 zu sehenden Fortsätzen 36 und 37 begrenzt. Das freie Ende des
Fortsatzes 36 bildet die Rahmenkante RK1i und das freie Ende des Fortsatzes 37 bildet
die Rahmenkante RK2i.
[0116] Die Applikation 35 sowie die Fortsätze 36 und 37 weisen dieselben Wirkungen und Vorteile
auf, wie sie voranstehend in Zusammenhang mit der Applikation 16 und den Fortsätzen
17 und 18 gemäß Fig. 6 beschrieben wurden. Auch können für die Applikation 35 sowie
die Fortsätze 36 und 37 dieselben Alternativvarianten gewählt werden, wie sie voranstehend
in Zusammenhang mit Fig. 6 bereits beschrieben wurden.
[0117] Fig. 18 zeigt eine Schnittansicht gemäß dem Schnitt C-C in den Fig. 8, 9, 12 und
13. Im Vergleich zu Fig. 17 befindet sichzusätzlich auch auf der in Fig. 18 linksseitigen
Außenseite 26 eine Applikation 35. Auch die Applikationsaufnahme für die außenseitige
Applikation 35 wird von zwei Fortsätzen 36 und 37 begrenzt. Das freie Ende des außenseitigen
Fortsatzes 36 bildet die Rahmenkante RK1a und das freie Ende des außenseitigen Fortsatzes
37 bildet die Rahmenkante RK2a.
[0118] In Fig. 8 sind drei Schnittansichten 8.1, 8.2 und 8.3 zoomartig eingeblendet. Die
Schnittansicht 8.1 entspricht identisch dem in Fig. 18 gezeigten Schnitt C-C. Die
Schnittansichten 8.2 und 8.3 weichen in Detailmerkmalen von dem Schnitt C-C ab. Diese
Abweichungen resultieren aus den unterschiedlichen funktionalen Randbedingungen, die
der Türstock 32 und der Flügelrahmen 22 der Schiebetür 38 an deren unterer Seite (Führungsfunktion),
an deren in Fig. 8 linken Schließseite (Schließfunktion) und an deren oberer Seite
(Führungsfunktion) erfüllen müssen. Die Schnittansichten 8.2 und 8.3 stimmen in der
in Fig. 8 gezeigten Schließstellung der Schiebetür 38 jedoch in allen Merkmalen, die
vorliegend in Zusammenhang mit dem Schnitt C-C gemäß Fig. 18 als zur Erfindung gehörig
offenbart wurden, mit dem Schnitt C-C überein. Die Abweichungen der Schnittansichten
8.2 und 8.3 von der Schnittansicht 8.1 sind daher hier nicht weiter von Interesse.
[0119] Für die in Fig. 18 gezeigten Applikationen 35 sowie Fortsätze 36 und 37 gelten dieselben
Ausführungen, die voranstehend bereits in Zusammenhang mit den Applikationen 16, 19
sowie den Fortsätzen 17, 18 und 20, 21 in Fig. 7 gemacht wurden. Auf diese Ausführungen
wird hiermit für Fig. 18 ausdrücklich Bezug genommen.
[0120] Fig. 19 zeigt eine Schnittdarstellung gemäß Schnitt D-D in den Fig. 8, 9, 12 und
13 wobei die in den Innen- und Außenansichten der Fig. 8, 9, 12 und 13 zu sehenden
Applikationen 51 im Sinne einer Variation der gezeigten Ausführungsbeispiele weggelassen
wurden. Sie zeigt einen schematischen Schnitt durch das Fixfensterteil 40, das keinen
beweglichen Flügelrahmen, sondern lediglich einen unbeweglichen bzw. fixierten Fensterstock
41 aufweist, der eine Glasscheibe 42 trägt. Auch bei der Glasscheibe 42 kann es sich
um eine Einfach- oder Mehrfachverglasung handeln. Die Glasscheibe 42 weist eine mittig
in ihr verlaufende Glasebene GE sowie eine Glasaußenfläche 43 und eine Glasinnenfläche
44 auf. Da es sich um eine schematische Schnittansicht handelt, kann die in Fig. 19
nicht ersichtliche Innenstruktur des Fensterstocks 41 je nach dessen Material und
sonstigem Bedarf unterschiedlich gestaltet werden.
[0121] Der Fensterstock 41 weist auf seiner einem Innenraum 45 zugewandten Innenseite 46
eine von einem Betrachter sichtbare Innensichtbreite S auf, die an ihrem in Fig. 19
oberen Ende von einer ersten innenseitigen Stockkante SK1i und an ihrem in Fig. 19
unteren Ende von einer zweiten innenseitigen Stockkante SK2i begrenzt wird. Bei dem
gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt die Innensichtbreite S = 52,5 mm.
[0122] Nach unten schließt sich in Fig. 19 an die Innensichtbreite S eine für den Betrachter
sichtbare Sichtnut 49 an, die eine innere Nutsichtbreite U aufweist. Die innere Nutsichtbreite
U wird an ihrem in Fig. 19 oberen Ende von der zweiten innenseitigen Stockkante SK2i
und an ihrem in Fig. 19 unteren Ende von einer dritten innenseitigen Stockkante SK3i
begrenzt. Die Stockkante SK3i bildet die sogenannte Putzkante, bis zu welcher der
Putz in Fig. 19 herangeführt wird. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt die
innere Nutsichtbreite U = 8,5 mm.
[0123] Auf der einer Außenumgebung 47 zugewandten Außenseite 48 ist der Fensterstock 41
mit einer von einem Betrachter sichtbaren Außensichtbreite T versehen, die an ihrem
in Fig. 19 oberen Ende von einer ersten außenseitigen Stockkante SK1a und an ihrem
in Fig. 19 unteren Ende von einer zweiten außenseitigen Stockkante SK2a begrenzt wird.
Die Außensichtbreite T beträgt bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel T = 52,5 mm.
[0124] In Fig. 19 schließt sich nach unten an die Außensichtbreite T eine vom Betrachter
sichtbare Sichtnut 50 an, die eine äußere Nutsichtbreite V aufweist. Die Nutsichtbreite
V wird an ihrem in Fig. 19 oberen Ende von der zweiten außenseitigen Stockkante SK2a
und an ihrem in Fig. 19 unteren Ende von einer dritten außenseitigen Stockkante SK3a
begrenzt. Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel beträgt die äußere Nutsichtbreite
V = 7 mm.
[0125] Somit liegen in Fig. 19 die erste außenseitige Stockkante SK1a und die erste innenseitige
Stockkante SK1i, die zweite außenseitige Stockkante SK2a und die zweite innenseitige
Stockkante SK2i sowie die dritte außenseitige Stockkante SK3a und die dritte innenseitige
Stockkante SK3i im Wesentlichen auf derselben horizontalen Höhe. Es ergibt sich somit
für die Innenansicht aus dem Innenraum 45 und die Außenansicht aus der Außenumgebung
47 im Wesentlichen dasselbe äußere Erscheinungsbild.
[0126] Die Dicke Y der Glasscheibe 42 beträgt bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel Y =
54 mm. Die Ebene der Innenseite 46 des Fensterstocks 41 steht um einen Innenüberstand
X über die Glasinnenfläche 44 hervor. Die Ebene der Außenseite 48 des Fensterstocks
41 steht um einen Außenüberstand W über die Glasaußenfläche 43 hervor. Bei dem gezeigten
Ausführungsbeispiel betragen der Innenüberstand X = 9,3 mm und der Außenüberstand
W = 7,5 mm. Das Verhältnis VH von Außenüberstand W zu Innenüberstand X ergibt sich
somit zu VH = W/X = 0,8. Insgesamt weist der Fensterstock 41 bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel
eine Gesamtdicke von Z = 70,7 mm auf.
[0127] Somit ergibt sich auch für den in Fig. 19 gezeigten Querschnitt durch das Fixfensterteil
40 wie in den Fig. 5 und 16 eine Symmetrie zu der Glasebene GE. Die Wirkungen und
Vorteile dieser Symmetrie, die in Zusammenhang mit dem in Fig. 5 gezeigten Querschnitt
voranstehend beschrieben wurden, gelten auch für den Querschnitt gemäß Fig. 19. Es
wird daher ausdrücklich auf diese Wirkungen und Vorteile auch für das Fixfensterteil
40 Bezug genommen.
[0128] Fig. 20 zeigt eine Fig. 19 entsprechende Schnittdarstellung, wobei im Sinne einer
weiteren Variation nur auf der Innenseite 46 des Fensterstocks 41 eine Applikation
51 angebracht wurde, die von zwei Fortsätzen 52 und 53 eingefasst ist. Wie in Fig.
20 zu erkennen ist, bildet das freie Ende des Fortsatzes 52 die Stockkante SK1i und
das freie Ende des Fortsatzes 53 die Stockkante SK2i.
[0129] Für die Applikation 51 sowie die Fortsätze 52 und 53 geltend dieselben Wirkungen,
Vorteile und Alternativvarianten wie sie bereits voranstehend in Zusammenhang mit
Fig. 6 beschrieben wurden. Es wird daher hiermit ausdrücklich auf diese Wirkungen,
Vorteile und Alternativvarianten Bezug genommen.
[0130] Fig. 21 zeigt eine Schnittansicht gemäß Schnitt D-D in den Fig. 8, 9, 12 und 13.
Im Vergleich zu Fig. 20 befindet sich zusätzlich auch auf der Außenseite 48 des Fensterstocks
41 eine Applikation 51 , die von Fortsätzen 52 und 53 eingefasst ist. Das freie Ende
des außenseitigen Fortsatzes 52 bildet die Stockkante SK1a und das freie Ende des
außenseitigen Fortsatzes 53 bildet die Stockkante SK2a.
[0131] Für die in Fig. 21 gezeigten Applikationen 51 sowie die Fortsätze 52 und 53 gelten
dieselben technischen Wirkungen, Vorteile und Alternativvarianten wie sie bereits
in Zusammenhang mit Fig. 7 voranstehend beschrieben wurden. Auf diese technischen
Wirkungen, Vorteile und Alternativvarianten wird zur Vermeidung von Wiederholungen
hier ausdrücklich Bezug genommen.
[0132] Die beschriebenen Ausführungsbeispiele machen deutlich, dass mehrere funktional gleichartige
Systemelemente wie in den Fig. 1 bis 7 oder ein erfindungsgemäßes System, das wie
in den Fig. 8 bis 21 aus unterschiedlichen Systemelementen besteht, dem Betrachter
ein einheitliches äußeres Erscheinungsbild vermittelt. Dies gilt jeweils sowohl für
die Innenansicht als auch für die Außenansicht. Bei unterschiedlichen Systemelementen
sind hierzu die Nutsichtbreite F in Fig. 5-7, die zweite Spaltsichtbreite N in Fig.
16-18 und die äußere Nutsichtbreite V in Fig. 19-21 im Wesentlichen gleich groß. Des
Weiteren sind die Flügelspaltsichtbreite H in Fig. 5-7, die erste Spaltsichtbreite
Q in Fig. 16-18 und die innere Nutsichtbreite U in Fig. 19-21 im Wesentlichen gleich
groß. Die Außensichtbreite E in Fig. 5-7, die Außensichtbreite O in Fig. 16-18 und
die Außensichtbreite T in Fig. 19-21 sind ebenso im Wesentlichen gleich groß. Schließlich
sind auch die Innensichtbreite G in Fig. 5-7, die Innensichtbreite P in Fig. 16-18
und die Innensichtbreite S in Fig. 19-21 im Wesentlichen gleich groß.
[0133] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind im Übrigen der Außenüberstand A in Fig.
5-7, der Außenüberstand K in Fig. 16-18 und der Außenüberstand W in Fig. 19-21 im
Wesentlichen gleich groß. Des Weiteren sind der Innenüberstand C in Fig. 5-7, der
Innenüberstand M in Fig. 16-18 und der Innenüberstand X in Fig. 19-21 im Wesentlichen
gleich groß.
[0134] Kombination eines schwenkbaren Tür- oder Fensterflügels (1) mit einem Tür- oder Fensterstock
(2), wobei der Tür- oder Fensterflügel (1) einen Flügelrahmen (3) aufweist, der wenigstens
eine Glasscheibe (7) mit einer Glasebene (GE), einer Glasaußenfläche (8) und einer
Glasinnenfläche (9) trägt,
- wobei der Flügelrahmen (3) eine einem Innenraum (10) zugewandte Innenseite (11) mit
einer Innensichtbreite (G) aufweist, die an ihrem der Glasscheibe (7) zugewandten
Ende von einer ersten innenseitigen Rahmenkante (RK1) und an ihrem von der Glasscheibe
(7) abgewandten Ende von einer zweiten innenseitigen Rahmenkante (RK2) begrenzt wird,
wobei der Tür- oder Fensterstock (2) eine einer Außenumgebung (12) zugewandte Außenseite
(13) mit einer abgrenzbaren Außensichtbreite (E) aufweist, die an ihrem der Glasscheibe
(7) zugewandten Ende von einer ersten außenseitigen Stockkante (SK1) und an ihrem
von der Glasscheibe (7) abgewandten Ende von einer zweiten außenseitigen Stockkante
(SK2) begrenzt wird, und wobei die erste innenseitige Rahmenkante (RK1) und die erste
außenseitige Stockkante (SK1) in einer senkrecht auf der Glasebene (GE) stehenden
Blickrichtung mit einer Toleranz von ± 10 mm miteinander fluchten,
- wobei der Flügelrahmen (3) auf seiner Innenseite (11) einen Abstand zu dem Tür- oder
Fensterstock (2) aufweist, der einen Sichtspalt (14) mit einer Flügelspaltsichtbreite
(H) bildet, die an ihrem der Glasscheibe (7) zugewandten Ende von der zweiten innenseitigen
Rahmenkante (RK2) und an ihrem von der Glasscheibe (7) abgewandten Ende von einer
innenseitigen Stockkante (SK) begrenzt wird, und wobei der Tür- oder Fensterstock
(2) auf seiner Außenseite (13) eine Sichtnut (15) mit einer Nutsichtbreite (F) aufweist,
die an ihrem der Glasscheibe (7) zugewandten Ende von der zweiten außenseitigen Stockkante
(SK2) und an ihrem von der Glasscheibe (7) abgewandten Ende von einer dritten außenseitigen
Stockkante (SK3) begrenzt wird, und
- wobei der Tür- oder Fensterstock (2) auf seiner Außenseite (13) in geschlossenem Zustand
des Tür- oder Fensterflügels (1) mit einem Außenüberstand (A) über die Glasaußenfläche
(8) hervorsteht und der Flügelrahmen (3) auf seiner Innenseite (11) mit einem Innenüberstand
(C) über die Glasinnenfläche (9) hervorsteht,
- in einer senkrecht auf der Glasebene (GE) stehenden Blickrichtung sowohl die zweite
innenseitige Rahmenkante (RK2) und die zweite außenseitige Stockkante (SK2) als auch
die innenseitige Stockkante (SK) und die dritte außenseitige Stockkante (SK3) jeweils
mit einer Toleranz von ± 10 mm miteinander fluchten, und
- für das Verhältnis VH des Außenüberstandes (A) zu dem Innenüberstand (C) 0,6 ≤ VH
≤ 1,4 gilt, wobei der Außenüberstand (A) und der Innenüberstand (C) jeweils kleiner
oder gleich 15 mm ist.
Bezugszeichenliste
[0135]
- 1
- Tür- oder Fensterflügel
- 2
- Tür- oder Fensterstock (Schwenkvariante)
- 3
- Flügelrahmen
- 4
- Beschlagkanal
- 5
- Beschlag
- 6
- Stockseite
- 7
- Glasscheibe
- 8
- Glasaußenfläche
- 9
- Glasinnenfläche
- 10
- Innenraum
- 11
- Innenseite
- 12
- Außenumgebung
- 13
- Außenseite
- 14
- Sichtspalt
- 15
- Sichtnut
- 16
- Applikation
- 17
- Fortsatz
- 18
- Fortsatz
- 19
- Applikation
- 20
- Fortsatz
- 21
- Fortsatz
- 22
- Flügelrahmen
- 23
- Innenraum
- 24
- Innenseite
- 25
- Außenumgebung
- 26
- Außenseite
- 27
- Stockseite
- 28
- Beschlagkanal
- 29
- Glasscheibe
- 30
- Glasaußenfläche
- 31
- Glasinnenfläche
- 32
- Tür- oder Fensterstock (Schiebevariante)
- 33
- erster Sichtspalt
- 34
- zweiter Sichtspalt
- 35
- Applikation
- 36
- Fortsatz
- 37
- Fortsatz
- 38
- Schiebetür
- 40
- Fixfensterteil
- 41
- Fensterstock (Fixfensterteil)
- 42
- Glasscheibe
- 43
- Glasaußenfläche
- 44
- Glasinnenfläche
- 45
- Innenraum
- 46
- Innenseite
- 47
- Außenumgebung
- 48
- Außenseite
- 49
- innere Sichtnut
- 50
- äußere Sichtnut
- 51
- Applikation
- 52
- Fortsatz
- 53
- Fortsatz
- 54
- Beschlaggegenstück
- 55
- nicht erfindungsgemäßes Fixfensterteil
- 56
- Ausgleichsprofil
- A
- Außenüberstand
- B
- Dicke der Glasscheibe 7
- C
- Innenüberstand
- D
- Gesamtdicke des Flügelrahmens 3
- E
- Außensichtbreite
- F
- Nutsichtbreite
- G
- Innensichtbreite
- GE
- Glasebene
- H
- Flügelspaltsichtbreite
- K
- Außenüberstand
- L
- Dicke der Glasscheibe 29
- M
- Innenüberstand
- N
- zweite Spaltsichtbreite
- O
- Außensichtbreite
- P
- Innensichtbreite
- Q
- erste Spaltsichtbreite
- RK1
- erste innenseitige Rahmenkante (Schwenkvariante)
- RK2
- zweite innenseitige Rahmenkante (Schwenkvariante)
- RK1a
- erste außenseitige Rahmenkante (Schiebevariante)
- RK2a
- zweite außenseitige Rahmenkante (Schiebevariante)
- RK1i
- erste innenseitige Rahmenkante (Schiebevariante)
- RK2i
- zweite innenseitige Rahmenkante (Schiebevariante)
- S
- Innensichtbreite
- SK
- innenseitige Stockkante (Schwenkvariante)
- SK1
- erste außenseitige Stockkante (Schwenkvariante)
- SK2
- zweite außenseitige Stockkante (Schwenkvariante)
- SK3
- dritte außenseitige Stockkante (Schwenkvariante)
- SKi
- innenseitige Stockkante (Schiebevariante)
- SKa
- außenseitige Stockkante (Schiebevariante)
- SK1a
- erste außenseitige Stockkante (Fixfensterteil)
- SK2a
- zweite außenseitige Stockkante (Fixfensterteil)
- SK3a
- dritte außenseitige Stockkante (Fixfensterteil)
- SK1i
- erste innenseitige Stockkante (Fixfensterteil)
- SK2i
- zweite innenseitige Stockkante (Fixfensterteil)
- SK3i
- dritte innenseitige Stockkante (Fixfensterteil)
- T
- Außensichtbreite
- U
- innere Nutsichtbreite
- V
- äußere Nutsichtbreite
- VH
- Verhältnis von Außenüberstand zu Innenüberstand
- W
- Außenüberstand
- X
- Innenüberstand
- Y
- Dicke der Glasscheibe 42
- Z
- Gesamtdicke des Fensterstocks 41
1. Kombination eines schwenkbaren Tür- oder Fensterflügels (1) mit einem Tür- oder Fensterstock
(2), wobei der Tür- oder Fensterflügel (1) einen Flügelrahmen (3) aufweist, der wenigstens
eine Glasscheibe (7) mit einer Glasebene (GE), einer Glasaußenfläche (8) und einer
Glasinnenfläche (9) trägt,
• wobei der Flügelrahmen (3) eine einem Innenraum (10) zugewandte Innenseite (11)
mit einer Innensichtbreite (G) aufweist, die an ihrem der Glasscheibe (7) zugewandten
Ende von einer ersten innenseitigen Rahmenkante (RK1) und an ihrem von der Glasscheibe
(7) abgewandten Ende von einer zweiten innenseitigen Rahmenkante (RK2) begrenzt wird,
wobei der Tür- oder Fensterstock (2) eine einer Außenumgebung (12) zugewandte Außenseite
(13) mit einer abgrenzbaren Außensichtbreite (E) aufweist, die an ihrem der Glasscheibe
(7) zugewandten Ende von einer ersten außenseitigen Stockkante (SK1) und an ihrem
von der Glasscheibe (7) abgewandten Ende von einer zweiten außenseitigen Stockkante
(SK2) begrenzt wird, und wobei die erste innenseitige Rahmenkante (RK1) und die erste
außenseitige Stockkante (SK1) in einer senkrecht auf der Glasebene (GE) stehenden
Blickrichtung mit einer Toleranz von ± 10 mm miteinander fluchten,
• wobei der Flügelrahmen (3) auf seiner Innenseite (11) einen Abstand zu dem Tür-
oder Fensterstock (2) aufweist, der einen Sichtspalt (14) mit einer Flügelspaltsichtbreite
(H) bildet, die an ihrem der Glasscheibe (7) zugewandten Ende von der zweiten innenseitigen
Rahmenkante (RK2) und an ihrem von der Glasscheibe (7) abgewandten Ende von einer
innenseitigen Stockkante (SK) begrenzt wird, und wobei der Tür- oder Fensterstock
(2) auf seiner Außenseite (13) eine Sichtnut (15) mit einer Nutsichtbreite (F) aufweist,
die an ihrem der Glasscheibe (7) zugewandten Ende von der zweiten außenseitigen Stockkante
(SK2) und an ihrem von der Glasscheibe (7) abgewandten Ende von einer dritten außenseitigen
Stockkante (SK3) begrenzt wird, und
• wobei der Tür- oder Fensterstock (2) auf seiner Außenseite (13) in geschlossenem
Zustand des Tür- oder Fensterflügels (1) mit einem Außenüberstand (A) über die Glasaußenfläche
(8) hervorsteht und der Flügelrahmen (3) auf seiner Innenseite (11) mit einem Innenüberstand
(C) über die Glasinnenfläche (9) hervorsteht,
dadurch gekennzeichnet, dass
• in einer senkrecht auf der Glasebene (GE) stehenden Blickrichtung sowohl die zweite
innenseitige Rahmenkante (RK2) und die zweite außenseitige Stockkante (SK2) als auch
die innenseitige Stockkante (SK) und die dritte außenseitige Stockkante (SK3) jeweils
mit einer Toleranz von ± 10 mm miteinander fluchten, und
• für das Verhältnis VH des Außenüberstandes (A) zu dem Innenüberstand (C) 0,6 ≤ VH
≤ 1,4 gilt, wobei der Außenüberstand (A) und der Innenüberstand (C) jeweils kleiner
oder gleich 15 mm ist.
2. Kombination nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Flügelspaltsichtbreite (H) mit einer Toleranz von ± 10 mm gleich der Nutsichtbreite
(F) ist.
3. Kombination nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Innensichtbreite (G) gleich der Außensichtbreite (E) ist.
4. Kombination nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Außenüberstand (A) gleich dem Innenüberstand (C) ist.
5. Kombination nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Flügelrahmen (3) eine in geschlossenem Zustand dem Tür- oder Fensterstock (2)
zugewandte Stockseite (6) aufweist, in welcher ein Beschlagkanal (4) zur Aufnahme
eines Beschlages (5) angeordnet ist, die Glasaußenfläche (8) eine Glasaußenebene und
die Glasinnenfläche (9) eine Glasinnenebene definiert und der Beschlagkanal (4) vollständig
zwischen der Glasaußenebene und der Glasinnenebene angeordnet ist.
6. Kombination nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Innenseite (11) des Flügelrahmens (3) und/oder auf der Außenseite (13) des
Tür- oder Fensterstocks (2) eine Applikationsaufnahme zur umlaufenden Aufnahme von
Applikationen (16; 19) derart vorhanden ist, dass die Innensichtbreite (G) und/oder
die Außensichtbreite (E) im Wesentlichen vollständig von den Applikationen (16; 19)
bedeckt ist.
7. Kombination eines schwenkbaren Tür- oder Fensterflügels (1) mit einem Tür- oder Fensterstock
(2), wobei der Tür- oder Fensterflügel (1) einen Flügelrahmen (3) aufweist, der wenigstens
eine Glasscheibe (7) trägt und eine einem Innenraum (10) zugewandte Innenseite (11)
mit einer Innensichtbreite (G) aufweist, und wobei der Tür- oder Fensterstock (2)
eine einer Außenumgebung (12) zugewandte Außenseite (13) mit einer abgrenzbaren Außensichtbreite
(E) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Innenseite (11) des Flügelrahmens (3) und/oder auf der Außenseite (13) des
Tür- oder Fensterstocks (2) eine Applikationsaufnahme zur umlaufenden Aufnahme von
Applikationen (16; 19) derart vorhanden ist, dass die Innensichtbreite (G) und/oder
die Außensichtbreite (E) im Wesentlichen vollständig von den Applikationen (16; 19)
bedeckt ist.
8. Kombination nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Applikationsaufnahme wenigstens zwei Fortsätze (17, 18; 20, 21) aufweist, die
auf der Innenseite (11) des Flügelrahmens (3) und/oder auf der Außenseite (13) des
Tür- oder Fensterstocks (2) im Wesentlichen im Abstand der Innensichtbreite (G) und/oder
der Außensichtbreite (E) angeordnet sind und zusammen mit der Innenseite (11) und/oder
der Außenseite (13) wenigstens eine Applikationsaufnahme mit C-förmigem Querschnitt
bilden.
9. Kombination nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Applikationsaufnahme mehr als zwei Fortsätze umfasst, die zusammen mit der Innenseite
(11) des Flügelrahmens (3) und/oder der Außenseite (13) des Tür- oder Fensterstocks
(2) eine Applikationsaufnahme mit mehreren C-förmigen Querschnitten bilden.
10. Kombination nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Applikationen (16; 19) zumindest bereichsweise lichtdurchlässig sind und auf der
Innenseite (11) des Flügelrahmens (3) und/oder auf der Außenseite (13) des Tür- oder
Fensterstocks (2) wenigstens eine Lichtquelle zur Beleuchtung der Applikationen (16;
19) angeordnet ist.
11. Kombination wenigstens einer Schiebetür (38) oder wenigstens eines Schiebefensters
mit einem Tür- oder Fensterstock (32), wobei die Schiebetür (38) oder das Schiebefenster
einen Flügelrahmen (22) aufweist, der wenigstens eine Glasscheibe (29) mit einer Glasebene
(GE), einer Glasaußenfläche (30) und einer Glasinnenfläche (31) trägt,
• wobei der Flügelrahmen (22) eine einem Innenraum (23) zugewandte Innenseite (24)
mit einer Innensichtbreite (P) aufweist, die an ihrem der Glasscheibe (29) zugewandten
Ende von einer ersten innenseitigen Rahmenkante (RK1i) und an ihrem von der Glasscheibe
(29) abgewandten Ende von einer zweiten innenseitigen Rahmenkante (RK2i) begrenzt
wird, wobei der Flügelrahmen (22) eine einer Außenumgebung (25) zugewandte Außenseite
(26) mit einer Außensichtbreite (O) aufweist, die an ihrem der Glasscheibe (29) zugewandten
Ende von einer ersten außenseitigen Rahmenkante (RK1a) und an ihrem von der Glasscheibe
(29) abgewandten Ende von einer zweiten außenseitigen Rahmenkante (RK2a) begrenzt
wird, und wobei die erste innenseitige Rahmenkante (RK1i) und die erste außenseitige
Rahmenkante (RK1a) in einer senkrecht auf der Glasebene (GE) stehenden Blickrichtung
mit einer Toleranz von ± 10 mm miteinander fluchten,
• wobei der Flügelrahmen (22) auf seiner Innenseite (23) einen Abstand zu dem Tür-
oder Fensterstock (32) aufweist, der einen ersten Sichtspalt (33) mit einer ersten
Spaltsichtbreite (Q) bildet, die an ihrem der Glasscheibe (29) zugewandten Ende von
der zweiten innenseitigen Rahmenkante (RK2i) und an ihrem von der Glasscheibe (29)
abgewandten Ende von einer innenseitigen Stockkante (SKi) begrenzt wird, und wobei
der Flügelrahmen (22) auf seiner Außenseite (26) einen Abstand zu dem Tür- oder Fensterstock
(32) aufweist, der einen zweiten Sichtspalt (34) mit einer zweiten Spaltsichtbreite
(N) bildet, die an ihrem der Glasscheibe (29) zugewandten Ende von der zweiten außenseitigen
Rahmenkante (RK2a) und an ihrem von der Glasscheibe (29) abgewandten Ende von einer
außenseitigen Stockkante (SKa) begrenzt wird, und
• wobei der Flügelrahmen (22) auf seiner Außenseite (26) mit einem Außenüberstand
(K) über die Glasaußenfläche (30) hervorsteht und auf seiner Innenseite (24) mit einem
Innenüberstand (M) über die Glasinnenfläche (31) hervorsteht,
dadurch gekennzeichnet, dass
• in einer senkrecht auf der Glasebene (GE) stehenden Blickrichtung sowohl die zweite
innenseitige Rahmenkante (RK2i) und die zweite außenseitige Rahmenkante (RK2a) als
auch die erste innenseitige Stockkante (SKi) und die außenseitige Stockkante (SKa)
jeweils mit einer Toleranz von ± 10 mm miteinander fluchten, und
• für das Verhältnis VH des Außenüberstandes (K) zu dem Innenüberstand (M) 0,6 ≤ VH
≤ 1,4 gilt, wobei der Außenüberstand (K) und der Innenüberstand (M) jeweils kleiner
oder gleich 15 mm ist.
12. Kombination nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste Spaltsichtbreite (Q) mit einer Toleranz von ± 10 mm gleich der zweiten Spaltsichtbreite
(N) ist.
13. Kombination nach Anspruch 11 oder 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Innensichtbreite (P) gleich der Außensichtbreite (O) ist.
14. Kombination nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Außenüberstand (K) gleich dem Innenüberstand (M) ist.
15. Kombination nach einem der Ansprüche 11 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Innenseite (24) und/oder auf der Außenseite (26) des Flügelrahmens (22) eine
Applikationsaufnahme zur umlaufenden Aufnahme von Applikationen (35) derart vorhanden
ist, dass die Innensichtbreite (P) und/oder die Außensichtbreite (O) im Wesentlichen
vollständig von den Applikationen (35) bedeckt ist.
16. Kombination wenigstens einer Schiebetür (38) oder wenigstens eines Schiebefensters
mit einem Tür- oder Fensterstock (32), wobei die Schiebetür (38) oder das Schiebefenster
einen Flügelrahmen (22) aufweist, der wenigstens eine Glasscheibe (29) trägt sowie
eine einem Innenraum (23) zugewandte Innenseite (24) mit einer Innensichtbreite (P)
und eine einer Außenumgebung (25) zugewandte Außenseite (26) mit einer Außensichtbreite
(O) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Innenseite (24) und/oder auf der Außenseite (26) des Flügelrahmens (22) eine
Applikationsaufnahme zur umlaufenden Aufnahme von Applikationen (35) derart vorhanden
ist, dass die Innensichtbreite (P) und/oder die Außensichtbreite (O) im Wesentlichen
vollständig von den Applikationen (35) bedeckt ist.
17. Kombination nach Anspruch 15 oder 16,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Applikationsaufnahme wenigstens zwei Fortsätze (36, 37) aufweist, die auf der
Innenseite (24) und/oder auf der Außenseite (26) des Flügelrahmens (22) im Wesentlichen
im Abstand der Innensichtbreite (P) und/oder der Außensichtbreite (O) angeordnet sind
und zusammen mit der Innenseite (24) und/oder der Außenseite (26) wenigstens eine
Applikationsaufnahme mit C-förmigem Querschnitt bilden.
18. Kombination nach einem der Ansprüche 15 bis 17,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Applikationsaufnahme mehr als zwei Fortsätze umfasst, die zusammen mit der Innenseite
(24) und/oder der Außenseite (26) des Flügelrahmens (22) eine Applikationsaufnahme
mit mehreren C-förmigen Querschnitten bilden.
19. Kombination nach einem der Ansprüche 15 bis 18,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Applikationen (35) zumindest bereichsweise lichtdurchlässig sind und auf der Innenseite
(24) und/oder auf der Außenseite (26) des Flügelrahmens (22) wenigstens eine Lichtquelle
zur Beleuchtung der Applikationen (35) angeordnet ist.
20. Fixfensterteil (40) mit einem Fensterstock (41), der wenigstens eine Glasscheibe (42)
mit einer Glasebene (GE), einer Glasaußenfläche (43) und einer Glasinnenfläche (44)
trägt,
• wobei der Fensterstock (41) eine einem Innenraum (45) zugewandte Innenseite (46)
mit einer abgrenzbaren Innensichtbreite (S) aufweist, die an ihrem der Glasscheibe
(42) zugewandten Ende von einer ersten innenseitigen Stockkante (SK1i) und an ihrem
von der Glasscheibe (42) abgewandten Ende von einer zweiten innenseitigen Stockkante
(SK2i) begrenzt wird, wobei der Fensterstock (41) eine einer Außenumgebung (47) zugewandte
Außenseite (48) mit einer abgrenzbaren Außensichtbreite (T) aufweist, die an ihrem
der Glasscheibe (42) zugewandten Ende von einer ersten außenseitigen Stockkante (SK1a)
und an ihrem von der Glasscheibe (42) abgewandten Ende von einer zweiten außenseitigen
Stockkante (SK2a) begrenzt wird, und wobei die erste innenseitige Stockkante (SK1i)
und die erste außenseitige Stockkante (SK1a) in einer senkrecht auf der Glasebene
(GE) stehenden Blickrichtung mit einer Toleranz von ± 10 mm miteinander fluchten,
• wobei der Fensterstock (41) auf seiner Innenseite (46) eine innere Sichtnut (49)
mit einer inneren Nutsichtbreite (U) aufweist, die an ihrem der Glasscheibe (42) zugewandten
Ende von der zweiten innenseitigen Stockkante (SK2i) und an ihrem von der Glasscheibe
(42) abgewandten Ende von einer dritten innenseitigen Stockkante (SK3i) begrenzt wird,
und wobei der Fensterstock (41) auf seiner Außenseite (48) eine äußere Sichtnut (50)
mit einer äußeren Nutsichtbreite (V) aufweist, die an ihrem der Glasscheibe (42) zugewandten
Ende von der zweiten außenseitigen Stockkante (SK2a) und an ihrem von der Glasscheibe
(42) abgewandten Ende von einer dritten außenseitigen Stockkante (SK3a) begrenzt wird,
und
• wobei der Fensterstock (41) auf seiner Außenseite (48) mit einem Außenüberstand
(W) über die Glasaußenfläche (43) hervorsteht und auf seiner Innenseite (46) mit einem
Innenüberstand (X) über die Glasinnenfläche (44) hervorsteht,
dadurch gekennzeichnet, dass
• in einer senkrecht auf der Glasebene (GE) stehenden Blickrichtung sowohl die zweite
innenseitige Stockkante (SK2i) und die zweite außenseitige Stockkante (SK2a) als auch
die dritte innenseitige Stockkante (SK3i) und die dritte außenseitige Stockkante (SK3a)
jeweils mit einer Toleranz von ± 10 mm miteinander fluchten, und
• für das Verhältnis VH des Außenüberstandes (W) zu dem Innenüberstand (X) 0,6 ≤ VH
≤ 1,4 gilt, wobei der Außenüberstand (W) und der Innenüberstand (X) jeweils kleiner
oder gleich 15 mm ist.
21. Fixfensterteil nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, dass
die inneren Nutsichtbreite (U) mit einer Toleranz von ± 10 mm gleich der äußeren Nutsichtbreite
(V) ist.
22. Fixfensterteil nach Anspruch 20 oder 21,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Innensichtbreite (S) gleich der Außensichtbreite (T) ist.
23. Fixfensterteil nach einem der Ansprüche 20 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Außenüberstand (W) gleich dem Innenüberstand (X) ist.
24. Fixfensterteil nach einem der Ansprüche 20 bis 23,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Innenseite (46) und/oder auf der Außenseite (48) des Fensterstocks (41) eine
Applikationsaufnahme zur umlaufenden Aufnahme von Applikationen (51) derart vorhanden
ist, dass die Innensichtbreite (S) und/oder die Außensichtbreite (T) im Wesentlichen
vollständig von den Applikationen (51) bedeckt ist.
25. Fixfensterteil (40) mit einem Fensterstock (41), der wenigstens eine Glasscheibe (42)
trägt sowie eine einem Innenraum (45) zugewandte Innenseite (46) mit einer abgrenzbaren
Innensichtbreite (S) und eine einer Außenumgebung (47) zugewandte Außenseite (48)
mit einer abgrenzbaren Außensichtbreite (T) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Innenseite (46) und/oder auf der Außenseite (48) des Fensterstocks (41) eine
Applikationsaufnahme zur umlaufenden Aufnahme von Applikationen (51) derart vorhanden
ist, dass die Innensichtbreite (S) und/oder die Außensichtbreite (T) im Wesentlichen
vollständig von den Applikationen (51) bedeckt ist.
26. Fixfensterteil nach Anspruch 24 oder 25,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Applikationsaufnahme wenigstens zwei Fortsätze (52, 53) aufweist, die auf der
Innenseite (46) und/oder auf der Außenseite (48) des Fensterstocks (41) im Wesentlichen
im Abstand der Innensichtbreite (S) und/oder der Außensichtbreite (T) angeordnet sind
und zusammen mit der Innenseite (46) und/oder der Außenseite (48) wenigstens eine
Applikationsaufnahme mit C-förmigem Querschnitt bilden.
27. Fixfensterteil nach einem der Ansprüche 24 bis 26,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Applikationsaufnahme mehr als zwei Fortsätze umfasst, die zusammen mit der Innenseite
(46) und/oder der Außenseite (48) des Fensterstocks (41) eine Applikationsaufnahme
mit mehreren C-förmigen Querschnitten bilden.
28. Fixfensterteil nach einem der Ansprüche 24 bis 27,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Applikationen (51) zumindest bereichsweise lichtdurchlässig sind und auf der Innenseite
(46) und/oder auf der Außenseite (48) des Fensterstocks (41) wenigstens eine Lichtquelle
zur Beleuchtung der Applikationen (51) angeordnet ist.
29. System umfassend wenigstens zwei unterschiedliche Systemelemente, wobei die Systemelemente
aus einer Gruppe ausgewählt sind, welche eine Kombination nach einem der Ansprüche
1 bis 6 oder nach einem direkt oder indirekt auf den Anspruch 6 rückbezogenen Ansprüche
8 bis 10, eine Kombination nach einem der Ansprüche 11 bis 15 oder nach einem direkt
oder indirekt auf den Anspruch 15 rückbezogenen Ansprüche 17 bis 19 und ein Fixfensterteil
nach einem der Ansprüche 20 bis 24 oder nach einem direkt oder indirekt auf den Anspruch
24 rückbezogenen Ansprüche 26 bis 28 umfasst,
dadurch gekennzeichnet, dass
jeweils mit einer Toleranz von ± 10 mm
• die Nutsichtbreite (F), die zweite Spaltsichtbreite (N) und die äußere Nutsichtbreite
(V) gleich groß sind,
• die Flügelspaltsichtbreite (H), die erste Spaltsichtbreite (Q) und die innere Nutsichtbreite
(U) gleich groß sind,
• die Außensichtbreite (E) des Tür- oder Fensterstocks (2) für den schwenkbaren Tür-
oder Fensterflügel (1), die Außensichtbreite (O) des Flügelrahmens (22) der Schiebetür
oder des Schiebefensters ist und die Außensichtbreite (T) des Fensterstocks (41) des
Fixfensterteils (40) gleich groß sind, und
• die Innensichtbreite (G) des Flügelrahmens (3) des schwenkbaren Tür- oder Fensterflügels
(1), die Innensichtbreite (P) des Flügelrahmens (22) der Schiebetür oder des Schiebefensters
und die Innensichtbreite (S) des Fensterstocks (41) des Fixfensterteils (40) gleich
groß sind .
30. System nach Anspruch 29,
dadurch gekennzeichnet, dass
jeweils mit einer Toleranz von ± 10 mm
• der Außenüberstand (A) des Tür- oder Fensterstocks (2) für den schwenkbaren Tür-
oder Fensterflügel (1), der Außenüberstand (K) des Flügelrahmens (22) der Schiebetür
oder des Schiebefensters ist und der Außenüberstand (W) des Fensterstocks (41) des
Fixfensterteils (40) gleich groß sind, und
• der Innenüberstand (C) des Flügelrahmens (3) des schwenkbaren Tür- oder Fensterflügels
(1), der Innenüberstand (M) des Flügelrahmens (22) der Schiebetür oder des Schiebefensters
ist und der Innenüberstand (X) des Fensterstocks (41) des Fixfensterteils (40) gleich
groß sind.