[0001] Die Erfindung betrifft eine Bohrvorrichtung zum Herstellen einer Bohrung im Boden
mit einer Bohrschnecke, welche drehend antreibbar ist und mindestens eine Bohrwendel
aufweist, welche entlang einem zentralen Seelenrohr verläuft, einem Bohrrohr, welches
unabhängig von der Bohrschnecke antreibbar ist und die Bohrschnecke zumindest abschnittsweise
umgibt, und einem Drehboden, welcher drehbar an einem unteren Bereich der Bohrschnecke
angeordnet ist und zwischen einer Bohrposition, bei welcher ein Durchgang für Bodenmaterial
zur Bohrwendel geöffnet ist, und eine Verschlussposition verstellbar ist, in welcher
der Durchgang verschlossen ist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Herstellen einer Bohrung im Boden
mit einer Bohrvorrichtung, bei dem zum Erstellen eines Bohrlochs im Boden eine Bohrschnecke
mit mindestens einer Bohrwendel drehend angetrieben wird, einem Bohrrohr, welches
die Bohrschnecke zumindest abschnittsweise umgibt, unabhängig von der Bohrschnecke
drehend angetrieben wird, ein Drehboden am unteren Ende der Bohrschnecke im Bohrbetrieb
in eine Bohrposition verstellt wird, wobei ein Durchgang geöffnet wird, durch welchen
Bodenmaterial zur Bohrwendel gelangt, und der Drehboden beim Ziehen der Bohrvorrichtung
aus dem Boden in eine Verschlussposition verstellt wird, in welcher der Drehboden
verschlossen ist, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 14.
[0003] Ein derartiges Bohrverfahren wird auch als Doppelkopfbohren bezeichnet. Eine derartige
Bohrvorrichtung und ein derartiges Bohrverfahren gehen beispielsweise aus der
DE 103 59 103 A1 hervor. Das Doppelkopfbohren wird insbesondere bei lockeren Böden eingesetzt, wobei
das die Bohrschnecke umgebende Bohrrohr den umgebenden Boden abstützt. Bei Erreichen
der gewünschten Endtiefe wird ein Durchgang am unteren Ende der Bohrschnecke mit einem
Drehboden verschlossen. Hierdurch wird verhindert, dass beim Ziehen der Bohrvorrichtung
abgebohrtes Bodenmaterial von den Bohrwendeln in das Bohrloch zurückfällt. Vorzugsweise
wird gleichzeitig mit dem Ziehen der Bohrvorrichtung Füllmaterial in das Bohrloch
eingeleitet, durch welches auch die Bohrlochwandung gestützt wird.
[0004] Die
DE 103 59 103 A1 lehrt eine Bohrvorrichtung mit Bohrschnecke und Bohrrohr, bei welcher ein Drehboden
über ein separates Antriebselement, insbesondere einen Hydraulikzylinder oder einen
Motor, geöffnet und geschlossen werden kann.
[0005] Aus der gattungsgemäßen
EP 1 895 090 A1 oder der
FR 2 832 438 A1 ist es bekannt, den Drehboden aus der Bohrposition in eine Verschlussposition durch
eine Verdrehung der Bohrschnecke gegenüber dem Bohrrohr zu verstellen. Beim Ziehen
der Bohrvorrichtung, insbesondere aus tieferen Bohrlöchern, ist es jedoch häufig notwendig,
dass die Bohrvorrichtung drehend bewegt wird, um das Ziehen zu erleichtern. Insbesondere
kann ein reversierendes Drehen beim Ziehen der Bohrvorrichtung hilfreich sein. Bei
diesen Drehbewegungen kann es jedoch zu einem unbeabsichtigten Öffnen des Drehbodens
kommen, so dass dann gelöstes Bodenmaterial aus dem Bereich der Bohrwendel in den
Bereich des Bohrlochs und in das eingeleitete Füllmaterial fällt. Dies kann zu Fehlstellen
bei einem zu erstellenden Bohrpfahl führen. Derartige Fehlstellen können die Festigkeit
und Tragfähigkeit eines Bohrpfahls negativ beeinflussen, was zu einer aufwendigen
Sanierung oder gar Neuherstellung des Bohrpfahls führen kann.
[0006] Ein Bohreimer mit einem Drehboden geht aus der
EP 2 840 882 A1 hervor.
[0007] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, eine Bohrvorrichtung und ein Bohrverfahren zum Herstellen einer Bohrung
anzugeben, mit welchen die Bohrung besonders zuverlässig und effizient herstellbar
ist.
[0008] Die Aufgabe wird nach der Erfindung zum einen durch eine Bohrvorrichtung mit den
Merkmalen des Anspruchs 1 und zum anderen mit einem Bohrverfahren mit den Merkmalen
des Anspruchs 14 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den jeweils
abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0009] Die erfindungsgemäße Bohrvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass zum Herstellen
des Drehbodens die Bohrschnecke und das Bohrrohr axial zueinander zwischen einer ersten
Hubposition und einer zweiten Hubposition verstellbar sind, dass in der ersten Hubposition
der Drehboden in der Bohrposition mit geöffnetem Durchgang angeordnet ist, dass in
der zweiten Hubposition der Drehboden in eine Verschlussposition mit geschlossenem
Durchgang angeordnet ist und dass eine Sperreinrichtung mit mindestens einem axial
verstellbaren Riegelelement vorgesehen ist, mit welchem der Drehboden gegenüber der
Bohrschnecke verriegelbar ist.
[0010] Eine Grundidee der Erfindung kann darin gesehen werden, dass sich der Drehboden in
der Bohrposition und in der Sperrposition in einer unterschiedlichen axialen Hubposition
relativ zu dem umgebenden Bohrrohr befindet. Ein Verstellen des Drehbodens zwischen
der offenen Bohrposition und der Verschlussposition bedingt sowohl eine Drehbewegung
als auch eine axiale Hubbewegung. Dies wirkt einem unbeabsichtigten Öffnen des Drehbodens
etwa beim Ziehen der Bohrvorrichtung aus dem Bohrloch und einem damit verbundenen
Rückfallen von Bodenmaterial in das Bohrloch entgegen.
[0011] Ein weiterer Aspekt der Erfindung besteht darin, dass eine Steuerung vorgesehen ist,
welche sicherstellt, dass sich die Bohrschnecke in der ersten oder zweiten Hubposition
und/oder der Drehboden in der Verschlussposition befindet. Die Steuerung kann dies
vorzugsweise einem Gerätebediener mittels eines Warnsignals anzeigen oder in den Ablauf
des Bohrvorgangs direkt eingreifen und ihn gegebenenfalls unterbrechen. Insbesondere
ist die Steuerung so eingestellt, dass sich beim nach oben Ziehen der Bohrschnecke
der Drehboden in der Verschlussposition befindet. Hierdurch wird verhindert, dass
abgebohrtes Bodenmaterial zurück in den Bereich der Bohrung fällt und dort Fehlstellen,
etwa in dem einströmenden Füllmaterial, bildet.
[0012] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung kann darin gesehen werden, dass eine
Sperreinrichtung mit mindestens einem axial verstellbaren Riegelelement vorgesehen
ist, mit welchem der Drehboden gegenüber der Bohrschnecke verriegelbar ist. Hierdurch
kann eine zusätzliche mechanische Sicherung gegen ein unerwünschtes Öffnen des Drehbodens
erreicht werden.
[0013] Es ist vorteilhaft, die Position des Drehbodens relativ gegenüber der Bohrschnecke
zumindest in einer der beiden möglichen Positionen des Drehbodens mittels eines Riegelelementes
einer Sperreinrichtung zu fixieren. Das mindestens eine Riegelelement ist insbesondere
axial verstellbar, so dass eine besonders hohe Sicherheit gegen eine Verdrehung erzielt
wird. Grundsätzlich können auch mehrere Riegelelemente vorgesehen sein, wobei vorzugsweise
der Drehboden sowohl in seiner Verschlussposition als auch in der offenen Bohrposition
mittels eines Riegelelementes zusätzlich fixiert ist. Hierdurch werden exakte Betriebszustände
der Bohrvorrichtung im Betrieb sichergestellt. Insbesondere kann der Drehboden nur
in der Verschlussposition verriegelt sein.
[0014] Grundsätzlich kann das Riegelelement an dem Drehboden gelagert sein. Besonders bevorzugt
ist es nach einer Ausführung der Erfindung, dass das mindestens eine Riegelelement
an der Bohrschnecke axial verschiebbar gelagert ist. Das stift- oder stabförmige Riegelelement
ist dabei im Wesentlichen parallel zur Bohr- oder Drehachse der Bohrvorrichtung ausgerichtet.
[0015] Besonders vorteilhaft ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung, dass das mindestens
eine Riegelelement zwischen einer Freigabeposition, in welcher der Drehboden relativ
zur Bohrschnecke verdrehbar ist, und einer Sperrposition verstellbar ist, in welcher
das mindestens eine Riegelelement in eine Sperrausnehmung eingreift, wobei der Drehboden
relativ zur Bohrschnecke drehfest verriegelt ist. Die Sperrausnehmung ist an dem Bauteil
angeordnet, welches dem mindestens einen Riegelelement gegenüberliegt. Vorzugsweise
ist die Sperrausnehmung an dem Drehboden angeordnet, wobei das Riegelelement verschiebbar
an der Bohrschnecke gelagert ist.
[0016] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, dass Sensoren
zum Erfassen der Position der Bohrschnecke, des Bohrrohrs und/oder des Drehbodens
vorgesehen sind. Die Sensoren können beliebig ausgebildet sein, etwa als mechanische
Taster, optisch arbeitende Sensoren oder in einer sonstigen geeigneten Weise. Hierdurch
kann durch die Steuerung zusätzlich verifiziert werden, ob sich die Bohrschnecke,
das Bohrrohr, der Drehboden oder sonstige Teile in der vorgesehenen Position, insbesondere
einer Verschlussposition, befinden. Grundsätzlich kann die Steuerung auch durch direkte
Überwachung der Drehantriebe und/oder der Axialantriebe eine Bohrposition der jeweiligen
Teile feststellen. Abhängig vom ermittelten Status kann so angezeigt werden, ob eine
geöffnete Position oder eine verschlossene Position des Drehbodens gegeben sind.
[0017] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorteilhaft,
dass eine optische und/oder akustische Anzeigeeinrichtung, insbesondere ein Bildschirm,
vorgesehen ist, welche mit der Steuerung in Verbindung steht. An einem Bildschirm
können besonders flexibel verschiedene Daten zum Zustand der Teile des Bohrwerkzeuges
angezeigt werden. Auch ist eine graphische Darstellung der Komponenten möglich, so
dass der jeweilige Zustand besonders schnell auch durch ungeübte Gerätefahrer erfassbar
ist. Die Anzeigeeinrichtung kann in einer einfachen Version auch aus einer einfachen
Signallampe oder einem Signaltonabgeber bestehen, durch welche der jeweilige Verschlusszustand
optisch oder akustisch anzeigbar ist.
[0018] Grundsätzlich kann das Riegelelement in geeigneter Weise durch einen Antrieb oder
einen Mechanismus verstellt werden. Möglich sind ein separater Stellantrieb, etwa
ein axial wirkender Stellzylinder. Eine besonders effektive Ausgestaltung der Erfindung
besteht darin, dass an dem mindestens einen Riegelelement eine Betätigungsplatte angeordnet
ist, welche zum Verschieben des Riegelelementes mit einem Betätigungsnocken in Eingriff
kommt, welcher an einer Innenseite des Bohrrohrs angeordnet ist. Insbesondere bei
einem axialen Verstellen des Drehbodens zwischen der ersten Hubposition und der zweiten
Hubposition kann das Riegelelement in die Verschlussposition verstellt werden. Somit
wird insbesondere bei Erreichen der Verschlussposition des Drehbodens an der Bohrschnecke
der Drehboden gegenüber der Bohrschnecke mit dem mindestens einen Riegelelement verriegelt.
Bei einer entsprechenden Rückstellung kann ein Rückstellen des Riegelelementes ebenfalls
durch einen Betätigungsnocken erfolgen. Eine Rückstellung kann aber auch über eine
Rückstellfeder oder in einer sonstigen geeigneten Weise durchgeführt werden.
[0019] Grundsätzlich kann das Riegelelement beliebig ausgebildet sein. Besonders vorteilhaft
ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung, dass das Riegelelement im Wesentlichen
zylindrisch ausgebildet ist. Dabei kann das Riegelelement in entsprechenden Gleitbuchsen
gelagert werden, welche einfach erhältlich sind.
[0020] Die Erfindung ist gemäß einer weiteren Ausführungsvariante bevorzugt dadurch weitergebildet,
dass entlang des Innenumfangs des Bohrrohrs mindestens eine schräg verlaufende Führungsleiste
angeordnet ist, welche beim axialen Verstellen von der ersten Hubposition in die zweite
Hubposition mit mindestens einem Nockenelement an dem Drehboden zusammenwirkt, wobei
der Drehboden in die Verschlussposition verdrehbar ist. Es ist sozusagen ein Nocken-Nockenfolgemechanismus
vorgesehen, durch welchen die axiale Hubbewegung in eine zumindest teilweise Drehbewegung
des Drehbodens umgesetzt wird. Vorzugsweise ist das radial gerichtete Sperrelement
gleichzeitig das Nockenelement. Es kann jedoch auch als separates Nockenelement vorgesehen
sein, welches mit einer reibungsreduzierenden Einrichtung, etwa einer Rolle, versehen
ist. Auch kann die Führungsleiste in einen Teil der Sperreinrichtung übergehen. Des
Weiteren ist auch eine kinematische Umkehr möglich, wobei das Nockenelement dann an
der radialen Innenseite des Bohrrohrs und eine Führungsleiste an der Bohrwendel vorgesehen
ist.
[0021] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht zudem darin, dass das Seelenrohr
der Bohrschnecke in einem unteren Bereich mindestens eine Austrittsöffnung für ein
aushärtbares Füllmaterial aufweist. Über das Seelenrohr kann das Füllmaterial, insbesondere
Beton oder eine andere aushärtbare Masse oder ein sonstiges schüttfähiges Füllgut,
wie Sand, Kies, Gips etc. beim Ziehen des Bohrrohres in das freiwerdende Bohrloch
eingeleitet werden. Beim Zurückziehen der Bohrvorrichtung mit dem stützenden Bohrrohr
kann so die Abstützung der Bohrlochwandung unmittelbar durch das Füllgut übernommen
werden. Das Füllgut kann unmittelbar oder nach Zugabe eines weiteren Zusatzes zu dem
Bohrpfahl aushärten.
[0022] Eine besonders kompakte Anordnung wird nach einer Ausführungsvariante der Erfindung
dadurch erreicht, dass der Drehboden an einem unteren Ende des Seelenrohres drehbar
gelagert ist und dass an einer Unterseite des Drehbodens Bodenabtragswerkzeuge angeordnet
sind. Die Bodenabtragswerkzeuge können Meißel oder Abtragszähne sein. Im Bereich der
Drehachse des Drehbodens kann ein Pilot mit Zentrierspitze oder weiteren Abtragsmeißeln
angeordnet sein. Grundsätzlich befindet sich die Austrittsöffnung für das Füllmaterial
unterhalb des Drehbodens, so dass das Füllmaterial bei geschlossenem Drehboden aus
dem Seelenrohr austreten kann.
[0023] Die Erfindung betrifft weiterhin ein Bohrgerät zum Herstellen eines Bohrpfahls in
einem Boden mit einem Trägergerät und einem auf dem Trägergerät angeordneten Mast,
wobei gemäß der Erfindung die zuvor beschriebene Bohrvorrichtung vorgesehen ist. Grundsätzlich
kann ein Bohrgerät eingesetzt werden, welches bis auf die erfindungsgemäße Bohrvorrichtung
wie ein herkömmliches Bohrgerät zum Doppelkopfbohren ausgebildet ist.
[0024] Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Bohrgerätes besteht darin,
dass eine Hubeinrichtung vorgesehen ist, mit welcher die Bohrschnecke axial gegenüber
dem Bohrrohr verstellbar ist. Die Hubeinrichtung kann vorzugsweise mindestens einen
Stellzylinder, insbesondere einen Hydraulikzylinder aufweisen, durch welchen eine
axiale Hubbewegung zwischen Bohrschnecke und Bohrrohr ausführbar ist. Vorzugsweise
weist die Hubeinrichtung zwei oder mehr Stellzylinder auf. Die Hubeinrichtung kann
vom Bediener des Bohrgerätes gesteuert werden, wobei vorzugsweise ein einfacher Stellknopf
vorgesehen ist.
[0025] Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist es bevorzugt, dass an dem Mast ein erster
Drehantrieb für die Bohrschnecke und ein zweiter Drehantrieb für das Bohrrohr axial
verstellbar angeordnet sind. Bei den Drehantrieben handelt es sich vorzugsweise um
hydraulische Antriebe, welche vorzugsweise mittels Stellzylindern oder Seilzugmechanismen
entlang des Mastes verfahrbar sind. Vorzugsweise können die axialen Verfahrantriebe
für die beiden Drehantriebe auch zum Einstellen des Hubweges verwendet werden, um
Bohrrohr und Bohrschnecke axial zueinander zu verfahren.
[0026] Besonders bevorzugt ist es nach einer Weiterbildung der Erfindung, dass die Hubeinrichtung
zwischen dem ersten Drehantrieb und dem zweiten Drehantrieb angeordnet ist. Der eine
oder die mehreren Stellzylinder sind dabei zwischen den beiden Drehantrieben angeordnet,
so dass die Drehantriebe in einfacher Weise zwischen der ersten Hubposition und der
zweiten Hubposition relativ zueinander verschoben werden können. Der erste Drehantrieb
kann dabei axial fest mit der Bohrschnecke und der zweite Drehantrieb axial fest mit
dem Bohrrohr verbunden sein.
[0027] Hinsichtlich des Verfahrens ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, das zum Verstellen
des Drehbodens die Bohrschnecke und das Bohrrohr axial zueinander zwischen einer ersten
Hubposition und einer zweiten Hubposition verstellt werden, dass sich in der ersten
Hubposition der Drehboden in der Bohrposition mit geöffnetem Durchgang befindet, dass
in der zweiten Hubposition der Drehboden in eine Verschlussposition verstellt wird
und dass der mittels einer Steuerung einem Gerätebediener angezeigt wird, ob sich
die Bohrschnecke in der ersten oder zweiten Hubposition und/oder der Drehboden in
der Verschlussposition befindet.
[0028] Für das erfindungsgemäße Verfahren ist insbesondere die zuvor beschriebene Bohrvorrichtung
beziehungsweise das zuvor beschriebene Bohrgerät einsetzbar. Es können die zuvor beschriebenen
Vorteile mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielt werden.
[0029] Grundsätzlich kann das Verfahren ausschließlich zum Herstellen von Bohrungen im Boden
verwendet werden. Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung besteht jedoch darin,
dass die Bohrung mit einem Füllmaterial verfüllt wird, durch welches ein Bohrpfahl
im Boden gebildet wird. Das Füllmaterial kann in der Bohrung zu dem Bohrpfahl aushärten.
Vorzugsweise kann eine Armierung vor oder nach dem Verfüllen der Bohrung in diese
eingesetzt werden.
[0030] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von bevorzugten Ausführungsbeispielen weiter
beschrieben, welche schematisch in den beigefügten Zeichnungen dargestellt sind. In
den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Seitenansicht eines Bohrgeräts mit einer erfindungsgemäßen Bohrvorrichtung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Teilansicht einer erfindungsgemäßen Bohrvorrichtung;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Bohrvorrichtung von unten;
- Fig. 4
- eine teilweise Schnittdarstellung der Bohrvorrichtung von Fig. 3 gemäß Schnitt A-A;
- Fig. 5
- eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen Bohrvorrichtung;
- Fig. 6
- eine Detail-Seitenansicht der Bohrvorrichtung in einem unverriegelten Zustand;
- Fig. 7
- eine Detail-Seitenansicht der Bohrvorrichtung von Fig. 7 in einem verriegelten Zustand;
und
- Fig. 8a bis 8c
- Draufsichten auf den Drehboden von oben in verschiedenen Drehpositionen.
[0031] Ein Bohrgerät 10 mit einer erfindungsgemäßen Bohrvorrichtung 20 ist in Fig. 1 dargestellt.
Das Bohrgerät 10 weist ein Trägergerät 12 mit einem Raupenfahrwerk und einem drehbaren
Oberwagen auf, an welchem ein vertikaler Mast 14 angeordnet ist. Entlang des Mastes
14 sind in bekannter Weise ein erster Drehantrieb 15 und ein zweiter Drehantrieb 16
vertikal verschiebbar gelagert und mittels eines Seilzugmechanismus 19 verfahrbar.
Der erste Drehantrieb 15 ist mit einer Bohrschnecke 22 der Bohrvorrichtung 20 verbunden,
um die Bohrschnecke 22 drehend anzutreiben. Unabhängig von der Drehung der Bohrschnecke
22 ist ein äußeres Bohrrohr 30 der Bohrvorrichtung 20 mit einem zweiten Drehantrieb
16 drehfest verbunden. Bohrschnecke 22 und Bohrrohr 30 können so unabhängig voneinander
hinsichtlich Drehzahl und Drehrichtung sowie Drehmoment angetrieben werden. Die Drehantriebe
15, 16 sind jeweils unabhängig voneinander über Schlitten axial verfahrbar gelagert,
wobei zwischen den beiden Drehantrieben 15, 16 eine nur schematisch dargestellte Hubeinrichtung
18 angeordnet ist. Mittels der Hubeinrichtung 18, welche mindestens einen Hydraulikzylinder
aufweist, kann der erste Drehantrieb 15 relativ zu dem zweiten Drehantrieb 16 axial
um einen definierten Hub verstellt werden.
[0032] Die Bohrschnecke 22 der Bohrvorrichtung 20 weist ein mittiges Seelenrohr 26 auf,
entlang dessen Umfang eine Förderwendel 24 zum Fördern abgearbeiteten Bodenmaterials
angeordnet ist.
[0033] Ein unteres Ende einer erfindungsgemäßen Bohrvorrichtung 20 ist in Fig. 2 gezeigt.
An dem zylindrischen Bohrrohr 30 ist lösbar eine untere ringförmige Schneideinrichtung
32 mit einer Vielzahl mit nach unten gerichteten Abtragszähnen 34 angeordnet. Innerhalb
der ringförmigen Schneideinrichtung 32 des Bohrrohres 30 ist drehbar die Bohrschnecke
22 mit einem mittigen Seelenrohr 26 und der nur teilweise zu erkennenden Bohrwendel
24 angeordnet.
[0034] Am unteren Ende der Bohrschnecke 22 befindet sich ein Drehboden 40, welcher im Wesentlichen
aus einer drehbar gelagerten Platte 42 mit zwei seitlichen, gegenüberliegenden V-förmigen
Ausnehmungen 46 besteht. In der dargestellten ersten Hubposition bilden die beiden
Ausnehmungen 46 in der Platte 42 einen geöffneten Durchgang 29, durch welchen von
den Bodenabtragswerkzeugen 48 abgearbeitetes Bodenmaterial in das Innere des Bohrrohrs
30 gelangen und über die mindestens eine Bohrwendel 24 nach oben abgefördert werden
kann. Am Außenumfang der Platte 42 sind weitere Meißel 49 zum Abtragen des Bodens
angeordnet. Weiterhin ist in einem radialen Außenbereich des Drehbodens 40 über jeweils
einen U-förmigen Halter 52 ein radial gerichtetes Sperrelement 50 lösbar gelagert.
Weiterhin ist in einem Mittenbereich des Drehbodens 40 eine Pilotspitze 44 vorgesehen,
welche ebenfalls mit mehreren Abtragsmeißeln versehen ist.
[0035] Der Aufbau des unteren Bereiches der Bohrvorrichtung 20 mit dem Drehboden 40 ist
weiter in den Figuren 3 und 4 verdeutlicht. Über ein mittiges Drehlager 43 ist die
Platte 42 des Drehbodens 40 drehbar um eine Mittenachse der Bohrvorrichtung 20 gelagert.
In der dargestellten zweiten Hubposition gelangen die radial gerichteten äußeren Sperrelemente
S1 einer Sperreinrichtung 50 am Drehboden 40 in Umfangsrichtung in Eingriff mit den
radial nach innen vorstehenden Sperranschlägen 60, welche von einer Außenseite des
Bohrrohres 30 radial nach innen ragend eingeschraubt sind. In dieser in den Figuren
3 und 4 dargestellten zweiten Hubposition ist der Drehboden 40 um etwa 90° verdreht
zu einer festen Abschlussplatte 28 am unteren Ende der Bohrschnecke 22, so dass die
Durchgänge in das Innere des Bohrrohres 30 verschlossen sind. In dieser Verschlussposition
kann die Bohrvorrichtung 20 axial aus dem Bohrloch rückgezogen werden, ohne dass die
Gefahr besteht, dass abgebohrtes Bodenmaterial von der Bohrwendel 24 zurück in das
Bohrloch fallen kann. In dieser Verschlussposition wird gleichzeitig eine nicht dargestellte
Austrittsöffnung für ein Füllmaterial geöffnet, wobei über eine Leitung 27 im Inneren
des Seelenrohres 26 Füllmaterial, etwa Beton, beim Rückziehen der Bohrvorrichtung
20 in das Bohrloch geleitet werden kann.
[0036] In Fig. 5 ist anschaulich dargestellt, wie das radial nach außen gerichtete Anschlagelement
80 am Außenumfang des Drehbodens 40 zum Sperren einer Verdrehbewegung mit dem radial
von der Innenwand des Bohrrohres 30 ragenden Sperranschlag 60 in Kontakt kommt.
[0037] In den Figuren 6 und 7 ist eine Verriegelung des Drehbodens 40 verdeutlicht. Dabei
weist die Bohrschnecke 22 eine untere Abschlussplatte 28 mit zwei V-förmigen Ausnehmungen
46 auf. Zum Öffnen und Schließen der Ausnehmungen 46 ist an der Unterseite der Abschlussplatte
28 der Drehboden 40 mit einer Platte 42 drehbar gelagert. In den Figuren 6 und 7 ist
der Drehboden 40 dabei so angeordnet, dass sich dieser in einer geöffneten Position
befindet.
[0038] Zum Verriegeln des Drehbodens 40 in der dargestellten Position ist an der Bohrschnecke
22 ein im Wesentlichen zylindrisches Riegelelement 52 vertikal angeordnet und in einer
oberen ersten Gleithülse 53 und einer unteren zweiten Gleithülse 55 axial verschiebbar
gelagert. Die beiden Gleithülsen 53, 55 sind axial zueinander beabstandet, wobei in
dem Zwischenbereich an dem Riegelelement 52 eine etwa horizontal gerichtete Betätigungsplatte
56 befestigt ist. Diese kann über einen Betätigungsnocken an der Innenseite des Bohrrohrs,
welches in den Figuren 6 und 7 nicht dargestellt ist, so beaufschlagt werden, dass
das Riegelelement 52 von der entriegelten Position gemäß Fig. 6 in eine geriegelte
Position gemäß Fig. 7 verschoben wird.
[0039] In der verriegelten Position gemäß Fig. 7 ist das zylindrische Riegelelement 52 axial
nach unten gefahren, wobei das Riegelelement 52 in eine Sperrausnehmung 54 in der
Platte 42 des Drehbodens 40 eingreift. Hierdurch wird ein unbeabsichtigtes Verstellen
oder Verdrehen des Drehbodens 40 gegenüber der Abschlussplatte 28 der Bohrschnecke
22 verhindert. In entsprechender Weise kann auch der Drehboden 40 in der Verschlussposition,
bei welcher die Platte 42 des Drehbodens 40 die Ausnehmungen 46 überdeckt, verriegelt
werden.
[0040] Grundsätzlich kann das Riegelelement 52 auch als ein Sensor eingesetzt werden, durch
welchen die Steuerung feststellen kann, dass sich bei einem nach unten ausgefahrenen
Zustand des Riegelelements 52 der Drehboden 40 in einem geöffneten Zustand befindet,
wie es in Fig. 7 dargestellt ist. Dabei können an dem Riegelelement 52 entsprechende
Taster vorgesehen sein, welche die Axialposition des Riegelelementes 52 feststellen
und an die Steuerung drahtgebunden oder drahtlos weiterleiten.
[0041] In den Figuren 8a bis 8c ist der Vorgang des Öffnens des Drehbodens 40 schematisch
verdeutlicht.
[0042] Gemäß Fig. 8a ist eine Nullstellung des Drehbodens 40 gezeigt, bei welcher sich der
Drehboden 40 in einer Verschlussposition befindet. Dabei liegt eine Nocke an einer
Konusschraube an. Um rechtsdrehend auf eine nächste Konusschraube zu treffen, muss
ein Anfänger um 161° nach rechts gedreht werden.
[0043] In Fig. 8b ist eine Position gezeigt, bei welcher eine Drehung um 161° aus der Nullstellung
erfolgt ist. Dabei liegt eine Nocke an der nächsten Konusschraube an, sofern der Drehboden
40, wie dargestellt, weiterhin vollständig geschlossen ist. Für ein vollständiges
Öffnen der Drehbodens 40 muss eine weitere Drehung um 70° nach rechts erfolgen.
[0044] In Fig. 8c ist nunmehr die geöffnete Stellung gezeigt, bei welcher ein Anfänger um
231° nach rechts aus der Nullstellung gedreht worden ist, um vom komplett geschlossenen
Zustand zu einem komplett geöffneten Zustand zu gelangen. Von dieser Stellung aus
ist ein Einfahren in einen Verriegelungsbereich möglich.
1. Bohrvorrichtung zum Herstellen einer Bohrung im Boden mit
- einer Bohrschnecke (22), welche drehend antreibbar ist und mindestens eine Bohrwendel
(24) aufweist, welche entlang einem zentralen Seelenrohr (26) verläuft,
- einem Bohrrohr (30), welches unabhängig von der Bohrschnecke (22) drehend antreibbar
ist und die Bohrschnecke (22) zumindest abschnittsweise umgibt, und
- einem Drehboden (40), welcher drehbar an einem unteren Bereich der Bohrschnecke
(22) angeordnet ist und zwischen einer Bohrposition, bei welcher ein Durchgang (29)
für Bodenmaterial zur Bohrwendel (24) geöffnet ist, und einer Verschlussposition verstellbar
ist, in welcher der Durchgang (29) verschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Verstellen des Drehbodens (40) die Bohrschnecke (22) und das Bohrrohr (30) axial
zueinander zwischen einer ersten Hubposition und einer zweiten Hubposition verstellbar
sind,
dass in der ersten Hubposition der Drehboden (40) in der Bohrposition mit geöffnetem Durchgang
(29) angeordnet ist,
dass in der zweiten Hubposition der Drehboden (40) in seiner Verschlussposition mit geschlossenem
Durchgang (29) angeordnet ist und
dass eine Steuerung vorgesehen und ausgebildet ist, welche einem Gerätebediener anzeigt,
ob sich die Bohrschnecke (22) in der ersten oder der zweiten Hubposition und/oder
der Drehboden (40) in der Verschlussposition befindet.
2. Bohrvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Sperreinrichtung (50) mit mindestens einem axial verstellbaren Riegelelement
(52) vorgesehen ist, mit welchem der Drehboden (40) gegenüber der Bohrschnecke (22)
verriegelbar ist.
3. Bohrvorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mindestens eine Riegelelement (52) zwischen einer Freigabeposition, in welcher
der Drehboden (40) relativ zur Bohrschnecke (22) verdrehbar ist, und einer Sperrposition
verstellbar ist, in welcher das mindestens eine Riegelelement (52) in eine Sperrausnehmung
(54) eingreift, wobei der Drehboden (40) relativ zur Bohrschnecke (22) drehfest verriegelt
ist.
4. Bohrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass Sensoren zum Erfassen der Positionen der Bohrschnecke (22), des Bohrrohres (30) und/oder
des Drehbodens (40) vorgesehen sind.
5. Bohrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine optische und/oder akustische Anzeigeeinrichtung, insbesondere ein Bildschirm,
vorgesehen ist, welche mit der Steuerung in Verbindung steht.
6. Bohrvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass entlang des Innenumfangs des Bohrrohrs (30) mindestens eine schrägverlaufende Führungsleiste
angeordnet ist, welche beim axialen Verstellen von der ersten Hubposition in die zweite
Hubposition mit mindestens einem Nockenelement an dem Drehboden (40) zusammenwirkt,
wobei der Drehboden (40) in die Verschlussposition verdrehbar ist.
7. Bohrvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Seelenrohr (26) der Bohrschnecke (22) in einem unteren Bereich mindestens eine
Austrittsöffnung für ein Füllmaterial aufweist.
8. Bohrvorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der ersten Hubposition die Austrittsöffnung für das Füllmaterial geschlossen ist
und
dass in der zweiten Hubposition die Austrittsöffnung für das Füllmaterial geöffnet ist.
9. Bohrvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Drehboden (40) an einem unteren Ende des Seelenrohrs (26) drehbar gelagert ist
und
dass an einer Unterseite des Drehbodens (40) Bodenabtragswerkzeuge (48) angeordnet sind.
10. Bohrgerät zum Herstellen eines Bohrpfahls in einem Boden mit einem Trägergerät (12)
und einem auf dem Trägergerät (12) angeordneten Mast (14),
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Bohrvorrichtung (20) nach einem der vorherigen Ansprüche vorgesehen ist.
11. Bohrgerät nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Hubeinrichtung (18) vorgesehen ist, mit welcher die Bohrschnecke (22) axial
gegenüber dem Bohrrohr (30) verstellbar ist.
12. Bohrgerät nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass an dem Mast (14) ein erster Drehantrieb (15) für die Bohrschnecke (22) und ein zweiter
Drehantrieb (16) für das Bohrrohr (30) axial verstellbar angeordnet sind.
13. Bohrgerät nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Hubeinrichtung (18) zwischen dem ersten Drehantrieb (15) und dem zweiten Drehantrieb
(16) angeordnet ist.
14. Verfahren zum Herstellen einer Bohrung im Boden mit einer Bohrvorrichtung (20), insbesondere
nach einem der Ansprüche 1 bis 9, bei dem
- zum Erstellen eines Bohrlochs im Boden eine Bohrschnecke (22) mit mindestens einer
Bohrwendel (24) drehend angetrieben wird,
- ein Bohrrohr (30), welches die Bohrschnecke (22) zumindest abschnittsweise umgibt,
unabhängig von der Bohrschnecke (22) drehend angetrieben wird,
- ein Drehboden (40) am unteren Ende der Bohrschnecke (22) im Bohrbetrieb in eine
Bohrposition verstellt wird, wobei ein Durchgang (29) geöffnet wird, durch welchen
Bodenmaterial zur Bohrwendel (24) gelangt, und
- der Drehboden (40) beim Ziehen der Bohrvorrichtung (20) aus dem Boden in eine Verschlussposition
verstellt wird, in welchen der Drehboden (40) verschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zum Verstellen des Drehbodens (40) die Bohrschnecke (22) und das Bohrrohr (30) axial
zueinander zwischen einer ersten Hubposition und einer zweiten Hubposition verstellt
werden,
dass sich in der ersten Hubposition der Drehboden (40) in der Bohrposition mit geöffnetem
Durchgang befindet,
dass in der zweiten Hubposition der Drehboden (40) in seine Verschlussposition verstellt
wird und
dass mittels einer Steuerung einem Gerätebediener angezeigt wird, ob sich die Bohrschnecke
(22) in der ersten oder zweiten Hubposition und/oder der Drehboden (40) in der Verschlussposition
befindet.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bohrung mit einem Füllmaterial verfüllt wird, durch welches ein Bohrpfahl im
Boden gebildet wird.