[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Gehäuse, insbesondere für eine Abgasanlage
einer Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs.
[0002] Die bei Abgasbehandlungseinheiten von Abgasanlagen in Fahrzeugen eingesetzten Gehäuse
sind im Allgemeinen aus Blechmaterial aufgebaut, das so geformt ist, dass in einem
Verbindungsbereich aneinander angrenzende Gehäuseschalenbereiche einer oder verschiedener
Gehäuseschalen durch Umformen, beispielsweise Umbördeln, oder/und durch Materialschluss,
beispielsweise Verschweißung, miteinander verbunden sind.
[0003] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Gehäuse, insbesondere für eine
Abgasanlage einer Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs, bereitzustellen, bei welchem
Gehäuseschalenbereiche zum Bereitstellen einer geschlossenen Konfiguration des Gehäuses
in einfacher und stabiler Art und Weise miteinander verbunden werden können.
[0004] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Gehäuse, insbesondere für eine
Abgasanlage einer Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs, umfassend wenigstens zwei in
wenigstens einem Falzverbindungsbereich miteinander verbundene Gehäuseschalenbereiche,
wobei zur Bereitstellung des Falzverbindungsbereiches jeder Gehäuseschalenbereich
einen in einer Falzrandlängsrichtung sich erstreckenden Falzrandbereich und eine Mehrzahl
von im Wesentlichen quer zur Falzrandlängsrichtung vom Falzrandbereich sich weg erstreckenden
und zum Bereitstellen eines Zwischenraums in der Falzrandlängsrichtung mit Abstand
zueinander angeordneten Umfalzabschnitten umfasst, wobei wenigstens ein Teil der Umfalzabschnitte
von jedem der Gehäuseschalenbereiche jeweils in einen zwischen zwei Umfalzabschnitten
des jeweils anderen Gehäuseschalenbereichs gebildeten Zwischenraum eingreift und den
Falzrandbereich dieses anderen Gehäuseschalenbereichs derart übergreift, dass der
Falzrandbereich dieses anderen Gehäuseschalenbereichs zwischen den diesen übergreifenden
Umfalzabschnitten und dem Falzrandbereich des diese Umfalzabschnitte aufweisenden
Gehäuseschalenbereichs gehalten ist.
[0005] Durch das Bereitstellen von in der Falzrandlängsrichtung alternierend aufeinanderfolgenden
Umfalzabschnitten und Zwischenräumen wird eine verzahnungsartige Konfiguration erzeugt,
welche einerseits eine definierte Positionierung der miteinander zu verbindenden Gehäuseschalenbereiche
in der Falzrandlängsrichtung erzwingt. Andererseits wird durch den gegenseitigen abwechselnden
Übergriff ein stabiler Zusammenhalt der beiden Gehäuseschalenbereiche gewährleistet.
Da bei einem erfindungsgemäß aufgebauten Falzverbindungsbereich im Wesentlichen über
die gesamte Länge desselben eine durch Umfalten der Umfalzabschnitte gebildete Außenkante
entstehen, werden scharfkantige und eine Verletzungsgefahr mit sich bringende Abschnitte
vermieden.
[0006] Um einen in der Falzrandlängsrichtung im Wesentlichen unterbrechungsfrei durchlaufenden
Zusammenhalt der beiden Gehäuseschalenbereiche zu erreichen, wird vorgeschlagen, dass
bei jedem Gehäuseschalenbereich der zwischen zwei in der Falzrandlängsrichtung aufeinanderfolgenden
Umfalzabschnitten gebildete Zwischenraum in der Falzrandlängsrichtung eine Erstreckungslänge
aufweist, die im Wesentlichen einer Erstreckungslänge der in diesen Zwischenraum aufgenommenen
Umfalzabschnitte des jeweils anderen Gehäuseschalenbereichs entspricht. Dies bedeutet
im Sinne der vorliegenden Erfindung, dass ein jeweiliger Umfalzabschnitt im Wesentlichen
ohne oder mit geringem Bewegungsspiel in der Falzrandlängsrichtung zwischen zwei Umfalzabschnitten
des jeweils anderen Gehäuseschalenbereichs aufgenommen werden kann, der Umfalzabschnitt
jedoch im Wesentlichen ohne Zwängungen oder Verformung in den Zwischenraum zwischen
den beiden diesen zwischen sich aufnehmenden Umfalzabschnitten des jeweils anderen
Gehäuseschalenbereichs eingeführt werden kann.
[0007] Um dabei einen symmetrischen Aufbau der beiden Gehäuseschalenbereiche vorsehen zu
können, kann bei allen Gehäuseschalenbereichen eine Erstreckungslänge der Umfalzabschnitte
im Wesentlichen einer Erstreckungslänge des jeweils zwischen in der Falzrandlängsrichtung
aufeinanderfolgenden Umfalzabschnitten gebildeten Zwischenraums entsprechen.
[0008] Zum Erleichtern des Zusammenfügens der Falzrandbereiche der miteinander zu verbindenden
Gehäuseschalenbereiche wird vorgeschlagen, dass bei wenigstens einem, vorzugsweise
jedem Gehäuseschalenbereich die Umfalzabschnitte, ausgehend vom Falzrandbereich, sich
verjüngend ausgebildet sind. Die Umfalzabschnitte weisen somit ausgehend vom jeweiligen
Falzrandbereich eine in der Falzrandlängsrichtung abnehmende Erstreckungslänge auf,
so dass zwischen zwei in der Falzrandlängsrichtung aufeinanderfolgenden Umfalzabschnitten
eine Einführschräge für einen zwischen diesen aufzunehmenden Umfalzabschnitt eines
jeweils anderen Gehäuseschalenbereichs gebildet ist.
[0009] Ein sehr einfach zu realisierender Aufbau kann dadurch bereitgestellt werden, dass
bei allen Gehäuseschalenbereichen der Falzrandbereich in der Falzrandlängsrichtung
im Wesentlichen plan durchgehend ausgebildet ist. Dies bedeutet, dass im Sinne der
vorliegenden Erfindung ein jeweiliger Falzrandbereich gemäß der Konfiguration des
bereitzustellenden Gehäuses beispielsweise im Wesentlichen geradlinig oder bei gekrümmter
Ausgestaltung des Gehäuses, entsprechend dieser gekrümmten Gehäusekontur, auch gekrümmt
verlaufen kann, jedoch orthogonal zu einer durch einen jeweiligen Falzrandbereich
aufgespannten, gegebenenfalls gekrümmten Fläche im Wesentlichen keine Ausformungen
aufweist.
[0010] Bei einer alternativen Ausgestaltungsform kann vorgesehen sein, dass bei wenigstens
einem, vorzugsweise jedem Gehäuseschalenbereich der Falzrandbereich in Zuordnung zu
wenigstens einem, vorzugsweise jedem zwischen in der Falzrandlängsrichtung aufeinanderfolgenden
Umfalzabschnitten gebildeten Zwischenraum in der Falzrandlängsrichtung zwischen den
beiden den Zwischenraum zwischen sich bildenden Umfalzabschnitten an seiner vom Falzrandbereich
des jeweils anderen Gehäuseschalenbereichs abgewandten Seite eine Umfalzabschnittaufnahmeeinsenkung
aufweist. Somit greift ein einen Falzrandbereich übergreifender Umfalzabschnitt in
eine Umfalzabschnittaufnahmeeinsenkung ein, was einerseits die Zentrierung der beiden
zu verbindenden Gehäuseschalenbereiche unterstützt, andererseits zu einer verminderten
Dicke des so hergestellten Falzverbindungsbereichs führt.
[0011] Um dabei einen jeweiligen Umfalzabschnitt im Wesentlichen vollständig in einer diesem
zugeordneten Umfalzabschnittaufnahmeeinsenkung aufnehmen zu können, wird vorgeschlagen,
dass eine Erstreckungslänge einer jeweiligen Umfalzabschnittaufnahmeeinsenkung in
der Falzrandlängsrichtung im Wesentlichen einer Erstreckungslänge eines darin aufgenommenen
Umfalzabschnitts entspricht, oder/und dass eine Einsenkungstiefe einer jeweiligen
Umfalzabschnittaufnahmeeinsenkung im Wesentlichen einer Dicke des darin aufgenommenen
Umfalzabschnitts entspricht.
[0012] Derartige Umfalzabschnittaufnahmeeinsenkungen können in besonders einfacher Weise
dadurch bereitgestellt werden, dass der Falzrandbereich eines der Gehäuseschalenbereiche
in Richtung auf den Falzrandbereich des jeweils anderen Gehäuseschalenbereichs zu
verformt ist.
[0013] Bei wenigstens einem, vorzugsweise jedem Gehäuseschalenbereich kann der Falzrandbereich
bezüglich eines an diesen anschließenden Gehäuseschalenkörpers abgewinkelt sein.
[0014] Um einerseits die zum Erzeugen des Falzverbindungsbereichs erforderliche Verformbarkeit
des erfindungsgemäß bereitzustellenden Gehäuses erreichen zu können, andererseits
dieses Gehäuse insbesondere auch wärmeresistent ausbilden zu können, wird vorgeschlagen,
dass wenigstens ein, vorzugsweise jeder Gehäuseschalenbereich mit Blechmaterial aufgebaut
ist.
[0015] Die Gehäuseschalenbereiche können mit ihren Falzrandbereichen aneinander anliegen.
[0016] Die Erfindung betrifft ferner eine Abgasbehandlungseinheit für eine Abgasanlage einer
Brennkraftmaschine, insbesondere für ein Fahrzeug, umfassend ein erfindungsgemäß aufgebautes
Gehäuse.
[0017] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Figuren
detailliert beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- zwei miteinander in einem Falzverbindungsbereich zu verbindende Gehäuseschalenbereiche
;
- Fig. 2
- die beiden in einem Falzverbindungsbereich miteinander verbundenen Gehäuseschalenbereiche
in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 3
- eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung des Falzverbindungsbereichs, betrachtet
in einer anderen Richtung;
- Fig. 4
- eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht zweier in einem alternativ ausgebildeten Falzverbindungsbereich
miteinander verbundener Gehäuseschalenbereiche in perspektivischer Ansicht;
- Fig. 5
- eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung des Falzverbindungsbereich, betrachtet in
einer anderen Richtung;
- Fig. 6
- in perspektivischer Ansicht ein mit zwei Gehäuseschalenbereichen aufgebautes Gehäuse
einer Abgasbehandlungseinheit;
- Fig. 7
- das Gehäuse der Fig. 6 in Seitenansicht.
[0018] Die Fig. 1 zeigt zwei miteinander zu verbindende Gehäuseschalenbereiche 10, 12 eines
allgemein mit 14 bezeichneten Gehäuses beispielsweise einer Abgasbehandlungseinheit,
wie zum Beispiel Katalysator oder Partikelfilter, einer Abgasanlage einer Brennkraftmaschine
in einem Fahrzeug. Die beiden Gehäuseschalenbereiche 10, 12 sind aus Blechmaterial
geformt und können beispielsweise Bereiche einer in eine ringartige Konfiguration
gebogenen Gehäuseschale sein oder können Bereiche zweier separat aufgebauter und miteinander
zu verbindender Gehäuseschalen sein.
[0019] Jeder der beiden Gehäuseschalenbereiche 10, 12 weist einen beispielsweise gekrümmten
Gehäuseschalenkörper 16, 18 auf, an welchem ein bezüglich des jeweiligen Gehäuseschalenkörpers
16, 18 abgewinkelter und im dargestellten Beispiel geradlinig und plan durchlaufender
Falzrandbereich 20, 22 vorgesehen ist.
[0020] Von den einer Falzrandlängsrichtung L sich erstreckenden Falzrandbereichen 20, 22
erstreckt sich im Wesentlichen quer zur Falzrandlängsrichtung L und unter einem Winkel
von näherungsweise bzw. etwas mehr als 90° jeweils eine Mehrzahl von Umfalzabschnitten
24, 26. Zwischen den vom Falzrandbereich 20 sich erstreckenden Umfalzabschnitten 24
ist jeweils ein Zwischenraum 28 gebildet. Entsprechend ist zwischen den vom Falzrandbereich
22 sich erstreckenden Umfalzabschnitten 26 jeweils ein Zwischenraum 30 gebildet.
[0021] Die Erstreckungslänge der Umfalzabschnitte 24, 26 in der Falzrandlängsrichtung L
entspricht im Wesentlichen der Erstreckungslänge der zwischen diesen jeweils gebildeten
Zwischenräume 28, 30. Dabei können die Umfalzabschnitte 24, 26, ausgehend vom jeweiligen
Falzrandbereich 20, 22 sich verjüngend ausgebildet sein, so dass ihre Erstreckungslänge
in der Falzrandlängsrichtung L, ausgehend vom jeweiligen Falzrandbereich 20, 22, abnimmt.
Entsprechend nimmt dann die Erstreckungslänge der zwischen zwei derartigen Umfalzabschnitten
24 bzw. 26 gebildeten Zwischenräume 28, 30, ausgehend vom jeweiligen Falzrandbereich
20, 22 zu. Somit bilden die Umfalzabschnitte 24 am Falzrandbereich 20 jeweils Einführschrägen
für die zwischen diesen jeweils aufzunehmenden Umfalzabschnitte 26 am Falzrandbereich
22, und umgekehrt.
[0022] Zum Herstellen eines in den Fig. 2 und 3 erkennbaren Falzverbindungsbereichs 32 werden
die beiden Gehäuseschalenbereiche 10, 12 mit ihren beiden Falzrandbereichen 20, 22
einander überdeckend bzw. aneinander anliegend positioniert, und zwar derart, dass
die von diesen Falzrandbereichen 20, 22 sich jeweils weg erstreckenden Umfalzabschnitte
24, 26 in die am jeweils anderen Gehäuseschalenbereich 10,12 bereitgestellten Zwischenräume
28, 30 eingreifen. Auf diese Art und Weise wird eine definierte Positionierung der
beiden Falzrandbereiche 20, 22 in der Falzrandlängsrichtung L bezüglich einander und
somit eine entsprechend definierte Positionierung der beiden Gehäuseschalenbereiche
10, 12 bezüglich einander erreicht.
[0023] Nachdem die beiden Gehäuseschalenbereiche 10, 12 in der vorangehend beschriebenen
Art und Weise bezüglich einander positioniert wurden, werden die Umfalzabschnitte
24, 26 weiter umgefaltet, so dass die Umfalzabschnitte 24 des Gehäuseschalenbereichs
10 den Falzrandbereich 22 des Gehäuseschalenbereichs 12 übergreifen und somit dieser
Falzrandbereich 22 fest zwischen dem Falzrandbereich 20 des Gehäuseschalenbereichs
10 und den an diesem Gehäuseschalenbereich 10 vorgesehenen Umfalzabschnitten 24 gehalten
bzw. geklemmt ist. Entsprechend übergreifen die Umfalzabschnitte 26 des Gehäuseschalenbereichs
12 nach dem weiteren Umfalten den Falzrandbereich 20 des Gehäuseschalenbereichs 10,
so dass dieser zwischen dem Falzrandbereich 22 des Gehäuseschalenbereichs 12 und den
an diesem Gehäuseschalenbereich 12 vorgesehenen Umfalzabschnitten 26 fest gehalten
bzw. geklemmt ist.
[0024] Bei dem so erzeugten Falzverbindungsbereich 32 wird in der Falzrandlängsrichtung
L ein im Wesentlichen durchgehender Zusammenhalt zwischen den beiden Gehäuseschalenbereichen
10, 12 in einfacher Art und Weise erzeugt. Der so bereitgestellte Verbund ist stabil
und kann, wenn die beiden Falzrandbereiche 20, 22 nicht unmittelbar, sondern beispielsweise
unter Zwischenlagerung einer Dichtmateriallage aneinander anliegen, auch gasdicht
gestaltet werden. Bei der Herstellung der beiden Gehäuseschalenbereiche 10, 12 können
der jeweilige Falzrandbereich 20, 22 und die von diesem abgewinkelt abstehenden Umfalzabschnitte
24, 26 in einfacher Weise beispielsweise bei Durchführung eines Ausstanzvorgangs oder
und eines daran anschließenden Umformungsvorgangs bereitgestellt werden, so dass zur
Erzeugung des Falzverbindungsbereichs 32 die verzahnungsartig ineinander eingreifenden
Umfalzabschnitte 24, 26 durch ein einfach gestaltetes Werkzeug weiter umgefaltet und
somit den Falzrandbereich des jeweils anderen Gehäuseschalenbereichs übergreifend
positioniert werden können.
[0025] Bei dem vorangehend mit Bezug auf die Fig. 1-3 beschriebenen Aufbau sind die beiden
Falzrandbereiche 20, 22 im Wesentlichen plan durchgehend ausgebildet. Dies bedeutet,
dass bei keinem dieser Falzrandbereiche 20, 22 seitliche Ausformungen vorhanden sind,
wie diese nachfolgend mit Bezug auf die Fig. 4 und 5 beschrieben werden. Zusätzlich
erstrecken die Falzrandbereiche 20, 22 der in den Fig. 1-3 dargestellten Ausgestaltungsform
sich geradlinig. Die Fig. 6 und 7 zeigen ein mit zwei Gehäuseschalenbereichen 10,
12 aufgebautes Gehäuse 14 einer Abgasbehandlungseinheit, bei welchem die beiden Gehäuseschalenbereiche
10, 12 gleichermaßen in Falzrandbereichen 20, 22 miteinander verbunden sind, die ebenfalls
keine seitlichen Ausformungen aufweisen, im vorangehend beschriebenen Sinne also im
Wesentlichen plan durchgehend ausgebildet sind, sich jedoch nicht geradlinig erstrecken,
sondern im Raum gekrümmt verlaufen. Auch bei derartiger gekrümmter Ausgestaltung der
grundsätzlich jedoch im Wesentlichen plan ausgebildeten Falzrandbereiche 20, 22 kann
die Verbindung der beiden Gehäuseschalenbereiche 10, 12 unter Einsatz der vorangehend
beschriebenen Umfalzabschnitte erfolgen.
[0026] Eine alternative Ausgestaltungsart eines erfindungsgemäß aufgebauten Gehäuses 14
ist in den Fig. 4 und 5 dargestellt. Bei diesem Aufbau sind die beiden Falzrandbereiche
20, 22 in der Falzrandlängsrichtung L nicht plan durchlaufend ausgebildet. Vielmehr
sind in jedem der beiden Falzrandbereiche 20, 22 in der Falzrandlängsrichtung L jeweils
zwischen zwei Umfalzabschnitten 24, 26 in Zuordnung zu den dazwischen jeweils gebildeten
Zwischenräumen 28, 30 Umfalzabschnittaufnahmeeinsenkungen 34, 36 gebildet. Deren Erstreckungslänge
in der Falzrandlängsrichtung L entspricht im Wesentlichen der Erstreckungslänge eines
jeweils zugeordneten Zwischenraums 28, 30. Die Tiefe dieser durch Umformen der jeweiligen
Falzrandbereiche 20, 22 erzeugten Umfalzabschnittaufnahmeeinsenkungen 34, 36 entspricht
im Wesentlichen der Dicke bzw. Materialstärken der darin aufzunehmenden Umfalzabschnitte
24, 26, so dass diese nach dem weiteren Umfalten zum Erzeugen des Falzverbindungsbereichs
32 im Wesentlichen vollständig in den zugeordneten Umfalzabschnittaufnahmeeinsenkungen
34, 36 aufgenommen sind.
[0027] Bei dieser Ausgestaltungsart verringert sich die gesamte Dicke des Falzverbindungsbereichs
32 bezüglich desjenigen der Ausgestaltungsform der Fig. 1-3 um die Hälfte, also auf
die durch die Materialstärke der beiden Gehäuseschalenbereiche 10, 12 gebildeten Gesamtdicke.
[0028] Ein gemäß den Prinzipien der vorliegenden Erfindung aufgebautes Gehäuse kann mit
zwei Gehäuseschalen aufgebaut sein, die in jeweils aneinander angrenzenden Gehäuseschalenbereichen
mit einem in der vorangehend beschriebenen Art und Weise ausgebildeten Falzverbindungsbereich
verbunden sind. Beispielsweise können an zwei bezüglich einer Gehäuselängsachse einander
gegenüberliegenden Bereichen des Gehäuses derartige Falzverbindungsbereiche sich vorzugsweise
in Richtung der Gehäuselängsachse erstreckend ausgebildet sein. Bei einem aus einem
einzigen Teil aufgebauten Gehäuse kann dieses eine Gehäuseschale bildende Teil in
eine ringartige Konfiguration gebogen werden, so dass die dann aneinander angrenzenden
Gehäuseschalenbereiche in einem einzigen Falzverbindungsbereich miteinander verbunden
werden können.
1. Gehäuse, insbesondere für eine Abgasanlage einer Brennkraftmaschine eines Fahrzeugs,
umfassend wenigstens zwei in wenigstens einem Falzverbindungsbereich (32) miteinander
verbundene Gehäuseschalenbereiche (10, 12), wobei zur Bereitstellung des Falzverbindungsbereiches
(32) jeder Gehäuseschalenbereich (10, 12) einen in einer Falzrandlängsrichtung (L)
sich erstreckenden Falzrandbereich (20, 22) und eine Mehrzahl von im Wesentlichen
quer zur Falzrandlängsrichtung (L) vom Falzrandbereich (20, 22) sich weg erstreckenden
und zum Bereitstellen eines Zwischenraums (28, 30) in der Falzrandlängsrichtung (L)
mit Abstand zueinander angeordneten Umfalzabschnitten (24, 26) umfasst, wobei wenigstens
ein Teil der Umfalzabschnitte (24, 26) von jedem der Gehäuseschalenbereiche (10, 12)
jeweils in einen zwischen zwei Umfalzabschnitten (24, 26) des jeweils anderen Gehäuseschalenbereichs
(10, 12) gebildeten Zwischenraum (28, 30) eingreift und den Falzrandbereich (20, 22)
dieses anderen Gehäuseschalenbereichs (10, 12) derart übergreift, dass der Falzrandbereich
(20, 22) dieses anderen Gehäuseschalenbereichs (10, 12) zwischen den diesen übergreifenden
Umfalzabschnitten (24, 26) und dem Falzrandbereich (20, 22) des diese Umfalzabschnitte
(24, 26) aufweisenden Gehäuseschalenbereichs (10, 12) gehalten ist.
2. Gehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei jedem Gehäuseschalenbereich (10, 12) der zwischen zwei in der Falzrandlängsrichtung
(L) aufeinanderfolgenden Umfalzabschnitten (24, 26) gebildete Zwischenraum in der
Falzrandlängsrichtung eine Erstreckungslänge aufweist, die im Wesentlichen einer Erstreckungslänge
der in diesen Zwischenraum (28, 30) aufgenommenen Umfalzabschnitte (24, 26) des jeweils
anderen Gehäuseschalenbereichs (10, 12) entspricht.
3. Gehäuse nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei allen Gehäuseschalenbereichen (10, 12) eine Erstreckungslänge der Umfalzabschnitte
(24, 26) im Wesentlichen einer Erstreckungslänge des jeweils zwischen in der Falzrandlängsrichtung
(L) aufeinanderfolgenden Umfalzabschnitten (24, 26) gebildeten Zwischenraums (28,
30) entspricht.
4. Gehäuse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei wenigstens einem, vorzugsweise jedem Gehäuseschalenbereich (10, 12) die Umfalzabschnitte
(24, 26), ausgehend vom Falzrandbereich (20, 22), sich verjüngend ausgebildet sind.
5. Gehäuse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei allen Gehäuseschalenbereichen (10, 12) der Falzrandbereich (29, 22) in der Falzrandlängsrichtung
(L) im Wesentlichen plan durchgehend ausgebildet ist.
6. Gehäuse nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass bei wenigstens einem, vorzugsweise jedem Gehäuseschalenbereich (10, 12) der Falzrandbereich
(20, 22) in Zuordnung zu wenigstens einem, vorzugsweise jedem zwischen in der Falzrandlängsrichtung
(L) aufeinanderfolgenden Umfalzabschnitten (24, 26) gebildeten Zwischenraum (28, 30)
in der Falzrandlängsrichtung (L) zwischen den beiden den Zwischenraum (28, 30) zwischen
sich bildenden Umfalzabschnitten (24, 26) an seiner vom Falzrandbereich (20, 22) des
jeweils anderen Gehäuseschalenbereichs (10, 12) abgewandten Seite eine Umfalzabschnittaufnahmeeinsenkung
(34, 36) aufweist.
7. Gehäuse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine Erstreckungslänge einer jeweiligen Umfalzabschnittaufnahmeeinsenkung (34, 36)
in der Falzrandlängsrichtung (L) im Wesentlichen einer Erstreckungslänge eines darin
aufgenommenen Umfalzabschnitts (24, 26) entspricht, oder/und dass eine Einsenkungstiefe
einer jeweiligen Umfalzabschnittaufnahmeeinsenkung (34, 36) im Wesentlichen einer
Dicke des darin aufgenommenen Umfalzabschnitts (24, 26) entspricht.
8. Gehäuse nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zum Bereitstellen einer jeweiligen Umfalzabschnittaufnahmeeinsenkung (34, 36) der
Falzrandbereich (20, 22) eines der Gehäuseschalenbereiche (10, 12) in Richtung auf
den Falzrandbereich (20, 22) des jeweils anderen Gehäuseschalenbereichs (10, 12) zu
verformt ist.
9. Gehäuse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei wenigstens einem, vorzugsweise jedem Gehäuseschalenbereich (10, 12) der Falzrandbereich
(20, 22) bezüglich eines an diesen anschließenden Gehäuseschalenkörpers (16, 18) abgewinkelt
ist.
10. Gehäuse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein, vorzugsweise jeder Gehäuseschalenbereich (10, 12) mit Blechmaterial
aufgebaut ist.
11. Gehäuse nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseschalenbereiche (10, 12) mit ihren Falzrandbereichen (20, 22) aneinander
anliegen.
12. Abgasbehandlungseinheit für eine Abgasanlage einer Brennkraftmaschine, insbesondere
für ein Fahrzeug, umfassend ein Gehäuse (14) nach einem der vorangehenden Ansprüche.