[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein PTC-Heizelement mit einem PTC-Element, das
mit elektrischen Leiterbahnen zu unterschiedlichen Polaritäten elektrisch leitend
kontaktiert ist. Ein solches PTC-Heizelement ist üblicherweise Bestandteil einer elektrischen
Heizvorrichtung. Dabei geht es bei der vorliegenden Erfindung insbesondere um ein
Heizelement für eine elektrische Heizvorrichtung in einem Kraftfahrzeug.
[0002] Üblicherweise liegt bei PTC-Heizelemente, wie sie beispielsweise aus
EP 1 253 808 A1 bzw.
EP 1 395 098 A1 bekannt sind, je eine elektrische Leiterbahn an gegenüberliegenden Hauptseitenflächen
des PTC-Elementes an. Die Leiterbahn wird üblicherweise aus einem Kontaktblech gebildet,
welches mit einem Positionsrahmen verbunden ist, beispielsweise dichtend in den Positionsrahmen
eingesiegelt ist.
[0003] Insbesondere bei Hochvoltanwendungen in Elektrofahrzeugen ist es erforderlich, die
Außenseite des Kontaktbleches elektrisch zu isolieren. Hierzu ist es aus dem zuvor
erwähnten Stand der Technik bekannt, auf die Außenseite des Kontaktbleches eine Isolierlage
aufzulegen.
[0004] PTC-Elemente haben selbstregelnde Eigenschaften. Mit zunehmender Erwärmung vermindert
sich die Leistungsaufnahme, da der elektrische Widerstand des PTC-Elementes zunimmt.
So ist man seit jeher um eine gute Wärmeauskopplung aus dem PTC-Element bemüht. Des
Weiteren ist bei PTC-Heizelementen für die Kfz-Industrie auf eine kostengünstige Herstellung
zu achten. Der Aufbau des PTC-Heizelementes muss skalierbar und auch bei großen Stückzahlen
verlässlich innerhalb vorbestimmter Toleranzgrenzen herstellbar sein.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein PTC-Heizelement zu schaffen,
das eine hohe Wärmeauskopplung und einen guten Wirkungsgrad erlaubt.
[0006] Zur Lösung dieses Problems wird mit der vorliegenden Erfindung ein PTC-Heizelement
mit den Merkmalen von Anspruch 1 vorgeschlagen.
[0007] Bei diesem PTC-Element erfolgt die elektrische Kontaktierung über Stirnseitenflächen
des PTC-Elementes. Dementsprechend ergibt sich eine elektrische Kontaktierung zur
Einleitung des Leistungsstromes in das PTC-Element an den Stirnseitenflächen. Die
Stirnseitenflächen sind diejenigen Flächen, die die Hauptseitenflächen miteinander
verbinden. Die Kontaktierung kann an gegenüberliegenden Längsseiten und/oder an den
Breitseiten des PTC-Elementes erfolgen. Eine an den beiden Hauptseitenflächen des
PTC-Elementes vorgesehene Leiterbahn fehlt üblicherweise. Hierdurch sind die PTC-Heizelemente
weniger dick. Da die Wärmeauskopplung vor allem über die Hauptseitenflächen des PTC-Elementes
erfolgt, lässt sich mit der stirnseitigen Flächenkontaktierung des PTC-Elementes eine
höhere Wärmedichte erzielen. Da Leiterbahnen beispielsweise in Form von Kontaktblechen
an den Hauptseitenflächen des PTC-Elementes fehlen, kann über diese Hauptseitenflächen
des PTC-Elementes besser als im Stand der Technik die Wärme des PTC-Elementes abgeführt
werden. Die Wärme wird üblicherweise unmittelbar in eine Isolierlage eingeleitet und
über diese mittels Wärmeleitung an deren Außenfläche übertragen und dort abgegeben.
Die Außenfläche der Isolierlage liegt üblicherweise in dem Strom des zu erwärmenden
Fluids frei.
[0008] Das erfindungsgemäße PTC-Heizelement kann als PTC-Heizelement in einem Wasser- oder
Luftheizer zum Einsatz kommen.
[0009] Mit der vorliegenden Erfindung wird vorgeschlagen, die stirnseitige Kontaktierung
des PTC-Elementes durch eine Kontaktfeder erfolgen zu lassen, die an einem Blechstreifen
ausgebildet ist, der eine der Leiterbahnen ausbildet. Selbstverständlich können beide
Leiterbahnen als Blechstreifen ausgebildet und mit entsprechenden Kontaktfedern versehen
sein, wobei jeder Blechstreifen zumindest eine Kontaktfeder, ggf. auch mehrere hintereinanderliegende
Kontaktfedern aufweist, um an verschiedenen Stellen die Stirnseitenfläche des PTC-Elementes
zu berühren und diese dort zu bestromen.
[0010] Mit Blick auf eine möglichst einfache Herstellung des erfindungsgemäßen PTC-Heizelementes
sind die Leiterbahnen bevorzugt durch identisch ausgeformte Blechstreifen gebildet,
wodurch die Produktivität bei der Herstellung des erfindungsgemäßen PTC-Heizelementes
erhöht werden kann.
[0011] Bevorzugt sind beide Leiterbahnen durch Blechstreifen gebildet, von denen zumindest
ein Blechstreifen, bevorzugt beide Blechstreifen, zumindest eine Kontaktfeder ausbildet(n).
Diese Kontaktfeder liegt elastisch gegen eine Stirnseitenfläche des PTC-Elementes
an. Die beiden Blechstreifen sind elektrisch über isolierende Brückenelemente miteinander
verbunden. Die Brückenelemente können auf die Blechstreifen aufsteckbar sein, um eine
Lage der Blechstreifen zu sichern, bei welcher die eine der Kontaktfedern bereits
unter elastischer Vorspannung an einer Stirnseitenfläche des PTC-Elementes anliegen
kann. Zur Herstellung eines solchen PTC-Heizelementes werden üblicherweise die Kontaktbleche
gegen das PTC-Element unter elastischer Verformung der Kontaktfeder(n) angelegt. Danach
werden die Brückenelemente endseitig über die Blechstreifen geschoben, um die Lage
der Blechstreifen relativ zu dem PTC-Element zu sichern. Auch ist es möglich, ein
Brückenelement so auszubilden, dass die Blechstreifen einseitig in das Brückenelement
einsteckbar sind. Dabei sollten die Blechstreifen relativ zu dem Brückenelement verschwenkbar
sein, um die Kontaktfeder(n) gegen die Stirnseitenfläche des PTC-Elementes anzunähern,
hierbei die Blechstreifen zu verschwenken und diese nachfolgend in eine im Wesentlichen
parallelen Ausrichtung zueinander durch ein weiteres Brückenelement in der entsprechenden
Endlage zu sichern.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung hat das Brückenelement
und der Blechstreifen indes ineinander greifende Formschlussmittel, über welche das
Brückenelement und der Blechstreifen miteinander verbunden sind. Diese Ausgestaltung
lässt die Möglichkeit offen, die Blechstreifen parallel aufeinander zu unter Einschluss
des PTC-Elementes zu bewegen, bis die Kontaktfeder(n) gegen die Stirnseitenfläche(n)
des PTC-Elementes anliegt(en), sodass über diese Kontaktfeder(n) eine elektrische
Kontaktierung des PTC-Elementes erfolgen kann. Diese Endlage der Blechstreifen wird
über die Formschlussmittel gesichert. Dazu können beispielsweise die Blechstreifen
ausgestanzte Halteaugen aufweisen, in welche Nocken des Brückenelementes hineinragen,
um die Blechstreifen miteinander zu verbinden und gegen die zum Halten der Federkraft
der Kontaktfeder erforderliche Haltekraft zu sichern.
[0013] Dem Brückenelement ist bevorzugt ein Gegenelement zugeordnet, das mit dem Brückenelement
zur Sicherung der Formschlussverbindung verbindbar ist. Bei dem zuvor erwähnten Beispiel
kann das Gegenelement identisch zu dem Brückenelement ausgebildet sein, sodass der
Nocken des einen Brückenelementes in einer Ausnehmung des Gegenelementes verrastet
werden kann und ein Nocken des Gegenelementes in einer Ausnehmung des Brückenelementes.
Dadurch sind das Brückenelement und das Gegenelement miteinander verbunden, bevorzugt
miteinander verrastet. Gleichzeitig sind die beiden Blechstreifen über die die Haltezungen
durchdringenden Nocken in vorbestimmter Weise relativ zueinander positioniert und
unverlierbar gehalten.
[0014] Das Brückenelement bzw. das Gegenelement sind bevorzugt aus einem technischen Kunststoff,
insbesondere einer Hartkomponente wie Polyamid, PBT oder Polyethylen hergestellt.
Der Kunststoff kann durch Fasern verstärkt sein. Es ist insbesondere ein Kunststoff
zu wählen, der eine relativ hohe Temperaturbeständigkeit hat, sodass auch unter den
Betriebsbedingungen des PTC-Heizelementes das Brückenelement und das Gegenelement
die beiden Blechstreifen so relativ zueinander positionieren, dass eine sichere Kontaktierung
des PTC-Elementes zwischen den Blechstreifen über die Lebensdauer aufrechterhalten
bleibt.
[0015] Die zuvor erwähnten Formschlussmittel sind bevorzugt als Rastmittel ausgebildet.
Diese Rastmittel haben üblicherweise Rast-Führungsflächen, die sich rechtwinklig zu
der Kraftwirkungsrichtung der Federkraft der Kontaktfeder erstrecken. Im Rahmen des
Fügens der Rastverbindung greifen die Rastmittel übereinander, sodass die formschlüssige
Verbindung in Fügerichtung gesichert ist. Üblicherweise sind die Rastmittel aber gerade
in Richtung der Kraftwirkungsrichtung der Kontaktfeder beweglich, um das Herstellen
und ggf. Lösen der Rastverbindung zu ermöglichen. So wird gemäß einer bevorzugten
Weiterbildung der vorliegenden Erfindung für den Fall der Rastverbindung ein Sicherungsmittel
vorgeschlagen, das mit dem Brückenelement zusammenwirkt, bevorzugt einstückig daran
ausgebildet ist und eine die Federkraft der Kontaktfeder widerlagernde Sicherungsfläche
aufweist. Diese Sicherungsfläche ist nicht Bestandteil der Rastflächen. Üblicherweise
befinden sich die Sicherungsflächen außerhalb der Rastmittel. Die Sicherungsflächen
können beispielsweise an einem Vorsprung vorgesehen sein, der unmittelbar mit dem
Blechstreifen oder einem an dem Gegenelement ausgebildeten Sicherungsgegenvorsprung
zusammenwirkt.
[0016] Mit Blick auf Hochvoltanwendungen im Kraftfahrzeug wird das PTC-Heizelement bevorzugt
mit einer Isolierlage versehen. Diese Isolierlage deckt das PTC-Element ab. Es sind
üblicherweise zwei Isolierlagen an der gegenüberliegenden Hauptseitenfläche des PTC-Elementes
vorgesehen. Die Isolierlage liegt bevorzugt unmittelbar gegen das PTC-Element an.
Die Isolierlage kann hierbei über eine Klebeschicht mit dem PTC-Element verbunden
sein. Jedenfalls liegt zwischen dem PTC-Element und der Isolierlage bevorzugt kein
anderes strukturelles Bauteil. Insbesondere fehlt es üblicherweise an einem Kontaktblech
zur Kontaktierung des PTC-Elementes, welches auf der Hauptseitenfläche des PTC-Elementes
aufliegt.
[0017] Üblicherweise liegt die Isolierlage zwischen benachbarten Brückenelementen bzw. Gegenelementen
zu den Brückenelementen, bevorzugt allseitig vom Brückenelement und/oder dem Blechstreifen
beabstandet, auf dem PTC-Element auf. Das Brückenelement und/oder das Gegenelement
haben Positioniervorsprünge, zwischen denen die Isolierlage positioniert ist. So wird
durch die Gestaltung der Brückenelemente bzw. die Brückengegenelemente sichergestellt,
dass die Isolierlage an vorbestimmter Stelle auf dem PTC-Element aufliegt und dieses
vollständig abdeckt.
[0018] Bevorzugt sind die Leiterbahnen mit einem Kunststoffmaterial umhüllt, das einen die
Isolierlage randseitig fassenden, diese ansonsten aber im Wesentlichen freilassenden
Kunststoffrahmen ausbildet. Das Kunststoffmaterial zur Ausbildung des Kunststoffrahmens
ist bevorzugt ein elastischer thermoplastischer Kunststoff, beispielsweise ein TPE
oder ein Duroplast bzw. Elastomer. Es sollte ein Kunststoffmaterial ausgewählt werden,
welches gute Benetzungseigenschaften zu dem Material der Isolierlage aufweist. Die
Isolierlage ist bevorzugt durch eine Keramikschicht gebildet, beispielsweise eine
Aluminiumoxid-Platte. In diesem Fall verhindert auch die Klebeschicht zwischen dem
PTC-Element und der Isolierlage Spannungsspitzen, durch welche die relativ spröde
Aluminiumoxid-Platte brechen kann.
[0019] Mit der vorliegenden Erfindung wird ferner ein Verfahren zur Herstellung eines PTC-Elementes
vorgeschlagen. Bei diesem Verfahren wird ein PTC-Element zwischen zwei Leiterbahnen
angeordnet, von denen zumindest eine Leiterbahn durch einen Blechstreifen gebildet
wird, der eine Kontaktfeder ausformt. Es versteht sich von selbst, dass dieser Blechstreifen
auch mehrere Kontaktfedern ausformen kann. Danach werden die Leiterbahnen angenähert,
bis die Kontaktfeder unter Vorspannung gegen eine Stirnseitenfläche des PTC-Elementes
angelegt ist. Daraufhin erfolgt das Festlegen der Leiterbahnen zur Sicherung der elastischen
Kontaktierung an einer Stirnseitenfläche des PTC-Elementes durch die elastisch verformte
Kontaktfeder.
[0020] Mit diesem Verfahren wird eine Wärmezelle mit einem PTC-Element geschaffen, das auf
einfache und sichere Weise an seiner Stirnseitenfläche kontaktiert ist. Hierdurch
kann die Wärmeauskopplung aus dem PTC-Element über die Hauptseitenflächen desselben
verbessert werden.
[0021] Vorzugsweise werden die Leiterbahnen durch ein elektrisch isolierendes Brückenelement
durch formschlüssiges Verbinden des Brückenelementes mit zumindest einer der Leiterbahn
festgelegt. Üblicherweise wird die formschlüssige Verbindung zwischen dem Brückenelement
und beider jeweiligen Leiterbahn, speziell in Form eines Blechstreifens ausgeformt.
[0022] Weiterhin bevorzugt wird auf das PTC-Element eine Isolierlage aufgeklebt, die zwischen
benachbarten Brückenelementen angeordnet wird. Nach dem Festlegen der Leiterbahnen
wird eine weitere Isolierlage auf die andere, freie Seite des PTC-Elementes aufgelegt.
Damit sind die beiden Hauptseitenflächen des PTC-Elementes mit einer Isolierlage versehen
und liegen nicht mit ihrem stromführenden Flächen in dem zu erwärmenden Medium frei.
[0023] Die Leiterbahnen werden üblicherweise isolierend umhüllt. Dies erfolgt bevorzugt
durch einen die Leiterbahnen und die Isolierlagen randseitig fassenden, die Isolierlagen
ansonsten aber im Wesentlichen freilassenden Kunststoffrahmen. Der Kunststoffrahmen
wird regelmäßig durch Umspritzen eines Kunststoffmaterials hergestellt.
[0024] Wie zuvor beschrieben, wird vor dem Umhüllen der Leiterbahnen und der Isolierlagen
ein Gegenelement mit dem zugeordneten Brückenelement verbunden. Diese Verbindung erfolgt
üblicherweise vor dem Auflegen der weiteren Isolierlage und zur Sicherung der Verbindung
zwischen dem Brückenelement und der Leiterbahn. Die an dem Gegenelement vorgesehenen
seitlichen Positionsvorsprünge verbessern die lagegenaue Positionierung der Isolierlage.
[0025] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung.
In dieser zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Seitenansicht eines ersten Schrittes zum Herstellen des Ausführungsbeispiels;
- Figur 2
- eine perspektivische Seitenansicht eines zweiten Schrittes;
- Figur 3
- eine perspektivische Seitenansicht eines dritten Schrittes;
- Figur 4
- eine perspektivische Seitenansicht eines vierten Schrittes;
- Figur 5
- eine perspektivische Seitenansicht eines fünften Schrittes;
- Figur 6
- eine perspektivische Seitenansicht des fertigen Ausführungsbeispiels.
[0026] Die Figur 1 zeigt eine durch Stanzen und Biegen aus einem Blechstreifen 2 hergestellte
Leiterbahn. Der Blechstreifen 2 bildet eine durch Stanzen ausgeformte Kontaktzunge
4 aus, die als männliches Steckelement in eine Steckelementaufnahme beispielsweise
einer Anschlussplatine oder eines Steckers eingesetzt werden kann. Der Blechstreifen
2 ist in drei identische Segmente 6 unterteilt. Jedes einzelne Segment 6 hat zwei
durch Stanzen und Biegen ausgeformte Kontaktfedern 8. Die Kontaktfedern 8 bilden eine
konvex gekrümmte Kontaktfläche 10 zur Anlage an ein PTC-Element aus, welches in Figur
2 dargestellt und dort mit Bezugszeichen 12 gekennzeichnet ist.
[0027] Die Blechstreifen 2 haben jeweils zwischen den Segmenten 6 und an deren Ende jeweils
vorgesehene verbreiterte Verbindungssegmente 14, die nach innen vorspringen und mit
einem Halteauge 16 versehen sind.
[0028] In Figur 1 sind vier identisch ausgeformte Brückenelemente 18 dargestellt, die eine
Auflagefläche 20 für den Blechstreifen 2 ausbilden. In etwa auf mittlerer Breite des
Brückenelementes 18 ist dieses von in die jeweiligen Segmente 6 hineinragenden Abstandshaltern
22 überragt, die einteilig an dem Brückensegment 18 ausgebildet sind. Ebenfalls einteilig
an dem Brückensegment 18 sind Positioniervorsprünge 24 vorgesehen. Während die Abstandshalter
22 auf der durch den Blechstreifen 2 eingenommen Ebene befindlich sind, liegen die
Positioniervorsprünge 24 unterhalb dieser Ebene, so dass nur die in Figur 1 vorderen
Positioniervorsprünge 24 erkennbar sind. Wie Figur 1 zu entnehmen ist, befinden sich
die Abstandshalter 22 außermittig relativ zu einer gedachten Mittellängsachse L, die
durch den Mittelpunkt der jeweiligen Brückenelemente 18 verläuft.
[0029] Jedes Brückenelement 18 hat auf gegenüberliegenden Seiten in Bezug auf den Abstandshalter
22 eine Nocke 26, die aus vier radial elastisch verformbaren Rastelementen gebildet
ist, die jeweils einen Viertelkreis der Nocke 26 ausbilden, und eine Ausnehmung 28,
die zur elastischen Aufnahme der Nocke 26 angepasst ausgebildet ist.
[0030] In Figur 1 ist mit Bezugszeichen 30 eine Isolierlage vorliegend in Form einer Aluminiumoxid-Platte
erkennbar. Diese Aluminiumoxid-Platte liegt unterhalb der jeweiligen Abstandshalter
22 und zwischen einander gegenüberliegenden Positioniervorsprüngen 24. Durch diese
Positioniervorsprünge 24 ist die Isolierlage 30 in Breitenrichtung positioniert.
[0031] Die Halteaugen 16 sind über die Nocken 26 geschoben, sodass der Blechstreifen 2 in
der in Figur 1 gezeigten Phase der Montage bereits mit den jeweiligen Brückenelementen
18 verrastet ist. Vor dem Auflegen des Blechstreifens 2 oder danach kann eine Klebeschicht
auf die Isolierlage 30 aufgebracht werden. Die Klebeschicht wird auf die innere Hauptseitenfläche
der Isolierlage 30 aufgetragen.
[0032] Figur 2 zeigt den darauffolgenden Fertigungsschritt, bei dem einerseits das mit Bezugszeichen
12 gekennzeichnete PTC-Element auf die Innenfläche der Isolierlage 30 aufgelegt und
über den Kleber mit dieser verklebt wird. Des Weiteren ist ein zweiter identisch zu
dem Blechstreifen 2 ausgebildeter Blechstreifen 32 als weitere Leiterbahn vorpositioniert.
Wie ersichtlich befinden sich die Kontaktflächen 10 dieses Blechstreifens 32 mit Abstand
zu dem PTC-Element 12. Auch fluchten die Halteaugen 16 des Blechstreifens 32 noch
nicht mit den Ausnehmungen 28 der Brückenelemente 18.
[0033] In Figur 3 sind die beiden Blechstreifen 2, 32 aufeinanderzu bewegt und damit einander
angenähert worden. Dabei gleitet der Blechstreifen 32 über die Auflagefläche 20 des
Brückenelementes 18. Im Rahmen diese Relativbewegung legen sich die Kontaktflächen
10 der an den Blechstreifen 32 vorgesehenen Kontaktfedern 8 gegen eine Stirnseitenfläche
34 des PTC-Elementes 12. Die Kontaktflächen 10 legen sich gegen die längsseitige Stirnseitenfläche
34 des PTC-Elementes 12, wohingegen die Stirnseitenflächen an der Breitseite des PTC-Elementes
über die Abstandshalter 22 positioniert und auf Abstand zu den eigentlichen Brückenelementen
18 gehalten werden. Dadurch ergibt sich eine bestenfalls punktuelle Kontaktierung
zwischen dem Brückenelement 18 und dem PTC-Element 12, wodurch Luft- und Kriechstrecken
kontrollierbar sind. Im Hinblick darauf ist das Brückenelement 18 aus einem elektrisch
isolierenden Kunststoffmaterial.
[0034] Am Ende der in Figur 3 gezeigten Fügebewegung liegen die jeweiligen Kontaktflächen
10 sämtlicher Kontaktfedern 8 unter elastischer Vorspannung an den Stirnseitenflächen
34 des PTC-Elementes 12 an, sodass das PTC-Element 12 jeweils solide mit dem Blechstreifen
2, 32 elektrisch kontaktiert ist. Am Ende dieser Fügebewegung fluchten nunmehr auch
die Ausnehmungen 28 der Brückenelemente 18 mit den jeweiligen Halteaugen 16 des Blechstreifens
32. Diese Lage wird durch eine die Auflagefläche 20 überragende Basis der Abstandshalter
22 vorbestimmt, gegen welche der Blechstreifen vorliegend über seine Verbindungssegmente
14 anliegt.
[0035] Danach wird ein identisch zu den Brückenelementen 18 ausgebildetes Gegenelement 36
invertiert auf das Brückenelement 18 aufgesetzt, sodass die Nocke 26 des Gegenelementes
36 in die Halteaugen 16 des Blechstreifens 32 eindringt und mit der Ausnehmung 28
des gegenüberliegenden Brückenelementes 18 verrasten. Damit ist die Lage der Blechstreifen
2, 32 zwischen den Elementen 18, 36 fixiert und gesichert. Auch wird durch die formschlüssige
Verbindung zwischen den Blechstreifen 2, 32 und den Elementen 18, 36 die Vorspannung
gehalten, mit welcher die Blechstreifen 2, 32 gegen das PTC-Element 12 stirnseitig
anliegen. Dieser Zustand ist in Figur 4 gezeigt. Wie ersichtlich liegen nun die von
den beiden Elementen 18, 36 ausgebildeten Abstandshalter 22 unmittelbar benachbart
nebeneinander. Auch werden durch die Positioniervorsprünge 24 des Gegenelementes 36
Aufnahmen für eine zweite mit Bezugszeichen 38 gekennzeichnete und in Figur 5 dargestellte
Isolierlage begrenzt.
[0036] Die Figuren 4 und 5 verdeutlichen, dass die Nocken 26 jeweils in die Ausnehmungen
28 des Gegenelementes 36 eingreifen. In entsprechender Weise greifen Nocken 26 des
Gegenelementes 36 in zugeordnete Ausnehmungen 28 des Brückenelementes 18 ein. So sind
die Brückenelemente 18 und die Gegenelemente 36 jeweils paarweise miteinander unter
Einschluss der Blechstreifen 2, 32 verrastet, um auch eine elastische Vorspannkraft
zu sichern, über welche die Kontaktfedern 8 stirnseitig gegen die PTC-Elemente 12
anliegen.
[0037] Es versteht sich von selbst, dass statt der gezeigten drei PTC-Elemente vier oder
mehr bzw. zwei oder nur ein PTC-Element in der beschriebenen Weise zwischen Blechstreifen
2, 32 angeordnet sein kann.
[0038] Zwischen den Phasen gemäß den Figuren 4 und 5 wird in der bereits zuvor beschriebenen
Weise üblicherweise ein Kleber auf die Hauptseitenfläche des PTC-Elementes 12 aufgebracht,
um die Isolierlagen 38 auch hier mit der Hauptseitenfläche des PTC-Elementes 12 zu
verkleben. Dadurch ergibt sich ein verbesserter Wärmedurchgang zwischen der Hauptseitenfläche
des PTC-Elementes 12 und den gegenüberliegenden Isolierlagen 30, 38.
[0039] Danach wird das in Figur 5 gezeigte Zwischenerzeugnis mit einem elastischen Kunststoff
umspritzt, der durch einen Thermoplasten in Form eines TPE, ein Elastomer oder ein
Duromer gebildet sein kann. Die Umspritzung erfolgt unter vollständigem Einschluss
der Elemente 18, 36. Auch werden beim Umspritzen die Isolierlagen 30, 38 randseitig
von dem zu umspritzenden Kunststoff gefasst. Hierdurch ergibt sich ein Kunststoffrahmen
40, der lediglich Fenster freilässt, in denen die Isolierlagen 30, 38 freiliegen und
der zur Übertragung der von dem PTC-Element 12 jeweils erzeugten Wärme an das zu erwärmende
Medium unmittelbar über die Isolierlage 30 bzw. 38 angepasst ausgebildet ist.
[0040] Figur 6 verdeutlicht ferner eine durch das elastische Material des Kunststoffrahmens
40 ausgebildete Dichtstruktur 42, die benachbart zu den Kontaktzungen 4 die dortigen
Elemente 18, 36 im Wesentlichen umfänglich umgebend vorgesehen ist. Die Dichtstruktur
42 umfasst mehrere umlaufende Dichtwülste 44, die sich ausgehend von den Kontaktzungen
4 konisch radial verbreitern. Diese Dichtstruktur 42 bildet ein männliches Element
einer Streckverbindung zum Einstecken des gezeigten Ausführungsbeispiels in eine Trennwand
einer elektrischen Heizvorrichtung, die eine Zirkulationskammer, die das zu erwärmende
Fluid führt, von einer Anschlusskammer fluiddicht trennt, in welcher das hier gezeigte
PTC-Heizelement über seine Kontaktzungen 4 elektrisch angeschlossen ist. In der Anschlusskammer
kann eine Leiterplatte oder ein anderes Mittel vorgesehen sein, um mehrere PTC-Heizelemente
zu einem Heizkreis zu gruppieren und/oder eine Steuervorrichtung zur Steuerung des
Leistungsstroms des bzw. der PTC-Heizelemente; (vgl.
EP 2 607 121 B1,
EP 2 440 004 B1,
EP 1 921 896).
[0041] Bei dem in Figur 6 gezeigten Ausführungsbeispiel überragen lediglich die Kontaktzungen
4 den isolierend ausgebildeten Kunststoffrahmen 40. Alle übrigen elektrisch leitenden
Teile des PTC-Heizelementes sind von dem Kunststoffrahmen 40 isolierend abgedeckt.
Bei einer gedachten Querschnittsansicht entlang der Längserstreckung eines Brückenelementes
18 und eines mit diesem zusammenwirkenden Gegenelementes 36 ist zu erkennen, dass
die beiderseitigen Abstandshalter 22 mit einander gegenüberliegenden Sicherungsflächen
auf Höhe der Mittellängsachse L gegeneinander anliegen. Die entsprechende Sicherungsfläche
ist in Figur 2 mit Bezugszeichen 46 gekennzeichnet. Bei diesem Ausführungsbeispiel
bildet der Abstandshalter 22 mit seiner Basis dementsprechend einen Sicherungsvorsprung
aus, dessen Sicherungsfläche 46 sich rechtwinklig zu der Kraftwirkungslinie der durch
die Kontaktfeder 8 aufgebrachten Federkraft erstreckt. An dieser Sicherungsfläche
46 liegt eine durch den anderen Abstandshalter 22 als Sicherungsgegenvorsprung an
dem Gegenelement 36 ausgebildeten Fläche formschlüssig an. So wird hier die Federkraft
durch formschlüssige Anlage von zwei Sicherungsflächen 46, die einteilig an dem Brückenelement
18 bzw. Gegenelement 36 ausgeformt sind, gehalten. Diese formschlüssige Verbindung
entlastet insofern die durch die Halteraugen 16 und die Nocken 26 gebildete Formschlussverbindung.
Durch die starren Sicherungsflächen 46 wird eine solide Abstützung der Federkraft
erreicht, die aufgrund der radialen Elastizität der Nocken 26 nicht mit der notwendigen
Genauigkeit Positionierung gewährleistet werden kann.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 2
- Blechstreifen
- 4
- Kontaktzungen
- 6
- Segment
- 8
- Kontaktfeder
- 10
- Kontaktfläche
- 12
- PTC-Element
- 14
- Verbindungssegment
- 16
- Halteauge
- 18
- Brückenelement
- 20
- Auflagefläche
- 22
- Abstandshalter
- 24
- Positioniervorsprung
- 26
- Nocke
- 28
- Ausnehmung
- 30
- Isolierlage
- 32
- Blechstreifen
- 34
- Stirnseitenfläche
- 36
- Gegenelement
- 38
- Isolierlage
- 40
- Kunststoffrahmen
- 42
- Dichtstruktur
- 44
- Dichtwulst
- 46
- Sicherungsfläche
1. PTC-Heizelement mit einem PTC-Element (12), das mit elektrischen Leiterbahnen (2,
32) zu unterschiedlichen Polaritäten elektrisch leitend kontaktiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Leiterbahnen durch einen Blechstreifen (2, 32) gebildet ist, der
eine Kontaktfeder (8) ausformt, die elastisch gegen eine Stirnseitenfläche (34) des
PTC-Elementes (12) anliegt.
2. PTC-Heizelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Leiterbahnen durch Blechstreifen (2, 32) gebildet sind und dass die Blechstreifen
(2, 32) identisch ausgeformt sind.
3. PTC-Heizelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beide Leiterbahnen durch Blechstreifen (2, 32) gebildet sind, die jeweils zumindest
eine Kontaktfeder (8) ausbilden, die elastisch gegen eine Stirnseitenfläche (34) des
PTC-Elementes (12) anliegt, und dass beide Blechstreifen (2, 32) über elektrisch isolierende
Brückenelemente (18, 36) miteinander verbunden sind.
4. PTC-Heizelement nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Blechstreifen (2, 32) über ineinandergreifende Formschlussmittel (16, 26) mit
einem elektrisch isolierenden Brückenelement (18) verbunden sind und dass dem Brückenelement
(18) ein Gegenelement (36) zugeordnet ist, das mit dem Brückenelement (18) zur Sicherung
der Formschlussverbindung verbindbar ist.
5. PTC-Heizelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Brückenelement (18) und das Gegenelement (36) identisch ausgebildet sind.
6. PTC-Heizelement nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Formschlussmittel durch Rastmittel (16, 26) gebildet sind, die zusammenwirkende
Rastflächen ausbilden, und dass das Brückenelement (18) mit einem Sicherungsmittel
(22) zusammenwirkt, dass bei gefügten Blechstreifen (2, 32) eine die Federkraft der
Kontaktfeder (8) widerlagernde Sicherungsfläche (46) ausbildet.
7. PTC-Heizelement nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das PTC-Element (12) mit einer Isolierlage (30, 38) abgedeckt ist und dass die Leiterbahnen
(2, 32) mit einem Kunststoffmaterial umhüllt sind, das einen die Isolierlage (30,
38) randseitig fassenden, diese ansonsten aber im Wesentlichen freilassenden Kunststoffrahmen
(40) ausgebildet.
8. PTC-Heizelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierlage (30, 38) durch eine Keramiklage gebildet ist, die mit dem PTC-Element
(12) verklebt ist.
9. PTC-Heizelement nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Brückenelement (18) und/oder das Gegenelement (36) seitliche Positioniervorsprünge
(24) aufweisen, zwischen denen die Isolierlage (30, 38) positioniert ist.
10. Verfahren zur Herstellung eines PTC-Heizelementes, bei dem ein PTC-Element (12) zwischen
zwei Leiterbahnen (2, 32) angeordnet wird, von denen zumindest eine Leiterbahn durch
einen Blechstreifen gebildet wird, der eine Kontaktfeder (8) ausformt, der Leiterbahnen
(2, 32) einander angenähert werden, bis die Kontaktfeder (8) unter Vorspannung gegen
eine Stirnseitenfläche (34) des PTC-Elementes (12) angelegt ist, und die Leiterbahnen
(2, 32) in dieser Position festgelegt werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterbahnen (2, 32) durch ein elektrisch isolierendes Brückenelement (18) durch
formschlüssiges Verbinden des Brückenelementes (18) mit zumindest einer der Leiterbahnen
(2; 32) festgelegt werden.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass auf das PTC-Element (12) mit einer Isolierlage (30, 38) verklebt wird, die zwischen
benachbarten Brückenelementen angeordnet wird, und dass nach dem Festlegen der Leiterbahn
(2, 32) eine weitere Isolierlage (38) auf das PTC-Element (12) aufgelegt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterbahn (2, 32) mit einem die Isolierlagen randseitig fassenden, diese ansonsten
aber im Wesentlichen freilassenden Kunststoffmaterial umhüllt werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Auflegen der weiteren Isolierlage (30) zur Sicherung der Verbindung zwischen
dem Brückenelement (18) und der Leiterbahn (2, 32) ein Gegenelement (36) mit dem Brückenelement
(18) verbunden wird.