[0001] Die Erfindung betrifft einen modularen Kran, eine Transporteinheit für einen modularen
Kran sowie Verfahren zum Betreiben eines derartigen Krans.
[0002] Die
DE 10 2013 009 357 A1 offenbart einen modularen Mobilkran mit einer Abstützung, die mittels eines Fahrzeugs
zur Baustelle transportiert wird.
[0003] Aus
DE 10 2008 047 737 B4 ist ein mobiler Kran mit mehreren modularen Systemen bekannt. In einer Ausführungsform
kann ein Plattform-Modul ein Träger-Untermodul und zwei Fahrgestell-Untermodule aufweisen.
[0004] Die
EP 0 919 508 A2 beschreibt einen Kran mit einem Drehkranz, welcher auf einer Aufnahmeeinrichtung
montiert ist. Die Aufnahmeeinrichtung wird als massiver, rechteckförmiger Block beschrieben
und kann auf einem Transportfahrzeug aufgesetzt werden oder in einen Wagen integriert
sein. Bei letzterem ist der Wagen teilbar ausgeführt und die Aufnahmeeinrichtung kann
zwischen den einzelnen Gestellteilen festgesetzt werden. Auch werden schwenkbar an
der Aufnahmeeinrichtung montierte und teleskopierbare Stützbalken mit Stützfuß offenbart,
die während des Transports jedoch nicht angelenkt bleiben.
[0005] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen modularen Kran zu verbessern
und insbesondere die Einsatzvariabilität für den modularen Kran zu erhöhen.
[0006] Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß gelöst durch einen modularen Kran mit den im Anspruch
1 angegebenen Merkmalen, durch eine Transporteinheit für einen modularen Kran gemäß
Anspruch 13 sowie durch Verfahren zum Betreiben eines modularen Krans mit den jeweils
in den Ansprüchen 14 und 15 angegebenen Merkmalen.
[0007] Erfindungsgemäß wurde erkannt, dass ein Topf mit schwenkbar an einer oberen Außenseite
des Topfes über Schwenkgelenke angelenkten Stützträgern vorteilhaft mit einem in einen
vorderen Abschnitt und einen hinteren Abschnitt teilbaren Fahruntersatz transportierbar
ist. Als Topf dient eine im Wesentlichen zylindrische Komponente, die insbesondere
koaxial zu einer Drehachse orientiert ist, bezüglich der ein Oberwagen gegenüber einem
Unterwagen drehbar ist. Insbesondere sind die Stützträger unmittelbar am Topf schwenkbar
angelenkt. Gegenüber der aus
DE 10 2008 047 737 B4 bekannten Ausführung mit dem Träger-Untermodul ist die Konstruktion und insbesondere
die Modularität des erfindungsgemäßen Krans vereinfacht. Der Topf weist entlang der
Drehachse eine Höhe auf, die gegenüber dem aus dem Stand der Technik bekannten Träger-Untermodul
erhöht ist. Der Topf dient zur Aufnahme und Übertragung von Lasten aus dem Oberwagen
in die Grundstruktur, also dem Unterwagen, des Krans. Der Fahruntersatz ist insbesondere
in einer Trennebene teilbar ausgeführt, wobei die Trennebene insbesondere senkrecht
zu einer Fahrrichtung des Fahruntersatzes ausgeführt ist. Der Fahruntersatz kann einen
eigenen Antrieb aufweisen. Der Fahruntersatz kann auch passiv ausgeführt sein, beispielsweise
als Anhänger. Durch die teilbare Ausführung ermöglicht es der Fahruntersatz, den Topf
mit den Stützträgern vorteilhaft zu integrieren. In der Transportanordnung ist der
Topf mit dem Stützträger Bestandteil des Fahruntersatzes. Der Topf bewirkt eine Stabilisierung
des Fahruntersatzes. Insbesondere ist der Transport auf regulären Verkehrswegen wie
beispielsweise Straßen, Schienen und/oder Wasserwegen gewährleistet. Der Topf selbst
weist im Bereich eines unteren Endes an seiner Außenseite angebrachte Verbindungselemente
auf, wobei der Topf mit seinem unteren Ende zusammen mit den Verbindungselementen
unterhalb des Stützträgers hinausragt. Die Stützträger bleiben während des Transports
am Topf angelenkt. Eine Demontage der Stützträger für den Transport ist nicht erforderlich.
Der Rüstaufwand für den modularen Kran, insbesondere für eine Abstützvorrichtung des
modularen Krans ist reduziert. Der Transport des Topfes mit den angelenkten Stützträgern
ist auch auf einer Baustelle gewährleistet. Eine Baustelle kann unbefestigten und/oder
unebenen Untergrund aufweisen. Der Fahruntersatz ist insbesondere für Geländefahrten
geeignet. Insbesondere wurde erkannt, dass ein Fahruntersatz nicht als komplettes
Fahrzeug ausgebildet sein muss, wie das aus der
DE 10 2013 009 357 A1 bekannt ist. Der erfindungsgemäße modulare Kran ist vereinfacht. Die Einsatzvariabilität
des modularen Krans ist erhöht. Der Topf, auf dem ein Kranoberwagen um eine Drehachse
drehbar montierbar ist und die Stützträger, die zum Abstützen am Boden dienen, bilden
eine Transporteinheit. Für die drehbare Anordnung des Kranoberwagens ist eine Drehverbindung
vorgesehen, die insbesondere als Rollendrehverbindung ausgeführt ist und die insbesondere
an dem Topf integriert ausgeführt ist. Die Transporteinheit kann ohne weitere Demontage,
also ohne dass die Stützträger vom Topf entfernt werden müssen, unmittelbar mit dem
Fahruntersatz transportiert werden. Die am Fahruntersatz befestigte Transporteinheit
unterschreitet insbesondere eine maximal zulässige Transporthöhe, die beispielsweise
gemäß der Straßenverkehrszulassungsordnung in Deutschland maximal 4 m beträgt. Die
Transporteinheit kann derart gestaltet sein, dass eine maximal zulässige Transportbreite
eingehalten wird. In diesem Fall ist der Straßentransport vereinfacht, insbesondere
ohne Zusatzgenehmigungen möglich. Es ist auch möglich, dass die Transporteinheit mit
Überbreite ausgeführt ist. Insbesondere sind an dem Topf genau vier Stützträger angelenkt.
Jeder Stützträger ist um eine Schwenkachse schwenkbar. Die Schwenkachsen sind insbesondere
jeweils parallel zur Drehachse orientiert. Die Drehachse und die Schwenkachsen sind
insbesondere senkrecht zum Boden orientiert. Vorausgesetzt, dass der Boden horizontal
orientiert ist, sind die Schwenkachsen und die Drehachse vertikal orientiert. Der
modulare Kran mit Topf, angelenkten Stützträgern und Fahruntersatz ermöglicht die
Erhöhung der Gleichteilverwendung zwischen einem Podestkran (PC) und einem Geländekran
(TC). Insbesondere ist die Transporteinheit für die verschiedenen Krankonzepte PC
und TC identisch einsetzbar. Der Komponentenaufwand für den modularen Kran ist reduziert.
Ein Umrüsten von einem PC auf einen TC ist schnell und unkompliziert möglich. Insbesondere
kann der modulare Kran, der als PC auf der Baustelle statisch betrieben wird, mittels
des Fahruntersatzes als TC auf der Baustelle und auf der Straße verfahren werden.
[0008] Eine Höhe der Stützträger, die kleiner ist als eine Höhe des Topfes und die Anlenkung
der Stützträger an einer oberen Außenseite des Topfes gemäß Anspruch 1, ermöglicht
es, die Stützbalken beim Transport am Topf angelenkt zu lassen und somit den Rüstaufwand
zu reduzieren.
[0009] Teleskopierbare Stützträger gemäß Anspruch 2 ermöglichen eine direkte und unkomplizierte
Vergrößerung der Stützfläche. Die Stützträger sind insbesondere entlang einer Längsachse
teleskopierbar, die insbesondere senkrecht zur
[0010] Schwenkachse des Stützträgers orientiert ist.
[0011] Ein Oberwagen gemäß Anspruch 3 gewährleistet eine unmittelbare Nutzung des Krans.
[0012] Eine Auslegereinrichtung gemäß Anspruch 4 ermöglicht Hübe mit dem Kran. Die Auslegereinrichtung
umfasst mindestens einen Hauptausleger, der insbesondere als Gittermastausleger oder
als Teleskopausleger ausgeführt sein kann. Die Auslegereinrichtung umfasst ferner
mindestens eine Seilwinde mit einem Hubseil und mindestens eine Unterflasche mit einem
Haken. Sofern der Kran als Gittermastkran ausgeführt ist, ist ein Aufrichtebock mit
einem Einziehwerk samt Einziehwerkseil vorgesehen. Am Kranoberwagen können Gegengewichte
vorgesehen sein. Die Gegengewichte können mehrere, insbesondere aufeinander stapelbare
Einzel-Gegengewichte aufweisen. Die Auslegereinrichtung kann einen Superliftmast mit
Superlifttraverse oder Gegengewichtswagen aufweisen. Falls der Kran als Teleskopkran
ausgeführt ist, kann ein seitlicher Superliftmast vorgesehen sein. Die Superlifttraverse
und/oder der Gegengewichtswagen dienen zum Aufnehmen weiterer Gegengewichte. Die Superlifttraverse
kann optional mittels Hubzylindern an dem Superliftmast befestigt werden, wodurch
die Höhe der Superlifttraverse über dem Boden regelbar ist. Insbesondere in einer
Betriebsweise mit einer Last am Haken kann die Höhe der Superlifttraverse nachgeregelt
werden. Am Hauptausleger kann ein wippbarer Hilfsausleger angelenkt sein. In diesem
Fall ist mindestens ein Wippwerk mit Wippseil erforderlich. Es ist auch möglich, einen
kurzen, starren Hilfsausleger ohne Wippwerk zu verwenden.
[0013] Ein erfindungsgemäßes Verbindungselement gemäß Anspruch 1 gewährleistet eine direkte,
insbesondere schnelle und unkomplizierte, Verbindung zwischen Topf und Fahruntersatz.
Der Topf ist unmittelbar am Fahruntersatz befestigbar. Die Verbindung ist lösbar.
Die Stützträger sind über dem Topf mittelbar mit dem Fahruntersatz verbunden. Der
Fahruntersatz weist ein mit dem Verbindungselement des Topfes korrespondierendes Verbindungsgegenelement
auf.
[0014] Ein Anhänger als Fahruntersatz gemäß Anspruch 5 gewährleistet eine besonders effektive
Nutzung des Fahruntersatzes für den Transport der Transporteinheit einerseits und
als ziehbarer Anhänger, wenn der Kran als PC betrieben wird, andererseits. Der Anhänger
ist von einer Zugmaschine ziehbar. Der Anhänger ist insbesondere ein Sattelauflieger.
[0015] Ein teilbarer Anhänger gemäß Anspruch 6 ermöglicht eine vorteilhafte Integration
der Transporteinheit. Insbesondere ist der Anhänger in einer Richtung quer zur Fahrtrichtung
trennbar. Der Anhänger weist einen insbesondere in Fahrtrichtung orientierten vorderen
Anhängerabschnitt und einen damit lösbar verbindbaren in Fahrtrichtung orientierten
hinteren Anhängerabschnitt auf. Kopplungselemente der Anhängerabschnitte sind derart
ausgeführt, dass sie als Verbindungsgegenelemente mit den Verbindungselementen des
Topfes zusammenwirken.
[0016] Fahrachsen gemäß Anspruch 7 gewährleisten eine eigenständige Verfahrbarkeit des vorderen
und des hinteren Anhängerabschnitts. Jeder Anhängerabschnitt weist mindestens eine
Fahrachse auf. Jede Fahrachse weist insbesondere zwei Räder auf.
[0017] Eine Anordnung des Topfes gemäß Anspruch 8 ermöglicht einen vorteilhaften Transport
der Transporteinheit. Der Topf ist insbesondere entlang der Fahrtrichtung zwischen
dem vorderen und dem hinteren Anhängerabschnitt angeordnet. Der Topf ist insbesondere
unmittelbar mit dem vorderen Anhängerabschnitt und unmittelbar mit dem hinteren Anhängerabschnitt
verbunden. Der Topf und insbesondere die Transporteinheit, ist integraler Bestandteil
des Fahruntersatzes in dieser Ausführung. Insbesondere sind die Verbindungselemente
und Verbindungsgegenelemente im Wesentlichen in der Ebene der Aufliegefläche des Anhängers
angeordnet. Durch die Integration des Topfes in den Fahruntersatz wird die Länge des
Fahruntersatzes gegenüber einer Ausgangslänge des Fahruntersatzes ohne montierten
Topf verlängert. Insbesondere wurde erkannt, dass es vorteilhaft ist, die Transporteinheit
nicht auf dem Anhänger, insbesondere Auflieger, aufzusetzen. Die Transporteinheit
mit dem Topf ist für den Transport tiefer am Anhänger angeordnet. Dadurch kann die
zur Verfügung stehende Transporthöhe besser ausgenutzt werden. Ein derart transportierbarer
Topf, insbesondere eine derart transportierbare Transporteinheit, kann höherbauend
ausgeführt sein. Insbesondere können höher bauende Stützträger angelenkt sein, die
dadurch ein erhöhtes Flächenträgheitsmoment aufweisen und somit zu einer verbesserten
Stabilität und Steifigkeit der Stützträger beitragen. Der Gesamtschwerpunkt des derart
transportierten Topfes ist niedrig angeordnet. Das Risiko eines Umkippens des derart
transportierten Topfes, insbesondere bei einem Transport auf unbefestigtem Terrain,
insbesondere auf einer Baustelle, und insbesondere mit aufgesetztem Kranoberwagen,
ist reduziert.
[0018] Der Fahruntersatz kann auch als Modulfahrzeug gemäß Anspruch 9 ausgeführt sein. Das
Modulfahrzeug wird auch als Seif Propelled Modular Transporter (SPMT) bezeichnet.
Das Modulfahrzeug weist mindestens zwei angetriebene Module auf, die insbesondere
lösbar miteinander verbindbar sind. Eine Trennebene zum lösbaren Verbinden der mindestens
zwei Module ist insbesondere senkrecht zur Fahrtrichtung orientiert.
[0019] Module gemäß Anspruch 10 ermöglichen ein autarkes Betreiben des modularen Krans,
insbesondere als TC.
[0020] Die lösbare Verbindung der Module gemäß Anspruch 11 gewährleistet eine flexible Anpassung
des Fahruntersatzes an äußere Gegebenheiten. Insbesondere kann die Anzahl der Fahrachsen
in Abhängigkeit des zu transportierenden Gewichts und/oder in Abhängigkeit des Untergrundes
angepasst werden. Insbesondere kann ein Kranbetreiber, der typischerweise über einen
SPMT bereits verfügt, diesen als Fahruntersatz für den modularen Kran nutzen. Die
Anlageninvestitionen sind für den Kranbetreiber dadurch reduziert. Die Nutzung des
modularen Krans ist für den Kranbetreiber kosteneffektiv möglich. Insbesondere ist
der Topf entlang der Fahrtrichtung zwischen den mindestens zwei Modulen angeordnet.
[0021] Ein Zugelement gemäß Anspruch 12 verbessert die mechanische Abstützung des Krans,
da dieses die Einleitung einer einstellbaren, vorbestimmten Spannung von dem Stützträger
in den Topf ermöglicht. Ursächlich hierfür ist eine Vergrößerung der tatsächliche
Höhe hs des Stützträgers 4 auf eine virtuelle Höhe hv, welche als Höhe zum Einleiten
und/oder Übertragen einer Abstützkraft in den Topf nutzbar ist.
[0022] Eine Transporteinheit gemäß Anspruch 13 ermöglicht eine flexible und unkomplizierte
Umnutzung eines PC zu einem TC.
[0023] Ein Verfahren gemäß Anspruch 14 beruht auf der Erkenntnis, dass der Fahruntersatz
während des Betriebs des Krans als PC für allgemeine Transportaufgaben zur Verfügung
steht. Insbesondere kann der Fahruntersatz als Gegengewichtswagen am Kran eingesetzt
werden.
[0024] Ein Verfahren gemäß Anspruch 15 beruht auf der Erkenntnis, dass die tatsächliche
Achslast an die äußeren Gegebenheiten veränderlich anpassbar ist. Insbesondere kann
die Anzahl der verwendeten Module verändert werden, um das Gewicht des Krans auf,
insbesondere mehr, Achsen zu verteilen.
[0025] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen, zusätzliche Merkmale und Einzelheiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines modularen Krans gemäß der Erfindung in einer Arbeitsanordnung,
Fig. 2 eine Fig. 1 entsprechende Darstellung des modularen Krans in einer Transportanordnung,
Fig. 3 eine Fig. 1 entsprechende Seitenansicht des modularen Krans gemäß Fig. 1 zur
Nutzung des Fahruntersatzes als Gegengewichtswagen während des Kranbetriebs,
Fig. 4 bis 6 Fig. 1 bis 3 entsprechende Darstellungen eines modularen Krans gemäß
einer weiteren Ausführungsform.
[0026] Ein in Fig. 1 bis 3 dargestellter Kran 1 weist einen zentralen Topf 2 auf, an dem
vier Stützträger 4 jeweils um eine Schwenkachse 3 schwenkbar angelenkt sind. Die Stützträger
4 sind im Wesentlichen als Längsprofil mit einer Längsachse 5 ausgeführt. In einer
Ebene senkrecht zur Längsachse 5 weisen die Stützträger 4 eine Hohlprofilform auf,
insbesondere in der Form eines Rechteckhohlprofils, das hochkant ausgerichtet ist,
also bei dem die Höhe größer ist als die Breite. Entlang der Längsachse 5 sind die
Stützträger 4 jeweils teleskopierbar ausgeführt. Die Stützträger 4 sind 1-fach teleskopierbar.
Der Außenschuss des teleskopierbaren Stützträgers 4 ist am Topf 2 angelenkt.
[0027] An dem dem Topf 2 abgewandten Ende des Außenschusses ist ein Innenschuss geführt,
der gegenüber dem Außenschuss entlang der Längsachse 5 verlagerbar ist. An dem dem
Topf 2 abgewandten Ende des Innenschusses ist ein höhenverstellbares Abstützelement
6, insbesondere als Hydraulikzylinder ausgeführt, das über ein Bodenelement 7 eine
Abstützung am Boden 8 gewährleistet. Die Bodenelemente 7 sind insbesondere als statische
Elemente, insbesondere als Abstützplatten und/oder Podeste ausgeführt. Der Kran ist
in der Anordnung gemäß Fig. 1 ein statischer Podestkran (PC). Der Boden 8 ist im Wesentlichen
horizontal ausgeführt. Die Längsachsen 5 sind im Wesentlichen parallel zum Boden 8,
also horizontal, orientiert. Die Schwenkachsen 3 sind zueinander parallel und insbesondere
senkrecht zu der jeweiligen Längsachse 5 orientiert.
[0028] Gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Höhe h
s der Stützträger 4 kleiner als die Höhe h
T des Topfes 2. Jeweils ein Zugelement 33 ist vorgesehen, um eine einstellbare, vorbestimmte
Spannung von dem Stützträger 4 in den Topf 2 einzuleiten. Insbesondere dient das Zugelement
33 zum Einleiten der Zugspannung an einem unteren Ende des Topfes 2, insbesondere
im Bereich der Verbindungselemente 11. Das Zugelement 33 ist gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel
als Seil mit Winde ausgeführt. Als Zugelement 33 kann auch ein Zylinder, insbesondere
ein Hydraulikzylinder oder eine Gewindestange eingesetzt werden. In Verbindung mit
dem Zugelement 33 wird die tatsächliche Höhe h
s des Stützträgers 4 auf eine virtuelle Höhe h
v vergrößert. Die virtuelle Höhe h
v entspricht der Höhe, die zum Einleiten und/oder Übertragen einer Abstützkraft in
den Topf 2 genutzt werden kann. Die Abstützung ist mechanisch verbessert. Es gilt:
h
v > h
s, insbesondere h
v> 1 ,05 x h
s und insbesondere h
v > 1 ,2 x h
s.
[0029] Der Topf 2 ist im Wesentlichen zylindrisch ausgeführt und weist eine Drehachse 9
auf. Die Drehachse 9 ist parallel zu den Schwenkachsen 3 ausgerichtet.
[0030] Im Bereich des unteren Endes 10 des Topfes 2 sind an einer äußeren Zylindermantelwand
des Topfes 2 mehrere, insbesondere mindestens zwei Verbindungselemente 11 vorgesehen.
An einem oberen Ende 12, das dem unteren Ende 10 entlang der Drehachse 9 gegenüberliegend
am Topf 2 angeordnet ist, ist eine Rollendrehverbindung 13 vorgesehen. Die Rollendrehverbindung
13 ist konzentrisch zur Drehachse 9 am Topf 2 angeordnet. Über die Rollendrehverbindung
13 kann an dem Topf 2 ein nicht dargestellter Kranoberwagen mit einer nicht dargestellten
Auslegereinrichtung befestigt werden. Der Kranoberwagen ist insbesondere am Topf 2
um die Drehachse 9 drehbar angeordnet.
[0031] An einer Außenseite des Topfes 2 sind Schwenkgelenke 16 angeordnet, an welchen die
Stützträger 4 jeweils schwenkbar angelenkt sind. Die Schwenkgelenke 16 legen jeweils
die Schwenkachse 3 fest. Die vier Schwenkgelenke 16 sind entlang des äußeren Umfangs
am Topf 2 gleich beabstandet, also mit einem 90°-Abstand bezüglich einer Drehung um
die Drehachse 9, zueinander beabstandet angeordnet. In einer Abstützanordnung des
Krans 1 sind die Stützträger 4 radial bezüglich der Drehachse 9 angeordnet. In einer
Transportanordnung sind jeweils zwei benachbarte Stützträger 4 paarweise angeklappt,
so dass deren Abstand minimal und insbesondere null ist. Jeweils ein Paar Stützträger
4 erstreckt sich in dieser Transportanordnung gemäß Fig. 2 entlang der Fahrtrichtung
17 des Krans 1.
[0032] Der Topf 2 mit den schwenkbar angelenkten Stützträgern 4 bildet eine Transporteinheit
14. Die Bodenelemente 7 sind insbesondere nicht Bestandteil der Transporteinheit 14.
Die Transporteinheit 14 kann mittels eines Fahruntersatzes 15 transportiert werden.
Der Fahruntersatz 15 und die Transporteinheit 14 bilden den modularen Kran. Die Transporteinheit
14 ist insbesondere über den Topf 2 mit dem Fahruntersatz 15 verbindbar. Insbesondere
ist der Topf 2 am Fahruntersatz 15 befestigbar.
[0033] Der Fahruntersatz 15 ist als Anhänger in Form eines Sattelaufliegers ausgeführt.
Dazu weist der Anhänger eine Deichsel 18 und eine Ladefläche 19 auf. Die Ladefläche
19 ist eine Aufliegefläche. Auf der Aufliegefläche können Gegenstände für den Transport
aufgelegt werden. Der Fahruntersatz 15 weist insgesamt acht Fahrachsen 20 auf, wobei
an jeder Fahrachse 20 zwei Räder 21 angeordnet sind. Der Anhänger ist teilbar ausgeführt.
Der Anhänger weist einen in Fahrtrichtung 17 orientierten vorderen Anhängerabschnitt
22 und einen in Fahrtrichtung 17 orientierten hinteren Anhängerabschnitt 23 auf. Der
vorderen Anhängerabschnitt 22 ist der Deichsel 18 zugewandt. Der vordere Anhängerabschnitt
22 ist einer Zugmaschine 24, die zum Ziehen des Anhängers dient, zugewandt. Mittels
der Deichsel 18 kann der Anhänger an der Zugmaschine 24 befestigt werden.
[0034] Die Zugmaschine 24 ist insbesondere nicht Bestandteil des Fahruntersatzes 15.
[0035] Der vordere Anhängerabschnitt 22 und der hintere Anhängerabschnitt 23 weisen jeweils
Koppelelemente 25 auf. Mittels der Koppelelemente 25 können die Anhängerabschnitte
22, 23 zu dem Fahruntersatz 15 miteinander verbunden werden. Die Koppelelemente 25
sind derart ausgeführt, dass sie auch zur Verbindung des vorderen und hinteren Anhängerabschnitts
22, 23 mit den Verbindungselementen 11 des Topfes 2 geeignet sind. Die Koppelelemente
25 sind mit den Verbindungselementen 11 korrespondierende Verbindungsgegenelemente.
Insbesondere sind die Verbindungselemente 11 und die Verbindungsgegenelemente 25 als
Verbindungslaschen ausgeführt, die durch einen Querbolzen 26 miteinander verbunden
werden können. In der Anordnung des unbeladenen Fahruntersatzes 15 weist dieser eine
Länge l
o auf.
[0036] Für einen Transport der Transporteinheit 14 wird die Verbindung zwischen den beiden
Anhängerabschnitten 22, 23 gelöst. Die Transporteinheit 14 wird entlang der Fahrrichtung
17 zwischen den beiden Anhängerabschnitten 22, 23 eingefügt und die beiden Anhängerabschnitte
22, 23 jeweils an einer Seite des Topfes 2 befestigt. Die Befestigung erfolgt dadurch,
dass die Querbolzen 26 in die fluchtenden Öffnungen der Verbindungselemente 11 des
Topfes 2 und der Koppelelemente 25 der Anhängerabschnitte 22, 23 eingeführt werden.
Wesentlich ist also, dass der Topf 2 und damit die gesamte Transporteinheit 14 auf
der Ladefläche 19 des Fahruntersatzes 15 aufgesetzt und dort befestigt wird. Der Topf
2 mit den Verbindungselementen 11 wird in den geteilten Anhänger integriert. Der Topf
2 ist integraler Bestandteil des Fahruntersatzes 15 geworden. Die Länge l
1 des Anhängers ist in der Transportanordnung gemäß Fig. 2 vergrößert, insbesondere
um den Durchmesser D des Topfes 2. Insbesondere gilt: l
1 > l
o.
[0037] Für einen Straßentransport ist bei einem Transportfahrzeug insbesondere eine maximal
zulässige Transporthöhe zu beachten. Diese maximal zulässige Transporthöhe beträgt
in Deutschland auf Straßen 4 m. Eine maximal zulässige Fahrzeughöhe darf 4 m in Deutschland
nicht überschreiten, damit ein uneingeschränkter Straßentransport, insbesondere unter
Brücken hindurch, möglich ist. Gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel in Fig. 2 ist
die maximale Fahrzeughöhe durch die Zugmaschine 24, insbesondere durch das Führerhaus,
vorgegeben. Die maximale Fahrzeughöhe h
max ist gemäß dem Ausführungsbeispiel derart gewählt, dass ein uneingeschränktes Nutzen
der Straßenverkehrswege möglich ist. Dadurch, dass die Transporteinheit 14 nicht auf
die Ladefläche 19 abgestellt und dort befestigt wird, sondern in die Ladefläche 19
integriert wird, kann die Höhe der Transporteinheit 14 mit Fahruntersatz 15 insgesamt
reduziert werden. Insbesondere ergibt sich deren Transporthöhe h
r nicht aus einer Summe der Höhe tu der Ladefläche 19 und h
2 der Transporteinheit 14, insbesondere des Topfes 2. Insbesondere gilt: h
r < h
i + h
2. Die Transporthöhe h
r ist gemäß dem gezeigten Ausführungsbeispiel kleiner als die maximale Fahrzeughöhe
h
max. Die Transporthöhe h
r kann derart gesteigert werden, dass sie der maximalen Fahrzeughöhe h
max entspricht. Es gilt dann: h
r = h
max. In diesem Fall ist es also unmöglich, dass der Topf 2 mit dem Fahruntersatz 15 die
maximal zulässige Höhe für den Straßentransport vollständig ausnutzt. Insbesondere
können der Topf 2 mit den angelenkten Stützträgern 4 das zur Verfügung stehende Transportvolumen,
insbesondere dessen Höhe, der Transporteinheit 14 vollständig ausnutzen.
[0038] Fig. 3 zeigt eine mögliche vorteilhafte Nutzung des Fahruntersatzes 15 während eines
Kraneinsatzes. Der Kran ist über die Stützträger 4, die Abstützelemente 6 und die
Bodenelemente 7 zuverlässig am Boden 8 abgestützt. Der Fahruntersatz 15 dient als
Gegengewichtswagen. Dazu sind auf der Ladefläche 19 einzelne Gegengewichte 27 in insgesamt
vier Stapeln aufeinandergestapelt. Der Gegengewichtswagen ist aufgrund der Räder 21
verfahrbar. Bei dem Gegengewichtswagen sind der vordere Anhängerabschnitt 22 und der
hintere Anhängerabschnitt 23 über ein Gegengewichtswagen- Verbindungselement 28 miteinander
verbunden. Das Gegengewichtswagen- Verbindungselement 28 weist mit den Kopplungselementen
25 korrespondierende Verbindungselemente 11 auf, die im Wesentlichen identisch zu
den Verbindungselementen 11 des Topfes 2 ausgeführt sein können. An einem oberen,
der Ladefläche 19 gegenüberliegenden Ende weist das Gegengewichts-Verbindungselement
28 eine Abspannungsverbindung 29 auf. Die Abspannungsverbindung 29 dient zum Anlenken
einer Abspannung des Kranoberwagens, der in Fig. 3 nicht dargestellt ist. Die Abspannungsverbindung
29 kann beispielsweise als Bolzen senkrecht zur Zeichenebene gemäß Fig. 3 oder als
Durchgangsöffnung in dem Gegengewichtswagen- Verbindungselement 28 ausgeführt sein.
[0039] Für die Nutzung des Fahruntersatzes 15 als Gegengewichtswagen ist die Deichsel 18
nicht erforderlich. Gemäß Fig. 3 ist die demontierbare Deichsel 18 vom vorderen Anhängerabschnitt
22 demontiert.
[0040] Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Krans besteht darin, dass der Transport
des Krans, also der mit dem Fahruntersatz 15 verbundenen Transporteinheit 14, durch
Bereitstellen einer Zugmaschine gewährleistet ist, wobei die Zugmaschine lediglich
den Anhänger, also den Fahruntersatz 15, ziehen muss. Ein separates, eigenständiges
Fahrzeug ist nicht erforderlich. Durch die insbesondere teilbare Ausgestaltung des
Anhängers kann der Topf 2 und damit die Transporteinheit 14 insgesamt vorteilhaft
mit dem Fahruntersatz 15 kombiniert werden.
[0041] Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die Fig. 4 bis 6 eine weitere Ausführungsform
der Erfindung beschrieben. Konstruktiv identische Teile erhalten dieselben Bezugszeichen
wie bei der ersten Ausführungsform, auf deren Beschreibung hiermit verwiesen wird.
Konstruktiv unterschiedliche, jedoch funktionell gleichartige Teile erhalten dieselben
Bezugszeichen mit einem nachgestellten a.
[0042] Der wesentliche Unterschied des Krans la besteht in der Ausführung des Fahruntersatzes
15a. Der Fahruntersatz 15a ist als Modulfahrzeug in Form eines SPMT ausgeführt. Gemäß
dem gezeigten Ausführungsbeispiel weist das Modulfahrzeug vier identisch ausgeführte
Module 30 auf. Jedes der Module 30 weist eine obere Plattform 31, zwei Fahrachsen
20 und einen nicht dargestellten Fahrantrieb auf. Der Fahrantrieb wirkt mit mindestens
einer der Fahrachsen 20 zusammen, um die Räder 21 anzutreiben. An den Plattformen
31 der Module 30 sind jeweils ein Verbindungselement 11 und ein Verbindungsgegenelement
25 vorgesehen. Die Module 30 können entlang der Fahrrichtung 17 hintereinander angeordnet
und miteinander verbunden werden. Dadurch ist es möglich, einen Fahruntersatz 15a
mit im Wesentlichen beliebiger Länge zu bilden, indem zusätzliche Module 30 ergänzt
werden. Die Länge des Fahruntersatzes 15a ist veränderlich anpassbar.
[0043] Die Transporteinheit 14 ist gegenüber der ersten Ausführungsform unverändert.
[0044] Entlang der Fahrrichtung 17 ist an dem vordersten Modul 30 eine Fahrkabine 32 angeordnet.
Die Fahrkabine 32 ist für den Betrieb des Fahruntersatzes 15a nicht erforderlich.
Gleichwohl kann die Fahrkabine 32 die Verfahrbarkeit des Fahruntersatzes 15a beispielsweise
auf einer Baustelle vereinfachen. Für den Transport der Transporteinheit 14 kann der
Fahruntersatz 15a an einer der Verbindungsstellen zwischen zwei benachbarten Modulen
30 aufgeteilt und die Transporteinheit 14 mit dem Topf 2 in der anhand des vorherigen
Ausführungsbeispiels beschriebenen Weise eingefügt werden. Gemäß dem Ausführungsbeispiel
in Fig. 5 ist der Topf 2 mittig, also zwischen zwei vorderen Modulen 30 und zwei hinteren
Modulen 30, eingefügt. Eine derart symmetrische Aufteilung der Module 30 bezüglich
der Drehachse 9 des Topfes 2 ist aber nicht zwingend.
[0045] Die Nutzung des Fahruntersatzes 15 als Gegengewichtswagen entspricht der gemäß dem
Fahruntersatz 15. Wesentlich ist auch hier, dass zwischen den Modulen 30 das Gegengewichtswagen-
Verbindungselement 28 integriert wird. Bei der Nutzung des Fahruntersatzes 15a als
Gegengewichtswagen ist es vorteilhaft, wenn das Gegengewichtswagen- Verbindungselement
28 bezüglich der Fahrrichtung 17 symmetrisch zwischen den Modulen 30 angeordnet ist.
[0046] Die Fahrkabine 32 ist bei der Nutzung des Fahruntersatzes 15a als Gegengewichtswagen
nicht erforderlich. Entsprechend ist die demontierbare Fahrkabine 32 gemäß Fig. 6
von den Modulen 30 demontiert.
1. Modularer Kran umfassend einen Topf (2), auf dem ein Kranoberwagen um eine Drehachse
(9) drehbar montierbar ist und wobei der Topf (2) Verbindungselemente (11) aufweist,
die mit einem Verbindungsgegenelement (25) eines in einen vorderen Abschnitt (22)
und einen hinteren Abschnitt (23) teilbaren Fahruntersatzes (15; 15a) lösbar verbindbar
sind,
mehrere jeweils um eine Schwenkachse (3) schwenkbar an einer oberen Außenseite des
Topfes (2) über Schwenkgelenke (16) angelenkte Stützträger (4) zum Abstützen am Boden
(8),
dadurch gekennzeichnet, dass der Topf (2) mit einem unteren Ende (10) und den im Bereich des unteren Endes (10)
an einer äußeren Zylindermantelwand des Topfes (2) angebrachten Verbindungselementen
(11) unterhalb der Stützträger (4) hinausragt und eine Höhe (hs) der Stützträger (4) kleiner ist als eine Höhe (ht) des Topfes (2).
2. Modularer Kran gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützträger (4) entlang einer Längsachse (5) teleskopierbar sind.
3. Modularer Kran gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen drehbar am Topf (2) montierten Kranoberwagen.
4. Modularer Kran gemäß Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine am Kranoberwagen angeordnete Auslegereinrichtung.
5. Modularer Kran gemäß einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Fahruntersatz (15) als von einer Zugmaschine (24) ziehbarer Anhänger ausgeführt
ist.
6. Modularer Kran gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anhänger einen vorderen Anhängerabschnitt (22) und einen damit lösbar verbindbaren
hinteren Anhängerabschnitt (23) aufweist.
7. Modularer Kran gemäß Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der vordere Anhängerabschnitt (22) und der hintere Anhängerabschnitt (23) jeweils
mindestens eine Fahrachse (20) aufweisen.
8. Modularer Kran gemäß einem der Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Topf (2) mit dem vorderen Anhängerabschnitt (22) und mit dem hinteren Anhängerabschnitt
(23) verbindbar ist, wobei der Topf (2) zwischen dem vorderen Anhängerabschnitt (22)
und dem hinteren Anhängerabschnitt (23) angeordnet ist.
9. Modularer Kran gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Fahruntersatz (15a) als Modulfahrzeug ausgeführt ist, wobei das Modulfahrzeug
mindestens zwei angetriebene Module (30) aufweist.
10. Modularer Kran gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Modul (30) eine Plattform (31), eine Fahrachse (20) und einen Fahrantrieb aufweist.
11. Modularer Kran gemäß Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Module (30) lösbar mit einander verbindbar sind, wobei insbesondere der Topf
(2) entlang einer Fahrtrichtung (17) zwischen zwei Modulen (30) angeordnet ist.
12. Modularer Kran gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, gekennzeichnet durch wenigstens ein Zugelement (33) zur Einleitung einer einstellbaren, vorbestimmten
Spannung von dem Stützträger (4) in den Topf (2).
13. Transporteinheit (14) für einen modularen Kran gemäß einem der vorstehenden Ansprüche
umfassend
a. einen Topf (2), auf dem ein Kranoberwagen um eine Drehachse (9) drehbar montierbar
ist,
b. mehrere jeweils um eine Schwenkachse (3) schwenkbar am Topf (2) angelenkte Stützträger
(4) zum Abstützen am Boden (8).
14. Verfahren zum Betreiben eines modularen Krans (1; 1a) umfassend die Verfahrensschritte
- Bereitstellen eines modularen Krans (1; 1a) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12,
- Abstützen des Topfes (2) am Boden (8) mittels der Stützträger (4),
- Lösen des Fahruntersatzes (15; 15a) vom Topf (2),
- Nutzen des Fahruntersatzes (15; 15a) für Transportaufgaben während des Kranbetriebs.
15. Verfahren zum Betreiben eines modularen Krans (1a) umfassend die Verfahrensschritte
- Bereitstellen eines modularen Krans (1a) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12,
- Abstützen des Topfes (2) am Boden (8) mittels der Stützträger (4),
- Lösen des Fahruntersatzes (15a) vom Topf (2),
- Nutzen eines Modulfahrzeugs als Fahruntersatz (15a),
- Anpassen der tatsächlichen Achslast, insbesondere durch Veränderung der Anzahl der
Module (30).
1. Modular crane, comprising a pot (2), on which a crane superstructure can be mounted
so as to be rotatable about an axis of rotation (9) and wherein the pot (2) has connecting
elements (11) which can be releasably connected to a connecting counter-element (25)
of a drive base frame (15; 15a) which can be divided into a front portion (22) and
a rear portion (23),
a plurality of support carriers (4), which are articulated via pivot joints (16) to
an outer upper side of the pot (2) so as to be pivotable in each case about a pivot
axis (3), for providing support on the ground (8),
characterised in that the pot (2) protrudes with a lower end (10) and the connecting elements (11), which
are attached in the region of the lower end (10) to an outer cylinder barrel wall
of the pot (2), underneath the support carriers (4), and a height (hs) of the support carriers (4) is less than a height (ht) of the pot (2).
2. Modular crane as claimed in claim 1, characterised in that the support carriers (4) are telescopable along a longitudinal axis (5).
3. Modular crane as claimed in any one of the preceding claims, characterised by a crane superstructure which is rotatably mounted on the pot (2).
4. Modular crane as claimed in claim 3, characterised by a jib device arranged on the crane superstructure.
5. Modular crane as claimed in any one of the preceding claims, characterised in that the drive base frame (15) is designed as a trailer which can be towed by a towing
vehicle (24).
6. Modular crane as claimed in claim 5, characterised in that the trailer has a front trailer portion (22) and a rear trailer portion (23) which
can be releasably connected thereto.
7. Modular crane as claimed in claim 6, characterised in that the front trailer portion (22) and the rear trailer portion (23) each have at least
one drive axle (20).
8. Modular crane as claimed in any one of claims 6 or 7, characterised in that the pot (2) can be connected to the front trailer portion (22) and to the rear trailer
portion (23), wherein the pot (2) is arranged between the front trailer portion (22)
and the rear trailer portion (23).
9. Modular crane as claimed in any one of claims 1 to 4, characterised in that the drive base frame (15a) is designed as a modular vehicle, wherein the modular
vehicle has at least two driven modules (30).
10. Modular crane as claimed in claim 9, characterised in that each module (30) has a platform (31), a drive axle (20) and a travel drive.
11. Modular crane as claimed in claim 9 or 10, characterised in that the modules (30) can be releasably connected to one another, wherein in particular
the pot (2) is arranged between two modules (30) in a direction of travel (17).
12. Modular crane as claimed in any one of claims 1 to 11, characterised by at least one tensile element (33) for introducing an adjustable, predetermined tension
from the support carrier (4) into the pot (2).
13. Transport unit (14) for a modular crane as claimed in any one of the preceding claims,
comprising
a. a pot (2), on which a crane superstructure can be mounted so as to be rotatable
about an axis of rotation (9),
b. a plurality of support carriers (4), which are articulated to the pot (2) so as
to be pivotable in each case about a pivot axis (3), for providing support on the
ground (8).
14. Method of operating a modular crane (1; 1a), comprising the method steps of:
- providing a modular crane (1; 1a) as claimed in any one of claims 1 to 12,
- supporting the pot (2) on the ground (8) by means of the support carriers (4),
- releasing the drive base frame (15; 15a) from the pot (2),
- using the drive base frame (15; 15a) for transport tasks during crane operation.
15. Method of operating a modular crane (1a), comprising the method steps of:
- providing a modular crane (1a) as claimed in any one of claims 1 to 12,
- supporting the pot (2) on the ground (8) by means of the support carriers (4),
- releasing the drive base frame (15a) from the pot (2),
- using a modular vehicle as a drive base frame (15a),
- adapting the actual axle load, in particular by varying the number of modules (30).
1. Grue modulaire comprenant un creuset (2) sur lequel une superstructure de grue est
montée à rotation sur un axe de rotation (9), le creuset (2) comportant des éléments
de liaison (11) qui peuvent être reliés de manière amovible à un élément de liaison
homologue (25) d'une base de roulement (15 ; 15a) pouvant être séparé en une partie
avant (22) et une partie arrière (23),
une pluralité de butons (4) destinés à s'appuyer sur le sol (8) et articulés, de manière
pivotante sur un axe de pivotement (3), à un côté extérieur supérieur du creuset (2)
par le biais d'articulations de pivotement (16),
caractérisé en ce que le creuset (2) fait saillie, par une extrémité inférieure (10) et par les éléments
de liaison (11) montés dans la région de l'extrémité inférieure (10) sur une paroi
latérale cylindrique extérieure du creuset (2), sous les butons (4) et une hauteur
(hs) des butons (4) est inférieure à une hauteur (ht) du creuset (2).
2. Grue modulaire selon la revendication 1, caractérisée en ce que les butons (4) sont télescopiques le long d'un axe longitudinal (5).
3. Grue modulaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisée par une superstructure de grue montée à rotation sur le creuset (2).
4. Grue modulaire selon la revendication 3, caractérisée par un dispositif formant une flèche disposé sur la superstructure de grue.
5. Grue modulaire selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la base de roulement (15) est réalisée sous la forme d'une remorque tractable par
un tracteur (24).
6. Grue modulaire selon la revendication 5, caractérisée en ce que la remorque comporte une partie de remorque avant (22) et une partie de remorque
arrière (23) pouvant être reliée de manière amovible à la partie de remorque avant.
7. Grue modulaire selon la revendication 6, caractérisée en ce que la partie de remorque avant (22) et la partie de remorque arrière (23) comportent
chacune au moins un essieu de roulement (20).
8. Grue modulaire selon l'une des revendications 6 ou 7, caractérisée en ce que le creuset (2) peut être relié à la partie de remorque avant (22) et à la partie
de remorque arrière (23), le creuset (2) étant disposé entre la partie de remorque
avant (22) et la partie de remorque arrière (23).
9. Grue modulaire selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la base de roulement (15a) est réalisée sous la forme d'un véhicule modulaire, le
véhicule modulaire comportant au moins deux modules (30) entraînés.
10. Grue modulaire selon la revendication 9, caractérisée en ce que chaque module (30) comporte une plateforme (31), un essieu de roulement (20) et un
entraînement de roulement.
11. Grue modulaire selon la revendication 9 ou 10, caractérisée en ce que les modules (30) peuvent être reliés de manière amovible l'un à l'autre, en particulier
le creuset (2) étant disposé entre deux modules (30) dans une direction de roulement
(17).
12. Grue modulaire selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée par au moins un élément de traction (33) destiné à introduire une tension prédéterminée
réglable depuis le buton (4) jusque dans le creuset (2).
13. Unité de transport (14), destinée à une grue modulaire selon l'une des revendications
précédentes, comprenant
a. un creuset (2) sur lequel une superstructure de grue peut être montée de manière
rotative sur un axe de rotation (9),
b. une pluralité de butons (4) destinés à s'appuyer sur le sol (8) et articulés, de
manière pivotante sur un axe de pivotement (3), au niveau du creuset (2)
14. Procédé de fonctionnement d'une grue modulaire (1 ; 1a), le procédé comprenant les
étapes suivantes
- fournir une grue modulaire (1 ; 1a) selon l'une des revendications 1 à 12,
- amener le creuset (2) en appui sur le sol (8) au moyen des butons (4),
- détacher la base de roulement (15 ; 15a) du creuset (2),
- utilisation de la base de roulement (15 ; 15a) pour des tâches de transport pendant
le fonctionnement de la grue.
15. Procédé de fonctionnement d'une grue modulaire (1a), le procédé comprenant les étapes
suivantes
- fournir une grue modulaire (1a) selon l'une des revendications 1 à 12,
- amener le creuset (2) en appui sur le sol (8) au moyen des butons (4),
- détacher la base de roulement (15a) du creuset (2),
- utiliser un véhicule modulaire comme base de roulement (15a),
- adapter la charge d'essieu réelle, notamment par modification du nombre de modules
(30).