[0001] Die Beschreibung geht aus von einem Wärmeübertrager zur Erwärmung von Gas auf eine
Temperatur im Bereich von 150 bis 400°C, wobei das Gas durch indirekte Wärmeübertragung
erwärmt wird.
[0002] Eine Erwärmung von Gas auf eine Temperatur von mehr als 150°C ist zum Beispiel erforderlich,
wenn das Gas als Trocknungsgas eingesetzt wird. Derartige Anwendungen sind zum Beispiel
Trockner bei der Superabsorberherstellung, siehe
US 2015/105527. Zur Herstellung von Superabsorbern sind zwei unterschiedliche Prozesse bekannt.
Zum Einen die Herstellung in einem Mischkneter, wobei der so hergestellte Superabsorber
in einem nachfolgenden Schritt in einem Bandtrockner getrocknet wird und zum Anderen
in einem Sprühturm, in dem die Monomerlösung in Gegenstrom zu einem Trocknungsgas
eingesprüht wird, während des Falls im Sprühturm zu Superabsorberpartikeln polymerisiert
und gleichzeitig getrocknet wird.
[0003] Insbesondere bei Einsatz in der Superabsorberherstellung neigen übliche Wärmeübertrager
zur Korrosion. Daher ist es notwendig, die Oberflächen des Wärmeübertragers gegen
Korrosion zu schützen. Hierzu ist es möglich, den Wärmeübertrager aus Edelstahl zu
fertigen. Dies hat allerdings den Nachteil, dass aufgrund der schlechteren Wärmeleitfähigkeit
von Edelstahl ein deutlich größerer Wärmeübertrager benötigt wird. Eine weitere Möglichkeit
wäre eine Herstellung des Wärmeübertragers aus Aluminium. Dies hat jedoch bei der
Superabsorberherstellung den Nachteil, dass insbesondere bei Kreislaufführung des
Gases noch Superabsorberpartikel im Gas enthalten sein können und der Superabsorber
insbesondere gegenüber dem im Vergleich zu Stahl weichen Aluminium abrasiv wirkt.
Alternativ ist es auch möglich, die mit dem Gas in Kontakt kommenden Oberflächen mit
einer geeigneten Beschichtung zu versehen. Hierzu können die Oberflächen zum Beispiel
mit einer Zinkbeschichtung durch Feuerverzinkung versehen werden.
[0004] Bei den im Wärmetauscher auftretenden Temperaturen von mehr als 200°C neigt die Zinkbeschichtung
jedoch zur Delamination. Dieser Effekt ist auch als Kirkendall-Effekt bekannt. Hierdurch
können sich Zinkpartikel ablösen und den Superabsorber verunreinigen. Dies führt jedoch
zu einer unerwünschten Qualitätsminderung des Superabsorbers.
[0005] Eine Aufgabe ist es daher, einen Wärmetauscher bereitzustellen, der die aus dem Stand
der Technik bekannten Nachteile nicht aufweist.
[0006] Gelöst wird die Aufgabe durch einen Wärmeübertrager zur Erwärmung von Gas auf eine
Temperatur im Bereich von 150 bis 400°C, wobei das Gas durch indirekte Wärmeübertragung
erwärmt wird, wobei alle Oberflächen der Wandungen des Wärmeübertragers, die mit dem
Gas in Kontakt kommen feuerverzinkt sind und die mit dem Gas in Kontakt kommenden
Oberflächen nach dem Feuerverzinken bei einer Temperatur im Bereich von 400 bis 750°C
wärmebehandelt werden. Die Erfindung der Anmeldung ist in Anspruch 1 definiert.
[0007] Durch die an das Feuerverzinken anschließende Wärmebehandlung hat sich überraschenderweise
gezeigt, dass die Zinkbeschichtung stabil bleibt und sich der Kirkendall-Effekt selbst
bei einer Aufheizung des Gases auf eine Temperatur im Bereich von 150 bis 400°C nicht
einstellt und die Beschichtung unversehrt bleibt. Hierdurch wird insbesondere beim
Einsatz des Wärmeübertragers bei der Herstellung von Superabsorbern verhindert, dass
die Superabsorberpartikel durch sich ablösende Zinkschichten verunreinigt werden.
[0008] Zur Herstellung der verzinkten Oberfläche werden die zu verzinkenden Bauteile der
Wärmeübertrager nach einer entsprechenden Vorbehandlung zunächst in ein Bad aus geschmolzenem
Zink eingetaucht. Hierbei lagert sich Zink auf der Oberfläche des Wärmeübertragers
an und verbindet sich mit der Oberfläche. Um eine stabile Verbindung zu erhalten und
eine Feuerverzinkung durchführen zu können, ist es notwendig, dass das Material, aus
dem der Wärmeübertrager gefertigt ist, gegenüber den Temperaturen der Feuerverzinkung
stabil ist. Zudem ist es erforderlich, dass eine gute Wärmeübertragung möglich ist,
wozu das Material einen möglichst niedrigen Wärmeleitkoeffizienten aufweisen sollte.
Geeignete Materialien sind daher insbesondere Metalle. In einer besonders bevorzugten
Ausführungsform werden die Wandungen des Wärmeübertragers aus Stahlblech gefertigt.
[0009] Nach dem Eintauchen und Halten der zu verzinkenden Bauteile des Wärmeübertragers
in das Bad aus geschmolzenem Zink, werden diese Bauteile aus dem Zinkbad entnommen
und an Luft abgekühlt. Hierdurch bilden sich eine Zink-Eisen-Diffusionsschicht und
eine reine Zinkschicht auf der Oberfläche der Wandungen des Wärmeübertragers aus.
Die Feuerverzinkung wird dabei nach den üblichen Methoden, die dem Fachmann bekannt
sind, durchgeführt.
[0010] Nach dem Abkühlen und Erstarren der durch die Feuerverzinkung hergestellten Beschichtung
aus Zink wird der Wärmeübertrager erfindungsgemäß einer Wärmebehandlung bei einer
Temperatur im Bereich von 400 bis 750°C, bevorzugt im Bereich von 525 bis 575°C, beispielsweise
bei einer mittleren Bauteiltemperatur von 550°C, unterzogen. Die Dauer der Wärmebehandlung
bei einer Temperatur von mehr als 525°C liegt vorzugsweise im Bereich von 1 bis 5
min, insbesondere im Bereich von 2 bis 3 min.
[0011] Wenn die Wärmebehandlung bei einer Temperatur im Bereich von 400 bis 450°C durchgeführt
wird, verlängert sich die Dauer der Wärmebehandlung auf bis zu 90 min. Bei Temperaturen
zwischen 450°C und 525°C ist die erforderliche Dauer der Wärmebehandlung entsprechend
anzupassen und nimmt mit zunehmender Temperatur ab.
[0012] Hierbei kann die Wärmebehandlung in jedem beliebigen, dem Fachmann bekannten Ofen
durchgeführt werden. Geeignete Öfen sind zum Beispiel Durchlauföfen.
[0013] Der Wärmeübertrager kann jede beliebige, dem Fachmann bekannte Bauart für Wärmeübertrager
aufweisen, in denen eine indirekte Wärmeübertragung erfolgt. Die Erwärmung des Gases
kann dabei im Gleichstrom, im Gegenstrom, im Kreuzstrom oder jeder beliebigen Kombination
daraus erfolgen. Übliche Varianten sind zum Beispiel Kreuz-Gegenstrom oder Kreuz-Gleichstrom.
Geeignete Wärmeübertrager sind zum Beispiel Plattenwärmeübertrager, Rohrbündelwärmeübertrager
oder Spiralwärmeübertrager. Unter indirekter Wärmeübertragung wird dabei verstanden,
dass Wärme von einem heißen Fluid an ein kälteres Fluid übertragen wird, wobei das
heiße Fluid und das kältere Fluid durch eine Wand voneinander getrennt sind. Hierdurch
erfolgt die Wärmeübertragung durch die Wand des Wärmeübertragers. Für die Aufheizung
des Gases auf eine Temperatur im Bereich von 150 bis 400°C ist das Gas das kältere
Fluid. Als heißes Fluid wird ein geeignetes Wärmeträgermedium eingesetzt, dessen Temperatur
oberhalb der Temperatur liegt, auf die das Gas erhitzt werden soll. Als Wärmeträgermedium
eignet sich zum Beispiel überhitzter Wasserdampf, ein für die Temperatur geeignetes
Thermalöl, eine ionische Flüssigkeit oder eine Salzschmelze. Bevorzugt als Wärmeträgermedium
ist überhitzter Dampf.
[0014] Um einen guten Wärmeübergang zu erhalten, ist es bevorzugt, wenn die mit dem zu erwärmenden
Gas in Kontakt kommende Oberfläche möglichst groß ist. Hierzu ist es zum Beispiel
möglich, die mit dem Gas in Kontakt kommenden Wandungen mit Rippen zu versehen. Aufgrund
der guten Wärmeleitung des Materials, aus dem die Wandungen gefertigt sind, erwärmen
sich auch die Rippen, die an der Wandung angebracht sind. Hierbei ist es erforderlich,
dass die Verbindung der Rippen mit der Wandung gut wärmeleitend ist. Hierzu werden
die Rippen vorzugsweise an die Wandung angelötet oder mit der Wandung verschweißt.
Ein Verkleben der Rippen mit der Wandung ist in der Regel weniger vorteilhaft, da
übliche Klebstoffe auf Polymerbasis zum Einen den Temperaturen nicht widerstehen und
zum Anderen Polymere schlechter wärmeleitend sind als Metalle, so dass der Effekt
der vergrößerten Wärmeübertragungsfläche durch die Rippen bei einer Verklebung nur
sehr gering ist. Auch ist eine Anbindung der Rippen durch Schrauben oder Nieten nicht
vorteilhaft, da in diesem Fall nicht sichergestellt werden kann, dass die Rippen vollständig
an der Wandung anliegen. Wenn sich ein Spalt zwischen Wandung und Rippe einstellt,
wird dieser von dem zu erwärmenden Gas durchströmt, wobei das zu erwärmende Gas eine
wesentlich schlechtere Wärmeleitfähigkeit aufweist als Metall, so dass die Rippen
in diesen Bereichen nicht die Oberflächentemperatur der Wandung annehmen können und
so ebenfalls der Effekt durch die Rippen nicht eintritt. Bei der Verzinkung fließt
in der Regel zwar auch Zink in einen möglichen Spalt zwischen Rippen und Wandung,
jedoch kann hierdurch nicht sichergestellt werden, dass der Spalt durch die Verzinkung
geschlossen wird.
[0015] Die Erfindung betrifft weiterhin die Verwendung eines solchen Wärmeüberträgers, laut
Anspruch 1, zur Trocknung von Superabsorberpartikeln.
[0016] Superabsorber sind Materialien, die ein Vielfaches ihrer Masse an Flüssigkeit aufnehmen
und speichern können. Typischerweise sind Superabsorber Polymere auf Polyacrylat-
oder Polymethacrylat-Basis, im Folgenden auch Poly(meth)acrylat genannt. Diese werden
üblicherweise aus Estern der Acrylsäure oder Methacrylsäure und geeigneten, dem Fachmann
bekannten Vernetzern hergestellt. Die zur Herstellung der Poly(meth)acrylate eingesetzten
Edukte und deren Umsetzung in einem Mischkneter ist beispielsweise in
WO 2006/034853 A1 beschrieben.
[0017] In einer Ausführungsform der Erfindung wird der Wärmeübertrager in einem Bandtrockner
zur Trocknung von Superabsorberpartikeln eingesetzt. In diesem Fall wird der Superabsorber
in einem Reaktor hergestellt, aus dem Reaktor entnommen und anschließend in einem
Bandtrockner getrocknet. Als Reaktor wird in diesem Fall üblicherweise ein Mischkneter
eingesetzt. Diesem werden die Edukte zur Herstellung des Superabsorbers zugegeben.
Im Mischkneter werden die Edukte zum Superabsorber umgesetzt, wobei sich eine hochviskose
Masse bildet. Diese Masse wird mit geeigneten Knetbarren im Mischkneter zerrissen.
Als Produkt entsteht ein grobkörniges Material.
[0018] Dieses grobkörnige Material wird dem Bandtrockner zugegeben. Hierzu wird das Superabsorbermaterial
auf einem Trocknungsband des Bandtrockners verteilt und mit einem Gas mit einer Temperatur
von vorzugsweise mindestens 50°C, besonders bevorzugt mindestens 100°C, ganz besonders
bevorzugt mindestens 150°C, und vorzugsweise bis zu 250°C, besonders bevorzugt bis
zu 220°C, ganz besonders bevorzugt bis zu 200°C überströmt. Als Gas können zum Beispiel
Luft oder gegenüber dem Superabsorbermaterial inerte Gase, beispielsweise Stickstoff,
eingesetzt werden. Bevorzugt ist jedoch die Verwendung von Luft als Trocknungsgas.
[0019] Das Trocknungsgas wird in dem Wärmeübertrager auf die für die Trocknung erforderliche
Temperatur erwärmt. Der Wärmeübertrager kann dabei innerhalb des Bandtrockners, beispielsweise
unterhalb des Trocknungsbandes angeordnet sein. Alternativ ist es auch möglich, den
Wärmeübertrager außerhalb des Bandtrockners zu positionieren und das im Wärmeübertrager
erwärmte Gas auf einer Seite dem Bandtrockner zuzuführen, dieses an einer anderen
Position wieder aus dem Bandtrockner zu entnehmen und erneut dem Wärmeübertrager zuzuführen.
Hierbei wird das Trocknungsgas in einem Kreislauf geführt. Wenn der Wärmeübertrager
außerhalb des Bandtrockners angeordnet ist, hat dies den Vorteil, dass ein geeigneter
Partikelabscheider zwischen Bandtrockner und Wärmeübertrager positioniert werden kann,
um mitgerissene Superabsorberpartikel aus dem Gasstrom zu entfernen. Geeignete Partikelabscheider
sind zum Beispiel Zyklone oder Filter.
[0020] Bei einer Positionierung des Wärmeübertragers unterhalb des Trocknungsbandes steigt
das erwärmte Trocknungsgas auf und umströmt so von unten die Superabsorberpartikel.
Hierbei kühlt sich das Gas ab und strömt wieder nach unten, so dass sich eine Gasströmung
im Bandtrockner einstellt. Dies hat gegenüber einem außerhalb des Trockners positionierten
Wärmeübertrager den Vorteil, dass keine großen Gasströme mit Hilfe eines geeigneten
Gebläses umgewälzt und durch den Wärmeübertrager geführt werden müssen, da sich eine
natürliche Konvektion einstellt. Nachteil ist jedoch, dass es nicht möglich ist, Superabsorberpartikel
aus dem Gas abzutrennen, das den Wärmeübertrager durchströmt und in diesem erwärmt
wird.
[0021] In beiden Varianten ist es jedoch notwendig, einen Teil des Gases aus dem Prozess
zu entnehmen, um das bei der Trocknung aufgenommene Wasser zu entfernen. Wenn das
gesamte Gas im Kreislauf geführt wird, reichert sich das bei der Trocknung freiwerdende
Wasser im Gas an und die Wasserkonzentration wird immer höher, bis keine effektive
Trocknung mehr möglich ist.
[0022] Im Anschluss an den Bandtrockner werden die Superabsorberpartikel gemahlen und einer
Nachvernetzung und einer Trocknung zugeführt. Abschließend werden die Superabsorberpartikel
nach Größe klassiert, wobei hierzu üblicherweise eine Siebmaschine mit mehreren Siebdecks
eingesetzt wird. Superabsorberpartikel, die zu klein sind, werden erneut in den Mischkneter
eingeleitet, so dass sich diese mit der entstehenden Superabsorbermasse vermischen
und so ausreichend große Partikel erzeugt werden können. Superabsorberpartikel, die
zu groß sind, werden in die Mühle zurückgeführt und noch einmal dem Mahlvorgang unterzogen,
um diese weiter zu zerkleinern.
[0023] In einer alternativen Ausführungsform werden die Superabsorberpartikel in einem Sprühturm
hergestellt. Hierzu werden die für die Herstellung der Superabsorber eingesetzten
Edukte zunächst vermischt und dann in einem Sprühturm vertropft, wobei Tropfen erzeugt
werden, deren Größe so gewählt ist, dass die im Sprühturm aus den Tropfen durch Reaktion
der Edukte entstehenden Superabsorberpartikel der gewünschten Spezifikation entsprechen.
[0024] Im Sprühturm fallen die Tropfen von oben nach unten, während gleichzeitig ein Trocknungsgas
zugeführt wird. Das Trocknungsgas ist dabei auf eine Temperatur geheizt, die für die
Herstellung des Superabsorbers und dessen anschließende Trocknung erforderlich ist.
Die Zugabe des Trocknungsgases kann dabei im Gleichstrom oder im Gegenstrom erfolgen.
Üblicherweise wird Trocknungsgas am Kopf des Sprühturms oberhalb der Zugabstelle für
die Edukte zugeführt. Während des Fallens werden die flüssigen Edukte in den Tropfen
zum Superabsorberpolymer umgesetzt. Hierbei entstehen Superabsorberpartikel, deren
Größe im Wesentlichen der Größe der Tropfen entspricht. Die Tropfen fallen in ein
Wirbelbett im unteren Bereich des Sprühturms, in dem Trocknungsgas von unten zugeführt
wird. Im Wirbelbett erfolgt die Nachpolymerisierung. Da Trocknungsgas sowohl von oben
als auch von unten zugeführt wird, befindet sich oberhalb des Wirbelbettes eine Gasentnahmestelle,
in der das Trocknungsgas aus dem Sprühturm abgezogen wird. Da im Trocknungsgas mitgerissene
Superabsorberpartikel enthalten sind, wird dieses von darin enthaltenen Feststoffen
befreit. Hierzu können zum Beispiel Zyklone und/oder Filter eingesetzt werden.
[0025] Das Trocknungsgas wird typischerweise im Kreis geführt, wobei ein Teil des Trocknungsgases
entnommen werden muss, um den Wassergehalt im Trocknungsgas konstant zu halten. Alternativ
ist es auch möglich, die Feuchtigkeit aus dem Trocknungsgas zunächst auszukondensieren
und anschließend das Trocknungsgas wieder zu erwärmen. Dies benötigt jedoch viel Energie,
so dass dies nur dann sinnvoll ist, wenn ein von Luft verschiedenes Gas, beispielsweise
Stickstoff als Trocknungsgas eingesetzt wird. Wenn Luft als Trocknungsgas eingesetzt
wird, ist es möglich, einen Teil als Abgas aus dem Prozess zu entfernen und gleichzeitig
die abgeführte Menge durch Frischluft zu ersetzen.
[0026] Bevor das Trocknungsgas dem Sprühturm entweder am Kopf oder in der Wirbelschicht
zugeführt wird, muss dieses auf die notwendige Temperatur erwärmt werden. Hierzu wird
der vorstehend beschriebene Wärmeübertrager eingesetzt. Um Schädigungen durch Abrasion
aufgrund der vom Trocknungsgas mitgerissenen Superabsorberpartikel zu vermeiden, befindet
sich der Wärmeübertrager vorzugsweise an einer Position im Trocknungsgaskreislauf
hinter der Entfernung der Feststoffe.
[0027] Die Erwärmung des Trocknungsgases für den Bandtrockner oder für den Sprühtrockner
erfolgt durch Wärmeübertragung von einem Wärmeträgermedium an das Trocknungsgas in
dem Wärmeübertrager. Als Wärmeträgermedium eignet sich zum Beispiel ein Thermalöl,
eine ionische Flüssigkeit, eine Salzschmelze oder Dampf. Besonders bevorzugt als Wärmeträgermedium
ist Dampf, wobei sowohl Sattdampf als auch überhitzter Dampf eingesetzt werden können.
[0028] Neben dem Einsatz zur Erwärmung des bei der Superabsorberherstellung eingesetzten
Trocknungsgases kann der Wärmeübertrager auch bei beliebigen anderen Prozessen eingesetzt
werden, in denen ein Gas auf eine Temperatur von mehr als 150°C erwärmt werden muss,
wobei das Gas gegenüber den für Wärmeübertrager üblicherweise eingesetzten Werkstoffen
korrosive oder abrasive Bestandteile enthält und durch eine Beschichtung mit Zink
eine Oberfläche geschaffen wird, die durch die im Gas enthaltenen Bestandteile nicht
angegriffen wird, so dass zum Einen keine Verunreinigungen durch vom Wärmeübertrager
abgetragenes Material in das Gas eingebracht wird und zum Anderen eine Korrosion des
Wärmeübertragers verhindert wird und damit die Lebensdauer des Wärmeübertragers verlängert
wird.
1. Verwendung eines Wärmeübertragers zur Trocknung von Superabsorberpartikeln, wobei
in dem Wärmeübertrager Gas auf eine Temperatur im Bereich von 150 bis 400°C durch
indirekte Wärmeübertragung erwärmt wird, wobei alle Oberflächen der Wandungen des
Wärmeübertragers, die mit dem Gas in Kontakt kommen feuerverzinkt sind und die mit
dem Gas in Kontakt kommenden Oberflächen nach dem Feuerverzinken an Luft abgekühlt
werden, so dass sich eine Zink-Eisen-Diffusionsschicht und eine reine Zinkschicht
auf den Oberflächen der Wandungen des Wärmeübertragers ausbilden und die durch Feuerverzinkung
hergestellte Beschichtung erstarrt, und dann bei einer Temperatur im Bereich von 400
bis 750°C wärmebehandelt werden.
2. Verwendung des Wärmeübertragers gemäß Anspruch 1 in einem Bandtrockner zur Trocknung
von Superabsorberpartikeln.
3. Verwendung des Wärmeübertragers gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher unterhalb des Trocknungsbandes des Bandtrockners angeordnet ist.
4. Verwendung des Wärmeübertragers gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Trocknungsgas, das einem Sprühturm zur Herstellung von Superabsorberpartikeln
zugegeben wird, in dem Wärmeübertrager erwärmt wird.
5. Verwendung des Wärmeübertragers gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Trocknungsgas im Kreis geführt wird.
6. Verwendung des Wärmeübertragers gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als Wärmeträgermedium ein Thermalöl, eine ionische Flüssigkeit, eine Salzschmelze
oder Dampf eingesetzt wird.
7. Verwendung des Wärmeübertragers gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmebehandlung bei einer Temperatur im Bereich von 525 bis 750°C über einen
Zeitraum von 1 bis 5 min durchgeführt wird.
8. Verwendung des Wärmeübertragers gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandungen des Wärmeübertragers aus Stahlblech gefertigt sind.
9. Verwendung des Wärmeübertragers gemäß einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmeübertrager ein Plattenwärmeübertrager, ein Rohrbündelwärmeübertrager oder
ein Spiralwärmeübertrager ist.
10. Verwendung des Wärmeübertragers gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem Gas in Kontakt kommenden Wandungen Rippen aufweisen.
1. The use of a heat transferer for drying of superabsorbent particles, wherein gas is
heated in the heat transferer to a temperature in the range from 150 to 400°C by indirect
heat transfer, wherein all the surfaces of the walls of the heat transferer which
come into contact with the gas have been hot dip galvanized and the surfaces which
come into contact with the gas, after the hot dip galvanization, are cooled under
air such that a zinc-iron diffusion layer and a pure zinc layer are formed on the
surfaces of the walls of the heat transferer and the coating produced by hot dip galvanization
solidifies, and then are heat treated at a temperature in the range from 400 to 750°C.
2. The use of the heat transferer according to claim 1 in a belt drier for drying of
superabsorbent particles.
3. The use of the heat transferer according to claim 2, wherein the heat exchanger is
disposed beneath the drying belt of the belt drier.
4. The use of the heat transferer according to claim 1, wherein a drying gas which is
added to a spray tower for production of superabsorbent particles is heated in the
heat transferer.
5. The use of the heat transferer according to claim 4, wherein the drying gas is circulated.
6. The use of the heat transferer according to any of claims 1 to 5, wherein the heat
transfer medium used is a thermal oil, an ionic liquid, a salt melt or steam.
7. The use of the heat transferer according to any of claims 1 to 6, wherein the heat
treatment is conducted at a temperature in the range from 525 to 750°C over a period
of 1 to 5 min.
8. The use of the heat transferer according to any of claims 1 to 7, wherein the walls
of the heat transferer have been manufactured from sheet steel.
9. The use of the heat transferer according to any of claims 1 to 8, wherein the heat
transferer is a plate heat transferer, a shell and tube heat transferer or a spiral
heat transferer.
10. The use of the heat transferer according to any of claims 1 to 9, wherein the walls
which come into contact with the gas have fins.
1. Utilisation d'un échangeur de chaleur pour le séchage de particules superabsorbantes,
un gaz étant, dans l'échangeur de chaleur, chauffé à une température dans la plage
de 150 à 400 °C par transfert indirect de chaleur, toutes les surfaces des parois
de l'échangeur de chaleur qui entrent en contact avec le gaz étant galvanisées à chaud,
et les surfaces entrant en contact avec le gaz étant, après la galvanisation à chaud,
refroidies à l'air, de façon à former une couche de diffusion zinc-fer et une couche
de zinc pure sur les surfaces des parois de l'échangeur de chaleur, et le revêtement
fabriqué par la galvanisation à chaud subissant une solidification, puis un traitement
thermique à une température dans la plage de 400 à 750 °C.
2. Utilisation de l'échangeur de chaleur selon la revendication 1 dans un séchoir à bande
transporteuse pour le séchage de particules superabsorbantes.
3. Utilisation de l'échangeur de chaleur selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'échangeur de chaleur est disposé en dessous de la bande de séchage du séchage à
bande transporteuse.
4. Utilisation de l'échangeur de chaleur selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'un gaz de séchage, qui est introduit dans une tour de pulvérisation pour fabriquer
des particules superabsorbantes, est chauffé dans l'échangeur de chaleur.
5. Utilisation de l'échangeur de chaleur selon la revendication 4, caractérisée en ce que le gaz de séchage circule en circuit fermé.
6. Utilisation de l'échangeur de chaleur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce qu'on utilise comme fluide caloporteur une huile thermique, un liquide ionique, un bain
de sel fondu ou de la vapeur.
7. Utilisation de l'échangeur de chaleur selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que le traitement thermique est mis en œuvre à une température dans la plage de 525 à
750 °C sur une durée de 1 à 5 minutes.
8. Utilisation de l'échangeur de chaleur selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que les parois de l'échangeur de chaleur sont fabriquées en tôle d'acier.
9. Utilisation de l'échangeur de chaleur selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que l'échangeur de chaleur est un échangeur de chaleur à plaques, un échangeur de chaleur
à faisceau tubulaire ou un échangeur de chaleur spiralé.
10. Utilisation de l'échangeur de chaleur selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que les parois entrant en contact avec le gaz comportent des nervures.