[0001] Die Erfindung betrifft einen Abstandhalter für Isolierglasscheiben, umfassend einen
unter Verwendung eines ersten Kunststoffmaterials gefertigten Profilkörper, welcher
einen Grundkörper mit einem im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt mit ersten und
zweiten parallel angeordneten Seitenwänden und eine sich zwischen der ersten und der
zweiten Seitenwand erstreckende Innenwand aufweist. Der Abstandhalter umfasst weiter
eine sich von einem freien Ende der ersten Seitenwand bis zu einem freien Ende der
zweiten Seitenwand erstreckende Dampfdiffusionssperre. Die Dampfdiffusionssperre ist
ferner im Wesentlichen parallel zur Innenwand und von dieser beabstandet angeordnet.
[0002] Abstandhalter für Isolierglasscheiben der eingangs beschriebenen Art sind im Stand
der Technik beispielsweise aus der
EP 1 889 995 A1 sowie aus der
DE 10 2012 105 960 A1 bekannt.
[0003] Solche im Stand der Technik bekannten Abstandhalter, kommen häufig zur Verbesserung
der Wärmedämmung von Isolierglasscheiben in Fenstern, Türen, Fassadenelementen und
dergleichen anstelle der früher üblicherweise genutzten Abstandhalter aus Metall zum
Einsatz, um zwei oder auch mehr Glasscheiben, die die Isolierglasscheibe bilden, in
paralleler Stellung zueinander zu halten.
[0004] Aus der
WO 2013/104507 A1 ist ein Abstandhalter für Mehrfachscheiben-Isolierverglasung bekannt, mindestens
umfassend einen Verbund aus:
a) einem glasfaserverstärkten, polymeren Grundkörper umfassend zwei parallel verlaufende
Scheibenkontaktflächen, eine Verklebungsfläche und eine Verglasungsinnenraumfläche,
wobei die Scheibenkontaktflächen und die Verklebungsfläche direkt oder über Verbindungsflächen
miteinander verbunden sind, b) einer Isolationsfolie auf der Verklebungsfläche oder
der Verklebungsfläche und den Verbindungsflächen, wobei die Isolationsfolie mindestens
eine polymere Folie in einer Dicke von 10 µm bis 100 µm, mindestens eine polymere
Schicht in einer Dicke von 5 µm bis 80 µm sowie eine metallische Schicht mit einer
Dicke von 10 nm bis 1500 nm oder eine keramische Schicht mit einer Dicke von 10 nm
bis 1500 nm umfasst.
[0005] Ferner offenbart die
WO 84/01798 A1 ebenfalls eine Mehrfachverglasungseinheit mit einer außenliegenden Glasscheibe, welche
von einer innenliegenden Glasscheibe über einen Abstandhalter auf Abstand gehalten
wird.
[0006] Zu einem Rahmen verarbeitete Abstandhalter bilden mit den Glasscheiben im zusammengebauten
Zustand der Isolierglasscheibe einen Scheibenzwischenraum.
[0007] Typischerweise werden die Glasscheiben mit dem Abstandhalter unter Verwendung eines
Dichtstoffs verklebt. Der Scheibenzwischenraum wird dadurch abgedichtet, dass der
Abstandhalter und die Glasscheiben mit einem sowohl am Abstandhalter als auch an den
Glasscheiben haftenden Dichtstoff verklebt werden. Wie beispielsweise aus der
DE 198 07 454 A1 bekannt, werden als Dichtstoffe z. B. Butylklebemassen, Polysulfid-, Polyurethan-
und Silikon-Materialien eingesetzt.
[0008] Wichtig für Abstandhalter für Isolierglasscheiben ist, dass sie einen hohen Wärmedurchgangswiderstand
aufweisen, so dass eine möglichst gute Isolierung gewährleistet werden kann.
[0009] Des Weiteren ist von Bedeutung, den Abstandhalter so auszugestalten, dass möglichst
wenig Wasserdampf von außen in den Scheibenzwischenraum eindringen kann, so dass Kondensationseffekte
bei einer großen Differenz zwischen Innen- und Außentemperatur vermieden werden können.
[0010] Einmal eingedrungenes Wasser bzw. Wasserdampf sollte aus dem Scheibenzwischenraum
entfernt werden. Hierzu wird ein vom Abstandhalter gebildeter Hohlraum häufig mit
Trocknungsmittel gefüllt. Die Kapazität des Trocknungsmittels ist allerdings begrenzt,
so dass das gasdichte, insbesondere feuchtigkeitsdichte, Abschließen des Scheibenzwischenraums
auch durch den Abstandhalter von entscheidender Bedeutung ist.
[0011] Es ist dabei von Bedeutung, den Abstandhalter so auszugestalten, dass auch die Dampfdiffusionssperre
den Scheibenzwischenraum wasserdampfdicht abdichtet und trotzdem ihr Beitrag zur Wärmeleitung
möglichst gering gehalten wird.
[0012] In gängigen Abstandhaltern aus Kunststoff werden häufig Dampfdiffusionssperren aus
Metall (vgl.
DE 93 03 795 U1) verwendet. Vollmetallische Folien aus z. B. Aluminium oder Stahl haben eine ausgesprochen
gute Wärmeleitfähigkeit von ca. 200 bzw. ca. 50 W/(K·m) und verringern so den Wärmedurchgangswiderstand
des Abstandhalters insgesamt.
[0013] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Abstandhalter vorzuschlagen, der
den vorstehenden Problemen weitestgehend Rechnung trägt und darüber hinaus wirtschaftlich
hergestellt werden kann.
[0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß von einem Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst.
[0015] Anders als im Stand der Technik umfasst der erfindungsgemäße Abstandhalter einen
unter Verwendung eines ersten Kunststoffmaterials gefertigten Profilkörper und eine
aus einem schlecht wärmeleitenden Flächenmaterial gefertigte Dampfdiffusionssperre.
[0016] Durch die schlecht wärmeleitenden Eigenschaften der Dampfdiffusionssperre wird der
Wärmedurchgangswiderstand des Abstandhalters im Vergleich zu Abstandhaltern mit einer
vollmetallischen Dampfdiffusionssperre erhöht.
[0017] Beispielsweise sind aus der
DE 10 2012 105 960 A1 (Figuren 1 bis 5) und der
DE 93 03 795 U1 Abstandhalter in Form von im Querschnitt geschlossenen Hohlprofilen bekannt. In diesen
geschlossenen Hohlprofilen wird von dem Profilkörper selbst ein im Querschnitt senkrecht
zur Längsrichtung gesehen geschlossener Hohlraum ausgebildet.
[0018] Im erfindungsgemäßen Abstandhalter bilden der Profilkörper und die Dampfdiffusionssperre
gemeinsam einen Hohlraum, der an der der Innenwand gegenüberliegenden Seite nur von
der Dampfdiffusionssperre geschlossen wird. Die Dampfdiffusionssperre des erfindungsgemäßen
Abstandhalters ist aus einem Flächenmaterial gefertigt. Aufgrund dieses Merkmals in
Kombination damit, dass die Dampfdiffusionssperre des erfindungsgemäßen Abstandhalters
aus einem schlecht wärmeleitenden Material gefertigt ist, kann die Wärmeleitung zwischen
den Glasscheiben reduziert und somit der Gesamtwärmedurchgangswiderstand des erfindungsgemäßen
Abstandhalters erhöht werden.
[0019] Da der Hohlraum des erfindungsgemäßen Abstandhalters gegebenenfalls nur durch die
aus einem Flächenmaterial gefertigte Dampfdiffusionssperre geschlossen wird, kann
bei gleicher Bauhöhe ein Abstandhalter mit einem im Vergleich zu einem Hohlprofil
reduziertem Gewicht produziert werden.
[0020] Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass bei gleicher Bauhöhe ein größeres Volumen
zur Aufnahme von Trocknungsmittel geschaffen wird, wodurch die Kapazität zur Aufnahme
von Wasserdampf aus dem Scheibenzwischenraum erhöht werden kann. Der erfindungsgemäße
Abstandhalter und dementsprechend die Isolierglasscheiben mit einem erfindungsgemäßen
Abstandhalter können so eine höhere Lebensdauer aufweisen.
[0021] In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der erfindungsgemäße Abstandhalter eine
aus einem von dem ersten Kunststoffmaterial verschiedenen, schlecht wärmeleitenden
Flächenmaterial gefertigte Dampfdiffusionssperre.
[0022] In einer alternativen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Abstandhalters
ist das schlecht wärmeleitende Flächenmaterial der Dampfdiffusionssperre im Wesentlichen
identisch mit dem ersten Kunststoffmaterial.
[0023] Der Umstand, dass der Profilkörper unter Verwendung eines ersten Kunststoffmaterials
und die Dampfdiffusionssperre aus einem Flächenmaterial und gegebenenfalls aus einem
von dem ersten Kunststoffmaterial verschiedenen Material gefertigt ist, ermöglicht
eine, im Vergleich zu einstückig gefertigten auf geschlossenen Hohlprofilen basierenden
Abstandhaltern, optimierte Materialauswahl. Die Auswahl kann optimiert werden, sowohl
im Hinblick auf die Wärmeleitfähigkeit, Materialkosten und Dichtigkeit der Dampfdiffusionssperre
gegenüber Wasserdampf auf der einen Seite, als auch im Hinblick auf den Wärmedurchgangswiderstand
des Profilkörpers auf der anderen Seite. Somit kann ein insgesamt optimierter Wärmedurchgangswiderstand
für den erfindungsgemäßen Abstandhalter im Vergleich zu herkömmlichen einstückig gefertigten
Abstandhaltern erzielt werden.
[0024] Häufig wird der Wärmedurchgang von Abstandhaltern im in die Isolierglasscheibe eingebauten
Zustand bestimmt. Dieser auf die Längeneinheit bezogene Wärmedurchgangskoeffizient
wird durch den sogenannten Psi-Wert angegeben. Der Psi-Wert ist abhängig vom Aufbau
der Isolierglasscheibe, sowie von Material und Aufbau des Abstandhalterrahmens. Basis
für die Ermittlung des Psi-Wertes ist die gemäß ift-Richtlinie WA-17/1 gemessene äquivalente
Wärmeleitfähigkeit des Abstandhalters.
[0025] Der erfindungsgemäße Abstandhalter weist bevorzugt eine äquivalente Wärmeleitfähigkeit
gemäß dieser Richtlinie von 0,14 W/(m·K) oder weniger auf.
[0026] Schlecht wärmeleitend bedeutet im Sinne der Erfindung, dass die äquivalente Wärmeleitfähigkeit
des Profilkörpers durch die Dampfdiffusionssperre um nicht mehr als 0,014 W/(m·K)
verändert wird.
[0027] Die Dampfdiffusionssperre des erfindungsgemäßen Abstandhalters ist aus einem Flächenmaterial
gefertigt und kann insbesondere aus einem hinreichend flexiblen Material gefertigt
sein.
[0028] Der Profilkörper des erfindungsgemäßen Abstandhalters umfasst einen Grundkörper mit
einem im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt mit ersten und zweiten parallel angeordneten
Seitenwänden und eine sich zwischen der ersten und der zweiten Seitenwand erstreckende
Innenwand. Die erste und die zweite Seitenwand weisen jeweils ein freies Ende auf,
welches von der Innenwand beabstandet ist. Die Dampfdiffusionssperre erstreckt sich
von dem freien Ende der ersten Seitenwand zu dem freien Ende der zweiten Seitenwand.
[0029] Insbesondere erstreckt sich die Dampfdiffusionssperre auch über Bereiche der Seitenwände
und liegt von außen an ihnen an, so dass die Dampfdiffusionssperre von den Seitenwänden
gestützt wird und die von ihnen vorgegebene Kontur annehmen kann. Gleichzeitig kann
über die Gestaltung der Oberfläche der Dampfdiffusionssperre die Haftung des Dichtstoffs
am Abstandhalter optimiert werden.
[0030] Vorzugsweise weisen die freien Enden der ersten und zweiten Seitenwand jeweils einen
abgekröpften Endbereich auf, wobei die abgekröpften Endbereiche gegeneinander geneigt
ausgebildet sind. Die abgekröpften Endbereiche erhöhen die Biegesteifigkeit des erfindungsgemäßen
Abstandhalters und erleichtern die Fertigung des Abstandhalters zum Rahmen.
[0031] Insbesondere liegt die Dampfdiffusionssperre von außen an den abgekröpften Endbereichen
an und kann von ihnen gestützt werden.
[0032] Die abgekröpften Endbereiche der ersten und zweiten Seitenwand sind vorzugsweise
im Wesentlichen planar ausgebildet, sodass die flexible Dampfdiffusionssperre besser
an ihnen anliegen kann.
[0033] Bevorzugt weisen die abgekröpften Endbereiche der ersten und zweiten Seitenwand im
Wesentlichen die gleiche Ausdehnung im Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung gesehen
auf. So kann der Abstandhalter quer zur Längsrichtung gesehen einen symmetrischen
Querschnitt aufweisen.
[0034] In der beschriebenen bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Abstandhalters,
in der die erste und zweite Seitenwand abgekröpfte Endbereiche aufweisen, halten die
abgekröpften Endbereiche einen Abstand zueinander ein. Dieser Abstand wird von der
Dampfdiffusionssperre geschlossen, sodass der Profilkörper und die Dampfdiffusionssperre
einen im Querschnitt geschlossenen Hohlraum bilden, der bereichsweise nur von der
Dampfdiffusionssperre geschlossen wird, die aus einem Flächenmaterial gefertigt ist.
Typischerweise ist auch bei dieser Ausführungsform das Gewicht des erfindungsgemäßen
Abstandhalters im Vergleich zu Abstandhaltern mit einer geschlossenen Außenwand reduziert.
Darüber hinaus kann der erfindungsgemäße Abstandhalter auch mit dieser Geometrie einen
hohen Wärmedurchgangswiderstand aufweisen.
[0035] Vorzugsweise sind die abgekröpften Endbereiche der ersten und zweiten Seitenwand
im Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung des Profilkörpers gesehen in einem stumpfen
Winkel, insbesondere in einem Winkel von ca. 100° bis ca. 150°, zur ersten bzw. zweiten
Seitenwand zum Hohlraum hin ausgebildet. Sie weisen insbesondere jeweils einen spitzen
Winkel, bevorzugt einen Winkel von ca. 80° bis ca. 30°, zur Innenwand auf. Vorzugsweise
ist der Abstandhalter in einem trapez-förmigen Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung
ausgebildet.
[0036] Vorzugsweise werden im eingebauten Zustand des Abstandhalters in der Isolierglasscheibe
von den abgekröpften Endbereichen der ersten und zweiten Seitenwand und den Glasscheiben
im Querschnitt im Wesentlichen Dreieckförmige Volumina gebildet, die Dichtstoff aufnehmen
können. Somit kann im Vergleich zu Rechteck-förmigen Profilen eine größere Kontaktfläche
von Abstandhalter und Glasscheiben zum Dichtstoff realisiert werden und es kann eine
verbesserte Verklebung mit den Glasscheiben erzielt werden.
[0037] Es besteht die Möglichkeit, den Abstandhalter zur Fertigung des Rahmens zur Ausbildung
von Eckbereichen zu biegen. Durch die abgekröpften Endbereiche der ersten und zweiten
Seitenwand kann das Biegen erleichtert und die Geometrie des Abstandhalters in den
Eckbereichen stabilisiert werden.
[0038] Alternativ kann der Abstandhalter entsprechend den Abmessungen des Rahmens in Stücke
gesägt werden. Die Stücke können dann mit einem Eckverbinder verbunden und zur Bildung
des Rahmens miteinander kraft- oder stoffschlüssig verbunden, insbesondere auch verschweißt
werden.
[0039] Die Dampfdiffusionssperre ist aus einem Flächenmaterial gefertigt. Das Flächenmaterial
ist vorzugsweise ausgewählt aus einer ein- oder mehrlagigen Polymerfolie. Die Polymerfolie
ist bevorzugt eine thermoplastische Polymerfolie, eine duroplastische Polymerfolie
und/oder eine elastomere Polymerfolie. Die thermoplastische, duroplastische bzw. elastomere
Polymerfolie ist insbesondere vernetzt. Das Polymer der Polymerfolie kann gleich oder
verschieden von dem Polymer des ersten Kunststoffmaterials sein.
[0040] In einer alternativen Ausführungsform ist die aus einem Flächenmaterial gefertigte
Dampfdiffusionssperre aus einem ultradünnen Glasband hergestellt.
[0041] Ultradünn im Zusammenhang mit der Beschreibung der Erfindung bedeutet, dass das Glasband
bevorzugt eine Dicke von weniger als ca. 150 µm aufweist. Anders als bei Dampfdiffusionssperren
aus vollmetallischen Metallfolien ist im erfindungsgemäßen Abstandhalter der Wärmedurchgangswiderstand
durch die Dampfdiffusionssperre aus einem schlecht wärmeleitenden Material nicht bzw.
kaum vermindert.
[0042] Bevorzugt ist die Dampfdiffusionssperre stoffschlüssig mit den Seitenwänden verbunden.
Dies hat den Vorteil, dass so die Dichtigkeit gegen Feuchtigkeit bzw. Wasserdampf
optimiert sein kann.
[0043] Bevorzugt umfasst die Dampfdiffusionssperre ein Versteifungselement, wobei das Versteifungselement
insbesondere ein Gewebe mit Fasern zur Verbesserung der Torsionssteifigkeit umfasst.
Die Torsionssteifigkeit beschreibt den Widerstand eines Bauteils gegen Verwindung
bzw. Verdrehung. Eine erhöhte Torsionssteifigkeit des erfindungsgemäßen Abstandhalters
hat den Vorteil, dass der erfindungsgemäße Abstandhalter bei der Fertigung des Rahmens
gut gehandhabt werden kann.
[0044] Die Fasern des Gewebes können insbesondere in einem Winkel von ca. 45° bzw. ca. 135°
zur Längsrichtung des Abstandhalters ausgerichtet sein. Die dadurch erhöhte Schubsteifigkeit
der mit Gewebe verstärkten Außenwand erhöht die Torsionssteifigkeit des Abstandhalters.
Dies hat den Vorteil, dass der Widerstand des Abstandhalters gegenüber Verdrehung
erhöht wird.
[0045] Bei der Fertigung der Dampfdiffusionssperre des erfindungsgemäßen Abstandhalters
können verschiedene Konzepte umgesetzt werden, gemäß denen das Flächenmaterial der
Dampfdiffusionssperre ausgestaltet sein kann.
[0046] In einer ersten bevorzugten Ausführungsform ist die Dampfdiffusionssperre aus einer
Polymerfolie gefertigt. Die Polymerfolie weist bevorzugt auf ihrer außen- und optional
auf ihrer innenliegenden Oberfläche eine Schicht, im Folgenden auch Beschichtung genannt,
auf, welche insbesondere durch Metallisierung gebildet ist. Durch die durch Metallisierung
gebildete Schicht oder andere alternative im Folgenden noch beschriebene Beschichtungen
wird die Dichtigkeit im Vergleich zu der Dichtigkeit von nicht metallisierten Polymerfolien
gegenüber Wasserdampf erhöht.
[0047] Die außen- bzw. innenliegende Oberfläche der Polymerfolie ist jeweils auf den verbauten
Zustand im Abstandhalter bezogen. Die außenliegende Oberfläche der Polymerfolie ist
vom Inneren des vom Abstandhalter gebildeten Hohlraums weg und zum Dichtstoff hin
weisend angeordnet. Die innenliegende Oberfläche der Polymerfolie ist zum Inneren
des vom Abstandhalter gebildeten Hohlraums hin und vom Dichtstoff weg weisend angeordnet.
[0048] In manchen Ausführungsformen ist die Schicht oder Beschichtung, wie oben erwähnt,
aus alternativen Materialien gefertigt. So sind auch Beschichtungen aus Si
xO
y, Al
xO
y, TiO
y, Sn
xO
y oder Graphen bevorzugte Beschichtungen, welche dieselben Vorteile bezüglich der Wasserdampfdichtigkeit
wie durch Metallisierung gebildete Schichten aufweisen können.
[0049] Vorzugsweise ist die durch Metallisierung gebildete Beschichtung aus Aluminium hergestellt.
[0050] Eine durch Metallisierung gebildete Schicht aus Aluminium hat den Vorteil, dass Aluminium
im Vergleich zu anderen Metallen leicht ist und das Gewicht der Dampfdiffusionssperre
gering gehalten werden kann. Darüber hinaus ist Aluminium gut verarbeitbar und lässt
sich in dünnen Schichten, beispielsweise durch Sputtern, aufbringen.
[0051] Vorzugsweise umfasst die durch Metallisierung gebildete Schicht mindestens partiell
eine Metalloxid-Schicht, die durch Oberflächenoxidation der durch Metallisierung gebildeten
Schicht an Luft oder einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre entstanden ist. Diese Oberflächenoxidation
der durch Metallisierung gebildeten Schicht hat insbesondere eine Zusammensetzung
von Me
aO
b, wobei Me für ein in der durch Metallisierung gebildeten Schicht verwendetes Metall
steht, beispielsweise Al
xO
y. Die Indizes a, b, x, y repräsentieren ganze Zahlen und sind durch eine sich aus
der chemischen Struktur ergebenden stöchiometrischen Zusammensetzung festgelegt.
[0052] Die zumindest partielle Oberflächenoxidation hat den Vorteil, dass die Polymerfolie
dauerhaft gelagert werden kann, da die zumindest partielle Oberflächenoxidation der
durch Metallisierung gebildeten Schicht einen Schutz gegen mögliche Korrosion schafft.
[0053] Eine Schicht bzw. Beschichtung auf der außenliegenden Oberfläche der Polymerfolie
hat den Vorteil, dass sie die Haftung zu typischerweise verwendeten Dichtstoffen verbessert.
[0054] Es werden im Stand der Technik auch Dampfdiffusionssperren aus Polymerfolien, die
komplett mit Oxiden beschichtet sind, verwendet (beispielsweise in der
DE 198 07 545 A1 und der
WO 2013/104507 A1).
[0055] Die Erfinder haben jedoch überraschenderweise gefunden, dass eine Polymerfolie mit
einer partiellen Al
xO
y-Schicht bereits eine dauerhafte Verklebbarkeit mit üblicherweise verwendeten Dichtstoffen
ergeben kann, während die Verklebbarkeit einer SiO
2-ähnlichen Schicht mit den Dichtstoffen mit der Zeit abnimmt.
[0056] Bevorzugt ist die Polymerfolie mehrlagig ausgebildet und umfasst eine oder mehrere
Lagen, welche einseitig oder beidseitig eine Beschichtung aufweisen.
[0057] Insbesondere können mehrere Beschichtungen, insbesondere auch durch Metallisierung
gebildete Schichten, die Dampfdichtigkeit verbessern, während mit den Lagen aus einem
Polymermaterial zwischen den Beschichtungen eine minimierte Wärmeleitfähigkeit gewährleistet
werden kann. Durch den geringen Metallanteil kann die Erniedrigung des Gesamtwärmedurchgangswiderstands
durch die Dampfdiffusionssperre insgesamt gering gehalten werden.
[0058] Im Gegensatz zum Stand der Technik, der in einem Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung
des Abstandhalters gesehen eine alternierende Anordnung von metallischen Schichten
und Polymerlagen offenbart, ist es im Sinne der Erfindung vorteilhaft, wenn in einem
mehrlagigen, bevorzugt einem dreilagigen Aufbau der Polymerfolie, zumindest einmal
Beschichtungen oder Schichten, insbesondere durch Metallisierung gebildete Schichten,
aneinandergrenzen oder aneinander anliegen. Bevorzugt grenzen zumindest einmal Beschichtungen,
insbesondere in Form von durch Metallisierung gebildeten Schichten, direkt aneinander.
[0059] Bei aneinandergrenzenden oder aneinander anliegenden durch Metallisierung gebildeten
Schichten ist die Wahrscheinlichkeit, dass zwei gasdurchlässige Fehlstellen in den
verschiedenen Schichten überlappen minimal. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit, dass
Gasmoleküle auf direktem Weg durch überlappende Fehlstellen durch beide aneinandergrenzenden
durch Metallisierung gebildete Schichten durchtreten drastisch vermindert und die
Barrierewirkung maximal. Somit ist das Prinzip des "Tortuous-Path" realisiert.
[0060] Vorzugsweise sind gasdurchlässige Fehlstellen in einer durch Metallisierung gebildeten
Schicht durch die angrenzende oder anliegende durch Metallisierung gebildete Schicht
im Wesentlichen verschlossen und/oder hinreichend abgedichtet, derart, dass das Durchtreten
von Gasmolekülen durch die Fehlstellen im Vergleich zu nicht aneinander grenzenden
durch Metallisierung gebildete Schichten reduziert ist.
[0061] Die im Zusammenhang mit aneinandergrenzenden oder aneinander anliegenden durch Metallisierung
gebildeten Schichten genannten Vorteile gelten für alternative Beschichtungen oder
Schichten gleichermaßen.
[0062] Im Sinne der Erfindung sind verschiedene Aufbauten der Polymerfolie denkbar. Vorzugsweise
weist in einem dreilagigen Aufbau mit einer mittleren und zwei äußeren Lagen die mittlere
Lage eine einseitige Beschichtung, insbesondere in Form einer durch Metallisierung
gebildeten Schicht, auf. Die äußeren Lagen weisen vorzugsweise beidseitig eine Beschichtung,
insbesondere in Form von durch Metallisierung gebildeten Schichten, auf.
[0063] Es kann alternativ im Sinne der Erfindung auch vorgesehen sein, dass in einem dreilagigen
Aufbau der Polymerfolie alle drei Lagen eine beidseitige Beschichtung, insbesondere
in Form von durch Metallisierung gebildeten Schichten, aufweisen.
[0064] Die einzelnen Lagen der Polymerfolie, die, wie zuvor beschrieben, Beschichtungen,
insbesondere in Form von durch Metallisierung gebildeten Schichten, aufweisen, werden
vorzugsweise mit einer Klebeschicht stoffschlüssig miteinander verbunden. Die Klebeschicht
weist bevorzugt eine Dicke von ca. 4 µm oder weniger, insbesondere eine Dicke von
ca. 3 µm oder weniger, auf.
[0065] Vorzugsweise weist/weisen die Polymerfolie und/oder die einzelnen Lagen der Polymerfolie
eine Dicke im Bereich von ca. 5 µm bis ca. 150 µm, bevorzugt von ca. 5 µm bis ca.
60 µm auf. Insbesondere liegt die Dicke im Bereich von ca. 10 µm bis ca. 60 µm. Eine
Dicke von ca. 5 µm ist oft ausreichend, damit die Polymerfolie fest genug ist, um
sie gut handhaben zu können, während eine Dicke von ca. 150 µm, insbesondere von ca.
60 µm, immer noch dünn genug ist, damit die Polymerfolie ausreichend flexibel für
die Verarbeitung ist. Im Hinblick auf die Applizierbarkeit ist eine Polymerfolie mit
einer Dicke bis ca. 60 µm besonders von Vorteil.
[0066] Vorzugsweise weist eine durch Metallisierung gebildete Schicht eine Dicke im Bereich
von ca. 20 nm bis ca. 180 nm auf. Eine Dicke von ca. 20 nm reicht aus, damit die Schicht
ausreichend geschlossen ist und so gegen Dampfdiffusion sicher abdichtet, während
bei einer Dicke von ca. 180 nm immer noch so wenig Material, auch im Fall von Metall,
aufgebracht wird, dass der Beitrag der Dampfdiffusionssperre zur Wärmeleitfähigkeit
ausreichend gering bleibt.
[0067] Bevorzugt beträgt die Summe aller durch Metallisierung gebildeten Schichten weniger
als 1 µm. Dies hat den Vorteil, dass die Abnahme des Gesamtwärmedurchgangswiderstand
durch den Beitrag der Dampfdiffusionssperre gering ausfällt.
[0068] Die genannten bevorzugten Dicken und Summen davon gelten ebenso für Dicken von alternativen
Beschichtungen.
[0069] Bevorzugt ist/sind die Polymerfolie und/oder die Lagen der Polymerfolie aus Polyester,
insbesondere Polyethylenterephthalat (PET) und/oder Polybutylenterephthalat (PBT),
Polyolefin, insbesondere Polyethylen (PE) und/oder Polypropylen (PP), Cycloolefincopolymere
(COC), Polyether, Polyketon, Polyurethan, Polycarbonat, Vinylpolymer, insbesondere
Polystyrol (PS), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Ethylenvinylalkohol (EVOH) und/oder
Polyvinylchlorid (PVC), Polyamid (PA), Silikon, Polyacrylnitril, Polymethylmethacrylat
(PMMA), Polyhalogenolefin, insbesondere Polychlorthrifluorethylen (PCTFE) und/oder
Polytetrafluorethylen (PTFE), flüssigkristallinem Polymer und Blends aus diesen Materialien
gefertigt.
[0070] In einer zweiten bevorzugten Ausführungsform ist die Dampfdiffusionssperre aus einem
ultradünnen Glasband gefertigt.
[0071] Vorzugsweise weist das ultradünne Glasband eine Dicke von ca. 100 µm oder weniger
auf. Ein Glasband mit einer Dicke von ca. 100 µm oder weniger ist ausreichend flexibel,
um eine reduzierte Bruchanfälligkeit bei der Verarbeitung des Abstandhalters zu einem
Rahmen aufzuweisen.
[0072] Besonders bevorzugt weist das ultradünne Glasband eine Dicke von ca. 25 µm bis ca.
100 µm auf. Eine Dicke von ca. 25 µm reicht bereits aus, um das ultradünne Glasband
in der Fertigung handhaben zu können, während ein ultradünnes Glasband mit einer Dicke
von ca. 100 µm immer noch ausreichend flexibel für die Verarbeitung des Abstandhalters
zu einem Rahmen ist.
[0073] Anders als im Stand der Technik wird das ultradünne Glasband vorzugsweise als Dampfdiffusionssperre
verwendet, ohne dass dieses durch eine einteilige Außenwand aus Kunststoff gestützt
sein muss.
[0074] Gegebenenfalls kann das ultradünne Glasband zusammen mit einer Klebefolie am Profilkörper
appliziert sein.
[0075] Durch die abgekröpften Endbereiche der ersten und zweiten Seitenwand bzw. durch die
ersten und zweiten Wandabschnitte der Außenwand kann das ultradünne Glasband ebenfalls
in ausreichendem Maße unterstützt werden. So können dessen schlecht wärmeleitenden
Eigenschaften genutzt werden, ohne dass eine Unterstützung des ultradünnen Glasbandes
durch eine durchgängig geschlossene Außenwand und somit ein erhöhter Materialeinsatz
nötig wird.
[0076] Bei Ausführungsformen, bei denen die Dampfdiffusionssperre aus einem ultradünnen
Glasband gefertigt ist, können Dampfdiffusionssperre und die Glasscheiben der Isolierglasscheibe
aus dem gleichen Materialtyp hergestellt sein. Die Auswahl eines geeigneten Dichtstoffs
zur Verklebung von Abstandhalter und Glasscheiben wird dadurch erleichtert. Dies hat
den Vorteil, dass die Haftung der außenliegenden Abstandhalteroberfläche gegenüber
dem Dichtstoff verbessert wird.
[0077] Aufgrund der extrem geringen Dicke des ultradünnen Glasbandes verträgt es die Beanspruchung
durch ein mögliches Biegen besser als ein dickeres Glasband. So kann ein zunächst
planares ultradünnes Glasband an die Form des Abstandhalters angepasst werden, ohne
zu zerbrechen. Ein planares ultradünnes Glasband mit einer Dicke von ca. 25 µm besitzt
beispielsweise einen minimalen Biegeradius von ca. 2 bis 3 mm. Dieser auf der Innenseite
der Biegestelle definierte minimale Biegeradius gibt an, mit welchem minimalen Radius
ein Werkteil ohne zu brechen oder Rissbildung gebogen werden kann.
[0078] Besonders bevorzugt weist das ultradünne Glasband einen minimalen Biegeradius von
ca. 5 mm bis ca. 8 mm auf.
[0079] Vorzugsweise weisen die Seitenwände im Inneren des Profilkörpers in Bereichen, in
denen die Seitenwände in die abgekröpften Endbereiche übergehen, eine erhöhte Wanddicke
zur Anpassung der Geometrie an herkömmliche Eckverbinder auf. Die Modifikation der
Wandstärke in Bereichen der Seitenwand hat den Vorteil, dass der Abstandhalter einerseits
stabilisiert wird und zur Verarbeitung in einem Rahmen Eckverbinder besser aufnehmen
kann, andererseits bleibt der Wärmedurchgangswiderstand im Wesentlichen unbeeinflusst.
[0080] Bevorzugt weist der Profilkörper im Inneren an den Seitenwänden und/oder an der Außenwand
Rippen auf. Die Rippen ermöglichen ebenfalls eine Anpassung an die Form von existierenden
Eckverbindern, so dass die Eckverbinder, insbesondere auch bei Ausführungsformen,
die auch eine erhöhte Wanddicke der Seitenwände aufweisen, in den Hohlraum des erfindungsgemäßen
Abstandhalters im Klemmsitz gehalten werden können.
[0081] Bevorzugt weist der Profilkörper in Wandbereichen der Seitenwände benachbart zu deren
abgekröpften Endbereichen, eine verminderte Wanddicke zur Bildung von Gelenkstellen
auf. Die als Gelenkstellen ausgebildeten Wandbereiche sind bevorzugt im Inneren des
Profilkörpers als Nuten ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass beim Biegen des erfindungsgemäßen
Abstandhalters zu einem Rahmen auch an den Ecken die bevorzugt im Querschnitt senkrecht
zur Längsrichtung Trapez-förmige Geometrie des Abstandhalters erhalten werden kann.
[0082] Insbesondere sind die als Gelenkstellen ausgebildeten Wandbereiche im Inneren des
Profilkörpers als Nuten ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass sich die Seitenwände
des erfindungsgemäßen Abstandhalters beim Biegen des Abstandhalters nicht zum Inneren
des Profilkörpers neigen müssen und so die Seitenwände auch in den Ecken des Abstandhalters
ausreichend planar sind um im eingebauten Zustand in der Isolierglasscheibe in Kontakt
zu den Glasscheiben bleiben können.
[0083] Darüber hinaus lässt sich über die Ausbildung der Gelenkstellen der Wärmedurchgangswiderstand
des Abstandhalters erhöhen.
[0084] Vorzugsweise ist in der Innenwand ein erstes und ein zweites Verstärkungselement
parallel zur Längsrichtung des Abstandhalterprofils angeordnet, wobei das erste Verstärkungselement
in einem ersten Abschnitt der Innenwand benachbart zur ersten Seitenwand angeordnet
ist, und wobei das zweite Verstärkungselement in einem zweiten Abschnitt der Innenwand
benachbart zur zweiten Seitenwand angeordnet ist. Dies hat den Vorteil, dass die Längssteifigkeit
des Abstandhalters erhöht sein kann und der erfindungsgemäße Abstandhalter einfacher
zu einem Rahmen verarbeitet werden kann.
[0085] Bevorzugt weisen die Verstärkungselemente einen Abstand zu den jeweiligen Seitenwänden
auf, der ca. 5 bis ca. 40 %, bevorzugt ca. 10 bis ca. 30 %, des Abstands zwischen
den Seitenwänden entspricht. In diesen Positionen kann die Stabilisierung des Abstandhalters
durch die Verstärkungselemente maximiert werden.
[0086] Insbesondere sind die Verstärkungselemente drahtförmig, gegebenenfalls auch als Flachdraht,
ausgebildet.
[0087] Drähte sind häufig aus einem Metall mit vergleichsweise hoher Wärmeleitfähigkeit
gefertigt. Der Einsatz von Drähten im Vergleich zu Blechen kann die Abnahme des Wärmedurchgangswiderstands
durch die Verstärkungselemente minimieren, da Drähte typischerweise eine kleinere
Ausdehnung in Richtung der Wärmeleitung als Bleche aufweisen.
[0088] Vorzugsweise weist die Innenwand im Bereich der Verstärkungselemente sich in Richtung
des vom Abstandhalter gebildeten Hohlraums erstreckende Vorsprünge auf, welche eine
größere Wanddicke aufweisen als die benachbarten Bereiche der Innenwand. Die größere
Wanddicke entspricht vorzugsweise ca. der Summe der Dicke der Verstärkungselemente,
senkrecht zur Oberfläche der Innenwand gemessen, und der Dicke der benachbarten Bereiche
der Innenwand. Die Vorsprünge sind im Wesentlichen der Kontur der Verstärkungselemente
angepasst. Dies hat den Vorteil, dass auch Verstärkungselemente mit größeren Durchmessern
in die Innenwand eingebettet und fest verankert sein können. Die Bereiche mit größeren
Wanddicken der Innenwand können dem Abstandhalter zusätzliche Stabilität verleihen.
Diese Ausführungsform hat weiterhin den Vorteil, dass der Abstandhalter einfacher
zu Eckbereichen gebogen werden kann. Die Gefahr, dass die ersten und zweiten Verstärkungselemente
im Inneren des Profilkörpers beim Biegen aus dem Kunststoffmaterial heraustreten,
kann bei dieser Ausführungsform minimiert werden.
[0089] Bevorzugt basiert das erste Kunststoffmaterial des Profilkörpers auf Polyolefin,
insbesondere Polypropylen (PP), Polycarbonat (PC), Polyvinylchlorid (PVC), Styrol-Acrylnitril-Copolymer
(SAN), Polyphenylenether (PPE), Polyester, insbesondere Polyethylenterephthalat (PET),
Polyamid (PA) und/oder Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS), sowie auf Blends
dieser Materialien.
[0090] Dies hat den Vorteil, dass der erfindungsgemäße Abstandhalter beispielsweise durch
Biegen oder Schweißen gut zu einem Rahmen verarbeitet werden kann. Darüber hinaus
kann er eine optimierte Schlagzähfestigkeit bei mechanischer Belastung aufweisen.
[0091] Bevorzugt weist das erste Kunststoffmaterial gemäß einer ersten Variante einen Gehalt
von ca. 1 Gew.% bis ca. 80 Gew.%, insbesondere einen Gehalt von ca. 30 Gew.% bis ca.
50 Gew.%, an Verstärkungsfasern auf. Dies hat den Vorteil, dass die Steifigkeit des
Abstandhalters erhöht sein kann und Abstandhalter mit geringeren Wanddicken hergestellt
werden können, die mit verringertem Materialeinsatz eine ausreichende Steifigkeit
aufweisen. Weiterhin kann der Abstandhalter mit Verstärkungsfasern gut durch Schweißen
verarbeitet werden.
[0092] Als Verstärkungsfasern kommen vorzugsweise Fasern in Form von polymeren Fasern, Kohlenstofffasern
und/oder Fasern aus anorganischen Materialien zum Einsatz.
[0093] Polymere Fasern sind bevorzugt aus thermoplastischen Polymeren, wie zum Beispiel
Plexiglas, Polyolefine, Polyamid und Polyester und/oder Fasern aus nichtschmelzenden
Polymeren, wie zum Beispiel nichtschmelzenden Polyamiden, insbesondere Aramiden (z.B.
Kevlar®) gefertigt. Zur Erhöhung der Festigkeit können die Fasern aus thermoplastischen
Polymeren längs gereckt und damit verfestigt werden.
[0094] Fasern aus anorganischen Materialien sind vorzugsweise aus metallischen Fasern, beispielsweise
Stahlfasern und/oder Glasfasern, insbesondere Langglasfasern, gefertigt. Als anorganische
Fasern können aber auch Mineralfasern, Keramikfasern, Basaltfasern, Borfasern und/oder
Kieselsäurefasern verwendet werden.
[0095] Die Fasern liegen bevorzugt als Einzelfasern, Faserstränge (Rovings), Filze, Gewebe,
Gewirke und/oder Gelege vor.
[0096] In Ausführungsformen mit Fasersträngen, sind die Faserstränge vorzugsweise in der
Außenwand und der Innenwand des Abstandhalters symmetrisch angeordnet. Die Verwendung
von Fasersträngen, auch sogenannte Rovings, hat den Vorteil, dass die Längssteifigkeit
und die Torsionssteifigkeit des Abstandhalters erhöht werden können.
[0097] Des Weiteren können die Verstärkungselemente in der Außenwand in Form von Schlaufen/Bögen
oder in einem Zick-Zack-Muster eingelegt werden. Dies hat den Vorteil, dass die Verstärkungselemente
die Torsionssteifigkeit des Abstandhalters weiter erhöhen. Alternativ können die Verstärkungselemente
nicht in die Wand eingearbeitet, sondern beim Aufkleben der Dampfdiffusionssperre
zwischen diese und den Profilkörper geklebt werden.
[0098] Gemäß einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Abstandhalters, die
Faserstränge aufweist, ist der Profilkörper bevorzugt frei von weiteren Verstärkungsfasern
ausgebildet. Dies hat den Vorteil, dass das Gewicht des Abstandhalters im Vergleich
zu einer Ausführungsform mit zusätzlichen Verstärkungsfasern reduziert und der Wärmedurchgangswiderstand
verbessert werden kann.
[0099] Gegebenenfalls kann bei einer ausreichenden mechanischen Festigkeit des Profilkörpers
auch auf Versteifungsfasern, insbesondere Glasfasern, verzichtet werden.
[0100] In einer Ausführungsform mit drahtförmigen Verstärkungselementen ist der Abstandhalter
bevorzugt frei von Verstärkungsfasern ausgebildet. Die Steifigkeit, die in anderen
Ausführungsformen durch Verstärkungsfasern generiert werden kann, kann in dieser Ausführungsform
durch die Verstärkungselemente gegeben sein.
[0101] Vorzugsweise weist das erste Kunststoffmaterial als Füllstoff Naturfasern auf. Insbesondere
werden hierbei Kokosfasern, Hanffasern, Sisalfasern, Holzfasern und/oder Flachsfasern
eingesetzt. Naturfasern dienen weniger der Verstärkung des Abstandhalters, sondern
können einen höheren Wärmedurchgangswiderstand im Vergleich zu Kunststoffmaterialien
ohne Naturfasern ermöglichen. Darüber hinaus kann in dieser Ausführungsform Kunststoffmaterial
eingespart werden. Auch eine besonders ökologische Herstellung des Abstandhalters
ist unter Verwendung von Naturfasern realisierbar.
[0102] Trotzdem können Naturfasern, beispielsweise aus Kokos, Hanf, Sisal, Holz oder Flachs,
auch als Verstärkungsfasern verwendet werden.
[0103] Eine weitere Möglichkeit, die ökologische Herstellung des erfindungsgemäßen Abstandhalters
zu gewährleisten, kann in einer Ausführungsform realisiert werden, in der vorzugsweise
als erstes Kunststoffmaterial Recyclate, insbesondere aus Polycarbonat und/oder Polyester,
insbesondere PET, eingesetzt werden und/oder der Abstandhalter aus einem biologisch
abbaubaren Polymermaterial, insbesondere niedermolekulares Polyamid, gefertigt ist.
Recyclate sind im Sinne der Beschreibung der Erfindung bereits mindestens einmal verarbeitete
Kunststoffmaterialien, die in einem Recycling-Prozess wiederaufbereitet wurden.
[0104] Vorzugsweise können Abstandhalter eine Innenwand aufweisen, die in Bereichen direkt
benachbart zu den Seitenwänden verglichen mit der Wanddicke der Vorsprünge eine verminderte
Dicke aufweist. Auch diese Bereiche mit verminderter Wanddicke bilden Gelenkstellen
aus, die bei einer Druckbelastung des Abstandhalters beim Biegen der Ecken des Rahmens
einer Verformung der Seitenwände und damit einer verminderten Auflagefläche an den
Glasscheiben entgegenwirken können.
[0105] Dies gilt insbesondere dann, wenn erste und zweite Verstärkungselemente in der Innenwand
angeordnet sind.
[0106] Bevorzugt ist der Profilkörper mindestens in Teilbereichen der Innen- und Seitenwände
porös, insbesondere geschlossenporig, ausgebildet. Somit kann das Gewicht des Abstandhalters
reduziert sowie dessen Wärmedurchgangswiderstand erhöht werden. Vorzugsweise umfasst
das erste Kunststoffmaterial Additive, insbesondere ausgewählt aus Füllstoffen, Pigmenten,
Lichtschutzmitteln, Schlagzähmodifiern, Antistatika und/oder Flammschutzmitteln. Dies
hat den Vorteil, dass zum einen das Aussehen des erfindungsgemäßen Abstandhalters
optimiert werden kann und zum anderen seine Eigenschaften an die spezifischen Anforderungen
angepasst werden können.
[0107] Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
eines erfindungsgemäßen Abstandhalters, umfassend
- Bereitstellen des Profilkörpers, welcher einen Grundkörper mit einem im Wesentlichen
U-förmigen Querschnitt aufweist,
- Bereitstellen der Dampfdiffusionssperre,
- Ausrichten der Dampfdiffusionssperre zur Längsrichtung des Profilkörpers, und
- Verbinden der Dampfdiffusionssperre mit den Seitenwänden und gegebenenfalls mit der
Außenwand des Profilkörpers.
[0108] Die aus einem Flächenmaterial gefertigte Dampfdiffusionssperre, insbesondere ausgewählt
aus einer Polymerfolie und einem ultradünnen Glasband, kann in einer planaren Form
auf einer Spule aufgerollt, insbesondere als Endlosmaterial, bereitgestellt werden.
[0109] Die Dampfdiffusionssperre wird mit den Seitenwänden des Profilkörpers und verklebt.
Vorzugsweise wird zur Verklebung der Dampfdiffusionssperre mit dem Profilkörper zuvor
eine Klebeschicht auf die Seitenwände aufgebracht. Die Klebeschicht hat den Vorteil,
dass durch sie eine stoffschlüssige Verbindung zwischen Profilkörper und Dampfdiffusionssperre
erzeugt werden kann.
[0110] Bevorzugt wird gemäß einer weiteren Variante als Dampfdiffusionssperre ein ultradünnes
Glasband verwendet.
[0111] Vor dem Verbinden mit dem Profilkörper wird das ultradünne Glasband auf eine Umformtemperatur
erwärmt. Die Umformtemperatur wird vorzugsweise so gewählt, dass das ultradünne Glasband
plastisch umformbar ist.
[0112] Insbesondere wird das Glasband auf eine Temperatur im Bereich von ca. 350 °C bis
ca. 550 °C erwärmt, bevor es der Umformung unterworfen wird. Eine Temperatur von ca.
350 °C reicht aus, um das ultradünne Glasband umformbar zu machen, während die Viskosität
des ultradünnen Glasbandes noch gering genug ist, um die Umformung plastisch durchführen
zu können.
[0113] Das ultradünne Glasband wird bei einer Temperatur im Bereich der Umformtemperatur
mit einem Umformwerkzeug vorzugsweise im Wesentlichen in eine U-Form gebracht, wobei
die U-Form einen mittleren Abschnitt und zwei daran anschließende Randabschnitte umfasst.
Die Randabschnitte sind im Wesentlichen parallel zueinander beabstandet angeordnet.
[0114] Vorzugsweise wird das Umformwerkzeug aus mehreren Rollenpaaren gebildet, wobei das
Glasband beim Durchziehen zwischen diesen Rollenpaaren im Wesentlichen in eine U-Form
gebracht wird.
[0115] Vorzugsweise wird das Umformwerkzeug erwärmt, so dass die Temperatur des Umformwerkzeuges
im Bereich von ca. 350 °C bis ca. 550 °C liegt.
[0116] Bevorzugt wird die Temperatur des Umformwerkzeuges während des Umformens bei ca.
350 °C oder mehr gehalten. So wird ein verfrühtes Erstarren des ultradünnen Glasbandes
verhindert.
[0117] Vorzugsweise beträgt die Temperatur des Umformwerkzeuges während des Umformens des
ultradünnen Glasbandes nicht mehr als ca. 550 °C, so dass das ultradünne Glasband
noch plastisch umformbar ist und nicht eine viskose Masse bildet.
[0118] Die Übereinstimmung der Form des umgeformten ultradünnen Glasbandes mit Teilen der
Kontur des Profilkörpers ermöglicht das Verbinden in einem mechanisch im Wesentlichen
spannungsfreien Zustand des Glasbandes.
[0119] Das ultradünne Glasband wird im erwärmten Zustand von außen auf die Seitenwände des
Profilkörpers spannungsfrei aufgebracht.
[0120] Wenn ein planares Glasband durch elastisches Verformen im kalten Zustand mit dem
Profilkörper verbunden werden würde, würden nach dem Verbinden Kräfte auf das ultradünne
Glasband wirken. Durch das Umformen des Glasbandes können diese Kräfte im ultradünnen
Glasband zumindest drastisch vermindert werden und das ultradünne Glasband kann im
Wesentlichen spannungsfrei aufgebracht werden.
[0121] Darüber hinaus kann durch das Umformen das Risiko, dass sich das ultradünne Glasband
aufgrund darauf einwirkender Kräfte vom Profilkörper ablöst, minimiert werden.
[0122] Nach dem Umformen wird das ultradünne Glasband auf ca. 20 bis ca. 50 °C abgekühlt.
[0123] Nach dem Abkühlen des ultradünnen Glasbandes weist das ultradünne Glasband die zuvor
beschriebene U-Form mit zwei im Wesentlichen parallel zueinander angeordneten Randabschnitten
und einem Mittelteil dauerhaft auf, welche das Verbinden mit dem Profilkörper erleichtert.
[0124] Vor dem Aufbringen auf den Profilkörper wird das umgeformte U-förmige ultradünne
Glasband elastisch verformt, wobei die parallelen Randabschnitte elastisch voneinander
weg gebogen werden.
[0125] Das ultradünne Glasband weist nach dem Umformen einen Querschnitt auf, der Teilen
der Kontur des Profilkörpers entspricht. Durch die elastische Verformung der U-Form
kann verhindert werden, dass sich die Randabschnitte des ultradünnen Glasbandes im
Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung im selben Abstand zueinander wie die Außenseiten
der Seitenwände des Profilkörpers befinden. So kann vermieden werden, dass Scherkräfte
entstehen, die entstehen würden, wenn die Randabschnitte des unverformten Glasbandes
über die gegebenenfalls mit einer Klebeschicht versehenen Seitenwände geschoben werden
würden. Ohne diese Scherkräfte wird das Verbinden des ultradünnen Glasbands mit dem
Profilkörper erleichtert.
[0126] Das elastisch verformte Glasband wird auf dem gegebenenfalls mit der Klebeschicht
versehenen Profilkörper positioniert, derart, dass die Randabschnitte jeweils an der
ersten und zweiten Seitenwand anliegen oder gegebenenfalls der mittlere Teil an der
Außenwand anliegt.
[0127] Durch die elastische Verformung des ultradünnen Glasbandes legen sich die Randabschnitte
des ultradünnen Glasbandes beim Zurückführen in die U-Form an die entsprechenden Flächen
des Profilkörpers an, ohne dass eine Scherbeanspruchung der gegebenenfalls vorhandenen
Klebeschicht eintritt.
[0128] Das elastisch verformte ultradünne Glasband wird nach dem Positionieren auf dem Profilkörper
in seine U-Form zurückgeführt, wobei die Randabschnitte in einem im Wesentlichen spannungsfreien
Zustand an den Seitenwänden anliegen und der mittlere Teil gegebenenfalls an der Außenwand
anliegt.
[0129] Diese und weitere Vorteile der Erfindung werden im Folgenden anhand der Zeichnungen
noch näher erläutert. Es zeigen im Einzelnen:
- Figur 1:
- eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters in seiner Einbausituation
in einer Isolierglasscheibe ;
- Figur 2:
- eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters in seiner Einbausituation
in einer Isolierglasscheibe ;
- Figur 2A:
- eine Variante einer Polymerfolie als Dampfdiffusionssperre des erfindungsgemäßen Abstandhalters;
- Figur 3:
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters;
- Figur 3A und 3B:
- weitere Varianten der Dampfdiffusionssperre eines erfindungsgemäßen Abstandhalters;
und
- Figur 4:
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters.
[0130] Figur 1 zeigt einen Randabschnitt einer Isolierglasscheibe 10 mit einer ersten und
einer zweiten Glasscheibe 12, 14 sowie einem erfindungsgemäßen Abstandhalter 50, der
die Scheiben 12, 14 auf Abstand hält, in einem Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung
des Abstandhalters 50.
[0131] Die ersten und zweiten Glasscheiben 12, 14 sind mittels eines primären Butyl-Dichtstoffs
16 mit dem Abstandhalter 50 verklebt. Im eingebauten Zustand umschließen die Glasscheiben
12, 14 und der zu einem Rahmen gebogene Abstandhalter 50 einen Scheibenzwischenraum
20, von dem hier nur ein Teilbereich gezeigt ist.
[0132] Der erfindungsgemäße Abstandhalter 50 umfasst einen aus einem ersten Kunststoffmaterial
gefertigten Profilkörper 52, welcher einen Grundkörper mit einem im Wesentlichen U-förmigen
Querschnitt aufweist. Der Profilkörper 52 wird typischerweise in einem Extrusionsverfahren
einstückig hergestellt. Im vorliegenden Fall ist der Profilkörper 52 aus Polypropylen
(PP), insbesondere einem Polypropylen-Homopolymer, hergestellt.
[0133] Das erste Kunststoffmaterial umfasst vorzugsweise Hanffasern. Naturfasern in Form
von Hanffasern können den Wärmedurchgangswiderstand im Vergleich zu Kunststoffmaterialien
ohne Naturfasern erhöhen.
[0134] Der Profilkörper 52 umfasst erste und zweite parallel zueinander angeordnete Seitenwände
54, 56 sowie eine sich von der ersten Seitenwand 54 bis zur zweiten Seitenwand 56
erstreckende Innenwand 60. Die erste und die zweite Seitenwand 54, 56 weisen von der
Innenwand 60 beabstandet jeweils ein freies Ende 62, 64 auf.
[0135] Der Abstandhalter 50 umfasst ferner eine sich von der ersten Seitenwand 54, deren
freiem Ende 62 über das freie Ende 64 zur zweiten Seitenwand 56 erstreckende Dampfdiffusionssperre
70 aus einem schlecht wärmeleitenden Flächenmaterial. Die Dampfdiffusionssperre 70
erstreckt sich im Bereich zwischen den freien Enden 62, 64 der Seitenwände 54, 56
im Wesentlichen parallel zur Innenwand 60 in einem von den Seitenwänden 54, 56 vorgegebenen
Abstand.
[0136] Das schlecht wärmeleitende Flächenmaterial, aus dem die Dampfdiffusionssperre 70
gefertigt ist, ist von dem ersten Kunststoffmaterial verschieden.
[0137] Es ist im Sinne der Erfindung aber auch vorstellbar, dass das schlecht wärmeleitende
Flächenmaterial der Dampfdiffusionssperre 70 im Wesentlichen identisch mit dem ersten
Kunststoffmaterial des Profilkörpers 52 ist.
[0138] Zwischen den Glasscheiben 12, 14 wird schließlich noch auf der Außenseite der Dampfdiffusionssperre
70 ein sekundärer Dichtstoff 22 aufgetragen.
[0139] Der Abstandhalter 50 weist einen Hohlraum 80 auf, der vom Profilkörper 52 und der
Dampfdiffusionssperre 70 umschlossen ist. An der der Innenwand 60 gegenüberliegenden
Seite ist der Hohlraum 80 nur von der Dampfdiffusionssperre 70 begrenzt.
[0140] Der Hohlraum 80 ist über Perforationsöffnungen 90 in der Innenwand 60 mit dem Scheibenzwischenraum
20 verbunden.
[0141] Der Hohlraum 80 kann im eingebauten Zustand mit Trocknungsmittel gefüllt sein (nicht
gezeigt), welches über die Perforationsöffnungen 90 Wasserdampf oder Feuchtigkeit
aus dem Scheibenzwischenraum 20 aufnehmen kann.
[0142] Figur 2 zeigt einen weiteren erfindungsgemäßen Abstandhalter 150 im eingebauten Zustand
in einer Isolierglasscheibe 100. Die Isolierglasscheibe 100 ist in einem Querschnitt
senkrecht zur Längsrichtung des Abstandhalters 150 gezeigt. Die dargestellte Isolierglasscheibe
100 umfasst neben dem erfindungsgemäßen Abstandhalter 150 eine erste und eine zweite
Glasscheibe 102, 104.
[0143] Die Glasscheiben 102, 104 sind mit dem Abstandhalter 150 unter Verwendung eines primären
Dichtstoffs verklebt (nicht gezeigt). Der zu einem Rahmen gebogene Abstandhalter 150
und die Glasscheiben 102, 104 umschließen im verbauten Zustand der Isolierglasscheibe
100 einen Scheibenzwischenraum 108, der hier nur ausschnittsweise gezeigt ist.
[0144] Der Abstandhalter 150 umfasst einen aus unter Verwendung eines ersten Kunststoffmaterials
gefertigten Profilkörper 152, welcher einen Grundkörper mit einem im Wesentlichen
U-förmigen Querschnitt aufweist.
[0145] Der Profilkörper 152 umfasst eine erste und eine zweite Seitenwand 154, 156, die
parallel zueinander angeordnet sind, sowie eine sich von der ersten Seitenwand 154
bis zur zweiten Seitenwand 156 erstreckende Innenwand 160. Die ersten und die zweiten
Seitenwände 154, 156 weisen von der Innenwand beabstandet jeweils ein freies Ende
162, 164 mit einem abgekröpften Endbereich 166, 168 auf.
[0146] Der Profilkörper 152 wird typischerweise in einem Extrusionsverfahren einstückig
hergestellt.
[0147] Die abgekröpften Endbereiche 166, 168 sind gegeneinander geneigt ausgerichtet und
voneinander beabstandet. Im vorliegenden Fall sind die abgekröpften Endbereiche 166,
168 der ersten und der zweiten Seitenwand 154, 156 in einem stumpfen Winkel von ca.
135° zur jeweils benachbarten Seitenwand 154, 156 ausgebildet. Die abgekröpften Endbereiche
166, 168 sind vorliegend planar ausgebildet.
[0148] Durch die abgekröpften Endbereiche 166, 168, die im Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung
des Profilkörpers 152 gesehen einen stumpfen Winkel (im vorliegenden Fall ca. 135°)
zur jeweilig benachbarten Seitenwand 154, 156 und einen spitzen Winkel (im vorliegenden
Fall ca. 55°) zur Innenwand 160 aufweisen, wird zu den Glasscheiben 102, 104 hin jeweils
ein im Querschnitt ungefähr Dreieck-förmiges Volumen geschaffen, das den sekundären
Dichtstoff 106 aufnehmen kann.
[0149] Die im Querschnitt Dreieck-förmigen Volumina erlauben gegenüber der Einbausituation
des Abstandhalters 50 der Isolierglasscheibe 10 der Figur 1 die Realisierung erheblich
größerer Kontaktflächen des sekundären Dichtstoffs 106 sowohl auf Seiten der Glasscheiben
102, 104 als auch auf Seiten des Abstandhalters 150, so dass eine erheblich verbesserte
Versiegelung des Randbereichs der Isolierglasscheibe 100 erzielt wird.
[0150] Der Abstandhalter 150 umfasst ferner eine sich von der ersten Seitenwand 154 zur
zweiten Seitenwand 156 erstreckende Dampfdiffusionssperre 170, die aus einem Flächenmaterial
gefertigt ist und schlecht wärmeleitend ist. Die Dampfdiffusionssperre 170 ist zwischen
den freien Enden 162, 164 der Seitenwände 154, 156 im Wesentlichen parallel zur Innenwand
160 und von dieser beabstandet angeordnet.
[0151] Der Abstandhalter 150 umfasst eine von der Innenwand 160 beabstandete Außenwand 180,
wobei die Außenwand 180 in einer ersten Variante einen ersten und einen zweiten Wandabschnitt
182, 184 umfasst, die parallel voneinander beabstandet angeordnet sind. Die ersten
und zweiten Wandabschnitte 182, 184 sind mit dem jeweiligen freien Ende 162, 164 der
ersten bzw. zweiten Seitenwand 154, 156 verbunden und erstrecken sich von der jeweiligen
Seitenwand 154, 156 weg und zueinander hin. Die ersten und zweiten Wandabschnitte
182, 184 sind im Wesentlichen parallel zur Innenwand 160 ausgerichtet angeordnet.
[0152] Die ersten und zweiten Wandabschnitte 182, 184 weisen vorliegend im Wesentlichen
die gleiche Ausdehnung quer zur Längsrichtung des Abstandhalters 100 auf und sind
im Wesentlichen planar.
[0153] Der Profilkörper 152 umschließt mit der Dampfdiffusionssperre 170 einen Hohlraum
190. Dieser Hohlraum 190 ist über regelmäßig angeordnete Perforationsöffnungen 192
in der Innenwand 160 mit dem Scheibenzwischenraum 108 verbunden.
[0154] Der Hohlraum 190 kann im eingebauten Zustand des Abstandhalters 150 in der Isolierglasscheibe
100 Trocknungsmittel aufnehmen, welches Feuchtigkeit bzw. Wasserdampf aus dem Scheibenzwischenraum
108 binden kann.
[0155] Das erste Kunststoffmaterial, unter Verwendung dessen der Profilkörper 152 vorzugsweise
einstückig gefertigt ist, ist im vorliegenden Fall Polypropylen (PP) und weist vorzugsweise
einen Glasfaseranteil von 40 Gew.% auf. Das Kunststoffmaterial ist vorzugsweise geschäumt,
wodurch das durch den Glasfaseranteil erhöhte Gewicht und die durch den Glasfaseranteil
erhöhte Wärmeleitfähigkeit ausgeglichen werden können. Insbesondere ist das erste
Kunststoffmaterial geschlossenporig ausgebildet.
[0156] Figur 2A zeigt den in Figur 2 mit 2A gekennzeichneten Ausschnitt. Es ist eine mögliche
Variante einer dreilagigen Polymerfolie 171 als Dampfdiffusionssperre 170 des erfindungsgemäßen
Abstandhalters im Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung des Abstandhalters 150 gezeigt.
Außerdem ist ein Dichtstoff 106 dargestellt, mittels dessen Glasscheiben 102, 104
und Abstandhalter 150 in der in Fig. 2 gezeigten Einbausituation in eine Isolierglasscheibe
100 miteinander verklebt sind.
[0157] Die Dampfdiffusionssperre 170 ist vorzugsweise stoffschlüssig mit den Seitenwänden
154, 156 und mit der Außenwand 180 verbunden.
[0158] Die Polymerfolie 171 weist im vorliegenden Fall drei Lagen 172, 173, 174 auf, welche
jeweils mit einer Dicke von ca. 12 µm aus Polyethylenterephthalat (PET) ausgebildet
sind. Die innenliegende, vom Dichtstoff 106 weg weisende Lage 172 und die außenliegende,
zum Dichtstoff 106 hin weisende Lage 174 der Polymerfolie 171 weisen jeweils beidseitig
eine durch Metallisierung gebildete Schicht 175 auf. Die innenliegende Lage 173 der
Polymerfolie 171 weist eine einseitige durch Metallisierung gebildete Schicht 175
auf. Die durch Metallisierung gebildeten Schichten 175 sind im vorliegenden Fall aus
Aluminium und mit einer Dicke von ca. 80 nm ausgebildet.
[0159] Vorliegend ist die aus einem schlecht wärmeleitenden Flächenmaterial gefertigte Dampfdiffusionssperre
170 aus einem von dem ersten Kunststoffmaterial verschiedenen Flächenmaterial gefertigt.
[0160] Es ist im Sinne der Erfindung aber auch denkbar, dass die Dampfdiffusionssperre 170
oder die Lagen 172, 173, 174 der als Polymerfolie 171 ausgebildeten Dampfdiffusionssperre
170 aus einem Flächenmaterial gefertigt sind, welches mit dem ersten Kunststoffmaterial
des Profilkörpers 152 (vorliegend PP) im Wesentlichen identisch ist.
[0161] Alternativ zu Polypropylen können die Lagen 172, 173, 174 der Polymerfolie 171 und
der Profilkörper 152 beispielsweise aus Polyethylenterephthalat (PET) gefertigt sein.
[0162] Die durch Metallisierung gebildeten Schichten der innenliegenden Lage 173 der Polymerfolie
(mittlere Lage) und der außenliegenden Lage 174 grenzen im vorliegenden Fall direkt
aneinander und sind gegebenenfalls mit einer (nicht gezeigten) Klebeschicht miteinander
verbunden.
[0163] Es ist im Sinne der Erfindung auch vorstellbar, dass alle drei Lagen 172, 173, 174
beidseitig eine durch Metallisierung gebildete Schicht 175 aufweisen, derart, dass
sowohl zwischen der vom Dichtstoff weg weisenden Lage 172 und der innenliegenden,
mittleren Lage 173 der Polymerfolie 171 als auch zwischen der zum Dichtstoff hin weisenden
Lage 174 und der innenliegenden, mittleren Lage der Polymerfolie 173 jeweils zwei
durch Metallisierung gebildete Schichten 175 aneinandergrenzen oder aneinander anliegen
(nicht gezeigt).
[0164] Bei aneinandergrenzenden oder aneinander anliegenden durch Metallisierung gebildeten
Schichten 175 ist die Wahrscheinlichkeit, dass zwei gasdurchlässige Fehlstellen in
den verschiedenen Schichten überlappen minimal. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit,
dass Gasmoleküle auf direktem Weg durch überlappende Fehlstellen durch beide aneinandergrenzenden
durch Metallisierung gebildete Schichten 175 durchtreten drastisch vermindert und
die Barrierewirkung der Dampfdiffusionssperre 170 maximal. Somit ist das Prinzip des
"Tortuous-Path" realisiert.
[0165] Darüber hinaus werden gasdurchlässige Fehlstellen in einer durch Metallisierung gebildeten
Schicht 175 durch die angrenzende durch Metallisierung gebildete Schicht insbesondere
verschlossen oder abgedichtet.
[0166] Die äußere durch Metallisierung gebildete Schicht 175 der zum sekundären Dichtstoff
106 hin weisenden Lage 174 ermöglicht eine verbesserte Haftung zwischen Polymerfolie
171 und Dichtstoff 106, im Vergleich zu einer Polymerfolie ohne außenliegende durch
Metallisierung gebildete Schicht.
[0167] Die äußere durch Metallisierung gebildete Schicht 175 weist bevorzugt zumindest partiell
eine Oberflächenoxidation auf (nicht gezeigt), welche einen Schutz vor Korrosion und
Kratzern schafft und so eine längere Lagerung der Polymerfolie 171 ermöglicht.
[0168] Die einzelnen Lagen 172, 173, 174 der Polymerfolie 171, die im vorliegenden Fall
Beschichtungen in Form von durch Metallisierung gebildeten Schichten 175, aufweisen,
werden vorzugsweise mit einer (nicht gezeigten) Klebeschicht stoffschlüssig miteinander
verbunden. Die Klebeschicht weist bevorzugt eine Dicke von ca. 4 µm oder weniger,
insbesondere eine Dicke von ca. 3 µm oder weniger, auf.
[0169] Der in Figur 2A beschriebene Aufbau der Dampfdiffusionssperre 170 ist gleichermaßen
für die in Zusammenhang mit der Figur 1 dargestellte Dampfdiffusionssperre 70 geeignet.
[0170] Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters
in einem Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung des Abstandhalters 200. Der Profilkörper
202 des Abstandhalters 200 umfasst erste und zweite parallel zueinander angeordnete
Seitenwände 204, 206 mit freien Enden 212, 214, welche abgekröpfte Endbereiche 232,
234 aufweisen, und eine sich zwischen der ersten Seitenwand 204 und der zweiten Seitenwand
206 erstreckende Innenwand 210.
[0171] Die abgekröpften Endbereiche 232, 234 sind wie in Fig. 2 (vgl. 166, 168) gegeneinander
geneigt ausgebildet und weisen im vorliegenden Fall einen stumpfen Winkel von ca.
140° zur jeweilig benachbarten Seitenwand 204, 205 auf.
[0172] Zur Innenwand 210 beabstandet und zwischen den abgekröpften Endbereichen 232, 234
im Wesentlichen parallel zu ihr ausgerichtet erstreckt sich eine Dampfdiffusionssperre
220, die aus einem Flächenmaterial gebildet ist. Die Dampfdiffusionssperre 220 erstreckt
sich über Bereiche der Seitenwände 204, 206 sowie über die an die Seitenwände 204,
206 anschließenden abgekröpften Endbereiche 232, 234 und liegt von außen an ihnen
an.
[0173] Im vorliegenden Fall ist die Dampfdiffusionssperre 220 aus einem ultradünnen Glasband
gefertigt und weist eine Dicke von ca. 70 µm auf. Sie ist in Bereichen der Seitenwände
204, 206 bündig in den Profilkörper 202 integriert.
[0174] Die aus einem ultradünnen Glasband gefertigte Dampfdiffusionssperre 220 weist vorzugsweise
einen minimalen Biegeradius von ca. 7 mm auf.
[0175] Der Profilkörper 202 und die Dampfdiffusionssperre 220 umschließen einen Hohlraum
240, der im eingebauten Zustand in eine Isolierglasscheibe (nicht gezeigt) Trocknungsmittel
aufnehmen kann. Das Trocknungsmittel kann Wasserdampf bzw. Feuchtigkeit aus einem
von dem zu einem Rahmen verarbeiteten Abstandhalter und Glasscheiben gebildeten Scheibenzwischenraum
aufnehmen (nicht gezeigt) und so einen wasserdampf-freien Scheibenzwischenraum ermöglichen.
Der Kontakt zwischen dem mit Trocknungsmittel gefüllten Hohlraum 240 des Abstandhalters
200 und dem Scheibenzwischenraum ist durch Perforationsöffnungen 242 in der Innenwand
210 gegeben, die regelmäßig entlang der Längsrichtung des Abstandhalters 200 angeordnet
in der Innenwand 210 ausgebildet sind.
[0176] Eine zum Scheibenzwischenraum gerichtete Lage 244 der Innenwand 210 des Abstandhalters
200 ist für einen Betrachter der Isolierglasscheibe (nicht gezeigt) sichtbar. Diese
im Scheibenzwischenraum sichtbare Lage 244 des Profilkörpers 202 ist vorzugsweise
aus einem eingefärbten Kunststoffmaterial, im vorliegenden Fall aus einem Polypropylen
(PP)-Homopolymer, gefertigt. Der restliche Profilkörper 202 ist im vorliegenden Fall
aus einem Polypropylen (PP)-Copolymer gefertigt.
[0177] Die eingefärbte Lage 244 wird typischerweise mit dem restlichen Profilkörper 202
in einem Koextrusionsverfahren gefertigt. Die eingefärbte Lage 244 ermöglicht eine
zusätzliche Optimierung des Aussehens des Abstandhalters 200.
[0178] Alternativ kann insbesondere der gesamte Profilkörper 202 aus einem Recyclat, insbesondere
Polycarbonat oder PET, gefertigt sein.
[0179] Die vorliegende Ausführungsform des erfindungsgemäßen Abstandhalters 200 weist ein
erstes und ein zweites Verstärkungselement 246, 248 auf. Die Verstärkungselemente
246, 248 sind parallel zur Längsrichtung des Abstandhalters 200 in der Innenwand 210
angeordnet.
[0180] Das erste Verstärkungselement 246 ist in einem ersten Abschnitt der Innenwand 210
angeordnet, benachbart zur ersten Seitenwand 204. Das zweite Verstärkungselement 248
ist in einem zweiten Abschnitt der Innenwand 210 angeordnet, benachbart zur zweiten
Seitenwand 206, wobei die Verstärkungselemente 246, 248 einen definierten Abstand
von ihrem Mittelpunkt bzw. ihrem geometrischen Schwerpunkt parallel zur Innenwand
210 zu der jeweiligen Seitenwand 204, 206 einhalten, bezogen auf einen Abstand zwischen
der ersten und zweiten Seitenwand 204, 206. Der Abstand der Verstärkungselemente 246,
248 zu der jeweiligen Seitenwand 204, 206 entspricht im vorliegenden Fall ca. 15 %
des Abstands zwischen den Seitenwänden 204, 206.
[0181] Die Verstärkungselemente 246, 248 sind drahtförmig ausgebildet und weisen typischerweise
eine geriffelte Oberfläche auf (nicht gezeigt). Somit wird die Haftung zum Kunststoffmaterial
des Profilkörpers 202 verbessert und die Verstärkungselemente 246, 248 lassen sich
insbesondere schubfest in das erste Kunststoffmaterial integrieren.
[0182] Die Innenwand 210 weist im Bereich der Verstärkungselemente 246, 248 erste und zweite
Vorsprünge 250, 252 auf, die sich in Richtung des vom Abstandhalter umschlossenen
Hohlraums 240 erstrecken. Durch diese Vorsprünge 250, 252 wird das Risiko eines Heraustretens
der Verstärkungselemente 246, 248 aus dem Profilkörpers 202 bei einem Biegevorgang
des Abstandhalters zu einem Rahmen minimiert.
[0183] Der Profilkörper 202 weist in den Bereichen, in denen sich die abgekröpften Endbereiche
232, 234 an die Seitenwände 204, 206 anschließen, auf Seiten des Hohlraums 240 Gelenkstellen
in Form von Nuten 254, 256 auf, welche das Biegeverhalten des Abstandhalters verbessern.
[0184] Zur weiteren Verbesserung der Kaltbiegeeigenschaften könnten optional in den abgekröpften
Endbereichen 232, 234 weitere Verstärkungselemente 260, 262 eingebettet sein, die
- gegebenenfalls mit einem etwas kleineren Durchmesser - ähnlich wie die drahtförmigen
Verstärkungselemente 246, 248 ausgebildet sein können.
[0185] Die Dampfdiffusionssperre 220 kann, wie schematisch in den Figuren 3A und 3B gezeigt,
zusätzlich noch mit Verstärkungselementen 264, 266 bzw. 268, 270 modifiziert sein,
die ausgewählt sind aus Drahtmaterialien, Glasfaserbündeln, Rovings etc., die beispielsweise,
wie in den Figuren 3A bzw. 3B anhand der Dampfdiffusionssperren 220' bzw. 220" gezeigt,
mäandrierend oder im Zick-Zack-Muster vorzugsweise auf der zum Hohlraum 240 liegenden
Seite der Dampfsperre 220' bzw. 220 " angeordnet sind. Typischerweise können diese
Verstärkungselemente 264, 266 bzw. 268, 270 auf die Oberfläche der Dampfdiffusionssperre
220' bzw. 220" aufgeklebt werden.
[0186] Insbesondere weist die Dampfdiffusionssperre 220 ein Versteifungselement, welches
bevorzugt ein Gewebe zur Verbesserung der Torsionssteifigkeit umfasst, auf (nicht
gezeigt).
[0187] Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Abstandhalters
300 in einem Querschnitt senkrecht zu dessen Längsrichtung. Der Abstandhalter 300
umfasst einen Profilkörper 302 mit parallel angeordneten ersten und zweiten Seitenwänden
304, 306 mit jeweils einem freien Ende 312, 314, welche abgekröpfte Endbereiche 332,
334 aufweisen, und eine Innenwand 310, die sich zwischen den Seitenwänden 304, 306
erstreckt.
[0188] Der Abstandhalter 300 umfasst ferner eine Dampfdiffusionssperre 320, die sich von
der ersten Seitenwand 304 über die abgekröpften Endbereiche 332, 334 zur zweiten Seitenwand
306 erstreckt. Der Profilkörper 302 ist wie der in Figur 3 dargestellte Profilkörper
aufgebaut.
[0189] Die Dampfdiffusionssperre 320 ist im vorliegenden Fall aus einem ultradünnen Glasband
gefertigt und weist eine Dicke von ca. 30 µm auf.
[0190] Der Profilkörper 302 und die Dampfdiffusionssperre 320 umschließen einen Hohlraum
340, der im eingebauten Zustand des Abstandhalters in eine Isolierglasscheibe über
Perforationsöffnungen 342 in der Innenwand 310 mit einem von Glasscheiben und Abstandhalter
gebildetem Scheibenzwischenraum (nicht gezeigt) kommuniziert. Die Perforationsöffnungen
342 sind in Längsrichtung des Abstandhalters 300 in regelmäßigen Abständen angeordnet.
[0191] Der Hohlraum 340 nimmt vorzugsweise im eingebauten Zustand des Abstandhalters 300
in die Isolierglasscheibe Trocknungsmittel auf, welches Wasserdampf und/oder Feuchtigkeit
aus dem Scheibenzwischenraum der Isolierglasscheibe aufnehmen kann. Der Wasserdampf
und/oder die Feuchtigkeit gelangen über die Perforationsöffnungen 342 in den mit Trocknungsmittel
gefüllten Hohlraum 340.
[0192] Der im vorliegenden Fall aus Polypropylen (PP) gefertigte Profilkörper wird typischerweise
in einem Extrusionsverfahren hergestellt. Der Profilkörper ist vorzugsweise geschäumt
und weist besonders bevorzugt einen Langglasfaseranteil von 40 Gew.% auf. Das Kunststoffmaterial
des Profilkörpers 302 ist in einer im Scheibenzwischenraum sichtbaren Lage 344 optional
eingefärbt.
[0193] In der Innenwand 310 sind in Längsrichtung des Abstandhalters 300 drahtförmige, als
Flachdraht ausgebildete, Verstärkungselemente 346, 348 vorhanden. Im Bereich der Verstärkungselemente
346, 348 weist die Innenwand 310 sich in Richtung des Hohlraums 340 erstreckende Vorsprünge
350, 352 mit einer erhöhten Wanddicke auf.
[0194] Vorzugsweise entspricht die größere Wanddicke ca. der Summe der Dicke eines der Verstärkungselemente
346, 348, senkrecht zur Oberfläche der Innenwand 310, gemessen und der Dicke der benachbarten
Bereiche der Innenwand 310.
[0195] In Bereichen, in denen sich die abgekröpften Endbereiche 332, 334 an die Seitenwände
304, 306 anschließen, sind außerdem Gelenkstellen in Form von Nuten 354, 356 Hohlraum-seitig
ausgebildet. Die Nuten reduzieren eine Verformung der Seitenwände 304, 306 beim Biegen
des Rahmens zu Eckbereichen und wirken somit einer verminderten Anlagefläche zwischen
Glasscheiben und Abstandhalter 200 entgegen.
1. Abstandhalter (50) für Isolierglasscheiben, umfassend einen unter Verwendung eines
ersten Kunststoffmaterials gefertigten Profilkörper (52), welcher einen Grundkörper
mit einem im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt mit ersten und zweiten parallel angeordneten
Seitenwänden (54, 56) und eine sich zwischen der ersten und der zweiten Seitenwand
erstreckende Innenwand (60) aufweist, sowie eine Dampfdiffusionssperre (70),
wobei die erste und die zweite Seitenwand (54, 56) jeweils ein freies Ende aufweisen,
welches von der Innenwand (60) beabstandet ist, wobei sich die Dampfdiffusionssperre
(70) vom freien Ende der ersten Seitenwand (54) zum freien Ende der zweiten Seitenwand
(56) im Wesentlichen parallel zur Innenwand (60) und von dieser beabstandet erstreckt,
und wobei der Profilkörper (52) zusammen mit der Dampfdiffusionssperre (70) in einem
Querschnitt des Abstandhalters (50) einen Hohlraum (80) umschließt,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dampfdiffusionssperre aus einem schlecht wärmeleitenden Flächenmaterial gefertigt
ist.
2. Abstandhalter (50) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das schlecht wärmeleitende Flächenmaterial der Dampfdiffusionssperre (70) von dem
ersten Kunststoffmaterial verschieden ist; und/oder dass sich die Dampfdiffusionssperre
(70) über Bereiche der Seitenwände (54, 56) erstreckt und von außen an diesen anliegt.
3. Abstandhalter (50) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfdiffusionssperre (70) ausgewählt ist aus einer ein- oder mehrlagigen thermoplastischen
Polymerfolie, einer duroplastischen Polymerfolie, einer elastomeren Polymerfolie,
wobei die thermoplastische, duroplastische bzw. elastomere Polymerfolie insbesondere
vernetzt ist, und einem ultradünnen Glasband; wobei optional
die Polymerfolie auf ihrer außenliegenden und optional auf ihrer innenliegenden Oberfläche
eine Beschichtung aufweist, welche insbesondere durch Metallisierung, SixOy, AlxOy, TiOy, SnxOy oder Graphen gebildet ist, wobei die Beschichtung im Falle der Metallisierung vorzugsweise
aus Aluminium gebildet ist, wobei die Polymerfolie bevorzugt mehrlagig ausgebildet
ist und eine oder mehrere Lagen umfasst, welche einseitig oder beidseitig eine Beschichtung
aufweisen; wobei weiter optional die Polymerfolie und/oder die einzelnen Lagen der
Polymerfolie eine Dicke im Bereich von ca. 5 µm bis ca. 60 µm aufweist/aufweisen und
dass eine durch Metallisierung gebildete Schicht bevorzugt eine Dicke im Bereich von
ca. 20 nm bis ca. 180 nm aufweist.
4. Abstandhalter (50) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Polymerfolie und/oder die Lagen der Polymerfolie aus einem Material ausgewählt
aus Polyester, insbesondere Polyethylenterephthalat (PET) und/oder Polybutylenterephthalat
(PBT), Polyolefin, insbesondere Polyethylen (PE) und/oder Polypropylen (PP), Cycloolefincopolymere
(COC), Polyether, Polyketon, Polyurethan, Polycarbonat, Vinylpolymer, insbesondere
Polystyrol (PS), Polyvinylidenfluorid (PVDF), Ethylenvinylalkohol (EVOH) und/oder
Polyvinylchlorid (PVC), Polyamid (PA), Silikon, Polyacrylnitril, Polymethylmethacrylat
(PMMA), Polyhalogenolefin, insbesondere Polychlortrifluorethylen (PCTFE) und/oder
Polytetrafluorethylen (PTFE), flüssigkristallinem Polymer und Blends aus diesen Materialien
gefertigt ist/sind.
5. Abstandhalter (50) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das ultradünne Glasband eine Dicke von ca. 100 µm oder weniger aufweist; und/oder
dass das ultradünne Glasband einen minimalen Biegeradius von ca. 5 mm bis ca. 8 mm
aufweist.
6. Abstandhalter (200) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfdiffusionssperre (220) ein Versteifungselement umfasst, wobei das Versteifungselement
(264, 266; 268, 270) insbesondere ein Gewebe zur Verbesserung der Torsionssteifigkeit
des Abstandhalters (200) umfasst.
7. Abstandhalter (200) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der ersten und zweiten Seitenwand (204, 206) jeweils einen abgekröpften
Endbereich (232, 234) aufweisen, wobei die abgekröpften Endbereiche (232, 234) gegeneinander
geneigt und insbesondere planar ausgebildet sind.
8. Abstandhalter (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dampfdiffusionssperre (70) stoffschlüssig mit den Seitenwänden verbunden ist.
9. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände im Inneren des Profilkörpers einen oder mehrere parallel zur Längsrichtung
des Abstandhalters verlaufende Rippenförmige Vorsprünge aufweisen.
10. Abstandhalter nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei der Profilkörper in Wandbereichen
der Seitenwände benachbart zu deren abgekröpften Endbereichen, eine verminderte Wanddicke
zur Bildung von Gelenkstellen aufweist, wobei die als Gelenkstellen ausgebildeten
Wandbereiche bevorzugt im Inneren des Profilkörpers als Nuten ausgebildet sind.
11. Abstandhalter (200) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der Innenwand 202) ein erstes und ein zweites Verstärkungselement (246, 248) parallel
zur Längsrichtung des Abstandhalterprofils (200) angeordnet ist, wobei das erste Verstärkungselement
(246) in einem ersten Abschnitt der Innenwand (202) benachbart zur ersten Seitenwand
(204) angeordnet ist, und wobei das zweite Verstärkungselement (248) in einem zweiten
Abschnitt der Innenwand (202) benachbart zur zweiten Seitenwand (206) angeordnet ist.
12. Abstandhalter nach Anspruch 11, wobei die Verstärkungselemente (246, 248) drahtförmig,
insbesondere als Flachdraht ausgebildet sind; und/oder
die Innenwand (202) in Bereichen der Verstärkungselemente (246, 248) sich in Richtung
eines vom Abstandhalter gebildeten Hohlraums erstreckende Vorsprünge aufweist, wobei
die Bereiche eine größere Wanddicke aufweisen als die benachbarten Bereiche der Innenwand
(202), wobei die größere Wanddicke vorzugsweise ca. der Summe der Dicke eines der
Verstärkungselemente, senkrecht zur Oberfläche der Innenwand gemessen, und der Dicke
der benachbarten Bereiche der Innenwand (202), entspricht.
13. Abstandhalter (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Kunststoffmaterial auf Polyolefin, insbesondere Polypropylen (PP), Polycarbonat
(PC), Polyvinylchlorid (PVC), Styrol-Acrylnitril-Copolymer (SAN), Polyphenylenether
(PPE), Polyester, insbesondere Polyethylenterephthalat (PET), Polyamid (PA) und/oder
Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS) sowie Blends der Materialien basiert.
14. Abstandhalter nach Anspruch 13, wobei das erste Kunststoffmaterial einen Gehalt von
ca. 1 Gew.% bis ca. 80 Gew.% an Verstärkungsfasern, bevorzugt in Form von polymeren
Fasern, weiter bevorzugt in Form von thermoplastischen Fasern, insbesondere Polyester,
und/oder nichtschmelzenden Polymeren, insbesondere Aramid, Fasern in Form von Kohlenstofffasern
und/oder in Form von Fasern aus anorganischen Materialien, weiter bevorzugt metallische
Fasern, Mineralfasern, Glasfasern, insbesondere Langglasfasern, aufweist, wobei die
Fasern insbesondere in Form von Einzelfasern, Fasersträngen (Rovings), Filzen, Geweben,
Gewirken und/oder Gelegen vorliegen; und/oder das erste Kunststoffmaterial Naturfasern,
insbesondere Kokosfasern, Hanffasern, Sisalfasern, Holzfasern oder Flachsfasern aufweist;
und/oder
der Profilkörper mindestens in Teilbereichen der Innenwand und der Seitenwände porös,
insbesondere geschlossenporig, ausgebildet ist.
15. Verfahren zur Herstellung eines Abstandhalters (50) nach einem der Ansprüche 1 bis
14, umfassend
- Bereitstellen des Profilkörpers (52), welcher einen Grundkörper mit einem im Wesentlichen
U-förmigen Querschnitt aufweist,
- Bereitstellen der Dampfdiffusionssperre (70) aus einem Flächenmaterial,
- Ausrichten der Dampfdiffusionssperre (70) zur Längsrichtung des Profilkörpers (52),
und
- Verbinden der Dampfdiffusionssperre (70) mit den Seitenwänden (54, 56) des Profilkörpers
unter Bildung eines im Querschnitt des Abstandhalters (50) geschlossenen Hohlraums
(80).
1. Spacer (50) for insulating glass panes, comprising a profile body (52) made using
a first plastics material, having a main body with a substantially U-shaped cross
section with first and second side walls (54, 56) arranged in parallel and an inner
wall (60) extending between the first and second side walls,
and a vapor diffusion barrier (70),
wherein the first and the second side wall (54, 56) each have a free end which is
spaced apart from the inner wall (60),
wherein the vapor diffusion barrier (70) is spaced apart from and extends substantially
in parallel to the inner wall (60) from the free end of the first side wall (54) to
the free end of the second side wall (56), and wherein the profile body (52) together
with the vapor diffusion barrier (70) enclose a cavity (80) seen in a cross section
of the spacer (50),
characterized in that the vapor diffusion barrier is made of a sheet material which is poorly heat conductive.
2. Spacer (50) in accordance with Claim 1, characterized in that the poorly heat conductive sheet material of the vapor diffusion barrier (70) is
different from the first plastics material; and/or
in that the vapor diffusion barrier (70) extends over regions of the side walls (54, 56)
and abuts them from the exterior.
3. Spacer (50) in accordance with Claim 1 or 2, characterized in that the vapor diffusion barrier (70) is selected from a single or multilayer thermoplastic
polymer film, a thermoset polymer film, an elastomeric polymer film, wherein the thermoplastic,
thermoset, or elastomeric polymer film in particular is crosslinked, and an ultrathin
glass tape; wherein optionally
the polymer film has a coating on its external surface and optionally on its internal
surface, which in particular is formed by metal plating, SixOy, AlxOy, TiOy, SnxOy, or graphene, wherein, in the case of metal plating, the coating is preferably made
of aluminum, wherein the polymer film preferably has a multilayered structure and
contains one or more layers which has/have a coating on one or both sides; wherein
further optionally
the polymer film and/or the individual layers of the polymer film has/have a thickness
in the range of about 5 µm to about 60 µm, and in that a coating formed by metal plating preferably has a thickness in the range of about
20 nm to about 180 nm.
4. Spacer (50) in accordance with Claim 3, characterized in that the polymer film and/or the layers of the polymer film is/are made out of a material
selected from polyester, in particular polyethylene terephthalate (PET) and/or polybutylene
terephthalate (PBT), polyolefin, in particular polyethylene (PE) and/or polypropylene
(PP), cyclo-olefin copolymers (COC), polyether, polyketone, polyurethane, polycarbonate,
vinyl polymer, in particular polystyrene (PS), polyvinyl fluoride (PVDF), ethylene
vinyl alcohol (EVOH) and/or polyvinyl chloride (PVC), polyamide (PA), silicone, polyacrylonitrile,
polymethylmethacrylate (PMMA), polyhalogen olefin, in particular polychlorotrifluoroethylene
(PCTFE) and/or polytetrafluoroethylene (PTFE), liquid crystalline polymer, and blends
of these materials.
5. Spacer (50) in accordance with Claim 3, characterized in that the ultrathin glass tape has a thickness of about 100 µm or less; and/or in that
the ultrathin glass tape has a minimum bending radius of about 5 mm to about 8 mm.
6. Spacer (200) in accordance with any one of Claims 1 to 5, characterized in that the vapor diffusion barrier (220) comprises a stiffening element, wherein the stiffening
element (264, 266; 268, 270) comprises in particular a mesh for the improvement of
the torsional rigidity of the spacer (200).
7. Spacer (200) in accordance with any one of Claims 1 to 6, characterized in that the free ends of the first and second side walls (204, 206) each have a chamfered
end region (232, 234), wherein the chamfered end regions (232, 234) are inclined toward
each other and in particular are of planar form.
8. Spacer (50) in accordance with any one of Claims 1 to 7, characterized in that the vapor diffusion barrier (70) is materially bonded to the side walls.
9. Spacer in accordance with either of Claims 7 or 8, characterized in that the side walls in the interior of the profile body have one or more rib-shaped projections
running in parallel to the longitudinal direction of the spacer.
10. Spacer in accordance with any one of Claims 7 to 9, wherein the profile body has a
reduced wall thickness for the formation of articulation areas in wall regions of
the side walls adjacent to their chamfered end regions, wherein the wall regions formed
as articulation areas are preferably formed as grooves in the interior of the profile
body.
11. Spacer (200) in accordance with any one of Claims 1 to 10, characterized in that a first and a second reinforcing element (246, 248) is arranged in the inner wall
(202) in parallel to the longitudinal direction of the spacer profile (200), wherein
the first reinforcing element (246) is arranged in a first segment of the inner wall
(202) adjacent to the first side wall (204), and wherein the second reinforcing element
(248) is arranged in a second segment of the inner wall (202) adjacent to the second
side wall (206).
12. Spacer in accordance with Claim 11, wherein the reinforcing elements (246, 248) are
wire-shaped, in particular formed as flat wire; and/or the inner wall (202), in regions
of the reinforcing elements (246, 248), has projections extending in the direction
of the cavity formed by the spacer, wherein the regions have a greater wall thickness
than the adjacent regions of the inner wall (202), wherein the greater wall thickness
preferably corresponds to about the sum of the thickness of one of the reinforcing
elements, measured perpendicularly to the surface of the inner wall, and to the thickness
of the adjacent regions of the inner wall (202).
13. Spacer (50) in accordance with any one of Claims 1 to 12, characterized in that the first plastics material is based on polyolefin, in particular polypropylene (PP),
polycarbonate (PC), polyvinyl chloride (PVC), styrene-acrylonitrile-copolymer (SAN),
polyphenylene ether (PPE), polyester, in particular polyethylene terephthalate (PET),
polyamide (PA) and/or acrylonitrile butadiene styrene copolymer (ABS), and blends
of these materials.
14. Spacer in accordance with Claim 13, wherein the first plastics material has an amount
of reinforcing fibers of about 1% by weight to about 80% by weight, preferably in
the form of polymer fibers, further preferably in the form of thermoplastic fibers,
in particular polyester, and/or non-melting polymers, in particular aramid, fibers
in the form of carbon fibers, and/or in the form of fibers from inorganic materials,
further preferably metallic fibers, mineral fibers, glass fibers, in particular long
glass fibers, wherein the fibers are present in particular in the form of individual
fibers, fiber strands (rovings), felts, woven fabrics, knitted fabrics, and/or layered
fabrics; and/or the first plastics material comprises natural fibers, in particular
coir, hemp fibers, sisal fibers, wood fibers, or flax fibers; and/or
the profile body is formed with pores, in particular with closed pores, at least in
portions of the inner wall and the side walls.
15. Method for the production of a spacer (50) in accordance with any one of Claims 1
to 14, comprising
- providing the profile body (52), having a main body with a substantially U-shaped
cross section,
- providing the vapor diffusion barrier (70) out of a sheet material,
- aligning of the vapor diffusion barrier (70) to the longitudinal direction of the
profile body (52), and
- connecting the vapor diffusion barrier (70) to the side walls (54, 56) of the profile
body, while forming a closed cavity (80) as seen in the cross section of the spacer
(50).
1. Entretoise (50) pour vitrages isolants, comprenant un corps profilé (52) réalisé au
moyen d'un premier matériau synthétique, qui présente un corps de base avec une section
transversale sensiblement en forme de U avec des première et seconde parois latérales
(54, 56) disposées parallèlement et une paroi interne (60) s'étendant entre la première
et la seconde paroi latérale, ainsi qu'une barrière de diffusion de vapeur (70),
où la première et la seconde paroi latérale (54, 56) présentent chacune une extrémité
libre qui est distante de la paroi interne (60), où la barrière de diffusion de vapeur
(70) s'étend de l'extrémité libre de la première paroi latérale (54) à l'extrémité
libre de la seconde paroi latérale (56) sensiblement parallèlement à la paroi interne
(60) et à distance de celle-ci, et où le corps profilé (52) entoure avec la barrière
de diffusion de vapeur (70) une cavité (80) dans une section transversale de l'entretoise
(50),
caractérisée en ce que la barrière de diffusion de vapeur est réalisée en un matériau en feuille mauvais
conducteur de la chaleur.
2. Entretoise (50) selon la revendication 1, caractérisée en ce que le matériau en feuille mauvais conducteur de la chaleur de la barrière de diffusion
de vapeur (70) est différent du premier matériau synthétique; et/ou
en ce que la barrière de diffusion de vapeur (70) s'étend sur des domaines des parois latérales
(54, 56) et s'applique sur ceux-ci depuis l'extérieur.
3. Entretoise (50) selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la barrière de diffusion de vapeur (70) est choisie parmi un film polymère thermoplastique
monocouche ou multicouche, un film polymère thermodurcissable, un film polymère élastomère,
où le film polymère thermoplastique, thermodurcissable ou élastomère est en particulier
réticulé, et une feuille de verre ultra-mince; où éventuellement
le film polymère présente sur sa surface externe et éventuellement sur sa surface
interne un revêtement qui est formé en particulier par métallisation, SixOy, AlxOy, TiOy, SnxOy ou le graphène, où le revêtement dans le cas de la métallisation est de préférence
formé d'aluminium, où le film polymère est de préférence multicouche et comprend une
ou plusieurs couches qui présentent un revêtement sur un côté ou sur les deux côtés;
où éventuellement également, le film polymère et/ou les couches individuelles du film
polymère présente/présentent une épaisseur dans la plage d'environ 5 µm à environ
60 µm et en ce qu'une couche formée par métallisation présente de préférence une épaisseur dans la plage
d'environ 20 nm à environ 180 nm.
4. Entretoise (50) selon la revendication 3, caractérisée en ce que le film polymère et/ou les couches du film polymère est réalisé/sont réalisées en
un matériau choisi parmi un polyester, en particulier le polyéthylènetéréphtalate
(PET) et/ou le polybutylènetéréphtalate (PBT), une polyoléfine, en particulier le
polyéthylène (PE) et/ou le polypropylène (PP), les copolymères de cyclooléfine (COC),
un polyéther, une polycétone, un polyuréthane, un polycarbonate, un polymère vinylique,
en particulier le polystyrène (PS), le polyfluorure de vinylidène (PVDF), l'éthylène-alcool
vinylique (EVOH) et/ou le polychlorure de vinyle (PVC), un polyamide (PA), un silicone,
le polyacrylonitrile, le polyméthacrylate de méthyle (PMMA), une polyhalogénooléfine,
en particulier le polychlorotrifluoroéthylène (PCTFE) et/ou le polytétrafluoroéthylène
(PTFE), un polymère cristallin liquide et les mélanges de ces matériaux.
5. Entretoise (50) selon la revendication 3, caractérisée en ce que la feuille de verre ultra-mince présente une épaisseur d'environ 100 µm ou moins;
et/ou
en ce que la feuille de verre ultra-mince présente un rayon de courbure minimum d'environ 5
mm à environ 8 mm.
6. Entretoise (200) selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la barrière de diffusion de vapeur (220) comprend un élément de renforcement, où
l'élément de renforcement (264, 266; 268, 270) comprend en particulier un tissu pour
améliorer la rigidité à la torsion de l'entretoise (200).
7. Entretoise (200) selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que les extrémités libres des première et seconde parois latérales (204, 206) présentent
chacune un domaine d'extrémité coudé (232, 234), où les domaines d'extrémité coudés
(232, 234) sont inclinés l'un par rapport à l'autre et sont en particulier conçus
plans.
8. Entretoise (50) selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que la barrière de diffusion de vapeur (70) est reliée aux parois latérales par assemblage
de matière.
9. Entretoise selon l'une des revendications 7 ou 8, caractérisée en ce que les parois latérales présentent à l'intérieur du corps profilé une ou plusieurs saillies
en forme de nervure s'étendant parallèlement à la direction longitudinale de l'entretoise.
10. Entretoise selon l'une des revendications 7 à 9, où le corps profilé présente dans
des domaines de paroi des parois latérales au voisinage de leurs domaines d'extrémité
coudés une épaisseur de paroi réduite pour former des points d'articulation, où les
domaines de paroi conçus comme des points d'articulation sont de préférence conçus
sous forme de rainures à l'intérieur du corps profilé.
11. Entretoise (200) selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce qu'un premier et un second élément de renforcement (246, 248) sont disposés dans la paroi
interne (202) parallèlement à la direction longitudinale du profil d'entretoise (200),
où le premier élément de renforcement (246) est disposé dans une première section
de la paroi interne (202) au voisinage de la première paroi latérale (204), et où
le second élément de renforcement (248) est disposé dans une seconde section de la
paroi interne (202) au voisinage de la seconde paroi latérale (206).
12. Entretoise selon la revendication 11, où les éléments de renforcement (246, 248) sont
conçus en forme de fil, en particulier de fil plat; et/ou
la paroi interne (202) présente des saillies s'étendant en direction d'une cavité
formée par l'entretoise dans des domaines des éléments de renforcement (246, 248),
où les domaines présentent une plus grande épaisseur de paroi que les domaines voisins
de la paroi interne (202), où la plus grande épaisseur de paroi correspond de préférence
approximativement à la somme de l'épaisseur de l'un des éléments de renforcement,
mesurée perpendiculairement à la surface de la paroi interne, et de l'épaisseur des
domaines voisins de la paroi interne (202).
13. Entretoise (50) selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que le premier matériau synthétique est à base de polyoléfine, en particulier de polypropylène
(PP), de polycarbonate (PC), de polychlorure de vinyle (PVC), de copolymère styrène-acrylonitrile
(SAN), de polyphénylène-éther (PPE), de polyester, en particulier de polyéthylène
téréphtalate (PET), de polyamide (PA) et/ou de copolymère acrylonitrile-butadiène-styrène
(ABS) et de mélanges des matériaux.
14. Entretoise selon la revendication 13, où le premier matériau synthétique présente
une teneur d'environ 1% en poids à environ 80% en poids de fibres de renforcement,
de préférence sous forme de fibres polymères, de préférence encore sous forme de fibres
thermoplastiques, en particulier de polyester, et/ou de polymères qui ne fondent pas,
en particulier d'aramide, de fibres sous forme de fibres de carbone et/ou sous forme
de fibres en matériaux inorganiques, de préférence encore de fibres métalliques, de
fibres minérales, de fibres de verre, en particulier de fibres de verre longues, où
les fibres sont en particulier sous forme de fibres individuelles, de brins de fibres
(Rovings), de feutres, de tissus, de tricots et/ou de canevas; et/ou
le premier matériau synthétique présente des fibres naturelles, en particulier des
fibres de coco, des fibres de chanvre, des fibres de sisal, des fibres de bois ou
des fibres de lin; et/ou
le corps profilé est conçu poreux, en particulier à pores fermés, au moins dans des
domaines partiels de la paroi interne et des parois latérales.
15. Procédé de production d'une entretoise (50) selon l'une des revendications 1 à 14,
comprenant
- la fourniture du corps profilé (52), qui présente un corps de base avec une section
transversale sensiblement en forme de U,
- la fourniture de la barrière de diffusion de vapeur (70) en un matériau en feuille,
- l'alignement de la barrière de diffusion de vapeur (70) avec la direction longitudinale
du corps profilé (52), et
- la liaison de la barrière de diffusion de vapeur (70) aux parois latérales (54,
56) du corps profilé avec formation d'une cavité fermée (80) dans la section transversale
de l'entretoise (50).