[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufnahmemanschette für die Anbringung an einem Schutzanzug,
wie insbesondere einem Brand-, Hitze- oder Chemieschutzanzug, nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie eine Schutzanzugsüberwachungsanordnung mit einer solchen Aufnahmemanschette.
Die Aufnahmemanschette weist dabei ein Armschlingenelement für die Festlegung an einem
Ärmel des Schutzanzuges auf. Zudem ist eine Aufnahmetasche vorgesehen, die zur Aufnahme
eines elektronischen Gerätes dient, wie insbesondere eines tragbaren Computers oder
eines Smartphones. Dabei weist die Aufnahmemanschette wenigstens ein Schutzmaterial
auf, das wenigstens zu einer Außenseite der Aufnahmemanschette hin eine geschlossene
Barriere hinsichtlich flüssiger, gas-, aerosol- oder partikelförmiger, chemischer
Medien, Hitze- und/oder mechanischer Einwirkungen bildet. Das heißt dass das Schutzmaterial
bei der vorgesehenen Anbringung der Aufnahmemanschette außenseitig beziehungsweise
an der vom Ärmel abgewandten Seite angeordnet ist, und sich dabei vorzugsweise über
die gesamte Außenseite der Aufnahmemanschette erstreckt. Das Schutzmaterial kann dabei
durch ein einheitliches Material oder durch mehrere miteinander verbundene unterschiedliche
Schutzmaterialien gebildet sein. In jedem Fall weist die Aufnahmemanschette hierdurch
selbst die benötigte Beständigkeit beziehungsweise Dichtigkeit gegenüber Hitze, chemischen
Stoffen, Gasen, Aerosolen, Partikeln und Flüssigkeiten auf, um unabhängig von einem
sonstigen Schutz im Einsatzbereich eines Schutzanzuges verwendet werden zu können.
[0002] Aus
GB 2532445 A1 ist eine Aufnahmemanschette bekannt, die schlaufenförmig um einen Arm gelegt und
festgezogen werden kann oder die eine elastische Schlaufe bildet. Die Aufnahmemanschette
weist dabei eine Aufnahmetasche auf, in der beispielsweise ein Smartphone aufgenommen
und mitgeführt werden kann.
[0003] Derzeit besteht im Bereich Brand-, Chemie- und Katastrophenschutz ein Bedarf dahingehend,
während eines Einsatzes Kommunikations- und Überwachungsgeräte für Träger von Schutzanzügen
bedarfsweise zur Verfügung zu stellen. Neben dem Einsatz von bekannten elektronischen
Geräten, die in die betreffenden Schutzanzüge integriert werden, sind dabei Lösungen
gewünscht, die dem Schutzanzugträger nur bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden
können.
[0004] Hierzu ist es beispielsweise bekannt, die aus dem Freizeitbereich bekannten Aufnahmemanschetten
direkt am Körper beziehungsweise auf der Innenseite des Schutzanzuges zu tragen, um
die Aufnahmemanschette selbst und das daran aufgenommene elektronische Gerät durch
den Schutzanzug gegenüber zerstörenden Einwirkungen durch Hitze-, chemische Substanzen
und Flüssigkeiten zu schützen. Allerdings wird hierdurch der Einsatzbereich, insbesondere
wegen der schlechten Einsehbarkeit und Zugänglichkeit der elektronischen Geräte während
eines Einsatzes stark eingeschränkt.
[0005] US2007/0215663A1 beschreibt eine wasserdicht verschließbare Aufnahmetasche für ein elektronisches
Gerät, an der mehrere Haltevorrichtungen vorgesehen sind. Eine der Haltevorrichtungen
ist dabei durch eine in der Weite verstellbare elastische Manschette gebildet. Die
Aufnahmetasche weist dabei eine wasserdicht verschließbare Aufnahmeöffnung sowie eine
Anschlussbuchse auf, die in ein transparentes Material der Aufnahmetasche abgedichtet
eingelassen ist.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung ist es, die genannten Nachteile zu vermeiden und eine Aufnahmemanschette
zur Verfügung zu stellen, die einen bedarfsweisen und vielseitigeren Einsatz an einem
Schutzanzug erlaubt.
[0007] Diese Aufgabe wird durch eine Aufnahmemanschette mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Dabei ist an der Aufnahmemanschette ferner wenigstens eine Sensoraufnahme
vorgesehen, die zur Festlegung einer mit dem elektronischen Gerät verbindbaren Sensoreinrichtung
dient. Hierdurch ist eine besonders einfache und gut zugängliche Positionierung von
Sensoren außerhalb des Schutzanzuges möglich. Dabei kann das Schutzmaterial beziehungsweise
die Aufnahmemanschette waschbar und dekontaminierbar ausgebildet sein. Zudem kann
eine thermische Beständigkeit des Schutzmaterials vorgesehen sein, die in Abhängigkeit
des vorgesehenen Einsatzzweckes bei kalten Temperaturen zumindest kurzfristig bis
-196°C und/oder bei hohen Temperaturen zumindest kurzfristig bis 850°C reicht. Zudem
kann das Schutzmaterial spezielle mechanische Eigenschaften aufweisen, wie eine gewährleistete
hohe Abrieb-, Durchstich- Reiß- und/oder Biegefestigkeit, insbesondere auch bei kalten
Temperaturen von beispielsweise - 30°C bis -196°C sowie eine zumindest geschlossenporige
beziehungsweise glatte Oberfläche. Ferner kann das Schutzmaterial eine vordefinierte
chemische Beständigkeit aufweisen, wie insbesondere gegenüber den Referenzchemikalien
nach DIN EN 943, sowie eine elektrische Isolierung und einen Explosionsschutz gewährleisten.
In jedem Fall kann die Aufnahmemanschette hierdurch auch problemlos außerhalb beziehungsweise
an der Außenseite eines Schutzanzuges benutzt werden, ohne dass das darin aufgenommene
elektronische Gerät infolge der jeweils am Einsatzort herrschenden Einflüsse beschädigt
oder gar zerstört werden kann oder explosionsgefährdend ist. Dies wiederum ermöglicht
eine bessere Einsehbarkeit und eine komfortablere Bedienung des elektronischen Gerätes,
so dass dieses vielseitiger eingesetzt werden kann. Vorzugsweise entspricht das Schutzmaterial
dabei zumindest teilweise einem Oberflächenmaterial des betreffenden Schutzanzuges,
wodurch sichergestellt werden kann, dass die Aufnahmemanschette den gleichen Beanspruchungen
durch Hitze, chemische Stoffe, Gase und Flüssigkeiten standhält wie der Schutzanzug
des Benutzers.
[0008] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist eine gesamte Oberfläche der
Aufnahmemanschette geschlossen durch das wenigstens eine Schutzmaterial gebildet,
wodurch auch ein allseitiger uns somit besonders sicherer Schutz des darin aufgenommenen
elektronischen Gerätes gewährleistet werden kann. Hierdurch kann die Aufnahmemanschette
auch direkt im Einsatzbereich bedarfsweise angelegt oder abgenommen werden, ohne dass
das elektronische Gerät beschädigt wird.
[0009] Dabei ist es günstig, wenn das Schutzmaterial durch ein nachweisbar chemie-, flammen-
und/oder hitzebeständiges Material gebildet ist, und hierfür beispielsweise eine chemische
Barriere-, eine Flammenschutz-, und/oder eine Abdichtschicht sowie gegebenenfalls
eine Reflexionsbeschichtung bildet, wodurch für vorbestimmte Einsatzbereiche ein ausreichender
Schutz des elektronischen Gerätes gewährleistet werden kann.
[0010] Zudem ist es günstig, wenn das wenigstens eine Schutzmaterial wenigstens teilweise
durch einen elastomeren Kunststoff, wie insbesonder CSM, und/oder durch einen thermoplastischen
Kunststoff gebildet sein, wie insbesondere PTFE, FEP, PFA, PVDF, PVF, PE (LDPE/HDPE),
PVC, EVA, PET oder PLA beziehungsweise durch ein aus wenigstens zwei dieser Materialien
hergestelltes Laminat gebildet ist, wodurch ein besonders sicherer Schutz des in der
Aufnahmemanschette aufzunehmenden elektronischen Gerätes gewährleistet werden kann.
[0011] Vorteilhafterweise ist dabei wenigstens im Bereich der Aufnahmetasche ein transparentes
Schutzmaterial vorgesehen, wodurch eine gute Einsichtnahme des elektronischen Gerätes
beziehungsweise einer daran vorgesehenen Anzeige gewährleistet werden kann. Hierdurch
ist einerseits eine leichtere Bedienung des elektronischen Gerätes möglich. Andererseits
ist auf diese Weise eine ein- oder wenigstens zweiseitige Kommunikation des Benutzers
beispielsweise mit einer Einsatzleitung möglich.
[0012] Hierbei ist es besonders günstig, wenn das transparente Schutzmaterial durch eine
Folie aus Thermoplasten (wie beispielsweise teilkristalline Thermoplaste wie PE, PP,
PET, und PA, amorphe Thermoplaste wie PVC, PC), aus Duroplasten (wie beispielsweise
Phenoplaste wie Polyurethanharze und Epoxidharze) oder aus Elastomeren (wie beispielsweise
Naturkautschuk (NR), Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR), Styrol-Butadien-Kautschuk
(SBR), Chloropren-Kautschuk (CR), Butadien-Kautschuk (BR), CSM (Hypalon), Butylkautschuk
(IIR), Fluorkautschuk beziehungsweise fluoriertes Elastomer (FKM, FFKM, FFPM), Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk
(EPDM), Polyvinylidenfluorid (PVDF) oder Kunststoff-Folien (wie beispielsweise PTFE,
FEP) PTFE, FEP, PFA, PVDF, PVF, PE (LDPE/HDPE), PVC, EVA, PET, PLA, oder einem Folienlaminat
aus wenigstens zwei dieser Materialien gebildet ist. Besonders bevorzugt sind hierbei
Plexiglas EUROPLEX® HC Folien mit PVDF-Beschichtung und Panzerglasfolien.
[0013] Vorteilhafterweise ist das Armschlingenelement wenigstens abschnittsweise elastisch
ausgebildet. Auf diese Weise kann sich die Aufnahmemanschette mittels elastischer
Rückstellkräfte selbsttätig am Schutzanzug beziehungsweise dessen Ärmel festklemmen.
Hierdurch kann eine stabile Festlegung der Manschettenaufnahme und des elektronischen
Gerätes in einer bevorzugten Position am Schutzanzug gewährleistet werden.
[0014] Ferner ist es günstig, wenn das Armschlingenelement entlang einer Umlaufrichtung
eine Öffnung beziehungsweise einen Öffnungsabschnitt aufweist und dadurch geöffent
ausgebildet ist oder geöffnet werden kann. Hierdurch ist ein einfaches und schnelles
Anbringen der Aufnahmemanschette von der Seite eines Ärmels des Schutzanzuges möglich.
Dabei kann das Armschlingenelement eine dauerhaft geöffnete, im Wesentlichen C-förmige
Materialklammer aufweisen beziehungsweise bilden, die lediglich zum An- oder Ablegen
der Aufnahmemanschette soweit aufspreizbar ist, dass sie über den betreffenden Ärmel
geschoben werden kann. Im Übrigen ist die Materialklammer jedoch ausreichend biegesteif
ausgebildet, um relativ hohe Klemmkräfte zu erzeugen, die ausreichen, um die Aufnahmemanschette
auch im geöffneten Zustand des Armschlingenelementes am betreffenden Ärmel zu halten.
[0015] Alternativ oder zusätzlich hierzu können am Armschlingenelement auch Verbindungsmittel
zum Verschließen der Öffnung beziehungsweise des Öffnungsabschnittes vorgesehen sein.
Die Verbindungsmittel können hierzu beispielsweise aus Druckknopf- oder Klett-/Flausch-
Mitteln gebildet sein. Als weitere alternative oder zusätzliche Verbindungsmittel
kommen Magnetfolien, bekannte Uhren- oder Schlaufen-Verschlussmittel oder Klebe- beziehungsweise
Haftmittel in Frage. In jedem Fall ist hierdurch eine besonders stabile Befestigung
der Aufnahmemanschette am Schutzanzug möglich.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die Aufnahmetasche eine verschließbare
Eintrittsöffnung auf, um das wenigstens eine elektronische Gerät bedarfsweise in der
Aufnahmemanschette anbringen zu können. Auf diese Weise kann die Aufnahmemanschette
insbesondere auch mit unterschiedlichen elektronischen Geräten ausgestattet und somit
für verschiedene Anwendungszwecke verwendet werden.
[0017] Vorteilhafterweise ist die Eintrittsöffnung dabei mittels Klettverschlussmitteln,
Reißverschlussmitteln, Haftmitteln und/oder Druckknopfverschlussmitteln verschließbar,
um einen ausreichenden Schutz des in der Aufnahmetasche aufgenommenen elektronischen
Gerätes gewährleisten zu können.
[0018] Ferner ist es günstig, wenn an der Eintrittsöffnung zusätzlich Dichtmittel vorgesehen
sind, die ein flüssigkeits-, aerosol-, partikel- und/oder gasdichtes Verschließen
der Aufnahmetasche gewährleisten. Auf diese Weise kann trotz der Eintrittsöffnung
der Aufnahmetasche ein Schutz des aufgenommenen elektronischen Gerätes gewährleistet
werden, der den Schutzeigenschaften des Schutzanzuges wenigstens weitestgehend entspricht.
[0019] Vorteilhafterweise ist im Schutzmaterial zudem eine abgedichtete Kabeldurchführung
vorgesehen, durch die trotz des Durchdringens der Oberfläche die Schutzfunktion der
Aufnahmemanschette gegenüber dem in der Aufnahmtasche aufgenommenen elektronischen
Gerät gewährleistet werden kann. Auf diese Weise kann das elektronische Gerät trotz
der geschützten Aufnahme über Kabel mit einer anderen elektronischen Funktionseinheit
verbunden werden. Hierzu kann die Kabeldurchführung insbesondere spezielle Abdichtmittel
aufweisen, mittels denen eine ausreichende Abdichtung gegenüber Flüssigkeiten, Aerosolen,
Gasen, Partikeln und chemischen Substanzen sichergestellt ist.
[0020] Ferner ist es günstig, wenn an der Aufnahmemanschette wenigstens eine CPU-Aufnahme
für die Festlegung einer mit dem elektronischen Gerät verbindbaren elektronischen
Recheneinheit vorgesehen ist. Hierdurch ist es beispielsweise möglich, an der Aufnahmemanschette
eine elektronische Recheneinheit vorzusehen, die programmtechnisch auf bestimmte verwendete
Sensoren oder sonstige Funktionseinrichtungen der Aufnahmemanschette oder des Schutzanzuges
abgestimmt ist.
[0021] Darüber hinaus wird die oben genannte Aufgabe durch eine Schutzanzugsüberwachungsanordnung
mit einer an einem Ärmel eines Schutzanzuges befestigten Aufnahmemanschette in einer
der oben genannten Ausführungsformen und wenigstens einem in der Aufnahmemanschette
aufgenommenen elektronischen Gerät gelöst. Dabei ist vorgesehen, dass das elektronische
Gerät mit einer Funktionseinrichtung des Schutzanzuges verbunden werden kann, die
beispielweise durch eine am Schutzanzug gehaltene Bild-, Ton- oder sonstige Informationsübertragungseinrichtung
gebildet sein kann und/oder die zur Anzeige von Informationen oder Signalen im Sichtfeld
des Schutzanzugträgers dient und/oder die wenigstens eine Messsensorik umfasst. Hierdurch
ist es beispielsweise möglich Informationen und/oder Signale von einer Einsatzleitung
zum Schutzanzugträger zu senden und in dessen Sichtfeld anzuzeigen oder bestimmte
Informationen oder Messwerte vom Schutzanzugträger an die Einsatzleitung zu senden.
[0022] Dabei ist es günstig, wenn die Funktionseinrichtung an einer Außenseite des Schutzanzuges
vorgesehen ist, wodurch eine besonders einfache Verbindung des an der Aufnahmemanschette
gehaltenen elektronischen Gerätes mit der Funktionseinrichtung möglich ist, wie beispielsweise
mittels einer Verkabelung. Zudem ist auf diese Weise auch eine nachträgliche Anbringung
der Funktionseinrichtung, beispielsweise bei bereits angelegtem Schutzanzug beziehungsweise
während eines bereits laufenden Einsatzes möglich.
[0023] Alternativ hierzu ist es günstig, die Funktionseinrichtung an einer Innenseite des
Schutzanzuges vorzusehen, um diese im Einsatz mittels des Schutzanzuges selbst schützen
zu können. Zudem wird auf diese Weise eine größere Nähe zum Körper des Schutzanzugträgers
möglich, um dessen Körperfunktionen besser messen oder dessen Spracheingaben besser
erfassen zu können.
[0024] Vorteilhafterweise kann das elektronische Gerät dabei über Kabel mit der Funktionseinrichtung
verbunden werden, um eine sichere und exaktere Datenübertragung gewährleisten zu können.
[0025] In einer bevorzugten Ausführungsform sind am Schutzanzug hierzu abgedichtete Kabeldurchführungen
vorgesehen, durch die trotz des Durchdringens des Schutzanzugmaterials die Schutzfunktion
des Schutzanzuges gewährleistet werden kann. Hierzu kann die Kabeldurchführung insbesondere
spezielle Abdichtmittel aufweisen, mittels denen eine ausreichende Abdichtung gegenüber
Flüssigkeiten, Aerosolen, Gasen, Partikeln und chemischen Substanzen sichergestellt
ist.
[0026] In einer alternativen Ausführungsform ist das elektronische Gerät kabellos mit der
Funktionseinrichtung verbunden, was eine besonders flexible und komfortabel herzustellende
Verbindung ermöglicht. Zudem können auf diese Weise Durchbrüche durch das Schutzanzugsmaterial
vermieden werden.
[0027] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist die Funktionseinrichtung einen visierseitigen
Signalgeber auf. Durch diesen können bestimmte Informationen im Sichtfeld des Schutzanzugträgers
angezeigt werden. Alternativ hierzu ist es auch möglich, dass der Signalgeber lediglich
ein optisches Signal im Sichtfeld des Schutzanzugträgers aktivieren kann, um den Eingang
von Informationen verlässlich anzuzeigen, die beispielsweise an einem Display des
in der Aufnahmemanschette aufgenommenen elektronischen Gerätes angezeigt werden.
[0028] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist die wenigstens eine Funktionseinrichtung
eine anzugsseitige Sensoreinrichtung auf, mittels der wenigstens ein Umgebungsparameter,
wie eine Außentemperatur, eine Strahlungsintensität, ein bestimmter Gasgehalt, eine
Explosionsgefährdung, eine Feuchtigkeit oder ein Außendruck und/oder ein Parameter
des Anzugsinneren, wie beispielsweise ein CO2-, ein 02-, ein Luftdruck-Wert oder eine
Herzfrequenz und/oder eine Körperfunktion des Schutzanzugträgers, wie insbesondere
dessen Puls oder Blutdruck gemessen und beispielsweise an eine Einsatzleitung weitergegeben
werden kann, um hierdurch ein mögliches Gefährdungspotential rechtzeitig erkennen
zu können.
[0029] Zudem ist es günstig, wenn eine vom elektronischen Gerät getrennt aufgenommeine elektronische
Recheneinheit vorgesehen ist, die sowohl mit der Funktionseinrichtung als auch mit
der Anzeigeeinrichtung verbunden werden kann. Hierdurch ist es beispielsweise möglich,
an der Aufnahmemanschette eine elektronische Recheneinheit vorzusehen, die programmtechnisch
an bestimmte verwendete Sensoren oder sonstige Funktionseinrichtungen der Aufnahmemanschette
oder des Schutzanzuges angepasst ist. Das elektronische Gerät kann dagegen separat
durch ein handelsübliches Smartphone beziehungsweise einen tragbaren Computer gebildet
sein und insbesondere zur Visualisierung beziehungsweise als Ein- und/oder Ausgabegerät
für die elektronische Recheneinheit dienen. Durch diese separate Ausbildung ist es
möglich, sowohl die für den Betrieb und/oder die Datenauswertung der Funktionseinrichtungen,
wie insbesondere der Sensoren, notwendige Software als auch die Visualisierungs-,
Ein- und Ausgabemittel in einfacher und kostengünstiger Weise zur Verfügung zu stellen.
[0030] Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die elektronische Recheneinheit abgedichtet
und fest beziehungsweise dauerhaft an der Aufnahmemanschette aufgenommen ist. Bei
dieser dauerhaften Aufnahme der elektronischen Recheneinheit ist es beispielsweise
möglich, diese besonders sicher geen äußere Einflüsse zu schützen. Hierzu kann die
elektronische Recheneinheit beziehungsweise die CPU beispielsweise in der jeweiligen
CPU-Aufnahme eingegossen werden.
[0031] Es wird darauf hingewiesen, dass alle oben beschriebenen Merkmale des erfindungsgemäßen
Gegenstandes untereinander austauschbar bzw. kombinierbar sind, sofern ein Austausch
oder eine Kombination derselben aus technischen Gründen nicht ausgeschlossen ist.
[0032] In den Figuren ist eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Schutzanzugsüberwachungsanordnung mit einer an
einem Schutzanzug angebrachten Aufnahmemanschette,
- Figur 2
- eine Ansicht einer ersten alternativen Ausführungsform der Aufnahmemanschette,
- Figur 3
- eine Ansicht der Schutzanzugsüberwachungsanordnung mit einer gelösten Aufnahmemanschette
in einer zweiten alternativen Ausführungsform,
- Figur 4
- eine vergrößerte Ansicht der Aufnahmemanschette nach Figur 3 und
- Figur 5
- eine Ansicht einer dritten alternativen Ausführungsform der Aufnahmemanschette.
[0033] Fig. 1 zeigt einen Schutzanzug 2 in Form eines Feuer- oder Chemieschutzanzuges. Dieser
weist einen Rumpfabschnitt 4 auf, an dem sich 2 Ärmel 6 weg erstrecken. Oberhalb des
Rumpfabschnittes 4 ist zudem eine Haube 8 vorgesehen, die mit dem Rumpfabschnitt 4
fest verbunden ist. Alternativ kann die Haube 8 auch separat zum Rumpfabschnitt 4
ausgebildet sein, sodass sie von diesem abgenommen werden kann. In jedem Fall weist
die Haube 8 ein Visier 10 auf, das beispielsweise über eine Rahmenanordnung 12 mit
dem Material der Haube verbunden ist.
[0034] Der Schutzanzug 2 weist eine Schutzanzugsüberwachungsanordnung 14 auf, die im Wesentlichen
durch eine an einem Ärmel 16 des Schutzanzuges 2 befestigte Aufnahmemanschette 18
gebildet ist. Hierzu weist die Aufnahmemanschette 18 ein Armschlingenelement 20 auf,
das beispielsweise umlaufend elastisch verformbar ist und dadurch bedarfsweise über
den Ärmel 6 gezogen und in einer bevorzugten Position festgeklemmt werden kann.
[0035] Die Aufnahmemanschette 18 weist eine Aufnahmetasche 22 auf, in der ein elektronisches
Gerät 24, wie beispielsweise ein Smartphone, Computer oder ein Funk-/Sendegerät, geschützt
aufgenommen werden kann. Hierzu ist eine Oberfläche 26 der Aufnahmemanschette 18 zumindest
über eine vom Ärmel 6 weg gerichtete Außenseite hinweg durch ein Schutzmaterial 28
gebildet, wobei bevorzugterweise die gesamte Oberfläche 26 der Aufnahmemanschette
18 durch das Schutzmaterial 28 gebildet ist. Das Schutzmaterial 28 weist hierbei ein
chemie-, flammen-und/oder hitzebeständiges Material auf. Zudem kann das Schutzmaterial
28 an der Oberfläche 26 spezielle mechanische Eigenschaften aufweisen wie eine hohe
Abrieb-, Durchstich-, Reis- und/oder Biegefestigkeit. Darüber hinaus kann das Schutzmaterial
28 elektrisch isolierend und explosionssichernd wirken.
[0036] Die Oberfläche 26 kann dabei durch ein einheitliches Schutzmaterial 28 oder durch
mehrere Schutzmaterialien gebildet sein, wie beispielsweise durch wenigstens einen
Elastomer, wie insbesondere CSM und/oder durch wenigstens einen Thermoplast, wie insbesondere
PTFE, FEP, PFA, PVDF, PVDF, PE (LDPE/HDPE), PVC, PVA, PET oder PLA. Bevorzugter Weise
weist das Schutzmaterial 28 der Aufnahmemanschette 18 dabei die gleichen oder zumindest
vergleichbare Schutzeigenschaften auf, wie das Material des Schutzanzuges 2. Auf diese
Weise ist sichergestellt, dass in den für den Schutzanzug 2 vorgesehenen Einsatzbereichen
auch die Aufnahmemanschette 18 verwendet werden kann.
[0037] Wie aus Figur 1 ferner zu entnehmen ist, weist die Aufnahmemanschette 18 im Bereich
der Aufnahmetasche 22 ein transparentes Schutzmaterial 30 auf, über das das elektronische
Gerät 24 eingesehen werden kann. Das transparente Schutzmaterial 30 kann dabei durch
eine Folie aus Thermoplasten (wie beispielsweise teilkristalline Thermoplaste wie
PE, PP, PET, und PA, amorphe Thermoplaste wie PVC, PC), aus Duroplasten (wie beispielsweise
Phenoplaste wie Polyurethanharze und Epoxidharze) oder aus Elastomeren (wie beispielsweise
Naturkautschuk (NR), Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR), Styrol-Butadien-Kautschuk
(SBR), Chloropren-Kautschuk (CR), Butadien-Kautschuk (BR), CSM (Hypalon), Butylkautschuk
(IIR), Fluorkautschuk beziehungsweise fluoriertes Elastomer (FKM, FFKM, FFPM), Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk
(EPDM), Polyvinylidenfluorid (PVDF) oder Kunststoff-Folien (wie beispielsweise PTFE,
FEP) PTFE, FEP, PFA, PVDF, PVF, PE (LDPE/HDPE), PVC, EVA, PET, PLA, oder aus einem
Folienlaminat aus wenigstens zwei dieser Materialien gebildet sein. Besonders bevorzugt
werden hierbei Plexiglas EUROPLEX® HC Folien mit PVDF-Beschichtung und Panzerglasfolien
als transparentes Schutzmaterial 30 verwendet.
[0038] Die Verbindung des transparenten Schutzmaterials 30 mit dem übrigen Schutzmaterial
28 des Armschlingenelementes 20 kann dabei in jeder bekannten Weise erfolgen, durch
die eine ausreichende Dichtigkeit und Stabilität gewährleistet werden kann. Insbesondere
kann die Verbindung in Abhängigkeit der verwendeten Schutzmaterialien 28, 30 beispielsweise
durch Schweißen mittels eines Folienschweißbandes (wie beispielsweise CSM), durch
Kleben mittels eines Klebebandes, das beispielsweise aus Butyl oder Viton hergestellt
ist, durch Festklemmen mittels eines Klemmrahmens oder mittels einer Naht hergestellt
werden.
[0039] Figur 2 zeigt die Aufnahmemanschette 18 in einer alternativen Ausführungsform, bei
der das Armschlingenelement 20 über seine gesamte Länge elastisch verformbar, aber
mit einer relativ hohen Biegesteifigkeit ausgebildet ist. Hierbei weist das Armschlingenelement
20 einen Öffnungsabschnitt 32 auf, an dem es in Umlaufrichtung unterbrochen ist. Hierdurch
bildet das Armschlingenelement 20 eine Art elastische Klammer, die am Ärmel 6 des
Schutzanzuges 2 in einer gewünschten Position festgeklemmt werden kann.
[0040] Wie aus Figur 2 ferner zu entnehmen ist, weist die Aufnahmetasche 22 eine Eintrittsöffnung
34 auf, über die das elektronische Gerät 24 in die Aufnahmetasche 22 eingesetzt werden
kann beziehungsweise aus dieser heraus entnommen werden kann. Die Eintrittsöffnung
34 weist hierbei Verschlussmittel 36, wie beispielsweise Klettverschlussmittel, Reißverschlussmitteln,
Haftmitteln und/oder Druckknopfverschlussmitteln auf, über die sie sicher verschlossen
werden kann. Um hierbei ein flüssigkeits-, aerosol-, partikel- und/oder gasdichtes
Verschließen der Aufnahmetasche 22 gewährleisten zu können, sind an der Eintrittsöffnung
34 zudem Dichtmittel 38, wie beispielsweise vorspannbare Dichtlippen vorgesehen.
[0041] Darüber hinaus kann an der Aufnahmemanschette 18 wenigstens eine Sensoraufnahme 40
vorgesehen sein, die zur Anbringung einer Sensoreinrichtung 42 dient. Die Sensoraufnahme
40 ist dabei beispielsweise nach außen hin geöffnet ausgebildet, um mittels der Sensoreinrichtung
42 bestimmte Messwerte hinsichtlich der Umgebung ermitteln zu können. Über die Sensoreinrichtung
42 kann beispielsweise eine Außentemperatur, eine Strahlungsintensität, ein bestimmter
Gasgehalt, eine Explosionsgefährdung, eine Feuchtigkeit oder ein Außendruck ermittelt
werden. Zudem ist die Sensoreinrichtung 42, wie dargestellt, mittels einer Verkabelung
44 oder kabellos mit dem elektrischen Gerät 24 verbunden, so dass die ermittelten
Messwerte dem Träger des Schutzanzuges 2 über ein Display 46 des elektrischen Gerätes
24 angezeigt oder an eine andere Person übermittelt werden können, wie insbesondere
an eine Einsatzleitung.
[0042] Darüber hinaus kann das an der Aufnahmemanschette 18 aufgenommene elektronische Gerät
24 auch mit einer Funktionseinrichtung des Schutzanzuges 2 verbunden werden. Diese
kann, wie aus Figur 1 zu entnehmen ist, durch eine anzugseitige erste Sensoreinrichtung
48, die an einer Außenseite 50 des Schutzanzuges 2 gehalten ist, oder durch eine anzugseitige
zweite Sensoreinrichtung 52 gebildet sein, die an einer Innenseite 54 des Schutzanzuges
2 gehalten ist.
[0043] Die außenseitige erste Sensoreinrichtung 48 kann dazu dienen, einen bestimmten Umgebungsparameter
am jeweiligen Einsatzort zu ermitteln, wie beispielsweise eine Außentemperatur, eine
Strahlungsintensität, einen bestimmten Gasgehalt, eine Explosionsgefährdung, eine
Feuchtigkeit oder einen Außendruck.
[0044] Die innenseitige zweite Sensoreinrichtung 52 kann dagegen als Messdatengeber bezüglich
der Körperfunktionen des Schutzanzugträgers bzw. bezüglich der im Inneren des Schutzanzuges
2 herrschenden Bedingungen dienen, wie insbesondere zur Messung eines CO2-, 02-, Luftdruck-,
Blutdruckwertes und/oder einer Herzfrequenz.
[0045] Eine weitere Funktionseinrichtung des Schutzanzuges 2 kann zudem durch einen Signalgeber
56 im Sichtbereich des Schutzanzugträgers gebildet sein. Hierzu kann der Signalgeber
56 insbesondere ein optisches Signalmittel beziehungsweise ein Leuchtmittel 58 aufweisen,
das im Bereich des Visiers 10 an der Außenseite 50 oder der Innenseite 54 des Schutzanzuges
2 gehalten ist.
[0046] Zur Verbindung des elektronischen Gerätes 24 mit einer dieser Funktionseinrichtungen
kann dabei am Schutzanzug 2 jeweils ein Kabel K verlegt sein, wie in Figur 1 dargestellt.
Zur Verbindung des anzugseitigen Kabels mit dem elektronischen Gerät 24 ist an der
Aufnahmemanschette 18 ein Anschluss 60 vorgesehen, der über eine abgedichtete manschettenseitige
Kabeldurchführung 62 des Armschlingenelementes 20 mit dem elektronischen Gerät 24
verbunden ist. Ferner ist an dem Schutzanzug 2 eine anzugseitige Kabeldurchführung
64 vorgesehen, über die das Kabel K in abgedichteter Weise von der Innenseite 54 zur
Außenseite 50 verlegt ist, wie insbesondere aus Figur 3 zu entnehmen ist.
[0047] Alternativ hierzu ist zudem eine kabellose Verbindung zwischen dem elektronischen
Gerät 24 und der jeweiligen Funktionseinrichtung möglich. Darüber hinaus ist auch
eine weitere kabellose Verbindung zwischen dem elektronischen Gerät 24 und jeglicher
bekannten Funktionseinrichtung, die direkt am Schutzanzugträger gehalten ist, möglich,
wie beispielsweise ein Brustgurt zur Messung der Herzfrequenz (nicht dargestellt).
[0048] Darüber hinaus kann an der Aufnahmemanschette 18 separat zum elektronischen Gerät
24 eine elektronische Recheneinheit CPU vorgesehen sein, die in einer hierfür vorgesehenen
separaten CPU-Aufnahme 65 untergebracht ist, wie aus Fig. 2 zu entnehmen ist. Die
elektronische Recheneinheit CPU ist dabei über die Verkabelung 44 oder kabellos mit
einer der Sensoreinrichtungen 42, 48, 52 oder einer sonstigen Funktionseinrichtung
verbunden und weist eine spezielle Software zum Betrieb oder zur Datenauswertung der
betreffenden Funktionseinrichtung auf. Darüber hinaus ist die elektronische Recheneinheit
CPU über die Verkabelung 44 oder kabellos mit dem elektronischen Gerät 24 verbunden,
das beispielsweise als reine Anzeige- oder als Ein- und/oder Ausgabeeinheit fungiert.
Um einen besonders wirksamen Schutz der elektronischen Recheneinheit CPU zu gewährleisten,
kann diese dauerhaft in der CPU-Aufnahme festglegt und beispielsweise eingegossen
sein.
[0049] Figur 3 zeigt die Aufnahmemanschette 18 mit einer alternativen Ausführungsform des
Armschlingenelementes 20, das hierbei durch ein Band gebildet ist, dass zum Anlegen
an beziehungsweise Abnehmen vom Ärmel 6 geöffnet werden kann. Hierzu sind an den Enden
des Armschlingenelementes 20 Verbindungsmittel 66 vorgesehen, die beispielhaft durch
Druckknopfmittel 68 und damit verbindbaren Druckknopfgegenmittel 70 gebildet sind,
wie insbesondere aus Figur 4 zu entnehmen ist.
[0050] Zudem weist das Armschlingenelement 20 dabei einen elastischen Abschnitt 72 auf,
mittels dem im angelegten Zustand eine gewisse Vorspannung erzeugt werden kann, um
die Aufnahmemanschette 18 sicher am Ärmel 6 des Schutzanzuges 2 festlegen zu können.
[0051] Figur 5 zeigt eine weitere Ausführungsform der Aufnahmemanschette 18, bei der die
Verbindungsmittel 66 durch Klett/Flausch-Mittel 74 und damit verbindbare Klett/Flausch-Gegenmittel
76 gebildet sind. Die Verbindungsmittel 66 sind dabei in der Art einer Blutdruckmessmanschette
angeordnet und durch ein Umlenkelement 78 durchfädelbar.
[0052] Darüber hinaus können die Verbindungsmittel 66 auch in jeder anderen bekannten und
geeigneten Form ausgebildet sein, wie beispielsweise durch Magnetfolien oder Schnapp-,
Rast- und/oder Spannvorrichtungen.
[0053] Es wird darauf hingewiesen, dass alle oben beschriebenen Elemente und Merkmale der
verschiedenen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gegenstandes untereinander austauschbar
beziehungsweise kombinierbar sind, sofern ein Austausch oder eine Kombination derselben
aus technischen Gründen nicht ausgeschlossen ist.
[0054] Zur Verwendung der Schutzanzugsüberwachungsanordnung 14 wird zunächst das elektronische
Gerät 24 über die Eintrittsöffnung 34 in die Aufnahmetasche 22 eingesetzt und hierbei
gegebenenfalls über die Verkabelung 44 mit der an der Sensoraufnahme 40 aufgenommenen
Sensoreinrichtung 42 verbunden. Anschließend werden die Verschlussmittel 36 verschlossen,
um die Aufnahmetasche 22 sicher zur Außenseite hin abzudichten. Zudem wird das elektronische
Gerät 24 über die Kabel K oder kabellos mit den anzugseitigen Funktionseinrichtungen
verbunden.
[0055] Hiernach wird die Aufnahmemanschette 18 mittels des Armschlingenelementes 20 in einer
gewünschten Position am Ärmel 6 festgelegt, wobei die Aufnahmemanschette 18 bevorzugter
Weise so positioniert wird, dass der Schutzanzugträger das Display 46 in möglichst
komfortabler Weise einsehen und/oder bedienen kann.
[0056] Während des Einsatzes des Schutzanzugträgers können die vorbestimmten Parameter bezüglich
der Umgebung, der Innenseite 54 des Schutzanzuges 2 sowie der Lebensfunktionen des
Schutzanzugträgers mittels der Sensoreinrichtungen 42, 48 oder 52 gemessen und am
Display 46 des elektronischen Gerätes 24 angezeigt werden. Zudem kann das elektronische
Gerät 24 dazu verwendet werden, die am Einsatzort des Schutzanzuges 2 gemessenen Werte
an Dritte weiterzuleiten, wie beispielsweise eine Einsatzleitung. Zudem ist über das
elektronische Gerät 24 eine einseitige oder mehrseitige Kommunikation zwischen dem
Schutzanzugträger und anderen Personen möglich.
[0057] Um hierbei sicherzustellen, dass der Anzugträger die am Display 46 angezeigte Informationen
nicht übersieht, wie beispielsweise im Verlauf von Arbeiten, während denen er keine
direkte Einsichtnahme auf das Display 46 hat, kann ihm die Bereitstellung von Informationen
mittels des Signalgebers 56 angezeigt werden. Hierzu wird das Leuchtmittel 58 aktiviert,
sobald entsprechend relevante Informationen an dem elektronischen Gerät 24 zur Verfügung
stehen.
[0058] Um hierbei eine zu große Informationsdichte zu vermeiden, kann eine vorbestimmte
Auswahl an Informationen, die seitens des elektronischen Gerätes 24 ermittelt oder
empfangen werden, getroffen werden, auf die gleichzeitig mit ihrer Bereitstellung
am Display mittels des Signalgebers 56 am Visier 10 hingewiesen wird. Andere Informationen,
wie beispielsweise Uhrzeit oder Position, können dagegen am Display 46 angezeigt werden,
ohne dass der Signalgeber 56 aktiviert wird. Vorzugsweise ist die vorbestimmte Auswahl
an Informationen, bei denen die Signalisierung am Visier 10 erfolgt, in Abhängigkeit
vom jeweils vorgesehenen Einsatz einstellbar.
[0059] Zudem kann der Signalgeber 56 in Abhängigkeit von Messdaten aktiviert werden, die
mittels der Sensoreinrichtungen 42, 48, 52 ermittelt werden. Hierzu können beispielsweise
am elektronischen Gerät 24 Grenzwerte oder vorgegebene Wertebereiche eingestellt werden,
bei deren Erreichen oder Verlassen der Signalgeber 56 aktiviert wird. Die Aufnahmemanschette
18 mit dem daran aufgenommenen elektronischen Gerät 24 ermöglicht es somit, dass dem
Träger des Schutzanzuges 2 bei Bedarf unterschiedliche Informationen zur Verfügung
gestellt werden können. Durch die Verbindung mit dem Signalgeber 56 können die Informationen
dem Schutzanzugträger zur Verfügung gestellt werden, ohne ihn von einer aktuellen
Tätigkeit abzulenken. Vielmehr wird er lediglich durch die Aktivierung des Signalgebers
56 in seinem Sichtfeld in unaufdringlicher Weise darauf hingewiesen, dass am Display
46 relevante bzw. aktuelle Informationen zum jeweiligen Einsatz zur Verfügung stehen.
1. Aufnahmemanschette (18) für die Anbringung an einem Schutzanzug (2), wie insbesondere
einem Brand-, Hitze- oder Chemieschutzanzug
mit einem Armschlingenelement (20) für die Festlegung an einem Ärmel (6) des Schutzanzuges
(2)
und einer Aufnahmetasche (22) für die Aufnahme eines elektronischen Gerätes (24),
wobei die Aufnahmemanschette (18) wenigstens ein Schutzmaterial (28) aufweist, das
wenigstens zu einer Außenseite der Aufnahmemanschette (18) hin eine geschlossene Barriere
bildet,
dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Sensoraufnahme (40) für die Festlegung einer mit dem elektronischen
Gerät (24) verbindbaren Sensoreinrichtung (42) vorgesehen ist.
2. Aufnahmemanschette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine gesamte Oberfläche (26) der Aufnahmemanschette (18) geschlossen durch das wenigstens
eine Schutzmaterial (28) gebildet ist und das Schutzmaterial (28) dabei durch ein
chemie-, flammen- und/oder hitzebeständiges Material gebildet ist.
3. Aufnahmemanschette nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Schutzmaterial (28) wenigstens teilweise durch wenigstens einen
Elastomer, wie insbesondere CSM und/oder durch wenigstens einen Thermoplast, wie insbesondere
PTFE, FEP, PFA, PVDF, PVF, PE (LDPE/HDPE), PVC, EVA, PET oder PLA gebildet ist.
4. Aufnahmemanschette nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens im Bereich der Aufnahmetasche (22) ein transparentes Schutzmaterial (28)
vorgesehen ist.
5. Aufnahmemanschette nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das transparente Schutzmaterial (28) durch eine Folie aus Thermoplasten, wie beispielsweise
teilkristalline Thermoplaste, wie PE, PP, PET, und PA, amorphe Thermoplaste wie PVC,
PC, aus Duroplasten, wie beispielsweise Phenoplaste wie Polyurethanharze und Epoxidharze,
oder aus Elastomeren, wie beispielsweise Naturkautschuk (NR), Acrylnitril-Butadien-Kautschuk
(NBR), Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR), Chloropren-Kautschuk (CR), Butadien-Kautschuk
(BR), CSM (Hypalon), Butylkautschuk (IIR), Fluorkautschuk beziehungsweise fluoriertes
Elastomer (FKM, FFKM, FFPM), Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM), Polyvinylidenfluorid
(PVDF) oder Kunststoff-Folien, wie beispielsweise PTFE, FEP, PTFE, FEP, PFA, PVDF,
PVF, PE (LDPE/HDPE), PVC, EVA, PET, PLA, oder einem Folienlaminat aus wenigstens zwei
dieser Materialien gebildet ist.
6. Aufnahmemanschette nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Armschlingenelement (20) wenigstens abschnittsweise elastisch ausgebildet ist.
7. Aufnahmemanschette nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Armschlingenelement (20) entlang einer Umlaufrichtung eine Öffnung (32) sowie
Verbindungsmittel zum Verschließen der Öffnung (32) aufweist.
8. Aufnahmemanschette nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetasche (22) eine verschließbare Eintrittsöffnung (34) aufweist, die mittels
Klettverschlussmitteln, Reißverschlussmitteln, Haftmitteln und/oder Druckknopfverschlussmitteln
verschließbar ist und an der Eintrittsöffnung (34) Dichtmittel (38) zum flüssigkeits-,
aerosol-, partikel- und/oder gasdichten Verschließen vorgesehen sind.
9. Aufnahmemanschette nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Schutzmaterial (28) eine manschettenseitige abgedichtete Kabeldurchführung (62)
vorgesehen ist.
10. Aufnahmemanschette nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine CPU-Aufnahme (65) für die Festlegung einer mit dem elektronischen
Gerät (24) verbindbaren elektronischen Recheneinheit (CPU) vorgesehen ist.
11. Schutzanzugsüberwachungsanordnung (14)
mit einer an einem Ärmel (6) eines Schutzanzuges (2) befestigten Aufnahmemanschette
(18) nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
und einem in der Aufnahmemanschette (18) aufgenommenen elektronischen Gerät (24),
dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Gerät (24) mit wenigstens einer Funktionseinrichtung des Schutzanzuges
(2) verbindbar ist.
12. Schutzanzugsüberwachungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Gerät (24) über Kabel (K) mit der wenigstens einen Funktionseinrichtung
verbindbar ist.
13. Schutzanzugsüberwachungsanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass am Schutzanzug (2) eine abgedichtete Kabeldurchführung (64) vorgesehen ist.
14. Schutzanzugsüberwachungsanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Gerät (24) kabellos mit der wenigstens einen Funktionseinrichtung
verbindbar ist.
15. Schutzanzugsüberwachungsanordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktionseinrichtung einen visierseitigen Signalgeber (56) oder eine anzugsseitige
Sensoreinrichtung (48, 52) aufweist.
16. Schutzanzugsüberwachungsanordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine vom elektronischen Gerät (24) getrennt aufgenommene elektronische Recheneinheit
(CPU) vorgesehen ist, die sowohl mit der Funktionseinrichtung als auch mit der Anzeigeeinrichtung
verbindbar ist.
17. Schutzanzugsüberwachungsanordnung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die elektronische Recheneinheit (CPU) abgedichtet und fest an der Aufnahmemanschette
(18) aufgenommen ist.