[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum separaten Applizieren von als Packhilfsmittel-Endlosband
zugeführten Packhilfsmitteln, vorzugsweise umverpackten Strohhalmen, an Packungen,
insbesondere Karton-Verbundpackungen, mit einem Trennorgan zum Vereinzeln der Packhilfsmittel
des Packhilfsmittel-Endlosbandes, einem Zuführmittel zum Zuführen des Packhilfsmittel-Endlosbandes
zum Trennorgan und zum Weitergeben der durch das Trennorgan vereinzelten Packhilfsmittel,
einem Applikationsmittel zum Applizieren der vereinzelten Packhilfsmittel an die Packungen
und einem Transportmittel zum Transportieren der Packungen entlang eines Packungs-Transportpfads
zum Applikationsmittel. Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zum separaten Applizieren
von als Packhilfsmittel-Endlosband zugeführten Packhilfsmitteln, vorzugsweise umverpackten
Strohhalmen, an Packungen, insbesondere Karton-Verbundpackungen.
[0002] Packgüter werden mittels Verpackungen verpackt. Packgut und Verpackung bilden zusammen
eine Packung. Zum Abfüllen und Verpacken von insbesondere fließfähigen Produkten,
wie Getränken oder anderen Lebensmitteln, werden neben Flaschen und Dosen auch Verbundpackungen
verwendet. Verbundpackungen sind aus miteinander verbundenen Packstoffen gebildet.
Karton-Verbundpackungen weisen neben dem Packstoff Karton beispielsweise auch den
Packstoff Kunststoff auf. Karton und Kunststoff sind flächig miteinander verbunden
und bilden als Schichtaufbau ein sogenanntes Packungslaminat. Die Kartonschicht verleiht
der Packung Stabilität und dient als Trägerschicht für Kunststoffschichten. Kunststoffschichten
dienen unter anderem als Flüssigkeitssperren, so dass Packgüter wie fließfähige Produkte,
beispielsweise Getränke, abgefüllt werden können und so dass keine Feuchtigkeit von
außen in die Kartonschicht eindringen kann. Ferner lassen sich Kunststoffschichten
als thermoplastische Schichten siegeln. So werden beispielsweise stoffschlüssig gefügte
Siegelnähte zur Ausbildung der Verpackung und zum Verschließen zur Packung möglich.
Der Schichtaufbau des Packungslaminats kann je nach Anforderungen variieren. So wird
beispielsweise für aseptische Füllgüter zusätzlich eine Aluminiumschicht eingelegt,
um eine gute Barrierewirkung gegen Gase und Licht zu erzielen. Um das flächige Packungslaminat
falzen, also maschinell falten, zu können, sind oft Rillungen in das Packungslaminat
eingebracht. Rillungen definieren die späteren Falzlinien vor. Die Falzungen bilden
an der Packung die Packungskanten und/oder ermöglichen die Ausformung von Packungsboden
und/oder Packungskopf. Packungslaminate sind zudem meist mit einem Dekor bedruckt.
[0003] Oft - aber nicht immer - wird das Packungslaminat noch während seiner Herstellung
auf das Intervall einer Verpackung zugeschnitten. Solche Zuschnitte können zu sogenannten
Packungsmantelrohlingen weiterverarbeitet werden. Dabei wird der Zuschnitt umgelegt
und durch eine Längssiegelnaht zu einem Rohr verbunden. Solche Packungsmantelrohlinge
bilden das eigentliche Packmittel einer Karton-Verbundpackung. Alternativ kann das
Packungslaminat als Endlosmaterial, insbesondere als Rollenware, bereitgestellt werden.
[0004] Das eigentliche Formen und Befüllen der Verpackung und das Verschließen zu einer
Packung geschieht in einer Verpackungsmaschine, die nicht selten in Anlehnung an ihre
Hauptfunktionen, insbesondere das Formen der Verpackung, das Füllen der Verpackung
und das Siegeln der Verpackung, auch als Form-/Fill-/Seal-Maschine bezeichnet wird.
Als Füllgüter kommen vorwiegend flüssige Lebensmittel wie beispielsweise Getränke,
Suppen oder Joghurt in Frage. Denkbar sind auch gestockte, pastöse und stückige Produkte
oder fließfähige Produkte mit stückigen Anteilen, die ebenfalls vorzugsweise Lebensmittel
sein können. Im Falle von Getränken werden die Karton-Verbundpackungen auch als Getränkekarton-Verbundpackungen
bezeichnet.
[0005] Packungen genannter Art werden zuweilen auch mit Packhilfsmitteln wie beispielsweise
Ausgießelementen und/oder Strohhalmen, die auch als Trinkhalme bezeichnet werden,
versehen. Letztere sind in der Regel - um die gebotene Hygiene zu gewährleisten -
in verschlossenen Umverpackungen aufgenommen. Die Packhilfsmittel können beispielsweise
mittels Heißleim an eine Seitenwand einer Karton-Verbundpackung geklebt sein. Will
der Konsument das Produkt mit einem Strohhalm verzehren, entfernt er zunächst den
umverpackten Strohhalm von der Seitenwand der Packung, insbesondere der Karton-Verbundpackung,
und schält diesen aus der Umverpackung. Der freigelegte Strohhalm lässt sich sodann
am gespitzten Ende in einen speziell geschwächten Bereich in der Packung, insbesondere
der Karton-Verbundpackung, stoßen, so dass das Produkt direkt über den Strohhalm verzehrt
werden kann.
[0006] Als Massenware sind Packhilfsmittel marktüblich als Endlosbänder verfügbar. Ein Packhilfsmittel-Endlosband
ist in der Regel aus einer Vielzahl von in Bandrichtung miteinander verbundenen Packhilfsmitteln
aufgebaut, von denen der Reihe nach Packhilfsmittel separiert bzw. vereinzelt und
anschließend an den Packungen appliziert werden. Im Falle von Strohhalm-Endlosbändern
werden diese beispielsweise durch quer zur Bandrichtung ausgerichtete und in Folie
eingeschweißte Strohhalme gebildet. Die Folie bildet dabei sowohl die jeweilige Umverpackung
der Strohhalme wie auch - in ihrer Abfolge - das "endlose" Band.
[0007] Für die maschinelle Vereinzelung und Applikation der umverpackten Strohhalme an Karton-Verbundpackungen
werden beispielsweise Vorrichtungen gemäß
DE 29 02 899 A1 eingesetzt. Dabei wird das Strohhalm-Endlosband von einer Vorratsrolle über Umlenkwalzen
in ein getaktet angetriebenes Zuführmittel eingespeist, um das Endlosband einem Trennorgan
zum Vereinzeln der Strohhalme zuzuführen und um die vereinzelten Strohhalme an ein
Applikationsmittel weiterzugeben. Die umverpackten Strohhalme werden im Zuführmittel
mittels eines hin und her beweglichen Schneidmessers vereinzelt und weiter in Richtung
des Applikationsorts verbracht. Die gefüllten und verschlossenen Karton-Verbundpackungen
werden derweil von einem Transportmittel entlang eines linearen Transportpfades mit
Klebstoff versehen und einem Applikationsmittel zugeführt. Vom Applikationsmittel
werden die vereinzelten Strohhalme am Applikationsort mittels eines Übertragungselements
an die zugeführten Packungen appliziert. Die Taktung des Zuführmittels ermöglicht
eine Vereinzelung der Strohhalme bei deren Stillstand. Dieses taktweise Vorgehen wirkt
aber nicht selten limitierend auf die Verarbeitungsgeschwindigkeiten.
[0008] Das europäische Patent
EP 1042 172 B1 schlägt eine Vorrichtung zum Anbringen von umverpackten Strohhalmen an Karton-Verbundpackungen
vor, wobei das Endlosband einem sich kontinuierlich drehenden Zuführmittel zugeführt
wird, wo die Vereinzelung der Strohhalme vom Endlosband durch das Zertrennen des Endlosbands
mittels eines Trennmittels vollzogen wird. Das Zuführmittel speist zunächst das Endlosband
ein, um dann die Strohhalme mittels eines Trennmittels in Form eines Schneidmessers
zu vereinzeln. Das Schneidmesser vollführt dabei neben einer radialen Stechbewegung
in Richtung der Antriebsmittel-Drehachse zusätzlich eine Mitlaufbewegung über einen
gewissen Umfangsabschnitt des Zuführmittels. Die so vereinzelten Strohhalme werden
an ein Applikationsmittel in Form einer sich ebenfalls kontinuierlich bewegenden Applikationsgabel
weitergegeben, von der die Strohhalme an die zuvor mit Klebstoff versehenen und über
ein Transportmittel entlang eines Transportpfads herangeführten Packungen angedrückt
werden. Teilweise über den Umfang des Zuführmittels mitlaufende Trennmittel sind mechanisch
aufwändig und relativ störungsanfällig. Oft produzieren sie auch nicht zufriedenstellende
Schneidergebnisse wie abstehende Trennbrauen oder dergleichen.
[0009] Davon ausgehend ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung und
ein Verfahren der eingangs genannten und zuvor näher beschriebenen Art so auszugestalten
und weiterzubilden, dass die beschriebenen Nachteile überwunden werden. Insbesondere
sollen das Separieren und das Applizieren von Packhilfsmitteln schnell, qualitativ
hochwertig und zuverlässig erfolgen.
[0010] Gelöst wird die Aufgabe bei einer Vorrichtung nach dem Oberbegriff von Anspruch 1
dadurch, dass ein Überführmittel zum Übernehmen der vom Zuführmittel weitergegebenen
Packhilfsmittel und zum Beschleunigen der übernommenen Packhilfsmittel auf eine an
das Applikationsmittel angepasste Geschwindigkeit vorgesehen ist.
[0011] Gelöst wird die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ebenfalls durch ein Verfahren
gemäß Oberbegriff von Anspruch 10, bei dem folgende Arbeitsschritte ausgeführt werden:
- Zuführen eines Packhilfsmittel-Endlosbandes zu einem Trennorgan mittels eines Zuführmittels,
- Vereinzeln der Packhilfsmittel des Packhilfsmittel-Endlosbandes am Zuführmittel mittels
eines Trennorgans,
- Weitergeben der vereinzelten Packhilfsmittel mittels des Zuführmittels,
- Übernehmen und Beschleunigen der vereinzelten Packhilfsmittel auf eine an ein Applikationsmittel
angepasste Geschwindigkeit durch ein Überführmittel,
- Übergeben der beschleunigten Packhilfsmittel mit an das Applikationsmittel angepasster
Geschwindigkeit an das Applikationsmittel und
- Applizieren der Packhilfsmittel an durch ein Transportmittel entlang eines Packungs-Transportpfades
an dem Applikationsmittel vorbeibewegten Packungen mittels des Applikationsmittels.
[0012] Ein zwischen Zuführ- und Applikationsmittel zwischengeschaltetes Überführmittel erlaubt
eine funktionale und bauliche Entkoppelung des Separierens der Packhilfsmittel vom
Packhilfsmittel-Endlosband und des Applizierens der separierten Packhilfsmittel an
die Packungen. So können das Vereinzeln der Packhilfsmittel und das Applizieren der
Packhilfsmittel an die Packungen mit unterschiedlichen und jeweils anforderungsgemäßen
Geschwindigkeiten erfolgen. Konkret heißt das, dass z. B. Schneid- und Vereinzelungsprozesse
bei niedrigeren Geschwindigkeiten oder gar bei Stillstand des Packhilfsmittel-Endlosbands
durchgeführt werden können, während der Applikationsprozess der vereinzelten Packhilfsmittel
an die Packungen bei höheren Geschwindigkeiten durchgeführt werden kann. Derart anpassbare
Geschwindigkeiten führen zu stabileren und somit zuverlässigeren Arbeitsprozessen
und höheren Fertigungsqualitäten. Gleichzeitig kann der Gesamtprozess beschleunigt
werden. Das Überführmittel als Überbrückungsglied ermöglicht zudem ein sicheres Verbringen
der Packhilfsmittel vom Ort des Separierens an den Ort des Applizierens selbst bei
höchsten Applikationsgeschwindigkeiten.
[0013] Der Einfachheit halber kann das Überführmittel die separierten Packhilfsmittel direkt
vom Zuführmittel übernehmen und/oder direkt an das Applikationsmittel übergeben. Das
Zuführmittel und das Applikationsmittel sind dann unmittelbar über das Überführmittel
gekoppelt, so dass weitere Baugruppen entbehrlich sind. Dies bedeutet bedarfsweise
auch, dass die Packhilfsmittel an einer Stelle, der Übernahmeposition, des Übergabemittels
übernommen und an einer anderen Stelle, der Übergabeposition, des Übergabemittels
an das Applikationsmittel übergeben wird. Dabei erfolgt das Übernehmen und das Übergeben
vorzugsweise nacheinander, insbesondere abwechselnd, um die Übernahme und die Übergabe
bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten realisieren zu können. In der Zwischenzeit
kann das Überführmittel insgesamt beschleunigt oder abgebremst werden. Alternativ
kann auch nur ein Teil des Überführmittels abgebremst und ein, bedarfsweise anderer,
Teil des Überführmittels beschleunigt werden. Es können in diesem Falle beispielsweise
Träger zur Aufnahme der Packhilfsmittel vorgesehen sein, die unabhängig voneinander
abgebremst und beschleunigt werden können. Die Träger werden dann beispielsweise vor
der Übernahme der Packhilfsmittel abgebremst und vor der Übergabe der Packhilfsmittel
beschleunigt. Wenn das Überführmittel jeweils insgesamt beschleunigt oder abgebremst
wird, kommt ein sogenannter schwelender Betrieb in Frage. Dabei kann sich das Überführmittel
langsam drehen oder gar stillstehen und dabei von dem Zuführmittel ein Packhilfsmittel
übernehmen. Sodann kann das Zuführmittel beschleunigt werden, um das Packhilfsmittel
oder ein anderes Packhilfsmittel bei höherer Geschwindigkeit an das Applikationsmittel
zu übergeben, wonach das Überführmittel wieder abgebremst wird um ein weiteres Packhilfsmittel
zu übernehmen.
[0014] Je nach der Ausgestaltung des Überführmittels können die Packhilfsmittel in horizontaler
und/oder vertikaler Richtung transportiert werden. Dabei können die Packhilfsmittel
beispielsweise entlang einer gekrümmten, kreisbogenförmigen oder geraden Transportbahn
von dem Überführmittel bewegt werden. Der Transport kann beispielsweise von einem
Band, einer Kette, einzelnen Trägern oder durch die Bewegung des Überführmittels insgesamt
bewerkstelligt werden.
[0015] Verfahrensmäßig wird also zunächst dem Zuführmittel ein Packhilfsmittel-Endlosband
zugeführt, das die Packhilfsmittel der Reihe nach aufweist. Das Zuführmittel führt
nach der Übernahme des Packhilfsmittel-Endlosbands das Packhilfsmittel-Endlosband
einem Trennorgan zu, das das Packhilfsmittel-Endlosband auftrennt und dabei die einzelnen
Packhilfsmittel des Packhilfsmittel-Endlosbands separiert und vereinzelt. Die nun
einzeln und separiert vorliegenden Packhilfsmittel werden von dem Zuführmittel von
dem Trennorgan weg und zu einem Überführmittel hin transportiert. Das Überführmittel
übernimmt die Packhilfsmittel an einer von dem Trennorgan beabstandeten Position mit
einer geringen Geschwindigkeit oder bedarfsweise auch einer Geschwindigkeit von Null.
Die Packhilfsmittel werden von dem Überführmittel in Richtung eines Applikationsmittels
weiter transportiert, wobei die Packhilfsmittel vor der Übergabe an das Applikationsmittel
beschleunigt werden, um dann mit der höheren Geschwindigkeit gegenüber der Geschwindigkeit
beim Übernehmen der Packhilfsmittel vom Überführmittel an das Applikationsmittel übergeben
zu werden. Diese höhere Geschwindigkeit ist abgestimmt auf die Geschwindigkeit des
Applikationsmittels, das bewegt wird, um die Packhilfsmittel an Packungen zu applizieren,
die über ein Transportmittel entlang eines Packungs-Transportpfads an dem Applikationsmittel
vorbeibewegt werden und währenddessen die vereinzelten Packhilfsmittel empfangen.
[0016] Der besseren Verständlichkeit halber und zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen
werden nachfolgend die Vorrichtung und das Verfahren gemeinsam beschrieben, ohne jeweils
im Einzelnen zwischen der Vorrichtung und dem Verfahren zu unterscheiden. Anhand des
Kontextes wird jedoch ersichtlich, welches Merkmal jeweils hinsichtlich der Vorrichtung
und des Verfahrens bevorzugt ist.
[0017] Bei einer ersten besonders bevorzugten Ausgestaltung der Vorrichtung ist das Zuführmittel
zum schrittweisen Transport der Packhilfsmittel getaktet antreibbar ausgebildet. Da
die einzelnen Packhilfsmittel auf dem Packhilfsmittel-Endlosband typischerweise in
festen Intervallen abfolgen, ist es sinnvoll, die Zuführung ebenso in zeitlichen Intervallen
vorzunehmen. So ermöglicht eine auf die Packhilfsmittel abgestimmte Arbeitstaktung
die Vornahme weiterer Arbeitsprozesse. Auf diese Weise kann ein sehr genaues und reproduzierbares
Zuführen der Packhilfsmittel erreicht werden. Alternativ oder zusätzlich wird so in
einfacher Weise erreicht, dass das Separieren der Packhilfsmittel vom Packhilfsmittel-Endlosband
erfolgen kann, während das Endlosband bzw. das Zuführmittel stillsteht oder sich nur
mit geringer Geschwindigkeit bewegt.
[0018] Wenn das Trennorgan getaktet antreibbar ausgebildet ist, lassen sich die Arbeitsschritte
des Trennens und des Zuführens optimal aufeinander abstimmen. Auf diese Weise kann
ein sehr genaues und reproduzierbares Trennen der Packhilfsmittel erreicht werden,
das bedarfsweise erfolgen kann, während das Endlosband bzw. das Zuführmittel stillsteht
oder sich nur mit geringer Geschwindigkeit bewegt. Dies führt zu einem störungsfreien
Trennen und Vereinzeln der Packhilfsmittel, so dass Betriebsstörungen minimiert werden.
Die Taktung des Trennorgans kann darin bestehen, dass das Trennorgan wiederholt in
entgegengesetzte Richtungen hin und her bewegt wird. Die Taktung kann aber vorzugsweise
auch so erfolgen, dass das Trennorgan in einer vom Packhilfsmittel-Endlosband beabstandeten
Endstellung für einen kurzen Zeitraum angehalten wird. Für die Zuverlässigkeit und
die Verfahrensführung ist es zudem besonders zweckmäßig, wenn das Trennorgan synchron
mit dem Zuführmittel getaktet angetrieben werden kann.
[0019] Bevorzugt ist das Zuführmittel als oder umfassend ein drehbares Karussell mit über
dem Umfang verteilt angeordneten Aufnahmen für den Transport der Packhilfsmittel zum
Trennorgan und zur Weitergabe der Packhilfsmittel ausgebildet. Um eine Rotationsachse
drehbare Gestelle, die auch als Karusselle bezeichnet werden, ermöglichen es, über
den Umfang, insbesondere gleichmäßig, verteilte Aufnahmen für die Packhilfsmittel
vorzusehen. Dabei sind die Aufnahmen vorteilhafterweise korrespondierend zur Form
der Packhilfsmittel ausgebildet, so dass die Aufnahmen die Packhilfsmittel formschlüssig
aufnehmen und zweckmäßig halten können. Durchmesser und Teilung, d.h. die auf den
Umfang bezogene Anzahl der Aufnahmen, des Karussells lassen sich so auf die Arbeitsprozesse
abstimmen, dass die Leistung und Funktion der Vorrichtung verbessert werden. Des Weiteren
ist aber auch der Transport der Packhilfsmittel sehr einfach und zuverlässig möglich,
wobei sich bedarfsweise Bauraum einsparen lässt.
[0020] Konstruktiv vorteilhaft sind zwischen den Aufnahmen radiale Kerben zur Aufnahme des
Trennorgans beim Vereinzeln der Packhilfsmittel eingearbeitet, so dass das Trennorgan,
beispielsweise in Form eines Schneidmessers, beim Vereinzelungsvorgang kurzzeitig
in die Kerbe eintauchen und dabei das Packhilfsmittel-Endlosband durchtrennen kann,
während vorzugsweise die angrenzenden Packhilfsmittel formschlüssig in den Aufnahmen
aufgenommen sind. Auf diese Weise kann auch erreicht werden, dass das Packhilfsmittel-Endlosband
eine gewisse Vorspannung aufweist, was die Vereinzelung der Packhilfsmittel vereinfacht
sowie die Güte und Sicherheit der Vereinzelung verbessert.
[0021] Das Applikationsmittel kann alternativ oder zusätzlich ein antreibbares Applikationsrad
aufweisen. Durch das Applikationsrad können die Packhilfsmittel präzise und schnell
an den Applikationsort herantransportiert werden, ohne dass dazu ein erhöhter apparativer
Aufwand erforderlich wäre. Dies ist in besonderem Maße der Fall, wenn das Applikationsrad
mit im Wesentlichen konstanter Drehgeschwindigkeit antreibbar ist. Zudem wird die
Zuverlässigkeit der Applikation verbessert, wenn die Umfangsgeschwindigkeit des Applikationsrads
wenigstens im Wesentlichen der Transportgeschwindigkeit der Packungen entlang des
Transportpfads am Ort der Applikation entspricht. So kann eine geringe Relativgeschwindigkeit
zwischen den Packungen und den Packhilfsmitteln beim Applizieren derselben sichergestellt
werden, so dass eine prozessstabilere Applikation mit weniger Ausschuss möglich wird.
Werden zudem möglichst konstante Geschwindigkeiten gefahren, minimieren sich unerwünschte
Kräfte, die aus Beschleunigungen resultieren.
[0022] Bei einer weiteren zweckmäßigen Ausgestaltung der Erfindung weist das Überführmittel
ein mit variierenden Geschwindigkeiten schwenkbares Überführelement und/oder ein mit
variierenden Umfangsgeschwindigkeiten drehbares Überführrad auf. Variierende, den
Gegebenheiten anpasste Geschwindigkeiten des Überführmittels verbessern die Robustheit
der Prozesse, namentlich auch bei Übernahme und Übergabe der Packhilfsmittel durch
das Überführmittel. Letztlich kann die Übernahme der Packhilfsmittel bei einer geeigneten
Geschwindigkeit des Überführmittels und die Übergabe der Packhilfsmittel bei einer
anderen geeigneten Geschwindigkeit des Überführmittels erfolgen, um beispielsweise
das Gesamtverfahren zu optimieren. So sind besonders vorteilhaft das Karussell und
das Überführmittel so ausgebildet, dass zur Übergabe der Packhilfsmittel vom Karussell
an das Überführmittel das Karussell und das Überführmittel wenigstens annähernd stillstehen
oder sich nur mit geringer Geschwindigkeit bewegen. Eine solche Konfiguration erhöht
die Prozesssicherheit und vermeidet Störungen beim Übernehmen des Packhilfsmittels.
[0023] Alternativ oder zusätzlich kann dem Transportmittel wenigstens ein Klebstoffauftragsmittel
zum Beleimen der entlang des Packungs-Transportpfads dem Applikationsmittel zugeführten
Packungen zugeordnet sein. Wird der Klebstoff direkt und in einem separaten Verfahrensschritt
auf die Packungen aufgebracht, wird ein unerwünschtes Verkleben von Funktions- und
Baugruppen verhindert und somit ein stabiler Betrieb der Vorrichtung erreicht.
[0024] Bei einer ersten besonders bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens werden das Zuführmittel
und das Überführmittel getaktet angetrieben. Dies bedeutet, dass das Zuführmittel
und das Überführmittel jeweils gleichartige Bewegungszyklen durchlaufen. Hinsichtlich
des Zuführmittels kann dieses in regelmäßigen Abständen angehalten werden, um ein
Abtrennen eines weiteren Packhilfsmittels vom Packhilfsmittel-Endlosband zu bewirken.
Gleiches kann für das Überführmittel gelten, wenn das Übernehmen der Packhilfsmittel
durch das Überführmittel bei Stillstand des Überführmittels erfolgt. Andernfalls kann
zyklisch die Geschwindigkeit des Überführmittels gesteigert und wieder reduziert werden,
ohne dass es dabei zum Stillstand des Überführmittels kommt. Alternativ oder zusätzlich
bewegt sich das Applikationsmittel vorzugsweise kontinuierlich, insbesondere mit wenigstens
im Wesentlichen konstanter Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeit ist zudem vorzugsweise
recht hoch um einen großen Durchsatz an Packungen zu ermöglichen. Dies ist einfach
und zuverlässig möglich, wenn das Applikationsmittel zwischen zwei Applikationen nicht
jedes Mal abgebremst und wieder beschleunigt werden muss.
[0025] Wenn das Zuführmittel beim Vereinzeln der Packhilfsmittel mit dem Trennorgan und/oder
bei der Weitergabe der Packhilfsmittel stillsteht, erfolgt vorzugsweise bei wenigstens
einem Stillstand des Zuführmittels, insbesondere bei jedem Stillstand des Zuführmittels,
eine Vereinzelung eines Packhilfsmittels. Wenn die Übernahme des Packhilfsmittels
vom Überführmittel bei langsamer Bewegung des Zuführmittels erfolgt, kann die Weitergabe
der Packhilfsmittel jeweils kurzzeitig vor oder nach dem Stillstand des Zuführmittels
erfolgen, währenddessen die Geschwindigkeit des Zuführmittels ohnehin gering ist.
Damit wird in jedem Fall der Betrieb vereinfacht und muss das Zuführmittel nicht so
oft angehalten werden.
[0026] Das Überführmittel kann die weitergegebenen vereinzelten Packhilfsmittel direkt oder
indirekt vom Zuführmittel erhalten. Ersteres ist konstruktiv einfacher zu bewerkstelligen
und kann an einer Übernahmeposition erfolgen, die für alle Packhilfsmittel identisch
sein kann. Mit anderen Worten kann das Zuführmittel die vereinzelten Packhilfsmittel
an das Überführmittel übergeben, wobei die Übergabe erfolgen kann, während sich das
Zuführmittel und das Überführmittel bewegen, insbesondere drehen. Dabei kann das Drehen
der Einfachheit der Bewegung halber als Bewegung um eine Drehachse herum angesehen
werden. Das Drehen kann aber auch als sich entlang einer geschlossenen Bahn bewegen
angesehen werden, wobei die Bahn kreisförmig sein kann, aber nicht sein muss.
[0027] In einem konstruktiv und verfahrensmäßig einfachen Fall wird das Zuführmittel durch
ein Karussell gebildet oder weist das Zuführmittel ein Karussell auf, das sich mit
zyklisch variierender Geschwindigkeit um eine zentrale Drehachse dreht. Alternativ
oder zusätzlich kann das Überführmittel als Überführrad ausgebildet sein oder ein
Überführrad aufweisen. Das Überführrad dreht sich dann bevorzugt mit einer zyklisch
variierenden Geschwindigkeit um eine zentrale Drehachse. Die Drehachsen sind zur Vereinheitlichung
der Drehbewegungen vorzugsweise parallel zueinander ausgerichtet. Um die Weitergabe
des Packhilfsmittels zuverlässig bewirken zu können, können das Karussell und das
Überführrad bei der Übernahme eines Packhilfsmittels mit wenigstens im Wesentlichen
derselben Umfangsgeschwindigkeit bewegt werden, so dass das Packhilfsmittel bei der
Weitergabe eine wenigstens im Wesentlichen konstante Geschwindigkeit aufweist.
[0028] Alternativ oder zusätzlich kann das Applikationsmittel ein Applikationsrad darstellen
oder umfassen. So kann das Applikationsmittel problemlos mit einer konstanten Geschwindigkeit
bewegt werden, indem das Applikationsrad in gleichbleibende Drehung versetzt wird.
Die Drehung bzw. die Umfangsgeschwindigkeit des Applikationsrads ist dann in einfacher
Weise bei der Übernahme der Packhilfsmittel und beim Applizieren der Packhilfsmittel
wenigstens im Wesentlichen gleich. Die Packhilfsmittel werden also vom Applikationsrad
bedarfsweise mit konstanter Geschwindigkeit vom Ort der Übernahme der Packhilfsmittel
bis zum Ort der Applikation bewegt. Um dies ohne Weiteres erreichen zu können, wird
das Überführrad nach dem Übernehmen eines Packhilfsmittels vom Zuführmittel auf die
Umfangsgeschwindigkeit des Applikationsrads beschleunigt. Das Packhilfsmittel kann
dann wenigstens im Wesentlichen ohne Geschwindigkeitsänderung vom Überführrad an das
Applikationsrad weitergegeben werden.
[0029] Ganz grundsätzlich und unabhängig von der Art des Überführmittels und des Applikationsmittels
kann vorgesehen sein, die Packhilfsmittel mit einer Geschwindigkeit, insbesondere
Umfangsgeschwindigkeit, vom Überführmittel an das Applikationsmittel weiterzugeben,
die wenigstens im Wesentlichen der Geschwindigkeit, insbesondere Umfangsgeschwindigkeit,
entspricht, mit der die Packhilfsmittel an die Packungen appliziert werden. Dies ist
einfach und zuverlässig möglich.
[0030] Die Erfindung ist nachfolgend anhand der ein Ausführungsbeispiel zeigenden Zeichnungen
erläutert. Die Zeichnungen zeigen in:
- Fig. 1A-C
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung in Draufsicht sowie ein Teil eines Packhilfsmittel-Endlosbands
zur Verarbeitung mit der Vorrichtung und eine Packung mit einem von der Vorrichtung
an die Packung applizierten Packhilfsmittel jeweils in seiner Seitenansicht,
- Fig. 2
- ein Zuführmittel der Vorrichtung aus Fig. 1A umfassend ein Trennorgan in Draufsicht,
- Fig. 3
- ein Detail eines Applikationsmittels der Vorrichtung aus Fig. 1A in Draufsicht,
- Fig. 4
- ein Detail der Vorrichtung aus Fig. 1A im Bereich einer Übernahmeposition eines Überführmittels
in perspektivischer Darstellung und
- Fig. 5
- ein Detail der Vorrichtung aus Fig. 1A im Bereich einer Übergabeposition eines Überführmittels
in perspektivischer Darstellung.
[0031] Die Fig. 1A zeigt eine Vorrichtung 1 zum Applizieren von Packhilfsmitteln 2 in Form
von umverpackten Strohhalmen 3, an bereits gefüllte und verschlossene Packungen 4,
in Form von Karton-Verbundpackungen, die vorliegend als Getränkekarton-Verbundpackungen
ausgebildet sind. Die Packhilfsmittel 2 werden in Form eines Packhilfsmittel-Endlosbands
5 von einem Zuführmittel 6 in die Vorrichtung 1 eingezogen, die das Packhilfsmittel-Endlosband
5 einer Trenneinrichtung 7 zuführt. Die Trenneinrichtung 7 trennt das Packhilfsmittel-Endlosband
5 in einzelne Packhilfsmittel 2 auf, die von dem Zuführmittel 6 weiter zu einem Überführmittel
8 transportiert werden, von dem die Packhilfsmittel 2 einzeln und nacheinander übernommen
werden. Diese Übernahme der Packhilfsmittel 2 erfolgt bei einer geringen Geschwindigkeit
des Überführmittels 8 bzw. der Packhilfsmittel 2. An anderer Stelle werden die Packhilfsmittel
2 von dem Überführmittel 8 an ein Applikationsmittel 9 übergeben, wobei das Überführmittel
8 zwischenzeitlich beschleunigt worden ist, so dass die Übergabe der Packhilfsmittel
2 an das Applikationsmittel 9 bei deutlich höherer Geschwindigkeit erfolgt.
[0032] Das Applikationsmittel 9 appliziert die vom Überführmittel 8 an das Applikationsmittel
9 weitergegebenen Packhilfsmittel 2 in einer Applikationsposition 19 der Reihe nach
an die an der Applikationsposition 19 vorbei transportierten Packungen 4. Der Transport
der Packungen 4 entlang eines Packungs-Transportpfades 10 und vorbei an dem Applikationsmittel
9 erfolgt mit Hilfe eines Transportmittels 11. Dabei werden die Packungen 4 von dem
Transportmittel 11 mit einer konstanten Geschwindigkeit am Applikationsmittel 9, insbesondere
an der Applikationsposition 19, vorbei transportiert. Das dargestellte und insoweit
bevorzugte Transportmittel 11 weist dazu einen mit Nocken 13 versehenen Transportriemen
14 auf, der sich in der Transportrichtung der Packungen 4 erstreckt. Die einzelnen
Nocken 13 sind formschlüssig mit den Packungen 4 in Eingriff und verschieben die Packungen
4 in definierten Abständen und definierter Geschwindigkeit entlang des Applikationsmittels
9.
[0033] Das Applikationsmittel 9 ist bei der dargestellten und insoweit bevorzugten Ausgestaltung
als ein Applikationsrad 1 ausgeführt, das mehrere um die Drehachse 16 des Applikationsrad
15 rotierende und gleichmäßig über den Umfang des Applikationsrads 15 verteilt angeordnete
Applikatoren 17 aufweist. Die Applikatoren 17 übernehmen an einer Übergabeposition
18 jeweils ein Packhilfsmittel 2 und verbringen dieses zur Applikationsposition 19,
um es dort an eine vorbeitransportierte Packung 4 zu applizieren.
[0034] Die Verbindung zwischen Packhilfsmittel 2 und Packung 4 ist in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel durch eine Klebeverbindung gegeben, wobei auch andere Verbindungen
denkbar sind. Als Klebstoff wird Heißleim eingesetzt, der durch am ein Packungs-Transportpfad
10 angeordnetes Klebstoffauftragsmittel 20, insbesondere in Form von Klebstoffauftragsdüsen,
punktuell an die Seiten 12 der Packungen 4 aufgebracht wird. An der Applikationsposition
19 wird jeweils ein Packhilfsmittel 2 in die Heißleimpunkte gedrückt. Um die so applizierten
Packhilfsmittel 2 in Position zu halten und dem Heißleim eine gewisse Abbindzeit zu
gewähren, drückt ein Andrückriemen 22 unmittelbar ab der Applikationsposition 19 über
eine gewisse Wegstrecke die frisch applizierten Packhilfsmittel 2 gegen die Packungen
4, während die Packungen 4 weitertransportiert werden.
[0035] Die Packhilfsmittel 2 werden der Vorrichtung 1 in Form eines Packhilfsmittel-Endlosbands
5 zugeführt, das teilweise in der Fig. 1B näher dargestellt ist, und nach einer Vereinzelung
an Packungen 4 appliziert. Die Packhilfsmittel 2 setzen sich aus einem Strohhalm 3
und zwei Folien 23 zusammen. Als Strohhalme 3 kommen dabei verschiedene Formen in
Frage, insbesondere handelt es sich jedoch um wenigstens teilweise U-förmige oder
I-förmige Strohhalme 3. Das dargestellte und insoweit bevorzugte Packhilfsmittel-Endlosband
5 umfasst U-förmige Strohhalme 3. Die Folien 23 sind an ihren Rändern 24 verschweißt
und bilden dazwischen eine Tasche 25, in der der Strohhalm 3 aufgenommen ist. Mit
anderen Worten ist der Strohhalm 3 in Folie 23 umverpackt. Das Packhilfsmittel-Endlosband
5 wird durch eine Aneinanderreihung der Packhilfsmittel 2 gebildet, wobei jeweils
die Folien benachbarter Packhilfsmittel 2 miteinander verbunden sind. Beim dargestellten
und insoweit bevorzugten Packhilfsmittel-Endlosband 5 sind die Strohhalme 3 zwischen
zwei sich entlang des gesamten Packhilfsmittel-Endlosbands 5 erstreckenden Folien
aufgenommen. Anders ausgedrückt stellt das Packhilfsmittel-Endlosband 5 eine "endlose"
Abfolge von Packhilfsmitteleinheiten dar. Eine Packung 4 mit einem daran applizierten
und vom Packhilfsmittel-Endlosband 5 separierten Packhilfsmittel 2 ist in der Fig.
1C beispielhaft dargestellt. Das Packhilfsmittel 2 ist etwa diagonal zur zugeordneten
Seite 12 der Packung 4 appliziert, was jedoch nicht zwingend der Fall sein muss.
[0036] Die dargestellten und insoweit bevorzugten Packungen 4 weisen ein fließfähiges Lebensmittel,
insbesondere ein Getränk auf. Zudem handelt es sich bei der Packung 4 um eine Karton-Verbundpackung,
mithin eine Getränkekarton-Verbundpackung. Die Verpackung ist aus einem Packungslaminat
gebildet, das Schichten aus unterschiedlichen Packstoffen, nämlich wenigstens Karton
und Kunststoff umfasst. Die Kunststoffschichten sind an den Außenseiten des Packungslaminats
vorgesehen und durch thermoplastische Kunststoffe, insbesondere Polyethylen (PE),
gebildet. Durch Falten und Siegeln des Packungslaminats ist die Packung 4 geformt
und verschlossen. Bedarfsweise ist das Packungslaminat einseitig mit einem Dekor bedruckt.
[0037] In der Fig. 2 ist ein das Zuführmittel 6 umfassendes Detail der Vorrichtung 1 aus
der Fig. 1A dargestellt. Das Zuführmittel 6 umfasst ein sich um eine zentrale Drehachse
26 im Uhrzeigersinn drehendes Karussell 27, das über seinen Umfang verteilt Aufnahmen
28 zur teilweisen Aufnahme 28 der Packhilfsmittel 2 aufweist. Die Aufnahmen 28 sind
den Formen der Strohhalme 3 nachgebildet, so dass die Strohhalme 3 und damit die Packhilfsmittel
2 formschlüssig in den Aufnahmen 28 gehalten sind. Damit die Packhilfsmittel 2 in
den Aufnahmen 28 verbleiben, ist umfangsseitig eine ortsfeste Seitenwand 21 vorgesehen.
Im Bereich des Einzugs des Packhilfsmittel-Endlosbandes 5 vom Zuführmittel 6 ist ein
torsionsfederbelastetes Spannblech 30 vorgesehen, das das Packhilfsmittel-Endlosband
5 umfangsseitig führt und gegen das Karussell 27 und in die Aufnahmen 28 drückt. Das
Spannblech 30 geht in Transportrichtung des Packhilfsmittel-Endlosbands 5 gesehen
in die Seitenwand 21 über. Soll ein neues Packhilfsmittel-Endlosband 5 eingelegt werden,
kann das Spannblech 30 nach außen geschwenkt und arretiert werden, um das Einlegen
des Packhilfsmittel-Endlosbands 5 zu vereinfachen. Das dargestellte und insoweit bevorzugte
Zuführmittel 6 wird durch das Karussell 27 mit den Aufnahmen 28, der Seitenwand 21
und dem Spannblech 30 gebildet.
[0038] Dem Zuführmittel 6 zugeordnet ist eine Trenneinrichtung 7 zur Vereinzelung der Packhilfsmittel
2 vom Packhilfsmittel-Endlosband 5 mit einem Trennorgan 31. Das Trennorgan 31 wird
bei der dargestellten und insoweit bevorzugten Vorrichtung 1 mit einem Antriebsmechanismus
32 radial wenigstens im Wesentlichen in Richtung der Drehachse 26 des Karussells 27
hin und her bewegt, wie dies durch den Doppelpfeil angedeutet ist. Das Trennorgan
31 ist an der dem Packhilfsmittel-Endlosband 5 zugeordneten Kante 33 als geschärftes
Schneidmesser ausgeführt und durchschneidet das Packhilfsmittel-Endlosband 5 im Verbindungsbereich
zweier aufeinanderfolgender Packhilfsmittel 2, wodurch die Packhilfsmittel 2 des Packhilfsmittel-Endlosbands
5 nacheinander voneinander separiert bzw. vereinzelt werden. Dabei greift das Trennorgan
31 wenigstens teilweise in entlang des Umfangs des Karussells 27 zwischen den Aufnahmen
28 für die Packhilfsmittel 2 angeordnete Kerben 34 ein.
[0039] Das Karussell 27 arbeitet in einem getakteten Betrieb, in dem das Karussell 27 taktweise
angehalten und um ein Umfangssegment weitergedreht wird, das der Breite eines Packhilfsmittels
2 entspricht. Dazu ist das Karussell 27 mit dem Antriebsmechanismus 32 der Trenneinrichtung
7 so synchronisiert, dass bei Stillstand des Karussells 27 das Trennorgan 31 in Richtung
der Drehachse 26 des Karussells 27 nach vorne und wieder zurück in die Ausgangsstellung
bewegt wird. Beim Verstellen des Trennorgans 31 nach vorne durchtrennt das Trennorgan
31 das Packhilfsmittel-Endlosband 5 im Bereich der zugeordneten Kerbe 34. Sobald das
Trennorgan 31 wieder außer Eingriff mit der Kerbe 34, insbesondere wieder in der Ausgangsstellung
angekommen, ist, dreht das Karussell 27 in einem weiteren Takt zur nächsten Position
weiter, wodurch das Trennorgan 31 der nächsten Kerbe 34 gegenübersteht und durch ein
Verstellen nach vorne das nächste Packhilfsmittel 2 vom Packhilfsmittel-Endlosband
5 abtrennen kann. Die Trenneinrichtung 7 ist ortsfest am Zuführmittel 6 angeordnet
und nur das Trennorgan 31 bewegt sich hin und her, und zwar in einer linearen und
bezogen auf das Karussell 27 radialen Bewegung. Ein taktweises Verstellen des Trennorgans
31 in Umfangsrichtung erfolgt beim dargestellten und insoweit bevorzugten Trennorgan
31 nicht.
[0040] Um kleinere Schneidrückstände, wie etwa Schneidbrauen, aufnehmen und/oder abführen
zu können, bzw. eine ausreichende Ent- und/oder Belüftung bereitzustellen, enden die
Kerben 34 in radialer Richtung in sich vertikal erstreckenden Entleerungskanälen 35,
die einen Querschnitt aufweisen, welcher größer ist als die Breite der Kerben 34 angrenzend
zu den Entleerungskanälen 35. Die auf die beschriebene Weise vereinzelten Packhilfsmittel
2 werden mit jedem weiteren Takt des Zuführmittels 6 weiter in Richtung einer Übernahmeposition
36 weitertransportiert, von der aus die Packhilfsmittel 2 an das Überführmittel 8
übergeben und von dem Überführmittel 8 übernommen werden.
[0041] In der Fig. 3 ist ein Detail des Applikationsmittels 9 umfassend einen Applikator
17 dargestellt. Der äußere Teil des Applikators 17, der das Packhilfsmittel 2 von
der Übergabeposition 18 in die Applikationsposition 19 bewegt, weist einen Applikationsfinger
37 und einen Führungsfinger 38 auf. Der Applikationsfinger 37 weist stirnseitig zwei
Kehlen 39 auf, die mit der Form des Packhilfsmittels 2, insbesondere des Strohhalms
3, korrespondieren. Die beiden Kehlen 39 werden zum Halten der beiden Schenkel 40
des U-förmigen Strohhalms 3 genutzt, wie dies durch ein strichliniert eingezeichnetes
Packungshilfsmittel mitsamt einem Strohhalm 3 dargestellt ist. Bei Verwendung von
geradlinigen, also I-förmigen, Strohhalmen 3 wäre grundsätzlich eine Kehle 39 ausreichend.
Der Applikationsfinger 37 ist geringfügig gegen die Federkraft einer Feder 41 verschwenkbar
und so konfiguriert, dass das Packhilfsmittel 2 zwischen der Übergabeposition 18 und
der Applikationsposition 19 zwischen Applikationsfinger 37, Führungsfinger 38 und
einer umfangsseitig des Applikationsrads 15 vorgesehenen Seitenbande 42 eingespannt
und somit sicher geführt. Der Führungsfinger 38 verhindert dabei, dass das Packhilfsmittel
2 in Umfangsrichtung außer Eingriff mit dem Applikationsfinger 37 gerät.
[0042] Kurz vor der Applikationsposition 19 endet die Seitenbande 42, wie dies in der Fig.
1A dargestellt ist, so dass das Packhilfsmittel 2 durch die Federkraft der Feder 41
in den Heißleim der vorbeibewegten Packung 4 gedrückt wird. Das dargestellte Applikationsrad
15 verfügt zudem über einen - hier nicht näher beschriebenen - Verstellmechanismus,
der es erlaubt, die Packhilfsmittel 2 zwischen der Übergabeposition 18 und der Applikationsposition
19 derart um eine radiale Achse zu schwenken, dass die Packhilfsmittel 2 in der Übergabeposition
18 parallel zur Drehachse 16 des Applikationsrads 15 übernommen und diagonal zu der
zugeordneten Seite 12 der zugeordneten Packung 4 appliziert werden können, wie dies
in der Fig. 1C dargestellt ist.
[0043] Das Applikationsrad 15 dreht im gezeigten und insofern bevorzugten Ausführungsbeispiel
mit einer derart konstanten Winkelgeschwindigkeit bzw. Umfangsgeschwindigkeit, dass
die Packhilfsmittel 2 bzw. die Applikatoren 17 stirnseitig an der Applikationsposition
19 eine Umfangsgeschwindigkeit aufweisen, die in Betrag und Richtung zumindest annähernd
der Geschwindigkeit der Packungen 4 an der Applikationsposition 19 entsprechen. Ein
solcher Betrieb minimiert Relativgeschwindigkeiten zwischen Packung 4 und Packhilfsmittel
2 beim Applizieren.
[0044] Zwischen Applikationsmittel 9 und Zuführmittel 6 ist ein Überführmittel 8 mit einem
um eine Drehachse 43 drehbaren Überführrad 44 und einer weiteren, umfangsseitig vorgesehenen
Seitenwand 29 vorgesehen, wie dies im Detail in der Fig. 4 dargestellt ist. Das Überführrad
44 weist längliche Aufnahmenuten 45 für die Aufnahme der Packhilfsmittel 2 auf, die
gleichmäßig über den Umfang des Überführrads 44 verteilt angeordnet sind. Der besseren
Übersichtlichkeit halber sind die Packhilfsmittel 2 jedoch ebenso wie das Packhilfsmittel-Endlosband
5 nicht dargestellt. Die Packhilfsmittel 2 sind zwischen dem Überführrad 44 und der
ortsfesten weiteren Seitenwand 29 geführt und werden durch den Formschluss zwischen
den Aufnahmenuten 45 und den Packhilfsmitteln 2 in Umfangsrichtung transportiert.
In der Übernahmeposition 36 übernimmt das Überführmittel 8 das weitergegebene Packhilfsmittel
2 vom Karussell 27 und beschleunigt das Packhilfsmittel 2 zwischen Übernahmeposition
36 und der Übergabeposition 18 auf eine dem Applikationsrad 15 angepasste Geschwindigkeit
und übergibt das Packhilfsmittel 2 an der Übergabeposition 18 einem Applikator 17
des Applikationsrads 15.
[0045] Neben dem Zuführmittel 6 ist der Teil des Überführmittels 8 dargestellt, der sich
im Bereich der Übernahmeposition 36 des Packhilfsmittels 2 vom Karussell 27 auf das
Überführrad 44 des Überführmittels 8 befindet. Das Karussell 27 ist durch eine Vielzahl
gestapelter und zueinander beabstandeter Plattenelemente 46 gebildet ist, so dass
sich mehrere Zwischenebenen 47 zwischen den Plattenelementen 34 ausbilden. In diese
Zwischenebenen 35 ragen als Fortsätze der weiteren Seitenwand 21 mehrere ortsfeste
Auskämmlamellen 48. Die Auskämmlamellen 48 bilden in ihrer Summe eine abschnittsweise
Führung beim Herausführen der Packhilfsmittel 2 aus den Aufnahmen 28 des Karussells
27, so dass mit der weiteren Seitenwand 21 dem Packhilfsmittel 2 eine lückenlose Führung
beim Übernehmen des Packhilfsmittels 2 in die Aufnahmenuten 45 des Überführrads 44
aus den Aufnahmen 2 des Karussells 27 geboten ist.
[0046] Bei der Übergabe der Packhilfsmittel 2 weist das Überführrad 44 im Bereich der Aufnahmenuten
45 eine etwa gleichgroße, wenn auch geringe, Umfangsgeschwindigkeit wie das Karussell
27 im Bereich der Aufnahmen 28 auf, so dass die Packhilfsmittel 2 wenigstens im Wesentlichen
beschleunigungsfrei vom Zuführmittel 6 auf das Überführmittel 8 weitergegeben werden
können. Das Überführrad 44 wird weiter verdreht und insbesondere ab dem Zeitpunkt
beschleunigt, ab dem das Packhilfsmittel 2 zwischen Überführrad 44 und der weiteren
Seitenwand 29 aufgenommen und geführt ist.
[0047] In der Fig. 5, in der der besseren Übersichtlichkeit halber ebenfalls die Packhilfsmittel
2 nicht dargestellt sind, sind das Überführmittel 8 und das Applikationsmittel 9 im
Bereich der Übergabeposition 18 dargestellt. Das Überführrad 44 ist in ähnlicher Weise
wie das Karussell 27 aufgebaut, nämlich aus mehreren Plattenelementen 46, die ihrerseits
ebenfalls Zwischenebenen 47 bilden, in die mehrere Auskämmlamellen 49 als Fortführung
der Seitenbande 42 ragen. Dies ermöglicht das Auskämmen der Packhilfsmittel 2 aus
den Aufnahmenuten 45 des Überführrads 44 im Bereich der Übergabeposition 18.
[0048] Beim Übergeben des Packhilfsmittels 2 vom Überführmittel 8 auf das Applikationsmittel
9 weisen das Überführrad 44 und das Applikatorrad 15 wenigstens annähernd die gleichen
Umfangsgeschwindigkeiten auf. Nach dem Übergeben wird das Packhilfsmittel 2 vom Applikationsfinger
37 und vom Führungsfinger 38 gehalten. Beim weiteren Drehen des Applikatorrads wird
das Packhilfsmittel 2 durch die Auskämmlamellen 49 vollständig aus der Aufnahmenut
45 ausgekämmt und wird das Packhilfsmittel 2 beim weiteren Drehen durch die Seitenbande
42 geführt und an die Seitenbande 42 gedrückt. Die Packhilfsmittel 2 werden von dem
Applikatorrad 15 von der Übergabeposition 18 bis in die Applikationsposition 19 mit
einer konstanten Geschwindigkeit transportiert und dabei um eine radiale Achse geschwenkt.
In der Applikationsposition 19 wird das Packhilfsmittel 2 dann schräg an die vorbeitransportierte
Packung 4 appliziert.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Packhilfsmittel
- 3
- Strohhalme
- 4
- Packungen
- 5
- Packhilfsmittel-Endlosband
- 6
- Zuführmittel
- 7
- Trenneinrichtung
- 8
- Überführmittel
- 9
- Applikationsmittel
- 10
- Packungs-Transportpfad
- 11
- Transportmittel
- 12
- Seite der Packung
- 13
- Nocken
- 14
- Transportriemen
- 15
- Applikationsrad
- 16
- Drehachse
- 17
- Applikator
- 18
- Übergabeposition
- 19
- Applikationsposition
- 20
- Klebstoffauftragsmittel
- 21
- Seitenwand
- 22
- Andrückriemen
- 23
- Folie
- 24
- Rand
- 25
- Tasche
- 26
- Drehachse
- 27
- Karussell
- 28
- Aufnahmen
- 29
- Seitenwand
- 30
- Spannblech
- 31
- Trennorgan
- 32
- Antriebsmechanismus
- 33
- Kante
- 34
- Kerbe
- 35
- Entleerungskanal
- 36
- Übernahmeposition
- 37
- Applikationsfinger
- 38
- Führungsfinger
- 39
- Kehle
- 40
- Schenkel
- 41
- Feder
- 42
- Seitenbande
- 43
- Drehachse
- 44
- Überführrad
- 45
- Aufnahmenut
- 46
- Plattenelement
- 47
- Zwischenebene
- 48
- Auskämmlamelle
- 49
- Auskämmlamelle
1. Vorrichtung (1) zum separaten Applizieren von als Packhilfsmittel-Endlosband (5) zugeführten
Packhilfsmitteln (2), vorzugsweise umverpackten Strohhalmen (3), an Packungen (4),
insbesondere Karton-Verbundpackungen, mit einem Trennorgan (31) zum Vereinzeln der
Packhilfsmittel (2) des Packhilfsmittel-Endlosbandes (5), einem Zuführmittel (6) zum
Zuführen des Packhilfsmittel-Endlosbandes (5) zum Trennorgan (31) und zum Weitergeben
der durch das Trennorgan (31) vereinzelten Packhilfsmittel (2), einem Applikationsmittel
(9) zum Applizieren der vereinzelten Packhilfsmittel (2) an die Packungen (4) und
einem Transportmittel (11) zum Transportieren der Packungen (4) entlang eines Packungs-Transportpfads
(10) zum Applikationsmittel (9),
dadurch gekennzeichnet, dass
ein Überführmittel (8) zum Übernehmen der vom Zuführmittel (6) weitergegebenen Packhilfsmittel
(2) und zum Beschleunigen der übernommenen Packhilfsmittel (2) auf eine an das Applikationsmittel
(9) angepasste Geschwindigkeit vorgesehen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Zuführmittel (6) zum schrittweisen Transport der Packhilfsmittel (2) getaktet
antreibbar ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Trennorgan (31) getaktet, insbesondere synchron mit dem Zuführmittel (6), antreibbar
ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Zuführmittel (6) ein drehbares Karussell (27) mit über dem Umfang verteilt angeordneten
Aufnahmen (28) für den Transport der Packhilfsmittel (2) zum Trennorgan (7) und zur
Weitergabe der Packhilfsmittel (2) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen den Aufnahmen (28) radiale Kerben (34) zur Aufnahme des Trennorgans (31)
beim Vereinzeln eingearbeitet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Applikationsmittel (9) ein, vorzugsweise mit im Wesentlichen konstanter Drehgeschwindigkeit,
insbesondere mit einer im Wesentlichen der Transportgeschwindigkeit der Packungen
(4) entsprechenden Umfangsgeschwindigkeit, antreibbares Applikationsrad (15) aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Überführmittel (8) ein mit variierenden Geschwindigkeiten schwenkbares Überführelement
und/oder ein mit variierenden Umfangsgeschwindigkeiten drehbares Überführrad (44)
aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Zuführmittel (6), insbesondere ein Karussell (27) des Zuführmittels (6), und das
Überführmittel (8), insbesondere ein Überführrad (44) des Überführmittels (8), zur
Übernahme der Packhilfsmittel (2) vom Zuführmittel (6) auf das Überführmittel (8)
bei wenigstens annähernd gleicher Geschwindigkeit von Zuführmittel (6) und Überführmittel
(8) an einer Übernahmeposition (36) ausgebildet sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
dem Transportmittel (11) wenigstens ein Klebstoffauftragsmittel (20) zum Beleimen
der entlang des Packungs-Transportpfads (10) dem Applikationsmittel (9) zugeführten
Packungen (4) zugeordnet ist.
10. Verfahren zum separaten Applizieren von in einem Packhilfsmittel-Endlosband (5) zugeführten
Packhilfsmitteln (2), vorzugsweise umverpackten Strohhalmen (3), an Packungen (4),
insbesondere Karton-Verbundpackungen, vorzugsweise mit einer Vorrichtung nach einem
der Ansprüche 1 bis 9,
gekennzeichnet durch die Schritte
- Zuführen eines Packhilfsmittel-Endlosbandes (5) zu einem Trennorgan (31) mittels
eines Zuführmittels (6),
- Vereinzeln der Packhilfsmittel (2) des Packhilfsmittel-Endlosbandes (5) am Zuführmittel
(6) mittels eines Trennorgans (31),
- Weitergeben der vereinzelten Packhilfsmittel (2) mittels des Zuführmittels (6),
- Übernehmen und Beschleunigen der vereinzelten Packhilfsmittel (2) auf eine an ein
Applikationsmittel (9) angepasste Geschwindigkeit durch ein Überführmittel (8),
- Übergeben der beschleunigten Packhilfsmittel (2) mit an das Applikationsmittel (9)
angepasster Geschwindigkeit an das Applikationsmittel (9) und
- Applizieren der Packhilfsmittel (2) an durch ein Transportmittel (11) entlang eines Packungs-Transportpfades (10) an dem Applikationsmittel
(9) vorbeibewegten Packungen (4) mittels des Applikationsmittels (9).
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass das Zuführmittel (6) und das Überführmittel (8) getaktet angetrieben werden, und/oder
dass das Applikationsmittel (9) kontinuierlich, insbesondere mit wenigstens im Wesentlichen
konstanter Geschwindigkeit, angetrieben wird.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Zuführmittel (6) beim Vereinzeln der Packhilfsmittel (2) mit dem Trennorgan (31)
und/oder bei der Weitergabe der Packhilfsmittel (2) stillsteht.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Überführmittel (8) die vereinzelten Packhilfsmittel (2), vorzugsweise direkt,
an einer Übernahmeposition (36) vom Zuführmittel (6) übernimmt und/oder, vorzugsweise
direkt, an einer Übergabeposition (18) an das Applikationsmittel (9) übergibt und/oder
dass die Packhilfsmittel (2) von einem Karussell (27) des Zuführmittels (6) an ein
Überführrad (44) des Übergabemittels (8), insbesondere durch Drehen des Karussells
(27) und des Überführrads (44), und/oder von dem Überführrad (44) des Übergabemittels
(8) an ein Applikationsrad (15) des Applikationsmittels (9), insbesondere durch Drehen
des Überführrads (44) und des Applikationsrads (15), weitergeben wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Applikationsmittel (9) ein sich mit wenigstens im Wesentlichen konstanter Geschwindigkeit
drehendes Applikationsrad (15) zum Übernehmen und Applizieren der Packhilfsmittel
(2) aufweist und dass die Packhilfsmittel (2) mit dem Überführmittel (8) bis zum Übergeben
der Packhilfsmittel (2) an das Applikationsmittel (9) wenigstens im Wesentlichen auf
die Umfangsgeschwindigkeit des Applikationsmittels (9) beschleunigt werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Packhilfsmittel (2) mit einer Geschwindigkeit, insbesondere Umfangsgeschwindigkeit,
vom Überführmittel (8) an das Applikationsmittel (9) übergeben werden, die wenigstens
im Wesentlichen der Geschwindigkeit, insbesondere Umfangsgeschwindigkeit, entspricht,
mit der die Packhilfsmittel (2) an die Packung (4) appliziert werden.