GEBIET DER ERFINDUNG
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Außenleiteranordnung und ein Herstellungsverfahren
für eine Außenleiteranordnung.
TECHNISCHER HINTERGRUND
[0002] Steckverbinder sind beispielsweise durch den Stecker "PosiBand" von Positronic sowohl
mit offenem Eintritt (englisch "open entry") als auch mit geschlossenem Eintritt (englisch
"closed entry") bekannt.
[0003] Ein Steckverbinder mit einem offenen Eintritt ist in Figur 7 gezeigt. Derartige Steckverbinder
weisen eine interfaceseitige Vorderkante, die nicht umlaufend geschlossen ist, auf.
In der Regel sind Unterbrechungen der Vorderkante durch Kontaktlaschen gebildet. Steckverbinder
mit offenem Eintritt können Fertigungstoleranzen besser ausgleichen und reduzieren
die zum Stecken erforderlichen Steckkräfte.
[0004] Ein Steckverbinder mit einem geschlossenen Eintritt ist in Figur 8 gezeigt. Derartige
Steckverbinder weisen eine geschlossene interfaceseitige Vorderkante auf. Kontaktlaschen
können von einem Gehäuse umgeben sein. Steckverbinder mit geschlossenem Eintritt verhindern,
dass der Steckverbinder durch mechanische Krafteinflüsse, beispielsweise durch einen
Steckversuch mit einem falschen Gegensteckverbinder, beschädigt wird. Sie führen auch
zu deutlich erhöhten Steckkräften.
[0005] Versuche des Standes der Technik zeigen, dass die Optimierung einer der Parameter
EMV-Dichtigkeit, Steckkräfte und Stabilität eines Steckverbinders im Hochfrequenzbereich
einander entgegenstehen. Beispielsweise ist dies in bestehenden Produkten der Anmelderin,
Rosenberger Hochfrequenztechnik GmbH & Co. KG, erkennbar. Die Figur 9 zeigt ein solches
Produkt. In Figur 9 ist ein Außenleiter 90 eines Hochvolt (HV)-Steckers, der auf Frequenzen
im Megahertzbereich ausgelegt ist, dargestellt. Der Außenleiter umfasst einen geschlossenen
Eintritt 91 und federnde Kontaktlaschen 92 mit Kontaktpunkten 93, die sich hinter
dem geschlossenen Eintritt befinden. Frequenzabhängig treten Resonanzen an dem Außenleiter
aufgrund von Kapazitäten zwischen den Kontaktlaschen auf. Zwar treten die vorstehend
genannten Nachteile in diesem Frequenzbereich noch nicht auf, allerdings ergibt sich
die Notwendigkeit einen Außenleiter, der für einen Stecker in einem höheren Frequenzbereich
geeignet ist, bereitzustellen.
[0006] Dies ist ein Zustand, den es zu verbessern gilt.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
[0007] Vor diesem Hintergrund liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen
Steckverbinder mit einem geschlossenen Eintritt und reduzierten Steckkräften anzugeben.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Außenleiteranordnung mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 und/oder durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruches
14 gelöst.
[0009] Demgemäß ist vorgesehen:
- eine Außenleiteranordnung für einen Steckverbinder aufweisend einen Außenleitergrundkörper
und einen Außenleiterring, wobei der Außenleitergrundkörper mehrere Kontaktlaschen
aufweist, wobei der Außenleiterring an einem interfaceseitigen Ende des Außenleitergrundkörpers
befestigt ist, wenigstens eine Ausbuchtung oder Einbuchtung aufweist und von geschlossener
Struktur ist, um einen geschlossenen Eintritt der Außenleiteranordnung zu bilden.;
sowie
- ein Herstellungsverfahren für eine Außenleiteranordnung welches die folgenden Schritte
aufweist: Herstellen eines Außenleitergrundkörpers mit mehreren Kontaktlaschen und
mit wenigstens einer Haltelasche mittels eines Stanz-Biegeverfahrens, in welchem die
Haltelasche in dem Stanz-Biegeverfahren derart abgerollt wird, dass zwischen den Kontaktlaschen
und der Haltelasche einen Durchmessersprung entsteht; Befestigen eines Außenleiterrings
an den Haltelaschen, insbesondere mittels Schweißen oder mittels einer Pressverbindung,
derart dass ein Außenleiter mit einem geschlossenen Eintritt gebildet wird.
[0010] Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Idee besteht darin, Enden von Kontaktlaschen
eines Außenleiters so unter einem Außenleiterring anzuordnen, dass die Kontaktlaschen
flexibel verformbar sind, um niedrige Steckkräfte zu gewährleisten, und gleichzeitig
einen geschlossenen Eintritt durch einen Außenleiterring zu schaffen. Um eine ausreichende
Flexibilität des Außenleiterrings zu gewährleisten weist dieser wenigstens eine Ausbuchtung
oder Einbuchtung auf, die sich während dem Stecken federelastisch verformen kann.
[0011] Wird ein erfindungsgemäßer Steckverbinder mittels eines erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren
hergestellt, ermöglicht dieses auch das Erzeugen von Durchmessersprüngen in dem Außenleitergrundkörper
mittels eines Stanz-Biegeverfahrens.
[0012] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen
sowie aus der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Figuren der Zeichnung.
[0013] Es versteht sich, dass die voranstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
[0014] Gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Außenleiterring
eingerichtet, Kontaktlaschen vor mechanischen Krafteinflüssen zu schützen. Dies ist
erforderlich, wenn ein Steckverbinder auch aus einer schrägen Richtung steckbar sein
soll oder in gestecktem Zustand Krafteinwirkungen aus einer schrägen Richtung ohne
Beschädigung des Außenleiters standhalten soll. Gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung kann dieser Schutz der Kontaktlaschen durch einen geschlossenen Eintritt
des Außenleiters gewährleistet werden.
[0015] Gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Außenleiterring
eingerichtet, die Steckkräfte zum Stecken eines mit der Außenleiteranordnung verbundenen
Steckverbinders, zu reduzieren. In Verbindung mit Steckverbindern, die einen geschlossenen
Eintritt aufweisen, kommt es in der Regel zu hohen Steckkräften, was sich nachteilig
auf die weitere Prozessierung von Steckverbindern auswirkt.
[0016] Diese Ausführungsform der vorliegenden Erfindung löst somit das Problem, Steckkräfte
zu reduzieren und gleichzeitig die Stabilität eines Steckverbinders zu erhöhen. Die
Optimierung dieser beiden Eigenschaften ist allerdings in der Praxis gegenläufig,
d.h. eine gewünschte Steigerung der Stabilität führt zu einer ungewünschten Steigerung
der Steckkräfte und andersherum.
[0017] Gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist an wenigstens einer
Kontaktlasche eine Haltelasche angeformt, die zur Befestigung des Außenleiterrings
dient. Auf diese Weise kann der Außenleiterring besonders einfach und sicher an dem
Außenleitergrundkörper befestigt werden. Alternativ ist es auch möglich, den Außenleiterring
an den Kontaktlaschen oder an einem anderen Teil des Außenleiters zu befestigen. Vorteilhaft
ist es dabei, wenn eine Haupterstreckungsrichtung der Haltelasche in Umlaufrichtung
des Außenleiterhalterings verläuft und/oder wenn die Haupterstreckungsrichtung der
Haltelasche senkrecht zu der Haupterstreckungsrichtung der Kontaktlaschen verläuft.
[0018] Gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Außenleitergrundkörper
zwischen der Haltelasche und den Kontaktlaschen einen Durchmessersprung auf. Durchmessersprünge
im Außenleiter ermöglichen eine Anpassung der Impedanz. Besonders vorteilhaft an dem
erfindungsgemäßen Steckverbinder ist, dass dieser auch durch ein Stanzverfahren samt
der Durchmessersprünge fertigbar ist.
[0019] Wird ein erfindungsgemäßer Steckverbinder durch ein Stanzverfahren gefertigt, können
Durchmessersprünge beim Abrollen der Haltelaschen erzeugt werden.
[0020] Gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Außenleitergrundkörper
zwei Haltelaschen auf. Die Haltelaschen können gerade oder gebogen sein. Insbesondere
können die Haltelaschen U-förmig oder teilkreisförmig ausgebildet sein.
[0021] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Schutzlasche an dem Außenleiterring
vorgesehen, die die Kontaktlaschen des Außenleitergrundkörpers vor mechanischen Krafteinwirkungen
schützt. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Schutzlasche eine Wandung bildet, die
verhindert, dass die Kontaktlaschen durch eintretende Gegenstände, beispielsweise
Werkzeuge, beschädigt wird. Die Schutzlasche kann in einer einfachen Ausführungsform
als senkrechte Wandung, die von dem Außenleitergrundkörper absteht, ausgebildet sein
oder als gebogene Lasche, welche die vorderen Enden der Kontaktlaschen verdeckt.
[0022] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Außenleiterring ein erstes
Ende und ein zweites Ende auf. Dabei ist der Außenleiterring zu seiner gewünschten
Form gebogen, so dass eine Vorspannkraft in dem Außenleiterring das erste Ende und
das zweite Ende zusammenhält.
[0023] Gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform weisen die Kontaktlaschen jeweils
einen Kontaktpunkt zur Kontaktierung eines Außenleiters eines Gegensteckverbinders
auf. Auf diese Weise wird die Schirmung des Steckverbinders deutlich verbessert. Um
Steckkräfte zu reduzieren, ist es möglich, diese Kontaktpunkte in axialer Richtung
versetzt anzuordnen.
[0024] Gemäß einer weiter bevorzugten Ausführungsform ist die Einbuchtung bzw. die Ausbuchtung
des Außenleiterrings derart ausgelegt, eine vorbestimmte Federwirkung während dem
Stecken bereitzustellen. Dies kann durch die Breite der Ausbuchtung bzw. Einbuchtung
oder durch die Wahl eines günstigen Materials erreicht werden.
[0025] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Außenleitergrundkörper
als Stanzteil ausgebildet. Stanzteile sind auf besonders einfache und kostengünstige
Weise herstellbar. Insbesondere kann die Produktion von Stanzteilen hochautomatisiert
erfolgen. Allerdings ist das Erzeugen von Durchmessersprüngen in Stanzverfahren für
Steckverbinder mit einem geschlossenen Eintritt nur in Verbindung mit anderen mechanischen
Nachteilen wie hohe Steckkräfte oder niedrige Kontaktkräfte möglich.
[0026] Die obigen Ausgestaltungen und Weiterbildungen lassen sich, sofern sinnvoll, beliebig
miteinander kombinieren. Weitere mögliche Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Implementierungen
der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im
Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale der Erfindung.
Insbesondere wird dabei der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen
zu der jeweiligen Grundform der vorliegenden Erfindung hinzufügen.
INHALTSANGABE DER ZEICHNUNG
[0027] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen dabei:
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Perspektivansicht einer ersten erfindungsgemäßen Außenleiteranordnung
vor der Montage;
- Fig. 2
- zeigt eine schematische Seitenansicht einer ersten erfindungsgemäßen Außenleiteranordnung
vor der Montage;
- Fig. 3
- zeigt eine schematische Perspektivansicht einer ersten erfindungsgemäßen Außenleiteranordnung
nach der Montage;
- Fig. 4
- zeigt eine schematische Schnittsicht einer ersten erfindungsgemäßen Außenleiteranordnung
in gestecktem Zustand;
- Fig. 5
- zeigt eine schematische Schnittsicht einer ersten erfindungsgemäßen Außenleiteranordnung
nach der Montage;
- Fig. 6
- zeigt eine schematische Seitenansicht einer weiteren erfindungsgemäßen Außenleiteranordnung
vor der Montage;
- Fig. 7
- zeigt eine schematische Ansicht des Standes der Technik;
- Fig. 8
- zeigt eine schematische Ansicht des Standes der Technik;
- Fig. 9
- zeigt eine schematische Ansicht des Standes der Technik;
[0028] Die beiliegenden Figuren der Zeichnung sollen ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen
der Erfindung vermitteln. Sie veranschaulichen Ausführungsformen und dienen im Zusammenhang
mit der Beschreibung der Erklärung von Prinzipien und Konzepten der Erfindung. Andere
Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die
Zeichnungen. Die Elemente der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu
zueinander gezeigt.
[0029] In den Figuren der Zeichnung sind gleiche, funktionsgleiche und gleich wirkende Elemente,
Merkmale und Komponenten - sofern nichts anderes ausgeführt ist - jeweils mit denselben
Bezugszeichen versehen.
[0030] Im Folgenden werden die Figuren zusammenhängend und übergreifend beschrieben.
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN
[0031] Figur 1 zeigt eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Außenleiteranordnung
100 in nicht montierten Zustand. Die erfindungsgemäße Außenleiteranordnung 100 umfasst
den Außenleitergrundkörper 200 sowie den Außenleiterring 300. Die Außenleiteranordnung
100 ist dazu ausgebildet ein oder mehrere Innenleiter (103) und ein oder mehrere Isolierteile
(105) aufzunehmen, um einen koaxialen, twinaxialen oder triaxialen Steckverbinder
bereitzustellen.
[0032] Der Außenleitergrundkörper 200 umfasst auf dessen Oberseite und Unterseite mehrere
Kontaktlaschen 201 und auf der rechten und linken Seite jeweils eine Kontaktlasche
203. Die Kontaktlasche 203 ist etwas größer als die Kontaktlaschen 201 und somit auch
steifer als die Kontaktlaschen 201. An den Kontaktlaschen 203 sind zudem die U-förmigen
Haltelaschen 207 angeformt, die zusätzlich zu einer gesteigerten Stabilität der Kontaktlaschen
203 gegenüber der Kontaktlaschen 201 beitragen.
[0033] Die Kontaktlaschen 201 weisen in einem vorderen Endbereich jeweils einen Kontaktpunkt
204 auf. Der Kontaktpunkt ist als kugelförmige Ausbuchtung der Kontaktlaschen 201
ausgebildet und kontaktiert in gestecktem Zustand den Außenleiter eines Gegensteckverbinders,
der mit dem Steckverbinder gesteckt ist. Dies gewährleistet eine elektromagnetische
Schirmung an der Ober- und Unterseite der Außenleiteranordnung 100 von in dem Außenleitergrundkörper
200 geführten Innenleitern (nicht dargestellt) durch den Außenleitergrundkörper 200.
[0034] Auch die Kontaktlaschen 203 weisen auf Höhe der Kontaktpunkte 204 jeweils einen Kontaktpunkt
205 auf. Der Kontaktpunkt 205 ist mittig auf der Kontaktlasche 203 ausgebildet und
erstreckt sich nicht über die volle Breite der Kontaktlasche 203. Auf diese Weise
ist gewährleistet, dass die Außenleiteranordnung 100 auch eine elektromagnetische
Schirmung an den Seiten der Außenleiteranordnung bereitstellt.
[0035] In Figur 1 und Figur 2 ist zu erkennen, dass der Außenleitergrundkörper 200 einen
Durchmessersprung zwischen den Kontaktlaschen 201, 203 und den U-förmigen Haltelaschen
207 bereitstellt.
[0036] Der Fachmann erkennt, dass die Haltelaschen 207 keineswegs U-förmig ausgebildet sein
müssen, sondern von beliebiger Kontur, die die Kontur von vorne der Kontaktlaschen
nachbildet, beispielsweise teilkreisförmig. In diesem Fall kann auch vorgesehen sein,
dass an der Kontaktlasche 203 mehrere teilkreisförmige Haltelaschen angeformt sind.
Ferner können die Spalte zwischen den gegenüberliegenden U-förmigen Haltelaschen 207
vergrößert oder verkleinert werden, solange der Spalt zwischen den gegenüberliegenden
U-förmigen Haltelaschen 207 ausreichend Raum für die Einbuchtung 303 gewährleistet.
[0037] Alternativ kann vorgesehen sein, dass sich die gegenüberliegenden freien Schenkel
des Us der Haltelaschen 207 berühren oder überlappen. In diesem Fall wird die Einbuchtung
303 auf den Haltelaschen 207 aufliegen und deutlich flacher ausgebildet sein oder
durch eine Ausbuchtung ersetzt sein.
[0038] In Figur 1 und Figur 2 ist der Außenleiterring 300 nicht mit dem Außenleitergrundkörper
200 verbunden. Der Außenleiterring 300 wird während der Endmontage der Außenleiteranordnung
100 an dem Außenleitergrundkörper 200 befestigt werden, beispielsweise durch schweißen
oder durch eine Pressverbindung.
[0039] Der Außenleiterring 300 umfasst den Ring 305, der an den Haltelaschen 207 befestigt
werden wird. Der Ring 305 umfasst auch die Einbuchtung 303, die sich in montiertem
Zustand zwischen den beiden Haltelaschen 207 befindet.
[0040] Ferner umfasst der Außenleiterring 300 die abgebogene Schutzlasche 301, die die Enden
der Kontaktlaschen 201 vor Krafteinwirkung durch Fremdkörper schützt.
[0041] Figur 3 zeigt die Außenleiteranordnung 100 in montiertem Zustand. Dabei ist der Außenleiterring
300 an dem Ring 305 mit den Haltelaschen 207 verpresst. Es ist zu erkennen, dass die
Enden der Kontaktlaschen 201 von der abstehenden Wandung bzw. Schutzlasche 301 geschützt
werden, indem die Schutzlasche 301 senkrecht von dem Ring 305 absteht und die Kontaktlaschen
201 unmittelbar hinter der Schutzlasche 301 liegen. Die Außenleiteranordnung 100 macht
zwei Durchmessersprünge 117 und 115. Der Durchmessersprung 115 befindet sich zwischen
den Kontaktlaschen 201 und dem Außenleiterring 300. Der Durchmessersprung 117 befindet
sich in einem hinteren Bereich des Außenleitergrundkörpers. Beide Durchmessersprünge
115 und 117 sind eingerichtet, um die Impedanz des Steckverbinders zu kontrollieren
und können unabhängig voneinander vorgesehen sein.
[0042] Figur 4 zeigt eine Längsschnittsicht einer Steckverbindung eines Steckverbinders
109 mit einem Gegensteckverbinder 110. Der Steckverbinder 109 umfasst die Außenleiteranordnung
100. In der Außenleiteranordnung 100 befindet sich ein Innenleiterbuchsenpaar 103,
welches von der Außenleiteranordnung 100 durch das Isolierteil 105 elektrisch isoliert
ist. Der mit dem Steckverbinder 109 verbundene Gegensteckverbinder 110 umfasst einen
Außenleiter 111 und Innenleiter 113, die in die Innenleiterbuchsen 103 eingreifen.
[0043] Figur 5 zeigt eine Querschnittsicht der Außenleiteranordnung 100 in montiertem Zustand.
In der Außenleiteranordnung 100 befindet sich ein Innenleiterbuchsenpaar 103, welches
von der Außenleiteranordnung 100 durch das Isolierteil 105 elektrisch isoliert ist.
Figur 5 zeigt einen zweipoligen Steckverbinder. Es versteht sich jedoch, dass auch
einpolige, drei- oder mehrpolige Steckverbinder vom Schutzbereich dieser Anmeldung
umfasst sind.
[0044] Das Gehäuse 101 der Außenleiteranordnung 100 weist zudem eine Steckkodierung 107
auf, die verhindert, dass ein Steckverbinder mit der Außenleiteranordnung 100 spiegelverkehrt
gesteckt wird.
[0045] Figur 6 zeigt eine ähnliche Außenleiteranordnung 400 wie die Figuren 1-4. Die Außenleiteranordnung
400 unterscheidet sich von der Außenleiteranordnung 100 durch ihre geometrische Form.
Im Gegensatz zu der Außenleiteranordnung 100 ist die Außenleiteranordnung 400 rund
statt länglich-rund wie die Außenleiteranordnung 100.
[0046] Die Außenleiteranordnung 400 umfasst zwei Kontaktlaschen 503, die jeweils einen mittigen
Kontaktpunkt 505 aufweisen. Der Kontaktlasche 503 ist jeweils eine Haltelasche 507
angeformt. Die Haltelasche 507 ist leicht gebogen und wird sich bei der Montage des
Außenleiterrings 600 zu einem Teilkreis verformen. Die Außenleiteranordnung 400 macht
zwischen der Haltelasche 507 und der Kontaktlasche 503 einen Durchmessersprung.
[0047] Zwischen den Kontaktlaschen 503 befinden sich jeweils zwei Kontaktlaschen 501. Die
Kontaktlaschen 501 weisen die Kontaktpunkte 504 auf. Die Kontaktpunkte 504, 505 gewährleisten
eine umfängliche elektromagnetische Schirmung durch die Kontaktlaschen der Außenleiteranordnung
100.
[0048] Der Außenleiterring 600 der Außenleiteranordnung 400 ist in einem zusammengedrücktem
Zustand dargestellt. Ähnlich wie der Außenleiterring 300 weist der Außenleiterring
600 eine Einbuchtung 603 auf, die in Figur 5 flachgedrückt ist. Es versteht sich,
dass sich auch der Außenleiterring 300 auf analoge Weise verformen bzw. zusammendrücken
lässt.
[0049] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele vorstehend
vollständig beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige
Art und Weise modifizierbar.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 100
- Außenleiteranordnung
- 101
- Gehäuse
- 103
- Innenleiterbuchsen
- 105
- Isolierteil
- 107
- Kodierung
- 109
- Steckverbinder
- 110
- Gegensteckverbinder
- 111
- Außenleiter
- 113
- Innenleiter
- 115
- Durchmessersprung
- 117
- Durchmessersprung
- 200
- Außenleitergrundkörper
- 201
- Kontaktlaschen
- 203
- Kontaktlasche
- 204
- Kontaktpunkt
- 205
- Kontaktpunkt
- 207
- Haltelasche
- 300
- Außenleiterring
- 301
- Schutzlasche
- 303
- Einbuchtung
- 305
- Ring
- 400
- Außenleiteranordnung
- 500
- Außenleitergrundkörper
- 501
- Kontaktlaschen
- 503
- Kontaktlasche
- 504
- Kontaktpunkt
- 505
- Kontaktpunkt
- 507
- Haltelasche
- 600
- Außenleiterring
- 601
- Schutzlasche
- 603
- Einbuchtung
- 605
- Ring
1. Außenleiteranordnung für einen Steckverbinder aufweisend einen Außenleitergrundkörper
und einen Außenleiterring, wobei der Außenleitergrundkörper mehrere Kontaktlaschen
aufweist,
wobei der Außenleiterring an einem interfaceseitigen Ende des Außenleitergrundkörpers
befestigt ist, wenigstens eine Ausbuchtung oder Einbuchtung aufweist und von geschlossener
Struktur ist, um einen geschlossenen Eintritt der Außenleiteranordnung zu bilden.
2. Außenleiteranordnung nach Anspruch 1, wobei der Außenleiterring eingerichtet ist,
die Kontaktlaschen vor mechanischen Krafteinflüssen zu schützen.
3. Außenleiteranordnung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Außenleiterring eingerichtet
ist, die Steckkräfte zum Stecken eines mit der Außenleiteranordnung verbundenen Steckverbinders,
zu reduzieren.
4. Außenleiteranordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei an wenigstens einer
Kontaktlasche eine Haltelasche angeformt ist, an welcher der Außenleiterring befestigt
ist.
5. Außenleiteranordnung nach Anspruch 4, wobei der Außenleitergrundkörper zwischen der
Haltelasche und den Kontaktlaschen einen Durchmessersprung aufweist.
6. Außenleiteranordnung nach Anspruch 4 oder 5, wobei der Außenleitergrundkörper mehrere
Haltelaschen, zwischen welchen eine Unterbrechung ausgebildet ist, insbesondere zwei
Haltelaschen, aufweist.
7. Außenleiteranordnung nach Anspruch 6, wobei die Haltelaschen teilkreisförmig oder
U-förmig ausgebildet sind.
8. Außenleiteranordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Außenleiterring
eine Schutzlasche aufweist, die eingerichtet ist, die Kontaktlaschen des Außenleitergrundkörpers
vor mechanischer Krafteinwirkung zu schützen.
9. Außenleiteranordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Außenleiterring
ein erstes Ende und ein zweites Ende aufweist, die aufgrund einer Vorspannkraft in
dem Außenleiterring gegeneinander gedrückt werden, um die geschlossener Struktur zu
bilden.
10. Außenleiteranordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Kontaktlaschen
jeweils einen Kontaktpunkt zur Kontaktierung eines Außenleiters eines mit dem Steckverbinder
zu verbindenden Gegensteckverbinders aufweist.
11. Außenleiteranordnung nach Anspruch 10, wobei die Kontaktpunkte zueinander in axialer
Richtung des Außenleitergrundkörpers versetzt ausgebildet sind.
12. Außenleiteranordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Einbuchtung
bzw. Ausbuchtung des Außenleiterrings eingerichtet ist, eine vorbestimmte Federwirkung
während dem Stecken bereitzustellen.
13. Außenleiter Anordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Außenleitergrundkörper
als Stanzteil ausgebildet ist.
14. Herstellungsverfahren für eine Außenleiteranordnung welches die folgenden Schritte
aufweist:
- Herstellen eines Außenleitergrundkörpers mit mehreren Kontaktlaschen und mit wenigstens
einer Haltelasche mittels eines Stanz-Verfahrens, in welchem die Haltelasche in dem
Stanz-Verfahren derart abgerollt wird, dass zwischen den Kontaktlaschen und der Haltelasche
ein Durchmessersprung entsteht;
- Befestigen eines Außenleiterrings an den Haltelaschen, derart dass ein Außenleiter
mit einem geschlossenen Eintritt gebildet wird.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Außenleiteranordnung (100; 400) für einen Steckverbinder (109) aufweisend einen Außenleitergrundkörper
(200; 500) und einen Außenleiterring (300; 600), wobei der Außenleitergrundkörper
mehrere Kontaktlaschen (201; 203; 501; 503) aufweist,
wobei der Außenleiterring an einem interfaceseitigen Ende des Außenleitergrundkörpers
befestigt ist, wenigstens eine Ausbuchtung oder Einbuchtung (303; 603) aufweist und
von geschlossener Struktur ist, um einen geschlossenen Eintritt der Außenleiteranordnung
zu bilden.
2. Außenleiteranordnung nach Anspruch 1, wobei der Außenleiterring eingerichtet ist,
die Kontaktlaschen vor mechanischen Krafteinflüssen zu schützen.
3. Außenleiteranordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei an wenigstens einer
Kontaktlasche eine Haltelasche (207; 507) angeformt ist, an welcher der Außenleiterring
befestigt ist.
4. Außenleiteranordnung nach Anspruch 3, wobei der Außenleitergrundkörper zwischen der
Haltelasche und den Kontaktlaschen einen Durchmessersprung (115; 117) aufweist.
5. Außenleiteranordnung nach Anspruch 3 oder 4, wobei der Außenleitergrundkörper mehrere
Haltelaschen, zwischen welchen eine Unterbrechung ausgebildet ist, insbesondere zwei
Haltelaschen, aufweist.
6. Außenleiteranordnung nach Anspruch 5, wobei die Haltelaschen teilkreisförmig oder
U-förmig ausgebildet sind.
7. Außenleiteranordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Außenleiterring
eine Schutzlasche (601) aufweist, die eingerichtet ist, die Kontaktlaschen des Außenleitergrundkörpers
vor mechanischer Krafteinwirkung zu schützen.
8. Außenleiteranordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Außenleiterring
ein erstes Ende und ein zweites Ende aufweist, die aufgrund einer Vorspannkraft in
dem Außenleiterring gegeneinander gedrückt werden, um die geschlossener Struktur zu
bilden.
9. Außenleiteranordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Kontaktlaschen
jeweils einen Kontaktpunkt (204; 205; 504; 505) zur Kontaktierung eines Außenleiters
eines mit dem Steckverbinder zu verbindenden Gegensteckverbinders aufweist.
10. Außenleiteranordnung nach Anspruch 9, wobei die Kontaktpunkte zueinander in axialer
Richtung des Außenleitergrundkörpers versetzt ausgebildet sind.
11. Außenleiteranordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Einbuchtung
bzw. Ausbuchtung des Außenleiterrings eingerichtet ist, eine vorbestimmte Federwirkung
während dem Stecken bereitzustellen.
12. Außenleiter Anordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Außenleitergrundkörper
als Stanzteil ausgebildet ist.
13. Herstellungsverfahren für eine Außenleiteranordnung (100; 400) welches die folgenden
Schritte aufweist:
- Herstellen eines Außenleitergrundkörpers (200; 500) mit mehreren Kontaktlaschen
(201; 203; 501; 503) und mit wenigstens einer Haltelasche (207; 507) mittels eines
Stanz-Verfahrens, in welchem die Haltelasche in dem Stanz-Verfahren derart abgerollt
wird, dass zwischen den Kontaktlaschen und der Haltelasche ein Durchmessersprung (115;
117) entsteht;
- Befestigen eines Außenleiterrings (300; 600) an den Haltelaschen, derart dass ein
Außenleiter mit einem geschlossenen Eintritt gebildet wird.