| (19) |
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(11) |
EP 3 400 338 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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11.05.2022 Patentblatt 2022/19 |
| (22) |
Anmeldetag: 03.01.2017 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2017/100001 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/118453 (13.07.2017 Gazette 2017/28) |
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| (54) |
BAUMASCHINE MIT OBER- UND UNTERWAGEN
CONSTRUCTION MACHINE WITH AN UPPER STRUCTURE AND A LOWER STRUCTURE
MACHINE DE CHANTIER À CHÂSSIS TOURNANT ET CHÂSSIS DE ROULEMENT
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
08.01.2016 DE 202016100061 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.11.2018 Patentblatt 2018/46 |
| (73) |
Patentinhaber: Schreiber, Robert |
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85461 Bockhorn (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Schreiber, Robert
85461 Bockhorn (DE)
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| (74) |
Vertreter: Hansen, Jochen |
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Patentanwaltskanzlei Hansen
Eisenbahnstraße 5 21680 Stade 21680 Stade (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 735 655 WO-A1-01/14651 DE-B3-102005 027 748 US-A- 4 034 785 US-A1- 2009 171 482
|
EP-A2- 1 997 962 WO-A2-2014/168469 GB-A- 2 310 472 US-A1- 2004 050 987 US-B2- 7 798 738
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Baumaschine mit Unterwagen und auf dem Unterwagen um
eine vertikale Achse drehbar gelagertem Oberwagen, wobei
- im Oberwagen eine Kraftmaschine mit Hydraulik- und Stromversorgung vorgesehen ist,
- im Unterwagen ein über zwei von der Hydraulikversorgung beaufschlagten Kettenantriebshydraulikmotoren
drehangetriebenes Kettenlaufwerk vorgesehen ist,
- am Unterwagen ein hydraulisch anheb- und absenkbares Planierschild an wenigstens einer
Stirnseite des Unterwagens angeordnet ist,
- ein hydraulischer Durchtrieb mit drei Hydraulikleitungspaaren vorgesehen ist, wobei
die drei Hydraulikleitungspaare sind:
- ein erstes und zweites Paar für die beiden Kettenhydraulikmotoren des Kettenlaufwerks
und
- ein drittes Hydraulikleitungspaar für einen Planierschildhydraulikzylinder des hydraulisch
anheb- und absenkbaren Planierschildes.
[0002] Hydraulikbagger mit mit einem Kettenwerk ausgestattetem Unterwagen und einem um eine
vertikale Achse um 360° gegenüber dem Unterwagen frei drehbaren Oberwagen sind bekannt.
Diese Hydraulikbagger weisen eine am Oberwagen angebrachte Arbeitsausrüstung mit von
verschiedenen Hydraulikzylindern betätigbaren Auslegerarm und Schaufel oder Löffel
auf. Diese sehr universell einsetzbaren Baumaschinen sind für eine Vielzahl von Baggertätigkeiten
ausgelegt beziehungsweise daran anpassbar.
[0003] Ferner ist es beispielsweise aus der
DE 10 2005 027 748 B3 bekannt, dass derartige Hydraulikbagger an ihrem mit einem Kettenfahrwerk versehenen
Unterwagen ein hydraulisch betätigbares Räumschild aufweisen. Diese Schrift zeigt
ferner hydraulische Schnellkupplungen am Unterwagen nahe dem Planierschild, sodass
an das Planierschild ein Anhänger ankuppelbar ist, der eine hydraulische Kippfunktion
aufweist. Dabei wird in der
DE 10 2005 027 748 B3 der hydraulische Zu- und Rückfluss von Hydraulikzylindern des Räumschildes auf die
Hydraulikzylinder des Kippanhängers durch Betätigen eines Umschaltventils umgeleitet.
[0004] Eine Drehdurchführung mit acht hydraulischen Verbindungsleitungen ist aus der
US 7,798,738 B2 bekannt.
[0005] Die
DE 36 44 497 A1 beschreibt einen Bagger mit Räumschild, an dem Anbaugeräte, insbesondere Staplergabeln
oder Klappkübel angesetzt werden können. Die Anbaugeräte weisen selbst keine kompletten
Hydraulikstellelemente auf, insofern sind auch keine hydraulischen Schnellkupplungen
vorgesehen.
[0006] Ferner sind aus der
DE 10 2008 025 026 A1 Anbaugeräte für Baumaschinen beziehungsweise Hydraulikbagger bekannt, die zusätzliche
Funktionen bei der Bodenbearbeitung erlauben. Diese Anbaugeräte sind so vorbereitet,
dass sie an einer entsprechend vorgesehenen Schnellwechselplatte angebracht werden
können. Dabei benötigen diese Anbaugeräte eine Hydraulikversorgung und gegebenenfalls
zusätzlich eine Stromversorgung. Entsprechend werden die Anbaugeräte stets an der
Schnellwechselplatte des Auslegers am Oberwagen der Baumaschine montiert, da hier
eine direkte Hydraulikversorgung über entsprechende hydraulische Schnellkupplungen
sichergestellt ist.
[0007] Eine hydraulische Schnellkupplung ist in der
DE 42 22 193 A1 beschrieben. Dabei handelt es sich um eine Schnellkupplung zum jeweils gleichzeitigen
Herstellen oder Lösen der Verbindungen mehrerer Hydraulikkupplungen, insbesondere
Kupplungsblock für Anbaufrontlader an Fahrzeugen.
[0008] Es ist auch bekannt, hydraulisch betriebene Anbaugeräte am Räumschild eines Baggers
vorzusehen. Die
DE 20 2015 100 537 U1 beschreibt eine VorbauSiebanlage, die beispielsweise am Räumschild eines Baggers
ansetzbar ist. Dabei soll der hydraulische Antrieb der Vorbausiebanlage an der Hydraulik
des Fahrzeuges ankoppelbar sein. Dabei soll die Hydraulik beispielsweise direkt an
die Hydraulikleitung des Räumschildes mit einem sogenannten Druckfolgeventil angeschlossen
sein.
[0009] Eine Baumaschine mit den Merkmalen des Oberbegriffs zeigt die
EP 2 031 136 A2. Darin ist eine Baumaschine mit zum Unterwagen mit Kettenfahrwerk drehbar gelagertem
Oberwagen beschrieben, bei der am Unterwagen ein hydraulisch bewegbares Räumschild
vorgesehen ist. Das Räumschild ist nicht nur hydraulisch anheb- und absenkbar sondern
zusätzlich um eine im Wesentlichen vertikale Achse schwenkbar angeordnet. Entsprechend
weist diese Baumaschine eine zusätzliche, vierte hydraulische Funktionalität im Unterwagen
auf, die entsprechend über die Drehverbindung zwischen Oberwagen und Unterwagen hydraulisch
getrennt geleitet werden muss, damit sie vom Oberwagen aus unabhängig steuerbar ist.
Die dafür erforderliche Drehdurchführung ist in der
EP 2 031 136 A2 nicht explizit beschrieben.
[0010] Aus der
US 6,266,901 B1 ist eine Baumaschine mit Unterwagen und Oberwagen bekannt, bei der eine sehr komplexe
Drehdurchführung vorgesehen ist, da zwischen Unterwagen und Oberwagen noch ein um
die gleiche vertikale Achse drehbarer Zwischenwagen vorgesehen ist, an dem eine gesonderte
Bagger- oder Räumschaufel vorgesehen ist. Zum Unterwagen führen durch die Drehdurchführung
mindestens vier Hydraulikleitungspaare. Jedoch ist im Unterwagen kein anheb- und Absenkbares
Räumschild vorgesehen. Diese Funktion übernimmt hier das Anbauelement am Zwischenwagen.
Als zusätzliche hydraulische Funktion im Unterwagen ist jedoch ein Drehantrieb für
das Verstellen des Zwischenwagens relativ zum Unterwagen vorgesehen.
[0011] Zwar kann somit eine zusätzliche hydraulische Funktion im Unterwagen über die Hydraulik
des Oberwagens angesteuert werden, jedoch ist die Variabilität der aus der
EP 2 031 136 A2 bekannten Baumaschine begrenzt, wohingegen die Baumaschine gemäß
US 6,266,901 B1 eine sehr komplexe Bedienung erfordert und daher einen einzelnen Baumaschinenführer
überfordert.
[0012] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Baumaschine anzugeben, die bei bekannter
Bedienbarkeit aus den bisherigen zweiteiligen Baumaschinen mit Oberwagen und Unterwagen
eine hohe Variabilität beim Ansetzen von zusätzlichen Anbaugeräten liefert.
[0013] Diese Aufgabe wird mit einer gattungsgemäßen Baumaschine dadurch gelöst, dass der
hydraulische Durchtrieb mindestens ein an der Hydraulikversorgung angeschlossenes,
viertes Hydraulikleitungspaar für eine weitere hydraulische Funktion hat, das am Unterwagen
nahe dem Planierschild zu einer hydraulischen Schnellkupplung führt und eine Schnellwechselvorrichtung
am Planierschild vorgesehen ist, sodass an der Schnellwechselvorrichtung am Planierschild
des Unterwagens hydraulisch antreibbare Anbaugeräte anschließbar sind.
[0014] Diese hydraulisch antreibbaren Anbaugeräte lassen sich somit an der Schnellwechselvorrichtung
des Unterwagens ansetzen und dort auch an die Hydraulikversorgung über die entsprechende
Schnellkupplung anschließen. Damit kann ein dort angesetztes Anbaugerät mit hydraulischem
Antrieb von der Hydraulikversorgung des Oberwagens der Baumaschine versorgt werden
und seine Tätigkeit unabhängig ausüben, wobei ein Arbeitsgerät am Ausleger des Oberwagens
andere Tätigkeiten parallel ausführen kann. Beispielsweise kann eine hydraulisch angetriebene
Brecherschaufel von dem Baggerlöffel des Oberwagens der Baumaschine fortlaufend beladen
werden und entsprechend parallel zur Tätigkeit des Oberwagens den eingefüllten Schutt
zerkleinern. Dabei kann der Baggerlöffel am um 360° drehbaren Oberwagen und entsprechend
seiner Reichweite seines Auslegers und Löffelstiels zu zerkleinernde Schuttgüter mit
seinem Löffel aufnehmen und in die am Planierschild des Unterwagens angebrachte Brecherschaufel
einfüllen. Parallel kann die Baumaschine über ihr Kettenlaufwerk fortwährend in eine
Richtung fahren, sodass der in der Brecherschaufel zerkleinerter Schutt gleichmäßig
auf der Fahrstrecke der Baumaschine abgelegt wird. Diese Anordnung kann beispielsweise
zur Erstellung einer mineralischen Tragschicht für den Wegebau verwendet werden.
[0015] Ferner können beispielsweise bei der Verwendung einer Siebschaufel die funktionalen
Abläufe dieses Siebschaufel- Anbaugerätes parallel zur Aufnahme von zu siebenden Schüttgut
in der Siebschaufel ausgeführt werden. Auch hier kann der unabhängig agierende Baggerlöffel
am Oberwagen parallel zur Arbeit des Siebschaufelanbaugeräts neues zu siebendes Material
aufnehmen und in die Siebschaufel einfüllen.
[0016] Um eine unabhängige Hydraulikversorgung des Anbaugerätes am Unterwagen sicherzustellen,
ist für einen auf dem Unterwagen um eine vertikale Achse drehbar gelagerten Oberwagen
ein hydraulischer Durchtrieb mit mindestens vier Hydraulikleitungspaaren vorgesehen,
nämlich ein erstes und zweites Paar für die beiden Kettenhydraulikmotoren des Kettenlaufwerks,
ein drittes Hydraulikleitungspaar für einen Planierschildhydraulikzylinder des hydraulisch
anheb- und absenkbaren Planierschildes und das vierte Hydraulikleitungspaar für ein
an der Schnellwechselvorrichtung angeschlossenes Anbaugerät. Wichtig ist dabei, dass
die technischen Funktionen der einzelnen Tätigkeiten für das Anbaugerät am Unterwagen,
den Vortrieb des Unterwagens sowie die Betätigung des am Ausleger angebrachten Baggerlöffels
unabhängig voneinander und gleichzeitig parallel zueinander durchgeführt werden können.
[0017] Wenn eine elektrische Kontaktierung am Durchtrieb vorgesehen ist, mit der eine Versorgungsspannung
und/oder elektrische Steuerbefehle vom Oberwagen zum Unterwagen übertragen werden,
können elektrisch zu versorgende oder zu steuernde Anbaugeräte an der Schnellwechselvorrichtung
am Planierschild angeschlossen und somit vom Oberwagen gesteuert unabhängig von den
anderen hydraulischen Kreisen betätigt werden. Bei der Versorgungsspannung handelt
es sich um die übliche Stromversorgung der Baumaschine, beispielsweise 12 Volt Gleichstrom.
[0018] Um die elektrischen Signale vom Oberwagen mit seiner Kraftmaschine und Stromversorgung
zur Schnellwechselvorrichtung am Unterwagen zu übertragen, ist für einen auf dem Unterwagen
um eine vertikale Achse drehbar gelagerten Oberwagen eine elektrische Kontaktierung
am hydraulischen Durchtrieb vorgesehen. Vorteilhaft weisen die elektrischen Kontakte
Drehschleifkontakte mit zwei Kontaktbahnen für die Versorgungsspannung und zwei Kontaktbahnen
für einen CAN-Bus auf. Damit kann der Oberwagen beliebig auf dem Unterwagen verdreht
und über den zweipoligen CAN-Bus eine Vielzahl von elektrischen Betätigungsbefehlen
und/oder Messwerte zwischen Ober- und Unterwagen übertragen werden.
[0019] Wenn die elektrische Schnellkupplung und die hydraulische Schnellkupplung in einer
gemeinsamen Stecker-/Muffenanordnung vereinigt sind, kann die hydraulische und elektrische
Versorgung eines angesetzten Anbaugeräts schnell über eine Steckverbindung in der
gemeinsamen Stecker-/Muffenanordnung erreicht werden. Ein Wechsel eines Anbaugeräts
geht somit schnell und leicht zur Hand. Ferner werden Vertauschungen von Leitungen
und somit Fehlbedienungen vermieden.
[0020] Zusätzlich kann eine weitere Leitung am hydraulischen Durchtrieb zur Aufnahme von
etwaigem Lecköl vorgesehen sein. In dieser Ausführung würde die Drehdurchführung in
einer zylindrischen Aufnahme in Radialebenen mindestens neun übereinander angeordnete
Ringnuten aufweisen, wobei in der zylinderförmigen Aufnahme ein passender Kolben um
die vertikale Achse drehbar eingesetzt ist, der korrespondierend zur Lage der mindestens
neun Ringnuten entsprechende Leitungszugänge aufweisen würde. Die Nuten sind durch
geeignete Dichtungen von einander getrennt. Die unterste Ringnut ist in dieser Ausführung
zum Auffangen von Lecköl vorgesehen.
[0021] Wenn dem vierten Hydraulikleitungspaar im Oberwagen eine Bedieneinheit mit zur Leistungsreduzierung
linear betätigbarem Hydroventil zugeordnet ist, kann das am vierten Hydraulikleitungspaar
angeschlossene Anbaugerät feinfühlig vom Fahrer der Baumaschine aus der Fahrerkabine
im Oberwagen unabhängig von den übrigen hydraulischen Lasten, bspw. vom Kettenfahrwerk
oder den Hydraulikzylindern des Auslegers betätig werden.
[0022] Als Anbaugeräte, die an der Schnellwechselvorrichtung der Baumaschine ankuppelbar
sind, sind sämtliche Anbaugeräte mit hydraulischem und/oder elektrischem Antrieb und/oder
elektrischer Steuerung geeignet. Bevorzugt ist das Anbaugerät eine Siebschaufel, eine
Betonmischschaufel, eine Brecherschaufel oder ein Spaltautomat, die hydraulisch und/oder
elektrisch angetrieben sind. Ferner sind denkbare Anbaugeräte zum Einhängen an das
Planierschild folgende: Grabenfräse, Radfräse, Rüttelplatte, Asphaltfräse, Betonsäge,
Asphaltsäge, Forstmulcher, Gartenhächsler, Pfahleintreiber, Rüttelwalze, Asphaltfertiger,
Schneefräse, Kehrmaschine und Randstein-Extruder.
[0023] Dadurch, dass die Siebschaufel ein Schaufelgehäuse und eine darin von einem Anbaugeräthydraulikmotor
drehangetriebene Sieb- oder Schlegelwelle haben, wobei der Anbaugeräthydraulikmotor
von der Hydraulikversorgung über die hydraulische Schnellkupplung versorgt wird, kann
die Sieb- oder Schlegelwelle der Siebschaufel von der Hydraulikversorgung im Oberwagen
der Baumaschine betätigt und über die dort am Fahrerstand angeordneten Steuerventile
gesteuert werden.
[0024] Dadurch, dass die Betonmischschaufel ein Schaufelgehäuse und eine darin von einem
Anbaugeräthydraulikmotor drehangetriebene Mischschnecke hat, wobei der Anbaugeräthydraulikmotor
von der Hydraulikversorgung über die hydraulische Schnellkupplung versorgt wird, kann
die Mischschnecke der Betonmischschaufel von der Hydraulikversorgung im Oberwagen
der Baumaschine betätigt und über die dort am Fahrerstand angeordneten Ventile gesteuert
werden.
[0025] Dadurch, dass die Brecherschaufel ein Schaufelgehäuse und eine darin von einem Anbaugeräthydraulikmotor
drehangetriebene Backenbrecher mit Exzenterwelle hat, wobei der Anbaugeräthydraulikmotor
von der Hydraulikversorgung über die hydraulische Schnellkupplung versorgt wird, kann
der Backenbrecher mit Exzenterwelle von der Hydraulikversorgung im Oberwagen der Baumaschine
betätigt und über die dort am Fahrerstand angeordneten Ventile gesteuert werden.
[0026] Dadurch, dass der Spaltautomat eine Holzstammaufnahme mit einer hydraulisch angetriebenen
Stammvortriebseinrichtung, einer hydraulisch angetriebenen Kappeinrichtung und einer
nachgeschalteten hydraulischen Spaltvorrichtung hat, wobei die Stammvortriebseinrichtung,
Kappeinrichtung und Spaltvorrichtung von der Hydraulikversorgung über die hydraulische
Schnellkupplung versorgt sind und Steuerimpulse über die elektrische Schnellkupplung
zum Spaltautomaten übertragbar sind, kann Feuerholz in einem an einer Baumaschine
angekuppelten Anbaugerät gemacht werden, wobei am Ausleger des Oberwagens ein Greifwerkzeug
montiert ist, um bspw. zu spaltende Baumstämme dem Anbaugerät zuzuführen und/oder
gespaltene Holzscheite abzuführen. Die Bedienung des Spaltautomatens erfolgt dabei
über eine elektrische Fernsteuerung von der Fahrerkabine der Baumaschine aus, wobei
die Steuersignale am Anbaugerät über elektromagnetisch geschaltete Proportionalventile
in hydraulische Betätigungsbefehle umgesetzt werden.
[0027] Erfindungsgemäß werden somit hydraulisch angetriebene Anbaugeräte am Kettenlaufwerk
geführten Unterwagen an einer dort angeordneten Schnellwechselplatte (Schnellwechselvorrichtung)
montiert und direkt von der Hydraulikversorgung des Oberwagens über ein ergänzendes
Hydraulikleitungspaar mit hydraulischer Schnellkupplung versorgt. Für das Arbeitsverfahren
mit einer entsprechend ausgerüsteten Baumaschine ist es damit vorteilhaft möglich,
dass ein am Unterwagen der Baumaschine angesetztes Anbaugerät kontinuierlich arbeitet,
beispielsweise darin eingefüllten Boden siebt, wobei der am Ausleger am frei um 360°
drehbaren Oberwagen der Baumaschine angeordnete Löffel stets neuen Boden aufnimmt
und in das Anbaugerät, hier eine Siebschaufel, einfüllt. Die Arbeitseffizienz ist
somit erheblich gesteigert.
[0028] Wenn die Schnellwechselvorrichtung am Planierschild aus zwei Ausschnitten an der
Oberkante des Planierschildes mit eingeformtem horizontal ausgerichtetem Rohrabschnitt
besteht und am Anbaugerät zwei daran angepasste Haken vorgesehen sind, wobei die Haken
über die Rohrabschnitte in den beiden Ausschnitten einhakbar sind, ist eine einfache
Ausbildung einer Schnellwechselvorrichtung angegeben, die im rauen Alltagseinsatz
zuverlässig funktioniert.
[0029] Um ein unbeabsichtigtes Abkoppeln des Geräts vom Planierschild zu vermeiden, sind
an den Haken des Anbaugeräts Sicherungshebel vorgesehen, die nach dem Einhaken in
die Rohrabschnitte hinter diese Rohrabschnitte zur Sicherung verrasten.
[0030] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung
detailliert beschrieben.
[0031] Darin zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer Baumaschine mit Anbaugerät,
- Fig. 2
- eine Schnellwechselvorrichtung im Detail und
- Fig. 3
- ein Anbaugerät mit kippbarer Siebschaufel.
[0032] In Figur 1 ist eine Baumaschine mit einem Oberwagen 1 und einem Unterwagen 2 dargestellt.
Am Unterwagen 2 ist ein Kettenlaufwerk 21 angeordnet, das in Spurbreite zueinander
beabstandet zwei umlaufende Ketten aufweist, die von je einem Kettenantriebshydraulikmotor
22 drehangetrieben sind. Durch die Seitenansicht der Figur 1 ist lediglich eine Seite
des Kettenlaufwerks 21 sichtbar.
[0033] Im Oberwagen 1 ist eine Kraftmaschine 11, meist ein Dieselmotor, eine Hydraulikversorgung
12 mit einem Hydraulikölvorrat, einer druckerzeugenden Hydraulikpumpe und einer Hydraulikverteilung
angeordnet. Ferner weist der Oberwagen 1 eine Stromversorgung 13 für ein 12 V Bordnetz
auf, zu der ein Generator und entsprechende elektrische Verteilungsleitungen gehören.
Die Hydraulikpumpe der Hydraulikversorgung 12 sowie der Generator der Stromversorgung
13 werden von der Kraftmaschine 11 unmittelbar drehangetrieben. Ferner ist im Oberwagen
1 ein Führerstand 14 angeordnet, in dem eine Bedieneinheit 15 mit Steuerventilen zur
Ansteuerung der einzelnen Hydraulikkomponenten der Baumaschine angeordnet ist. Der
Baggerführer kann somit aus dem Führerstand 14 über die Steuerventile 15 den Bagger
bewegen und steuern.
[0034] Ferner weist der Oberwagen 1 eine Arbeitsausrüstung 5 auf. Die Arbeitsausrüstung
5 besteht im dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem über einen ersten Hydraulikzylinder
51 auf- und abschwenkbaren Ausleger 50 mit daran schwenkbar angelenkten und über einen
zweiten Hydraulikzylinder 52 verschwenkbaren Löffelstiel 54, an dessen freien Ende
ein wiederum schwenkbar über einen dritten Hydraulikzylinder 53 angelenkter Löffel
55 angebracht ist. Die drei Hydraulikzylinder 51, 52 und 53 sind jeweils über zugeordnete
Hydraulikleitungspaare 40 mit der Hydraulikversorgung 12 verbunden. Die Hydraulikzylinder
51, 52 und 53 und somit die Betätigung des Löffels 55 sind über zugeordnete Steuerventile
15 der Bedieneinheit im Führerstand 14 vom Baggerführer betätigbar.
[0035] Der Oberwagen 1 ist um eine vertikale Achse Z (in Fig. 1 strichpunktiert dargestellt)
drehbar auf dem Unterwagen 2 gelagert. An dieser Stelle befindet sich ein hydraulischer
Durchtrieb 4, der hydraulische Verbindungen zwischen der Hydraulikversorgung 12 im
Oberwagen 1 und den Verbrauchern im Unterwagen 2 bereitstellt. Dabei sind im Unterwagen
2 im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Hydraulikleitungspaare 40 zu den beiden
Kettenantriebshydraulikmotoren 22 vorzusehen. Ein drittes Hydraulikleitungspaar 40
ist für den Hydraulikzylinder eines Planierschildes 23 im Unterwagen 2 vorgesehen
(in Fig. 1 nicht dargestellt). Ferner ist ein viertes Hydraulikleitungspaar 41 vorgesehen,
das zu einer an einer Stirnseite des Unterwagens 2 nahe dem Planierschild 23 angeordneten
Schnellwechselvorrichtung 26 heranführt und dort eine hydraulische Schnellkupplung
24 aufweist. Neben den durch den hydraulischen Durchtrieb 4 geführten Hydraulikleitungspaaren
40, 41 ist auch eine elektrische Kontaktierung 44 vorgesehen, sodass im Unterwagen
2 auch ein elektrisches Leitungspaar 45 vorgesehen ist. Das elektrische Leitungspaar
45 führt zu einer elektrischen Schnellkupplung 25 die ebenfalls nahe der Schnellwechselvorrichtung
26 angeordnet ist und bevorzugt mit der hydraulischen Schnellkupplung in einer Stecker-/Muffenanordnung
vereinigt ist. Besonders bevorzugt wird zur Datenübertragung auf diesem elektrischen
Leitungspaar ein sogenanntes CAN-Bus-System verwendet, das in der Kraftfahrzeugtechnik
ein anerkanntes serielles 2-Draht-Bussystem ist.
[0036] An dieser Schnellwechselvorrichtung 26 ist ein hydraulisch antreibbares Anbaugerät
3 angesetzt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich bei dem Anbaugerät
3 um eine Siebschaufel 31, die in Figur 1 in teils geschnittener Darstellung abgebildet
ist. Die Siebschaufel 31 weist ein Schaufelgehäuse 32 zur Aufnahme von zu siebenden
Schüttgütern, zum Beispiel Erdaushub etc. auf. Am Boden des Schaufelgehäuses 32 sind
vier Sieb- oder Schlegelwellen 34 parallel zueinander angeordnet, die von einem Anbaugeräthydraulikmotor
33 drehangetrieben werden. Der Anbaugeräthydraulikmotor 33 weist eine Hydraulikleitung
35 mit einer hydraulischen Schnellkupplung auf, die an die hydraulische Schnellkupplung
24 in der gemeinsamen Stecker-/Muffenanordnung am Unterwagen 2 kuppelbar ist. Somit
ist der Anbaugeräthydraulikmotor 33 und die damit angetriebenen Sieboder Schlegelwellen
34 von der Hydraulikversorgung 12 im Oberwagen 1 über dessen Führerstand 14 und dem
dort vorgesehenen Steuerventil in der Bedieneinheit 15 ansteuerbar.
[0037] In Figur 2 ist in einer Seitenansicht, ein an einem Planierschild 23 über eine entsprechende
Schnellwechselvorrichtung 26 eingehängtes Anbaugerät 3 dargestellt. Das Anbaugerät
3 weist zwei Konsolen 36 auf, von der in der Seitenansicht gemäß Figur 2 nur eine
dargestellt ist. Am oberen Ende der Konsole 36 ist ein Haken 37 ausgebildet, der in
einem Ausschnitt 28 an der oberen Kante des Planierschildes 23 über einen dort horizontal
entlang der Oberkante des Planierschildes 23 angebrachten Rohrabschnitt 27 eingehakt
ist. An den abwärtigen Enden der beiden Konsolen 36 ist die Siebschaufel 31 des Anbaugeräts
3 verankert. Um ein versehentliches Lösen des Anbaugeräts 3 von der Schnellwechselvorrichtung
26 am Planierschild 23 zu vermeiden, ist ferner im Bereich des Hakens 37 ein Sicherungshebel
38 vorgesehen, der bspw. federbelastet nach Einhaken des Anbaugeräts 3 am Planierschild
23 in eine Verraststellung, so wie in Figur 2 dargestellt, springt.
[0038] In Figur 3 ist das Anbaugerät 3 gemäß Figur 2 in einer Ansicht in Fahrrichtung auf
das Anbaugerät 3 dargestellt. Das Anbaugerät 3 weist in diesem Falle eine Siebschaufel
31 mit einer Kippeinrichtung 39 auf, sodass die Siebschaufel 31 durch Kippen um eine
Schwenkachse entleerbar ist.
[0039] Nachfolgend wird die Arbeitsweise mit der erfindungsgemäßen Baumaschine unter Bezugnahme
auf das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 beschrieben.
[0040] Die Baumaschine in der Ausführungsform gemäß Figur 1 kann somit alle üblichen Funktionen
von Kettenlaufwerkhydraulikbaggern mit seiner standardgemäß ausgeführten Arbeitsausrüstung
5 ausführen. Insbesondere kann mit dem am Ausleger 50 angeordneten Löffel 55 Schüttgut,
zum Beispiel Erde aufgenommen und wieder abgegeben werden. Durch das Vorsehen eines
Anbaugerätes 3 an einer am Unterwagen 2 angeordneten Schnellwechselvorrichtung 26
am Planierschild 23 kann dort eine Siebschaufel 31 vorgehalten werden, sodass der
Baggerführer in seinem Führerstand 14 seine Erdarbeiten mit der üblichen Arbeitsausrüstung
5 und dem daran montierten Löffel 55 ausführen und bei Bedarf Erdaushub aus dem Löffel
55 direkt in die Siebschaufel 31 eingeben kann, sodass dieser Erdaushub in der Siebschaufel
31 über die Sieb- oder Schlegelwellen 34 gesiebt wird. Mit dieser Kombination ist
es somit möglich, dass die Siebschaufel 31 parallel zu den mit der Arbeitsausrüstung
5 am Oberwagen 1 ausführbaren standardmäßigen Erdarbeiten arbeiten kann, was eine
erhebliche Effizienzsteigerung bedeutet.
[0041] Bei einer Ausführungsform gemäß Figuren 2 und 3 kann das Anbaugerät 3 mit wenig Handgriffen
am Planierschild 23 des Unterwagens 2 der Baumaschine angebracht und auch wieder entfernt
werden. Das Anbaugerät 3 wird mittels der an den Konsole 36 ausgebildeten Haken 37
von der am Planierschild 23 ausgebildeten Schnellwechselvorrichtung 26 (Rohrabschnitt
27 im Ausschnitt 27) aufgenommen und mittels Sicherungshebel 38 verrastet. Umgekehrt
kann nach Vorauslösen des Sicherungshebels 38 das Anbaugerät durch Absenken des Planierschildes
23 von der Schnellwechselvorrichtung 26 abgekoppelt werden.
[0042] Im dargestellten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3 ist die Siebschaufel 31 um eine
Schwenkachse, die in Fahrrichtung ausgerichtet ist, um den in Figur 3 dargestellten
Kippbereich K kippbar ausgebildet, um in der Siebschaufel 31 aufgefangene Grobkörper
auskippen zu können. Dies ist bspw. von Zeit zu Zeit erforderlich, wenn sich nicht
auflösendes Grobmaterial in der Siebschaufel angesammelt hat.
Bezugszeichenliste
[0043]
- 1
- Oberwagen
- 11
- Kraftmaschine
- 12
- Hydraulikversorgung
- 13
- Stromversorgung, Versorgungsspannung
- 14
- Führerstand
- 15
- Bedieneinheit, Steuerventil
- 2
- Unterwagen
- 21
- Kettenlaufwerk
- 22
- Kettenantriebshydraulikmotor
- 23
- Planierschild
- 24
- hydraulische Schnellkupplung
- 25
- elektrische Schnellkupplung
- 26
- Schnellwechselvorrichtung
- 27
- Rohrabschnitt
- 28
- Ausschnitt
- 3
- Anbaugerät
- 31
- Siebschaufel
- 32
- Schaufelgehäuse
- 33
- Anbaugeräthydraulikmotor
- 34
- Sieb oder Schlegelwelle
- 35
- Hydraulikleitung
- 36
- Konsole
- 37
- Haken
- 38
- Sicherungshebel
- 39
- Kippeinrichtung
- 4
- hydraulischer Durchtrieb
- 41
- erstes Hydraulikleitungspaar
- 42
- zweites Hydraulikleitungspaar
- 43
- drittes Hydraulikleitungspaar
- 44
- viertes Hydraulikleitungspaar
- 45
- elektrisches Leitungspaar
- 47
- Leckölleitung
- 5
- Arbeitsausrüstung
- 50
- Ausleger
- 51
- erster Hydraulikzylinder
- 52
- zweiter Hydraulikzylinder
- 53
- dritter Hydraulikzylinder
- 54
- Löffelstiel
- 55
- Löffel
- K
- Kippbereich
- Z
- vertikale Drehachse
1. Baumaschine mit Unterwagen (2) und auf dem Unterwagen (2) um eine vertikale Achse
(Z) drehbar gelagertem Oberwagen (1), wobei
- im Oberwagen (1) eine Kraftmaschine (11) mit Hydraulik- und Stromversorgung (13)
vorgesehen ist,
- im Unterwagen (2) ein über zwei von der Hydraulikversorgung (12) beaufschlagten
Kettenantriebshydraulikmotoren (22) drehangetriebenes Kettenlaufwerk (21) vorgesehen
ist,
- am Unterwagen (2) ein hydraulisch anheb- und absenkbares Planierschild (23) an wenigstens
einer Stirnseite (20) des Unterwagens (2) angeordnet ist,
- ein hydraulischer Durchtrieb (4) mit drei Hydraulikleitungspaaren (41 bis 43) vorgesehen
ist, wobei die drei Hydraulikleitungspaare (41, 42 und 43) sind:
- ein erstes und zweites Paar (41,42) für die beiden Kettenhydraulikmotoren (22) des
Kettenlaufwerks (21) und
- ein drittes Hydraulikleitungspaar (43) für einen Planierschildhydraulikzylinder
des hydraulisch anheb- und absenkbaren Planierschildes (23),
dadurch gekennzeichnet, dass
- der hydraulische Durchtrieb (4) mindestens ein an der Hydraulikversorgung (12) angeschlossenes,
viertes Hydraulikleitungspaar (44) für eine weitere hydraulische Funktion hat, das
am Unterwagen (2) nahe dem Planierschild (23) zu einer hydraulischen Schnellkupplung
(24) führt und
- eine Schnellwechselvorrichtung (26) am Planierschild (23) vorgesehen ist,
sodass an der Schnellwechselvorrichtung (26) am Planierschild (23) des Unterwagens
(2) hydraulisch antreibbare Anbaugeräte (3) anschließbar sind.
2. Baumaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine elektrische Kontaktierung am Durchtrieb (4) vorgesehen ist, mit der eine Versorgungsspannung
(13) und/oder elektrische Steuerbefehle vom Oberwagen (1) zum Unterwagen (2) übertragen
werden.
3. Baumaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Kontaktierung Drehschleifkontakte sind mit zwei Kontaktbahnen für
die Versorgungsspannung (13) und zwei Kontaktbahnen für einen CAN-Bus.
4. Baumaschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit der Versorgungsspannung (13) und/oder elektrischen Steuerbefehlen beaufschlagbares,
elektrisches Leitungspaar (45) mit einer elektrischen Schnellkupplung (25) am Unterwagen
(2) nahe dem Planierschild (23) vorgesehen ist, sodass an der Schnellwechselvorrichtung
(26) am Planierschild (23) des Unterwagens (2) elektrisch zu versorgende und/oder
zu steuernde Anbaugeräte (3) anschließbar sind.
5. Baumaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Schnellkupplung (25) und die hydraulische Schnellkupplung (24) in
einer gemeinsamen Stecker-/Muffenanordnung vereinigt sind.
6. Baumaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der hydraulische Durchtrieb (4) und/oder die hydraulische Schnellkupplung (24) eine
gesonderte Leckölleitung (47) aufweisen.
7. Baumaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche , dadurch gekennzeichnet, dass dem vierten Hydraulikleitungspaar (44) im Oberwagen (1) eine Bedieneinheit (15) mit
zur Leistungsreduzierung linear betätigbarem Hydroventil zugeordnet ist.
8. Baumaschine nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Anbaugerät (3) hydraulisch angetrieben ist und als Siebschaufel (31), Betonmischschaufel,
Brecherschaufel, Spaltautomat, Grabenfräse, Radfräse, Rüttelplatte, Asphaltfräse,
Betonsäge, Asphaltsäge, Forstmulcher, Gartenhächsler, Pfahleintreiber, Rüttelwalze,
Asphaltfertiger, Schneefräse, Kehrmaschine und Randstein-Extruder ausgebildet ist.
9. Baumaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Siebschaufel (31) ein Schaufelgehäuse (32) und eine darin von einem Anbaugeräthydraulikmotor
(33) drehangetriebene Sieb- oder Schlegelwelle (34) hat, wobei der Anbaugeräthydraulikmotor
(33) von der Hydraulikversorgung (12) über die hydraulische Schnellkupplung (24) versorgt
ist.
10. Baumaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Betonmischschaufel ein Schaufelgehäuse und eine darin von einem Anbaugeräthydraulikmotor
(33) drehangetriebene Mischschnecke hat, wobei der Anbaugeräthydraulikmotor (33) von
der Hydraulikversorgung (12) über die hydraulische Schnellkupplung (24) versorgt ist.
11. Baumaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Brecherschaufel ein Schaufelgehäuse und einen darin von einem Anbaugeräthydraulikmotor
(33) drehangetriebene Backenbrecher mit Exzenterwelle hat, wobei der Anbaugeräthydraulikmotor
(33) von der Hydraulikversorgung (12) über die hydraulische Schnellkupplung (24) versorgt
ist.
12. Baumaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Spaltautomat eine Holzstammaufnahme mit einer hydraulisch angetriebenen Stammvortriebseinrichtung,
einer hydraulisch angetriebenen Kappeinrichtung und einer nachgeschalteten hydraulischen
Spaltvorrichtung hat, wobei die Stammvortriebseinrichtung, Kappeinrichtung und Spaltvorrichtung
von der Hydraulikversorgung (12) über die hydraulische Schnellkupplung (24) versorgt
sind und Steuerimpulse über die elektrische Schnellkupplung (25) zum Spaltautomaten
übertragbar sind.
13. Baumaschine nach einem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnellwechselvorrichtung (26) am Planierschild (23) aus zwei Ausschnitten an
der Oberkante des Planierschildes mit eingeformtem horizontal ausgerichtetem Rohrabschnitt
besteht und am Anbaugerät (3) zwei daran angepasste Haken vorgesehen sind, wobei die
Haken über die Rohrabschnitte in den beiden Ausschnitten einhakbar sind.
14. Baumaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass an den Haken des Anbaugeräts (3) Sicherungshebel vorgesehen sind, die nach dem Einhaken
in die Rohrabschnitte hinter diese Rohrabschnitte zur Sicherung verrasten.
1. A construction machine having an undercarriage (2) and a superstructure (1) rotatably
mounted on the undercarriage (2) about a vertical axis (Z), wherein
- An engine (11) with hydraulic and current supply (13) is provided in the superstructure
(1),
- In the undercarriage (2) there is provided a track travelling gear (21) rotationally
driven via two track drive hydraulic motors (22) acted upon by the hydraulic supply
(12),
- At the undercarriage (2), an hydraulically raisable and lowerable earth levelling
bucket (23) is arranged at at least one end face (20) of the undercarriage (2),
- An hydraulic through drive (4) with three hydraulic line pairs (41 to 43) is provided,
wherein the three hydraulic line pairs (41, 42 and 43) are:
- A first and second pair (41, 42) for the two track hydraulic motors (22) of the
track travelling gear (21) and
- A third hydraulic line pair (43) for an earth leveling bucket hydraulic cylinder
of the hydraulically raisable and lowerable earth levelling bucket (23),
characterised in that
- The hydraulic through drive (4) has at least one fourth hydraulic line pair (44),
attached to the hydraulic supply (12), for a further hydraulic function, which at
the undercarriage (2) and close to the earth levelling bucket (23) runs to an hydraulic
quick coupling (24) and
- A quick change device (26) is provided at the earth levelling bucket (23),
so that hydraulically drivable attachments (3) are attachable to the quick change
device (26) at the earth levelling bucket (23) of the undercarriage (2).
2. A construction machine according to claim 1, characterised in that electrical contacting is provided at the through drive (4), by means of which a supply
voltage (13) and/or electrical control commands are transmitted from the superstructure
(1) to the undercarriage (2).
3. A construction machine according to claim 2, characterised in that the electrical contacting is rotary sliding contacts with two contact tracks for
the supply voltage (13) and two contact tracks for a CAN bus.
4. A construction machine according to claim 2 or 3, characterised in that an electrical line pair (45) able to be acted upon by the supply voltage (13) and/or
electrical control commands is provided with an electrical quick coupling (24) at
the undercarriage (20), close to the earth levelling bucket (23), so that attachments
(3), which are to be supplied and controlled electrically, are attachable to the quick
change device (26) at the earth levelling bucket (23) of the undercarriage (2).
5. A construction machine according to claim 4, characterised in that the electrical quick coupling (25) and the hydraulic quick coupling (24) are united
in a common plug and socket arrangement.
6. A construction machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the hydraulic through drive (4) and/or the hydraulic quick coupling (24) has/have
a separate leakage oil line (47).
7. A construction machine according to any one of the preceding claims, characterised in that in the superstructure (1), an operating unit (15) with a linearly actuatable hydraulic
valve for power reduction is associated with the fourth hydraulic line pair (44).
8. A construction machine according to any one of the preceding claims, characterised in that the attachment (3) is driven hydraulically and is in the form of a sieve bucket (31),
concrete mixing bucket, crushing bucket, splitter, trench cutting machine, wheel cutter,
vibratory plate, asphalt miller, concrete saw, asphalt saw, forestry mulcher, garden
shredder, pile driver, vibratory roller, asphalt paver, snow blower, sweeping machine
and kerb extruder.
9. A construction machine according to claim 8, characterised in that the sieve bucket (31) has a bucket housing (32) and a sieve shaft or flail shaft
(34) rotationally driven therein by an attachment hydraulic motor (33), wherein the
attachment hydraulic motor (33) is supplied by the hydraulic supply (12) via the hydraulic
quick coupling (24).
10. A construction machine according to claim 8, characterised in that the concrete mixing bucket has a bucket housing and a mixing screw rotationally driven
therein by an attachment hydraulic motor (33), wherein the attachment hydraulic motor
(33) is supplied by the hydraulic supply (12) via the hydraulic quick coupling (24).
11. A construction machine according to claim 8, characterised in that the crushing bucket has a bucket housing and a jaw crusher, with eccentric shaft,
rotationally driven therein by an attachment hydraulic motor (33), wherein the attachment
hydraulic motor (33) is supplied by the hydraulic supply (12) via the hydraulic quick
coupling (24).
12. A construction machine according to claim 8, characterised in that the splitter has a tree trunk receiver with an hydraulically driven trunk advancing
device, an hydraulically driven trimming device and a downstream-connected, hydraulic
splitting device, wherein the trunk advancing device, trimming device and splitting
device are supplied by the hydraulic supply (12) via the hydraulic quick coupling
(24) and control pulses can be transmitted to the splitters via the electrical quick
coupling (25).
13. A construction machine according to a preceding claim, characterised in that the quick change device (26) at the earth levelling bucket (23) consists of two cutouts,
located at the upper edge of the earth levelling bucket and with a formed horizontally-directed
pipe portion, and two hooks adapted thereto are provided at the attachment (3), wherein
the hooks are hookable in the two cut outs via the pipe sections.
14. A construction machine according to claim 13, characterised in that securing levers are provided at the hooks of the attachment (3), which after the
hooking into the pipe portions lock behind these pipe portions for the purpose of
securing.
1. Engin de chantier comprenant un châssis inférieur (2) et un châssis supérieur (1)
monté sur le châssis inférieur (2) de manière rotative autour d'un axe vertical (Z),
dans lequel
- une machine motrice (11) avec une alimentation hydraulique et une alimentation électrique
(13) est prévue dans le châssis supérieur (1)
- un train de roulement à chenille (21) est prévu dans le châssis inférieur (2), lequel
mécanisme est entraîné en rotation par l'intermédiaire de deux moteurs hydrauliques
pour commande à chenilles (22) alimentés par l'alimentation hydraulique (12),
- une lame de nivellement (23) est disposée sur le châssis inférieur (2) sur au moins
un côté frontal (20) du châssis inférieur (2), laquelle lame peut être soulevée et
abaissée hydrauliquement,
- une transmission hydraulique (4) avec trois paires de conduites hydrauliques (41
à 43) est prévue, les trois paires de conduites hydrauliques (41, 42 et 43) étant
:
- une première et une deuxième paires (41, 42) pour les deux moteurs hydrauliques
à chenille (22) du train de roulement à chenille (21) et
- une troisième paire de conduites hydrauliques (43) pour un vérin hydraulique de
lame de nivellement de la lame de nivellement (23) pouvant être levée et abaissée
hydrauliquement,
caractérisé en ce que
- la transmission hydraulique (4) comprend au moins une quatrième paire de conduites
hydrauliques (44) raccordée à l'alimentation hydraulique (12) pour une fonction hydraulique
supplémentaire, et qui mène à un raccord rapide hydraulique (24) sur le châssis inférieur
(2) à proximité de la lame de nivellement (23) et
- un dispositif de changement rapide (26) est prévu sur la lame de nivellement (23),
de sorte que des outils portés (3) pouvant être entraînés hydrauliquement peuvent
être raccordés au dispositif de changement rapide (26) sur la lame de nivellement
(23) du châssis inférieur (2).
2. Engin de chantier selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un contact électrique est prévu sur la transmission (4), au moyen duquel une tension
d'alimentation (13) et/ou des instructions de commande électriques sont transmises
du châssis supérieur (1) au châssis inférieur (2).
3. Engin de chantier selon la revendication 2, caractérisé en ce que le contact électrique sont des contacts par frottement rotatifs avec deux pistes
de contact pour la tension d'alimentation (13) et deux pistes de contact pour un bus
CAN.
4. Engin de chantier selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce qu'une paire de conduites électriques (45) est prévue sur le châssis inférieur (2) à
proximité de la lame de nivellement (23), laquelle paire peut être alimentée par la
tension d'alimentation (13) et/ou par des instructions de commande électriques, et
est munie d'un raccord rapide électrique (25), de sorte que des outils portés (3)
à alimenter et/ou à commander électriquement peuvent être raccordés au dispositif
de changement rapide (26) sur la lame de nivellement (23) du châssis inférieur (2).
5. Engin de chantier selon la revendication 4, caractérisé en ce que le raccord rapide électrique (25) et le raccord rapide hydraulique (24) sont réunis
dans un agencement commun de type fiche/manchon.
6. Engin de chantier selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la transmission hydraulique (4) et/ou le raccord rapide hydraulique (24) présentent
une conduite pour huile de fuite (47) séparée.
7. Engin de chantier selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une unité de commande (15) avec une vanne hydraulique pouvant être actionnée linéairement
pour réduire la puissance est associée à la quatrième paire de conduites hydrauliques
(44) dans le châssis supérieur (1).
8. Engin de chantier selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'outil porté (3) est entraîné hydrauliquement et se présente sous la forme d'un
godet cribleur (31), d'un godet de mélange de béton, d'un godet concasseur, d'un fendeur
automatique, d'une fraiseuse de tranchées, d'une scie à roches, d'une plaque vibrante,
d'une fraiseuse d'asphalte, d'une scie à béton, d'une scie à asphalte, d'un broyeur
forestier, d'un broyeur de jardin, d'un enfonce-pieux, d'un rouleau vibrant, d'un
finisseur d'asphalte, d'une fraise à neige, d'une balayeuse et d'une extrudeuse de
pierres de bordure.
9. Engin de chantier selon la revendication 8, caractérisé en ce que le godet cribleur (31) a un carter de godet (32) et un arbre de crible ou de fléau
(34) entraîné en rotation à l'intérieur de celui-ci par un moteur d'outil porté (33)
hydraulique, le moteur d'outil porté (33) hydraulique étant alimenté par l'alimentation
hydraulique (12) par l'intermédiaire du raccord rapide hydraulique (24).
10. Engin de chantier selon la revendication 8, caractérisé en ce que le godet de mélange de béton a un carter de godet et une vis de mélange entraînée en
rotation à l'intérieur de celui-ci par un moteur hydraulique d'outil porté (33), le
moteur hydraulique d'outil porté (33) étant alimenté par l'alimentation hydraulique
(12) par l'intermédiaire du raccord rapide hydraulique (24).
11. Engin de chantier selon la revendication 8, caractérisé en ce que le godet concasseur a un carter de godet et un concasseur à mâchoires avec arbre
excentrique entraîné en rotation à l'intérieur de celui-ci par un moteur hydraulique
d'outil porté (33), le moteur hydraulique d'outil porté (33) étant alimenté par l'alimentation
hydraulique (12) par l'intermédiaire du raccord rapide hydraulique (24).
12. Engin de chantier selon la revendication 8, caractérisé en ce que le fendeur automatique a une réception de troncs d'arbres avec un dispositif d'entraînement
de troncs à entraînement hydraulique, un dispositif de tronçonnage à entraînement
hydraulique et un dispositif fendeur hydraulique monté en aval, le dispositif d'entraînement
de troncs, le dispositif de tronçonnage et le dispositif fendeur étant alimentés par
l'alimentation hydraulique (12) par l'intermédiaire du raccord rapide hydraulique
(24), et des impulsions de commande pouvant être transmises au fendeur automatique
par l'intermédiaire du raccord rapide électrique (25).
13. Engin de chantier selon une revendication précédente, caractérisée en ce que le dispositif de changement rapide (26) sur la lame de nivellement (23) est constitué
de deux découpes sur le bord supérieur de la lame de nivellement avec une section
de tube intégrée dedans et orientée horizontalement, et deux crochets adaptés à celles-ci
sont prévus sur l'outil porté (3), les crochets pouvant être accrochés dans les deux
découpes sur les sections de tube.
14. Engin de chantier selon la revendication 13, caractérisé en ce que des leviers de sécurité sont prévus sur les crochets de l'outil porté (3), lesquels
s'enclenchent derrière les sections de tube après l'accrochage dans ces sections de
tube pour la sécurisation.


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