| (19) |
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(11) |
EP 3 400 353 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.04.2020 Patentblatt 2020/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.02.2017 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2017/052236 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/144249 (31.08.2017 Gazette 2017/35) |
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| (54) |
BESCHLAGANORDNUNG FÜR EINE SCHIEBETÜRE
FITTING DEVICE FOR A SLIDING DOOR
AGENCEMENT DE FERRURE POUR UNE PORTE COULISSANTE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
25.02.2016 DE 102016103340
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.11.2018 Patentblatt 2018/46 |
| (73) |
Patentinhaber: MACO Technologie GmbH |
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5020 Salzburg (AT) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MÖSL, Marco
5301 Eugendorf (AT)
- RIEGER, Wolfgang
5082 Grödig (AT)
- KOFLER, Gerhard Erich
5020 Salzburg (AT)
- WEISSER, Alexander
5071 Wals (AT)
- MEIER, Johannes
5071 Wals (AT)
- PLATZER, Hanspeter
39012 Meran (IT)
- SCHÖRGHOFER, Andreas
5400 Hallein (AT)
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| (74) |
Vertreter: Manitz Finsterwald
Patent- und Rechtsanwaltspartnerschaft mbB |
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Martin-Greif-Strasse 1 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 712 990 US-A- 2 977 163
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DE-A1- 3 602 440
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Beschlaganordnung für eine Schiebetüre, insbesondere
für eine Hebeschiebetüre, wobei die Beschlaganordnung einen Laufwagen aufweist, mittels
dessen sich die Schiebetüre auf einer Laufschiene am Boden verschieblich lagern und
verfahren lässt.
[0002] Eine Beschlaganordnung für eine Schiebetüre gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1
ist beispielsweise aus der
US 3 793 673 A bekannt. Eine ähnliche Beschlaganordnung beschreibt auch die
US 3 739 424 A, wobei dort die Laufrollen in axialer Richtung jedoch aneinanderstoßen.
[0003] Ferner sind Laufwägen für Schiebetüren bekannt, die zumindest eine Rolle aufweisen,
die entlang ihres Außenumfangs mit einer umlaufenden Nut versehen ist, in die ein
entlang einer Bodenlaufschiene vorgesehener Führungssteg eingreift, so dass der Laufwagen
und damit die Schiebetüre auf diese Weise in Längsrichtung der Laufschiene geführt
ist. In diesem Falle muss der Laufwagen und insbesondere dessen Laufrolle etwa mittig
in den Schiebetürrahmen integriert werden, wodurch der Laufwagen und insbesondere
dessen Laufrollen zu Wartungszwecken schlecht zugänglich sind. Außerdem gestaltet
sich die Integration des Laufwagens in die Schiebetüre verhältnismäßig aufwendig,
da hierzu entlang des unteren Rands der Schiebetüre bzw. des Rahmens derselben eine
entsprechende Ausfräsung zur Aufnahme des Laufwagens vorgesehen werden muss.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Beschlaganordnung für eine Schiebetüre
anzugeben, die einfacher montiert und gewartet werden kann.
[0005] Diese Aufgabe wird mit einer Beschlaganordnung für eine Schiebetüre, insbesondere
für eine Hebeschiebetüre, gelöst, die die Merkmale des Anspruchs 1 aufweist.
[0006] Die erfindungsgemäße Beschlaganordnung weist einen Laufwagen auf, der geeignet ist,
um eine Schiebetüre entlang einer Laufschiene am Boden verschiebbar zu lagern. Der
Laufwagen weist einen Laufwagenkörper sowie zumindest zwei bzw. ein Paar Laufrollen
auf, die an dem Laufwagenkörper um eine gemeinsame Achse drehbar gelagert und in Richtung
der Achse zueinander beabstandet sind, wobei die beiden Laufrollen jeweils einen Durchmesser
aufweisen, der mit zunehmendem Abstand von der jeweils anderen Laufrolle zunimmt.
Vorzugsweise nimmt dabei der Durchmesser jeder Laufrolle über die gesamte Breite der
Laufrolle hinweg mit zunehmendem Abstand von der jeweils anderen Laufrolle stetig
zu, wobei der Durchmesser als Funktion der Breite im mathematischen Sinne zusätzlich
differenzierbar sein sollte, was beispielsweise bedeuten kann, dass die Laufrollen
rein kegelstumpfförmig ausgebildet sind.
[0007] Dadurch, dass der Laufwagen zumindest zwei Laufrollen aufweist, die senkrecht zur
Ebene der Schiebetüre beabstandet zueinander angeordnet sind, müssen die Laufrollen
nicht in den unteren Rand der Schiebetüre integriert werden und können vielmehr den
unteren Rand der Schiebetüre beflanken. Die Laufrollen können sich also beiderseits
einer durch das Blatt der Schiebetüre definierten Ebene befinden und sind somit insbesondere
zu Wartungszwecken leicht zugänglich und auch die Montage des Laufwagens gestaltet
sich einfach, da der Laufwagen nicht in den unteren Rand der Schiebetüre integriert
werden muss. Vielmehr kann der Laufwagen am unteren Rand der Schiebetüre angebaut
werden und somit den unteren Abschluss der Schiebetüre bilden, so dass in dieselbe
keine Aufnahme für den Laufwagen eingefräst werden muss.
[0008] Ferner neigt der Laufwagen der erfindungsgemäßen Beschlaganordnung bzw. dessen Laufrollen
weniger zum Blockieren, wenn sich körniges Material wie beispielweise Sand in der
Bewegunsgbahn der Laufrollen befindet, da dieses durch die beispielweise konische
Gestalt der Laufrollen, die sich aus deren zunehmendem Durchmesser ergibt, zur Seite
gedrängt wird. Körniges Material stellt somit für die Laufrollen kein Hindernis dar,
auf das die Laufrollen auflaufen und dadurch blockieren, da das Material durch die
Laufrollen beim Abrollen zur Seite gedrängt wird.
[0009] Die Beschlaganordnung umfasst ferner eine Laufschiene mit einer Lauffläche, auf der
die zumindest zwei Laufrollen abrollen können, wobei die Lauffläche im Querschnitt
betrachtet eine Höhe der Laufschiene definiert, die im Querschnitt betrachtet zu beiden
Seiten der Lauffläche hin abnimmt. Anders ausgedrückt kann die Höhe der Laufschiene
von beiden Seiten der Lauffläche aus zur Mitte hin zunehmen, so dass die Lauffläche
im Querschnitt betrachtet einen Scheitel maximaler Höhe aufweist, von dem ausgehend
die Laufschienenhöhe zu beiden Seiten der Lauffläche hin abnimmt. Der Scheitel kann
dabei im Querschnitt betrachtet durch einen einzelnen Punkt gebildet werden. Der Scheitel
kann jedoch ebenfalls beispielswiese durch eine horizontale Gerade oder einen konvex
gewölbten Bogen gebildet werden, die bzw. der die Laufflächenabschnitte, auf denen
die beiden Laufrollen aufstehen und abrollen, miteinander verbindet.
[0010] Nachfolgend wird nun auf vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung eingegangen,
wobei sich weitere Ausführungsformen auch aus den Unteransprüchen, der Figurenbeschreibung
sowie den Zeichnungen ergeben können.
[0011] Beispielsweise kann die Lauffläche der Laufschiene im Querschnitt betrachtet konvex
gewölbt oder satteldachartig ausgebildet sein. Eine konvex gewölbte Laufschiene erweist
sich insbesondere dann als vorteilhaft, wenn die Laufrollen des Laufwagens konisch
ausgebildet sind bzw. die Gestalt eines Kegelstumpfs aufweisen oder eine Abrollfläche
aufweisen, die im Querschnitt betrachtet konkav ist. Ist hingegen die Lauffläche der
Laufschiene im Querschnitt betrachtet satteldachartig ausgebildet, erweist es sich
als vorteilhaft, wenn die Laufrollen des Laufwagens konisch ausgebildet sind bzw.
die Gestalt eines Kegelstumpfs aufweisen.
[0012] Durch diese Art der Abstimmung der Laufrollen auf die Querschnittsform der Lauffläche
der Laufschiene kann die Aufstandsfläche der Laufrollen auf der Laufschiene maximiert
werden, wodurch die sowohl in den Laufrollen als auch die in der Lauffläche herrschenden
Spannungen klein gehalten werden können.
[0013] Ferner erweist sich die konvex gewölbte oder satteldachartig ausgebildete Querschnittsform
der Lauffläche der Laufschiene dahingehend als vorteilhaft, dass dadurch die Laufrollen
selbsttätig auf der Lauffläche der Laufschiene zur Führung des Laufwagens zentriert
werden. Aufgrund der konvex gewölbten oder satteldachartig ausgebildeten Querschnittsform
der Lauffläche der Laufschiene wird somit eine von dem Laufwagen geführte Schiebetüre
selbsttätig auf der Laufschiene bzw. deren Lauffläche zentriert.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist es vorgesehen, dass die Lauffläche der Laufschiene
im Querschnitt betrachtet ein Breitenmaß aufweist, das größer als der Abstand der
beiden Laufrollen bzw. die Spurweite des Laufwagens ist, um zu gewährleisten, dass
die Rollen selbst dann noch auf der Laufschiene laufen bzw. auf dieser aufstehen,
wenn die Schiebetüre senkrecht zu ihrer Ebene geringfügig ausgelenkt ist.
[0015] Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Beschlaganordnung besteht darin, dass
diese die Anforderungen an die Barrierefreiheit im Bauwesen erfüllt. So weist die
Laufschiene der erfindungsgemäßen Beschlaganordnung anders als herkömmliche Laufschienen
keine diskreten Höhensprünge auf, wie sie beispielsweise durch den zuvor erwähnten
Führungssteg gebildet werden, auf dem eine umfangsseitig genutete Laufrolle rollt.
Vielmehr fügt sich die Laufschiene der erfindungsgemäßen Beschlaganordnung harmonisch
und insbesondere ohne diskrete Höhensprünge in den Fußbodenaufbau ein, so dass die
Schiene kein Hindernis beispielsweise für Rollstuhlfahrer darstellt. Insbesondere
kann die maximale Höhendifferenz der Laufschiene kleiner als die Hälfte des minimalen
Durchmessers der Laufrollen und vorzugsweise kleiner als die Hälfte des minimalen
Radius der Laufrollen sein. Die Höhendifferenz der Lauffläche der Laufschiene ist
somit vernachlässigbar, zumal die Lauffläche vorzugsweise gewölbt oder satteldachartig
ausgebildet ist, wodurch die Höhendifferenz nicht als diskrete Stufe sondern als schräge
oder gewölbte Fläche zu überwinden ist, was abermals zugunsten der Barrierefreiheit
geht.
[0016] Gemäß noch einer weiteren Ausführungsform kann die Laufschiene als Hohlkammerprofil
ausgebildet sein. Dies ermöglicht es, dass der Großteil der Laufschiene im Fußbodenaufbau
integriert werden kann, so dass sich nur die Lauffläche der Laufschiene über die Oberkante
des Fußbodenaufbaus erhebt.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Beschlaganordnung ferner eine Abdeckung
aufweisen, durch die der Laufwagen verkleidet ist, wobei ein Spalt zwischen der Abdeckung
und der Laufschiene durch ein Dichtungs- oder Ausgleichselement überbrückt ist, das
an der Abdeckung vorgesehen ist.
[0018] Nachfolgend wird die Erfindung nun rein beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigefügten
Figuren erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Querschnittsdarstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung
im Einbauzustand; und
- Fig. 2
- eine Querschnittsdarstellung einer anderen Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Beschlaganordnung im Einbauzustand.
[0019] In der Querschnittsdarstellung der Fig. 1 ist eine Schiebetür 10 erkennbar, wobei
am unteren Rand des Türblatts 12 der Schiebetür 10 ein Laufwagen 14 plan anliegend
montiert ist. Der Laufwagen 14 weist einen Laufwagenkörper 16 auf, der im Querschnitt
betrachtet eine im Wesentlichen C-förmige Gestalt aufweist. Der Laufwagenkörper 16
weist zwei zueinander parallele Flanschabschnitte 18 auf, die um ein Maß voneinander
beabstandet sind, das größer als die Stärke bzw. Dicke des Türblatts 12 ist. Jeder
dieser Flanschabschnitte 18 trägt eine drehbar daran gelagerte Laufrolle 20, die jeweils
einen Durchmesser aufweist, der mit zunehmendem Abstand von der jeweils anderen Laufrolle
20 zunimmt. Die Laufrollen 20 weisen also eine Abrollfläche 22 auf, die im Querschnitt
betrachtet kegelstumpfförmig oder leicht konkav ist. Da die Laufrollen 20 an den Flanschabschnitte
18 des Laufwagenköpers 16 angebracht sind, die um ein Maß voneinander beabstandet
sind, das größer als die Stärke bzw. Dicke des Türblatts 12 ist, ist die Spurweite
des Laufwagens 14 größer als die Stärke bzw. Dicke des Türblatts 12 der Schiebetüre
10.
[0020] Obwohl in der Fig. 1 nur ein Paar Laufrollen 20 erkennbar ist, kann der Laufwagen
14 über weitere Laufrollenpaare verfügen, die wie das dargestellte Laufrollenpaar
ausgebildet und an dem Laufwagenkörper 16 angebracht sind, wobei diese weiteren Laufrollenpaare
senkrecht zur Zeichenebene versetzt zu dem dargestellten Laufrollenpaar an dem Laufwagenkörper
16 vorgesehen sind.
[0021] Wie der Fig. 1 ferner entnommen werden kann, stehen die beiden Laufrollen 20 auf
der Lauffläche 24 einer im Fußbodenaufbau 28 eingelassenen Laufschiene 26 auf, welche
als Hohlkammerprofil ausgebildet ist, wobei die Laufschiene 26 seitlich benachbart
zu der Lauffläche 24 zwei weitere Hohlkammern aufweist, die beispielsweise von einem
Gitterrost 30 abgedeckt sein können.
[0022] Wie aus der Fig. 1 ferner hervorgeht, weist die Lauffläche 24 der Laufschiene 26
im Querschnitt betrachtet eine leicht konvex gewölbte Gestalt auf. Insbesondere definiert
die Lauffläche 24 eine Höhe der Laufschiene 26, die im Querschnitt betrachtet zu beiden
Seiten der Lauffläche 24 hin abnimmt. Die Lauffläche 24 weist also in einem mittleren
Bereich ihre maximale Höhe auf, von wo aus sie zu beiden Seiten hin niedriger wird,
um bündig mit dem Fußbodenaufbau 28 abzuschließen. Die konvexe Gestalt der Lauffläche
24 ist dabei auf die konkave Gestalt der Abrollflächen 22 der Laufrollen 20 abgestimmt,
so dass diese vollflächig auf der Lauffläche 24 aufstehen. Allgemein gesprochen entspricht
also die Neigung bzw. die Wölbung der Lauffläche 24 in den Kontaktbereichen zu den
Laufrollen 20 der Neigung bzw. der Wölbung der Abrollflächen 22 der Laufrollen 20,
wenn man diese im Querschnitt betrachtet, so dass die Laufrollen 20 vollflächig auf
der Lauffläche 24 aufstehen. Der Laufwagen 14 bzw. die Schiebetür 10 wird somit durch
die Lauffläche 24 zentriert, wenn die Schiebetür 10 entlang der Lauffläche 24 der
Laufschiene 26 verschoben wird. Trotz dieser Zentrierfunktion weist die Lauffläche
24 der Laufschiene 26 im Querschnitt betrachtet ein Breitenmaß auf, das etwas größer
als der Abstand der beiden Laufrollen 20 ist, um selbst bei etwaigen Auslenkungen
der Schiebetür 10 sicherzustellen, dass die Laufrollen 20 auf der Lauffläche 24 aufstehen.
[0023] Da die Spurbreite des Laufwagens 14 bzw. der Abstand der beiden Laufrollen 20 größer
ist als die Stärke bzw. die Dicke des Türblatts 12, sind der Laufwagen 14 und insbesondere
dessen Laufrollen 20 durch eine Abdeckung 32 verkleidet, die nicht nur den ästhetischen
Gesamteindruck der Schiebetüre 10 aufwertet, sondern gleichzeitig Zutritt von Schmutz
zum Laufwagen 14 verhindert. Um besonders zuverlässig eine Verschmutzung des Laufwagens
14 zu verhindern, ist bei der hier dargestellten Ausführungsform an der Abdeckung
32 eine Dichtung 34 vorgesehen, die den Spalt zwischen der Abdeckung 32 und der Laufschiene
24 überbrückt.
[0024] Bei der hier unter Bezugnahme auf die in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist
die Lauffläche 24 der Laufschiene 26 konvex gewölbt ausgebildet, wohingegen die Abrollflächen
22 der Laufrollen 20 im Querschnitt betrachtet konkav sind. Alternativ hierzu wäre
es zur Erzielung der Zentrierfunktion der Beschlaganordnung ebenfalls möglich, die
Lauffläche 24 der Laufschiene 26 im Querschnitt betrachtet konkav oder rinnenartig
auszubilden, wobei in diesem Falle die beiden Laufrollen 20 jeweils einen Durchmesser
besäßen, der mit zunehmendem Abstand von der jeweils anderen Laufrolle abnimmt. In
diesem Falle besäße die Lauffläche 24 im Querschnitt betrachtet also eine Mulde, durch
deren Seitenflächen die Laufrollen 20 zur Erzielung der gewünschten Zentrierfunktion
geführt wären. Auch diese Ausführungsform erfüllt die Anforderungen an die Barrierefreiheit,
da eine derartige Mulde bzw. Rinne von den verhältnismäßig großen Rädern eines Rollstuhls
kaum als Hindernis wahrgenommen werden kann.
[0025] Die in der Fig. 2 dargestellte Ausführungsform entspricht im Wesentlichen der Ausführungsform
der Fig. 1, weshalb nachfolgend nur auf die wesentlichen Unterschiede eingegangen
wird. So ist bei der Ausführungsform der Fig. 2 die Laufschiene 26 nicht etwa als
Hohlkammerprofil sondern als eine massive Schiene ausgeführt, wie dies insbesondere
bei sehr schweren Schiebetüren von Vorteil sein kann.
[0026] Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass bei der Ausführungsform der Fig. 2 die
Laufrollen 20 bzw. deren Abrollflächen 22 im Querschnitt betrachtet nicht etwa konkav
sondern konisch ausgebildet sind, obwohl die Laufschiene 24 konvex gewölbt ist. Da
jedoch der Krümmungsradius der Wölbung der Laufschiene 24 verhältnismäßig groß ist,
stehen die Laufrollen 20 trotz ihrer konischen Gestalt im Wesentlichen vollflächig
auf der Lauffläche 24 der Laufschiene 26 auf, wodurch in der gewünschten Weise die
Spannungen in sowohl den Laufrollen 20 als auch in der Lauffläche 24 gering gehalten
werden können.
[0027] Darüber hinaus beflanken bei der in der Fig. 2 dargestellten Ausführungsform die
beiden Flanschabschnitte 18 des Laufwagenkörpers 16, an denen die beiden Laufrollen
20 drehbar gelagert sind, die Unterkante des Türblatts 12, so dass die Unterkante
des Türblatts 12 tiefer zu liegen kommt.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 10
- Schiebetüre
- 12
- Türblatt
- 14
- Laufwagen
- 16
- Laufwagenkörper
- 18
- Flanschabschnitte
- 20
- Laufrollen
- 22
- Abrollfläche
- 24
- Lauffläche
- 26
- Laufschiene
- 28
- Fußbodenaufbau
- 30
- Gitterrost
- 32
- Abdeckung
- 34
- Dichtung
1. Beschlaganordnung für eine Schiebetüre (10), insbesondere für eine Hebeschiebetüre,
mit einem Laufwagen (14), der geeignet ist, um die Schiebetüre (10) auf einer Laufschiene
verschiebbar zu lagern, und der einen Laufwagenkörper (16) sowie zumindest zwei Laufrollen
(20) aufweist, die an dem Laufwagenkörper (16) um eine gemeinsame Achse drehbar gelagert
und in Richtung der Achse voneinander beabstandet sind, wobei die beiden Laufrollen
(20) jeweils einen Durchmesser aufweisen, der mit zunehmendem Abstand von der jeweils
anderen Laufrolle (20) zunimmt;
dadurch gekennzeichnet, dass
die Beschlaganordnung ferner eine Laufschiene (26) mit einer Lauffläche (24) umfasst,
auf der die zumindest zwei Laufrollen (20) abrollen können, wobei die Lauffläche (24)
im Querschnitt betrachtet eine Höhe der Laufschiene (26) definiert, die im Querschnitt
betrachtet zu beiden Seiten hin abnimmt.
2. Beschlaganordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Durchmesser jeder Laufrolle (20) über die gesamte Breite der Laufrolle hinweg
mit zunehmendem Abstand von der jeweils anderen Laufrolle (20) stetig zunimmt.
3. Beschlaganordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
jede der Laufrollen (20) zumindest bereichsweise konisch ausgebildet ist.
4. Beschlaganordnung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
jede der Laufrollen (20) eine Abrollfläche (22) aufweist, die im Querschnitt betrachtet
konkav ist.
5. Beschlaganordnung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Laufrollen (20) unabhängig voneinander drehbar sind.
6. Beschlaganordnung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lauffläche (24) der Laufschiene (26) im Querschnitt betrachtet konvex gewölbt
oder satteldachartig ausgebildet ist.
7. Beschlaganordnung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lauffläche (24) der Laufschiene (26) im Querschnitt betrachtet ein Breitenmaß
aufweist, das größer als der Abstand der beiden Laufrollen (20) ist.
8. Beschlaganordnung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die maximale Höhendifferenz der Laufschiene (26) kleiner als die Hälfte des minimalen
Durchmessers der Laufrollen (20) ist und vorzugsweise kleiner ist als die Hälfte des
minimalen Radius der Laufrollen (20).
9. Beschlaganordnung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Laufschiene (26) als Hohlkammerprofil ausgebildet ist.
10. Beschlaganordnung nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Beschlaganordnung ferner eine Abdeckung (32) aufweist, durch die der Laufwagen
(14) verkleidet ist, wobei ein Spalt zwischen der Abdeckung (32) und der Lauffläche
(24) durch ein Dichtungs- oder Ausgleichselement (34) überbrückt ist, das an der Abdeckung
(32) vorgesehen ist.
1. A fitting arrangement for a sliding door (10), in particular for a lift and slide
door, having a carriage (14) which is suitable for displaceably supporting the sliding
door (10) on a rail and which has a carriage body (16) and at least two rollers (20)
which are rotatably supported about a common axis at the carriage body (16) and which
are spaced apart from one another in the direction of the axis, wherein
the two rollers (20) each have a diameter which increases as the spacing from the
respective other roller (20) increases,
characterized in that
the fitting arrangement further comprises a rail (26) having a running surface (24)
on which the at least two rollers (20) can roll off, with the running surface (24)
defining a height of the rail (26), viewed in cross-section, which decreases toward
both sides, viewed in cross-section.
2. A fitting arrangement in accordance with claim 1,
characterized in that
the diameter of each roller (20) increases continuously over the total width of the
roller as the spacing from the respective other roller (20) increases.
3. A fitting arrangement in accordance with claim 1 or claim 2,
characterized in that
each of the rollers (20) is at least regionally conical.
4. A fitting arrangement in accordance with at least one of the preceding claims,
characterized in that
each of the rollers (20) has a roll-off surface (22) which is concave, viewed in cross-section.
5. A fitting arrangement in accordance with at least one of the preceding claims,
characterized in that
the rollers (20) are rotatable independently of one another.
6. A fitting arrangement in accordance with at least one of the preceding claims,
characterized in that
the running surface (24) of the rail (26) is convexly arched or gable-like, viewed
in cross-section.
7. A fitting arrangement in accordance with at least one of the preceding claims,
characterized in that
the running surface (24) of the rail (26) has a width dimension, viewed in cross-section,
which is larger than the spacing of the two rollers (20).
8. A fitting arrangement in accordance with at least one of the preceding claims,
characterized in that
the maximum height difference of the rail (26) is smaller than half the minimum diameter
of the rollers (20) and is preferably smaller than half the minimum radius of the
rollers (20).
9. A fitting arrangement in accordance with at least one of the preceding claims,
characterized in that
the rail (26) is configured as a hollow chamber section.
10. A fitting arrangement in accordance with at least one of the preceding claims,
characterized in that
the fitting arrangement further comprises a cover (32) by which the carriage (14)
is lined, with a gap between the cover (32) and the running surface (24) being bridged
by a sealing element or compensation element (34) provided at the cover (32).
1. Ensemble de ferrure pour une porte coulissante (10), en particulier pour une porte
relevable coulissante, comportant un chariot (14) qui est approprié pour le montage
coulissant de la porte coulissante (10) sur un rail de roulement et qui présente un
corps de chariot (16) ainsi qu'au moins deux roulettes (20) qui sont montées sur le
corps de chariot (16) de manière à pouvoir tourner autour d'un axe commun et qui sont
espacées l'une de l'autre dans la direction de l'axe, les deux roulettes (20) présentant
chacune un diamètre qui augmente au fur et à mesure de l'augmentation de la distance
par rapport à l'autre roulette respective (20),
caractérisé en ce que
l'ensemble de ferrure comprend en outre un rail de roulement (26) ayant une surface
de roulement (24) sur laquelle lesdites au moins deux roulettes (20) peuvent rouler,
la surface de roulement (24), vue en coupe transversale, définissant une hauteur du
rail de roulement (26) qui, vue en coupe transversale, diminue vers les deux côtés.
2. Ensemble de ferrure selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
le diamètre de chaque roulette (20) augmente en continu sur toute la largeur de la
roulette au fur et à mesure de l'augmentation de la distance par rapport à l'autre
roulette respective (20).
3. Ensemble de ferrure selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
chacune des roulettes (20) est réalisée au moins localement conique.
4. Ensemble de ferrure selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
chacune des roulettes (20) présente une surface de roulement (22) qui, vue en coupe
transversale, est concave.
5. Ensemble de ferrure selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les roulettes (20) peuvent tourner indépendamment l'une de l'autre.
6. Ensemble de ferrure selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la surface de roulement (24) du rail de roulement (26), vue en coupe transversale,
est bombée de façon convexe ou réalisée en forme de toit à deux versants.
7. Ensemble de ferrure selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la surface de roulement (24) du rail de roulement (26), vue en coupe transversale,
présente une dimension en largeur qui est supérieure à la distance des deux roulettes
(20).
8. Ensemble de ferrure selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la différence maximale en hauteur du rail de roulement (26) est plus petite que la
moitié du diamètre minimal des roulettes (20) et est de préférence plus petite que
la moitié du rayon minimal des roulettes (20).
9. Ensemble de ferrure selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le rail de roulement (26) est réalisé sous forme de profilé à chambre creuse.
10. Ensemble de ferrure selon l'une au moins des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'ensemble de ferrure comprend en outre un recouvrement (32) par lequel le chariot
(14) est chemisé, un intervalle entre le recouvrement (32) et la surface de roulement
(24) étant coiffé par un élément d'étanchéité ou de compensation (34) prévu sur le
recouvrement (32).


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