[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schwenkbeschlag, insbesondere für Verstellsegmente
an Möbeln gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft des Weiteren
ein Möbel mit einem solchen Schwenkbeschlag.
[0002] Gattungsgemäße Schwenkbeschläge sind in zahlreichen Ausführungsvarianten aus dem
Stand der Technik bekannt. So ist beispielsweise aus der
EP 2 544 567 B1 ein Schwenkbeschlag bekannt, bei dem über einen Rastmechanismus zwei Hebel relativ
zueinander verrastbar sind. Solche Schwenkbeschläge dienen beispielsweise dazu, eine
verschwenkbar an einem Korpus eines Möbels gelagerte Rückenlehne, Kopfstütze, Armstütze
oder Fußstütze am Korpus des Möbels zu befestigen, um diese mithilfe des Schwenkbeschlages
aus einer Ausgangsstellung in einer gewünschten Position zu fixieren.
[0003] Um die Kopf- oder Armstütze aus einer in einer Ausgangsstellung flachen Position
in einer Verstellrichtung steiler einzustellen bzw. zu verrasten, kann ein solcher
Rastbeschlag in Verstellrichtung weiter verschwenkt werden, wobei die Kopf- oder Armstütze
in der gewünschten Stellung entgegen der Verstellrichtung verrastet und damit belastbar
ist.
[0004] Solche Schwenkbeschläge haben üblicherweise einen begrenzten Verstellwinkel, wobei
der maximale Verstellwinkel einen oberen Umschaltbereich definiert, der sich am Ende
des möglichen Verstellwegs des Schwenkbeschlags befindet.
[0005] Dieser Umschaltbereich dient dazu, den Schwenkbeschlag wieder in seine anfängliche
Ausgangsstellung zurückstellen zu können. Hat der Benutzer beim Einstellen der Kopf-
oder Armstütze die von ihm gewünschte Position versehentlich überfahren, muss er den
Schwenkbeschlag zunächst zwingend in die obere Umschaltposition verschwenken, anschließend
den Schwenkbeschlag zurück in die Ausgangsposition zurückschwenken und schließlich
erneut in die gewünschte Rastposition verschwenken.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Schwenkbeschlag bereitzustellen,
mit dem einerseits ein solcher Verstellvorgang in eine gewünschte Rastposition nochmals
vereinfacht wird und der einen vergrößerten Verstellbereich ermöglicht.
[0007] Diese Aufgabe wird durch einen Schwenkbeschlag mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst.
[0008] Die Aufgabe wird des Weiteren durch ein Möbel mit einem solchen Schwenkbeschlag mit
den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst.
[0009] Der erfindungsgemäße Schwenkbeschlag weist einen ersten Hebel und einen zweiten Hebel
auf, die um eine gemeinsame Achse schwenkbar zueinander gelagert sind. Die beiden
Hebel sind mithilfe eines Klinkenmechanismus in unterschiedlichen Winkelstellungen
relativ zueinander in einer Rückstellrichtung verrastbar.
[0010] Der Klinkenmechanismus weist eine drehfest am zweiten Hebel festgelegte Verzahnung
auf, eine um die gemeinsame Achse verschwenkbar gelagerte Steuerscheibe und eine am
ersten Hebel schwenkbar gelagerte und in Richtung der Verzahnung belastete Rastklinke,
die in einer Raststellung des Schwenkbeschlags in Eingriff mit der Verzahnung steht.
[0011] Die Rastklinke ist bei Verschwenken des zweiten Hebels um einen vorbestimmten Winkel
relativ zum ersten Hebel in einer Verstellrichtung außer Eingriff mit der Verzahnung
bringbar. Bei außer Eingriff mit der Verzahnung gebrachter Rastklinke ist der zweite
Hebel in der Rückstellrichtung verschwenkbar.
[0012] Der Klinkenmechanismus ermöglicht dabei eine Verrastung der beiden Hebel und eine
Umschaltung der Verschwenkbewegung von der Verstellrichtung in die Rückstellrichtung
und umgekehrt in beliebigen Winkelstellungen relativ zueinander.
[0013] Durch die Möglichkeit der Umschaltung des Klinkenmechanismus für eine Verschwenkbewegung
von der Verstellrichtung in die Rückstellrichtung und umgekehrt und die Verrastung
in beliebigen Winkelstellungen sind insbesondere neue Funktionen realisierbar, die
aufgrund des heute eingeschränkten Verstellbereichs nicht möglich sind.
[0014] So können beispielsweise Verstellsegmente bis zum Anschlag an ein anderes Segment
oder Bauteil des Möbels rastend verstellt werden, da bei dem erfindungsgemäßen Schwenkbeschlag
ein sogenannter Sicherheitsabstand, der für die Umschaltung bei dem aus dem Stand
der Technik bekannten Schwenkbeschlägen eingehalten werden muss, nicht mehr notwendig
ist.
[0015] Des Weiteren ist das Zurückstellen eines beispielsweise als Kopf- oder Armstütze
ausgebildeten Möbelsegments, das über einen solchen Schwenkbeschlag an einem Möbelkorpus
befestigt ist, in einfacher und direkter Weise ermöglicht, da der Anwender nun direkt
den Schwenkbeschlag in die Rückstellrichtung bewegen kann, ohne zunächst einen vordefinierten
oberen Umschaltbereich abzufahren.
[0016] Schließlich zeichnet sich der erfindungsgemäße Schwenkbeschlag dadurch aus, dass
aufgrund der unbegrenzt möglichen Verschwenkung der beiden Hebel zueinander, aus dem
sich ein 360°-Rastbereich ergibt, ein solcher Schwenkbeschlag für eine Vielzahl von
Anwendungen eingesetzt werden kann.
[0017] Vorteilhafte Ausführungsvarianten der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0018] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante weist der Klinkenmechanismus einen
am ersten Hebel schwenkbar gelagerten Steuerhebel, eine Zahnsteuerscheibe, ein mit
der Rastklinke gekoppeltes Reaktivierelement und eine Blockiereinheit auf.
[0019] Bevorzugt ist die Zahnsteuerscheibe in Verstellrichtung drehfest mit der Verzahnung
gekoppelt und in Rückstellrichtung von dem Steuerhebel blockiert relativ zur Verzahnung
drehbar. Die Steuerscheibe ist dabei durch die Blockiereinheit in einer die Rastklinke
außer Eingriff mit der Verzahnung haltenden Stellung haltbar und durch das Reaktivierelement
zurück in Eingriff mit der Verzahnung verschwenkbar.
[0020] Die Blockiereinheit ist dabei in einer bevorzugten Ausführungsvariante als am ersten
Hebel schwenkbar gelagerter zweiter Steuerhebel ausgebildet, der über einen Zahn mit
der Zahnsteuerscheibe koppelbar ist und im Bereich seines freien Endes derart gegen
die Rastklinke drückbar ist, dass diese aus dem Eingriff mit der Verzahnung kommt.
[0021] In einer alternativen Ausführungsvariante ist die Blockiereinheit als mit der Steuerscheibe
gekoppelter Bowdenzug ausgebildet.
[0022] Dadurch ist ermöglicht, den Schwenkbeschlag jederzeit über einen mit dem Bowdenzug
verbundenen Auslösegriff oder dergleichen von einer freien Verschwenkung in Verstellrichtung
in eine Verschwenkung in Rückstellrichtung umzuschalten.
[0023] Die Verrastung in einer gewünschten Winkelposition der beiden Hebel zueinander erfolgt
anschließend durch einfaches kleinwinkliges Verschwenken des ersten Hebels in Verstellrichtung.
[0024] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante weist die Zahnsteuerscheibe eine
mit dem Steuerhebel wechselwirkende Radialverzahnung und eine mit einem Federelement
an eine axiale Stirnflächenverzahnung der Verzahnung angedrückte Axialverzahnung auf.
[0025] Das Federelement bewirkt dabei ein stetiges Andrücken der Zahnsteuerscheibe auf die
Verzahnung. Durch die Ausrichtung der Zähne der axialen Stirnflächenverzahnung der
Verzahnung und der Axialverzahnung der Zahnsteuerscheibe wird die drehfeste Kopplung
der Zahnsteuerscheibe mit der Verzahnung in Verstellrichtung und die Verdrehbarkeit
der Zahnsteuerscheibe gegenüber der Verzahnung in Rückstellrichtung erreicht.
[0026] Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsvariante weist die Steuerscheibe zur Schwenkkopplung
mit der Rastklinke einen Mitnehmernoppen und einen Mitnehmerlappen auf, wobei ein
mit wenigstens einem Rastzahn versehenes Ende der Rastklinke zwischen dem Mitnehmernoppen
und dem Mitnehmerlappen positioniert ist, wodurch eine einfach herstellbare und zuverlässige
Kopplung der Rastklinke mit der Steuerscheibe bewirkt wird.
[0027] Das Reaktivierelement ist nach einer bevorzugten Ausführungsvariante als über eine
Druckfeder mit der Rastklinke gekoppelte, am ersten Hebel schwenkbar gelagerte Steuerklinke
ausgebildet.
[0028] Dabei steht bevorzugt aus einer Stirnfläche des Reaktivierelementes ein beispielsweise
als Bolzen ausgebildeter Anschlag vor, gegen den ein freies Ende des Steuerhebels
drückbar ist.
[0029] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beiliegenden
Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer ersten Ausführungsvariante eines
erfindungsgemäßen Schwenkbeschlages,
- Figur 2
- eine Draufsicht auf den Schwenkbeschlag gemäß Figur 1 in einer Raststellung,
- Figur 3
- eine Draufsicht auf den Schwenkbeschlag aus Figur 1 in einer entrasteten Stellung,
- Figur 4
- eine perspektivische Ansicht auf den Schwenkbeschlag aus Figur 1 in einer Raststellung,
- Figur 5
- eine Seitenansicht des Schwenkbeschlags aus Figur 1 im Schnitt,
- Figur 6
- eine perspektivische Explosionsdarstellung einer zweiten Ausführungsvariante eines
erfindungsgemäßen Schwenkbeschlages,
- Figur 7
- eine Draufsicht auf den Schwenkbeschlages gemäß Figur 6 in einer Raststellung,
- Figur 8
- eine perspektivische Darstellung des Schwenkbeschlags gemäß Figur 6 mit abgenommenem
Deckel,
- Figur 9
- eine Seitenansicht auf den Schwenkbeschlag gem. Figur 6 im Schnitt und
- Figur 10
- eine perspektivische Detaildarstellung der Verzahnung, der Zahnsteuerscheibe und des
Federelements.
[0030] In der nachfolgenden Figurenbeschreibung beziehen sich Begriffe wie oben, unten,
links, rechts, vorne, hinten usw. ausschließlich auf die in den jeweiligen Figuren
gewählte beispielhafte Darstellung und Position des Schwenkbeschlages, der Hebel,
des Klinkenmechanismus, der Verzahnung, der Rastklinke, der Zahnsteuerscheibe und
dergleichen. Diese Begriffe sind nicht einschränkend zu verstehen, d.h., durch verschiedene
Arbeitsstellungen oder die spiegelsymmetrische Auslegung oder dergleichen können sich
diese Bezüge ändern.
[0031] In Figur 1 ist mit dem Bezugszeichen 1 insgesamt eine erste Ausführungsvariante eines
erfindungsgemäßen Schwenkbeschlages bezeichnet.
[0032] Der Schwenkbeschlag 1 weist einen ersten Hebel 2 und einen zweiten Hebel 3 auf, die
um eine gemeinsame Achse D schwenkbar zueinander gelagert sind.
[0033] Die Schwenkachse D wird hier durch eine Verzahnung 4 gebildet, die mit einem Zahnrad
43 drehfest in einer als Zahnring 33 ausgebildeten Ausnehmung in einen Hebelkopf 32
des zweiten Hebels 3 drehfest aufgenommen ist. Auf den Hebelkopf 32 des zweiten Hebels
3 ist ein Hebelkopf 22 des ersten Hebels 2 aufgelegt.
[0034] Zur erleichterten Verschwenkbarkeit der beiden Hebel 2, 3 zueinander ist zwischen
den Hebeln ein O-Ring 18 eingelegt, der über das Zahnrad 43 der Verzahnung 4 übergestülpt
ist und die beiden an den zugewandten Flächen der Hebelköpfe 22, 32 der Hebel 2, 3
in einem vorbestimmten Abstand zueinander hält. Ein Kern der Verzahnung 4 ist dabei
hülsenförmig ausgebildet.
[0035] In einer zentralen Aufnahme 44 der Verzahnung 4 ist ein Bolzen 11a aufgenommen, der
die beiden Hebel 2, 3 aneinander hält. Dabei liegt ein t-förmiger Kopfabschnitt an
einem Ende der Hülse auf, während das mit dem Zahnrad 43 versehene Ende der Verzahnung
4 auf der dem ersten Hebel 2 abgewandten Rückseite des zweiten Hebels 3 mit einer
Haltescheibe 11b abgedeckt ist, die an dem Bolzen 11a befestigt ist.
[0036] Oberhalb des ersten Hebels 2 ist ein aus einer Vielzahl von Bauteilen bestehender
Klinkenmechanismus angeordnet, mit dem die beiden Hebel 2, 3 in unterschiedlichen
Winkelstellungen relativ zueinander in einer Rückstellrichtung R verrastbar sind.
[0037] Der Klinkenmechanismus weist dabei die bereits erwähnte drehfest am zweiten Hebel
3 festgelegte Verzahnung 4 auf, sowie eine um die gemeinsame Achse D verschwenkbar
gelagerte Steuerscheibe 7 und eine am ersten Hebel 2 schwenkbar gelagerte und in Richtung
der Verzahnung 4 belastete Rastklinke 5a, die in einer Raststellung des Schwenkbeschlags
1 in Eingriff mit der Verzahnung 4 steht.
[0038] Zur Verrastung weist die Verzahnung 4 dabei eine auf der Zentralhülse 45 aufgesetzte
Ringverzahnung mit einer Radialverzahnung 41 auf, in die ein in Figur 2 und 3 gezeigter
Rastzahn 55a eingreift.
[0039] Die Ausrichtung der Zähne der Außenverzahnung 41 der Verzahnung 4 und des Rastzahns
55a der Rastklinke 5a ist dabei so ausgeführt, dass der Rastzahn 55a eine Drehung
der Verzahnung 4 in Rückstellrichtung R blockiert und eine Verdrehung der Verzahnung
4 in Verstellrichtung um die Drehachse D ermöglicht.
[0040] Die Rastklinke 5a ist durch den Klinkenmechanismus bei Verschwenken des zweiten Hebels
3 um einen vorbestimmten Winkel relativ zum ersten Hebel 2 in einer Verstellrichtung
V außer Eingriff mit der Verzahnung 4 bringbar. Sobald dies der Fall ist, kann der
zweite Hebel 3 relativ zum ersten Hebel 2 in Rückstellrichtung R verschwenkt werden.
[0041] Der Klinkenmechanismus ist dabei derart ausgelegt, dass damit eine Verrastung der
beiden Hebel 2, 3 in einer Umschaltung der Verschwenkbewegung von der Verstellrichtung
V in die Rückstellrichtung R und umgekehrt in beliebigen Winkelstellungen relativ
zueinander ermöglicht ist.
[0042] Dazu ist sowohl bei der in den Figuren 1 bis 5 gezeigten ersten Ausführungsvariante
des Schwenkbeschlags 1 als auch bei der in den Figuren 6 bis 9 gezeigten zweiten Ausführungsvariante
des Schwenkbeschlags 1 ein am ersten Hebel 2 schwenkbar gelagerter Steuerhebel 8,
eine Zahnsteuerscheibe 6, ein mit der Rastklinke 5a gekoppeltes Reaktivierelement
5b und eine Blockiereinheit 9a, 9b vorgesehen.
[0043] Die Rastklinke 5a ist dabei über einen am ersten Hebel 2 in einer Bohrung 26 aufgenommenen
Stift 15, der parallel zur Drehachse D ausgerichtet ist, verschwenkbar am ersten Hebel
2 gehalten.
[0044] In beiden Ausführungsvarianten ist das Reaktivierelement 5b als bevorzugt zur Rastklinke
5a spiegelbildlich ausgebildete Steuerklinke ausgebildet, die im Unterschied zur Rastklinke
5a lediglich nicht mit einem Rastzahn 55a versehen ist.
[0045] Das Reaktivierelement 5b ist mit einem weiteren Stift 15 neben der Rastklinke 5a
in einer Bohrung 26 am ersten Hebel 2 drehbar gelagert.
[0046] An einem von dem als Drehachse dienenden Stiften 15 der Verzahnung abgewandten Ende
ist eine Druckfeder 20 in jeweiligen dazu vorgesehenen Federaufnahmen 53a, 53b der
Rastklinke 5a und dem Reaktivierelement 5b aufgenommen, so dass eine Verschwenkung
der Rastklinke 5a unmittelbar eine Kraftausübung über die Druckfeder 20 (in Form einer
Belastung oder einer Entlastung, je nach Schwenkrichtung) auf das Reaktivierelement
5b und umgekehrt bewirkt.
[0047] Auf einer dem Hebelkopf 22 des ersten Hebels 2 abgewandten Oberseite der Rastklinke
5a und des Reaktivierelements 5b sind nahe der Verzahnung 4 bevorzugt als Bolzen ausgebildete
Anschläge 54a, 54b angeordnet. Die einander zugewandten Mantelflächen dieser Anschläge
54a, 54b dienen dabei der Anlage von freien Enden des Steuerhebels 8 sowie eines in
der in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Ausführungsvariante ebenfalls als Hebel ausgebildeten
Blockiereinheit 9a.
[0048] Sowohl der Steuerhebel 8 als auch die Blockiereinheit 9a sind dabei jeweils über
einen Distanzniet 12 am Hebelkopf 22 des ersten Hebels 2 schwenkbar befestigt, und
zwar nahe eines oberen Endes des Hebelkopfes 22 auf einer der Rastklinke 5a und dem
Reaktivierelement 5b gegenüberliegende Seite der Verzahnung 4.
[0049] Die Hebelarme 82, 92a des Steuerhebels 8 und der Blockiereinheit 9a sind dabei so
vormontiert, dass die freien Enden 83, 93a zwischen den Anschlägen 54a, 54b der Rastklinke
5a und des Reaktivierelements 5b einliegen.
[0050] Jeder der Arme 82, 92a des Steuerhebels 8 bzw. der Blockiereinheit 9a ist bogenförmig
ausgebildet und weist jeweils an der Innenseite einen Z ahn 84, 94a auf, der in eine
Radialverzahnung 61 mit radial nach außen weisenden Zähnen einer Zahnsteuerscheibe
6 einzugreifen vermag.
[0051] Figur 10 zeigt eine perspektivische Detaildarstellung dieser Zahnsteuerscheibe 6,
der Verzahnung 4 und eines Federelements 10, mit dem die Zahnsteuerscheibe 6 auf die
Verzahnung 4 aufgedrückt wird.
[0052] Wie in dieser Figur gezeigt, weist die Zahnsteuerscheibe 6 neben der Radialverzahnung
eine Axialverzahnung 62 auf, die im Eingriff mit einer Stirnflächenverzahnung 42 der
Verzahnung 4 steht. Die Zähne der Stirnflächenverzahnung 42 und der Axialverzahnung
62 der Zahnsteuerscheibe 6 sind dabei so geformt, dass die Zahnsteuerscheibe 6 in
Verstellrichtung V drehfest mit der Verzahnung 4 gekoppelt und in Rückstellrichtung
von dem Steuerhebel 8 blockiert relativ zur Verzahnung 4 drehbar ist.
[0053] Wird die Zahnsteuerscheibe 6 mit dem Steuerhebel 8 blockiert, können die Zähne der
Axialverzahnung 62 der Zahnsteuerscheibe 6 über die Zähne der Stirnflächenverzahnung
42 der Verzahnung 4 gleiten und werden durch das Federelement 10 federnd aneinander
gedrückt.
[0054] Unterhalb der Radialverzahnung 41 der Verzahnung 4 ist eine Steuerscheibe 7 verschwenkbar
gelagert. Die Steuerscheibe 7 weist dabei eine zentrale Ausnehmung zur Aufnahme eines
dem Durchmesser des Zahnrads 43 entsprechenden Hülsenbereichs der Verzahnung 4 auf,
der von einem Ringstück 71 der Steuerscheibe 7 gebildet wird.
[0055] An einer der Rastklinke 5a und dem Reaktivierelement 5b zugewandten Rand des Ringstücks
71 ist ein Mitnehmernoppen 72 und ein Mitnehmerlappen 73 angeformt, die sich aus der
Ebene des Ringstücks 71 nach oben in Richtung der Rastklinke 5a und des Reaktivierelements
5b erstrecken.
[0056] Das der Verzahnung 4 nahe Ende der Rastklinke 5a ist dabei zwischen dem Mitnehmernoppen
72 und dem Mitnehmerlappen 73 eingeklemmt, so dass eine Verschwenkbewegung der Rastklinke
5a zu einer entsprechenden Schwenkbewegung der Steuerscheibe 7 führt.
[0057] Der Klinkenmechanismus wird nach oben durch einen Deckel 19 abgedeckt, der mit einer
Aufnahme 191 zur Aufnahme des Bolzens 11a dient.
[0058] Des Weiteren ist zwischen dem Steuerhebel 8 und der Blockiereinheit 9a einerseits
und der Rastklinke 5a und dem Reaktivierelement 5b andererseits ein Trennblech 17
vorgesehen, das in erster Linie der Gewährleistung der exakten Schwenkbewegung des
Steuerhebels und der Blockiereinheit 9a dient.
[0059] Im Unterschied zu der in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Ausführungsvariante des Schwenkbeschlags
1 ist bei der in den Figuren 6 bis 9 gezeigten Ausführungsvariante des Schwenkbeschlags
1 anstelle der als Schwenkhebel ausgebildeten Blockiereinheit 9a eine als Bowdenzug
ausgebildete Blockiereinheit 9b verbaut.
[0060] Der Bowdenzug ist dabei mit einem Endstück 92b direkt mit der Steuerscheibe 7a gekoppelt.
[0061] Dazu ist die Steuerscheibe 7a mit einem Koppelteil 74a ausgebildet, das sich radial
vom Ringstück 71a der Steuerscheibe 7a erstreckt, so dass durch Betätigen des Bowdenzugs
9b eine Schwenkbewegung der Steuerscheibe 7a hervorgerufen wird.
[0062] Der Zugdraht 91b des Bowdenzugs 9b ist über ein Fixierelement 93b und ein Anschlußstück
94b an einem dafür vorgesehenen Befestigungsstück 2a des ersten Hebels 2 fixiert.
[0063] Das Befestigungselement 2a ist in der hier gezeigten Ausführungsvariante bevorzugt
als separates, am Hebelarm 21 des ersten Hebels 2 fixierbares separates Bauteil ausgebildet.
Denkbar ist auch, den ersten Hebel 2 so zu formen, dass eine Befestigung des Bowdenzugs
an diesem direkt ermöglicht ist.
[0064] Nachfolgend wird die Funktionsweise der beiden Ausführungsvarianten erläutert.
[0065] Der Schwenkbeschlag 1 gemäß der in den Figuren 1 bis 5 gezeigten Ausführungsvariante
ist in Figur 2 in einer Raststellung gezeigt. Dabei ist der Rastzahn 55a der Rastklinke
5a in Eingriff mit der Radialverzahnung 41 der Verzahnung 4. Dadurch ist eine Belastung
des Schwenkbeschlags 1 in Rückstellrichtung R möglich. In Verstellrichtung V ist eine
Verstellung des Schwenkbeschlags 1 möglich.
[0066] Die Verstellung des Schwenkbeschlags 1 erfolgt dabei über eine Drehbewegung des zweiten
Hebels 3, in dem die Verzahnung 4 drehfest gehalten ist. Durch diese Drehbewegung
der Verzahnung 4 wird die Rastklinke 5a aus der Außenverzahnung 41 der Verzahnung
4 herausgedrückt. Dabei wird die Steuerscheibe 7, die drehbar um die Verzahnung 4
gelagert ist und die Rastklinke zwischen dem Mitnehmernoppen 72 und dem Mitnehmerlappen
73 umschließt, mit verschwenkt.
[0067] Bei Weiterdrehung der Verzahnung 4 in Verstellrichtung V, bei der auch die Zahnsteuerscheibe
6 mitgedreht wird, lenkt die Radialverzahnung 61 der Zahnsteuerscheibe 6 die Blockiereinheit
9a, die hier als Hebel ausgeführt ist, durch Herausdrücken des Zahnes 94a der Blockiereinheit
9a weiter aus.
[0068] Dabei drückt das freie Ende 94a der Blockiereinheit 9a gegen den Anschlag 54a der
Rastklinke 5a und lenkt so die Rastklinke 5a weiter aus. Diese Position ist in Figur
3 dargestellt, in der zu erkennen ist, dass der Rastzahn 55a der Rastklinke 5a außer
Eingriff mit der Radialverzahnung 41 der Verzahnung 4 gehalten ist.
[0069] In dieser Position ist es nun möglich, den Schwenkbeschlag 1 in Rückstellrichtung
R zu verstellen. Denn die Auslenkung der Rastklinke 5a bewirkt durch die Druckfeder
20 eine Verschwenkung des Reaktivierelements 5b mit seinem der Verzahnung 4 nahen
Ende auf die Verzahnung 4 zu.
[0070] Dabei wird über den Anschlag 54b der Steuerhebel 8 so weit zur Zahnsteuerscheibe
6 hin gedrückt, dass der Zahn 84 des Steuerhebels 8 in Eingriff mit der Radialverzahnung
61 eingreift und so eine Verdrehung der Zahnsteuerscheibe 6 blockiert.
[0071] Während der Verdrehung der Verzahnung 4 in Rückstellrichtung wird die Zahnsteuerscheibe
6 über die Zahngeometrie der Stirnflächenverzahnung 42 der Verzahnung 4 und der Axialverzahnung
62 der Zahnsteuerscheibe 6 axial nach oben gedrückt, wobei das hier als Blattfeder
ausgebildete Federelement 10 durch Druck auf die Zahnsteuerscheibe 6 dafür sorgt,
dass die Zahnsteuerscheibe 6 stets axial gegen die Verzahnung 4 gedrückt wird.
[0072] Dadurch entsteht bei der Bewegung des Schwenkbeschlags 1 bei der auch als Reversiermodus
bezeichneten Rückstellbewegung in Rückstellrichtung R eine wippende Axialbewegung
der Zahnsteuerscheibe 6.
[0073] Wird die Drehrichtung des zweiten Hebels 3 wieder umgekehrt, sprich wieder in Verstellrichtung
V bewegt, wird auch die Zahnsteuerscheibe 6 wieder mit der Verzahnung 4 mitbewegt.
[0074] Dabei drückt die Zahnsteuerscheibe 6 den Steuerhebel 8 aus dem Eingriff mit der Zahnsteuerscheibe
6 heraus und drückt dabei mit seinem freien Ende 83 gegen den Anschlag 54b des Reaktivierelements
5b, so dass das der Verzahnung 4 nahe Ende des Reaktivierelements 5b von der Verzahnung
4 weg geschwenkt wird.
[0075] Dadurch wird über die Druckfeder 20 die Druckkraft auf die Rastklinke 5a erhöht.
Sobald dann der Zahn 94a der Blockiereinheit 9a in die Radialverzahnung 61 der Zahnsteuerscheibe
6 eingreifen kann, wird die Rastklinke 5a durch die Druckfeder 20 zurück in den Eingriffsbereich
der Radialverzahnung 41 der Verzahnung 4 gedrückt.
[0076] Dabei wird auch die Steuerscheibe 7 mitgenommen, so dass der Schwenkbeschlag 1 wieder
die ursprüngliche Rastposition erreicht.
[0077] Der Schwenkbeschlag 1 kann dann wieder in Rückstellrichtung belastet werden.
[0078] Bei der in Figuren 6 bis 9 gezeigten Ausführungsvariante des Schwenkbeschlags 1,
bei der anstelle der als Hebel ausgebildeten Blockiereinheit 9a die als Bowdenzug
ausgebildete Blockiereinheit 9b verbaut ist, ist in Figur 7 die Raststellung des Schwenkbeschlags
1 gezeigt.
[0079] Auch hier ist der Rastzahn 55a der Rastklinke 5a mit der Radialverzahnung 41 der
Verzahnung 4 im Eingriff. Auch hier ist eine Belastung in Rückstellrichtung R gewährleistet.
Eine Verstellung in Verstellrichtung V wird durch den Klinkenmechanismus ermöglicht.
[0080] Um hier eine Schwenkbewegung des zweiten Hebels 3 in Rückstellrichtung zu ermöglichen,
wird der Bowdenzug betätigt, was zu einer Verschwenkung der Steuerscheibe 7a in Verstellrichtung
V führt.
[0081] Dabei wird die Rastklinke 5a durch den Mitnehmerlappen 73a aus dem Eingriff mit der
Radialverzahnung 41 der Verzahnung 4 genommen.
[0082] Dadurch wird über die Druckfeder 20 auch eine Verschwenkung des Reaktivierelements
5b bewirkt, derart, dass der Steuerhebel 8 mit seinem Zahn 84 in den Eingriff mit
der Radialverzahnung der Zahnsteuerscheibe 6 kommt und diese so gegen eine Verdrehung
blockiert.
[0083] Dadurch ist außerdem ermöglicht, dass ein einmaliges Auslösen der als Bowdenzug ausgebildeten
Blockiereinheit 9b hinreichend ist, die Blockierung außer Kraft zu nehmen und ein
Reversieren des zweiten Hebels 3 ohne Dauerbetätigung des Bowdenzuges durchzuführen.
[0084] Soll die Schwenkrichtung des zweiten Hebels 3 wieder in Verstellrichtung V umgekehrt
werden, wird auch hier die Zahnsteuerscheibe 6 wieder mit der Verzahnung 4 angetrieben.
[0085] Dabei wird der Steuerhebel 8 wieder aus dem Eingriff mit der Radialverzahnung 61
der Zahnsteuerscheibe 6 gedrückt.
[0086] Das freie Ende 83 des Steuerhebels 8 drückt dabei wiederum das Reaktivierelement
5 von der Verzahnung 4 weg, wobei durch die Kopplung des Reaktivierelements 5b mit
der Rastklinke 5a über die Druckfeder 20 die Rastklinke 5a zurück in die in Figur
7 gezeigte Raststellung verschwenkt wird.
[0087] Bei den erwähnten Anwendungsbeispielen der Erfindung zur Verstellung von Rückenlehnen,
Armstützen, Fußstützen oder Kopfstützen an Möbeln liegt in der Regel eine horizontal
ausgerichtete Verschwenkachse D des beweglichen Möbelteils zum Möbelkorpus vor.
[0088] Es wird darauf hingewiesen, dass auch andere Anwendungen, bei denen die Verschwenkachse
vertikal oder schräg im Raum ausgerichtet ist, möglich sind. Beispielsweise kann eine
Rückenlehne eines Sitzmöbels auch um eine vertikale Verschwenkachse D verdrehbar sein,
so dass man nicht die Lehnenneigung, sondern die Winkelposition der Lehne im Raum
verstellt.
Bezugszeichenliste
[0089]
- 1
- Schwenkbeschlag
- 2
- erster Hebel
- 21
- Hebelarm
- 22
- Hebelkopf
- 23
- Aufnahme
- 24
- Bohrung
- 25
- Bohrung
- 26
- Bohrung
- 27
- Bohrung
- 3
- zweiter Hebel
- 31
- Hebelarm
- 32
- Hebelkopf
- 33
- Zahnring
- 4
- Verzahnung
- 41
- Radialverzahnung
- 42
- Stirnflächenverzahnung
- 43
- Zahnrad
- 44
- Aufnahme
- 45
- Zentralhülse
- 5a
- Rastklinke
- 51a
- Anschlag
- 52a
- Lagerbohrung
- 53a
- Federaufnahme
- 54a
- Anschlag
- 55a
- Rastzahn
- 5b
- Reaktivierelement
- 51b
- Anschlag
- 52b
- Lagerbohrung
- 53b
- Federaufnahme
- 54b
- Anschlag
- 6
- Zahnsteuerscheibe
- 61
- Radialverzahnung
- 62
- Axialverzahnung
- 7
- Steuerscheibe
- 71
- Ringstück
- 72
- Mitnehmernoppen
- 73
- Mitnehmerlappen
- 7a
- Steuerscheibe
- 71a
- Ringstück
- 72a
- Mitnehmernoppen
- 73a
- Mitnehmerlappen
- 74a
- Koppelteil
- 8
- Steuerhebel
- 81
- Hebelkopf
- 82
- Hebelarm
- 83
- freies Ende
- 84
- Zahn
- 9a
- Blockiereinheit
- 91a
- Hebelkopf
- 92a
- Hebelarm
- 93a
- freies Ende
- 94a
- Zahn
- 9b
- Blockiereinheit = Bowdenzug
- 91b
- Zugdrahtschlauch
- 92b
- Endstück
- 93b
- Fixierelement
- 94b
- Anschlußstück
- 10
- Federelement
- 11a
- Bolzen
- 11b
- Haltescheibe
- 12
- Distanzniet
- 13
- Stanzniet
- 14
- Distanzblech
- 15
- Stift
- 16
- Stanzniet
- 17
- Trennblech
- 18
- O-Ring
- 19
- Deckel
- 191
- Aufnahme
- 20
- Druckfeder
- 2a
- Befestigungselement
- D
- Achse
- V
- Verstellrichtung
- R
- Rückstellrichtung
1. Schwenkbeschlag (1), insbesondere für Verstellsegmente an Möbeln, aufweisend
- einen ersten Hebel (2) und einen zweiten Hebel (3), die um eine gemeinsame Achse
(D) schwenkbar zueinander gelagert sind,
- einen Klinkenmechanismus, mit dem die beiden Hebel (2, 3) in unterschiedlichen Winkelstellungen
relativ zueinander in einer Rückstellrichtung (R) verrastbar sind,
- wobei der Klinkenmechanismus eine drehfest am zweiten Hebel (3) festgelegte Verzahnung
(4), eine um die gemeinsame Achse (D) verschwenkbar gelagerte Steuerscheibe (7) und
eine am ersten Hebel (2) schwenkbar gelagerte und in Richtung der Verzahnung (4) belastete
Rastklinke (5a) aufweist, die in einer Raststellung des Schwenkbeschlags (1) in Eingriff
mit der Verzahnung (4) steht,
- wobei die Rastklinke (5a) bei Verschwenken des zweiten Hebels (3) um einen vorbestimmten
Winkel relativ zum ersten Hebel (2) in einer Verstellrichtung (V) außer Eingriff mit
der Verzahnung (4) bringbar ist,
- wobei bei außer Eingriff mit der Verzahnung (4) gebrachter Rastklinke (5a) der zweite
Hebel (3) in der Rückstellrichtung (R) verschwenkbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
- der Klinkenmechanismus eine Verrastung der beiden Hebel (2, 3) und eine Umschaltung
der Verschwenkbewegung von der Verstellrichtung (V) in die Rückstellrichtung (R) und
umgekehrt in beliebigen Winkelstellungen relativ zueinander ermöglicht.
2. Schwenkbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Klinkenmechanismus einen am ersten Hebel (2) schwenkbar gelagerten Steuerhebel
(8), eine Zahnsteuerscheibe (6), ein mit der Rastklinke (5a) gekoppeltes Reaktivierelement
(5b) und eine Blockiereinheit (9a, 9b) aufweist.
3. Schwenkbeschlag nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnsteuerscheibe (6) in Verstellrichtung (V) drehfest mit der Verzahnung (4)
gekoppelt und in Rückstellrichtung (R) von dem Steuerhebel (8) blockiert relativ zur
Verzahnung (4) drehbar ist, wobei die Steuerscheibe (7) durch die Blockiereinheit
(9a, 9b) in einer die Rastklinke (5a) außer Eingriff mit der Verzahnung (4) haltenden
Stellung haltbar ist, wobei die Rastklinke (5a) durch das Reaktivierelement (5b) zurück
in Eingriff mit der Verzahnung (4) verschwenkbar ist.
4. Schwenkbeschlag nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockiereinheit (9a) als am ersten Hebel (2) schwenkbar gelagerter zweiter Steuerhebel
(9a) ausgebildet ist, der über einen Zahn (94a) mit der Zahnsteuerscheibe (6) und
im Bereich seines freien Endes (93a) derart gegen die Rastklinke (5a) drückbar ist,
dass diese aus dem Eingriff mit der Verzahnung (4) kommt.
5. Schwenkbeschlag nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockiereinheit (9b) als mit der Steuerscheibe (17) gekoppelter Bowdenzug (9b)
ausgebildet ist.
6. Schwenkbeschlag nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockierung der Steuerscheibe (7) durch einmaliges Auslösen des Bowdenzugs (9b)
ausführbar ist.
7. Schwenkbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnsteuerscheibe (6) eine mit dem Steuerhebel (8) wechselwirkende Radialverzahnung
(61) und eine mit einem Federelement (10) an eine axiale Stirnflächenverzahnung (42)
der Verzahnung (4) angedrückte Axialverzahnung (62) aufweist.
8. Schwenkbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerscheibe (7) zur Schwenkkopplung mit der Rastklinke (5a) einen Mitnehmernoppen
(72) und einen Mitnehmerlappen (73) aufweist, wobei ein mit wenigstens einem Rastzahn
(55a) versehenes Ende der Rastklinke (5a) zwischen dem Mitnehmernoppen (72) und dem
Mitnehmerlappen (73) positioniert ist.
9. Schwenkbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Reaktivierelement (5b) als über eine Druckfeder (20) mit der Rastklinke (5a)
gekoppelte, am ersten Hebel (2) schwenkbar gelagerte Steuerklinke ausgebildet ist.
10. Schwenkbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass aus einer Stirnfläche des Reaktivierelements (5b) ein Anschlag (54b) vorsteht, gegen
den ein freies Ende des Steuerhebels (8) drückbar ist.
11. Möbel mit einem Korpus und einem an dem Korpus verschwenkbar gehaltenen Verstellsegment,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellsegment über wenigstens einen Schwenkbeschlag (1) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche am Korpus befestigt ist.