[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Vernebelung einer Flüssigkeit
mit einem Behälter für die Aufnahme der zu vernebelnden Flüssigkeit und wenigstens
drei Schwingern zur Erzeugung von Ultraschallschwingungen, die in dem Behälter angeordnet
sind und die ein die Schwingungen auf die Flüssigkeit übertragende ebene Fläche aufweisen,
wobei die Flächen nicht parallel zueinander sind.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, zur Vernebelung von Flüssigkeiten Ultraschallschwinger
einzusetzen. Durch die hochfrequenten mechanischen Schwingungen werden aus einer Flüssigkeit,
die die Schwinger benetzt oder überflutet, kleine Flüssigkeitstropfen herausgerissen.
Dadurch bildet sich über der Flüssigkeit ein Aerosol oder Nebel, der von einem Gasstrom,
insbesondere einem Luftstrom fortgetragen wird. Je nach Verwendungszweck kann es gewünscht
sein, dass der Nebel erhalten bleibt, um zu wirken. Es ist aber auch möglich, dass
es gewünscht ist, dass die Flüssigkeitstropfen verdampfen und der Dampf die erwünschte
Wirkung erzielt.
[0003] Ungeachtet des Einsatzzwecks für den die Flüssigkeit vernebelt wird, wünscht sich
jeder Anwender einer eingangs genannten Vorrichtung eine hohe Vernebelungsleistung,
d.h. eine möglichst hohe Menge vernebelter Flüssigkeit pro Zeiteinheit. Dabei - so
ein weiterer Wunsch der Anwender - soll möglichst wenig Energie und ein möglichst
kleines Gerät eingesetzt werden.
[0004] In der Vergangenheit wurden zum Beispiel Vorrichtungen eingesetzt, wie sie in den
Dokumenten
JP2008100204,
US 2016/0158788 A1,
EP 0 860 211 A1 und
WO 2010/100462 A1 offenbart sind. Diese offenbaren u.a. Vorrichtungen der eingangs genannten Art, bei
denen die Flächen der Schwinger nach innen geneigt sind, das heißt, dass die auf den
Flächen der Schwinger beginnenden und dazu senkrechten Halbgeraden von allen Schwingern
in Ebenen liegen, die sich in einer Geraden schneiden, wobei sich alle Halbgeraden
und diese Gerade in einem Punkt schneiden. Durch eine solche Anordnung der Schwinger
kann ein grundsätzlich zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden.
[0005] Ziel der vorliegenden Erfindung ist es alternative Vorrichtungen vorzuschlagen, die
möglichst eine bessere Vernebelungsleistung haben.
[0006] Dieses Ziel wird dadurch erreicht, dass die Schwinger so ausgerichtet sind, dass
zu den Flächen der Schwinger senkrechte erste Geraden von allen Schwingern windschief
zueinander sind und auf der Fläche eines Rotationshyperboloids liegen..
[0007] Die Flächen der Schwinger können in einer geschlossenen Kette dem jeweils nächsten
Schwinger zugeneigt sein.
[0008] Insbesondere bei dieser Variante haben Versuche eine hohe Vernebelungsleistung erbracht.
[0009] Ferner ist es möglich, dass bei einer erfindungsgemäßen Vorrichtung die Schwinger
auf einem Kreis angeordnet sind, also gleiche Punkte der Schwinger in einer Ebene
mit einer gleichen Entfernung zu einem Mittelpunkt des Kreises angeordnet sind. Dann
können die Schwinger so ausgerichtet sein, dass die zu den Flächen senkrechten ersten
Geraden von allen Schwingern Tangenten an einen vorzugsweise geraden Kreiszylinder
bilden, der einen Durchmesser hat, der kleiner ist als der Durchmesser des Kreises,
auf dem die Schwinger angeordnet sind, und dessen Mittelachse durch einen Mittelpunkt
dieses Kreises geht. Vorzugsweise ist die Entfernung aller Berührungspunkte der Tangenten
von dem Kreis gleich.
[0010] Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden deutlich anhand der
nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die
beiliegenden Abbildungen. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine erste erfindungsgemäße Vorrichtung in einer Draufsicht,
- Fig. 2
- einen ersten Schnitt gemäß der Linie VIII-VIII aus Fig. 1,
- Fig. 3
- einen zweiten Schnitt gemäß der Linie IX-IX aus Fig. 1 und
- Fig. 4
- eine zweite erfindungsgemäße Vorrichtung in der Draufsicht.
[0011] Die erste und zweite dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung weisen jeweils eine
Wanne W auf, welche über einen Flüssigkeitseinlauf mit einer Flüssigkeit befüllt werden
kann. Die Befüllung kann mittels einer Pumpe kontinuierlich erfolgen, so dass ein
konstanter oder nahezu konstanter Flüssigkeitsspiegel in der Wanne W gehalten werden
kann, auch wenn durch Vernebelung von Teilen der Flüssigkeit Flüssigkeit aus der Wanne
W entnommen wird.
[0012] Die erste dargestellte erfindungsgemäße Vorrichtung weist vier Ultraschallschwinger
1, 2, 3, 4 auf, die zweite erfindungsgemäße Vorrichtung weist sieben Ultraschallschwinger
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 auf. Diese sind bei beiden dargestellten erfindungsgemäßen Vorrichtungen
so in der Wanne W angeordnet, dass im Betrieb der Vorrichtungen jeder Schwinger 1,
2, 3, 4, 5, 6, 7 unter dem Flüssigkeitsspiegel liegt. Jeder Schwinger 1, 2, 3, 4,
5, 6, 7 hat eine im Betrieb der Vorrichtung oszillierende Fläche F, über die der Schwinger
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 die Oszillation auf die Flüssigkeit übertragen kann. Dadurch wird
die Flüssigkeit zum Schwingen angeregt und kleine Flüssigkeitstropfen werden herausgeschleudert.
Dadurch entsteht ein Nebel, der von einem Luftstrom vorgetragen werden kann. Die Vorrichtungen
weisen dazu nicht dargestellte Luftfördermittel und -kanäle auf, über welche der Luftstrom
zugeführt und der Nebel aufgeführt werden kann. Die Flächen F der Schwinger 1, 2,
3, 4, 5, 6, 7 sind vorzugsweise eben.
[0013] Die vier Schwinger 1, 2, 3, 4 sind bei der ersten dargestellten erfindungsgemäßen
Vorrichtungen an den Ecken eines gedachten Quadrates angeordnet. Die Ausrichtung der
Flächen F der Schwinger 1, 2, 3, 4 wird durch erste Geraden G1 beschrieben, die man
sich senkrecht zu der Fläche F der Schwinger 1, 2, 3, 4 vorstellen kann und die den
Figuren 8 und 9 dargestellt sind. Auch bei der zweiten dargestellten erfindungsgemäßen
Vorrichtung wird die Ausrichtung der Flächen F der Schwinger 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 durch
erste Geraden G1 beschrieben (siehe Figur 10).
[0014] Die ersten Geraden G1, die senkrecht auf den Flächen F der Schwinger 1, 2, 3, 4 der
ersten dargestellten erfindungsgemäßen Vorrichtung stehen, sind windschief zueinander
und schneiden sich in keinem Punkt. Zur Beschreibung der Ausrichtung der um 7° geneigten
Flächen F der Schwinger 1, 2, 3, 4 kann man sich ein gerades Prisma oder einen Quader
vorstellen, dessen Grundfläche G durch das Quadrat beschrieben wird, in dessen Ecken
die vier Schwinger angeordnet sind. Kanten dieses Prismas oder Quaders sollen dabei
durch die Flächen F der Schwinger 1, 2, 3, 4 verlaufen. Die Flächen F der Schwinger
1, 2, 3, 4 sind so ausgerichtet, dass die ersten Geraden G1 in den Seitenflächen des
Prismas oder Quaders liegen. Die Flächen sind ferner so ausgerichtet, dass die ersten
Geraden G1, die senkrecht auf den Flächen F der Schwinger 1, 2, 3, 4 liegen die die
Kanten des Prismas oder Quaders schneiden, die durch die Fläche F des in der Draufsicht
auf die Vorrichtung im Uhrzeigersinn benachbarten Schwinger 1, 2, 3, 4 schneidet.
[0015] Man kann die Ausrichtung auch so beschreiben, dass die ersten Geraden G1 auf der
Fläche eines Rotationshyperboloiden liegt, der entsteht, wenn man eine der ersten
Geraden G1 um eine Achse A rotiert, die senkrecht auf der Mitte des Quadrates steht,
das die Positionen der Schwinger 1, 2, 3, 4 beschreibt.
[0016] Die zweite erfindungsgemäße Vorrichtung weist sieben Schwinger 1, 2, 3, 4, 5, 6,
7 auf, die in Kreisform angeordnet sind. Gleiche Punkte der Schwinger 1, 2, 3, 4,
5, 6, 7 sind gleich weit vom Mittelpunkt eines Kreises K entfernt. Die Flächen dieser
Schwinger 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 sind so ausgerichtet, dass die ersten Geraden G1 der
Schwinger Tangenten an einen Kreiszylinder Z bilden. Der Kreiszylinder Z hat eine
Mittelachse, die durch den Mittelpunkt des Kreises K verläuft. Die Mittelachse steht
vorzugsweise senkrecht auf einer Ebene, in der sich der Kreis erstreckt.
[0017] Die Entfernung von Berührungspunkten aller Tangente von dem Kreis K ist bei der zweiten
erfindungsgemäßen Vorrichtung gleich.
1. Vorrichtung zur Vernebelung einer Flüssigkeit mit einem Behälter (W) für die Aufnahme
der zu vernebelnden Flüssigkeit und wenigstens drei Schwingern (1, 2, 3, 4) zur Erzeugung
von Ultraschallschwingungen, die in dem Behälter (W) angeordnet sind und die eine
die Schwingungen auf die Flüssigkeit übertragende ebene Flächen (F) aufweisen, wobei
die Flächen (F) nicht parallel zueinander sind,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Schwinger (1, 2, 3, 4) so ausgerichtet sind, dass die zu den Flächen (F) senkrechten
ersten Geraden (G1) von allen Schwingern (1, 2, 3, 4) windschief zueinander sind;
- dass die senkrecht auf den Flächen (F) der Schwinger (1, 2, 3, 4) stehenden ersten
Geraden (G1) auf der Fläche eines Rotationshyperboloids liegen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächen (F) der Schwinger so geneigt sind, dass die ersten Geraden (G1) durch
die Fläche (F) eines jeden Schwingers eine Vertikale durch die Fläche (F) eines benachbarten
Schwingers (1, 2, 3, 4), insbesondere durch den Mittelpunkt der Fläche (F) eines benachbarten
Schwingers (1, 2, 3, 4) schneidet, wobei die Vertikale in einer Benutzungslage der
Vorrichtung bestimmt wird.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwinger (1, 2, 3, 4) auf einem Kreis (K) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwinger (1, 2, 3, 4) so ausgerichtet sind, dass die zu den Flächen (F) senkrechten
ersten Geraden (G1) von allen Schwingern (1, 2, 3, 4) Tangenten an einen vorzugsweise
geraden Kreiszylinder (Z) bilden, der einen Durchmesser hat, der kleiner ist als der
Durchmesser des Kreises (K), auf dem die Schwinger (1, 2, 3, 4) angeordnet sind, und
dessen Mittelachse durch einen Mittelpunkt dieses Kreises (M) geht.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Entfernung aller Berührungspunkte der Tangenten von dem Kreis gleich ist.
1. Device for atomising a liquid, having a container (W) for receiving the liquid to
be atomised and at least three oscillators (1, 2, 3, 4) for generating ultrasonic
oscillations, which are arranged in the container (W) and have flat surfaces (F) that
transmit the oscillations to the liquid, the surfaces (F) not being parallel to one
another,
characterised in that
- the oscillators (1, 2, 3, 4) are oriented such that the first straight lines (G1)
of all oscillators (1, 2, 3, 4), which are perpendicular to the surfaces (F), are
skewed relative to each other;
- the first straight lines (G1), which are perpendicular to the surfaces (F) of the
oscillators (1, 2, 3, 4) lie on the surface (F) of a rotational hyperboloid.
2. Device according to claim 1, characterised in that the surfaces (F) of the oscillators are inclined such that the first straight lines
(G1) through the surface (F) of each oscillator intersects a vertical line through
the surface (F) of an adjacent oscillator (1, 2, 3, 4), in particular through the
centre point of the surface (F) of an adjacent oscillator (1, 2, 3, 4), the vertical
line being determined in a position of use of the device.
3. Device according to any of claims 1 to 2, characterised in that the oscillators (1, 2, 3, 4) are arranged on a circle (K).
4. Device according to claim 3, characterised in that the oscillators (1, 2, 3, 4) are oriented such that the first straight lines (G1)
of all oscillators (1, 2, 3, 4), which are perpendicular to the surfaces (F), form
tangents to a preferably straight circular cylinder (Z), which has a diameter that
is smaller than the diameter of the circle (K) on which the oscillators (1, 2, 3,
4) are arranged, and the central axis of which goes through a centre point of this
circle (M).
5. Device according to claim 4, characterised in that the distance between all points of contact of the tangents and the circle is the
same.
1. Dispositif d'atomisation d'un liquide avec un récipient (W) pour recevoir le liquide
à atomiser et au moins trois oscillateurs (1, 2, 3, 4) pour générer des vibrations
ultrasoniques, qui sont disposés dans le récipient (W) et qui présentent une surface
plane (F) transmettant les vibrations au liquide, les surfaces (F) n'étant pas parallèles
entre elles,
caractérisé en ce que
- les oscillateurs (1, 2, 3, 4) sont disposés de sorte que les premières droites (G1)
de tous les oscillateurs (1, 2, 3, 4) perpendiculaires aux surfaces (F) sont décalées
les unes par rapport aux autres ;
- que les premières droites (G1) des oscillateurs (1, 2, 3, 4) perpendiculaires aux
surfaces (F) des oscillateurs (1, 2, 3, 4) se trouvent à la surface d'un hyperboloïde
en rotation.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les surfaces (F) des oscillateurs sont inclinées de sorte que les premières droites
(G1) passant par la surface (F) de chaque oscillateur coupe une verticale passant
par la surface (F) d'un oscillateur adjacent (1, 2, 3, 4), en particulier par le centre
de la surface (F) d'un oscillateur adjacent (1, 2, 3, 4), ladite verticale étant déterminée
dans une position d'utilisation du dispositif.
3. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que les oscillateurs (1, 2, 3, 4) sont disposés sur un cercle (K).
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que les oscillateurs (1, 2, 3, 4) sont disposés de sorte que les premières droites (G1)
de tous les oscillateurs (1, 2, 3, 4) perpendiculaires aux surfaces (F) forment des
tangentes à un cylindre circulaire (Z) de préférence droit, dont le diamètre est inférieur
au diamètre du cercle (K) sur lequel sont disposés les oscillateurs (1, 2, 3, 4) et
dont l'axe central passe par un point central de ce cercle (M).
5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que la distance de tous les points de contact des tangentes au cercle est égale.