[0001] Die Erfindung betrifft Deckel für Trinkbehälter, insbesondere Becher für Kaffee-,
Tee- und/oder Milchgetränke, mit welchen allgemein das Handling für den Konsumenten
im Gebrauch verbessert werden soll, sowie entsprechende Trinkbehälter.
[0002] Bekannte Trinkbehälter bzw. Becher für beispielsweise Kaffee-, Tee- und/oder Milchgetränke
sind regelmässig mittels einer Aluminiumplatine verschlossen und mit einem Deckel
versehen, welcher in abnehmbarer Art und Weise auf den verschlossenen Trinkbehälter
bzw. Becher aufgebracht ist. Der Deckel selbst weist dabei zumindest eine Trinköffnung
auf, welche regelmässig in einem jedenfalls teilweise umlaufenden Vorsprung des Deckels
vorgesehen ist. Zum Öffnen der bekannten Trinkbehälter wird der Deckel abgenommen
und die Aluminiumplatine abgezogen. Zum Trinken kann der Deckel mit der Trinköffnung
wieder auf den geöffneten Becher aufgesetzt werden, insbesondere wenn die Gefahr des
Verschüttens oder des Überschwappens besteht, d.h. wenn das Getränk etwa im Gehen
oder im Auto (d.h. «To-Go») konsumiert werden soll.
[0003] Ansonsten kann grundsätzlich auch aus dem geöffneten Behälter getrunken werden, ohne
dass der Deckel mit der Trinköffnung wieder aufgesetzt wird. Insbesondere in den meisten
«To-Go-Situationen», und diese kommen im Alltag bei den in Rede stehenden Behältern
bzw. Bechern erfahrungsgemäss am häufigsten vor, ist dies jedoch weniger praktikabel.
Zudem besteht aus Gründen des Umweltschutzes auch ein Interesse daran, dass der Behälter
bzw. Becher, die Aluminiumplatine und der Deckel nach dem Trinken zusammenbleiben
und als eine Einheit entsorgt werden können - und nicht etwa vereinzelt auf den Boden
o.ä. geworfen werden.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Deckel für entsprechende Trinkbehälter
bzw. Becher bereitzustellen, mit welchen der Öffnungsvorgang dergestalt erleichtert
werden kann, dass die Deckel zum Trinken nicht mehr von den Trinkbehältern bzw. Bechern
abgenommen und die Aluminiumplatinen nicht mehr von der Behälter- bzw. Becheröffnung
abgezogen werden müssen.
[0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss gelöst mittels eines Deckels für einen Trinkbehälter,
insbesondere einen Becher für Kaffee-, Tee- und/oder Milchgetränke, welcher zumindest
eine Oberseite, eine Unterseite sowie eine in einem jedenfalls teilweise umlaufenden
Vorsprung angeordnete Trinköffnung aufweist und welcher zumindest teilweise aus einem
flexiblen Material gebildet ist, wobei der Deckel einen zentralen Bereich aufweist,
welcher in einer Ruheposition nach oben hin gewölbt ist und dass die Wölbung in der
Art eines Federelements ausgestaltet ist und der Deckel an seiner Unterseite zumindest
ein dornartiges Element aufweist, wobei bei einem Niederdrücken des zentralen Bereichs
aus der Ruheposition die Wölbung jedenfalls teilweise eingedrückt und das zumindest
eine dornartige Element nach unten bewegt wird und wobei im unbelasteten Zustand aufgrund
der Rückstellkraft der federelementartig ausgestalteten Wölbung, diese und das zumindest
eine dornartige Element wieder in die Ruheposition zurückkehren; sowie mittels eines
Trinkbehälters, insbesondere eines Bechers für Kaffee-, Tee- und/oder Milchgetränke,
aufweisend eine mittels einer Platine verschlossene Behälteröffnung sowie einen umlaufenden
Behälterrand, wobei auf den Behälterrand ein Deckel aufgebracht ist mit zumindest
einer Oberseite, einer Unterseite, sowie einer in einem jedenfalls teilweise umlaufenden
Vorsprung angeordneten Trinköffnung und zumindest einer im Bereich seines äusseren
Umfangs vorgesehenen Vorrichtung zum Verrasten mit dem Behälterrand, wobei der Deckel
zumindest teilweise aus einem flexiblen Material gebildet ist, wobei der Deckel einen
zentralen Bereich aufweist, welcher in einer Ruheposition nach oben hin gewölbt ist
und dass die Wölbung in der Art eines Federelements ausgestaltet ist und der Deckel
an seiner Unterseite zumindest ein dornartiges Element aufweist, wobei bei einem Niederdrücken
des zentralen Bereichs aus der Ruheposition die Wölbung jedenfalls teilweise eingedrückt
und das zumindest eine dornartige Element zum Perforieren der Platine nach unten bewegt
wird und wobei im unbelasteten Zustand aufgrund der Rückstellkraft der federelementartig
ausgestalteten Wölbung, diese und das zumindest eine dornartige Element wieder in
die Ruheposition zurückkehren. Des Weiteren wird die Aufgabe erfindungsgemäss gelöst
durch einen Deckel für einen Trinkbehälter, insbesondere einen Becher für Kaffee-,
Tee- und/oder Milchgetränke, welcher zumindest eine Oberseite, eine Unterseite sowie
eine in einem jedenfalls teilweise umlaufenden Vorsprung angeordnete Trinköffnung
aufweist und welcher zumindest teilweise aus einem flexiblen Material gebildet ist,
wobei der Deckel eine Eindrückvorrichtung aufweist, welche in einer Ruheposition von
der Oberseite absteht und eine Schneidvorrichtung umfasst, wobei bei einem Niederdrücken
der Eindrückvorrichtung aus der Ruheposition die Schneidvorrichtung nach unten bewegt
wird; sowie durch einen Trinkbehälter, insbesondere Becher für Kaffee-, Tee- und/oder
Milchgetränke, aufweisend eine mittels einer Platine verschlossene Behälteröffnung
sowie einen umlaufenden Behälterrand, wobei auf den Behälterrand ein Deckel aufgebracht
ist mit zumindest einer Oberseite, einer Unterseite, sowie einer in einem jedenfalls
teilweise umlaufenden Vorsprung angeordneten Trinköffnung und zumindest einer im Bereich
seines äusseren Umfangs vorgesehenen Vorrichtung zum Verrasten mit dem Behälterrand,
wobei der Deckel zumindest teilweise aus einem flexiblen Material gebildet ist, wobei
der Deckel eine Eindrückvorrichtung aufweist, welche in einer Ruheposition von der
Oberseite absteht und eine Schneidevorrichtung umfasst, wobei bei einem Niederdrücken
der Eindrückvorrichtung aus der Ruheposition die Schneidevorrichtung zum Perforieren
der Platine nach unten bewegt wird und der Deckel zum Aufschneiden der Platine drehbar
am Behälterrand gelagert ist.
[0006] In einer bevorzugten Ausführungsform der ersten erfindungsgemässen Deckelvariante
weist das zumindest eine dornartige Element einen im Querschnitt vorzugsweise kreuzförmigen
Schaft auf, welcher vorzugsweise zu einer Spitze zusammenläuft. Andere Geometrien
für das bzw. die dornartige(n) Element(e), wie beispielsweise kegelförmige, pyramidenförmige,
zylinderförmige, stiftförmige oder aber dreieckförmige Ausgestaltungen sind ebenfalls
denkbar. Entscheidend ist, dass die Platine in einem ausreichenden Mass perforiert
wird, um einen ungestörten Trinkvorgang (d.h. mit einem ausreichenden Durchfluss des
Getränks) zu ermöglichen.
[0007] Unter dem Begriff Platine wird vorliegend jede Art von insbesondere folienartigem
Verschluss für die Öffnung des Trinkbehälters verstanden. D.h., die Platinen können
etwa aus Aluminium, einem anderweitigen geeigneten Metall oder aber aus jedem geeigneten
Kunststoffmaterial gebildet sein.
[0008] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der ersten erfindungsgemässen Deckelvariante
sind vorzugsweise zumindest zwei bis fünf dornartige Elemente in dem zentralen Bereich
an der Unterseite des Deckels angeordnet. Denkbar ist auch, dass ein einziges grosses
dornartiges Element vorgesehen ist oder aber auch mehr als fünf einzelne dornartige
Elemente. Die dornartigen Elemente können ggf. auch unterschiedliche Geometrien (s.
oben) aufweisen.
[0009] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der ersten erfindungsgemässen Deckelvariante
weist der zentrale Bereich mit der Wölbung eine Wandstärke von 0.2 mm bis 0.8 mm,
vorzugsweise von 0.4 mm bis 0.6 mm und weiter vorzugsweise von 0.5 mm auf. Auf diese
Weise kann sichergestellt werden, dass die als Federelement fungierende Wölbung nach
dem Niederdrücken (d.h. im dann unbelasteten Zustand) jeweils zuverlässig in ihre
Ruheposition zurückkehrt.
[0010] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der ersten erfindungsgemässen Deckelvariante
ist der Deckel einstückig als Spritzgussteil hergestellt. Hierdurch kann der Deckel
besonders effizient und kostengünstig hergestellt werden.
[0011] In einer noch weiteren bevorzugten Ausführungsform der ersten erfindungsgemässen
Deckelvariante weist das Material aus welchem der Deckel gebildet ist Polypropylen
auf. Polypropylen hat sich in der Praxis als besonders geeignetes Material erwiesen.
Andere thermoplastische Kunststoffe, wie beispielsweise Polyethylen, können allerdings
auch verwendet werden.
[0012] In einer bevorzugten Ausführungsform der zweiten erfindungsgemässen Deckelvariante
ist die Eindrückvorrichtung in Form eines einen Hohlraum umschliessenden Druckknopfs
ausgestaltet, in dessen Inneren die Schneidvorrichtung angeordnet ist. Diese Ausgestaltung
hat sich als besonders zweckmässig erwiesen, da sie benutzerfreundlich - d.h. leicht
zu erkennen und leicht zu bedienen - ist und zudem praktisch keine Verletzungsgefahr
besteht.
[0013] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der zweiten erfindungsgemässen Deckelvariante
wird die Eindrückvorrichtung in der Ruheposition mittels einer oder mehrerer Sollbruchstellen
gegenüber dem Deckel gehalten. Beim Niederdrücken des Druckknopfes reissen die Sollbruchstellen
entsprechend ein und der Druckknopf mit der Schneidvorrichtung kann zum Perforieren
der Platine nach unten bewegt werden. Grundsätzlich ist auch denkbar, dass der Druckknopf
anderweitig an dem Deckel befestigt (d.h. beispielsweise geklebt) ist.
[0014] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der zweiten erfindungsgemässen Deckelvariante
ist die Schneidvorrichtung im Wesentlichen in Form einer Pfeilspitze (d.h. im Wesentlichen
dreieckig) ausgebildet und vorzugsweise an der Unterseite der Eindrückvorrichtung
(bzw. der entsprechenden Druckfläche) befestigt. Es sind allerdings auch andere Geometrien
für die Schneidvorrichtung vorstellbar, wie etwa eine halbkreisförmige, eine zackenförmige
oder aber eine rechteckförmige Ausgestaltung. Entscheidend ist, dass beim Drehen des
Deckels (d.h. nach dem Perforieren) die Platine weiter sauber eingeschnitten und ggf.
auch nach unten gedrückt werden kann. Die Schneidvorrichtung sollte also vorzugsweise
auch an den Seiten scharf ausgebildet sein und nicht etwa nur im Bereich ihrer Unterseite.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der zweiten erfindungsgemässen Deckelvariante
ist die Eindrückvorrichtung gegenüberliegend von der Trinköffnung in einem inneren
Randbereich des Deckels angeordnet. Mit anderen Worten muss sich die Eindrückvorrichtung
wie auch die Trinköffnung (d.h. jeweils in der Draufsicht gesehen) zunächst innerhalb
der Öffnung des Trinkbehälters bzw. Bechers befinden. Bei einer Drehung des Deckels
um zumindest etwa 180° (d.h. nach dem Perforieren), kommt die Trinköffnung in den
Bereich, in welchem die Platine eingeschnitten ist. Dies ist im Hinblick auf einen
ungestörten Trinkvorgang (d.h. mit einem ausreichenden Durchfluss) von Vorteil.
[0016] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der zweiten erfindungsgemässen Deckelvariante
ist der Deckel einstückig als Spritzgussteil hergestellt. Auf diese Weise kann wiederum
der Deckel besonders effizient und kostengünstig hergestellt werden.
[0017] In einer noch weiteren bevorzugten Ausführungsform der zweiten erfindungsgemässen
Deckelvariante weist das Material aus welchem der Deckel gebildet ist Polypropylen
auf. Polypropylen hat sich in der Praxis auch für diese Variante als besonders geeignetes
Material erwiesen. Andere thermoplastische Kunststoffe, wie beispielsweise Polyethylen,
können allerdings auch verwendet werden.
[0018] Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sollen aus Gründen der Anschaulichkeit
beispielhaft anhand der beigefügten Zeichnungen illustriert werden.
[0019] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht eines auf einen Trinkbehälter aufgebrachten Deckels (in
Ruheposition) gemäss der ersten Variante der Erfindung;
- Fig. 2
- eine Querschnittsansicht des auf den Trinkbehälter aufgebrachten Deckels (in Ruheposition)
gemäss Fig. 1;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines auf einen Trinkbehälter aufgebrachten Deckels (im
niedergedrückten Zustand) gemäss der ersten Variante der Erfindung;
- Fig. 4
- eine Querschnittsansicht des auf den Trinkbehälter aufgebrachten Deckels (im niedergedrückten
Zustand und mit perforierter Platine) gemäss Fig. 3;
- Fig. 5
- eine Querschnittsansicht gemäss Fig. 4, wobei aber der Deckel wieder in seine Ruheposition
zurückgekehrt ist;
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht eines auf einen Trinkbehälter aufgebrachten Deckels (in
Ruheposition) gemäss der zweiten Variante der Erfindung;
- Fig. 7
- eine Querschnittsansicht des auf den Trinkbehälter aufgebrachten Deckels (in Ruheposition)
gemäss Fig. 6;
- Fig. 8
- eine Querschnittsansicht des auf den Trinkbehälter aufgebrachten Deckels mit niedergedrücktem
Druckknopf und perforierter Platine;
- Fig. 9
- eine perspektivische Ansicht des Trinkbehälters mit aufgebrachtem Deckel und niedergedrücktem
Druckknopf.
[0020] In
Fig. 1 wird eine erste Variante des erfindungsgemässen Deckels 10 bzw. des erfindungsgemässen
Trinkbehälters 1 veranschaulicht. Der Deckel 10 ist auf den Trinkbehälter 1 aufgebracht
und umfasst eine Trinköffnung 12, welche in einem vorzugsweise ringartigen, umlaufenden
Vorsprung 11 angeordnet ist, damit der Trinkbehälter 1 besser an die Lippen angesetzt
werden kann. Der umlaufende Vorsprung 11 kann diesbezüglich, wie gezeigt, im Bereich
der Trinköffnung 12 auch etwas nach aussen vorstehen. Gegenüberliegend von der Trinköffnung
12 ist in dem umlaufenden Vorsprung 11 auch ein Lüftungsloch 15 vorgesehen.
[0021] Der Deckel 10 weist weiterhin einen zentralen Bereich 13 auf, welcher von dem umlaufenden
Vorsprung 11 umschlossen wird und welcher im gezeigten Zustand (d.h. in der Ruheposition)
nach aussen gewölbt ist. Mittig innerhalb des zentralen Bereichs 13 des Deckels 10
sind eine oder mehrere Fingerrasten 14 vorgesehen, welche einen sicheren Halt beim
Herunterdrücken des Deckels 10 - was weiter unten ausführlich erläutert wird - gewährleisten
sollen. Der äussere Rand 16 des Deckels 10 steht seitlich über den Trinkbehälter 1
hervor. Im unteren Bereich des Trinkbehälters 1 sind mehrere, vorzugsweise vier, Einkerbungen
2 vorgesehen, welche für einen besseren Halt in einem korrespondierend ausgestalteten
Karton oder einer anderen entsprechend ausgestalteten Verpackungseinheit dienen.
[0022] In der Querschnittsansicht gemäss
Fig. 2 wird die Konstruktion des erfindungsgemässen Deckels 10 weiter verdeutlicht. Man
erkennt, wie der Deckel 10 mittels entsprechender Rastnasen 18 an den Innenseiten
des äusseren Rands 16 gegenüber dem Behälterrand 3 verrastet ist. Beim Aufbringen
des Deckels 10 auf den Trinkbehälter 1 werden die Rastnasen 18 zunächst über den Behälterrand
3 geschoben, um anschliessend unterhalb des Behälterrands 3 einzuschnappen. Der Deckel
10 ist nämlich aus einem jedenfalls teilweise flexiblen Material (d.h. üblicher Weise
Polypropylen) gebildet.
[0023] Man erkennt wiederum die nach oben weisende Wölbung des zentralen Bereichs 13, welcher
nach aussen hin in den umlaufenden Vorsprung 11 übergeht. Vorzugsweise mittig an der
Unterseite des zentralen Bereichs 13 ist bzw. sind eines oder mehrere dornartige Elemente
17 angeordnet, welche später zum Perforieren der Platine 4, mittels welcher der Trinkbehälter
1 verschlossen ist, dienen. In der Ruheposition des Deckels 10 liegen die dornartigen
Elemente 17 entweder gerade an der Platine 4 an oder ihre Spitzen sind knapp oberhalb
der Platine 4 positioniert. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind vier dornartige
Elemente 17 vorgesehen, welche jeweils einen Schaft mit einem kreuzartigen Querschnitt
aufweisen, welcher zu einer Spitze zusammenläuft.
[0024] Die
Fig. 3 zeigt nun den Deckel 10 im niedergedrückten Zustand, wobei der zentrale Bereich 13
nunmehr nach unten gewölbt ist.
[0025] In der Querschnittsansicht gemäss
Fig. 4 erkennt man, dass mit dem Niederdrücken des zentralen Bereichs 13 die dornartigen
Elemente 17 nach unten bewegt wurden und die Platine 4 perforiert bzw. aufgeschnitten
haben.
[0026] Aus
Fig. 5 ist schliesslich ersichtlich, dass im unbelasteten Zustand, d.h. wenn kein Druck
mehr auf den Deckel 10 bzw. den zentralen Bereich 13 ausgeübt wird, der Deckel 10
bzw. der zentrale Bereich 13 in seine Ruheposition zurückkehrt. Der zentrale Bereich
13 weist zu diesem Zweck eine bestimmte Wandstärke (vorzugsweise etwa 0.5 mm) auf,
welche bewirkt, dass der zentrale Bereich 13 in der Art eines Federelements fungiert,
d.h. die nach unten gedrückte Wölbung schnappt im unbelasteten Zustand durch die entsprechende
Rückstellkraft von alleine wieder in ihre Ausgangs- bzw. Ruheposition zurück. Das
Getränk kann nun durch die perforierte bzw. aufgeschnittene Platine 4 und die Behälteröffnung
5 zur Trinköffnung 12 und durch diese hindurchströmen, wie es anhand des Pfeils P1
veranschaulicht wird.
[0027] In
Fig. 6 wird nun eine zweite Variante des erfindungsgemässen Deckels 20 bzw. des erfindungsgemässen
Trinkbehälters 1 veranschaulicht. Der Deckel 20 ist wiederum auf den Trinkbehälter
1 aufgebracht und umfasst eine Trinköffnung 22, die in einem Vorsprung 21 angeordnet
ist. Der Vorsprung 21 ist hier nur teilweise ringartig und umlaufend ausgestaltet
und umschliesst somit den zentralen Bereich 23, welcher hier keine Wölbung aufweist,
nur teilweise. Der teilweise umlaufende Vorsprung 21 kann auch bei dieser Variante
im Bereich der Trinköffnung 22 etwas nach aussen vorstehen, um das Trinken zu erleichtern.
Des Weiteren umfasst der teilweise umlaufende Vorsprung 21 zumindest zwei Griffmulden
24, welche einen sicheren Halt bei einem Verdrehen des Deckels 20 gewährleisten sollen,
was weiter unten näher beschrieben wird.
[0028] Gegenüberliegend von der Trinköffnung 22 ist bei dieser Variante allerdings eine
Eindrückvorrichtung 27 vorgesehen, welche in der Regel als Druckknopf ausgebildet
ist. Die Eindrückvorrichtung 27 bzw. der Druckknopf dient dazu, eine Perforierung
bzw. ein Einschneiden der Platine 4 herbeizuführen, was ebenfalls weiter unten im
Detail erläutert wird. Die Eindrückvorrichtung 27 ist in einem Randbereich des Deckels
20 positioniert, welcher aber - in der Draufsicht - noch innerhalb der Öffnung 5 des
Trinkbehälters 1 angeordnet ist (d.h. wie die Trinköffnung 22). In der dargestellten
Ruheposition steht die Eindrückvorrichtung 27 von der Deckeloberfläche ab.
[0029] Auf der Ober- bzw. Druckfläche der Eindrückvorrichtung 27 kann als Bedienhinweis
etwa das Wort «Push» oder «Drücken» eingeprägt sein. Der äussere Rand 26 des Deckels
20 steht auch hier seitlich über den Trinkbehälter 1 hervor. Im unteren Bereich des
Trinkbehälters 1 sind wiederum mehrere, vorzugsweise vier, Einkerbungen 2 vorgesehen,
welche für einen besseren Halt in einem korrespondierend ausgestalteten Karton oder
einer anderen entsprechend ausgestalteten Verpackungseinheit dienen.
[0030] In der Querschnittsansicht gemäss
Fig. 7 wird die Konstruktion des erfindungsgemässen Deckels 20 weiter verdeutlicht. Man
erkennt wiederum, wie der Deckel 20 mittels entsprechender Rastnasen 25 an den Innenseiten
des äusseren Rands 26 gegenüber dem Behälterrand 3 verrastet ist. Beim Aufbringen
des Deckels 20 auf den Trinkbehälter 1 werden die Rastnasen 25 zunächst über den Behälterrand
3 geschoben, um anschliessend unterhalb des Behälterrands 3 einzuschnappen. Der Deckel
20 ist nämlich auch bei dieser Variante aus einem jedenfalls teilweise flexiblen Material
(d.h. üblicher Weise Polypropylen) gebildet.
[0031] Die Eindrückvorrichtung 27 umschliesst einen Hohlraum 29, in welchem eine Schneidvorrichtung
28 angeordnet ist, welche vorzugsweise an der Unterseite der Druckfläche befestigt
ist. Die Eindrückvorrichtung 27 wird in der dargestellten Ruheposition mittels einer
oder mehrerer (vorzugsweise vier) Sollbruchstellen S gegenüber dem Deckel 20 gehalten.
Die Schneidvorrichtung 28 erstreckt sich durch den Hohlraum 29 bis zu der Platine
4 (d.h. sie liegt gerade an der Platine 4 an oder ihre Schneide ist knapp oberhalb
der Platine 4 positioniert). Die Schneidvorrichtung 28 ist vorzugsweise in der Art
einer Pfeilspitze bzw. mit einer dreieckförmigen Schneide ausgebildet.
[0032] Die
Fig. 8 zeigt nun den Deckel 20 mit niedergedrückter Eindrückvorrichtung 27, wobei die Oberseite
bzw. die Druckfläche der Eindrückvorrichtung 27 mit ihrem unteren Randbereich nunmehr
auf der Deckeloberseite aufliegt. Die Platine 4 wurde von der Schneidvorrichtung 28
perforiert bzw. eingeschnitten.
[0033] Anhand der
Fig. 9 soll schliesslich die weitere Handhabung des erfindungsgemässen Deckels 20 nach dem
Niederdrücken der Eindrückvorrichtung 27 und dem perforieren bzw. Einschneiden der
Platine 4 erläutert werden. Um das Produkt trinkfertig zu machen, hält der Konsument
den Becher 1 etwa mit einer Hand fest, greift mit zwei Fingern der anderen Hand in
die beiden Griffmulden 24 ein und verdreht den Deckel 20 um vorzugsweise > 180° relativ
zu dem Becher 1, wie es durch den Pfeil P2 angedeutet wird.
[0034] Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Platine 4 ausreichend perforiert bzw.
eingeschnitten (und durch die Bewegung der Schneidvorrichtung 28 nach unten gedrückt)
wurde, um einen guten Durchfluss des Getränks zur Trinköffnung 22 zu gewährleisten.
Ausserdem kommt bei einer entsprechenden Verdrehung des Deckels 20 relativ zu dem
Becher 1 die gegenüberliegend von der Eindrückvorrichtung 27 angeordnete Trinköffnung
22 oberhalb des perforierten bzw. eingeschnittenen Platinenbereichs zum Liegen, so
dass das Getränk direkt zur Trinköffnung 22 fliessen kann.
[0035] Die Deckel 10, 20 beider Ausführungsvarianten sind im Übrigen abnehmbar und drehbar
am Behälterrand 3 gelagert. Beide Deckel 10, 20 werden vorzugsweise einstückig im
Spritzgussverfahren hergestellt.
[0036] Die beiden vorstehend beschriebenen Ausführungsvarianten sollen die vorliegende Erfindung
lediglich beispielhaft veranschaulichen, ohne dabei den Rahmen der Erfindung einzuschränken.
Bezugszeichenliste:
[0037]
- 1
- Trinkbehälter / Becher
- 2
- Einkerbungen
- 3
- Behälterrand
- 4
- Platine
- 5
- Behälteröffnung
- 10
- Deckel (erste Variante)
- 11
- Vorsprung
- 12
- Trinköffnung
- 13
- zentraler Bereich / Wölbung
- 14
- Fingerrasten
- 15
- Lüftungsloch
- 16
- äusserer Rand / äusserer Umfang
- 17
- dornartige Elemente
- 18
- Rastvorrichtungen / Rastnasen
- 20
- Deckel (zweite Variante)
- 21
- Vorsprung
- 22
- Trinköffnung
- 23
- zentraler Bereich
- 24
- Griffmulden
- 25
- Rastvorrichtungen / Rastnasen
- 26
- äusserer Rand
- 27
- Eindrückvorrichtung / Druckknopf
- 28
- Schneidvorrichtung
- 29
- Hohlraum
- P1
- Pfeil
- P2
- Pfeil
- S
- Sollbruchstelle(n)
1. Deckel für einen Trinkbehälter (1), insbesondere einen Becher für Kaffee-, Tee- und/oder
Milchgetränke, welcher zumindest eine Oberseite, eine Unterseite sowie eine in einem
jedenfalls teilweise umlaufenden Vorsprung (11) angeordnete Trinköffnung (12) aufweist
und welcher zumindest teilweise aus einem flexiblen Material gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Deckel (10) einen zentralen Bereich (13) aufweist, welcher in einer Ruheposition
nach oben hin gewölbt ist und dass die Wölbung in der Art eines Federelements ausgestaltet
ist und der Deckel (10) an seiner Unterseite zumindest ein dornartiges Element (17)
aufweist, wobei
bei einem Niederdrücken des zentralen Bereichs (13) aus der Ruheposition die Wölbung
jedenfalls teilweise eingedrückt und das zumindest eine dornartige Element (17) nach
unten bewegt wird und wobei im unbelasteten Zustand aufgrund der Rückstellkraft der
federelementartig ausgestalteten Wölbung, diese und das zumindest eine dornartige
Element (17) wieder in die Ruheposition zurückkehren.
2. Deckel gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine dornartige Element (17) einen im Querschnitt vorzugsweise kreuzförmigen
Schaft aufweist, welcher vorzugsweise zu einer Spitze zusammenläuft.
3. Deckel gemäss Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass vorzugsweise zumindest zwei bis fünf dornartige Elemente (17) in dem zentralen Bereich
an der Unterseite des Deckels (10) angeordnet sind.
4. Deckel gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das der zentrale Bereich (13) mit der Wölbung eine Wandstärke von 0.2 mm bis 0.8
mm, vorzugsweise von 0.4 mm bis 0.6 mm und weiter vorzugsweise von 0.5 mm aufweist.
5. Deckel gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (10) einstückig als Spritzgussteil hergestellt ist.
6. Deckel gemäss einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Material aus welchem der Deckel (10) gebildet ist Polypropylen aufweist.
7. Trinkbehälter, insbesondere Becher für Kaffee-, Tee- und/oder Milchgetränke, aufweisend
eine mittels einer Platine (4) verschlossene Behälteröffnung (5) sowie einen umlaufenden
Behälterrand (3), wobei auf den Behälterrand (3) ein Deckel (10) aufgebracht ist mit
zumindest einer Oberseite, einer Unterseite, sowie einer in einem jedenfalls teilweise
umlaufenden Vorsprung (11) angeordneten Trinköffnung (12) und zumindest einer im Bereich
seines äusseren Umfangs (16) vorgesehenen Vorrichtung zum Verrasten (18) mit dem Behälterrand
(3), wobei der Deckel (10) zumindest teilweise aus einem flexiblen Material gebildet
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Deckel (10) einen zentralen Bereich (13) aufweist, welcher in einer Ruheposition
nach oben hin gewölbt ist und dass die Wölbung in der Art eines Federelements ausgestaltet
ist und der Deckel (10) an seiner Unterseite zumindest ein dornartiges Element (17)
aufweist, wobei
bei einem Niederdrücken des zentralen Bereichs (13) aus der Ruheposition die Wölbung
jedenfalls teilweise eingedrückt und das zumindest eine dornartige Element (17) zum
Perforieren der Platine (4) nach unten bewegt wird und wobei im unbelasteten Zustand
aufgrund der Rückstellkraft der federelementartig ausgestalteten Wölbung, diese und
das zumindest eine dornartige Element (17) wieder in die Ruheposition zurückkehren.
8. Deckel für einen Trinkbehälter (1), insbesondere einen Becher für Kaffee-, Tee- und/oder
Milchgetränke, welcher zumindest eine Oberseite, eine Unterseite sowie eine in einem
jedenfalls teilweise umlaufenden Vorsprung (21) angeordnete Trinköffnung (22) aufweist
und welcher zumindest teilweise aus einem flexiblen Material gebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Deckel (20) eine Eindrückvorrichtung (27) aufweist, welche in einer Ruheposition
von der Oberseite absteht und eine Schneidvorrichtung (28) umfasst, wobei
bei einem Niederdrücken der Eindrückvorrichtung (27) aus der Ruheposition die Schneidvorrichtung
(28) nach unten bewegt wird.
9. Deckel gemäss Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindrückvorrichtung (27) in Form eines einen Hohlraum (29) umschliessenden Druckknopfs
ausgestaltet ist, in dessen Inneren die Schneidvorrichtung (28) angeordnet ist.
10. Deckel gemäss Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindrückvorrichtung (27) in der Ruheposition mittels einer oder mehrerer Sollbruchstellen
gegenüber dem Deckel (20) gehalten wird.
11. Deckel gemäss einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidvorrichtung (28) im Wesentlichen in Form einer Pfeilspitze ausgebildet
ist und vorzugsweise an der Unterseite der Eindrückvorrichtung (27) befestigt ist.
12. Deckel gemäss einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindrückvorrichtung (27) gegenüberliegend von der Trinköffnung (22) in einem
inneren Randbereich des Deckels (20) angeordnet ist.
13. Deckel gemäss einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (20) einstückig als Spritzgussteil hergestellt ist.
14. Deckel gemäss einem der Ansprüche 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Material aus welchem der Deckel (20) gebildet ist Polypropylen aufweist.
15. Trinkbehälter, insbesondere Becher für Kaffee-, Tee- und/oder Milchgetränke, aufweisend
eine mittels einer Platine (4) verschlossene Behälteröffnung (5) sowie einen umlaufenden
Behälterrand (3), wobei auf den Behälterrand (3) ein Deckel (20) aufgebracht ist mit
zumindest einer Oberseite, einer Unterseite, sowie einer in einem jedenfalls teilweise
umlaufenden Vorsprung (21) angeordneten Trinköffnung (22) und zumindest einer im Bereich
seines äusseren Umfangs vorgesehenen Vorrichtung zum Verrasten (25) mit dem Behälterrand
(3), wobei der Deckel (20) zumindest teilweise aus einem flexiblen Material gebildet
ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Deckel eine Eindrückvorrichtung (27) aufweist, welche in einer Ruheposition von
der Oberseite absteht und eine Schneidevorrichtung (28) umfasst, wobei
bei einem Niederdrücken der Eindrückvorrichtung (27) aus der Ruheposition die Schneidevorrichtung
(28) zum Perforieren der Platine (4) nach unten bewegt wird und der Deckel (20) zum
Aufschneiden der Platine (4) drehbar am Behälterrand (3) gelagert ist.