[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Behältnis, insbesondere zum Sammeln von Verpackungen
oder Abfällen und Wertstoffen, mit einem Gehäuse, dessen Oberseite wenigstens eine
Einwurföffnung aufweist, um Verpackungen oder Abfall in einen in dem Gehäuse gebildeten
Aufnahmeraum einzuwerfen, und mit einer Kompressionseinheit zur Kompression von in
den Aufnahmeraum eingeworfenen Verpackungen oder Abfall.
[0002] Derartige Behältnisse sind im Stand der Technik bereits bekannt. Die im Stand der
Technik gezeigten Abfallbehälter sind meist mit einer Vorrichtung zum Verdichten von
Abfällen ausgerüstet, die es ermöglicht, einen beträchtlichen Volumengewinn zu erzielen,
insbesondere hinsichtlich sogenannter trockener Abfälle wie beispielsweise Kunststoffflaschen,
Kartons, Konserven und ähnliches. Eine solche Kompaktierung führt dazu, dass die darin
eingeworfenen Abfälle komprimiert werden und aufgrund des geringeren Platzbedarfes
geringere Abfuhrfrequenzen des gesammelten Abfalls ermöglichen. Dies äußert sich in
einer Reduzierung der Kosten für die Entsorgung des Mülls, da das Behältnis zu einem
wesentlich späteren Zeitpunkt geleert werden muss.
[0003] Gewöhnlicherweise wird zur Kompression ein Kolben oder eine bewegliche Platte verwendet,
um das Volumen der Abfälle zu reduzieren. Zur Herbeiführung der Kompression der zu
verdichtenden Abfälle sind die Behälter mit einer Platte versehen, die unter Einwirkung
des Drucks vom Deckel des Behältnisses aus in vertikaler Richtung bewegt werden kann,
um mit den zu verdichtenden Abfällen in Kontakt zu treten. Es handelt sich dabei um
eine relativ komplexe Vorrichtung, die den hauptsächlichen Nachteil besitzt, dass
sie einen sehr schweren und sperrigen Deckel benötigt, da dieser die Mittel zum Betätigen
der Druckplatte wie beispielsweise Ziehharmonika ähnliche Stabsysteme enthält.
[0004] Es sind auch Vorrichtungen bekannt, die Unterdrucksysteme zum häuslichen Kompaktieren
von in dem Behältnis aufgenommenen Verpackungen unter Einwirkung eines Vakuums einsetzen.
Diese Technik erlaubt ein Komprimieren der meisten recyclingfähigen Verpackungen,
jedoch ist auch hier die Vorrichtung sehr komplex und teuer. Auch die Fehleranfälligkeit
ist nicht zu unterschätzen.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Behältnis bereitzustellen, welches
eine einfache und zuverlässige Möglichkeit der Kompression von Verpackungen oder Abfällen
ermöglicht und dabei aufgrund des Aufbaus universell einsetzbar ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Kompressionseinheit eine
Druckplatte aufweist, die in das Gehäuse unter Bildung eines Bodens des Aufnahmeraums
eingesetzt und darin zwischen einer unteren und einer oberen Endposition verstellbar
gehalten ist, und eine Antriebseinheit aufweist, um die Druckplatte und/oder die Verschlussklappe
zur Kompression der Verpackungen oder des Abfalls innerhalb des Gehäuses zu verstellen.
[0007] Mit anderen Worten wird ein Behältnis bereitgestellt, welches über die Druckplatte
eine Kompression der eingeworfenen Verpackungen oder des Abfalls von ca. 1:3 durch
Verfahren der Druckplatte aus einer unteren also dem Boden des Gehäuses zugewandten
Endposition entgegen der Schwerkraft in eine obere dem Deckel zugewandte Endposition
unter Verringerung des Volumens des Kompressionsraumes ermöglicht. Wählt man also
ein Behältnis, dessen Aufnahmeraum ein Nennvolumen von 40l aufweist, kann sich aufgrund
der Möglichkeit der Kompression der Verpackungen oder des Abfalls ein Volumen von
ca. 120l einstellen.
[0008] Es wird somit ein Behältnis bereitgestellt, welches durch Verschließen der Verschlussklappe
bei Betätigung der im unteren Bereich des Gehäuses angeordneten Druckplatte in Richtung
der oberen Endposition eine geschlossene Presskammer zur Kompression des Mülls bietet.
[0009] Um den in dem Abfallraum befindlichen Abfall durch Verfahren der Druckplatte innerhalb
des Gehäuses aus ihrer unteren Endposition in ihre obere Endposition zu ermöglichen,
ist in einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung die Antriebseinheit unterhalb
des Bodens des Abfallraumes innerhalb des Gehäuses angeordnet. Die Antriebseinheit
ist dabei so ausgelegt, dass sie eine Presskraft von ca. 1000 N auf die Druckplatte
aufbringen kann. Die zur effektiven Kompression notwendige Presskraft hängt natürlich
von den zu verpressenden Werkstoffen bzw. Verpackungen und des zu verpressenden Volumens
ab. Bei größeren Behältnissen ist es daher meist auch notwendig, größere Presskräfte
durch die Antriebseinheit zu realisieren.
[0010] Zur Durchführung der Kompression ist in einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung vorgesehen, dass die Antriebseinheit wenigstens einen Hydraulikzylinder,
einen Stoßdämpfer, ein Zugsystem, einen Pneumatikzylinder oder ein Spindelsystem umfasst.
Andere Arten des Antriebes innerhalb des Behältnisses, insbesondere auch elektrische
Antriebe sind natürlich auch denkbar.
[0011] Natürlich ist es auch möglich, die Antriebseinheit mit einem auswechselbaren Akkumulator
zu versehen, um ein autarkes System unabhängig von einer sonst notwendigen externen
Stromversorgung bereitstellen zu können. Beispielsweise ist es auch möglich, den Akkumulator
mit einem Solarpanel zu betreiben, um der Antriebseinheit Strom zu liefern.
[0012] Eine besonderes einfache Art der Bereitstellung eines erfindungsgemäßen Aufnahmeraums
kann in einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung dadurch erreicht werden,
dass an dem Gehäuse eine Verschlussklappe vorgesehen ist, welche zur Kompression der
Verpackung oder des Abfalls in dem Gehäuse in eine Kompressionsposition bringbar ist.
[0013] Dazu kann die Verschlussklappe beispielsweise mittels eines Scharniers an der Innenseite
des Gehäuses gehalten sein und im Falle der Notwendigkeit einer Durchführung der Kompression
der Verpackungen oder des Abfalls in die Kompressionsposition verschwenkt werden.
[0014] An dem Gehäuse kann gegenüberliegend von dem an dem Gehäuse ausgebildeten Scharnier
eine Art Anschlag vorgesehen sein, mittels welchem die Verschlussklappe in die gewünschte
Position bringbar ist und im Anschluss zur Gewährleistung der Kompression an dem Gehäuse
beispielsweise mittels eines Arretierungsmittels insbesondere eine elektronische Sperrsicherung
während des Kompressionsvorgangs an dem Gehäuse fixiert werden.
[0015] Eine besonders vorteilhafte Möglichkeit, die Druckplatte ökonomisch zur Kompression
der Verpackungen oder des Mülls von der unteren Endposition in die obere Endposition
zu verfahren, wird dadurch erreicht, dass das Gehäuse an seiner Innenseite mit mindestens
einem Führungselement ausgebildet ist, in das mindestens ein an der Druckplatte ausgebildeter
Vorsprung einsetzbar und darin zwischen der unteren und der oberen Endposition verfahrbar
ist.
[0016] In diesem Zusammenhang kann es sich anbieten, an den beiden Seitenbereichen des Gehäuses
Führungselemente in Form von Führungsschienen auszubilden, in die jeweils an den Seitenbereichen
der Druckplatte ausgebildete Vorsprünge eingesetzt werden können. Hierdurch ist ein
homogenes Verfahren der Druckplatte innerhalb des Gehäuses ohne die Gefahr von Verkantungen
letzterer bei gleichzeitiger Reduktion des Abfallraumes auf einfache Art möglich.
[0017] Um zu verhindern, dass die Antriebseinheit durch in den Aufnahmeraum eingeworfene
oder gesammelte Verpackungen oder Abfall verschmutzt oder beschädigt wird, ist in
einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass die
Druckplatte in ihrer unteren Endposition derart in dem Gehäuse angeordnet ist, dass
ein zwischen der Druckplatte und einem Bodenbereich des Gehäuses gebildeter Raum von
dem Abfallraum getrennt ist.
[0018] Es kann sich anbieten, die Druckplatte an ihrer dem Aufnahmeraum zugewandten Seite
wannenförmig auszubilden, um aus den Verpackungen oder dem Abfall austretende Flüssigkeiten
darin zu sammeln und gegebenenfalls separat abzuführen. So kann beispielsweise eine
Beschädigung der unterhalb der Druckplatte eingesetzten Antriebseinheit und der Sensoreinheit
entgegengewirkt werden.
[0019] Um zu verhindern, dass sich ein Nutzer während der Kompression des Abfalls in dem
Abfallraum beispielsweise durch Eingreifen in den Abfallraum während eines Kompressionszuges
verletzt, kann vorgesehen sein, dass die bei der Kompression des Abfalls verschlossene
Verschlussklappe sich erst öffnet, wenn die Druckplatte die untere Endposition in
dem Gehäuse erreicht hat und sich auch erst wieder verschließt, sobald oder unmittelbar
bevor die Druckplatte die untere Endposition verlässt.
[0020] In einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass in dem
Gehäuse mindestens eine Sensoreinheit vorgesehen ist, mit welcher z.B. ein Füllstand
in dem Gehäuse prüfbar ist.
[0021] Wenn durch einen Sensor der Sensoreinheit beispielsweise detektiert wird, dass die
maximale Befüllungskapazität des Aufnahmeraumes erreicht ist, kann vorgesehen sein,
dass die Sensoreinheit ein Signal wie beispielsweise "voll" erzeugt, mit welchem die
Notwendigkeit einer Leerung des Abfallraumes angezeigt wird. Hier kann zum einen das
auf die Druckplatte in ihrer unteren Endposition wirkende Gewicht des im Aufnahmeraum
aufgenommenen Abfalls oder der Verpackungen gemessen werden und bei Erreichen eines
maximal zulässigen Gewichtes der Verpackungen oder des Abfalls ein entsprechendes
Signal erzeugt werden.
[0022] Es kann sich auch anbieten, im Falle des maximal zulässigen Gewichts in dem Aufnahmeraum
die Verschlussklappe automatisch zu verschließen, so dass kein weiterer Einwurf von
Verpackungen oder Abfall von außen mehr möglich ist. Natürlich kann auch noch ein
Sensor zur Volumenmessung im Aufnahmeraum vorgesehen sein, welcher allein oder in
Kombination mit dem Gewichtssensor eine Maximalkapazität des Aufnahmeraumes detektieren
kann.
[0023] Natürlich ist es auch des Weiteren möglich, in der Sensoreinheit weitere Sensoren
vorzusehen, wie z.B. einen Sensor für die Sicherheit, insbesondere zum Schutz vor
Eingriff im Betrieb oder während der Leerung, Betriebsmeldungen wie Störungen von
z.B. der Stromversorgung, Weitergabe des Füll-standes per Funk an Reinigungskräfte
oder auch Selbstverlöschung durch automatisches Schließen im Brandfall oder auch Bruchsensoren
zur Detektion von Sabotage. Auch hier kann durch die Sensoreinheit der darin vorgesehene
Signalgeber ein Signal erzeugen, welches die Notwendigkeit der Durchführung einer
Wartung anzeigt.
[0024] In einem weiteren Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen,
in den Abfallraum ein flexibles, komprimierbares Innenbehältnis zur Aufnahme der Verpackungen
oder des Abfalls in den Aufnahmeraum des Gehäuses einzusetzen. Dies kann beispielsweise
durch einen Müllbeutel oder eine Tüte realisiert werden, die eine Kompression der
Verpackungen oder des Abfalls ermöglicht, ohne dabei bei der Kompression selber Schaden
zu tragen, insbesondere ohne Risse zu bekommen oder zu platzen.
[0025] Zur Einhaltung von Brandschutzmaßnahmen ist in einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung vorgesehen, dass mindestens ein Dichtungselement an der Druckplatte und/oder
dem Deckel vorgesehen ist, um ein zwischen dem Deckel und dem Gehäuse und/oder der
Druckplatte und dem Gehäuse gebildeten Ringspalt abzudichten. Die Abdichtung zwischen
Druckplatte und dem Gehäuse kann notwendig sein, um eine Beschädigung der unterhalb
des Bodens angeordneten Antriebseinheit und der Sensorik zu verhindern.
[0026] Dazu kann ein Arretierungsmechanismus vorgesehen sein, um den Deckel in seiner geschlossenen
Stellung zu fixieren, wobei das Dichtungselement derart ausgebildet und angeordnet
ist, dass es in der geschlossenen arretierten Stellung zwischen dem Innenbehälter
und dem Deckel und/oder zwischen dem Gehäuse und der Druckplatte über deren ganzen
Umfang elastisch zusammengedrückt ist.
[0027] Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche
sowie die nachfolgende Beschreibung von zwei Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beiliegende Zeichnung verwiesen:
- Figur 1
- ein Behältnis zum Sammeln von Abfall und Wertstoffen gemäß der vorliegenden Erfindung
in perspektivischer Darstellung mit geöffneter Verschlussklappe; und
- Figur 2
- das Behältnis gemäß Figur 1 mit geschlossener Verschlussklappe.
[0028] In den Figuren 1 und 2 ist ein Behältnis 1 gemäß der vorliegenden Erfindung dargestellt,
welches insbesondere in öffentlichen Einrichtungen Verwendung findet, um Verpackungen
oder Abfälle und/oder andere Wertstoffe wie beispielsweise Kunststoffflaschen und
-Verpackungen, Glas und Papier zu sammeln.
[0029] Das Behältnis 1 weist ein Gehäuse 2 auf, an dessen Oberseite eine Einwurföffnung
3 vorgesehen ist, um Verpackungen einzuwerfen und/oder Abfälle in einem in dem Gehäuse
2 ausgebildeten Aufnahmeraum 4 zu sammeln.
[0030] An dem Gehäuse 2 ist eine Verschlussklappe 5 vorgesehen, die mittels eines Gelenks
aus einer in den Figuren 1 und 2 gezeigten offenen Stellung in eine geschlossene Stellung
verschwenkt werden kann. Für die Verschwenkung ist an der Verschlussklappe 5 ein Klappmechanismus
in der Form eines Schiebers 6 ausgebildet, welcher mit einer Antriebseinheit 7 gekoppelt
ist.
[0031] In das Gehäuse 2 ist zur Bildung der Kompressionseinheit eine Druckplatte 8 eingesetzt.
Zur Durchführung der Kompression weist die Druckplatte 8 Vorsprünge 9 auf, die in
dem Gehäuse 2 an zwei der Druckplatte 8 zugewandten Seiten Führungselemente in der
Form von Führungsschienen 10 aufweist. In diese Führungsschienen sind die Vorsprünge
9 der Druckplatte 8 eingesetzt und in vertikaler Richtung verfahrbar, um die obere
und untere Endposition innerhalb des Gehäuses 2 einnehmen zu können.
[0032] Die Druckplatte 8 ist in dem Gehäuse 2 so angeordnet, dass sie den Aufnahmeraum 4
von einem Raum unterhalb der Druckplatte 8 trennt, welcher durch den Boden des Gehäuses
2 sowie ein Teil der Seitenflächen des Gehäuses 2 und der Unterseite der Druckplatte
8 gebildet ist. In diesem Raum ist die Antriebseinheit 7 sowie ein die Antriebseinheit
7 mit Strom versorgender Akkumulator 11 eingesetzt.
[0033] Die Antriebseinheit 7 weist in diesem Ausführungsbeispiel zwei Hydraulikzylinder
12 auf, welche an die Vorsprünge 9 der Druckplatte 8 angreifen, um diese aus der unteren
Endposition in die obere Endposition zu verfahren.
[0034] Zur Verstärkung der durch die Druckplatte 8 hervorgerufenen Kompressionswirkung verharrt
die Druckplatte 8 in der oberen Endstellung eine gewisse Zeit und wird erst im Anschluss
wieder durch einfaches Zurückfahren der Hydraulikzylinder 12 in die untere Position
verbracht.
[0035] Die Druckplatte 8 und die Verschlussklappe 5 bilden zusammen mit den Seitenbereichen
des Gehäuses 2 einen geschlossenen Pressraum. Dazu ist die Verschlussklappe 5 mittels
eines Scharniers 13 in dem Gehäuse 2 schwenkbar gelagert und verweilt in ihrer offenen
Stellung, wenn Verpackungen oder Abfall in die Einwurföffnung 3 eingeworfen werden
können.
[0036] Des Weiteren ist ein Arretiermechanismus in der Form eines elektrischen Schlosses
14 an dem Gehäuse 2 vorgesehen, über welches die Verschlussklappe 5 an der dem Schieber
6 gegenüberliegenden Seite in seiner geschlossenen Stellung arretiert werden und so
die Kompressionskraft während des Pressvorganges aufnehmen kann.
[0037] Sobald die Druckplatte 8 die untere Endposition in dem Gehäuse 2 erreicht, wird das
elektrische Schloss 14 wieder geöffnet und die bei der Kompression der Verpackungen
oder des Abfalls verschlossene Verschlussklappe 5 wieder frei. Verlässt die Druckplatte
8 die untere Endposition wieder, verschließt sich die Verschlussklappe 5 erneut und
wird in dem elektrischen Schloss 14 zur Aufnahme der Presskräfte wieder verriegelt.
Hierdurch wird ferner verhindert, dass ein Nutzer während des Kompressionsvorganges
über die Einführöffnung in den Aufnahmeraum des Behältnisses eingreifen kann und sich
gegebenenfalls verletzen kann.
[0038] Als zusätzliche Sicherung ist im gezeigten Ausführungsbeispiel ein Sensor in der
Form einer Lichtschranke 15 in dem Gehäuse 2 vorgesehen, um einem ungewollten Eingriff
eines Nutzers in den Aufnahmeraum 4 während der Kompression entgegenzuwirken und beispielsweise
bei Durchbrechen der Lichtschranke 15 ein Notaus des Systems in einer mit der Lichtschranke
15 gekoppelte Sensoreinheit 16 zu generieren.
[0039] Unterhalb der Druckplatte 8 ist ein weiterer mit der Sensoreinheit 16 gekoppelter
Sensor 17 zur Füllstandsmessung vorgesehen, der bei Erreichen einer maximalen Kompression
der eingeworfenen Verpackungen oder Abfalls bei gleichzeitiger Feststellung der Verfahrhöhe
der Druckplatte 8 über die Sensoreinheit 16 ein Signal erzeugt, um beispielsweise
Reinigungskräften anzuzeigen, dass die maximale Füllmenge erreicht ist, beispielsweise
indem die Sensoreinheit 16 den Zustand "voll" ausgibt.
[0040] In das Gehäuse 2 ist ferner ein nicht dargestelltes auslaufsicheres Aufnahmeelement
aus einem flexiblen Material, hier in Form eines Müllbeutels eingesetzt, der eine
Festigkeit aufweist, welche es ermöglicht, dass der Müllbeutel auch während der Kompression
nicht reißt. Dies macht eine einfache und schnelle Leerung des Behältnisses 1 durch
Austausch des vollen Müllbeutels mit einem leeren Müllbeutels möglich.
[0041] Sollte dennoch Flüssigkeit aus dem Müllbeutel austreten, wird diese von der Druckplatte
8 aufgenommen. Dazu ist die Druckplatte 8 an ihrer dem Aufnahmeraum zugewandten Seite
wannenförmig ausgebildet.
[0042] An dem oberen zur Verschlussklappe 5 weisenden Randbereich des Gehäuses ist ein Dichtungselement
in der Form eines Dichtungsrings mit einem U-förmigen Querschnitt vorgesehen, welcher
von oben auf den Rand des Gehäuses 2 aufgeschoben ist. Das Dichtungselement dient
dazu, einen Ringspalt, welcher sich bei verschlossener Verschlussklappe 5 zwischen
der Verschlussklappe 5 und dem Aufnahmeelement einstellt, abzudichten und auf diese
Weise einen Lufteintritt in das Aufnahmeelement über den Ringspalt zu verhindern.
Konkret ist die Verschlussklappe 5 mit einem Rauchblech versehen.
[0043] Um Fertigungsungenauigkeiten auszugleichen, ist die Anordnung so getroffen, dass
das Dichtungselement beim Schließen der Verschlussklappe 5 durch die Rauchplatte elastisch
zusammengedrückt wird und nach dem Einschnappen des Arretierungsmittels 14 in dem
zusammengedrückten Zustand gehalten wird. Auf diese Weise kann sichergestellt werden,
dass auch ein ungleichmäßiger Ringspalt zwischen der Rauchplatte und dem Gehäuse 2
zuverlässig abgedichtet wird und somit bei einem Brand innerhalb des Aufnahmeelementes
über diesen Ringspalt keine Luft und damit kein Sauerstoff in das Aufnahmeelement
eindringen kann.
[0044] Für den Fall, dass das flexible Aufnahmeelement in der Form eines Müllbeutels doch
zerreißt, ist in einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ein weiterer Dichtungsring
in dem Gehäuse 2 unterhalb der Druckplatte 8 vorgesehen. Dieser bewirkt, dass im Falle
von Austritt von Flüssigkeit aus dem Müllbeutel dieser auf der Druckplatte 8 verbleibt
und nicht in den Bereich unterhalb der Druckplatte vordringt, in welchem die Antriebseinheit
7, der Akkumulator 11 und sämtliche Sensorik eingesetzt ist.
[0045] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel wird über die Antriebseinheit 4 sowohl die
Verschlussklappe 5 als auch die zum Verfahren notwendigen Hydraulikzylinder 12 angesteuert.
Um eine autarke Nutzung des Behältnisses 1 zu gewährleisten, ist des Weiteren der
Akkumulator 11 in dem Raum zwischen Gehäuse 2 und Druckplatte 8 vorgesehen. An dem
Akkumulator 11 ist ebenfalls ein Sensor 18 vorgesehen, der dem Reinigungspersonal
anzeigt, dass ein Austausch stattfinden muss, sobald der Akkumulator 11 in einen Zustand
kommt, in dem ein zur Kompression notwendiger Druck auf die Hydraulikzylinder 12 nicht
mehr gewährleistet werden kann. Auch hier wird durch die Sensoreinheit ein Signal
erzeugt, welches dem Reinigungspersonal ein Wartungssignal beispielsweise mit "Akkuspannung
niedrig" angezeigt. Der Akkumulator 11 kann dann beispielsweise beim nächsten Leerungsvorgang
durch einen geladenen Akkumulator ausgetauscht werden.
[0046] In einem weiteren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt die Versorgung
des Akkumulators 11 mittels eines Solarpanels, welches oberhalb des Behältnisses 1
angeordnet ist. Dies führt dazu, dass das System beziehungsweise das Behältnis 1 nahezu
vollständig autark arbeitet.
1. Behältnis (1), insbesondere zum Sammeln von Verpackungen, Abfällen und Wertstoffen,
mit einem Gehäuse (2), dessen Oberseite wenigstens eine Einwurföffnung (3) aufweist,
um Verpackungen oder Abfall in einen in dem Gehäuse (2) gebildeten Aufnahmeraum (4)
einzuwerfen, und mit einer Kompressionseinheit zur Kompression von in den Aufnahmeraum
(4) eingeworfenen Verpackungen oder Abfall, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompressionseinheit eine Druckplatte (8) aufweist, die unter Bildung eines Bodens
des Aufnahmeraumes (4) in das Gehäuse (2) eingesetzt und darin zwischen einer unteren
und einer oberen Endposition verstellbar gehalten ist, und eine Antriebseinheit (7),
um die Druckplatte (8) zur Kompression der Verpackungen oder des Abfalls innerhalb
des Gehäuses (2) zu verstellen.
2. Behältnis (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinheit (7) unterhalb des Bodens des Aufnahmeraumes (4) innerhalb des
Gehäuses (2) angeordnet ist und insbesondere mittels eines Akkumulators (11) mit Strom
versorgbar ist.
3. Behältnis (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (2) eine Verschlussklappe (5) vorgesehen ist, welche zur Kompression
der Verpackungen oder des Abfalls in dem Gehäuse (2) in eine Kompressionsposition
bringbar ist.
4. Behältnis (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (8) und das Gehäuse (2) so angeordnet sind, dass sie mit der Verschlussklappe
(5) in deren verschlossener Position eine geschlossene Presskammer bilden.
5. Behältnis (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der Kompression der Verpackungen oder des Abfalls verschlossene Verschlussklappe
(5) sich öffnet, sobald die Druckplatte (8) ihre untere Endposition in dem Gehäuse
(2) erreicht und sich verschließt, wenn oder kurz bevor die Druckplatte (8) ihre untere
Endposition verlässt.
6. Behältnis (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) an mindestens einer ihrer der Druckplatte (8) zugewandten Seiten
mit mindestens einem Führungselement (10) ausgebildet ist, in das mindestens ein an
der Druckplatte (8) ausgebildeter Vorsprung (9) einsetzbar und darin zwischen der
unteren und der oberen Endposition verfahrbar ist.
7. Behältnis nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckplatte (8) in ihrer unteren Endposition derart in dem Gehäuse (2) angeordnet
ist, dass ein zwischen der Druckplatte (8) und einem Bodenbereich des Gehäuses (2)
gebildeter Raum von dem Aufnahmeraum (4) getrennt ist.
8. Behältnis (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in den Aufnahmeraum (4) ein flexibles, komprimierbares Aufnahmeelement, insbesondere
eine Mülltüte, zur Aufnahme der Verpackungen oder des Abfalls einsetzbar ist.
9. Behältnis (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Dichtungselement an der Druckplatte (8) und/oder der Verschlussklappe
(5) vorgesehen ist, um ein zwischen der Verschlussklappe (5) und dem Gehäuse (2) und/oder
der Druckplatte (8) und dem Gehäuse (2) gebildeten Ringspalt abzudichten.
10. Behältnis (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Arretiermechanismus (14) vorgesehen ist, um die Verschlussklappe (5) in ihrer
geschlossenen Stellung zu fixieren, wobei das Dichtungselement derart ausgebildet
und angeordnet ist, dass es in der geschlossenen, arretierten Stellung zwischen dem
Aufnahmeelement und der Verschlussklappe (5) und/oder zwischen dem Gehäuse (2) und
der Druckplatte (8) über deren ganzen Umfang elastisch zusammengedrückt ist.
11. Behältnis (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Gehäuse (2) mindestens eine Sensoreinheit (16) vorgesehen ist, die einen Sensor
(17) umfasst, mit welchem ein Füllstand in dem Gehäuse (2) überprüfbar ist, sowie
einen Signalgeber zur Erzeugung eines Wartungssignals.
12. Behältnis (1) nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoreinheit (16) mindestens einen Sensor (16) umfasst, der den Füllstand des
Abfallraumes bestimmt, wobei die Sensoreinheit (16) bei Erreichen einer maximalen
Befüllung ein Signal erzeugt, welches anzeigt, dass der Aufnahmeraum (4) seine maximale
Füllkapazität erreicht hat.
13. Behältnis (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Sensoreinheit (16) mindestens ein Sensor insbesondere eine Lichtschranke
(15) gekoppelt ist, mittels welchem ein Sichern des Aufnahmeraumes (4) während der
Kompression der in den Aufnahmeraum (4) eingeworfenen Verpackungen oder des Abfalls
detektierbar ist.
14. Behältnis (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Sabotageerkennung mindestens ein Bruchsensomit der Sensoreinheit (16) gekoppelt
ist.