[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Wartungslogistiksystem für Müllsammelfahrzeuge.
[0002] Typische Müllsammelfahrzeuge besitzen häufig eine Beladevorrichtung bzw. Hub-Kipp-Vorrichtung
zum Anheben und Entleeren verschiedener Müllsammelbehälter und eine Aufnahmekammer,
welche den Inhalt der geleerten Müllsammelbehälter aufnimmt. Üblicherweise wird der
entleerte Inhalt der Müllsammelbehälter in einem ersten Schritt mit Hilfe einer Zerkleinerungsvorrichtung
in einem Ladewerk zerkleinert und/oder verdichtet, bevor der bearbeitete Inhalt in
die Aufnahmekammer gelangt und dort gelagert wird.
[0003] Während der unterschiedlichen Arbeitsschritte, insbesondere beim Zerkleinern bzw.
Verdichten von Müll im Ladewerk, sind diverse Bauteile von Müllsammelfahrzeugen einer
hohen mechanischen Belastung ausgesetzt und unterliegen daher einem entsprechend erhöhten
Verschleiß.
[0004] Um eine reibungslose Funktionstüchtigkeit eines Fuhrparks von Müllsammelfahrzeugen
zu gewährleisten und Ausfälle zu vermeiden, müssen die Fahrzeuge daher regelmäßig
auf Verschleißschäden überprüft und gegebenenfalls gewartet werden. Da im Voraus nicht
bekannt ist, wann und an welcher Stelle Verschleißschäden genau auftreten, müssen
bei jeder Kontrolle alle verschleißanfälligen Stellen und Bauteile der Müllsammelfahrzeuge
überprüft werden, was äußerst zeitaufwändig und teuer ist.
[0005] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Wartungslogistiksystem für Müllsammelfahrzeuge
bereitzustellen, welches den Zeit- und Kostenaufwand von Kontroll- und Wartungsvorgängen
für Müllsammelfahrzeuge reduziert und die Effizienz der Müllentsorgung steigert.
[0006] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Wartungslogistiksystem für Müllsammelfahrzeuge
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0007] Demnach umfasst das erfindungsgemäße Wartungslogistiksystem mindestens ein Müllsammelfahrzeug,
welches vorzugsweise eine Hub-Kipp-Vorrichtung zum Anheben und Entleeren von Müllsammelbehältern,
eine Aufnahmekammer zur Aufnahme des Inhalts von Müllsammelbehältern sowie eine Kommunikationseinrichtung
zum drahtlosen Senden und Empfangen von Signalen umfasst, und eine Programmsystematik
zur Planung wartungslogistischer Aufgaben, welche eine Kommunikationseinrichtung zum
drahtlosen Senden und Empfangen von Signalen aufweist und welche drahtlos mit dem
mindestens einen Müllsammelfahrzeug kommuniziert.
[0008] Bei der Programmsystematik kann es sich dabei um eine rechnergestützte Datenbankstruktur,
eine Rechnerwolke (Cloud), ein Rechnernetz bzw. Serversystem oder ein sonstiges elektronisches
System handeln. Ferner kann es sich bei den wartungslogistischen Aufgaben um die Erfassung
und Planung der Fahrzeugeinsatzkapazität und/oder um die Fuhrparkführung handeln,
wobei mit Fuhrpark hier das mindestens eine Müllsammelfahrzeug bezeichnet ist.
[0009] Das mindestens eine Müllsammelfahrzeug umfasst weiterhin mindestens einen Sensor
zur Erfassung und automatischen Überwachung des Verschleißzustandes von mindestens
einem verschleißanfälligen Bauteil. Des Weiteren übermittelt das mindestens eine Müllsammelfahrzeug
in festlegbaren Zeitabständen und/oder bei Auftreten eines definierbaren Ereignisses
drahtlos ein Signal an die Programmsystematik. Bei dem Ereignis kann es sich hierbei
insbesondere um das Erreichen eines definierbaren Verschleißzustandes bzw. einer festlegbaren
Verschleißgrenze eines überwachten Bauteils handeln.
[0010] Dadurch ist es möglich, den Verschleiß besonders anfälliger Bauteile eines Müllsammelfahrzeugs
zu überwachen und das Erreichen einer definierbaren Verschleißgrenze an die Programmsystematik
zu melden, so dass eine Wartung, Reparatur oder ein Austausch der betroffenen Bauteile
veranlasst werden kann. Somit können zum einen verschleißbedingte Schäden oder Mängel
schon frühzeitig erkannt und behoben werden, was die Sicherheit und Zuverlässigkeit
des mindestens einen Müllsammelfahrzeugs bzw. des Fuhrparks deutlich erhöht. Zum anderen
werden durch die automatische Überwachung und selbstständige Meldung des Verschleißzustandes
Zeit und Kosten bei der durch Menschen durchgeführten routinemäßigen Kontrolle und
Wartung des Fuhrparks eingespart.
[0011] Zusätzlich kann vorgesehen sein, dass bei einem plötzlich auftretenden Defekt das
mindestens eine Müllsammelfahrzeug selbstständig den Ursprung und/oder die Art des
Defektes ermitteln und an die Programmsystematik übermitteln kann.
[0012] Selbstverständlich kann die automatische Überwachung des Verschleißzustandes von
mindestens einem verschleißanfälligen Bauteil des mindestens einen Müllsammelfahrzeugs
durch eine regelmäßig erfolgende menschliche Kontrolle und Wartung dieses Bauteils
oder des gesamten Fahrzeugs ergänzt werden. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung
ergeben sich aus den sich an den Hauptanspruch anschließenden Unteransprüchen.
[0013] So kann das mindestens eine Müllsammelfahrzeug weiterhin ein Ladewerk zur Zerkleinerung
und/oder Verdichtung des Inhalts von Müllsammelbehältern aufweisen, wobei das Ladewerk
dabei eine Einschüttöffnung, eine Ladewanne und eine Zerkleinerungsvorrichtung umfasst.
[0014] Weiterhin kann der mindestens eine Sensor zur Erfassung und automatischen Überwachung
des Verschleißzustandes die aktuelle Dicke der Ladewanne erfassen. Die Ladewanne stellt
bekanntermaßen bei derartigen Müllsammelfahrzeugen eines der verschleißanfälligsten
Bauteile dar, da diese durch den Vorgang des Zerkleinerns und/oder Verdichtens des
Inhalts der geleerten Müllsammelbehälter im Ladewerk starken mechanischen Belastungen
ausgesetzt ist.
[0015] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Zerkleinerungsvorrichtung
des Müllsammelfahrzeugs als Presswerk ausgebildet sowie der mindestens eine Sensor
zur Erfassung und automatischen Überwachung des Verschleißzustandes als Drucksensor
ausgeführt, welcher den Leerlaufdruck des Presswerks erfasst.
[0016] Weiterhin ist ebenfalls vorstellbar, dass die Daten des mindestens einen Sensors
sowie vorzugsweise auch daraus abgeleitete Informationen wie der errechnete nächste
Wartungstermin und/oder die aktuelle Belastung des mindestens einen überwachten Bauteils
zusätzlich direkt durch eine Ausgabeeinheit, insbesondere einen Monitor, am Müllsammelfahrzeug
selbst dargestellt werden.
[0017] Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante kommuniziert die Programmsystematik
auf Grundlage des von dem mindestens einen Müllsammelfahrzeug übermittelten Signals
drahtlos mit einer Routenplanungsprogrammsystematik zur gegebenenfalls notwendigen
Anpassung von dessen berechneter Müllsammelroute. Die Routenplanungssystematik berechnet
eine optimale Sammelroute für das mindestens eine Müllsammelfahrzeug und übermittelt
an dieses drahtlos, entweder in festen Zeitabständen oder kontinuierlich, die aktuellen
Routendaten.
[0018] In einer alternativen Ausführungsform, welche jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden
Erfindung ist, lässt sich durch eine optimierte Routenführung in Kombination mit Müllsammelbehältern,
welche mit Sensoren zur Erfassung von Inhaltstyp, Füllstand und/oder weiterer Parameter
ausgestattet sind, ein intelligentes Müllsammelsystem realisieren. Die Müllsammelbehälter
kommunizieren dabei mit der Routenplanungsprogrammsystematik und übermitteln an diese
die Daten der Sensoren sowie vorzugsweise Ort und/oder Fassungsvolumen. Auf dieser
Grundlage berechnet die Routenplanungsprogrammsystematik, vorzugsweise unter Einbeziehung
weiter Informationen wie beispielsweise der aktuellen oder prognostizierten Verkehrslage,
eine optimale, insbesondere eine schnellste oder kürzeste, Sammelroute für das mindestens
eine Müllsammelfahrzeug und leitet die entsprechenden Daten drahtlos an dieses weiter.
Gleichzeitig übermittelt das mindestens eine Müllsammelfahrzeug die Daten des mindestens
einen verschleißüberwachenden Sensors an die Programmsystematik, welche wiederum Daten
mit der Routenplanungsprogrammsystematik austauscht. Auf diesem Wege ist es möglich,
ein intelligentes Müllentsorgungssystem basierend auf einer optimierten und individualisierten
Entsorgungslogistik sowie einer zumindest semi-automatischen, bedarfsorientierten
Wartungslogistik zu schaffen, welches die Effizienz und Zuverlässigkeit der Müllentsorgung
enorm steigert sowie Kosten und Ressourcen spart und die Infrastruktur schont.
[0019] Gemäß einer alternativen Ausführungsform erfolgt das Erfassen und Leeren von Müllsammelbehältern
mittels der Hub-Kipp-Vorrichtung des mindestens einen Müllsammelfahrzeugs autonom.
Dadurch kann die bislang von Menschen durchgeführte und oftmals beschwerliche Erfassung
der Müllsammelbehälter und Bedienung der Hub-Kipp-Vorrichtung automatisch erfolgen,
was den menschlichen Arbeitsaufwand bei der Müllentsorgung erheblich reduziert.
[0020] Darüber hinaus kann vorteilhafterweise auch die Steuerung des mindestens einen Müllsammelfahrzeugs
teilautonom, vorzugsweise vollautonom, erfolgen.
[0021] Insbesondere bei einer Kombination von autonomer Leerung von Müllsammelbehältern
und autonomer Steuerung von Müllsammelfahrzeugen, welche wiederum ihren Verschleißzustand
automatisch überwachen, lässt sich ein zuverlässiges und kosteneffizientes Müllentsorgungssystem
mit minimalem menschlichen Arbeitsaufwand etablieren. In Verbindung mit einer, wie
oben bereits skizzierten, optimierten, auf intelligenten Müllsammelbehältern basierenden,
Routenführung, lässt sich die Effizienz der Müllentsorgung weiter steigern.
[0022] Bei einer teil- oder vollautonomen Steuerung des mindestens einen Müllsammelfahrzeugs
kann es vorgesehen sein, dass das Fahrzeug mindestens eine Erfassungseinheit zur Erfassung
eines Bereiches aufweist, welcher das Müllsammelfahrzeug zumindest teilweise umgibt.
Insbesondere kann hierbei die Erfassungseinheit als optische Kamera oder als Abstandssensor
ausgeführt sein.
[0023] Dazu ist es gemäß einer vorteilhaften Ausführungsvariante denkbar, dass die Daten
der mindestens einen Erfassungseinheit mit einem definierbaren, das Müllsammelfahrzeug
zumindest teilweise umgebenden, virtuellen Sicherheitsbereich zur Vermeidung von Kollisionen
abgeglichen werden. Alternativ dazu kann auch vorgesehen sein, dass das Gesichtsfeld
der mindestens einen Erfassungseinheit einen virtuellen Sicherheitsbereich zur Vermeidung
von Kollisionen definiert.
[0024] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den anhand
der Figuren erläuterten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
- Figur 1:
- ein Müllsammelfahrzeug mit einem Sensor zur Verschleißüberwachung gemäß einem Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Wartungslogistiksystems,
- Figur 2:
- ein Müllsammelfahrzeug mit einem Sensor zur Verschleißüberwachung und mit Erfassungseinheiten
für den Kollisionsschutz gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen
Wartungslogistiksystems, und
- Figur 3:
- eine schematisch dargestellte Beispielroute eines Müllsammelfahrzeugs gemäß einem
alternativen Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Wartungslogistiksystems, welches
jedoch nicht Teil der vorliegenden Erfindung ist.
[0025] In Figur 1 ist ein Müllsammelfahrzeug 12 gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Wartungslogistiksystems 10 dargestellt. Das Müllsammelfahrzeug
12 besitzt einen Sensor 16, welcher den Verschleißzustand eines Bauteils des Müllsammelfahrzeugs
12 erfasst bzw. überwacht. Das Müllsammelfahrzeug übermittelt die von dem Sensor 16
gelieferten Daten drahtlos (dargestellt als gestrichelter Pfeil) an eine Programmsystematik
14, welche eine Planung wartungslogistischer Aufgaben, wie beispielsweise die Erfassung
und Planung der Fahrzeugeinsatzkapazität und die Fuhrparkführung, durchführt.
[0026] Für den Fall, dass das mindestens eine Müllsammelfahrzeug 12 ein Ladewerk mit einer
Ladewanne und einem Presswerk aufweist, kann es sich bei dem Sensor 16 beispielsweise
um einen Drucksensor handeln, der den Leerlaufdruck des Presswerks erfasst. Alternativ
kann der Sensor 16 dazu vorgesehen sein, die aktuelle Dicke der Ladewanne zu erfassen.
[0027] Die Figur 2 zeigt ein Müllsammelfahrzeug 12 gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Wartungslogistiksystems 10, bei dem die Steuerung teil- oder
vollautonom erfolgt. Hierzu weist das Müllsammelfahrzeug 12 mehrere Erfassungseinheiten
20 auf (hier sind beispielhaft lediglich zwei Erfassungseinheiten 20 dargestellt),
die durch deren Gesichtsfelder 24 einen virtuellen Sicherheitsbereich 22 definieren,
welcher das Müllsammelfahrzeug 12 vollständig umgibt. Im Falle einer drohenden Kollision
wird das in den virtuellen Sicherheitsbereich 22 eindringende Objekt von den Erfassungseinheiten
20 erfasst. Je nach Ausführung kann daraufhin beispielsweise eine Kollisionswarnung
ausgegeben werden und/oder ein Ausweich- oder Bremsmanöver eingeleitet werden.
[0028] In Figur 3 ist ein alternatives Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Wartungslogistiksystems
10 dargestellt, welches jedoch nicht Teil der vorliegenden Erfindung ist. Es ist das
bereits in Figur 1 illustrierte Müllsammelfahrzeug 12 mit einem Sensor 16, welcher
den Verschleißzustand eines Bauteils erfasst bzw. überwacht, dargestellt. Des Weiteren
ist ein Teil der Sammelroute 34 des Müllsammelfahrzeugs 12 dargestellt (illustriert
als schwarzer durchgezogener Pfeil), entlang derer sich das Müllsammelfahrzeug 12
zur Sammlung des Inhalts verschiedener Müllsammelbehälter 30 bewegt. Das Müllsammelfahrzeug
12 steht dabei drahtlos mit der Programmsystematik 14 in Verbindung (dargestellt als
gestrichelter Doppelpfeil), welche die Planung wartungslogistischer Aufgaben bzw.
die Fuhrparkführung durchführt.
[0029] Die Müllsammelbehälter 30 weisen jeweils einen Sensor (nicht dargestellt) auf, welcher
den Füllstand des jeweiligen Müllsammelbehälters 30 erfasst. Dieser wird zusammen
mit der Position des Müllsammelbehälters 30, dessen Inhalttyp und Fassungsvermögen
drahtlos an eine Routenplanungsprogrammsystematik 32 übermittelt, wobei die Übermittlung
entweder regelmäßig in festen Zeitabständen oder auch kontinuierlich erfolgen kann.
[0030] Auf der Grundlage der übermittelten Daten der Müllsammelbehälter 30 sowie aktueller
und prognostizierter Verkehrsdaten errechnet die Routenplanungsprogrammsystematik
32 für das Müllsammelfahrzeug 12 eine optimale Sammelroute 34. Dabei kann es sich
beispielsweise um die schnellste oder aber um die kürzeste Sammelroute 34 handeln.
Das Müllsammelfahrzeug 12 kommuniziert ebenfalls drahtlos mit der Routenplanungsprogrammsystematik
32, welche die Daten der optimalen Sammelroute 34 an das Fahrzeug 12 übermittelt.
[0031] Die Programmsystematik 14 und die Routenplanungsprogrammsystematik 32 kommunizieren
ebenfalls miteinander und tauschen die Daten der optimalen Sammelroute 34 und/oder
wartungslogistische Daten wie beispielsweise die aktuelle und erwartete Fahrzeugeinsatzkapazität
untereinander aus.
[0032] Auf diese Weise wird ein intelligentes Müllentsorgungssystem basierend auf einer
optimierten und individualisierten Entsorgungslogistik und einer zumindest teilweise
automatisierten Wartungslogistik geschaffen.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 10
- Wartungslogistiksystem
- 12
- Müllsammelfahrzeug
- 14
- Programmsystematik
- 16
- Sensor zur Verschleißüberwachung
- 20
- Erfassungseinheit
- 22
- Virtueller Sicherheitsbereich
- 24
- Gesichtsfeld
- 30
- Müllsammelbehälter
- 32
- Routenplanungsprogrammsystematik
- 34
- Sammelroute
1. Wartungslogistiksystem (10) für Müllsammelfahrzeuge mit
mindestens einem Müllsammelfahrzeug (12), welches
vorzugsweise eine Hub-Kipp-Vorrichtung zum Anheben und Entleeren von Müllsammelbehältern,
eine Aufnahmekammer zur Aufnahme des Inhalts von Müllsammelbehältern, sowie
eine Kommunikationseinrichtung zum drahtlosen Senden und Empfangen von Signalen umfasst,
und
einer Programmsystematik (14) zur Planung wartungslogistischer Aufgaben, welche eine
Kommunikationseinrichtung zum drahtlosen Senden und Empfangen von Signalen aufweist
und welche drahtlos mit dem mindestens einen Müllsammelfahrzeug (12) kommuniziert,
dadurch gekennzeichnet,
dass das mindestens eine Müllsammelfahrzeug (12) weiterhin mindestens einen Sensor (16)
zur Erfassung und automatischen Überwachung des Verschleißzustandes von mindestens
einem verschleißanfälligen Bauteil umfasst, wobei das mindestens eine Müllsammelfahrzeug
(12) in festlegbaren Zeitabständen und/oder bei Auftreten eines definierbaren Ereignisses,
insbesondere das Erreichen eines definierbaren Verschleißzustandes eines überwachten
Bauteils, drahtlos ein Signal an die Programmsystematik (14) übermittelt.
2. Wartungslogistiksystem (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Erfassen und Leeren von Müllsammelbehältern mittels der Hub-Kipp-Vorrichtung
des mindestens einen Müllsammelfahrzeugs (12) autonom erfolgt.
3. Wartungslogistiksystem (10) gemäß einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung des mindestens einen Müllsammelfahrzeugs (12) teilautonom, vorzugsweise
vollautonom, erfolgt.
4. Wartungslogistiksystem (10) gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Müllsammelfahrzeug (12) mindestens eine Erfassungseinheit zur
Erfassung eines das Müllsammelfahrzeug (12) zumindest teilweise umgebenden Bereichs
aufweist.
5. Wartungslogistiksystem (10) gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Daten der mindestens einen Erfassungseinheit (20) mit einem definierbaren, das
Müllsammelfahrzeug (12) zumindest teilweise umgebenden, virtuellen Sicherheitsbereich
(22) zur Vermeidung von Kollisionen abgeglichen werden.
6. Wartungslogistiksystem (10) gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Gesichtsfeld (24) der mindestens einen Erfassungseinheit (20) einen virtuellen
Sicherheitsbereich zur Vermeidung von Kollisionen definiert.
7. Wartungslogistiksystem (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Programmsystematik (14) auf Grundlage des von dem mindestens einen Müllsammelfahrzeug
(12) übermittelten Signals drahtlos mit einer Routenplanungsprogrammsystematik (32),
welche eine optimale Müllsammelroute (34) für das mindestens eine Müllsammelfahrzeug
(12) berechnet und drahtlos an diese übermittelt, zur gegebenenfalls notwendigen Anpassung
von dessen berechneter Müllsammelroute (34) kommuniziert.
8. Wartungslogistiksystem (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Müllsammelfahrzeug (12) weiterhin ein Ladewerk zur Zerkleinerung und/oder
Verdichtung des Inhalts von Müllsammelbehältern aufweist, wobei das Ladewerk eine
Einschüttöffnung, eine Ladewanne und eine Zerkleinerungsvorrichtung umfasst.
9. Wartungslogistiksystem (10) gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (16) zur Erfassung und automatischen Überwachung des Verschleißzustandes
von mindestens einem verschleißanfälligen Bauteil die aktuelle Dicke der Ladewanne
erfasst.
10. Wartungslogistiksystem (10) gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerkleinerungsvorrichtung als Presswerk ausgebildet ist und dass der mindestens
eine Sensor (16) zur Erfassung und automatischen Überwachung des Verschleißzustandes
von mindestens einem verschleißanfälligen Bauteil als Drucksensor ausgeführt ist,
welcher den Leerlaufdruck des Presswerks erfasst.