[0001] Die Erfindung betrifft eine Wandbefestigung für ein Duschsystem nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1. Ein solches Duschsystem weist eine in der Installationslage
wandmontierte, vertikale Brausestange auf, an deren oberen Ende sich ein im Wesentlichen
horizontaler Brausearm anschließt. Der Brausearm trägt an seinem freien wandfernen
Ende eine Kopfbrause.
[0002] Aus der
DE 10 2005 004 788 A1 oder aus der
DE 10 2012 008 406 A1 ist eine gattungsgemäße Wandbefestigung für ein solches Duschsystem bekannt. In diesem
Duschsystem ist die Kopfbrause über eine innenliegende Wasserführung des Brausearms
und der Brausestange mit einer Duscharmatur in Strömungsverbindung, in der die Temperatur
und/oder die Menge des zur Kopfbrause geführten Mischwassers einstellbar ist. Die
Wandbefestigung weist eine Konsole auf, an der sowohl eine Brausearm-Lagerstelle als
auch eine Brausestangen-Lagerstelle ausgebildet ist.
[0003] In dem obigen Duschsystem ist die Konsole durch metallische Komponenten aus Messing,
Edelstahl oder Zink-Druckguss aufgebaut. Diese Komponenten werden entweder spritzgegossen,
gegossen und anschließend spanend nachgearbeitet oder ausschließlich durch eine Spanbearbeitung
hergestellt. Sowohl der dabei verwendete Werkstoff als auch die aufwendige Bearbeitung
sowie der bauteilintensive Aufbau sind kostenintensiv.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Wandbefestigung für ein Duschsystem
bereitzustellen, die im Vergleich zum Stand der Technik mit reduziertem Bauteilaufwand
und/oder fertigungstechnisch einfacher aufgebaut ist.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung ist durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Bevorzugte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen offenbart.
[0006] Die Erfindung beruht auf dem Sachverhalt, dass im Stand der Technik die Wandbefestigung
fertigungstechnisch aufwendig hergestellt ist. Vor diesem Hintergrund ist gemäß dem
kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 die Konsole für die Wandbefestigung des
Duschsystems nicht mehr aus einer Vielzahl von Metall-Komponenten aufgebaut, sondern
vielmehr in einer Chassis-Bauweise aufgebaut. Bei einer solchen Chassis-Bauweise ist
die Konsole zumindest zweiteilig aufgebaut, und zwar aus einem wandbefestigten, tragenden
Grundkörper und zumindest einem Abdeckelement, das den Grundkörper in der Installationslage
bevorzugt komplett sichtgeschützt überdeckt. Der wandbefestigte, tragende Grundkörper
übernimmt daher keine Designfunktion. Auf diese Weise kann der im Stand der Technik
metallische Werkstoff des Grundkörpers durch einen günstigeren Nichtmetall-Werkstoff,
bevorzugt einem Kunststoff oder einem Faserverbundkunststoff, ersetzt werden. Im Unterschied
zum tragenden Grundkörper übernimmt das Abdeckelement keinerlei Tragfunktion sondern
dient lediglich der Verblendung des Grundkörpers. Bevorzugt kann der Grundkörper aus
einem glasfaserverstärkten Faserverbundwerkstoff hergestellt sein. Das zumindest eine
Abdeckelement kann dagegen bevorzugt als eine verchromte Kunststoffblende ausgeführt
sein.
[0007] Die oben erwähnte Chassis-Bauweise zeichnet sich dadurch aus, dass kraftübertragende
Funktionskomponenten, unter anderem der wandbefestigte tragende Grundkörper, mit Designelementen
verkleidet sind. Die kraftübertragenden Funktionskomponenten sind bevorzugt werkzeugfallend
und bedürfen daher keiner mechanischen Nachbearbeitung. Der wandbefestigte tragende
Grundkörper kann eine geometrisch beliebig gestaltete tragende Komponente oder ein
Funktionsbauteil sein. Gegebenenfalls kann der Grundkörper diverse komplexe Geometrien
enthalten. Zudem kann es erforderlich sein, den Grundkörper mit Rippen auszusteifen.
In einer technischen Umsetzung kann der wandbefestigte, tragende Grundkörper geometrisch
einfach als ein Hohlprofilteil oder bevorzugt als ein hohlzylindrischer Rohrabschnitt
ausgebildet sein. Dieser kann an seiner wandnahen Stirnseite in einen nach außen abgewinkelten
Befestigungsflansch übergehen, der zum Beispiel über eine Schraubverbindung an der
Installationswand montierbar ist. Der Grundkörper-Rohrabschnitt kann mit seiner Längsachse
in einer horizontalen Ebene angeordnet sein und an seinem wandfernen Ende von einem
Durchführungskanal durchsetzt sein. Dieser kann in der Installationslage vertikal
ausgerichtet sein und eine am Außenumfang des Rohrabschnittes mündende obere Kanalöffnung
sowie eine am Außenumfang des Rohrabschnittes mündende untere Kanalöffnung aufweisen.
In der Zusammenbaulage ist ein unteres Ende eines vertikalen Brausearm-Schenkels in
die obere Kanalöffnung eingesteckt, während ein oberes Ende der Brausestange in die
untere Kanalöffnung eingesteckt ist. In diesem Fall ist sowohl die Brausestange als
auch der vertikale Brausearm-Schenkel innerhalb des Grundkörper-Rohrabschnittes gelagert.
[0008] Um eine stabile Lagerung zu gewährleisten, ist es bevorzugt, wenn der Durchführungskanal
von einer im Wesentlichen geschlossenflächigen zylindrischen Kanalwand begrenzt ist,
die den Durchführungskanal vom zylindrischen Hohlraum des Grundkörper-Rohrabschnittes
abtrennt.
[0009] Die Brausearm-Lagerung kann in beliebiger Weise realisiert sein, etwa mittels Gleitbuchsen
oder dergleichen. Bevorzugt kann die Brausearm-Lagerung zumindest einen O-Dichtring
(bzw. Lagerring), vorzugsweise zwei in Axialrichtung voneinander beabstandete O-Dichtringe
aufweisen. Diese sind innenseitig in der Kanalwand gehaltert oder gelagert sowie in
formschlüssigem Eingriff mit korrespondierenden Ringnuten, die am Außenumfang des
vertikalen Brausearm-Schenkels ausgebildet sind. Im Hinblick auf eine stabile Brausearm-Lagerung
ist es bevorzugt, wenn sich der vertikale Brausearm-Schenkel mit seinem unteren Ende
im Wesentlichen vollständig durch den Durchführungskanal bis zur unteren Kanalöffnung
erstreckt oder sogar überragt, um sich ggf. in der Befestigungsstange abzustützen.
[0010] Der Brausearm kann in der obigen Brausearm-Lagerstelle drehbeweglich gelagert sein.
Hierfür ist es bevorzugt, wenn zwischen dem Brausearm-Schenkel und der Kanalwand des
Durchführungskanals ein geringfügiges Bewegungsspiel vorhanden ist, das heißt der
Brausearm-Schenkel in Umfangsrichtung losgelagert ist. In diesem Fall würde bei einer
mechanischen Belastung des Brausearms dieser (unter Aufbrauch eines freien Ringspalts
zwischen dem Brausearm und dem Durchführungskanal) auf der Innenwandung des Durchführungskanals
aufsetzen, wodurch Kräfte von dem Brausearm in den Grundkörper-Rohrabschnitt eingeleitet
werden können.
[0011] Die Brausestangen-Lagerstelle kann in fertigungstechnisch einfacher Weise als eine
Press-Steckverbindung zwischen dem unteren Ende des vertikalen Brausearm-Schenkels
und dem oberen Ende der Brausestange ausgebildet sein. Bevorzugt kann das obere Ende
der Brausestange in Presspassung auf das außenumfangsseitige Ende des vertikalen Brausearm-Schenkels
aufgeschoben sein.
[0012] In einer Weiterbildung kann der Grundkörper-Rohrabschnitt mit einem Überstand über
den Durchführungskanal hinaus verlängert sein, und zwar unter Bildung eines stirnseitigen
Montageraums, der einen einfachen Werkzeugzugang zu Fixierschrauben ermöglicht, die
eine zusätzliche Axialsicherung des vertikalen Brausearm-Schenkels und der Brausestange
gewährleisten. Hierfür kann die Kanalwand an ihrer wandfernen Seite ein erstes Schraubloch
für ein Schraubelement aufweisen, mit dem eine axiale Fixierung des vertikalen Brausearm-Schenkels
ermöglicht ist. Alternativ und/oder zusätzlich kann die Kanalwand an ihrer wandfernen
Seite ein zweites Schraubloch für ein Schraubelement aufweisen, mit dem die Brausestange
axial fixierbar ist. Die beiden Schraubelemente können formschlüssig jeweils in eine
außenseitige Ringnut des vertikalen Brausearm-Schenkels eingreifen oder alternativ/zusätzlich
in eine außenseitige Ringnut der Brausestange eingreifen. Alternativ zu Schraubelementen
sind auch andere Sicherungselemente denkbar, etwa eine Sicherungs-Klammer oder ein
Clip, etc..
[0013] In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Grundkörper komplett verblendet, und
zwar mit Hilfe von insgesamt genau drei Abdeckelementen. Beispielhaft kann ein erstes
hohlzylindrisches Abdeckelement bereitgestellt sein, das in der Installationslage
auf den Grundkörper-Rohrabschnitt aufgeschoben ist und sich mit seinem wandnahen Ende
bis unmittelbar in den Inneneckbereich erstreckt, der zwischen dem Befestigungsflansch
und dem Grundkörper-Rohrabschnitt aufgespannt ist. Mit seinem wandfernen Ende kann
das erste hohlzylindrische Abdeckelement die obere und die untere Kanalöffnung des
Grundkörper-Rohrabschnittes halbseitig umziehen.
[0014] Als zweites Abdeckelement kann eine stirnseitige Kappe bereitgestellt sein, die einen
Kappenboden sowie einen davon rechtwinklig hochgezogenen sowie umlaufenden Randsteg
aufweist. In der Installationslage überdeckt der Kappenboden die wandferne Stirnseite
des Grundkörper-Rohrabschnittes geschlossenflächig. Der Kappen-Randsteg kann dagegen
bevorzugt in flächenbündiger Anlage mit dem wandfernen Ende des ersten hohlzylindrischen
Abdeckelementes und die oberen und unteren Kanalöffnungen an ihren wandfernen Seiten
halbseitig umziehen. Zudem kann als drittes Abdeckelement eine Rosette bereitgestellt
sein, die eine wandferne Stirnwand mit Durchlassöffnung aufweist, durch die der Grundkörper-Rohrabschnitt
mitsamt dem ersten Abdeckelement ragt. Von der Rosetten-Stirnwand kann ein umlaufender
Randsteg hochgezogen sein. In der Installationslage umgreift der Rosetten-Randsteg
radial außenseitig den Befestigungsflansch und gegebenenfalls eine zwischen der Installationswand
und dem Befestigungsflansch positionierten Ausgleichsscheibe. Der Grundkörper-Rohrabschnitt
ist mitsamt seinem ersten Abdeckelement bevorzugt mittels eines geringfügigen Bewegungsspiels
durch die Rosetten-Durchlassöffnung geführt. Dadurch kann die Rosette in einfacher
Weise in Axialrichtung so verstellt werden, dass deren freie Randkante in Anlage mit
der Installationswand bringbar ist.
[0015] Die oben erwähnte Ausgleichsscheibe, die in der Installationslage zwischen der Installationswand
und dem Befestigungsflansch des Grundkörpers montiert ist, ist insbesondere bei nicht
bis zur Raumdecke gefliesten Sanitärräumen einsetzbar. In diesem Fall kann ein Tiefenversatz
in der Bautiefenrichtung mittels der Ausgleichsscheibe ausgeglichen werden.
[0016] Bevorzugt ist es, dass auch bei Verwendung unterschiedlich dicker Ausgleichsscheiben
ein kompletter Sichtschutz des Befestigungsflansches und der jeweils installierten
Ausgleichsscheibe gewährleistet ist. Vor diesem Hintergrund ist es von Vorteil, wenn
der Randsteg eine ausreichend große Bauhöhe (in Tiefenrichtung) aufweist, wodurch
ein entsprechend großer Axialabstand zwischen dem Befestigungsflansch und der Rosetten-Stirnwand
bereitstellbar ist. In diesem Fall kann die Rosette unter teilweisem Aufbrauch dieses
freien Axialabstandes bis in Anlage mit der Installationswand verschoben werden.
[0017] Nachfolgen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Figuren
beschrieben.
[0018] Es zeigen:
- Figur 1
- in einer Seitenansicht ein an einer Installationswand installiertes Duschsystem;
- Figur 2
- in einer vergrößerten Schnittdarstellung die Konsole zur Wandbefestigung des Brausearms
und der Brausestange; und
- Figur 3
- in einer Ansicht von oben die Konsole aus der Figur 2.
[0019] In der Figur 1 ist ein an einer Installationswand 1 befestigtes Duschsystem gezeigt.
Das Duschsystem weist eine vertikale Brausestange 3 sowie einen daran nach oben anschließenden
Brausearm 5 auf, der an seinem freien Ende mit einer Kopfbrause 7 abschließt. Die
Kopfbrause 7 ist über eine innenliegende Wasserführung (nicht gezeigt) des Brausearms
5 und der Brausestange 3 mit einer Duscharmatur 9 in Strömungsverbindung. Mittels
der Duscharmatur 9 kann in gängiger Praxis die Temperatur und/oder die Menge des zur
Kopfbrause 7 strömenden Mischwassers eingestellt werden. Zudem ist in der Figur 1
eine an der Brausestange 3 höhenverstellbar gehalterte Handbrause 11 gezeigt, die
über einen angedeuteten Schlauch 13 mit der Duscharmatur 9 in Strömungsverbindung
ist.
[0020] Die innenliegende Wasserführung ist nicht Bestandteil der Erfindung und daher in
der Figur 2 nicht dargestellt. Beispielhaft kann die innenliegende Wasserführung als
ein Kunststoffrohr mit einem daran angeformten Anschlußnippel ausgebildet sein. Der
Anschlußnippel des Kunststoffrohrs kann mit einer in der Figur 2 gezeigten Rast-Innenkontur
12 im Brausearm 5 verrastet sein.
[0021] Das Duschsystem ist über eine Konsole 15 an der Installationswand 1 befestigt. An
der Konsole 15 ist gemäß der Figur 2 sowohl eine Brausearm-Lagerstelle A als auch
eine Brausestangen-Lagerstelle S bereitgestellt. Die Brausearm-Lagerstelle A ist derart
ausgeführt, dass eine Schwenkbetätigung des Brausearms 5 um eine vertikale Schwenkachse
16 ermöglicht ist.
[0022] Nachfolgend wird anhand der Figur 2 der Aufbau sowie die Funktionsweise der Konsole
15 erläutert. Gemäß der Figur 2 ist die Konsole 15 in einer Chassis-Bauweise aufgebaut,
und zwar mit einem wandbefestigten tragenden Grundkörper 17 aus einem Faserverbundkunststoff
und mit insgesamt genau drei Abdeckelementen 19, 21, 23 aus einem verchromten Kunststoff,
die den Grundkörper 17 komplett sichtgeschützt überdecken.
[0023] In der Figur 2 weist der Grundkörper 17 einen hohlzylindrischen Rohrabschnitt 25
auf, der an seiner wandnahen Stirnseite in einen nach außen abgewinkelten Befestigungsflansch
27 übergeht. Der Befestigungsflansch 27 ist über eine angedeutete Schraubverbindung
29 an die Installationswand 1 verschraubt. An seinem wandfernen Ende ist der Grundkörper-Rohrabschnitt
25 von einem, in der gezeigten Installationslage vertikal ausgerichteten Durchführungskanal
31 durchsetzt. Der Durchführungskanal 31 ist von einer zylindrischen Kanalwand 33
begrenzt, die den Durchführungskanal 31 von einem zylindrischen Hohlraum 35 des Grundkörper-Rohrabschnittes
25 vollständig oder teilweise abtrennt. Der vertikal ausgerichtete Durchführungskanal
31 weist eine obere Kanalöffnung 37 am Außenumfang des Grundkörper-Rohrabschnittes
25 auf. In gleicher Weise weist der Durchführungskanal 31 eine untere Kanalöffnung
39 auf, die ebenfalls am Außenumfang des Grundkörper-Rohrabschnittes 25 mündet.
[0024] Gemäß der Figur 2 ist der Grundkörper-Rohrabschnitt 25 mit einem Überstand x über
den Durchführungskanal 31 hinaus verlängert, und zwar unter Bildung eines Montageraums
41 mit einer wandfernen, frei zugänglichen Stirnseite. Dieser stellt einen einfachen
Werkzeugzugang zu den später beschriebenen Schraubelementen 43, 45 bereit.
[0025] Im Hinblick auf eine stabile Brausearm-Lagerstelle A ist in der Figur 2 ein vertikaler
Brausearm-Schenkel 47 in die obere Kanalöffnung 37 eingesteckt, und zwar so, dass
ein vertikale Brausearm-Schenkel 47 mit seinem unteren Ende im Wesentlichen vollständig
durch den Durchführungskanal 31 bis zur unteren Kanalöffnung 39 geführt ist. In der
hohlzylindrischen Kanalwand 33 sind zwei in der Axialrichtung voneinander beabstandete
O-Dichtringe 48 angeordnet, die in formschlüssigem Eingriff mit korrespondierenden
Ringnuten 49 am Außenumfang des vertikalen Brausearm-Schenkels 47 sind. Zudem ist
im Hinblick auf eine leichtgängige Schwenkbewegung der Brausearm-Schenkel 47 mit einem
(in der Figur 2 übertrieben dargestellten) geringfügigen Bewegungsspiel a in den Durchführungskanal
31 eingesteckt.
[0026] An der wandfernen Seite der Kanalwand 33 ist ein erstes Schraubloch 51 sowie ein
zweites Schraubloch 53 ausgebildet. Im ersten Schraubloch 51 ist das oben erwähnte
Schraubelement 43 eingeschraubt und mit seiner Spitze in Formschluss mit einer Ringnut
55 am Außenumfang des vertikalen Brausearm-Schenkels 47. In gleicher Weise ist im
zweiten Schraubloch 53 das zweite Schraubelement 45 eingeschraubt sowie in formschlüssiger
Verbindung mit einer Ringnut 57 am Außenumfang der Brausestange 3. Mittels der beiden
Schraubelemente 43, 45 erfolgt eine axiale Sicherung des Brausearms 5 und der Brausestange
3 gegen ein Herausziehen in Axialrichtung.
[0027] Wie aus der Figur 2 weiter hervorgeht, ist das erste hohlzylindrische Abdeckelement
19 auf den Grundkörper-Rohrabschnitt 25 aufgeschoben, und zwar derart, dass sich das
Abdeckelement 19 mit seinem wandnahen Ende bis in den Inneneckbereich 56 erstreckt,
der zwischen dem Befestigungsflansch 27 und dem Grundkörper-Rohrabschnitt 25 aufgespannt
ist. Mit seinem wandfernen Ende 59 (Figur 3) umzieht das erste hohlzylindrische Abdeckelement
19 halbseitig die obere Kanalöffnung 37 (Figur 2 und 3) sowie die untere Kanalöffnung
39.
[0028] Das zweite Abdeckelement 21 ist eine stirnseitige Kappe mit einem Kappenboden 61,
der den Montageraum 41 geschlossenflächig überdeckt, und einem umlaufenden Randsteg
63, der in flächenbündiger Anlage ist mit dem wandfernen Ende 59 des ersten Abdeckelementes
19 (Figur 3) sowie die beiden Kanalöffnungen 37, 39 an ihrer wandfernen Seite halbseitig
umzieht.
[0029] Als drittes Abdeckelement 23 ist eine Rosette bereitgestellt. Diese weist eine wandferne
Stirnwand 65 mit einer Durchlassöffnung 68 auf, durch die der Grundkörper-Rohrabschnitt
25 mitsamt dem ersten hohlzylindrischen Abdeckelement 19 durchragt. Zudem weist die
Rosette 23 einen von der Rosetten-Stirnwand 65 hochgezogenen umlaufenden Randsteg
67 auf. Dieser umgreift in der Figur 2 radial außen sichtgeschützt sowohl den Grundkörper-Flansch
27 als auch eine Ausgleichsscheibe 69, die zwischen der Installationswand 1 und dem
Grundkörper-Befestigungsflansch 27 positioniert ist. Mittels der Ausgleichsscheibe
69 kann ein Bautiefenversatz ausgeglichen werden, der zum Beispiel bei nicht bis zur
Raumdecke gefliesten Installationswänden entstehen kann.
[0030] In der Figur 2 ist der Grundkörper-Rohrabschnitt 25 mitsamt erstem Abdeckelement
19 in Lospassung durch eine Durchlassöffnung 68 der Rosette 23 geführt. Die Bauhöhe
(in der Tiefenrichtung) des Rosetten-Randstegs 67 ist in der Figur 2 derart groß bemessen,
dass sich ein freier Axialabstand y zwischen der Rosetten-Stirnwand 25 und dem Grundkörper-Befestigungsflansch
27 ergibt. Auf diese Weise kann bei Verwendung unterschiedlich dicker Ausgleichsscheiben
69 stets gewährleistet werden, dass der Rosetten-Randsteg 67 vollständig über die
Ausgleichsscheibe 69 und den Befestigungsflansch 67 geschoben werden kann.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Installationswand
- 3
- Befestigungsstange
- 5
- Befestigungsarm
- 7
- Kopfbrause
- 9
- Duscharmatur
- 11
- Handbrause
- 12
- Rast-Innenkontur
- 13
- Schlauch
- 15
- Konsole
- 16
- vertikale Schwenkachse
- 17
- Grundkörper
- 19
- erstes Abdeckelement
- 21
- stirnseitige Kappe
- 23
- Rosette
- 25
- Grundkörper-Rohrabschnitt
- 27
- Befestigungsflansch
- 29
- Schraubverbindung
- 31
- Durchführungskanal
- 33
- Kanalwand
- 35
- Hohlraum
- 37
- obere Kanalöffnung
- 39
- untere Kanalöffnung
- 41
- Montageraum
- 43, 45
- Schraubelemente
- 47
- vertikaler Brausearm-Schenkel
- 48
- O-Ring
- 49
- Ringnuten
- 51, 52
- Schraublöcher
- 55, 57
- Ringnuten
- 56
- Inneneckbereich
- 59
- wandfernes Ende des ersten Abdeckelementes
- 61
- Kappenboden
- 63
- Kappen-Randsteg
- 65
- Rosetten-Stirnwand
- 67
- Rosetten-Randsteg
- 68
- Durchlassöffnung
- 69
- Ausgleichsscheibe
- x
- Überstand
- a
- Bewegungsspiel
- y
- Axialabstand
- A
- Brausearm-Lagerstelle
- S
- Brausestangen-Lagerstelle
1. Wandbefestigung für ein Duschsystem mit einer vertikalen Brausestange (3) und einem
Brausearm (5), der an seinem freien Ende mit einer Kopfbrause (7) abschließt, die
über eine innenliegende Wasserführung des Brausearms (5) und der Brausestange (3)
mit einer Duscharmatur (9) in Strömungsverbindung ist, wobei die Wandbefestigung eine
Konsole (15) aufweist, an der eine Brausearm-Lagerstelle (A) und eine Brausestangen-Lagerstelle
(S) bereitgestellt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Konsole (15) in einer Chassis-Bauweise aufgebaut ist, und zwar aus einem wandbefestigten,
tragenden Grundkörper (17), insbesondere aus einem Nichtmetall-Werkstoff, bevorzugt
aus einem Faserverbundkunststoff, und aus zumindest einem Abdeckelement (19, 21, 23),
insbesondere aus Kunststoff, das den Grundkörper (17) in der Installationslage bevorzugt
komplett sichtgeschützt überdeckt.
2. Wandbefestigung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (17) einen hohlzylindrischen Rohr- oder Profilabschnitt (25) aufweist,
der an seiner wandnahen Stirnseite in einen nach außen abgewinkelten Befestigungsflansch
(27) übergeht, der an die Wand (1) montierbar ist, und/oder dass der Rohr- oder Profilabschnitt
(25) an seinem wandfernen Ende von einem, in der Installationslage vertikal ausgerichteten
Durchführungskanal (31) durchsetzt ist, und dass der Durchführungskanal (31) eine
am Außenumfang des Rohr- oder Profilabschnittes (25) mündende obere Kanalöffnung (37)
und eine am Außenumfang des Rohr- oder Profilabschnittes (25) mündende untere Kanalöffnung
(39) aufweist, und dass insbesondere in die obere Kanalöffnung (37) ein unteres Ende
eines vertikalen Brausearm-Schenkels (47) einsteckbar ist und/oder in die untere Kanalöffnung
(39) ein oberes Ende der Brausestange (3) einsteckbar ist.
3. Wandbefestigung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchführungskanal (31) von einer zylindrischen Kanalwand (33) begrenzt ist,
die den Durchführungskanal (31) von dem zylindrischen Hohlraum (35) des Grundkörper-Profilabschnittes
(25) abtrennt.
4. Wandbefestigung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Brausearm-Lagerstelle (A) zumindest einen, insbesondere zwei in Axialrichtung
voneinander beabstandete Dichtringe (48) aufweist, die in der Kanalwand (33) angeordnet
sind sowie in formschlüssigem Eingriff mit korrespondierenden Ringnuten (49) am Außenumfang
des vertikalen Brausearm-Schenkels (47) sind, und dass insbesondere zwischen dem Brausearm-Schenkel
(47) und der Kanalwand (33) ein geringfügiges Bewegungsspiel (a) vorhanden ist, das
heißt der Brausearm-Schenkel (47) in Umfangsrichtung losgelagert ist.
5. Wandbefestigung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der vertikale Brausearm-Schenkel (47) mit seinem unteren Ende im Wesentlichen vollständig
durch den Durchführungskanal (31) bis zur unteren Kanalöffnung (39) geführt ist und/oder
dass die Brausestangen-Lagerstelle (S) eine Press-Steckverbindung zwischen dem unteren
Ende des vertikalen Brausearm-Schenkels (47) und dem oberen Ende der Brausestange
(3) ist.
6. Wandbefestigung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper-Rohrabschnitt (25) unter Bildung eines Montageraums (41) mit einem
Überstand (x) über den Durchführungskanal (31) hinaus verlängert ist und eine wandferne,
frei zugängliche Stirnseite aufweist, und dass die Kanalwand (33) an ihrer wandfernen
Seite ein erstes Schraubloch (51) für ein Schraubelement (43) zur axialen Fixierung
des vertikalen Brausearm-Schenkels (47) und/oder ein zweites Schraubloch (53) zur
axialen Fixierung der Brausestange (3) aufweist.
7. Wandbefestigung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes hohlzylindrisches Abdeckelement (19) bereitgestellt ist, das sich mit
seinem wandnahen Ende bis in den zwischen dem Befestigungsflansch (27) und dem Grundkörper-Rohrabschnitt
(25) aufgespannten Inneneckbereich (58) erstreckt und mit seinem wandfernen Ende (59)
die oberen und unteren Kanalöffnungen (37, 39) halbseitig umzieht, und dass insbesondere
als zweites Abdeckelement (21) eine stirnseitige Kappe bereitgestellt ist, die die
wandferne Stirnseite des Grundkörper-Rohrabschnittes (25) geschlossenflächig überdeckt,
und dass die stirnseitige Kappe (21) einen umlaufenden Randsteg (63) aufweist, der
in Anlage mit dem wandfernen Ende (59) des ersten Abdeckelementes (19) ist und ebenfalls
die oberen und unteren Kanalöffnungen (37, 39) halbseitig umzieht.
8. Wandbefestigung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass als drittes Abdeckelement (23) eine Rosette bereitgestellt ist, die eine wandferne
Stirnwand (65) mit Durchlassöffnung (68) aufweist, durch die der Grundkörper-Rohrabschnitt
(25) ragt, und einen Randsteg (67) aufweist, der den Befestigungsflansch (27) und
gegebenenfalls eine zwischen der Installationswand (1) und dem Befestigungsflansch
(27) positionierten Ausgleichsscheibe (69) radial außen sichtgeschützt umgreift und
mit seiner freien Randkante in Anlage mit der Installationswand (1) ist.
9. Wandbefestigung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper-Rohrabschnitt (25) mitsamt erstem Abdeckelement (19) in Lospassung
durch die Durchlassöffnung (68) der Rosette (23) geführt ist, und/oder dass die Rosetten-Stirnwand
(65) über einen freien Axialabstand (y) von dem Befestigungsflansch (27) beabstandet
ist.