[0001] Diese Erfindung betrifft die Montage eines Sanitärgegenstandes, etwa eines WCs, Bidets,
Urinals oder Waschbeckens, an einer typischerweise vertikalen Wand.
[0002] Üblicherweise werden schwerere Sanitärgegenstände in der Art eines WCs, Bidets, Urinals
oder Waschbeckens mit aus der Montagewand herausstehenden Stangen montiert, die regelmäßig
ein Außengewinde aufweisen. Bspw. dienen üblicherweise zwei solche in einem horizontalen
genormten Abstand voneinander in der Wand befestigte Außengewindestangen zur Befestigung
eines WCs in hängender Weise. Dazu werden Öffnungen in der Rückseite des WCs auf die
Stangenenden aufgeschoben, woraufhin das WC durch Aufschrauben von Muttern befestigt
werden kann. Analog verfährt man auch bei anderen Sanitärgegenständen.
[0003] Das Aufsetzen und feste Anziehen der Muttern setzt einen ausreichend guten Zugang
voraus; insbesondere müssen die Muttern mit einem Werkzeug gedreht werden, das dementsprechend
Bewegungsspielraum hat.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Montageeinrichtung für
einen Sanitärgegenstand anzugeben.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Montageeinrichtung für einen Sanitärgegenstand
zur Montage an einer aus einer Wand herausstehenden Stange, wobei die Montageeinrichtung
aufweist: ein Formschlusselement zum Herstellen eines den Sanitärgegenstand fixierenden
Formschlusses durch Aufbringen des Formschlusselements auf die Stange, einen Keilspannmechanismus
zum Verspannen des Sanitärgegenstandes gegen den Formschluss und damit Anpressen des
Sanitärgegenstandes an die Wand.
[0006] Erfindungsgemäß wird ein Keilspannmechanismus kombiniert mit einem vor Betätigung
des Keilspannmechanismus den Sanitärgegenstand zunächst fixierenden Formschlusselement.
Der Keilspannmechanismus dient zum Verspannen gegen die durch das Formschlusselement
erreichte Fixierung, womit der Sanitärgegenstand an die Wand angedrückt werden kann.
Dieses Andrücken muss nicht zwingend an die (Gebäude-) Wand selbst erfolgen, sondern
es können z. B. Isolationsmatten oder andere Einrichtungen dazwischengeschaltet sein;
es geht hier eher um die Richtung des Anpressens und um die Sicherung der durch das
Formschlusselement zunächst nur provisorisch realisierten Montage.
[0007] Das Formschlusselement wird zur Herstellung des Formschlusses auf die Stange aufgesetzt,
wobei hier der Allgemeinheit zuliebe zunächst nur von einer Stange die Rede ist, wenngleich
üblicherweise zwei Stangen Verwendung finden. Die Erfindung ist davon aber nicht abhängig,
sondern lässt sich mit einer oder auch einer Anzahl Stangen realisieren, wobei im
Regelfall die hier besprochenen Elemente individuell pro Stange vorgesehen sind.
[0008] Durch den Formschluss erfolgt eine Fixierung im Sinn einer Sicherung gegen ein einfaches
Abziehen des Sanitärgegenstandes in horizontaler Richtung von der Stange. Wenn also
z. B. ein WC entsprechend durch das Formschlusselement fixiert ist, nachdem dieses
auf die Stange aufgebracht worden ist, dann kann der Monteur das WC durch eine horizontale
Kraftbeaufschlagung nicht mehr abnehmen.
[0009] Der Keilspannmechanismus wiederum kann in unterschiedlichster Weise betätigt werden
und erzeugt entsprechend der Steigung einer Keilfläche ausreichend große Kräfte, ohne
dass dazu an der Stange selbst zwingend eine Drehung einer Mutter an einem Gewinde
erfolgen muss. Stattdessen kann der Keilspannmechanismus z. B. durch eine Stange von
außerhalb bedient werden, sodass ein Werkzeug zur Erzeugung der Drehbewegung an einem
entgegengesetzten Ende der Bedienungsstange und damit deutlich entfernt von dem eigentlichen
Keilspannmechanismus angesetzt werden kann. Bspw. kann das Werkzeug damit an der Unterseite
eines WCs angesetzt werden oder auch seitlich (rechts und links). Bei zusätzliche
technische Einrichtungen enthaltenden WCs (Insbesondere Dusch-WCs) kommt auch eine
Betätigungsmögichkeit von oben in Betracht. Dann sind häufig Abdeckungen, Gehäuse
für solche technischen Einrichtungen oder anderes vorhanden, mit denen die Betätigungsenden
der Bedienungsstangen verdeckt werden können.
[0010] Der Formschluss muss nicht zwingend mit der Stange selbst hergestellt werden, sondern
es kann z. B. auch ein weiteres Element (vorzugsweise vor dem Aufbringen des Sanitärgegenstandes
bzw. Formschlusselements) auf die Stange an der Wand aufgebracht werden. Bspw. könnte
auf die typischen Gewindestangen ein Element aufgeschraubt werden, das einen Hinterschnitt
bildet.
[0011] Bevorzugt ist allerdings, dass das Formschlusselement mit der Stange selbst einen
Formschluss herstellt. Im Fall der üblichen Außengewindestangen bietet sich dazu natürlich
das Außengewinde der Stange an. Grundsätzlich richtet sich die Erfindung aber auch
auf andere Stangen an der Wand, die statt dem Außengewinde oder zusätzlich Elemente
zur Herstellung eines Formschlusses anbieten, insbesondere Verdickungen, die einen
Hinterschnitt bieten.
[0012] Das Formschlusselement ist vorzugsweise an der Montageeinrichtung befestigt und kann
dabei beweglich, insbesondere verschiebbar geführt oder kippbar gelagert sein. Die
Beweglichkeit soll jedenfalls in der Umgebung der Herstellung des Formschlusses eine
zu der Hauptrichtung der Stange gewinkelte Richtung haben, insbesondere senkrecht
dazu verlaufen. Durch die Beweglichkeit wird der Formschluss hergestellt oder gelöst.
Bspw. kann das Formschlusselement eine geriffelte Fläche aufweisen, die mit den Gewindegängen
eines Außengewindes einer Stange in Eingriff kommt, indem sie durch die Verschiebe-
oder Kippbewegung in Eingriff damit gebracht wird. Insbesondere können die Kippachse
und die Verschieberichtung so gewählt sein, dass beim Aufschieben auf die Außengewindestange
das Formschlusselement ratschend ausweicht. Wird die Aufschiebebewegung beendet, ist
das Formschlusselement in Eingriff, vorzugsweise durch eine Federkraft unterstützt.
Zur Veranschaulichung wird auf das erste Ausführungsbeispiel verwiesen.
[0013] Weiterhin dient der Keilspannmechanismus vorzugsweise auch zur Sicherung des Formschlusses,
also nicht nur zum Verspannen. So kann ein Teil des Keilspannmechanismus oder ein
davon bewegtes Teil das Formschlusselement hinsichtlich seiner Bewegung blockieren
und damit eine Bewegung aus dem Formschluss heraus verhindern, wenn der Keilspannmechanismus
gespannt oder jedenfalls in diese Richtung ein Stück weit bewegt worden ist. So kann
für die endgültige Montage eine über die vorläufige Fixierung hinausgehende Sicherung
zusätzlich zu dem festen Andruck in Folge des Spannens erreicht werden.
[0014] Alternativ kann der Formschluss gesichert werden, indem der Keilspannmechanismus
sich oder ein durch ihn bewegtes Element an die Stange andrückt, und zwar ungefähr
von der entgegengesetzten Seite relativ zu der Seite, aus der das Formschlusselement
den Formschluss hergestellt hat.
[0015] Bei einer möglichen Ausgestaltung ist das Formschlusselement fest mit der Montageeinrichtung
und über diese auch fest mit dem Sanitärgegenstand verbunden und enthält eine geriffelte
Fläche, bspw. ein oberes Segment eines Innengewindes, die auf das Außengewinde der
Stange aufgesetzt werden kann. Dazu muss der Sanitärgegenstand in gegenüber der Montageposition
etwas erhöhter Lage auf die Stange (oder die Stangen) aufgeschoben und dann abgesetzt
werden. Dadurch ist bereits der Formschluss gegeben und dieser kann bspw. durch Andrücken
eines Sicherungselements von unten an die Stange, etwa durch den Keilspannmechanismus,
gesichert werden. Dieses Sicherungselement hat vorzugsweise seinerseits erneut eine
geriffelte Oberfläche zur Herstellung eines Formschlusses, jedenfalls sorgt es dafür,
dass das Formschlusselement nicht mehr abgehoben werden kann. Zur Veranschaulichung
wird auf das zweite und das dritte Ausführungsbeispiel verwiesen.
[0016] Übrigens kann das Sicherungselement seinerseits ein (zweites) Formschlusselement
mit Federkraftunterstützung sein, wobei die Federkraft dann zum Lösen des Formschlusses
dient und durch die Betätigung des Keilspannmechanismus überwunden werden kann. Das
Sicherungselement kann in gleicher Weise verkippbar sein wie zuvor für das Formschlusselement
beschrieben, wobei die Federkraftunterstützung auch in umgekehrter Richtung wirken
kann, also in Richtung einer Freigabe. Dann kann das Sicherungselement z. B. direkt
oder indirekt durch Betätigung des Keilspannmechanismus gegen die Federkraft angedrückt
werden und kann insoweit durch Lösen des Keilspannmechnismus selbsttätig eine Freigabe
bewirken. Das gilt natürlich auch für andere Beweglichkeiten als die beschriebene
Kippbarkeit.
[0017] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass der Formschluss hergestellt werden kann,
indem lediglich der Sanitärgegenstand insgesamt bewegt wird, also ohne direkte Betätigung
eines weiteren Elements durch den Benutzer. Eine Bewegung innerhalb der Montageeinrichtung
oder der Montageeinrichtung relativ zu dem Sanitärgegenstand in Folge von dessen Bewegung
ist deswegen nicht ausgeschlossen, etwa in Form der Ratschbewegung eines Formschlusselements.
In dieser Form lässt sich die vorläufige Fixierung des Sanitärgegenstands besonders
leicht herstellen.
[0018] Der Keilspannmechanismus kann erfindungsgemäß ebenfalls verschiedene bevorzugte Ausgestaltungen
haben. Der Keilspannmechanismus zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens ein Keilkörper
eine schräg zu der Hauptrichtung der Stange verlaufende Keilfläche bereitstellt und
eine Bewegung des Keilkörpers oder eine Bewegung eines anderen Keilkörpers relativ
zu dem Keilkörper entlang dieser Keilfläche, deren Schräge eine Kraftkomponente in
der Hauptrichtung erzeugt.
[0019] Nach einer Ausgestaltung sieht der Keilkörper eine Öffnung vor, in der die Stange
nach dem Aufbringen des Formschlusselements auf die Stange untergebracht ist. Bei
zwei Keilkörpern gilt dies vorzugsweise für beide, wie die Ausführungsbeispiele zeigen.
In dieser Bauform können der Keilspannmechanismus und die Stange kompakt und hinsichtlich
der Kräfteverteilung günstig kombiniert werden.
[0020] Vorzugsweise ist das Formschlusselement jedenfalls im Zustand des Formschlusses ebenfalls
in der oder einer der Öffnungen der Keilkörper angeordnet, woraus sich ebenfalls eine
kraftverteilungsmäßig und baulich kompakte und günstige Lösung ergibt.
[0021] Wie bereits angedeutet, ist ein Keilspannmechanismus mit zwei Keilkörpern mit jeweils
einer Keilfläche bevorzugt, wobei die Keilflächen in Anlage aneinander und Relativbewegung
zueinander die gewünschte Kraft aufbringen. Dazu muss mindestens ein Keilkörper beweglich
sein und vorzugsweise ist tatsächlich auch nur einer der beiden Keilkörper beweglich.
Zur Klarstellung: Mit einem unbeweglichen Keilkörper ist hier lediglich gemeint, dass
dieser nicht die eigentliche ursprüngliche und der Verspannung dienende Bewegung quer
zur Richtung der Stange (zur Befestigung) mitmacht. Allerdings ergibt sich natürlich
durch die Keilflächen eine Bewegung in der Stangenrichtung selbst, nämlich die Verspannung,
und an dieser haben Insbesondere auch im Sinn einer elastischen Verformung im Allgemeinen
beide Keilkörper Anteil.
[0022] Die beiden Keilkörper können dabei von einem Gehäuse oder einer Klammer gehalten
werden, wobei das Gehäuse oder die Klammer zur Befestigung an der übrigen Montageeinrichtung
oder an einem Element des Sanitärgegenstands dient.
[0023] Die Bewegung erfolgt vorzugsweise senkrecht zu der Stangenhauptrichtung, wobei die
Bewegungsrichtung an die Neigung der Keilfläche(n) angepasst ist.
[0024] Zur Bewegung kann eine Betätigungsstange eingesetzt werden. Dabei kann es sich um
eine axial fixierte, aber drehbare Stange mit einem Gewindeeingriff in einem Keilkörper
bzw. einem darin oder daran befestigten Element handeln. Die Bestätigungsstange dient,
wie eingangs erwähnt, zur örtlichen Verlagerung eines Ansatzpunktes bspw. für einen
Werkzeugeingriff oder die Hand einer Bedienungsperson. Der Gewindeeingriff kann natürlich
auch außerhalb des Keilkörpers gegeben sein, sodass sich die Betätigungsstange relativ
zu dem beweglichen Keilkörper zwar rotierend bewegt, aber nicht axial.
[0025] Es wurde bereits erwähnt, dass der Keilspannmechanismus zur Sicherung des beschriebenen
Formschlusses dienen kann. Insbesondere kann ein bewegliches Sicherungselement durch
den Keilspannmechanismus bewegt oder blockiert oder ein bewegliches Formschlusselement
durch den Keilspannmechanismus blockiert werden. Z. B. kann dazu der bewegliche Keilkörper
ein solches bewegliches Formschusselement oder Sicherungselement mitnehmen oder betätigen,
wie die Ausführungsbeispiele zeigen.
[0026] In diesem Zusammenhang kann außerdem gewünscht sein, die Sicherung bereits erreicht
zu haben, wenn der Keilspannmechanismus seine Aufgabe des Spannens durchführt oder
jedenfalls zu Ende bringt. Es kann nämlich gewünscht sein, vor dem Aufbringen nennenswerter
Kräfte bereits über eine Sicherung zu verfügen. Hierzu kann es gewünscht sein, dass
der Keilspannmechanismus, Insbesondere der bewegliche Keilkörper, zuerst eine gewisse
Bewegungsstrecke durchläuft, während der die Sicherung durchgeführt wird (etwa das
Formschlusselement blockiert oder das Sicherungselement bewegt/blockiert wird), bevor
dann die eigentliche Spannung entsteht. Der Keilspannmechanismus ist dann dazu ausgelegt,
dass zunächst eine Bewegung senkrecht zu der Richtung der (der Befestigung in der
Wand dienenden) Stange durchgeführt wird, bevor die schräge Bewegung entsteht. Insbesondere
kann dazu an den Keilkörpern jeweils anschließend an die Keilfläche eine weitere Fläche
vorgesehen sein, entlang derer sich die Keilkörper während dieser senkrechten Bewegung
an einander abstützen bzw. gegenseitig führen. Es wird auf das dritte Ausführungsbeispiel
verwiesen.
[0027] Im Folgenden wird die Erfindung anhand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert,
deren Merkmale auch in anderen Kombinationen und natürlich im Rahmen der Ansprüche
erfindungswesentlich sind.
- Figur 1
- zeigt eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Montageeinrichtung für
ein WC, und zwar als Ausschnittdarstellung der linken Hälfte;
- Figur 2
- zeigt einen Keilspannmechanismus, ein Formschlusselement und eine Betätigungsstange
aus der Montageeinrichtung aus Figur 1 in Alleindarstellung;
- Figur 3
- zeigt eine Explosionsdarstellung der Montageeinrichtung aus Figur 1 in gleicher Perspektive
und im gleichen Ausschnitt, jedoch mit wandseitiger Stange;
- Figur 4
- zeigt eine Schnittdarstellung mit vertikaler und senkrecht auf der Wand stehender
Schnittebene durch die Montageeinrichtung aus den Figuren 1 und 3 zusammen mit einem
Teil der Wand und des montierten WCs;
- Figur 5
- zeigt schematisch einen Keilspannmechanismus und ein Sicherungselement eines zweiten
Ausführungsbeispiels;
- Figur 6
- zeigt eine Schnittdarstellung mit vertikaler Schnittebene senkrecht zur Wand durch
die Elemente aus Figur 5 und weitere Elemente des zweiten Ausführungsbeispiels, und
zwar bei noch nicht eingeschobener Stange;
- Figur 7
- entspricht Figur 6, jedoch mit eingeschobener Stange und verspanntem Keilspannmechanismus;
- Figur 8
- zeigt entsprechend Figur 6 ein drittes Ausführungsbeispiel.
[0028] Figur 1 zeigt als erstes Ausführungsbeispiel die in Blickrichtung der Figur linke
Hälfte einer erfindungsgemäßen Montageeinrichtung für ein WC. Eine Wand, an der das
WC zu montieren ist, kann man sich rechts hinter der Montageeinrichtung vorstellen
und das WC links davor. Zur Illustration wird auf Figur 4 verwiesen.
[0029] Tatsächlich gibt es in der üblichen Weise zwei Gewindestangen 9 im normierten horizontalen
Abstand voneinander und man kann sich dementsprechend die gesamte Struktur aus den
Figuren 1 und 3 an einer vertikalen Ebene durch das später erläuterte Loch 19 und
senkrecht zur Wand gespiegelt vorstellen.
[0030] Ferner wird auf Figur 3 verwiesen, die die einzelnen Elemente in der Art einer Explosionsdarstellung
getrennt voneinander zeigt.
[0031] Zunächst erkennt man einen Montagerahmen 1, z. B. aus Gussmetall oder auch faserverstärktem
Kunststoff, der vor der Montage des WCs an diesem in einer Weise befestigt wird, die
weiter unten anhand Figur 4 erläutert werden kann.
[0032] Der Montagerahmen 1 enthält eine quaderförmige Aufnahme 3, die in Figur 3 am besten
zu erkennen ist und die nach rechts hinten eine Rückwand 20 mit einer mittigen runden
Öffnung aufweist. In der quaderförmigen Aufnahme 3 ist im zusammengebauten Zustand
ein in Figur 2 gut zu erkennender Keilspannmechanismus 4 eingebaut, dessen rechte
hintere Fläche an die erwähnte Hinterwand 20 der Aufnahme 3 angedrückt wird. Dazu
dient eine in den Figuren 3 und 4 eingezeichnete Klammer 5 z. B aus gebogenem Blech,
die über eine obere und zwei untere Montagelöcher an in Figur 3 sichtbaren Aufnahmen
des Rahmens 1 angeschraubt wird. Dabei stützen kurze Schenkel 6 der Seitenwände der
Klammer 5 den Keilspannmechanismus 4 ab und hindern dabei den Keilspannmechanismus
4 daran, bei der Verspannung nach vorne auszuweichen.
[0033] Der Keilspannmechanismus 4 weist zwei Keilkörper 7 und 8 mit einander zugewandten
Keilflächen in einer aus den Figuren gut ersichtlichen Schräglage auf. Der Keilkörper
8 ist, wie sich vor allem aus Figur 4 ergibt, beweglich in vertikaler Richtung und
der Keilkörper 7 kann durch diese Bewegung in horizontaler Hauptrichtung einer in
Figur 3 sichtbaren Außengewindestange 9 bewegt werden. Die Keilkörper 7 und 8 können
z. B. aus Zinkdruckguss gefertigt sein.
[0034] Die Stange 9 durchsetzt dabei im montierten Zustand nicht nur die erwähnte runde
Öffnung in der Rückwand 20, sondern auch jeweilige Öffnungen 10 und 11 in den Keilkörpern
7 und 8. Dabei steht sie im montierten Zustand in Formschluss mit einem wippenartigen
Formschlusselement 12, das kippbar an einer durch den Keilkörper 7 verlaufenden und
in den Figuren 1 bis 3 angedeuteten Drehachse montiert ist. An seiner nach oben weisenden
Fläche weist das Formschlusselement 12 eine etwa einem Drittelsegment eines Innengewindes
entsprechende geriffelte Fläche 13 auf, deren Riffelung dem Außengewinde der Stange
9 entsprechend schräg gestellt ist und damit in Eingriff steht. Das Formschlusselement
könnte natürlich in analoger Weise auch neben oder über der Stange 9 angeordnet sein
oder es könnte auch eine Mehrzahl Formschlusselemente 12 geben.
[0035] Schließlich könnte die Riffelung auch statt an dem Formschlusselement 12 an der gegenüberliegenden
Fläche (des Keilkörpers 7) vorgesehen sein. Dann würde das Element 12 nicht als Formschlusselement
dienen sondern als Sicherung eines Formschlusses, vgl. das folgende zweite Ausführungsbeispiel.
Die Sicherung erfolgt dabei zunächst durch die Federkraft und darüber hinaus durch
die weiter unten noch beschriebene Blockade des Elements 12.
[0036] In dem montierten Zustand sind die Keilkörper 7 und 8 ferner durch an der nach vorn
links weisenden Keilfläche des Keilkörpers 8 angebrachte T-förmige Führungselemente
gehalten in entsprechenden Nuten an der entgegengesetzten Keilfläche des Keilköpers
7.
[0037] Schließlich zeigen die Figuren eine Bestätigungsstange 14, die gemäß Figur 4 den
Keilkörper 8 vertikal durchsetzt und in nicht näher eingezeichneter Weise in einem
Gewindeeingriff damit steht. Diese Betätigungsstange 14 ist ferner mittels einer in
ihrem unteren Bereich vorgesehenen Nut 15 in einem Einsatzstück 16 drehbar, aber axial
fest, gehalten, da sie in eine entsprechende Aufnahme des Rahmens 1 eingesetzt ist.
Ein Sechskantkopf der Betätigungsstange 14 an deren unterem Ende verbleibt nach Einschieben
der Bestätigungsstange 14 von unten in den Rahmen 1 an dem Rahmen 1 und ist dort greifbar.
Durch Drehen dieses Kopfes lässt sich also der Keilkörper 8 vertikal bewegen und damit
der Keilkörper 7 horizontal.
[0038] Der in Figur 4 mit seinem wandseitigen Ende im Vertikalschnitt sichtbare WC-Körper
2 aus Keramik weist hinten eine große Ausnehmung zur Aufnahme des Rahmens 1 auf, in
deren obere horizontale Begrenzungswand relativ wandnah ein Riegel 17 eingeklebt ist,
der von oben in eine auch in den Figuren 1 und 3 sichtbare Schlitzaufnahme des Rahmens
1 passt. An die untere horizontale Begrenzungswand der Aufnahme des WC-Körpers 2 ist
eine in Figur 4 im Schnitt ersichtliche und im Profil L-förmige Andruckleiste 18 eingeklebt,
mit der sich der WC-Körper flächig an dem Rahmen 1 abstützen kann. Diese Verbindung
zwischen dem Rahmen 1 und dem WC-Körper 2 ist ferner gesichert durch eine nicht eingezeichnete
Schraube, die von unten ein ebenfalls nicht eingezeichnetes kleines Loch in dem WC-Körper
2 durchsetzt und in einer Innengewindeöffnung 19 (Figur 3) eines zentrischen unteren
Vorsprungs des Rahmens 1 eingeschraubt ist.
[0039] In dieser Form sind die in Figur 3 gezeichneten Elemente vor der Montage des WCs
an dem WC-Körper 2 vormontiert.
[0040] Der WC-Körper kann so vorfixiert werden, nachdem zwei Gewindestangen 9 (nur eine
gezeichnet) in einer an sich üblichen und dem Fachmann bekannten Weise in der Montagewand
befestigt worden sind. Dazu tragen diese Stangen 9 an ihrem äußeren Ende ein Schlitz
für einen Schraubendreher (Figuren 3 und 4). Auf die dementsprechend horizontal nach
außen aus der Wand herausstehenden Stangen 9 wird nun das gesamte WC so aufgeschoben,
dass die Gewindestangen 9 die runde Öffnung in der Rückwand 4 des Rahmens 1 und die
beiden Öffnungen 10 und 11 in dem Keilspannmechanismus durchsetzen.
[0041] In der Öffnung 10 ist dabei das bereits beschriebene Formschlusselement 12 angeordnet,
wobei es durch eine nicht eingezeichnete Feder so vorgespannt ist, dass das Formschlusselement
12 nach oben gedrückt wird. Da aber die Drehachse gemäß den Figuren 3 und 4 deutlich
rechts, also wandseitig, gegenüber der Riffelfläche 13 versetzt ist, verdrängt die
jeweilige Stange 9 das Formschlusselement 12 ratschenartig nach unten. Das passiert
ungefähr gleichzeitig auf beiden Seiten, denn natürlich sind auf beiden Seiten die
in Figur 3 für die linke Seite dargestellten Elemente vorgesehen. Wenn das WC in dieser
Form relativ nah bis zur Wand vorgeschoben worden ist und abgesetzt wird, sitzt eine
in der Öffnung 10 des Keilkörpers 7 vorgesehene halbzylindermantelförmige Erweiterung
auf der jeweiligen Gewindestange 9 auf, wobei das federbeaufschlagte Formschlusselement
12 von unten durch die Feder den gewünschten Formschluss mit der Gewindestange 9 ergibt.
In diesem Zustand kann das WC nicht mehr abgezogen werden und ist vorläufig fixiert.
[0042] Wenn nun mit der Betätigungsstange 14 der Keilkörper 8 vertikal nach unten bewegt
wird, wird der Keilkörper 7 relativ dazu horizontal nach außen gedrängt und versucht
daher, weil das Formschlusselement 12 über die Drehachse an ihm gelagert ist, die
Gewindestange 9 aus der Wand zu ziehen. Dementsprechend wird als Reaktion der WC-Körper
2 an die Wand angedrückt. In dieser Form kann also eine Verspannung und sichere Befestigung
stattfinden.
[0043] Ferner zeigt Figur 4 bei genauerer Betrachtung, dass wenn man sich den Keilkörper
8 dort deutlich nach unten versetzt vorstellt, ein in Figur 4 ungefähr rechts von
der Drehachse des Formschlusselements 12 liegender Teil des Keilkörpers 8 einen etwas
weiter unten liegenden Teil des Formschlusselements 12 blockiert, sodass dieses unabhängig
von der Federbeaufschlagung nicht mehr aus dem Formschluss herauskommen kann. Dies
bildet also eine zusätzliche Sicherung.
[0044] Wenn das WC aus irgendwelchen Gründen später demontiert werden soll, kann zwar diese
gerade erwähnte Sicherung wieder aufgehoben werden, bleibt aber das Formschlusselement
12 wegen der Federkraftbeaufschlagung in Eingriff (anders als beim folgenden zweiten
Ausführungsbeispiel). Deswegen muss nach Lösen der Verspannung durch Betätigen der
Betätigungsstange 14 die erwähnte Sicherungsschraube, die das Loch 19 in Figur 3 durchsetzt,
herausgenommen werden. Dann kann der nicht mehr verspannte, aber noch fixierte WC-Körper
2, der nun nicht mehr stramm an der Wand anliegt und etwas Spiel hat, etwas verkippt
und so nach oben bewegt werden, dass sich der Riegel 17 aus seinem Aufnahmeschlitz
löst und der WC-Körper 2 komplett abgenommen werden kann. Nach z. B. Reparatur kann
umgekehrt der WC-Körper 2 wieder an dem Rahmen 1 angebaut und mit der Sicherungsschraube
gesichert werden, woraufhin dann in der erläuterten Weise eine Verspannung erfolgt.
[0045] In den Figuren 5 bis 7 ist ein zweites sehr ähnliches Ausführungsbeispiel skizziert,
und zwar in Figur 5 in perspektivischer Ansicht zweier Keilkörper 27 und 28 und eines
im Keilkörper 27 in ähnlicher Weise wie das Formschlusselement 12 aus dem ersten Ausführungsbeispiel
kippbar gelagerten Gegendruckelements. In den Figuren 6 und 7 sieht man einen Schnitt
durch diese Elemente mit einer Schnittebene analog Figur 4, jedoch rechts-links-vertauscht
und mit zusätzlich angedeuteter Stange 29 zur Befestigung an der Wand und Bestätigungsstange
34 zum Spannen.
[0046] Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass der Keilkörper 27 im oberen Bereich
des Durchtritts für die Stange 29 mit einer geriffelten Formschlussfläche 30 für einen
Formschluss mit dem Außengewinde der Stange 29 ausgestattet ist, der Keilkörper 27
hier also selbst als Formschlusselement dient. Umgekehrt dient das kippbar gelagerte
Sicherungselement 32 hier nicht als Formschlusselement im Sinn der Herstellung eines
Formschlusses für die erste Fixierung des WCs beim Aufbringen auf die Stange 29. Vielmehr
ist das Sicherungselement 32 durch eine in Figur 6 symbolisch mit F bezeichnete Federkraft
gegensinnig zum ersten Ausführungsbeispiel beaufschlagt.
[0047] Zunächst einmal kann also das WC so auf die Stange 29 aufgehoben werden, dass die
Formschlussoberflächen 30 zunächst über die Außengewinde der Stangen 29 gehoben und
dann auf sie aufgesetzt werden und infolge der Schwerkraft des WCs auf ihnen verbleiben.
In diesem Zustand kann das WC nicht in horizontaler Richtung nach vorn gezogen werden,
sondern müsste zunächst einmal mit einer seine Schwerkraft kompensierenden Kraft angehoben
werden, ist also vorfixiert.
[0048] Der Vergleich der Figuren 6 und 7 zeigt nun, dass nach einem Herabbewegen des Keilkörpers
28 mit Hilfe der Betätigungsstange 34 die Keilfläche des Keilkörpers 28 bei ihrer
Abwärtsbewegung einen Hebelarm des Sicherungselements 32 aus einer Vertiefung in dieser
Keilfläche herausdrückt und damit eine Kippbewegung gegen die Federkraft F nach oben
bewirkt und das Sicherungselement 32 in dieser hochgekippten Position fixiert. In
dieser Position drückt eine der Fläche 13 aus dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechende
Fläche 33 von unten an die jeweilige Stange 29 und diese damit gegen die Fläche 30
darüber. Auch die Fläche 33 kann geriffelt sein, um insgesamt die Widerstandsfähigkeit
gegen eine horizontale Kraftbeaufschlagung zu erhöhen. Im Unterschied dazu sollte
die obere teilzylindermantelförmige Fläche in der Öffnung 10 in dem Keilkörper 7 aus
dem ersten Ausführungsbeispiel vorzugsweise nicht geriffelt sein, um das Aufschieben
auf die Stange 9 nicht zu erschweren.
[0049] Der Sinn des zweiten Ausführungsbeispiels besteht darin, dass sich hier das Sicherungselement
32 wegen der Federkraft F nach Lösen der Verspannung durch Betätigen der Betätigungsstange
34 wieder selbsttätig nach unten bewegen kann, also in die in Figur 6 gezeigte Position,
woraufhin das WC von den Stangen 29 abgehoben und abgenommen werden kann. Es entfällt
also die Notwendigkeit der im montierten Zustand lösbaren Verbindung zwischen dem
Keramik-WC-Körper 2 und dem Rahmen 1 beim ersten Ausführungsbeispiel. Stattdessen
kann eine Montageeinrichtung gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel unmittelbar an
einem (Keramik-) WC-Körper angebracht werden, etwa unter Verwendung einer Klammer
oder eines Gehäuses ähnlich der Klammer 5 aus dem ersten Ausführungsbeispiel. Natürlich
könnte man sich auch beim ersten Ausführungsbeispiel zusätzliche Einrichtungen vorstellen,
um das Formschlusselement 12 im montierten Zustand des WCs und nach Lösen der Verspannung
der Keilkörper 7 und 8 aus dem Formschluss mit der Stange 9 herausbringen zu können.
[0050] Man kann sich anhand der beiden Ausführungsbeispiele leicht vorstellen, dass auch
ein translatorisch verschiebbares Formschlusselement oder Sicherungselement ähnlich
eingesetzt werden könnte.
[0051] Figur 8 zeigt entsprechend Figur 6 in etwas vereinfachter Schnittdarstellung das
dritte Ausführungsbeispiel. Es entspricht weitgehend dem zweiten Ausführungsbeispiel,
sodass die Erläuterung kurz gehalten werden kann. Allerdings gibt es folgende Abweichungen:
Der rechts eingezeichnete Keilkörper 37 und der links eingezeichnete Keilkörper 38
sind wie mit der Führungsnut 45 in dem Keilkörper 38 und den darin geführten Führungsstiften
46, die mit dem Keilkörper 37 fest verbunden sind oder Teile desselben sind, relativ
zueinander geführt. Ersichtlich hat dabei die Führungsnut 45 eine gestufte Form aus
teilweise senkrecht zu der Richtung der Stange 39 und schräg dazu verlaufenden Abschnitten,
und zwar jeweils für die zwei Führungsstifte 46. Gleichzeitig bestehen die einander
zugewandten Flächen der Keilkörper 37 und 38 nicht nur aus jeweiligen Keilfläche,
hier mit 47 und 48 bezeichnet, sondern auch aus zur Richtung der Stange 39 senkrecht
verlaufenden Flächen 49 und 50.
[0052] In der gezeichneten Position kann die Stange 39 wie in der Situation gemäß Figur
6 eingeführt werden, das WC also aufgesetzt werden, wobei die Formschlusselementfläche
40 den Formschluss herstellt. Wenn dann über die Betätigungsstange 44 der Keilkörper
38 langsam abgesenkt wird, bewegen sich zunächst die Führungsstifte 46 in den senkrecht
(zur Stangenrichtung) verlaufenden Abschnitten der Führungsnut 45 und die entsprechenden
senkrechten Anteile der einander zugewandten Keilkörperflächen, also 49 und 50, aufeinander.
Die schrägen Keilflächen 47 und 48 selbst verringern dabei lediglich ihren Abstand,
stehen aber noch nicht in Kontakt miteinander. In dieser Form bewegt die schräge Keilfläche
48 des beweglichen Keilkörpers 38 einen ihr zugewandten Abschnitt des Sicherungselements
42 (vgl. das Sicherungselement 32 in Figur 6) rotierend um dessen Kippachse, sodass
dieses analog zur Situation in Figur 7 den Formschluss sichert.
[0053] Erst in diesem Zustand kommen die schrägen Keilflächen 47 und 48 miteinander in Kontakt.
Gleichzeitig damit gelangen die Führungsstifte 46 in die schrägen Abschnitte der Führungsnut
45, sodass eine Funktion des Keilspannmechanismus analog den bisherigen Erläuterungen
folgt, dies aber im bereits gesicherten Zustand des Formschlusses. Analog wird bei
umgekehrter Bewegung zunächst die Spannung gelöst und dann erst die Sicherung aufgehoben,
in dem sich das Sicherungselement 42 unter Federkrafteinwirkung oder Schwerkrafteinwirkung
löst.
[0054] Natürlich sind auch Varianten des ersten Ausführungsbeispiels aus den Figuren 1 bis
4 denkbar, bei denen durch eine entsprechende Gestaltung der Keilkörper zunächst der
Formschluss durch Blockade des Formschlusselements 12 mit der Fläche 13 gesichert
wird und dann erst die Verspannung oder ein wesentlicher Teil der Verspannung erfolgt.
1. Montageeinrichtung für einen Sanitärgegenstand (2) zur Montage an einer aus einer
Wand herausstehenden Stange (9, 29), wobei die Montageeinrichtung aufweist:
ein Formschlusselement (12, 13, 30, 40) zum Herstellen eines den Sanitärgegenstand
(2) fixierenden Formschlusses durch Aufbringen des Formschlusselements (12, 13, 30,
40) auf die Stange (9, 29, 39),
einen Keilspannmechanismus (4) zum Verspannen des Sanitärgegenstandes (2) gegen den
Formschluss und damit Anpressen des Sanitärgegenstandes (2) an die Wand.
2. Montageeinrichtung nach Anspruch 1, bei der das Formschlusselement (12, 13, 30, 40)
dazu ausgelegt ist, mit der Stange (9, 29, 39) selbst den Formschluss herzustellen,
insbesondere mit einem an der Stange (9, 29, 39) vorgesehenen Außengewinde.
3. Montageeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der das Formschlusselement (12, 13)
an der Montageeinrichtung verschiebbar geführt oder kippbar gelagert ist, wodurch
eine Beweglichkeit des Formschlusselementes (12, 13) in einer zu der Hauptrichtung
der Stange (9) gewinkelten Richtung gewährleistet ist.
4. Montageeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der das Formschlusselement (30, 40)
fester Bestandteil des Keilspannmechanismus, vorzugsweise eines quer zu der Stange
(29, 39) unbeweglichen Keilkörpers (27, 37) ist.
5. Montageeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der das Formschlusselement
(12, 13, 30, 40) nach Herstellen des Formschlusses und nach Verspannen mittels des
Keilspannmechanismus (4) durch den Keilspannmechanismus (4) an einer Bewegung aus
dem Formschluss heraus gehindert wird.
6. Montageeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, die dazu ausgelegt ist,
dass durch eine Bewegung nur des Sanitärgegenstandes (2) das Formschlusselement (12,
13, 30, 40) auf die Stange (9, 29, 39) aufgebracht werden kann.
7. Montageeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der der Keilspannmechanismus
(4) und das Formschlusselement (12, 13, 30, 40) vor dem Aufbringen des Formschlusselements
(12, 13, 30, 40) auf die Stange (9, 29, 39) aneinander befestigt sind.
8. Montageeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der der Keilspannmechanismus
(4) zumindest einen Keilkörper (7, 8, 27, 28, 37, 38) aufweist und der oder die Keilkörper
(7, 8, 27, 28, 37, 38) des Keilspannmechanismus (4) jeweils eine Öffnung (10, 11)
für die Stange (9, 29, 39) aufweisen, welche Öffnungen (10, 11) nach dem Aufbringen
des Formschlusselements (12, 13, 30, 40) auf die Stange (9, 29, 39) von der Stange
(9, 29, 39) durchsetzt sind, wobei vorzugsweise das Formschlusselement (12, 13, 30,
40) im Zustand des Formschlusses in oder an der oder einer der Öffnungen (10, 11)
angeordnet ist.
9. Montageeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der der Keilspannmechanismus
(4) zwei Keilkörper (7, 8, 27, 28, 37, 38) mit je einer schräg zu der Hauptrichtung
der Stange (9, 29) verlaufenden Keilfläche aufweist, wobei die Keilflächen in Anlage
aneinander und Relativbewegung zueinander zur Verspannung dienen und vorzugsweise
beide Keilkörper (7, 8, 27, 28) von einer gemeinsamen Klammer (5) oder einem Gehäuse
gehalten sind.
10. Montageeinrichtung nach Anspruch 9, bei der einer der Keilkörper (8, 28, 38) zur Verspannung
senkrecht zu der Stangenhauptrichtung bewegt werden kann und der andere Keilkörper
(7, 27, 37) bei der Verspannung nur in der Hauptrichtung der Stange (9, 29, 39), aber
nicht senkrecht dazu, bewegt wird.
11. Montageeinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der der Keilspannmechanismus
(4) eine Betätigungsstange (14, 34, 44) zur Bewegung mindestens eines Keilkörpers
(8, 28, 38) des Keilspannmechanismus (4) aufweist, welche Betätigungsstange (14, 34,
44) und welche Bewegung senkrecht zu der Hauptrichtung der Stange (14, 34, 44) gemäß
Anspruch 1 zur Befestigung des Sanitärgegenstandes (2) verlaufen.
12. Montageeinrichtung nach Anspruch 5 und 9, optional in Verbindung mit einem weiteren
der vorstehenden Ansprüche, bei der die Keilspannvorrichtung dazu ausgelegt ist, Relativbewegung
zwischen den Keilkörpern (37, 38) über einen Teil der möglichen Bewegungsstrecke ohne
Anlage der Keilflächen (47, 48) aneinander und damit ohne Zunahme der Verspannung,
jedoch unter Sicherung des Formschlusses durch Blockieren des Formschlusselements
(40) und/oder Betätigen oder Sichern eines Sicherungselements (42) zu bewirken, und
über einen weiteren Teil der möglichen Bewegungsstrecke unter Anlage der Keilflächen
(47, 48) aneinander zu bewirken, wobei vorzugsweise beiden Keilflächen (47, 48) jeweils
an eine senkrecht zu der Hauptrichtung der Stange (39) verlaufende Fläche (49, 50)
des jeweiligen Keilkörpers grenzen und die senkrechte Bewegung entlang diesen Flächen
(49, 50) erfolgt und die spannende Bewegung entlang den Keilflächen (47, 48) und mit
zunehmender Entfernung der senkrechten Flächen (49, 50) voneinander.
13. Sanitärgegenstand, nämlich WC (2), Bidet, Urinal oder Waschbecken, mit einer Montageeinrichtung
zu seiner Befestigung gemäß einem der vorstehenden Ansprüche.
14. Verwendung einer Montageeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12 zur Befestigung
eines Sanitärgegenstandes (2) an einer Wand.
15. Verfahren zur Montage eines Sanitärgegenstandes (2) an einer Wand unter Verwendung
einer Montageeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei welchem Verfahren
das Formschlusselement (12, 13, 30, 40) auf die Stange (9, 29, 39) aufgebracht und
damit der den Sanitärgegenstand (2) fixierende Formschluss hergestellt wird und dann
der Sanitärgegenstand mittels des Keilspannmechanismus (4) gegen den Formschluss verspannt
und damit an die Wand angepresst wird.