Stand der Technik
[0001] Vorrichtungen zum Bewegen eines Möbelteils an einem Möbelkorpus, wobei Führungsmittel
mit einem Schwenkarm zum Schwenken des Möbelteils vorhanden sind, sind zum Beispiel
als sogenannte Klappen- bzw. Oberklappenbeschläge bekannt. Bei modernen Möbeln ist
eine besonders platzsparende und optisch ansprechende Unterbringung der Bewegungsvorrichtung
grundlegend. In der Regel ist das schwenkbare Möbelteil über zwei vergleichbare Einheiten
der Bewegungsvorrichtung an einem Möbelkorpus aufgenommen.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0002] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung zum Bewegen eines an
einem Möbelkorpus bewegbar aufgenommenen Möbelteils mit Führungsmitteln zum Schwenken
des Möbelteils zu verbessern, insbesondere im Hinblick auf eine platzsparende Anordnung
der Vorrichtung am Möbelteil.
[0003] Diese Aufgabe wird durch die unabhängigen Ansprüche gelöst.
[0004] Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte und zweckmäßige Weiterbildungen der
Erfindung.
[0005] Bei größeren zu bewegenden Möbelklappen müssen die Bauteile der Bewegungsvorrichtung
ausreichend stabil ausgestaltet sein. Für einen hohen Bedienkomfort kann eine Kraftunterstützung
für die Öffnungsbewegung bzw. einer Dämpfanordnung zur gedämpften Schließbewegung
des Möbelteils vorgesehen werden.
[0006] Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zur Bewegung eines an einem Möbelkorpus
eines Möbels aufgenommenen Möbelteils, wobei Führungsmittel der Vorrichtung mit zumindest
einem Schwenkarm zum Schwenken des Möbelteils vorgesehen sind, mit welchen bei montierter
Vorrichtung das Möbelteil aus einer Schließposition in eine Offenposition des Möbelteils
relativ zum Möbelkorpus und zurück bewegbar ist, wobei die Vorrichtung eine am Möbelkorpus
anbringbare Basiseinheit und eine am Möbelteil anbringbare Montageeinheit aufweist,
wobei die Basiseinheit und die Montageeinheit über die Führungsmittel verbunden sind.
[0007] Der Kern der Erfindung liegt darin, dass die Montageeinheit Verstellmittel umfasst,
mit denen eine Verstellung der Relativposition zwischen einem an der Montageeinheit
angreifenden Teil der Führungsmittel und der Montageeinheit vornehmbar ist, wobei
die Verstellmittel in einem zu einer Oberseite der Montageeinheit tieferliegenden
Bereich untergebracht sind. Damit kann die Montageeinheit platzsparend ausgebildet
werden. Insbesondere wird bei einer vorteilhaften Anordnung der Montageeinheit in
einer auf die Montageeinheit abgestimmten vorhandenen Vertiefung in dem Möbelteil
durch die Verstellmittel kein weiterer Bauraum benötigt. Die Vertiefung ist vorzugsweise
ein nachträglich aus dem vorgefertigten Möbelteil herausgearbeiteter materialfreier
Bereich, indem ein vorgebbares Volumen des Materials des vorgefertigten Möbelteils
herausgenommen wird, zum Beispiel aus einem Holzmaterial herausgefräst wird. Dabei
bleibt eine Restbodendicke am Möbelteil erhalten, so dass die Seite des Möbelteils,
die der Seite mit der Materialausnehmung entgegengesetzt vorhanden ist, wie eine Möbelteil-Außenseite
unverändert und damit optisch vorteilhaft erhalten bleibt.
[0008] Dabei ist es für eine hohe Stabilität der Montageeinheit bzw. aus mechanischen Gründen
und aus Gründen eines minimal notwendigen Materialeinsatzes zur Herstellung der Montageeinheit
vorteilhaft, wenn die Montageeinheit topfartig ausgestaltet ist, mit einer Grundplatte
wie zum Beispiel einem ebenen Topfboden und einem nach oben sich erstreckenden Wandabschnitt
wie einer Topfwand. Die Montageeinheit weist zum Beispiel einen in der Grundform runden
oder ovalen Topfboden auf, der über zumindest wesentliche Bereiche des Randes des
Topfbodens von einer winklig zum Topfboden abstehenden Topfwand umschlossen ist. Die
topfartige Montageeinheit kann damit in eine passende Materialausnehmung bzw. Vertiefung
eingesetzt werden. Dabei ist es mechanisch vorteilhaft bzw. stabilisierend, dass die
Außenseiten der Montageeinheit bzw. der Grundplatte und der Wandabschnitt flächig
an den Wandungen der Materialausnehmung in Anlage sind. Dies bedeutet, dass vorteilhafterweise
die Materialausnehmung auf die Außenform der Montageeinheit abgestimmt im Möbelteil
vorhanden ist.
[0009] Damit ist es von Vorteil, den ohnehin vorhandenen Freiraum oberhalb der Grundplatte
bzw. des Topfbodens bis zur Oberkante des Wandabschnitts bzw. der Topfwand bzw. das
Topfvolumen des topfartigen Bereichs für die Unterbringung der Verstellmittel zu nutzen.
Damit ist die Montageeinheit trotz der vorhandenen Verstellmittel platzsparend ausgebildet
insbesondere nimmt die Montageeinheit nicht mehr Bauraum ein, als eine topfartige
Montageeinheit ohne Verstellmittel.
[0010] Weiter ist es vorteilhaft, dass die Montageeinheit eine Grundplatte mit einer von
der Grundplatte aufgespannten Grundplatten-Ebene aufweist, wobei im Bereich eines
Grundplatten-Randes ein zur Grundplatten-Ebene abstehender Wandabschnitt vorhanden
ist, wobei mit einem Abstand zur Grundplatten-Ebene ein zum Wandabschnitt winklig
ausgerichteter Anlageflansch sich am Wandabschnitt nach außen erstreckt, so dass der
Anlageflansch oberhalb eines Bereichs vorhanden ist, welcher außerhalb des Grundplatten-Randes
liegt.
Damit kann die Basiseinheit mit der Grundplatte vorteilhaft in einen zu einer flächigen
Innenseite tieferliegenden Bereich einer Wand des Möbelkorpus eingesetzt werden. Die
Basiseinheit ist damit vorzugsweise vollständig bzw. bündig versenkt in dem tieferliegenden
Bereich unterbringbar oder geringfügig überstehend zu einem Rand des tieferliegenden
Bereichs. Mit Hilfe der Anlageflansch kann vorteilhaft eine sichere und stabile Verbindung
der Bewegungsvorrichtung am Möbelkorpus hergestellt werden, zum Beispiel mit Schraubmitteln
wie Schrauben, die durch den Anlageflansch reichen und in die Wand des Möbelkorpus
eingeschraubt werden.
[0011] Der tieferliegende Bereich ist vorzugsweise passend auf die Form bzw. Größe der Basiseinheit
abgestimmt und zum Beispiel eine Materialausnehmung in einer Wand insbesondere einer
Seitenwand des Möbelkorpus. Vorzugsweise ist die Materialausnehmung zu benachbarten
Abschnitten der Wand des Möbelkorpus vertieft mit einem verbleibenden Restboden mit
geringerer Dicke. Bevorzugt ist es, dass die Materialausnehmung sich bis zu einer
vorderen schmalen Stirnseite der Möbelkorpuswand erstreckt.
[0012] Der Anlageflansch überdeckt den Bereich außerhalb und oberhalb des Grundplatten-Randes,
wobei der Bereich sich an den Grundplatten-Rand anschließt.
[0013] Die Tiefe der Ausnehmung bezogen auf eine innere Flächenseite der Korpus-Seitenwand,
in welcher die Ausnehmung eingebracht ist, ist auf die Höhe der Basiseinheit bzw.
die Höhe des Wandabschnitts plus eine Materialdicke der Grundplatte und des Anlageflansches
abgestimmt. Wenn die Basiseinheit aus einem Blechstück hergestellt ist, schließt der
Wandabschnitt vorzugsweise mit einer Umbiegung an den Rand der Grundplatte an. Der
Anlageflansch bildet sich dann vorzugsweise ebenfalls über eine z. B. rechtwinklige
Umbiegung am Wandabschnitt aus.
[0014] An der Grundplatte ist eine bzw. sind vorzugsweise mehrere erste Lagerstellen von
Schwenkachsen vorhanden, die zu einem mehrteiligen Schwenkarm zum Beispiel in der
Art eines Mehrgelenk-Scharniers gehören.
[0015] Die erfindungsgemäße Vorrichtung dient insbesondere zur Bewegung einer Tür oder Klappe,
die an dem Möbelkorpus mit der Vorrichtung aufgenommen und um eine senkrechte oder
um eine horizontale Schwenkachse schwenkbar sind. Die Schwenkachse wird dabei von
der Vorrichtung bzw. dem Schwenkarm bzw. den mehreren Armen des Schwenkarms bereitgestellt.
[0016] Die Vorrichtung ist vorzugsweise als Oberklappen-Möbelbeschlag ausgebildet, wobei
das bewegbare Möbelteil in der Schließposition eine maximal an eine Frontseite des
Möbelkorpus heranbewegte Position einnimmt. Die Vorrichtung ist ausgebildet, in einem
oberen vorderen Randbereich einer linken und rechten Seitenwand des Möbelkorpus angebracht
zu werden, unterhalb eines Oberbodens des Möbelkorpus. Demgemäß ist die Materialausnehmung
in den beiden Seitenwänden oben an die vordere Stirnseite anschließend vorhanden.
[0017] Für eine Unterstützung der Öffnungsbewegung der Tür oder Klappe umfassen die Führungsmittel
vorzugsweise einen Kraftspeicher wie zum Beispiel mehrere parallele Druckschraubenfedern
und eine Dämpfanordnung zur gedämpften Schließbewegung des Möbelteils. Für die Auslösung
der Vorrichtung bei geschlossenem Möbelteil am Möbelkorpus ist vorzugsweise eine Touch-Latch-Funktion
in der Vorrichtung integriert. Dies bedeutet, dass man durch geringes Eindrücken des
geschlossenen Möbelteils in Schließrichtung eine Verriegelung auslöst, so dass im
Anschluss unter der Wirkung des Kraftspeichers das Möbelteil in Öffnungsrichtung ausgestoßen
wird.
[0018] Vorteilhafterweise ist die Basiseinheit über einen Schwenkarm der Führungsmittel
mit einer Montageeinheit verbunden, wobei die Montageeinheit für eine versenkte Anbringung
im Bereich einer Materialausnehmung des Möbelteils ausgebildet ist.
[0019] Damit wird eine platzsparende Anordnung der erfindungsgemäßen Vorrichtung gegenüber
einer auf der Innenseite des Möbelteils aufgesetzten Anbringung einer bekannten Montageeinheit
erreicht, wie es bei bekannten Vorrichtungen realisiert ist. Die Montageeinheit weist
vorzugsweise eine zur Grundform der Basiseinheit vergleichbare Grundform mit Grundplatte,
Wandabschnitt und Anlageflansch auf. Die Montageeinheit ragt erfindungsgemäß bei geschlossenem
Möbelteil nicht in den Innenraum des Möbelkorpus hinein und verringert daher keinen
Raum zum Unterbringen von Gegenständen. Außerdem ist die versenkte Unterbringung optisch
ansprechender bzw. unauffälliger.
[0020] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ermöglichen die Verstellmittel
eine Verstellung in zumindest eine von drei senkrecht zueinander stehenden Raumrichtungen.
Vorzugsweise ermöglichen die Verstellmittel eine Verstellung in jeweils eine von drei
senkrecht zueinander stehenden Raumrichtungen. Auf diese Weise kann das Möbelteil
exakt ausgerichtet relativ zum Möbelkorpus gebracht werden. Denn durch insbesondere
in der Praxis immer auftretende Toleranzen am Möbel und/oder der Bewegungsvorrichtung
sind in der erstmalig eingerichteten Montageposition unterschiedliche Montagepositionen
des Möbelteils gegeben bzw. kommt es zu Versätzen zwischen dem Möbelteil und dem Möbelkorpus,
was optisch durch nicht fluchtende Bauteilkanten am Möbelteil und am Möbelkorpus auffällt
bzw. unerwünscht ist. Die Verstellung für eine Feinjustierung des Möbelteils relativ
zum Möbelkorpus mit den Verstellmitteln erfolgt vorzugsweise stufenlos, womit eine
z. B. zehntel-millimetergenaue Einstellung möglich ist. Insbesondere kann ein optisch
ansprechendes Schließbild des Möbelteils in der Schließposition am Möbelkorpus mit
den Verstellmitteln erreicht werden,
Von Vorteil ist es, dass die Verstellmittel Tiefenverstellmittel zur Tiefenverstellung
eines über die Vorrichtung an einem Möbelkorpus bewegbar aufgenommenen Möbelteils
ermöglicht. Damit kann das Möbelteil zum Beispiel in der Schließposition näher an
eine vordere Stirnseite des Möbelkorpus herangebracht oder weiter von dieser wegversetzt
werden. Es lässt sich insbesondere ein gewünschter geringer Spalt bei geschlossenem
Möbelteil zur Möbelkorpus-Stirnseite vorgeben, was einem Eindringen von Staub ins
Innere des Möbelkorpus bei geschlossenem Möbelteil entgegenwirkt.
[0021] Es ist überdies vorteilhaft, dass die Verstellmittel Höhenverstellmittel aufweisen
zur Höhenverstellung eines Möbelteils, an dem die Montageeinheit angbringbar ist.
Damit kann zum Beispiel in der Schließposition des Möbelteils am Möbelkorpus ein Spaltbild
mit jeweils einem Spalt zwischen benachbarten Möbelteilen des Möbels bestimmt werden.
Insbesondere lassen sich einheitliche Spaltbreiten mit einem senkrechten und/oder
horizontalen Spalt zwischen zwei oder mehr am Möbelteil in Schließposition vorhandenen
Möbelteilen realisieren, was optisch ansprechend ist.
[0022] Weiter ist es bevorzugt, dass die Verstellmittel Seitenverstellmittel umfassen zur
Seitenverstellung eines Möbelteils, an dem die Montageeinheit angbringbar ist. Dies
ermöglicht ein vorteilhaftes Spaltbild und es kann eine vertikale Seitenkante des
Möbelteils ausgerichtet werden bzw. fluchtend bzw. exakt bündig mit einer Außenseite
einer Seitenwand des Möbelkorpus gebracht werden, wenn die Breite des Möbelteils der
Breite des Möbelkorpus entspricht.
[0023] Nach einer vorteilhaften Variante der Erfindung umfassen die Verstellmittel eine
Schraubenanordnung. Eine Schraubenanordnung ist für eine stufenlose ggf. selbsthemmende
Verstellung geeignet, auch bei beengten Verhältnissen verwendbar, aus standardisierten
Komponenten aufbaubar und mit Schraubendreh-Werkzeugen unkompliziert bzw. manuell
bedienbar.
[0024] Vorteilhafterweise umfassen die Verstellmittel eine Exzenteranordnung. Eine Exzenteranordnung
ist platzsparend, selbstsichernd und mit wenigen Bauteilen einrichtbar.
[0025] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung umfassen die Verstellmittel eine Schneckenanordnung.
Eine Schneckenanordnung ermöglicht eine feinfühlige und feinstufige Verstellung.
[0026] Weiter ist es vorteilhaft, dass Schnellverbindungsmittel vorgesehen sind, mit denen
ein Schwenkarm der Führungsmittel lösbar mit der Montageeinheit verbindbar ist. Damit
kann die Montage und Demontage des Möbelteils in wenigen Handgriffen und unkompliziert
vorgenommen werden.
[0027] Die Erfindung erstreckt sich auch auf ein Möbel mit einem Möbelkorpus und einem daran
aufgenommenen bewegbaren Möbelteil mit einer Vorrichtung wie oben beschrieben. Das
Möbel ist vorzugsweise als Oberschrank mit einer Oberklappe ausgebildet, wobei die
Oberklappe über zwei Beschlageinheiten der Vorrichtung bewegbar aufgenommen ist bzw.
schwenkbar um eine horizontale Achse. Beide Beschlageinheiten sind insbesondere als
Mehrgelenk-Scharnier gestaltet mit mehreren zusammenwirkenden Schwenkarmen, so dass
mehrere Schwenkachsen an der Schwenkarm-Anordnung realisiert sind.
Figurenbeschreibung
[0028] Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind anhand von in den Figuren schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Im Einzelnen zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht auf ein erfindungsgemäßes Möbel mit einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Bewegung eines geöffnet dargestellten Möbelteils,
- Fig. 2
- den in Fig. 1 umrandeten Bereich A in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 3
- die Bewegungsvorrichtung gemäß dem umrandeten Bereich A in Fig. 1 in perspektivischer
Ansicht ohne ein Abdeckelement der Vorrichtung,
- Fig. 4
- eine vergrößerte Detailansicht des umrandete Bereichs B in Fig. 3,
- Fig. 5
- einen teilweise geschnitten gezeigten Ausschnitt des Möbels mit der erfindungsgemäßen
Vorrichtung gemäß Fig. 1 ohne Abdeckelement jedoch bei geschlossen dargestelltem Möbelteil,
- Fig. 6
- den in Fig. 5 umrandeten Bereich C in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 7
- den in Fig. 5 gezeigten Ausschnitt des Möbels mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
teilweise geschnitten bei geöffnet dargestelltem Möbelteil,
- Fig. 8
- den in Fig. 7 umrandeten Bereich D in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 9
- eine Ansicht des Ausschnitts des Möbels mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß
Figur 7 teilweise geschnitten,
- Fig. 10
- das Möbel mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß Figur 7 im Schnitt gemäß der
Linie A-A in Fig. 9,
- Fig. 10a
- den in Fig. 10 umrandeten Bereich F in vergrößerter Darstellung ohne eine eingesetzte
Basiseinheit,
- Fig. 11
- den in Fig. 10 umrandeten Bereich E in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 12
- das Möbel gemäß Fig. 1 in der Teilansicht gemäß Fig. 2 jedoch in einer aufgesetzten
Montagestellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Bewegung des Möbelteils,
- Fig. 13
- einen Teileinheit einer alternative erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Bewegung eines
Möbelteils in einer stark schematisierten Darstellung,
- Fig. 14
- eine Seiten-Teilansicht auf das Möbel bei geöffnet dargestelltem Möbelteil, teilweise
geschnitten,
- Fig. 15
- den in Figur 14 umrandeten Bereich G in vergrößerter Darstellung,
- Fig. 16 und 17
- einen Ausschnitt im Bereich einer Verbindung zwischen einer teils geschnittenen Schwenkarm-Anordnung
und einer Montageeinheit der erfindungsgemäßen Vorrichtung in zwei unterschiedlichen
Montageschritten von der Seite.
[0029] Für sich entsprechende Elemente unterschiedlicher Ausführungsbeispiele sind teils
die gleichen Bezugszeichen verwendet.
[0030] Fig. 1 zeigt perspektivisch ein erfindungsgemäßes Möbel bzw. einen Oberschrank 1
mit einem kastenförmigen Möbelkorpus 2 und einem daran aufgenommenen Möbelteil, das
als eine plattenartige Oberklappe 3 ausgebildet ist, welche in einer Offenstellung
relativ zum Möbelkorpus 2 gezeigt ist.
[0031] Der Möbelkorpus 2 umfasst zwei gegenüberliegende aufrechte Seitenwände 4 und 5, die
unten mit einem Unterboden 6 und oben mit einem Oberboden 7 verbunden sind. Rückseitig
ist der Möbelkorpus 2 von einer Rückwand 8 verschlossen.
[0032] Zur Bewegung der Oberklappe 3 um eine horizontale Schwenkachse relativ zum Möbelkorpus
2 aus der in Fig. 1 gezeigten Offenstellung in eine zum Möbelkorpus 2 frontseitig
heranbewegte Schließstellung (s. Fig. 5, 6) ist eine erfindungsgemäße Bewegungsvorrichtung
vorhanden, die als Oberklappenbeschlag 9 ausgestaltet ist. Der Oberklappenbeschlag
9 weist an der Seitenwand 4 eine erste Beschlageinheit 10 und an der Seitenwand 5
eine zweite Beschlageinheit 11 auf, die gleichartig aber zur funktionsrichtigen Anordnung
an der jeweiligen Seitenwand 4 bzw. 5 seitenbezogen aufgebaut sind.
[0033] Jede Beschlageinheit 10 und 11 umfasst eine Basiseinheit 12, Führungsmittel 13 mit
einer Schwenkarm-Anordnung 14 und eine Montageplatte 15. Über mehrere gelenkig gelagerte
Schwenkarme 14.1 bis 14.9 der Schwenkarm-Anordnung 14 ist die Basiseinheit 12 mit
der Montageplatte 15 verbunden, welche fest an einer Innenseite der Oberklappe 3 versenkt
in einer Materialausnehmung 36 befestigt ist.
[0034] Außerdem weisen die Führungsmittel 13 einen mit einer Verstelleinheit 17 verstellbaren
Kraftspeicher 16 zur Unterstützung der Öffnungsbewegung der Oberklappe 3 in die Offenstellung
und eine Dämpfervorrichtung 18 für eine gedämpfte Schließbewegung der Oberklappe 3
in die Schließstellung auf.
[0035] Die Basiseinheit 12 ist vorzugsweise aus einem Blechbauteil gebildet und umfasst
eine ebene, flache bzw. dünne Grundplatte 19 und eine zur Grundplatte 19 gegenüberliegende
flache dünne Abdeckplatte 20, welche lediglich in den Fig. 1 und 2 bzw. in Fig. 12
teilweise dargestellt ist.
[0036] Außerdem ist stirnseitig an der Basiseinheit 12 ein Stirnabschnitt 21 vorhanden,
dessen Außenseite quer zur Ebene der Grundplatte 19 ausgerichtet ist. Durch eine rechteckförmige
Aussparung 22 in dem Stirnabschnitt 21 greifen die betreffenden Schwenkarme der Schwenkarm-Anordnung
14.
[0037] Die in der Grundfläche viereckige bzw. rechteckige Grundplatte 12 weist demgemäß
vier gerade verlaufende Grundplatten-Ränder 23 bis 26 auf, wobei im gezeigten Ausführungsbeispiel
an den zwei benachbarten Grundplatten-Rändern 25 und 26 jeweils ein zur Ebene der
Grundplatte 19 senkrecht hochstehender rechteck- bzw. streifenförmiger Wandabschnitt
27, 28 vorhanden ist. Die Wandabschnitte 27, 28 sind identisch in ihrer Höhe, welche
vorzugsweise um ein vorgebbares Maß geringer ist als die Dicke des Wandelements des
Möbels bzw. der Seitenwand 4 des Oberschranks 1, an welcher die Basiseinheit 12 der
Beschlageinheit 10 angebracht wird. Wenn die Seitenwand 4 eine übliche Dicke a von
16 Millimeter aufweist (s. Fig. 2, 10, 10a), dann beträgt die Höhe h der Basiseinheit
12 zum Beispiel vorzugsweise 12 Millimeter oder weniger. Damit kann die Basiseinheit
12 in eine vorbereitet Materialausnehmung 31 versenkt bzw. bündig eingesetzt werden
(s. Fig. 9, 10a), wenn die Materialausnehmung 31 eine Tiefe von 12 Millimeter aufweist.
Die Restbodendicke der Materialausnehmung 31 beträgt dann demgemäß 4 Millimeter. Die
Höhe h der Basiseinheit setzt sich neben der Höhe des Wandabschnitts 27, 28 zusätzlich
aus der Dicke der Grundplatte 19 und der Dicke des Anlageflansches 29, 30 zusammen.
Bei einer angenommenen Blechdicke von z. B. einem Millimeter und einer Höhe h der
Basiseinheit 12 von 12 Millimetern beträgt die Höhe des Wandabschnitts 27 bzw. 28
zehn Millimeter.
[0038] Damit die mechanische Schwächung der Seitenwand 4, 5 durch die Materialausnehmung
31 bzw. aufgrund des fehlenden Wandmaterials verglichen zur Seitenwand ohne Materialausnehmung
31 zu keinen unerwünschten Folgen führt, sind Anlageflansche 29, 30 vorhanden. Mit
den Anlageflanschen 29, 30 und daran an- bzw. durchgreifenden Befestigungsmitteln
wie zum Beispiel Schraubmittel 40 lässt sich die Beschlageinheit 10 bzw. die Basiseinheit
12 an der Seitenwand 4 fest anbringen, insbesondere positionsfest und spielfrei fixieren.
Zur Stabilisierung der geschwächten Seitenwand 4, 5 im Bereich der Materialausnehmung
31, trägt außerdem die eingesetzte Basiseinheit 12 bei. Dabei wirkt vorteilhaft ein
Flächenkontakt über die flächige Anlage der Außenseite der Basiseinheit 12 mit der
Wandung der Materialausnehmung 31, was stabilisierend wirkt. Zusätzlich kann die Befestigung
bzw. Haftwirkung durch Klebemittel wie eine Klebschicht zwischen der Basiseinheit
12 und der Materialaussparung 31 verbessert bzw. erhöht werden.
[0039] An jeden Wandabschnitt 27 und 28 schließt ein rechtwinklig daran abgewinkelter Anlageflansch
an, also an dem Wandabschnitt 27 der Anlageflansch 29 und an dem Wandabschnitt 28
der Anlageflansch 30. Die Anlageflansche 29, 30 sind ebenfalls rechteck- bzw. streifenförmig
zum Beispiel zwischen 5 und 25 Millimeter breit, vorzugsweise circa 15 Millimeter
breit.
[0040] Die Befestigungsmittel wie die Schraubmittel 40 greifen z. B. durch vorbereitete
Durchgangslöcher in den Anlageflanschen 29, 30.
[0041] Wenn die Basiseinheit 12 bündig mit einer Innenseite 4a der Seitenwand 4 sein soll,
ist es vorteilhaft, wenn die Materialausnehmung 31 eine zentrale vertiefte Haupttasche
31a aufweist, in welche die Basiseinheit 12 eintaucht, und außen daran anschließend
ein schmaler Rand mit einer nur geringen Tiefe der Materialausnehmung 31 als Nebentasche
31b vorhanden ist (s. Fig. 10a), welche auf die Form und Größe der Anlageflansche
29, 30 abgestimmt ist. Die Nebentasche 31b weist eine Tiefe auf, welche der Dicke
der Anlageflansche 29, 30 entspricht, wohingegen die Tiefe der Haupttasche der Dicke
der Gesamtdicke der Basiseinheit 12 von z. B. 12 Millimeter entspricht, bezogen z.
B. auf die Innenseite 4a der dazugehörigen Seitenwand 4.
[0042] Vorne im Bereich des Grundplatten-Randes 23 ist im montierten Zustand der Beschlageinheit
10 der rechteckförmige flache Stirnabschnitt 21 bündig versenkt zu einer vorderen
schmalen Stirnseite 4b der Seitenwand 4.
[0043] Am oberseitigen Grundplatten-Rand 24 ist ein senkrecht zur Ebene der Grundplatte
19 rechtwinklig vorstehender Wandabschnitt 32 vorgesehen, jedoch ohne Anlageflansch,
da der Grundplatten-Rand 24 unterseitig an den Oberboden 7 anschließt. Zur Befestigung
der Basiseinheit 12 an dem Oberboden 7 greift eine Schraube 33 durch eine schräg ausgerichtete
Durchlassöffnung in einem Winkelelement 34 und durch eine Öffnung 35 in dem Wandabschnitt
32, so dass die Schraube 33 schräg in den Oberboden 7 einschraubbar ist, womit die
Basiseinheit 12 nach oben und zur Seitenwand 4 hingezogen wird.
[0044] Auch die Montageplatte 15 ist vorteilhaft in einer entsprechenden Materialausnehmung
36 in der Oberklappe 3 versenkt vorzugsweise bündig zur Innenseite der Oberklappe
3 untergebracht.
[0045] Die Beschlageinheit 10 bzw. die Basiseinheit 12 kann an dem Möbelkorpus 2 auch ohne
eine Materialausnehmung angebracht werden (s. Fig. 12). Dazu greifen Schraubmittel
37 durch die Abdeckplatte 20 und die Löcher in den Anlageflansche 29 und 30 und durch
nicht ersichtliche Adaptermittel, die zwischen der Unterseite der Anlageflansche 29,
30 und der Innenseite 4a der Seitenwand 4 passend einsetzbar sind, mit entsprechenden
Öffnungen darin zum Durchgreifen der Schraubmittel 37, die über die Adaptermittel
hindurchreichend in die Seitenwand 4 einschraubbar sind.
[0046] Fig. 13 zeigt eine alternative Beschlageinheit 38 mit je zwei rechteckigen Anlagelaschen
39 samt Schraubloch an den beiden Wandabschnitten 27 und 28, wobei die Anlagelaschen
39 je eine Loch aufweisen zum Durchgreifen von Schraubmitteln und wobei die Anlagelaschen
39 sich nur über eine vergleichsweise kurze Strecke entlang der Wandabschnitte 29,
30 erstrecken.
[0047] Figur 14 zeigt den oberen Abschnitt des Oberschranks 1 bei geöffneter Oberklappe
3, wobei die Oberklappe 3 teilweise und die Montageplatte 15 komplett geschnitten
dargestellt ist. Demgemäß ist die Montageplatte 15 in der passenden Materialausnehmung
36 nahezu vollständig versenkt aufgenommen. Die Montageplatte 15 ist in der Grundform
mit der Grundform der Basiseinheit 12 vergleichbar und weist eine ebene Grundplatte
42, einen daran hochstehenden Wandabschnitt 43 und einen winklig nach außen am Wandabschnitt
43 abstehenden Anlageflansch 44 auf. Eine Oberseite 44a der Montageplatte 15 bzw.
der Anlageflansch 44 und eine daran lösbar aufgesteckte deckelartige flache und dünne
Abdeckung 41 stehen geringfügig über die Innenseite 3a der Oberklappe 3 über. Die
Materialausnehmung 36 umfasst eine tiefere Haupttasche 36a und eine flachere Nebentasche
36b, in welcher der Anlageflansch 44 der Montageplatte 15 aufgenommen ist. Im vertieften
Bereich der Montageplatte 15 oberhalb der Grundplatte 42 und innerhalb der Höhe des
Wandabschnitts 43 sind Verstellmittel 45 zur Verstellung der Relativposition zwischen
der Schwenkarm-Anordnung 14 und der Montageplatte 15 untergebracht. Von der Schwenkarm-Anordnung
14 reichen die Schwenkarme 14.5, 14.7 und 14.9 bis in den Bereich der Montageplatte
15.
[0048] Die Verstellmittel 45 umfassen Tiefenverstellmittel 46 mit einer Stellschraube 47,
Seitenverstellmittel 48 mit einem Exzenter 49 und Höhenverstellmittel 50 mit einer
Verstellschnecke 51.
[0049] Mit den Tiefenverstellmitteln 46 erfolgt eine Verstellung der Relativposition zwischen
der Schwenkarm-Anordnung 14 und der Montageplatte 15 in die Richtungen gemäß des Doppelpfeils
P1.
[0050] Mit den Seitenverstellmitteln 48 erfolgt eine Verstellung der Relativposition zwischen
der Schwenkarm-Anordnung 14 und der Montageplatte 15 in die Richtungen gemäß des Doppelpfeils
P2.
[0051] Mit den Höhenverstellmitteln 50 erfolgt eine Verstellung der Relativposition zwischen
der Schwenkarm-Anordnung 14 und der Montageplatte 15 in die Richtungen gemäß des Doppelpfeils
P3.
[0052] Die Montage zur lösbaren Anbringung der Oberklappe 3 mit der Montageplatte 15 am
vorderen Ende der Schwenkarm-Anordnung 14 ist in den Figuren 16 und 17 verdeutlicht.
Hierfür sind Schnell-Verbindungsmittel 52 vorgesehen, die an der der Schwenkarm-Anordnung
14 einen schwenkbaren Rasthebel 53 und einen Stift 54 nahe am Rasthebel 53 und einen
weiteren zum Rasthebel 53 beabstandeten Stift 55 umfasst, wobei die Längsachsen der
Stifte 54, 55 parallel zur Schwenkachse des Rasthebels 53 verlaufen.
[0053] An der Montageplatte 15 umfassen die Schnell-Verbindungsmittel 52 eine Rastnase 56
und einen Rasthaken 57, die auf den Rasthebel 53, den Stift 54 und den Stift 55 passend
abgestimmt ausgebildet sind.
[0054] Nach dem positionsrichtigen Heranführen der Oberklappe 3 mit der Montageplatte 15
an die Schwenkarm-Anordnung 14 kommt bei gegen den Uhrzeigersinn verschwenktem Rasthebel
53 der Stift 54 in einer Kerbe des Rasthaken 57 in eine Anschlagstellung und gleichzeitig
der Stift 55 in einer Einkerbung des Rasthakens 57 (s. Fig. 17). Dann wird der Rasthebel
53 manuell im Uhrzeigersinn gemäß P4 verschwenkt, so dass eine Nase des Rasthebels
53 in eine Vertiefung der Rastnase 56 eingreift und die feste Verankerung eingerichtet
ist.
[0055] Die Demontage erfolgt durch die umgekehrte Reihenfolge der Schritte, die zur Montage
nötig sind.
Bezugszeichenliste:
| 1 |
Oberschrank |
35 |
Öffnung |
| 2 |
Möbelkorpus |
36 |
Materialausnehmung |
| 3 |
Oberklappe |
36a |
Haupttasche |
| 3a |
Innenseite |
36b |
Nebentasche |
| 4 |
Seitenwand |
37 |
Schraubmittel |
| 4a |
Innenseite |
38 |
Beschlageinheit |
| 4b |
Stirnseite |
39 |
Anlagelasche |
| 5 |
Seitenwand |
40 |
Schraubmittel |
| 6 |
Unterboden |
41 |
Abdeckung |
| 7 |
Oberboden |
42 |
Grundplatte |
| 8 |
Rückwand |
43 |
Wandabschnitt |
| 9 |
Oberklappenbeschlag |
44 |
Anlageflansch |
| 10 |
Beschlageinheit |
44a |
Oberseite |
| 11 |
Beschlageinheit |
45 |
Verstellmittel |
| 12 |
Basiseinheit |
46 |
Tiefenverstellmittel |
| 13 |
Führungsmittel |
47 |
Stellschraube |
| 14 |
Schwenkarm-Anordnung |
48 |
Seitenverstellmittel |
| 49 |
Exzenter |
| 14.1-14.9 |
Schwenkarm |
50 |
Höhenverstellmittel |
| 15 |
Montageplatte |
51 |
Schnecke |
| 16 |
Kraftspeicher |
52 |
Schnellverbindungsmittel |
| 17 |
Verstelleinheit |
| 18 |
Dämpfervorrichtung |
53 |
Rasthebel |
| 19 |
Grundplatte |
54 |
Stift |
| 20 |
Abdeckplatte |
55 |
Stift |
| 21 |
Stirnabschnitt |
56 |
Rastnase |
| 22 |
Aussparung |
57 |
Rasthaken |
| 23-26 |
Grundplatten-Rand |
|
|
| 27, 28 |
Wandabschnitt |
|
|
| 29, 30 |
Anlageflansch |
|
|
| 31 |
Materialausnehmung |
|
|
| 31a |
Haupttasche |
|
|
| 31b |
Nebentasche |
|
|
| 32 |
Wandabschnitt |
|
|
| 33 |
Schraube |
|
|
| 34 |
Winkelelement |
|
|
1. Vorrichtung (9) zur Bewegung eines an einem Möbelkorpus (2) eines Möbels (1) aufgenommenen
Möbelteils (3), wobei Führungsmittel (13) der Vorrichtung (9) mit zumindest einem
Schwenkarm (14.1-14.9) zum Schwenken des Möbelteils (3) vorgesehen sind, mit welchen
bei montierter Vorrichtung (9) das Möbelteil (3) aus einer Schließposition in eine
Offenposition des Möbelteils (3) relativ zum Möbelkorpus (2) und zurück bewegbar ist,
wobei die Vorrichtung (9) eine am Möbelkorpus (2) anbringbare Basiseinheit (12) und
eine am Möbelteil (3) anbringbare Montageeinheit (15) aufweist, wobei die Basiseinheit
(12) und die Montageeinheit (15) über die Führungsmittel (13) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageeinheit (15) Verstellmittel (45) umfasst, mit denen eine Verstellung der
Relativposition zwischen einem an der Montageeinheit (15) angreifenden Teil der Führungsmittel
(13) und der Montageeinheit (15) vornehmbar ist, wobei die Verstellmittel (45) in
einem zu einer Oberseite (44a) der Montageeinheit (15) tieferliegenden Bereich untergebracht
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Montageeinheit (15) eine Grundplatte (42) mit einer von der Grundplatte (42)
aufgespannten Grundplatten-Ebene aufweist, wobei im Bereich eines Grundplatten-Randes
ein zur Grundplatten-Ebene abstehender Wandabschnitt (43) vorhanden ist, wobei mit
einem Abstand zur Grundplatten-Ebene ein zum Wandabschnitt (43) winklig ausgerichteter
Anlageflansch (44) sich am Wandabschnitt (43) nach außen erstreckt, so dass der Anlageflansch
(44) oberhalb eines Bereichs vorhanden ist, welcher außerhalb des Grundplatten-Randes
liegt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellmittel (45) eine Verstellung in zumindest eine von drei senkrecht zueinander
stehenden Raumrichtungen ermöglichen.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellmittel (45) Tiefenverstellmittel (46) zur Tiefenverstellung eines über
die Vorrichtung (9) an einem Möbelkorpus (2) bewegbar aufgenommenen Möbelteils (3)
umfassen.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellmittel (45) Höhenverstellmittel (50) aufweisen zur Höhenverstellung eines
Möbelteils (3), an dem die Montageeinheit (15) anbringbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellmittel (45) Seitenverstellmittel (48) umfassen zur Seitenverstellung
eines Möbelteils (3), an dem die Montageeinheit (15) anbringbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellmittel (45) eine Schraubenanordnung umfassen.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellmittel (45) eine Exzenteranordnung umfassen.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellmittel (45) eine Schneckenanordnung umfassen.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, Schnellverbindungsmittel (52) vorgesehen sind, mit denen ein Schwenkarm (14.5, 14.7,
14.9) der Führungsmittel (13) lösbar mit der Montageeinheit (15) verbindbar ist.
11. Möbel (1) mit einem Möbelkorpus (2) und einem daran aufgenommenen bewegbaren Möbelteil
(3) mit einer Vorrichtung (9) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.