[0001] Die Erfindung betrifft ein Tor oder eine Tür mit einem zum automatisierten Betriebsablauf
eines Torblattes oder eines Türblattes ausgestatteten motorischen Antrieb, der mit
einer Antriebssteuerung verbunden ist, die einen Mikroprozessor und eine Speichereinrichtung
zur Speicherung von Programmen aufweist, wobei das Tor oder die Tür Sensoren oder
Kontakte oder Schalter aufweist, deren Informationsinhalte oder Signale der Antriebssteuerung
zugeführt werden. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb eines
Tor- oder Türblattes, das mit einem motorisierten Antrieb für einen automatischen
Betriebsablauf ausgestattet ist.
[0002] Es gibt unterschiedliche Sicherheitseinrichtungen an beweglichen Tor- oder Türblättern,
wie bei Sektionaltoren, bei denen die Hauptschließkante durch eine mechanische oder
optische Kontaktleiste abgesichert ist. Eine derartige Absicherung eines Torblattes
und dessen Hauptschließkante kann der
US 5,426,295 entnommen werden. Dabei umfasst die optische Kontaktleiste eine längliche, im Allgemeinen
flexible, rohrförmige Hülle, in der ein Lichtsender auf der einen Seite und ein Empfänger
auf der anderen Seite enthalten sind. Beim Erfassen eines Gegenstandes an der Hauptschließkante
wird durch eine Kompression der flexiblen Hülle der Empfang der Lichtsignale unterbrochen,
so dass der Empfänger keinen Lichtstrahl mehr empfängt, diese Zustandsänderung wird
durch Signale detektiert.
[0003] Eine weitere Schließkantensicherung in Form einer Lichtschranke gibt die
DE 203 07 701 U1 wieder. Auch diese optischen Kontaktleisten arbeiten nach der Art, dass ein Sender
ein gepulstes Signal abgibt, das ein Empfänger auf der gegenüberliegenden Seite empfängt.
Dabei reagiert der Empfänger im Falle einer Kollision mit einem Hindernis auf das
Ausbleiben der dynamischen Informationssignale, was von der Auswertung erkannt wird
und es dadurch zum Stillstand des Torblattes oder zu einer Reversierung des Bewegungsablaufes
des Torblattes kommt.
[0004] Des Weiteren werden Kontaktleisten zur Absicherung von Quetsch- und Querstellen und
damit auch zum Einsatz bei Haupt- und Nebenschließkanten bei Torblättern und Türblättern
eingesetzt, in denen innerhalb des Gummiprofiles ein Schaltstreifen enthalten ist.
Derartige Kontaktleisten sind mit einem elektrischen Widerstand ausgerüstet, der durch
eine Auswerteelektronik kontinuierlich überwacht wird. Dadurch wird das komplette
System, inklusiv Verbindungsleitungen, auf Kurzschluss und Unterbrechung überwacht.
[0005] Sicherheit ist ein relativer Zustand der Gefahreneinschätzung. Dieses trifft stets
nur für einen bestimmten Zeitraum und eine bestimmte Umgebung unter ganz bestimmten
Bedingungen zu. Eine größtmögliche Sicherheit bei kraftbetätigten Toren und Türen
ist deshalb zu garantieren und stellt die besondere Aufmerksamkeit des erfindungsgemäßen
Gedankens dar.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, die Betriebssicherheit bei automatisierten, kraftbetätigten
Toren oder Türen uneingeschränkt zu garantieren und dadurch Gefahren für Personen
und Einrichtungen zu vermeiden bzw. auf ein unabwegbares Minimum zu reduzieren.
[0007] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des Anspruches 1 sowie durch ein
Verfahren nach Anspruch 11 gelöst. Die jeweiligen Unteransprüche geben eine weitere
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gedankens wieder.
[0008] Durch automatisierte Tore oder Türen kann es zu Unfällen oder auch zu Sachbeschädigungen
kommen. Diese können beispielsweise auf nicht funktionsfähige oder beschädigte Sicherheitseinrichtungen
zurückzuführen sein. Beschädigungen an oder von Sicherheitseinrichtungen, wie beispielsweise
Sensoren oder Kontakte oder Schalter usw., vollziehen sich dabei oft unbemerkt.
[0009] Nach der Erfindung werden alle Arten von kraftbetätigten Türen und Toren, insbesondere
Rolltore, Schwenktore, Schiebetore, Sektionaltore, Kipptore, Überkopftore, Rollgitter,
Drehtore sowie Hub- und Seitensektionaltore in den Umfang der Erfindung mit einbezogen.
[0010] Als Einrichtungen, die für die Sicherheit bei Türen und Toren stehen, werden alle
Sensoren angesehen, die als berührungslose Vorrichtungen, Lichtschranken oder Lichtgitter
oder Lichtvorhänge oder als rein kapazitive Überwachungseinrichtungen mit einer Schwingkreisschaltung,
sowie elastische Hohlprofile mit druckempfindlichen bzw. pneumatischen Vorrichtungen
oder auch in kapazitiver Ausführung mit Elektrodenflächen als Detektionsmittel, angesehen,
ferner alle mechanischen Kontakte und Schalter, die an oder mit einem Tor oder einer
Tür in Wirkverbindung stehen, dazu werden auch Reedkontakte und Piezokristalle gerechnet.
[0011] Zum Schutz von Personen und Beschädigungen von Sachgegenständen werden bei kraftbetätigten
Toren oder Türen je nach Ausführung der Torblätter oder Türblätter die vorgenannten
nicht abschließend aufgeführten Sicherheitseinrichtungen angesehen, ebenfalls alle
mechanischen Kontakte oder Schalter, die an oder mit einem Tor oder einer Tür in Wirkverbindung
stehen, deren Zweck uneingeschränkt der Sicherheit von Leben und Gut dienen.
[0012] Neben den eingangs angegebenen Anwendungsmöglichkeiten von Sensoren werden bei Sektionaltoren
bzw. auch Rolltoren zur Ortsveränderung der Torblätter üblicherweise Zugseile seitlich
im unteren Bereich des Torblattes angebracht, die über oberseitige Seiltrommeln und
in Verbindung mit einem Antriebsmotor durch eine Zugkraft auf die Zugseile das Torblatt
in eine Öffnungsstellung bringen können. In Richtung der Schließstellung arbeitet
der Antrieb entgegengesetzt. Es ist von großer Wichtigkeit, dass es bei einem Reißen
derartiger Zugseile zu einem Verkanten der einzelnen Sektionen des Torblattes innerhalb
der seitlichen Führungsschienen und damit zu einer Blockade des Tores kommen kann.
Um Beschädigungen auszuschließen, ist es notwendig, die Zugseile auf ihren funktionsfähigen
Einsatz permanent zu überprüfen. Dieses wird durch sogenannte Schlaffseilschalter
ausgeführt, die bereits bei nachlassendem Zug der Seile diese Situation detektieren,
was zu einer Stillsetzung der Antriebsvorrichtung und damit des Torblattes führt.
[0013] Das Gleiche würde auch zutreffen, wenn beispielsweise ein solches Torblatt auf ein
Hindernis fährt. In einer solchen Situation würde auch die Schlaffseilsicherung aktiv
werden und eine Stillsetzung des Antriebsmotors unmittelbar bewirken, weil das Signal
des Sensors der Schlaffseilsicherung direkt an die Steuerungseinrichtung, die mit
einem Mikroprozessor und Speichereinrichtung versehen ist, weitergeleitet wird.
[0014] Eine Sicherungsvorrichtung, in einer Ausführung einer Schlaffseilsicherung, kann
in einer bevorzugten Ausführungsform aus einem Basisteil bestehen, das am unteren
Ende des Torblattes oder der letzten Sektion des Sektionaltores oder Rolltores platziert
ist und durch eine einfache Montage mittels einer Verschraubung auswechselbar angebracht
werden kann. Dabei ist die Sicherungsvorrichtung gleichzeitig gegen Verdrehen gesichert.
Die Sicherungsvorrichtung kann beispielsweise oberhalb des Basisteiles ein Oberteil
aufweisen, das über eine Drehachse montiert ist. Innerhalb des Oberteiles ist in einer
quasi schwingenden Aufhängung ein Verbindungsteil enthalten, das in einer Bohrung
des Basisteiles geführt wird. Das Oberteil ist gegenüber dem Basisteil fehlerbelastet,
so dass bei nicht gespanntem Zugseil bzw. bei einer Längenänderung oder einem Zerreißen
des Zugseiles das Oberteil durch das Federelement zumindest in seiner Lage teilweise
von dem Basisteil abgehoben bzw. verschwenkt wird. Dadurch wird ein Sensor oder ein
Schaltelement detektiert. Der Sensor oder das Schaltelement stehen in Wirkverbindung
mit der Antriebsvorrichtung und greifen direkt oder indirekt in den Steuerkreis des
Motors ein, so dass die Motorfunktion beim Ansprechen des Sensors oder Schaltelementes
augenblicklich stillgesetzt wird.
[0015] Neben der Überwachung der Zugseile gibt es bei kraftbetätigten Toren und Türen weitere
Einrichtungen und Vorrichtungen, die für einen sicheren Betrieb Sorge tragen. Beispielsweise
bei Türen, ob in einer einflügeligen oder zweiflügeligen Ausführung, die in Torblättern
beispielsweise als Schlupftüren eingebaut sind, ist es dringend notwendig, die Schließstellung
der Türflügel zu detektieren, da sonst das Torblatt nicht aus der Schließstellung
in eine Offenstellung überführt werden kann. Aus diesem Grunde weisen derartige Türflügel
Sensoren oder Kontakte oder Schalter auf.
[0016] Ferner sind an den unteren Schließkanten von Torblättern Schaltleisten, die aus einem
flexiblen Hohlprofil mit Sicherheitskontakten bestehen können, angeordnet. Bei derartigen
Schaltleisten gibt es die unterschiedlichsten Ausführungsformen, doch allen Schaltleisten
gemein ist ein Ausgangssignal, welches beim Auftreffen des Torblattes auf ein Hindernis
den Antrieb des Tores automatisch stillsetzt oder das Torblatt reversiert.
[0017] Der Bereich unterhalb der Schließkante der Sektionaltorblätter oder Rolltorblätter
kann durch weitere Sensoren oder voreilende Lichtschranken oder Lichtgitter abgesichert
werden. Beispielsweise kann ein Sektionaltor, das aus einzelnen, untereinander gelenkig
verbundenen Sektionselementen besteht, die in seitlich angeordneten Laufschienen geführt
und lagerveränderbar sind, mit einer ortsveränderbaren, berührungslos arbeitenden
sensorischen Vorrichtung zum Erfassen von Gegenständen oder Personen im Bereich der
Bewegungsbahn ausgestattet werden. Beispielsweise kann für die sensorische Vorrichtung
ein Halteelement verwendet werden, das zwischen der Laufschiene und einer seitlichen
Sektionselementkante in diesem Zwischenraum beweglich angeordnet ist. Dabei wird die
Halterung und Beweglichkeit über Rollelemente innerhalb der seitlichen Laufschienen
ausgeführt. Durch diese Anordnung einer voreilenden Lichtschranke ist es möglich,
die gesamte untere Schließkante des Sektionselementes bis zu dem Schließpunkt am Boden
genau zu überwachen. Eine derartige sensorische Vorrichtung wird in ihrer im Wesentlichen
vertikalen Ortsveränderung durch das Torblatt gesteuert.
[0018] Lichtgitter werden üblicherweise aus getrennten Sendern und Empfängern aufgebaut.
Derartige Lichtgitter schützen dabei vor einem unzulässigen Eindringen in die Bewegungsbahn
des Torblattes, indem die durch das Lichtgitter entstehende Schutzebene das Eindringen
von Personen oder Gütern detektiert. Wird diese Ebene der Lichtstrahlen unterbrochen,
so wird dieses an die Antriebssteuerung weitergegeben, was einen Stillstand des Torblattes
zur Folge hat.
[0019] Derartige Lichtgitter und Lichtschranken sind eigensicher bzw. einfehlersicher. Auch
diese Signale können in der Antriebssteuerung weiterverarbeitet und von in der Speichervorrichtung
vorhandenen Überwachungsprogrammen zum gefahrlosen Betrieb, bei hinreichendem Bewegungskomfort
für das Torblatt oder das Türblatt, gespeichert werden. Dabei kann mindestens durch
ein Überwachungsprogramm die Funktionsfähigkeit aller angeschlossenen Sensoren, Kontakte
oder Schalter permanent oder in einem Zyklus oder einzeln oder in der Gesamtheit überwacht
werden.
[0020] Ein hinreichender Bewegungskomfort wird dahingehend verstanden, dass das Tor oder
die Tür in ihrer Gesamtheit mit den vorhandenen Sicherheitseinrichtungen in einem
Dauerbetrieb betrieben werden kann. Dabei soll nur die Anzahl der Sensoren oder dergleichen
eingesetzt werden, die den Bewegungsablauf des Torblattes oder des Türblattes auch
nicht ansatzweise stören oder behindern.
[0021] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können bei Sektionaltoren oder Rolltoren
zumindest über einen bestimmten Abschnitt der seitlich gegenüberliegenden Führungsschienen
die montierten Lichtgitter überwacht werden.
[0022] Auch die Antriebsmittel, in Form von umlaufenden Ketten oder dergleichen, die beispielweise
bei Rolltoren oder Schnelllauftoren eingesetzt werden, werden durch Schalter oder
Sensoren auf ausreichende Spannung überwacht.
[0023] Bei Toren mit einem Gewichtsausgleich können ebenfalls durch Schalter oder Sensoren
die Federn, die den Gewichtsausgleich der Torblätter ausführen, auf Bruch überwacht
werden.
[0024] Eine weitere Überwachung von Toren oder Türen kann auch bei Ampelanlagen, die den
freien oder gesperrten Zugang zu Toren anzeigen, beispielsweise durch Schalter detektiert
werden.
[0025] Bei der Installation von Toren, bei denen eine Beleuchtung des Tores und der Umgebung
von Bedeutung ist, kann dieses ebenfalls durch geeignete Mittel detektiert und überwacht
und der Antriebsvorrichtung übermittelt werden.
[0026] Auch die Verwendung von Schaltmitteln, die vor einem Tor oder einer Tür beispielsweise
im Boden eingelassen sind, werden in Verbindung mit der Gesamtausführung als Sicherheitsvorrichtung
angesehen.
[0027] Neben der vorbeschriebenen Sensorik wird ebenfalls auf in Verbindung mit Toren oder
dergleichen stehende, stationäre, außerhalb des Torblattes montierte, berührungslos
arbeitende Detektionseinrichtungen und Schaltmittel zurückgegriffen. Derartige Detektionseinrichtungen
können neben den üblichen Anwendungen für den Sicherheitsbereich des Torblattes auch
zur Ermittlung von Objekten oder Personen, die sich vor dem Torblatt, bzw. hinter
dem Torblatt befinden, insbesondere auch zur Höhenausdehnung von Objekten oder Fahrzeugen
eingesetzt werden. Geeignete Sensoren können als Radarsensoren ausgebildet sein.
[0028] Bei Radarsensoren ist in der Regel eine Sende- und Empfangsantenne vorhanden, die
üblicherweise unter einer Abdeckung oder einer Radarlinse angeordnet sind. Das Sendesignal
wird über eine Sendeantenne abgestrahlt und ein Empfangssignal wird von einer Empfangsantenne
empfangen. Dabei können separate Sende- und Empfangsantennen oder eine gemeinsame
Sende-/Empfangsantenne zur Anwendung kommen. Das Empfangssignal wird beispielsweise
durch Mischen mit einem Teil des Sendesignals in ein Zwischenfrequenzsignal oder Basisbandsignal
heruntergemischt. Das Zwischenfrequenzsignal des Radarsensors wird üblicherweise in
einer Auswerteschaltung durch einen Verstärker verstärkt, die beispielsweise in der
Detektionseinrichtung integriert ist. Die Signale derartiger Radarsender werden ebenfalls
über die Mikroprozessorsteuerung in der Antriebssteuerung verarbeitet, um daraus die
notwendige Öffnungshöhe des Torblattes zu berechnen und anschließend auszuführen,
bzw. um Objekte vor dem Torblatt zu detektieren.
[0029] Somit können derartige Radarsensoren durch mindestens ein Überwachungsprogramm dazu
eingesetzt werden, um bei einem Herannahen eines Objektes das Torblatt automatisch
zu öffnen. Der eigentliche Öffnungsbefehl kann aber auch über einen Handsender oder
einen Anwesenheitssensor ausgelöst werden. Aufgrund einer derartig gezielten Öffnungsinformation
wird durch die Antriebssteuerung das Tor automatisch aus der Schließstellung herausgefahren,
wenn die gesamte Überwachungssensorik einwandfrei arbeitet.
[0030] Die an oder in einem Torblatt oder Türblatt vorhandenen Sensoren, Kontakte oder Schalter
können in einer bevorzugten Ausführungsform kabelgebunden mit der Antriebssteuerung
verbunden sein. Gleichzeitig ist es auch möglich, die Übertragung von Signalen über
bidirektionale Funkverbindungen mit der Antriebssteuerung auszuführen. Durch bidirektionale
Funkverbindungen ist es möglich, dass die Sensoren oder dergleichen Signalinformationen
an die Antriebssteuerung senden, aber gleichzeitig kann auch von der Antriebssteuerung
eine Funktionsabfrage an die Sensoren über entsprechende Überwachungsprogramme gesendet
werden, um deren Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Dieses kann beispielsweise dadurch
ausgeführt werden, dass die Antriebssteuerung ein Funksignal selektiv an alle oder
einzelne Sensoren oder dergleichen sendet. Das empfangene Signal dient bei dem Sensor
dazu, dass ein Selbsttest durchgeführt wird. Derartige Sensoren können beispielsweise
einen eigenen Mikrocontroller, der alle Funktionen überwacht und steuert, aufweisen.
Sendet der Sensor nach dem Selbsttest ein Signal an die Antriebssteuerung zurück,
was signalisiert, dass der Sensor funktionsfähig ist, so kann dieses in der Antriebssteuerung
quittiert werden, der Sensor ist somit betriebsfähig. Meldet der Sensor aber keine
Funktionsfähigkeit, so wird automatisch das Torblatt oder das Türblatt abgeschaltet,
wobei auch gleichzeitig eine optische und/oder akustische Information abgegeben werden
kann. Bei einer Fehlermeldung kann natürlich auch das Tor oder die Tür betriebsmäßig
in einen anderen Betriebsmodus durch ein Programm umgeschaltet werden. In einem solchen
Falle ist es auch möglich, dass der Ausfall des betreffenden Sensors oder dergleichen
automatisch an einen Wartungsdienst gesendet wird oder die Informationen werden gespeichert.
[0031] Die Funktionsfähigkeit des Tores oder der Tür soll in einer bevorzugten Ausführungsform
vor jeden Bewegungsstart, das bedeutet unabhängig vom Stand des Torblattes oder des
Türblattes, ausgeführt werden. Durch eine derartige Überprüfung kann sichergestellt
werden, dass alle vorhandenen Sensoren oder Kontakte oder Schalter auf ihre uneingeschränkte
Funktionsfähigkeit sicher überprüft werden. Erst, wenn die durch das Überwachungsprogramm
der Antriebssteuerung vorgenommene Sicherheitsüberprüfung positiv ausgefallen ist,
wird von der Antriebssteuerung der Befehl zur gewünschten Bewegung des Torblattes
oder Türblattes an den motorischen Antrieb gegeben. Da eine solche Überprüfung, die
nur einen Zeitraum von Millisekunden einnimmt, gibt es keinerlei Verzug bei gewünschten
Bewegungsabläufen des Torblattes oder des Türblattes.
[0032] In einer weiteren bevorzugten Vorgehensweise kann neben einer permanenten Überprüfung
der gesamten Sensorik auch, in wiederkehrenden Zyklen, die Überprüfung über getrennte
Verbindungen oder eine gemeinsame Überwachungsschleife ausgeführt werden.
[0033] Es ist aber auch möglich, dass nicht alle Sensoren oder Kontakte oder Schalter ständig
auf ihre ordnungsgemäße Funktionsfähigkeit abgefragt und überprüft werden müssen,
eine solche Vorgehensweise würde sich dann anbieten, wenn für bestimmte Fahrbewegungen
nicht alle Signalinformationen benötigt werden.
[0034] In der vorhergehenden Beschreibung wurde davon ausgegangen worden, dass die Antriebssteuerung
mit einer Mikroprozessorsteuerung und entsprechenden Speichereinrichtungen ausgebildet
ist, in der Bedienprogramme mit mindestens einem Überwachungsprogramm zum gefahrlosen
Betrieb bei einem hinreichenden Bewegungskomfort für das Tor oder Türblatt gespeichert
werden. Dabei wird über mindestens ein Überwachungsprogramm vor jeder oder vor einer
bestimmten Anzahl von Bewegungsstarts der Antriebssteuerung die ordnungsgemäße Funktionsfähigkeit
des Tores oder der Tür automatisch überprüft.
[0035] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist es möglich, dass neben der Mikroprozessorsteuerung
der Antriebssteuerung ein eigener Mikroprozessor mit entsprechenden Speichern zur
Verfügung gestellt wird, der ausschließlich dafür eingesetzt wird, um die vorbeschriebene
notwendige Überwachung der Schalter oder Sensoren oder dergleichen vorzunehmen. Dieser
Mikroprozessor kann mit verschiedenen Programmen programmiert werden, so dass auch
hier eine selektive Verarbeitung der angeschlossenen, unterschiedlichsten Schalteinrichtungen
und Überwachungen ermöglicht wird. Bei einer Detektion einer der Schalteinrichtungen
kann über den separaten Mikroprozessor die Information anschließend an die Antriebssteuerung
über codierte Daten oder Signalinformationen übermittelt werden. Auch hier ist es
möglich, mit einer Mehrdrahtverbindung oder mit einem Bussystem die Verbindung aufrecht
zu erhalten. Bei einer solchen Ausführungsform wäre das Sicherheitspotential weiter
wesentlich erhöht, da es sich hier um eine redundante Ausführung der Sicherheitsüberwachung
handelt.
[0036] Bei den ständigen oder wiederkehrenden Prüfungen können auch außerhalb der normalen
Betriebszeiten alle vorhandenen Elemente überprüft werden, so dass beispielsweise
in Verbindung mit einem Beschleunigungssensor, der an dem Torblatt oder an dem Türblatt
angebracht ist, eine Bewegung des Torblattes oder des Türblattes detektiert werden
kann. In einer solchen Ausführung kann somit eine Detektion und auch Dokumentation
eines Einbruches eindeutig vorgenommen werden.
[0037] Ferner können auch Sensoren als Kamera ausgebildet und bezeichnet werden, um auch
sicherheitsrelevante Abläufe oder dergleichen zu detektieren und bedarfsweise auch
aufzuzeichnen.
[0038] Es sei ausdrücklich noch einmal darauf hingewiesen, dass neben den Sensoren, Schaltern
usw. auch bei einer Kabelverbindung diese auf Beschädigung oder Bruch überprüft werden
kann.
1. Tor oder Tür mit einem zum automatisierten Betriebsablauf eines Torblattes oder Türblattes
ausgestatteten motorischen Antrieb, der von einer Antriebssteuerung gesteuert wird,
die einen Mikroprozessor und eine Speichereinrichtung zur Speicherung von Bedienprogrammen
aufweist, wobei das Tor oder die Tür Sensoren oder Kontakte oder Schalter aufweist,
deren Informationsinhalte oder Signale der Antriebssteuerung zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einer Speichervorrichtung Überwachungsprogramme zum gefahrlosen Betrieb
bei hinreichendem Bewegungskomfort für das Torblatt oder Türblatt speicherbar sind,
wobei durch mindestens ein Überwachungsprogramm vor jedem oder vor einer bestimmten
Anzahl von Bewegungsstarts der Antriebssteuerung die ordnungsgemäße Funktionsfähigkeit
des Tores oder der Tür automatisch überprüfbar ist.
2. Tor oder Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebssteuerung eine Auswerteeinrichtung oder ein Auswerteprogramm für die
Informationsinhalte oder Signale der Sensoren oder der Kontakte oder der Schalter
und deren Verbindungsleitungen oder Informationswege aufweist.
3. Tor oder Tür nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Überwachungsprogramm als Auswerteprogramm die Informationsinhalte oder Signale
der Sensoren oder der Kontakte oder der Schalter und deren Verbindungsleitungen einzeln
oder insgesamt prüfen kann.
4. Tor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebssteuerung einen Speicher zur Protokollierung einer Signalüberwachung
oder der Informationsinhalte der Sensoren aufweist, wobei anormale Überwachungsergebnisse
gespeichert werden können.
5. Tor oder Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebssteuerung über ein Überwachungsprogramm zyklische Testsignale an die
Sensoren oder Kontakte oder Schalter zur Überprüfung ihrer ordnungsgemäßen Funktionsfähigkeit
abgeben kann.
6. Tor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren als optische oder fotooptische Sensoren in einfacher oder mehrfacher
Ausführung vorhanden und ausgebildet sind.
7. Tor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren oder Schalter als Reedkontakte oder piezoelektrische Schaltelemente
ausgebildet sind.
8. Tor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren oder Schalter eigensicher ausgebildet sind.
9. Tor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren oder Schalter wahlweise mit bidirektionalen Funkmodulen ausgestattet
sind und mit einem bidirektionalen Funkmodul der Antriebssteuerung kommunizieren können.
10. Tor nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sensoren oder Kontakte mit getrennten Verbindungen mit der Antriebssteuerung
verbunden sind oder einer gemeinsamen Überwachungsschleife zugeordnet sind.
11. Verfahren zum Betrieb eines Tor- oder Türblattes, das mit einem motorischen Antrieb
für einen automatisierten Betriebsablauf ausgestattet ist, wobei der Antrieb durch
eine mit einer Mikroprozessorsteuerung und einer Speichereinrichtung zur Speicherung
von Bedienprogrammen ausgestatteten Antriebssteuerung versehen ist, in der Informationsinhalte
oder Signale von Sensoren oder Kontakten oder Schaltern die an oder im Zusammenhang
mit dem Torblatt oder dem Türblatt installiert sind, verarbeitet werden, dadurch gekennzeichnet, dass mittels eines gespeicherten Überwachungsprogramms für einen gefahrlosen Betrieb bei
hinreichendem Bewegungskomfort des Tor- oder Türblattes vor jeder oder vor einer bestimmten
Anzahl von Bewegungsstarts der Antriebssteuerung die ordnungsgemäße Funktionsfähigkeit
des Tores oder der Tür automatisch überprüft wird, und ein Startbefehl für das Torblatt
oder das Türblatt nur bei einer eindeutigen Sicherheitslage ohne Fehlermeldung ausgelöst
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Auftreten eines Fehlersignales der Sensoren oder der Kontakte oder der
Schalter diese Informationen gespeichert werden.
13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Überwachungsprogramm als Auswerteprogramm die Informationsinhalte oder Signale
der Sensoren oder der Kontakte oder der Schalter und deren Verbindungsleitungen einzeln
oder insgesamt überprüft.
14. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Auftreten eines Fehlersignals der Sensoren oder der Kontakte oder der Schalter
während der Ruhezeiten des Torblattes oder des Türblattes die Antriebssteuerung stillgelegt
wird.
15. Verfahren nach den Ansprüchen 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Stilllegung des Tores oder der Tür die Antriebssteuerung eine akustische
oder optische Information abgibt.