[0001] Die Erfindung betrifft ein Produktsicherungselement für die Absicherung eines einer
Vielzahl gleichartiger Produkte sowie ein Verfahren zur Absicherung einer Vielzahl
gleichartiger Produkte.
[0002] Hochwertige Produkte und deren Verpackungen werden zur Absicherung oft mit Produktsicherungselementen
versehen, die als Echtheitsnachweis dienen und unerlaubte Reproduktionen verhindern
sollen.
[0003] In Bereich von Wert- oder Ausweisdokumenten ist es seit längerem bekannt, Lumineszenzstoffe
zur Echtheitsabsicherung einzusetzen. Das Vorhandensein der Lumineszenzstoffe kann
beispielsweise mit Hilfe einer UV-Lampe einfach geprüft werden. So können etwa in
ein Sicherheitspapier für Banknoten fluoreszierende Melierfasern aus kurzen, mit einer
fluoreszierenden Beschichtung versehenen Faserkernen eingebracht sein. Bei normaler
Beleuchtung sind die Melierfasern unsichtbar, unter UV-Beleuchtung treten sie jedoch
durch ihre helle farbige Fluoreszenz trotz ihrer geringen Größe deutlich in Erscheinung.
Im Pass-Bereich ist auch der Druck von Echtfarben-Lumineszenzbildern bekannt. Dabei
werden spezielle Farben aufdruckt, die bei normaler Beleuchtung nicht sichtbar sind
und nach Anregung mittels UV-Licht einen vergleichbaren Farbeindruck wie ein klassisches
Bild, beispielsweise ein Portrait des Passinhabers, zeigen.
[0004] Ausgehend davon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Produktsicherungselement
anzugeben, das die im Produktsicherungsbereich unerlässliche kostengünstige Herstellung
mit hohem Fälschungsschutz verbindet.
[0005] Die Erfindung stellt hierzu ein Produktsicherungselement für die Absicherung eines
einer Vielzahl gleichartiger Produkte bereit, welches ein Serienkennzeichen, das für
alle gleichartigen zu schützenden Produkte identisch ist und ein Individualisierungskennzeichen,
das für jedes zu schützende Produkt einmalig ist, umfasst. Das Serienkennzeichen umfasst
dabei einen mit UV-Strahlung anregbaren Lumineszenzbereich, und das Individualisierungskennzeichen
umfasst einen im sichtbaren Spektralbereich unsichtbaren Modifikationsbereich, der
in Zusammenwirkung mit dem Lumineszenzbereich bei UV-Anregung des Lumineszenzbereichs
dessen Lumineszenz lokal modifiziert und dadurch das Individualisierungskennzeichen
visuell und/oder maschinell erfassbar macht.
[0006] Das für alle gleichartigen Produkte identische Serienkennzeichen kann mit einem schnellen
und kostengünstigen Verfahren, beispielsweise im Offsetdruck erzeugt werden und stellt
eine Grundabsicherung für alle damit versehenen Produkte bereit. Das für jedes zu
schützende Produkt einmalige Individualisierungskennzeichen ermöglicht zusätzlich
eine eindeutige Individualisierung des jeweiligen Produkts. Die beiden Kennzeichnungen
sind miteinander eng verwoben, da der Modifikationsbereich die Lumineszenz des Lumineszenzbereichs
lokal modifiziert und damit eine starke Wechselwirkung erzeugt. In manchen Gestaltungen
ist die im Modifikationsbereich enthaltende Information ohne den Lumineszenzbereich
gar nicht lesbar. Die Wechselwirkung der beiden Kennzeichnung bietet mehrere wesentliche
Vorteile:
So wird durch die Wechselwirkung die Fälschungssicherheit des Produktsicherungselements
erhöht, da ein korrektes Zusammenwirken beider Elemente für eine erfolgreiche Echtheitsprüfung
erforderlich ist. Weiter kann die Herstellung des Serienkennzeichens ohne weiteres
von der Herstellung des Individualisierungskennzeichens getrennt werden, da die Sicherungswirkung
erst durch die Kombination beider Elemente erreicht wird. So können die beiden Elemente
von unterschiedlichen Herstellern in unterschiedlichen Produktionsstätten mit unterschiedlichen
Verfahren hergestellt werden. Beispielsweise kann eine Produktverpackung von einem
Verpackungshersteller mit dem Serienkennzeichen versehen werden, während das Individualisierungskennzeichen
in Form eines Klebeetiketts separat von einem Sicherheitsanbieter bereitgestellt wird.
Auch wenn dieser nur die Individualisierungskennzeichen bereitstellt, behält er dennoch
die vollständige Kontrolle über die Anzahl und den Einsatz der erzeugten Produktsicherungselemente.
[0007] Der Lumineszenzbereich kann bereits ohne Hilfsmittel sichtbar sein und beispielsweise
mit herkömmlichen Druckfarben kombiniert sein. In einer vorteilhaften Ausgestaltung
ist allerdings vorgesehen, dass der Lumineszenzbereich ohne UV-Anregung im sichtbaren
Spektralbereich unsichtbar ist.
[0008] Der Lumineszenzbereich kann einfarbige Lumineszenz zeigen, oder auch mehrere unterschiedliche
Lumineszenzfarben umfassen. Der Lumineszenzbereich kann beispielsweise ein Echtfarbbild
aus den Lumineszenz-Grundfarben Rot, Grün und Blau enthalten oder auch ein beliebiges
anderes mehrfarbiges Bild zeigen.
[0009] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Modifikationsbereich über dem Lumineszenzbereich
angeordnet, insbesondere auf den Lumineszenzbereich aufgedruckt. Modifikationsbereich
und Lumineszenzbereich stehen in einer vorteilhaften Gestaltung in einer festen räumlichen
Beziehung zueinander. In anderen, ebenfalls zweckmäßigen Gestaltungen, liegen die
beiden Bereiche auf unterschiedlichen Teilen eines Produkts und/oder dessen Verpackung
vor.
[0010] Der Modifikationsbereich enthält in einer vorteilhaften Erfindungsvariante einen
UV-Absorber und reduziert die Lumineszenz des Lumineszenzbereichs in zumindest einem
UV-Anregungswellenlängenbereich (UV-A, UV-B und/oder UV-C). In einer anderen, ebenfalls
vorteilhaften Ausgestaltung enthält der Modifikationsbereich einen Lumineszenzstoff
und modifiziert die Lumineszenz des Lumineszenzbereichs durch additive Farbmischung.
Der Lumineszenzstoff des Modifikationsbereichs unterscheidet sich dabei vorteilhaft
in seinem Lumineszenz-Farbton von den Lumineszenzfarben des Lumineszenzbereichs.
[0011] Der Lumineszenzbereich kann auch mit einem ersten Teilbereich oberhalb und mit einem
zweiten Teilbereich unterhalb des Modifikationsbereichs angeordnet sein. Dadurch lassen
sich auf einfache Weise visuell hochwertige Gestaltungen erzeugen. Insbesondere können
die Teile des Modifikationsbereichs mit bzw. ohne einem darüber angeordneten Lumineszenzbereich
bei UV-Anregung perfekt zueinander gepassert mit unterschiedlichen Farben in Erscheinung
treten, ohne dass hierfür eine Passerung des Lumineszenzbereichs und des Modifikationsbereichs
zueinander erforderlich wäre.
[0012] Der Modifikationsbereich umfasst mit Vorteil eine alphanumerische Ziffernfolge oder
einen 1- oder 2-dimensionalen Code, wie etwa einen Barcode, einen Balkencode, oder
einen QR-Code. In manchen Gestaltungen, etwa bei einem Zifferncode, kann die Information
des Individualisierungskennzeichens bereits rein visuell erfasst werden, bei anderen
Gestaltungen, wie etwa einem QR-Code, ist das Kennzeichen zwar im UV-Licht visuell
sichtbar, benötigt zur Entschlüsselung der enthaltenen Information aber eine maschinelle
Erfassung.
[0013] Die Lumineszenzbereich und der Modifikationsbereich können beide in Form einer Druckschicht
auf dem zu schützenden Produkt vorliegen. Der Modifikationsbereich kann in einer vorteilhaften
Ausgestaltung auch auf einem Klebestreifen, insbesondere einem geschlitzten Klebestreifen
vorliegen. Der Klebestreifen ist in diesem Fall auf das zu schützende Produkt, vorzugsweise
im Bereich einer Verschlussöffnung aufgeklebt und bildet dort zusammen mit dem Lumineszenzbereich
das Produktsicherungselement. Wird der Klebestreifen abgezogen oder die Produktverpackung
geöffnet, so wird die Integrität des Produktsicherungselements zerstört. Der Lumineszenzbereich
und der Modifikationsbereich können dann nicht ohne weiteres wieder in ihre ursprünglichen,
das Produkt absichernden Positionen gebracht werden. Insbesondere wird ein geschlitzter
Klebestreifen beim Öffnen der Verpackung oder beim Entfernen von der Verpackung unwiderruflich
zerstört und kann daher keiner erneuten Verwendung zugeführt werden.
[0014] Das Produktsicherungselement ist mit Vorteil ein Markenschutzetikett, vorzugsweise
mit einem Ablöseanzeiger, oder stellt ein Siegel oder einen Originalitätsverschluss,
insbesondere für Flaschen oder Schachteln, dar. Der Ablöseanzeiger kann beispielsweise
auch darin bestehen, dass beim Abziehen des Produktsicherungselements von einer Verpackung
oder dem Öffnen der Verpackung ein Teil des Lumineszenzbereichs und/oder des Modifikationsbereichs
auf der Verpackung verbleibt, während ein anderer Teil auf dem Produktsicherungselement
selbst verbleibt. Das Produktsicherungselement kann auch eine thermogeformte Kunststofffolie,
insbesondere eine Blisterverpackung oder ein Formteil eines Markenartikels sein. Des
Weiteren kann es sich auch um eine Schrumpffolie handeln.
[0015] In einer weiteren Erfindungsvariante wird der Modifikationsbereich in einem Klebestreifen
erst nach dem Aufbringen des Klebestreifens auf die abzusichernde Verpackung erzeugt.
[0016] Bei Pharmaverpackungen werden die verpackten Tabletten oder Kapseln in der Regel
in einer Blisterverpackung vor Verunreinigung geschützt verpackt und gleichzeitig
eine visuell erkennbare zählgenaue Entnahme vereinfacht. Eine solche Blisterverpackung
besteht in der Regel aus einer transparenten Oberlage, welche die Form der Tabletten
oder Kapseln aufgreift und einer Alu-Unterlage mit einem Blisterlack, welche auf der
Rückseite noch Informationen über das Produkt enthalten kann. Die transparente Blister-Oberseite
kann dabei beispielsweise mittels Inkjet mit einem Modifikationsbereich oder einem
Lumineszenzbereich in Form einer ersten Fluoreszenz versehen werden, und ein transparentes
Fenster in der Karton-Verpackung kann mit einer zweiten Information versehen werden,
die den zugehörigen Lumineszenzbereich bzw. Modifikationsbereich bildet. Die beiden
in dem Blister und der Verpackung erzeugten Bereiche bilden dann ein Produktsicherungselement
der oben beschriebenen Art und ergänzen sich bei UV-Beleuchtung zu einem vorbestimmten,
die Echtheit der Produkte bestätigenden Erscheinungsbild. Dadurch ist es insbesondere
möglich ohne Öffnung der Verpackung das Produkt bzw. die Originalität des Produkts
zu prüfen.
[0017] Es kann sich des Weiteren auch um eine Steuerbanderole handeln. Die Steuerbanderole
für eine Zigarettenverpackung trägt dann einen Modifikationsbereich oder einen Lumineszenzbereich
in Form einer ersten Fluoreszenz und die transparente Umverpackung die zweite Information,
die den zugehörigen Lumineszenzbereich bzw. Modifikationsbereich bildet.
[0018] Grundsätzlich kann das zu schützende Produkt beispielsweise auch ein KFZ-Kennzeichen
sein.
[0019] Ein Autokennzeichen besteht in Deutschland aus einer Trägerplatte (vorzugsweise Metall
oder Kunststoff), einer auf der Trägerplatte applizierte Retroreflektorfolie mit einem
negativ ausgesparten Länderkennzeichen, einem oder mehreren Buchstaben für die Stadt
oder dem Landkreis, alphanumerischen Zeichen für den Inhaber des KFZ-Kennzeichen und
einer Prüfplakette für die Hauptuntersuchung, welche von der KFZ-Prüfstelle (z.B.
TÜV oder DEKRA) aufgebracht wird.
[0020] In anderen Ländern gibt es Probleme mit der Entrichtung von KFZ-Steuern. Das heißt,
dass der Inhaber des PKW's den PKW nicht anmeldet. Eine schnelle Überprüfung ist derzeit
schwierig umsetzbar.
[0021] Auch für diesen Fall wäre die erfinderische Lösung geeignet, wenn mit der Erstellung
des KFZ-Kennzeichens eine erste fluoreszierende Plakette appliziert wird, welche eine
erste Information trägt. Mit der Entrichtung der KFZ-Steuer erhält der Fahrzeugbesitzer
ein zweites Label, welches dann auf das erste Label appliziert wird. Die Label sind
so beschaffen, dass diese nicht zerstörungsfrei entfernt werden können.
[0022] Die Prüfung erfolgt durch die Polizei mittels einer konventionellen UV-Handlampe.
[0023] Die Erfindung enthält ferner ein Verfahren zur Absicherung einer Vielzahl gleichartiger
Produkte, bei dem auf jedem der Vielzahl gleichartiger Produkte ein Serienkennzeichen,
das für alle gleichartigen zu schützenden Produkte identisch ist, und ein Individualisierungskennzeichen,
das für jedes zu schützende Produkt einmalig ist, aufgebracht werden, wobei das Serienkennzeichen
einen mit UV-Strahlung anregbaren Lumineszenzbereich umfasst, und das Individualisierungskennzeichen
einen im sichtbaren Spektralbereich unsichtbaren Modifikationsbereich umfasst, der
in Zusammenwirkung mit dem Lumineszenzbereich bei UV-Anregung des Lumineszenzbereichs
dessen Lumineszenz lokal modifiziert und dadurch das Individualisierungskennzeichen
visuell und/oder maschinell erfassbar macht.
[0024] Der Lumineszenzbereich wird dabei mit Vorteil durch Aufdrucken zumindest einer lumineszierenden
Druckfarbe erzeugt. Als Druckverfahren eignen sich Offsetdruck, Tiefdruck, Flexodruck,
Siebdruck, tonerbasierter Druck mit Trocken- oder Flüssigtoner oder Inkjetdruck. Insbesondere
eignet sich der Offsetdruck. Der Modifikationsbereich wird mit Vorteil durch Aufbringen
einer einen UV-Absorber enthaltenden Druckfarbe erzeugt. Als Druckverfahren eignen
sich Inkjet- oder Laserdruck oder Zifferndruck. Insbesondere eignet sich der Injektdruck.
In einer anderen Ausgestaltung kann der Modifikationsbereich auch durch Aufbringen
eines Lumineszenzstoffes erzeugt werden, der die Lumineszenz des Lumineszenzbereichs
durch additive Farbmischung modifiziert. Der Lumineszenzstoff kann insbesondere aufgedruckt
werden, vorzugsweise im Inkjet- oder Laserdruckverfahren.
[0025] In allen Ausgestaltungen kann der Lumineszenzbereich und/ oder der Modifikationsbereich
mit zumindest einer Fluoreszenzfarbe und/ oder zumindest einer Phosphoreszenzfarbe
erzeugt werden.
[0026] Weitere Ausführungsbeispiele sowie Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand
der Figuren erläutert, bei deren Darstellung auf eine maßstabs- und proportionsgetreue
Wiedergabe verzichtet wurde, um die Anschaulichkeit zu erhöhen.
[0027] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Medikamentenverpackung mit einem erfindungsgemäßen Produktsicherungselement in
Aufsicht, wobei (a) das visuelle Erscheinungsbild bei normalen Umgebungsbedingungen
ohne UV-Beleuchtung und (b) das visuelle Erscheinungsbild bei Anregung mit einer UV-Lampe
zeigt,
- Fig. 2
- schematisch einen Querschnitt durch die Verpackung mit dem Produktsicherungselement
entlang der Linie II-II der Fig. 1(b),
- Fig. 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Produktsicherungselements nach einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung,
- Fig. 4
- eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels der Fig. 3, bei dem das Individualisierungskennzeichen
neben dem Modifikationsbereich auch einen Ergänzungsbereich umfasst,
- Fig. 5
- eine weiteres erfindungsgemäßes Produktsicherungselement, wobei (a) einen Querschnitt
durch das Produktsicherungselement und (b) das Erscheinungsbild bei Anregung mit UV-Strahlung
in Aufsicht zeigt, und
- Fig. 6
- die Absicherung des Verschlussbereichs einer Verpackung mit einem erfindungsgemäßen
Produktsicherungselement.
[0028] Die Erfindung wird nun am Beispiel von Produktsicherungselementen für verschiedene
abzusichernde Produkte näher erläutert. Zunächst zeigen die Figuren 1 und 2 einen
Abschnitt einer Medikamentenverpackung 10, die mit einem erfindungsgemäßen Produktsicherungselement
12 versehen ist. Figur 1 zeigt dabei eine Aufsicht auf den Teil der Verpackung 10,
in dem das Sicherungselement 12 aufgebracht ist, wobei Fig. 1(a) das visuelle Erscheinungsbild
bei normalen Umgebungsbedingungen ohne UV-Beleuchtung und Fig. 1(b) das visuelle Erscheinungsbild
bei Anregung mit einer UV-Lampe 14 zeigt. Figur 2 zeigt schematisch einen Querschnitt
durch die Verpackung 10 mit dem Produktsicherungselement 12 entlang der Linie II-II
der Fig. 1(b).
[0029] Die im Ausführungsbeispiel gezeigte Medikamentenverpackung 10 stellt eine Verpackung
für ein bestimmtes Medikament M eines bestimmten Herstellers H dar, wobei die in der
Verpackung enthaltenen Arzneimittel einer Produktionscharge mit einer bestimmten Chargennummer
entstammen. Neben der allgemeinen Gattungsangabe, dass es sich bei dem Arzneimitteln
um das Medikament M des Herstellers H handelt, sind die konkret in der Verpackung
enthaltenen Arzneimittel durch die Angabe der Chargennummer (beispielhaft: 667408-11)
individualisiert.
[0030] Beide der genannten Kennzeichnungsstufen sind in dem auf der Medikamentenverpackung
10 aufgebrachten Produktsicherungselement 12 enthalten. Das Produktsicherungselement
12 enthält hierzu einerseits ein Serienkennzeichen 20, das für alle gleichartigen
Verpackungen des Medikaments M des Herstellers H identisch ist, und enthält andererseits
ein Individualisierungskennzeichen 24, in dem die konkrete Chargennummer der jeweils
enthaltenden Arzneimittel codiert ist und das für jede Verpackung 10 einmalig ist.
[0031] Das Serienkennzeichen 20 ist im Ausführungsbeispiel durch einen mit UV-Strahlung
anregbaren Lumineszenzbereich 22 gebildet, der mit drei visuell nicht sichtbaren fluoreszierenden
Farben in einem Regenbogendesign gedruckt ist. Dieses Regenbogenbogendesign ist bei
allen Produktverpackungen des Medikaments M des Herstellers H identisch und wird bereits
bei der Herstellung der Verpackung im Offsetdruck aufgedruckt.
[0032] Das Individualisierungskennzeichen 24 ist durch einen im sichtbaren Spektralbereich
unsichtbaren Modifikationsbereich 26 gebildet, in welchem ein UV-Absorber, beispielsweise
Tinuvin 460 oder Titandioxid in der Rutil- oder Anatas-Modifikation, in Form eines
QR-Codes auf den Lumineszenzbereich 22 aufgedruckt ist. Diese Individualisierung durch
das Aufdrucken eines die Chargennummer angebenden QR-Codes erfolgt beispielsweise
im InkjetDruck bei der Befüllung der Verpackungen mit den Arzneimitteln.
[0033] Da sowohl die fluoreszierenden Farben des Lumineszenzbereichs 22 als auch der UV-Absorber
des Modifikationsbereich 26 im sichtbaren Spektralbereich nicht sichtbar sind, stellt
das Produktsicherungselement 12 ein verstecktes Merkmal dar, das bei normalen Beleuchtungsbedingungen
auf der Verpackung 10 nicht zu erkennen ist, wie in Fig. 1(a) durch die gestrichelten
Umrisslinien angedeutet.
[0034] Wird das Produktsicherungselement 12 mit der UV-Strahlung 16 einer UV-Lampe 14 beaufschlagt,
wie in Fig. 1(b) gezeigt, so werden die fluoreszierenden Farben des Lumineszenzbereichs
22 zur Lumineszenz angeregt. Allerdings findet in den Bereichen, in denen auf den
Lumineszenzbereich 22 der UV-Absorber aufgedruckt ist, durch dessen absorbierende
Wirkung lokal keine Anregung der fluoreszierenden Farben statt, so dass diese Bereiche
auch bei UV-Bestrahlung dunkel bleiben. Der QR-Code des Individualisierungskennzeichens
24 tritt daher im UV-Licht deutlich kontrastierend dunkel vor dem lumineszierenden
Hintergrund des Lumineszenzbereichs 22 hervor. Er kann dann beispielsweise mit einer
Smartphone-App eingelesen und die enthaltene Chargennummer decodiert werden.
[0035] Nach der Erfassung der Chargennummer kann die Smartphone-App auch prüfen, ob es sich
bei der codierten Nummer um eine für dieses Medikament gültige Chargennummer und damit
um ein authentisches Produkt handelt. Der QR-Code kann selbstverständlich auch weitere
Informationen, beispielsweise über die Produktzusammensetzung, den Hersteller oder
das Verfallsdatum des Medikaments enthalten. Diese und weitere Informationen können
auch über einen in dem QR-Code enthaltenen Zeiger aus einer Datenbank abrufbar sein.
Besondere Vorteile kann eine Mischform bieten, bei der eine Grundinformation, wie
etwa die Chargennummer und das Verfalldatum des Medikaments, direkt in dem Code abgelegt
ist und Zusatzinformationen, wie etwa Einnahme- und Verträglichkeitshinweise oder
eine eventuelle Rückrufaktion des Herstellers über einen Zeiger aus einer Datenbank
abrufbar sind. Die Chargennummer kann auch nochmals im Klartext auf der Verpackung
10 aufgedruckt sein, und dem Nutzer einen direkten Vergleich der von der Smartphone-App
entschlüsselten Chargennummer und der aufgedruckten Chargennummer erlauben.
[0036] Für die fluoreszierenden Farben und den UV-Absorber können beispielsweise folgende
Farbzusammensetzungen eingesetzt werden
Offsetdruckfarben:
[0037]
Fluo-Farbe #1, rot fluoreszierend
| 17% |
CD 777 von Honeywell |
| 10% |
680281 High Tack Varnish von Gleitsmann Security Inks |
| 68% |
680280 Varnish von Gleitsmann Security Inks |
| 3% |
10 T 1405 Leinoel von Gleitsmann Security Inks |
| 2% |
680272/16 Trockenstoff von Gleitsmann Security Inks |
Fluo-Farbe #2, rot fluoreszierend
| 17% |
CD 740 von Honeywell |
| 10% |
680281 High Tack Varnish von Gleitsmann Security Inks |
| 68% |
680280 Varnish von Gleitsmann Security Inks |
| 3% |
10 T 1405 Leinoel von Gleitsmann Security Inks |
| 2% |
680272/16 Trockenstoff von Gleitsmann Security Inks |
Fluo-Farbe #3, blau fluoreszierend
| 17% |
CD 710 von Honeywell |
| 10% |
680281 High Tack Varnish von Gleitsmann Security Inks |
| 68% |
680280 Varnish von Gleitsmann Security Inks |
| 3% |
10 T 1405 Leinoel von Gleitsmann Security Inks |
| 2% |
680272/16 Trockenstoff von Gleitsmann Security Inks |
Fluo-Farbe #4, grün fluoreszierend
| 17% |
CD 708 von Honeywell |
| 10% |
680281 High Tack Varnish von Gleitsmann Security Inks |
| 68% |
680280 Varnish von Gleitsmann Security Inks |
| 3% |
10 T 1405 Leinoel von Gleitsmann Security Inks |
| 2% |
680272/16 Trockenstoff von Gleitsmann Security Inks |
Fluo-Farbe #5, grün fluoreszierend
| 62% |
680170 Tranparentweiss von Gleitsmann Security Inks |
| 38% |
Offset-Farbe 4 |
Absorber-Farbe #1, Transparent, UV-Absorber
| 20% |
Tinuvin 460 Powder BASF |
| 10% |
680281 High Tack Varnish von Gleitsmann Security Inks |
| 65% |
680280 Varnish von Gleitsmann Security Inks |
| 3% |
10 T 1405 Leinoel von Gleitsmann Security Inks |
| 2% |
680272/16 Trockenstoff von Gleitsmann Security Inks |
Absorber-Farbe #2, Weiß, UV-Absorber
| 20% |
TiO2 Rutil (UV A-C) |
| 10% |
680281 High Tack Varnish von Gleitsmann Security Inks |
| 65% |
680280 Varnish von Gleitsmann Security Inks |
| 3% |
10 T 1405 Leinoel von Gleitsmann Security Inks |
| 2% |
680272/16 Trockenstoff von Gleitsmann Security Inks |
Absorber-Farbe #3, Weiß , UV-Absorber
| 20 % |
TiO2 Anatas (UV B-C) |
| 10% |
680281 High Tack Varnish von Gleitsmann Security Inks |
| 65% |
680280 Varnish von Gleitsmann Security Inks |
| 3% |
10 T 1405 Leinoel von Gleitsmann Security Inks |
| 2% |
680272/16 Trockenstoff von Gleitsmann Security Inks |
Inkjet-Druckfarbe:
[0038]
1 - 1,5 % N-Methyl N-oleyl-taurat
5 - 10 % Diethylenglykol
10 - 15 % Glycerin
1 - 5 % Titandioxid (Rutil, nanoskalig 10 - 100 nm)
Der fehlende Anteil auf 100% ist Wasser
[0039] Die Einstellung des pH-Wertes erfolgt z.B. mit Zitronensäure oder Triethanolamin.
Der pH-Wert liegt zwischen 6 und 9.
[0040] Die Oberflächenspannung beträgt 30 - 35 mN/m. Die Einstellung der Oberflächenspannung
erfolgt ionisch, z.B. mit Sulfobernsteinsäureester oder Natriumlaurylsulfat, oder
nicht ionisch, z.B. Acetylenglykol oder Nonylphenolethoxylat oder Sorbitonstearat.
[0041] Die Viskosität liegt zwischen 100 - 200 mPas bei 20°C.
[0042] Die Farbe ist z.B. geeignet für Piezo-Inkjet-Drucker (z.B. Epson, Xaar)
[0043] Konkret kann beispielsweise der Lumineszenzbereich 22 mit den drei Fluo-Farben #1
(Rot), #3 (Blau) und #4 (Grün) in einem Regenbogenmuster mit einem Farbauftrag von
1,5 g/m
2 im Offsetdruck aufgebracht werden, und der Modifikationsbereich 26 kann mit der Absorber-Farbe
#1 mit einem Farbauftrag von 2 g/m
2 im Offset-Druck aufgebracht werden. Alternativ kann der Modifikationsbereich auf
mit der obengenannten Inkjet-Druckfarbe (1 - 2g als Trockenauftrag) gedruckt werden.
[0044] Figur 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Produktsicherungselements 30,
bei dem das Serienkennzeichen 20 durch einen mit UV-Strahlung anregbaren Lumineszenzbereich
32 gebildet ist, der mit einer visuell nicht sichtbaren, grün fluoreszierenden Farbe
gedruckt ist. Hierzu kann beispielsweise die Fluo-Farbe #5 mit einem Farbauftrag von
1 g/m
2 verwendet werden. Dieses Serienkennzeichen 20 ist auch hier bei allen Verpackungen
des Medikaments M des Herstellers H identisch und wird beispielsweise bei der Herstellung
der Verpackung im Offsetdruck aufgedruckt.
[0045] Das Individualisierungskennzeichen 24 ist in diesem Ausführungsbeispiel durch einen
im sichtbaren Spektralbereich unsichtbaren Modifikationsbereich 34 gebildet, in welchem
eine visuell nicht sichtbare, rot fluoreszierende Fluoreszenzfarbe in Form eines QR-Codes
auf den Lumineszenzbereich 22 aufgedruckt ist. Hierzu kann beispielsweise die Fluo-Farbe
#1 im Offset-Druck mit einem Farbauftrag von 1 g/m
2 verwendet werden.
[0046] Da sowohl die Fluoreszenzfarbe des Lumineszenzbereichs 32 als auch die Fluoreszenzfarbe
des Modifikationsbereichs 34 im sichtbaren Spektralbereich nicht sichtbar sind, ist
das Produktsicherungselement 30 bei normalen Beleuchtungsbedingungen nicht zu erkennen.
Wird das Produktsicherungselement 30 mit UV-Strahlung beaufschlagt, so werden die
grün fluoreszierende Farbe des Lumineszenzbereichs 32 und die rot fluoreszierende
Farbe des Modifikationsbereichs 34 zur Lumineszenz angeregt, so dass der Lumineszenzbereich
32 außerhalb des Modifikationsbereichs 34 grün luminesziert und sich innerhalb des
Modifikationsbereichs 34 durch additive Farbmischung die Mischfarbe Gelb ergibt. Der
QR-Code des Individualisierungskennzeichens 24 tritt daher deutlich kontrastierend
gelb vor dem grün lumineszierenden Hintergrund des Serienkennzeichnens 20 hervor und
kann beispielsweise mit einer Smartphone-App erfasst und entschlüsselt werden.
[0047] Figur 4 zeigt eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels der Fig. 3 in Form eines Produktsicherungselements
40, bei dem das Individualisierungskennzeichen 24 neben dem Modifikationsbereich 34
auch einen Ergänzungsbereich 42 umfasst, der mit derselben, visuell nicht sichtbaren,
rot fluoreszierende Fluoreszenzfarbe gedruckt ist, der aber nicht über, sondern neben
dem Lumineszenzbereich 32 angeordnet ist. Das Produktsicherungselement 40 zeigt bei
Beaufschlagung mit UV-Strahlung dann neben dem grün fluoreszierenden Hintergrund des
Lumineszenzbereichs 32 und der gelben Mischfarbe des Modifikationsbereichs 34 auch
einen rot fluoreszierenden Kennzeichnungsbestandteil im Ergänzungsbereich 42.
[0048] Figur 5 zeigt ein weiteres Produktsicherungselement 50 nach einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung, wobei Fig. 5(a) einen Querschnitt durch das Produktsicherungselement
und Fig. 5(b) das Erscheinungsbild bei Anregung mit UV-Strahlung in Aufsicht zeigt.
Bei dem Produktsicherungselement 50 ist auf einen Lumineszenzbereich 52, der beispielsweise
mit einer visuell nicht sichtbaren, grün fluoreszierenden Farbe gedruckt ist, ein
UV-Absorber in Form einer gewünschten Information aufgedruckt, um einen Modifikationsbereich
54 zu bilden. Weiter ist auf einen Teil des Lumineszenzbereichs 52 und einen Teil
des Modifikationsbereichs 54 ein weiterer lumineszierender Aufdruck 56 mit einer visuell
nicht sichtbaren, rot fluoreszierenden Fluoreszenzfarbe aufgebracht.
[0049] Der weitere lumineszierende Aufdruck 56 kann für alle gleichartigen Verpackungen
des Medikaments identisch sein und damit zusammen mit dem Lumineszenzbereich 52 das
Serienkennzeichen 20 bilden. In einer anderen Variante ist die Umrissform des lumineszierenden
Aufdrucks 56 für jede Verpackung unterschiedlich gewählt, beispielsweise über einen
Algorithmus aus der Chargennummer abgeleitet, so dass der Aufdruck 56 zusammen mit
dem Modifikationsbereich 54 das Individualisierungskennzeichen 24 des Produktsicherungselements
50 bildet.
[0050] In beiden Varianten sind alle beteiligten Bereiche 52, 54, 56 mit im sichtbaren Spektralbereich
nicht sichtbaren Farben gedruckt, so dass das Produktsicherungselement 50 bei normalen
Beleuchtungsbedingungen nicht zu erkennen ist. Bei Anregung mit UV-Strahlung zeigt
ein erster Hintergrundbereich 60 des Produktsicherungselements 50 grüne Fluoreszenz,
da dort nur die grün fluoreszierende Farbe des Lumineszenzbereichs 52 vorliegt. Ein
erster Vordergrundbereich 62 (hier in Form der Teilziffernfolge "667"), in dem die
Anregung des Lumineszenzbereichs 52 durch den UV-Absorber im Modifikationsbereich
54 unterdrückt wird, zeigt keine Lumineszenz und erscheint daher dunkel.
[0051] In einem zweiten Hintergrundbereich 64 entsteht durch additive Farbmischung der grün
fluoreszierende Farbe des Lumineszenzbereichs 52 und der rot fluoreszierende Farbe
des weiteren lumineszierenden Aufdrucks 56 ein gelber Farbeindruck. In einem zweiten
Vordergrundbereich 66 (hier in Form der Teilziffernfolge "408"), in dem der weitere
Aufdruck 56 über dem UV-Absorber 54 liegt, ergibt sich schließlich eine rote Fluoreszenz,
da dort die Anregung des grünen Lumineszenzbereichs 52 durch den UV-Absorber unterdrückt
wird, und somit nur die rote Fluoreszenzfarbe des Aufdrucks 56 in Erscheinung tritt.
Als Besonderheit erscheinen der dunkle Vordergrundbereich 62 und der rot fluoreszierende
Vordergrundbereich 66 automatisch perfekt zueinander gepassert, und bilden die Gesamtziffernfolge
"667408", ohne dass die Schichten 52, 54, 56 hierzu zueinander gepassert werden müssen.
[0052] Anstelle des beispielhaft beschriebenen QR-Codes können selbstverständlich auch andere
individualisierende Kennzeichnungen verwendet werden, wie etwa ein 1D- oder 2D-Balkencode
oder 1D- oder 2D-Barcode. Der Lumineszenzcode kann beispielsweise durch Vergleich
mit einem visuell sichtbaren Code, beispielsweise einer aufgedruckten Chargennummer
oder, wie oben beschrieben, durch Abgleich des Codes mit einer Datenbank verifiziert
werden.
[0053] Figur 6 illustriert in einer weiteren erfindungsgemäßen Ausgestaltung die Absicherung
des Verschlussbereichs 72 einer Verpackung 70. Die abgesicherte Verpackung 70 ist
dabei auf beiden Seiten des Verschlussbereichs 72 jeweils mit Teilbereichen 74-1,
74-2 eines Lumineszenzbereichs 74 versehen, der als Serienkennzeichen für alle gleichartigen
Verpackungen 70 identisch ausgebildet ist. Die beiden Seiten des Verschlussbereichs
72 sind mit einem Klebestreifen 80 überklebt, der ein Individualisierungskennzeichen
der oben beschriebenen Art in Form eines im sichtbaren Spektralbereich unsichtbaren
Modifikationsbereichs 82 aufweist. Der Modifikationsbereich 82 ist insbesondere in
Form eines Ziffern-, Balken-, oder Barcodes ausgebildet. Das Individualisierungskennzeichen
und das Serienkennzeichen bilden zusammen ein Produktsicherungselement 84.
[0054] Beispielsweise kann der Lumineszenzbereich 74 durch aufgedruckte Fluoreszenzfarben
und der Modifikationsbereich 82 durch einen auf dem Klebestreifen 80 aufgebrachten
UV-Absorber gebildet sein. Die in dem Klebestreifen 80 enthaltene Information erschließt
sich dann nur in Kombination mit einem fluoreszierenden Untergrund, wie er von dem
Lumineszenzbereich 74 bereitgestellt wird, und ist dem Klebestreifen 80 alleine nicht
zu entnehmen.
[0055] Beim Öffnen der Verpackung 70 oder dem Abziehen des Klebestreifens 80 wird das Produktsicherungselement
84 zerstört, so dass ein intaktes Produktsicherungselement 84 die Gewähr für ein authentisches
und ungeöffnetes Produkt bietet.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 10
- Medikamentenverpackung
- 12
- Produktsicherungselement
- 14
- UV-Lampe
- 16
- UV-Strahlung
- 20
- Serienkennzeichen
- 22
- Lumineszenzbereich
- 24
- Individualisierungskennzeichen
- 26
- Modifikationsbereich
- 30
- Produktsicherungselement
- 32
- Lumineszenzbereich
- 34
- Modifikationsbereich
- 40
- Produktsicherungselement
- 42
- Ergänzungsbereich
- 50
- Produktsicherungselement
- 52
- Lumineszenzbereich
- 54
- Modifikationsbereich
- 56
- weiterer lumineszierender Aufdruck
- 60
- erster Hintergrundbereich
- 62
- erster Vordergrundbereich
- 64
- zweiter Hintergrundbereich
- 66
- zweiter Vordergrundbereich
- 70
- Verpackung
- 72
- Verschlussbereich
- 74
- Lumineszenzbereich
- 74-1, 74-2
- Teilbereiche
- 80
- Klebestreifen
- 82
- Modifikationsbereich
- 84
- Produktsicherungselement
1. Produktsicherungselement für die Absicherung eines einer Vielzahl gleichartiger Produkte,
umfassend ein Serienkennzeichen, das für alle gleichartigen zu schützenden Produkte
identisch ist, und ein Individualisierungskennzeichen, das für jedes zu schützende
Produkt einmalig ist, wobei das Serienkennzeichen einen mit UV-Strahlung anregbaren
Lumineszenzbereich umfasst, und das Individualisierungskennzeichen einen im sichtbaren
Spektralbereich unsichtbaren Modifikationsbereich umfasst, der in Zusammenwirkung
mit dem Lumineszenzbereich bei UV-Anregung des Lumineszenzbereichs dessen Lumineszenz
lokal modifiziert und dadurch das Individualisierungskennzeichen visuell und/oder
maschinell erfassbar macht.
2. Produktsicherungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lumineszenzbereich ohne UV-Anregung im sichtbaren Spektralbereich unsichtbar
ist.
3. Produktsicherungselement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Lumineszenzbereich mehrere unterschiedliche Lumineszenzfarben umfasst.
4. Produktsicherungselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Modifikationsbereich über dem Lumineszenzbereich angeordnet, insbesondere auf den
Lumineszenzbereich aufgedruckt ist.
5. Produktsicherungselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Modifikationsbereich einen UV-Absorber enthält und die Lumineszenz des Lumineszenzbereich
in zumindest einem UV-Anregungswellenlängenbereich reduziert.
6. Produktsicherungselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Modifikationsbereich einen Lumineszenzstoff enthält und die Lumineszenz des Lumineszenzbereichs
durch additive Farbmischung modifiziert.
7. Produktsicherungselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein erster Teilbereich des Lumineszenzbereich oberhalb und ein zweiter Teilbereich
des Lumineszenzbereich unterhalb des Modifikationsbereichs angeordnet ist.
8. Produktsicherungselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Modifikationsbereich eine alphanumerischen Ziffernfolge oder einen 1- oder 2-dimensionalen
Codes umfasst.
9. Produktsicherungselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der Modifikationsbereich auf einem Klebestreifen, insbesondere einem geschlitzten
Klebestreifen vorliegt.
10. Produktsicherungselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Produktsicherungselement ein Markenschutzetikett, vorzugsweise mit einem Ablöseanzeiger,
oder ein Siegel oder ein Originalitätsverschluss, insbesondere für Flaschen oder Schachteln
ist.
11. Produktsicherungselement nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Produktsicherungselement eine thermogeformte Kunststofffolie, insbesondere eine
Blisterverpackung oder ein Formteil eines Markenartikels oder eine Schrumpffolie ist.
12. Verfahren zur Absicherung einer Vielzahl gleichartiger Produkte, bei dem auf jedem
der Vielzahl gleichartiger Produkte ein Serienkennzeichen, das für alle gleichartigen
zu schützenden Produkte identisch ist und ein Individualisierungskennzeichen, das
für jedes zu schützende Produkt einmalig ist, aufgebracht werden, wobei das Serienkennzeichen
einen mit UV-Strahlung anregbaren Lumineszenzbereich umfasst, und das Individualisierungskennzeichen
einen im sichtbaren Spektralbereich unsichtbaren Modifikationsbereich umfasst, der
in Zusammenwirkung mit dem Lumineszenzbereich bei UV-Anregung des Lumineszenzbereichs
dessen Lumineszenz lokal modifiziert und dadurch das Individualisierungskennzeichen
visuell und/oder maschinell erfassbar macht.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Lumineszenzbereich durch Aufdrucken zumindest einer lumineszierenden Druckfarbe,
insbesondere im Offsetdruck, erzeugt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Modifikationsbereich durch Aufbringen einer einen UV-Absorber enthaltenden Druckfarbe,
insbesondere im Inkjet- oder Laserdruck erzeugt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Modifikationsbereich durch Aufbringen eines Lumineszenzstoffes erzeugt wird,
der die Lumineszenz des Lumineszenzbereichs durch additive Farbmischung modifiziert.