[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines PTC-Heizelementes
mit einem PTC-Element und Kontaktflächen zur elektrischen Kontaktierung des PTC-Elementes.
Üblicherweise liegt bei PTC-Heizelementen, wie sie beispielsweise aus
EP 1 253 808 A1 bzw.
EP 1 395 098 A1 bekannt sind, eine elektrische Leiterbahn an gegenüberliegenden Hauptseitenflächen
des PTC-Elementes an. Die Leiterbahn wird üblicherweise aus einem Kontaktblech gebildet,
welches mit einem Positionsrahmen verbunden ist, beispielsweise abgedichtet in den
Positionsrahmen eingesiegelt ist.
[0002] Insbesondere bei Hochvoltanwendungen in Elektrofahrzeugen ist es erforderlich, die
Außenseite des Kontaktbleches elektrisch zu isolieren. Hierzu ist es aus dem zuvor
erwähnten Stand der Technik bekannt, auf die Außenseite des Kontaktbleches eine Isolierlage
aufzulegen.
[0003] PTC-Elemente haben selbstregelnde Eigenschaften. Mit zunehmender Erwärmung vermindert
sich die Leistungsaufnahme, da der elektrische Widerstand des PTC-Elementes zunimmt.
So ist man seit jeher um eine gute Wärmeauskopplung aus dem PTC-Element bemüht. Des
Weiteren ist bei PTC-Heizelementen für die Kfz-Industrie auf eine kostengünstige Herstellung
zu achten. Der Aufbau des PTC-Heizelementes muss skalierbar und auch bei großen Stückzahlen
verlässlich innerhalb vorbestimmter Toleranzgrenzen herstellbar sein.
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen
eines PTC-Heizelementes anzugeben, bei dem das PTC-Element an seinen Stirnseitenflächen
zuverlässig elektrisch mit Kontaktflächen kontaktiert wird.
[0005] Zur Lösung dieses Problems wird der vorliegenden Erfindung ein Verfahren mit den
Merkmalen von Anspruch 1 vorgeschlagen.
[0006] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die Kontaktbleche über elektrisch isolierende
Brückenelemente unter Freilassung einer Aufnahme für das PTC-Element miteinander verbunden.
Es versteht sich von selbst, dass mehrere Brückenelemente zur Ausbildung mehrere Aufnahmen
Verwendung finden können. Diese Brückenelemente sind üblicherweise in Abständen zueinander
entlang von länglichen Kontaktblechen vorgesehen. In jeder Aufnahme kann ein oder
mehrere PTC-Elemente vorgesehen sein.
[0007] Bei dem erfindungsgemäßen Vorgehen wird das PTC-Element in die Aufnahme und zwischen
die Kontaktbleche eingelegt. Hierbei liegen die Kontaktbleche so weit voneinander
entfernt, dass die Aufnahme hinreichend groß bemessen ist, dass das PTC-Element ohne
Beeinflussung durch die Kontaktbleche in die Aufnahme eingelegt werden kann. Erst
danach wird zur Ausbildung von einem gegen die Stirnseitenfläche des PTC-Elementes
anliegenden Kontaktvorsprung jedes Kontaktblech umgeformt.
[0008] Beim Umformen kann der Kontaktvorsprung ausgeformt werden. Alternativ kann bei einer
Vorbearbeitung des Blechstreifens üblicherweise durch Stanzen der Kontaktvorsprung
bereits ausgebildet, jedoch noch nicht in Richtung auf das PTC-Element zur Anlage
an dasselbe umgeformt sein. So ist es denkbar, die Kontaktbleche mit länglichen Schlitzen
zu versehen, durch welche die Kontaktvorsprünge als Streifen an einer Grenzschicht
zu dem PTC-Element freigeschnitten werden. Beim nachfolgenden Umformen werden diese
dünnen Stege in Richtung auf das PTC-Element umgeformt und gegen eine Stirnseitenfläche
des PTC-Elementes angelegt, um eine solide elektrische Kontaktierung zwischen dem
PTC-Element und dem jeweiligen Kontaktblech zu schaffen.
[0009] Bei der zuvor erwähnten Ausgestaltung, bei der üblicherweise durch die vorherige
Stanzbearbeitung ein Kontaktfedersteg an dem Kontaktblech ausgeformt wird, erfolgt
das Umformen des Kontaktfedersteges zur Anlage desselben gegen das PTC-Element bevorzugt
durch ein sich konisch verbreiterndes Werkzeug, beispielsweise einen Stift, der in
einen Schlitz zwischen dem Kontaktfedersteg und dem übrigen Material des Kontaktbleches
eingebracht wird, um den Kontaktfedersteg in Richtung auf das PTC-Element umzuformen.
Üblicherweise sind an einem Werkzeug zum Umformen der Kontaktfederstege in dieser
Weise mehrere Stifte vorgesehen, die zeitgleich in die entsprechenden Schlitze eingebracht
werden. Dabei wird wirtschaftlich und verlässlich ein Umformen der Kontaktfederstege
erreicht. Das Werkzeug kann beispielsweise kraftgesteuert abgesenkt werden um sicherzustellen,
dass die Kontaktfederstege mit vorbestimmter Anpresskraft an der Stirnseitenfläche
des PTC-Elementes anliegen. Beim zeitgleichen Umformen von Kontaktfederstegen unterschiedlicher
Kontaktbleche wird darüber hinaus dafür Sorge getragen, dass das PTC-Element an gegenüberliegenden
Stirnseitenflächen identisch kontaktiert wird.
[0010] Beim Umformen der Kontaktvorsprünge werden die Kontaktbleche bevorzugt in einem Werkzeug
aufgenommen, das an der Außenfläche der Kontaktbleche anliegt. Hierdurch werden die
zum Umformen erforderlichen Kräfte widergelagert, sodass sich die Umformung an der
mit dem PTC-Element in Kontakt zu bringenden Seite der Kontaktbleche zeigt, nicht
aber an der gegenüberliegenden freien Außenseite der Kontaktbleche. Auch wird das
Umformen der Kontaktfederstege kontrollierbar, da die eventuell überwachte Kraft zum
Umformen der Kontaktfedervorsprünge ausschließlich zu einem Umformen in Richtung auf
das PTC-Element führt.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung werden die Kontaktbleche
nach dem Umformen umspritzt. Vor dem Umspritzen wird bevorzugt eine Isolierlage auf
das PTC-Element aufgelegt. Nach diesem Auflegen der Isolierlage ist üblicherweise
das PTC-Element an seinen Hauptseitenflächen jeweils mit einer Isolierlage versehen,
die eine keramische Isolierlage sein kann. Beispielsweise wird die Isolierlage durch
eine Aluminiumoxid-Platte gebildet. Die Isolierlage wird bevorzugt gut wärmeleitend
auf das PTC-Element aufgeklebt.
[0012] Beim Umspritzen der Kontaktbleche wird die Isolierlage randseitig mit einem Kunststoffmaterial
eingesiegelt. Dabei wird aber die überwiegende Fläche der Isolierlage freigelassen,
sodass das fertige PTC-Heizelement mit der Umspritzung an seiner Außenseite im Wesentlichen
durch die Außenfläche der Isolierlage begrenzt ist, über welche mit hoher Wärmedichte
ein Austrag der von dem PTC-Element generierten Wärme erfolgen kann.
[0013] Beim Umspritzen der Kontaktbleche wird üblicherweise das oder die Brückenelemente
mit umspritzt. Diese können wiederum für sich durch Umspritzen mit den Kontaktblechen
verbunden sein. Die Kontaktbleche können aber auch in Aufnahmen der Brückenelemente
eingesteckt und so mit diesen verbunden sein.
[0014] Das Umspritzen der Kontaktbleche erfolgt bevorzugt mit einem elastischen Kunststoffmaterial,
beispielsweise TPE, Elastomer oder Duomer. Dabei kann eines der Brückenelemente, welches
aus einer harten Kunststoffkomponente wie beispielsweise Polyamid gebildet sein kann,
mit einem Dichtkragen versehen sein, der eine Lamellendichtung aufweist, um das PTC-Element
als steckbares Heizelement auszubilden, welches in eine Steckelementaufnahme einer
Trennwand dichtend einsetzbar ist, die eine von dem zu erwärmenden Fluid durchflossene
Zirkulationskammer von einer Anschlusskammer trennt, in welcher Kontaktzungen des
PTC-Heizelementes zum elektrischen Anschluss freiliegen. Das die Kontaktfläche einsiegelnde
Kunststoffmaterial ist bevorzugt so ausgewählt, dass es gute Benetzungseigenschaften
zu der Oberfläche der Isolierlage hat.
[0015] Weiter bevorzugt sind die Kontaktbleche einseitig über eines der Brückenelemente
zur Ausbildung besagter Kontaktzungen verlängert. So wird ein elektrisches Anschlusselement
für das PTC-Heizelement in an sich bekannter Weise durch die jeweiligen Kontaktbleche
gebildet.
[0016] Weitere Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung.
In dieser zeigen die Figuren verschiedene Phasen im Rahmen der Herstellung eines PTC-Heizelementes,
und zwar
- Figur 1
- eine perspektivische Seitenansicht der Blechstreifen des PTC-Heizelementes;
- Figur 2
- eine perspektivische Seitenansicht der mit Brückenelementen gefügten Blechstreifen
des Ausführungsbeispiels;
- Figur 3
- eine perspektivische Seitenansicht des in einem Werkzeug vorgesehenen Zwischenerzeugnisses
gemäß Figur 2;
- Figur 4
- eine perspektivische Seitenansicht gemäß Figur 3 beim Umformen der Kontaktbleche;
- Figur 5
- eine perspektivische Draufsicht gemäß den Figuren 3 und 4 am Ende des Umformens;
- Figur 6
- eine perspektivische Seitenansicht des Zwischenerzeugnisses nach dem Auflegen einer
Isolierlage; und
- Figur 7
- eine perspektivische Seitenansicht nach dem Umspritzen des Zwischenerzeugnisses.
[0017] Die Figur 1 zeigt eine perspektivische Seitenansicht von zwei Blechstreifen 2a, 2b,
die jeweils identisch ausgebildet sind und Kontaktzungen 4a, 4b ausformen. Die Blechstreifen
2a, 2b sind stanzbearbeitet. Jedes der Blechstreifen 2a, 2b weist zwei Längsschlitze
6 auf, die Kontaktfederstege 8 ausbilden, die als einheitliche Segmente an den Blechstreifen
2a, 2b ausgeformt und jeweils mit einem Kontaktvorsprung 9 versehen sind, der eine
konvexe Kontaktfläche 10 ausbildet.
[0018] Bei der Darstellung gemäß Figur 2 sind die Blechstreifen 2a, 2b durch ein oberes
Brückenelement 12 und ein unteres Brückenelement 14 miteinander verbunden. Die Brückenelemente
12, 14 bestehen aus Kunststoff. Sie sind durch Umspritzen der Blechstreifen 2a, 2b
mit diesen verbunden. Beim Umspritzen werden an den Blechstreifen 2a, 2b vorgesehene
Bohrungen 16 teilweise durch an dem Spritzgießwerkzeug ausgebildete Stifte freigehalten.
Lediglich das das untere Brückenelement 14 ausbildende Kunststoffmaterial durchsetzt
jeweils eine im unteren Bereich (in Figur 1, rechts) des Blechstreifens 2a bzw. 2b
vorgesehene Bohrung 16, sodass sich eine innige formschlüssige Verbindung zwischen
dem Kunststoffmaterial des Brückenelementes 14 und den Blechstreifen 2a, 2b ergibt.
Über die beiden Kunststoff-Brückenelemente 12, 14 sind die beiden Blechstreifen 2a,
2b in vorbestimmter Weise miteinander verbunden und auf Abstand gehalten.
[0019] Die Brückenelemente 12, 14 bilden jeweils Abstandshalter 18 aus, die in eine zwischen
den beiden Blechstreifen 2a, 2b und den Brückenelementen 12, 14 ausgebildete Aufnahme
20 hineinragen. Damit wird ein in die Aufnahme 20 einzulegendes und in Figur 4 vorgesehenes
PTC-Element 22 in vorbestimmter Weise relativ zu den Brückenelementen 18, 20 positioniert,
wodurch die Luft- und Kriechstrecken zwischen dem PTC-Element 22 und einer durch die
Blechstreifen 2a, 2b und die Brückenelemente 12, 14 gebildeten Halterung für das PTC-Element
22 einstellbar und kontrollierbar ist.
[0020] Das in Figur 2 gezeigte Zwischenerzeugnis ist in Figur 3 in einem Werkzeug 24 aufgenommen
dargestellt. Dieses Werkzeug 24 ist H-förmig ausgebildet und formt U-förmige Aufnahmen
für das untere Brückenelement 14 und das obere Brückenelement 12 zusammen mit den
Kontaktzungen 4a, 4b aus. Diese Aufnahmen des Werkzeugs 20 fassen die Blechstreifen
2a, 2b randseitig ein. Zwischen den jeweiligen Aufnahmen ist ein mittlerer Steg des
H-förmigen Werkzeugs 24 vorgesehen, der eine Auflagefläche für eine in Figur 3 wiedergegebene
Isolierlage ausbildet, die vorliegend durch eine Aluminiumoxid-Platte 26 ausgebildet
ist. Auf diese von dem Werkzeug 24 getragene Aluminiumoxid-Platte 26 ist das in Figur
2 gezeigte Zwischenerzeugnis aufgelegt. Die Aluminiumoxid-Platte 26 überdeckt danach
teilweise die Blechstreifen 2a, 2b und ist mit Abstand zu den Brückenelementen 12,
14 vorgesehen, wie dies Figur 6 zu entnehmen ist. Die dort aufgelegte Isolierlage
28 hat identische Abmessungen wie die Isolierlage 26 in Figur 3.
[0021] Die Isolierlage 26 kann auf ihrer Innenfläche mit einem elektrisch gut leitenden
Kleber versehen sein. Dieser kann mit gut wärmeleitfähigen Partikeln ganz oder teilweise
gefüllt sein, um die Wärmeleitfähigkeit des Klebers zu verbessern. Auf die so vorbereitete
Oberfläche der Isolierlage 26 wird das PTC-Element 22 aufgelegt (Figur 4). Dieses
befindet sich nunmehr in der Aufnahme 20.
[0022] Danach greifen konische Stifte 30 in die Längsschlitze 6 ein. Diese haben dafür jeweils
eine idealisiert kreisförmige Erweiterung 32, die in den Figuren 1 und 2 zu erkennen
und für die Aufnahme des konischen Endes des Stiftes 30 angepasst ausgebildet ist.
Die Stifte 30 sind insgesamt in einem einheitlichen nicht gezeigten Halteelement gehalten,
welches relativ zu dem Werkzeug 24 beweglich ist. Im Rahmen der Absenkung der Stifte
30 in Richtung auf die Blechstreifen 2a, 2b dringen die Stifte 30 mit ihrem verjüngten
konischen Ende in die Erweiterung 32 ein, um eine Verformung der Kontaktfederstege
8 zu bewirken. Denn die Außenseite der Blechseite 2a, 2b wird durch das Werkzeug 24
innerhalb der U-förmigen Aufnahme desselben daran gehindert, der durch die Stifte
30 aufgezwungenen Verformung nach außen auszuweichen. So werden die Kontaktfederstege
8 nach innen plastisch verformt. Die Kontaktflächen 10 legen sich zunächst gegen Stirnseitenflächen
34 des PTC-Elementes 22 an. Es sind die Stirnseitenflächen 34 an den Längsseiten des
PTC-Elementes 22. Die an der Breitseite vorgesehenen Stirnseitenflächen, über welche
diese elektrische Kontaktierung erfolgt, werden durch die Abstandshalter 18 auf Abstand
zu den Brückenelementen 12, 18 gehalten. Bei fortschreitender Einbringbewegung und
nach dem Anlegen der Kontaktfederstege 8 gegen die Stirnseitenflächen 34 ergibt sich
eine elastische Verformung der Kontaktfederstege 8, so dass am Ende der Verformung
der Kontaktfederstege 8 die Kontaktflächen 10 unter einer gewissen elastischen Vorspannung
an den PTC-Elementen 22 stirnflächenseitig anliegen. Danach ist das PTC-Element 22
über die Kontaktflächen 10 elektrisch mit den jeweiligen Blechstreifen 2a, 2b verbunden.
Das PTC-Element 22 ist auch über diese Pressung innerhalb eines durch die Blechstreifen
2a, 2b und die Brückenelemente 12, 14 gebildeten Gehäuses 36 gehalten (vgl. Figur
5).
Während dieses Verformungsschrittes wird das PTC Element 22 durch ein durch das Werkzeug
24 gebildetes Auflager unterseitig unter Zwischenlage der Isolierlage 26 abgestützt.
So wird das PTC Element 22 in Höhenrichtung mittig zwischen den Kontaktfederstegen
8 geklemmt.
[0023] Danach werden die Stifte 30 gezogen. Das Gehäuse 36 wird aus dem Werkzeug 24 entnommen.
Es wird schließlich die weitere Isolierlage 28 auf das PTC-Element 22 aufgelegt, um
ein Zwischenerzeugnis zu schaffen, bei dem die gegenüberliegenden Hauptseitenflächen
des PCT-Elementes 22 jeweils durch eine der Isolierlagen 26, 28 abgedeckt sind. Dieses
Zwischenerzeugnis ist in Figur 6 dargestellt.
[0024] Das in Figur 6 gezeigte Zwischenerzeugnis wird danach durch ein üblicherweise elastisches
Kunststoffmaterial umspritzt. Dieses Kunststoffmaterial durchsetzt auch die verbleibenden
Bohrungen 16 der Blechstreifen 2a, 2b, die mit entsprechenden Bohrungen der Brückenelemente
14, 16 fluchten, so dass sich eine innige formschlüssige Verbindung zwischen dem Zwischenerzeugnis
nach Figur 6 und dem Kunststoffrahmen 38 ergibt, das die Längsschlitze durchsetzt.
Da die Längsschlitze 6 unmittelbar benachbart zu den Isolierlagen 26, 28 ausgespart
sind, ergibt sich auch eine zuverlässige Abdichtung der Isolierlagen 26, 28 durch
das Kunststoffmaterial des Kunststoffrahmens 38, das die Längsschlitze durchsetzt.
[0025] Dieses Kunststoffmaterial kann ein TPE, Silikon, ein Duromer oder ein Elastomer sein.
Es kommt insbesondere auf eine gute Benetzung der Isolierlagen 26, 28 durch das entsprechende
Kunststoffmaterial an. Das Kunststoffmaterial wird unter Auslassung im Wesentlichen
der Hauptseitenflächen der Isolierlage 26, 28 umspritzt. So ergibt sich durch das
umspritzte Kunststoffmaterial ein Kunststoffrahmen, der die Hauptseitenflächen der
Isolierlagen 26, 28 im Wesentlichen freilässt und ein Fenster 40 ausbildet, in dem
die Isolierlagen 26, 28 freiliegen. Die umfänglichen Ränder der Isolierlagen 26, 28
sind allerdings von dem Material des Kunststoffrahmens eingesiegelt und dementsprechend
ergibt sich eine Abdichtung der Isolierlagen 26, 28 gegenüber dem Kunststoffrahmen
38. Wie Figur 7 verdeutlicht, überragen lediglich die Kontaktzungen 4a, 4b das so
hergestellte Erzeugnis. Durch das elastische Material des Kunststoffrahmens 38 werden
die Brückenelemente 12, 14 nur teilweise umhüllt. Das untere Brückenelement 14 überragt
den Kunststoffrahmen 38 und bildet aus dem technischen Kunststoff des Brückenelementes
14 eine Halterung aus, über welche das in Figur 7 gezeigte PTC-Heizelement 42 in einem
Heizergehäuse unterseitig positioniert werden kann. Auf der gegenüberliegenden Seite
bildet das Kunststoffmaterial des Kunststoffrahmens 38 einen Dichtkragen 44 aus, der
mehrere umlaufende Dichtwulste 46 hat, die als männliche Steck- und Dichtelemente
in eine weibliche Aufnahme einer Trennwand eingepresst werden können, um das PTC-Heizelement
42 in einer Steckverbindung zu halten und in dieser abzudichten. Die Steckverbindung
ist üblicherweise in einer Trennwand vorgesehen, die eine Zirkulationskammer, die
von dem zu erwärmenden Fluid durchströmt ist und in welcher das PTC-Heizelement 42
im Wesentlichen vorgesehen ist, von einer Anschlusskammer trennt, in welcher die Kontaktzungen
4a, 4b elektrisch angeschlossen sind. Hierzu kann die Anschlusskammer eine Leiterplatte
aufweisen, durch welche verschiedene PTC-Heizelemente des Heizers zu einem Heizkreis
zusammengefasst und/oder mit Leistungsstrom gesteuert bestromt werden. Die Steuerung
kann ebenfalls innerhalb der Anschlusskammer vorgesehen sein.
[0026] Die Dichtwulste 46 sind den Kunststoff des oberen Brückenelementes 12 umfänglich
umgebend vorgesehen. Hierdurch wird die Anpresskraft innerhalb der weiblichen Steckelementaufnahme
verbessert.
[0027] Das erfindungsgemäße Erzeugnis zeichnet sich dadurch aus, dass das PTC-Element 22
mit seinen gegenüberliegenden Stirnseitenflächen 34 zuverlässig kontaktiert ist. Die
Kontaktflächen 10 der Blechstreifen 2a, 2b liegen dabei nicht nur verpresst gegen
das PTC-Element 22 an. Vielmehr wird auch durch den Seitenabstand zwischen der konvexen
Kontaktfläche 10 und der Erweiterung 32, die den Stift 30 aufnimmt, dem Kontaktfedersteg
8 eine elastische Verformung aufgeprägt, durch welche eventuelle Setzbeträge und/oder
thermische Dehnungen innerhalb des PTC-Heizelementes 42 beim Betrieb kompensiert werden
können. Durch den Kunststoffrahmen 38 ist die wärmeerzeugende Zelle mit den beiden
stromführenden Blechstreifen 2a, 2b, die an unterschiedliche Polaritäten angeschlossen
sind, und dem PTC-Heizelement 22 vollumfänglich eingesiegelt, da der Kunststoffrahmen
38 lediglich die Isolierlagen 26, 28 freilässt.
[0028] Die Brückenelemente 12, 14 können auch durch Aufstecken mit den Blechstreifen 2a,
2b verbunden werden. Die Befestigung zwischen den Brückenelementen 12, 14 und den
Blechstreifen 2a, 2b kann beispielsweise durch Schweißen oder Kleben erfolgen. Auch
formschlüssige Verbindungen sind denkbar. Darüber hinaus können die Brückenelemente
12, 14 jeweils mehrteilig ausgebildet sein, wobei die mehreren Teile eines einzelnen
Brückenelementes miteinander unter Einschluss der Blechstreifen 2a, 2b gefügt werden
können. Die Blechstreifen 2a, 2b werden bei diesem Fügen bevorzugt formschlüssig innerhalb
des oder der Brückenelemente gesichert.
[0029] Des Weiteren ist es denkbar, mehrere Aufnahmen 20 in Erstreckungsrichtung der Blechstreifen
2a, 2b hintereinander vorzusehen. Dazu werden die Blechstreifen in Längsrichtung jeweils
mit mehreren Brückenelementen versehen, wobei jeweils zwischen benachbarten Brückenelementen
eine Aufnahme vorgesehen ist.
[0030] Das gezeigte PTC-Heizelement 42 eignet sich als PTC-Heizelement in einem Fluidheizer.
Aufgrund des Kunststoffrahmens 38 besteht nicht die Gefahr, dass zu erwärmendes Fluid
zu dem PTC-Element gelangt. In diesem Fall ist der Dichtwulst 46 in einer Trennwand
dichtend aufgenommen und das über den Kunststoffrahmen 38 hinausragende untere Brückenelement
14 kann in einer Ausnehmung aufgenommen sein, die an dem Boden der Zirkulationskammer
ausgespart ist. Hierdurch kann das PTC-Heizelement 42 in vorbestimmter Anordnung und
Ausrichtung innerhalb eines Fluidheizers gehalten werden, wie er grundsätzlich aus
der
EP 2 607 121 B1,
EP 2 440 004 B1 oder
EP 1 921 896 der Anmelderin bekannt ist.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 2a, 2b
- Blechstreifen
- 4a, 4b
- Kontaktzunge
- 6
- Längsschlitz
- 8
- Kontaktfedersteg
- 9
- Kontaktvorsprung
- 10
- Kontaktfläche
- 12
- oberes Brückenelement
- 14
- unteres Brückenelement
- 16
- Bohrung
- 18
- Abstandshalter
- 20
- Aufnahme
- 22
- PTC-Element
- 24
- Werkzeug
- 26
- Isolierlage
- 28
- Isolierlage
- 30
- Stift
- 32
- Erweiterung
- 34
- Stirnseitenfläche
- 36
- Gehäuse
- 38
- Kunststoffrahmen
- 40
- Fenster
- 42
- PTC-Heizelement
- 44
- Dichtkragen
- 46
- Dichtwulst
1. Verfahren zum Herstellen eines PTC-Heizelementes, mit einem PTC-Element (22) und Kontaktblechen
(2a, 2b), die mit Stirnseitenflächen (34) des PTC-Elementes (22) elektrisch leitend
kontaktiert sind, bei dem die Kontaktbleche (2a, 2b) über elektrisch isolierbare Brückenelemente
unter Freilassung einer Aufnahme für das PTC-Element (22) verbunden werden und die
Kontaktbleche (2a, 2b) zur Ausbildung eines gegen die Stirnseitenfläche (34) anliegenden
Kontaktvorsprungs (9) umgeformt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Einlegen des PTC-Elementes (22) in die Aufnahme (20) das Kontaktblech (2a,
2b) mit einem Kontaktfedersteg (8) versehen wird und dass nach dem Einlegen des PTC-Elementes
(22) der Kontaktfedersteg (8) in Richtung auf das PTC-Element (22) umgeformt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass beim Umformen des Kontaktvorsprungs (9) die Kontaktbleche (2a, 2b) in einem Werkzeug
(24) aufgenommen sind, das gegen die Außenfläche der Kontaktbleche anliegt.
4. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktbleche (2a, 2b) nach dem Umformen umspritzt werden.
5. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Umspritzen eine Isolierlage (26, 28) auf das PTC-Element (22) aufgelegt wird
und dass beim Umspritzen die Kontaktbleche (2a, 2b) und die Isolierlage (26, 28) randseitig
von einem Kunststoffrahmen (38) umgeben werden.
6. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Brückenelement (12, 14) durch Umspritzen mit den Kontaktblechen (2a, 2b) verbunden
wird.
7. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktbleche (2a, 2b) einseitig über eines der Brückenelemente (12, 14) zur
Ausbildung von Kontaktzungen (4a, 4b) verlängert werden.
8. Verfahren nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das PTC-Element (22) beim Umformen durch ein durch das Werkzeug (24) gebildetes Auflager
unterseitig abgestützt wird.