[0001] Die Erfindung betrifft die Rückführung von Abgas aus einem Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine,
vorzugsweise eines Kraftfahrzeugs, zurück in den Brennraum.
[0002] Abgasrückführungssysteme dienen insbesondere der Minderung von Emission von Stickoxiden.
Bei einer Verbrennung von Kraftstoff in einem Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine
entstehen unter anderem umweltschädliche Stickoxide, insbesondere wenn ein hoher Sauerstoffgehalt
im Brennraum vorliegt. Zur Minderung der Emission von Stickoxiden kann Abgas aus einem
Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine durch Rohrleitungen umgeleitet werden und
zu Reinluft beigemischt werden, die dem Brennraum zugeführt wird. Durch erneutes Passieren
des Brennraums wird der Stickoxidgehalt im Abgas reduziert. Gleichzeitig wird die
Bildung von Stickoxid selbst minimiert.
[0003] Weiterhin bekannt sind Vorrichtungen zum Kühlen von Reinluft und von rückgeführtem
Abgas, welche dem Brennraum zugeführt werden. Durch Kühlen der Reinluft und des rückgeführten
Abgases, die dem Brennraum zugeführt werden, kann der Brennraum mehr Reinluft aufnehmen.
Damit erhöhen sich die Leistung und der Wirkungsgrad der Verbrennungskraftmaschine,
weil mehr Sauerstoff für die Verbrennung von Kraftstoff zur Verfügung steht.
[0004] Die bekannten Systeme haben häufig den Nachteil, dass die Kühlleistung, mit der das
rückgeführte Abgas in der Kühlvorrichtung gekühlt wird, nicht hinreichend einstellbar
ist. Dies ist insbesondere in Niedriglastphasen nachteilig. Unter Niedriglast ist
zu verstehen, dass die Verbrennungskraftmaschine nur einen Teil ihrer maximalen Leistung
leistet. In solchen Niedriglastphasen der Verbrennungskraftmaschine kann eine zu große
Kühlleistung vorliegen. Eine zu niedrige Temperatur von rückgeführtem Abgas kann zu
Bauteilversottung führen. Dabei bedeutet Versottung, dass in zu kaltem Abgas Bestandteile
des Abgases auskondensieren. Dies können insbesondere Wasserdampf, unverbrannte Kohlenwasserstoffe
oder Säuren sein.
[0005] Aus der
DE 10 2008 033 823 A1 ist eine Abgasrückführungsvorrichtung mit mehreren Kühlstufen bekannt, bei der die
Kühlstufen mittels Klappen ansteuerbar sind, die nebeneinander in einem Gehäusekopf
gehalten sind.
[0007] Hiervon ausgehend ist es Aufgabe der hier vorliegenden Erfindung, die im Zusammenhang
mit dem Stand der Technik geschilderten technischen Probleme weiterhin zu lösen bzw.
zumindest zu lindern. Es soll insbesondere eine Verbrennungskraftmaschine mit einer
Abgasrückführungseinrichtung vorgestellt werden, die eine gute Einstellbarkeit der
Kühlleistung ermöglicht, mit der das rückgeführte Abgas gekühlt wird.
[0008] Diese Aufgaben werden gelöst mit einer Verbrennungskraftmaschine gemäß den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 und mit einem Verfahren gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs
6. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Verbrennungskraftmaschine sind in den
abhängig formulierten Patentansprüchen angegeben. Die in den Patentansprüchen einzeln
aufgeführten Merkmale sind in beliebiger, technologisch sinnvoller, Weise miteinander
kombinierbar und können durch erläuternde Sachverhalte aus der Beschreibung ergänzt
werden, wobei weitere Ausführungsvarianten der Erfindung aufgezeigt werden.
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist eine Verbrennungskraftmaschine mit einer Abgasrückführungseinrichtung
zur Rückführung von Abgasen der Verbrennungskraftmaschine in einen Ansaugbereich der
Verbrennungskraftmaschine. Die Abgasrückführungseinrichtung weist folgende Komponenten
auf:
- mindestens einen Abgaskühler, durch welchen ein erster Strömungsweg zur Rückführung
von Abgas verläuft, aufweisend mindestens eine erste Kühlstufe und mindestens eine
zusätzliche Kühlstufe,
- mindestens eine Klappenanordnung, mit welcher die mindestens eine zusätzliche Kühlstufe
zuschaltbar ist,
- eine Bypassleitung, durch welche ein zweiter Strömungsweg zur Rückführung von Abgas
verläuft, mit welcher der Abgaskühler bei der Rückführung von Abgas gebypasst werden
kann,
- ein AGR-Ventil mit mindestens drei möglichen Stellungen:
∘ eine Ruhestellung, in welcher die Abgasrückführungseinrichtung geschlossen ist,
∘ eine erste Stellung, in welcher der erster Strömungsweg durch den Abgaskühler geöffnet
ist, und
∘ eine zweite Stellung, in welcher der zweiter Strömungsweg durch die Bypassleitung
geöffnet ist;
wobei die mindestens eine erste Kühlstufe, die mindestens eine zusätzliche Kühlstufe,
die Bypassleitung, das AGR-Ventil und die Klappenanordnung in einem Gehäuse der Abgasrückführungseinrichtung
integriert sind und wobei das AGR-Ventil und die Klappenanordnung derart angeordnet
sind, dass eine Verankerung der Klappe an einer Außenwand des AGR-Ventils vorgesehen
ist, wobei die Außenwand des AGR-Ventils zugleich eine Innenwand der mindestens einen
ersten Kühlstufe und der mindestens einen zweiten Kühlstufe darstellt, wobei das AGR-Ventil
zylinderförmig ausgeführt ist und wobei die Klappenanordnung an einer Mantelfläche
des AGR-Ventils befestigt ist.
[0010] Die Verbrennungskraftmaschine ist in einer bevorzugten Ausführungsvariante eine Verbrennungskraftmaschine
mit Abgasturbolader. Bei solchen Verbrennungskraftmaschinen kann man unterscheiden
zwischen Hochdruckabgasrückführung und Niederdruckabgasrückführung. Bei der Hochdruckabgasrückführung
wird üblicherweise das Abgas stromaufwärts einer Abgasseite des Turboladers abgezweigt
und stromabwärts einer Reinluftseite des Turboladers der verdichteten Reinluft zugeführt.
Stromaufwärts bedeutet in Flussrichtung der Reinluft vor dem Verdichter. Stromabwärts
bedeutet in Flussrichtung der Reinluft nach dem Verdichter. Bei der Niederdruckabgasrückführung
wird Abgas stromabwärts der Abgasseite des Turboladers abgezweigt und stromaufwärts
der Reinluftseite des Turboladers der noch nicht verdichteten Reinluft zugeführt.
Es sind auch Mischformen und Kombinationen von Hochdruckabgasrückführung und Niederdruckabgasrückführung
bekannt und technisch möglich.
[0011] Die Verbrennungskraftmaschine kann insbesondere für ein Kraftfahrzeug, eine Arbeitsmaschine,
ein Luftfahrzeug oder ähnliche Maschinen gedacht sein. Die Verbrennungskraftmaschine
weist üblicherweise Brennräume auf, die nach Art von Zylindern ausgeführt sind. Diesen
Brennräumen kann über eine Reinluftführung Reinluft zugeführt werden. Nach der Verbrennung
von Kraftstoff in den Brennräumen kann Abgas über eine Abgasanlage abgeführt werden.
Die Abgasanlage weißt üblicherweise eine Abgasnachbehandlungseinrichtung auf, z. B.
aufweisend einen Katalysator und/oder einen Partikelfilter zur Abgasreinigung. An
die Abgasanlage ist eine Abgasrückführungseinrichtung angeschlossen. Diese Abgasrückführungseinrichtung
umfasst eine Abgasrückführungsleitung zwischen Abgas führenden Leitungen und der Reinluftführung.
Die Abgasrückführungsleitung kann zumindest teilweise von einem Schlauch oder einem
Rohr aus Gummi oder Plastik gebildet sein. Über die Abgasrückführungseinrichtung kann
Abgas der Reinluftführung zugeführt werden. Wie oben beschrieben, ist diese Rückführung
von Abgas vorteilhaft in Bezug auf die Minimierung von Stickoxidemissionen einer Verbrennungskraftmaschine.
Die Abgase können in einen Ansaugbereich der Verbrennungskraftmaschine rückgeführt
werden.
[0012] In der hier beschriebenen Ausführungsform weist die Abgasrückführungseinrichtung
mindestens einen Abgaskühler auf, durch welchen ein erster Strömungsweg verläuft,
und eine Bypassleitung, durch welche ein zweiter Strömungsweg verläuft.
[0013] Der Abgaskühler ist derart aufgebaut, dass Abgas, das entlang des ersten Strömungswegs
strömt, gekühlt wird. Diese Kühlung kann dadurch stattfinden, dass Abgas auf dem ersten
Strömungsweg die mindestens eine erste Kühlstufe passiert.
[0014] Der Abgaskühler weist über die erste Kühlstufe hinaus eine zusätzliche Kühlstufe
auf. Das Passieren mehrerer Kühlstufen bedeutet eine erhöhte Kühlleistung. Ein Strömungsweg
für Abgas durch die zusätzliche Kühlstufe wird hier auch als erster Strömungsweg bzw.
als Teil des ersten Strömungswegs bezeichnet.
[0015] Die Bypassleitung ist derart aufgebaut, dass Abgas, das entlang des zweiten Strömungswegs
strömt, nicht gekühlt wird. Dies bedeutet, dass Abgas an dem Abgaskühler vorbeigeleitet
wird, also der Abgaskühler gebypasst wird.
[0016] In dem Abgaskühler kann eine erhöhte Kühlleistung über die mindestens eine Klappenanordnung
zugeschaltet werden. Es können auch mehrere zusätzliche Kühlstufen existieren. Vorzugsweise
ist dann pro zusätzlicher Kühlstufe eine Klappenanordnung vorgesehen. Die Klappenanordnung
kann bspw. eine einfache Klappe sein, die in einer ersten Stellung eine Öffnung hin
zu der zusätzlichen Kühlstufe gasdicht verschließt, und die in einer zweiten Stellung
die Öffnung für den Durchtritt von Abgas hin zur zusätzlichen Kühlstufe freigibt.
Die Klappenanordnung ist derart in den Abgaskühler integriert, dass bei Stellung der
Klappe in der ersten Stellung lediglich die mindestens eine erste Kühlstufe für Abgas
zugänglich ist, und dass in der zweiten Stellung der Klappe zusätzlich auch die mindestens
eine zusätzliche Kühlstufe zugänglich ist.
[0017] Außerdem ist ein AGR-Ventil vorgesehen, welches dazu dient, wahlweise die erste Kühlstufe
oder die Bypassleitung zu öffnen oder die Abgasrückführungseinrichtung vollständig
zu verschließen. Dabei steht die Abkürzung "AGR" für Abgasrückführung. Das AGR-Ventil
ist ein Ventil mit mindestens den drei weiter vorne besprochenen möglichen Stellungen:
eine Ruhestellung, eine erste Stellung und eine zweite Stellung. Es kann sich bei
dem AGR-Ventil um ein Mehrwegeventil handeln. Das AGR-Ventil ermöglicht eine Einstellung,
welche der beschriebenen Strömungswege das Abgas nimmt. Das AGR-Ventil befindet sich
normalerweise in der Ruhestellung. Dies gilt insbesondere, wenn keine Kräfte auf das
AGR-Ventil wirken. Das AGR-Ventil wird beispielsweise durch eine Feder in die Ruhestellung
gedrückt. Ist das AGR-Ventil in der Ruhestellung, so ist die Abgasrückführungseinrichtung
geschlossen. Dies bedeutet, dass Abgas weder über den ersten Strömungsweg noch über
den zweiten Strömungsweg strömen kann. Es gelangt also kein Abgas aus den Abgas führenden
Leitungen in die Reinluftführung der Verbrennungskraftmaschine. Wird das AGR-Ventil
in die erste Stellung gebracht, so kann Abgas über den ersten Strömungsweg strömen.
Dabei passiert das Abgas den Abgaskühler. Je nach Stellung der Klappenanordnung passiert
es dabei die mindestens eine erste Kühlstufe und ggf. auch eine zusätzliche Kühlstufe
(der mindestens einen zusätzlichen Kühlstufe). Wird das AGR-Ventil in die zweite Stellung
gebracht, ist der zweite Strömungsweg freigegeben. Das bedeutet, dass Abgas an den
Kühlstufen vorbei durch die Bypassleitung strömt. Dabei wird das Abgas nicht aktiv
gekühlt.
[0018] Die beschriebene Anordnung ermöglicht es, die Kühlleistung des Abgaskühlers in mindestens
drei Stufen einzustellen. Der zweite Strömungsweg ermöglicht eine Abgasrückführung
ohne jede aktive Kühlung, der erste Strömungsweg ermöglicht eine Abgasrückführung
mit Kühlung, wobei je nach Anzahl der zugänglichen Kühlstufen eine unterschiedliche
Kühlleistung vorliegt.
[0019] Erfindungsgemäß sind die mindestens eine erste Kühlstufe, die mindestens eine zusätzliche
Kühlstufe, die Bypassleitung, das AGR-Ventil und die Klappenanordnung in einem Gehäuse
der Abgasrückführungseinrichtung integriert.
[0020] Die genannten Elemente in ein Gehäuse zu integrieren, bedeutet, dass eine kompakte
Bauweise möglich ist.
[0021] Darüber hinaus sind das AGR-Ventil und die Klappenanordnung derart angeordnet, dass
eine Verankerung der Klappe an einer Außenwand des AGR-Ventils vorgesehen ist, wobei
die Außenwand des AGR-Ventils zugleich eine Innenwand der mindestens einen ersten
Kühlstufe und der mindestens einen zweiten Kühlstufe darstellt.
[0022] Mit der Außenwand ist hier insbesondere ein Abschnitt eines Gehäuses des AGR-Ventils
und der Kühlstufen gemeint. Das AGR-Ventil ist zylinderförmig ausgeführt. Somit ist
die Außenwand des AGR-Ventils eine Mantelfläche eines Gehäuses. Das AGR-Ventil ist
derart in den Abgaskühler integriert, dass die Mantelfläche geeignet ist, um die Klappenanordnung
an dieser zu befestigen. Diese Ausgestaltung ermöglicht eine besonders kompakte Bauweise
der Abgasrückführungseinrichtung.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform der beschriebenen Verbrennungskraftmaschine ist
die Bypassleitung thermisch isoliert.
[0024] Insbesondere existiert eine thermische Isolation gegenüber der mindestens einen ersten
Kühlstufe und der mindestens einen zusätzlichen Kühlstufe. Zur thermischen Isolation
kann bspw. ein thermisch isolierender Schaumstoff oder ein vergleichbares Material
verwendet werden, das üblicherweise zur thermischen Isolation in einer Verbrennungskraftmaschine
eingesetzt wird. Dieses Material wird insbesondere zwischen die mindestens eine zusätzliche
Kühlstufe und die Bypassleitung derart angebracht, dass ein thermischer Kontakt der
Kühlstufen zur Bypassleitung zumindest minimiert wird. Die mindestens eine zusätzliche
Kühlstufe ist vorzugsweise zwischen der ersten Kühlstufe und der Bypassleitung angeordnet.
Die zusätzliche Kühlstufe wird häufig nicht von Abgas durchströmt. Die zusätzliche
Kühlstufe trägt daher ggf. zur Verbesserung der Isolation der Bypassleitung gegenüber
der Umgebung bei.
[0025] Eine thermische Isolation der Bypassleitung ermöglicht eine Temperaturerhaltung von
durch die Bypassleitung rückgeführtem Abgas. Eine solche Temperaturerhaltung ist in
Niedriglastphasen ggf. sinnvoll, um die Temperatur der rückgeführten Abgase nicht
zu weit zu reduzieren und insbesondere auch, um ein Auskondensieren des Abgases und
die Bildung von Ablagerungen in der Bypassleitung (thermisch) zu verhindern. Vorzugsweise
erfolgt eine thermische Isolation aber nicht nur gegenüber dem Abgaskühler und den
Kühlstufen, sondern auch gegenüber der Umgebung.
[0026] In einer weiteren Ausführungsform der beschriebenen Verbrennungskraftmaschine ist
das AGR-Ventil ein Tellerventil, welches einen Einlass, einen ersten Auslass und einen
zweiten Auslass aufweist. Die beiden Auslässe sind dabei gegenüberliegend zueinander
angeordnet. An dem ersten Auslass ist ein erstes Verschlusselement und an dem zweiten
Auslass ist ein zweites Verschlusselement vorgesehen. Die beiden Verschlusselemente
sind mit Hilfe einer Feder gegeneinander verspannt, um die Auslässe in einer Ruhestellung
zu verschließen. Weiter ist ein Schieber vorhanden, der von einem Aktor betätigt werden
kann, um wahlweise das Verschlusselement an dem ersten Auslass oder das Verschlusselement
an dem zweiten Auslass zu öffnen.
[0027] Diese Ausführungsvariante definiert einen besonders vorteilhaften Aufbau eines AGR-Ventils,
welcher die genannten drei möglichen Stellungen (Ruhestellung, erste Stellung, zweite
Stellung) ermöglicht. Das Tellerventil ist ein Ventil, bei welchem die Verschlusselemente
tellerförmig ausgeprägt sind. Das hier beschriebene Tellerventil ist ein Dreiwegeventil
mit einem Einlass und zwei Auslässen. Durch den Einlass kann ein Medium, wie z. B.
ein Gas, in das Ventil hinein gelangen und ggf. durch einen der beiden Auslässe aus
dem Ventil hinaus gelangen. In der Ruhestellung werden die Verschlusselemente durch
die Feder gegen Öffnungen der Auslässe gedrückt. Bevorzugt wird für beide Verschlusselemente
die eine Feder gemeinsam verwendet. Daher sind die beiden Auslässe gegenüberliegend
voneinander angeordnet. So ist die Verwendung einer (gemeinsamen) Feder für beide
Auslässe möglich. In der Ruhestellung ist das Ventil vollständig geschlossen, d. h.
dass beide Auslässe verschlossen sind und das Medium das Ventil nicht passieren kann.
Dass einer der Auslässe des Ventils geöffnet ist, bedeutet, dass das Verschlusselement
des entsprechenden Auslasses von der Öffnung derart entfernt wird, dass ein Ringspalt
zwischen Verschlusselement und Öffnung einen Durchtritt des Mediums ermöglicht. Es
ist bei dieser Ausführungsvariante normalerweise nur möglich, dass ein Auslass allein
geöffnet ist, und nicht beide Auslässe zur gleichen Zeit. Der Schieber stellt eine
Verbindung zwischen dem Ventil und dem Aktor her. Über den Schieber kann durch den
Aktor die Stellung beider Verschlusselemente eingestellt werden. Dies kann bspw. elektronisch
gesteuert stattfinden. Dazu kann der Aktor bspw. als Elektromotor ausgeführt sein.
Der Schieber bzw. der Aktor haben ebenfalls eine Ruhestellung und eine ausgelenkte
Stellung. In der Ruhestellung verschiebt der Schieber keines der beiden Verschlusselement.
Eine Bewegung aus der Ruhestellung von Aktor und Schieber heraus in eine erste Richtung
verschiebt das erste Verschlusselement am ersten Auslass. Eine Bewegung aus der Ruhestellung
von Aktor und Schieber heraus in eine zweite Richtung verschiebt das zweite Verschlusselement
am zweiten Auslass.
[0028] Es ist außerdem vorteilhaft, wenn der Aktor derart ausgeführt ist, dass die Öffnungsweiten
des ersten Auslasses und des zweiten Auslasses mit Hilfe des Schiebers stufenlos eingestellt
werden können.
[0029] Hiermit ist insbesondere gemeint, dass die Öffnungsweite des ersten Auslasses und
die Öffnungsweite des zweiten Auslasses jeweils stufenlos einstellbar sind. Es ist
üblicherweise nicht gemeint, dass der erste Auslass und der zweite Auslass derart
getrennt voneinander ansteuerbar sind, dass beide Auslässe (erster Auslass und zweiter
Auslass) gleichzeitig geöffnet sein können. Vorzugsweise kann immer nur entweder der
erste Auslass oder der zweite Auslass geöffnet sein.
[0030] In einer weiteren Ausführungsform der beschriebenen Verbrennungskraftmaschine sind
die mindestens eine erste Kühlstufe und die mindesten eine zusätzliche Kühlstufe parallel
zueinander angeordnet.
[0031] Sind die beiden Kühlstufen bspw. in Form von Rohren ausgeführt, so erlaubt ein paralleler
Verlauf eine kompakte Anordnung. Außerdem bleibt die Strömungsdichte des Abgases durch
die Kühlstufen annähernd konstant, unabhängig davon, wie viele Kühlstufen freigeschaltet
wurden. Dies ist vorteilhaft, da so energieeffizient gekühlt werden kann, ohne dass
Kühlleistung an Grenzflächen zwischen den Kühlstufen verlorengeht.
[0032] Weiterhin wird ein Verfahren zum Betrieb einer Verbrennungskraftmaschine entsprechend
einer der beschriebenen Ausführungsformen vorgestellt, aufweisend die folgenden Verfahrensschritte:
- a) Abschaltung der Abgasrückführung durch Absperrung der Abgasrückführungseinrichtung
unter Einstellung des AGR-Ventils (12) in der Ruhestellung,
- b) Abgasrückführung während einer Niedriglastphase, wobei die Abgasrückführung durch
die Bypassleitung (11) unter Einstellung des AGR-Ventils (12) in der zweiten Stellung
erfolgt, wobei keine Kühlung des rückgeführten Abgases stattfindet,
- c) Abgasrückführung während eines Lastbetriebs, wobei die Abgasrückführung durch den
Abgaskühler (5) durch Einstellung des AGR-Ventils (12) in der zweiten Stellung erfolgt,
und
- d) Freischalten mindestens einer zusätzlicher Kühlstufe (9) mit Hilfe der mindestens
einen Klappenanordnung (10), wenn ein Hochlastbetrieb vorliegt.
[0033] Die Verfahrensschritte a) bis d) müssen nicht nacheinander abgearbeitet werden, sondern
können während des Betriebs einer Verbrennungskraftmaschine in beliebiger, technisch
sinnvoller Reihenfolge ausgeführt werden.
[0034] Verfahrensschritt a) ermöglicht es, die Verbrennungskraftmaschine ohne Abgasrückführung
zu betreiben. Dabei verschließt das AGR-Ventil sowohl den ersten Auslass als auch
den zweiten Auslass. Dies entspricht der oben bereits beschriebenen Ruhestellung des
AGR-Ventils.
[0035] Verfahrensschritt b) kann genutzt werden, um in einer Niedriglastphase eine Abgasrückführung
ohne Kühlung zu ermöglichen. Wie oben beschrieben, wird durch Einstellen des AGR-Ventils
in die zweite Stellung der zweite Strömungsweg durch die Bypassleitung für Abgas zugänglich.
[0036] Verfahrensschritt c) ist geeignet für einen Betrieb der Verbrennungskraftmaschine
mit einer höheren Last als der unter Verfahrensschritt b) beschriebenen Niedriglast.
Dabei befindet sich das AGR-Ventil in der zweiten Stellung, so dass der erste Strömungsweg
freigegeben ist. Dabei ist die mindestens eine erste Kühlstufe des Abgaskühlers zugänglich.
Durch diese erste Kühlstufe erfolgt eine Kühlung des rückgeführten Abgases.
[0037] Wird zusätzlich entsprechend Verfahrensschritt d) die mindestens eine zusätzliche
Kühlstufe hinzugeschaltet, kann die Kühlleistung erhöht werden. Dazu wird die Klappenanordnung
in die zweite Stellung gebracht.
[0038] Die für die beschriebene Verbrennungskraftmaschine dargestellten besonderen Vorteile
und Ausgestaltungsmerkmale sind in beliebiger, technologisch sinnvoller Weise auf
das beschriebene Verfahren anwendbar und übertragbar. Gleiches gilt für die für das
beschriebene Verfahren geschilderten besonderen Vorteile und Ausgestaltungsmerkmale,
die auf die beschriebene Vorrichtung anwendbar und übertragbar sind.
[0039] Die Erfindung findet vorzugsweise Einsatz in einem Kraftfahrzeug mit einer Verbrennungskraftmaschine
mit einer Abgasrückführungseinrichtung, die entsprechend einer der oben beschriebenen
Ausführungsformen ausgeführt ist, und die mit dem beschriebenen Verfahren betrieben
wird.
[0040] Die Erfindung und das technische Umfeld werden nachfolgend anhand der Figuren näher
erläutert. Die Figuren zeigen besonders bevorzugte Ausführungsbeispiele, auf die die
Erfindung jedoch nicht begrenzt ist. Insbesondere ist darauf hinzuweisen, dass die
Figuren und insbesondere die dargestellten Größenverhältnisse nur schematisch sind.
Es zeigen:
- Fig. 1:
- eine schematische Darstellung eines Kraftfahrzeugs mit einer Verbrennungskraftmaschine
mit einer Abgasrückführungseinrichtung entsprechend der Erfindung,
- Fig. 2:
- eine schematische Darstellung einer Abgasrückführungseinrichtung für eine Verbrennungskraftmaschine,
- Fig. 3:
- eine schematische Darstellung der Abgasrückführungseinrichtung aus Fig. 2, bei welcher
der zweite Strömungsweg freigegeben ist,
- Fig. 4:
- eine schematische Darstellung der Abgasrückführungseinrichtung aus Fig. 2, bei welcher
der erste Strömungsweg freigegeben ist,
- Fig. 5:
- eine schematische Darstellung der Abgasrückführungseinrichtung aus Fig. 2, bei welcher
der erste Strömungsweg freigegeben ist, und bei welcher eine zusätzliche Kühlstufe
zugeschaltet ist.
[0041] Fig. 1 zeigt ein Kraftfahrzeug 1, in das eine Verbrennungskraftmaschine 2 integriert
ist. Durch eine Reinluftführung 22 kann Reinluft aus der Umgebung in einen Ansaugbereich
4.2 der Verbrennungskraftmaschine 2 angesaugt werden. In einem oder mehreren Brennräumen
der Verbrennungskraftmaschine kann Kraftstoff mit der Reinluft verbrannt werden, wodurch
das Kraftfahrzeug 1 angetrieben werden kann. Dabei entstehendes Abgas kann durch eine
Abgasleitung 23 durch einen Abgasaustritt 4.1 aus der Verbrennungskraftmaschine 2
abgeführt werden. Dabei passiert es eine Abgasnachbehandlungsvorrichtung 25, die einen
Katalysator 26 umfasst. Durch eine Abgasrückführungsleitung 24 kann Abgas aus der
Abgasleitung 23 in die Reinluftführung 22 rückgeführt werden. Dabei kann es in einem
Abgaskühler 5 gekühlt werden. Die Flussrichtung der Reinluft und des Abgases ist jeweils
durch Pfeile angedeutet.
[0042] Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer Abgasrückführungseinrichtung 3 mit
einem Abgaskühler 5. In der gezeigten Darstellung ist eine erste Kühlstufe 8 parallel
zu einer zusätzlichen Kühlstufe 9 angeordnet. Durch eine thermische Isolation 20 von
den Kühlstufen 8 und 9 getrennt ist eine Bypassleitung 11 angeordnet. Die Bypassleitung
11 ist vorzugsweise auch gegenüber der Umgebung isoliert. Weiterhin ist ein AGR-Ventil
12 gezeigt. Dieses umfasst einen Einlass 15, durch den Abgas in den Abgaskühler 5
eintreten kann, einen ersten Auslass 16.1 an der Bypassleitung 11 sowie einen zweiten
Auslass 16.2 an der ersten Kühlstufe 8. Das AGR-Ventil 12 ist zylinderförmig ausgeführt.
Es weist eine Außenwand 14 auf. Im Inneren des AGR-Ventils 12 sind ein erstes Verschlusselement
17.1 und ein zweites Verschlusselement 17.2 derart angeordnet, dass der erste Auslass
16.1 bzw. der zweite Auslass 16.2 damit verschlossen werden können. Durch die gegenüberliegende
Anordnung des ersten Auslasses 16.1 und des zweiten Auslasses 16.2 kann mit einer
Feder 21 über die Verschlusselemente 17.1 und 17.2 sowohl der erste Auslass 16.1 als
auch der zweite Auslass 16.2 verschlossen werden. Ein Schieber 18 ermöglicht ein stufenloses
Einstellen der beiden Verschlusselemente 17.1 und 17.2. Der Schieber 18 wird über
einen Aktor 19 betrieben. Dieser ist vorzugsweise elektronisch steuerbar. Die erste
Kühlstufe 8 und die zusätzliche Kühlstufe 9 sind über eine Klappenanordnung 10 verbindbar.
Dabei ist die Klappenanordnung 10 an der Außenwand 14 des ARG-Ventils 12 angeordnet,
wodurch Abgas, das über den zweiten Auslass 16.2 des AGR-Ventils 12 in die erste Kühlstufe
8 gelangt, über die Klappenanordnung 10 in die zweite Kühlstufe 9 gelangen kann, sodass
die zusätzliche Kühlstufe 9 auf voller Länge durchlaufen werden kann. Ein erster Strömungsweg
6 verläuft durch den ersten Auslass 16.1 und den Abgaskühler 5. Ein zweiter Strömungsweg
7 verläuft durch den zweiten Auslass 16.2 und die Bypassleitung 11.
[0043] Fig. 3 zeigt alle Elemente und den gleichen Ausschnitt des Abgaskühlers 5 aus Fig.
2. Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in Fig. 3 nicht alle Bezugszeichen wiederholt.
Es wird auf Fig. 2 verwiesen. Dargestellt ist, dass der zweite Strömungsweg 7 durch
die Bypassleitung 11 freigegeben ist. Dazu ist das erste Verschlusselement 17.1 des
AGR-Ventils 12 in einer Stellung, die den ersten Auslass 16.1 des AGR-Ventils 12 freigibt.
Damit kann Abgas, wie durch die Pfeile angedeutet, durch die Bypassleitung 11 strömen.
Die erste Kühlstufe 8 und die zusätzliche Kühlstufe 9 sind für Abgas nicht zugänglich.
[0044] Fig. 4 zeigt ebenfalls den gleichen Ausschnitt des Abgaskühlers 5 aus Fig. 2. Daher
wird auch hier auf Fig. 2 verwiesen. Dargestellt ist eine Situation, in der der erste
Strömungsweg 6 freigegeben ist. Abgas kann, wie durch Pfeile angedeutet, durch das
AGR-Ventil 12 und durch die erste Kühlstufe 8 strömen. Dabei wird es in der ersten
Kühlstufe 8 gekühlt. Das zweite Verschlusselement 17.2 ist in einer Position, die
den zweiten Auslass 16.2 des AGR-Ventils freigibt. Die Klappenanordnung 10 ist geschlossen,
wodurch die zusätzliche Kühlstufe 9 für Abgas nicht zugänglich ist. Auch die Bypassleitung
11 ist nicht zugänglich.
[0045] Fig. 5 unterscheidet sich von Fig. 4 lediglich insoweit, als dass die Klappenanordnung
10 hier geöffnet ist. Damit ist die zusätzliche Kühlstufe 9 freigeschaltet. Abgas
kann, wie durch Pfeile dargestellt, nicht nur durch die erste Kühlstufe 8, sondern
auch durch die zusätzliche Kühlstufe 9 strömen. Dabei wird es auch in der zusätzlichen
Kühlstufe 9 gekühlt, und dazu wird der erste Strömungsweg 6 derart erweitert, dass
dieser auch durch die zusätzliche Kühlstufe 9 verläuft. Insgesamt ist damit die Kühlleistung
der in Fig. 5 dargestellten Situation stärker als die Kühlleistung der in Fig. 4 dargestellten
Situation.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 1
- Kraftfahrzeug
- 2
- Verbrennungskraftmaschine
- 3
- Abgasrückführungseinrichtung
- 4
- Abgasaustritt
- 4.2
- Ansaugbereich
- 5
- Abgaskühler
- 6
- erster Strömungsweg
- 7
- zweiter Strömungsweg
- 8
- erste Kühlstufe
- 9
- zusätzliche Kühlstufe
- 10
- Klappenanordnung
- 11
- Bypassleitung
- 12
- AGR-Ventil
- 13
- Gehäuse
- 14
- Außenwand
- 15
- Einlass
- 16.1
- erster Auslass
- 16.2
- zweiter Auslass
- 17.1
- erstes Verschlusselement
- 17.2
- zweites Verschlusselement
- 18
- Schieber
- 19
- Aktor
- 20
- thermische Isolation
- 21
- Feder
- 22
- Reinluftführung
- 23
- Abgasleitung
- 24
- Abgasrückführungsleitung
- 25
- Abgasnachbehandlungsvorrichtung
- 26
- Katalysator
1. Verbrennungskraftmaschine (2) mit einer Abgasrückführungseinrichtung (3) zur Rückführung
von Abgasen der Verbrennungskraftmaschine in einen Ansaugbereich (4.2) der Verbrennungskraftmaschine
(2), wobei die Abgasrückführungseinrichtung (3) folgende Komponenten aufweist:
- mindestens einen Abgaskühler (5), durch welchen ein erster Strömungsweg (6) zur
Rückführung von Abgas verläuft, aufweisend mindestens eine erste Kühlstufe (8) und
mindestens eine zusätzliche Kühlstufe (9),
- mindestens eine Klappenanordnung (10) mit einer Klappe, mit welcher die mindestens
eine zusätzliche Kühlstufe (9) zuschaltbar ist,
- eine Bypassleitung (11), durch welche ein zweiter Strömungsweg (7) zur Rückführung
von Abgas verläuft, mit welcher der Abgaskühler (5) bei der Rückführung von Abgas
gebypasst werden kann,
- ein AGR-Ventil (12) mit mindestens drei möglichen Stellungen:
∘ eine Ruhestellung, in welcher die Abgasrückführungseinrichtung geschlossen ist,
∘ eine erste Stellung, in welcher der erste Strömungsweg (6) durch den Abgaskühler
geöffnet ist, und
∘ eine zweite Stellung, in welcher der zweite Strömungsweg (7) durch die Bypassleitung
(11) geöffnet ist;
wobei die mindestens eine erste Kühlstufe (8), die mindestens eine zusätzliche Kühlstufe
(9), die Bypassleitung (11), das AGR-Ventil (12) und die Klappenanordnung (10) in
einem Gehäuse (13) der Abgasrückführungseinrichtung (3) integriert sind und wobei
das AGR-Ventil (12) und die Klappenanordnung (10) derart angeordnet sind, dass eine
Verankerung der Klappe an einer Außenwand (14) des AGR-Ventils (12) vorgesehen ist,
wobei die Außenwand (14) des AGR-Ventils (12) zugleich eine Innenwand der mindestens
einen ersten Kühlstufe (8) und der mindestens einen zweiten Kühlstufe (9) darstellt,
wobei das AGR-Ventil (12) zylinderförmig ausgeführt ist und wobei die Klappenanordnung
(10) an einer Mantelfläche des AGR-Ventils (12) befestigt ist.
2. Verbrennungskraftmaschine (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Bypassleitung
(11) thermisch isoliert ist.
3. Verbrennungskraftmaschine (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das AGR-Ventil
(12) ein Tellerventil ist, welches einen Einlass (15), einen ersten Auslass (16.1)
und einen zweiten Auslass (16.2) aufweist, wobei die beiden Auslässe (16.1, 16.2)
gegenüberliegend zueinander angeordnet sind und an dem ersten Auslass (16.1) ein erstes
Verschlusselement (17.1) und an dem zweiten Auslass (16.2) ein zweites Verschlusselement
(17.2) vorgesehen sind, wobei beide Verschlusselemente (17.1, 17.2) mit Hilfe einer
Feder (21) gegeneinander verspannt sind, um die Auslässe (16.1, 16.2) in einer Ruhestellung
zu verschließen, und wobei weiter ein Schieber (18) vorhanden ist, der von einem Aktor
(19) betätigt werden kann, um wahlweise das erste Verschlusselement (17.1) an dem
ersten Auslass (16.1) oder das zweite Verschlusselement (17.2) an dem zweiten Auslass
(16.2) zu öffnen.
4. Verbrennungskraftmaschine (2) nach Anspruch 3, wobei der Aktor (19) derart ausgeführt
ist, dass die Öffnungsweiten des ersten Auslasses (16.1) und des zweiten Auslasses
(16.2) mit Hilfe des Schiebers (18) stufenlos eingestellt werden können.
5. Verbrennungskraftmaschine (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens
eine erste Kühlstufe (8) und die mindestens eine zusätzliche Kühlstufe (9) parallel
zueinander angeordnet sind.
6. Verfahren zum Betrieb einer Verbrennungskraftmaschine (2) nach einem der vorherigen
Ansprüche, aufweisend die folgenden Verfahrensschritte:
a) Betrieb der Verbrennungskraftmaschine (2) ohne Abgasrückführung durch Absperrung
der Abgasrückführungseinrichtung (3) unter Einstellung des AGR-Ventils (12) in der
Ruhestellung,
b) Abgasrückführung während einer Niedriglastphase, wobei die Abgasrückführung durch
die Bypassleitung (11) unter Einstellung des AGR-Ventils (12) in der zweiten Stellung
erfolgt, wobei keine Kühlung des rückgeführten Abgases stattfindet,
c) Abgasrückführung während eines Lastbetriebs, wobei die Abgasrückführung durch den
Abgaskühler (5) durch Einstellung des AGR-Ventils (12) in der zweiten Stellung erfolgt,
und
d) Freischalten mindestens einer zusätzlicher Kühlstufe (9) mit Hilfe der mindestens
einen Klappenanordnung (10), wenn ein Hochlastbetrieb vorliegt.
7. Kraftfahrzeug (1) mit einer Verbrennungskraftmaschine (2) mit einer Abgasrückführungseinrichtung
(3), die entsprechend einem der Ansprüche 1 bis 5 ausgeführt ist und mit einem Verfahren
entsprechend Anspruch 6 betrieben wird.
1. Internal combustion engine (2) having an exhaust-gas recirculation device (3) for
the recirculation of exhaust gases of the internal combustion engine into an intake
region (4.2) of the internal combustion engine (2), wherein the exhaust-gas recirculation
device (3) has the following components:
- at least one exhaust-gas cooler (5) through which a first flow path (6) for the
recirculation of exhaust gas runs and which has at least one first cooling stage (8)
and at least one additional cooling stage (9),
- at least one flap arrangement (10) with a flap by means of which the at least one
additional cooling stage (9) is activatable,
- a bypass line (11) through which a second flow path (7) for the recirculation of
exhaust gas runs and by means of which the exhaust-gas cooler (5) can be bypassed
during the recirculation of exhaust gas,
- an EGR valve (12) having at least three possible positions:
∘ a rest position, in which the exhaust-gas recirculation device is closed,
∘ a first position, in which the first flow path (6) through the exhaust-gas cooler
is open, and
∘ a second position, in which the second flow path (7) through the bypass line (11)
is open;
wherein the at least one first cooling stage (8), the at least one additional cooling
stage (9), the bypass line (11), the EGR valve (12) and the flap arrangement (10)
are integrated in a housing (13) of the exhaust-gas recirculation device (3), and
wherein the EGR valve (12) and the flap arrangement (10) are arranged such that an
anchoring of the flap is provided on an outer wall (14) of the EGR valve (12), wherein
the outer wall (14) of the EGR valve (12) simultaneously constitutes an inner wall
of the at least one first cooling stage (8) and of the at least one second cooling
stage (9), wherein the EGR valve (12) is of cylindrical design and wherein the flap
arrangement (10) is fastened to a shell surface of the EGR valve (12).
2. Internal combustion engine (2) according to one of the preceding claims, wherein the
bypass line (11) is thermally insulated.
3. Internal combustion engine (2) according to one of the preceding claims, wherein the
EGR valve (12) is a disc valve which has an inlet (15), a first outlet (16.1) and
a second outlet (16.2), wherein the two outlets (16.1, 16.2) are arranged opposite
one another and a first closure element (17.1) is provided at the first outlet (16.1)
and a second closure element (17.2) is provided at the second outlet (16.2), wherein
the two closure elements (17.1, 17.2) are braced relative to one another by means
of a spring (21) in order to close the outlets (16.1, 16.2) in a rest position, and
wherein furthermore, a slide (18) is provided which can be actuated by an actuator
(19) in order to selectively open the first closure element (17.1) at the first outlet
(16.1) or the second closure element (17.2) at the second outlet (16.2).
4. Internal combustion engine (2) according to Claim 3, wherein the actuator (19) is
designed such that the opening widths of the first outlet (16.1) and of the second
outlet (16.2) can be adjusted in continuously variable fashion by means of the slide
(18) .
5. Internal combustion engine (2) according to one of the preceding claims, wherein the
at least one first cooling stage (8) and the at least one additional cooling stage
(9) are arranged in parallel with respect to one another.
6. Method for operating an internal combustion engine (2) according to one of the preceding
claims, having the following method steps:
a) operating the internal combustion engine (2) without exhaust-gas recirculation
by shutting off the exhaust-gas recirculation device (3), with the EGR valve (12)
set in the rest position,
b) exhaust-gas recirculation during a low-load phase, wherein the exhaust-gas recirculation
takes place through the bypass line (11), with the EGR valve (12) set in the second
position, wherein no cooling of the recirculated exhaust gas takes place,
c) exhaust-gas recirculation during load operation, wherein the exhaust-gas recirculation
takes place through the exhaust-gas cooler (5), with the EGR valve (12) set in the
second position, and
d) enabling at least one additional cooling stage (9) by means of the at least one
flap arrangement (10) if high-load operation is present.
7. Motor vehicle (1) having an internal combustion engine (2) with an exhaust-gas recirculation
device (3) which is designed according to one of Claims 1 to 5 and which is operated
using a method according to Claim 6.
1. Moteur à combustion interne (2) comprenant un dispositif de recirculation de gaz d'échappement
(3) destiné à faire recirculer les gaz d'échappement du moteur à combustion interne
jusque dans une zone d'admission (4.2) du moteur à combustion interne (2), le dispositif
de recirculation de gaz d'échappement (3) comportant les composants suivants :
- au moins un refroidisseur de gaz d'échappement (5) traversé par un premier chemin
d'écoulement (6) destiné à la recirculation de gaz d'échappement, comportant au moins
un premier étage de refroidissement (8) et au moins un étage de refroidissement supplémentaire
(9),
- au moins un agencement de volet (10) comprenant un volet au moyen duquel l'au moins
un étage de refroidissement supplémentaire (9) peut être activé,
- une conduite de dérivation (11) traversée par un deuxième chemin d'écoulement (7)
destiné à la recirculation de gaz d'échappement, permettant de contourner le refroidisseur
de gaz d'échappement (5) lors de la recirculation de gaz d'échappement,
- une soupape-EGR (12) comprenant au moins trois positions possibles :
∘ une position de repos dans laquelle le dispositif de recirculation de gaz d'échappement
est fermé,
∘ une première position dans laquelle le premier chemin d'écoulement (6) traversant
le refroidisseur de gaz d'échappement est ouvert, et
∘ une deuxième position dans laquelle le deuxième chemin d'écoulement (7) traversant
la conduite de dérivation (11) est ouvert ;
l'au moins un premier étage de refroidissement (8), l'au moins un étage de refroidissement
supplémentaire (9), la conduite de dérivation (11), la soupape EGR (12) et l'agencement
de volet (10) étant intégrés dans un boîtier (13) du dispositif de recirculation de
gaz d'échappement (3) et la soupape EGR (12) et l'agencement de volet (10) étant disposés
de telle sorte qu'un ancrage du volet soit prévu au niveau d'une paroi extérieure
(14) de la soupape EGR (12), la paroi extérieure (14) de la soupape EGR (12) représentant
à la fois une paroi intérieure de l'au moins un premier étage de refroidissement (8)
et de l'au moins un deuxième étage de refroidissement (9),
la soupape EGR (12) étant de forme cylindrique et l'agencement de volet (10) étant
fixé à une surface d'enveloppe de la soupape EGR (12).
2. Moteur à combustion interne (2) selon l'une des revendications précédentes, la conduite
de dérivation (11) étant isolée thermiquement.
3. Moteur à combustion interne (2) selon l'une des revendications précédentes, la soupape
EGR (12) étant une soupape à disque qui comporte une entrée (15), une première sortie
(16.1) et une deuxième sortie (16.2), les deux sorties (16.1, 16.2) étant disposées
en face l'une de l'autre et un premier élément de fermeture (17.1) étant prévu au
niveau de la première sortie (16.1) et un deuxième élément de fermeture (17.2) étant
prévu au niveau de la deuxième sortie (16.2), les deux éléments de fermeture (17.1,
17.2) étant précontraints l'un contre l'autre à l'aide d'un ressort (21) pour fermer
les sorties (16.1, 16.2) en position de repos, et un coulisseau (18) étant en outre
prévu, qui peut être actionné par un actionneur (19) pour ouvrir au choix le premier
élément de fermeture (17.1) au niveau de la première sortie (16.1) ou le deuxième
élément de fermeture (17.2) au niveau de la deuxième sortie (16.2).
4. Moteur à combustion interne (2) selon la revendication 3, l'actionneur (19) étant
conçu de telle sorte que les largeurs d'ouverture de la première sortie (16.1) et
de la deuxième sortie (16.2) puissent être réglées en continu à l'aide du coulisseau
(18).
5. Moteur à combustion interne (2) selon l'une des revendications précédentes, l'au moins
un premier étage de refroidissement (8) et l'au moins un étage de refroidissement
supplémentaire (9) étant disposés parallèlement l'un à l'autre.
6. Procédé de fonctionnement d'un moteur à combustion interne (2) selon l'une des revendications
précédentes, le procédé comprenant les étapes suivantes :
a) faire fonctionner le moteur à combustion interne (2) sans recirculation de gaz
d'échappement par blocage du dispositif de recirculation de gaz d'échappement (3)
en réglant la soupape EGR (12) en position de repos,
b) faire recirculer les gaz d'échappement pendant une phase à faible charge, la recirculation
des gaz d'échappement à travers la conduite de dérivation (11) étant effectuée par
réglage de la soupape EGR (12) dans la deuxième position, sans refroidissement des
gaz d'échappement en recirculation,
c) faire recirculer les gaz d'échappement pendant le fonctionnement en charge, la
recirculation des gaz d'échappement à travers le refroidisseur de gaz d'échappement
(5) étant effectuée par réglage de la soupape EGR (12) dans la deuxième position,
et
d) activer au moins un étage de refroidissement supplémentaire (9) à l'aide de l'au
moins un agencement de volet (10) en présence d'un fonctionnement à charge élevée.
7. Véhicule automobile (1) comprenant un moteur à combustion interne (2) muni d'un dispositif
de recirculation de gaz d'échappement (3) qui est conçu selon l'une des revendications
1 à 5 et qui fonctionne avec un procédé selon la revendication 6.