[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schleifen von Messern. Die Erfindung betrifft
weiter eine Schleifmaschine zum Schleifen von Messern. Die Erfindung betrifft zudem
ein Messer.
Stand der Technik
[0002] Figur 1 zeigt ein bekanntes Messer umfassend ein Klingenblatt mit einer Schneide,
einem Klingenrücken sowie einer spitzigen Klingenspitze, wobei die Schneide entlang
des Klingenblattes bis zur Klingenspitze verläuft. Dieses Messer weist eine erhöhte
Verletzungsgefahr auf. Zudem weist das Messer beim Schlachten und Zerlegen von Tieren
nachteilige Eigenschaften auf.
Darstellung der Erfindung
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zum Messerschleifen
zu bilden, die für ein vorteilhafteres Messer, insbesondere ein vorteilhafteres Schlachtmesser
geeignet sind.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst mit einem Verfahren aufweisend die Merkmale von Anspruch
1. Die abhängigen Ansprüche 2 bis 5 betreffen weitere, vorteilhafte Verfahrensschritte.
Die Aufgabe wird weiter gelöst mit einer Schleifmaschine aufweisend die Merkmale von
Anspruch 6. Die abhängigen Ansprüche 7 bis 12 betreffend weitere, vorteilhafte Ausgestaltungen.
Die Aufgabe wird weiter gelöst mit einem Messer aufweisend die Merkmale von Anspruch
13. Die abhängigen Ansprüche 14 bis 15 betreffen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen.
[0005] Die Aufgabe wird insbesondere gelöst mit einem Verfahren zum Schleifen eines Klingenblattes
eines Messers mit einer rotierenden Schleifscheibe, wobei die Schleifscheibe eine
stirnseitig und/oder eine seitlich angeordnete, in Umfangsrichtung verlaufende Schleiffläche
umfasst, wobei die Schleiffläche eine in Umfangsrichtung verlaufende, abgerundete
Vertiefung aufweist, und wobei das Klingenblatt eine Schneide, einen Klingenrücken
sowie eine Klingenspitze umfasst, indem vorerst eine erste Seite des Klingenblatts
und nachfolgend eine zweite Seites des Klingenblatts unter einem Zuführwinkel, vorzugsweise
dem Schleifwinkel, derart der abgerundeten Vertiefung der Schleiffläche zugeführt
wird, sodass die Klingenspitze vorerst zumindest teilweise an der abgerundeten Vertiefung
der Schleiffläche anliegt, und dass entweder die Klingenspitze durch die abgerundete
Vertiefung zu einer abgerundeten Klingenspitze aufweisend eine Schneide geschliffen
wird, oder dass bei einer bereits vorhandenen, abgerundeten Klingenspitze durch die
abgerundete Vertiefung die Schneide geschliffen wird, sodass zumindest die gesamte
abgerundete Klingenspitze eine durchgehend verlaufende Schneide aufweist.
[0006] Die Aufgabe wird weiter insbesondere gelöst mit einer Schleifmaschine zum Schleifen
eines Klingenblattes eines Messers, umfassend eine um ein Drehachse rotierbare Schleifscheibe
mit einer stirnseitig und/oder seitlich angeordneten, in Umfangsrichtung verlaufenden
Schleiffläche, wobei die Schleiffläche eine in Umfangsrichtung verlaufende, abgerundete
Vertiefung aufweist, sowie umfassend eine Messerführung aufweisend ein Messerführungsmittel,
wobei das Messerführungsmittel derart zum Führen des Klingenblattes ausgestaltet und
angeordnet ist, dass eine Klingenspitze des Klingenblattes die Schleiffläche im Wesentlichen
unter einem Schleifwinkel berührt und dabei die Klingenspitze in die abgerundete Vertiefung
der Schleiffläche zu liegen kommt, um eine abgerundete Klingenspitze mit einer durchgehend
verlaufenden Schneide mit Schleifwinkel zu erzeugen.
[0007] Das erfindungsgemässe Verfahren beziehungsweise die erfindungsgemässe Schleifmaschine
zum Messerschleifen ermöglichen es ein Messer herzustellen umfassend ein Klingenblatt
mit einer Schneide, einem Klingenrücken sowie einer abgerundete Klingenspitze, wobei
die abgerundete Klingenspitze eine durchgehend, entlang der gesamten abgerundeten
Klingenspitze verlaufende Schneide aufweist. Vorteilhafterweise weist der an die abgerundete
Klingenspitze anschliessende Klingenrücken, ausgehend von der abgerundeten Klingenspitze,
entlang eines Klingenrückenteilabschnittes ebenfalls eine Schneide auf.
[0008] Das erfindungsgemässe Messer weist keine spitzige Messerspitze sondern eine abgerundete
Messerspitze auf, was die Verletzungsgefahr reduziert. Die abgerundete Messerspitze
ist zudem geschliffen und mit einer Schneide versehen, sodass auch mit der abgerundeten
Messerspitze geschnitten werden kann. Vorteilhafterweise weist der an die abgerundete
Klingenspitze anschliessende Klingenrücken, ausgehend von der abgerundeten Klingenspitze,
entlang eines Klingenrückenteilabschnittes ebenfalls eine Schneide aufweist, sodass
dieses Messer besonders gut zum Schneiden geeignet ist, insbesondere als Metzgermesser.
Die Schneide an der Klingenspitze weist vorteilhafterweise einen Schleifwinkel im
Bereich zwischen 10° und 30° auf. Die abgerundete Klingenspitze weist vorteilhafterweise
einen Krümmungsradius im Bereich zwischen 1 mm und 4 mm auf, und vorzugsweise etwa
2 mm. Die Schneide beim Klingenrückenteilabschnitt weist vorzugsweise eine Länge im
Bereich von 5 mm bis 10 mm auf.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0009] Die zur Erläuterung der Ausführungsbeispiele verwendeten Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines bekannten Messers;
Fig. 2 einen Querschnitt durch das Messer gemäss Figur 1 entlang der Schnittlinie
A-A;
Fig. 3 eine Seitenansicht des erfindungsgemässen Messers;
Fig. 4 eine Frontansicht eines Schleifrades umfassend eine Schleifscheibe;
Fig. 5 einen Längsschnitt durch das Schleifrad gemäss Figur 4;
Fig. 6 eine Detailansicht der Schleifscheibe gemäss Figur 5;
Fig. 7 eine Detailansicht einer weiteren Ausführungsform einer Schleifscheibe;
Fig. 8 eine Frontansicht einer Schleifmaschine;
Fig. 9 eine Detailansicht der Schleifmaschine gemäss Figur 8, zusätzlich mit zugeführtem
Klingenblatt;
Fig. 10 eine Seitensicht eines Schnitts durch das Schleifrad gemäss Figur 4 entlang
der Schnittlinie B-B;
Fig. 11 eine Draufsicht auf eine Messerführung;
Fig. 12 eine Seitenansicht der Messerführung gemäss Figur 11;
Fig. 13 eine Seitenansicht eines Schleifrades mit seitlich angeordneter Schleiffläche;
Fig. 14 beispielhaft die Zuführung einer Klinge an das Schleifrad gemäss Figur 13Fig.
15 eine Frontansicht eines Schleifrades umfassend eine Schleifscheibe mit zwei Vertiefungen;
Fig. 16 eine Detailansicht einer ähnlich wie in Figur 9 ausgestalteten Schleifmaschine,
jedoch mit einer Schleifscheibe mit zwei Vertiefungen;
Fig. 17 eine Detailansicht eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemässen Messers.
[0010] Grundsätzlich sind in den Zeichnungen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0011] Fig. 1 zeigt ein bekanntes Messer 1 umfassend ein Klingenblatt 1a. Das Klingenblatt
1a umfasst auf der einen Seite eine Schneide 1b und auf der gegenüberliegenden Seite
einen Klingenrücken 1d. Die Schneide 1b sowie der Klingenrücken 1d treffen sich an
einer spitzig ausgestalteten Klingenspitze 1c. Die Schneide 1b erstreckt sich entlang
der gesamten Klingenlänge 1k. Das Messer 1 umfasst zudem einen Handgriff 1n.
[0012] Figur 2 zeigt einen Querschnitt durch das Klingenblatt 1a entlang der Schnittebene
A-A. Das Klingenblatt 1a umfasst die Schneide 1b, den Klingenrücken 1d und dazwischen
die Schneidfase 1g, die Hauptfase 1f sowie den Klingenspiegel 1e. Die Schneidfase
1g weist einen Schleifwinkel β sowie einen Schneidewinkel α auf.
[0013] Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht eines mit dem erfindungsgemässen Verfahren beziehungsweise
mit der erfindungsgemässen Schleifmaschine hergestellten Messers 1. Im Unterschied
zu dem in Figur 1 dargestellten Messer weist das Messer gemäss Figur 3 eine abgerundete
Klingenspitze 1c auf, wobei die abgerundete Klingenspitze 1c zudem eine Schneide 1b
aufweist, sodass das Messer 1 nebst der Hauptschneide 1k zudem noch eine entlang der
gesamten abgerundeten Klingenspitze 1c durchgehend verlaufende Schneide 1b auf. Besonders
vorteilhaft ist zudem am Klingenrücken 1d ein Klingenrückenteilabschnitt mit einer
Schneide 1b versehen, wobei der Klingenrückenteilabschnitt 1i unmittelbar an die abgerundete
Klingenspitze 1c anschliesst, sodass die Hauptschneide 1k, die abgerundete Klingenspitze
1c und der Klingenrückenteilabschnitt 1i eine durchgehende Schneide 1b ausbilden.
[0014] Figur 4 zeigt eine Frontansicht eines um eine Drehachse D drehbar gelagerten Schleifrades
4 umfassend eine Schleifscheibe 3, sowie umfassend zwei Schleifmittel 5, welche beidseitig
der Schleifscheibe 3 angeordnet sind. Die Schleifscheibe 3 umfasst eine in Umfangsrichtung
U verlaufende Schleiffläche 3a, wobei die Schleiffläche 3a eine abgerundete Vertiefung
3b aufweist, wobei die Vertiefung 3b bezüglich einer durch die Mitte verlaufenden
Schnittebene B-B vorzugsweise symmetrisch verlaufend ausgestaltet ist. Das Schleifrad
4 ist mit einer Befestigungsschraube 4b an der Antriebswelle 4a befestigt.
[0015] Figur 5 zeigt einen Längsschnitt durch das Schleifrad 4 gemäss Figur 4. Der Längsschnitt
verläuft durch die Drehachse D. Das Schleifrad 3 umfasst beidseitig eine in Umfangsrichtung
U verlaufende Nut 3f, in welcher ein elastischer O-Ring 4c angeordnet ist. Dadurch
ist das Schleifmittel 5 beziehungsweise dessen Schleifschicht 5a bezüglich der Schleifscheibe
3 in Richtung der Drehachse D federn gelagert. Sie Schleifschicht 5g bildet eine Seitenfläche
3k aus, an welcher insbesondere die Hauptschneide 1k des Messers 1 geschliffen werden
kann. In einer weitere vorteilhaften Ausgestaltung könnte auf das Schleifmittel 5,
die O-Ringe 4c und die Nut 3f verzichtet werden, wobei, wie Figur 5 dargestellt, das
Schleifrad 3 beidseitig die Seitenflächen 3k ausbildet zum Schleifen insbesondere
der Hauptschneide 1k.
[0016] Figur 6 zeigt ein Detail des in Figur 5 dargestellten Schleifrades 3. Die Schleiffläche
3a weist eine abgerundete Vertiefung 3b auf. Die Schleiffläche 3a umfasst eine erste,
geradlinig verlaufende Seitenschleiffläche 3d, eine abgerundete Schleiffläche 3b sowie
eine zweite, geradlinig verlaufende Seitenschleiffläche 3e auf. Zudem befindet sich
in der Mitte der Schleiffläche 3a eine Vertiefungsmitte 3c. Die beiden Seitenschleifflächen
3d, 3e definieren einen Winkel γ, der im dargestellten Ausführungsbeispiel einen Betrag
von 105° aufweist. Geeignete Werte für den Winkel γ liegen in einem Bereich zwischen
60° und 160°, sodass die abgerundete Vertiefung 3b einen Winkle γ im Bereich zwischen
60° und 160° umschliessen kann. Vorzugsweise weist die Schleiffläche 3a im Bereich
der Vertiefungsmitte 3c eine Krümmung mit einem konstanten Radius R auf, wobei der
Radius R vorzugsweise in einem Bereich zwischen 2 und 10 mm liegt. Die abgerundete
Vertiefung 3b weist in einer vorteilhaften Ausgestaltung den in Figur 6 dargestellten
Verlauf auf, indem beidseitig anschliessend an den Bereich der Vertiefungsmitte 3c,
welchen den Krümmungsradius R aufweist, je eine geradlinig verlaufende Seitenschleifflächen
3d, 3e folgt. In einer weiteren möglichen Ausgestaltung könnten die Seitenschleifflächen
3d, 3e jedoch auch nur teilweise geradlinig verlaufen ausgestaltet sein, oder könnten
diese gekrümmt verlaufend ausgestaltet sein. Vorteilhafterweise verlaufen die beiden
Seitenschleifflächen 3d, 3e gegenseitig spiegelbildlich und ansonsten identisch bezüglich
einer senkrecht zur Drehachse D verlaufenden Ebene. In einer weiteren möglichen Ausgestaltung
können die beiden Seitenschleifflächen 3d, 3e auch gegenseitig unterschiedlich, individuell
ausgestaltet verlaufen.
[0017] Figur 7 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Schleifrades 3, welche auf beiden
Seiten der Seitenfläche je eine in Umfangsrichtung U verlaufende Schleiffläche 3a
aufweist, welche eine abgerundete Vertiefung 3b umfasst. Die Schleifflächen 3b können
in einem bevorzugten Ausführungsbeispiel wie in Figur 6 dargestellt und beschrieben
verlaufend ausgestaltet sein. Figur 13 zeigt eine Seitenansicht des in Figur 7 dargestellten
Schleifrades.
[0018] In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Schleifrad 3 aus einer Metallscheibe,
vorzugsweise aus einer Stahlscheibe oder einer Aluminiumscheibe gefertigt, und ist
die Oberfläche der Metallscheibe, zumindest die Schleiffläche 3a mit einem Schleifmittel
beschichtet, beispielsweise Borozon, eine kubische Form von Boron Nitride (cBN).
[0019] Die abgerundete Vertiefung 3b weist vorzugsweise einen Krümmungsradius im Bereich
von 1 bis 4 mm auf, besonders vorteilhaft etwa 2 mm.
[0020] Figur 8 zeigt eine Frontansicht eines ersten Ausführungsbeispiels einer Schleifmaschine
2. Die Schleifmaschine 2 umfasst eine Grundplatte 6 sowie ein Gehäuse 7, an welchen
ein Schleifrad 4, umfassend eine Schleifscheibe 3 sowie Schleifmittel 5, um eine Drehachse
D drehbar gelagert ist. Die Schleifscheibe 3 umfasst eine Schleiffläche 3a mit abgerundeter
Vertiefung 3b, wobei der Schleiffläche 3a ein Klingenblatt 1a derart zugeführt wird,
dass die Klingenspitze 1c in die abgerundete Vertiefung 3b zu liegen kommt, und die
Klingenspitze 1c, entsprechend der abgerundeten Form der Vertiefung 3b, in runder
Form geschliffen wird. In einer möglichen Ausführungsform wird das Klingenblatt 1a
bei der in Figur 8 dargestellten Schleifmaschine 2 von Hand der Schleiffläche 3a zugeführt
und derart geführt, dass an der abgerundeten Klingenspitze 1c eine Schneide 1b erzeugt
wird, oder eine bereits an der Klingenspitze 1c vorhandene Schneide 1b geschliffen
wird.
[0021] Figur 9 zeigt eine Detailansicht der Schleifmaschine 2 gemäss Figur 8, wobei die
Schleifmaschine 2 zusätzlich eine Messerführung 9 umfasst, in welcher ein Messer 1
geführt ist.
[0022] Figur 11 zeigt eine Draufsicht einer Messerführung 9 umfassend ein Auflageteil 9a
mit einer Führungsfläche 9b, umfassend einen Verstellschlitz 9c zum Verschieben der
Messerführung 9 in Verlaufsrichtung des Verstellschlitzes 9c, sowie umfassend ein
erstes seitliches Führungsteil 9d sowie ein zweites seitliches Führungsteil 9e. Figur
12 zeigt die Messerführung 9 in einem Schnitt entlang der Schnittlinie C-C.
[0023] Wie aus Figur 9 ersichtlich wird das Klingenblatt 1a an der Messerführung 9 anliegend
der Schleiffläche 3a der Schleifscheibe 3 zugeführt, wobei das Klingenblatt 1a einerseits
über den Klingenspiegel 1e an der Führungsfläche 9b anliegt, und wobei das Klingenblatt
1a andererseits über den Klingenrücken 1d am ersten seitlichen Führungsteil 9d anliegt,
sodass das Messer 1 beziehungsweise das Klingenblatt 1a durch die Messerführung 9
präzise geführt ist.
[0024] Figur 10 zeigt einen Schnitt durch Figur 9 entlang der Schnittlinie G-G. Aus Figur
10 ist insbesondere ersichtlich, dass die Messerführung 9 beziehungsweise deren Führungsfläche
9b derart angeordnet ist, dass das Klingenblatt 1a mit dessen Klingenspitze 1c unter
dem Schleifwinkel β mit der Schleiffläche 3a in Berührung kommt, sodass im Bereich
der Klingenspitze 1c eine Schneide 1b mit Schleifwinkel β geschliffen wird. Die Messerführung
9 kann, abhängig von den jeweiligen Erfordernissen, zumindest in Bewegungsrichtung
E hin und her verschoben werden. Wie aus Figur 9 ersichtlich ist das Klingenblatt
1a zudem über das erste seitliche Führungsteil 9d derart geführt, dass die Klingenspitze
1c einerseits an der abgerundeten Vertiefung 3b der Schleiffläche 3a anliegt, sodass
in Verlaufsrichtung der Klingenspitze 1c die Schneidenfase 1g unter dem Schleifwinkel
β geschliffen wird, und dass andererseits der Klingenrückenteilabschnitt 1i an der
ersten Seitenschleiffläche 3d anliegt, sodass der Klingenrückenteilabschnitt 1i geschliffen
wird, sodass die erste Seite des Klingenblattes 1a geschliffen wird. Danach wird das
Klingenblatt 1a auf die zweite Seite gewendet, der Klingenspiegel 1e der zweiten Seite
an der Führungsfläche 9b angelegt, und der Klingenrücken 1d an das zweite seitliche
Führungsteil 9e angelegt, und danach das Klingenblatt 1a durch eine Bewegung in Bewegungsrichtung
E wiederum der Schleiffläche 3a zugeführt, sodass die zweite Seite des Klingenblattes
1a geschliffen wird, das heisst die runde Klingenspitze 1c sowie der Klingenrückenteilabschnitt
1i, sodass danach die runde Klingenspitze 1c sowie der Klingenrückenteilabschnitt
1i mit einer beidseitig geschliffenen Schneidfase 1g beziehungsweise einer beidseitig
geschliffenen Schneide 1b versehen ist.
[0025] Figur 14 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Schleifscheibe 3, welche beidseitig
an der Seitenfläche je eine in Umfangsrichtung verlaufende Schleiffläche 3a mit vorzugsweise
abgerundeter Vertiefung 3b aufweist. Diese Vertiefungen 3b können in radialer Richtung
entweder symmetrisch oder auch asymmetrisch ausgestaltet sein. Das Klingenblatt 1a
wird beispielsweise zuerst auf der linken Seite der Schleifscheibe 3 unter einem Schleifwinkel
β der Schleiffläche 3a zugeführt, und wird anschliessend auf der rechten Seite der
Schleifscheibe 3 unter dem Schleifwinkel β der Schleiffläche 3a zugeführt, um das
Klingenblatt 1a beidseitig zu schleifen. Figur 13 zeigt eine Draufsicht auf die Schleifscheibe
3 von links, wobei das Klingenblatt 1a der Schleiffläche 3a zugeführt wird.
[0026] Das Verfahren zum Schleifen des Klingenblattes 1a eines Messers 1 mit der rotierenden
Schleifscheibe 3 erfolgt derart, indem vorerst die erste Seite des Klingenblatts 1a
und nachfolgend die zweite Seites des Klingenblatts 1a unter einem Zuführwinkel, vorzugsweise
dem Schleifwinkel β, derart der abgerundeten Vertiefung 3b der Schleiffläche 3a zugeführt
wird, sodass die Klingenspitze 1c vorerst zumindest teilweise an der abgerundeten
Vertiefung 3b der Schleiffläche 3a anliegt, und dass entweder die Klingenspitze 1c
durch die abgerundete Vertiefung 3b zu einer abgerundeten Klingenspitze 1c aufweisend
eine Schneide 1b geschliffen wird, oder dass bei einer bereits vorhandenen, abgerundeten
Klingenspitze 1c durch die abgerundete Vertiefung 3b die Schneide 1b geschliffen wird,
sodass zumindest die gesamte abgerundete Klingenspitze 1c eine durchgehend verlaufende
Schneide 1b aufweist.
[0027] Vorzugsweise wird das Klingenblatt 1a und dadurch auch die Klingenspitze 1c derart
geführt ausgerichtet der abgerundeten Vertiefung 3b zugeführt, dass der Krümmungsverlauf
der abgerundeten Klingenspitze 1c durch den Verlauf der abgerundeten Vertiefung 3b
sowie durch den Zuführwinkel bestimmt wird.
[0028] Vorzugsweise weist die Schleiffläche 3a beidseitig der abgerundeten Vertiefung 3b
Seitenschleifflächen 3d, 3e auf, sodass durch die Seitenschleifflächen 3d,3e am Klingenrücken
1d entlang eines Klingenrückenteilabschnittes 1i eine Schneide 1b erzeugt wird, welche
sich ausgehend von der Hauptschneide 1k der abgerundeten Klingenspitze 1c entlang
und zudem entlang des Klingenrückenteilabschnittes 1i des Klingenrückens 1d erstreckt.
[0029] Vorteilhafterweise sind die beiden Seitenschleifflächen 3d, 3e geradlinig beziehungsweise
konisch verlaufend ausgestaltet, sodass der Klingenrückenteilabschnitt 1i als geradlinig
verlaufende Schneide 1b geschliffen werden.
[0030] In einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst die Schleifscheibe 3 eine Seitenfläche
3g, wobei eine sich anschliessend an die abgerundeten Klingenspitze 1c in Verlaufsrichtung
des Klingenblattes 1a erstreckende Hauptschneide 1k geschliffen wird, indem vorerst
eine erste Seite und nachfolgend eine zweite Seite der Hauptschneide 1k an der Seitenfläche
3g der Schleifscheibe 3 geschliffen wird.
[0031] Die Schleifmaschine 2 zum Schleifen eines Klingenblattes 1a eines Messers 1 umfasst
eine um ein Drehachse D rotierbare Schleifscheibe 3 mit einer stirnseitig und/oder
seitlich angeordneten, in Umfangsrichtung U verlaufenden Schleiffläche 3a, wobei die
Schleiffläche 3a eine in Umfangsrichtung U verlaufende, abgerundete Vertiefung 3b
aufweist, Die Schleifmaschine 2 umfasst zudem eine Messerführung 9 aufweisend ein
Messerführungsmittel 9b, 9d, 9e, wobei das Messerführungsmittel 9b, 9d, 9e derart
zum Führen des Klingenblattes 1a ausgestaltet und angeordnet ist, dass eine Klingenspitze
1c des Klingenblattes 1a die Schleiffläche 3a im Wesentlichen unter einem Schleifwinkel
β berührt und dabei die Klingenspitze 1c in die abgerundete Vertiefung 3b der Schleiffläche
3a zu liegen kommt, um eine abgerundete Klingenspitze 1c mit einer durchgehend verlaufenden
Schneide 1b mit Schleifwinkel β zu erzeugen.
[0032] Die Schleifmaschine 2 umfasst vorzugsweise eine Messerführung 9 mit einem Messerführungsmittel
9a, welches als ebene Führungsfläche 9b ausgestaltet ist, welche im Wesentlichen unter
dem Schleifwinkel β bezüglich der Schleiffläche 3a verläuft.
[0033] Die Schleifmaschine 2 umfasst vorzugsweise eine Schleifscheibe 3 deren Schleiffläche
3a in Verlaufsrichtung der Drehachse D beidseitig der abgerundeten Vertiefung 3b eine
erste beziehungsweise eine zweite Seitenschleiffläche 3d,3e umfasst, wobei die Messerführung
9 ein erstes Messerführungsmittel 9d umfasst, welches als erster seitlicher Anschlag
ausgestaltet ist, wobei der erste seitliche Anschlag derart ausgerichtet angeordnet
ist, dass eine daran anliegendes Klingenblatt 1a mit dessen Klingenspitze 1c an der
ersten Seitenschleiffläche 3d der Schleifscheibe 3 anliegt.
[0034] Vorzugsweise weist die Schleifscheibe 3 eine Symmetrieebene 3g auf, wobei die Messerführung
9 ein zweites Messerführungsmittel 9e umfasst, welches als zweiter seitlicher Anschlag
ausgestaltet ist, wobei der erste und der zweite seitliche Anschlag symmetrisch bezüglich
der Symmetrieebene 3g angeordnet sind.
[0035] Vorzugsweise ist die Vertiefung 3b stirnseitig an der Schleifscheibe 3 angeordnet,
wobei die Vertiefung 3b in Verlaufsrichtung der Drehachse D vorzugsweise symmetrisch
ausgestaltet ist.
[0036] In einer weiteren möglichen Ausgestaltung ist die Vertiefung 3b seitlich an der Schleifscheibe
3 und konzentrisch durch Drehachse D verlaufend angeordnet, wobei die Vertiefung 3b
radial zur Drehachse D symmetrisch ausgestaltet ist.
[0037] Vorteilhafterweise weist die Schleifscheibe 3 zumindest auf einer Seite eine seitlich
angeordnete, ebene Schleiffläche 3k auf, wobei die Schleifmaschine 2 eine Seitenführung
8 umfasst, welche gegenüber der ebene Schleiffläche 3k angeordnet ist, wobei der Winkel
der Seitenführung 8 bezüglich dem ebene Schleiffläche 3k einstellbar ist, um die Hauptschneide
1k des Messers 1 in dem der Klingenspitze 1c nachfolgenden Abschnitt zu schleifen.
[0038] Das mit dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellte Messer 1 umfasst ein Klingenblatt
1a mit einer Schneide 1b, und umfasst einen Klingenrücken 1d sowie eine abgerundete
Klingenspitze 1c, wobei die abgerundete Klingenspitze 1c eine durchgehend, entlang
der gesamten abgerundeten Klingenspitze 1c verlaufende Schneide 1b aufweist, wobei
der an die abgerundete Klingenspitze 1c anschliessende Klingenrücken 1d ausgehend
von der abgerundeten Klingenspitze 1c entlang eines Klingenrückenteilabschnittes 1i
ebenfalls eine Schneide 1b aufweist.
[0039] Figur 15 zeigt eine Frontansicht eines Schleifrades 4 umfassend eine Schleifscheibe
3 mit zwei in Verlaufsrichtung der Drehachse D nebeneinander angeordneten, gegenseitig
beabstandeten, abgerundeten Vertiefungen 3b. Die beiden Vertiefungen 3b verlaufen
in Umfangsrichtung U gegenseitig parallel. Die Schleifscheibe 3 ist vorzugsweise symmetrisch
bezüglich einer Symmetrieebene 3i ausgestaltet. In einer vorteilhaften Ausführungsform
sind die Vertiefungen 3b in Verlaufsrichtung der Drehachse D asymmetrisch ausgestaltet.
Vorteilhafterweise sind die beiden in Verlaufsrichtung der Drehachse D gegenseitig
beabstandeten Vertiefungen 3b bezüglich der Symmetrieebene 3i symmetrisch verlaufend
ausgestaltet. In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind die Vertiefungen
3b in Verlaufsrichtung der Drehachse D symmetrisch ausgestaltet.
[0040] Figur 16 zeigt eine Detailansicht einer ähnlich wie in Figur 9 ausgestalteten Schleifmaschine
2, jedoch mit einer wie in Figur 15 dargestellten Schleifscheibe 3 mit zwei in Umfangsrichtung
u parallel verlaufenden Vertiefungen 3b. Mit der in Figur 16 dargestellten Schleifmaschine
2 wird vorzugsweise jeweils nur ein einziges Klingenblatt 1a gleichzeitig geschliffen,
wobei in Figur 16 zur Illustration der Anordnung des Klingenblattes 1a beide Stellungen
des Klingenblattes 1a dargestellt sind, wobei das Klingenblatt 1a in einem ersten
Schleifdurchgang am ersten seitlichen Führungsteil 9d anliegend in Bewegungsrichtung
F geführt bewegt und dabei geschliffen wird, und wobei das Klingenblatt 1a danach
gewendet wird, wobei das Klingenblatt 1a in einem zweiten Schleifdurchgang am zweite
seitlichen Führungsteil 9e anliegend in Bewegungsrichtung G geführt bewegt und dabei
geschliffen wird.
[0041] In einer vorteilhaften Ausgestaltung weisen die beiden abgerundeten Vertiefungen
3b in Richtung der Drehachse D einen identischen Krümmungsverlauf auf. In einer weiteren
vorteilhaften Ausgestaltung ist der Krümmungsverlauf der beiden abgerundeten Vertiefungen
3b symmetrisch bezüglich der Symmetrieebene 3i ausgestaltet, besonders vorteilhaft
derart, dass der Krümmungsverlauf der beiden abgerundeten Vertiefungen 3b in Richtung
der Drehachse D nicht identisch ist. Vorteilhafterweise ist auch die Messerführung
9 symmetrisch bezüglich der Symmetrieebene 3i angeordnet, sodass die beiden Führungsteile
9d, 9e gegenseitig symmetrisch bezüglich der Symmetrieebene 3i verlaufen. Die in Figur
16 dargestellte Schleifmaschine 2 weist den Vorteil auf, dass sich insbesondere die
um die Spitze des Klingenblatts 1a erstreckende Schneide 1b besonders präzise und
besonders gut reproduzierbar schleifen lässt. In einer vorteilhaften Ausgestaltung
weisen die beiden abgerundeten Vertiefungen 3b in Richtung der Drehachse D einen identischen
Krümmungsverlauf auf. Die in Figur 16 dargestellte Schleifmaschine 2 ermöglicht insbesondere
dann ein vorteilhaftes Schleifen eines Klingenblattes 1a, wenn der Krümmungsverlauf
der beiden abgerundeten Vertiefungen 3b in Richtung der Drehachse D nicht identisch
ist, die beiden abgerundeten Vertiefungen 3b jedoch gegenseitig symmetrisch bezüglich
der Symmetrieebene 3i verlaufen. In einer vorteilhaften Ausgestaltung stehen für die
Schleifmaschine 2 gemäss Figur 16 eine Mehrzahl von Schleifscheiben 3 bereit, wobei
sich die einzelnen Schleifscheiben 3 bezüglich der Form der Vertiefung 3b unterscheiden.
Die jeweilige Form der Vertiefung 3b bestimmt unter anderem den Verlauf der Spitze
des Klingenblattes 1a. Mit der erfindungsgemässen Schleifmaschine 2 können somit,
abhängig von einem jeweiligen Kundenwunsch, auf einfache Weise Messer 1 mit Klingenblättern
1a geschliffen werden, die entsprechend der jeweils verwendeten Schleifscheibe 3,
unterschiedlich verlaufende Schneiden 1b im Bereich der Klingenspitze 1c und/oder
im Bereich den der Klingenspitze 1c nachfolgenden Abschnitten der Schneide 1b aufweisen.
[0042] Figur 17 zeigt in einer Detailansicht eines Klingenblattes 1a ein weiteres Ausführungsbeispiel
des in Figur 3 dargestellten Messers 1. Die Schneide 1b umfasst die Hauptschneide
1k, die Klingenspitze 1c sowie den Klingenrückenteilabschnitt 1i. In einer vorteilhaften
Ausgestaltung ist der Klingenrückenteilabschnitt 1i, wie in Figur 17 dargestellt,
geradlinig verlaufend ausgestaltet beziehungsweise geradlinig verlaufend geschliffen.
Dieser geradlinige Verlauf der Schneide entlang des Klingenrückenteilabschnittes 1i
weist beispielsweise den Vorteil auf, dass sich in einer Schneidrichtung H, senkrecht
zum geradlinigen Verlauf, besonders leicht und präzise schneiden lässt. Nachfolgend
dem Klingenrückenteilabschnittes 1i weist der Klingenrücke 1d ein nachfolgender Klingenrückenabschnitt
1p ohne Schneide 1b auf. Der Klingenrückenteilabschnitt 1i verläuft unter einem Winkel
δ, unter Ausbildung eines Knickpunktes 1q, bezüglich des nachfolgenden Klingenrückenabschnitts
1p, wobeider Winkel δ vorzugsweise in einem Bereich von 2° bis 10° liegt. Der Klingenrückenteilabschnitt
1i weist vorzugsweise eine Länge 1m in einen Bereich zwischen 2 bis 50 mm auf. In
einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die Hauptschneide 1k, beginnend an der Klingenspitze
1c, ebenfalls einen geradlinig verlaufenden Schneidenabschnitt 11 auf, der danach
in Richtung zum Handgriff 1n hin vorzugsweise in eine gekrümmt verlaufende Schneide
1b übergeht. In einer vorteilhaften Ausgestaltung weisen der geradlinig verlaufende
Klingenrückenteilabschnitt 1i und der geradlinig verlaufenden Schneidenabschnitt 11
dieselbe oder im Wesentlichen dieselben Länge auf. In einer weiteren vorteilhaften
Ausgestaltung können der geradlinig Klingenrückenteilabschnitt 1i und der geradlinig
verlaufenden Schneidenabschnitt 11, wie in Figur 17 dargestellt, symmetrisch bezüglich
einer Symmetrieebene 1o verlaufen. Diese Ausgestaltung weist den Vorteil auf, dass
eine Bewegung des Messers 1 in die entgegengesetzten Bewegungsrichtungen H und I,
beziehungsweise in Bewegungsrichtung K dasselbe Schneidverhalten aufweist. Dies ergibt
den Vorteil, dass das Messer 1 während des Schneidens nicht um 180° gedreht werden
muss, um zum Beispiel beim Schlachten anspruchsvolle Stellen eines Tiers zu durchtrennen.
Das erfindungsgemässe Messer ist daher sehr angenehm zu bedienen und ermöglicht ein
effizientes Schneiden.
[0043] In einer vorteilhaften Ausgestaltung verlaufen bei der in Figur 17 dargestellten
Ausführungsform nicht nur der Klingenrückenteilabschnitt 1i und der Schneidenabschnitt
11 symmetrisch bezüglich der Symmetrieebene 1o, sondern verläuft auch die Krümmung
der Klingenspitze 1c symmetrisch bezüglich der Symmetrieebene 1o. In einer weiteren,
vorteilhaften Ausgestaltung verlaufen der Klingenrückenteilabschnitt 1i und der Schneidenabschnitt
11 symmetrisch bezüglich der Symmetrieebene 1o, wobei sowohl der Klingenrückenteilabschnitt
1i als auch der Schneidenabschnitt 11 nicht geradlinig verlaufen. Das in Figur 17
dargestellte Klingenblatt 1a kann beispielweise mit Hilfe der in den Figuren 5 und
6 dargestellten Schleifscheibe 3 umfassend geradlinig verlaufende Seitenschleifflächen
3d, 3e hergestellt werden. Der Klingenrückenteilabschnitt 1i und der Schneidenabschnitt
11 verlaufen gegenseitig unter einem spitzen Winkel ε. Der Winkel ε liegt vorzugsweise
in einem Bereich zwischen 20° und 70°, und ist insbesondere abhängig vom Verwendungszweck
des Messers 1.
1. Verfahren zum Schleifen eines Klingenblattes (1a) eines Messers (1) mit einer rotierenden
Schleifscheibe (3), wobei die Schleifscheibe (3) eine stirnseitig und/oder eine seitlich
angeordnete, in Umfangsrichtung (U) verlaufende Schleiffläche (3a) umfasst, wobei
die Schleiffläche (3a) eine in Umfangsrichtung (U) verlaufende, abgerundete Vertiefung
(3b) aufweist,
und wobei das Klingenblatt (1a) eine Schneide (1b), einen Klingenrücken (1d) sowie
eine Klingenspitze (1c) umfasst, indem vorerst eine erste Seite des Klingenblatts
(1a) und nachfolgend eine zweite Seites des Klingenblatts (1a) unter einem Zuführwinkel,
vorzugsweise dem Schleifwinkel (β), derart der abgerundeten Vertiefung (3b) der Schleiffläche
(3a) zugeführt wird, sodass die Klingenspitze (1c) vorerst zumindest teilweise an
der abgerundeten Vertiefung (3b) der Schleiffläche (3a) anliegt, und dass entweder
die Klingenspitze (1c) durch die abgerundete Vertiefung (3b) zu einer abgerundeten
Klingenspitze (1c) aufweisend eine Schneide (1b) geschliffen wird, oder dass bei einer
bereits vorhandenen, abgerundeten Klingenspitze (1c) durch die abgerundete Vertiefung
(3b) die Schneide (1b) geschliffen wird, sodass zumindest die gesamte abgerundete
Klingenspitze (1c) eine durchgehend verlaufende Schneide (1b) aufweist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Klingenblatt (1a) und dadurch auch die Klingenspitze (1c) geführt ausgerichtet
der abgerundeten Vertiefung (3b) zugeführt wird, sodass der Krümmungsverlauf der abgerundeten
Klingenspitze (1c) durch den Verlauf der abgerundeten Vertiefung (3b) sowie durch
den Zuführwinkel bestimmt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleiffläche (3a) beidseitig der abgerundeten Vertiefung (3b) Seitenschleifflächen
(3d,3e) aufweist, und dass durch die Seitenschleifflächen (3d,3e) am Klingenrücken
(1d) entlang eines Klingenrückenteilabschnittes (1i) eine Schneide (1b) erzeugt wird,
welche sich ausgehend von der Schneide (1b) der abgerundeten Klingenspitze (1c) entlang
des Klingenrückenteilabschnittes (1i) des Klingenrückens (1d) erstreckt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei die beiden Seitenschleifflächen (3d, 3e) geradlinig
beziehungsweise konisch verlaufend ausgestaltet sind, sodass der Klingenrückenteilabschnitt
(1i) als geradlinig verlaufende Schneide (1b) geschliffen werden.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifscheibe (3) eine Seitenfläche (3k) aufweist, und dass eine sich anschliessend
an die abgerundeten Klingenspitze (1c) in Verlaufsrichtung des Klingenblattes (1a)
erstreckende Hauptschneide (1k) geschliffen wird, indem vorerst eine erste Seite und
nachfolgend eine zweite Seite der Hauptschneide (1k) an der Seitenfläche (3k) der
Schleifscheibe (3) geschliffen wird.
6. Schleifmaschine (2) zum Schleifen eines Klingenblattes (1a) eines Messers (1), umfassend
eine um ein Drehachse (D) rotierbare Schleifscheibe (3) mit einer stirnseitig und/oder
seitlich angeordneten, in Umfangsrichtung (U) verlaufenden Schleiffläche (3a), wobei
die Schleiffläche (3a) eine in Umfangsrichtung (U) verlaufende, abgerundete Vertiefung
(3b) aufweist, sowie umfassend eine Messerführung (9) aufweisend ein Messerführungsmittel
(9b, 9d, 9e), wobei das Messerführungsmittel (9b, 9d, 9e) derart zum Führen des Klingenblattes
(1a) ausgestaltet und angeordnet ist,
dass eine Klingenspitze (1c) des Klingenblattes (1a) die Schleiffläche (3a) im Wesentlichen
unter einem Schleifwinkel (β) berührt und dabei die Klingenspitze (1c) in die abgerundete
Vertiefung (3b) der Schleiffläche (3a) zu liegen kommt, um eine abgerundete Klingenspitze
(1c) mit einer durchgehend verlaufenden Schneide (1b) mit Schleifwinkel (β) zu erzeugen.
7. Schleifmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleiffläche (3a) der Schleifscheibe (3) an der Stirnseite der Schleifscheibe
(3) angeordnet ist.
8. Schleifmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Messerführung (9) ein erstes Messerführungsmittel (9a) umfasst, welches als ebene
Führungsfläche (9b) ausgestaltet ist, und dass die ebene Führungsfläche (9b) im Wesentlichen
unter dem Schleifwinkel (β) bezüglich der Schleiffläche (3a) verläuft.
9. Schleifmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleiffläche (3a) in Verlaufsrichtung der Drehachse (D) eine erste, geradlinig
verlaufende Seitenschleiffläche (3d), nachfolgend die abgerundete Vertiefung (3b)
und nachfolgend eine zweite, geradlinig verlaufende Seitenschleiffläche (3e) umfasst.
10. Schleifmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste, geradlinig verlaufende Seitenschleiffläche (3d), und die zweite, geradlinig
verlaufende Seitenschleiffläche (3e) einen Winkel (γ) in einem Bereich zwischen 60°
und 160° definieren, und dass die abgerundete Vertiefung (3b) einen Krümmungsradius
(R) im Bereich zwischen 2mm und 10mm aufweist.
11. Schleifmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleiffläche (3a) in Verlaufsrichtung der Drehachse (D) beidseitig der abgerundeten
Vertiefung (3b) eine erste beziehungsweise eine zweite Seitenschleiffläche (3d,3e)
umfasst, und dass die Messerführung (9) ein erstes Messerführungsmittel (9d) umfasst,
welches als erster seitlicher Anschlag ausgestaltet ist, wobei der erste seitliche
Anschlag derart ausgerichtet angeordnet ist, dass eine daran anliegendes Klingenblatt
(1a) mit dessen Klingenspitze (1c) an der ersten Seitenschleiffläche (3d) der Schleifscheibe
(3) anliegt.
12. Schleifmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifscheibe (3) eine Symmetrieebene (3g) aufweist, und dass die Messerführung
(9) ein zweites Messerführungsmittel (9e) umfasst, welches als zweiter seitlicher
Anschlag ausgestaltet ist, wobei der erste und der zweite seitliche Anschlag symmetrisch
bezüglich der Symmetrieebene (3g) angeordnet sind.
13. Messer (1) umfassend ein Klingenblatt (1a) mit einer Hauptschneide (1k), einem Klingenrücken
(1d) sowie einer abgerundete Klingenspitze (1c), wobei die abgerundete Klingenspitze
(1c) eine durchgehend, entlang der gesamten abgerundeten Klingenspitze (1c) verlaufende
Schneide (1b) aufweist, und wobei der an die abgerundete Klingenspitze (1c) anschliessende
Klingenrücken (1d) ausgehend von der abgerundeten Klingenspitze (1c) entlang eines
Klingenrückenteilabschnittes (1i) eine geradlinig verlaufende Schneide (1b) aufweist.
14. Messer nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, die Hauptschneide (1k) ausgehend von der abgerundeten Klingenspitze (1c) entlang
eines Schneidenabschnitts (11) eine geradlinig verlaufende Schneide (1b) aufweist,
und dass der Klingenrückenteilabschnitt (1i) und der Schneidenabschnitt (11) gegenseitig
unter einem spitzen Winkel ε verlaufen.
15. Messer nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Klingenrücken (1d) anschliessend an den Klingenrückenteilabschnitt (1i) einen
nachfolgenden Klingenrückenabschnitt (1p) ohne Schneide (1b) aufweist, und dass der
Klingenrückenteilabschnitt (1i) und der Klingenrückenabschnitt (1p) unter einem gegenseitigen
Winkel δ verlaufen, wobei der Winkel δ im Bereich zwischen 2° bis 10° liegt.