[0001] Die Erfindung betrifft einen Gegenkasten für ein Paniktürschloss der im Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 genannten Art.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Gegenkästen für Paniktürschlösser in verschiedenen
Variationen bekannt. Ein solcher Gegenkasten umfasst in der Regel ein Gehäuse, eine
darin drehbar gelagerten Druckernuss, mindestens ein von der Druckernuss beaufschlagbares
Betätigungselement, welches bei einer gegen eine Federwirkung erfolgte Betätigung
der Druckernuss ein erstes Schubelement in eine erste Betätigungsrichtung betätigt.
Das erste Schubelement ist über eine erste Übertragungsvorrichtung mit einem zweiten
Schubelement und über eine zweite Übertragungsvorrichtung mit einem Schieber gekoppelt,
welcher zum Einschließen einer Falle und/oder eines Riegels des Paniktürschlosses
durch eine korrespondierende Öffnung in einer Stulpplatte in eine aus dem Gehäuse
vorstehende Stellung gebracht werden kann. Zudem ist das erste Schubelement mit einer
ersten Schließstange gekoppelt und das zweite Schubelement ist mit einer zweiten Schließstange
gekoppelt. Die erste Übertragungsvorrichtung wandelt die erste Betätigungsrichtung
des ersten Schubelements in eine entgegengesetzte zweite Betätigungsrichtung des zweiten
Schubelements um, und die zweite Übertragungsvorrichtung wandelt die erste Betätigungsrichtung
des ersten Schubelements in eine dritte Betätigungsrichtung des Schiebers um. Wird
ein Panikschloss in einer zweiflügligen Türanlage installiert, dann wird der Gegenkasten
im Standflügle benötigt, um die Falle und/oder den Riegel des am Gangflügel montierten
Panikschlosses einzuschließen und das System im Panikfall zu entriegeln. Aus der
DE 10 2004 009 973 B4 ist ein gattungsgemäßer Gegenkasten für ein Paniktürschloss mit einem Gehäuse, einer
darin drehbar gelagerten Nuss, einem von der Nuss beaufschlagten, drehbar im Gehäuse
gelagerten Wirbelstück zur Betätigung eines unteren und eines oberen Treibstangenschiebers
und mit bei Betätigung der Nuss gegen Federwirkung durch zugeordnete Öffnungen einer
Stulpplatte bewegbaren Schiebern zum Einschließen einer Falle und eines Riegels des
Paniktürschlosses bekannt. Der Fallenschieber ist schwenkbar im Gehäuse gelagert.
Der Riegelschieber ist schwenkbar im Gehäuse gelagert und mit dem Treibstangenschieber
gekoppelt. Des Weiteren ist der Fallenschieber über eine Lasche mit der Nuss verbunden,
und der Riegelschieber weist einen Zapfen auf, der in einer Kulisse des unteren Treibstangenschiebers
geführt ist. Zudem weist der untere Treibstangenschieber zwei zueinander parallele
Teilschieber auf, wobei der erste Teilschieber einen Treibstangenanschluss aufweist
und an das Wirbelstück gekoppelt ist. Der zweite Teilschieber ist über eine Stift-Schlitz-Verbindung
mit dem ersten Teilschieber gekoppelt und über eine Lasche an die Nuss angeschlossen.
Die Nuss weist einen Sperrvorsprung auf, welchem bei unbetätigter Nuss ein Sperrwiderlager
am oberen Treibstangenschieber zugeordnet ist.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gegenkasten für ein Paniktürschloss
mit einem kleinen Dornmaß anzugeben, welcher sowohl für Standflügel, als auch für
Gangflügel von zweiflügligen Paniktüren und für beide DIN-Richtungen geeignet ist.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Gegenkastens für ein Paniktürschloss nach
Patentanspruch 1 gelöst.
[0005] Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den übrigen
Ansprüchen angegeben.
[0006] Um einen Gegenkasten für ein Paniktürschloss mit einem kleinen Dornmaß anzugeben,
welcher sowohl für Standflügel, als auch für Gangflügel von zweiflügligen Paniktüren
und für beide DIN-Richtungen geeignet ist, ist eine erste Übertragungsvorrichtung
als Zahnstangenantrieb ausgeführt und umfasst eine an einem ersten Schubelement ausgebildete
erste Zahnstange, welche über ein Zahnrad mit einer an einem zweiten Schubelement
ausgebildeten zweiten Zahnstange gekoppelt ist. Zudem umfasst der Gegenkasten für
ein Paniktürschloss ein Gehäuse, eine darin drehbar gelagerte Druckernuss, mindestens
ein von der Druckernuss beaufschlagbares Betätigungsmittel, welches bei einer gegen
eine Federwirkung erfolgte Betätigung der Druckernuss das erste Schubelement in eine
erste Betätigungsrichtung betätigt. Das erste Schubelement ist über die erste Übertragungsvorrichtung
mit dem zweiten Schubelement und über eine zweite Übertragungsvorrichtung mit einem
Schieber gekoppelt, welcher zum Einschließen einer Falle und/oder eines Riegels des
Paniktürschlosses durch eine korrespondierende Öffnung in einer Stulpplatte in eine
aus dem Gehäuse vorstehende Stellung bringbar ist. Hierbei ist das erste Schubelement
mit einer ersten Schließstange gekoppelt und das zweite Schubelement ist mit einer
zweiten Schließstange gekoppelt. Die erste Übertragungsvorrichtung wandelt die erste
Betätigungsrichtung des ersten Schubelements in eine entgegengesetzte zweite Betätigungsrichtung
des zweiten Schubelements um, und die zweite Übertragungsvorrichtung wandelt die erste
Betätigungsrichtung des ersten Schubelements in eine dritte Betätigungsrichtung des
Schiebers um.
[0007] Die Ausführung des Gegenkastens mit einer ersten Verriegelung über die erste Schließstange
nach oben und mit einer zweiten Verriegelung über die zweite Schließstange nach unten
und ohne Verriegelung an der Hauptschließkante führt dazu, dass Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Gegenkastens ein kleines Dornmaß (DM30) aufweisen und sowohl
für Standflügel als auch für Gangflügel und für beide DIN-Richtungen eingesetzt werden
können.
[0008] In Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gegenkastens können die Bewegungen der
Schubelemente und des Schiebers als einfache Translationsbewegungen verlaufen. Hierbei
kann eine erste Hubbewegung des ersten Schubelements über die erste Zahnstange in
eine Drehbewegung des Zahnrads umgewandelt werden, wobei die Drehbewegung des Zahnrads
über die zweite Zahnstange in eine zweite Hubbewegung des zweiten Schubelements umgewandelt
werden kann, welche der ersten Hubbewegung des ersten Schubelements entgegen gerichtet
ist. Analog kann die zweite Hubbewegung des zweiten Schubelements über die zweite
Zahnstange in eine Drehbewegung des Zahnrads umgewandelt werden, wobei die Drehbewegung
des Zahnrads über die erste Zahnstange in die erste Hubbewegung des ersten Schubelements
umgewandelt werden kann, welche der zweiten Hubbewegung des zweiten Schubelements
entgegen gerichtet ist. Zudem kann eine Drehbewegung des Zahnrads über die erste Zahnstange
in die erste Hubbewegung des ersten Schubelements und gleichzeitig über die zweite
Zahnstange in die zweite Hubbewegung des zweiten Schubelements umgewandelt werden.
Des Weiteren kann die erste Hubbewegung des ersten Schubelements über die zweite Übertragungsvorrichtung
in eine Schiebebewegung des Schiebers umgewandelt werden, welche senkrecht zur ersten
Hubbewegung verläuft.
[0009] In vorteilhafter Ausgestaltung des Gegenkastens kann ein Antrieb beispielsweise mit
dem Zahnrad verbunden werden und in Abhängigkeit von mindestens einem Steuersignal
eine automatische Betätigung des Gegenkastens bewirken. Der Antrieb kann beispielsweise
als Elektromotor ausgeführt werden. Der Antrieb kann das Zahnrad während der automatischen
Betätigung antreiben, dessen Bewegung über die erste Übertragungsvorrichtung gleichzeitig
auf das erste Schubelement und das zweite Schubelement und über die zweite Übertragungsvorrichtung
vom ersten Schubelement auf den Schieber übertragen werden kann. Dadurch ist eine
automatische Betätigung des Gegenkastens in vorteilhafter Weise auch ohne Betätigung
der Druckernuss umsetzbar.
[0010] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des Gegenkastens kann ein Notfallschließzylinder
mit dem zweiten Schubelement wirkverbunden werden und eine Notbetätigung des Gegenkastens
von außen bewirken. Der Notfallschließzylinder kann beispielsweise während der Notbetätigung
über eine Kopplungskante auf das zweite Schubelement wirken, dessen Bewegung über
die erste Übertragungsvorrichtung auf das erste Schubelement und über die zweite Übertragungsvorrichtung
vom ersten Schubelement auf den Schieber übertragen werden kann. Dadurch ist eine
Notbetätigung des Gegenkastens in vorteilhafter Weise auch ohne Betätigung der Druckernuss
umsetzbar.
[0011] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des Gegenkastens kann das Betätigungselement
als Drehhebel mit einem Kopplungsarm und einem Betätigungsarm ausgeführt werden, welcher
über eine Schlitz-Stift-Kopplung mit dem ersten Schubelement verbunden werden kann.
Hierbei kann der Kopplungsarm lose mit einem Betätigungselement der Druckernuss gekoppelt
werden. Zudem kann das Betätigungselement der Druckernuss bei Betätigung der Druckernuss
mit dem Kopplungsarm des als Drehhebel ausgeführten Betätigungsmittels gekoppelt werden,
welches über den Betätigungsarm und die Schlitz-Stift-Kopplung die Betätigungsbewegung
auf das erste Schubelement übertragen kann, dessen Bewegung über die erste Übertragungsvorrichtung
auf das zweite Schubelement und über die zweite Übertragungsvorrichtung gleichzeitig
auf den Schieber übertragen werden kann. In vorteilhafter Weise ist das Betätigungselement
der Druckernuss bei der automatischen Betätigung des Gegenkastens über den Antrieb
oder bei der Notbetätigung des Gegenkastens über den Notfallschließzylinder vom Kopplungsarm
des als Drehhebel ausgeführten Betätigungsmittels entkoppelt, so dass die Druckernuss
bei der automatischen Betätigung und bei der Notbetätigung des Gegenkastens nicht
mitbewegt werden muss.
[0012] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des Gegenkastens kann die Druckernuss über
einen Federarm direkt mit einer vorgespannten Druckfeder gekoppelt werden, deren Federkraft
der Betätigung der Druckernuss entgegenwirkt. Diese direkte Kopplung zwischen Federarm
und Druckfeder ermöglicht eine bessere Kraftübersetzung.
[0013] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des Gegenkastens kann eine Führungsvorrichtung
ortsfest im Gehäuse angeordnet werden. Hierbei kann der Schieber an einer Oberseite
der Führungsvorrichtung schiebebeweglich gelagert werden. An einer Unterseite der
Führungsvorrichtung kann das Zahnrad drehbeweglich gelagert werden. Zudem können die
erste Zahnstange und die zweite Zahnstange jeweils an der Unterseite der Führungsvorrichtung
schiebebeweglich geführt werden.
[0014] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des Gegenkastens kann die zweite Übertragungsvorrichtung
eine federbelastete Kulisse umfassen, welche mit dem ersten Schubelement wirkverbunden
und über eine Schlitz-Stift-Kopplung mit dem Schieber gekoppelt ist und die erste
Betätigungsrichtung des ersten Schubelements in eine senkrecht zu dieser verlaufende
dritte Betätigungsrichtung des Schiebers umwandelt. Hierzu kann der Schieber einen
Mitnehmerstift aufweisen, welcher in einem Führungsschlitz der Kulisse geführt werden
und eine Bewegung der Kulisse auf den Schieber übertragen kann.
[0015] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung des Gegenkastens kann der Schieber an seinem
dem Paniktürschloss zugewandten Ende ein austauschbares Entriegelungselement aufweist,
welches an die einschließende Falle und/oder den einzuschließenden Riegel angepasst
ist. Das bedeutet, dass das Entriegelungselement in Abhängigkeit von der einschließenden
Falle und/oder des einzuschließenden Riegels ausgewählt und dann am Schieber montiert
bzw. eingesetzt wird.
[0016] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von zeichnerischen
Darstellungen näher erläutert. In den zeichnerischen Darstellungen bezeichnen gleiche
Bezugszeichen Komponenten bzw. Elemente, die gleiche bzw. analoge Funktionen ausführen.
[0017] Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Draufsicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Gegenkasten
für ein Paniktürschloss ohne Deckelblech in einem verriegelten Zustand,
- Fig. 2
- eine schematische Unteransicht des erfindungsgemäßen Gegenkastens für ein Paniktürschloss
aus Fig. 1 ohne Bodenblech im verriegelten Zustand,
- Fig. 3
- eine schematische Draufsicht des erfindungsgemäßen Gegenkastens für ein Paniktürschloss
aus Fig. 1 oder 2 ohne Deckelblech in einem entriegelten Zustand, nach dem Entriegeln
über eine Druckernuss,
- Fig. 4
- eine schematische Unteransicht des erfindungsgemäßen Gegenkastens für ein Paniktürschloss
aus Fig. 3 ohne Bodenblech im entriegelten Zustand,
- Fig. 5
- eine schematische Draufsicht des erfindungsgemäßen Gegenkastens für ein Paniktürschloss
aus Fig. 1 bis 4 ohne Deckelblech in einem entriegelten Zustand, nach dem automatischen
Entriegeln über einen Antrieb, und
- Fig. 6
- eine schematische Unteransicht des erfindungsgemäßen Gegenkastens für ein Paniktürschloss
aus Fig. 5 ohne Bodenblech im entriegelten Zustand,
[0018] Wie aus Fig. 1 bis 6 ersichtlich ist, umfasst das dargestellte Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Gegenkastens 1 für ein Paniktürschloss ein Gehäuse 14, eine
darin drehbar gelagerte Druckernuss 7 und mindestens ein von der Druckernuss 7 beaufschlagbares
Betätigungsmittel, welches bei einer gegen eine Federwirkung erfolgte Betätigung der
Druckernuss 7 ein erstes Schubelement 2 in eine erste Betätigungsrichtung betätigt.
Das erste Schubelement 2 ist über eine erste Übertragungsvorrichtung 5 mit einem zweiten
Schubelement 3 und über eine zweite Übertragungsvorrichtung 9 mit einem Schieber 12
gekoppelt. Der Schieber 12 kann zum Einschließen einer Falle und/oder eines Riegels
des Paniktürschlosses durch eine korrespondierende Öffnung in einer Stulpplatte 15
in eine aus dem Gehäuse 14 vorstehende Stellung gebracht werden. Das erste Schubelement
2 ist mit einer ersten Schließstange gekoppelt, und das zweite Schubelement 3 ist
mit einer zweiten Schließstange gekoppelt. Zudem wandelt die erste Übertragungsvorrichtung
5 die erste Betätigungsrichtung des ersten Schubelements 2 in eine entgegengesetzte
zweite Betätigungsrichtung des zweiten Schubelements 3 um. Die zweite Übertragungsvorrichtung
9 wandelt die erste Betätigungsrichtung des ersten Schubelements 2 in eine dritte
Betätigungsrichtung des Schiebers 12 um. Erfindungsgemäß ist die erste Übertragungsvorrichtung
5 als Zahnstangenantrieb ausgeführt und umfasst eine am ersten Schubelement 2 ausgebildete
erste Zahnstange 5.2, welche über ein Zahnrad 5.1 mit einer am zweiten Schubelement
3 ausgebildeten zweiten Zahnstange 5.3 gekoppelt ist.
[0019] Wie aus Fig. 1 bis 6 weiter ersichtlich ist, umfasst das Gehäuse 14 des Gegenkastens
1 ein Bodenblech 16 und ein Deckelblech 17, welches auch die Rückwand des Gehäusekastens
bildet und die Stulpplatte 15, welche eine Vorderwand des Gehäuses 14 ausbildet. Im
Bereich der Öffnung in der Stulpplatte 15, welche der Schieber 12 im entriegelten
Zustand durchgreift ist eine Führungsvorrichtung 11 ortsfest im Gehäuse 14 angeordnet
und am Deckelblech 17 befestigt. Hierbei ist der Schieber 12 an einer Oberseite der
Führungsvorrichtung 11 schiebebeweglich gelagert. Zudem weist der Schieber 12 an seiner
von der Führungsvorrichtung 11 abgewandten Oberfläche eine Führungsrolle auf 12.2,
welche während der Schiebebewegung in einem in das Deckelblech 17 eingebrachten horizontalen
Führungsschlitz 17.1 geführt ist. Das Zahnrad 5.1 der ersten Übertragungsvorrichtung
5 ist an einer Unterseite der Führungsvorrichtung 11 drehbeweglich gelagert. Zudem
sind die erste Zahnstange 5.2 des ersten Schubelements 2 und die zweite Zahnstange
5.3 des zweiten Schubelements 3 jeweils an der Unterseite der Führungsvorrichtung
11 schiebebeweglich geführt. Wie aus Fig. 1 bis 6 weiter ersichtlich ist, weist das
Gehäuse 14 des Gegenkasten 1 eine durchgehende Öffnung auf, in welche ein Notfallschließzylinder
8 eingebracht und befestigt werden kann. Über diesen Notfallschließzylinder 8 ist
beispielsweise eine Notbetätigung des Gegenkastens 1 durch die Feuerwehr von außen
möglich.
[0020] Wie Fig. 1 bis 6 weiter ersichtlich ist, umfasst die zweite Übertragungsvorrichtung
9 eine federbelastete bewegliche S-förmige Kulisse 9A, welche gegen eine Federkraft
einer mit einem oberen Ende der Kulisse 9A verbundenen Zugfeder 10 bewegbar ist und
an einem unteren Ende über einen Verbindungsstift 2.2 mit dem ersten Schubelement
2 wirkverbunden ist. Zudem weist die Kulisse 9A an beiden Enden jeweils einen Kulissenstift
9.1, 9.2 auf, welche jeweils in einem in das Deckelblech 17 eingebrachten vertikalen
Führungsschlitz 17.2, 17.3 geführt sind. Hierbei wird ein oberer Kulissenstift 9.1
in einem oberen vertikalen Führungsschlitz 17.2 und ein unterer Kulissenstift 9.2
wird in einem unteren vertikalen Führungsschlitz 17.3 geführt. Zudem ist die Kulisse
9A über eine Schlitz-Stift-Kopplung mit dem Schieber 12 gekoppelt, wobei ein korrespondierender
schräger Kopplungsschlitz 9.3 in einem schrägen Verbindungsbereich zwischen den beiden
Enden der S-förmigen Kulisse 9A ausgebildet ist. Der korrespondierende Mitnehmerstift
12.1 ist an der von der Führungsvorrichtung 11 abgewandten Oberfläche des Schiebers
12 angeordnet und greift in den schrägen Kopplungsschlitz 9.3 ein, wodurch eine Bewegung
der Kulisse 9A auf den Schieber 12 übertragen wird. Somit wandelt die zweite Übertragungsvorrichtung
9 die erste Betätigungsrichtung, d.h. eine erste Hubbewegung des ersten Schubelements
2 in eine senkrecht zu dieser verlaufenden dritte Betätigungsrichtung, d.h. in eine
horizontale Schiebebewegung des Schiebers 12 um.
[0021] Wie aus Fig. 1 bis 6 weiter ersichtlich ist, ist das erste Schubelement 2 als oberes
gabelförmiges Schubblech ausgeführt, welches nach oben aus dem Gehäuse 14 ragt und
am oberen Ende über einen ersten Schließstangenanschluss 4.1 mit einer nicht dargestellten
oberen Schließstange verbunden werden kann. Die erste Zahnstange 5.2 ist an einem
ersten schmaleren Schenkel des ersten Schubelements 2 ausgebildet. An einem zweiten
breiteren Schenkel ist das erste Schubelement 2 über eine Stift-Schlitz-Kopplung mit
dem Betätigungsmittel gekoppelt, welches im dargestellten Ausführungsbeispiel als
Drehhebel 6 mit einem Kopplungsarm 6.1 und einem Betätigungsarm 6.2 ausgeführt ist.
Hierbei ist im ersten Schubelement 2 der Kopplungsschlitz 2.3 eingebracht und am Betätigungsarm
6.2 des Drehhebels 6 ein Kopplungsstift 6.3 angeordnet, welcher in den Kopplungsschlitz
2.3 eingreift. Ein Fußbereich der beiden Schenkel bildet einen Anschlag 2.4 aus, welcher
im entriegelten Zustand des Gegenkastens 1 an einem Anschlagbolzen 16.1 anliegt, welcher
fest ist einem Bodenblech 16 und in einem Deckelblech 17 des Gehäuses gelagert ist.
Wie insbesondere aus Fig. 2, 4 und 6 ersichtlich ist, ist am ersten Schenkel des ersten
Schubelements 2 oberhalb der ersten Zahnstange 5.2 ein Führungsstift 2.1 angeordnet,
welcher in einen nicht sichtbaren vertikalen Führungsschlitz im Bodenblech 16 eingreift
und so das erste Schubelement 2 während einer Hubbewegung zusätzlich zur Führungsvorrichtung
11 führt und gegen Verkanten sichert. Unterhalb der ersten Zahnstange 5.2 ist das
erste Schubelement 2 am unteren Ende über den Verbindungsstift 2.2 mit der Kulisse
9A der zweiten Übertragungsvorrichtung 9 verbunden.
[0022] Wie aus Fig. 1 bis 6 weiter ersichtlich ist, ist das zweite Schubelement 3 als unteres
C-förmiges Schubblech ausgeführt, welches nach unten aus dem Gehäuse 14 ragt. Hierbei
kann das zweite Schubelement 3 an einem unterhalb des C-förmigen Abschnitts angeordneten
unteren Ende über einen zweiten Schließstangenanschluss 4.2 mit einer nicht dargestellten
unteren Schließstange verbunden werden. Die zweite Zahnstange 5.3 ist oberhalb des
C-förmigen Abschnitts am oberen Ende des zweiten Schubelements 3 ausgebildet. Wie
aus Fig. 1 bis 6 weiter ersichtlich ist, ist am oberen Ende des C-förmigen Abschnitts
des zweiten Schubelements 3 eine Kopplungskante 3.2 ausgebildet, welche im verriegelten
Zustand im Wirkbereich eines nicht sichtbaren Betätigungselements des Notfallschließzylinders
8 angeordnet ist und mit diesem zusammenwirken kann. Zudem weist das zweite Schubelement
3 im Bereich der Kopplungskante 3.2 einen Führungsstift 3.1 auf, welcher in einen
nicht sichtbaren vertikalen Führungsschlitz im Deckelblech 17 eingreift und so das
zweite Schubelement 3 während einer Hubbewegung zusätzlich zur Führungsvorrichtung
11 führt und gegen Verkanten sichert.
[0023] Wie aus Fig. 1 bis 6 weiter ersichtlich ist, ist der Kopplungsarm 6.1 des als Drehhebel
6 ausgeführten Betätigungselements lose mit einem Betätigungselement 7.1 der Druckernuss
7 gekoppelt. Zudem ist die Druckernuss 7 über einen Federarm 7.2 direkt mit einer
vorgespannten Druckfeder 18 gekoppelt, deren Federkraft der Betätigung der Druckernuss
7 entgegenwirkt. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist Druckfeder 18 als Spiralfeder
ausgeführt, welche auf eine nicht näher bezeichnete Zylinderschraube aufgesteckt und
in einer nicht näher bezeichneten Führung geführt ist. Die Vorspannung der Druckfeder
18 ist über eine nicht näher bezeichnete Mutter einstellbar, wobei der Federarm 7.2
der Druckernuss 7 unterhalb der Mutter auf einem oberen Ende der Druckfeder 18 aufliegt.
[0024] Wie aus Fig. 1 und 2 weiter ersichtlich ist, befindet sich im dargestellten verriegelten
Zustand des Gegenkastens 1 das erste Schubelement 2 und die Kulisse 9A der zweiten
Übertragungsvorrichtung 9 jeweils in einer oberen Endstellung. Dadurch ist die mit
der Kulisse 9A verbundene Zugfeder 10 zusammengedrückt. Der Schieber 12 befindet sich
im eingezogenen Zustand innerhalb des Gehäuses 14. Dadurch ist ein austauschbares
Entriegelungselement 13, welches an einem dem Panikschloss zugewandten Ende des Schiebers
12 angeordnet ist, ebenfalls innerhalb des Gehäuses 14 angeordnet. Das Entriegelungselement
13 kann in Abhängigkeit des einzuschließenden Riegels und/oder der einzuschließenden
Falle des nicht dargestellten Panikschlosses ausgewählt und am Schieber 12 angeordnet
werden. Das zweite Schubelement 3 befindet sich im dargestellten verriegelten Zustand
des Gegenkastens 1 in einer unteren Endstellung. Zudem liegt das Betätigungselement
7.1 der Druckernuss 7 am Kopplungsarm 6.1 des als Drehhebel 6 ausgeführten Betätigungsmittels
an. Dadurch kann eine Betätigung der Druckernuss 7 über das Betätigungselement 7.1
der Druckernuss 7 auf den Kopplungsarm 6.1 übertragen werden.
[0025] Bei einer Betätigung der Druckernuss 7 überträgt der Kopplungsarm 6.1 die als Drehbewegung
ausgeführte Betätigungsbewegung der Druckernuss 7 über den Betätigungsarm 6.2 und
die Schlitz-Stift-Kopplung als erste Hubbewegung nach unten auf das erste Schubelement
2. Dadurch bewegt sich das erste Schubelement 2 in eine untere Endstellung, in welcher
der Anschlag 2.4 des ersten Schubelements 2 am Anschlagbolzen 16.1 anliegt. Die erste
Hubbewegung des ersten Schubelements 2 wird über die erste Übertragungsvorrichtung
5 als entgegengesetzte zweite Hubbewegung nach oben auf das zweite Schubelement 3
übertragen. Gleichzeitig wird die erste Hubbewegung des ersten Schubelements 2 nach
unten auf die Kulisse 9A der zweiten Übertragungsvorrichtung 9 übertragen, welche
die Hubbewegung der Kulisse 9A nach unten im dargestellten Ausführungsbeispiel in
eine horizontale Schiebebewegung des Schiebers 12 nach rechts umwandelt.
[0026] Wie aus Fig. 3 und 2 weiter ersichtlich ist, befindet sich der Gegenkastens 1 nach
der Betätigung über die Druckernuss 7 im dargestellten entriegelten Zustand. Hierbei
befinden sich das erste Schubelement 2 und die Kulisse 9A der zweiten Übertragungsvorrichtung
9 jeweils in einer unteren Endstellung. Dadurch ist die mit der Kulisse 9A verbundene
Zugfeder 10 gedehnt. Der Schieber 12 befindet sich im ausgeschlossenen Zustand und
ragt durch die Öffnung in der Stulpplatte 15 aus dem Gehäuse 14. Dadurch ragt das
Entriegelungselement 13 ebenfalls aus dem Gehäuse 14 und kann einen nicht dargestellten
Riegel und/oder eine nicht dargestellte Falle des nicht dargestellten Panikschlosses
einschließen und das Panikschloss ebenfalls entriegeln. Das zweite Schubelement 3
befindet sich im dargestellten entriegelten Zustand des Gegenkastens 1 in einer oberen
Endstellung. Zudem liegt das Betätigungselement 7.1 der betätigten Druckernuss 7 am
Kopplungsarm 6.1 des als Drehhebel 6 ausgeführten Betätigungsmittels an.
[0027] Im dargestellten Ausführungsbeispiel des Gegenkastens 1 ist ein nicht dargestellter
Elektromotor als Antrieb mit dem Zahnrad 5.1 verbunden. Dadurch kann in Abhängigkeit
von mindestens einem Steuersignal eine automatische Betätigung des Gegenkastens 1
bewirkt werden. Während der automatischen Betätigung treibt der Elektromotor das Zahnrad
5.1 an, dessen Drehbewegung über die erste Übertragungsvorrichtung 5 gleichzeitig
als erste Hubbewegung nach unten auf das erste Schubelement 2 und als zweite Hubbewegung
nach oben auf das zweite Schubelement 3 übertragen wird. Zusätzlich wird die erste
Hubbewegung des ersten Schubelements 2 nach unten auf die Kulisse 9A der zweiten Übertragungsvorrichtung
9 übertragen, welche die Hubbewegung der Kulisse 9A nach unten im dargestellten Ausführungsbeispiel
in eine horizontale Schiebebewegung des Schiebers 12 nach rechts umwandelt.
[0028] Wie aus Fig. 5 und 6 weiter ersichtlich ist, befindet sich der Gegenkastens 1 nach
der automatischen Betätigung über den nicht dargestellten Elektromotor im dargestellten
entriegelten Zustand. Hierbei befinden sich analog zur Betätigung über die Druckernuss
das erste Schubelement 2 und die Kulisse 9A der zweiten Übertragungsvorrichtung 9
jeweils in einer unteren Endstellung. Dadurch ist die mit der Kulisse 9A verbundene
Zugfeder 10 gedehnt. Der Schieber 12 befindet sich im ausgeschlossenen Zustand und
ragt durch die Öffnung in der Stulpplatte 15 aus dem Gehäuse 14. Dadurch ragt das
Entriegelungselement 13 ebenfalls aus dem Gehäuse 14 und kann einen nicht dargestellten
Riegel und/oder eine nicht dargestellte Falle des nicht dargestellten Panikschlosses
einschließen und das Panikschloss ebenfalls entriegeln. Das zweite Schubelement 3
befindet sich im dargestellten entriegelten Zustand des Gegenkastens 1 in einer oberen
Endstellung. Im Unterschied zur Betätigung über die Druckernuss 7 befindet sich die
Druckernuss 7 in ihrer Ausgangsstellung, wobei das Betätigungselement 7.1 der unbetätigten
Druckernuss 7 vom Kopplungsarm 6.1 des als Drehhebel 6 ausgeführten Betätigungsmittels
entkoppelt ist und nicht an diesem anliegt.
[0029] Auch bei einer Notbetätigung des Gegenkastens 1 über den Notfallschließzylinder 8
von außen, kann der Gegenkasten 1 in den in Fig. 5 und 6 dargestellten entriegelten
Zustand überführt werden. Während der Notbetätigung wirkt ein nicht näher dargestelltes
Betätigungselement des Notfallschließzylinders 8 über die Kopplungskante 3.2 auf das
zweite Schubelement 3. Die resultierende zweite Hubbewegung des zweiten Schubelements
3 nach oben wird über die erste Übertragungsvorrichtung 5 in die erste Hubbewegung
des ersten Schubelements 2 nach unten umgewandelt. Zusätzlich wird die erste Hubbewegung
des ersten Schubelements 2 nach unten auf die Kulisse 9A der zweiten Übertragungsvorrichtung
9 übertragen, welche die Hubbewegung der Kulisse 9A nach unten im dargestellten Ausführungsbeispiel
in eine horizontale Schiebebewegung des Schiebers 12 nach rechts umwandelt. Auch nach
der Notbetätigung des Gegenkastens 1 über den Notfallschließzylinder 8 befindet sich
die Druckernuss 7 in ihrer Ausgangsstellung, wobei das Betätigungselement 7.1 der
unbetätigten Druckernuss 7 vom Kopplungsarm 6.1 des als
[0030] Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gegenkastens für ein Panikschloss 1 weisen
keine Verrieglung an der Hauptschließkante auf und werden nur nach oben und unten
verriegelt. Dadurch können Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gegenkastens sowohl
für Standflügel, als auch für Gangflügel von zweiflügeligen Paniktüren und für beide
DIN-Richtungen eingesetzt werden. Des Weiteren weisen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Gegenkastens ein kleines Dornmaß auf und können im Notfall von der Feuerwehr von außen
geöffnet werden. Zudem können Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gegenkastens
einfach mit motorischen Antrieben ausgestattet werden. Bei einer Kombination mit herkömmlichen
Panikschlössern können unterschiedliche Spaltmaße durch einfache Schraubverbindungen
ausgeglichen werden. Dies ist auch bei einem in die Tür montierten Gegenkasten mit
sehr geringem Aufwand möglich.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Gegenkasten
- 2
- erstes Schubelement
- 2.1
- Führungsstift
- 2.2
- Verbindungsstift
- 2.3
- Kopplungsschlitz
- 2.4
- Anschlag
- 3
- zweites Schubelement
- 3.1
- Führungsstift
- 3.2
- Kopplungskante
- 4.1, 4.2
- Schließstangenanschluss
- 5.1
- Zahnrad
- 5.2
- erste Zahnstange
- 5.3
- zweite Zahnstange
- 6
- Drehhebel
- 6.1
- Kopplungsarm
- 6.2
- Betätigungsarm
- 7
- Druckernuss
- 7.1
- Betätigungselement
- 7.2
- Federarm
- 8
- Notfallschließzylinder
- 9
- zweite Übertragungsvorrichtung
- 9A
- Kulisse
- 9.1, 9.2
- Kulissenstift
- 9.3
- Kopplungsschlitz
- 10
- Zugfeder
- 11
- ortsfeste Führungsvorrichtung
- 12
- Schieber
- 12.1
- Mitnehmerstift
- 12.2
- Führungsrolle
- 13
- Entriegelungselement
- 14
- Gehäuse
- 15
- Stulpplatte
- 16
- Bodenblech
- 16.1
- Anschlagbolzen
- 17
- Deckelblech
- 17.1
- Führungsschlitz
- 17.2, 17.3
- Führungsschlitz
- 18
- Druckfeder
- 19
- Federführung
- 20
- Federschraube
1. Gegenkasten (1) für ein Paniktürschloss, mit einem Gehäuse (14), einer darin drehbar
gelagerten Druckernuss (7) und mindestens einem von der Druckernuss (7) beaufschlagbaren
Betätigungsmittel (Drehhebel 6), welches bei einer gegen eine Federwirkung erfolgte
Betätigung der Druckernuss (7) ein erstes Schubelement (2) in eine erste Betätigungsrichtung
betätigt, welches über eine erste Übertragungsvorrichtung (5) mit einem zweiten Schubelement
(3) und über eine zweite Übertragungsvorrichtung (9) mit einem Schieber (12) gekoppelt
ist, welcher zum Einschließen einer Falle und/oder eines Riegels des Paniktürschlosses
durch eine korrespondierende Öffnung in einer Stulpplatte (15) in eine aus dem Gehäuse
(14) vorstehende Stellung bringbar ist, wobei das erste Schubelement (2) mit einer
ersten Schließstange gekoppelt ist und das zweite Schubelement (3) mit einer zweiten
Schließstange gekoppelt ist, wobei die erste Übertragungsvorrichtung (5) die erste
Betätigungsrichtung des ersten Schubelements (2) in eine entgegengesetzte zweite Betätigungsrichtung
des zweiten Schubelements (3) umwandelt, und wobei die zweite Übertragungsvorrichtung
(9) die erste Betätigungsrichtung des ersten Schubelements (2) in eine dritte Betätigungsrichtung
des Schiebers (12) umwandelt, dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Übertragungsvorrichtung (5) als Zahnstangenantrieb ausgeführt ist und eine
am ersten Schubelement (2) ausgebildete erste Zahnstange (5.2) umfasst, welche über
ein Zahnrad (5.1) mit einer am zweiten Schubelement (3) ausgebildeten zweiten Zahnstange
(5.3) gekoppelt ist.
2. Gegenkasten (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Antrieb mit dem Zahnrad (5.1) verbindbar ist und in Abhängigkeit von mindestens
einem Steuersignal eine automatische Betätigung des Gegenkastens (1) bewirkt.
3. Gegenkasten (1) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Antrieb das Zahnrad (5.1) während der automatischen Betätigung antreibt, dessen
Bewegung über die erste Übertragungsvorrichtung (5) gleichzeitig auf das erste Schubelement
(2) und das zweite Schubelement (3) und über die zweite Übertragungsvorrichtung (9)
vom ersten Schubelement (2) auf den Schieber (12) übertragbar ist.
4. Gegenkasten (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Notfallschließzylinder mit dem zweiten Schubelement (3) wirkverbindbar ist und
eine Notbetätigung des Gegenkastens (1) von außen bewirkt.
5. Gegenkasten (1) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Notfallschließzylinder während der Notbetätigung über eine Kopplungskante (3.2)
auf das zweite Schubelement (3) wirkt, dessen Bewegung über die erste Übertragungsvorrichtung
(5) auf das erste Schubelement (2) und über die zweite Übertragungsvorrichtung (9)
vom ersten Schubelement (2) auf den Schieber (12) übertragbar ist.
6. Gegenkasten (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement als Drehhebel (6) mit einem Kopplungsarm (6.1) und einem Betätigungsarm
(6.2) ausgeführt ist, welcher über eine Schlitz-Stift-Kopplung mit dem ersten Schubelement
(2) verbunden ist, wobei der Kopplungsarm (6.1) lose mit einem Betätigungselement
(7.1) der Druckernuss (7) gekoppelt ist.
7. Gegenkasten (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (7.1) der Druckernuss (7) bei Betätigung der Druckernuss (7)
mit dem Kopplungsarm (6.1) des als Drehhebel (6) ausgeführten Betätigungsmittels gekoppelt
ist, welches über den Betätigungsarm (6.2) und die Schlitz-Stift-Kopplung die Betätigungsbewegung
auf das erste Schubelement (2) überträgt, dessen Bewegung über die erste Übertragungsvorrichtung
(5) auf das zweite Schubelement (3) und über die zweite Übertragungsvorrichtung (9)
gleichzeitig auf den Schieber (12) übertragbar ist.
8. Gegenkasten (1) nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Betätigungselement (7.1) der Druckernuss (7) bei der automatischen Betätigung
des Gegenkastens (1) über den Antrieb oder bei der Notbetätigung des Gegenkastens
(1) über den Notfallschließzylinder vom Kopplungsarm (6.1) des als Drehhebel (6) ausgeführten
Betätigungsmittels entkoppelt ist.
9. Gegenkasten (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckernuss (7) über einen Federarm (7.2) direkt mit einer vorgespannten Druckfeder
(18) gekoppelt ist, deren Federkraft der Betätigung der Druckernuss (7) entgegenwirkt.
10. Gegenkasten (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Führungsvorrichtung (11) ortsfest im Gehäuse (14) angeordnet ist.
11. Gegenkasten (1) nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schieber (12) an einer Oberseite der Führungsvorrichtung (11) schiebebeweglich
gelagert ist.
12. Gegenkasten (1) nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zahnrad (5.1) an einer Unterseite der Führungsvorrichtung (11) drehbeweglich
gelagert ist.
13. Gegenkasten (1) nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erste Zahnstange (5.2) und die zweite Zahnstange (5.3) jeweils an der Unterseite
der Führungsvorrichtung (11) schiebebeweglich geführt sind.
14. Gegenkasten (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Übertragungsvorrichtung (9) eine federbelastete Kulisse (9A) umfasst,
welche mit dem ersten Schubelement (2) wirkverbunden und über eine Schlitz-Stift-Kopplung
mit dem Schieber (12) gekoppelt ist und die erste Betätigungsrichtung des ersten Schubelements
(2) in eine senkrecht zu dieser verlaufende dritte Betätigungsrichtung des Schiebers
(12) umwandelt.
15. Gegenkasten (1) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schieber (12) einen Mitnehmerstift (12.1) aufweist, welcher in einem Führungsschlitz
(9.3) der Kulisse (9A) geführt ist und eine Bewegung der Kulisse (9A) auf den Schieber
(12) überträgt.
16. Gegenkasten (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schieber (12) an seiner dem Paniktürschloss zugewandten Ende ein austauschbares
Entriegelungselement (13) aufweist, welches an die einschließende Falle und/oder den
einzuschließenden Riegel angepasst ist.