| (19) |
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(11) |
EP 3 408 558 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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02.11.2022 Patentblatt 2022/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.01.2017 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (52) |
Gemeinsame Patentklassifikation (CPC) : |
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F16F 13/106 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2017/051343 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2017/129531 (03.08.2017 Gazette 2017/31) |
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| (54) |
HYDROLAGER MIT UNTERDRUCKVENTIL
HYDRAULIC MOUNT WITH UNDERPRESSURE VALVE
SUPPORT HYDRAULIQUE AVEC VANNE DE DEPRESSION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
25.01.2016 DE 102016101203
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.12.2018 Patentblatt 2018/49 |
| (73) |
Patentinhaber: Vibracoustic SE |
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64293 Darmstadt (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BECKMANN, Wolfgang
64289 Darmstadt (DE)
- YILDIRIM, Gamze
68161 Mannheim (DE)
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| (74) |
Vertreter: Patentanwälte Olbricht Buchhold Keulertz |
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Partnerschaft mbB
Bettinastraße 53-55 60325 Frankfurt am Main 60325 Frankfurt am Main (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 960 543 DE-T5-112013 002 243 JP-A- 2013 228 004 US-A1- 2012 228 813
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DE-T5-112013 002 243 JP-A- H0 226 336 US-A- 4 850 578 US-A1- 2012 292 838
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Hydrolager, insbesondere zur Lagerung eines
Kraftfahrzeugmotors an einer Fahrzeugkarosserie, umfassend eine Tragfeder, die einen
Lagerkern abstützt, eine Arbeitskammer umschließt und sich an einem Außenring abstützt,
eine Zwischenplatte und eine von der Arbeitskammer durch die Zwischenplatte getrennte
und von einer Ausgleichsmembran begrenzte Ausgleichskammer, wobei die Ausgleichskammer
und die Arbeitskammer mit einer Dämpfungsflüssigkeit gefüllt und über einen in der
Zwischenplatte angeordneten Dämpfungskanal flüssigkeitsleitend miteinander verbunden
sind, wobei die Zwischenplatte eine obere Düsenscheibe, eine untere Düsenscheibe und
eine zwischen der oberen Düsenscheibe und der unteren Düsenscheibe angeordnete Membran
aufweist, wobei die Membran einen Innenumfang, einen Außenumfang und wenigstens eine
Ventilöffnung aufweist, und wobei die wenigstens eine Ventilöffnung vollständig zwischen
dem Innenumfang und dem Außenumfang angeordnet ist.
[0002] Derartige hydraulisch dämpfende Lager werden insbesondere zur Abstützung eines Kraftfahrzeugmotors
an einer Fahrzeugkarosserie verwendet, um einerseits die von Fahrbahnunebenheiten
hervorgerufenen Schwingungen zu dämpfen und andererseits akustische Schwingungen zu
isolieren. Die von Fahrbahnunebenheiten hervorgerufenen Schwingungen werden durch
ein hydraulisches System gedämpft, wobei das hydraulische System durch die flüssigkeitsgedämpfte
Arbeitskammer, die Ausgleichskammer und den die beiden Kammern miteinander verbindenden
Dämpfungskanal gebildet wird. Die Funktionsweise des hydraulischen Systems kann wie
folgt beschrieben werden: Die Arbeitskammer wird durch eine Bewegung der Tragfeder
vergrößert oder verkleinert, wobei die in der Arbeitskammer befindliche Flüssigkeit
über den Dämpfungskanal in die Ausgleichskammer gedrückt wird. Die im Dämpfungskanal
schwingende Flüssigkeit bewirkt eine Dämpfung. Im Falle eines Unterdrucks in der Arbeitskammer
gegenüber der Ausgleichskammer fließt die Flüssigkeit von der Ausgleichskammer in
die Arbeitskammer zurück.
[0003] Aus der
DE 11 2013 002 243 T5 ist eine vibrationsisolierende Vorrichtung mit einem Trennelement bekannt. Das Trennelement
umfasst eine Membran, die in einem mittleren Abschnitt ein Überdruckventil aufweist.
Der mittlere Abschnitt mit dem Überdruckventil ist dünner ausgestaltet als der Hauptkörper
der Membran und weist in seiner Mitte ein Überdruckloch auf.
[0004] Aus
US 2012/0228813 A1 ist ein Hydrolager bekannt, bei dem ein Arbeitsraum und ein Ausgleichsraum durch
ein Trennelement getrennt sind. Das Trennelement umfasst einen Trennelementkörper,
in den ein scheibenförmiger Deckel eingelegt ist. Zwischen Trennelementkörper und
Deckel ist ein Ventilelement festgelegt. Das Ventilelement ist mit Ventilöffnungen
versehen.
[0005] EP 2 960 543 A1 offenbart ein Hydrolager mit einer Tragfeder, die einen Lagerkern abstützt, eine
Arbeitskammer umschließt und sich an einem Außenring abstützt, eine Zwischenplatte
und eine von der Arbeitskammer durch die Zwischenplatte getrennte und von einem Rollbalg
begrenzte Ausgleichskammer. Die Zwischenplatte weist eine obere Düsenscheibe, eine
untere Düsenscheibe und eine zwischen der oberen Düsenscheibe und der unteren Düsenscheibe
angeordnete Membran auf. Die Membran umfasst geschlitzte Ventilöffnungen. Dokument
JP H02 26336 A offenbart das Präambel von dem Anspruch 1. Dokument
US 4 850 578 A offenbart ein Hydrolager mit einer Membrane, die mit axialem Spiel aufgenommen ist.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Vorrichtungen der bekannten Art hinsichtlich
der Entwicklung unerwünschter Geräusche bei großen Amplituden zu verbessern.
[0007] Diese Aufgabe wird durch ein Hydrolager nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist die Membran zwischen der oberen Düsenscheibe
und der unteren Düsenscheibe mit einem axialen Spiel aufgenommen, um bei einem Unterdruck
in der Arbeitskammer angehoben und gewölbt zu werden.
[0009] Erfindungsgemäss ist die Membran derart in die untere Düsenscheibe eingelegt werden,
dass die wenigstens eine Ventilöffnung auf dem Material der unteren Düsenscheibe aufliegt.
In dieser Konfiguration stellt die Zwischenplatte mit der Membran und den Düsenscheiben
ein unidirektionales Ventil dar. Im Falle eines Überdrucks in der Arbeitskammer gegenüber
der Ausgleichskammer wird die Membran auf die untere Düsenscheibe gedrückt. Dämpfungsflüssigkeit
fließt dann nur durch den Dämpfungskanal aus der Arbeitskammer in die Ausgleichskammer.
[0010] Im Falle eines Unterdrucks in der Arbeitskammer gegenüber der Ausgleichskammer wirkt
jedoch ein Sogeffekt auf die Membran, der diese zur oberen Düsenscheibe hin wölbt.
Zwischen der Membran und der unteren Düsenscheibe bildet sich so ein Kanal. Die Dämpfungsflüssigkeit
kann dann aus der Ausgleichskammer durch die Düsenanordnung der unteren Düsenscheibe,
die Ventilöffnung der Membran und die Düsenanordnung der oberen Düsenscheibe in die
Arbeitskammer zurückfließen. Dadurch wird vermieden, dass sich in der Arbeitskammer
große Unterdrücke bilden. Durch die im Vergleich zu bekannten Zwischenplatten große
Ventilöffnung lassen sich vergleichsweise sehr große Volumina von Dämpfungsflüssigkeit
bei großen Amplituden führen. Dadurch wird das Auftreten von Kavitation und von damit
verbundenen unerwünschten Geräuschen merklich verringert.
[0011] Vorteilhaft weist die untere Düsenscheibe einen Aufnahmebereich zum Aufnehmen der
Membran auf, der eine Düsenanordnung und einen Materialabschnitt umfasst. Die Membran
kann somit in dem Aufnahmebereich aufgenommen werden und ist an der unteren Düsenscheibe
gegen radiales Verrutschen gesichert. Vorteilhaft weist der Materialabschnitt wenigstens
einen Vorsprung auf, der dazu ausgebildet ist, in die Ventilöffnung der Membran einzugreifen.
Die Membran ist damit auch gegen Verdrehen in dem Aufnahmebereich gesichert und in
ihrer Position in dem Aufnahmebereich festgelegt.
[0012] Vorteilhaft weist die untere Düsenscheibe wenigstens einen Zentrierstift und die
obere Düsenscheibe wenigstens eine Zentrieröffnung auf, wobei der wenigstens eine
Zentrierstift dazu ausgebildet ist, in die wenigstens eine Zentrieröffnung eingeführt
zu werden. Somit können die untere Düsenscheibe und die obere Düsenscheibe miteinander
verbunden und gegen Verrutschen oder Verdrehen gesichert werden.
[0013] Vorteilhaft ist die Ventilöffnung als Langloch ausgebildet. Eine derartige Ausbildung
ermöglicht weiter das Durchführen großer Volumina und verbessert somit das Ventilverhalten
bei großen Amplituden.
[0014] Vorteilhaft ist die Längsachse der Ventilöffnung zur Radialrichtung versetzt angeordnet.
[0015] Die Membran ist zwischen der oberen Düsenscheibe und der unteren Düsenscheibe mit
einem axialen Spiel festgelegt, wodurch sich die Membran einfacher anheben oder wölben
kann.
[0016] Vorteilhaft ist die Membran aus einem elastischen Werkstoff hergestellt.
[0017] Vorteilhaft weist die Membran eine Oberflächenstruktur auf, wobei die Oberflächenstruktur
vorzugsweise noppig ausgebildet ist.
[0018] Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert,
das in den Zeichnungen schematisch dargestellt ist. Darin zeigt:
- Fig. 1
- eine Querschnittsansicht eines Hydrolagers mit einer Zwischenplatte;
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine Membran einer Zwischenplatte;
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf eine untere Düsenscheibe;
- Fig. 4
- eine Querschnittsansicht der unteren Düsenscheibe entlang der Schnittlinie aus Fig.
3; und
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine obere Düsenscheibe.
[0019] Fig. 1 zeigt ein Hydrolager 10 zur Lagerung eines nicht dargestellten Kraftfahrzeugmotors
an einer nicht dargestellten Fahrzeugkarosserie. Das Hydrolager 10 weist eine Tragfeder
11 aus einem elastomeren Werkstoff zur Abstützung eines einvulkanisierten Lagerkerns
12 auf. An dem Lagerkern 12 ist der Motor befestigt (nicht dargestellt). In den Lagerkern
12 ist eine Verschraubung 21 eingelassen.
[0020] Die Tragfeder 11 stützt sich an einem Außenring 25 ab und begrenzt eine Arbeitskammer
13, die mittels einer Zwischenplatte 14 von einer Ausgleichskammer 17 getrennt ist.
Die Ausgleichskammer 17 wird von einer Ausgleichsmembran 15 begrenzt, die auch als
Rollbalg bezeichnet wird. Die Kammern 13 und 17 sind mit einer hydraulischen Flüssigkeit
befüllt und über einen in der Zwischenplatte 14 angeordneten Dämpfungskanal 16 flüssigkeitsleitend
miteinander verbunden.
[0021] Die Zwischenplatte 14 weist eine obere Düsenscheibe 18 und eine untere Düsenscheibe
19 auf. Die obere Düsenscheibe 18 und die untere Düsenscheibe 19 sind aus Kunststoff
hergestellt. Zwischen der oberen Düsenscheibe 18 und der unteren Düsenscheibe 19 ist
eine Membran 20 aufgenommen.
[0022] Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf eine Membran 20 eines erfindungsgemäßen Hydrolagers
10. Die Membran 20 ist im vorliegenden Beispiel ringförmig ausgestaltet und weist
einen Innenumfang 22 und einen Außenumfang 23 auf. Weiter weist die Membran 20 eine
Ventilöffnung 24 auf, die vollständig zwischen dem Innenumfang 22 und dem Außenumfang
23 angeordnet ist. Dadurch wird die Ventilöffnung vollständig durch den Werkstoff
der Membran 20 begrenzt.
[0023] Im vorliegenden Beispiel ist die Ventilöffnung 24 langlochförmig ausgebildet. Die
Längsachse L der Ventilöffnung 24 ist zur Radialrichtung der Membran 20 versetzt angeordnet,
das heißt die Verlängerung der Längsachse L geht nicht durch den Mittelpunkt der Membran
20.
[0024] Die Membran 20 ist aus einem elastischen Werkstoff hergestellt und weist eine noppige
Oberflächenstruktur auf (nicht dargestellt).
[0025] Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf eine untere Düsenscheibe 19. Fig. 4 zeigt eine Querschnittsansicht
der unteren Düsenscheibe 19 entlang der Schnittlinie aus Fig. 3. Die untere Düsenscheibe
19 weist einen Aufnahmebereich 26 zum Aufnehmen der Membran 20 auf. Im vorliegenden
Beispiel ist der Aufnahmebereich 26 als eine ringförmige Vertiefung in der unteren
Düsenscheibe 19 ausgestaltet. Der Aufnahmebereich 26 ist somit derart gestaltet, dass
die ringförmige Membran 20 aus Fig. 2 in diesem aufgenommen werden kann.
[0026] Der Aufnahmebereich 26 weist eine Düsenanordnung 27 und einen Materialabschnitt 28
auf. Die Düsenanordnung 27 ist durch mehrere Aussparungen gebildet, die sich aneinander
entlang dem ringförmigen Aufnahmebereich 26 anschließen. Die Düsenanordnung 27 bildet
im montierten Zustand einen Durchlass zur Ausgleichskammer 17.
[0027] An dem Materialabschnitt 28 weist der Aufnahmebereich 26 keine Aussparungen auf.
Dieser ist nach unten hin durch das Material der unteren Düsenscheibe 19 verschlossen.
Der Materialabschnitt 28 weist zwei Vorsprünge 29 auf. Die Vorsprünge 29 sind derart
ausgebildet, dass sie in die Ventilöffnung 24 der Membran 20 eingreifen können. Demnach
ist die Zwischenplatte 14 derart zu montieren, dass die Membran 20 derart in den Aufnahmebereich
26 der unteren Düsenscheibe 19 einzulegen ist, dass die Vorsprünge 29 exakt in die
Ventilöffnung 24 eingreifen.
[0028] Ferner weist die untere Düsenscheibe 19 an ihrer zur Arbeitskammer 13 weisenden Seite
drei Zentrierstifte 30 auf. Die Zentrierstifte 30 sind im vorliegenden Beispiel entlang
einer um den Mittelpunkt der unteren Düsenscheibe 19 gezogenen Kreisbahn gleichmäßig
angeordnet, also jeweils um 120° versetzt.
[0029] Fig. 5 zeigt eine erfindungsgemäße obere Düsenscheibe 18. Die obere Düsenscheibe
18 weist im vorliegenden Beispiel drei Zentrieröffnungen 31 auf, die derart ausgebildet
und angeordnet sind, dass die drei Zentrierstifte 30 der unteren Düsenscheibe 19 in
diese eingeführt werden können. Die untere Düsenscheibe 19 nimmt so die obere Düsenscheibe
18 auf. Die Membran 20 ist dann zwischen der unteren Düsenscheibe 19 und der oberen
Düsenscheibe 18 aufgenommen. Die obere Düsenscheibe 18 weist ferner eine Düsenanordnung
auf, die im montierten Zustand einen Durchlass zur Arbeitskammer 13 bildet.
[0030] Wenn die Zwischenplatte 14, bestehend aus unterer Düsenscheibe 19, oberer Düsenscheibe
18 und Membran 20, in dem Hydrolager 10 montiert ist, trennt diese die Arbeitskammer
13 von der Ausgleichskammer 17. Die Membran 20 ist dann derart in die untere Düsenscheibe
19 eingelegt, dass die Ventilöffnung 24 auf dem Material der unteren Düsenscheibe
19 aufliegt. In dieser Konfiguration stellt die Zwischenplatte 14 ein unidirektionales
Ventil dar. Im Falle eines Überdrucks in der Arbeitskammer 13 gegenüber der Ausgleichskammer
17 wird die Membran 20 auf die untere Düsenscheibe 19 gedrückt. Dämpfungsflüssigkeit
fließt dann durch den Dämpfungskanal 16 aus der Arbeitskammer 13 in die Ausgleichskammer
17.
[0031] Im Falle eines Unterdrucks in der Arbeitskammer 13 gegenüber der Ausgleichskammer
17 wirkt der Unterdruck durch die Düsenanordnung der oberen Düsenscheibe 18 auf die
Membran 20, sodass diese angehoben und gewölbt wird. Zwischen der Membran 20 und der
unteren Düsenscheibe 19 bildet sich so der Kanal für den Rückfluss der Dämpfungsflüssigkeit.
Die Dämpfungsflüssigkeit kann dann aus der Ausgleichskammer 17 durch die Düsenanordnung
der unteren Düsenscheibe 19, die Ventilöffnung 24 der Membran 20 und die Düsenanordnung
der oberen Düsenscheibe 18 in die Arbeitskammer 13 zurückfließen.
Bezugszeichenliste
[0032]
- 10
- Hydrolager
- 11
- Tragfeder
- 12
- Lagerkern
- 13
- Arbeitskammer
- 14
- Zwischenplatte
- 15
- Ausgleichsmembran
- 16
- Dämpfungskanal
- 17
- Ausgleichskammer
- 18
- obere Düsenscheibe
- 19
- untere Düsenscheibe
- 20
- Membran
- 21
- Verschraubung
- 22
- Innenumfang
- 23
- Außenumfang
- 24
- Ventilöffnung
- 25
- Außenring
- 26
- Aufnahmebereich
- 27
- Düsenanordnung
- 28
- Materialabschnitt
- 29
- Vorsprung
- 30
- Zentrierstift
- 31
- Zentrieröffnung
- L
- Längsachse
1. Hydrolager (10), insbesondere zur Lagerung eines Kraftfahrzeugmotors an einer Fahrzeugkarosserie,
umfassend eine Tragfeder (11), die einen Lagerkern (12) abstützt, eine Arbeitskammer
(13) umschließt und sich an einem Außenring (25) abstützt, eine Zwischenplatte (14)
und eine von der Arbeitskammer (13) durch die Zwischenplatte (14) getrennte und von
einer Ausgleichsmembran (15) begrenzte Ausgleichskammer (17), wobei die Ausgleichskammer
(17) und die Arbeitskammer (13) mit einer Dämpfungsflüssigkeit gefüllt und über einen
in der Zwischenplatte (14) angeordneten Dämpfungskanal (16) flüssigkeitsleitend miteinander
verbunden sind, wobei die Zwischenplatte (14) eine obere Düsenscheibe (18), eine untere
Düsenscheibe (19) und eine zwischen der oberen Düsenscheibe (18) und der unteren Düsenscheibe
(19) angeordnete Membran (20) aufweist, wobei die Membran (20) einen Innenumfang (22),
einen Außenumfang (23) und wenigstens eine Ventilöffnung (24) aufweist, und wobei
die wenigstens eine Ventilöffnung (24) vollständig zwischen dem Innenumfang (22) und
dem Außenumfang (23) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (20) zwischen der oberen Düsenscheibe (18) und der unteren Düsenscheibe
(19) mit einem axialen Spiel aufgenommen ist, um bei einem Unterdruck in der Arbeitskammer
(13) angehoben und gewölbt zu werden, wobei die Membran (20) derart in die untere
Düsenscheibe (19) eingelegt ist, dass die wenigstens eine Ventilöffnung (24) auf dem
Material der unteren Düsenscheibe (19) aufliegt.
2. Hydrolager (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Düsenscheibe (19) einen Aufnahmebereich (26) zum Aufnehmen der Membran
(20) aufweist, der eine Düsenanordnung (27) und einen Materialabschnitt (28) umfasst.
3. Hydrolager (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Materialabschnitt (28) wenigstens einen Vorsprung (29) aufweist, der dazu ausgebildet
ist, in die Ventilöffnung (24) der Membran (20) einzugreifen.
4. Hydrolager (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Düsenscheibe (19) wenigstens einen Zentrierstift (30) und die obere Düsenscheibe
(18) wenigstens eine Zentrieröffnung (31) aufweist, wobei der wenigstens eine Zentrierstift
(30) dazu ausgebildet ist, in die wenigstens eine Zentrieröffnung (31) eingeführt
zu werden.
5. Hydrolager (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilöffnung (24) als Langloch ausgebildet ist.
6. Hydrolager (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsachse (L) der Ventilöffnung (24) zur Radialrichtung versetzt angeordnet
ist.
7. Hydrolager (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (20) aus einem elastischen Werkstoff hergestellt ist.
8. Hydrolager (10) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Membran (20) eine Oberflächenstruktur aufweist, wobei die Oberflächenstruktur
vorzugsweise noppig ausgebildet ist.
1. A hydromount (10), in particular for mounting a motor vehicle engine on a vehicle
body, comprising a suspension spring (11) which supports a bearing core (12), encloses
a working chamber (13) and is supported on an outer ring (25), an intermediate plate
(14) and a compensation chamber (17) which is separated from the working chamber (13)
by the intermediate plate (14) and is bounded by a compensation diaphragm (15), the
compensation chamber (17) and the working chamber (13) being filled with a damping
liquid and being connected to one another in a liquid-conducting manner via a damping
channel (16) arranged in the intermediate plate (14), the intermediate plate (14)
having an upper nozzle disc (18), a lower nozzle disc (19) and a diaphragm (20) arranged
between the upper nozzle disc (18) and the lower nozzle disc (19), the diaphragm (20)
having an inner circumference (22), an outer circumference (23) and at least one valve
opening (24), and the at least one valve opening (24) being completely arranged between
the inner circumference (22) and the outer circumference (23), characterized in that the diaphragm (20) is received between the upper nozzle disc (18) and the lower nozzle
disc (19) with an axial clearance to be lifted and arched in case of a negative pressure
in the working chamber (13), wherein the diaphragm (20) is inserted into the lower
nozzle disc (19) such that the at least one valve opening (24) rests on the material
of the lower nozzle disc (19).
2. Hydromount (10) according to claim 1, characterized in that the lower nozzle disc (19) has a receiving area (26) for receiving the diaphragm
(20), which comprises a nozzle arrangement (27) and a material section (28).
3. Hydromount (10) according to claim 2, characterized in that the material section (28) has at least one projection (29) which is configured to
engage in the valve opening (24) of the diaphragm (20).
4. Hydromount (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the lower nozzle disk (19) has at least one centering pin (30) and the upper nozzle
disk (18) has at least one centering opening (31), the at least one centering pin
(30) being configured to be inserted into the at least one centering opening (31).
5. Hydromount (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the valve opening (24) is designed as an elongated hole.
6. Hydromount (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the longitudinal axis (L) of the valve opening (24) is arranged offset to the radial
direction.
7. Hydromount (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the diaphragm (20) is made of an elastic material.
8. Hydromount (10) according to one of the preceding claims, characterized in that the diaphragm (20) has a surface structure, the surface structure preferably being
nubby.
1. Palier hydraulique (10), en particulier pour le montage d'un moteur de véhicule automobile
sur une carrosserie de véhicule, comprenant un ressort porteur (11) qui soutient un
noyau de support (12), entoure une chambre de travail (13) et s'appuie sur une bague
extérieure (25), une plaque intermédiaire (14) et une chambre de compensation (17)
séparée de la chambre de travail (13) par la plaque intermédiaire (14) et délimitée
par une membrane de compensation (15), la chambre de compensation (17) et la chambre
de travail (13) étant remplies d'un liquide d'amortissement et reliées l'une à l'autre
de manière à conduire le liquide par un canal d'amortissement (16) disposé dans la
plaque intermédiaire (14), la plaque intermédiaire (14) comportant un disque de buse
supérieur (18), un disque de buse inférieur (19) et une membrane (20) disposée entre
le disque de buse supérieur (18) et le disque de buse inférieur (19), la membrane
(20) présentant une périphérie intérieure (22), une périphérie extérieure (23) et
au moins une ouverture de soupape (24), et la au moins une ouverture de soupape (24)
étant disposée entièrement entre la périphérie intérieure (22) et la périphérie extérieure
(23), caractérisé en ce que la membrane (20) est logée entre le disque de buse supérieur (18) et le disque de
buse inférieur (19) avec un jeu axial pour être soulevée et bombée en cas de dépression
dans la chambre de travail (13), la membrane (20) étant insérée dans le disque de
buse inférieur (19) de telle sorte que l'au moins une ouverture de soupape (24) repose
sur le matériau du disque de buse inférieur (19).
2. Palier hydraulique (10) selon la revendication 1, caractérisé en ce que le disque de buse inférieur (19) présente une zone de réception (26) pour recevoir
la membrane (20), qui comprend un agencement de buses (27) et une section de matériau
(28).
3. Palier hydraulique (10) selon la revendication 2, caractérisé en ce que la section de matériau (28) présente au moins une saillie (29) qui est conçue pour
s'engager dans l'ouverture de soupape (24) de la membrane (20).
4. Palier hydraulique (10) selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le disque de buse inférieur (19) comprend au moins une broche de centrage (30) et
le disque de buse supérieur (18) comprend au moins un orifice de centrage (31), ladite
au moins une broche de centrage (30) étant adaptée pour être insérée dans ledit au
moins un orifice de centrage (31).
5. Palier hydraulique (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'ouverture de soupape (24) est conçue comme un trou oblong.
6. Palier hydraulique (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'axe longitudinal (L) de l'ouverture de soupape (24) est décalé par rapport à la
direction radiale.
7. Palier hydraulique (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la membrane (20) est fabriquée en un matériau élastique.
8. Palier hydraulique (10) selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la membrane (20) présente une structure de surface, la structure de surface étant
de préférence réalisée sous forme de noppes.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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