[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reduzieren von Störeinflüssen bei Antennen,
wobei die Vorrichtung eine Basiseinheit zum Befestigen von Antennenelementen und wobei
die Basiseinheit mindestens zwei Verbindungselemente zum Verbinden mit mindestens
zwei Antennenelementen aufweist.
[0002] Unter anderem in militärischen Anwendungen werden Antennen eingesetzt, die Anti-Jamming-Fähigkeiten
aufweisen. Dazu werden Global Navigation Satellite System (GNSS) Antennen eingesetzt,
die unter dem Begriff Controlled Reception Pattern Antenna (CRPA) bekannt sind. CRPA
werden auf Plattformen eingesetzt, wobei die CRPA zumeist im Strahlungsschatten der
Plattform angeordnet sind. Dadurch ist die CRPA vor direkten Störwellen geschützt.
Allerdings hat sich gezeigt, dass sich ein Teil der Störwellen entlang der Oberfläche
der Plattform ausbreiten können. Dabei treffen die Störwellen mit einem positiven
Elevationswinkel auf die CRPA und stören den Betrieb der CRPA.
[0003] Aus der
US 6,278,407 B1 ist es bekannt bei Einzelantennen zur Verminderung von Störungen sog. Choke-Ringe
zu verwenden, die als konzentrisch angeordnete Ring- bzw. Hohlzylinderstrukturen ausgebildet
sind. Elektromagnetische Oberflächenwellen von Multipath- oder Reflektionssignalen,
die sich entlang der Oberfläche der Choke-Ringe ausbreiten, werden im Vergleich zu
den sich oberhalb der Choke-Ringe ausbreitenden Wellenanteilen um 180° in der Phase
verschoben. Dadurch kann eine Selbstauslöschung entstehen, die eine Dämpfung der Multipath-
und Reflektionssignale bewirkt. Allerdings weist diese Anordnung lediglich eine geringe
Anti-Jamming-Performance auf und berücksichtigt auch keine Randbedingungen für einen
Anti-Jamming-Effekt.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung ist es damit, eine Vorrichtung bereitzustellen, die verbesserte
Anti-Jamming-Performance bei gleichzeitig guter Störabschirmung aufweist.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte
Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche und der nachfolgenden Beschreibung.
[0006] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reduzieren von Störeinflüssen bei Antennen,
wobei die Vorrichtung eine Basiseinheit zum Befestigen von Antennenelementen und ein
Dämpfungselement zum Reduzieren der Feldstärke von Oberflächenwellen an der Basiseinheit
aufweist, wobei die Basiseinheit mindestens zwei Verbindungselemente zum Verbinden
mit mindestens zwei Antennenelementen aufweist, wobei das Dämpfungselement auf der
Basiseinheit befestigt ist und sich um die mindestens zwei Verbindungselemente erstreckt.
[0007] An der Vorrichtung können damit mittels der Verbindungselemente mindestens zwei Antennenelemente
befestigt werden. Dabei erstreckt sich das Dämpfungselement um die mindestens zwei
Verbindungselemente herum. Das Dämpfungselement dämpft damit Störungen durch Oberflächenwellen,
die von außen auf die mindestens zwei Verbindungselemente einwirken. Gleichzeitig
wird eine Dämpfung zwischen den Verbindungselementen vermieden, da das Dämpfungselement
sich nicht zwischen die mindestens zwei Verbindungselemente erstreckt. Weiter können
die mit den Verbindungselementen verbundenen Antennenelemente nah genug bei einander
angeordnet sein, so dass eine Patch-Struktur aufgebaut werden kann. Dadurch erlaubt
das Dämpfungselement, dass Antennenelemente, die auf den Verbindungselementen befestigt
werden, zusammenwirken können und auf diese Weise eine Anti-Jamming-Funktion bewirken.
Das Dämpfungselement bildet damit eine Abschirmung für alle an den Verbindungselementen
befestigten Antennenelemente gleichzeitig. Die Vorrichtung berücksichtigt damit auch
CRPA-Randbedingungen.
[0008] Besonders effektiv werden durch das Dämpfungselement disruptive Einflüsse von Oberflächenwellen
gedämpft, wenn die Basiseinheit eine Abschattung der Störwellen bewirkt. Damit werden
mit der Vorrichtung Multi-Path-Einflüsse oder EMV-Störungen reduziert. Die Vorrichtung
ermöglicht damit Störungen zu reduzieren, wobei gleichzeitig eine Anti-Jamming-Funktion
bereitgestellt wird.
[0009] Mit Vorteil ist das Dämpfungselement als Choke-Filter ausgebildet. Das Dämpfungselement
umfasst dann ring- oder hohlzylinderförmige Strukturen, die sich um die Verbindungselemente
erstrecken. Mit einem Choke-Filter können die Effekte der Oberflächenwellenleitung
besonders effektiv reduziert werden.
[0010] Vorteilhafterweise weist das Dämpfungselement ein erstes Segment mit einem gekrümmten
Querschnitt auf, wobei das erste Segment sich um mindestens ein erstes der mindestens
zwei Verbindungselemente erstreckt. Der Querschnitt ist dabei parallel zur Basiseinheit
angeordnet. Die Krümmung ist daher bei einer Draufsicht auf die Basiseinheit am ersten
Segment zu erkennen.
[0011] Das Dämpfungselement weist vorteilhafterweise ein zweites Segment mit einem gekrümmten
Querschnitt auf, wobei das zweite Segment über ein Verbindungssegment mit dem ersten
Segment verbunden ist und sich um mindestens ein zweites der mindestens zwei Verbindungselemente
erstreckt. Dabei kann das Verbindungssegment zweckmäßigerweise eine Krümmung und/oder
eine Kante aufweisen. Das Dämpfungselement kann damit in seiner Gesamtheit eine andere
als eine Ring- oder Hohlzylinderform annehmen. Die Segmente des Dämpfungselements
können entlang ihrer Erstreckung um ein Verbindungselement an einem Ende von einem
Zwischenraum der Verbindungselemente weg und an einem anderen Ende auf einen Zwischenraum
der Verbindungselemente gerichtet sein. An den jeweiligen Enden werden die Segmente
durch die Verbindungssegmente miteinander verbunden, wobei die Verbindungssegmente
einen Richtungswechsel in der Erstreckungsrichtung der Segmente überbrücken.
[0012] Vorteilhafterweise weist die Vorrichtung einen äußeren Choke-Ring auf, der an der
Basiseinheit befestigt ist und sich ringförmig um das Dämpfungselement und um die
mindestens zwei Verbindungselemente erstreckt.
[0013] Weiter kann die Vorrichtung mit Vorteil einen inneren Choke-Ring, der sich ringförmig
um ein Verbindungselement erstreckt und der zwischen dem Dämpfungselement und dem
Verbindungselement angeordnet ist, aufweisen.
[0014] Es ist weiter vorteilhaft, wenn um jedes Verbindungselement jeweils mindestens ein
innerer Choke-Ring angeordnet ist.
[0015] Vorteilhafterweise schneidet mindestens ein innerer Choke-Ring des Verbindungselements
mindestens einen Choke-Ring eines benachbarten Verbindungselements. Durch das Schneiden
der benachbarten Choke-Ringe wird eine Platzersparnis bewirkt. Dadurch können die
Verbindungselemente weiterhin nah genug an einander angeordnet werden, so dass mit
ihnen befestigte Antennenelemente eine gemeinsame Anti-Jamming-Funktion bewirken können.
[0016] Zweckmäßigerweise weist die Vorrichtung mindestens zwei Dämpfungselemente auf, wobei
sich eines der mindestens zwei Dämpfungselemente um das andere der mindestens zwei
Dämpfungselemente erstreckt. Das eine der mindestens zwei Dämpfungselemente umschließt
das andere Dämpfungselement und schließt damit weiter eine größere Fläche als das
andere Dämpfungselement ein. Auf diese Weise können mehrere und/oder auf verschiedene
Frequenzen wirkende Dämpfungselemente um die Verbindungselemente angeordnet werden,
so dass die Dämpfwirkung weiter erhöht wird.
[0017] Die Erfindung betrifft ferner ein System zum Reduzieren von Störeinflüssen bei Antennen,
wobei das System ein Antennen-Feld und eine oben beschriebene Vorrichtung aufweist,
wobei das Antennen-Feld mindestens zwei Antennenelemente aufweist, wobei je ein Antennenelement
mit je einem Verbindungselement verbunden ist.
[0018] Es ist vorteilhaft, wenn das Antennen-Feld ein CRPA-Feld ist. Mit dem CRPA-Feld können
Signale gerichtet empfangen werden. Weiter kann die Basiseinheit als eine erste Abschirmung
gegen Störstrahlung wirken, indem das Antennen-Feld in den Strahlungsschatten der
Basiseinheit angeordnet wird. Dabei kann z. B. die Basiseinheit mit dem Antennen-Feld
aus der Störstrahlung gedreht werden. Alternativ kann das Antennen-Feld bereits im
Vorfeld so angeordnet werden, dass erwartete Störstrahlung durch die Basiseinheit
abgeschirmt wird.
[0019] Vorteilhafterweise weist das System ein Abdeckelement auf, wobei die Vorrichtung
zwischen der Basiseinheit und dem Abdeckelement angeordnet ist. Mit dem Abdeckelement
kann die Vorrichtung vor starken durch Wind oder schnelle Fortbewegung verursachten
Luftströmungen geschützt werden. Weiter werden mit der Abdeckung Kollisionen mit von
der Luftströmung mitgeführten Gegenständen vermindert.
[0020] Weiter betrifft die Erfindung ein Fortbewegungsmittel umfassend eine oben beschriebene
Vorrichtung oder ein oben beschriebenes System.
[0021] Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer beispielhaften Ausführungsform mittels
der beigefügten Zeichnung beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer Vorrichtung;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung einer Bodenplatte in einem Störfeld;
- Figur 3
- eine schematische Darstellung einer Vorrichtung mit drei Verbindungselementen;
- Figur 4
- eine schematische Darstellung einer Vorrichtung mit vier Verbindungselementen;
- Figur 5
- eine schematische Darstellung einer Vorrichtung mit sich überschneidenden Choke-Ringen;
und
- Figur 6
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer Vorrichtung mit Abdeckplatte.
[0022] Die Vorrichtung wird im Folgenden in ihrer Gesamtheit mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet,
wie in Figur 1 dargestellt. Die Vorrichtung umfasst eine Basiseinheit 14 zum Befestigen
von Antennenelementen 11. Weiter umfasst die Vorrichtung ein Dämpfungselement 12,
12' zum Reduzieren der Feldstärke von Oberflächenwellen an der Basiseinheit 14.
[0023] Zum Befestigen der Antennenelemente 11 weist die Basiseinheit 14 Verbindungselemente
13 auf, die auf einem abgesenkten Teil 10 der Basiseinheit 14 befestigt sein können.
Die Antennenelemente 11 werden ihrerseits mit den Verbindungselementen 13 verbunden,
wobei ein Verbindungselement 13 zwischen einem Antennenelement 11 und dem abgesenkten
Teil 10 der Basiseinheit 14 angeordnet ist.
[0024] Die Antennenelemente 11 können Teilkomponenten eines Antennen-Felds 4 sein, wobei
das Antennen-Feld 4 ein CRPA-Feld bildet. Damit wirken die Antennenelemente 11 zusammen
und können richtungsbestimmt Signale empfangen.
[0025] Zusammen mit der Vorrichtung 1 bildet das Antennen-Feld 4 ein System 3 zum Reduzieren
von Störeinflüssen bei Antennen. Dabei weist das Antennen-Feld 4 mindestens zwei Antennenelemente
11 auf, die mit je einem der Verbindungselemente 13 verbunden sind.
[0026] Das Dämpfungselement 12 ist in Figur 1 als Stufe dargestellt, die sich von der Bodenplatte
14 zu dem abgesenkten Teil 10 der Bodenplatte 14 erstreckt. Die in Figur 1 dargestellten
Pfeile stellen den Weg von elektromagnetischer Störstrahlung dar. Am Dämpfungselement
12, 12' breitet sich die Störstrahlung in verschiedene Richtungen aus. Ein erster
Teil gelangt direkt zum Antennenelement 11, der zweite Teil pflanzt sich entlang des
Dämpfungselements 12, des abgesenkten Teils 10 und dem Verbindungselement 13 fort.
Der zweite Teil erfährt dabei eine Phasenverschiebung um 180°. Das bedeutet, dass
er an der Position des Antennenelements 11 auf exakt gegenphasige Störstrahlung des
ersten Teils trifft. Dabei findet eine gegenseitige Auslöschung beiden Teile der Störstrahlung
statt.
[0027] Figur 2 zeigt den Abschattungseffekt der Basiseinheit 14. Ein Störsender 20 sendet
Störstrahlung 21 aus. Die Störstrahlung trifft auf die Basiseinheit 14 und wird von
ihr reflektiert oder absorbiert. Die Verbindungselemente 13 mit den Antennenelementen
11 werden durch die Basiseinheit 14 abgeschirmt. Sie liegen im Strahlungsschatten
der Basiseinheit 14. Allerdings breiten sich entlang der Oberfläche der Basiseinheit
14 oben beschriebenen Oberflächenwellen aus, die mit den Pfeilen dargestellt sind.
Diese Oberflächenwellen können auf die Antennenelemente 11 treffen und eine Signalstörung
bewirken. Mittels des Dämpfungselements 12 werden die Oberflächenwellen der Störstrahlung
21 gedämpft.
[0028] Die Basiseinheit 14 kann dabei mit einem Fortbewegungsmittel 2 verbunden sein. Das
Fortbewegungsmittel 2 kann dabei zum Beispiel ein Flugzeug, ein Fahrzeug, oder ein
Wasserfahrzeug sein. Alternativ kann die Basiseinheit 14 auch stationär an einer Plattform
befestigt sein.
[0029] In Figur 3 wird eine Vorrichtung 1 mit drei Verbindungselementen 13 dargestellt.
Die drei Verbindungselemente 13 können jeweils ein Antennenelement 11 aufnehmen, wobei
jedes Antennenelement 11 ein Teil eines CRPA-Feldes ist. Um jedes der Verbindungselemente
13 ist in dieser Ausführungsform ein innerer Choke-Ring 15 angeordnet. Der Choke-Ring
15 ist dabei eine ringförmige bzw. hohlzylinderartige Struktur, die das jeweilige
Verbindungselement 13 vollständig in einer Ebene umschließt.
[0030] Ein Dämpfungselement 12 erstreckt sich um alle drei Verbindungselemente 13 und die
inneren Choke-Ringe 15 herum. Das Dämpfungselement 12 ist dabei als Choke-Filter ausgebildet.
Weiter weist das Dämpfungselement 12 ein erstes Segment 17 mit einem gekrümmten Querschnitt
auf. Das erste Segment 17 erstreckt sich um ein erstes Verbindungselement 13, wobei
die Erstreckung um das erste Verbindungselement lediglich teilweise erfolgt. Damit
ist gemeint, dass das erste Segment 17 sich in der Ebene der Basiseinheit 14 nicht
vollständig um das Verbindungselement 13 herum erstreckt.
[0031] Das Dämpfungselement 12 weist weiter ein Verbindungssegment 18 auf, das das erste
Segment 17 mit einem zweiten Segment 17' des Dämpfungselements 12 verbindet. Das zweite
Segment 17' erstreckt sich teilweise um ein anderes Verbindungselement 13 als das
erste Segment 17.
[0032] Das Verbindungssegment 18 weist in Figur 3 eine Kante auf, die zwischen die Verbindungselemente
13 weist und einen Richtungswechsel in der Erstreckung des Dämpfungselements 12 um
die Verbindungselemente 13 bewirkt. In alternativen nicht dargestellten Ausführungsformen
kann das Verbindungselement auch gekrümmt oder gerade ausgebildet sein. Das Verbindungssegment
18 bewirkt ausgehend vom ersten Segment 17 einen Richtungswechsel in der Erstreckung
des Dämpfungselements 12 um die Verbindungselemente 13. Das auf das Verbindungssegment
18 folgende zweite Segment 17' bewirkt seinerseits einer Richtungsänderung gegenüber
der von dem Verbindungssegment 18 vorgegebenen Richtung für das Dämpfungselement 12.
[0033] Insgesamt weist das Dämpfungselement 12 drei Verbindungssegmente 18 und drei Segmente
17 auf. Damit ist das Dämpfungselement 12 auf die jeweiligen Verbindungselemente 13
bzw. die auf den Verbindungselementen befestigten Antennenelemente 11, die ein CRPA-Feld
bilden, angepasst. Die Anzahl der Verbindungssegmente 18 und der Segment 17 richtet
sich nach der Anzahl der außen an dem durch die Verbindungselemente 13 definierten
Feld liegenden Verbindungselemente 13. So kann zum Beispiel ein Verbindungselement
13 zwischen mehreren Verbindungselementen 13 angeordnet sein. Dann würde sich die
Anzahl der Verbindungssegmente 18 und der Segmente 17 des Dämpfungselements 12 sich
nach der Anzahl der äußeren Verbindungselemente 13 richten. Das Dämpfungselement 12
bildet damit eine Kontur ab, die durch die äußeren Verbindungselemente 13 gebildet
wird.
[0034] Die Ausgestaltung der Verbindungselemente 18 sowie der überstrichene Winkel der Erstreckung
der ersten und zweiten Segmente 17, 17' um die Verbindungselemente 13 ermöglicht die
Anpassung des Dämpfungselements 12 an die Randbedingungen eines CRPA-Feldes. So kann
das Dämpfungselement 12 genau darauf abgestimmt werden, dass es zwar teilweise zwischen
die Verbindungselemente 13 angeordnet ist, dabei jedoch die Funktion der mit den Verbindungselementen
13 verbundenen Antennenelementen 11 nicht stört. Auf diese Weise wird mittels des
Dämpfungselements 12 eine optimale Dämpfungsfunktion bei gleichzeitiger optimaler
Funktion der Antennenelemente 11 bewirkt.
[0035] Um das Dämpfungselement 12 ist ein zweites Dämpfungselement 12' angeordnet. Das zweite
Dämpfungselement 12' erstreckt sich um das Dämpfungselement 12 herum und damit auch
um die Verbindungselemente 13.
[0036] Das zweite Dämpfungselement 12' wird in Kombination mit dem Dämpfungselement 12 und
den inneren Choke-Ringen 15 eine verbesserte Dämpfung von Störstrahlung, die durch
Oberflächenwellen entlang der Basiseinheit 14 zu den Antennenelementen 11 gelangt.
[0037] Weiter kann sich um das zweite Dämpfungselement 12' ein äußerer Choke-Ring 16 erstrecken.
Der Choke-Ring 16 umschließt dabei die gesamten vorbeschriebenen Komponenten in der
Ebene der Basiseinheit 14.
[0038] Die Choke-Ringe 15, 16 sowie die Dämpfungselemente 12, 12' können für die Dämpfung
von unterschiedlichen Störstrahlungsfrequenzen optimiert werden. Damit kann eine breite
Palette von verschiedenen Frequenzbändern effektiv gedämpft werden.
[0039] Figur 4 zeigt eine Vorrichtung mit vier Verbindungselementen 13. Das Dämpfungselement
12 weist in dieser Ausführungsform ein erstes Segment 17 auf, dass sich teilweise
um ein einzelnes Verbindungselement 13 erstreckt. Dabei ist der von dem ersten Segment
17 überstrichenem Winkel in Figur 4 kleiner als der von dem Segment 17 überstrichenem
Winkel aus Figur 3. Das sich an das erste Segment 17 in Figur 4 anschließende Verbindungssegment
18 ragt damit nicht so tief zwischen die Verbindungselemente 13 hinein wie das Verbindungselement
18 aus Figur 3.
[0040] Das Dämpfungselement 12 hat in dieser Ausführungsform entsprechend der vier äußeren
Verbindungselemente 13 vier Segmente 17, 17' und vier Verbindungssegmente 18.
[0041] Figur 5 zeigt eine Vorrichtung 1, die mehrere innere Choke-Ringe 15, 15' aufweist.
Alle inneren Choke-Ringe 15, 15' erstrecken sich dabei ringförmig um ein einzelnes
Verbindungselement 13. Jedes Verbindungselemente 13 der Vorrichtung 1 weist dabei
mehrere Choke-Ringe 15, 15' auf.
[0042] Dabei sind die Choke-Ringe 15 innerhalb der Choke-Ringe 15' angeordnet. Weiter schneiden
sich die Choke-Ringe 15' mit den Choke-Ringen 15' der benachbarten Verbindungselemente
13. In der vorliegenden Ausführungsform schneiden die Choke-Ringe 15' auch die Choke-Ringe
15 der benachbarten Verbindungselemente 13. Dies ist jedoch optional.
[0043] Um die Choke-Ringe 15' und damit um die Verbindungselemente 13 erstreckt sich ein
Dämpfungselement 12, dass sich dabei um alle Verbindungselemente 13 und um alle Choke-Ringe
15' erstreckt.
[0044] In Figur 6 wird die Vorrichtung 1 durch ein Abdeckelement 19 bedeckt, das einen mechanischen
Schutz für die Antennenelemente 11 und die Choke-Ringe 15, 16 sowie das Dämpfungselement
12 vor Luftwirbeln oder mit einer Luftströmung mitgeführten Gegenständen bildet. Dies
ist vor allem dann nötig, wenn die Vorrichtung 1 an einem Fortbewegungsmittel 2 angeordnet
ist. Eine Beschädigung der Choke-Ringe 15, 16 oder des Dämpfungselements 12 durch
mit der Luftströmung mitgeführte Gegenstände oder gar durch von dem Fortbewegungsmittel
aufgewirbelten Teilchen würde ansonsten eine deutliche Verringerung der Abschirmung
von Störstrahlung zufolge haben.
[0045] Das Abdeckelement 19 kann dabei beispielsweise als Platte oder als Netz bzw. Gitter
ausgebildet sein. Das Material des Abdeckelement 19 muss dabei durchlässig für elektromagnetische
Strahlung sein, um die Funktion der Antennenelemente 11 nicht zu behindern. Weiter
kann das Abdeckelement 19 direkt an der Basiseinheit 14 befestigt sein. Alternativ
kann das Abdeckelement 19 an dem abgesenkten Teil 10, den Choke-Ringen 15, 16 oder
dem Dämpfungselement 12 befestigt sein.
[0046] Das Abdeckelement 19 kann weiter eine ebene Fläche mit der Basiseinheit 14 bilden.
Auf diese Weise kann die Position der Antennenelemente 11 verborgen werden. Alternativ
kann das Abdeckelement 19 eine Stufe zu der Basiseinheit 14 aufweisen. In diesem Fall
lässt sich das Abdeckelement 19 leicht von der Vorrichtung 1 entfernen, da ein Betreiber
es am Rand leicht ergreifen kann.
1. Vorrichtung zum Reduzieren von Störeinflüssen bei Antennen, wobei die Vorrichtung
(1)
eine Basiseinheit (14) zum Befestigen von Antennenelementen (11) und
ein Dämpfungselement (12, 12') zum Reduzieren der Feldstärke von Oberflächenwellen
an der Basiseinheit (14) aufweist,
wobei die Basiseinheit (14) mindestens zwei Verbindungselemente (13) zum Verbinden
mit mindestens zwei Antennenelementen (11) aufweist,
wobei das Dämpfungselement (12, 12') auf der Basiseinheit (14) befestigt ist und sich
um die mindestens zwei Verbindungselemente (13) erstreckt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Dämpfungselement (12, 12') als Choke-Filter
ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Dämpfungselement (12, 12') ein erstes
Segment (17) mit einem gekrümmten Querschnitt aufweist, wobei das erste Segment (17)
sich um mindestens ein erstes der mindestens zwei Verbindungselemente (13) erstreckt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei das Dämpfungselement (12, 12') ein zweites Segment
(17') mit einem gekrümmten Querschnitt aufweist, wobei das zweite Segment (17') über
ein Verbindungssegment (18) mit dem ersten Segment (17) verbunden ist und sich um
mindestens ein zweites der mindestens zwei Verbindungselemente (13) erstreckt.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei das Verbindungssegment (18) eine Krümmung und/oder
eine Kante aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Vorrichtung (1) einen äußeren
Choke-Ring (16), der an der Basiseinheit (14) befestigt ist und sich ringförmig um
das Dämpfungselement (12, 12') und um die mindestens zwei Verbindungselemente (13)
erstreckt, aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Vorrichtung (1) einen inneren
Choke-Ring (15), sich ringförmig um ein Verbindungselement (13) erstreckt und der
zwischen dem Dämpfungselement (12) und dem Verbindungselement (13) angeordnet ist,
aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei um jedes Verbindungselement (13) jeweils mindestens
ein innerer Choke-Ring (15) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, wobei mindestens ein innerer Choke-Ring (15) eines Verbindungselements
(13) mindestens einen Choke-Ring (15) eines benachbarten Verbindungselements (13)
schneidet.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die Vorrichtung (1) mindestens
zwei Dämpfungselemente (12, 12') aufweist, wobei sich eines der mindestens zwei Dämpfungselemente
(12, 12') um das andere der mindestens zwei Dämpfungselemente (12, 12') erstreckt.
11. System zum Reduzieren von Störeinflüssen bei Antennen, wobei das System (3) ein Antennen-Feld
(4) und
eine Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 aufweist,
wobei das Antennen-Feld (4) mindestens zwei Antennenelemente (11) aufweist, wobei
je ein Antennenelement (11) mit je einem Verbindungselement (13) verbunden ist.
12. System nach Anspruch 11, wobei das Antennen-Feld (4) ein controlled reception pattern
antenna (CRPA) Feld ist.
13. System nach Anspruch 10 oder 11, wobei das System (3) ein Abdeckelement (19) aufweist,
wobei die Vorrichtung (1) zwischen der Basiseinheit (14) und dem Abdeckelement (19)
angeordnet ist.
14. Fortbewegungsmittel (2) umfassend eine Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1
bis 10 oder ein System (3) nach einem der Ansprüche 11 bis 13.